Meine tolle Handschrift

Meine tolle Handschrift

Es ist schon lange lange her, dass ich einen Eintrag handschriftlich verfasst habe. Bitte? Ihr würdet das doch eh nicht merken während ihr vor eurem Computer sitzt und diese Zeilen lest? Da habt ihr vermutlich Recht. Aber dafür gibt es ja das Beweisfoto auf der rechten Seite. Jetzt wollt ihr aber bestimmt wissen, warum ich hier mit einem Kuli in der Hand sitze und Beim Christoph immer mehr zu einem “Slice of Life”-Blog verkommen lasse anstatt euch von den neusten Spielen zu erzählen (Mittelerde: Mordors Schatten soll wohl überraschend gut sein und auch Forza Horizon 2 in der Xbox-One-Variante eine Kaufempfehlung). Was? Es interessiert euch nicht die Bohne? Okay, kann ich nachvollziehen. Glücklicherweise gibt es für so eine Situation viele Lösungsmöglichkeiten. Zum Beispiel könnt ihr euren Browser schließen oder, noch einfacher, eine andere Webseite aufrufen. Unbegrenzte Freiheiten quasi und zwar unabhängig davon, ob ihr am PC sitzt, mit einer Konsole unterwegs seid, den 3DS aus unerfindlichen Gründen für so etwas nutzt oder schlicht auf der Toilette mit dem Smartphone in der Hand sitzt. Wir leben schon in einer genialen Zeit, findet ihr nicht auch?

Aber um die ursprüngliche Frage zu beantworten: Heute ist mal wieder Verwandtentreffen und ich habe schlicht heute Morgen keine Zeit gehabt den Laptop einzupacken weil mal wieder alles drunter und drüber ging. Um 08:30 Uhr musste Frau Mama unbedingt saugen und im Anschluss meinte plötzlich das Internet bei ihnen im Haus nicht mehr zu funktionieren. Da musste ich natürlich plötzlich Notdienst schieben. Mit der Folge, dass ich in der Eile den Fehler nicht gefunden habe und stattdessen die Hotline angerufen und eine Störung meldete. Während ich diese Zeilen nun in den Computer tippe, habe ich diese auch schon wieder storniert. Es hatte sich doch nur ein Kabel gelöst. Dafür brauche ich keinen Techniker kommen lassen, der mich dann eh nur für dumm erklärt :smile:. Ist auch ganz gut so, schließlich ist der Mobilfunkempfang im Hutzelgrund nicht gerade der Beste. Wer weiß, wie ich dann diesen Eintrag hier online gebracht hätte.

Und sonst so?

Und damit sind wir offensichtlich schon wieder in so einem komischen “Info”-Eintrag gelandet, in dem ihr mehr über das langweilige Leben des Webmasters erfahrt. Ist ja so langsam fast so wie die Kessy-Einträge. Bringen wir die Sache also am besten schnellstmöglich hinter uns:

AM Samstag wurde nach einem letzten Putzeinsatz und der Übergabe eines Drittels der Kaution an einen Maler meine alte Wohnung zurück an die Eigentümerin übergeben. Was bin ich froh, dass das Thema endlich erledigt ist. Ich hab‘ mir im Vorfeld des Bezugs meiner ersten eigenen Wohnung im letzten Jahr so einige Gedanken gemacht und Horrorszenarien ausgemalt (ihr wisst ja: das bekannte Problem). Dass jedoch der Auszug so viel Zeit und Nerven frisst, kam mir damals absolut nicht in den Sinn. Da sieht man aber mal wieder, wem es einfach nur um die monatliche Überweisung geht und wer sich auch wirklich um seinen Besitz kümmert. Das Ende vom Lied ist nämlich, dass ich zwar ein paar Euro weniger in der Tasche habe wegen dem Streichen. Einen Nachmieter gibt es aber trotz meiner frühzeitigen Kündigung (fast vier Monate!) offensichtlich immer noch nicht. Glücklicherweise aber wie gesagt nicht mehr mein Problem. Die Wohnung ist abgenommen, übergeben, ich habe meine Kaution wieder und damit ist das Thema logischerweise für mich erledigt.

Back to work

Zwei Regale voller Videospiele

Zwei Regale voller Videospiele

Am Mittwoch heißt es dann für mich auch mal wieder auf die Arbeit zu gehen. Wie schnell immer zwei Wochen rumgehen. Echt schlimm An dieser Stelle würde ich zwar normalerweise noch den Satz “auch wenn man nichts schafft” ergänzen, aber das stimmt dieses Mal natürlich nicht. Obwohl ich noch kein einziges Wochenende in meiner neuen Wohnung verbracht habe (es gab bislang immer irgendwas anderes zu tun), bin ich mit der Einrichtung soweit fertig. Trag nur derzeit noch die Filme aus dem Keller hoch (hatte ich in Eckental gar nicht aus den Umzugskartons raus) in der Hoffnung, dass ich sie noch in das bestehende Regal reinbringe. Pro-Tipp: Fangt nie an etwas Analoges zu sammeln. Braucht einfach zu viel Platz. Die Steam-Bibliothek und Netflix verbrauchen da wesentlich weniger als buchstäblich hunderte DVD- und Blu-ray-Hüllen. Doch das habt ihr sicherlich auch so schon gewusst.

Doch zurück zum Thema: Meine neue Arbeitsstätte ist, das hatte ich ja schon einmal erwähnt, in Darmstadt und mittlerweile weiß ich auch etwas genauer darüber Bescheid, was ich in Zukunft so machen werde. Allerdings würdet ihr es vermutlich nicht wirklich verstehen, wenn ich es euch jetzt großartig im Detail erkläre. Deshalb bezeichne ich es einfach mal als eine Art Administrator- und Regelungsgeber-Tätigkeit für eines unserer wichtigsten Dokumentationssysteme. Sprich ich bin dann ab sofort etwas weiter von der “Realität” entfernt als ich es in den letzten 13 Jahren im Bau gewohnt war. Zwar saß ich nur ein Jahr davon wirklich selbst im Loch aber auch die Planung hat am Ende des Tages ein bisschen was handfestes mit dem zu tun, was draußen passiert. Jetzt geht es mehr darum die verwendete Software auf dem aktuellen Stand zu halten (mehr als Organisator und nicht als Entwickler) und weiter stetig zu verbessern.

