Mein aktueller Dungeon

Mein aktueller Dungeon (Dungeon Keeper)

Wenn ein Free-2-Play-Titel mit einer bekannten Lizenz angekündigt wird, dann ist das meistens ein Grund zum Stöhnen – zu Recht, wie wir erst im Februar mit Dungeon Keeper feststellen mussten.

Ich muss an dieser Stelle allerdings zugeben, dass ich den Titel immer noch “spiele” (ohne weiterhin einen Cent zu investieren). Jetzt wo mein Dungeon nach Monaten des Wartens einigermaßen in Reihe ist (nähere mich langsam aber sicher dem Endgame) und damit auch meine Minions und Fallen etwas mehr Power unter dem Hintern haben, macht das Kernprinzip des Spiels (andere Spieler angreifen) tatsächlich ein wenig Laune. Wenn ich mich einlogge und dann lese “Drei Keeper haben erfolglos versucht dich anzugreifen” (so ungefähr), dann ist das schon ein schönes Gefühl :smile: . Oder wenn ich mal wieder mit meiner aktuellen Taktik (eine Armee aus Geistern) einen ahnungslosen Spieler platt gemacht habe. Ernsthaft: Baut ausreichend zusätzlich Luftabwehr! Eure Räume sind machtlos gegen ein Dutzend Geister plus ein paar Blitzschläge von mir.

Aber ich schweife ab: Ich will euch eigentlich davon erzählen, dass am 10. April ein weiterer Free-2-Play-Titel mit bekanntem Namen im Titel erschienen ist: Trials Frontier für iOS (Android kommt später). Und aktuell muss ich ganz ehrlich sagen: Das ist ein Titel, der tatsächlich funktioniert und mir ein Stück weit sogar mehr Spaß macht als die Hauptserie. Doch ich greife vor.

Das Studio

Draw Race (Screenshot)

Draw Race (Screenshot)

RedLynx sind wohl am besten bekannt für ihre Trials-Spiele, die anno 2000 im Internet ihren Anfang nahmen. Sie sind jedoch keine Unerfahrenen im Bereich der mobilen Titel. Die beiden Monster Trucks Nitro aus den Jahren 2008 und 2009 kommen gar der Trials-Serie bereits sehr nahe (nur statt Motorrad eben ein Monster Truck). Auch das etwas komische Experiment 1000 Heroz ging auf ihre Kappe (1.000 Tage lang erschien jeweils eine neue “Karte”). Am besten in Erinnerung gelieben sind mir jedoch die beiden Teile von DrawRace. Der erste Teil wegen seines interessanten Spielprinzips (ihr zeichnet auf einer Strecke die Fahrlinie für euer Rennauto und schaut dann, ob ihr damit den ersten Platz erreicht) und der zweite Teil weil er irgendwie nicht so wirklich viel Spaß machte.

Somit sind die Grundvoraussetzungen für ein gutes Spiel schon einmal gegeben. Zum einen arbeitete an Trials Frontier der ursprüngliche Serien-Entwickler und zum anderen ist es nicht der erste Versuch der Truppe dieses Genre auf mobile Geräte umzusetzen. Zumal 2D-Stunt-Spiele grundsätzlich überraschend gut auf Smartphones und Tablets funktionieren – solange sie nicht von euch verlangen das eigentliche Gerät zu drehen, sondern die Steuerungselemente auf dem Bildschirm sind. Und auch Trials Frontier erfindet hier das Rad nicht neu. Links unten gibt es zwei Schaltflächen, um euch vor oder zurückzulehnen und rechts unten dürft ihr Gas geben oder bremsen. Simpel, einfach zu verstehen und funktioniert.

Eine Geschichte!

Drei Charaktere warten im Saloon mit Quests auf euch

Drei Charaktere warten im Saloon mit Quests auf euch (Trials Frontier)

Das erste was sofort auffällt, neben der schicken und bunten 2D-Grafik, und wohl der Hauptgrund warum ich den mobilen Ableger bislang besser finde als die Hauptserie, ist der rote Faden. Statt euch einfach nur auf eine Karte mit unterschiedlichen Events zu werfen und zu sagen “Verdiene überall die Platinum-Medaille. Viel Spaß!”, gibt es hier tatsächlich eine Hintergrundgeschichte die euch durch das Spiel führt. Und zwar seid ihr ein Fahrer, der nach einem Steinschlag in einem kleinen, western-inspirierten Dorf (deswegen der Name “Frontier”) aufwacht. Die wurden von einem anderen Fahrer, Butch, betrogen und ihr kommt nun quasi ganz recht, um Butch zu stellen. Es steckt zwar noch mehr dahinter, aber ich will an dieser Stelle nicht zu viel verrate. Es wird auf jeden Fall doch relativ schnell deutlich, dass Butch vielleicht doch nicht so böse ist wie jeder sagt.

