Was gibt's?

Was gibt’s? Ich bin der Balu.

Ich muss hier glaube ich so langsam mal was klar stellen. Kann ja nicht angehen, dass die beiden Mädels ständig nur über mich lästern und so tun als wären sie hier die Chefs im Haus (auch wenn ich bislang die meisten Einträge geschrieben habe…). Nein, dass ich ihnen beim Essen den Vortritt lasse hat damit ÜBERHAUPT nichts zu tun! Das macht man als Gentleman so und ich bin definitiv ein gut erzogener, wenn auch etwas schüchterner Kerl. Wobei ich mich eher als „besonnen“ bezeichnen würde – zumindest so lange die Chefin nicht mit Käse, Fisch oder Hähnchenfleisch hantiert. Dann werde ich, das gebe ich offen zu, etwas hibbelig. Aber kann ich was dafür, dass der Kram so gut schmeckt? Da muss ich doch sicherstellen, dass ich definitiv was davon ab kriege und nicht nur meine Konkurrenz namens Nica und Lyssi. Dass es dabei Kollateralschäden geben kann (Aua an diversen Körperstellen der Chefin) tut mir ja durchaus leid aber hey: ESSEN!

Mehr Essen!

Essen kriege ich in diesem Haushalt sowieso viel zu wenig. Die Chefin hat mich nämlich dreist auf Diät gesetzt. Als wären 7,2kg für einen ausgewachsenen Kater zu viel (Anm. d. Red.: Ja, sind es!). Bitte? Ich hätte Ende August nur 5,8kg gewogen? Das stimmt aber jetzt wiege ich doch wieder 6,15kg. Also kann ich bitteschön wieder mehr Essen haben, oder nicht?! Ich wiederhole noch einmal: Das Essen der Chefin schmeckt mittlerweile richtig, richtig gut. Aktuell gibt es nämlich nur noch hochwertiges nasses Katzenfutter (kein zuckerhaltiges Felix mehr!) bzw. „echtes“ Fleisch sowie als Leckerli vor allem getrocknetes Fleisch (aus der Hundeabteilung) oder Fische statt ungesundem (=fett machendem) Trockenfutter und anderem Kram. Ach und eben ab und zu mal ein Stück Käse oder Hähnchenreste. Da muss man doch einfach drauflosschlemmen, oder seht ihr das etwa anders?

Vor allem wenn sie dann auch noch so gemein ist und Nica und Lyssi auf dem Regal mit einer vollen Dose füttert. Da konnte ich bislang immer nur neidisch unten sitzen und zuschauen nachdem mein eigener Napf viel zu schnell leer war. Mittlerweile sind diese Zeiten aber endlich vorbei. Es hat viel Mut gekostet aber ich habe mich endlich getraut mal da hoch zu springen (Lyssi fliegt eher halsbrecherisch durch die Gegend – das hat mit „Springen“ nicht viel zu tun) und siehe da: Gar nicht so schlimm und endlich Zugang zu noch mehr Essen (Anm. d. Red.: Durch das hochwertige Essen und dem damit verbundenen schneller herbeigeführten Völlegefühl dürfte sich sein Gewicht jetzt automatisch einpegeln)! Lyssi passt es zwar nicht, dass wir deswegen nun alle wieder auf dem Boden essen. Aber die Dame muss auch endlich mal lernen, dass die Welt sich eben nicht nur um sie dreht.

Der sanfte Riese

Groß genug für zwei!

Groß genug für zwei!

Abseits der ganzen Essensthematik (man muss ja schließlich sehen wo man bleibt!) bin ich aber definitiv ein ganz lieber und seelenruhiger Kerl, der am liebsten in Gesellschaft ist. Deshalb warte ich immer vorbildlich auf der Terrasse bis Chef und Chefin nach Hause kommen (zumindest bis zu einer gewissen Uhrzeit) und wenn sie dann mal daheim sind, verbringe ich sehr viel Zeit mit ihnen oder zumindest in ihrer Nähe. Zugegeben: Manchmal ruft die Natur und ich muss kurz durch dieses komische Ding namens Katzenklappe, das immer so ewig braucht bis es „klack“ macht (Anm. d. Red.: Der Chip sitzt halt nun einmal nicht in der Pfote, sondern im Hals…) und mich rauslässt (passe jetzt aber wieder etwas besser durch – frage mich nur warum?) und meine Tätigkeit im Garten erledigen. Aber anschließend bin ich sofort zurück an Ort und Stelle. Am schönsten ist es vermutlich, wenn die gesamte Mannschaft auf der Couch sitzt. Dann lege ich mich gerne zufrieden auf dem Ottomanen dazu oder setze mich beim Chef auf den Schoß und lasse mich kraulen. Wenn er nur nicht so unruhig wäre der Typ…immer macht er irgendwas mit Händen oder Füßen. Hat der nie stilles Sitzen gelernt?!

