Ein Teil unseres Salzvorrats

„Ist doch egal was du isst – schmeckt doch eh alles gleich!“, „Nimm nicht so viel, das ist ungesund!“, „Willst du noch etwas Fleisch zu deinem Salz?!“ – ja, in meiner Kindheit und Jugend musste ich mir vor allem von der lieben Verwandtschaft extrem viel anhören was meinen Speisesalzkonsum anging. Am Ende war ich sogar soweit, dass ich vor allem bei Restaurantbesuchen das Essen einfach so wie es kam konsumiert habe obwohl es mir ohne das zusätzliche Salz gar nicht wirklich schmeckte, nur damit die anwesenden Personen keinen Grund hatten schon wieder ihr Maul aufzureißen. Will gar nicht wissen was für Neurosen ich alleine dadurch so bekommen habe.

Symptom ist nicht gleich Ursache

Heute ist es zum Glück anders mit der Salzgängelei. Gut, die liebe Verwandtschaft denkt sich vermutlich immer noch ihren Teil. Aber Lysanda hat mir ausschließlich die Fertiggewürzmischungen (wegen dem Geschmacksverstärker Glutamat) abgewöhnt und lässt mich ansonsten so viel Salz, Pfeffer, eigene Gewürzmischung draufkippen wie ich will. Zumal sie ebenso einen höheren Salzkonsum hat, als die Gesellschaft vermutlich als „Normal“ ansieht. Und dann trinken wir neben dem „vielen“ Salz auf dem Essen auch noch etwas Salzwasser. Eigentlich müssten wir schon tot sein, wenn es nach unseren Eltern ginge.

Aber woher kommt diese Ansicht eigentlich, dass Salz das ultimative Böse wäre und man bloß so wenig wie möglich zu sich nehmen sollte? Nun, weil man irgendwann in den 70igern festgestellt hat, dass Salz den Blutdruck erhöht. Das ist auch soweit richtig, denn Salz bindet (wie wir alle wissen) Wasser und macht dadurch natürlich das Blut dickflüssiger. Was dabei aber vergessen wird: Salz unterstützt zwar Bluthochdruck, ist aber nicht die Ursache davon. Denn zu wenig Salz führt tatsächlich im Gegenzug zu einem zu niedrigen Blutdruck (Kreislaufprobleme). Würde man die verstopften Arterien reinigen, hätte das Salz (bis zu einer gewissen Menge – zur Überdosis kommen wir noch) wesentlich weniger Auswirkungen. Bestes Beispiel: Ich nehme wie gesagt aus der Sicht anderer viel zu viel sichtbares Salz zu mir (zum unsichtbaren kommen wir auch noch) habe aber trotzdem einen etwas zu niedrigen Blutdruck (110/70).

Die Logik

Unsere Gewürzmischung

Betrachten wir die Sache aber doch mal genauer, um es vielleicht besser zu verstehen, was das Problem sein könnte: Grundsätzlich braucht unser Körper Salz zum Überleben. Die Menge ist je nach Individuum und auch Gesundheitszustand (wenn ihr viel Schwitzt, verliert ihr viel Salz) anders. Außerdem reguliert euer Körper jederzeit die Menge an Salz über bestimmte Hormone, um nur genau so viel in sich zu tragen wie er wirklich haben möchte. Man redet von 150 bis 300g, die durchschnittlich in uns drin sind.

Wenn wir mehr haben, möchte es der Körper loswerden. Und was haben wir in den vielen Körpertuning-Einträgen gelernt? Dass überflüssiges Zeugs größtenteils über Schweiß oder Urin nach draußen geht – sprich durch einen Wasserverlust. Das ist der Grund, warum ihr bei einem zu hohen Salzkonsum plötzlich Durst bekommt. Der Körper möchte den Wasserverlust durch die Salzabstoßung ausgleichen. Das geht allerdings tatsächlich genauso anders herum: Wenn ihr zu wenig Salz intus habt, dann versucht der Körper unbedingt das bisschen Salz was er hat in sich zu halten. Ihr bekommt entsprechend keinen Durst und könntet schlimmstenfalls Austrocknen.

Eigentlich völlig paradox, wenn man darüber nachdenkt. Aber es zeigt, dass es mit „Lass das Salz weg!“ eben nicht getan ist. Stattdessen erfüllt das Salz wichtige Funktionen wie zum Beispiel Entgiftung (es bindet neben Wasser auch Giftstoffe an sich).

Das Mengenthema

Wir haben festgestellt, dass wir Salz brauchen und unser Körper seinen Salzgehalt selbstständig regulieren kann. Nun stellt sich die Frage wie viel wir jeden Tag reinstopfen müssen, damit er arbeiten kann. Ein Otto-Normal-Mensch verliert täglich einfach so nebenbei 1-3g Salz über den Schweiß – die Menge im Urin ist da noch gar nicht mitberücksichtigt. Menschen, die beispielsweise an HPU leiden (eine Stoffwechselstörung auf die ich in einem anderen Eintrag eingehen werde) brauchen deshalb sogar grundsätzlich mehr Salz, weil durch diese Störung mehr vom Körper ausgeschieden wird als er eigentlich rausschmeißen will – und ja, dieses Problem habe ich laut einem Labortest. Es gibt wohl Untersuchungen, da haben die Leute bis zu 20g pro Tag durch starkes Schwitzen und diverse Krankheiten verloren. Und bei der Menge, die ich teilweise schon bei vergleichsweise einfachen Aktivitäten schwitze, bin ich da vermutlich auch ganz gut dabei.

