Die langerwartete Box

Um das ganze Thema „Crowdfunding“ ist es mittlerweile durchaus sehr ruhig geworden. Nicht etwa, weil der Trend schon wieder abgestorben ist. Nein einfach deshalb, weil er mittlerweile zur Normalität geworden ist. Entweder man macht mit oder man macht halt nicht mit. Es kräht kein Hahn mehr wirklich danach. Kein Wunder: Die Kampagne zum Double Fine Adventure namens Broken Age ist auch schon wieder fast fünf Jahre her.

Seitdem ist der Hype zwar massiv abgeflaut aber es gibt immer noch viele Projekte, die nur dank Kickstarter & Co. überhaupt auf den Markt kommen. Natürlich noch viel mehr, die dort nicht erfolgreich sind. Und freilich ebenso die Titel, die trotz Crowdfunding-Erfolg irgendwie immer noch nicht erschienen sind. Ja, auf die Box von Broken Age haben alle sehr lange warten müssen. Aber in meiner Übersicht stehen definitiv noch mehr 2012er Kampagnen, die bis heute noch nicht 100% abgeschlossen sind. Einige davon werden es wohl auch nie sein. Aber das ist nun einmal das Risiko beim Crowdfunding. Es ist am Ende des Tages eben nur eine Spende und keine Vorbestellung. Warum das so mancher immer noch nicht kapiert hat, will mir nicht in den Kopf gehen.

Der alternative Weg

Es ist für mich auf jeden Fall sehr cool mit anzusehen, dass sich einige Leute dank Crowdfunding erfolgreich ihre Nische geschaffen haben und damit Dinge produzieren, die richtig gut sind. Damit meine ich selbstverständlich nicht nur Spieleentwickler auch wenn ich es durchaus erfreulich finde, dass Leute wie Brian Fargo (inXile Entertainment – Wasteland 3), Swen Vincke (Larian Studios – Divinity: Original Sin) oder die Jungs von Obsidian (Pillars of Eternity II) und Stoic Studio (The Banner Saga) nicht nur mehr Freiheiten haben IHR Spiel mit IHRER Vision zu entwickeln (der Publisher erfüllt nur noch die Funktion, die er anfangs hatte – das Vertreiben des Titels), sondern parallel viel positive Bestätigung für ihre Arbeit erhalten, weil das Ergebnis am Ende richtig gut geworden ist.

Mal abgesehen davon, dass die Community ein größeres „Besitzgefühl“ dadurch entwickelt, weil sie mehr oder weniger aktiv mitgewerkelt haben. Wie schrieb Swen Vincke nach der Veröffentlichung von Divinity: Original Sin so schön? „We couldn’t have achieved this level of success without the help of all our Kickstarter backers“.

Neben den Spielen finde ich aber vor allem im Buch- und Musikbereich mittlerweile viel Hochwertiges, was es ohne Crowdfunding wahrscheinlich nicht gegeben hätte. Die beiden Verlage Read-Only Memory (The Bitmap Brothers: Universe) und Bitmap Books (Generation 64) sind gute Beispiele für viele interessante Projekte, die am Ende zu hochwertigen und interessanten Büchern über die Spieleindustrie werden, die den Markt (und mein Wissen) massiv bereichern. Aber auch einzelne Sachen wie das mega-interessante A History of the Great Empires of EVE Online von Andrew Groen oder die englischen Übersetzungen der ziemlich einzigartigen Hinter-den-Kulissen-von-Spielen-Büchern von Third Edition Books. Von den ganzen Webcomics, die dank Crowdfunding überhaupt erst in physikalischer Form veröffentlicht wurden ganz zu schweigen. Letzteres ist aber vermutlich wirklich nur für verrückte Sammler wie mich interessant :smile: .

Die Anklage

Ein Teil meiner Crowdfunding-Sammlung

Bei den „Wiederholungstätern“ unter den Crowdfunding-Projekten kommt freilich gerne der Vorwurf auf, warum sie denn schon wieder den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen. Ihr vorheriges Produkt war doch so erfolgreich, da könnten sie den Nachfolger doch sicherlich mit den Gewinnen finanzieren. Ich teile diese Meinung logischerweise nicht. Zum einen kann selbst bei einem erfolgreichen Projekt am Ende nicht genug für den Nachfolger übrigbleiben, schließlich gibt es mehrere Varianten von Erfolg – der finanzielle kann durchaus trotzdem ausbleiben. Es geht aber auch nicht unbedingt nur darum das Projekt überhaupt über die Bühne zu bringen. Im Gegenteil heißt es in diversen Nachfolger-Crowdfunding-Kampagnen klipp und klar, dass ein Grundbetrag bereits vorhanden ist und das Produkt auf jeden Fall erscheinen wird mit oder ohne Erfolg der neuen Kampagne.

