Sicarius

Ein Statusbericht

Coole Rennstreifen

Coole Rennstreifen

Der Flur (und Abstellkammer) wartet immer noch auf seine Renovierung (Tapeten runter, Putz und schicke Farbe drauf). Stattdessen beschäftigen wir uns derzeit hauptsächlich mit dem Auspacken der restlichen Kisten, die noch im Keller warten und so langsam auch mal damit die Deko in den einzelnen Räumen verteilen. Aber ganz ehrlich: Wir lassen es jetzt mal wieder etwas lockerer angehen. Der Flur rennt schließlich nicht weg (hoffe ich zumindest?) und es stehen schlicht wichtigere Dinge an :wink: .

Zumal vergangene Woche endlich unsere eigens angefertigten Gardienen (und ein Vorhang) eingetroffen sind. Damit sieht es hier endlich so richtig aus – sowohl von außen als auch von Innen (ein Bauarbeiter von gegenüber hatte mal überrascht gefragt „Ach, hier wohnt jemand?“ als wir morgens aus dem Haus sind). Zwar mussten wir uns ein wenig dran gewöhnen, dass die Zimmer nun einen Tick dunkler sind. Aber zum Ausgleich sind die Gardinen sehr hübsch geworden, wie ich finde. Hatte natürlich seinen mittleren, dreistelligen Preis sie passend schneidern zu lassen statt einfach im Baumarkt ein paar 08/15-Dinger mitzunehmen. Aber wenn ich jetzt schon seit fast zwei Jahren so gut wie keine Spiele mehr kaufe (Kairosoft springt mittlerweile immer mehr auf den Free-2-Play-Zug auf), dann kann ich mir auch anständige Fensterverdeckung leisten!

Aber ja, jetzt kann ich tatsächlich so langsam mit gutem Gewissen mit einem „Ja“ auf die Frage „Na, habt ihr euch schon eingelebt?“ antworten. Wenn man das Haus betritt, sieht es zwar immer noch aus wie Baustelle. Doch in den eigentlichen „Lebensräumen“ ist der „temporäre“ Anstrich, wie ich ihn im April genannt hatte, verschwunden. Dass ich endlich wieder im gemeinsamen Bett schlafen darf, hilft natürlich ebenso ein wenig mich wohler zu fühlen. Nein, ganz weg ist das Schnarchen wie erwähnt nicht. Aber dank den extra für 104 Euro bei KIND angefertigten Silikon-Ohrstöpseln KINDsilence kann Lysanda auch mit mir neben dran wieder ruhig schlafen.

Ärzte en mass

InBody 770 (Herstellerbild)

InBody 770 (Herstellerbild)

Die Arztbesuche sind hingegen zwar weniger geworden aber noch nicht komplett vorbei. Zum einen steht noch der Schlafapnoe-Test (Atemstillstand während dem Schlafen) aus. Dazu kriege ich Ende des Monats ein Gerät mit nach Hause, dass das entsprechend misst. Bei negativem Ergebnis geht es dann ins Schlaflabor. Zum anderen wurde jetzt der Orthopädie sowie eine Neurologin aktiviert. Unter anderem weil mein linker Fuß kürzer ist als mein rechter (circa 0,7cm – deshalb jetzt eine 5mm hohe Einlage im Schuh) und ich mehrere taube Stellen am Körper habe (linkes Knie, rechter Daumen, rechter großer Zeh – wenn ihr das Bedürfnis habt mich zu schlagen dann also bitte da!). Sind natürlich alles keine neuen Sachen aber ich habe mich in der Vergangenheit (wie bei so vielem) einfach nicht drum gekümmert. Und wer weiß wie viel Schlimmer das alles noch werden kann, wenn ich es nicht zumindest jetzt mal so langsam behandeln lasse.

Man könnte echt meinen, ich wäre schon 60 Jahre alt, so kaputt wie ich anscheinend bin. Wobei: Von meiner InBody-Messung war ich tatsächlich positiv überrascht, denn ich habe an allen Stellen (Arme, Rumpf und Beine) im Körper Muskeln im Normalbereich. Ich bin „nur“ rund 12kg zu fett. Genug Muskeln sind schon da (mehr geht freilich immer). Ach und mein linker Arm ist eine Lusche im Vergleich zum rechten. Aber das trainiere ich jetzt logischerweise explizit weg. Nein, nicht durch Masturbieren (daher könnte eher das Problem herrühren :wink: ). Was ihr immer denkt…echt schlimm. Für irgendwas muss doch schließlich so eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio gut sein.

Die lieben Vierbeiner

Ein Balu auf der Couch

Ein Balu auf der Couch

Nica und Balu geht es auch immer noch blendend obwohl sich herausgestellt hat, dass wir sie anfangs komplett falsch eingeschätzt hatten. So sollte eigentlich Balu der scheue Einzel- und Freigänger sein, den wir den ganzen Tag nicht sehen würden, weil er dauernd draußen auf der Jagd ist. Tatsächlich ist er jedoch der anhänglichste von Beiden. Sind wir da, ist Balu da – und zwar immer direkt an unserer Seite. Da wagt man sich gar nicht vom Stuhl aufzustehen, weil er sofort draufstitzt. Nica hingegen? Die hat ihre Plätzchen (auf der Couch, im Karton, etc.) wo sie friedlich schläft und sie sagt nicht nein, wenn man sie knuddelt. Doch sie tendiert sehr stark zum Rausgehen. Pünktlich 21 Uhr abends geht es raus. Essen dauert zu lange? Sie geht raus. Essen passt ihr nicht? Sie geht raus. Wir knuddeln sie zu viel? Sie geht raus. Zwar kommt sie irgendwann immer wieder, war also bislang nicht noch einmal in irgendeinem Keller gefangen. Aber sie ist definitiv nicht die verschmuste Wohnzimmerkatze, die wir erwartet hatten. Im Gegenteil dürfte sie es sein, die uns gefühlt jeden Tag 1-3 Mäuse ins Wohnzimmer legt (immerhin nicht auf den Teppich, sondern nur auf die Fliesen!).

Was nicht heißt, dass Balu 24 Stunden nur im Haus verbringt. Sind wir nicht da, ist er nicht da. So geht er abends sobald wir ins Bett gehen durchaus sofort raus und verteidigt anschließend sein Territorium (=unser Haus) gegen die fiese Katze von der wir nicht wissen, zu welchem Nachbarn sie gehört. Scheinen sich auch absolut nicht zu vertragen die Zwei. Hat ganz schöne Kratzspuren an der Nase, der Arme. Und vor kurzem war über seinem Auge eine dicke Beule (ging zum Glück von alleine weg). Was er da wohl getrieben hat, um sich die zu holen? Wir wissen es nicht. Aber sorgen machen wir uns noch keine. Er ist ein großer, starker Kater und er hat ja als Schrebergarten-Streuner durchaus seine Erfahrungen mit der ganzen Sache.

Man könnte also durchaus sagen, dass die zwei die ureigene Katzen-Aufgabenverteilung haben. Die Frauen holen das Essen, die Männer verteidigen es. Wir wissen allerdings nicht, wer von beiden dann immer die Schlachtfelder im Wohnzimmer hinterlässt (oftmals sind die Mäuse fast vollständig aufgefressen). Ist auch egal. Wichtig ist, dass sie sich bei uns wohl fühlen und auch miteinander klarkommen. Und vor allem letzteres tun sie definitiv. So viel wie die beiden schmusen können die sich nicht hassen.

Und mit diesem Status gebe ich ab bis Montag!

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