Kessy

Kessy (17.7.2002 – 8.2.2016)

Ich sehe irgendwie 10 Jahre jünger aus.

Ich sehe irgendwie 10 Jahre jünger aus.

Es ist so weit. Dies sind meine letzten Zeilen. Das unrühmliche und finale Ende meines Daseins auf dieser Erde. Mein Leben endet wie so viele andere – viel zu früh und völlig überraschend. Während ich diese Zeilen schreibe sitze ich noch auf der Terrasse und schlürfe genüsslich aus einer frischen Pfütze. Ich fühle ein letztes Mal wie das kalte Nass sich seinen Weg durch meinen Körper bahnt und spüre die Erfrischung, die es bringt.

Heute ist mein letzter Morgen auf dieser Welt. Der Chef wird mich irgendwann im Laufe des Vormittags ein letztes Mal in mein Körbchen tragen. Ich werde ihn gewähren lassen. Zum Wehren oder Weglaufen bin ich schon zu schwach. Mein Körper besteht nur noch aus Fell, Haut und Knochen weil ich schon seit Tagen nichts mehr Essen kann. Der Chef wird mit mir ein letztes Mal den Weg zum Tierarzt fahren. Auch das wird mich nicht weiter stören. Mein Ende ist besiegelt und es gibt nichts, was ich noch dagegen tun könnte. Dort angekommen werde ich meine letzte Spritze erhalten. Sie wird kurz piksen. Das war es dann aber auch. Ich werde friedlich und ohne Schmerzen in liebvollen Händen einschlafen, meinen letzten Atemzug tun und übergehen in die nächste Form des Seins. Auf dieser Welt verbleiben werden nur ein lebloser Körper und die unzähligen schönen Erinnerungen an mich in den Köpfen vieler liebevoller Menschen. Menschen, die mich in den 13 1/2 Jahren meines Daseins äußerst gern gehabt haben. Menschen, die sich um mich gekümmert haben. Menschen, die mich bis zum Schluss liebten.

Die letzten Tage

Während mir die Frühlingssonne ein letztes Mal auf den Pelz scheint, versuche ich Abschied zu nehmen. Versuche es meinen Frauchen und Herrchen so einfach wie möglich zu machen. Mir nichts anmerken zu lassen, dass es mir richtig schlecht geht. Schließlich wurde ich als Diva geboren, habe als Diva gelebt und werde mich entsprechend auch stoisch als Diva meinem finalen Schicksal stellen. Zugegeben: Die beiden Spritzen, die mir der Tierarzt am Samstagmorgen verabreicht hat, helfen massiv. Sie lindern meinen Schmerz und lassen mich meine letzten Tage ohne Sorge und Leid ertragen. Im Gegensatz zum Webmaster, dessen tränengefülltes Gesicht nur im Ansatz die Trauer und Hilflosigkeit zeigt, die er in seinem Inneren fühlt.

Mein erster und letzter Selfie

Mein erster und letzter Selfie

Dabei hat er gar nichts falsch gemacht. Im Gegenteil. Er hat mich 2007 genauso wie der Rest seiner Familie mit offenen Armen empfangen und war bis zu meinem Tod an meiner Seite. Er kann nichts dafür, dass sich in meinem Bauch innerhalb kürzester Zeit ein Tumor gebildet hat. Ein Tumor so groß, dass er mittlerweile den Zugang zu meinem Darm komplett verschließt. Wäre er am Samstag nicht gekommen und hätte mich zum Tierarzt gebracht, ich wäre vermutlich elendig verhungert bevor es jemand bemerkt hätte. So hatte ich wenigstens die Chance in Würde Abschied zu nehmen. Ich konnte in Ruhe ein letztes Mal auf meinen Lieblingsplätzen liegen, konnte noch ein paar Leckerli naschen ohne sie gleich wieder Auskotzen zu müssen und durfte noch einmal die Liebe der Personen spüren, die mir so ein schönes und erfülltes Leben beschert haben. Ich hätte selbstverständlich noch gerne etwas mehr Zeit bei euch verbracht. Doch ich werde offensichtlich woanders gebraucht. So bleibt mir am Schluss nur zu sagen:

Danke, dass ihr den Worten eines Katzenviechs gelauscht und Freude an meinen Abenteuern gefunden habt.
Danke, dass ihr mich gefüttert, gestreichelt und gebürstet habt.
Danke, dass ihr mir ein Zuhause gegeben und viel Liebe entgegen gebracht habt.
Danke für alles, was ihr für mich getan habt!
Ich war wirklich gerne bei euch!