Mit dem zusätzlichen Geld und vor allem der zusätzlichen Aufmerksamkeit kann der Hersteller aber nun einmal noch ein Quäntchen mehr Qualität herauskitzeln bzw. wieder die Community stärker mit einbinden. Und diesen Ansatz finde ich super. Vor allem deshalb, weil ansonsten die ganzen Leute am Ende jammern würden, warum der Nachfolger nicht 100mal besser ist oder eine ähnliche Kritik. Aber auch, weil er seinen gewünschten Effekt hat. Natürlich hätte Sam Dyer (Bitmap Books) nach dem Erfolg von Commodore 64: a Visual Compendium alle weiteren Bücher aus eigener Tasche produzieren können. Sie wären jedoch nicht annähernd so umfangreich geworden wie sie es nun dank der (massiv) überfinanzierten Kickstarter-Kampagnen. Da habe ich als Käufer doch nur Vorteile: Ich weiß, dass der Anbieter schon mehrere Kampagnen erfolgreich durchgeführt und abgeliefert hat. Ich kenne die Qualität, die er bietet und ich kriege gleichzeitig mehr für den gleichen Preis. Das einzige Negative bleibt, dass ich ihm das Geld vorab geben muss. Und ja: Natürlich könnte trotz der ganzen Erfahrung das aktuelle Projekt in die Hose gehen. Dennoch unterstütze ich in so einem Fall bereitwilliger als bei einem unbeschriebenen Blatt. Das seht ihr logischerweise auch an meiner Crowdfunding-Übersicht, die mittlerweile gefühlt nur noch von Nachfolgern erweitert wird :smile: .

Fazit

Eine aktuelle Kampagne, die ich unterstütze

Was lässt sich also nach fünf Jahren Crowdfunding sagen? Nun, die Masse an Mist ist freilich nicht weniger geworden. Die Erfolgschancen stehen allerdings schlechter für sie, denn das Absterben des Hypes hat dazu beigetragen, dass die Köpfe auf beiden Seiten etwas kühler geworden sind. Plus natürlich dank der vielen Sicherheitsmaßnahmen, die aufgrund der Anfangsprobleme von den Crowdfunding-Plattformen eingeführt wurden. Dadurch ist eindeutig die Qualität angestiegen und die Wahrscheinlichkeit, dass das Finanzierte auch tatsächlich erscheint. Bei mir ist beispielsweise 2015/2016 nichts mehr dabei was nicht entweder schon da ist (vor allem bei Büchern geht es mittlerweile sehr fix) oder wo ich sagen würde, dass es niemals kommt. Und auch wenn der eine oder andere Rohrkrepierer dabei war: Insgesamt bin ich mit dem Ausstoß der letzten fünf Jahre sehr zufrieden.

Es ist natürlich weiterhin nicht jedermanns Sache und am Ende des Tages gibt es die vollständige Sicherheit nur, wenn man mit dem Kauf bis nach dem Release wartet. Aber ich finde es sehr gut, dass sich Crowdfunding als echte Alternative zum klassischen Publisher-Verhältnis im Mainstream etabliert hat und so nicht nur Innovationen gefördert werden, sondern auch einfach bessere Produkte, weil sie ohne großen Marktdruck entstehen können.

Nintendo Switch (Herstellerbild)

Über 100 Millionen Einheiten möchte Nintendo von seiner Switch verkaufen – zumindest erzählen sie das ihren Anlegern. Verständlich: Nach dem eher mäßigen Erfolg der WiiU (ich gebe dem Namen ungefähr 76,43% der Schuld daran) soll die Nintendo Switch endlich wieder an den unvergleichlichen Erfolg der Wii anknüpfen. Ja, technisch gesehen haben sowohl die PlayStation als auch die PlayStation 2 mehr Einheiten verkauft (vom Nintendo DS und den Gameboys ganz zu schweigen). Aber die Wii war definitiv ein anderes Kaliber was das Phänomen an sich anging und entsprechend der Misserfolg der WiiU (14 Millionen verkaufte Einheiten) ein massiver Dorn im Auge des Managements.

Ein einmaliges Ereignis

Doch gerade aufgrund des immensen Erfolgs der Wii bezweifle ich ein wenig, dass da die Switch mithalten kann. Nicht etwa, weil ich die Switch doof finden würde (abseits vom Namen). Nein, die Wii war schlicht und einfach das perfekte Gerät zur perfekten Zeit. Es traf 2006 massiv den Zeitgeist (Bewegungssteuerung, die Out-of-the-Box auch tatsächlich ganz gut funktionierte) und konnte damit Zielgruppen für sich erschließen, die sonst abseits des PCs (und heute Smartphones) nicht erreichte. Vor allem, weil auf der Packung „Nintendo“ stand. Eine Firma, die selbst der Älteste unter den Ältesten kennt. Das darf man definitiv nicht unterschätzen. Gleiche Konsole nur mit „Microsoft“ oder „Sony“ drauf? Ich glaube nicht, dass sie diese Reichweite gehabt hätte.

Allerdings war dieser Erfolg ohne langfristige Wirkung aus meiner Sicht. Ja, anfangs war die Konsole monatelang überall ausverkauft und Wii Sports ist in den Top 3 der meistverkauften Videospiele aller Zeiten (nach Tetris und Minecraft und vor GTA V). Aber im Rückblick hat sich gezeigt, dass das Softwareangebot der Wii nicht nur eher übersichtlich blieb, sondern auch von dieser neuen Zielgruppe mit massivem Dessinteresse begleitet wurde. Sie hatten ihr Wii Sports und vielleicht noch WiiFit – mehr brauchten sie nicht. Und alle anderen scherzten stattdessen darüber, dass sie mal wieder ihre Nintendo-Konsole abstauben müssten, weil sie darauf schon ewig nichts mehr gespielt haben.

