MTG-Booster-Pack-Ausbeute: Teures Papier

Der Spieleherbst ist in vollem Gange. Seit Wochen erscheint Top-Titel nach Top-Titel, der um die Gunst der Spielerschaft buhlt (während ich mich weiterhin ausschließlich mit Grim Dawn beschäftige). Und wie immer, wenn ein Blockbuster auf den anderen folgt, wird dabei auch ein aktueller Trend in der Spielebranche deutlich sichtbar. In diesem Jahr heißt dieser ganz klar „Lootboxen/-crates“.

Das sind Kisten, die der Spieler entweder zufällig im Laufe des Spiels erhält oder sich mit diversen Ressourcen (Echtgeld oder Ingamewährung) in einem Ingameshop kaufen kann. Manchmal ist zusätzlich noch ein Schlüssel (auch wieder gegen Echtgeld oder Ingamewährung) notwendig, um sie zu öffnen. Enthalten ist das Versprechen etwas aus einer Reihe von Skins/Gegenständen/Boostern mit unterschiedlichem Wert zu erhalten. Je begehrter der Skin/Gegenstand/Booster, desto niedriger seine Wahrscheinlichkeit ihn durch das Öffnen so einer Box zu bekommen. Es ist quasi im Kern nichts anderes als beispielsweise die Booster Packs bei Kartenspielen wie Magic: The Gathering oder Pokémon.

Alter Hut

Das Konzept von „Lootcrates“ an sich ist freilich nichts Neues. Im mobilen Bereich kommen sie schon seit den Anfängen vor allem in Free-2-Play-Titeln zum Einsatz. Allein in Dynasty Warrior: Unleashed gibt es beispielsweise Dutzende verschiedene Varianten an Kisten und Schriftrollen für jeden Aspekt des Spiels. Sie enthalten Offiziere, Waffen, Rüstungen, etc. und sind ein zentraler Faktor, um sein Heldenteam verbessern zu können.

Auf dem PC hat vor allem Valve mit ihren Kisten in Counter-Strike, Team Fortress 2 und DOTA 2 bereits so einige Millionen Euro gescheffelt und teilweise sogar einen regelrechten Schwarz- und Glücksspielmarkt erschaffen. Auch EA hat mit Titanfall oder in der Battlefield-Reihe bereits damit fleißig experimentiert. Jetzt kommen Lootboxen aber nicht nur vermehrt im „Mainstream“ an (in Bezug auf PC & Konsolen) – sie erhalten aus Sicht der Spieler zudem ganz neue Dimensionen. Im Speziellen haben Middle-Earth: Shadow of War und Star Wars: Battlefront II in den letzten Wochen die Gemüter erregt obwohl Titel wie Assassin’s Creed: Origins oder Call of Duty: WWII ebenso Lootboxen enthalten.

Die Beispiele

Star Wars: Battlefront II (Herstellerbild)

Grundsätzlich sind sowohl Middle-Earth: Shadow of War als auch Star Wars: Battlefront II laut Kritikern und Spielern sehr gute und empfehlenswerte Titel. Der Spielspaß wird aber wohl in beiden durch Lootcrates geschmälert.

In Middle-Earth: Shadow of War gibt es ein Post-Endgame in dem es darum geht Festungen einzunehmen und zu verteidigen. Um das zu tun, benötigt ihr Orks mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen, die an eurer Seite stehen. Nun könnt ihr entweder hinaus in die Welt gehen und Orks versklaven. Das braucht Zeit, ist mitunter nicht gerade sehr anspruchsvoll und spaßig und es gibt keine Garantie, dass der versklavte Ork auch tatsächlich euren Ansprüchen genügt. Um die Sache abzukürzen, könnt ihr Lootcrates kaufen. Die geben euch genauso wenig eine Garantie, dass ihr genau den richtigen Ork erhaltet. Aber es spart natürlich Zeit im Austausch gegen Geld. Entsprechend der Vorwurf der Spieler: Das Post-Endgame wurde ausschließlich so langatmig gestaltet, damit ihr Geld ausgebt, um es abzukürzen.

Bei Star Wars: Battlefront II enthalten die Lootcrates hingegen Objekte, welche die Balance im Mehrspielermodus verändern. Also nicht nur einfach kosmetische Veränderungen wie Skins oder mal einen Erfahrungspunkteboost wie bspw. in Battlefield 3. Stattdessen merkliche Verbesserungen der Fähigkeiten eures Helden oder Fahrzeugs. Und auch wenn viele Waffen und Helden im normalen Spielverlauf durch schlichtes Aufleveln freigeschaltet werden: Einiges versteckt sich ausschließlich in einer Lootcrate. Der (bislang noch unbewiesene) Vorwurf hier: Pay-2-Win. Wer nicht bezahlt, ist schlechter gestellt als der, der bezahlt. Statt Skill entscheidet der Geldbeutel über Sieg oder Niederlage.

Das Thema

Dynasty Warriors: Unleashed (Herstellerbild)

Die Aussage der Hersteller ist oft, dass alles was in Lootcrates zu finden ist, auch auf normalem Wege zu erspielen ist. Damit ist entweder gemeint, dass ihr keine Lootcrates kaufen müsst oder die Lootcrates mit im Spiel erhaltener Währung kaufbar sind. Das stimmt natürlich, ist aber eigentlich immer mit einer teils extremen Zeitinvestition verbunden. Bei Free-2-Play wie anfangs geschrieben schon lange an der Tagesordnung. Jetzt eben langsam aber sicher Teil von Vollpreistiteln im Allgemeinen und „Games as a Service“ im Speziellen.

Jetzt kann man natürlich lang und breit darüber schimpfen wie böse die Hersteller/Entwickler sind und wie scheiße diese Entwicklung doch ist und wie die ganze Videospielebranche komplett den Bach runter geht dadurch. Auch ich bin absolut kein Fan von Lootcrates und was sie vor allem im Zusammenspiel mit „Games as a Service“ für die Zukunft bedeuten könnten. Im Appstore auf den Smartphone ist es ja schon sichtbar: Die Top-Listen führen Titel an, die vollgepackt sind damit und im Gegenteil inhaltlich wenig mehr zu bieten haben als eine halbwegs süchtig machende Mechanik selbst wenn es nur Powercreep („brauche stärkeres Team, um weiter zu kommen“) ist wie in Dynasty Warriors: Unleashed. Riesige Open-World-Titel wie die Assassin’s Creed-Serie mit ihrem Collectible-Wahn entwickeln sich schon länger in die gleiche Richtung.

