Da ein Schnitzel (natürlich nur echt mit Panade, Rahmsoße und Pommes), dort eine Tafel Schokolade (ja, komplett) und natürlich immer massig Cola dazu. Andere schaufeln nur Salat (manchmal mit extrem viel Dressing), Tofu-Hamburger und Soja-Milch in sich rein. Beides ist auf die Dauer sicherlich nicht die gesündeste Lebensweise. Entsprechend heute die Frage an euch: Wie viel achtet ihr auf euren Körper? Ist es euch egal wie hoch euer Risiko ist schon mit 40 an einem Herzinfarkt zu sterben? Oder zählt ihr penibel jedes Kohlenhydrat und rennt schreiend weg, wenn es auch nur nach Braten riecht?

Nur noch wenige Tage und das erste Quartal des Jahres 2016 ist schon wieder vorbei und damit auch die erste Lieferung an dicken Blockbustern (oder solchen, die es werden wollten). Aber die Spieleindustrie wäre nicht die Spieleindustrie, wenn sie uns nicht weiter stetig mit neuen Kandidaten versorgen würde. So geht das zweite Quartal vielleicht nicht ganz so weiter, wie das letzte aufgehört hat (der März ist mittlerweile auch immer etwas überfrachtet). Aber einige interessante Sachen warten doch darauf von euch gespielt zu werden: Wie immer führen die meisten Links zu Amazon soweit eine dort erhältliche Retailversion erscheinen wird.

Quantum Break (Herstellerbild)

Quantum Break (Herstellerbild)

Quantum Break (05.04.2016; PC, XONE) – Erinnert ihr euch noch an das andere Spiel, dass pompös als „Wir kombinieren eine TV-Serie mit einem Spiel“ angekündigt wurde? Es war das MMO Defiance (2013). Die Serie wurde nach der 3. Staffel eingestellt und das MMO hat nur absoluten Nischencharakter. Immerhin: Bei Quantum Break wird die Serie schon mitgeliefert. Insofern muss man zumindest hier keine Angst haben, dass irgendetwas eingestellt wird, bevor die Geschichte zu Ende ist. Und das Spiel selbst? Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Zum einen, weil man gefühlt immer noch nur sehr wenig davon weiß. Zum anderen, weil es so absolut generisch klingt. Ja, auch das ganze „Zeitmanipulationsgedöhns“. Das Spiel muss am Ende definitiv schon einiges mehr bieten als nur den „Von den Machern vonAlan Wake„-Aufkleber auf der Verpackung, bevor ich mich ernsthaft dafür interessiere.

The Banner Saga 2 (19.04.2016; PC, MAC, PS4, XONE) – Teil 1 habe ich bislang nur angefangen, aber Azzkickr kann ihn absolut nur empfehlen. Teil 2 wird die Geschichte fortsetzen und mehr vom Gleichen bieten, wenn auch natürlich weiter verbessert und erweitert. Interessanter finde ich allerdings, dass eure Entscheidungen im ersten Teil Auswirkungen auf den zweiten haben werden. Das kommt einfach immer noch viel zu selten vor obwohl spätestens die Mass Effect-Serie doch durchaus eindrucksvoll gezeigt hat, wie stark das die Spieler in die Geschichte hineinziehen kann. Also auf jeden Fall im Auge behalten, wenn ihr auf 2D-Rundentaktik steht.

Ratchet & Clank (Herstellerbild)

Ratchet & Clank (Herstellerbild)