Gleicher Ansatz, neuer Look

Nintendo Switch (Herstellerbild)

Grundsätzlich erscheint mir die NSC (keine Ahnung, was die offizielle Abkürzung ist) einfach nur eine Weiterentwicklung der WiiU zu sein. Das ist auch erst einmal nicht schlecht. Warum eine Konsole und einen Handheld kaufen, wenn ich beides in einem habe? Der WiiU-Controller war nur einfach nicht wirklich handlich. Da gefallt mir die NSC mit den Joy-Con-Controller wesentlich besser (und sieht etwas handlicher aus). Und Zuhause dann sogar noch optionales Controllerfeeling durch die Joy-Con-Halterung (wieder so ein blöder Name) oder den Pro Controller, so muss das sein!

Ich finde diese vollkommen modulare Idee also nicht nur in Bezug auf die Konsole, sondern auch die Controller durchaus cool. Es steigt zwar die Gefahr, dass man eines der drei Teile verliert aber so ist das ja immer. Dass die Abwärtskompatibilität nur digital ist, weil das System wieder Cartridges benutzt und man vermutlich wieder alles neu kaufen muss (Nintendo halt) ist natürlich doof. Andererseits kann ich mir durchaus vorstellen sowohl eine WiiU im Hause zu haben als auch eine NSC – schon allein weil wahrscheinlich so einige jetzt ihre WiiU samt kompletter Spielesammlung billig bei eBay raushauen werden :smile: . Außerdem ist es völlig legitim mal wieder einen Cut zu machen, denn seien wir mal ehrlich: Wer will schon Wii Sports mit der NSC spielen?

Die ganze Thematik mit dem kostenpflichtigen Onlineservice sehe ich hingegen kritisch. Nicht, weil ich nicht bereit wäre dafür zu bezahlen (ich habe seit Jahren ein Xbox Live Abo). Mein Problem liegt in der Kombination aus „Nintendo“ und „Onlineservice“. Wenn ich wieder (gefühlt) 200-stellige Friendscodes für jedes Spiel einzeln eintippen muss, dann geht mir so langsam die Hutschnur hoch. Kindersicherung schön und gut – das muss einfach bessergehen. Und natürlich bitte endlich nur ein Account auf dem dann für alle Ewigkeit meine gekauften Spiele jederzeit wieder herunterladbar sind.

Die Spiele

Zelda: Breath of the Wild (Herstellerbild)

Am 3. März 2017 soll die kleine schwarze dann im Regal stehen. Das Launch-Lineup von Nintendo für die Switch ist mit zwei Titeln durchaus übersichtlich. Wobei sie mit The Legend of Zelda: Breath of the Wild natürlich ein massives Schwergewicht mit dabeihaben, welches bei der WiiU eindeutig gefehlt hat. New Super Mario Bros. U ist da einfach kein Vergleich wie ich finde. 1-2 SwitchWii Sports. Der Rest der insgesamt 10 Launchtitel? Nun, hauptsächlich Ports von schon lange auf anderen Plattformen veröffentlichten Titeln. Einzig Super Bomberman R würde mich persönlich noch reizen.

Andererseits behauptet Nintendo, dass das dieses Mal tatsächlich so geplant war. Der Gedanke: Lieber einen regelmäßigen Schub an Neuveröffentlichungen haben und damit ständig im Gespräch sein statt nur hin und wieder. Diesen Ansatz kann ich auch durchaus nachvollziehen, wenngleich er sicherlich dem ein oder anderen Hardcoregamer nicht passen wird, der The Legend of Zelda: Breath of the Wind schon fünf Minunten nach Release 100% durchgespielt hat. Und Nintendo hat durchaus noch ein paar Asse im Ärmel dieses Jahr mit Splatoon 2, Xenoblades Chronicles 2 und Super Mario Odyssey (wobei ich das ästhetisch sehr komisch finde). Die Aussage, dass derzeit 100 Spiele bei 70 Publishern in Entwicklung sind, kommentiere ich hingegen mit einem „Ja, und?“. Das war damals bei der WiiU exakt gleich aber am Ende wurden die meisten davon wieder eingestellt. Wenn Nintendo in dem Punkt wieder auf die Nase fällt, dann müssen sie ihr Konzept mal grundsätzlich überdenken.

Fazit

Ich werde mir keine Nintendo Switch zum Releasetag holen, das dürfte aber niemanden verwundern. Gespannt bin ich aber dennoch, ob Nintendo wirklich aus den Fehlern der WiiU gelernt hat und nun zurück zu alten Stärken findet. Und zumindest was ich bislang gesehen habe, macht mich definitiv mehr an als die WiiU. Außerdem interessieren mich die Entwicklung des Onlineservice und die Third-Party-Spieleversorgung brennend.
Und wie seht ihr das? Steht ihr direkt an Tag 1 im Laden oder findet ihr das neue Gerät total doof?

