Sicarius

Zwölf für die Einkaufsliste – 2. Quartal 2016

Nur noch wenige Tage und das erste Quartal des Jahres 2016 ist schon wieder vorbei und damit auch die erste Lieferung an dicken Blockbustern (oder solchen, die es werden wollten). Aber die Spieleindustrie wäre nicht die Spieleindustrie, wenn sie uns nicht weiter stetig mit neuen Kandidaten versorgen würde. So geht das zweite Quartal vielleicht nicht ganz so weiter, wie das letzte aufgehört hat (der März ist mittlerweile auch immer etwas überfrachtet). Aber einige interessante Sachen warten doch darauf von euch gespielt zu werden: Wie immer führen die meisten Links zu Amazon soweit eine dort erhältliche Retailversion erscheinen wird.

Quantum Break (Herstellerbild)

Quantum Break (Herstellerbild)

Quantum Break (05.04.2016; PC, XONE) – Erinnert ihr euch noch an das andere Spiel, dass pompös als „Wir kombinieren eine TV-Serie mit einem Spiel“ angekündigt wurde? Es war das MMO Defiance (2013). Die Serie wurde nach der 3. Staffel eingestellt und das MMO hat nur absoluten Nischencharakter. Immerhin: Bei Quantum Break wird die Serie schon mitgeliefert. Insofern muss man zumindest hier keine Angst haben, dass irgendetwas eingestellt wird, bevor die Geschichte zu Ende ist. Und das Spiel selbst? Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Zum einen, weil man gefühlt immer noch nur sehr wenig davon weiß. Zum anderen, weil es so absolut generisch klingt. Ja, auch das ganze „Zeitmanipulationsgedöhns“. Das Spiel muss am Ende definitiv schon einiges mehr bieten als nur den „Von den Machern vonAlan Wake„-Aufkleber auf der Verpackung, bevor ich mich ernsthaft dafür interessiere.

The Banner Saga 2 (19.04.2016; PC, MAC, PS4, XONE) – Teil 1 habe ich bislang nur angefangen, aber Azzkickr kann ihn absolut nur empfehlen. Teil 2 wird die Geschichte fortsetzen und mehr vom Gleichen bieten, wenn auch natürlich weiter verbessert und erweitert. Interessanter finde ich allerdings, dass eure Entscheidungen im ersten Teil Auswirkungen auf den zweiten haben werden. Das kommt einfach immer noch viel zu selten vor obwohl spätestens die Mass Effect-Serie doch durchaus eindrucksvoll gezeigt hat, wie stark das die Spieler in die Geschichte hineinziehen kann. Also auf jeden Fall im Auge behalten, wenn ihr auf 2D-Rundentaktik steht.

Ratchet & Clank (Herstellerbild)

Ratchet & Clank (Herstellerbild)

Ratchet & Clank (20.04.2016; PS4) – Ich ärgere mich an dieser Stelle mal einfach nur Still über den Namen des Titels. Ich mag die beiden einfach zu sehr. Natürlich verstehe ich auch nicht ganz, warum es unbedingt ein Reboot sein muss. Aber so ist das halt. Immerhin ist es kein klassisches Remake, sondern eine Art Neuinterpretation des ersten Teils. Insofern bin ich schon alleine deswegen gespannt, was uns neben einer wesentlich schickeren Grafik so erwarten wird. Zumal sich seit dem Original (2002 für PS2) schon so einiges im Plattformer-Genre getan hat. Entsprechend hoffe ich durchaus auf die eine oder andere Modernisierung (spiele das Original bekanntlich aktuell auf der PlayStation 3 durch) und vor allem Straffung. Ja, das wird jetzt die absoluten Hardcoregamer wieder zur Weißglut treiben. Es gibt aber durchaus die eine oder andere unnötige Länge, auf die ich verzichten kann. Ich bin aber guter Hoffnung, zumal die Entwickler sich aus allen Teilen der Serie bedienen was die Spielelemente betrifft und eben nicht nur stur an Teil 1.

Star Fox Zero (22.04.2016; WiiU) – Star Fox 643D habe ich zwar hier herumliegen, aber viel gespielt habe ich es bislang nicht. War mir irgendwie zu unübersichtlich und kompliziert. Somit bleibt meine Erfahrung mit dem Fuchs weiterhin vor allem auf die vielen „Do a Barrelroll“-Memes beschränkt. Als ich gelesen habe, dass zur Steuerung das WiiU-Gamepad in der Luft herumgewedelt werden muss, hat mich das auch nicht gerade in Begeisterungsstürme ausbrechen lassen. Ich halte Motion-Control-Steuerung außerhalb von VR weiterhin für absolut unbrauchbar. Dennoch kann ich nicht abstreiten, dass ich zumindest ein wenig Interesse an dem Titel habe. Rail-Shooter in oder her: In Raumschiffen rumfliegen und alles abballern geht immer. Ach und es steht „PlatinumGames“ als Entwickler drauf und die haben jetzt schon mehrfach gezeigt (Bayonetta, Vanquish), dass sie durchaus was drauf haben.

