Viel gespielt habe ich zwar nicht in den letzten paar Wochen aber für ein paar Filme war seit langem tatsächlich mal wieder Zeit. Also lasst uns gar nicht erst lange in der Einleitung verweilen, sondern springen wir doch gleich mal ins Geschehen und zwar mal wieder mit einem dieser alten Schinken, die ich euch immer aufreden will :smile: :

Le Mans (Cover)

Le Mans (Cover)

Le Mans (1971) – Wikipedia bezeichnet dieses Werk als “Actionfilm”. Ich würde es stattdessen als Highlight-Sendung von RTL nach einem Formel-1-Rennen bezeichnen. Klingt im ersten Moment etwas gemein aber das Werk erzählt praktisch keine Geschichte, hat so gut wie keine Dialoge und viel “Schauspielerei” ist auch nicht dabei. Stattdessen seht ihr in den 106 Minuten vor allem eines: Reale Szenen der 24 Stunden von Le Mans des Jahres 1970 (inklusive dem Live-Kommentar des Stadionsprechers!). Ursprünglich wollte Steve McQueen (der ultimative Actionstar der 60iger und 70iger und selbst Rennfahrer) sogar mitfahren, seine Karre bekam aber keine Zulassung. Stattdessen rüsteten sie einen anderen Rennwagen mit Kameras aus. Theoretisch wäre dieser wohl auch auf Platz 9 gelandet aber da alle paar Runden der Film gewechselt wurde, schaffte er nicht die Mindestdistanz für seine Klasse (2,4 von mindestens 3 Meilen). Und all das, was sie nicht auf der Rennstrecke bekamen (vor allem die Unfälle), wurde dann später mit baugleichen Rennwagen nachgestellt (damals gab es wohl die Regel, dass von jeder Karre 25 Stück gemacht werden müssen).

Le Mans (Promo)

Le Mans (Promo)

Entsprechend ist Le Mans definitiv eines: Beeindruckend anzusehen. In einer Zeit, wo selbst ein Tisch mit CGI erstellt wird, ist es äußerst erfrischend nicht nur pure, sondern sogar reale Action (wie gesagt: ein Auto mit Kameras fuhr mit!) aus allen möglichen Perspektiven zu sehen. Natürlich könnte man nun argumentieren, dass man auch einfach die Formel 1 auf Sky oder so schaut mit der freien Kamerawahl. Aber natürlich hat der Regisseur, Lee H. Katzin, dann doch ein besseres Gefühl dafür wirklich interessante und spannende Szenen zu zeigen.

Schade nur, dass sie halt irgendwie durch nichts zusammengehalten werden. Die eigentliche Geschichte, im Vorjahr ist durch McQueens Charakter jemand gestorben und nun verliebt er sich in die Witwe, ist völlig irrelevant und kommt nie in den Gang und auch die B-Story vom (damals realen) Wettkampf zwischen Ferrari (Siegfried Rauch als deutscher Fahrer) und Porsche (McQueen als amerikanischer Fahrer) um Platz 1 ist nicht gerade der große Brüller. Zumal am Ende Porsche (das ist ja wohl kein Spoiler, oder?) nur gewinnt, weil ZUFÄLLIG Ferrari zur gleichen Zeit auch ein technisches Problem hat. Was für ein Blödsinn :smile: .

Beim Christoph meint: Sollte man mal gesehen haben wegen seiner Bilder und der gelungenen Rennatmosphäre, die er die meiste Zeit vermittelt. Aber definitiv kein Pflichtfilm und schon gar nicht, was man sich unbedingt ins Regal stellen muss. Kriegt von mir grad noch so 3 von 5 Sics wegen King of Cool Steve McQueen und eben den coolen Aufnahmen.

 

Company Men (Cover)

Company Men (Cover)

Company Men (2010) – Über die Finanzkrise 2007/2008 gibt es sicherlich so einige Filme vor allem natürlich Dokumentationen. John Wells‘ Drama will euch die menschliche Seite der Medaille zeigen und folgt dementsprechend im Laufe des Films vier komplett unterschiedliche Personen, die bei einem großen Schiffbauunternehmens namens GTX sind. Da wäre natürlich allen voran GTX-CEO James Sallinger, dem es trotz aller Turbulenzen blendend geht, weiter mit Geld um sich schmeißt und sich natürlich auch keine Sorgen um seinen Job machen muss. Nummer zwei ist sein langjähriger Freund und Firmenmitgründer Eugene McClary (Tommy Lee Jones), der zwar entlassen wird aber zum einen schon lange in den Ruhestand hätte gehen können und zum anderen von den Kürzungen bei GTX dank seiner Aktien weiter massiv profitiert. Nummer 3 ist Phil Woodward, ein Eigengewächs. Er hat sich in der Firma vom Fließband zum Manager hochgearbeitet, ist seit 30 Jahren in der Firma und muss seine Kinder noch durchs Collage bringen. Er hat massive Angst vor der Kündigung und als sie dann tatsächlich kommt, geht es ihm gar nicht gut. Nummer 4 ist unser Hauptcharakter Bobby Walker (Ben Affleck), der erfolgreiche Jungspund, der seine Kündigung gar nicht wahr haben will und im Laufe des Films die Vorzüge eines einfachen Lebens entdeckt (auch dank des Bruders seiner Frau, gespielt von Kevin Costner).

Company Men (Promobild)

Company Men (Promobild)

Alles in allem also ein sehr bunter Haufen und es ist tatsächlich interessant wie unterschiedlich jeder einzelne mit der Situation umgeht und wie eben doch nicht alles einfach nur schwarz und weiß ist (obwohl im Film durchaus klar ist, wer zu den “Guten” und wer zu den “Bösen” gehört). Wie es logischerweise auch im realen Leben ist. Zwar verstehe ich nicht ganz für was jetzt unbedingt Kevin Costner mit ins Boot geholt werden musste als der “rechtschaffende” Handwerker, der schon immer sein Geld mit “echter” Arbeit verdient hat. Aber gut, vielleicht war tatsächlich im Budget (nur 15 Millionen Dollar!) noch was über.

Was mir an diesem Werk aber überhaupt nicht gefallen hat, und das ist jetzt ein massiver Spoiler, ist das Ende. Und zwar gibt es ein Happy End. McClary gründet eine Konkurrenzfirma und heuert Bobby mitsamt vielen weiteren alten Kollegen von GTX an. Zwar verdient Bobby “nur noch” die Hälfte von dem, was er vorher bekam (160.000 Dollar) aber hey: Er hat wieder einen Job und kann wieder aufhören sich um seine Familie zu kümmern. Sprich seine komplette Charakterentwicklung wird über den Haufen geworfen und nicht nur das: Auch die Message des Films ist damit vollkommen hinüber. Statt zu zeigen, dass hinter jeder Zahl ein Schicksal steckt, wird so getan als ob am Ende alles doch wieder gut wird. Was selbstverständlich vollkommener Blödsinn ist. Fragt allein mal die Bewohner von Detroit. Da gefällt mir das alternative Ende wesentlich besser.