Aber was in diesen Diskussionen immer und immer wieder zu kurz kommt (oder in Grund und Boden geschrien wird), ist die einfache Tatsache: Wir alle sind selbst mit schuld an dieser Entwicklung. Die Spiele im Appstore sind ja nicht an erster Stelle, weil Apple sie da positioniert hat. Nein, sie sind dort weil es teils Millionen von Spielern gibt, die sie (für mich oftmals völlig unverständlicherweise) spielen. Selbst Lysanda zeigte keinerlei Mitgefühl (so gemein! :smile: ) als ich meinte, dass ich diesen Trend traurig finde und verwies (zu Recht!) darauf, dass die Hersteller Wirtschaftsunternehmen und keine Almosenfabriken sind.

Der Teufelskreis

Overwatch (Herstellerbild)

Hergestellt wird, was der Markt will und Geld bringt. Und der Markt, also wir, fordert zwar auf der einen Seite Titel mit langer Spielzeit vollgestopft mit starken Inhalten (The Witcher 3 wird mit seinen 200 Stunden mit hoher Qualität aktuell immer als Paradebeispiel genannt). Aber bereit dafür (vorab?) zu bezahlen sind wir einfach nicht. Der Preis eines Spiels zum Releasetag hat sich seit zwei Jahrzehnten nicht mehr geändert (und ist durch den Preiskampf unter den Händlern eher noch nach unten gegangen). Die wenigen Versuche mehr zu nehmen (z.B. damals bei Command & Conquer: Tiberian Sun) sind gescheitert. Einzig für die teils absurd teuren Collector’s Editions wird der Geldbeutel aufgemacht (200 Euro für eine schlecht verarbeitete Drachenstatue?!).

Stattdessen gibt es schon vor der Veröffentlichung die ersten Rabatte (kommt bei Steam überhaupt noch irgendetwas ohne 10% bis eine Woche nach Release aus?!) und kurz darauf die ersten Sales (dürfte bei Steam bald wieder losgehen). Mit dem Ergebnis, dass die Spieler dazu erzogen wurden einfach die paar Tage abzuwarten bis zum Kauf. Sie haben sowieso viel zu viel zu zocken, da macht das den Wenigsten was aus. Signifikante Patches nicht nur gegen Bugs, sondern auch mit kostenlosen Inhalten und „Games as a Service“ sind mittlerweile noch mehr Argumente gegen den frühen Kauf – auch wenn dafür gefühlt die „Game of the Year“-Bundles aussterben.

Die Folge ist, dass Publisher und Entwickler andere Wege gehen müssen, um die teils absurden Kosten eines AAA-Titels reinzuholen. Nachdem wir uns an DLCs gewöhnt haben, wird nun eben mit Lootcrates die Mikrotransaktionen-Sau durch die Straßen getrieben. Und auch an die werden wir uns gewöhnen. Gibt ja heute schon Leute, die sie in beispielsweise in Overwatch super duber toll finden weil ach so hübsche Kostüme drin sind. Auf den Smartphones dieser Welt kräht sowieso mittlerweile mehr kein Hahn danach.

Fazit

Monument Valley 2 (Herstellerbild)

Sollen wir also plötzlich wieder alle am Releasetag kaufen und jeden Sale ignorieren, um zur guten alten Zeit zurückzukehren? Nein, natürlich nicht. Der Zug ist abgefahren. Wir müssen uns aber im Klaren darüber sein, dass das was wir durch einen Sale sparen uns mit großer Wahrscheinlichkeit versucht wird hinterher auf andere Art und Weise aus der Tasche zu ziehen. Und wenn wir dann nachgeben, haben „die“ gewonnen und „wir“ verloren. Aber selbst wenn die eine Variante nicht mehr so gut funktioniert (oder etabliert genug ist wie bei den DLCs), dann wird es wieder etwas Neues geben. Man kann versuchen dem zu widerstehen indem man es entweder ignoriert oder zusätzliche Zeit investiert, um hoffentlich das gleiche Ergebnis zu erhalten. Aber nicht erst Star Wars: Battlefront II zeigt, dass dieses „Versprechen“ auch nicht mehr lange Bestand haben wird. Das neuste Patent von Activision zur Werbung für Mikrotransaktionen („kaufe das hier und du wirst deinen Feind in der nächsten Runde besiegen!“) zwischen Multiplayer-Matchen ist da sicherlich nur der Anfang. Die Erfahrung hat außerdem gezeigt, dass es immer genug Menschen („Wale“) gibt, die bereitwillig den Geldbeutel auspacken (siehe Pferderüstung in The Elder Scrolls IV: Oblivion). Gefühlt wollen es vor allem die asiatischen Spieler gar nicht anders. Und solange es solche Leute gibt, solange können die „guten Gamer“ so viel jammern und boykottieren wie sie wollen – es wird sich nichts ändern.

Die Gefahr bei all dem ist wie immer, dass die Qualität und Vielfalt leidet. In einem Einzelspielertitel mit dichter Geschichte lässt sich nun einmal eher weniger eine Lootcrate unterbringen als in einem Multiplayertitel oder überfrachteten Open-World-Kracher. Zumal in sich geschlossene Einzelspielertitel sowieso als „Games as a Service“ eher schlecht funktionieren. Also lieber stupide Pseudo-MMOs wie Destiny auf den Markt schmeißen statt intensive Spielerlebnisse zu finanzieren, die aber am Ende zwar die Kritiker loben aber irgendwie doch die Masse nicht kauft. Oder, um beim Smartphone-Beispiel zu bleiben: Lieber das 100.000ste Free-2-Play-Match-3-Spiel auf den Markt bringen und damit tonnenweise Kohle scheffeln als ein interessantes Werk wie Monument Valley 2 für 5,50 Euro in den Appstore stellen, das am Ende keinen Gewinn bringt.

Der Bioscanner

Im April hatten ich euch an dieser Stelle vom Bioscan erzählt. Ein Gerät (wobei es mittlerweile neben dem Bioscan SWA auch noch eine Variante von Quantum gibt) mit dem sich in 90 Sekunden über 230 Werte auslesen lassen, die Auskunft über die Versorgung der Körperzellen geben (sollen). Vor kurzem haben wir diesen Test nun zum zweiten Mal gemacht. Dank neuer Software (Version 3.9.9) sogar mit noch mehr Werten. So wird in den 1 1/2 Minuten zusätzlich eine Körperfunktionsanalyse durchgeführt, die wie die speziellen Waagen zum Beispiel im Fitnessstudio oder in der Kurklinik Auskunft über Fett, Muskeln, Grundumsatz und dergleichen im Körper geben. Außerdem gibt es einen Test namens „Knochenerkrankungen“ mit vier Parametern (u.a. „Grad der Adhäsion der Schultermuskeln“), der im Prinzip angibt wie versteift ihr seid. Ganz nett aber die Aussagekraft können wir aktuell noch nicht einschätzen.

