Balu

Wo ist Nica?

Auf der Couch liegen!

Auf der Couch liegen!

Wir schreiben Woche 7 meines Aufenthalts in der Casa Lysanda. Der Hausarrest wurde gelüftet und sowohl mir als auch Nica ist freier Ein- und Ausgang durch die Katzenklappe erlaubt (Anm. d. Red.: Wir haben beim SureFlap-Support angerufen und die konnten uns helfen die Klappe so zu konfigurieren, dass auch Balus Chip erkannt wird, wenn er frontal drauf zugeht). Wenn ich die Wahl habe, gehe ich aber dann doch lieber durch die Terrassentür. Da hängt zwar ein komischer Vorhang (soll angeblich „Viecher“ abhalten), dessen Bedienung ich noch nicht ganz verstanden habe, aber irgendwie kriege ich das schon hin. Man könnte also meinen, dass es mir endlich so richtig gut geht. Aber Pustekuchen!

Da wäre zum Beispiel die Sache mit dem Futter. Als es noch die „Felix-Reste“ von Kessy gab, war ja alles okay. Doch was die uns aktuell so auftischen? Denken die wirklich, wir lassen uns mit dem billigsten Mist ab frühstücken (im wahrsten Sinne des Wortes)? Nene, den Dosenöffnern müssen wir definitiv noch genauer beibringen was wir so an Nass- und Trockenfutter mögen (Anm. d. Red.: Aktuelle Tendenz ist das Nassfutter von Lidl [auch von Stiftung Warentest gut bewertet] mit der Seelachsvariante speziell als Favorit bei Balu und Trockenfutter vermutlich das von Whiskas [auch gute Bewertung in den Tests] – Felix ist in den Tests in beiden Fällen tatsächlich sehr schlecht weggekommen). Und dann wäre da noch die Sache mit Nica, die sich vor kurzem zugetragen hat.

Verschwunden

Katze? Öltanker!

Katze? Öltanker!

Es war ein Abend wie jeder andere. Die Dosenöffner saßen faul vor dem Fernseher und ich lag schlummernd daneben. Plötzlich ertönte das laute „Klack“ der Katzenklappe. Ein Chip in der Nähe hatte sie entriegelt. Interessiert schauten sich die Dosenöffner um: Es war Nica, die davor saß und herumhantierte. Logisch: Schließlich lag ich ja noch auf der Couch. Trotzdem war es erst einmal kein ungewöhnlicher Anblick. Davor gesessen und dumm durchgeguggt hat sie schon immer. Aber selbstständig durchgegangen? Bis jetzt noch nicht. Aber da der Chef das Katzenklo nach draußen gestellt hatte (ich nutzte es sowieso nur noch an Schlechtwettertagen aus Faulheit – gebe ich ganz offen zu) und auch Nica nicht ganz so glücklich damit war in eins der noch leeren Zimmer geschissen und in die Badewanne gepinkelt zu haben, schien ihre Motivation groß zu sein endlich ohne Hilfe rauszugehen. Und siehe da: Etwas umständlich (ich bin da selbstverständlich viel graziöser unterwegs) schaffte sie es tatsächlich das Türchen zu öffnen und in die weite Welt zu gehen.

Leider ward sie dann nicht mehr gesehen. All mein Rufen und Warten half nichts. Sie war wie vom Erdboden verschluckt. 24, 48, 72 Stunden vergingen und die Dosenöffner wurden immer verzweifelter (und ich einsamer). Sie riefen am Ende sogar bei TASSO an, um Nica vermisst zu melden und druckten Suchplakete aus, die sie in der näheren Umgebung verteilten. Mit Erfolg vermute ich. Zumindest kam dann in derselben Nacht irgendein komisches Viech durch die Katzenklappe rein. Dabei dachte ich, die würde sich nur für Nica und mich öffnen. Was da reinkam roch auf jeden Fall weder wie Nica (eher nach einem Öltanker) noch sah es so aus (schwarz-grau statt schwarz-weiß).