Das bedeutet aber jetzt nicht, dass ihr einfach ungehemmt Salz in euch reinschaufeln solltet. Ich wollte euch erst einmal nur aufzeigen, dass es nicht zielführend ist einfach nur darauf rumzuhacken und es erst gar nicht im Haushalt vorrätig zu haben (40kg wie bei uns müssen es aber auch nicht sein :smile: ). Man sollte schon auf seinen Salzkonsum achten aber es eben nicht übertreiben und stattdessen – wie immer – auf seinen Körper hören. Schlimm ist es nur, wenn ihr eben das nicht tut oder eine exorbitante Menge auf einmal zu euch nehmt. Zum Beispiel sind 32g pures Salz auf einen Zug tödlich. Ich weiß aber nicht wie man das schafft so viel pur runterzubringen.

Die Normwerte

Das sind 5g Salz

Es heißt, der Mensch braucht mindestens 3-6g und höchstens 16 bis 20g Salz am Tag. Daraus hat die WHO dann eine Empfehlung von 5g pro Tag gemacht. Studien zufolge liegt der Durchschnittsverbrauch in Deutschland derzeit bei 12g pro Tag (und trotzdem leben noch alle…). Früher lag er mal bei 22 bis 25g weil es bekanntlich auch als Konservierungsmittel benutzt wird (bspw. für Fleisch). Und da sind wir schon beim eigentlich kritischen Thema: Das Problem ist normalerweise nicht das Salz welches ihr manuell auf euer Essen streut. Damit auf 5g zu kommen schaffe nicht einmal ich. Anders als behauptet wurde, sind meine Geschmacknerven ja nicht außer Betrieb und auch ich finde zu viel Salz auf dem Essen unangenehm und ungenießbar.

Nein, es ist bekanntlich das versteckte Salz, was uns zu Grunde bringt. Zwar nicht so schnell wie gerne behauptet wird aber ja, es ist nicht ohne. Es ist das Salz, welches wie erwähnt als Konservierungsmittel benutzt oder beim Kochen hinzugepackt wird. Zum einen schmeckt ihr hier die erhöhte Salzmenge nicht unbedingt (anders als beim Nachsalzen) und zum anderen wisst ihr überhaupt nicht wie viel tatsächlich drin ist. Selbst wenn ihr euer eigenes Essen zubereitet werdet ihr wohl kaum nachwiegen wie viel Salz ihr gerade in den Nudeltopf gepackt habt. Und bei den ganzen Fertigprodukten steht zwar Salz als Inhaltsstoff drauf aber wer achtet da schon drauf – dabei ist die (wieder Stichwort Konservierungsmittel) teilweise echt extrem hoch (100g Salamipizza von Dr. Oetker enthalten 1,8g Salz) und es handelt sich auch noch um das Schlechteste aller Salze: Industriesalz.

Die Salzarten

Grundsätzlich können wir zwischen groben und feinem Salz unterscheiden. Der Inhalt ist zwar der gleiche aber grobes Salz schmeckt manchmal intensiver, weil es sich bspw. im Brotteig nicht vollständig auflöst und so früher auf der Zunge ankommt. Das gilt genauso für das Nachsalzen mit feinem Salz. Netter Nebeneffekt: Dadurch müsst ihr weniger verstecktes Salz verwenden, weil durch das offene Salz es dem Körper vom Geschmack her schon ausreicht. Interessanter ist aber selbstverständlich aus was das grobe bzw. feine Salz eigentlich besteht:

Ab und zu sollte man die Packungsangaben auch lesen

Industriesalz ist, wie der Name schon verrät, raffiniertes und damit komplett gereinigtes Salz. Das heißt im Normalfall wirklich 100% Natriumchlorid ohne irgendeinen Rest an Spurenelementen oder Mineralien. Natürlich kann man argumentieren, dass selbst bei Himalayasalz (technisch gesehen aus den Khewra-Bergen in Pakistan) mit seinen 2-3% nur eine verschwindend geringe Menge an zusätzlichen Mineralien drin ist. Auch wenn ich die Meinung vertrete, dass wenig immer noch besser ist als gar nicht: An sich ist das reine Industriesalz genauso wie das reine Kochsalz also erst einmal nicht schädlich. Aber ich finde es schmeckt dadurch extrem langweilig.

Problematischer sind hingegen die versetzten Salze. Quasi die Regel sind beispielsweise die Rieselhilfen. Sie verhindern, dass das Salz klumpt. Das kann man zwar genauso mit ein paar Reiskörnern im Steuer verhindern, es ist aber verständlicherweise praktischer, wenn es schon von Haus aus nicht passiert. Mit der Rieselhilfe ist es aber leider wie mit allen Zusatzstoffen: Will ich die wirklich alle drin haben? Vor allem wenn es sich um so lustige Dinge wie Aluminiumoxid handelt.

Nette Zusatzstoffe?

Dann gibt es noch das Jodsalz. Wie der Name schon sagt, ist es mit 15 bis 25mg Jod pro kg versetzt. Das klingt erst einmal natürlich nicht schlecht. Ich muss wegen der HPU beispielsweise auch Jod noch zusätzlich nehmen. Aber leider enthält Salz nur Jodat und kein Jodid. Der Körper braucht beide Formen. Bekommt er nur eine, braucht er immer noch die andere. Außerdem kann man die Menge nur als prophylaktisch bezeichnen (0,125mg bei 5g Salz). Wenn man wirklich etwas bewirken wollen würde damit, dann müsste man da wesentlich mehr reinpacken. Es ist also nicht schädlich aber eben auch nicht sonderlich nützlich. Seit der sogenannten „Zwangsjodierung“ gibt es nur noch selten eine Kropfbildung wie früher aber es gibt immer noch sehr viele Schilddrüsenunterfunktionen, für die Jod sehr wichtig wäre.