Beim Christoph meint: 4 von 5 Sics gibt es von mir. Ja, das Ende ist mir sauer aufgestoßen und wie gesagt fand ich Kevin Costner jetzt irgendwie komplett fehl am Platz inklusive den üblichen Stammtischparolen von wegen “nur Handarbeit ist echte Arbeit”, die sein Charakter verkörpert. Aber am Ende des Tages ist es ein gelungener Film zu dieser doch ziemlich extremen Periode der letzten Jahre, der einen nicht einfach nur mit Fakten erschlägt, sondern die Folgen für jeden greifbar macht. Kann ich nur empfehlen!

 

Ender's Game (Cover)

Ender’s Game (Cover)

Ender’s Game (2013) – Gleich das Wichtigste vorweg: Ich habe den Roman dazu bis heute nicht gelesen. Der “Twist” war mir jedoch bereits im Vorfeld bekannt. Am meisten in Erinnerung geblieben sind mir die Boykott-Aufrufe zum Kinostart wegen Orson Scott Card, der wohl eine…nicht gerade tolerante Person ist. Aber das Werk an sich mir nicht seine fragwürdigen Ansichten aufdrückt, ist mir das erst einmal egal. Natürlich gibt es gute Argumente für beide Seiten. Aber die Diskussion wurde letztes Jahr schon genug im Netz geführt. Kommen wir also lieber zum Film:

Wer die Geschichte nicht kennt: Die Menschheit hat vor einiger Zeit grad so eine Alieninvasion abgewehrt. Und zwar mit mehr Glück als Verstand. Aber da es kein besseres Mittel gegen Krieg gibt als zuerst Krieg zu führen, bereitet sich nun im Gegenzug alles auf eine Invasion des Alienheimatplaneten vor. Da aber irgendwie fast alles im ersten Krieg vernichtet wurde, müssen dazu neue Leute trainiert werden und wen kann man am besten indoktrinieren? Kinder natürlich. Also folgen wir dem jungen Kadetten Andrew “Ender” Wiggin wie er sich im vermeintlichen Training vom kleinen Pimpf immer weiter die Karrierieleiter hoch- und auf seine Abschlussprüfung hinarbeitet. Am Ende stellt sich dann halt heraus, dass das alles kein Training war, sondern die Schlachten tatsächlich stattgefunden haben. Er bekommt ein schlechtes Gewissen, die letzten überlebenden Aliens kontaktieren ihn und er macht sich auf den Schaden wieder gut zu machen. Ach und nebenbei schauen Harrison Ford und Sir Ben Kingsley (im üblichen “Tribal”-Look) immer mal sorgenvoll in die Kamera und tun so, als würde es tatsächlich eine Strang zum Thema “Moral” geben.

Ender's Game (Promobild)

Ender’s Game (Promobild)

Es hat alles irgendwie etwas von Starship Troopers nur hat keiner den Leuten gesagt, dass der Film eine Satire war. Stattdessen ist alles bierernst, vermischt mit etwas “Mystik” (Ender kann wohl Signale der Außerirdischen empfangen) und extrem guten CGI-Effekten (speziell natürlich die finale Schlacht ist eine Augenweide), die einen definitiv bei Laune halten. Gleichzeitig ist Ender ein arrogantes/schmollendes Arschloch, das schlicht versucht allen zu beweisen, dass er der Beste ist (gegen Ende lernt er ein bisschen was über Teamwork aber das ist ein Witz).

Wie gesagt habe ich das Buch nicht gelesen, aber ich hoffe doch mal inständig, dass es darin mehr um die wesentlichen, moralischen Fragen geht als hier sonst würde ich seinen Klassiker-Status ganz klar in Frage stellen. Die 114 Minuten vergehen zwar trotzdem wie im Fluge (wegen den Actionsequenzen) aber viel übrig bleibt dann davon abseits eines völlig komischen Endes (aufgrund des fehlenden Kontexts) nichts.

Beim Christoph meint: Meine Begeisterung hält sich in Grenzen, deshalb gibt es nur solide 3 von 5 Sics. Visuell schick anzuschauen und Sir Ben Kingsley ist halt wie immer Sir Ben Kingsley aber auch ohne Boykott kann ich absolut nachvollziehen, warum Ender’s Game nur gerade so sein Budget (110 Millionen Dollar) wieder eingespielt hat. Vor allem in einem Jahr, wo eine SciFi-Bombe nach der anderen gezündet wurde (Pacific Rim, Gravity, Elysium, etc.), ist das Werk einfach nur vergessliches Mittelmaß ohne Biss. Dann vielleicht doch lieber einfach die Bücher lesen. Hat man wahrscheinlich mehr von.

Ob es besser gewesen wäre, wenn nicht schon in den Trailern der “Twist” verraten worden wäre? Vermutlich nicht, weil mich Ender als Charakter wie gesagt total kalt gelassen hat und am Ende das ganze Thema auch sehr stiefmütterlich behandelt wird. Ja, es ist grad eine ganze Spezies vernichtet worden und der Junge hat ein paar Gewissensbisse aber nach so einem Ereignis hätte ich mir etwas mehr gewünscht als nur die Erkenntnis, dass seine Träume also doch eine Bedeutung hatten.

 

Und damit verabschiede ich mich bis Montag!

Meine tolle Handschrift

Meine tolle Handschrift

Es ist schon lange lange her, dass ich einen Eintrag handschriftlich verfasst habe. Bitte? Ihr würdet das doch eh nicht merken während ihr vor eurem Computer sitzt und diese Zeilen lest? Da habt ihr vermutlich Recht. Aber dafür gibt es ja das Beweisfoto auf der rechten Seite. Jetzt wollt ihr aber bestimmt wissen, warum ich hier mit einem Kuli in der Hand sitze und Beim Christoph immer mehr zu einem “Slice of Life”-Blog verkommen lasse anstatt euch von den neusten Spielen zu erzählen (Mittelerde: Mordors Schatten soll wohl überraschend gut sein und auch Forza Horizon 2 in der Xbox-One-Variante eine Kaufempfehlung). Was? Es interessiert euch nicht die Bohne? Okay, kann ich nachvollziehen. Glücklicherweise gibt es für so eine Situation viele Lösungsmöglichkeiten. Zum Beispiel könnt ihr euren Browser schließen oder, noch einfacher, eine andere Webseite aufrufen. Unbegrenzte Freiheiten quasi und zwar unabhängig davon, ob ihr am PC sitzt, mit einer Konsole unterwegs seid, den 3DS aus unerfindlichen Gründen für so etwas nutzt oder schlicht auf der Toilette mit dem Smartphone in der Hand sitzt. Wir leben schon in einer genialen Zeit, findet ihr nicht auch?