Komisches Vieh

Völlig verwuselte Nica

Völlig verwuselte Nica

Obwohl es eindeutig nicht Nica war, die da zu später Stunde reinkommen war, freuten sich die Dosenöffner plötzlich wie verrückt (und das um 4 Uhr nachts!). Habe ich absolut nicht verstanden und stattdessen dieses Biest erst einmal kräftig angefaucht. Erst nachdem am Morgen viele verzweifelte Katzenlaute aus dem Badzimmer drangen (gerade so, als würde sich jemand lauthals über etwas beschweren), kam dort etwas heraus, was ungefähr wie Nica aussah: Wieder schwarz-weiß, wenn auch irgendwie stark verwuselt und feucht. Aber nach Nica roch das Dinger immer noch nicht. Nun zwar eher nach Zitrone als nach Öltanker aber immer noch nicht nach Nica – ich blieb also skeptisch. Man weiß ja nie was die Dosenöffner für Sachen machen. Ich kann schließlich nicht ausschließen, dass sie mir einen Nica-ähnlichen Ersatz unterschmuggeln wollen! Dem scheint aber tatsächlich nicht so zu sein. Zumindest riecht sie mittlerweile wieder wie früher nach Sonne, Naivität und Neugier. Letzteres scheint auch der Grund für ihre Abwesenheit gewesen sein. Sie hatte es anscheinend geschafft sich in einen Keller zu schmuggeln und erst als die Dosenöffner die Nachbarn auf die verschwundene Katze aufmerksam gemacht hatten, wurde sie aus ihrer Einzelhaft entlassen.

Ob sie daraus gelernt hat? Sie scheint auf jeden Fall aktuell immer noch sehr anhänglich zu sein. Klar: Viel geknuddelt hat sie schon immer. Aber das ist ein völlig neuer Level. Sie geht sogar zur Chefin mit ins Bett obwohl selbst ich da nur ungern mit hin gehe (wer so viel Käse isst, der braucht sich nicht zu wundern, dass seine Füße auch nach Käse riechen!). Zum Verfassungszeitpunkt liegt sie auf ihrem Lieblingsplatz (unter dem Dachfenster im Obergeschoss) und sonnt sich mal wieder den Bauch. Es scheint ihr also wieder ganz gut zu gehen, der armen Katze. Und wenn es ihr gut geht, dann geht es auch mir gut! Mal abgesehen von der Futtersache und der Tatsache, dass die Katzenklappe komisch ist (vom Vorhang ganz abgesehen) natürlich. Wie gesagt: Die Erziehung unserer Dosenöffner ist definitiv noch nicht abgeschlossen. Heute gab es immerhin schon Nassfutter mit Seelachs, welches halbwegs nach etwas geschmeckt hat.

Alle Jahre wieder kommt das Christkind…ach ne, die Electronic Entertainment Expo in Los Angeles. Gefühlt immer noch die wichtigste Spielemesse der Welt trotz extremer Konkurrenz durch gefühlt 10.000 verschiedene Penny Arcade Expos und die Gamescom, luden wieder so einige Industriegrößen letzte Woche ein. Und auch, wenn die Überraschungen nicht ganz so dicht gepackt waren wie letztes Jahr (wir erinnern uns an die Sony-PK mit The Last Guardian, Shenmue III und Final Fantasy VII Remake): Ein bisschen was Interessantes war schon dabei.