Relevanter waren da schon die Ergebnisse zu den Vitaminen, Spurenelementen und Aminosäuren. In diesen Bereichen hatten wir im April nämlich unsere Nahrungsergänzungsmittel (und sogar ein wenig unsere grundsätzliche Ernährung) nach dem Bioscan geändert. Entsprechend interessant war es zu erfahren, was und vor allem wie sich da etwas getan hat.

Die lieben Vitamine

Lasst uns doch einfach mal den direkten Vergleich der wichtigsten Werte zwischen alt und neu machen. Dann versteht ihr vielleicht ein wenig besser, wie man an so eine Sache rangeht und dafür hat WordPress doch eine Tabellenfunktion :tongue: . Grundsätzlich gilt: Die Veränderungen sehen teilweise sehr klein aus und man könnte entsprechend meinen, dass es innerhalb der Messtoleranz liegt oder sowas. Aber die Norm ist sehr oft in einem sehr engen Bereich. Da machen mitunter 0,02 schon den Unterschied zwischen gut und schlecht aus.

Vitamin Veränderung im Normbereich? Bemerkung
A +0,023 Nein Nehmen wir noch nicht so lange aber es geht schon nach oben!
B1 +1,752 Ja So muss das sein!
B2 +0,324 Ja Sehr gut!
B3 -0,505 Nein Nehmen wir die aktive Form von aber warum es trotzdem schlechter ist? Keine Ahnung… aktuell werde ich die Dosis aber noch nicht erhöhen.
B6 -0,896 Nein Nehmen wir auch die aktive Form und aktuell auch hier keine Ahnung, warum der Wert so stark runter ist. Aber ebenso erst einmal keine Erhöhung der Dosis.
B12 -7,531 Ja Zwar immer noch in der Norm aber der Abfall ist erschreckend. Werden wir auch mal schauen was da los ist und ggf. einen (kostenpflichtigen) Blutwert machen lassen.
C +1,273 Ja Perfekt!
D3 -0,291 Ja Könnte tatsächlich noch ein bisschen mehr sein (unterer Normbereich). Aber erst einmal weiter beobachten.
E -0,487 Ja Auch noch unkritisch da mitten im Normalbereich.
K -0,232 Ja Beobachten. Vielleicht verbrauchen Vitamin D3 und Magnesium doch mehr als wir rechnerisch dachten.

Zusammenfassen steht da zwar erst einmal mehr Minus als Plus aber vom Gesamtbild her ist es eindeutig besser geworden. Hatte ich im April noch vier Werte im gelben Bereich, schlägt nun nur noch das Vitamin B3 aus (was auch im April schon schlecht war). Alles andere ist entweder im dunkelgrünen oder hellgrünen (Normbereich) Abschnitt. Es ist also nicht so verkehrt was wir machen. Die Abfälle wirken zwar auf den ersten Blick weniger gut aber ich glaube für eine eindeutige Einschätzung braucht es doch noch einen dritten und vierten Wert. Aktuell könnte man es beispielsweise noch damit begründen, dass der Körper endlich genug Baustoff zum arbeiten hat und entsprechend mehr raus zieht. Wenn er sich dann erst einmal vollständig stabilisiert hat, sollten die Werte sich wieder verbessern und gleich bleiben. Das gilt allerdings nicht für Vitamin B12. Da war ich schon 2015 laut Blutwert im Mangel und bekam drei Infusionen. Eine Vermutung ist, dass mein Körper genau diese Menge nun abgetragen hat und immer noch nicht ausreichend Nachschub bekommt. Mal schauen.

Eine Runde Aminosären

Aminosäure Veränderung im Normbereich? Bemerkung
Lysin -0,28 Nein Hier bin ich viel zu weit unten und wir werden es definitiv ab sofort zusätzlich substituieren.
Tryptophan +0,585 Ja Völlig okay und im Normbereich.
Phenylalanin -0,074 Nein Knapp unter dem Normbereich. Sollte also nicht weiter fallen.
Methionin +0,254 Ja Völlig okay.
Threonin +0,081 Ja Auch absolut okay.
Isoleucin -0,455 Nein Sollte zwingend höher sein. Auch hier werden wir wohl jetzt mal schauen, ob wir es nicht noch zusätzlich einzeln zuführen müssen.
Leucin +0,74 Nein Könnte ruhig stärker ansteigen aber solange es ansteigt, ist es gut.
Valin -1,43 Ja Trotz Abfall weiter mitten im Normbereich. Kein To-Do.
Histidin +2,051 Ja Liegt jetzt in der Norm.
Arginin +0,256 Nein Nehmen wir noch nicht so lange separat aber man sieht schon positive Auswirkungen.
Homocystein -0,148 Nein Auch gerade so unterhalb des Normbereichs. Beobachten.

Über Aminosäuren habe ich noch keinen Eintrag gemacht (kommt noch) aber in kurz: Die Dinger sind extrem wichtig. Ohne Aminosäuren kann euer Körper alles andere, was ihr in euch reinkippt, nicht verstoffwechseln. Sie machen beispielsweise aus den Protovitaminstoffe die eigentlichen Vitamine. Hier haben wir nach dem letzten Bioscan erst angefangen ein Kombiprodukt zu nehmen mit den sogenannten „essentiellen“ Aminosäuren. Arginin haben wir dann vor kurzem schon angefangen noch separat dazu zu nehmen, weil wir festgestellt hatten, dass es zu wenig ist. Die positiven Auswirkungen sind auch in den Zahlen sichtbar. Dennoch ist hier auf jeden Fall weiterhin eine Großbaustelle, denn Lysin scheint im Kombiprodukt viel zu wenig enthalten zu sein. Dabei ist es von den Aminosäuren fast die allerwichtigste und bei sehr vielen Vorgängen im Körper beteiligt. Hier werden wir also entsprechend nachregeln. Alles andere erst einmal nicht.