Aber um die ursprüngliche Frage zu beantworten: Heute ist mal wieder Verwandtentreffen und ich habe schlicht heute Morgen keine Zeit gehabt den Laptop einzupacken weil mal wieder alles drunter und drüber ging. Um 08:30 Uhr musste Frau Mama unbedingt saugen und im Anschluss meinte plötzlich das Internet bei ihnen im Haus nicht mehr zu funktionieren. Da musste ich natürlich plötzlich Notdienst schieben. Mit der Folge, dass ich in der Eile den Fehler nicht gefunden habe und stattdessen die Hotline angerufen und eine Störung meldete. Während ich diese Zeilen nun in den Computer tippe, habe ich diese auch schon wieder storniert. Es hatte sich doch nur ein Kabel gelöst. Dafür brauche ich keinen Techniker kommen lassen, der mich dann eh nur für dumm erklärt :smile:. Ist auch ganz gut so, schließlich ist der Mobilfunkempfang im Hutzelgrund nicht gerade der Beste. Wer weiß, wie ich dann diesen Eintrag hier online gebracht hätte.

Und sonst so?

Und damit sind wir offensichtlich schon wieder in so einem komischen “Info”-Eintrag gelandet, in dem ihr mehr über das langweilige Leben des Webmasters erfahrt. Ist ja so langsam fast so wie die Kessy-Einträge. Bringen wir die Sache also am besten schnellstmöglich hinter uns:

AM Samstag wurde nach einem letzten Putzeinsatz und der Übergabe eines Drittels der Kaution an einen Maler meine alte Wohnung zurück an die Eigentümerin übergeben. Was bin ich froh, dass das Thema endlich erledigt ist. Ich hab‘ mir im Vorfeld des Bezugs meiner ersten eigenen Wohnung im letzten Jahr so einige Gedanken gemacht und Horrorszenarien ausgemalt (ihr wisst ja: das bekannte Problem). Dass jedoch der Auszug so viel Zeit und Nerven frisst, kam mir damals absolut nicht in den Sinn. Da sieht man aber mal wieder, wem es einfach nur um die monatliche Überweisung geht und wer sich auch wirklich um seinen Besitz kümmert. Das Ende vom Lied ist nämlich, dass ich zwar ein paar Euro weniger in der Tasche habe wegen dem Streichen. Einen Nachmieter gibt es aber trotz meiner frühzeitigen Kündigung (fast vier Monate!) offensichtlich immer noch nicht. Glücklicherweise aber wie gesagt nicht mehr mein Problem. Die Wohnung ist abgenommen, übergeben, ich habe meine Kaution wieder und damit ist das Thema logischerweise für mich erledigt.

Back to work

Zwei Regale voller Videospiele

Zwei Regale voller Videospiele

Am Mittwoch heißt es dann für mich auch mal wieder auf die Arbeit zu gehen. Wie schnell immer zwei Wochen rumgehen. Echt schlimm An dieser Stelle würde ich zwar normalerweise noch den Satz “auch wenn man nichts schafft” ergänzen, aber das stimmt dieses Mal natürlich nicht. Obwohl ich noch kein einziges Wochenende in meiner neuen Wohnung verbracht habe (es gab bislang immer irgendwas anderes zu tun), bin ich mit der Einrichtung soweit fertig. Trag nur derzeit noch die Filme aus dem Keller hoch (hatte ich in Eckental gar nicht aus den Umzugskartons raus) in der Hoffnung, dass ich sie noch in das bestehende Regal reinbringe. Pro-Tipp: Fangt nie an etwas Analoges zu sammeln. Braucht einfach zu viel Platz. Die Steam-Bibliothek und Netflix verbrauchen da wesentlich weniger als buchstäblich hunderte DVD- und Blu-ray-Hüllen. Doch das habt ihr sicherlich auch so schon gewusst.

Doch zurück zum Thema: Meine neue Arbeitsstätte ist, das hatte ich ja schon einmal erwähnt, in Darmstadt und mittlerweile weiß ich auch etwas genauer darüber Bescheid, was ich in Zukunft so machen werde. Allerdings würdet ihr es vermutlich nicht wirklich verstehen, wenn ich es euch jetzt großartig im Detail erkläre. Deshalb bezeichne ich es einfach mal als eine Art Administrator- und Regelungsgeber-Tätigkeit für eines unserer wichtigsten Dokumentationssysteme. Sprich ich bin dann ab sofort etwas weiter von der “Realität” entfernt als ich es in den letzten 13 Jahren im Bau gewohnt war. Zwar saß ich nur ein Jahr davon wirklich selbst im Loch aber auch die Planung hat am Ende des Tages ein bisschen was handfestes mit dem zu tun, was draußen passiert. Jetzt geht es mehr darum die verwendete Software auf dem aktuellen Stand zu halten (mehr als Organisator und nicht als Entwickler) und weiter stetig zu verbessern.

So geht’s weiter

Klingt im ersten Moment vielleicht nach einem etwas radikalen Wandel zu dem, was ich vorher gemacht habe. Die Realität ist aber, dass ich schon lange in Richtung “Administration” für diese Anwendung geschielt habe. Ich arbeite seit 2005 damit, kenne mich entsprechend extrem gut aus, war deshalb schon seit Jahren inoffizieller Enduserbetreuer sowohl in Aschaffenburg als auch in Nürnberg und habe den regionalen Admins immer geholfen. Da für mich aber kein Posten in der Hinsicht frei wurde, habe ich meine Karriere eben erst einmal anders fortgesetzt und komme nun quasi als Quereinsteiger auf bundesweiter Ebene in das Thema rein. Das neue Ressort war aber wohl erfreut darüber einen Mann aus der Praxis zu kriegen, der tatsächlich weiß wie ein Kabel aussieht. Kann ich auf jeden Fall auch mit Leben :smile:. “Darmstadt” stand schon lange auf meiner langfristigen Zielplanung. Ihr wisst schon, diese “Wo sehen Sie sich in 5 und in 10 Jahren?”-Dinger.

Bitte? Was nun draufsteht? Natürlich unsere Zentrale in Bonn oder, wenn sich die Chance ergeben würde, auch in eine unsere europäischen Auslands”filialen”. In England sind wir ja leider nicht mehr. Aber so Wien, Prag oder Amsterdam wäre sicherlich auch was Nettes. Aber lasst mich jetzt erst einmal ein paar Jährchen in Hessen bleiben. Das ist schon Ausland genug. Außerdem würde mich meine Familie wohl umbringen, wenn ich nächstes Jahr schon wieder umziehe :smile: .

Epilog

Damit seid ihr also (schon wieder) auf dem aktuellen Stand. Am Donnerstag kehren wir auf jeden Fall zurück zur Unterhaltungsindustrie und wenn ich euch einfach nur meine Meinung zu J. Edgar (2011) und/oder Ender’s Game (2013) erzähle.