EA

Mass Effect: Andromeda (Herstellerbild)

Mass Effect: Andromeda (Herstellerbild)

Ja, der Trailer zu FIFA 17 mit seiner Solokampagne hat auch mich aufhorchen lassen und hätte vor zwei Jahren sicherlich das Spiel auf meine Vorbestellliste gehoben. Aber ansonsten gab es doch überraschend wenig Überraschendes von Electronic Arts irgendwie. Vor allem, dass von Mass Effect Andromeda nicht mehr kam, macht mich durchaus stutzig. Der Titel soll schließlich m 1. Quartal 2017 auf den Markt kommen. Da müsste doch die Marketingkampagne so langsam losgehen? Naja, was es zu sehen gab, machte immerhin Lust auf mehr. Das gilt auch für die Schnippsel aus den noch unangekündigten Star Wars-Titel von Respawn, Visceral und DICE/Motive. EA lässt die Lizenz definitiv nicht im Archiv schlummern und bislang, das muss man ganz klar sagen, kam da durchaus gutes dabei raus. Ja, auch der Free-2-Play-Mobiletitel Star Wars: Galaxy of Heroes ist qualitativ hochwertig!

Und Titanfall 2? Nun, ich bin zum einen wirklich glücklich, dass EA der Serie noch eine zweite Chance gibt. Teil 1 versank ja leider sehr schnell in der Versenkung (auf dem PC noch schneller als auf der Konsole). Dass es dieses Mal eine richtige Einzelspielerkampagne geben wird, stimmt mich zusätzlich froh. Das Gezeigte machte entsprechend viel Laune auf mehr.

EA Originals (Unterstützung von Indie-Entwicklern) bin ich auch positiv gegenüber eingestellt obwohl sich das halbe Internet gerade wieder auskotzt. Zur Erinnerung: Ein Entwickler von Rocket League meinte auf die Pressemitteilung „EA sucht das nächste Rocket League„, dass sie dem Publisher das Spiel anno 2011 angeboten hätten, er es damals aber nicht gewollt hätte. In welchem Zustand der Titel damals war (es hatte eine sehr lange Testphase mit viel Feintuning) und, dass der Vorgänger sich überhaupt nicht gut verkauft hat, lässt der Designer natürlich offen. Von daher – finde zumindest ich – kann man EA hier erst einmal keinen Vorwurf machen. Höchstens, dass sie vielleicht ihre Pressemitteilung etwas anders hätten formulieren sollen. Unabhängig davon bin ich auf jeden Fall gespannt, was da langfristig nun rauskommt.

Bethesda

Quake Champions (Trailer Screencap)

Quake Champions (Trailer Screencap)

Bethesda ließ sofort den großen Knaller los – also zumindest für mich. Alle anderen haben sich vermutlich mehr bei The Elder Scrolls V: Skyrim – Special Edition in die Hose gemacht. Immerhin gibt es die für alle kostenlos, die das alte Hauptspiel mit allen DLCs schon haben. Nein, mir liegt natürlich mehr id Software am Herzen und entsprechend klopfte mir schon das Herz als er in den DOS-Prompt „Quake“ eintippte.

Und was soll ich sagen? Quake Champions ist zwar ein dämlicher Name (wie ist dann der Titel des Champions des Spiels?) und die Aussage, dass es unterschiedliche Klassen geben wird lässt mich auch etwas vorsichtig sein. Aber unterm Strich bin ich sowas von angefixt. Quake III Arena und mittlerweile Quake Live sind bekanntlich absolute Dauerbrenner bei mir. Entsprechend viele Hoffnungen setze ich in den neusten Teil. Ja, er wird sicherlich etwas anders werden, aber trotzdem erwarte in der Essenz einen erstklassigen, skill-basierten Arena-Shooter. Zur QuakeCon 2016 werden wir mehr erfahren. Übrigens: Dass passenderweise parallel auch Unreal Tournament in Entwicklung ist, versetzt mich sofort wieder ins Jahr 1999. QUAKE FOR LIVE!!.

Von Prey bin ich hingegen ganz klar enttäuscht. Was damals als Prey 2 angekündigt worden war, passte zwar auch nicht so recht ins Bild eines Nachfolgers, klang aber zumindest hoch interessant. Die neue Fassung interessiert mich hingegen nur, weil sie von den Arkane Studios kommt (wenn auch „nur“ von der amerikanischen Niederlassung). Das liegt aber definitiv ausschließlich am Namen. Jeder andere und ich würde hier andere Worte verwenden. Ist ja nicht so, als würde mich nach diesem komischen Trailer nicht auch interessieren was es mit dem ständigen Neustart dieses einen Tages auf sich hat.