So geht’s weiter

Klingt im ersten Moment vielleicht nach einem etwas radikalen Wandel zu dem, was ich vorher gemacht habe. Die Realität ist aber, dass ich schon lange in Richtung “Administration” für diese Anwendung geschielt habe. Ich arbeite seit 2005 damit, kenne mich entsprechend extrem gut aus, war deshalb schon seit Jahren inoffizieller Enduserbetreuer sowohl in Aschaffenburg als auch in Nürnberg und habe den regionalen Admins immer geholfen. Da für mich aber kein Posten in der Hinsicht frei wurde, habe ich meine Karriere eben erst einmal anders fortgesetzt und komme nun quasi als Quereinsteiger auf bundesweiter Ebene in das Thema rein. Das neue Ressort war aber wohl erfreut darüber einen Mann aus der Praxis zu kriegen, der tatsächlich weiß wie ein Kabel aussieht. Kann ich auf jeden Fall auch mit Leben :smile:. “Darmstadt” stand schon lange auf meiner langfristigen Zielplanung. Ihr wisst schon, diese “Wo sehen Sie sich in 5 und in 10 Jahren?”-Dinger.

Bitte? Was nun draufsteht? Natürlich unsere Zentrale in Bonn oder, wenn sich die Chance ergeben würde, auch in eine unsere europäischen Auslands”filialen”. In England sind wir ja leider nicht mehr. Aber so Wien, Prag oder Amsterdam wäre sicherlich auch was Nettes. Aber lasst mich jetzt erst einmal ein paar Jährchen in Hessen bleiben. Das ist schon Ausland genug. Außerdem würde mich meine Familie wohl umbringen, wenn ich nächstes Jahr schon wieder umziehe :smile: .

Epilog

Damit seid ihr also (schon wieder) auf dem aktuellen Stand. Am Donnerstag kehren wir auf jeden Fall zurück zur Unterhaltungsindustrie und wenn ich euch einfach nur meine Meinung zu J. Edgar (2011) und/oder Ender’s Game (2013) erzähle.

Bis dann!

PS: Bevor die Frage aufkommt: Das Thema “Spielejournalist” hat sich aus meiner langfristigen Planung glaube ich ziemlich verabschiedet. Wäre zwar immer noch ein Traum. Aber ist einfach mittlerweile völlig unrealistisch als Vollzeitstelle geworden und Freelancer wäre dann mehr ein “Backup”-Plan, sollte ich doch mal arbeitslos werden (hoffentlich nicht!).

Erinnert ihr euch noch an das Jahr 2012? Damals, als Titel wie Spec Ops: The Line, SSX (das “Rennspiel” :smile: ) oder XCOM: Enemy Unknown auf den Markt kamen und ich stattdessen am Ende des Jahres einen völlig unbekannten und irrelevanten 3DS-Titel auf das Treppchen der NOCAs setzte. Der Name dieses Spiels? Theatrhytum Final Fantasy. Nur in Animal Crossing: New Leaf habe ich mehr Zeit investiert (118 Stunden!) als in dieses Musikspiel dafür als Ausgleich jedoch die halbe DLC-Datenbank leergekauft (1 Euro pro Musikstück!) und somit am Ende vermutlich nochmal gut 50 Euro ausgegeben. Aber scheiß drauf! Das Werk hätte nur noch besser sein können, wenn Kingdom Hearts draufgestanden hätte – zumindest dachte ich das damals. Mittlerweile wurde ich eines besseren belehrt, denn seit Freitag ist das folgende Machwerk im Handel erhältlich:

Achtung: Solltet ihr den Vorgänger nicht kennen, empfehle ich euch an dieser Stelle erst einmal meinen alten Eintrag dazu zu lesen. Dort gehe ich stärker auf die Grundlagen ein als ich es jetzt tun werde.

Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call Cover

Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call Cover

Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call (3DS, 2014) – Auf den ersten Blick ist erst einmal alles beim Alten. Das grundlegende Spielprinzip hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht verändert. Es gibt weiterhin drei Arten von Liedern: Kampfmusik, Eventmusik und Reisemusik mit ihren unterschiedlichen Anforderungen. Auch die Noten sind mit Halte-, Druck- und Ziehnoten im Grunde weiterhin unverändert. Und euer Ziel ist es erneut im richtigen Moment die jeweilige Note zu treffen. Eben wie man es aus Guitar Hero oder Rock Band kennt.

Doch im Detail hat sich so einiges getan. Es fängt schon mit der Anzahl an Liedern an. In der Einleitung habe ich ja erwähnt, dass ich einen Haufen Geld in DLC investiert habe, weil mir das Futter ausging. Es waren nämlich nur eine Handvoll von Tracks aus den Hauptspielen der Final Fantasy-Reihe (also Teil 1 bis 13) enthalten also ungefähr 70 Stück. Dieses Mal sind es 221 Lieder über ALLE Final Fantasy-Spiele hinweg. Das heißt auch so Sachen wie Final Fantasy Tactics, Crisis Core: Final Fantasy VII und sogar Final Fantasy VII: Advent Children. Über mangelnde Auswahl kann man sich dieses Mal also definitiv nicht beschweren, wenngleich Square Enix natürlich trotzdem noch DLC-Futter nachliefert (erneut für 1 Euro pro Stück).

Leider ist es erneut so, dass nur die wenigsten Lieder tatsächlich vollständig vorhanden sind. Square Enix möchte es euch anscheinend partout nicht zumuten 15 Minuten am Stück spielen zu müssen. Die haben anscheinend noch nie von Guitar Hero: Metallica gehört. Mir würde sogar schon eine optionale Möglichkeit ausreichen, dass ich auf Wunsch die “Vollversion” zocken darf. Aber nein: Es gibt wieder nur die gekürzten Remixe, die zwar vom Gefühl her dieses Mal immerhin etwas länger sind als im Original und dadurch vor allem bei den älteren Spielen tatsächlich vollständig sind. Dennoch finde ich es erneut schade, dass die Entwickler diese künstliche Beschränkung auf anscheinend maximal 3-4 Minuten eingebaut haben.

Mehr Rollenspiel!

Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call  (Herstellerbild)

Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call (Herstellerbild)

Mit der Erweiterung auf alle Titel der Serie, wurde selbstverständlich auch die Auswahl an Charakteren auf 60 (plus der Möglichkeit in DLC zu investieren) erhöht. Wie im Vorgänger gilt es wieder rollenspieltypisch eine Gruppe aus vier Leuten zusammenzubasteln, die quasi als euer Alter Ego agieren und unterschiedliche Fähigkeiten besitzen, die tatsächlich Auswirkungen auf das Spielen der Songs haben. Spielt ihr Noten falsch, dann sinkt eure Lebensenergie und einer von euch kann dann einen Heilzauber sprechen beispielsweise. Im Vorgänger war das alles nicht mehr als ein Gimmick beziehungsweise eine kleine Hilfe für Leute, die sich selbst auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad schwer tun. Für mich war die einzige Auswirkung, dass das Level meiner Charaktere bestimmte welche Art von Dark Notes freigeschaltet wurden (Lieder, die über Streetpass getauscht werden konnten). Ansonsten merkte ich ziemlich wenig von der ganzen Sache.

Im normalen Spielmodus, in dem ihr frei aus allen Stücken wählen könnt, ändert sich daran nichts. Die Dark Notes haben die Entwickler jedoch abgeschafft und stattdessen das Quest Medley eingeführt, die auch wieder über Streetpass tauschbar sind und vom Charakterlevel abhängen. Und wie der Name schon andeutet, müsst ihr hier nicht einfach nur ein Lied erfolgreich durchspielen, sondern eine Quest erfüllen (= einen oder mehrere Bosse töten).

Vier Arten von Quests gibt es, die sich allein durch ihre Länge unterscheiden. Der Ablauf ist hingegen immer derselbe. Ihr seht eine Weltkarte, die hier und da abzweigt und in Abschnitte aufgeteilt sind. Diese Abschnitte sind die Lieder, die ihr meistern müsst um voranzukommen. Immer ein gesunder Mix aus Kampf- und Reisemusik. Manche Felder geben euch Boni wie zum Beispiel einen Schlüssel mit dem ihr einen anderen Weg freischalten könnt oder sind ein Speicherpunkt, an dem ihr eure Reise fortsetzen könnt wenn ihr gestorben seid. Schätze, die ihr durch das erfolgreiche Töten von Monstern beziehungsweise durch sehr gutes Spielen der Reiselieder erhaltet, geben euch hingegen wie im normalen Spiel Zugriff auf Gegenstände wie Heiltränke oder auch Flugschifftickets mit denen ihr dann Teile der Karte überspringen könnt und so schneller näher zum finalen Boss kommt.

Spielerisch Neues

Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call (Herstellerbild)

Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call (Herstellerbild)

Soweit so normal. Im Prinzip spielt ihr erneut einfach zufällig ausgewählte Lieder mit dem einzigen Ziel sie zu meistern, um voranzukommen. Wieso ist es also nun wichtig, wie meine Truppe aufgebaut ist? Nun, wegen zwei Dingen: Zum einen regeneriert sich eure Lebensenergie hier nicht automatisch. Was ihr im ersten Lied des Quests eingebüßt habt, bleibt bis zum Endgegner verloren, wenn ihr euch nicht heilt. Speziell auf den höheren Schwierigkeitsgraden (gibt Basic, Expert und Ultimate; unterscheiden sich durch Schnelligkeit, Anzahl der Noten und Schwierigkeit der Noten) ein nicht zu verachtendes Detail. Zum anderen reicht es in den Bosskämpfen nicht einfach nur das Lied zu schaffen. Nein, ihr müsst auch tatsächlich den Boss besiegen (beziehungsweise zwei oder drei, weil der Boss immer erst ein paar Handlanger vorschickt). Sprich die Menge an Schaden, die eure Truppe austeilt, wird plötzlich sehr wichtig selbst wenn ihr perfekt spielt und alle Noten nur mit “Critical” (bestmöglich) trefft.

Spätestens hier werden dann auch die neuen Mechaniken im eigentlichen Spiel sichtbar: Bossattacken, Spezialnoten und grundsätzlich die eigene Treffsicherheit. Bislang war im Solospiel euer einziger Feind eure eigene Unfähigkeit Noten überhaupt zu treffen. Ab sofort schlagen jedoch, wie im wieder enthaltenen Versus-Modus, die Feinde auch mal zurück. Da drehen sich plötzlich die “Ziehnoten” (müsst in eine bestimmte Richtung “flicken”) oder ihr seht nur ganz kurz vorher welche Note da gerade auf euch zukommt. Das kann euch extrem aus der Bahn werfen und schnell mal das Lied kosten (auf Ultimate sowieso).

Treffsicherheit

Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call  (Herstellerbild)

Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call (Herstellerbild)

Mit Spezialnoten meine ich hingegen Noten, die mit einem “Glitzerring” umgeben sind. Schafft ihr es diese exakt, also mit “Critical” zu treffen, dann verursacht ihr extrem hohen Schaden beziehungsweise lauft bei Reisemusik für kurze Zeit wesentlich schneller (ja, die erreichte Entfernung wird jetzt auch ausgewertet). Das ist jedoch nicht der einzige Punkt, wo Treffsicherheit ab sofort belohnt wird. Die Featurezonen und dazugehörigen Spezialattacken/Reiseboosts gab es zwar bereits im Vorgänger. Dieses Mal macht es jedoch einen spürbaren Unterschied, ob ihr die Noten innerhalb der Featurezone genau trefft oder euch nur gerade so durchschummelt. Seid ihr in den Kämpfen beispielsweise grad so gut, dass ihr eine Spezialattacke bekommt aber habt es nur gerade so geschafft, dann ist euer Spezialkrieger ein Chocobo, das logischerweise nicht ganz so viel Schaden verursacht wie ein ausgewachsener Krieger unabhängig davon wie gut ihr die darauffolgende Passage meistert. Treffsicherheit hilft euch außerdem besser die Spezialangriffe eurer einzelnen Charaktere auszuführen. Den Feuerball schleudert ihr beispielsweise nur, wenn ihr 50 Noten mit besser als “Great” gespielt habt.