Bis dann!

PS: Bevor die Frage aufkommt: Das Thema “Spielejournalist” hat sich aus meiner langfristigen Planung glaube ich ziemlich verabschiedet. Wäre zwar immer noch ein Traum. Aber ist einfach mittlerweile völlig unrealistisch als Vollzeitstelle geworden und Freelancer wäre dann mehr ein “Backup”-Plan, sollte ich doch mal arbeitslos werden (hoffentlich nicht!).

Erinnert ihr euch noch an das Jahr 2012? Damals, als Titel wie Spec Ops: The Line, SSX (das “Rennspiel” :smile: ) oder XCOM: Enemy Unknown auf den Markt kamen und ich stattdessen am Ende des Jahres einen völlig unbekannten und irrelevanten 3DS-Titel auf das Treppchen der NOCAs setzte. Der Name dieses Spiels? Theatrhytum Final Fantasy. Nur in Animal Crossing: New Leaf habe ich mehr Zeit investiert (118 Stunden!) als in dieses Musikspiel dafür als Ausgleich jedoch die halbe DLC-Datenbank leergekauft (1 Euro pro Musikstück!) und somit am Ende vermutlich nochmal gut 50 Euro ausgegeben. Aber scheiß drauf! Das Werk hätte nur noch besser sein können, wenn Kingdom Hearts draufgestanden hätte – zumindest dachte ich das damals. Mittlerweile wurde ich eines besseren belehrt, denn seit Freitag ist das folgende Machwerk im Handel erhältlich:

Achtung: Solltet ihr den Vorgänger nicht kennen, empfehle ich euch an dieser Stelle erst einmal meinen alten Eintrag dazu zu lesen. Dort gehe ich stärker auf die Grundlagen ein als ich es jetzt tun werde.

Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call Cover

Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call Cover

Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call (3DS, 2014) – Auf den ersten Blick ist erst einmal alles beim Alten. Das grundlegende Spielprinzip hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht verändert. Es gibt weiterhin drei Arten von Liedern: Kampfmusik, Eventmusik und Reisemusik mit ihren unterschiedlichen Anforderungen. Auch die Noten sind mit Halte-, Druck- und Ziehnoten im Grunde weiterhin unverändert. Und euer Ziel ist es erneut im richtigen Moment die jeweilige Note zu treffen. Eben wie man es aus Guitar Hero oder Rock Band kennt.

Doch im Detail hat sich so einiges getan. Es fängt schon mit der Anzahl an Liedern an. In der Einleitung habe ich ja erwähnt, dass ich einen Haufen Geld in DLC investiert habe, weil mir das Futter ausging. Es waren nämlich nur eine Handvoll von Tracks aus den Hauptspielen der Final Fantasy-Reihe (also Teil 1 bis 13) enthalten also ungefähr 70 Stück. Dieses Mal sind es 221 Lieder über ALLE Final Fantasy-Spiele hinweg. Das heißt auch so Sachen wie Final Fantasy Tactics, Crisis Core: Final Fantasy VII und sogar Final Fantasy VII: Advent Children. Über mangelnde Auswahl kann man sich dieses Mal also definitiv nicht beschweren, wenngleich Square Enix natürlich trotzdem noch DLC-Futter nachliefert (erneut für 1 Euro pro Stück).

Leider ist es erneut so, dass nur die wenigsten Lieder tatsächlich vollständig vorhanden sind. Square Enix möchte es euch anscheinend partout nicht zumuten 15 Minuten am Stück spielen zu müssen. Die haben anscheinend noch nie von Guitar Hero: Metallica gehört. Mir würde sogar schon eine optionale Möglichkeit ausreichen, dass ich auf Wunsch die “Vollversion” zocken darf. Aber nein: Es gibt wieder nur die gekürzten Remixe, die zwar vom Gefühl her dieses Mal immerhin etwas länger sind als im Original und dadurch vor allem bei den älteren Spielen tatsächlich vollständig sind. Dennoch finde ich es erneut schade, dass die Entwickler diese künstliche Beschränkung auf anscheinend maximal 3-4 Minuten eingebaut haben.

Mehr Rollenspiel!

Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call  (Herstellerbild)

Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call (Herstellerbild)

Mit der Erweiterung auf alle Titel der Serie, wurde selbstverständlich auch die Auswahl an Charakteren auf 60 (plus der Möglichkeit in DLC zu investieren) erhöht. Wie im Vorgänger gilt es wieder rollenspieltypisch eine Gruppe aus vier Leuten zusammenzubasteln, die quasi als euer Alter Ego agieren und unterschiedliche Fähigkeiten besitzen, die tatsächlich Auswirkungen auf das Spielen der Songs haben. Spielt ihr Noten falsch, dann sinkt eure Lebensenergie und einer von euch kann dann einen Heilzauber sprechen beispielsweise. Im Vorgänger war das alles nicht mehr als ein Gimmick beziehungsweise eine kleine Hilfe für Leute, die sich selbst auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad schwer tun. Für mich war die einzige Auswirkung, dass das Level meiner Charaktere bestimmte welche Art von Dark Notes freigeschaltet wurden (Lieder, die über Streetpass getauscht werden konnten). Ansonsten merkte ich ziemlich wenig von der ganzen Sache.

Im normalen Spielmodus, in dem ihr frei aus allen Stücken wählen könnt, ändert sich daran nichts. Die Dark Notes haben die Entwickler jedoch abgeschafft und stattdessen das Quest Medley eingeführt, die auch wieder über Streetpass tauschbar sind und vom Charakterlevel abhängen. Und wie der Name schon andeutet, müsst ihr hier nicht einfach nur ein Lied erfolgreich durchspielen, sondern eine Quest erfüllen (= einen oder mehrere Bosse töten).

Vier Arten von Quests gibt es, die sich allein durch ihre Länge unterscheiden. Der Ablauf ist hingegen immer derselbe. Ihr seht eine Weltkarte, die hier und da abzweigt und in Abschnitte aufgeteilt sind. Diese Abschnitte sind die Lieder, die ihr meistern müsst um voranzukommen. Immer ein gesunder Mix aus Kampf- und Reisemusik. Manche Felder geben euch Boni wie zum Beispiel einen Schlüssel mit dem ihr einen anderen Weg freischalten könnt oder sind ein Speicherpunkt, an dem ihr eure Reise fortsetzen könnt wenn ihr gestorben seid. Schätze, die ihr durch das erfolgreiche Töten von Monstern beziehungsweise durch sehr gutes Spielen der Reiselieder erhaltet, geben euch hingegen wie im normalen Spiel Zugriff auf Gegenstände wie Heiltränke oder auch Flugschifftickets mit denen ihr dann Teile der Karte überspringen könnt und so schneller näher zum finalen Boss kommt.