Problematisch ist hingegen Fluorid. Ich weiß, was ihr jetzt denkt: Das ist doch gut für die Zähne. Und ja, es schützt diese tatsächlich. Wir haben es aber trotzdem aus unserer Zahnpasta verbannt, denn gleichzeitig sind die Fluoride auch giftige Substanzen. Sie sind zwar nicht ganz so toxisch wie pures Fluor aber trotzdem werden sie mit so einigen netten Krankheiten wie Arthritis, Diabetes, Schilddrüsenprobleme und Nierenleiden in Verbindung gebracht. Schlimmer noch: Man kann es als Rattengift verwenden. Und wenn ich mir mit Rattengift schon nicht die Zähne putzen will, dann will ich es erst recht nicht runterschlucken. Mit 250mg pro kg ist davon zudem noch zehnmal mehr drin im Salz als Jod. Natürlich ist die Menge auf 5g mit 1,25mg technisch gesehen trotzdem immer noch nicht ganz so hoch. Aber wir nehmen es ja dann nicht nur einmal, sondern täglich zu uns und erzeugen so eine dauerhafte, völlig unnötige Belastung in unserem Körper.

Natürliches Salz

Salzstein + Wasser = Salzsole

Aber Meersalz, das ist doch super duper toll und so natürlich und alles. Nur bedingt. Zwar schmeckt es tatsächlich ganz gut. Aber es enthält wieder nur relativ wenig Mineralien und dafür bis zu 5% Restfeuchte. Außerdem wird es bekanntlich durch Vertrocknung gewonnen. Sprich der ganze Dreck, der mittlerweile im Meerwasser ist, hängt auch am Salz dran – darunter nachgewiesenermaßen Mikroplastikpartikel. Die wurden zwar aufgrund der geringen Menge als unschädlich deklariert aber da sind wir wieder beim Thema: Muss ich das wirklich freiwillig zu mir nehmen? Aus meiner Sicht nicht. Deswegen greifen wir ausschließlich zu Steinsalzen. Davon gibt es zig verschiedene Variationen je nachdem in welchem Gestein es sich gebildet hat. Aber außer Details im Geschmack gibt es keinen großen Unterschied zwischen beispielsweise schwarzem, rotem oder rosa Salz.

Wir sind beim Himalaya-Salz (rosa Salz) hängen geblieben, weil es im Großhandel vergleichsweise wenig kostet, es hübsch aussieht, es sehr gut schmeckt und als kleiner Bonus noch 2-3% Spurenelemente drin sind (Eisen, Magnesium, Schwefel, Calcium, Phosphor).

Fazit

Wenn ihr also das nächste Mal jemanden aus eurer Sicht zu viel Speisesalz auf sein Essen packen seht, dann lasst ihn einfach machen. Der eigene Salzbedarf ist nicht nur sehr individuell, die Panik vor dem Salz ist auch absolut nicht sinnvoll. Salz komplett zu verbannen ist die absolut falsche Herangehensweise. Ja, man muss vor allem auf die versteckten Salze achten (deswegen lieber selbst kochen), weil man sie mitunter nicht schmeckt und in vielen Produkten tatsächlich sehr viel davon drin ist. Aber selbst dann einfach auf den Körper hören (Stichwort trinken) und alles ist wieder gut.

Gleichzeitig lieber auf Stein-/Halitsalzarten setzen statt auf das industrielle Zeug mit seinen fragwürdigen Zusatzstoffen. Das mag global-galaktisch (abseits vom Fluorid) zwar nicht die spürbarsten Auswirkungen haben. Aber glaubt mir: Man schmeckt wirklich den Unterschied zwischen 08/15-Kochsalz und einem Steinsalz.

Sicarius

メリークリスマス

Weihnachten ist die Zeit des Jahres, in der jeder versucht etwas zu kompensieren bzw. zu kaschieren und sich stattdessen eine heile Welt zusammenlügt. Durch den zwang Weihnachten miteinander zu verbringen wird die fehlende Zusammengehörigkeit in der Familie vertuscht. Durch große Geschenke wird das fehlende Geld im Geldbeutel ignoriert. Der pflichtbewusste Kirchenbesuch gaukelt den anderen Dorfbewohnern vor, dass ihr noch existiert. Und welche anatomischen Fehler dieser Typ verheimlichen möchte dürfte ja wohl klar sein:

Ein Typ mit großem Hut

Echt schlimm solche Leute. Aber man soll ja nicht über andere meckern und schimpfen und sich stattdessen liebhaben. In diesem Sinne:

Beim Christoph wünscht allen Besuchern und Lesern angenehme Feiertage!

Erholt euch ein wenig vom alltäglichen Stress aber erzwingt nicht Dinge, die das restliche Jahr auch nicht da sind. Weder Weihnachten noch Silvester (Neujahrsvorsätze) sind dazu geeignet die zahlreichen Unzulänglichkeiten in unseren Leben auszubügeln. Ist total doof, ich weiß :smile: .

Und da Heiligabend heuer auf einen Sonntag fällt, kommt der nächste Eintrag schon in vier Stunden. Bis dahin!

PS: Wie immer bedeutet der Titel dieses Eintrags „Frohe Weihnachten!“. Dieses Mal – aus naheliegenden Gründen – auf Japanisch und mit Katakana geschrieben. Gelesen wird es „merī kurisumasu“ und ist wie so oft im Japanischen einfach eine „verunstaltete“ Version des englischen Begriffs „Merry Christmas“.

