Eigentlich wollte ich heute die gamescom 2016 Revue passieren lassen, die letzte Woche zum 8. Mal in Köln ihre Tore geöffnet hatte. Aber irgendwie war da mal so überhaupt nichts interessantes oder gar Neues los. Scheinbar haben sich mit den Absagen der Pressekonferenzen von Electronic Arts, Sony und Microsoft plötzlich auch alle anderen dagegen entschieden auch nur irgendetwas auf der Messe zu berichten. Selbst von der GDC Europe hat man vergleichsweise wenig gehört. Dabei kann ich mir gar nicht vorstellen, dass es keine interessanten Vorträge da gegeben haben sollte. Sehr komisch.

Aber schauen wir uns wenigstens die paar Neuankündigungen genauer an, die es tatsächlich gab:

Metal Gear Survive

Metal Gear Survive (Herstellerbild)

Metal Gear Survive (Herstellerbild)

Hideo Kojima ist hochkant aus der Firma geflogen und macht nun sein eigenes Ding und endlich kann auch Konami mit der Metal Gear-Marke machen was sie möchten. Neben einer Pachinko-Maschine gehört dazu jetzt auch Metal Gear Survivor, ein – ihr habt es erraten – Multiplayer-Koop-Shooter. Das hat ja schon bei Resident Evil: Operation Raccoon City so gut funktioniert. Zugegeben: Anderer Publisher (Capcom). Aber trotzdem hätte ich mir als Entwickler durchaus so meine Gedanken darübergemacht, warum das dort schon nicht funktioniert hat. Stattdessen also nun ein neuer Metal Gear-Titel, der mehr wie Resident Evil wirkt und kollektives Stöhnen im Internet auslöste.

Auch meine Begeisterung hält sich massiv in Grenzen obwohl ich nicht der größte Metal Gear-Fan bin. Zwar habe ich prinzipiell nichts gegen Multiplayer oder gar Koop in diesem Universum. Aber dann bitte origineller und mehr in Richtung Metal Gear Solid: Ground Zeroes-zusammen-das-Missionsziel-erledigen und nicht stupides „Zombie“-Geballere. Und Metal Gear Survive klingt definitiv mehr nach letzterem. Sehr schade. Aber was will man heutzutage noch von Konami anderes erwarten?

Cities: Skylines – Natural Disasters

Der Erfolg von Cities: Skylines scheint weiterhin ungebrochen – was ich Entwickler Colossal Order und Publisher Paradox Interactive absolut gönne, nur damit wir uns nicht falsch verstehen! – entsprechend wurde nun das mittlerweile dritte Addon für die Städtebausimulation angekündigt. Wie der Name schon sagt, halten nun Naturkatastrophen ihren Einzug ins Spiel. Eigentlich ein wenig verwunderlich, dass die Entwickler damit so lange gewartet haben, da sie in SimCity schließlich schon seit Teil 1 ein wichtiges Spielelement sind.

Ich mochte die Naturkatastrophen allerdings schon damals nicht und habe sie nur auf Kommando genutzt, um kurz vor dem Ausmachen nochmal die Fetzen fliegen zu lassen. Ansonsten reizt mich dieses buchstäblich unberechenbare und zerstörerische Spielelement absolut nicht. Ich möchte ich Ruhe meine perfekte Stadt bauen und nicht alle paar Minuten irgendwelche Stadtteile komplett neu aufbauen müssen. Ich weiß, klingt total langweilig, aber hey: Was erwartet ihr von jemanden, der schon damals bei Die Siedler am liebsten ohne Gegner gespielt hat? Eben.

The Inner World: Der letzte Windmönch

The Inner World 2 (Herstellerbild)

The Inner World 2 (Herstellerbild)

Der Vorgänger konnte bei den Bagdadsoftware NOCAs anno 2013 zwar nur den dritten Platz abräumen. Aber immerhin! Das lustige 2D-Point-&-Click-Adventure versprühte extrem viel Charme und war ein Stück weit auch mal wieder etwas Anderes (etwas eigenwilliger Stil, Hohlwelttheorie). Jetzt wurde also endlich der zweite Teil angekündigt. Warum „endlich“? Weil es unter anderem mit Fördergeldern entwickelt wird und entsprechend ist es schon Ende 2015 bekannt geworden, dass es in Entwicklung ist. Nun aber wie gesagt offiziell und mit echten Infos.