Ist ein Lied geschafft, folgt wie gewohnt die Abrechnung im bekannten Notensystem von “F” bis “SSS” und ihr bekommt je nach Leistung (und gewählten Charakteren) Rythmia gutgeschrieben. Die Geschichte ist nämlich im Vergleich zum Vorgänger unverändert. Zwar habt ihr schon dort die Welt gerettet, in dem ihr ausreichend Rythmia gesammelt habt. Doch wie heißt es so schön im Intro? “Die Welt bewegt sich in Zyklen” und entsprechend hat wieder ein Bösewicht alles gestohlen und ihr müsst erneut bei null anfangen mit dem Sammeln. Viel wichtiger als die vernachlässigbare Hintergrundgeschichte ist allerdings, dass ihr durch das Erspielen von Rythmia periodisch neue Sachen freischaltet. Am wichtigsten natürlich weitere Lieder. Aber auch kleinere Sachen wie neue Töne, die erklingen, wenn ihr eine Note trefft. Zusätzliche Charaktere werden hingegen wie gewohnt nur durch das Finden von verschiedenfarbigen Scherben freigeschaltet, die ihr in Truhen findet oder durch das Besiegen von Bossen im Quest Medley erhaltet.

Steuerung

Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call  (Herstellerbild)

Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call (Herstellerbild)

Eine weitere, wenn nicht sogar die wichtigste Neuerung ist die Sache mit der Steuerung. Im Vorgänger konntet ihr nur mit dem Stylus loslegen, der mir persönlich speziell bei den “Flicknoten” gerne Probleme bereitete. Dieses Mal habt ihr drei Varianten zur Auswahl zwischen denen ihr fliegend während einem Lied wechseln könnt: Reiner Stylus, Hybrid aus Stylus und Digipad oder schlicht Digipad und Buttons. Sehr praktisch. Zwar merke ich, wie ich derzeit immer noch gerne in den reinen Stylusmodus verfalle aber es ist schon verdammt hilfreich zumindest die Ziehnoten auf dem Digipad zu spielen. Macht es bei hohem Tempo definitiv wesentlich einfacher. Allerdings hat genau aus diesem Grund jede Steuerungsart auch seine eigene Rangliste. Ihr werdet als Stylus-Spieler also nie mit einem verglichen, der komplett ohne spielt.

Beim Christoph meint: Vergesst Theatrhytum Final Fantasy. Ernsthaft. Im Vergleich zu Theatrhytum Final Fantasy: Curtain Call war der erste Teil nur mein berühmtes Proof-of-Concept. Wenn ihr auch nur einen Funken Interesse an dieser Art von Spiel habt und einen 3DS besitzt (warum habt ihr noch keinen?! Gibt mittlerweile genug extrem gute Spiele!), dann könnt und solltet ihr ruhigen Gewissens zu Teil 2 greifen. Die Entwickler haben erfolgreich viele (wenngleich nicht alle) Kritikpunkte des Vorgängers ausgemerzt und das Spielprinzip in allen Bereichen sinnvoll erweitert beziehungsweise abgeändert. Und da in den 221 Tracks auch alle drin sind, die es im ersten Teil gab (inklusive sehr vielen von den DLCs), gibt es absolut keinen Grund ihn noch nachzuholen.

Mir macht Teil 2 auf jeden Fall wieder extrem viel Spaß, ja vermutlich sogar noch mehr als der Vorgänger. Entsprechend ist es richtig praktisch, dass ich derzeit noch Urlaub habe und ungehemmt zocken kann. So viel Action hat der 3DS definitiv schon lange nicht mehr gesehen. Welche Auswirkungen das wahrscheinlich auf die NOCAs haben wird, könnt ihr euch sicherlich schon denken :smile: .

Deshalb entschuldigt mich. Ich hab‘ da noch was extrem Wichtiges zu tun. Bis Montag!

PS: The Decisive Battle aus Final Fantasy IV rockt!

F.3.A.R. (Herstellerbild)

F.3.A.R. (Herstellerbild)

Woran merkt ein Spieler, dass er Alt wird? Unter anderem daran, dass er für einen Titel mit maximal 4-5 Stunden Spielzeit mehrere Anläufe braucht. Oder der Ego-Shooter F.3.A.R. (2011) ist einfach kein wirklich gutes Spiel. Kann genausogut der Grund dafür sein. Von mir kriegt es auf jeden Fall 3 von 5 Sics und das auch hauptsächlich nur deshalb, weil ich den Titel von 2011 mit Azzkickr in zwei Sitzungen im Koop durchgespielt habe und dadurch in die Rolle von Paxton Fettel (der Bösewicht aus F.E.A.R.) schlüpfen durfte.

Kurze Erwähnung am Rande: Ich habe in 7 der 8 Level dominiert (in einem waren wir Punktgleich) und entsprechend das “böse” Ende herbeigeführt! Zur Erklärung: Das gesamte Spiel ist eine reine Punktejagd inklusive dazugehörigen Challenges wie “Töte 25 Gegner mit der SMG” oder “Töte 10 Feinde, die von Fettel hochgehalten wurden”, die ihr innerhalb eines Levels erledigen müsst (im nächsten fangt ihr wieder bei “0″ an).

Das Spiel

F.3.A.R. (Herstellerbild)

F.3.A.R. (Herstellerbild)

Anders als Point Man (Held der gesamten Serie und Fettels Bruder), der sich erneut mit einem relativ übersichtlichen Waffenarsenal nur durch die (angeblich wieder total intelligenten) Gegnerhorden durchschießt, kann Fettel immerhin auf ein bisschen interessanteres Material zurückgreifen. Er darf Gegner übernehmen, sie für Point Man in die Luft halten oder Point Man für wenige Sekunden unverwundbar machen. Speziell das Übernehmen von Feinden macht natürlich Laune und bringt gleichzeitig wesentlich mehr Action in die Sache rein, denn getötete Feinde lassen ihre Seelen für Fettel fallen und wenn er diese aufsammelt, kann er ein paar Sekunden länger in seiner aktuellen Hülle bleiben. Führt allerdings logischerweise auch dazu, dass ich hier und da vielleicht etwas unnötig und völlig außer Reichweite von Azzkickr gestorben bin (= Zurück zum letzten Checkpoint). Aber hey: Da musste er durch :smile: .