Sicarius

Rennende Sphärenläufer

Selbst wenn man, wie ich, derzeit hauptsächlich auf dem Smartphone zockt: Etwas Abwechslung muss sein. Nein, ich rede nicht davon, dass am Donnerstag seit langem mal wieder ein neuer Kairosoft-Titel erschienen ist, der nicht im Free-2-Play-Format daherkommt (March to a Million). Zwar habe ich mir auch den selbstverständlich sofort gekauft und spiele fleißig aber da bin ich noch nicht tief genug drin, um eine Einschätzung treffen zu können. Anders sieht es bei den folgenden zwei Titeln aus:

Die Ruhe vor dem Sturm

Magic the Gathering: Puzzle Quest (2015; iOS & Android) – Ich bin bekanntlich einer der wenigen, der sich tatsächlich bis zum Finale von Puzzle Quest: Challenge of the Warlords durchgekämpft hat. Sprich, der nicht auf dem Weg der endlosen Langeweile dieses Match-3-Titels erlegen ist. Mittlerweile gibt es nicht nur ein paar Nachfolger zum Original, sondern auch ein paar (hauptsächlich Mobile) Spin-offs. Darunter einen mit der Lizenz des Kartenspiels Magic the Gathering. Und da ich sowohl Fan von Puzzle Quest als auch Magic the Gathering bin und die App darüber hinaus Free-2-Play ist, habe ich mich mittlerweile in den ewigen Kampf der Planeswalker gestürzt.

Das Spielprinzip ist bekannt: 7×7 Steine in sechs Varianten (fünf Farben, ein Spezialstein) liegen zufällig verteilt herum und ihr müsst mindestens drei zusammenbringen, um sie vom Spielfeld zu löschen. Getreu der Lizenz, sammelt ihr dadurch Mana in den verschiedenen Farben bzw. (durch die Spezialsteine), Planeswalker-Loyalitätspunkte (für spezielle Zaubersprüche eures Charakters). Habt ihr genug Mana gesammelt (die Farbe ist egal – eure Planeswalkeraffinität entscheidet nur, wie viel Mana ihr für die Kombi erhaltet), wird die oberste Karte in eurer virtuellen Hand ausgespielt. Das kann ein Zauber, eine Kreatur oder ein Support sein. Letzteres werden zu Steinen auf dem Spielfeld, die euch besondere Boni geben aber auch vom Gegner einfach gelöscht werden können, wenn er sie als Teil seiner Dreier-Kombi verwendet. An Kreaturen könnt ihr bis zu drei gleichzeitig auf dem Spielfeld haben, die auf euren Gegner (bestenfalls) jede Runde solange einschlagen bis er keine Lebensenergie mehr hat.

Grenzenlose Freiheit

Eine der unzähligen Karten

Soweit, so einfach. Das coole an Magic the Gathering: Puzzle Quest ist jedoch, dass ihr euer Karten-Deck wie im Original frei zusammenstellen könnt. Hier kommt dann natürlich auch der Free-2-Play-Aspekt ins Spiel. Zwar erhaltet ihr einen gewissen Grundstock und könnt regelmäßig kostenlos neue Karten erhalten (alle acht Stunden sowie bei täglichem Login ein paar Mal im Monat). Aber natürlich wollen die Entwickler, dass ihr die Kartenpacks kauft. Das gilt genauso für zusätzliche Planeswalker. Schließlich wollt ihr ja nicht einfach nur Chandra haben, sondern unbedingt Chandra, Torch of Defiance. Um die zu bekommen, braucht ihr jedoch Kristalle und die gibt es am einfachsten für echtes Geld. Genauso wie die Planeswalkerpunkte, die ihr benötigt, um eure Charaktere aufzuleveln.

Steht euer Deck, könnt ihr damit die Einzelspielerkampagne meistern, gegen Decks anderer Spieler antreten (allerdings KI-gesteuert) oder in Events kämpfen und dadurch jeweils Belohnungen (Kartenbooster, Kristalle, Planeswalkerpunkte) erhalten, um den Zyklus zu wiederholen.

Beim Christoph meint: Der Titel leidet leider ab einem gewissen Punkt stark unter dem Free-2-Play-Gedanken. Zwar gewinne ich mit den Standarddecks immer noch halbwegs regelmäßig aber meine Freiheit eigene, erfolgreiche Decks zu bauen ist massiv dadurch eingeschränkt, dass die dicken Karten (Mythics, Rares) nur äußerst selten im kostenlosen Booster drin sind. Auch das Aufleveln meiner Charaktere geschieht nur langsam und dadurch komme ich in den diversen Events sowie der Einzelspielerkampagne aktuell nicht weiter. Sprich es heißt für mich aktuell vor allem: Grinden, grinden und grinden. Das ist schade, da das eigentliche Spielprinzip richtig viel Laune macht. Die Kombination aus dem Zufallselement (welche Karten habe ich gerade gezogen und welches Mana kann ich mir holen) plus Taktik (für welche Karte aus meiner Hand sammele ich jetzt Mana, wie funktioniert mein Deck) funktioniert einwandfrei. Deshalb: Wer beide Originale mag (und neben seiner physischen und digitalen Kartensammlung auch noch eine Mobile anfangen will), sollte sich den Titel unbedingt mal anschauen.

Ein Mehrspielerrennen

Super Mario Run (2016; iOS & Android) – Was waren alle gespannt auf diesen Titel. Das erste „richtige“ Mobilegame von Nintendo (vorher kamen Miitomo und Pokémon Go) und der „erste“ Auftritt des Klempners namens Mario auf einer anderen Plattform als dem Nintendo (es gab in den 90igern mal ein paar PC-Lernspiele). Das Spielprinzip ist schnell erklärt: Mario (könnt im Laufe des Spiels noch fünf weitere Charaktere freischalten) läuft automatisch von links nach rechts durch die sehr übersichtlichen Levels. Länger als 60 Sekunden dauert denke ich keines von den 24 Levels, die im Einzelspielermodus zur Verfügung stehen – zumindest nach der Zahlung von 9,99 Euro. Ohne dürft ihr nur die ersten vier Levels immer und immer und immer und immer…ihr wisst schon :smile: .