Und was soll ich sagen? Es sieht wieder nach einem schicken Geheimtipp für Adventure-Fans aus. Studio Fizbin setzt eindeutig auf die Stärken des Vorgängers und versucht gar nicht so sehr das Rad neu zu erfinden. Stattdessen geht es zurück nach Asposien und ihr schlüpft erneut in die Rollen von Robert, Laura und der Taube Hack. Ich erwarte viel Witz, viel Charme und vor allem gute Rätselunterhaltung. Unbedingt im Auge behalten würde ich sagen und zwar nicht nur, weil es ein Titel aus deutschen Landen ist!

Der Rest

Und das waren sie auch schon, die großen Neuankündigungen der Messe. Klar, gab es noch das ein oder andere unwichtige Detail – wobei ich die Nosulus Rift (Furz-Emulation für South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe) definitiv für eine amüsante Idee halte. Leider ist sie nur ein Marketing-Gag und wird sicherlich nicht ihren Weg in eine Collector’s Edition oder sowas finden. Aber insgesamt war die Messe dieses Jahr wirklich irgendwie absolut unspektakulär. Vielleicht nächstes Jahr wieder.

Und damit gebe ich ab bis Montag!

Coole Rennstreifen

Coole Rennstreifen

Der Flur (und Abstellkammer) wartet immer noch auf seine Renovierung (Tapeten runter, Putz und schicke Farbe drauf). Stattdessen beschäftigen wir uns derzeit hauptsächlich mit dem Auspacken der restlichen Kisten, die noch im Keller warten und so langsam auch mal damit die Deko in den einzelnen Räumen verteilen. Aber ganz ehrlich: Wir lassen es jetzt mal wieder etwas lockerer angehen. Der Flur rennt schließlich nicht weg (hoffe ich zumindest?) und es stehen schlicht wichtigere Dinge an :wink: .

Zumal vergangene Woche endlich unsere eigens angefertigten Gardienen (und ein Vorhang) eingetroffen sind. Damit sieht es hier endlich so richtig aus – sowohl von außen als auch von Innen (ein Bauarbeiter von gegenüber hatte mal überrascht gefragt „Ach, hier wohnt jemand?“ als wir morgens aus dem Haus sind). Zwar mussten wir uns ein wenig dran gewöhnen, dass die Zimmer nun einen Tick dunkler sind. Aber zum Ausgleich sind die Gardinen sehr hübsch geworden, wie ich finde. Hatte natürlich seinen mittleren, dreistelligen Preis sie passend schneidern zu lassen statt einfach im Baumarkt ein paar 08/15-Dinger mitzunehmen. Aber wenn ich jetzt schon seit fast zwei Jahren so gut wie keine Spiele mehr kaufe (Kairosoft springt mittlerweile immer mehr auf den Free-2-Play-Zug auf), dann kann ich mir auch anständige Fensterverdeckung leisten!

Aber ja, jetzt kann ich tatsächlich so langsam mit gutem Gewissen mit einem „Ja“ auf die Frage „Na, habt ihr euch schon eingelebt?“ antworten. Wenn man das Haus betritt, sieht es zwar immer noch aus wie Baustelle. Doch in den eigentlichen „Lebensräumen“ ist der „temporäre“ Anstrich, wie ich ihn im April genannt hatte, verschwunden. Dass ich endlich wieder im gemeinsamen Bett schlafen darf, hilft natürlich ebenso ein wenig mich wohler zu fühlen. Nein, ganz weg ist das Schnarchen wie erwähnt nicht. Aber dank den extra für 104 Euro bei KIND angefertigten Silikon-Ohrstöpseln KINDsilence kann Lysanda auch mit mir neben dran wieder ruhig schlafen.