Sony

God of War (Herstellerbild)

God of War (Herstellerbild)

Wenn sie jetzt bei jedem Themenwechsel anfangen wieder die Zahl weg zu lassen, dann werde ich ganz schön stinksauer. Abseits des Titels, macht God of War aber einen sehr guten Ersteindruck. Zum einen weil mir das Setting einfach viel mehr zusagt (nordische Götter) und zum anderen weil die Essenz (action-geladene Kämpfe gegen riesige Bossgegner) offensichtlich erhalten geblieben ist. Gut, die Sache mit dem Sohn wird sich zeigen, ob das wirklich so gut funktioniert und nicht den Spielfluss unterbricht. Ich bin aber durchaus zuversichtlich.
Crash Bandicoot Remastered klingt auch äußerst interessant. Nicht nur, weil ich das Original nie gespielt habe. Nein, auch weil Ratchet & Clank (2016) ein richtig gutes Remake geworden ist. Wenn Crash Bandicoot die gleiche Sorgfalt erhält, dann steht uns ein weiteres Plattformer-Highlight ins Haus. Aber bitte gleichzeitig auch die Originalspiele endlich mal auf neueren Konsolen zur Verfügung stellen, okay?

Ansonsten hat mich tatsächlich nicht allzu viel von Sony interessiert. Ja, bei der Ankündigung von Death Stranding haben sich wieder alle in die Hose gemacht. Aber Hideo Kojima muss durchaus noch zeigen, dass er mit seiner neu gewonnen Freiheit auch richtig umgehen kann. Außerdem kann ich mit Norman Reedus relativ wenig anfangen. Im Gegenteil nervt mich seine Fratze aktuell, weil sie ständig in der Werbung von diversen Handy-Survival-Spielen vorkommt. Resident Evil 7 hingegen ist halt Resident Evil 7. Da die Demo ziemlich nichtssagend ist und Teil 6 ein absoluter Reinfall war, bin ich auch hier mehr im „Abwarten“-Modus. Über Resident Evil: Revelations 3 wäre ich begeisterter gewesen.

Microsoft

Forza Horizon 3 (Herstellerbild)

Forza Horizon 3 (Herstellerbild)

Nicht nur mehr Spiele für Windows 10, sondern auch noch Cross-Plattform-Buy (kauft es auf der einen, habt es automatisch auf der anderen)? Man könnte fast meinen, Microsoft meint es dieses Mal tatsächlich ernst mit dem Thema „Unified Gaming Plattform“. Am Ende des Tages reden wir aber natürlich immer noch von Microsoft. Dem Betrieb, der jahrelang faktisch dem PC den Rücken zugekehrt hat. Da müssen den großspurigen Worten erst noch so einige großspurige Taten folgen, bevor Games for Windows Live aus dem Gedächtnis der Spieler getilgt ist.

Und sonst? Forza Horizon 3 sieht selbstverständlich wieder genial aus auch wenn dieses ganze „Jetzt hast du die Kontrolle über das Festival“ im ersten Moment vom eigentlichen abzulenken scheint (dem in coolen Karren durch schicke Grafik fahren). Die Ankündigung von Dead Rising 4 hat mich ebenso sehr erfreut, obwohl ich ja laut Serienfans einer dieser „Casual-Volltrottel“ bin weil ich Teil 3 bislang am besten fand. Ich hab’s halt nicht so mit Zeitlimits. Von daher wird Spannend sein zu sehen, welche Gruppe von Fans die Entwickler dieses Mal ansprechen wollen. Vermutlich mehr die des ersten Teils aufgrund der Rückkehr des alten Hauptcharakters. Aber wer weiß.