Spielerisch Neues

Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call (Herstellerbild)

Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call (Herstellerbild)

Soweit so normal. Im Prinzip spielt ihr erneut einfach zufällig ausgewählte Lieder mit dem einzigen Ziel sie zu meistern, um voranzukommen. Wieso ist es also nun wichtig, wie meine Truppe aufgebaut ist? Nun, wegen zwei Dingen: Zum einen regeneriert sich eure Lebensenergie hier nicht automatisch. Was ihr im ersten Lied des Quests eingebüßt habt, bleibt bis zum Endgegner verloren, wenn ihr euch nicht heilt. Speziell auf den höheren Schwierigkeitsgraden (gibt Basic, Expert und Ultimate; unterscheiden sich durch Schnelligkeit, Anzahl der Noten und Schwierigkeit der Noten) ein nicht zu verachtendes Detail. Zum anderen reicht es in den Bosskämpfen nicht einfach nur das Lied zu schaffen. Nein, ihr müsst auch tatsächlich den Boss besiegen (beziehungsweise zwei oder drei, weil der Boss immer erst ein paar Handlanger vorschickt). Sprich die Menge an Schaden, die eure Truppe austeilt, wird plötzlich sehr wichtig selbst wenn ihr perfekt spielt und alle Noten nur mit “Critical” (bestmöglich) trefft.

Spätestens hier werden dann auch die neuen Mechaniken im eigentlichen Spiel sichtbar: Bossattacken, Spezialnoten und grundsätzlich die eigene Treffsicherheit. Bislang war im Solospiel euer einziger Feind eure eigene Unfähigkeit Noten überhaupt zu treffen. Ab sofort schlagen jedoch, wie im wieder enthaltenen Versus-Modus, die Feinde auch mal zurück. Da drehen sich plötzlich die “Ziehnoten” (müsst in eine bestimmte Richtung “flicken”) oder ihr seht nur ganz kurz vorher welche Note da gerade auf euch zukommt. Das kann euch extrem aus der Bahn werfen und schnell mal das Lied kosten (auf Ultimate sowieso).

Treffsicherheit

Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call  (Herstellerbild)

Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call (Herstellerbild)

Mit Spezialnoten meine ich hingegen Noten, die mit einem “Glitzerring” umgeben sind. Schafft ihr es diese exakt, also mit “Critical” zu treffen, dann verursacht ihr extrem hohen Schaden beziehungsweise lauft bei Reisemusik für kurze Zeit wesentlich schneller (ja, die erreichte Entfernung wird jetzt auch ausgewertet). Das ist jedoch nicht der einzige Punkt, wo Treffsicherheit ab sofort belohnt wird. Die Featurezonen und dazugehörigen Spezialattacken/Reiseboosts gab es zwar bereits im Vorgänger. Dieses Mal macht es jedoch einen spürbaren Unterschied, ob ihr die Noten innerhalb der Featurezone genau trefft oder euch nur gerade so durchschummelt. Seid ihr in den Kämpfen beispielsweise grad so gut, dass ihr eine Spezialattacke bekommt aber habt es nur gerade so geschafft, dann ist euer Spezialkrieger ein Chocobo, das logischerweise nicht ganz so viel Schaden verursacht wie ein ausgewachsener Krieger unabhängig davon wie gut ihr die darauffolgende Passage meistert. Treffsicherheit hilft euch außerdem besser die Spezialangriffe eurer einzelnen Charaktere auszuführen. Den Feuerball schleudert ihr beispielsweise nur, wenn ihr 50 Noten mit besser als “Great” gespielt habt.

Ist ein Lied geschafft, folgt wie gewohnt die Abrechnung im bekannten Notensystem von “F” bis “SSS” und ihr bekommt je nach Leistung (und gewählten Charakteren) Rythmia gutgeschrieben. Die Geschichte ist nämlich im Vergleich zum Vorgänger unverändert. Zwar habt ihr schon dort die Welt gerettet, in dem ihr ausreichend Rythmia gesammelt habt. Doch wie heißt es so schön im Intro? “Die Welt bewegt sich in Zyklen” und entsprechend hat wieder ein Bösewicht alles gestohlen und ihr müsst erneut bei null anfangen mit dem Sammeln. Viel wichtiger als die vernachlässigbare Hintergrundgeschichte ist allerdings, dass ihr durch das Erspielen von Rythmia periodisch neue Sachen freischaltet. Am wichtigsten natürlich weitere Lieder. Aber auch kleinere Sachen wie neue Töne, die erklingen, wenn ihr eine Note trefft. Zusätzliche Charaktere werden hingegen wie gewohnt nur durch das Finden von verschiedenfarbigen Scherben freigeschaltet, die ihr in Truhen findet oder durch das Besiegen von Bossen im Quest Medley erhaltet.

Steuerung

Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call  (Herstellerbild)

Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call (Herstellerbild)

Eine weitere, wenn nicht sogar die wichtigste Neuerung ist die Sache mit der Steuerung. Im Vorgänger konntet ihr nur mit dem Stylus loslegen, der mir persönlich speziell bei den “Flicknoten” gerne Probleme bereitete. Dieses Mal habt ihr drei Varianten zur Auswahl zwischen denen ihr fliegend während einem Lied wechseln könnt: Reiner Stylus, Hybrid aus Stylus und Digipad oder schlicht Digipad und Buttons. Sehr praktisch. Zwar merke ich, wie ich derzeit immer noch gerne in den reinen Stylusmodus verfalle aber es ist schon verdammt hilfreich zumindest die Ziehnoten auf dem Digipad zu spielen. Macht es bei hohem Tempo definitiv wesentlich einfacher. Allerdings hat genau aus diesem Grund jede Steuerungsart auch seine eigene Rangliste. Ihr werdet als Stylus-Spieler also nie mit einem verglichen, der komplett ohne spielt.

Beim Christoph meint: Vergesst Theatrhytum Final Fantasy. Ernsthaft. Im Vergleich zu Theatrhytum Final Fantasy: Curtain Call war der erste Teil nur mein berühmtes Proof-of-Concept. Wenn ihr auch nur einen Funken Interesse an dieser Art von Spiel habt und einen 3DS besitzt (warum habt ihr noch keinen?! Gibt mittlerweile genug extrem gute Spiele!), dann könnt und solltet ihr ruhigen Gewissens zu Teil 2 greifen. Die Entwickler haben erfolgreich viele (wenngleich nicht alle) Kritikpunkte des Vorgängers ausgemerzt und das Spielprinzip in allen Bereichen sinnvoll erweitert beziehungsweise abgeändert. Und da in den 221 Tracks auch alle drin sind, die es im ersten Teil gab (inklusive sehr vielen von den DLCs), gibt es absolut keinen Grund ihn noch nachzuholen.