Selbstverständlich ist die Jagd nach Butch nicht so einfach, wie sie sich anhört. Nicht nur müsst ihr ihn jeweils immer erst finden, bevor der “Bosskampf” (ihr müsst schneller als er im Ziel sein) starten kann. Das heißt, ihr bekommt von einem Dorfbewohner die Aufgabe diese und jene Strecken zu fahren (und sie dadurch quasi freizuschalten). Ihr müsst auch euer Bike verbessern beziehungsweise ein neues Freischalten. Auch hier greifen euch die Bewohner in Form von Quests unter den Arm indem sie von euch Bauteile (für Upgrades oder andere Gegenstände) und Blueprints (für neue Bikes) verlangen – dazu gleich mehr. Zusätzlich gibt es noch normale Nebenquests, die es beispielsweise von euch verlangen in einer Stunde jeweils 15 Front- und Backflips zu machen oder auf bestimmten Strecken eine spezielle Medaille zu erhalten. Als Belohnung gibt es Erfahrungspunkte für den nächsten Levelaufstieg sowie Coins und Edelsteine zum ausgeben. Es geht also nicht einfach nur drum auf jeder Strecke die beste Zeit ohne Fehler zu erreichen, wenngleich das natürlich für die globalen Leaderboards auch wieder wichtig ist (UPlay-Verbindung voraussgesetzt).

Trials Frontier (Screenshot)

Trials Frontier (Screenshot)

Das finde ich als jemand, der mit der Hauptserie mangels Fähigkeiten (ich scheitere schon an den späteren Medium-Strecken in Trials Evolution) nur kurzzeitig Spaß hat, richtig super und auch einsteigerfreundlicher. So habe ich abseits der nächsten Bestzeit (die ich eh selten erreiche) und dem nächsten Upgrade weitere Anreize die jeweiligen und wie gewohnt äußerst zahlreichen Strecken zu fahren und muss dabei nicht einmal besonders gut sein. Im Gegenteil: So manche Aufgabe werdet ihr voll auf Tempo getrimmt gar nicht schaffen. Gleichzeitig schult mich das Spiel mit jedem neuen Durchgang ohne, dass ich es wirklich merke.

Das Free-2-Play

Kommen wir aber mal zum wichtigsten Thema: dem Free-2-Play. Theoretisch betrachtet ist es die übliche Mechanik: Zeit gegen Geld. Am Ende jedes Levels erwartet euch ein Glücksrad. Dieses Glücksrad ist gefüllt mit Schrauben, Muttern, Zylindern und so weiter. Diese – ihr habt es sicherlich schon erraten – braucht ihr, um euer Motorrad zu verbessern. Ihr könnt die Verbesserung zwar theoretisch auch ohne kaufen. Dann kostet sie aber wesentlich mehr Geld (=Coins). Ihr dürft das Glücksrad auf Wunsch auch mehrfach drehen, wenn ihr das Bauteil nicht bekommen habt, das ihr jetzt braucht. Das verbraucht aber wiederrum Edelsteine. Und, wie erwartet, dauert das Installieren der Upgrades seine Zeit, die ihr im Austausch von Edelsteinen verkürzen könnt. Somit habt ihr die Wahl zu Abzuwarten beziehungsweise eine Strecke erneut zu fahren und zu hoffen, dass euch das Glück nun hold ist. Oder ihr geht in den Ingame-Shop und investiert echtes Geld. Das ist allerdings weder etwas Neues noch etwas, was mich großartig begeistert oder verärgert.

Das Glücksrad (Trials Frontier)

Das Glücksrad (Trials Frontier)

Die wichtigste Mechanik ist stattdessen euer Treibstoff. Jedes Rennen, das ihr startet, verbraucht eine gewisse Menge und bei jedem Levelaufstieg wird euer Tank um eine Einheit größer (und wird komplett aufgefüllt). Alle 15 Minuten wird nun euer Tank um eine Einheit aufgefüllt. Das bedeutet logischerweise, dass ihr nur eine begrenzte Anzahl an Rennen pro Session bestreiten könnt, wollt ihr nicht im Austausch gegen kostbare Edelsteine die Sofortbefüllung kaufen. Allerdings – und das hat RedLynx super gemacht -, kostet wirklich nur der Start eines Rennens Treibstoff. Seid ihr einmal drin, könnt ihr es unendlich oft kostenlos wieder Neustarten solange ihr nicht zum Glücksrad weiterspringt. Das ist vor allem dann wichtig, wenn man die nächste Bestzeit erreichen möchte. Und diese überschaubaren Sessions finde ich persönlich tatsächlich super. Es macht es wirklich zum perfekten Spiel zwischendurch und zwar ohne, dass ich das Gefühl habe vom Spiel dazu gedrängt zu werden aufzuhören oder Geld auszugeben. Stattdessen spiele ich so lange bis der Tank leer ist, starte dabei immer mal wieder eine Strecke mehrfach neu und in dem Moment wo es anfangen würde frustrierend zu werden ist der Treibstoff leer und ich höre erst einmal wieder für ein paar Stunden auf. Perfekt!