Ganz viele Spurenelemente

Spurenelement Veränderung im Normbereich?  Bemerkung 
Kalzium +0,821 Ja Jetzt perfekt im Normbereich. Könnte nicht besser sein.
Eisen -0,556 Nein Uhhh…nope. Das ist nicht gut. Habe deshalb schon angefangen es zu substituieren.
Zink -0,249 Nein Das ist auch nicht gut. Ich brauche Zink aufgrund meiner Depressionsproblematik und wenn die aktuelle, tägliche Dosis immer noch nicht ausreicht, dann muss ich da wohl höher gehen.
Selen -0,075 Ja Mitten im Normbereich.
Phosphor +1,252 Ja Ganz schöner Anstieg aber bitte jetzt nicht weiter.
Kalium +0,648 Ja Perfekt. Ab und zu hat ungesunde Ernährung halt doch seine Vorteile :smile: .
Magnesium +0,137 Nein Müsste trotz des Anstiegs noch viel höher sein. Dabei machen wir mittlerweile nicht nur mehr das Fußbad (und ein Vollbad!), sondern auch noch separate Substitution. Scheinbar braucht der Körper noch mehr.
Kupfer +0,16 Nein Zink und Kupfer gehören zusammen wie Pech und Schwefel. Also auch hier noch mehr in mich reinstopfen.
Mangan -0,221 Ja Jetzt mitten im Normbereich. Sehr gut.
Jod -0,372 Ja Den Abfall verstehe ich nicht, da wir dank der Jod-Therapie sehr viel Jod nehmen. Aber immer noch mitten im Normbereich. Passt also.

Das sind nicht alle Spurenelemente, die der Bioscan prüft aber es sind die Wichtigsten man muss es ja nicht übertreiben :smile: . Der Eisenwert ist wegen der Jod-Therapie abgesagt. Ich hatte es bislang nicht zusätzlich genommen, weil mein Blutwert beim letzten Mal ziemlich hoch war. Aber das scheint nun vom Jod aufgebraucht worden zu sein. Hier will ich kein Risiko eingehen, genauso wenig wie beim Zink und nehme vorsichtshalber etwas mehr. Vor allem beim Zink merke ich sofort eine Stimmungsveränderung, wenn ich mal 1-2 Tage lang meine tägliche Dosis nicht genommen habe. Was allerdings auch ein Anzeichen dafür sein kann, dass ich insgesamt noch zu wenig habe. Problem ist, dass mir von zu viel Zink auf einmal sehr schnell, sehr kotzübel wird. Also mal schauen. Zu dem ganzen Themenkomplex mit Zink werde ich aber beizeiten noch einen oder mehrere Einträge machen. Von allen Vitaminen und Mineralen, die ich zu mir nehme, hat es die größten und spürbarsten Auswirkungen auf mich.

Gesamtfazit

Ich bin immer noch fett…aber das wusste ich schon.

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass sowohl Lysanda als auch ich sowohl im Gesamtbild (über alle 230 Werte hinweg) eine positive Entwicklung feststellen können. Bei manchen Sachen haben wir zwar nun mehr Fragezeichen als vorher (z.B. warum sind die Kollagen-Werte in einigen Bereichen besser geworden aber in anderen schlechter?) aber es ist trotzdem schön zu sehen, dass wir uns nicht nur gesünder fühlen, sondern zudem viele Werte entweder schon im Normbereich sind oder zumindest darauf zugehen. Was nicht heißt, dass wir nicht noch ein paar Baustellen haben wie wir in den vorherigen Abschnitten festgestellt haben. Zu einigen Sachen werden wir sicherlich jetzt auch mal Blutwerte (leider nur gegen Bezahlung) machen lassen, soweit diese möglich/aussagekräftig sind. Die kann der Bioscan schließlich nicht ersetzen.

Aber ich denke, ihr könnt sehen wie hilfreich es ist zügig und ohne große Geldinvestition (wenn man sich das Gerät nicht selbst kauft) zumindest einen groben Eindruck von der körperlichen Situation zu bekommen. Entsprechend können wir weiterhin nur empfehlen mal die 50-80 Euro (je nach Heilpraktiker/Facebook-Gruppenmitglied) in die Hand zu nehmen und sich die Werte geben zu lassen. Wir liebäugeln sogar damit uns zumindest das Konkurrenzgerät von Quantum vielleicht mal anzuschaffen. Das nutzt angeblich die gleiche Software wie der Bioscan SWA, kostet aber gebraucht nur ein Zehntel davon (4.000 zu 400 Euro).

Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #19

Auch Pichu hat mit seiner Fachkunde unterstützt.

Als Immobilienbesitzer hat man irgendwie immer etwas Unvorhergesehenes zu tun und muss ggf. auch noch unvorhergesehen Geld ausgeben. Das letzte Wochenende haben wir beispielsweise statt auf der Couch in der Küche verbracht. Der Patient: Die Spülmaschine (Siemens S9LT1). Die hatte letztes Jahr schon mal ein Problem, das sich am Ende allerdings vergleichsweise schnell und günstig lösen ließ (die Laugen-/Ablaufpumpe war hinüber). Heuer scheint es eine komplexere Sache zu sein. Immerhin sind wir mittlerweile am ursprünglichen Fehler dran. Am Samstag (und erste Hälfte des Sonntags) hieß es erst einmal sich vorzuarbeiten. Sprich funktioniert der Aquastopp noch (Antwort nach etwas draufklopfen: ja)? Sind die Zu- und Abführungsschläuche okay (einwandfrei)? Funktioniert das Gebersystem noch (etwas verkalkt aber funktionsfähig)? Am Ende haben wir die komplette Waschtasche (vor allem oben links ist eine Kammer, in der sich extrem viel Mist heimisch fühlt) und das Gebersystem rausgenommen und über Nacht in Essigessenz eingelegt, um den Kalk und ein paar Essensreste rauszubekommen, die sich darin angesammelt hatten. Anschließend noch mit einer Nagelspitze und ein Neodym-Magnet die überlebenden Reste freigekratzt und rausgespült und wieder alles zusammengebaut. Das war vermutlich die erste Reinigung seit der ersten Inbetriebnahme anno 2007.