Ansonsten ließen mich auf der Microsoft-PK noch Scalebound von Platinum Games und State of Decay 2 etwas aufhorchen. Letzteres hauptsächlich, weil Teil 1 ganz nett war. Wobei zwischenzeitlich natürlich der Markt mit Zombie-Survival-Spielen massiv überschwemmt ist. Ersteres hingegen nicht nur, weil ein Drache eine wichtige Rolle spiel, sondern auch weil das Konzept wohl schon seit der Studiogründung vor 10 Jahren in der Schublade liegt. Da könnte also viel Hirnschmalz drinstecken. Ach und bislang haben die Jungs und Mädels sehr viele coole Action-Titel abgeliefert. Entsprechend viel Vertrauen habe ich in sie.

Fazit

Und damit hätten wir die wichtigsten Punkte abgehandelt. Ja, Ubisoft und Nintendo habe ich ausgelassen. Beide hatten zwar durchaus interessante Spiele zu bieten aber die Informationsdichte hielt sich für meinen Geschmack doch arg in Grenzen. Alles in allem war ich in diesem Jahr aber tatsächlich wieder etwas interessierter an der E3 (dank den Ereignissen bei der 2015er Ausgabe) und wurde unterm Strich denke ich nicht enttäuscht.

Mein einziger Negativpunkt ist der starke VR-Fokus gewesen (vor allem bei Sony). Gefühlt überall und von allen möglichen IPs kommen jetzt VR-Ableger, die aber bislang nur viel Spektakel aber wenig Inhalt zu bieten scheinen. Ich weiß: Das mit dem Herumlaufen ist noch so eine Sache, deshalb lieber den Spieler festnageln. Das macht kurzzeitig sicherlich Laune aber ein substantielles Spielerlebnis scheint das für mich nicht zu sein. Bin aber selbstverständlich gespannt, wie sich die Sache entwickelt.

Stellt sich abschließend natürlich wie immer noch die Frage, wie ihr das seht. Wie habt ihr die E3 2016 erlebt und was waren eure Highlights?

Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #12

Ein Kabel in der Wand flicken

Ein Kabel in der Wand flicken

Dieses Haus ist weiterhin für die eine oder andere Überraschung gut. Nein, anders als das Bild auf der rechten Seite suggeriert, ist nicht plötzlich die Wand explodiert. Das Bild entstand nach dem Flicken mit den schrumpfbaren Stoßverbindern. Die schwarzen Flecken sind also vom Feuerzeug und verschwinden wieder hinter dem Putz/Farbe.

Nein, ich war stattdessen selbst schuld, weil ich im Glauben daran, dass der Elektriker vor 50 Jahren anständig gearbeitet hat, einfach in die Wand gebohrt habe. Statt aber das Kabel waagrecht von der Dose weg zu verlegen (wie man es erwarten würde), hat besagter Elektriker es aus der Verteilerdose schräg herausgeführt. Was habe ich aus dem Dilemma also gelernt? Ich bohre in diesem Haus definitiv nicht mehr ohne vorher mit dem Kabelsucher über die Wand zu gehen. Nene – ab und zu hat so ein Neubau schon seine Vorteile.

Handwerkerbesuch

Immerhin haben wir dieses Problem gelöst bekommen ohne einen Handwerker herbeirufen zu müssen. Beim Thema Silicon-Fugen um die Fenster herum hat Lysanda hingegen irgendwann gesagt „Rutscht mir doch alle mal den Buckel runter!“ und wir haben eine Malerfirma kommen lassen. Die hat dann zwar Acryl statt Silicon gespritzt (mit Ausnahme von unten). Das wäre aber laut denen die korrekte Art und Weise. Ist uns allerdings herzlich egal – Wichtig ist nur, dass diese buchstäblich wochenlang andauernd Leidensgeschichte damit auch endlich (und in nur rund zwei Stunden für fünf Fenster und eine Terrassentür) abgeschlossen war und wir daraus gelernt haben, dass Silicon absoluter Mist ist.

