In einem Punkt ist die Konsolengeneration klar im Vorteil: Hat sie sich einmal für einen Hersteller entschieden, bleibt nicht mehr viel zu tun als auf die nächste Generation zu warten. Ja, nach einiger Zeit kommt ein leicht überarbeitetes Modell und ersetzt das Alte komplett aber die Unterschiede sind selten mehr als Optimierungen im Detail. Bei PC-Spielen sieht die Sache schon etwas komplizierter aus. Fängt es an nicht mehr ganz so flüssig zu laufen bleibt eine Vielzahl an Optionen: Mit dem unspielbaren Geruckel leben, die Details runterregeln, einzelne Hardware auswechseln (die Maus bringt min. 0,32fps!), eine Jungfrau an Cthulhu opfern oder den alten Rechner komplett in Rente schicken und was Neues zusammenschrauben. Deshalb heute die simple Frage an euch: Was ist für euch der Ausschlag mal wieder in neue Hardware zu investieren? Und bevorzugt ihr einen kompletten Tausch oder lieber nur immer einzelne Teile?

Ein einfallsreiches Symbolbild

Ein einfallsreiches Symbolbild

„Das geht doch alles viel zu schnell!“ ist ein Satz, den ich seit Anfang 2015 besonders oft von den unterschiedlichsten Personen zu hören bekomme. Egal ob es das erste Mal zusammen die Nacht verbringen, Urlaub machen, Zusammenziehen, Haus kaufen oder jetzt das Heiraten ist: Viele sind der Meinung, dass das Tempo in unserer Beziehung zu hoch wäre. „Ihr kennt euch doch noch gar nicht richtig. Das kann also nur die Hose gehen!“ ist der Vorwurf dahinter – zumindest interpretiere ich das so. Aber stimmt das wirklich? Gibt es eine Abhängigkeit zwischen glücklicher und langer Beziehung und wie schnell die erste Katze/Hund/Kind da ist?

Die Antwort

Wir alle kennen sicherlich genug Beispiele der unterschiedlichsten Sorte zu dem Thema. Von den „Liebe auf den ersten Blick“-Paaren, deren erste Verabredung vor dem Traualtar stattfand (nur leicht übertrieben) und die selbst nach 40 Jahren noch glücklich und zufrieden zusammen leben. Und von denen, die erst einmal 10 schöne Jahre in einer „nichteheliche“ Lebensgemeinschaft verbrachten, heirateten und kein Jahr später doch wieder geschieden sind. Schlimmer noch: Es gibt nicht nur diese Anekdoten, sondern auch wissenschaftliche Studien zu dem Thema. Das Ergebnis ist identisch: Wie lange man vor der Hochzeit zusammenlebt hat keine signifikanten Auswirkungen auf die Dauer der Ehe.

Ja, statistisch gesehen heiraten die meisten heutzutage erst nach fünf Jahren in einer Beziehung (und sie ziehen nach drei Jahren erst zusammen). Aber mit dem Durchschnitt ist das ja immer so eine Sache. Die wenigsten werden sagen „So, wir müssen jetzt heiraten – laut statistischem Bundesamt ist jetzt der beste Augenblick“. Gut, bei dem ein oder anderen gibt es andere gesellschaftliche Zwänge (Schwangerschaft, Religion, etc.) die eine Heirat zu einem bestimmten Zeitpunkt verlangen. Aber wie gut diese Art von Ehe hält und vor allem wie glücklich die Paare dann wirklich sind? Keine Ahnung. Ich habe zumindest keine Statistik oder Studie darüber gefunden.

Gefühle

Dafür habe ich eine andere Studie gefunden. Darin wird die Aussage getroffen, dass unser Bauchgefühl uns schon sehr genau sagt, wie es am Ende ausgehen wird. Also wenn man Unterbewusst schon am Anfang eine negative Haltung zum Partner hat, dann wird sich da auch in den meisten Fällen nichts dran ändern in den nächsten vier Jahren. Da kann man noch so viel Hoffen, dass der andere endlich lernt die Socken nicht im Flur zu verteilen. Ist das Gefühl erst einmal da, gräbt es sich weiter ein.

Dieser Zeitraum von vier Jahren ist wohl auch der entschiedenste. Also wer diese Hürde nimmt, hat statistisch eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass die Ehe länger hält. Warum? Weil dann die Schmetterlinge im Bauch endgültig den Abflug machen und nur noch die Realität übrig bleibt. Früher hat man wohl vom „verflixten siebten Jahr“ gesprochen. Aber zumindest biologisch gesehen ist diese Behauptung vermutlich ziemlicher Blödsinn. Und mit der Realität wird aus dem „Ach, eigentlich ist es ja ganz lustig, dass er seine Socken überall verliert“ ein „Er lässt immer noch überall seinen Scheiß liegen obwohl er genau weiß, dass ich es hasse!“.