Mir macht Teil 2 auf jeden Fall wieder extrem viel Spaß, ja vermutlich sogar noch mehr als der Vorgänger. Entsprechend ist es richtig praktisch, dass ich derzeit noch Urlaub habe und ungehemmt zocken kann. So viel Action hat der 3DS definitiv schon lange nicht mehr gesehen. Welche Auswirkungen das wahrscheinlich auf die NOCAs haben wird, könnt ihr euch sicherlich schon denken :smile: .

Deshalb entschuldigt mich. Ich hab‘ da noch was extrem Wichtiges zu tun. Bis Montag!

PS: The Decisive Battle aus Final Fantasy IV rockt!

F.3.A.R. (Herstellerbild)

F.3.A.R. (Herstellerbild)

Woran merkt ein Spieler, dass er Alt wird? Unter anderem daran, dass er für einen Titel mit maximal 4-5 Stunden Spielzeit mehrere Anläufe braucht. Oder der Ego-Shooter F.3.A.R. (2011) ist einfach kein wirklich gutes Spiel. Kann genausogut der Grund dafür sein. Von mir kriegt es auf jeden Fall 3 von 5 Sics und das auch hauptsächlich nur deshalb, weil ich den Titel von 2011 mit Azzkickr in zwei Sitzungen im Koop durchgespielt habe und dadurch in die Rolle von Paxton Fettel (der Bösewicht aus F.E.A.R.) schlüpfen durfte.

Kurze Erwähnung am Rande: Ich habe in 7 der 8 Level dominiert (in einem waren wir Punktgleich) und entsprechend das “böse” Ende herbeigeführt! Zur Erklärung: Das gesamte Spiel ist eine reine Punktejagd inklusive dazugehörigen Challenges wie “Töte 25 Gegner mit der SMG” oder “Töte 10 Feinde, die von Fettel hochgehalten wurden”, die ihr innerhalb eines Levels erledigen müsst (im nächsten fangt ihr wieder bei “0″ an).

Das Spiel

F.3.A.R. (Herstellerbild)

F.3.A.R. (Herstellerbild)

Anders als Point Man (Held der gesamten Serie und Fettels Bruder), der sich erneut mit einem relativ übersichtlichen Waffenarsenal nur durch die (angeblich wieder total intelligenten) Gegnerhorden durchschießt, kann Fettel immerhin auf ein bisschen interessanteres Material zurückgreifen. Er darf Gegner übernehmen, sie für Point Man in die Luft halten oder Point Man für wenige Sekunden unverwundbar machen. Speziell das Übernehmen von Feinden macht natürlich Laune und bringt gleichzeitig wesentlich mehr Action in die Sache rein, denn getötete Feinde lassen ihre Seelen für Fettel fallen und wenn er diese aufsammelt, kann er ein paar Sekunden länger in seiner aktuellen Hülle bleiben. Führt allerdings logischerweise auch dazu, dass ich hier und da vielleicht etwas unnötig und völlig außer Reichweite von Azzkickr gestorben bin (= Zurück zum letzten Checkpoint). Aber hey: Da musste er durch :smile: .

Aber abgesehen von Fettels Sicht der Dinge, ist das gesamte Spiel irgendwie ziemlich uninspiriert. Man hastet von Schauplatz zu Schauplatz ohne überhaupt genau zu wissen wieso und inklusive einiger komischer Sprünge (eben waren wir noch auf einer Brücke, sind ins Wasser gefallen und jetzt stehen wir an einem Flughafen?!), kämpft periodisch gegen ein paar Gegner und erlebt ein paar Horrormoment. Zugegeben: F.E.A.R. und F.E.A.R. 2: Project Origin waren was die Geschichte betrifft auch nicht gerade die logischsten und durchsichtigsten Kandidaten. Aber F.3.A.R. als derzeitiger Abschluss der Serie ist einfach nur ein absolutes Chaos, das einzig allein durch das übergeordnete Thema “Die Geburt von Almas dritten Kind steht bevor” etwas zusammengehalten wird aber im Gegensatz zu F.E.A.R.: Perseus Mandate (die Nicht-Kanon-Fortsetzung von Teil 1) zu keinem befriedigenden Ende der Reihe führt. Das Spiel hätte genauso gut ein wesentlich kürzerer DLC für Teil 2 sein können. Wäre dann vielleicht sogar besser gewesen.

Fazit

Was bleibt ist ein vergesslicher Ego-Shooter, der zwar funktioniert und (wie so oft) im Koop etwas mehr Spaß macht als alleine, den ich aber selbst Fans des F.E.A.R.-Universums (gibt es die überhaupt?) absolut nicht ans Herz legen kann. F.E.A.R. 2: Project Origin war ja schon nicht mehr ganz so gut. Aber F.3.A.R. schießt meiner Meinung nach definitiv den Vogel ab. Azzkickr sieht das meines Wissens allerdings etwas anders und wird euch sicherlich in den Kommentaren aufklären.

Und sonst?

So viel also zu F.3.A.R.. Ich habe es jedoch tatsächlich geschafft auch noch ein paar andere Sachen mit Azzkickr zu zocken. Allerdings nicht fernmündlich, sondern Live und in Farbe in seinem trautem Heim. Hier die dazugehörigen (Kurz-)Eindrücke:

Road Redemption Logo

Road Redemption Logo

Road Redemption - Diesen geistigen Nachfolgerhatte zu Road Rash hatte ich euch bereits im April anhand der allerallerersten Alpha-Version im Video vorgestellt. Letzte Woche ist es nun auf Steam Early Access in einer extrem stark erweiterten Version veröffentlicht worden – inklusive dem Splitscreen-Modus. Und was soll ich sagen? Meine Hoffnungen von damals waren absolut nicht unbegründet.

Road Redemption (Herstellerbild)

Road Redemption (Herstellerbild)

Das Spiel machte im April schon Spaß und tut es jetzt noch wesentlich mehr. Zum einen aufgrund der coolen Ideen, welche mittlerweile eingebaut wurden, um das Spiel abwechslungsreicher zu gestalten. Bei Road Rash galt es ja immer nur als erster das Ziel zu erreichen. Hier gilt es nun über Häuserdächer zu fahren (mit einer Art eingebautem Jetpack und unter Umständen auch mit Gegenverkehr!), Rennen gegen Autos und Motorräder zu bestreiten oder gegnerische Gangs im Zeitlimit besiegen und derlei Sachen. Wird definitiv schon jetzt nicht langweilig. Zum anderen aber natürlich auch weil ich mit jemandem auf der Couch gesessen habe, dem ich gerade den Baseballschläger im Spiel über die Rübe gezogen habe :smile: . Die Entwickler haben zwar immer noch extrem viel Arbeit vor sich (die Kamera ist noch suboptimal, das Zielen mit den Schusswaffen ist unmöglich, der Greifhaken ist quasi unbenutzbar und die Performance lässt zu wünschen übrig), aber das wird 2015 ganz klar ein absolutes Rennspielhighlight, das ihr nicht nur im Auge behalten solltet, sondern MÜSST!