Fazit

Der einzige Bildschirm im Spiel mit Cross-Promotion (Trials Frontier)

Der einzige Bildschirm im Spiel mit Cross-Promotion (Trials Frontier)

Trials Frontier ist definitiv einer der wenigen guten Free-2-Play-Titel für unterwegs. Zum einen ist es Trials nur auf einem kleineren Bildschirm und schon alleine deshalb absolut gelungen (wenngleich nicht ganz so abstrus was das Streckendesign angeht bislang wie das große Vorbild). Zum anderen habe ich, anders als bei Dungeon Keeper, eben nicht das Gefühl verarscht beziehungsweise gezwungen zu werden Geld zu investieren weil ich ohne nicht weiterkäme. Das kommt, wie es sich gehört, stattdessen von ganz allein und völlig organisch aus dem Spielspaß heraus. Beispielsweise so: “Mir fehlt nur noch ein Teil fürs Upgrade aber ich hab’ weder die Coins noch das Bauteil? Und der Treibstoff ist leer? Mmmh. Ach komm, investier ich die 20 Edelsteine für den Refill”. Das ist es, was schlechte Free-2-Play-Titel falsch machen. Von daher kann ich allen Besitzer von iOS- und Android-Geräten das Herunterladen absolut nur empfehlen, wenn euch das Genre an sich nicht abstößt. Es ist ein gutes Spiel für Zwischendurch, kostest nichts und nervt auch nicht.

Fans der Hauptserie, die sich Trials Fusion kaufen wollen oder schon gekauft haben, müssen den Download hingegen schon allein wegen der Cross-Promotion durchführen. Und zwar gibt es ein paar Strecken sowohl in Trials Fusion als auch Trials Frontier. Meistert ihr diese in beiden Titeln, erhaltet ihr Zugriff auf ein exklusives Fahreroutfit. Warum also nicht die zehn Minuten investieren? :smile: .

Bis Donnerstag!

Und da war es schon wieder Ostern. Wie schnell das doch immer geht, wenn man den ganzen Tag nichts anderes macht als Aufstehen, Arbeiten, Essen, Faulenzen, Schlafen gehen. Allerdings war ich dieses Jahr nicht ganz so faul wie 2013. Nein, heuer durfte Frau Kessy mal wieder dran glauben:

Ostergruß 2014

Ostergruß 2014

Das gesamte Team beim Christoph wünscht allen Besuchern, Zuschauern und Zuhörern völlig unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit ein angenehmes Osterfest!

Damit wäre der Eintrag auch schon wieder erledigt. Eine große Vorschau gibt es nicht. Ich weiß noch nicht einmal was euch am Ostermontag hier erwarten wird. Allerdings kommen nächste Woche die PC-Spezial-Versionen von Dark Souls II und Trials Fusion rein. Vielleicht gibt es zu einem oder sogar beiden eine Folge Christoph spielt. Muss aber erst noch schauen wie Masochistisch ich tatsächlich veranlagt bin. Es hat schon seinen Grund, warum ich euch letztes Jahr Trials Evolution nicht im Video gezeigt habe :smile: .

Jetzt will ich euch aber nicht länger aufhalten. Solltet ihr dieses Ritual vollziehen, dann wünsche ich euch viel Spaß beim Osternest suchen oder beim Zuschauen irgendwelcher jüngerer Verwandten bei der Suche. Ansonsten einfach ein paar ruhige Feiertage.

PS: Die, wie immer extrem schlecht reingeshoppten Eier sind übrigens nicht aus dem Internet geklaut. Nein, die habe ich am Karfreitag höchstpersönlich gefärbt (mit ein wenig Unterstützung durch den Rest der Familie)!

Meine Steambibliothek

Ein Teil meiner Steambibliothek

Data Mining ist schon was Geniales (und die Geschäftsmodelle unter anderem von Facebook und Google) und übt auch auf mich definitiv eine gewisse Faszination aus. Vor allem in Zeiten des Internets, wo alle möglichen mit einander verknüpfbaren Daten nur wenige Klicks entfernt sind und nur darauf warten von jemanden in den richtigen Zusammenhang gebracht zu werden – wenngleich nicht immer zu gutem Zweck. Besonders interessant sind dabei natürlich die Datenbanken, die ansonsten offiziell keine Informationen ausspucken. Wer in den letzten Tagen die gängigsten Magazine und Blogs aus dem Tech- und Entertainment-Sektor gelesen hat, weiß sicherlich schon auf was ich anspiele: Den Artikel von ars technica in dem sie sich Steam vorgenommen haben.

Anmerkung: Ich gebe jetzt hier nicht den ganzen Artikel wieder und kopiere schon gar nicht wie viele Magazine einfach die Tabellen. Ihr sollt ihn schon selbst lesen und der Seite eure Klicks geben :smile: . Stattdessen folgen einfach ein paar Beobachtungen/Kommentare.

Und zwar hat das Magazin sich hingesetzt und aus den 172 Millionen Userprofilen mehrmals jeweils drei Tage lang circa 250.000 zufällige herausgezogen und die darin enthaltenden Informationen analysiert. Natürlich waren da einige dabei, die auf “Privat” sitzen und entsprechend keine Informationen boten (das Magazin spricht von 6 Prozent). Gleichzeitig gab es den ein oder anderen Denkfehler (auf die sie aber mittlerweile zumindest teilweise hinweisen) wie beispielsweise die Tatsache, dass die Spielzeit erst seit März 2009 erfasst wird und selbst dann diese Spielzeit nicht unbedingt korrekt erfasst wurde. In den Kommentaren erwähnt beispielsweise ein User, dass er Einzelspielertitel meist im Offline-Modus zockt und dort scheint die Spielzeit überhaupt nicht gezählt zu werden.