Veränderungen

Und genau dieser Gedanke „Ach, er/sie wird sich schon noch ändern“ ist denke ich äußerst fatal. Eine Studie konnte ich auf Anhieb zwar nicht finden aber die Anekdoten und Lebensweisheiten sagen aus, dass es äußerst unwahrscheinlich ist – zumindest wenn der andere nicht gewillt ist etwas an sich zu ändern. Wenn die Socken im Flur rumfliegen und es auch nach mehreren (liebevollen) Hinweisen immer noch tun, dann bleibt einem aus meiner Sicht nur übrig sich damit zu arrangieren oder eben einen Schlussstrich zu ziehen. Immer wieder draufdrücken und gewaltsam (egal ob physisch oder psychisch) eine Veränderung herbeirufen zu wollen führt selten zum Erfolg und öfters zum genauen Gegenteil. Und nein, weder Lysandas noch meine Socken liegen im Flur rum. Das war nur ein komisches Beispiel. Wer seine Socken im Haus verteilt, der hätte bei mir sowieso keine Chance :smile: .

In diesen Bauch passen viele Gefühle

In diesen Bauch passen viele Gefühle

Aber ich denke die letzten paar Absätze haben deutlich gemacht, worauf ich hinaus will: Die Aussage „Das geht doch alles viel zu schnell!“ ist zum einen nur ein vorgeschobener Grund (es sollte die Angst dahinter ausgesprochen werden) und zum anderen faktisch falsch. Es geht immer so schnell, wie es die Beteiligten für richtig halten. Dass einen die eigenen, anfänglichen Gefühle dabei auch mal hinters Licht führen und man langfristig dann doch feststellt die falsche Entscheidung getroffen zu haben gehört sicherlich dazu. Wichtig ist nur, dass man ehrlich zu sich selbst und seinem Partner ist und gemeinsam versucht eventuell auftretende Probleme zu lösen. Oder eben, wenn einer wirklich keinerlei Einsicht zeigt, die Sache beenden. Zumindest das Standesamt interessiert sich nicht dafür, wie oft ihr schon verheiratet ward oder wie viele Beziehungen euch schon in die Brüche gegangen sind.

Fazit

Stellt sich abschließend natürlich noch die Frage wie ich das sehe: Nun, ich wurde nie von Lysanda gedrängt. Im Gegenteil, die „großen Dinger“ wurden sogar von mir angestoßen (ich habe „Zusammenziehen“ ins Spiel gebracht, ich habe sie gefragt ob sie heiraten will, etc.). Freilich sehe ich ebenso wie Ausstehende, dass es Schlag auf Schlag geht und bin durchaus etwas von mir selbst überrascht. 2015 war wirklich relativ zügig rum.

Aber stürze ich mich deshalb gleich ins Verderben? Habe ich gar irgendeine Art von Panik von wegen „erster Partner = alles richtig machen = sofort für die Ewigkeit behalten“, die mich dazu zwingt alle Schritte besser gestern als morgen durch zu gehen? Mein Bauchgefühl ist ein eindeutiges „Nein, das ist schon alles goldrichtig!“. Und auch wenn ich es sonst eher weniger tue (siehe Thema Psychotherapie), hier höre ich tatsächlich mal darauf.

In diesem Sinne: Bis Montag!

PS: Silicon ist Teufelszeug!

Ende März hatten wir festgestellt, dass ihr doch alle halbwegs auf eure Gesundheit achtet (vorbildlich!). Allerdings ist das mit der Gesundheit so eine Sache. Egal was man macht, irgendwas fehlt einem dann doch wieder. Den Vegetariern mangelt es an Vitamin B12, den Fleischessern an Omega 3 zum Beispiel. Glücklicherweise leben wir in einer tollen Welt, in der alles Mögliche in Pillen, Pulver oder Tablettenform bereit steht – darunter eben auch Vitamine, Mineralien und so weiter. Viele Leute stehen diesen sogenannten Nahrungsergänzungsmitteln allerdings äußerst skeptisch gegenüber. Entsprechend die Frage an euch: Was haltet ihr davon? Nutzt ihr es? Verteufelt ihr es? Und warum?

Bitte? Ihr wollt etwas über Spiele lesen? Ihr seid hier beim Christoph. Da gibt es keine Berichterstattung über Spiele. Wir reden hier ausschließlich über den Ernst des Lebens. Habt ihr das noch nicht mitbekommen? Da ist kein Platz für schnöde Unterhaltungsmedien, die einen nur von der Arbeit abhalten. Besonders diese Free-2-Play-Handy-Spiele. Die braucht kein Mensch. Teufelszeug alles! Beispielsweise diese zwei Titel:

Nein, das ist nicht Yoshi. Dieser Drache heißt Flora.