Ratchet & Clank (20.04.2016; PS4) – Ich ärgere mich an dieser Stelle mal einfach nur Still über den Namen des Titels. Ich mag die beiden einfach zu sehr. Natürlich verstehe ich auch nicht ganz, warum es unbedingt ein Reboot sein muss. Aber so ist das halt. Immerhin ist es kein klassisches Remake, sondern eine Art Neuinterpretation des ersten Teils. Insofern bin ich schon alleine deswegen gespannt, was uns neben einer wesentlich schickeren Grafik so erwarten wird. Zumal sich seit dem Original (2002 für PS2) schon so einiges im Plattformer-Genre getan hat. Entsprechend hoffe ich durchaus auf die eine oder andere Modernisierung (spiele das Original bekanntlich aktuell auf der PlayStation 3 durch) und vor allem Straffung. Ja, das wird jetzt die absoluten Hardcoregamer wieder zur Weißglut treiben. Es gibt aber durchaus die eine oder andere unnötige Länge, auf die ich verzichten kann. Ich bin aber guter Hoffnung, zumal die Entwickler sich aus allen Teilen der Serie bedienen was die Spielelemente betrifft und eben nicht nur stur an Teil 1.

Star Fox Zero (22.04.2016; WiiU) – Star Fox 643D habe ich zwar hier herumliegen, aber viel gespielt habe ich es bislang nicht. War mir irgendwie zu unübersichtlich und kompliziert. Somit bleibt meine Erfahrung mit dem Fuchs weiterhin vor allem auf die vielen „Do a Barrelroll“-Memes beschränkt. Als ich gelesen habe, dass zur Steuerung das WiiU-Gamepad in der Luft herumgewedelt werden muss, hat mich das auch nicht gerade in Begeisterungsstürme ausbrechen lassen. Ich halte Motion-Control-Steuerung außerhalb von VR weiterhin für absolut unbrauchbar. Dennoch kann ich nicht abstreiten, dass ich zumindest ein wenig Interesse an dem Titel habe. Rail-Shooter in oder her: In Raumschiffen rumfliegen und alles abballern geht immer. Ach und es steht „PlatinumGames“ als Entwickler drauf und die haben jetzt schon mehrfach gezeigt (Bayonetta, Vanquish), dass sie durchaus was drauf haben.

Uncharted 4: A Thief's End (Herstellerbild)

Uncharted 4: A Thief’s End (Herstellerbild)

Uncharted 4: A Thief’s End (10.05.2016; PS4) – Warum, warum, warum? Warum musste Naughty Dog doch noch einmal Nathan Drake unter dem Sofa hervorkehren und ihm einen, angeblich nun finalen, Abschluss geben? Die Antwort ist vermutlich, dass Sony ihnen verdammt viel Geld dafür gegeben hat. Naja, egal. Ich fand bekanntlich die Trilogie ganz okay aber nicht so berauschend wie gefühlt der ganze Rest der Welt. Entsprechend erwarte ich von Teil 4 nicht übermäßig viel. Ja, es wird sicherlich gut aussehen, wieder filmreif inszeniert sein und seine 8-10 Stunden Spaß machen. Aber der heilige Gral und DER absolute Grund sich eine PlayStation 4 anzuschaffen? Zumindest für mich nicht.

DOOM (13.05.2016; PC, PS4, XONE) – Endlich ist es wieder soweit. Da verzeihe ich Bethesda gerade noch so, dass sie die „4“ im Titel vergessen haben. Aber nach 12 Jahren Abstinenz bin ich einfach nur froh, dass es überhaupt erscheint, von id Software kommt und mehr als offensichtlich zurück zu den Wurzeln geht. Nein, ich gehöre nicht zu denen, die DOOM 3 scheiße fanden. Im Gegenteil habe ich die BFG Edition letztes Jahr sehr gerne durchgespielt. Doch es stimmt schon, dass es mit der spielerischen Seite des Originals nicht mehr ganz so viel zu tun hatte. Vor allem das hohe Tempo habe auch ich vermisst sowie einfach nur sinnlos tonnenweise Monster töten. Da beides offensichtlich zurück ist und id Software (wie auch RAGE gezeigt hat), immer noch sein Shooter-Handwerk versteht, steht der Gewinner des Titels „Shooter des Jahres“ vermutlich schon fest. Und ja, diese Einschätzung beruht tatsächlich nicht nur auf dem Konsum diverser Medien, sondern auch auf meinen Erfahrungen mit der Alpha-Version. Wobei ich darüber glaube ich immer noch nichts sagen darf.