Weihnachten ist die Zeit der Besinnlichkeit und Ruhe – zumindest wird dieses Bild gerne von den Medien propagiert. Und mit Besinnlichkeit und Ruhe verbinde ich durchaus auch sich mal hinzusetzen und ein Buch zu lesen oder Musik zu hören. Womit wir beim heutigen Thema sind: Es wird nämlich mal wieder höchste Zeit euch ein paar hörenswerte Spielesoundtracks zu empfehlen. Wenn wir in diesem Tempo weitermachen, brauchen wir zwar trotzdem noch 180 Jahre bis wir meine komplette Sammlung (Stand heute) durchhaben. Aber Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist :smile: .

Wie immer gilt: Ich kann nur über die Version des Albums reden, die ich besitze und nicht über diverse Abwandlungen mit ggf. mehr oder weniger Tracks. Vor allem in Zeiten von iTunes ist das echt lästig geworden mit den gefühlt tausend verschiedenen Variationen (wegen bspw. zusätzlichen Exklusivtracks je nach Veröffentlichungsplattform).

Hand of Fate (2015)

Komponist: Jeff van Dyck (Rome: Total War)
Umfang: 00:50:20 (16 Lieder)
Mögliche Bezugsquelle: Bandcamp (10 US-Dollar)

In der Welt des Dealers geht es nicht freundlich zu – so viel ist nach dem Anhören dieses Albums eindeutig klar. „Düsternis“ ist der Überbegriff für alle Stücke ohne aber gleich in ein monotones „Gott, ist die Welt schlecht“-Thema zu verfallen. Stattdessen bietet Jeff van Dyck ein durchweg abwechslungsreiches Hörerlebnis sowohl was die Spannungskurve betrifft als auch die verwendeten Instrumente. Schnelle und harte Stücke mit vielen Trommeln wechseln sich ab mit mystischer Streicher-Anspannung und der einen oder anderen Erholungsphase mit der Laute. Alles in allem werdet ihr als Hörer sehr gut in dieses Fantasiereich voller Gefahren und Herausforderungen versetzt und geht an der Seite des Helden seinen Weg zur Erlösung.

Persönliches Lieblingslied: Track 03 – Deal Of The Millennia [03:03] (Anhören)

„Waaaah! Jetzt wird es ernst!“ ist der Gedanke, der mir bei den ersten Takten durch den Kopf schießt. Und genau das will der Komponist damit auch ausdrücken. Das schnelle und in der Tonhöhe wechselnde Gitarrengrundmotiv versprüht eine unglaubliche Dramatik. Das Stück erschreckt und rüttelt auf. Damit passt es voll in mein Beuteschema :smile: .

Hitman 2: Silent Assassin (2002)

Komponist: Jesper Kyd (Assassin’s Creed II
Umfang: 00:64:56 (22 Lieder)
Mögliche Bezugsquelle: Amazon (24 Euro inkl. dem Soundtrack für Teil 1)

Mit dem Soundtrack zu Hitman: Codename 47 feierte Jesper Kyd seinen Durchbruch. Wenig verwunderlich, dass er mit diesem Album noch eine große Schippe drauflegte und dieses Mal mit einem großen Orchester plus Chor ins Rennen ging. Schon der Main Title gibt vor wo es langgeht: Theatralisch, episch und ohne Kompromisse – also genau das, was man von einem Schleichspiel eigentlich nicht erwarten würde. Stattdessen setzt Kyd wie schon bei Teil 1 bei der Musikuntermalung voll auf Action und Spannung – zwischendurch vermischt mit etwas lokalen Einflüssen. Bei 47 In St. Petersburg muss man nicht erst den Titel lesen, um zu wissen, dass wir in Russland unterwegs sind. Es ist quasi ein James-Bond-Film zum Anhören. Zwar nicht für ruhige Stunden geeignet aber doch ein erstklassiges Hörerlebnis.

Persönliches Lieblingslied: Track 03 – Action Begins [02:07] (Anhören)

Ich weiß, es wird langsam langweilig. Aber ich mag einfach Stücke, die voller Dramatik sind, die mein Blut in Wallung versetzen, mir Gänsehaut geben und mir das Gefühl geben am Leben zu sein. Das Gegenspiel von Geigen und Blechbläser. Das hohe Tempo durch die Percussion-Einlagen. Es tut sich in diesen zwei Minuten so viel wie bei manchen auf einem ganzen Album.

Remember Me (2013)

Komponist: Olivier Deriviere (Alone in the Dark)
Umfang: 00:49:26 (15 Lieder)
Mögliche Bezugsquelle: Bandcamp (4 US-Dollar)

Definitiv ein ungewöhnlicher Sound, den Olivier Deriviere hier gewählt hat. Während grundsätzlich vor allem klassisches Orchester zum Einsatz kommt, verwendet er im Laufe des Albums immer stärker und häufiger elektronische Verzerrung als Stilmittel. Am Höhepunkt des Albums, <b>The Zorn</b>, kommen die armen Geiger und Blechbläser schon fast gar nicht mehr klar zu Geltung bevor mit <b>Hope</b> dann die Erlösung kommt und der Spuk (wie im Spiel) ein Ende hat. Insofern ist es durchaus ein gewöhnungsbedürftiges Album und kein ganz so einfacher Hörgenuss. Aber wenn man sich darauf einlässt und die vermeintlichen Misstöne über sich ergehen lässt erwartet einen wie schon bei <b>Alone in the Dark</b> ein außergewöhnliches und vor allem unterhaltsames Klangerlebnis.