Den Chef mag ich sowieso irgendwie am liebsten. Wenn er da ist, stupse ich ihn gerne an und fordere ihn auf zum Streicheln. Vor allem wenn er sich rüber ins Arbeitszimmer an den Computer begibt. Das finde ich wahnsinnig toll. Da komme ich dann immer gleich mit, springe auf den Schreibtisch und lege mich am liebsten auf sein kuscheliges Mousepad. Ab und zu zwickt und zieht da zwar etwas komisch an meinem Bauch (Anm. d. Red.: Das Mauskabel auf dem er drauf liegt) aber unterm Strich ein total angenehmer Ort an dem ich mich immer gerne aufhalte – also zumindest so lange der Computer an ist und der Chef davor sitzt. Bin im Herzen halt doch ein kleiner Schmusekater. Tut er das nicht, dann ist mein nächster Lieblingsort die Bettdecke der Chefin im Schlafzimmer. Wenn sie drin liegt, dann mag ich das zwar nicht so sehr und lege mich auf die andere Bettseite (Thema „Unruhe“) aber wenn die Hütte leer ist, dann verziehe ich mich schon sehr gerne an diesen sicheren und kuschelig warmen Ort während andere Vertreter meiner Art in diesem Haushalt vor allem Kisten zu bevorzugen scheinen.

Der schlafende Bär

Nica auf einem "fliegenden Teppich"

Nica auf einem „fliegenden Teppich“

Mit den „anderen Vertretern“ meine ich natürlich zu aller erst Nica, meine liebe, wenn auch etwas begriffsstutzige Freundin (liegt vielleicht an der Sprachbarriere – mein rumänisches ist immer noch nicht so gut). Sie versteht zwar weiterhin nicht, dass ich ab und zu schon gerne mit ihr spielen möchte und geht dann einfach weg. Aber deswegen lasse ich sie die meiste Zeit einfach in Ruhe und behandele sie mit liebevollem Respekt. Ich lecke ihr beispielsweise gerne das Fell wenn sie das möchte (stupst mich dann an), sitze/liege still in ihrer Nähe und leiste ihr Gesellschaft, teile mir mit ihr ein Körbchen und gebe ihr Bescheid, wenn es etwas Relevantes zu beachten gibt (Essen). Wir sind quasi mittlerweile ein eingespieltes Team bzw. mit der Ankunft von Lyssi vielleicht sogar eher wie ein altes Ehepaar. Sie fängt die Mäuse und ich ignoriere sie weil ich besseres Futter von der Chefin bekomme :smile: . Und im Gegensatz zu mir will sie irgendwie dauernd in den Keller. Sobald nur einer unserer Dosenöffner sich auf den Weg macht, springt sie auf und hinterher. Verstehe ich einfach nicht. Hat sie denn nichts aus dem Ich war drei Tage im Kohlenkeller eingesperrt-Fiasko gelernt?

Aber Nica ist definitiv schon etwas Besonderes. Derzeit befindet sie sich ein wenig im Winterschlaf und verbringt die meiste Zeit irgendwo im absoluten Ruhemodus. „Irgendwo“ ist dabei durchaus wörtlich zu verstehen. Zwar hat sie wie wir alle bestimmte Lieblingsorte (mit Pullis ausgelegte Kiste auf der Kommode im Wohnzimmer, grundsätzlich Kisten aller Art sowie offene Schränke und Schubladen und die Couch-Ecke). Aber sie ist eindeutig offen für Neues. Egal ob auf Fensterbänken, in der Katzenhöhle, auf den Regalen, in den Regalen oder auf fliegenden Mappen (siehe Bild) – es gibt nichts wo sie sich nicht hinlegen und schlafen würde. Okay, das stimmt nicht ganz: Bei der Chefin auf den Schoß geht sie nur mit Widerwillen. Passt ihr gar nicht, wenn vor allem der Chef sie morgens ins Schlafzimmer holt und sie dann „Zwangsgestreichelt“ wird. Verstehe ich gar nicht. Da ist unser Springbock eindeutig ein anderes Kaliber.