Ärzte en mass

InBody 770 (Herstellerbild)

InBody 770 (Herstellerbild)

Die Arztbesuche sind hingegen zwar weniger geworden aber noch nicht komplett vorbei. Zum einen steht noch der Schlafapnoe-Test (Atemstillstand während dem Schlafen) aus. Dazu kriege ich Ende des Monats ein Gerät mit nach Hause, dass das entsprechend misst. Bei negativem Ergebnis geht es dann ins Schlaflabor. Zum anderen wurde jetzt der Orthopädie sowie eine Neurologin aktiviert. Unter anderem weil mein linker Fuß kürzer ist als mein rechter (circa 0,7cm – deshalb jetzt eine 5mm hohe Einlage im Schuh) und ich mehrere taube Stellen am Körper habe (linkes Knie, rechter Daumen, rechter großer Zeh – wenn ihr das Bedürfnis habt mich zu schlagen dann also bitte da!). Sind natürlich alles keine neuen Sachen aber ich habe mich in der Vergangenheit (wie bei so vielem) einfach nicht drum gekümmert. Und wer weiß wie viel Schlimmer das alles noch werden kann, wenn ich es nicht zumindest jetzt mal so langsam behandeln lasse.

Man könnte echt meinen, ich wäre schon 60 Jahre alt, so kaputt wie ich anscheinend bin. Wobei: Von meiner InBody-Messung war ich tatsächlich positiv überrascht, denn ich habe an allen Stellen (Arme, Rumpf und Beine) im Körper Muskeln im Normalbereich. Ich bin „nur“ rund 12kg zu fett. Genug Muskeln sind schon da (mehr geht freilich immer). Ach und mein linker Arm ist eine Lusche im Vergleich zum rechten. Aber das trainiere ich jetzt logischerweise explizit weg. Nein, nicht durch Masturbieren (daher könnte eher das Problem herrühren :wink: ). Was ihr immer denkt…echt schlimm. Für irgendwas muss doch schließlich so eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio gut sein.

Die lieben Vierbeiner

Ein Balu auf der Couch

Ein Balu auf der Couch

Nica und Balu geht es auch immer noch blendend obwohl sich herausgestellt hat, dass wir sie anfangs komplett falsch eingeschätzt hatten. So sollte eigentlich Balu der scheue Einzel- und Freigänger sein, den wir den ganzen Tag nicht sehen würden, weil er dauernd draußen auf der Jagd ist. Tatsächlich ist er jedoch der anhänglichste von Beiden. Sind wir da, ist Balu da – und zwar immer direkt an unserer Seite. Da wagt man sich gar nicht vom Stuhl aufzustehen, weil er sofort draufstitzt. Nica hingegen? Die hat ihre Plätzchen (auf der Couch, im Karton, etc.) wo sie friedlich schläft und sie sagt nicht nein, wenn man sie knuddelt. Doch sie tendiert sehr stark zum Rausgehen. Pünktlich 21 Uhr abends geht es raus. Essen dauert zu lange? Sie geht raus. Essen passt ihr nicht? Sie geht raus. Wir knuddeln sie zu viel? Sie geht raus. Zwar kommt sie irgendwann immer wieder, war also bislang nicht noch einmal in irgendeinem Keller gefangen. Aber sie ist definitiv nicht die verschmuste Wohnzimmerkatze, die wir erwartet hatten. Im Gegenteil dürfte sie es sein, die uns gefühlt jeden Tag 1-3 Mäuse ins Wohnzimmer legt (immerhin nicht auf den Teppich, sondern nur auf die Fliesen!).

Was nicht heißt, dass Balu 24 Stunden nur im Haus verbringt. Sind wir nicht da, ist er nicht da. So geht er abends sobald wir ins Bett gehen durchaus sofort raus und verteidigt anschließend sein Territorium (=unser Haus) gegen die fiese Katze von der wir nicht wissen, zu welchem Nachbarn sie gehört. Scheinen sich auch absolut nicht zu vertragen die Zwei. Hat ganz schöne Kratzspuren an der Nase, der Arme. Und vor kurzem war über seinem Auge eine dicke Beule (ging zum Glück von alleine weg). Was er da wohl getrieben hat, um sich die zu holen? Wir wissen es nicht. Aber sorgen machen wir uns noch keine. Er ist ein großer, starker Kater und er hat ja als Schrebergarten-Streuner durchaus seine Erfahrungen mit der ganzen Sache.