Es gilt das Ende des Levels zu erreichen, dabei möglichst viele Coins einzusammeln (sowie die 15 Special Coins, um drei Bonuslevel freizuschalten) und allen Gefahren auszuweichen. Kompliziert ist anders. Der einzige Unterschied zu all den Endlosrunnern dort draußen auf dem Markt ist schlicht, dass es ein definiertes Ende für jedes Level gibt. Mit den Coins könnt ihr euch anschließend Objekte für Peachs Königreich kaufen, von denen ihr aber auch erst einen Großteil freischalten müsst. Zum einen durch das Bewältigen des Einzelspielermodus, vor allem aber durch den Mehrspielermodus.

Zu zweit allein

Nach Zahlung des Eintritts (ein „Rally-Ticket“ pro Rennen) tretet ihr in speziellen, ein Stück weit zufallsgenerierten Varianten der Einzelspielerlevels gegen menschliche Spieler an – könnte man zumindest denken. In der Realität steht zwar der Name eines anderen Nutzers drauf, gesteuert wird die Figur aber von der KI. Ob dabei einfach nur ein altes Replay abläuft, sich die KI die Verhaltensmuster des eigentlichen Spielers gemerkt hat oder wirklich einfach nur die KI zockt – ich weiß es nicht. Am Ende des Tages ist es auch völlig egal, da ihr keinerlei Interaktionsmöglichkeiten habt mit dem Gegenüber (nur die übliche, völlig umständliche Friendslist).

Mein Königreich

Das Spielprinzip bleibt im Mehrspielermodus bis auf drei Details unverändert. So läuft das Level in einer Endlosschleife und endet, wenn die Zeit abgelaufen ist. Außerdem steigert ihr durch das Sammeln von Coins steigert euer Coin-Meter. Ist es voll, sind im Level plötzlich noch mehr Coins solange bis es wieder leer ist. Und zu guter letzt erhaltet ihr durch das Vollführen von„Tricks“ (knapp Gegnern entkommen, Special Coins sammeln, und sowas) Toad-Zuschauer.

Letzteres ist der ganze Sinn und Zweck des Mehrspielermodus, denn nur, wenn ihr genug von den Toads (gibt sechs Farben) habt, werden weitere Gebäude, Spezialsachen und Dekoobjekte für das Königreich freigeschaltet. Die gesammelten Toads werden quasi auf eure Coins aufgerechnet und wenn ihr mehr habt als euer Gegner, gewinnt ihr das Rennen und erhaltet als Belohnung die Coins sowie alle Toads. Das Ziel des Spiels? 9999 Toads sammeln und alle Objekte für das Königreich freischalten. Danach? Nix mehr.

Beim Christoph meint: Das Spielprinzip an sich macht freilich kurze Zeit Spaß. Da ist es egal ob jetzt Mario draufsteht, Rayman oder sonst was. Und es kommt absolut durchpoliert daher, wie man es eben von einem Nintendo-Titel erwarten würde. Ich finde es außerdem gut, dass es im Gegensatz zu den typischen Endlosrunnern ein definiertes Ende gibt. Das ist allerdings auch sein größtes Problem: Äußerst lange hält der Titel absolut nicht bei der Stange. Nach spätestens einer Stunde habt ihr alle Levels der Einzelspielerkampagne durch und schon ein paar Runden im Mehrspielermodus gedreht. Danach hält höchstens noch die Sammelwut bei Laune (sowie die Herausforderung die Special Coins zu finden und einzusammeln) – wenn überhaupt. Dass dieses übersichtliche Vergnügen 10 Euro kostet finde ich durchaus eine Frechheit. Da gibt es im Vergleich einfach viel Besseres. Zum Beispiel Rayman Jungle Run bzw. Rayman Fiesta Run .

Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #15

Wie im Jahresrückblick erwähnt, geht es aktuell wieder weiter was das Thema „Erdgeschoss renovieren“ angeht. Zwar kommen wir faktisch nur am Wochenende dazu irgendetwas zu tun aber wie heißt es so schön? Steter Tropfen höhlt den Stein. Sprich der Flur ist verputzt und auch schon Farbe drauf. Sah sehr schick und einladend aus. Leider musste ich am Sonntagmorgen beides an drei Stellen wieder mit Hammer und Spachtel runterholen, denn es hatten sich Risse gebildet.

Rigipsplatten – Nichts für n00bs!

Links eine der besagten Rigips-Wände

Der Grund für diese Situation ist relativ simpel: Der Vorbesitzer hatte sowohl Bad als auch Küche umgebaut und die neuen Wände zum Flur hin mit Rigipsplatten versiegelt. Wenn man es richtigmacht, absolut kein Problem. Im Gegenteil: Theoretisch hätten wir nicht einmal verputzen müssten, sondern direkt streichen können, weil es schon eine gerade und glatte Fläche hätte sein können. Praktisch wurde aber wieder massiv geschlampt.

Problem Nr. 1: Die Platten sind falschrum montiert was zu runden Ecken führt. Aber das konnten wir wie bei allen anderen Ecken im Haus relativ schnell mit einer Eckschiene lösen.