Persönliches Lieblingslied: Track 01 – Nilin The Memory Hunter [03:26] (Anhören)

Am Anfang klingt es noch ganz normal. Die Geigen fangen an und verbreiten Hektik, die Blechbläser fangen an sich einzumischen und die Dramatik zu unterstreichen, dann kommt zaghaft etwas Elektronik dazu bevor die Sängerin undeutlich vor sich hinjammert. Aber irgendwas stimmt nicht. Hier und da klingt es etwas komisch. Hängt die Platte? Hat die MP3 einen Bitfehler? Man weiß es nicht so recht. Aber nein: Das soll so sein und wird im Verlauf des Stücks nur noch schlimmer. Es ist quasi der erste moderate Vorgeschmack auf das, was einen auf diesem Album erwartet.

Shadowgate (2013)

Komponist: Rich Douglas (Lifeless Planet)
Umfang: 00:71:43 (25 Lieder)
Mögliche Bezugsquelle: Bandcamp (4 US-Dollar)

Douglas’ Werk verwendet die Grundelemente wie man sie in jedem düsteren Mittelalterfilm oder -spiel findet: Ein Klassik-Orchester mit undeutlichen Chorgesänge (wahrscheinlich auch noch Pseudo-Latein). Aus diesen Zutaten macht er ein vergleichsweise hartes/schroffes und tief bis in den Bauch eindringendes Hörerlebnis, das aber nicht diese martialische Dramatik entwickelt wie beispielsweise der Hau-Drauf-Soundtrack von Warhammer 40.000: Space Marine. Stattdessen bleiben selbst die dramatischen Höhepunkte ungewöhnlich unterschwellig, was das eigene Gefühl der Unsicherheit noch weiter verstärkt. Die extrem schwer und gemächlich klingenden Blechbläser, die oft nur subtil eingesetzt werden aber dann bis unter die Haut gehen sind da nur das i-Tüpfelchen.

Persönliches Lieblingslied: Track 01 – Shadowgate Theme [02:22] (Anhören)

Mystisch und Mittelalterlich. So lässt sich dieser Track wohl am besten umschreiben. Und ja: Auch ein wenig The Elder Scrolls lässt sich heraushören. Der sphärische Chor und die schweren Blechbläser erzeugen eine äußerst unheimliche und dramatische Atmosphäre (passend zum Spiel) bei der man nicht so recht weiß wie einem geschieht. Gänsehautfeeling quasi.

T.F.X (1993)

Komponist: Barry Leitch (Top Gear)
Umfang: 01:18:13 (19 Lieder)
Mögliche Bezugsquelle: Lieder derzeit nicht legal erhältlich

Für mich ist der Soundtrack zu Silent Hunter 4: Wolves der Inbegriff von „militärischer Seemusik“. Das Gleiche gilt für diesen Soundtrack, der mir wie kein anderer ein Gefühl vom Fliegen und spannenden Dogfights tausende Meter über dem Boden vermittelt. Ausschließlich mit elektronischen Mitteln hat Barry Leitch (mit Unterstützung von Dean Evans und Keith Tinman) ein Werk geschaffen, dass auf der einen Seite äußerst militärisch/martialisch klingt. Auf der anderen Seite aber doch die gewisse Leichtigkeit und Erhabenheit versprüht, die man vom Fliegen erwartet. Die Kombination und die damit verbundene Dramatik lässt einem sowohl die Brust vor Stolz anschwellen als auch sich vor Spannung mit den Fingernägeln am Stuhl festkrallen. Wem beispielsweise bei Battle Theme nicht das Adrenalin bis zum Anschlag durch die Adern pumpt, der hat was grundlegend falsch gemacht :wink: .

Persönliches Lieblingslied: Track 01 – Intro [04:10] (Anhören)

F22 to Ground Control. Ready for Startup Sequence. Rudders check. Fuel check. Engines check. Powering up Engines. Engines at full capacity. Requesting permission for takeoff.
Ground Control to F22. Permission granted.
So oder so ähnlich stelle ich mir den Anfang des Liedes vor – und dann geht es ab in die Luft. Barry Leitch gibt einem ab der ersten Note das Gefühl in einem Flugzeug zu sitzen und eskaliert gekonnt hoch. Das bringt den Herzschlag auf Tempo und versetzt mich genau in die richtige Stimmung für den Rest des Albums und/oder Spiel.

 

Ich wünsche wie immer viel Spaß beim Reinhören und freue mich natürlich über eure eigene Meinung zu den vorgestellten Soundtracks. Und selbstverständlich bin ich immer offen für Vorschläge, was ich mir auch noch unbedingt anhören sollte!

Dezember. Zeit der Top-Listen! Natürlich auch hier bei uns. Und ja: 2017 war wieder ein besseres Jahr für Videospiele im Haushalt des Sicarius. Zwar war mein Hauptzock-/Ablenkungsgerät weiterhin das iPhone aber heuer habe ich es tatsächlich doch so einige Wochenenden geschafft mal ein paar Stunden am Hauptrechner zu sitzen und was zu zocken. Und nicht nur das: Ich habe sogar wieder ein paar Euro in AAA-Retailspiele investiert!

Leider hat es trotzdem nicht einmal Ansatzweise für die Rückkehr der Bagadadsoftware No-One-Cares-Awards (Rollenspiel des Jahres wäre sicherlich an Divinity: Original Sin II gegangen) gereicht. Schon alleine deshalb, weil die meisten der besagten Retailtitel nicht in diesem Jahr veröffentlicht wurden. Ja, ich bin vom Super-Duber-Collector’s-Special-Übermega-Edition zum absoluten Budgetkäufer mutiert – ich hoffe unser Azzkickr ist stolz auf mich :wink: .

