The Chronicles of Spellborn

 

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Als Erstlingswerk der gleichnamigen Entwicklern von SpellBorn International Ltd. ist TCOS, wie es oft abgekürzt wird, schon länger in Entwicklung, gab es dieses Jahr am Stand von Frogster einiges zu sehen und auch wieder anzuspielen. Bevor ich aber auf das Spiel eingehe, möchte ich noch eine Information an alle letztjährigen Besucher der Games Convention weiterleiten, die sich dort für die Betatestphase registriert hatten: Laut Aussage eines Entwicklers vor Ort, sollen innerhalb der nächsten zwei Monate an alle Betroffenen Einladungen verschickt werden. Diese Aussage führt allerdings auch zur Schlussfolgerung, dass der momentane Releasetermin 29.10.07 wohl ein weitere Mal nach hinten verschoben wird.

Von SpellBorn wurde am Stand sowohl PvP als auch PvE gezeigt. An jeweils vier Rechnern war es möglich die eine und die andere Seite ausgiebig anzutesten.

Der PvP-Modus wurde dieses Jahr zum ersten Mal der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. PvP wird es im fertigen Spiel in verschiedenen Formen geben. So sind Serverübergreifende Matches genauso geplant wie Open PvP und kleine Geplänkel in Arenen. So ein kleines Geplänkel wurde hier gezeigt. Zur Verfügung stand an jedem der bereitgestellten Rechner eine andere Klasse, somit konnte man sich schon einen spürbaren Eindruck davon verschaffen, wie sich die einzelnen Schadensklassen wie Magier oder Krieger dort verhalten werden. Wie in Guild Wars ist in SpellBorn die richtige Zusammensetzung der Skillleisten sehr wichtig. Für alle die den Titel noch nicht kennen: Man legt in SpellBorn bis zu fünf seiner Skills auf eine Leiste, genannt Tier, ab. Je nach eigenem Level, stehen sechs Tiers zu Verfügung. Im Kampf rotieren diese sechs Tiers dann nacheinander durch. Wird also im ersten Tier ein Skill benutzt, wird automatisch zur nächsten Leiste gewechselt und so weiter. Richtig eingesetzt können so mächtige Kombos ausführt werden indem die passenden Skills hintereinander ausgeführt werden. Beim Kampfsystem ist zusätzlich auch noch zu beachten, dass beispielsweise bei einem Rundumschlag auch tatsächlich alle Gegner Schaden erleiden, die in Reichweite des Schwertstreichs stehen - also ähnlich wie bei Age of Conan: Hyperioan Adventures. Als eine der Belohnungen im PvP-Kampf nannte der Entwickler Gildentrophäen. Bestimmte Gruppen der Gilde können dann auswählen, welche Trophäe momentan “ausgestellt” werden soll und somit welcher Buff auf die gesamte Gilde wirken soll.

Die Skills selbst haben zum einen verschiedene Anforderungen und zum anderen einen Cooldown. Genauer bedeutet dies, dass die Stärke der einzelnen Fähigkeiten davon abhängt, wieviele Punkte man in die drei Talente Körper, Gehirn und Fokus steckt. Jeder Skill greift auf zwei dieser Talente zurück. Durch den Cooldown wird verhindert, dass man zwei richtig starke Skills hintereinander benutzen kann. Dies macht eine durchdachte Zusammensetzung noch viel wichtiger.

Da man im PvP mit seinem PvE-Charakter antritt, gilt alles gesagte selbstverständlich auch dafür. Da ich mir das PvE-Spiel schon letztes Jahr ausgiebig angeschaut hatte, habe ich dieses Jahr nur einen kurzen Blick darauf geworfen. Im Wesentlichen kann ich dazu deshalb nur festzuhalten, dass auch die PvE-Kämpfe mit dem einzigartigen Kampfsystem äußerst interessant und taktisch gestaltet sind und somit Lust auf mehr machen.

Alles in allem bin ich erfreut über das was ich gesehen habe. Das Spiel entwickelt sich prächtig und bietet sehr viele frische Ideen. Grafisch ist es zwar nicht NextGen aber dennoch, muss es sich nicht hinter Titeln wie Herr der Ringe Online oder gar World of WarCraft verstecken. Mit guter Werbung, viel Content zum Start und möglichst wenigen Bugs könnte es also durchaus eine interessante Alternative für alle sein, die World of WarCraft nicht mehr sehen können.[CH]

(Veröffentlicht am 24.08.2007 bei JörgSpielt)