Problem Nr. 2: Die Platten sind nicht überall 100%ig an der Wand fest. Das führt zum einen zu unsauberen Übergängen (Platte A steht etwas weiter heraus als Platte B) und zum anderen dazu, dass sie sich bei Druck etwas bewegen können. Lösung? Leider keine, da anscheinend nicht genug Holzlatten an die Wand gemacht wurden und wir entsprechend keine weiteren Nägel/Schrauben an den relevanten Stellen platzieren konnten.

Problem Nr. 3: Die Verbindungen zwischen den einzelnen Platten waren (vermutlich auch aufgrund von Problem Nr. 2) mehr schlecht als recht mit Putz geschlossen worden. Zusammen mit der Beweglichkeit mancher Platten sind so die besagten drei Risse entstanden.

Das war uns natürlich schon vor dem Verputzen bewusst und nach etwas Recherche hatten wir die Risse vorab mit Acryl verschlossen. Die Idee dahinter: Acryl ist kein 100% festes Material und sollte sich entsprechend etwas mit den Platten mitdehnen, ohne gleich zu reißen. Leider scheint sich das Acryl nicht mit der Rigipsplatte richtig verbunden zu haben, weshalb die Risse eben nach Verputzen und Streichen wieder da waren. Unsere neue Lösung, die nun hoffentlich besser hilft? Armierungs-/Gewebe-/Fugenband (4,8cm von Knauf) über den Riss gelegt und mit Moltofill eingeputzt. Damit klappt es hoffentlich nun.

Heizungen – Teil 1

Die Heizung im Flur nach dem Umbau

Ein anderes Thema im Flur (und im Keller) war die Heizung. Während im Rest des Hauses alle alten Heizkörper bereits vom Vorbesitzer getauscht worden waren, hingegen sowohl im Flur als auch im Keller noch jeweils ein uralter Flachheizkörper herum. Der im Keller fast drei Meter lang! Nachteil dieser Dinger? Die heizen vor allem erst einmal sich selbst und im Falle riesigen Kellerplatte nicht einmal das (ab der Hälfte war sie praktisch kalt). Einen ganzen Raum damit aufwärmen ist aus meiner Sicht unmöglich zumindest aber Kostenintensiv. Also wollte ich die zwei Dinger auf jeden Fall tauschen und praktischerweise wurden im Elternhaus gerade zwei Heizkörper frei (ein normaler für den Flur und ein doppelter für den Keller). Perfekt „getimed“ quasi.

Ich würde freilich nicht an dieser Stelle unter einer eigenen Überschrift berichten, wenn alles ohne Probleme verlaufen wäre. Zwar konnte dieses Mal der direkte Vorbesitzer nichts dafür (außer, dass er sie nicht schon getauscht hatte), mit Herausforderungen hatten wir dennoch zu kämpfen. So fing es schon mit dem Wasserabstellen beim Heizkörper im Flur an. Oben zudrehen, unten zudrehen, Ablaufen lassen und gut is‘ würde man denken! Nur dicht wurde es irgendwie nicht. Am Ende lief es darauf hinaus, dass wir die Heizung komplett ausgeschaltet und das Wasser abgestellt haben, um den Heizkörper abgehängt zu bekommen. War also eins der Ventile im Eimer? Nein, der Rücklauf hatte schlicht eine Doppelsicherung! Ich dachte zwar, ich hätte es zugedreht, es war aber nur die Sicherungsschraube. Das eigentliche Ventil musste danach reingeschraubt werden. Da muss man erst einmal draufkommen! Gut, das Wasser mussten für die Heizung im Keller trotzdem abstellen (da gab es kein Rücklaufventil). Aber für den Flur hätten wir es im Nachhinein nicht gebraucht.

Heizungen – Teil 2

Die alte Heizung im Keller vor dem Umbau

Die zweite Herausforderung für beide Heizkörper war, dass natürlich die alten Heizkörper ganz anders an der Wand hingen und damit die Verbindung zu Vor- und Rücklauf angepasst werden mussten. Sprich nicht nur neue Löcher für die Halterungen bohren, sondern von Heizkörper bis Ventil eine Konstruktion aufbauen. Im Flur haben wir es zuerst mit einer starren Verbindung versucht aber während es beim Rücklauf gut funktioniert hat, hing der Vorlauf und damit die Heizung an sich komplett schief da. Um das Problem zu lösen, haben wir am Ende einen Schlauch eingebaut. Sieht vielleicht nicht ganz so professionell aus. Aber ohne den Zulauf komplett neu zu verlegen ging es einfach nicht anders.

Im Keller kamen wir hingegen mit einer starren Konstruktion hin. Auch, weil wir dort mehr Spielraum hatten (der neue Heizkörper ist nur 1,6m lang und hängt tiefer). Im Flur mussten wir immer auf den Abstand zur Haustür noch im Kopf behalten. Glücklicherweise (wir haben die alten Heizkörper über Facebook verschenkt) war es problemlos möglich die 3m-Platte über den Flur nach draußen zu befördern ansonsten hätten wir sie wohl mit der Flex durchschneiden müssen. Einziges Problem im Keller war das Abdichten der Verbindung zwischen alt und neu aber das war zum Glück auch nichts, was ein Baumarktbesuch nicht lösen konnte (neue Heißwasserdichtung). Das Ergebnis nach zwei Samstagen Arbeit? Sowohl im Flur als auch Keller ist es plötzlich sehr viel angenehmer und das bei niedrigerer Thermostateinstellung. So muss das sein :smile:.