NHL 14 Cover

NHL 14 Cover

NHL 14 - 2:1 hat mich Azzkickr abgezogen mit seinen Boston Bruins. Aber es waren keine einfachen drei Matches für ihn (2:1; 0:1 und 1:0). Die letzten beiden waren sogar extrem knapp, nachdem wir uns so langsam wieder an die Steuerung gewöhnt hatten. Beide Tore fielen jeweils gegen Ende des letzten Drittels (wir rechneten fest mit Überzeit). Ansonsten lässt sich nur festhalten, dass der letztjährige Vertreter noch überraschend gut aussieht, sich weiterhin hervorragend spielt und gegen menschliche Gegner nicht nur extrem stressig ist, sondern auch einen Heidenspaß macht. Wer Eishockey mag, kommt weiterhin nicht um EA herum. Übrigens seit NHL 09 wieder mal ein NHL-Titel, den ich mir gekauft hatte. Dazwischen habe ich mal demonstrativ ausgesetzt (eigentlich hätte ich mir schon NHL 09 nicht holen dürfen) und die diesjährige Version werde ich mir auch nicht holen. Soll wohl extrem schlecht sein, was ich so gehört habe.

Earth Defense Force 2025 - Auch dieses Spiel, hatte ich euch bereits Anfang des Jahres ausführlich im Video vorgestellt. Meine Meinung hat sich seitdem nicht geändert. Finde, dass es weiterhin ein lustiger Zeitvertreib ist. Aber zum einen hatte ich es seitdem noch nicht im Koop gespielt und zum anderen ist es ganz klar eine Art von Titel, die man sicherlich erst einmal selbst erlebt haben muss, um wirklich seinen Reiz zu verstehen und den potentiellen Spaßfaktor zu sehen. Da konnte ich es mir natürlich nicht entgehen lassen mal Azzkickr etwas direkter drauf zu stoßen.

Stuntman: Ignition Cover

Stuntman: Ignition Cover

Stuntman: Ignition - Von diesem Rennspiel aus dem Jahre 2007 haben vermutlich nur die wenigsten gehört. Es hat auch nur mittelmäßige Wertungen (Metacritic ist bei 76%) erhalten und wurde speziell für sein “Trial and Error”-Spielprinzip gescholten. Dabei ist die Grundidee richtig cool und hat definitiv was von FlatOut meets Driver beziehungsweise genauer gesagt geht es sogar mehr in Richtung Split/Second: Velocity. Und zwar seid ihr, wie der Name schon andeutet, ein Stuntman. Statt über abgesteckte Strecken oder auslaufende Landstraßen fahrt ihr in Hollywood-Sets (gibt leider nur 6 Stück) herum und müsst dort den Angaben des Regisseurs Folge leisten. Sprich an der Stelle einen Drift ausführen oder an der anderen den Kameraauslöser drücken. Zwischendrin gilt es schlicht durch Stunts (unterm LKW durchfahren) und Zerstörung (Kameras? Braucht man nicht.) zu beeindrucken, die eigene Kombo in die Höhe zu jagen und am Ende natürlich die Highscore zu kriegen.

Stuntman: Ignition (Herstellerbild)

Stuntman: Ignition (Herstellerbild)

Die ganze Sache ist im ersten Moment etwas komplizierter und undurchsichtiger wenn man das Tutorial nicht gespielt hat oder, wie ich, es schon lange nicht mehr in der Hand hatte. Entsprechend waren unsere vor allem unsere ersten Versuche im Multiplayer-Modus mehr durch “Warum ist das jetzt gerade passiert?” und “Warum hab‘ ich jetzt gewonnen?” geprägt. Aber auch jetzt bin ich mir immer noch nicht 100% sicher, was eigentlich genau passiert ist und warum ich am Ende von sechs Rennen ganz oben auf dem Treppchen stand. Im Prinzip haben wir deshalb auch mehr mit uns selbst als gegeneinander gekämpft. Sehr schade. Zudem geht dem Spiel sehr schnell die Luft aus, eben weil es nur sechs sehr übersichtliche Strecken gibt (12, wenn ihr die Spiegelfassung dazuzählt). Von daher ganz klar nicht der Party-Kracher wie FlatOut 2 aber die Solo-Kampagne finde ich trotzdem einen Blick wert.

 

Jetzt wisst ihr also mal wieder Bescheid (und ich habe ein paar Spiele gespielt). Ich denke mal, dass Azzkickr auch zu diesen vier Titeln noch seine Meinung in die Kommentare packen wird. Ich verabschiede mich hingegen bis Donnerstag!

Anfang der Woche meinte Azzkickr zu mir “das werden harte drei Monate” als ich ihm von meinem neuen Internetanschluss erzählt habe. Wo er Recht hat, hat er Recht:

Sica’s Bandbreite
Von “Faster than 89% of DE” runter auf “Slower than 73% of DE”. Ganz schön heftig und jetzt wird euch denke ich auch anschaulicher, warum ich vorerst wohl auf eine neue Folge von Christoph spielt verzichten werde obwohl ja jetzt die heiße Jahreszeit losgeht. Aber mit dem Uploadspeed bräuchte ich wohl gut einen Tag, um das Video online zu bringen im Vergleich zu den maximal 2 Stunden, die es mit VDSL50 dauerte.

Wobei ich auch mit der Downloadbandbreite definitiv meinen Spaß habe, wie Azz schon richtig erkannt hat. Erstmal keine Twitch-Streams mehr auf “Source”-Qualität schauen geschweige denn YouTube-Videos mit mehr als 480p sowie grundsätzlich wieder Downloads anhalten wenn ich ein Video schauen will und die Spieleupdates durchpriorisieren (zum Verfassungszeitpunkt habe ich noch 16 GiB von Star Citizen vor mir – 13 Stunden!). Absolute Steinzeit quasi für jemanden wie mich, der zwar sogar bis Anfang 2013 nur mit 2 Mbit/s auskommen musste aber sich seitdem selbstverständlich an den Luxus gewöhnt hat.

Aber ich wusste natürlich auf was ich mich einlasse und weiß entsprechend auch, dass definitiv Besserung in Sicht ist. Die Gehäuse stehen schon, die Löcher sind auch schon wieder zu. Es sieht also definitiv so aus, als würde dem Vermarktungsstart im November nichts im Wege stehen. Mit etwas Glück habe ich somit spätestens im Laufe des Dezembers wieder Zugriff auf meine 35-45 Mbit/s und nächstes Jahr vielleicht dann sogar VVDSL100 (Vectoring mit 100 Mbit/s). Aber ich will mir da mal nicht zu viele Hoffnungen machen. Einen Schritt nach dem anderen heißt es ja immer :smile: .