Einschub

Etwas, das ich übrigens nicht ganz verstehe. Achievements werden ja auch übertragen sobald man mal wieder Online geht. Also findet auf jeden Fall ein Tracking von Seiten Steam statt. Ich glaube nämlich nicht, dass die Spiele jeweils ein eigenes System haben und quasi bei jedem Onlinegang von sich aus die Erfolge melden. Das würde meiner Meinung nach nur Unmengen an unnötigem Traffic erzeugen, denn theoretisch müsste dann JEDES installierte Spiel in eurer Liste beim Onlinegang überprüfen ob ein Informationsupdate bei ihm ansteht. Ich gehe stattdessen davon aus, dass auch hier eine Sammlung stattfindet beziehungsweise Steam ein Flag setzt von wegen “Hey, aktualisier das sobald Internetverbindung besteht” und es dann gesammelt macht.

Falls ihr jetzt als Gegenbeispiel das Thema “Updates” anbringen wollt: Bei Updates läuft es meines Wissens so, dass der Steam-Client zentralen Server anfragt “Hey, sind für diese IDs Updates da? Wenn ja, schick sie mir”. Deswegen müsst ihr oft erst den Klienten neu starten, bevor ihr ein gerade veröffentlichtes Update angeboten bekommt. Das gilt vermutlich ebenso für die Freischaltung von noch nicht veröffentlichten Titeln. Auch hier braucht es meistens erst einen Neustart, bevor Steam weiß, dass ihr es spielen dürft obwohl im Shop bereits “Play now” steht (der Button tut dann nichts).

Einschub Ende

Unter der Tatsache, dass die Spielzeit erst seit März 2009 erfasst wird, leiden logischerweise vor allem die Valve-Titel. Ich hatte ja zum 10jährigen Geburtstag bereits erwähnt, dass Drittanbieter erst ab 2007 so langsam ihren Weg auf die Plattform fanden. Somit sind die ganzen Auswertungen auf die Spielzeit am Ende des Tages nicht ganz so aussagekräftig, wie es anfangs den Anschein hatte, was natürlich schade ist. Andererseits kann man diese Diskrepanz vielleicht auch schlicht vernachlässigen angesichts der Tatsache, dass Steam sich auch erst in den letzten Jahren zu dieser immensen Größe entwickelt hat und somit die Werte von vor 2009 vermutlich gar nicht so stark ins Gewicht fallen würden trotz natürlich der starken Verkaufszahlen von Half-Life 2 oder dem Erfolg von Counter-Strike & Co.

Die Ergebnisse

DOTA 2 (Herstellerbild)

DOTA 2 (Herstellerbild)

Was spuckt der Artikel also für Informationen aus? Nun, die Tabelle über die meist verbreitesten Spiele überrascht mich kein bisschen. So viele Beta-Keys wie für DOTA 2 rausgeschmissen wurden verbunden mit der Tatsache, dass es kostenlos ist und dem äußerst populären MOBA-Genre angehört. Da wäre ein anderes Ergebnis verblüffender gewesen. Das gilt auch für Team Fortress 2, das zuerst dank der Orange Box eine massive Verbreitung fand und dann dank seines Free-2-Play-Wechsels eine immense Popularität gewann. Aber auch die anderen Top20 sind wie erwartet. Steam wurde für Valve-Spiele geschaffen, viele davon wurden in der Zwischenzeit kostenlos rausgeworfen, waren äußerst erfolgreiche Mods oder waren schlicht Teil eines Bundles. Glaube nämlich nicht, dass sonst Deathmatch Classic oder Richochet in der Liste vorhanden wären. Civilization V und The Elder Scrolls V: Skyrim spiegelt hingegen schlicht die Verkaufszahlen und damit die Popularität dieser altehrwürdigen Serien wieder. Deswegen gilt auch hier: Überraschender wäre es gewesen, wenn plötzlich etwas ganz anderes hier aufgetaucht wäre.

Auch die Information, dass ca. 36,9% von den 781 Millionen in den Accounts registrierten Spielen nie gespielt wurden ist keine wirkliche Neuigkeit. Die 17%, die unter eine Stunde investiert haben, sind da schon interessanter. Da hätte ich mir eine genauere Aufschlüsselung gewünscht und vor allem eine Auswertung auf die extremen Rohrkrepierer. Also ob es da einen Trend zu sehen gäbe beispielsweise Indie vs. AAA-Titel oder Shooter vs. Puzzlespiel. Das wäre sicherlich auch für die Spielentwickler selbst äußerst interessant, würde es doch zum einen zeigen, welche Genre am ehesten fesseln und zum anderen eine kleine Antwort auf die Frage liefern, ob Indie-Spiele wirklich die Gralsbringer sind oder eben doch nur 5 Minuten fasziniert reingeschaut wird, sie aber dann gleich wieder in die Ecke geworfen werden. Vielleicht kommt da ja noch was. Die Daten haben sie ja auf jeden Fall.