Rollladen

Eine der neuen Aufhängefedern

Das letzte aktuelle Thema war einer unserer Rollladen (mit drei „l“ sieht das Wort so dämlich aus…). Der Vorbesitzer hatte (praktischerweise) überall im Haus elektrische installiert. Leider stellten wir eines Tages fest: „Hey, warum ist der Rollladen unterm Dach noch unten?“ Nach dem Öffnen des Kastens mussten wir feststellen, dass die Aufhängefedern des Rollladenpanzers abgerissen waren. Da der Motor trotzdem noch regelmäßig lief (wir wussten ja bis dahin nicht, dass was kaputt ist), war zusätzlich noch die oberste Lamelle mit zerstört worden, da sie sich verkantet hatte. Also den ganzen Rollladenpanzer raus, die oberste Lamelle entfernt, neue Aufhängefedern bestellt – und festgestellt, dass die ebenso wieder aus ihren Löchern springen.

Jetzt würde der normale Mensch denken: Dann schraub sie doch einfach fest, dafür sind da die Löcher schließlich da! Hat bei zweien auch wunderbar funktioniert. Bei der dritten kam das Problem des elektrischen Rollladens zum Tragen. Durch den Motor konnte ich keine Schraube in die Rolle packen. Und wenn die Aufhängefeder nur eingehängt wurde, sprang sie schon nach einmal auf- und zumachen wieder raus. Die Lösung darf man gar nicht verraten (und wird sicherlich nicht für die Ewigkeit halten). Aber wir haben die Feder schlicht fest mit Draht an der Rollladenrolle festgemacht. Sieht total bekloppt aus, funktioniert allerdings einwandfrei. Es ist wirklich praktisch einen Vater zu haben, der sich über die Jahre seines Lebens so einiges selbstständig angeeignet/abgeschaut hat und auch prinzipiell eine bastelfreudige Natur ist :smile: .

Ein Teil der neuen Titel

Vergangene Woche musste meine Internetleitung ganz schön Schwitzen. 220 GiB wurden insgesamt an drei Tagen runtergeladen – und da fehlen noch die paar Dutzend GiB, die ich tatsächlich von DVD installiert habe. Hatte ich in letzter Zeit eigentlich wieder mal erwähnt, wie sehr es mir auf den Geist geht, dass Blu-ray bei PC-Games immer noch kein Standard ist (oder einfach ein USB-Stick)? Nein? Ja, es nervt. Mafia III kommt auf sechs (!) DVDs daher. Nene, da ist runterladen mitunter schneller. Dishonored 2: Das Vermächtnis der Maske kommt zwar mit nur einer DVD aus, aber da verarscht Bethesda die Käufer mal wieder. Die restlichen 27 GB werden vom Steamserver geholt. Gilt natürlich mal mehr oder weniger für alle der 10 Retail-Titel, die ich nun erstanden habe. Installieren und loslegen wie anno dazumal? Heutzutage ausgeschlossen.

Von daher habe ich tatsächlich kein großes Problem damit, wenn es heißt, dass in der Retail-Packung von Mass Effect: Andromeda nur noch ein Downloadcode ist. Hauptsache ich hab‘ was im Regal – zumal es EA zumindest bei Addons/DLCs tatsächlich schon länger so handhabt. War also nur eine Frage der Zeit, bis sie sich die Kosten für die DVD(s) auch an anderen Stellen einsparen. Will gar nicht wissen wie viele Mass Effect: Andromeda gebraucht hätte. Klar: Blu-ray oder USB-Stick wären auch ein Ansatz gewesen aber für ersteres ist der Zug eindeutig abgefahren, dafür ist der Retailmarkt dann doch mittlerweile zu klein (im PC-Bereich) und zweiteres ist anscheinend nur für Kickstarter-Projekte interessant (ja, machen mittlerweile einige).

Was gespielt!

Da ich aber sowieso eher einer Minderheit angehöre, was das ganze Thema „Retailversion“ angeht, belassen wir es auch schon wieder dabei. Kommen wir stattdessen zur viel wichtigeren Frage: Was habe ich denn nun schon alles gezockt von dem, was in der letzten Woche seinen Weg auf meinen Rechner fand? Zeit für ein paar Ultrakurzeindrücke halbwegs aktueller Titel, würde ich sagen!

Just Cause 3 (Herstellerbild)

Just Cause 3 (2015) – Theoretisch müsste mein Rechner noch ausreichen dafür (hab‘ ja aktuell immer noch „nur“ die GeForce GTX 780 im Gehäuse). Trotzdem habe ich, wenn es so richtig rundgeht, mit Lagspikes zu kämpfen (Einbruch der Framerate auf 15fps). Nach ein wenig Einlesen musste ich leider feststellen, dass das wohl ein allgemeines Problem mit diesem Titel ist und es trotz mehrerer Patches wohl nie ganz verschwunden ist. Klar hilft es noch mehr Power unter der Haube (damit quasi der Einbruch nicht unter 30fps geht) zu haben aber glücklich sind anscheinend die wenigsten mit der Performance des Titels und es liegt wohl mehr an der CPU (Physikengine) als an der Grafikkarte.