Homefront: The Revolution (Herstellerbild)

Homefront: The Revolution (Herstellerbild)

Homefront: The Revolution (20.05.2016; PC, PS4, XONE, MAC, Linux) – Teil 1 war etwas zu kurz und zu linear, hatte aber für mich einen deutlich größeren, emotionalen „Impact“ als alle Call of Duty-Spiele zusammen. Ob Teil 2 daran anknüpfen kann, stelle ich zumindest etwas in Zweifel, würde es mir aber definitiv wünschen. Das Spiel an sich scheint auf jeden Fall dem üblichen „Mehr, mehr und noch mehr“-Muster zu folgen. Am einfachsten würde ich es tatsächlich als Dying Light ohne Zombies bezeichnen: Offene Welt, starker Fokus auf „Crafting“ und ein leichter Rollenspiel-Touch. Könnte funktionieren, könnte aber auch genauso gut in die Hose gehen. Die Geschichte wird aber denke ich auf jeden Fall drunter leiden. Offene Welten eigenen sich einfach nicht so gut für spannende Unterhaltung. Vor allem nicht, wenn an jeder Ecke noch eine Nebenmission zur Ablenkung wartet.

Total War: Warhammer (24.05.2016; PC, MAC, Linux) – Endlich finden sich die zwei richtigen. Okay, Warhammer 40.000 wäre natürlich noch cooler, aber dafür haben wir ja die Dawn of War-Reihe. Die letzten Total War-Titeln gingen mir, gelinde gesagt, tatsächlich am Arsch vorbei, weil es zum einen immer noch viel zu viele technische Probleme gab. Und zum anderen mich diese historischen Settings einfach nicht ganz so stark anmachen. Aber Warhammer? Immer her damit! Mit dem Imperium in den Kampf gegen die fiesen Orks ziehen macht eindeutig mehr Laune als irgendwelche römischen Provinzen verwalten. Etwas vorsichtig bin ich aber trotzdem weiterhin. Die letzten Titel der Reihe waren zwar wieder besser als der totale Fehlschlag Empire: Total War aber an die Qualität von Rome: Total War kamen sie meiner Meinung nach trotzdem noch nicht wieder ran.

TMNT: Mutanten in Manhattan (Herstellerbild)

TMNT: Mutanten in Manhattan (Herstellerbild)

Teenage Mutant Ninja Turtles: Mutanten in Manhattan (24.05.2016; PC, PS3, PS4, X360, XONE) – Schon wieder ein Lizenzspiel, schon wieder von PlatinumGames und schon wieder ein interessanter Cell-Shading-Look. Aber nachdem Activison mit Transformers: The Dark Spark HighMoons Interpretation der Roboter in den Sand gesetzt hat, konnten sie sich der Publisher mit der unterhaltsamen Prügelei Transformers: Devastation tatsächlich wieder etwas aus dem Loch befreien. Action-reiche und trotzdem anspruchsvolle Kämpfe hat das Entwicklerstudio Tatsuya Minami einfach drauf. Von daher erwarte ich schlicht mehr vom gleichen nur mit Schildkröten statt mit Robotern. Für mich der einzige Negativpunkt ist tatsächlich die Lizenz, denn die Turtles finde ich tatsächlich nicht ganz so cool wie die Transformer.

Mirror’s Edge Catalyst (26.05.2016; PC, PS4, XONE) – Da ist er endlich, der langerwartete Nachfolger zum bei Kritikern und Spielern viel gelobten, aber im Handel offensichtlich nicht ganz so erfolgreichen Titel aus dem Jahre 2008. Wobei – die Aussage stimmt nicht ganz. Es handelt sich tatsächlich um einen Reboot und nicht um einen echten zweiten Teil. Immerhin hat EA davon abgesehen es einfach nochmal Mirror’s Edge zu nennen. Da wäre ich definitiv die Wände hoch… Ist aber auch egal. Wichtig ist: Es soll mehr echte Freiheiten in einer weitläufigeren Stadt geben sowie (hoffentlich) weniger Zwangsschießeinlagen und dafür eine schickere aber immer noch äußerst stilvolle Grafik. Ich freue mich definitiv drauf. Teil 1 hat einen fantastischen Flow erzeugt und ich hoffe, dass dieser trotz der offeneren Levels erhalten bleibt.