Rückblick

Übrigens für die Statistik: Weder meine PlayStation 3 noch die Xbox 360 waren dieses Jahr abseits von Systemupdates überhaupt an. Die PlayStation Vita und der Nintendo 3DS haben hingegen durch den Krankenhausaufenthalt immerhin etwas Zeit in meinen Händen statt im Nachttischschränkchen verbracht.

Allerdings hat es keins der Spiele in meine Top 5 des Jahres 2017 geschafft – was durchaus ein weiteres Anzeichen dafür ist, wie viel ich dieses Jahr doch irgendwie gezockt habe. Genauso wenig wie freilich der eine indizierte Zombietitel, den ich nicht erwähnen darf, der aber ansonsten entweder auf Platz 1 oder 2 in der Liste stehen würde. Nun aber genug mit dem Vorgeplänkel. Wie so oft führen die meisten Links zu Amazon und damit Vorhang frei für die folgenden Titel:

Grim Dawn (Herstellerbild)

1. Grim Dawn (2016; PC) – Dass es das Action-Rollenspiel von Crate Entertainment auf diese Liste geschafft hat, dürfte für die wenigsten überraschend kommen. Es gibt tatsächlich ziemlich wenige Spiele in der Geschichte dieser Seite, welche die Ehre hatten nicht nur einen, sondern gleich zwei Einträge (plus ein Video) für sich verbuchen zu können. Aber was soll ich sagen?

Es ist einfach richtig, richtig gut (und nicht erst seit der Veröffentlichung des Addons). Es hat hochwertigen Content bis zum Abwinken (40 Stunden und erst mit einem Charakter das Hauptspiel beendet – das Addon kommt noch, geschweige denn weitere Schwierigkeitsgrade oder gar andere Charaktere), es bietet eine atmosphärische und äußerst detailliert gestaltete Spielwelt voller Geheimnisse und in Sachen spielerischer Freiheit fällt mir tatsächlich auf Anhieb kein anderes isometrisches Action-Rollenspiel abseits vom geistigen Vorgänger Titan Quest auf nur annährend so hohem Niveau ein. Ja, am Ende des Tages klickt ihr nur auf Feinde bis sie tot umfallen aber hier tue ich es 1.000mal lieber als in allen drei Diablo zusammen.

Hand of Fate (Herstellerbild)

2. Hand of Fate (2015; PC, Mac, Linux, PS4, XONE) – Ja, Teil 2 ist vor kurzem erschienen und was ich so lese, ist er in allen Belangen besser als der Vorgänger. Teil 1 ist trotzdem immer noch einen Blick wert (schon allein wegen Jeff van Dycks Soundtrack). Um was geht’s? Ganz einfach: Dungeons & Dragons mit Spielkarten. Der Dealer stellt euch vor eine Herausforderung (z.B. die Skelettkönigin töten) und teilt dann die Karten aus. Einen Stapel gibt er euch, einen habt ihr euch zuvor selbst zusammengestellt. Und damit wird dann nicht nur das Spielfeld bestimmt (ihr arbeitet euch quasi von umgedrehter Karte zu umgedrehter Karte bis ihr den Ausgang findet), sondern auch euer Charakter mitsamt seiner Ausrüstung sowie alle anderen Charaktere sowie Zufallsereignisse, die euch bis zum Sieg über den Boss dieser Runde begegnen.

Beispielsweise deckt ihr eine Karte auf, die euch davon erzählt wie ihr oben auf einem Canyon steht und unten eine Leiche mit einem glitzernden Schwert seht. Ihr habt nun die Wahl einfach weiter zu gehen oder zu versuchen hinabzusteigen. Steigt ihr hinab, teilt euch der Dealer vier Karten mit „Erfolg“ und „Misserfolg“ aus, mischt sie und ihr müsst eine ziehen. Wenn ihr Erfolg hattet, gibt es zur Belohnung eine Ausrüstungskarte, wenn nicht zieht der Dealer eine Schmerzkarte. Nur wenn es heißt: „Der Dealer zieht x Monsterkarten“, dann dürft ihr tatsächlich direkt Hand anlegen und in Third-Person-Manier die Feinde plattkloppen. Neue Karten schaltet ihr frei, indem ihr Herausforderungen meistert. Also zum einen natürlich den Boss besiegen aber auch zwischendrin gibt es Quests, die teilweise über mehrere Runden gehen (z.B. spricht euch ein schatzsuchender Goblin an) oder Situationen (gebt ihr der hungrigen Magd euer letztes Essen oder nicht?), die es erfolgreich zu lösen gilt mit Karten als Belohnung.

Es ist quasi ein auf den ersten Blick einfacher Rollenspiel-Mix aus Zufall, Strategie (kaufe ich beim Händler Essen oder doch lieber den coolen Ring?) und Können (komme ich aus dem Kampf raus ohne viel Lebensenergie zu verlieren?). Der Tiefgang ist aber vor allem bei den mehrstufigen Herausforderungen enorm. Und Langeweile kommt weder im Storymodus noch im Endlosmodus so schnell nicht auf da jede Partie wieder komplett anders verlaufen kann. Ach und hatte ich schon den sehr guten Soundtrack erwähnt? Schade, dass im Spiel Deal of the Millennia nur so kurz abgespielt wird.

Mad Max (Herstellerbild)

3. Mad Max (2015; PC, Mac, Linux, PS4, XONE) – Es gibt definitive bessere Open-World-Titel, keine Frage. So viel hatte ich in meinem Eintrag ja schon erwähnt. Und großartig viele Neuerungen hat das Werk von Avalanche Studios auch nicht zu bieten was das Genre als Ganzes angeht. Dennoch hat es mich in seinen Bann gezogen. Zum einen wegen der Thematik, denn die dreckige, apokalyptische Welt aus den Filmen ist sehr gut getroffen und perfekt umgesetzt. Die Charaktere sind vertraut, die Story (wenn man ihr mal folgt – Open World halt) gelungen und sie fügt sich sehr gut in das Gesamtuniversum ein. Zum anderen ist es zwar ein grundsätzlich ein typischer Open-World-Titel voller Dinge mit denen ihr eure Zeit verschwenden könnt. Aber viele der Gameplay-Elemente funktionieren richtig gut und machen Spaß.