Sonntagmorgen ging sie dann auch endlich wieder an, zog wie vorgesehen Wasser und fing fleißig das Spülen an. Wir hatten schon die Hoffnung, dass damit die Sache tatsächlich erledigt wäre. Aber nein: Der Todfeind aller Spülmaschinen zeigte sein Gesicht in Form von Wasser in der Bodenwanne. Irgendwo ist also eine undichte Stelle. Blöd ist nur, dass wir sie partout nicht finden. Wir haben mittlerweile alles soweit abgebaut, was sich abbauen lässt, um in die Wanne schauen zu können aber der Ursprung des Wasserfalls will sich partout nicht zeigen. Morgen werden wir sie mal auf die Seite legen, die Bodenwanne komplett entfernen und dann mal schauen ob wir so irgendwo was entdecken können. Ganz so alt kann der Fehler nicht sein, sonst hätte schon längst mal die Küche unter Wasser gestanden.

Update: Wir haben es am Montagabend dann aufgegeben. Konnten nicht einmal die Bodenwanne vom Gehäuse lösen irgendwie. Also haben wir nochmal die Sache Revue passieren lassen und festgestellt, dass wir sie eh nicht wirklich brauchen und versuchen sie jetzt einfach nur noch loszuwerden, um den Platz für nützlicheres zu verwenden.

Keine Garantie

Für alle, die nicht wissen wie ein Ausdehnungsgefäß aussieht.

Sowas viel Stress braucht man absolut nicht. Schon gar nicht am Wochenende. Aber wann hat man schon sonst Zeit dafür? Eben: Nie. Immerhin war das Internet im Allgemeinen und https://www.youtube.com/watch?v=c9P4A-SuuY0″ target=“_blank“>YouTube im Speziellen mal wieder eine große Hilfe. Zwar muss man hier und da etwas suchen bis man endlich den gefunden hat, der nicht einfach nur grob über die Sachen drüber fliegt. Und es ist natürlich von Vorteil, dass zumindest unsere Spülmaschine noch aus viel Mechanik besteht. Eben wie bei alten und neuen Autos. Freilich hätten wir auch einfach einen Handwerker rufen können. Aber für das Geld was allein die Anfahrt und die ersten 15 Minuten kosten kann man sich schon eine neue gebrauchte Spülmaschine zulegen. Entsprechend finden wir entweder den Fehler und kriegen ihn repariert oder wir wissen wenigstens in Zukunft wie man das Ding fachgerecht komplett zerlegt und holen uns eine andere. Wobei bei zwei Personen der Aufwand mit der Hand zu spülen durchaus überschaubar ist.

Erschwerend kommt beim Thema Handwerker auch noch hinzu, dass das Bestellen desselbigen nicht unbedingt immer oder zumindest zügig zum Ziel führt. Dass unsere Solarheizung Druck verliert habe ich schon vor über 1 1/2 Jahren festgestellt. Doch der Fehler wollte den Heizungsbauern irgendwie nicht so recht ins Auge springen. Hat so einige Anfahrten (glücklicherweise meist in Verbindung mit anderen Arbeiten) gekostet bis jetzt vor kurzem endlich der Groschen fiel: Das Ausdehnungsgefäß (von 2009) hatte nicht mehr ausreichend Druck im Inneren. Ein Tausch (und 500 Euro) später steht die Messnadel nun endlich wieder wie eine eins auf ihrer Position. Wenn ich allerdings höre, dass sie teilweise die Dinger verbauen und schon ein halbes Jahr später die Membrane wieder im Eimer ist… wird denn heute nichts mehr Hochwertiges gebaut?! :smile: .

Elektrisierende Stimmung

Und dann war da noch die Sache mit der Deckenlampe, die uns am Ende einen Computermonitor (hing am selben Stromkreis – und hatte vermutlich schon einen kleinen Schuss weg), einen Schalter, eine Hausstaubsaugeranlage und die Lampe selbst gekostet hat. Gut sowohl der Schalter als auch die Hausstaubsaugeranlage hatten noch Garantie, wurden also kostenfrei ersetzt. Und beim Computermonitor hat es mit dem Iiyama zum Glück nur den Ältesten erwischt (dürfte von 2001 gewesen sein das Ding). Ärgerlich ist es trotzdem. Wie es passiert ist? Nun, es geht um einen Kellerraum. Dort liegen die Kabel auf dem Putz. Die ursprüngliche Lampe hatte einen Metallrand und keine Öffnung, um das Kabel einzuführen. Ich glaube, ihr könnt euch schon denken, wohin das führt: Metallrand hat ins Kabel geschnitten und beim Einschalten flog mir alles um die Ohren.

Endlich anständiges Licht!

Blöd aber halb so wild, dachte ich. Loch in den Metallrand gebohrt, das Kabel mit Mantel möglichst weit reingeschoben und dann wieder an die Decke. Wieder Schalter betätigt, wieder flog mir alles um die Ohren (inkl. FI-Schalter). Nochmal alles abmontiert, im Beisein von Lysanda alles geschaut (auch ob ich vielleicht in den Bohrlöchern doch was erwischt habe), wieder anmontiert und wieder alles durch die Gegend gefetzt. Ich wusste nicht mehr wie mir geschieht. Dann fiel mir doch mal die schwarze Stelle IN der Lampe auf, wo sich (vermutlich beim allerersten Kurzschluss) der Kabelmantel verabschiedet und das Kupfer mit dem Gehäusemetall verbunden hatte. Also neue Lampe gekauft und jetzt funktioniert alles wieder. Also außer dem Monitor, der aktuell kaputt im Keller steht :smile: .

Was lernen wir also daraus? Der Webmaster hat noch einen langen Weg vor sich bis er ein richtiger Handwerker ist und beim Montieren nicht mehr kaputt macht als ganz. Lysanda ist da definitiv schon wesentlich weiter :smile: . In diesem Sinne gebe ich ab bis kommenden Montag. War ein verdammt langes Wochenende. Entsprechend muss ich mich jetzt mal ein wenig ausruhen.

Die aktuelle Versionsnummer

Am Dienstagabend war es mal wieder soweit: Das (von manchen?) lang erwartete „Fall Creators Update“ (Version 1709) für Windows 10 wurde für die Allgemeinheit zum Download bereitgestellt. Dem Hauptrechner wurde es Freitagsabends auch direkt angeboten und lief ohne große Probleme in weniger als 15 Minuten durch. Er hing nur im Vorfeld der Installation beim Download und der Vorbereitung etwas länger auf 83% fest. Nach dem Upgrade musste ich ausschließlich meine Einstellungen in der Creative Konsole für die Soundkarte neu treffen. Nicht mehr funktionierende Treiber oder Programme, wie bei scheinbar vielen anderen „Upgradern“, konnte ich bei mir nicht feststellen. Und in Sachen Spiele läuft Grim Dawn ebenso immer noch einwandfrei.