Hearts of Iron IV (Herstellerbild)

Hearts of Iron IV (Herstellerbild)

Hearts of Iron IV (06.06.2016; PC, MAC, Linux) – Teil 3 hat tatsächlich schon sieben Jahre auf dem Buckel? Wahnsinn. Was ich mir von Teil 4 erhoffe ist eindeutig: Endlich ein schöneres, verständlicheres und übersichtlicheres Menüsystem. Komplexität kann mega-genial sein und macht vor allem bei dieser Serie absolut auch seinen Reiz aus (genauso wie bei Crusader Kings, Europa Universalis und was Paradox noch so alles an Global-Strategiespielen im Portfolio hat). Aber das hält mich jedes Mal wieder davon ab mich länger und ausführlicher mit den Titeln zu beschäftigen. Vielleicht klappt es ja endlich. Gibt selbstverständlich auch noch andere Neuerungen (bessere KI, weniger stringenter Spielablauf, mehr Micromanagementmöglichkeiten, etwas schickere Grafik). Aber von mir aus könnten sie auch nur die Bedienung vollständig überarbeiten, das würde mir schon reichen.

No Man’s Sky (22.06.2016; PC, PS4) – Kommt er also endlich raus, dieser komische Indie-Titel. Weiß eigentlich mittlerweile IRGENDJEMAND was man daran überhaupt macht? Also außer in einem grafisch durchaus ungewöhnlichen und zufällig generierten Universum herumzufliegen und Planeten zu Fuß zu erkunden, um die dortigen Ressourcen zu rauben und sein eigenes Schiffchen weiter aufzupimpen? Bitte? Das IST alles, was man machen wird? Okay. Ich glaube nicht, dass das Werk seinem Hype gerecht wird (oder es überhaupt konnte). Aber interessant zu beobachten (und natürlich auch spielen) wird es sicherlich sein.

 

Und damit haben wir die zwölf Kandidaten auch schon wieder voll. Bleiben wie immer noch zwei Fragen übrig. Die erste ist für mich: Was werde ich mir von diesen Titeln zum Releasetag kaufen? Die Antwort: Voraussichtlich keinen einzigen. Ja, auch DOOM nicht. Hey, mein Hauptrechner steht jetzt schon zwei Monate ohne Strom unten im Keller. Da investiere ich doch kein Geld in neue Sachen. Komme ja nicht einmal zu den alten.

Und wie sieht es bei euch aus? Irgendwelche Pflichttitel dabei? Oder irgendetwas relevantes, was ich vergessen habe (außer Fire Emblem: Fates)?

Sicarius

Frohe Ostern

Ostern…Ostern…das hab‘ ich doch schon einmal irgendwo gehört. Aber wo? Ist das so ein komischer Pseudo-Feiertag wie der „Internationale Tag des Hamburgers“ (28. Mai)? Bitte? Das ist ein katholisches Hochfest? Das Gegenstück zu Weihnachten? Ach, das interessiert doch niemanden. Es geht doch nur um Schokohasen und zwei Tage bezahlten Urlaub. Aber gut:

Frohe Ostern 2016

Das gesamte Team von Beim Christoph wünscht euch ein frohes Osterfest!

Erholt euch gut, knuddelt ein paar Kaninchen und versucht es zu vermeiden zum Mittagessen Lämmer oder besagte Hasen zu verspeisen. Kommt immer so schlecht an bei bestimmten Personengruppen, auch wenn in den Medien euch zahlreiche Köche aktuell entsprechende Rezepte vortragen. Und nein, eure nervigen Verwandten dürft ihr nicht als Alternative verputzen. Kannibalismus ist in Deutschland bekanntlich verboten. Total gemein, ich weiß. Ist aber halt so. Ihr müsst den Onkel Fritz mit seinen rassistischen Kommentaren über Flüchtlinge leider ertragen. Hilft nix.