Der aufgedrehte Springbock

"Wad upp Lyss'sis?!"

„Jo! We cool, sis!“ – „So cool, bro!“ – „Word!“

Jaja, die Lyssi. Hoffentlich wird die Kleine mit der Zeit noch ruhiger und vielleicht sogar etwas weniger anhänglich. Kaum sitzt oder liegtdie Chefin irgendwo, ist Lyssi auf ihrem Schoss und will die volle Aufmerksamkeit. Sie kann deshalb mittlerweile morgens schon gar nicht mehr aufstehen weil da immer so eine langgezogene Katze ihr fast im Gesicht liegt. Ansonsten wird durch das Haus gerannt und alles unsicher gemacht, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Sie hat sogar aus Langeweile schon den Kalender angefressen. Einen Kalender! Wie kommt auf so eine Idee?! Ich kann sogar nicht mehr durch die Katzenklappe rein, weil sie mich dann immer sofort anspringt! Müsst ihr euch mal vorstellen: Ich muss Angst haben ins Haus zu gehen. Aber sie ist noch lernfähig mit ihren sieben Monaten, keine Frage. Letzte Woche hat sie beispielsweise ihre erste Maus gefangen, die Nica für sie lebend mitgebracht hat. Sind wir als ihre Ersatz-Eltern natürlich sehr stolz darauf! Das wird noch was mit ihr, wenn sie dann endlich mit uns raus darf.

Für sie bin ich wohl auch das große Vorbild – mit allen Vor- und Nachteilen. Zum Beispiel ist es nicht ganz so gut, dass sie beim Futter genauso wie ich ganz vorne mit dabei sein will. Und ihr wisst was das bedeutet: Ich könnte weniger kriegen! Und das sehe ich mal so gar nicht ein! Natürlich schimpfe ich nicht mir ihr aber ich drängele mich dann durchaus etwas härter vor oder schnappe ihr das Leckerli unter den Pfoten weg. Sie soll schließlich lernen wer hier der Herr im Haus ist – nach Nica zumindest. Aber gut, das sind Details. Ansonsten werden wir definitiv warm miteinander vor allem seit sie mal eine Woche lang so ein komisches blaues Ding anhatte nach einem Tierarztbesuch (Anm. d. Red.: Kastration). Ich lasse sie jetzt näher ran an mich und jage sie auch mal voller Freude durchs Haus. Natürlich nur alles gespielt aber deswegen ist es ja so spaßig. Dass sich dadurch die Situation mit der Katzenklappe ergeben hat muss ich wohl für das erste aktzeptieren. Trotzdem schön, dass wir uns so langsam verstehen und sie ihre Angst vor mir verliert (im gleichen Napf mitessen mag sie trotzdem noch nicht). Ja, ich habe sie am Anfang vielleicht etwas zu aggressiv angegangen. Aber das war nicht so ernst gemeint wie sie es anscheinend interpretiert hat. Es ist deshalb schön zu sehen, dass sich das nun zu ändern scheint und sie versteht, dass ich sie nicht auffressen werde – zumindest solange ich noch anderes Futter bekomme…

Katzenspedition

Auch Lyssis Verhältnis zu meiner Nica scheint sich etwas zu lockern. Zwar ruft sie Nica weiterhin gerne mal mit einem Knurren zur Ordnung (natürlich zu recht). Aber wie es sich für Tratschtanten gehört, unterhalten sie sich gerne und viel miteinander (wobei Lyssi eher „gurrt“) und wie erwähnt hat Nica ihr sogar schon eine Maus mitgebracht. Ist halt doch unser Mädchen, die Lyssi. Leider hat Nica letzte Woche nicht nur Mäuse ins Wohnzimmer geholt, es waren zusätzlich noch illegale Einwanderer mit dabei: Flöhe! Dank meinem dicken Fell merke ich ja nichts von und Nica scheint sich ebenso wenig dran zu stören. Und vielleicht würde ich noch schneller abnehmen dank der kleinen Springteufel. Aber besonders mögen tue ich die trotzdem nicht und bin froh, dass sich unsere Chefin aktuell drum kümmert sie zu beseitigen (Anm. d. Red.: Mit Advantage für Katzen).