Nein, das ist nicht Yoshi. Dieser Drache heißt Flora.

Dragon Land (2016; iOS, Android) – Anfangs habe ich noch zu Lysanda gemeint, dass mich das Spiel wohl nicht lange beschäftigen würde. Pustekuchen! Das Spin-Off zum anscheinend extrem erfolgreichen Facebook-Monster-Sammel-Spiel Dragon City hat sich als durchaus kompetenter Plattformer herausgestellt. Ja, der Name (und die Logo-Schriftart) erinnern nicht ohne Grund an Super Mario 3D Land. Zwar kommt es in Sachen Level Design und Steuerung nicht ganz an das Vorbild heran aber ich spiele es tatsächlich gerne. Aber fangen wir wie immer von vorne an:

Aktuell bietet der Titel euch eine Einzelspielerkampagne mit acht Episoden mit jeweils gut 10 Levels (plus 2-3 Bonuslevels, die ihr freischalten könnt). Dazu ein Quick Play-Modus, in dem ihr nur ein Leben habt und mit einem vordefinierten Drachen so lange Challengelevels meistert, bis ihr sterbt. Und zu guter letzte ein Mehrspielermodus in dem ihr mit eurem Drachen gegen drei andere in Mario Kart-ähnlichen Rennen um den Sieg kämpft. Alle gemeinsam haben sie, dass ihr jeweils relativ schnell durch seid. Selbst die Einzelspielerlevels, wo unter meistens unter keinem Zeitdruck steht und euch in Ruhe auf die Suche nach den versteckten Gegenständen (Schlüssel und Edelsteine) machen könnt, halten euch maximal fünf Minuten auf. Ist für einen Mobiltitel aber auch völlig okay. Man will ja nicht ewig auf der Toilette sitzen bzw. sollte es nicht. Führt nur zu Hämorriden.

Ähm…wo waren wir? Ach ja: Die Levels sind auch halbwegs abwechslungsreich gestaltet sowohl was das Setting als auch die Herausforderung angeht. Manchmal dürft ihr fließend die Drachen wechseln, manchmal dürft ihr nur einen bestimmten nutzen, hin und wieder gibt es ein Rennen gegen die KI, dann 2D-Sidescroller-Levels (mit oder ohne automatischem Scrolling) und noch so einiges mehr was euch bei Laune hält. Genauso natürlich die Gegner und Umgebungen. Zumal die einzelnen Episoden dann auch etwas auf den jeweils neu freigeschalteten Drachen und seine exklusive Fähigkeit abgestimmt sind. Sieht dank der Comicgrafik auch soweit okay aus, wenngleich nicht sonderlich detailliert.

Eure Lieblinge

Ja, es gibt einen PewDiePie-Drachen. Fragt nicht...

Ja, es gibt einen PewDiePie-Drachen. Fragt nicht…

Das Augenmerk liegt ganz klar auf euren Drachen. Am Ende jeder Episode erwartet euch ein Bosskampf (das übliche „Springe dreimal auf seinen Kopf“) und anschließend schaltet ihr nicht nur die nächste Episode frei, sondern meist auch einen zusätzlichen Drachen. Am Anfang habt ihr so nur Zugriff auf Blaze, der über Abgründe gleiten kann. Dann kommt Rocky, eine Art Hund, der Wände emporklettern kann während Flora einen kurzen „Dash“ ausführen darf. Letzteres führt übrigens aktuell dazu, dass im Mehrspielermodus quasi niemand einen anderen Drachen benutzt. Die Balance lässt also zumindest hier noch etwas zu wünschen übrig. Natürlich gibt es auch noch Spezialversionen der jeweiligen Grunddrachen, die ihr im Austausch gegen Edelsteine (oder reales Geld) kaufen könnt.

Ist wie immer bei solchen Titeln eine reine Fleißarbeit, die sich durch das Schauen von Werbung sowie Zurückhaltung beim Kauf von zusätzlichen Power-Ups verkürzen lässt. Letztere sind so Sachen wie „Unerwundbarkeit“ oder ein Heiltrank, der logischerweise eure Lebenspunkte wieder auffüllt, solltet ihr doch mal Kontakt mit einem Feind gehabt haben oder in einen Abgrund gefallen sein. Außerdem braucht ihr Gold und Edelsteine noch, um eure Drachen aufzuleveln. Dadurch halten sie mehr aus und können auch mehr austeilen. Alle Levels haben dahingehend tatsächlich eine Mindestanforderung, was euer Drachen können muss. Ein paar dürft ihr aber auch trotz der Warnmeldung starten, sind dann halt nur etwas schwieriger zu meistern.