Ich bin logischerweise auch nicht wirklich glücklich mit dieser Situation. Schließlich lebt die Serie davon, dass es in jeder Sekunde hoch hergeht. Da ist FPS eigentlich die falsche Maßeinheit. Explosionen pro Sekunde wäre viel besser. Und der Anfang hat auch eindeutig wieder sehr viel Laune gemacht. Er war actionreich, der Titel nimmt sich offensichtlich selbst nicht zu ernst (was sehr gut ist) und als Kenner der Vorgänger findet man sofort rein. Außerdem sieht Medici grafisch wieder genauso genial aus wie Panau. Aber es ist – zumindest aus meiner Sicht – auf meinem aktuellen System unabhängig von den Grafikeinstellungen schlicht unspielbar. Andererseits muss ich auch ganz klar sagen: Bei Just Cause 2 war es anno 2010 auch nicht anders. Von daher warte ich einfach mal weiter ab und zocke noch ein bisschen Teil 2 (habe noch lange nicht die 100% darin erreicht).

Mad Max (Herstellerbild)

Mad Max (2015) – Warum Avalanche Studios gleich zwei Open-World-Titel mit im Prinzip der gleichen Prämisse (nur der eine bunt und humorvoll, der andere eben nicht) im gleichen Jahr veröffentlichte weiß ich nicht. Klar, man musste noch ein bisschen von der Mad Max: Fury Road-Hypewelle erwischen. Trotzdem war es aus meiner Sicht nicht die beste Entscheidung. Auch deshalb, weil man im direkten Vergleich eben sieht, dass in Mad Max weniger Ressourcen geflossen sind als in Just Cause 3. Immerhin ist dafür die Performance um Welten besser. Und natürlich ist es cool endlich mal selbst in dieser speziellen Apokalypse herum zu fahren und ums Überleben zu kämpfen. Allein der Introfilm hat durchaus schon massig Stimmung gemacht, die glücklicherweise auch ins Spiel übergeht. Die Frage, auf die ich natürlich jetzt noch keine Antwort habe, wird aber sein: Kann es wirklich die gleiche Wirkung wie Just Cause entfalten und lange bei der Stange halten? Was ich so gelesen habe wohl nicht (soll sich sehr repetitiv anfühlen). Mal schauen. Ich werde ihm auf jeden Fall aus besagten Performancegründen erst einmal den Fortritt vor Just Cause 3 geben.

The Binding of Isaac: Afterbirth+ (Herstellerbild)

The Binding of Isaac: Afterbirth+ (2017) – Jetzt gibt es schon DLCs zu DLCs (ihr benötigt sowohl The Binding of Isaac: Rebirth als auch The Binding of Isaac: Afterbirth)…wie tief ist die Welt nur gesunken? Gut, in diesem Fall passt das natürlich schon ganz gut. Das Grundspiel ist schließlich weiterhin unverändert. Es gibt eben nun wieder mehr Gegenstände, mehr Monster, mehr Bosse, mehr Räume, mehr Herausforderungen noch mehr Variationen. Damit es quasi auch beim 1.000.000 Durchgang nicht langweilig wird (ich habe glaube ich seit >50 Runden nicht mehr gewonnen). Und wenn doch, gibt es nun sogar Mod-Support. Letzteres tangiert mich nicht (bin ja noch seeehr lange mit dem normalen Spiel beschäftigt) aber der Rest motiviert mich eindeutig dazu den Titel mal wieder öfters zu starten. Wer also immer noch nicht genug vom Spiel hat, der muss bei diesem DLC-DLC einfach zuschlagen. Doch wem erzähl ich das: Das habt ihr dann schon längst :smile: .

SUPERHOT (Herstellerbild)

SUPERHOT (2016) – Der Titel, den ich bislang von allen neuen am längsten gespielt habe. Das Spiel an sich ist relativ simpel: Die Zeit läuft nur, wenn ihr euch bewegt (dazu gehört es auch mit der Maus sich umzuschauen!) und euer Ziel ist es alle Gegner im aktuellen Areal zu töten (sowohl sie als auch ihr haltet nur einen Treffer aus) und ist weniger Ego-Shooter als Ego-Puzzler. Das ist cool und vor allem später in den Challenges (bspw. bewege dich so wenig wie möglich) mal was ganz neues und herausforderndes. Ich finde allerdings tatsächlich das Drumherum tausendmal spannender. Die Frage ist nur, wie ich darauf näher eingehen kann, ohne etwas Substantielles zu verraten. Vermutlich gar nicht. Sagen wir es stattdessen so: Es ist richtig genial wie die Entwickler hier mit der Meta-Ebene spielen. Es erinnert ein wenig an Spec Ops: The Line (das ihr hoffentlich alle gespielt habt!) oder BioShock, geht aber natürlich in eine ganz andere Richtung was die Message angeht. Spielerisch und inhaltlich also ein äußerst innovativer Titel, den man aus meiner Sicht unbedingt mal erlebt haben sollte. Eine Demo gibt es zwar nicht, aber dafür könnt ihr den 7DFPS-Gamejam-Prototypen im Browser zocken.

 

Und damit sind wir schon wieder am Ende des Eintrags angekommen. Die restlichen Titel habe ich bislang nur installiert und mal testweise gestartet, um die Performance zu sehen. Dazu dann also mehr, wenn ich mehr Zeit mit ihnen verbringen konnte.

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