Zumal sie im letzten großen Abschnitt ja schon in die Richtung gegangen sind und die großen Titeln in Relation zum Rest gesetzt haben. Sprich zur Erkenntnis gelangt sind, dass die Top-Titel nicht nur sowohl in Sachen Verkaufszahlen alles andere klar dominieren, sondern auch in Sachen Spielzeit die Top 6 insgesamt fast genau so viel gezockt werden wie alle anderen gemessenen Spiele zusammengenommen. Das führt mal wieder vor Augen, wie auch ars technica selbst schreibt, dass Hype-Blockbuster aus bekannten Serien am Ende des Tages doch irgendwie alles sind und der Rest im großen Ganzen keine Rolle spielt. Ausnahmen wie Minecraft bestätigen die Regel. Von daher können wir noch so sehr über die jährlichen Aufgüsse, die vermeintliche Ideenlosigkeit und die Risikoangst der Branche bejammern: Was der Bauer nicht kennt, frisst er höchstens, wenn es vorher eine kritische Masse an Menschen außergewöhnlich fand. Mein (vergleichsweise extrem kurzer) Artikel von 2006 ist also immer noch aktuell.

Wir lesen uns in der Osternacht wieder!

Es hat durchaus einen Nachteil für euch, dass meine Vorbestellliste so massiv zusammengeschrumpft ist. Da fällt es nicht nur schwer neue Folgen von Christoph spielt zu produzieren. Ich habe auch erstaunlich wenig zu aktuellen Diskussionen beizutragen :smile: . Zum Glück gibt es Kickstarter und damit verbundene Möglichkeit einen Blick in die Zukunft zu werfen. Heute an der Reihe ist:

Christoph stellt vor #6: Road Redemption
Road Rash war damals, 1995, eine richtig feine Sache für uns PC-Spieler. Zwar war es “nur” ein Remake des ersten Teils von 1991 und auch noch eine Konsolenportierung vom 3DO rüber. Aber es sah sehr gut aus (alle Charaktere waren gefilmte Schauspieler als flache Bitmaps), hatte einen gelungenen Lizenzsoundtrack mit fetzigen Tracks, bot einen schrägen Humor (allerlei Klischee-Passanten überfahren) im Spiel und in den FMV-Sequenzen und war eben nicht einfach nur ein Motorradrennspiel. Stattdessen gehörte es zum guten Ton Schläge mit den 13 anderen Fahrern auszutauschen und sie vom Motorrad zu schmeißen. Das höchste aller Gefühle war jedoch (abseits vom Überfahren der seltenen Gehhilfe-Oma), wenn die Polizei euch auf den Fersen war. Nicht nur hatten sie immer die besten Waffen (Schlagstock, Kette) dabei. Sie konnten euch auch endgültig aus dem Rennen nehmen, wenn sie euch abwarfen.

Road Rash (MobyGames)

Road Rash (MobyGames)

Und dann war da natürlich der Mehrspielermodus sogar über LAN und Modem! Wie ich im Video erwähne gibt es eben doch nichts Schöneres als zurückzuliegen, vor einem auf der Straße seinen Kumpel zu seinem Motorrad rennen zu sehen und dann natürlich völlig unbeabsichtigt ihn zu überfahren. Leider war der Umfang des Titels mit nur fünf Rennstrecken und fünf Motorräder (unterteilt in drei Leistungsgruppen) selbst für damalige Verhältnisse sehr begrenzt. Außerdem bot die Gummiband-KI auf Dauer nicht die größte Herausforderung. Es fehlte somit auch im Mehrspieler auf Dauer die Langzeitmotivation und da die weiteren Nachfolger zum einen nie für PC veröffentlicht wurden und zum anderen auch nicht gerade gut waren, ist es aus wirtschaftlicher Sicht wenig verwunderlich, dass Electronic Arts die Serie ins Archiv verbannt hat.

Das neue Ding

Was Firmen wie Electronic Arts aber vermutlich nie verstehen werden ist, dass es zumindest einen Budget-Markt für Titel wie Road Rash oder Have a N.I.C.E. Day gibt. Also Rennspiele mit mehr oder weniger stark bewaffneten Fahrzeugen. Das beste Beispiel ist der Kickstarter-Erfolg von Road Redemption, das sein vergleichsweise niedriges Ziel von $160.000 zwar nicht weit überschritten hat aber trotzdem über $182.000 von gut 4.500 Backern einsammeln konnte. Das wäre Portokasse für die großen in der Branche aber meiner Meinung nach gleichzeitig ein garantierter Erfolg auf der Pyramide (Green Pepper hat mir Road Rash gebracht!). Und nein, Ride to Hell: Retribution ist kein solches Spiel.