Bis Montag!

Sicarius

Umfrage: Euer Lieblingsauto

Autos sind zum Fahren da – zumindest sehen das einige Fahrer so. Andere sind hingegen in ihren Gefährten schon fast einen Partner, den sie hegen und pflegen. Und wieder andere pimpen die Karre bis zum geht nicht mehr, damit auch der letzte Polizist beim Anblick der blitzblanken Alu-Felgen geblendet wird während man mit 200 Sachen durch die Nacht düst. Aber wie sieht es bei euch aus? Muss ein Auto nur eine rudimentäre Ausstattung zu haben und gerade so fahren? Oder muss es schon mehr sein, damit ihr es auch in zehn Jahren noch über die Motorhaube streichelt?

Sicarius

Ode an Peugeot

Hochzeitsauto!

Hochzeitsauto!

Ich hatte es ja schon nebenbei erwähnt: Auch von meinem geliebten Peugeot 307 musste ich mich mittlerweile trennen. Gestern alles an den zukünftigen Besitzer übergeben. Ursprünglich wollte ich ihn noch durch den TÜV bringen und dann im Laufe des Jahres verscherbeln. Aber wie immer kam alles anders als geplant. Dürfte auch verständlich sein angesichts der Tatsache, dass ich bestenfalls nochmal 400, schlimmstenfalls 1.000 Euro hätte investieren müssen, um noch durch besagte HU/AU zu kommen. Da habe ich mich lieber dazu entschieden die Reißleine zu ziehen. Zumal es mit dieser erneuten Investition natürlich das Thema nicht beendet wäre. Die Reparaturen werden bekanntlich eher mehr als weniger. Und trotzdem hätte ich auf dem Gebrauchtmarkt allerhöchstens noch 1.500 Euro bekommen. So habe ich mich dazu entschieden diesen ganzen Ärger und Aufwand gar nicht erst zu betreiben und mich mit ein paar Hunderten zufrieden zu geben. Zumal ich ihn weiterhin in guten Händen weiß.

Ist natürlich wie immer traurig und schwer so einen langen Begleiter zu verlieren. Andererseits muss ich ehrlich zugeben, dass ich es eindeutig zu lange mit der Karre ausgehalten habe. Allerspätestens 2014, als die Werkstattrechnungen so richtig anfingen sich zu stapeln (2.200 Euro insgesamt), hätte ich abstoßen sollen. Eher noch ein wenig früher (würde sagen maximal nach dem 10. Geburtstag). Aber wie heißt es so schön: Hinterher ist man immer schlauer.

Eine Lebensgeschichte

14 Jahre ist das Auto nun alt (feierte wie unser Azzkickr Anfang März seinen Geburtstag). Gekauft hatte ich ihn im Februar 2006, also vor gut zehn Jahren. Schon damals viel zu viel Geld bezahlt dafür (11.200 Euro – ja, der Händler ist nicht einmal 200 Euro runtergegangen). Mein Verhandlungsgeschick war damals nicht das Beste oder besser gesagt: Nicht vorhanden. Aber immerhin: Bekommen habe ich ein, wie erwähnt, vier Jahre altes Auto aus der Golf-Klasse mit rund 80.000km drauf. Ja, der Vorbesitzer ist quasi in weniger Zeit mehr damit gefahren als ich (es hat jetzt ca. 185.000 drauf). Es wurde aber vom ihm gut behandelt und auch ich habe ihn immer vorbildlich gehegt und gepflegt (regelmäßige Wartung und Reinigung).