Und jetzt hört auf um mich zu trauern. Dass meine Zeit auf dieser Erde begrenzt ist, war von Anfang an klar. Freut euch stattdessen auf die Geschichten und Abenteuer der nächsten Katze(n), die von den liebevollen Armen des Webmasters und Lysanda in Empfang genommen werden. Und bis dahin stöbert ihr einfach ein wenig im Archiv, um euch noch einmal in Erinnerung zu rufen, was für eine tolle Katze ich war.

Eure

Kessy - Göttin der Knuddeleinheiten

Kessy – Göttin der Knuddeleinheiten

PS: Zum Abschluss noch ein Gedicht:

Wenn es soweit ist…

Bin ich dereinst gebrechlich und schwach,
und quälende Pein hält ständig mich wach,
was Du dann tun musst – tu es allein.
Die letzte Schlacht wird verloren sein.

Dass Du sehr traurig, verstehe ich wohl.
Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.
An diesem Tag – mehr als jemals geschehn –
muss Deine Freundschaft das Schwerste bestehn.

Wir leben zusammen in Jahren voll Glück.
Furcht vor dem Muss? Es gibt kein Zurück.
Du möchtest doch nicht, dass ich leide dabei.
Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei.

Nur- bitte bleibe bei mir bis zum Schluss
auch wenn es für Dich schwer sein muss.
Und halte mich fest und red mir gut zu,
bis meine Augen kommen zur Ruh.

Mit der Zeit – ich bin sicher – wirst Du es wissen,
es war Deine Liebe, die Du mir erwiesen.
Vertrauende Blicke ein letztes Mal –
Du hast mich befreit von Schmerz und Qual.

Und gräme Dich nicht, wenn Du es einst bist,
der Herr dieser schweren Entscheidung ist.
Wir waren beide so innig vereint.
Es darf nicht sein, dass Dein Herz um mich weint.

Autor unbekannt

Die fünfte Jahreszeit neigt sich ihrem Höhepunkt und damit auch ihrem Ende zu. Heute ist Altweiberfasching, am Montag gibt`s haufenweise Rosenmontagzüge und am Aschermittwoch ist der Spuk auch schon wieder vorüber und für so einige beginnt die Fastenzeit. Aber kriegt ihr von dem ganzen Trubel überhaupt was mit? Seid ihr vielleicht sogar live an der Front mit auf den Wägen dabei? Oder malt ihr euch nur für`s Büro die Nase rot und das wars?

Von 70m² auf 20m²!

Von 70m² auf 20m²!

Wisst ihr was? Wir haben uns das mit dem Haus doch wieder anders überlegt. Viel zu teuer das Ganze. Stattdessen haben wir uns für kompaktes Wohnen entschieden. Wie das aussieht, seht ihr rechts auf dem Bild. Mag auf den ersten Blick etwas eng wirken aber man gewöhnt sich an alles. Ist auf jeden Fall schön kuschelig und alles ist in Reichweite.

Nein, natürlich ist es das nicht. Das ist das vollgestellte Arbeitszimmer. Wie erwartet sind wir auch mit dem Wohnzimmer nicht fertig geworden (der komplette Anstrich fehlt noch). Entsprechend haben wir alles, was nicht in den Keller, in die Küche oder ins Schlafzimmer gehört, einfach aus dem 7,5-Tonnen-LKW (über Sixt gemietet) ins Arbeitszimmer gepackt. Da steht es jetzt erst einmal ganz gut würde ich sagen bis wir bereit zum finalen Umräumen sind. Ja, meinen Hauptrechner kann ich dadurch erst einmal nicht aufbauen. Aber ich hatte ja schon erwähnt, dass wir sowieso bis kommenden Dienstag ohne Internetanschluss auskommen müssen. Diesen Eintrag konnte ich auch nur dank Handy und Tethering online bringen. Moderne Technik ist schon echt praktisch muss ich mal wieder feststellen.