Nach der Reparatur

Nach der Reparatur

Mehr zu tun hatte ich mit dem zweiten Handwerkerbesuch. Ich hatte ja vor vergleichsweise langer Zeit erwähnt, dass wir das komplette Abwassersystem im Haus neu verlegen mussten. Leider lief das Wasser nach einiger Zeit doch wieder immer schlechter ab, bis ich eines Abends mal runter in den Keller ging und feststellen musste, dass aus der Entlüftung alles rausläuft. Also am nächsten Tag zügig einen Experten geholt, der erst einmal mit der Spirale durch ist und anschließend eine Kamera durchschoben hat.

Das Ergebnis: Genau die eine Stelle, die wir beim Umbau des ganzen Systems nicht angefasst hatten (ein Übergang im Flur weil eingeputzt) war selbst nach dem Lösen der Verstopfung immer noch komplett zugesifft. Die Folge: Eine Hauruckaktion zusammen mit meinem Vater. Auf beiden Seiten die Wand aufgebrochen, das alte Rohr rausgeklopft, ein neues (mit Spülstelle) rein. Anschließend noch das Gefälle ein wenig angepasst und siehe da: Jetzt funktioniert der ganze (buchstäbliche) Scheiß endlich richtig. Ich muss zwar nun noch mehr Aufpassen, wenn ich da unten durchgehe (das Rohr hängt jetzt 1-2cm tiefer als vorher). Aber damit kann ich leben – mit einer überschwemmten Toilette nicht. Die Lehren aus dieser Sache? Ganz einfach: Lieber auf Nummer sicher gehen anstatt nur zu denken „Ach, das wird schon passen.“.

Weitere Fortschritte

Glücklicherweise ist nicht alles nur schief gelaufen seit der letzten Statusmeldung. Nein, die Styroporleisten sind nun in allen Haupträumen dran (es fehlen noch Flur und Bad) und sehen so aus, wie wir sie haben wollen. Ja, wir haben uns dann doch gegen ein Muster entschieden. Wir haben festgestellt, dass eine zusätzliche Verzierung gar nicht notwendig ist, sondern es auch so mit etwas Acryl sehr gut aussieht. Entsprechend konnten nun endlich die Möbel ins Arbeitszimmer geräumt werden (ganz wichtig natürlich die neuen Regale für die Spiele).

Noch ein paar weitere Regalböden und dann: Ganz viele Spiele!

Noch ein paar weitere Regalböden und dann: Ganz viele Spiele!

Aber nein: Der Hauptrechner steht immer noch unten im Keller. Warum? Weil im Arbeitszimmer noch ein paar Details fehlen. So hat sich mein alter Schreibtisch (eine Kombination aus Ecke und zusätzlichem Tisch) als zu groß herausgestellt (was ich auf Basis der Pläne nicht erwartet hatte). Deshalb wurde der Tisch zu Lysandas Schreibtisch umdeklariert und nun wollen wir noch ein paar Bretter an die Wand machen, damit ich dort sowas wie Konsolen, Drucker und natürlich meine Figuren unterbringen kann. Erst wenn das fertig ist, DANN werde ich endlich den armen Computer aus seinem Kellerexil befreien, für seine Funktionsfähigkeit beten und anschließend vermutlich erst einmal 2-3 Tage damit verbringen alles auf den aktuellen Stand zu bringen (er ist mittlerweile schon über vier Monate außer Betrieb!). Es wird. Vergleichsweise langsam vielleicht, aber es wird. Und nein, aus diesem Abschnitt lassen sich keine Lehren ziehen. Flexibilität ist immer wichtig – nicht nur bei der Einrichtung von Zimmern.