Road Redemption (Herstellerbild)

Road Redemption (Herstellerbild)

Ich habe auf jeden Fall nur kurz überlegt (der Kickstartertrailer bot kein wirkliches Gameplay) bevor ich Geld in den Topf warf. Nicht nur weil ich Fan des Vorbilds bin, sondern auch des gesamten Genres (wir brauchen mal wieder Fahrzeugkämpfe!). Und die erste Alpha-Version, so rudimentär sie auch ist, sieht definitiv nicht nach Geldverschwendung aus, sondern macht tatsächlich schon jetzt Spaß. Keine 20 Stunden am Stück versteht sich. Aber das ist ja auch nicht Sinn dieser frühen Version. Die Essenz des Originals ist hingegen deutlich zu spüren und spätestens als ich den ersten KI-Fahrer auf die Rübe gehaut habe, war ich wieder mittendrin und voll dabei. Es ist also definitiv nicht so, dass das damals nur Laune machte weil wir 12-14 Jahre alt waren und sowas cool fanden (wenngleich es natürlich auch mit reinspielte). Gleichzeitig sehe ich nun erstmals in bewegten Bildern wo die Reise hingeht und bin beruhigt festzustellen, dass es genau die Richtung ist, die ich erwartet hatte. Da muss man ja bekanntlich aufpassen (ja, du bist gemeint Takedown: Red Sabre!).

Ich kann somit nur mein Fazit aus dem Video noch einmal wiederholen: Road Rash-Fans und solche, die es werden wollen, sollten Road Redemption auf jeden Fall im Auge behalten. Es steht uns zwar sicherlich kein Star Citizen-Kaliber ins Haus, welches auf einen Schlag ein komplettes Genre wiederbelebt. Aber ein unterhaltsamer Geheimtipp könnte es definitiv werden.

Bis Donnerstag!

Die Details zur 6. Folge

Thema: Road Redemption

Länge: 17:28

Timestamps:
Einleitung (00:00:10)
Abschließendes Fazit (00:14:43)

Aufgezeichnet mit Fraps 3.5.99 (30fps, Full Video, Multichannel) und Adobe Audition CC
Format: H.264, 2560×1440, 30fps, 11-13 MBit/s durchschnittliche Videobitrate, AAC-Audio
Geschnitten mit Adobe Premiere Pro CC

Zusammensetzung des zur Aufzeichnung verwendeten Rechners

Auflösung: 2560×1440 bei 60hz und adaptiven V-Sync

Graphics Setting: High

Die Aufzeichnung mit Fraps hatte keinen Einfluss auf meine Framerate im Spiel.

Vorschau: Derzeit immer noch keine genaueren Planungen für kommende Videos vorhanden.

Die erste Hälfte der Woche stand ganz klar im Zeichen von Microsoft würde ich mal sagen. Nicht nur war das dieses Mal wirklich total finale Ende von Windows XP ein großes Thema. Es kam auch das erste große Featureupdate für Windows 8.1 raus inklusive einem Ausblick auf das zweite große Update (dann “endlich wieder” mit “richtigem” Startmenü. Gott, ich hasse diese Jammerlappen.) und es gab irgendwelche völlig uninteressanten Neuigkeiten zu Windows Phone 8.1 oder so. Als würde das irgendjemand außerhalb von Microsoft und seinen Vertriebspartnern benutzen.

Windows 8.1 Update

Windows 8.1 Update App-Titelleiste

Windows 8.1 Update App-Titelleiste

Anders als das Upgrade auf Windows 8.1 (besser bekannt als das Tastatur-und-Maus-Upgrade), welches über den Windows Store erhältlich ist, steht das Update seit Dienstagabend ganz normal über Windows Update als KB2919355 zum Download bereit und war bei mir circa 890MB groß. An meinem Hauptrechner schlug die Installation jedoch beim ersten Mal fehl. Nach dem 1. Neustart schaffte er es bis 58%, dann kam die Meldung “Die Einrichtung der Updates konnte nicht abgeschlossen werden.” und er machte die Änderungen wieder rückgängig. Das dauerte einige Zeit und Neustarts weshalb ich schon die Befürchtung hatte, dass er jetzt gar nicht mehr nach Windows reinlaufen würde. Wäre ja nichts Neues, dass bei mir ein Update fehlschlägt und ich dann den Rest des Tages damit verbringen müsste den Rechner neu aufzusetzen. So schlimm kam es aber glücklicherweise nicht. Beim zweiten Updateversuch klappte dann alles komischerweise ohne Murren und ich landete nach nur einem Neustart wieder in der Anmeldung obwohl ich überhaupt nichts
verändert hatte. Das soll einer verstehen. Aber gut: Hauptsache es hat geklappt.