Aber abgesehen von Fettels Sicht der Dinge, ist das gesamte Spiel irgendwie ziemlich uninspiriert. Man hastet von Schauplatz zu Schauplatz ohne überhaupt genau zu wissen wieso und inklusive einiger komischer Sprünge (eben waren wir noch auf einer Brücke, sind ins Wasser gefallen und jetzt stehen wir an einem Flughafen?!), kämpft periodisch gegen ein paar Gegner und erlebt ein paar Horrormoment. Zugegeben: F.E.A.R. und F.E.A.R. 2: Project Origin waren was die Geschichte betrifft auch nicht gerade die logischsten und durchsichtigsten Kandidaten. Aber F.3.A.R. als derzeitiger Abschluss der Serie ist einfach nur ein absolutes Chaos, das einzig allein durch das übergeordnete Thema “Die Geburt von Almas dritten Kind steht bevor” etwas zusammengehalten wird aber im Gegensatz zu F.E.A.R.: Perseus Mandate (die Nicht-Kanon-Fortsetzung von Teil 1) zu keinem befriedigenden Ende der Reihe führt. Das Spiel hätte genauso gut ein wesentlich kürzerer DLC für Teil 2 sein können. Wäre dann vielleicht sogar besser gewesen.

Fazit

Was bleibt ist ein vergesslicher Ego-Shooter, der zwar funktioniert und (wie so oft) im Koop etwas mehr Spaß macht als alleine, den ich aber selbst Fans des F.E.A.R.-Universums (gibt es die überhaupt?) absolut nicht ans Herz legen kann. F.E.A.R. 2: Project Origin war ja schon nicht mehr ganz so gut. Aber F.3.A.R. schießt meiner Meinung nach definitiv den Vogel ab. Azzkickr sieht das meines Wissens allerdings etwas anders und wird euch sicherlich in den Kommentaren aufklären.

Und sonst?

So viel also zu F.3.A.R.. Ich habe es jedoch tatsächlich geschafft auch noch ein paar andere Sachen mit Azzkickr zu zocken. Allerdings nicht fernmündlich, sondern Live und in Farbe in seinem trautem Heim. Hier die dazugehörigen (Kurz-)Eindrücke:

Road Redemption Logo

Road Redemption Logo

Road Redemption - Diesen geistigen Nachfolgerhatte zu Road Rash hatte ich euch bereits im April anhand der allerallerersten Alpha-Version im Video vorgestellt. Letzte Woche ist es nun auf Steam Early Access in einer extrem stark erweiterten Version veröffentlicht worden – inklusive dem Splitscreen-Modus. Und was soll ich sagen? Meine Hoffnungen von damals waren absolut nicht unbegründet.

Road Redemption (Herstellerbild)

Road Redemption (Herstellerbild)

Das Spiel machte im April schon Spaß und tut es jetzt noch wesentlich mehr. Zum einen aufgrund der coolen Ideen, welche mittlerweile eingebaut wurden, um das Spiel abwechslungsreicher zu gestalten. Bei Road Rash galt es ja immer nur als erster das Ziel zu erreichen. Hier gilt es nun über Häuserdächer zu fahren (mit einer Art eingebautem Jetpack und unter Umständen auch mit Gegenverkehr!), Rennen gegen Autos und Motorräder zu bestreiten oder gegnerische Gangs im Zeitlimit besiegen und derlei Sachen. Wird definitiv schon jetzt nicht langweilig. Zum anderen aber natürlich auch weil ich mit jemandem auf der Couch gesessen habe, dem ich gerade den Baseballschläger im Spiel über die Rübe gezogen habe :smile: . Die Entwickler haben zwar immer noch extrem viel Arbeit vor sich (die Kamera ist noch suboptimal, das Zielen mit den Schusswaffen ist unmöglich, der Greifhaken ist quasi unbenutzbar und die Performance lässt zu wünschen übrig), aber das wird 2015 ganz klar ein absolutes Rennspielhighlight, das ihr nicht nur im Auge behalten solltet, sondern MÜSST!

NHL 14 Cover

NHL 14 Cover

NHL 14 - 2:1 hat mich Azzkickr abgezogen mit seinen Boston Bruins. Aber es waren keine einfachen drei Matches für ihn (2:1; 0:1 und 1:0). Die letzten beiden waren sogar extrem knapp, nachdem wir uns so langsam wieder an die Steuerung gewöhnt hatten. Beide Tore fielen jeweils gegen Ende des letzten Drittels (wir rechneten fest mit Überzeit). Ansonsten lässt sich nur festhalten, dass der letztjährige Vertreter noch überraschend gut aussieht, sich weiterhin hervorragend spielt und gegen menschliche Gegner nicht nur extrem stressig ist, sondern auch einen Heidenspaß macht. Wer Eishockey mag, kommt weiterhin nicht um EA herum. Übrigens seit NHL 09 wieder mal ein NHL-Titel, den ich mir gekauft hatte. Dazwischen habe ich mal demonstrativ ausgesetzt (eigentlich hätte ich mir schon NHL 09 nicht holen dürfen) und die diesjährige Version werde ich mir auch nicht holen. Soll wohl extrem schlecht sein, was ich so gehört habe.

Earth Defense Force 2025 - Auch dieses Spiel, hatte ich euch bereits Anfang des Jahres ausführlich im Video vorgestellt. Meine Meinung hat sich seitdem nicht geändert. Finde, dass es weiterhin ein lustiger Zeitvertreib ist. Aber zum einen hatte ich es seitdem noch nicht im Koop gespielt und zum anderen ist es ganz klar eine Art von Titel, die man sicherlich erst einmal selbst erlebt haben muss, um wirklich seinen Reiz zu verstehen und den potentiellen Spaßfaktor zu sehen. Da konnte ich es mir natürlich nicht entgehen lassen mal Azzkickr etwas direkter drauf zu stoßen.

Stuntman: Ignition Cover

Stuntman: Ignition Cover

Stuntman: Ignition - Von diesem Rennspiel aus dem Jahre 2007 haben vermutlich nur die wenigsten gehört. Es hat auch nur mittelmäßige Wertungen (Metacritic ist bei 76%) erhalten und wurde speziell für sein “Trial and Error”-Spielprinzip gescholten. Dabei ist die Grundidee richtig cool und hat definitiv was von FlatOut meets Driver beziehungsweise genauer gesagt geht es sogar mehr in Richtung Split/Second: Velocity. Und zwar seid ihr, wie der Name schon andeutet, ein Stuntman. Statt über abgesteckte Strecken oder auslaufende Landstraßen fahrt ihr in Hollywood-Sets (gibt leider nur 6 Stück) herum und müsst dort den Angaben des Regisseurs Folge leisten. Sprich an der Stelle einen Drift ausführen oder an der anderen den Kameraauslöser drücken. Zwischendrin gilt es schlicht durch Stunts (unterm LKW durchfahren) und Zerstörung (Kameras? Braucht man nicht.) zu beeindrucken, die eigene Kombo in die Höhe zu jagen und am Ende natürlich die Highscore zu kriegen.