Über das Ergebnis berichte ich euch allerdings ein andermal. Meine Pfoten tun von dem ganzen Tippen schon weh und ich brauche so langsam mal wieder was zu essen! *pruuh*

Balu

Wo ist Nica?

Auf der Couch liegen!

Auf der Couch liegen!

Wir schreiben Woche 7 meines Aufenthalts in der Casa Lysanda. Der Hausarrest wurde gelüftet und sowohl mir als auch Nica ist freier Ein- und Ausgang durch die Katzenklappe erlaubt (Anm. d. Red.: Wir haben beim SureFlap-Support angerufen und die konnten uns helfen die Klappe so zu konfigurieren, dass auch Balus Chip erkannt wird, wenn er frontal drauf zugeht). Wenn ich die Wahl habe, gehe ich aber dann doch lieber durch die Terrassentür. Da hängt zwar ein komischer Vorhang (soll angeblich „Viecher“ abhalten), dessen Bedienung ich noch nicht ganz verstanden habe, aber irgendwie kriege ich das schon hin. Man könnte also meinen, dass es mir endlich so richtig gut geht. Aber Pustekuchen!

Da wäre zum Beispiel die Sache mit dem Futter. Als es noch die „Felix-Reste“ von Kessy gab, war ja alles okay. Doch was die uns aktuell so auftischen? Denken die wirklich, wir lassen uns mit dem billigsten Mist ab frühstücken (im wahrsten Sinne des Wortes)? Nene, den Dosenöffnern müssen wir definitiv noch genauer beibringen was wir so an Nass- und Trockenfutter mögen (Anm. d. Red.: Aktuelle Tendenz ist das Nassfutter von Lidl [auch von Stiftung Warentest gut bewertet] mit der Seelachsvariante speziell als Favorit bei Balu und Trockenfutter vermutlich das von Whiskas [auch gute Bewertung in den Tests] – Felix ist in den Tests in beiden Fällen tatsächlich sehr schlecht weggekommen). Und dann wäre da noch die Sache mit Nica, die sich vor kurzem zugetragen hat.

Verschwunden

Katze? Öltanker!

Katze? Öltanker!

Es war ein Abend wie jeder andere. Die Dosenöffner saßen faul vor dem Fernseher und ich lag schlummernd daneben. Plötzlich ertönte das laute „Klack“ der Katzenklappe. Ein Chip in der Nähe hatte sie entriegelt. Interessiert schauten sich die Dosenöffner um: Es war Nica, die davor saß und herumhantierte. Logisch: Schließlich lag ich ja noch auf der Couch. Trotzdem war es erst einmal kein ungewöhnlicher Anblick. Davor gesessen und dumm durchgeguggt hat sie schon immer. Aber selbstständig durchgegangen? Bis jetzt noch nicht. Aber da der Chef das Katzenklo nach draußen gestellt hatte (ich nutzte es sowieso nur noch an Schlechtwettertagen aus Faulheit – gebe ich ganz offen zu) und auch Nica nicht ganz so glücklich damit war in eins der noch leeren Zimmer geschissen und in die Badewanne gepinkelt zu haben, schien ihre Motivation groß zu sein endlich ohne Hilfe rauszugehen. Und siehe da: Etwas umständlich (ich bin da selbstverständlich viel graziöser unterwegs) schaffte sie es tatsächlich das Türchen zu öffnen und in die weite Welt zu gehen.

Leider ward sie dann nicht mehr gesehen. All mein Rufen und Warten half nichts. Sie war wie vom Erdboden verschluckt. 24, 48, 72 Stunden vergingen und die Dosenöffner wurden immer verzweifelter (und ich einsamer). Sie riefen am Ende sogar bei TASSO an, um Nica vermisst zu melden und druckten Suchplakete aus, die sie in der näheren Umgebung verteilten. Mit Erfolg vermute ich. Zumindest kam dann in derselben Nacht irgendein komisches Viech durch die Katzenklappe rein. Dabei dachte ich, die würde sich nur für Nica und mich öffnen. Was da reinkam roch auf jeden Fall weder wie Nica (eher nach einem Öltanker) noch sah es so aus (schwarz-grau statt schwarz-weiß).