Der Umzug

Der Umzug selbst hätte nicht perfekter ablaufen können. Freitags hatten wir uns darauf konzentriert sowohl im Haus als auch in der Wohnung alles soweit fertig zu machen (bisschen Putzen und die Reste in Kartons packen) weshalb wir dann wie gesagt das Wohnzimmer doch nicht mehr gestrichen haben. Samstags ging es dann um 8 Uhr mit sieben Mann los den LKW zu beladen und klar Schiff machen. Am Ende war der LKW voller als ich erwartet hatte (sehr viel mehr hätte nicht mehr reingepasst) aber es die Wohnung plus Keller waren nach nur rund 2 1/2 Stunden komplett leer. Man hat definitiv gemerkt, dass Lysanda und ich in den letzten sechs Wochen schon extrem viele Umzugskartons ins Haus geschafft hatten. So blieben zu 95% nur noch Möbel übrig und davon auch nur wenige zum auseinanderbauen (Bett, Kleiderschrank, ein paar Schubladen aus den Kommoden und Sideboards – sowas halt).

Das Ausladen war dann in rund 1 1/2 Stunden erledigt. Wir haben den LKW rückwärts an das Schlafzimmerfenster gefahren und konnten dann über die Rampe problemlos und ohne große Anstrengungen alles rausschaffen. Das meiste musste ja nur einen Raum weiter getragen werden und nicht erst der Stockwerke runter wie in der Wohnung. Geregnet hat es passenderweise dann auch erst nachdem wir mit allem fertig waren. Wie gesagt: Hätte nicht besser laufen können.

Hier stand mal der Hauptrechner

Hier stand mal der Hauptrechner

Sonntagnachmittag stand dann auch gleich die Übergabe an den Vermieter an. Entsprechend vorher noch ein bisschen geputzt (auch während der Übergabe noch, weil der Zustand der Küche bemängelt wurde) und die Sache hinter mich gebracht. Jetzt muss nur noch die Kaution kommen und das Thema ist bis auf die Nebenkostenabrechnung im Sommer auch endlich komplett vom Tisch. Da fällt mir auch ein großer Stein vom Herzen, sage ich euch. Es war natürlich nicht einmal annähernd so Nervenaufreibend wie mein Wegzug von Eckental. Aber angespannt bin ich bei sowas schon, weil man den Launen des Vermieters natürlich ein Stück weit ausgeliefert ist (siehe Küche noch genauer putzen). Deswegen atme ich erst komplett aus, wenn ich die Kaution auf dem Konto habe.

Die restliche Woche

Bis zum Umzugstag waren wir natürlich auch nicht untätig. Die Elektriker sind wie erwartet montags endlich fertig geworden. Da heißt es jetzt nur noch auf die Rechnung warten bzw. noch ein paar Abdeckungen auf die Schalter und Steckdosen montieren sobald wir in allen Räumen fertig sind. Auch der Fliesenleger hat seine Arbeiten an der Dusche am Freitagabend erfolgreich abgeschlossen und uns seine Rechnung in die Hand gedrückt. 40 Stunden hat er gebraucht. Und auch das Material hat einiges gekostet (Bruchfliesen sind weder billig noch schnell an die Wand geklebt). Dafür ist es jetzt anständig gemacht und sieht, zumindest finde ich das, auch sehr gut aus. Samstags haben wir dann auch gleich noch das Abwasser für die Dusche verlegt (das kann ich mittlerweile!).