Stuntman: Ignition (Herstellerbild)

Stuntman: Ignition (Herstellerbild)

Die ganze Sache ist im ersten Moment etwas komplizierter und undurchsichtiger wenn man das Tutorial nicht gespielt hat oder, wie ich, es schon lange nicht mehr in der Hand hatte. Entsprechend waren unsere vor allem unsere ersten Versuche im Multiplayer-Modus mehr durch “Warum ist das jetzt gerade passiert?” und “Warum hab‘ ich jetzt gewonnen?” geprägt. Aber auch jetzt bin ich mir immer noch nicht 100% sicher, was eigentlich genau passiert ist und warum ich am Ende von sechs Rennen ganz oben auf dem Treppchen stand. Im Prinzip haben wir deshalb auch mehr mit uns selbst als gegeneinander gekämpft. Sehr schade. Zudem geht dem Spiel sehr schnell die Luft aus, eben weil es nur sechs sehr übersichtliche Strecken gibt (12, wenn ihr die Spiegelfassung dazuzählt). Von daher ganz klar nicht der Party-Kracher wie FlatOut 2 aber die Solo-Kampagne finde ich trotzdem einen Blick wert.

 

Jetzt wisst ihr also mal wieder Bescheid (und ich habe ein paar Spiele gespielt). Ich denke mal, dass Azzkickr auch zu diesen vier Titeln noch seine Meinung in die Kommentare packen wird. Ich verabschiede mich hingegen bis Donnerstag!

Anfang der Woche meinte Azzkickr zu mir “das werden harte drei Monate” als ich ihm von meinem neuen Internetanschluss erzählt habe. Wo er Recht hat, hat er Recht:

Sica’s Bandbreite
Von “Faster than 89% of DE” runter auf “Slower than 73% of DE”. Ganz schön heftig und jetzt wird euch denke ich auch anschaulicher, warum ich vorerst wohl auf eine neue Folge von Christoph spielt verzichten werde obwohl ja jetzt die heiße Jahreszeit losgeht. Aber mit dem Uploadspeed bräuchte ich wohl gut einen Tag, um das Video online zu bringen im Vergleich zu den maximal 2 Stunden, die es mit VDSL50 dauerte.

Wobei ich auch mit der Downloadbandbreite definitiv meinen Spaß habe, wie Azz schon richtig erkannt hat. Erstmal keine Twitch-Streams mehr auf “Source”-Qualität schauen geschweige denn YouTube-Videos mit mehr als 480p sowie grundsätzlich wieder Downloads anhalten wenn ich ein Video schauen will und die Spieleupdates durchpriorisieren (zum Verfassungszeitpunkt habe ich noch 16 GiB von Star Citizen vor mir – 13 Stunden!). Absolute Steinzeit quasi für jemanden wie mich, der zwar sogar bis Anfang 2013 nur mit 2 Mbit/s auskommen musste aber sich seitdem selbstverständlich an den Luxus gewöhnt hat.

Aber ich wusste natürlich auf was ich mich einlasse und weiß entsprechend auch, dass definitiv Besserung in Sicht ist. Die Gehäuse stehen schon, die Löcher sind auch schon wieder zu. Es sieht also definitiv so aus, als würde dem Vermarktungsstart im November nichts im Wege stehen. Mit etwas Glück habe ich somit spätestens im Laufe des Dezembers wieder Zugriff auf meine 35-45 Mbit/s und nächstes Jahr vielleicht dann sogar VVDSL100 (Vectoring mit 100 Mbit/s). Aber ich will mir da mal nicht zu viele Hoffnungen machen. Einen Schritt nach dem anderen heißt es ja immer :smile: .

Die Wohnung

Die Bandbreite ist aber nicht das einzige Thema, bei dem ich mit offenen Augen in etwas “Ungünstiges” hineingerannt bin. Während ich diese Zeilen schreibe sitze ich nämlich unterm Dach und das, obwohl ich mir geschworen hatte NIE unters Dach zu ziehen. Die Gründe sind naheliegend: Die Temperaturen in diesem Zimmer sind im Sommer (also auch jetzt noch) definitiv etwas höher. Der Rechner tut sein übriges dazu, den Raum weiter aufzuheizen. Um erneut Azzkickr zu zitieren: “Ich besuch‘ dich ab sofort nur noch im Spätherbst/Winter”.

Unten im 2. Obergeschoss, dem “Hauptwohnbereich”, ist es hingegen angenehm kühl. Man muss fast Angst haben eine Erkältung vom Temperaturunterschied auf der Treppe zu bekommen. Ja, es handelt sich hier um eine sogenannte “Maisonetten”-Wohnung. Unterm Dach (natürlich passenderweise auf der Südseite…) ist ein “Studio”, unten sind hingegen Schlafzimmer, Bad, Küche, Wohnzimmer und Balkon (alles Ostseite). Quadratmetermäßig ist diese Drei-Zimmer-Wohnung auf dem Papier dabei genauso groß wie die mit zwei Zimmern in Eckental. In der Realität ist sie aber etwas größer, weil der Balkon wesentlich kleiner ist (halbe Terrasse zählt zur Mietfläche dazu).

Und dann gibt es auch noch den Frankfurter Flughafen. Ja, Klein-Gerau liegt voll in der Abflugschneise. In Gunzemich haben wir zwar mit dem Bau der zusätzlichen Landebahn Nord-West auch mehr Verkehr bekommen gehabt. Aber so tief wie sie hier über die Köpfe hinwegmachen – das ist definitiv was anderes. Stelle ich mich also jetzt jeden Samstag zur Demo am Flughafen dazu? Quark. Zum einen bin ich freiwillig hierhergezogen und wusste was mich erwartet, zum anderen habe ich 29 Jahre keine 50 Meter von einem Kirchturm entfernt gewohnt. Da stören mich die paar Flieger definitiv eher weniger. Zumal die Wohnung auch gerade deshalb sehr gut gedämmt ist (vor allem das Schlafzimmer). Ich hoffe nur, dass sie beim Aufzeichnen eines Videos nicht so stark zu hören sind. Glockenläuten gab es ja hin und wieder :smile: .

