Kane & Lynch: Dead Man

 

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Eidos bot am Stand eine kleine Überraschung und gab den Besuchern die Möglichkeit zwei fast fertige Level des Singleplayer-Modus der PC-Version von Kane & Lynch: Dead Man anzuspielen. Das ist momentan bei den Machern der Hitman-Serie IO Interactive in der Entwicklung und soll schon am 09.11.07 für PC, PS3 und Xbox 360 in den Läden stehen.

Im ersten Level ist es die Aufgabe einen Bürokomplex zu stürmen und einen Koffer mitgehen zu lassen. Dabei geht die Bande, allen voran Kane und Lynch, nicht gerade zimperlich vor. Man schlüpft dabei in die Schuhe von einem von beiden und dringt von oben in das Gebäude ein. Natürlich dauert es nicht lange bis eine Menge Bodyguards und Wachmänner dem Team entgegenstürmen, weswegen es heißt Deckung zu suchen und klug vorzugehen. Die Kamera ist dabei hinter der Spielfigur befestigt. Wird die rechte Maustaste gedrückt (Zoom), fährt die Kamera neben den Charakter (wie in Resident Evil 4) und es lässt sich viel genauer Zielen. In Deckung geht der Spieler automatisch sobald er sich einer Wand nähert. Dann drücken sich Kane oder Lynch dagegen und schauen automatisch beim benutzen des Zooms um die Ecke.

Im völligen Gegensatz zur Hitman-Serie, wird bei Kane & Lynch erst geschossen und dann gefragt. Zur Verfügung stehen die unterschiedlichsten Waffen von normalen Pistolen über Maschinengewehre zu noch durchschlagenderen Argumenten wie Granaten. Allerdings kann man als Spieler nur maximal eine Waffe aus jeder Kategorie tragen. Man muss sich also durchaus entscheiden ob man nun das Scharfschützengewehr aufhebt oder doch lieber weiter mit der MP durch die Gegend läuft. Waffen hebt man aber nicht nur von gefallenen Gegnern auf. Steht ein Teamkamerad in der Nähe, ist es möglich mit ihm die Waffen zu tauschen. Zu Beginn des zweiten Levels, bei dem es das Ziel ist mit dem gerade gestohlenen Koffer zum Bus-Terminal zu gelangen, kann man sich zum Beispiel eine Magnum von einem seiner Kollegen holen.

Obwohl sich die Teamkameraden auf den ersten Blick durchaus intelligent verhalten, ist es dennoch sinnvoll ihnen Befehle zu geben. Dabei zeigt man mit dem Fadenkreuz auf ein Ziel und wählt das gewünschte Teammitglied aus. Je nachdem wohin das Fadenkreuz gerade gezeigt hat greift es entweder einen Gegner an oder geht an besagtem Punkt in Deckung. Medipacks und ähnliches gibt es in Kane & Lynch: Dead Man nicht. Wie in Call of Duty 2 färbt sich der Bildschirm bei zu vielen Treffern rot. Zieht man sich nun eine Weile zurück, ist wieder alles in Ordnung. Sollte es trotz aller Planung dann doch einmal passiert sein, dass man getroffen zu Boden geht, ist das Spiel noch nicht zu Ende. Schafft es ein Teammitglied innerhalb einer gewissen Zeitspanne den Spieler zu erreichen, macht dieser Bekanntschaft mit einer Adrenalinspritze und schon steht er wieder auf den Beinen. Dies funktioniert jedoch nicht unendlich oft. Erhält man eine Spritze zu viel, stirbt man sofort an einer Überdosis. Dies gilt natürlich auch für andere Teammitglieder, denen man selbst auch eine Spritze verpassen kann, sollten sie zu Boden gegangen sein.

Grafisch basiert das Spiel auf einer verbesserten Version der Glacier-Engine, die schon bei Hitman: Blood Money zum Einsatz kam. Zwar kann diese dem Vergleich zu Titeln wie Crysis nicht standhalten aber sie bietet dennoch einige ansehnliche Effekte. Speziell die Spiegelungen und das HDRR können sich sehen lassen aber auch ohne ist das Spiel keineswegs hässlich.

Kane & Lynch: Dead Man ist ein Titel, den man unbedingt im Auge behalten sollte. Er scheint zwar auf den ersten Blick ein reiner 3rd-Person-Shooter zu sein aber er wartet dennoch mit einigen netten Ideen auf, die ihn von der Masse abheben könnten. Der angekündigte 2-Spieler-Coop-Modus spielt da natürlich auch noch eine große Rolle. Die GC-Demo hinterließ auf jeden Fall einen sehr guten Eindruck und ist mein persönliches Messe-Highlight.[CH]

(Veröffentlicht am 24.08.2007 bei JörgSpielt)