Man könnte also durchaus sagen, dass die zwei die ureigene Katzen-Aufgabenverteilung haben. Die Frauen holen das Essen, die Männer verteidigen es. Wir wissen allerdings nicht, wer von beiden dann immer die Schlachtfelder im Wohnzimmer hinterlässt (oftmals sind die Mäuse fast vollständig aufgefressen). Ist auch egal. Wichtig ist, dass sie sich bei uns wohl fühlen und auch miteinander klarkommen. Und vor allem letzteres tun sie definitiv. So viel wie die beiden schmusen können die sich nicht hassen.

Und mit diesem Status gebe ich ab bis Montag!

Ab und zu braucht man auch mal eine Pause von Sailor Moon auch wenn ich zugeben muss, dass die Serie definitiv zum Ende der 1. Staffel hin massiv an Fahrt aufgenommen hat. Plötzlich kommt eine Folge mit Cliffhanger nach der anderen. Da will man natürlich unbedingt weiterschauen (zum Verfassungszeitpunkt sind wir bei Folge 38 von 46). Dennoch blieb genug Zeit für die folgenden zwei Blu-rays:

Zoomania (Cover)

Zoomania (Cover)

Zoomania (Zootopia, 2016, 3D-Animationsfilm, DV) – So viele Animationsfilme, wie ich im letzten Jahr geschaut habe, habe ich gefühlt mein ganzes Leben nicht gesehen. Ich weiß, ist schon ein schweres Schicksal so eine Beziehung mit einer Frau, die auch mal was Anderes sehen will als nur Mord und Todschlag :smile: . Andererseits fällt mir auch jetzt erst auf, wie viele von den Dingern in kürzester Zeit ins Kino kommen – und da rede ich nur von Disney und Pixar-Werken.

Aber egal – dieses Mal also ein Hase mit viel Ehrgeiz, der vom Feld in die Utopie…äh…Großstadt zieht, um dort ihren Traum zu verwirklichen (Polizistin werden). Anfangs als Quotenhase zur Politesse verdonnert (ja, der ganze Film ist wie immer mit einer starken „Message“ versehen), trifft sie auf den Fuchs Nick Wilde der von dem ganzen Friede, Freude, Eierkuchengedöhns in der Stadt (Raubtiere und Beutetiere leben friedlich zusammen) nicht ganz so viel hält und einfach sein Ding durchzieht (billige Trickbetrügereien). Judy Hopps (so heißt unser Hase) wird dann ganz schnell in einen Entführungsplot verwickelt, zieht Nick Wilde mit hinein und reißt dabei fast die ganze Stadt in den Untergang bevor sie sich dann doch wieder fängt und es zum Happy End kommt (Stadt gerettet, Bösewichte hinter Gittern, Fuchs vorbildliches Mitglied der Gesellschaft, Hase ohne Vorurteile, etc.).

Hier 08/15-Überschrift einfügen

Zoomania (Disney-Promobild)

Zoomania (Disney-Promobild)

Im Prinzip könnte ich meine bisherigen Rezensionen von anderen 3D-Animationsfilmen einfach 1 zu 1 hier rein kopieren. Zum Beispiel, dass die lustigste Szene (Führerscheinstelle) mal wieder (fast) komplett im Trailer enthalten war. Oder, dass die knapp 2 Stunden trotzdem durchaus unterhaltsam waren und es neben den üblichen Pop-Culture-Anspielungen (zum Beispiel Der Pate mal wieder – dieses Mal als Spitzmaus) auch noch ein paar andere mehr oder weniger lustige Gags gab. Im Kern ist es aber erneut die irgendwie immer gleiche Geschichte vom kleinen Mann mit einem Traum, der zum Held wird wie man sie von Disney & Co. immer und immer wieder serviert bekommt. Nur der politische Hintergrund unterscheidet sich jedes Mal – hier nun das Thema Integration und Toleranz.

Ja, mir ist durchaus klar, dass es sich am Ende des Tages um Filme für Kinder handelt und die sind schon damit zufrieden, dass ein süßer Hoppelhase auf der Leinwand herumtollt und lustige Sachen macht. Insofern hat der Film durchaus sein Ziel erreicht und bietet nicht nur für die Kleinen, sondern auch für ihre großen Begleiter eindeutig solide Unterhaltung wie man sie, so muss man es leider sagen, mittlerweile gewohnt ist.