Die Gründe

Warum habe ich mich also für eine Wohnung mit Dachgeschoß (und dazugehörigen Schrägen), schlechter Bandbreite, haufenweise Fliegern und ohne Hausmeisterservice (DAS werde ich am meisten vermissen) entschieden? Nun zum einen natürlich, weil die restliche Auswahl nicht wirklich berauschend besser war (eher wesentlich schlechter). Man müsste doch eigentlich meinen, dass im Einzugsgebiet einer Universitätsstadt (Darmstadt) nur WG-Wohnungen heiß begehrt sind und die Mittelklasse dafür weit offen ist. Aber dem ist offensichtlich nicht so.

Zum anderen weil es einfach eine schöne, helle, geräumige und ansprechende Wohnung in guter Lage ist. 15 Kilometer von Darmstadt und der Arbeit (ab 1.10. geht’s los) entfernt, umgeben von Äckern in einem sicherlich etwas verschlafeneren Dorf (99% Wohnhäuser, so gut wie keine Geschäfte) als ich es in Gunzenbach gewohnt war und trotzdem alles nicht weit weg. So muss das sein. Ach und das “Studio” ist trotz der erhöhten Temperaturen einfach nur genial. Endlich mal RICHTIG Platz für die “wichtigen” Dinge im Leben (und dadurch gleichzeitig auch Platz in den anderen Räumen für das andere, angeblich lebensrelevante Zeugs):

Der Arbeitsplatz des Webmasters

Der Arbeitsplatz des Webmasters

Der Arbeitsplatz des Webmasters

Der Arbeitsplatz des Webmasters

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die hinteren Boxen werden logischerweise noch korrekt aufgestellt und bleiben nicht auf dem Schreibtisch. Die Zeiten sind vorbei! Hinter mir stehen nur derzeit noch haufenweise Umzugskisten voller Spiele und Bücher. Da geht das noch nicht. Und die Kabel unterm Tisch werde ich auch noch etwas besser sortieren.

Hier zum Vergleich mein Setup (noch ohne PlayStation 3) in Eckental, das auch schon eine große Verbesserung im Vergleich zu meinem Kinderschreibtisch bei meinen Eltern darstellte:

Der bisherige Arbeitsplatz des Webmasters

Der bisherige Arbeitsplatz des Webmasters

Ja, ich kann den uralten iiyama 21,3″ Bildschirm jetzt auch im normalen Modus betreiben. Genial! Ich weiß gar nicht, was ich mit all dem zusätzlichen Bildschirmplatz anfangen soll (meine Taskleiste ist dank Steam mittlerweile auch stark zusammengeschrumpft!).
Beim Aufbauen des neuen Setups musste ich aber mal wieder fluchend feststellen, dass die Hersteller bei Kabeln extrem geizig sind. Was hilft einem der größte Schreibtisch der Welt, wenn ich nur einen Meter zur Verfügung habe, um meinen Monitor an den Rechner anzuschließen. Deswegen steht das Monstrum auch so komisch schräg unter dem Tisch. Anders hätte es absolut nicht hingehauen ohne eine Verlängerung zu kaufen. Den Scanner und die Webcam musste ich trotzdem an meinen USB-Hub hängen. Echt ärgerlich. Nur weil sie dadurch einen Euro oder so sparen. Echt schlimm.

Epilog

Soviel also erst einmal zu meiner neuen Bleibe. Ich hoffe stark, dass ich in 10 Monaten nicht schon wieder hier sitze und einen Eintrag zu meinem Umzug nach Bonn oder so schreibe und stattdessen dieses Mal etwas länger an einem Ort verweile. Geht ja auch ins Geld der ganze Mist obwohl ich viel von der Firma bezahlt bekomme. Aber auch damit endlich mal wieder eine Laberecke stattfinden kann (vielleicht nächstes Jahr im Frühjahr statt im Herbst?). Da habe ich schon endlich eine eigene Bude und trotzdem habe ich es bislang noch nicht geschafft die Stammleser einzuladen und mal zu zeigen, dass nicht nur Frau Mama die Gäste bewirtschaften kann.

Schauen wir also mal, was die nächsten Monate bringen. Jetzt muss ich erst einmal so langsam wieder irgendwas “richtig” spielen. War in den letzten Wochen aus naheliegenden Gründen doch eher weniger Zeit dafür. Bis Montag!

Mittlerweile bin ich also in meiner neuen Wohnung westlich von Darmstadt angekommen und bin seit Freitag auch offiziell zu einem hessischen Staatsbürger geworden. Ja, ich weiß, Landesverrat und so. Ich wäre ja auch lieber Bayer geblieben. Schon allein wegen den Feiertagen. Aber das Gesetz (und der Rundfunkbeitragsservice) verlangen leider, dass ich mich ummelde. Ich hoffe, ihr verzeiht mir diese Schandtat und lasst mich trotzdem hin und wieder zurück ins Königreich. Bitte?! *Bambiblick*

Aber wenn wir schon beim Thema “unterdrückte Bevölkerung” sind: Im heutigen und letzten Video aus dem aktuellen Aufnahmemarathon verschlängt es uns in die Zukunft und in die Stadt Harbor Prime wo auch nicht wirklich alles Sonnenschein ist.

Christoph stellt vor #9: Dex

System Shock (Quelle: MobyGames)

System Shock (Quelle: MobyGames)

Cyberpunk ist ein Untergenre der Science-Fiction, das sich wohl am besten als Film noir (ihr wisst schon: Humphrey Bogart als Detektiv) in der Zukunft beschreiben lässt. Die Charaktere leben in einer dystopischen und von Technologie bestimmten Welt, in die sie entweder nicht so richtig reinpassen und/oder in der etwas nicht zu stimmen scheint (das klassische Außenseitermotiv also). Interessanter- oder paradoxerweise ist das Genre seit seiner “Erfindung” und seiner anschließenden Hochzeit in den 80igern und 90igern aber irgendwie dem technischen Fortschritt zum Opfer gefallen ist.