Auf meinem Laptop, den ich scheinbar tatsächlich seit April nicht mehr anhatte, dauerte zwar alles ein wenig länger. Wenn man ein halbes Jahr ein Gerät nicht mehr anhatte, dann ist es halt erst einmal ein wenig mit sich selbst beschäftigt und da der Laptop mit seinen vier Jahren auch nicht mehr ganz so der neuste ist (Festplatte ist ein massiver Flaschenhals), dauert halt alles grundsätzlich etwas. Ich musste außerdem zum Windows Update Assistent (Media Creation Tool) greifen, weil das Update mir hier noch nicht unter Windows Update zur Verfügung gestellt wurde. Anschließend lief es aber auch hier einwandfrei und ohne irgendwelche Beschwerden vor, während oder danach durch. Bleibt Lysandas Laptop, der nochmal ein paar Jahre mehr auf dem Buckel hat und entsprechend NOCH mehr Zeit braucht :smile: .

Die Neuerungen

AAAAAHHH EIN UNTEXTURIERTES SPACE SHUTTLE!

Stellt sich nun die Frage, was es nach der Installation überhaupt an tollem Neuem gibt bzw. genauer, was mir aufgefallen ist und was davon im (leider nicht mehr täglichen) Anwendungsfall relevant sein könnte. Die neue Schaltfläche „Kontakte“ in der Taskleiste habe ich zum Beispiel sofort wieder deaktiviert. Wenn jemand meine Taskleiste vollstopft mit Sachen, dann ausschließlich ich *hmpf* . Im Explorer fiel mir hingegen der neue Ordner „3D-Objekte“ unter „Dieser PC“ auf. Keine Ahnung ob der grundsätzlich schon länger da war (viele der ganzen 3D-Programme wurden ja schon im letzten Creators Update eingeführt) aber er ist auf jeden Fall nun prominenter. Kein Wunder, ist doch eine zentrale Neuerung (die ich nicht nutzen kann) des Updates das ganze Thema Mixed Reality mit VR-Brillen. Ich konnte entsprechend nur das Spaceshuttle im Mixed Reality Viewer dank Webcam auf mein virtuelles Ich zufliegen lassen und nicht auf mein echtes :smile: . Damit war dieses Thema für mich aber auch schon wieder durch. Mit Cortana und OneDrive habe ich ebenso absolut gar nichts am Hut.

Interessanter sind da schon die neuen Konverter-Funktionen des integrierten Taschenrechners (unter anderem Währung, Volumen, Temperatur und sowas) oder die Möglichkeit, dass sich bei einem Neustart mit Aktualisierung Windows von alleine wieder einloggen kann. Könnte freilich auch eine Sicherheitslücke sein, aber das werden die kommenden Monate zeigen. Die neue Anzeige der GPU-Auslastung im Task-Manager ist hingegen ganz nett obwohl in meinem Fall mein Lüfter schon die ganz Zeit genau anzeigte, ob meine GPU sich gerade langweilt oder nicht :wink : .

Weitere Kleinigkeiten

Gleichfalls nett aber nicht weltbewegend ist, dass wieder ein paar Sachen aus der Systemsteuerung in die Einstellungs-App gewandert sind. Und es nun z.B. die Möglichkeit gibt Windows zu erlauben regelmäßig und völlig automatisch die temporären Dateien sowie Sachen im Papierkorb zu löschen. Oder sein Smartphone fest mit dem Rechner verbinden, um theoretisch fließend arbeiten zu können bspw. auf dem Handy eine Webseite öffnen und dann „Seamless“ diese auch auf dem Rechner bereitstellen. Können in diesem Fall die wichtigsten Browser zwar meines Wissens (Maxthon kann es schon ewig) mittlerweile sowieso. Aber Windows-Standard-Funktionalitäten sind ja immer noch einmal ein weiterer Schub für solche Sachen und es gibt ja noch mehr, was sich damit machen lässt.

Designtechnisch fällt erst auf den zweiten Blick auf, dass manche Fenster nun eine leichte Transparenz haben (z.B. das Startmenü). Aber da muss man schon teilweise sehr genau hinschauen. Dass sich nun das Startmenü wie jedes andere Fenster diagonal vergrößern und verkleinern lässt, ist da schon wesentlich auffälliger und nützlicher (für mich).

Wad?! Ich bin nur ein mittler NAT-Typ?! Sauerei!

In Sachen Spiele ist in den Einstellungen jetzt eine Testfunktion wie man es von der Xbox kennt, um die Verbindung zum Xbox-Netzwerk zu prüfen. Also man kann direkt sehen, was für meinen Ping man hat, wie hoch der Paketverlust ist und ob der Router richtig konfiguriert ist (wir es bei mir bis gerade nicht der Fall war). Außerdem macht in den Medien aktuell der neue Eintrag „TruePlay“ die Runde. Quasi eine Windows-weite Anti-Cheat-Funktion, die von den Spieleentwicklern verwendet werden kann. Standardmäßig ist die Funktion nach dem Update übrigens ausgeschaltet. Sollten also Spiele darauf zurückgreifen wollen, dann werden sie vermutlich darauf hinweisen und nicht mehr starten oder sowas. Aber aktuell gibt es noch keine damit.

Fazit

Und mehr fällt mir tatsächlich nicht an Neuerungen ein/auf. Sicherlich gibt es im Hintergrund auch noch so einige Stabilitätsverbesserungen und vor allem beim Spielemodus einige veränderte Stellschrauben. Aber als Otto-Normalverbraucher würde ich sagen, merkt man vom Fall Creators Update so gut wie gar nichts. Das ist jetzt nicht zwingend schlecht und stört mich persönlich überhaupt nicht. Ich habe tatsächlich lieber alle halben Jahre ein kleineres Upgrade mit Kleinigkeiten, die mir ein bisschen das Leben erleichtern bzw. das System verbessern anstatt alle 2-3 Jahre den Rechner wegen einer komplett neuen Windows-Version neu aufsetzen zu „müssen“ mit dem Risiko größerer Probleme/Umgewöhnungsphasen. Insofern unterstütze ich hier (nicht nur) Microsofts Ansatz eines lebenden Betriebssystems.