Sonstiges

Und damit ist denke ich erst einmal wieder alles gesagt, was es zu sagen gibt. Zu den Gardinen gibt es schließlich nichts Besonderes zu erzählen (Näherin war da und hat sie ausgemessen, wir haben anschließend über das große Fenster eine Gardinenleiste angebracht, waren beim Stoffhändler die Gardinenstoffe aussuchen und jetzt warten wir auf die fertigen Gardinen). Zwar war ich auch im Garten schon wieder etwas aktiv (alle Bäusche sind weg und ein Teil auch schon vertikutiert/gekalkt/gedüngt/neu gesäht). Aber da werde ich genaueres berichten, sobald ich wirklich fertig bin bzw. auch weiß, wie das Ergebnis aussieht. Aktuell gleicht die Situation noch mehr einem Minenfeld als einem Rasen. Ich hoffe allerdings und logischerweise, dass sich das mit der Zeit ändern wird. Ich werde euch auf dem Laufenden halten – ob ihr es wollt oder nicht :twisted: .

Sicarius

Überwachung

Bevor wir zum heutigen Thema kommen, eine Ankündigung in eigener Sache: Die Donnerstagsumfragen werden mit sofortiger Wirkung eingestellt. So sehr ich auch Kirikas Engagement schätze und ihr dafür dankbar bin (sie setzt fast immer einen Kommentar darunter) – es macht doch recht wenig Sinn mir jede Woche irgendeine komische Frage aus den Fingern zu saugen, die zum einen am Ende keinen wirklichen Mehrwert für die Seite bringt und zum anderen selbst dort die Anzahl der Kommentare im Vergleich zum letzten Jahr massiv gesunken sind. Deshalb werdet ihr auf dieser Seite nun hauptsächlich nur noch montags neue Inhalte in Form eines Eintrags finden.

Ist natürlich schade, dass auf diese doch eher unrühmliche Weise eine fast ein Jahrzehnt alte Tradition ihr Ende findet. Aber manchmal muss man der Realität einfach ins Auge sehen und einsehen, dass sich die Zeiten und vor allem das eigene Leben verändert haben. Die Diskussion/Umfrage-Einträge waren ja im Prinzip schon von Anfang an nur eine Art „lebensverlängernde Maßnahme“. Von daher: Passt scho! Das bedeutet schließlich noch nicht, dass Beim Christoph plötzlich ganz tot wäre. Solange das Bedürfnis zumindest einmal in der Woche ein paar Zeilen auf das (digitale) Papier zu bringen vorhanden ist, wird es auch nicht soweit kommen.

Themenwechsel

Overwatch (Herstellerbild)

Overwatch (Herstellerbild)

Es ist schon ein wenig komisch. Selbst wenn man meinen massiv eingeschränkten Spielekonsum mit einbezieht (seit Monaten praktisch nur Hero Siege und Talisman: Digital Edition gespielt). Da veröffentlicht mittlerweile der wohl in Sachen Qualität und Spielspaß verlässlichste Spieleentwickler aller Zeiten völlig ungewöhnlicher Weise drei Spiele in ebenso vielen Jahren und alle lassen mich dermaßen kalt, dass es schon erschreckend ist. Die Rede ist von Blizzard Entertainment, die neben den Add-ons für World of WarCraft, Diablo III und StarCraft II mit Heartstone: Heroes of WarCraft, Heroes of the Storm und jetzt Overwatch viel Aufmerksamkeit auf sich gelenkt haben bzw. immer noch auf sich lenken (Overwatch ist noch im „Hype des Monats“-Modus).

Vor allem letzteres verwundert mich noch am meisten. Dass mich in Sachen Sammelkartenspiele ausschließlich Magic: The Gathering interessiert und sonst eher wenig, ist nichts Neues. Und mit MOBAs wie Heroes of the Storm wurde ich sowieso abseits von ein paar League of Legends-eSport-Streams noch nie so richtig warm. Aber Overwatch? Ein Ego-Shooter im Geiste eines immer noch durchaus spaßigen Team Fortress 2 aus dem Hause des wohl perfektionistischsten Entwicklerstudios aller Zeiten? Da müsste doch zumindest marginales Interesse vorhanden sein, würde ich erwarten. Aber nein: Selbst die kleinen Animationsfilme habe ich bis heute nicht gesehen obwohl Blizzards CGI-Zwischensequenzen der wichtigste Grund für mich ihre Titel zu spielen.