Uncharted 4: A Thief's End (Herstellerbild)

Uncharted 4: A Thief’s End (Herstellerbild)

Uncharted 4: A Thief’s End (10.05.2016; PS4) – Warum, warum, warum? Warum musste Naughty Dog doch noch einmal Nathan Drake unter dem Sofa hervorkehren und ihm einen, angeblich nun finalen, Abschluss geben? Die Antwort ist vermutlich, dass Sony ihnen verdammt viel Geld dafür gegeben hat. Naja, egal. Ich fand bekanntlich die Trilogie ganz okay aber nicht so berauschend wie gefühlt der ganze Rest der Welt. Entsprechend erwarte ich von Teil 4 nicht übermäßig viel. Ja, es wird sicherlich gut aussehen, wieder filmreif inszeniert sein und seine 8-10 Stunden Spaß machen. Aber der heilige Gral und DER absolute Grund sich eine PlayStation 4 anzuschaffen? Zumindest für mich nicht.

DOOM (13.05.2016; PC, PS4, XONE) – Endlich ist es wieder soweit. Da verzeihe ich Bethesda gerade noch so, dass sie die „4“ im Titel vergessen haben. Aber nach 12 Jahren Abstinenz bin ich einfach nur froh, dass es überhaupt erscheint, von id Software kommt und mehr als offensichtlich zurück zu den Wurzeln geht. Nein, ich gehöre nicht zu denen, die DOOM 3 scheiße fanden. Im Gegenteil habe ich die BFG Edition letztes Jahr sehr gerne durchgespielt. Doch es stimmt schon, dass es mit der spielerischen Seite des Originals nicht mehr ganz so viel zu tun hatte. Vor allem das hohe Tempo habe auch ich vermisst sowie einfach nur sinnlos tonnenweise Monster töten. Da beides offensichtlich zurück ist und id Software (wie auch RAGE gezeigt hat), immer noch sein Shooter-Handwerk versteht, steht der Gewinner des Titels „Shooter des Jahres“ vermutlich schon fest. Und ja, diese Einschätzung beruht tatsächlich nicht nur auf dem Konsum diverser Medien, sondern auch auf meinen Erfahrungen mit der Alpha-Version. Wobei ich darüber glaube ich immer noch nichts sagen darf.

Homefront: The Revolution (Herstellerbild)

Homefront: The Revolution (Herstellerbild)

Homefront: The Revolution (20.05.2016; PC, PS4, XONE, MAC, Linux) – Teil 1 war etwas zu kurz und zu linear, hatte aber für mich einen deutlich größeren, emotionalen „Impact“ als alle Call of Duty-Spiele zusammen. Ob Teil 2 daran anknüpfen kann, stelle ich zumindest etwas in Zweifel, würde es mir aber definitiv wünschen. Das Spiel an sich scheint auf jeden Fall dem üblichen „Mehr, mehr und noch mehr“-Muster zu folgen. Am einfachsten würde ich es tatsächlich als Dying Light ohne Zombies bezeichnen: Offene Welt, starker Fokus auf „Crafting“ und ein leichter Rollenspiel-Touch. Könnte funktionieren, könnte aber auch genauso gut in die Hose gehen. Die Geschichte wird aber denke ich auf jeden Fall drunter leiden. Offene Welten eigenen sich einfach nicht so gut für spannende Unterhaltung. Vor allem nicht, wenn an jeder Ecke noch eine Nebenmission zur Ablenkung wartet.

Total War: Warhammer (24.05.2016; PC, MAC, Linux) – Endlich finden sich die zwei richtigen. Okay, Warhammer 40.000 wäre natürlich noch cooler, aber dafür haben wir ja die Dawn of War-Reihe. Die letzten Total War-Titeln gingen mir, gelinde gesagt, tatsächlich am Arsch vorbei, weil es zum einen immer noch viel zu viele technische Probleme gab. Und zum anderen mich diese historischen Settings einfach nicht ganz so stark anmachen. Aber Warhammer? Immer her damit! Mit dem Imperium in den Kampf gegen die fiesen Orks ziehen macht eindeutig mehr Laune als irgendwelche römischen Provinzen verwalten. Etwas vorsichtig bin ich aber trotzdem weiterhin. Die letzten Titel der Reihe waren zwar wieder besser als der totale Fehlschlag Empire: Total War aber an die Qualität von Rome: Total War kamen sie meiner Meinung nach trotzdem noch nicht wieder ran.