Ansonsten gibt es an dieser Stelle aus meiner Sicht zum Windows 10 Fall Creators Update nicht viel mehr zu sagen. Wenn ihr schon Windows 10 draufhabt, müsst ihr über kurz oder lang sowieso auf die neuste Version umsteigen. Und in dem Fall kann ich nur sagen, dass es aus meiner Sicht keinen Grund gibt zu Warten. Wer hingegen immer noch auf Windows 7 rumhängt (Windows 8-Systeme haben hoffentlich alle schon das Upgrade gemacht)…nun den wird auch die Version 1709 von Windows 10 nicht überzeugen. Das ist einfach so.

In diesem Sinne: Was sind eure bisherigen Erfahrungen mit 1709? Das Update schon installiert? Wenn ja, alles soweit gut gelaufen? Wenn nicht, was war/ist das Problem?

Sicarius

Düstere Morgendämmerung

Grim Dawn: Ashes of Malmouth (Herstellerbild)

Vor mehr als vier Jahren habe ich euch an dieser Stelle im Rahmen meiner (leider sehr kurzlebigen) Videoreihe Christoph stellt vor Grim Dawn…nun ja, vorgestellt halt :smile: . Gut ein Jahr nach dem dazugehörigen Kickstarter stand damals die erste Alpha-Version für die Backer bereit. Mittlerweile ist das Spiel nicht nur schon über ein Jahr (25. Februar 2016) erfolgreich (über 1 Millionen Mal verkauft) auf dem Markt – seit letzter Woche gibt es sogar das erste, richtige Add-on namens Ashes of Malmouth. Das erhöht nicht nur den Level Cap auf 100 und den Devotion Cap auf 55 (durch Glaubenspunkte könnt ihr Sternenbilder freischalten, die euch bestimmte Boni geben), sondern es gibt auch noch zwei neue Klassen (Nekromant und Inquisitor), zwei weitere Kampagnenakte und haufenweise anderes Zeugs (mehr Gegner, mehr Gegenstände, mehr Umgebungen, etc.).

Angesichts der Veröffentlichungen von Divinity: Original Sin 2 vor kurzem, dass vermutlich von 99% aller Magazine dieses Jahr zumindest das Prädikat „Rollenspiel des Jahres“ bekommen wird (zu Recht versteht sich!), interessiert sich aktuell aber vermutlich keiner so richtig für Grim Dawn. Ich schon. Zugegeben, hauptsächlich weil ich Divinity: Original Sin (Enhanced Edition) durchspielen will, bevor ich Teil 2 richtig anfange, dafür jedoch aktuell keine Lust habe. Doch wen kümmern schon solche Details? Schauen wir uns also das Erstlingswerk von Crate Entertainment mal genauer an. Und nein, ich setze nicht voraus, dass ihr das obige Video vorher schaut. Ich weiß, dass es nicht der absolute Brüller ist :smile: .

Die Entwicklungsgeschichte

Titan Quest (Herstellerbild)

Um Grim Dawn wirklich zu verstehen, müssen wir noch weiter zurückspringen. Und zwar in das Jahr 2006. Damals, am 26. Juni 2006 (also fast genau zehn Jahre vorher), hat das Entwicklerstudio Iron Lore Entertainment sein Erstlingswerk Titan Quest veröffentlicht. Basierend auf der hauseigenen PathEngine, handelte es sich um ein Action-Rollenspiel vom Schlage eines Diablo nur angesiedelt in der mythologischen Antike, mit viel mehr Inhalten (Größe der Spielwelt, Anzahl der Quests, etc.) und statt der Möglichkeit nur eine Klasse zu wählen, konntet ihr gleich zwei haben (musstet eure Levelup-Punkte aber natürlich entsprechend aufteilen). Der Titel wurde zu einem absoluten Geheimtipp (auch heute noch absolut zu empfehlen!) und ein Jahr später folgte das Add-on Titan Quest: Immortals. Leider half „Geheimtipp“ nicht die Kosten zu decken, weshalb 2008 das Studio schließen musste. Die Schuld wurde allen möglichen Leuten gegeben. Zum einen natürlich den Raubkopierern, aber genauso den Hardwareherstellern, deren Komplettsysteme mit integrierten Audio- und Grafikchips zu massiven Kompatibilitätsproblemen geführt hätten. Mal abgesehen davon, dass 2006 grundsätzlich ein eher schlechtes Jahr für PC war. Damals hatte die neue Konsolengeneration ja erst richtig begonnen. Ach und kein Publisher wollte ihr Folgeprojekt unterstützten.

Was macht man also, wenn das Geld nicht mehr reicht? Genau: Insolvenz anmelden, den Laden schließen und keine zwei Tage später eine neue Firma gründen: Crate Entertainment. Dann wurde zuerst die unangekündigte IP „Black Legion“ zurückgekauft (die, für die sie keinen Publisher fanden) und anschließend ihre PathEngine. Mit beidem im Gepäck konnte 2010 endlich das neue Spiel vorgestellt werden: Grim Dawn. Ja, der Titel war bis zur Veröffentlichung über sechs Jahre in der Entwicklung! Leider wollte ihn immer noch keiner haben, weshalb er 2012 (die Firma bestand zu dem Zeitpunkt aus nur zwei Mitarbeitern) zu einer der ersten Kickstarter-Erfolgsstories wurde nachdem Broken Age die Fluttore geöffnet hatte.

Das Spiel

Grim Dawn (Herstellerbild)

Wir wissen also nun, dass hinter Crate Entertainment die Macher von Titan Quest stecken und Grim Dawn auf einer (massiv überarbeiteten) Version der PathEngine basiert. Vermutlich könnt ihr jetzt schon zwei und zwei zusammenzählen, um auf fünf zu kommen: Grim Dawn ist ein Action-Rollenspiel in einem mythologischen viktorianischen Setting (allerdings viel weniger Steampunk als in The Incredible Adventures of Van Helsing), dessen Alleinstellungsmerkmal die Möglichkeit ist durch das Verbinden von zwei „Masteries“ eine neue Klasse zu kreieren (aber nicht bei Spielstart, sondern erst ab Level 10). Mit dem Add-on sind es nun acht Klassen, die ihr tatsächlich vollkommen beliebig miteinander kombinieren könnt. Ich habe mich bei meinen Neustart mit Veröffentlichung des Add-ons logischerweise für einen Apostate entschieden. Das ist die Kombination aus Nekromant und Inquisitor – den beiden neuen Klassen. Ich zaubere Hilfe herbei (aktuell vier hochgepowerte Skelette), kann gleichzeitig fleißig verschiedene Kampfzauber sprechen und schieße parallel aus der Ferne mit meiner Flinte auf alles, was nicht bei drei auf den Bäumen oder ein unsterblicher NPC ist.