Komisches Vieh

Völlig verwuselte Nica

Völlig verwuselte Nica

Obwohl es eindeutig nicht Nica war, die da zu später Stunde reinkommen war, freuten sich die Dosenöffner plötzlich wie verrückt (und das um 4 Uhr nachts!). Habe ich absolut nicht verstanden und stattdessen dieses Biest erst einmal kräftig angefaucht. Erst nachdem am Morgen viele verzweifelte Katzenlaute aus dem Badzimmer drangen (gerade so, als würde sich jemand lauthals über etwas beschweren), kam dort etwas heraus, was ungefähr wie Nica aussah: Wieder schwarz-weiß, wenn auch irgendwie stark verwuselt und feucht. Aber nach Nica roch das Dinger immer noch nicht. Nun zwar eher nach Zitrone als nach Öltanker aber immer noch nicht nach Nica – ich blieb also skeptisch. Man weiß ja nie was die Dosenöffner für Sachen machen. Ich kann schließlich nicht ausschließen, dass sie mir einen Nica-ähnlichen Ersatz unterschmuggeln wollen! Dem scheint aber tatsächlich nicht so zu sein. Zumindest riecht sie mittlerweile wieder wie früher nach Sonne, Naivität und Neugier. Letzteres scheint auch der Grund für ihre Abwesenheit gewesen sein. Sie hatte es anscheinend geschafft sich in einen Keller zu schmuggeln und erst als die Dosenöffner die Nachbarn auf die verschwundene Katze aufmerksam gemacht hatten, wurde sie aus ihrer Einzelhaft entlassen.

Ob sie daraus gelernt hat? Sie scheint auf jeden Fall aktuell immer noch sehr anhänglich zu sein. Klar: Viel geknuddelt hat sie schon immer. Aber das ist ein völlig neuer Level. Sie geht sogar zur Chefin mit ins Bett obwohl selbst ich da nur ungern mit hin gehe (wer so viel Käse isst, der braucht sich nicht zu wundern, dass seine Füße auch nach Käse riechen!). Zum Verfassungszeitpunkt liegt sie auf ihrem Lieblingsplatz (unter dem Dachfenster im Obergeschoss) und sonnt sich mal wieder den Bauch. Es scheint ihr also wieder ganz gut zu gehen, der armen Katze. Und wenn es ihr gut geht, dann geht es auch mir gut! Mal abgesehen von der Futtersache und der Tatsache, dass die Katzenklappe komisch ist (vom Vorhang ganz abgesehen) natürlich. Wie gesagt: Die Erziehung unserer Dosenöffner ist definitiv noch nicht abgeschlossen. Heute gab es immerhin schon Nassfutter mit Seelachs, welches halbwegs nach etwas geschmeckt hat.

Balu

Knastgeschichten

Zumindest in meinen Träumen bin ich draußen

Zumindest in meinen Träumen bin ich draußen

Wir schreiben Woche 3 in meinem Hausarrest. Ich schaue Nica dabei zu wie sie im Katzenklo vergeblich versucht einen Tunnel in die Freiheit zu graben. Diese Frau ist auf der einen Seite beneidenswert optimistisch und voller Tatendrang. Auf der anderen Seite ist es traurig mit anzusehen wie naiv sie doch ist. Ihr scheint es völlig egal zu sein wie groß ihr Reich ist. Hauptsache es ist jemand da, der sie ausgiebig knuddelt und mit ihr spielt – und das am besten 24 Stunden am Tag. Dabei schnurrt sie so viel, dass ich es an manchen Tagen gar nicht ertragen kann.

Das geht sogar so weit, dass sie nicht einmal versteht wenn ihr jemand ein Leckerli geben möchte. Ein Leckerli! Das ist doch das A und O in der Katzenschule. Aber nein: Da wird nicht das Leckerli in der Hand gefressen, sondern besagte Hand ausgiebig beschmust. Erst wenn es auf dem Boden liegt und der Dosenöffner draufzeigt schafft es der Verstand für einen winzigen Moment die Kontrolle über den „Ich will knuddeln!!1111“-Teil des Gehirns zu übernehmen.