Beim Christoph meint: Dragon Land ist nicht der beste Plattformer, den ich je gespielt habe und der Titel leidet wie immer unter dem Drang der Entwickler euch unbedingt zum Einkaufen zu bewegen. Ich war aber dennoch von der Qualität und vor allem natürlich dem Spielspaß überrascht, der mich dann doch erwartet hat. Und da die Konkurrenz in dem Bereich tatsächlich eher gering ist (der Markt wird von diesen dämlichen Endlos-Doodle Jump-Klonen dominiert), ist es auch etwas erfrischend anders. Insofern kann ich nur empfehlen mal reinzuschauen.

Steine verschieben ftw.!

Steine verschieben ftw.!

Sailor Moon Drops (2016; iOS, Android) – Nein, ich habe die Serie bislang noch nicht geschaut. Kommt noch. Lysanda ist schließlich der größte Fan. Entsprechend habe ich den Titel gleich mal heruntergeladen, um zu schauen, ob ich ihn ihr tatsächlich empfehlen kann. Und tatsächlich scheint Bandai Namco sich ein bisschen Mühe gegeben zu haben, auch wenn das Spielprinzip absolut nichts Neues ist. Habt ihr Bejeweled oder Candy Crush Saga gespielt? Dann erwartet euch bei Sailor Moon Drops in dieser Hinsicht nichts Neues. Ja, es handelt sich um einen weiteren Match-3-Titel. Nur dieses Mal nicht mit Bonbons oder Bananen, sondern Herzchen, Mondsicheln und anderen von den Sailor-Kriegerinnen inspirierten Edelsteinen.

Zusammengehalten werden die (extrem zahlreichen) Levels durch die bekannte Geschichte (Suche nach den Kristallen und der Prinzessin oder so – wie gesagt, ich bin da noch nicht so tief dran). So schaltet ihr nach und nach die weiteren Kriegerinnen mit ihrer jeweiligen Spezialfähigkeit frei. Weitere Unterstützung gibt es durch Power-Ups, die ihr wie so oft auch gegen Geld im Shop erstehen könnt. Same ol‘, same ol‘. Immerhin ist die Aufmachung hübsch, die zwar nicht dem Stil des Mangas entspricht, aber doch ganz gut dazu passt. Und mehr gibt es tatsächlich zu diesem Produkt nicht zu sagen. Klingt erst einmal negativ, soll aber nur ausdrücken, dass es spielerisch nun einmal keine Überraschungen gibt. Es funktioniert und die Suchtspirale greift. So bleibt höchstens noch zu erwähnen, dass vom gleichen Publisher in der gleichen Woche Dark Souls III veröffentlicht wurde. Ein stärkeres Kontrastprogramm dürfte es nicht geben :smile: .

Beim Christoph meint: Spätestens seit dem riesigen Erfolg von Candy Crush Saga (wobei schon Bejeweled eine wahnsinnige Reichweite hatte), wird man mit Match-3-Spielen praktisch erschlagen. Umso wichtiger ist es für die Entwickler im Detail zu punkten – und das schafft Sailor Moon Drops eindeutig. Warum? Weil es die Vorlage (soweit mir das Lysanda sagt) sehr gut umgesetzt wurde und nicht einfach Mittel zum Zweck ist. Stattdessen wird eine Geschichte (auch wenn Fans sie bereits zu Genüge kennen) erzählt, die euch bei der Stange hält und immer wieder dazu bringt das nächste Level zu starten.

Natürlich versucht auch Bandai Namco immer und immer wieder euch die Kohle aus der Tasche zu ziehen, was sogar relativ schnell äußerst aggressiv wird – dafür ganz klar einen Punkt Abzug. Aber da der Markt an Sailor Moon-Spielen quasi nicht existent ist (zumindest in Deutschland – in Italien gibt es tatsächlich mehr Auswahl). Kommt man als Fan nicht umhin sich Sailor Moon Drops mal anzuschauen. Kostet ja auch erst einmal nichts. Alle anderen können sich aber auch alternativ einen der Millionen anderen Vertreter des Genres laden. Kommt auf das Gleiche heraus.

 

Da habt ihr eure Berichte über Spiele! Seid ihr jetzt zufrieden?! Ich geh‘ dann mal weiter ein Leben haben, ihr Nerds!

Bis Montag!

Unfassbar aber wahr: ICQ existiert immer noch und hat Anfang des Jahres mit (vergleichsweise) großem Tamtam die 10. Version veröffentlicht. Total neu, total überarbeitet, total relevant wieder – zumindest ist das die Hoffnung von Besitzer Mail.ru. Aber wie sieht die Wirklichkeit aus? Welche Mittel und Wege nutzt ihr, um euch „Instant“ mit euren Freunden und Kollegen zu unterhalten? Und sind es auf dem Handy andere Apps als am Rechner?

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