Die Wohnung

Die Bandbreite ist aber nicht das einzige Thema, bei dem ich mit offenen Augen in etwas “Ungünstiges” hineingerannt bin. Während ich diese Zeilen schreibe sitze ich nämlich unterm Dach und das, obwohl ich mir geschworen hatte NIE unters Dach zu ziehen. Die Gründe sind naheliegend: Die Temperaturen in diesem Zimmer sind im Sommer (also auch jetzt noch) definitiv etwas höher. Der Rechner tut sein übriges dazu, den Raum weiter aufzuheizen. Um erneut Azzkickr zu zitieren: “Ich besuch‘ dich ab sofort nur noch im Spätherbst/Winter”.

Unten im 2. Obergeschoss, dem “Hauptwohnbereich”, ist es hingegen angenehm kühl. Man muss fast Angst haben eine Erkältung vom Temperaturunterschied auf der Treppe zu bekommen. Ja, es handelt sich hier um eine sogenannte “Maisonetten”-Wohnung. Unterm Dach (natürlich passenderweise auf der Südseite…) ist ein “Studio”, unten sind hingegen Schlafzimmer, Bad, Küche, Wohnzimmer und Balkon (alles Ostseite). Quadratmetermäßig ist diese Drei-Zimmer-Wohnung auf dem Papier dabei genauso groß wie die mit zwei Zimmern in Eckental. In der Realität ist sie aber etwas größer, weil der Balkon wesentlich kleiner ist (halbe Terrasse zählt zur Mietfläche dazu).

Und dann gibt es auch noch den Frankfurter Flughafen. Ja, Klein-Gerau liegt voll in der Abflugschneise. In Gunzemich haben wir zwar mit dem Bau der zusätzlichen Landebahn Nord-West auch mehr Verkehr bekommen gehabt. Aber so tief wie sie hier über die Köpfe hinwegmachen – das ist definitiv was anderes. Stelle ich mich also jetzt jeden Samstag zur Demo am Flughafen dazu? Quark. Zum einen bin ich freiwillig hierhergezogen und wusste was mich erwartet, zum anderen habe ich 29 Jahre keine 50 Meter von einem Kirchturm entfernt gewohnt. Da stören mich die paar Flieger definitiv eher weniger. Zumal die Wohnung auch gerade deshalb sehr gut gedämmt ist (vor allem das Schlafzimmer). Ich hoffe nur, dass sie beim Aufzeichnen eines Videos nicht so stark zu hören sind. Glockenläuten gab es ja hin und wieder :smile: .

Die Gründe

Warum habe ich mich also für eine Wohnung mit Dachgeschoß (und dazugehörigen Schrägen), schlechter Bandbreite, haufenweise Fliegern und ohne Hausmeisterservice (DAS werde ich am meisten vermissen) entschieden? Nun zum einen natürlich, weil die restliche Auswahl nicht wirklich berauschend besser war (eher wesentlich schlechter). Man müsste doch eigentlich meinen, dass im Einzugsgebiet einer Universitätsstadt (Darmstadt) nur WG-Wohnungen heiß begehrt sind und die Mittelklasse dafür weit offen ist. Aber dem ist offensichtlich nicht so.

Zum anderen weil es einfach eine schöne, helle, geräumige und ansprechende Wohnung in guter Lage ist. 15 Kilometer von Darmstadt und der Arbeit (ab 1.10. geht’s los) entfernt, umgeben von Äckern in einem sicherlich etwas verschlafeneren Dorf (99% Wohnhäuser, so gut wie keine Geschäfte) als ich es in Gunzenbach gewohnt war und trotzdem alles nicht weit weg. So muss das sein. Ach und das “Studio” ist trotz der erhöhten Temperaturen einfach nur genial. Endlich mal RICHTIG Platz für die “wichtigen” Dinge im Leben (und dadurch gleichzeitig auch Platz in den anderen Räumen für das andere, angeblich lebensrelevante Zeugs):

Der Arbeitsplatz des Webmasters

Der Arbeitsplatz des Webmasters

Der Arbeitsplatz des Webmasters

Der Arbeitsplatz des Webmasters

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die hinteren Boxen werden logischerweise noch korrekt aufgestellt und bleiben nicht auf dem Schreibtisch. Die Zeiten sind vorbei! Hinter mir stehen nur derzeit noch haufenweise Umzugskisten voller Spiele und Bücher. Da geht das noch nicht. Und die Kabel unterm Tisch werde ich auch noch etwas besser sortieren.

Hier zum Vergleich mein Setup (noch ohne PlayStation 3) in Eckental, das auch schon eine große Verbesserung im Vergleich zu meinem Kinderschreibtisch bei meinen Eltern darstellte:

Der bisherige Arbeitsplatz des Webmasters

Der bisherige Arbeitsplatz des Webmasters

Ja, ich kann den uralten iiyama 21,3″ Bildschirm jetzt auch im normalen Modus betreiben. Genial! Ich weiß gar nicht, was ich mit all dem zusätzlichen Bildschirmplatz anfangen soll (meine Taskleiste ist dank Steam mittlerweile auch stark zusammengeschrumpft!).
Beim Aufbauen des neuen Setups musste ich aber mal wieder fluchend feststellen, dass die Hersteller bei Kabeln extrem geizig sind. Was hilft einem der größte Schreibtisch der Welt, wenn ich nur einen Meter zur Verfügung habe, um meinen Monitor an den Rechner anzuschließen. Deswegen steht das Monstrum auch so komisch schräg unter dem Tisch. Anders hätte es absolut nicht hingehauen ohne eine Verlängerung zu kaufen. Den Scanner und die Webcam musste ich trotzdem an meinen USB-Hub hängen. Echt ärgerlich. Nur weil sie dadurch einen Euro oder so sparen. Echt schlimm.

Epilog

Soviel also erst einmal zu meiner neuen Bleibe. Ich hoffe stark, dass ich in 10 Monaten nicht schon wieder hier sitze und einen Eintrag zu meinem Umzug nach Bonn oder so schreibe und stattdessen dieses Mal etwas länger an einem Ort verweile. Geht ja auch ins Geld der ganze Mist obwohl ich viel von der Firma bezahlt bekomme. Aber auch damit endlich mal wieder eine Laberecke stattfinden kann (vielleicht nächstes Jahr im Frühjahr statt im Herbst?). Da habe ich schon endlich eine eigene Bude und trotzdem habe ich es bislang noch nicht geschafft die Stammleser einzuladen und mal zu zeigen, dass nicht nur Frau Mama die Gäste bewirtschaften kann.

Schauen wir also mal, was die nächsten Monate bringen. Jetzt muss ich erst einmal so langsam wieder irgendwas “richtig” spielen. War in den letzten Wochen aus naheliegenden Gründen doch eher weniger Zeit dafür. Bis Montag!

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