Frustration

Selbst das mit der Katzenklappe versteht sie nicht, was mich absolut in den Wahnsinn treibt. Sie braucht nur gefühlt 5 Meter davor sitzen und schon geht sie für sie auf. Sie geht aber nicht durch, sondern wundert sich nur über das Geräusch, schnubbert an der Klappe ein wenig und wendet sich dann wieder anderen Dingen zu (in der Sonne liegen oder jemanden zum Knuddeln suchen). Ich hingegen weiß ganz genau wie das Ding funktioniert aber es öffnet seine Tore nicht für mich (Anm. d. Red.: Balus Chip sitzt zu weit hinten am Hals, da erkennt ihn aktuell die Klappe nicht wenn er frontal drauf zuläuft). Eine Gemeinheit! Alle dürfen draußen rumlaufen und Krach machen. Nur ich nicht.

Geteiltes Leid, halbes Leid

Geteiltes Leid, halbes Leid

Und doch…mag ich sie irgendwie. Ja, sie versteht noch nicht ganz wenn ich mit ihr spielen will. Aber sie ist die meiste Zeit äußerst lieb und nett zu mir. Sie putzt mich, kuschelt mit mir und hilft mir mich sicherer in dieser fremden Umgebung zu fühlen. Mit diesem „Wohnzimmer“ komme ich ja mittlerweile klar. Aber vor dem Rest des Hauses habe ich, im Gegensatz zu Nica, durchaus noch sehr viel Respekt. Da hilft es definitiv sehr auf meinen vorsichtigen Erkundungstouren jemanden wie sie dabei zu haben. Und Neugier hat sie definitiv. Ständig klettert sie überall hoch – und wird die meiste Zeit nicht einmal dafür geschimpft! Verstehe ich einfach nicht, deswegen bleibe ich lieber ganz vorbildlich unten. Da kann keiner mit mir Meckern.

Die Zweibeiner

Mit den Dosenöffnern fange ich auch so langsam an warm zu werden. Der eine stampft für meinen Geschmack zwar etwas stark durch das Haus und macht auch sonst einen nicht gerade vertrauensseligen Eindruck, weshalb ich mich sicherheitshalber doch noch kurz unter der Eckbank verstecke wenn er ins Zimmer kommt. Und die Dame des Hauses will immer so komisch kuscheln. Aber dafür gibt sie wahnsinnig tolle Massagen mit der Bürste. Hach, wenn ich nur dran denke, dann fühle ich mich schon wieder wollig wohl. Für Essen und Leckerli ist natürlich auch gesorgt. Zwar nicht einmal annähernd so viel wie ich möchte. Das scheint aber ein grundsätzliches Problem bei Menschen zu sein und nicht jetzt speziell von den zweien. Ich frage mich ernsthaft, was bei denen in der Erziehung schief gelaufen ist.

Und dann packt der Elefant auch ab und zu so einen langen Schlauch aus, der total viel Krach macht. Schlimmer noch: Er saugt damit auch noch all den schönen Dreck weg, den ich extra im Haus verteilt habe. Sogar in meinem intimsten Bereich unter der Eckbank dringt er mit diesem komischen Ding ein. Kein Wunder, dass ich da Angst haben muss! Außerdem haben beide Dosenöffner die dämliche Angewohnheit die Türen zu schließen. Das fand ja schon Kessy nicht toll – aber vermutlich aus anderen Gründen. Ja, natürlich will ich auch raus. Aber mir geht es eher drum rechtzeitig sehen zu können, welche fragwürdigen Gestalten durch besagte Türen durchkommen. Dann kann ich mich noch schneller verstecken.

Nein, Überraschungen mag ich gar nicht. Der Webmaster und ich sind uns in der Hinsicht absolut einig. Und jetzt lasst mich endlich raus! Auf dem Rosmarinbusch vor der Terrasse sitzen haufenweise Spatzen, die es sich gut gehen lassen. Das ist unverantwortlich! Die haben doch schließlich eine mundgerechte Größe. Einmal zubeißen und weg. Mir läuft schon das Wasser im Mund zusammen bei dem Gedanken und ausnahmsweise ist auch Nica meiner Meinung und starrt mit mir gebannt in den Garten.

Wir fordern Freiheit für Balu (!) & Nica

Am Montag hat euch Nica ja bereits ausführlich davon berichtet, wer sich jetzt hier neu im Haus breit gemacht hat. Dabei hat sie jedoch etwas ganz, ganz Wichtiges vergessen und zwar die Frage: Welcher Felltyp gefällt euch besser? So schöne abwechslungsreich getigerte wie ich einer bin? Oder seid ihr total langweilig und doof und steht eher auf monochrome Katzen wie Nica?