Was ist da los?

DOOM (2016) (Herstellerbild)

DOOM (2016) (Herstellerbild)

Bei DOOM fiel die Entscheidung gegen einen Kauf der Collector’s Edition immerhin nur aus rein ökonomischen Gesichtspunkten (Geld wird für andere Sachen gebraucht, hab‘ eh keine Zeit zum Spielen und Rechner steht immer noch im Keller). Aber da tut es mir schon im Herzen extrem weh. Nicht nur wegen der coolen Revenent-Statue, sondern auch wegen dem Spiel selbst – zumindest was die Einzelspielerkampagne angeht. Der Multiplayermodus ist alles nur kein DOOM oder gar Quake. Das war mir aber schon nach der Alpha klar. Doch ich schweife ab: So weh sogar, dass ich mir auf YouTube den Ultra-Nightmare World First Playthrough (fast 5 Stunden!) angeschaut habe (bin ja bekanntlich nicht so pienzig was Spoiler angeht). Ich will dieses Spiel endlich selbst erleben verdammt!

Overwatch hingegen? Es macht mich nicht an. Schon visuell nicht. Ja, Team Fortress 2 ist auch quietsch-bunt und die Charaktere sind völlig überzeichnet. Aber für mich passt es hier irgendwie nicht so ganz zusammen. Es wirkt zu bunt, zu grell und zu überdreht für meinen Geschmack. Da können sich noch so viele Cosplayer jetzt in enge Leggins zwängen, ich finde es nur komisch und irgendwie zu „Warcraftig“. Spielerisch sehe ich auch nichts, was mich wirklich reizt. Ja, die Charaktere sind alle extrem unterschiedlich, die Balance wohl Blizzard-typisch sehr gut und es hat wieder einem guten Mix aus Einsteigerfreundlichkeit und langanhaltendem Spielspaß (trotz derzeit nur wenigen Karten). Dennoch: Overwatch? Gibt’s interessanteres…

Epilog

Ja, natürlich werde auch ich sicherlich irgendwann mal reinschauen. Aktuell schalte ich aber nur ab bzw. überlese Nachrichten, in denen es um Blizzards neustes Werk geht. Das finde ich tatsächlich etwas schade. Klar, nicht jedes Spiel muss mir gefallen. Aber schon bevor ich überhaupt mal Hand angelegt habe so wenig Interesse daran? Das kommt sonst eigentlich nur bei Sportspielen wie FIFA oder dem diesjährigen Call of Duty vor. Bei einem so renommierten Studio, das mir bislang buchstäblich jahrelangen Spielspaß gebracht hat, erwarte ich schon mehr von mir.

Wie seht ihr das? Schon fleißig am Overwatch spielen? Seid ihr zumindest daran interessiert? Oder hält es euch auch kalt? Wenn ja: Warum?

Sicarius

Umfrage: Eure Spielweise

Spielerische Freiheit wird heutzutage so groß geschrieben wie noch nie – zumindest wenn man nicht im Forum von RPG Codex unterwegs ist, die das etwas anders sehen. Dabei reden wir nicht einmal von großen, offenen Welten. Selbst ein eher lineares Spielerlebnis wie Uncharted 4: A Thief’s End lässt euch meistens einiges an Freiraum wie ihr Vorgehen wollt. Entsprechend stellt sich heute die Frage: Seid ihr mehr der Typ, der einfach in die Gegnermenge hineinstürmt und alle im Kampf Mann gegen Mann (oder ähnliches) umbringt? Oder mehr der Hinterhältige, der seine Feinde entweder ganz umgeht oder heimlich still und leise über den Jordan schickt?