Insgesamt dennoch knapp 4 von 5 Sics für Zoomania weil die Faultiere in der Führerscheinstelle wirklich extrem lustig sind. Um die Wertung allerdings in einen besseren Kontext zu bringen: Im Vergleich fand ich Alles steht Kopf aber tatsächlich origineller (wenngleich er zum Ende hin etwas abflacht).

Ant-Man (Cover)

Ant-Man (Cover)

Ant-Man (2015, SciFi-Action, DV) – Dass nicht alle Marvel-Filme der absolute Hit sein werden, war spätestens seit Iron Man 2 klar (wobei ich ihn persönlich nicht ganz so schlimm finde wie gefühlt die meisten Fans). Aber Ant-Man ist eindeutig der „normalste“ Superhelden-Film aus der zweiten Phase. Ist zwar keine Kunst, wenn man berücksichtigt welche Bloche fünf andere absoluten Blockbuster dazu zählen. Aber es ist entsprechend nicht verwunderlich, dass er nicht in so hohen Tönen gelobt wird wie die anderen.

Ich fand es hingegen tatsächlich mal wieder erholsam, dass nicht die ganze Welt am Abgrund steht und auch die Riege der Charaktere sehr übersichtlich ist. Das macht ihn zu einem wesentlich einfacher zu verdauenden Actionfilm. Mal abgesehen davon, dass man ausnahmsweise mal nicht alle vorherigen Marvel-Filme gesehen haben muss, um ihn zu verstehen. Außerdem spielt Michael Douglas eine wichtige Hauptrolle – und das finde ich immer gut. Ich mag den Kerl :smile: .

Kleine Männer

Ant-Man (Disney-Promobild)

Ant-Man (Disney-Promobild)

Die Geschichte ist wie gesagt eher übersichtlich. Im Prinzip ist es ein einziger Heist-Movie. Scott Lang (Paul Rudd) hat die Reputation ein toller Einbrecher zu sein (obwohl er für seinen tollen Coup im Gefängnis landete?) und wird deshalb von Hank Pym (Michael Douglas) angeheuert den in Entwicklung befindlichen Schrumpfanzug und alle dazugehörigen Daten zu zerstören. Der stammt von seinem ehemaligen Schüler und wird bei seiner ehemaligen Firma entwickelt. Hank hatte sich jahrelang geweigert seine Schrumpfformel herauszurücken, weil er Angst hatte, dass sie für böse Zwecke eingesetzt wird – zu Recht wie man sieht. Natürlich hat Hank auch so einen Anzug Zuhause und macht Scott damit zum Ant-Man. Fertig.

Der Rest des Films sind Trainingsmontagen, das Zusammenrotten einer Gruppe von unfähigen Kriminellen und der Einbruch in die Firma an sich. Nichts Besonderes aber doch irgendwie alles auf einem hohen Niveau (Schauspielerisch und Technisch sowieso) und erfrischend viel Humor.

Ich fand mich entsprechend sehr gut unterhalten von den zwei Stunden Film und kann guten Gewissens 4 von 5 Sics vergeben. Zwar gab es wie immer die eine oder andere Logiklücke. Aber das tat dem Spaß insgesamt keinen großen Abbruch. Im Gegenteil bin ich wirklich gespannt wie Marvel den Ant-Man in die restliche Avengers-Riege integriert.

Und damit gebe ich ab bis Montag!

Die DOOM CE

Die DOOM CE

Jetzt, wo ich zumindest theoretisch mal wieder was „Anständiges“ spielen kann statt immer nur New Star Soccer (Tipp: 12 Rennpferde kaufen und hochleveln -> Geldsorgen ade!), konnte ich mich einfach nicht mehr zurückhalten. Ich habe zwar lange überlegt, ob ich wirklich bei eBay auf den „Sofort Kaufen“-Button drücken soll. Nur weil der Rechner steht, habe ich ja nicht plötzlich wieder mehr Zeit. Und Geld braucht man sowieso immer für irgendwas Anderes (Eheringe sind nicht ganz billig…).