Das grundlegende Spielprinzip sollte jedem mittlerweile bekannt sein: In Hubs gibt es Quests, die entweder euch alleine oder mit drei Freunden hinaus in die (nicht zufallsgenerierte!) Wildnis führen. Dort erwarten euch viele unterschiedliche Arten von Gegnern – darunter auch Minibosse und Bosse. Ihr klickt fleißig mit links drauf bis sie tot sind und bei ihrem Ableben lassen sie mitunter Gegenstände von diverser Qualität fallen. Die sammelt ihr genauso ein, wie die Sachen, die aus Truhen herausfallen und statt damit entweder euren Charakter aus oder verkauft sie einem Händler. Und da heutzutage kein Spiel mehr ohne „Crafting“ auskommen darf, gibt es natürlich hier ebenso hunderte verschiedene Rezepte, mit denen ihr eure Ausstattung noch einen Tick besser machen könnt.

Herausstellungsmerkmale 

Grim Dawn (Herstellerbild)

So viel Standard, so viel Action-Rollenspiel. Warum solltet ihr also nun Grim Dawn spielen statt weiter in Diablo III oder Path of Exile stupide herumzugrinden? Nun, da wäre zum einen die Grafik (Isometrische Ansicht, vollständig zoom- und drehbar ist). Man merkt der Engine zwar trotz des Upgrades ihr Alter an (viele eckige Kanten) und entsprechend kann es bei der rohen Power nicht einmal mit Divinity: Original Sin mithalten. Aber der Detailgrad vor allem der Umgebungen ist abartig hoch – fast schon zu hoch, weil man teils gar nicht mehr erkennen kann was jetzt eigentlich ein nutzbares Objekt oder nur Hintergrund ist. Seit Titan Quest habe ich kein so atmosphärisches ARPG mehr gezockt (Divinity: Original Sin ist kein ARPG – aber in Sachen Detailgrad eindeutig vergleichbar). Zusammen mit den vielen Kampf- und Drumherumeffekten (jede Region hat ihr eigenes Wetter, das sich fließend ändert und es gibt Tag-/Nachtwechsel) und den abwechslungsreichen Gegnertypen macht der Titel optisch richtig was her, finde ich.

Zum anderen ist wäre da die Komplexität des Titels. Schon mit nur einer Klasse müsst ihr genau überlegen, wie ihr eure Punkte im Skill Tree verteilt. So könnt ihr nicht einfach nur linear in Skills investieren, sondern diese müssen erst noch freigeschaltet werden indem ihr grundlegende Punkte in die Klasse steckt. Es will also sehr stark abgewägt sein, ob ihr nach dem Aufstieg lieber den Punkt in die horizontale Linie investiert und dafür beim nächsten Mal einen neuen Skill freischalten könnt. Oder doch lieber erst einen bestehenden Skill weiter auflevelt. Bei zwei Klassen wird es nur noch schlimmer. Zum Glück könnt ihr jederzeit bei einem Trainer alles zurücksetzen. Nur ein Klassenwechsel ist nicht möglich. Und es nur drei Attribute (Physique, Cunning und Spirit). Wenn das auch noch die üblichen 6-10 Stück wären… Dazu kommen die eingangs erwähnten Sternenbilder, das Crafting sowie die wirklich tausend verschiedenen Arten von Gegenständen. Ihr seht: Die Individualisierungsoptionen für euren Charakter sind fast schon erschlagend.

Lebendige Welt

Grim Dawn (Herstellerbild)

Zu guter Letzt ist da natürlich noch das Drumherum. Wo Diablo ja schon immer sehr mit Aufgaben spart und sich voll und ganz auf das (aus seiner Sicht) wesentliche konzentriert, gehört Grim Dawn eindeutig mehr zu meiner geliebten Sorte ARPG mit echten Inhalten. Es gibt viele Quests, die Spielwelt (viktorianisch erlaubt viele unterschiedliche Varianten) und die Charaktere sind interessant und haben viel zu erzählen und ihr lauft eben nicht nur stupide durch die Gegend, um alles zu töten was euch vor die Nase kommt. Okay, letzteres stimmt natürlich nicht ganz, weil freilich alle Quests am Ende darauf hinauslaufen. Aber ihr wisst was ich meine: Das Töten hat einen Sinn und es gibt einen roten Faden.

Cool ist auch, dass es sowohl freundliche und gegnerische Fraktionen gibt mit entsprechenden Auswirkungen. Also bei befreundeten Fraktionen bekommt ihr mehr Quests und einen besseren Deal bei Händlern. Befeindete schicken hingegen stärkere Gegner auf euch los, wenn ihr sie zu viel ärgert. Weder das eine noch das andere könnt ihr technisch gesehen tatsächlich großartig beeinflussen (das Spiel entscheidet für euch, wen ihr angreifen könnt und wen nicht). Aber ich finde es trotzdem ein nettes Feature, was zusätzliche Abwechslung reinbringt. Genauso wie die Möglichkeit in der Wildnis Überlebende zu finden oder Bauwerke wieder her zu richten. Letzteres wird meist gebraucht um Zugang oder zumindest einfacheren Zugang zu neuen Regionen zu bekommen (z.B. eine Brücke reparieren). Ersteres schaltet logischerweise weitere Händler, Questgeber und dergleichen frei.

Grim Dawn (Herstellerbild)

Beim Christoph meint: Wem Divinity: Original Sin 2 zu sehr CRPG ist und stattdessen ein ARPG sucht, der wird bei Grim Dawn aus meiner Sicht nicht nur fündig, sondern auch glücklich. Mit 35 Euro auf Steam (mit allen DLCs), ist es nicht mehr das teuerste auf dem Markt und stundenlange Unterhaltung ist garantiert. Das Setting ist trotz der Konkurrenz durch Victor Vran und The Incredible Adventures of Van Helsing immer noch angenehm frisch und in Sachen Freiheit gibt es faktisch abseits von Titan Quest immer noch kein vergleichbares ARPG auf dem Markt. Bei mir war die Suchtspirale auf jeden Fall sofort wieder da und, zum Leidwesen von Lysanda, ich habe auch schon wieder einige Stunden darin versenkt ohne mich zu langweilen. Nachdem mich Dishonored 2 grad nicht ganz so reizt, dürfte das jetzt auch mein nächster Spielefokus sein – also abseits von Learn Japanese To Survive – Hiragana Battle. Aber das Spiele ich bekanntlich aus anderen Gründen :smile: .

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