Nach dem Einloggen fiel mir dann gleich die erste Neuerung auf: Der Windows Store ist an die Taskleiste geheftet. Das will ich ja mal so überhaupt nicht haben, deswegen gleich weg damit. Doch es zeigte schon die erste und tatsächlich auch richtig sinnvolle Neuerung des Updates: Offene Apps werden jetzt wie alle anderen Programme unten in der Taskleiste angezeigt. Sehr schön. Zwar ziehen die meisten Apps jetzt nicht so viel Leistung aber es ist trotzdem ärgerlich wenn beim ALT-Tabben plötzlich welche auftauchen. Außerdem haben Apps jetzt wenn ihr mit dem Mauszeiger nach oben fahrt eine neue Titelleiste mit den altbekannten “Minimieren”- und “Schließen”-Buttons. Endlich nicht mehr dieses doofe nach unten ziehen (und dann feststellen, dass das App trotzdem noch offen ist weil man zu schnell war…). Gleichzeitig gibt es jetzt auf dem Hauptbildschirm der ModernUI einen extra Button zum Herunterfahren/Neustarten. Den brauche ich zwar nicht mehr, weil ich das ja seit Windows 8.1 über die Taskleiste erledigen kann. Aber trotzdem ganz nett und wesentlich weniger umständlich als erst die Seitenleiste inblenden zu müssen genauso wie die Möglichkeit den Link zu “PC-Einstellungen” direkt auf der Kachelhauptseite einzubetten. Auch das neue Kachel-Kontext-Menü betrifft mich weniger, ist aber natürlich ein weiterer Schritt hin zur besseren Bedienbarkeit eines Desktop-Rechners. Die letzte große Neuerung ist der Internet Explorer 11. Da ich den aber nicht verwende (Maxthon for life!) kann ich zu dem Ding überhaupt nichts sagen.

Alles in allem ist das Update jetzt nichts weltbewegendes (zumindest was den sichtbaren Teil angeht) und sowieso Pflicht für alle da ab Mai Voraussetzung für alle weiteren Updates. Aber es ist doch definitiv ganz nett und zeigt, dass Microsoft die Userkritik versteht und auch weiterhin darauf reagiert. Auf die Rückkehr des Startmenüs mit dem nächsten Update würde ich zwar immer noch verzichten, wenn ich sie wäre. Aber ich gehe davon aus, dass entsprechende Langzeit-User-Tests gezeigt haben, dass nicht nur ein paar lautstarke Vollhonks aus Nostalgiegründen zurückhaben wollen, sondern es der breiten Masse tatsächlich im täglichen Einsatz fehlt.

Das Ende von Windows XP

Am Dienstag erschien aber nicht nur das Update für Windows 8.1. Es war auch der letzte Tag des Extended Supports für Windows XP Service Pack 3 (die noch älteren Versionen werden schon länger nicht mehr mit Patches versorgt). Fast 13 Jahre hat das Betriebssystem durchgehalten obwohl am Anfang auch alle rumheulten speziell wegen der kunterbunten Luna-Oberfläche und sich mit Mods ihre alte Windows-98- oder Windows-2000-Oberfläche wieder zusammenbastelten. Ich werde solche Leute nie verstehen.

Windows XP (Herstellerbild)

Windows XP (Herstellerbild)

Ich bin damals relativ zügig auf das neue Windows umgestiegen. Zwar stand gerade kein Rechnerkauf an, den hatte ich laut meiner Liste (ja, ich habe Exceltabelle dazu) bereits ein paar Monate vorher erledigt. Und zwar hatte ich mir einen Rechner mit einem Athlon Thunderbird mit sagenhaften 1Ghz und vermutlich einer ATi-Karte von Asus. Glaube für die GeForce war es zu der Zeit erst einmal vorbei und ich vermute auch, dass das einer von Azzkickrs Rechnern war. Ich war jedoch tatsächlich einer dieser Verrückten, die Windows ME im Einsatz hatten. Entsprechend hatte ich definitiv Grund zum zügigen Wechsel. Und ich war meines Wissens auch schnell davon überzeugt, auch wenn die Releaseversion noch massive Probleme hatte (da musste man noch zur Installation eine Diskette mit Festplatten-Controller-Treibern einlegen!). Aber es lief für damalige Verhältnisse (nicht nur im Vergleich zu Windows ME) gefühlt stabiler und sogar lange Zeit ohne einen einzigen Bluescreen. Außerdem gefiel mir die schicke und runde Luna-Oberfläche (in der Variante Silber) richtig gut.

Mich überzeigte Windows XP sogar so stark, dass ich im April 2002 zusammen mit einem Ausbildungskollegen damals in der Berufsschule in irgendeinem Fach (weiß nicht mehr welches) eine Präsentation darüber hielt. Okay, tatsächlich war es die billigste Präsentation, die uns auf die Schnelle eingefallen ist aber egal. Erstellt mit Microsoft Powerpoint 2002 sieht sie heute zwar nicht mehr ganz so beeindruckend aus wie damals (das Hintergrundbild fehlt und das Scrollen der Credits funktioniert nicht mehr). Aber ich habe sie euch trotzdem mal hier in PDF-Form zum Download bereitgestellt.

Abschweifung

Wie ihr seht (Seite 9) war schon damals meine Taskleiste voller Icons :smile: . Ich kann euch aber tatsächlich gar nicht mehr ganz genau sagen was sich hinter jedem einzelnen versteckt. Half-Life, Hitman: Codename 47, Quake II, Quake III Arena, Medal of Honor: Allied Assault, Serious Sam: The First Encounter, Silent Hunter II, Star Wars: Jedi Knight – Jedi Outcast, Star Trek: Bridge Commander (vielleicht?) und Return to Castle Wolfenstein (Singleplayer und Multiplayer) kann ich noch entziffern. Aber die restlichen sagen mir ehrlich gesagt überhaupt nichts mehr.