Am Ende habe ich mich dann aber doch mal für mich entschieden und endlich Assassin’s Creed Rogue gekauft. Mmmh? Ach ne, das habe ich diese Woche spontan für wesentlich billiger als im Internet (passiert ja eher selten) im real mitgenommen. Ich meinte natürlich die extrem stark limitierte Collector’s Edition von DOOM (2016, PC) mit der mega-genialen Revenant-Statue. Und nicht nur habe ich nach vergleichsweise so langer Zeit noch eine OVP bekommen, sie hat mich tatsächlich gut 30 Euro weniger gekostet als am Releasetag. Passiert nicht so häufig. Die Collector’s Edition von Fallout 4 oder The Witcher III: Wild Hunt liegen beispielsweise bei 300 Euro aufwärts.

Natürlich habe ich kurz überlegt, ob ich diesen mittlerweile eher seltenen Anlass dazu nutze mal wieder 1-2 Folgen von Christoph spielt zu produzieren. Aber am Ende war mein Ego einfach stärker. Wenn ich als der ultimative id-Fan™ jetzt schon 1 1/2 Monate gespannt darauf gewartet habe DOOM zu spielen, dann will ich es VERDAMMT NOCHMAL auch in Ruhe tun. Und was soll ich sagen? Der Kauf war eine gute Entscheidung.

Eingerostet

Es fühlt sich so richtig gut an seit einer gefühlten Ewigkeit mal wieder einen anständigen (=hohes Tempo und mit Waffen, die sich handfest anfühlen) Ego-Shooter zu spielen. Leider musste ich gleichzeitig feststellen, dass ich im letzten halben Jahr durchaus etwas eingerostet bin. Die Imps haben schon angefangen mich auszulachen, weil ich anfangs so gut wie nichts getroffen habe. Hoffentlich ist das nur temporär. Will doch nicht schon zu alt für sowas sein…

Ein Revenant

Ein Revenant

Egal. Wichtig ist nur eins: id Software hat zumindest mit der Einzelspielerkampagne von DOOM anscheinend alles richtiggemacht (Mehrspielermodus und SnapMap sind ein anderes Thema…). Die Kämpfe sind anspruchsvoll (spiele auf Ultra-Violence – dem höchsten am Anfang verfügbaren Schwierigkeitsgrad) und abwechslungsreich, die Waffen fühlen sich wie erwähnt und wie von id gewohnt richtig gut an (gut, die Pistole ist es komisch aber die Shotgun ist eh wichtiger) und die „Glory Kills“ funktionieren überraschenderweise ebenso perfekt ohne den Spielfluss wirklich zu unterbrechen (und haben wir schon öfters den Arsch gerettet). Die Jagd nach den zahlreichen Secrets (süße Puppen!) macht zusätzlich Laune wenngleich die Umsetzung der DOOM II-Level nicht ganz so perfekt ist (Texturen sind falschrum, Lichtquellen falsch gesetzt, etc.). Trotzdem cool, dass es sie gibt.

Und dann sieht die ganze Sache auch noch extrem gut aus (allerdings in den bisherigen Leveln etwas viel rostbrauner Mars-Look) ohne großartig an Performance einzubüßen (spiele auf den höchsten Details und habe ja mittlerweile nicht mehr die neueste Grafikkarte). Nur an das Aussehen der Gegner – da muss ich mich noch dran gewöhnen. Als DOOM-Fan wirken speziell die Imps, die jetzt mehr wie Goblins mit krummen Rücken aussehen, etwas komisch. In DOOM 3 waren sie ja noch wesentlich mehr an das Original angelehnt. Das gilt übrigens genauso für die Waffen, die sich jetzt verbessern lassen und alternative Feuermodi besitzen. Ich vergesse irgendwie immer noch, dass beispielsweise die Shotgun sich „aufladen“ lässt. Bin ich einfach nicht gewohnt von früher. Wird aber sicherlich noch.

Die dunkle Seite

Schade nur, dass id nicht genau so viel Energie in die restlichen Spielmodi investiert hat. SnapMap ist im Kern eine geniale Idee. Und man hat selbst als unerfahrener Level Designer buchstäblich in Minuten ein funktionierendes und halbwegs spaßiges Level zusammengezimmert. Aber DOOM ist neben der The Elder Scrolls-Reihe DAS Spiel welches erst durch die Modcommunity so lange am Leben erhalten wurde (Brutal Doom ist da nur die Spitze des Eisbergs). Da ist es schade, dass für diese Gruppe von Leuten zumindest bislang kein anständiger Ersatz zur Verfügung steht. Es wäre ja schon ein Ansatz die Möglichkeit zu geben die Limitierungen von SnapMap auf Wunsch aufzuheben (beispielsweise können nur 12 Monster gleichzeitig in einem Raum aktiv sein). So können die Modder leider nicht das volle Potential der id Tech 6 ausschöpfen und dabei ist schon extrem beeindruckend, was sie aktuell mit SnapMap fabrizieren.