Heute Morgen kommt hingegen noch ein letztes Mal der Sanitär, um die Armaturen an Dusche und Badewanne zu befestigen. Anschließend ist das Thema Handwerker bis auf das Begleichen der Rechnungen auch erledigt. Ja, die drei sind jetzt nochmal teuer gewesen (hoher vierstelliger Betrag). Aber zum einen hatten wir tatsächlich mit rund 10.000 Euro Renovierungskosten geplant und zum anderen hat es sich, denke ich, gelohnt und war auch einfach notwendig. Sonst wären wir langfristig garantiert nicht glücklich geworden (und im Falle der Elektrik auch die Versicherung nicht). Und vor allem bei der Elektrik wäre ein späteres Arbeiten noch schwieriger geworden. So konnte er noch fast überall einfach einen Schlitz klopfen, um Kabel zu finden/zu verlegen. Dafür haben wir uns die Umzugsfirma, den Verputzer, den Maler und was weiß ich noch alles gespart. Hat mit Lysanda und mir ganz gut funktioniert (und der tatkräftigen Unterstützung meiner Familie und ein paar Arbeitskollegen hier und da) auch wenn es selbstverständlich nicht 100% perfekt ist.

Komische Sachen

Es fehlt nur noch die Brause

Es fehlt nur noch die Brause

Wobei die Wände im Wohnzimmer definitiv wesentlich besser aussehen als im Schlafzimmer. Wir haben also kräftig dazu gelernt in den sechs Wochen Renovierarbeit. Und auch mit der Farbe im Arbeitszimmer hat es besser geklappt. Wobei das auch komischerweise am Material lag. Die Farbe im Schlafzimmer war wesentlich dünnflüssiger – deswegen mussten wir zweimal ran. Im Arbeitszimmer habe ich hingegen schon beim Streichen gemerkt, dass ich irgendwie mehr auf der Rolle habe. Und siehe da: Ein Anstrich genügte, um den Rotband-Putz zu verstecken.

Das ist insofern komisch, weil es die exakt gleiche Grundfarbe war (Südwest EuroClassic). Die einzigen Unterschiede: Welche Farbpigmente untergemischt wurden (damit aus dem Weiß eben grün oder rosa wird) und von welchem Mitarbeiter. Und da ich davon ausgehe, dass die Farbpigmente keine Auswirkungen auf die Konsistenz der Farbe haben, muss es am Mischen also am Mitarbeiter liegen würde ich sagen. Aber mal schauen. Einen Farbtopf brauchen wir ja noch (Flur). Wobei wir, je nachdem wie unsere Erfahrungen jetzt im Wohnzimmer mit dem Streichputz von Hornbach sind, vielleicht auch im Flur umsteigen werden.

Aber da werden wir uns jetzt tatsächlich erst einmal nicht hetzen lassen und die weitere Sache in Ruhe angehen. Zum einen brauchen wir beide dringend mal eine Pause und zum anderen sollten wir so langsam auch mal wieder auf der Arbeit ein wenig mehr tun (waren jetzt im Januar jede Woche maximal zwei Tage da – und selbst die teilweise nicht komplett). Der Umzug ist erledigt und wir können Schlafen, Essen und haben ab heute auch wieder ein komplett funktionsfähiges Bad. Somit sind die Grundbedürfnisse erst einmal gedeckt. Alles andere kommt dann in den nächsten Wochen nach und nach.

Bis Montag! Dann vermutlich endlich mal wieder mit einem anderen Thema :smile: .

Egal ob ALDI, LIDL, REWE, EDEKA und wie die großen Einkaufsmärkte alle noch so alle heißen: Jede hat neben den normalen und bekannten Produkten von Firmen wie Haribo, Nestlé, Mondolez (u.a. Milka) oder Troll auch ihre eigene Hausmarke. Ihr wisst schon: „Gut & Günstig“ (EDEKA), „ja!“ (REWE und gefühlt 1.000 andere), „Choceur“ (ALDI) und so weiter. Somit gibt es gefühlt zu fast jedem bekannten Produkt (vermutlich abhängig von Patent-/Copyrightansprüchen) eine billigere „Knock-Off“-Variante. Und natürlich lässt sich vortrefflich streiten ob das Klopapier von Tempo jetzt wirklich besser ist als das von „ja!“ aber viel interessanter ist die Sache bei den Dingen, die wir uns in den Mund stecken und somit tatsächlich einen Unterschied schmecken können: Süßigkeiten. Müssen es immer die Original Chio-Chips sein oder reichen euch auch die billigen Dinger? Schmeckt der billigere Kram euch vielleicht mitunter sogar besser?

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