So ganz konnte er bei mir sein Potential (es handelt sich um einen Peugeot 307 mit Sportausstattung) allerdings nie ausleben. Theoretisch liegt seine Höchstgeschwindigkeit bei 205km/h. Aber die Zeiten des Turbo-Christophs waren anno 2006 so langsam vorbei. 150km/h war anfangs mein Limit, mittlerweile fahre ich sogar nur noch mit maximal 130 auf der Autobahn entlang. Ich weiß, totaler Lahmarsch. Muss man unbedingt sofort überholen – wenn ich denn überhaupt mal auf die Autobahn gekommen bin. Die meiste Zeit bin ich ja nur zur Arbeit getuckert, also ein bisschen Landstr. Und Stadtverkehr (meine Durchschnittsgeschwindigkeit lag lange bei 45km/h). Seine 100KW (um die 135PS) habe ich aber immer zu schätzen gewusst. Da kommt man einfach wesentlich besser von der Stelle mit so viel Power unter der Haube. Nachteil: Er hat durchaus gut geschluckt, der Kleine. Mein Durchschnittsverbrauch lag bei 9l/100km.

Viel Platz, viel Komfort

Dramatisches Gif!

Dramatisches Gif! (Unbedingt Anklicken!)

Ich habe ihn definitiv gemocht den kleinen aber doch irgendwie großen Fünftürer. Wenn ich mir da im Vergleich Lysandas Chevrolet Spark anschaue, war der Peugeot 307 schon fast eine Limousine. Wie viele Kästen Bier in den Kofferraum passten, kann ich zwar nicht sagen. Aber vier Kästen Wasser und ein Kasten Cola konnte man da auf jeden Fall problemlos verstauen. Die Ledersitze und die Klimaautomatik waren auch ganz nett, wenngleich ich mit zunehmendem Gewicht zwischendurch ein wenig Platzangst im Fahrersitz hatte. Aber dafür konnte das Auto natürlich nichts. Das lag logischerweise alleine an mir. Und Beinfreiheit war für alle Beteiligten auch genug vorhanden.

Bis 2014 war er außerdem was die Werkstattrechnungen anging sehr genügsam. Die ersten paar Jahre gingen bei der ersten Kälte zwar buchstäblich die Lichter aus (zumindest die der Blinker), aber nachdem ich endlich mal etwas mehr Geld in Birnen investiert hatte, war die Sache erledigt. Eher ein Dauerkandidat war der Auspuff, den ich schon früh und im Laufe der zehn Jahre glaube ich dreimal reparieren lassen musste (Rost am Übergang von Endtopf zum Kat-Rohr). In Eckental ist er mir sogar einmal komplett abgefallen. Zum Glück hatte ich schon einen Termin für die Werkstatt angesetzt. Die haben dann einfach den ADAC gerufen und mich kostenlos abschleppen lassen.

Schöne Erinnerungen

Da lange Zeit vergleichsweise wenig am Auto war, hatte ich schon ein wenig die Hoffnung, dass ich ihn noch ein paar Jährchen fahren könnte. Äußerlich macht er auch immer noch einen Top-Eindruck. Deswegen habe ich vermutlich 2014 noch bereitwillig so viel Kohle in ihn reingesteckt. Aber es zeigt sich wieder einmal: Ein Auto wird nicht mit der Zeit besser, sondern schlechter. Und nein, ich glaube nicht, dass ein Peugeot 307 mal zu einem begehrten Oldtimer wird. Es war jetzt einfach Zeit für ihn weiterzuziehen und das muss ich akzeptieren.

Immerhin hat er mir zehn Jahre lang sehr gute Dienste erwiesen und was will man von einem Verbrauchsgegenstand sonst erwarten? Eben. Ja, ich weiß. Manche sehen das etwas anderes. Aber bei aller Liebe, die ich zu der Karre hatte: Am Ende des Tages war mir nur wichtig, dass sie fährt und, dass der Weg zum Ziel halbwegs angenehm war. Insofern: Danke, lieber Peugeot 307, dass du mir ein guter Untersatz warst. Möge dich auch dein neuer Herr so lieb haben wie ich.

Ich begnüge mich nun stattdessen erst einmal mit besagtem Chevrolet Spark. Ein Auto, für das ich tatsächlich ein wenig zu groß bin. Ja, man könnte fast von einem Frauenauto sprechen :smile: .

Nächste Seite »