TMNT: Mutanten in Manhattan (Herstellerbild)

TMNT: Mutanten in Manhattan (Herstellerbild)

Teenage Mutant Ninja Turtles: Mutanten in Manhattan (24.05.2016; PC, PS3, PS4, X360, XONE) – Schon wieder ein Lizenzspiel, schon wieder von PlatinumGames und schon wieder ein interessanter Cell-Shading-Look. Aber nachdem Activison mit Transformers: The Dark Spark HighMoons Interpretation der Roboter in den Sand gesetzt hat, konnten sie sich der Publisher mit der unterhaltsamen Prügelei Transformers: Devastation tatsächlich wieder etwas aus dem Loch befreien. Action-reiche und trotzdem anspruchsvolle Kämpfe hat das Entwicklerstudio Tatsuya Minami einfach drauf. Von daher erwarte ich schlicht mehr vom gleichen nur mit Schildkröten statt mit Robotern. Für mich der einzige Negativpunkt ist tatsächlich die Lizenz, denn die Turtles finde ich tatsächlich nicht ganz so cool wie die Transformer.

Mirror’s Edge Catalyst (26.05.2016; PC, PS4, XONE) – Da ist er endlich, der langerwartete Nachfolger zum bei Kritikern und Spielern viel gelobten, aber im Handel offensichtlich nicht ganz so erfolgreichen Titel aus dem Jahre 2008. Wobei – die Aussage stimmt nicht ganz. Es handelt sich tatsächlich um einen Reboot und nicht um einen echten zweiten Teil. Immerhin hat EA davon abgesehen es einfach nochmal Mirror’s Edge zu nennen. Da wäre ich definitiv die Wände hoch… Ist aber auch egal. Wichtig ist: Es soll mehr echte Freiheiten in einer weitläufigeren Stadt geben sowie (hoffentlich) weniger Zwangsschießeinlagen und dafür eine schickere aber immer noch äußerst stilvolle Grafik. Ich freue mich definitiv drauf. Teil 1 hat einen fantastischen Flow erzeugt und ich hoffe, dass dieser trotz der offeneren Levels erhalten bleibt.

Hearts of Iron IV (Herstellerbild)

Hearts of Iron IV (Herstellerbild)

Hearts of Iron IV (06.06.2016; PC, MAC, Linux) – Teil 3 hat tatsächlich schon sieben Jahre auf dem Buckel? Wahnsinn. Was ich mir von Teil 4 erhoffe ist eindeutig: Endlich ein schöneres, verständlicheres und übersichtlicheres Menüsystem. Komplexität kann mega-genial sein und macht vor allem bei dieser Serie absolut auch seinen Reiz aus (genauso wie bei Crusader Kings, Europa Universalis und was Paradox noch so alles an Global-Strategiespielen im Portfolio hat). Aber das hält mich jedes Mal wieder davon ab mich länger und ausführlicher mit den Titeln zu beschäftigen. Vielleicht klappt es ja endlich. Gibt selbstverständlich auch noch andere Neuerungen (bessere KI, weniger stringenter Spielablauf, mehr Micromanagementmöglichkeiten, etwas schickere Grafik). Aber von mir aus könnten sie auch nur die Bedienung vollständig überarbeiten, das würde mir schon reichen.

No Man’s Sky (22.06.2016; PC, PS4) – Kommt er also endlich raus, dieser komische Indie-Titel. Weiß eigentlich mittlerweile IRGENDJEMAND was man daran überhaupt macht? Also außer in einem grafisch durchaus ungewöhnlichen und zufällig generierten Universum herumzufliegen und Planeten zu Fuß zu erkunden, um die dortigen Ressourcen zu rauben und sein eigenes Schiffchen weiter aufzupimpen? Bitte? Das IST alles, was man machen wird? Okay. Ich glaube nicht, dass das Werk seinem Hype gerecht wird (oder es überhaupt konnte). Aber interessant zu beobachten (und natürlich auch spielen) wird es sicherlich sein.

 

Und damit haben wir die zwölf Kandidaten auch schon wieder voll. Bleiben wie immer noch zwei Fragen übrig. Die erste ist für mich: Was werde ich mir von diesen Titeln zum Releasetag kaufen? Die Antwort: Voraussichtlich keinen einzigen. Ja, auch DOOM nicht. Hey, mein Hauptrechner steht jetzt schon zwei Monate ohne Strom unten im Keller. Da investiere ich doch kein Geld in neue Sachen. Komme ja nicht einmal zu den alten.

Und wie sieht es bei euch aus? Irgendwelche Pflichttitel dabei? Oder irgendetwas relevantes, was ich vergessen habe (außer Fire Emblem: Fates)?

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