Man erkennt zudem, dass ich damals noch jung und dumm war und auf Norton Internet Security setzte. Zum Glück habe ich irgendwann aus diesem groben Fehler gelernt. Gleichzeitig nahm ich es mit dem Kauf von Programmen noch nichts so genau. Hinter dem Schlüssel versteckt sich beispielsweise Serials2k – der Name sagt schon alles – und die zwei CDs sind das Icon für CloneCD oder wie auch immer es damals noch hieß. Außerdem: Dirty Little Helper. Die damals richtig praktische Cheat- und Walkthrough-Sammlung, für die unter anderem die Updates auf der GameStar-CD drauf waren. Außerdem: mIRC, ICQ, Outlook Express und Killer’s World! Waren das noch Zeiten.

Zurück zum Thema

Halo 2 for Vista (Herstellerbild)

Halo 2 for Vista (Herstellerbild)

Während viele Leute aber auch heute noch Windows XP im Einsatz haben und in den meisten Fällen dafür wund geschlagen gehören (zumindest wenn sie sich als “Gamer” bezeichnen), habe ich das Betriebssystem bereits 2007 hinter mir gelassen. Gut ein Jahr nach der Veröffentlichung von Windows Vista (die anfänglichen Probleme mit dem Betriebssystem waren da schon größtenteils behoben) bin ich aufgrund des Releases von Halo 2 und Shadowrun (beide Vista-exklusiv) Mitte des Jahres dann doch mal umgestiegen — und zwar ohne am Ende auch nur eine Träne zu vergießen. Windows XP war meiner Meinung nach schon damals in den letzten Zügen. Natürlich habe auch ich bemerkt, dass Windows Vista etwas mehr Ressourcen frisst (was bekanntlich erst mit Windows 7 behoben wurde). Aber vor allem das nun wieder modernere Aussehen und den ganzen anderen Spielereien hatten es mir angetan. Mal ganz abgesehen von DirectX 10.

Nur in der Firma, da durfte ich noch bis letztes Jahr Windows XP einsetzen. Das war mittlerweile absolut kein Spaß mehr, sage ich euch! Was war ich froh als ich endlich umgestellt wurde. Von daher begrüße ich es, dass Microsoft endlich endgültig den Stecker zieht. Wem Windows 8 zu umständlich ist, der hat mit Windows 7 eine einwandfrei funktionierende Alternative und deshalb absolut keine Ausrede mehr warum er nicht umsteigt.

Und kommt mir jetzt nicht bloß nicht mit alter Hardware oder alten Programmen, die vor 200 Jahren erschienen sind und deshalb unter Windows Vista oder höher nicht mehr funktionieren. Wir leben in einer Konsumgesellschaft. Irgendwann wird es auch mal Zeit den alten Scheiß wegzuschmeißen und sich was Neues zuzulegen. Im Großteil der Fälle ist der neue Kram sogar wesentlich besser als das alte Zeug an dem man so lange festhing nur weil man Angst hatte etwas Neues zu lernen. Es kann mir keiner erzählen, dass das Arbeiten mit dem 15 Jahre alten Laptop wirklich noch Spaß macht. Ich bin da absolut nicht tolerant. Wenn irgendwo in einer Firma noch ein uralter Rechner mit Windows 95 steht, der nicht am Rechner hängt und irgendeine ultrawichtige Maschine bedient dann ist mir das egal. Aber wer am Netz hängt hat verdammt nochmal umzusteigen. Vor allem die Leute, die sich hinstellen und sagen “Ich weiß was ich tue. Ich hatte noch nie einen Virus”. Das sind immer die ersten, die im Botnetz landen.

Von daher: Es war eine nette Zeit mit dir, Windows XP. Aber es ist allerhöchste Zeit, dass du den Abgang machst! Also raus hier. Platz machen für Windows 7 oder höher!

Bis Montag!

P.S.: Hier mal spaßeshalber die oben erwähnte Übersicht über meine Rechnerhistorie:

1990 – 08/1996 DX486 66 Mhz (gehörte technisch gesehen natürlich Don Quichotte)
08/1996 – 03/2000 Pentium 133 Mhz (leider keiner von denen, die sich durch den Einsatz eines Bleistifts auf 200 Mhz aufbohren ließen; außerdem: Half-Life mit 10-20fps!)
03/2000 – 08/2000 Pentium III 500Mhz (von Azzkickr unter anderem mit Outcast!)
08/2000 – 04/2001 Pentium III 800Mhz (nur ein CPU-Upgrade)
04/2001 – 01/2003 Athlon 1Ghz (von Azzkickr?)
01/2003 – 08/2005 Athlon XP 2700+
08/2005 – 08/2006 Athlon 64 3500+
08/2006 – 02/2008 Athlon 64 X2 4600+
02/2008 – 06/2010 Intel Core 2 Duo E8400
06/2010 – 10/2013 Intel Core 2 Quad E9550
10/2013 – ???? Intel i7-4770

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