Allen voran natürlich der Kampf mit den (äußerst) zahlreichen Gefährten, der selbst mit der Tastatur sehr gut funktioniert. Fast noch mehr Spaß macht allerdings das Nahkampfsystem. Das lässt speziell die eigentlich stupiden Stützpunkteroberungen abwechslungsreich und spannend werden. Nicht zu vergessen zudem das umfangreiche Upgradesystem sowohl von Max als auch seiner Magnum Opus (das Auto) was nicht nur auf „mehr ist besser“ ausgelegt ist, sondern tatsächlich Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit eures Untersatzes hat. So ist vollgepanzert zwar in Kämpfen ganz praktisch aber in den Rennen sollte man dann doch ein paar Platten wieder wegnehmen. Sprich: Ich hatte dieses Jahr sehr viele Stunden Spaß mit dem Titel und werde sicherlich auch noch ein paar im neuen Jahr haben (bin noch nicht ganz durch).

Cat Quest (Herstellerbild)

4. Cat Quest (2017; PC, Mac, iOS, Android, PS4) – Ein Rollenspiel voller Katzen. Eigentlich bräuchte ich gar nicht mehr zu sagen, um die Erwähnung dieses Titels in der Top 5 zu rechtfertigen. Aber ich tue es natürlich trotzdem :wink: . Die Geschichte ist ganz simpel: Das Böse hat eure Schwester entführt und ihr wollt sie natürlich retten. Dabei stellt sich heraus, dass ihr eine von den sagenumwobenen Katzen seid, die überhaupt in der Lage ist das Böse zu besiegen. Also zieht ihr durch die Lande auf der Suche nach besagtem Bösen.

Zwischendurch helft ihr den Dorfbewohnern in Felingard, verbessert eure Ausrüstung sowie magischen Fähigkeiten und levelt fleißig auf, um noch tiefer ins Landesinnere eindringen zu können. Unterwegs seid ihr ausschließlich auf einer 2D-Karte von Felingard (denkt an die Überlangkarten von Final Fantasy & Co.) wo ihr euch prinzipiell frei bewegen dürft mit dem ein oder anderen Abstecher in einen Dungeon. Gekämpft wird in Echtzeit und mit Rhythmus. Sprich die Gegner kündigen ihre Angriffe immer an und ihr müsst entsprechend rechtzeitig reagieren.

Das ganze Spiel ist nichts großartig Besonderes und schon gar nicht allzu Tiefgründig. Hat aber durchaus einige Stunden Spielzeit und ist sehr charmant dank der Cartoongrafik sowie voller schlimmer Katzenkalauer und perfekt für unterwegs (spiele es auf iOS). Unbedingt mal in die Demo reinschauen!

Mein Wintersportgebiet

5. Shiny Ski Resort (2017; iOS, Android) – Der obligatorische Kairosoft-Titel auf der Liste? Könnte man mir sicherlich unterstellen. Und ja, natürlich verändert er die Formel wie immer nicht grundsätzlich. Es spricht aber vieles für ihn: Zum einen hat Kairosoft dieses Jahr tatsächlich nicht viele Titel (für iOS) veröffentlicht. Zum anderen ist es endlich mal wieder kein Free-2-Play-Kram, sondern eine Vollpreis-Wirtschaftssimulation wie zumindest ich sie von Kairosoft kennen und lieben gelernt habe ohne viel Drumherum.

Dieses Mal geht es, wie der Name schon sagt, darum ein Ski-Resort zu managen. Das heißt ihr baut nicht nur das Hotel auf, in dem eure Gäste schlafen und Geld ausgeben, sondern gestaltet auch die Piste. Ihr bestimmt wo die Hindernisse hinkommen, wo die Lifte stehen, wie schwierig die Abschnitte sind und so weiter und so fort. Wie gesagt nichts grundlegend Neues wenn man schon einmal einen Kairosoft-Titel gespielt hat aber seit langem Mal wieder ein erfrischendes und vor allem unterhaltsames Werk ohne viel Schnick-Schnack wie beispielsweise die (aus meiner Sicht) nervigen und sehr zufallsbasierten Rennen in Grand Prix Story 2. Mit denen kann ich irgendwie nichts so richtig anfangen.

 

Und damit wäre von meiner Seite auch schon wieder alles gesagt, was es zu sagen gibt dazu. Es war schön mal wieder aus einer etwas größeren Liste potentieller Kandidaten wählen zu können ohne dabei aber gleich ein schlechtes Gewissen zu haben, dass ich mein Familienleben vernachlässigt hätte dabei. Auf diesem Niveau darf mein Spielekonsum quasi gerne bleiben. Nun aber wirklich genug von mir: Wie immer lade ich euch dazu ein in den Kommentaren eure Top 5 zu posten, die euch durch das Jahr 2017 erinnerungswürdig begleitet haben. Würde mich freuen mal wieder etwas von euch zu lesen!

Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #20

Hier stand mal ein Geschirrspüler

Zwei Jahre sind wir nun schon im Besitz unseres Hauses. Damit sind wir endlich aus der Spekulationsfrist heraus und können die Hütte mit Gewinn verkaufen, ohne diesen versteuern zu müssen (weil wir es selbst bewohnt haben – nicht selbst genutzt Häuser müssen 10 Jahre gehalten werden)! Was wir allerdings auf absehbare Zeit nicht tun werden. Das liegt selbstverständlich hauptsächlich daran, dass es uns und unseren vier Katzen sehr gut hier gefällt und wir uns hier wohlfühlen (sowohl im Haus im Speziellen als auch in der Umgebung an sich). Aber auch schlicht daran, dass wir nicht schon wieder renovieren und umziehen möchten. Schließlich sind wir immer noch nicht komplett fertig mit besagtem Renovieren des aktuellen Hauses.

Die erste Etage ist zwar mittlerweile tatsächlich soweit durch und komplett so wie wir sie haben wollen. Aber aktuell muss das Loch, das die Spülmaschine hinterlassen hat wieder geschlossen werden. Wir hatten noch einen Küchenschrank im Keller aber der ist nicht breit genug. Am Samstag habe ich die Stelle gestrichen und jetzt bauen wir noch ein paar Bretter dazwischen, um am Ende zwar mehr mit der Hand zu spülen aber dafür auch mehr Ablagefläche in der Küche zu haben.

Schon wieder alles voll!

Einschub

Früher habe ich durchaus viel gemeckert über meine Eltern, weil irgendwie alles vollsteht und selbst wenn man mal irgendwo Platz geschaffen hat, dann ist er gefühlt am nächsten Tag auch schon wieder mit Sachen vollgestellt. Heute muss ich feststellen: Die können nichts dafür! Das passiert irgendwie vollautomatisch und ohne, dass man es wirklich plant. Ich habe beispielsweise vorletzte Woche das Kabuff aufgeräumt. Schön alles thematisch zusammengestellt und so. Am Ende war wieder ein halbes Regal mehr Platz. War ein tolles Gefühl (ja, ich weiß: ich bin komisch :smile: ). Wenn ich allerdings heute reinschaue, ist schon wieder alles vollgestellt. Immer noch thematisch sortiert aber kein zusätzlicher Platz mehr, um noch irgendetwas reinzupacken.

Meine Vermutung ist, dass der Hausrat nachts unanständige Partys feiert und er sich dadurch hemmungslos vermehrt. Bitte? Das liegt eher daran, dass wir haufenweise Gewürz eingekauft haben nur weil kein Paprika Edelsüß mehr im Haus war (Curry brauchen wir ja auch viel…und dann könnten wir auch mal Kurkuma mitbestellen…und wie schmeckt eigentlich xyz…)? Und in Idar-Oberstein (die Edelsteinstadt) zusätzlich noch spottbillig 40kg Himalaya-Salz (feines und grobes) gekauft haben nur weil der Händler meinte, dass er vermutlich in Zukunft keines mehr anbietet aufgrund von saftigen Preiserhöhungen bei den Herstellern? Ne, das ist absoluter Quark. Unkontrollierter Sex ist das Problem! Fragt die Kirche!

Einschub Ende

Und aufgrund unserer lieben Vierbeiner müsste ich eigentlich für das Wohnzimmer auch schon wieder die Farbeimer aus dem Keller holen. Deswegen haben wir keine Tapeten an die Wand gemacht, liebe Verwandtschaft! So ist zwar ein Kratzer im Putz und die Farbe etwas ab aber mit dem Pinsel einmal drüber und schon sieht man es nicht mehr. Will gar nicht wissen, wie das Wohnzimmer mit Tapeten mittlerweile aussehen würde. Vermutlich wie ein Schlachtfeld auf dem tausende Papierschnipsel gestorben sind.

Und sonst?

Da hat schon länger keiner mehr was dran gemacht…

Im Garten gab es dieses Jahr auch viele Fortschritte. Klar, da ist jedes Jahr wieder was zu tun, weil viele Pflanzen die komische Angewohnheit haben im Winter einfach zu sterben. Blöde Pflanzen! Aber grundsätzlich müsste er jetzt soweit sein wie wir ihn haben wollen was den Grundaufbau angeht. Am Haus gibt es aber auch noch ein paar Baustellen. Mal von der fehlenden Dämmung abgesehen Sachen wie eine Trennmauer zum Nachbarn, die auf unserer Seite dringend mal neu verputzt werden müsste. Eine Gartentreppe, die sich gesetzt hat und entsprechende Risse hat (inkl. kaputten Fliesen) und eine Rückwand voller Löcher (keine Ahnung was die Vorbesitzer da montiert hatten), die mal geschlossen und anschließend gestrichen gehört.

Aber das sind alles nicht so die großen Prioritäten derzeit. Also zum einen, weil jetzt natürlich Winter ist (aktuell liegt auch tatsächlich Schnee) und ich nicht mehr Zeit draußen verbringen möchte als notwendig (Schnee schippen reicht). Zum anderen aber auch, weil wir uns nun mehr dem Keller zuwenden und ihn herrichten. Da arbeiten wir uns jetzt auch von Raum zu Raum vor: Ein paar Tapeten entfernen, die Reste vom Wasserschaden des Vorgängers reparieren, Lampen montieren (bitte ab sofort ohne die Sicherungen rauszuwerfen), Laminat verlegen (vermutlich wieder Kork), eine Runde streichen und so weiter. Am Ende soll dabei ein schönerer Flur, ein netter Arbeitsraum (Werkbank, Regale für Werkzeug, etc.) sowie eine Art Sport- und Chillraum rauskommen. Mal schauen wie weit wir da im Weihnachtsurlaub kommen, denn einen Trend konnte ich auf jeden Fall in den letzten Jahren schon beobachten: Um den Jahreswechsel herum sind wir irgendwie am fleißigsten :smile: .