DOOM (Herstellerbild)

DOOM (Herstellerbild)

Der Mehrspielermodus ist hingegen…nun, alles nur nicht DOOM. Es wurde ja schon damals bei DOOM 3 geschimpft (anfangs nur 4 später 8 Spieler auf einer Karte gleichzeitig und wesentlich langsameres Spieltempo). Aber immerhin hatte es noch etwas mit DOOM bzw. Quake gemeinsam. Der neue Mehrspielermodus hingegen riecht und spielt sich trotz des Twists, dass es ein Dämonen-Powerup gibt (wer es bekommt, wird für eine halbe Minute zu einem mächtigen Dämon) mehr nach Halo. Und wenn ich Halo spielen will, dann spiele ich Halo und nicht DOOM. Sehr schade. Schon allein, dass es immer noch keinen Deathmatch-Modus gibt ist eine Schande. Und dann auch noch Loadouts statt Waffen sammeln. Nene. Es macht zwar ein paar Runden Spaß. Aber am Ende des Tages ist es leider nichts, was man nicht woanders schon gleichwertig oder sogar besser gesehen hat. Da hätte ich mir dann doch lieber noch ein paar mehr Einzelspielerlevels gewünscht.

Beim Christoph meint: Wolfenstein: The New Order war bereits ein äußerst gelungener Neustart einer absoluten Kultserie. DOOM steht dem definitiv in Nichts nach – zumindest in Sachen Einzelspielerkampagne. Das Gameplay ist wie die Musik (schnell und hart), die Levels voller Secrets und die Monster zahlreich und das Spiel nimmt sich selbst nicht zu ernst (die Geschichte ist sowieso 08/15). Eben genau so wie man als Veteran sich das Original von 1993 vorstellt. Aus meiner Sicht eine klare Kaufempfehlung für alle Solo-Shooter-Fans. Das Warten hat sich in dieser Hinsicht gelohnt. Und jetzt bitte ein neues Einzelspieler-Quake!

Mein neuer Arbeitsplatz

Mein neuer Arbeitsplatz

„Nur“ 85 Updates erwarteten mich auf Steam als ich erstmals wieder mit dem Hauptrechner online ging. Bei immerhin über 400 installierten Spielen und 174 Tagen (fast ein halbes Jahr) Abwesenheit gar nicht mal so viel. Aber ja: Wie erwartet, konnte ich am Samstag endlich nach dem Putzen der Fenster (zum 1. Mal in diesem Haus) alles in Sachen Hardware und Elektronik aus dem Keller holen, saubermachen, aufbauen und anschalten.

Und was soll ich sagen? Ausnahmsweise funktionierte alles auf Anhieb – auch der Subwoofer hat den Umzug erfolgreich überlebt. So sollte das ja normalerweise sein. Leider ist das anscheinend bei mir so eine Sache mit dem „normal“. Gut, zwei Probleme sind dann doch noch aufgetaucht: Die Box hinten rechts hat etwas gekratzt aber das lag (zum Glück) nicht an ihr, sondern am Kabel/der Verbindung.

Außerdem hat es kurz den Anschein gemacht, als hätte ich zum ersten Mal in gut zehn Jahren wieder das Buch Bagdadsoftware and the Curse of the Hard Disk Drive aus dem Schrank holen müssen. Aber am Ende half es sie einmal abzustecken und ohne zu booten. Anschließend wurde sie wieder korrekt erkannt. Was Anderes will ich auch nicht hoffen, schließlich war es die Western Digital mit 4TB, die noch relativ frisch ist. Vermutlich hat sie sich aber nur durch die ganzen Updates verschluckt. Vor allem Steam und World of Tanks haben die etwas unschöne Angewohnheit jedes bisschen Festplattenleistung beim Aktualisieren für sich in Anspruch zu nehmen.

Wie denn das?!

