Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #16

Das Anti-Aliasing funktioniert nicht ganz

Es geht weiter voran in unserem Hause. Am Wochenende wurde (bis auf einen kleinen Flecken am Fenster) das „Kabuff“ fertig – hochdeutsch auch als Abstellkammer bezeichnet. Außerdem konnten wir endlich den Flur putzen und damit beginnen ihn fertig einzurichten (Garderobe und ein paar Poster vermutlich). Es fehlen jetzt also nur noch ein paar Detailarbeiten (Klingelkasten lackieren, Silikonfugen im Bad, Grundreinigung) bevor wir endlich und nach bald 1 ½ Jahren Arbeit sagen können: Das Erdgeschoss ist fertig renoviert und entspricht unseren (aktuellen) Vorstellungen und Wünschen!

Der Flur

Bei meinem letzten Statusbericht waren wir gerade fertig mit dem Streichen des Flurs in einem hübschen Orangerot. Haben tatsächlich fast den kompletten 5-Liter-Eimer (wie immer Südwest Euro Classic) gebraucht. Zugegeben: Auch wegen dem Malheur mit den Rissen, was zu großflächigem Doppelstreichen führte. Aber waren trotzdem ein wenig überrascht über die verbrauchte Menge. Anschließend ging es wieder daran die Styroporleisten an die Decke zu machen. Waren zwar etwas aus der Übung (ich kann das YouTube-Video sowie die dazugehörige Gehrungslade nicht genug in den Himmel loben) aber nach der zweiten Leiste ging es wieder zügig und nur mit den üblichen Problemen bei den Ecken (alles schief und krumm hier) ganz gut vonstatten.

Allerdings haben wir nur gut die Hälfte des Flurs renoviert, da nur hier Tapeten hingegen. Der Rest ist mit rauem Weiß-Putz gemacht und da müssen wir uns irgendwann mal gesondert mit beschäftigen. Er sieht grundsätzlich zwar noch gut aus aber hat halt hier und da ein paar Flecken, die vermutlich teilweise einfach mit einem Lappen weggehen, teilweise aber auch mit Weiß überstrichen werden müssen. Drängender war das Problem des Übergangs von unserer Farbe in den vorhandenen Putz. Das Ergebnis seht ihr rechts: Ein schickes Doppel-Dreieck, welches Lysanda mit Hilfe von etwas Abklebeband und – weil es scheiß Klebeband war – etwas Nacharbeit an die Wand gezaubert hat.

Apropos Übergang: Die Ausgleichsprofile für die einzelnen Räume in den Flur konnten wir nach dem Putzen logischerweise auch endlich anbringen. Aufgrund eines unterschiedlich hohen Türrahmens war es im Kabuff etwas mehr Sägearbeit als in den beiden anderen Räumen. Aber alles keine Probleme, die nicht zu lösen gewesen wären. Zum Einsatz kamen vergleichsweise billige Profile aus dem Baumarkt zum Kleben. Und ja: Das hält Bombenfest. Was auch immer die Hersteller da drauf machen übersteht eindeutig den 3. Weltkrieg.

Das Kabuff

Schick!

Fortschritte im Flur waren notwendig, damit ich endlich unseren Werkzeug- und Materiallagerplatz in der Abstellkammer auflösen konnte. Zwar fand noch nicht alles seinen in den Keller aber irgendwie habe ich es geschafft alles so im Flur zu verteilen, dass man nicht mehr drüber fällt und die Arbeiten im Kabuff beginnen konnten. Das war schon weiß gestrichen und litt nur unter ein paar Löchern (unter anderem von den Elektrikern, die eine illegale Steckdose entfernt haben) sowie so einigen tiefschwarzen Flecken. Also einmal mit Moltofill durch und anschließend den kompletten Raum nochmal weiß überstrichen. Außerdem die Lampe an der Wand ausgewechselt. Die hing sowieso nur noch mehr schlecht als recht dran.

Nächster Schritt war das Verlegen des Laminats. Unser Vorgänger hatte zwar schon versucht Laminat reinzulegen aber aus irgendeinem Grund hat er sich massiv verschätzt. Sprich es war gefühlt 20 Meter von allen Wänden entfernt. Da konnte selbst die breiteste Fußleiste nichts mehr retten. Also raus damit und Neues gekauft. 15 Euro haben wir für zwei Pack Restposten (inkl. Integrierter Trittschalldämung) bei einem lokalen Händler bezahlt. Von dem hatten wir auch das ganze Kork fürs Schlafzimmer. Das Laminat lag also jetzt schon über ein Jahr im Keller rum. Übrig blieb eine einzige Diele. Der Arbeitsaufwand war vermutlich nicht einmal eine Stunde.

Für die Fußleisten ging es hingegen wieder in den Baumarkt. Weiß und breit sollten sie sein, da auch wir aufgrund der kurvigen Wände nicht überall 100% den minimalsten Abstand hatten. Drei Stück und einen Haufen Nägel reichten am Ende aus. Anschließend hat Lysanda noch mit Acryl hinten aufgefüllt. Wie gesagt: Kurvige Wände und bei steifen Fußleisten bleibt auch mal ein Abstand. Sieht man aber absolut nichts mehr davon dank des Acryls.

Den Abschluss bildete das Wandregal. Dafür griffen wir auf die gleichen Bauteile zurück, wie für mein Figurenregal im Arbeitszimmer. Nur die Bretter sind mit 20cm nicht ganz so breit. Wir mussten am Ende nicht einmal irgendwo Abschneiden. Die 2 Meter passen perfekt rein und dank der nur 20cm Tiefe geht sogar das Fenster noch problemlos auf. So fiel sogar das schräg Anschneiden des 4. Fichtenholzbretts weg. So muss das sein und ich finde, es ist definitiv schick geworden. Vom zusätzlich verfügbaren Platz, den wir nun haben, ganz abgesehen.

Das Bad

Zwischen Styroporleiste und Decke kommt noch Silikon

100 Styproporleisten je 2 Meter hatten wir im Dezember 2015 bestellt – und sie haben tatsächlich für alle Räume gereicht! Okay, im Kabuff haben wir keine hingemacht aber selbst dafür hätten wir noch genug übergehabt (dürften noch 5-6 Stück im Keller liegen). Dafür haben wir sie ins Bad an die Decke gemacht. Klingt im ersten Moment vielleicht etwas komisch: Styropor und Feuchtraum, geht das? Nun, offensichtlich ja. Zumindest hält der Kleber bis jetzt und sobald Lysanda das Ganze noch mit Silikonfugen abgedichtet hat, werden uns endgültig keine Sorgen mehr machen müssen. Nur in der Dusche haben wir uns für eine klassische Kunststoffleiste entschieden (auch mit dem Styroporkleber befestigt). Weniger wegen der Nässe, sondern mehr wegen dem Übergang zwischen Dusche und dem Rest des Bads. So konnten wir die 1-m-Kunststoffleisten einfach ungeschnitten an die Decke kleben und die Styroporleisten darüberstülpen.

Und damit ist erst einmal wieder alles gesagt, was es zum aktuellen Stand der Dinge zu sagen gibt. Die nächsten Projekte? Im Keller aufräumen und dafür Regale aufbauen, den Garten auf Vordermann bringen und für die Katzen ein paar Sachen bauen (Kratzbaum freistehend und Kratzbrett an der Wand).

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