Dabei sind die Themen, die hier normalerweise behandelt werden so modern wie eh und je. Klar: Heute lockt man keinen Spieler mehr mit System Shocks-Voxel-Cyberspace vorm Ofen hervor. Aber weder geht es darum, noch ist das der Hauptgrund, warum der Titel zum Genre gehört. Stattdessen ist es der klassische Kampf des kleinen Mannes (der Hacker) gegen die/den böse(n) Maschine/Staat (Shodan). In einer Zeit, wo Roboter, künstliche Intelligenzen und Automatismen immer prävalenter werden, müsste die Angst vor diesem Szenario eigentlich größer sein als jemals zuvor. Stattdessen freuen wir uns darüber, dass wir uns mit Siri unterhalten können und erwarten Freudig die Ankunft von Googles Self-Driving Car. Und entsprechend hat auch das Cyberpunk-Genre anscheinend keine richtige Daseinsberechtigung mehr gehabt.

Gleichzeitig ist es natürlich auch ein Genre, das mich als Computer-affiner Mensch extrem anmacht. Vernetzt – Johnny Mnemonic ist bekanntlich in der Top 10 meiner Lieblingsfilme, auch wenn es viele nicht nachvollziehen können :smile: . Und Syndicate, System Shock, Deus Ex, Uplink sind im Bereich der Videospiele auch extrem weit oben anzutreffen und zwar nicht unbedingt, weil sie spielerisch so überragend sind. Sondern wegen der Welt und Konzepte, die sie auf den Bildschirm zaubern sowohl visuell (der “verdrecktes Neon”-Look, um es flapsig auszudrücken) als auch inhaltlich. Deus Ex: Invisible War wird gerne als der schlechteste Teil der Serie angesehen aber JCs Rede für seine Seite der Medaille ist mir genauso wie die Enthüllung von Shodan fest ins Hirn eingebrannt.

Das Spiel

Dex (Herstellerbild)

Dex (Herstellerbild)

Was hat das nun alles mit Dex zu tun? Nun ich freue mich drauf endlich mal wieder mehr Cyberpunkt-Nachschub zu bekommen. Remember Me und natürlich Shadowrun Returns waren letztes Jahr seit langem mal wieder würdige Vertreter des Genres (im Prinzip ist seit Uplink anno 2001 nicht mehr viel nennenswertes, “echtes” Cyberpunk-Material erschienen). Und mit Dex, Sattelite Reign und selbstverständlich auch CD Projekts Cyberpunkt 2077 sieht es definitiv so aus, als würde es wieder aufwärts gehen – und zwar in völlig unterschiedlichen Formen.

Dex wird CD Projekt keine Konkurrenz machen, da bin ich mir sicher, auch wenn auf beiden erst einmal “Rollenspiel” draufsteht. Dafür fühlt es sich doch wesentlich mehr an wie ein Metroidvania/Castlevania-2D-Sidescrollers. Nicht nur wegen der Perspektive, sondern auch wie es sich tatsächlich spielt sprich die offene Welt und das dazugehörige nicht-lineare Gameplay. Das dürft ihr aber jetzt nicht falsch verstehen. Schon jetzt geht es dann doch wesentlich mehr in die Rollenspiel-Ecke als jede Iteration von Samus Arans “Ich muss das nächste Power-up suchen”-Ausflügen und die Entwickler versprechen in der Hinsicht noch so einiges.

Ich muss aber auch ganz klar zugeben, dass was mir aktuell am besten gefällt am Spiel und was mich überhaupt erst zum Kickstarter hingezogen hat, ist ganz klar der Look des Titels. Er erinnert wirklich frappierend an den Prototypen der Cyberpunk-Videospiele namens Shadowrun (auch wenn es davor bereits andere Cyberpunk-Titel gab) und davon kann ich schlicht nicht genug kriegen. Wenn ich an Cyberpunk denke, dann denke ich erst einmal an solche Umgebungen, bei denen die Film noir-Einflüsse extrem deutlich sichtbar werden (der Detektiv mit Trenchcoat, der im Regen in einer dunklen und heruntergekommenen Gasse steht) und eher weniger an den Hochglanz-Stil eines Deus Ex: Human Revolution.

Fazit

Dex (Herstellerbild)

Dex (Herstellerbild)

Dass ich mich auf Dex freue sollte nach dem ganzen Blabla keine Überraschung sein. Aber euch empfehle ich erneut das Spiel im Blick zu behalten. Aber während ich bei Dead State und War for the Overworld zu dieser Aussage noch so einige Einschränkungen gepackt habe, ist Dex aus meiner Sicht zum einen nicht nur schon in der aktuellen Fassung überraschend weit und damit die Hoffnung auf einen wirklich guten Titel auch mit Tatsachen untermauert.

Zum anderen sind Cyberpunk-Rollenspiele aus meiner Sicht einfacher zu verdauen als der xte-Mittelalter-Fantasy-Titel oder das nächste Zombie-Gemetzel. Nicht unbedingt weil es ein so unverbrauchtes Setting ist, sondern weil wie anfangs erwähnt dieses Genre noch mehr als die klassische Science-Fiction am Puls unserer Zeit ist. Es bietet Charaktere mit denen man sich ziemlich einfach identifizieren kann (wer kann sich schon wirklich mit einem Zauberer vergleichen?) und behandelt normalerweise Ängste/Probleme auf eine interessante Art und Weise (die ganze Sache mit dem Cyberspace zum Beispiel), die im jeweiligen Titel zwar noch 40-50 Jahre in der Zukunft liegen aber in der Realität vielleicht schon wesentlich früher relevant werden könnten (siehe die Erfindung des Internets).
Bis Donnerstag! Dann mal wieder ohne Video.

Die Details zur Folge

Thema: Dex

Länge: 00:19:46

Timestamps:
Einleitung (00:00:10)
Abschließendes Fazit (16:50)

Aufgezeichnet mit Fraps 3.5.99 (30fps, Full Video, Multichannel) und Adobe Audition CC 2014
Format: H.264, 1920×1080, 30fps, 11-13 MBit/s durchschnittliche Videobitrate, AAC-Audio
Geschnitten mit Adobe Premiere Pro CC 2014

Zusammensetzung des zur Aufzeichnung verwendeten Rechners

Auflösung: 2560×1440 (Vollbild) bei 60hz und adaptiven V-Sync

Keine Einstellungsmöglichkeiten verfügbar

Die Aufzeichnung mit Fraps hatte keinen Einfluss auf meine Framerate im Spiel.

Vorschau: Derzeit sind keine Planungen für die nächste Folge vorhanden.

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