Und wie ist sonst so die Bilanz des Umzugs? Nun bei den Filmen und Serien fehlen weiterhin nur die, die schon in Eckental nicht mehr vorhanden waren (genauer gesagt nur Oktober – der Rest ist noch bei diversen Leuten im „Verleih“). Bei den Spielen gab es hingegen zusätzliche Verluste, die ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Ich hoffe entsprechend, dass in irgendeinem Karton doch noch Limbo, Metal Gear Solid 4 und StarCraft II: Legacy of the Void auftauchen. Macht einfach keinen Sinn, dass die plötzlich verschwunden sind (die Sammlung war komplett beim Einräumen in Klein-Gerau). Zum einen habe ich niemanden Spiele ausgeliehen während meiner Zeit in Klein-Gerau und zum anderen habe ich die Kartons alphabetisch befüllt. Sehr, sehr komisch. Die fünf Spiele, die mir schon in Eckental plötzlich gefehlt haben, habe ich hingegen endlich mal nachgeordert, damit die Sammlung wieder komplett ist.

Jetzt muss ich nur noch hoffen, dass auch die CD- und Papierhüllen auch noch soweit vollständig sind. Die stehen aktuell noch im Keller, sollen aber auch endlich seit meinem Wegzug aus Gunzemich wieder ausgepackt werden. Dann wäre erstmals seit 2013 alles sicht- und greifbar – falls ich spontan das Bedürfnis habe Magic Carpet 2: The Netherworlds zu spielen. Habe ich schon erwähnt, dass ich viel zu viel Geld für Unterhaltungsmedien ausgegeben habe? Bitte? Könnte mich ja jetzt davon trennen? Hab‘ ich doch schon getan! So einige Serien sind bei eBay gelandet! Was? Videospiele verkaufen? Ich glaub‘ du hast sie nicht mehr alle, doofer Besucher! Meine geliebten Videospiele verkaufen…wo leben wir denn? Ich dachte, ich hätte ein Haus gekauft, um endlich genug Platz dafür zu haben. Also komm mir nicht mit so blöden Ideen!

Und sonst?

Sailor Moon (Screencap)

Sailor Moon (Screencap)

Nein, gespielt habe ich am Hauptrechner trotzdem noch nichts. Lysanda und ich sind aktuell zu sehr damit beschäftigt meine Wissenslücke namens Sailor Moon zu schließen. Ja, wir haben tatsächlich angefangen alle 200 Folgen von Sailor Moon – Das Mädchen mit den Zauberkräften. Sind allerdings noch nicht sehr weit (Folge 13 steht an), weshalb ich mir einen ausführlichen Erfahrungsbericht an dieser Stelle (noch) spare. Das hebe ich mir für später auf. Aber ich muss trotzdem folgende Punkte auf Basis der bisherigen Folgen loswerden:

  • Usagi „Bunny“ Tsukino ist eine unerträgliche Heulsuse
  • Es wird ganz schön extremes Szenenrecycling gemacht auch abseits der Verwandlungsanimationen der Kriegerinnen
  • Superman hatte immerhin eine Brille auf wenn er „privat“ unterwegs war – wieso niemand die Sailor-Kriegerinnen erkennt ist so total unlogisch…
  • Das „Monster der Woche“-Format wirkt sehr gezwungen zumal es der immer gleiche Folgenablauf ist
  • Tuxedo Mask ist sowas von eingebildet, dass gibt’s nicht!
  • Luna und Sailor Mars sind meine derzeitigen Lieblingscharaktere weil vor allem letztere der absolute Kontrast zur Sailor Moon darstellt
  • Die deutsche Übersetzung wirkt öfters mal unvollständig/komisch zum Beispiel, wenn sie ihr Diadem wirft und gefühlt 20 Minuten Pause ist bevor „Mondschein flieg und sieg“ aus den Boxen kommt

Mehr dazu wie gesagt, sobald ich mehr davon gesehen habe. Die meisten Serien fangen ja eher schwach an (ja, auch Staffel 1 von Star Trek: The Next Generation ist nicht der Brüller). Deswegen werfe ich noch lange nicht die Flinte ins Korn. Aber das ist mir bislang besonders aufgefallen.

Und damit gebe ich ab bis Montag!

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