AMD PingPong

 

Review

Diskussion

Technologiedemonstrationen sind meist nur Videos. Sie sehen zwar toll aus und werden in Echtzeit gerendert, aber wirklich viel beschäftigen kann sich der geneigte Spieler damit nicht. Mit AMD PingPong ist nun eine DirectX 10.1 TechDemo erschienen, die auch ein kleines Spiel enthält.

Weltraumputze
Der Titel besteht nur aus zwei nahezu luftleeren Räumen, die durch ein Kraftfeld getrennt sind. Im ersten Raum befinden sich 4.000 PingPong-Bälle und Aufgabe des Spielers ist es,  innerhalb von 90 Sekunden so viele Bälle wie möglich in zwei Löcher zu befördern, die sich an den seitlichen Wänden des zweiten Raumes befinden.

Ausgestattet mit einem Raumanzug inklusive Jetpack steht diesem dabei nur ein Hilfsmittel zur Verfügung: ein Fön – oder wahlweise auch zwei. Damit muss der Spieler nun die Bälle über eine Anhöhe und durch das Kraftfeld auf die andere Seite blasen. Dort gilt es dann die Rundung der hinteren Wand so auszunutzen, dass die Bälle in den Löchern landen.

Das klingt einfacher als es wirklich ist, denn die Bälle verhalten sich in dieser Umgebung sehr widerspenstig und es erfordert einiges an Geschicklichkeit um in der sehr knapp bemessenen Zeit eine große Menge an Bällen ins Ziel zu bringen. Aber dafür bietet das Spiel auch einen Freeplay-Modus, in dem der Spieler ohne Zeitbeschränkung den Umgang mit dem Fön  erlernen kann.

Mehr nicht?

Und das ist auch schon alles, was das Spiel zu bieten hat. Erschwerend zur fehlenden Abwechslung kommt noch hinzu, dass weder eine Offline- noch eine Onlinehighscoreliste enthalten sind. Darunter leidet natürlich massiv die Langzeitmotivation. Ein weiterer Punkt ist, dass sich die eigene Spielfigur äußerst träge und langsam bewegt. Der Grund dafür ist zwar die weltraumähnliche Umgebung aber besonders aufgrund des Zeitlimits kann dieses Verhalten durchaus an den eigenen Nerven zerren.

Dafür ist die Grafik, wie es sich für eine TechDemo gehört, auf dem neusten Stand. Besonders die Licht- und Schattenspiele sind selbst dem, was Crysis aufbietet weit voraus und äußerst realistisch. Anders als Crysis läuft es aber dafür nur auf AMD-Karten mit DirectX 10.1-Unterstützung, was den potentiellen Spielerkreis massiv einschränkt.

Die Ohren langweilen sich hingegen sehr schnell, denn außer dem monotonen Geräusch des Föns gibt es für sie nichts zu hören.

Fazit
Der Einbau einer Onlinehighscoreliste hätte bereits Wunder bewirkt und der Langzeitmotivation stark geholfen, aber so bleibt es am Ende eben doch nur eine kostenlose TechDemo. Trotzdem macht das ungewöhnliche und vollkommen gewaltfreie Spielprinzip zusammen mit der natürlich sensationell guten Grafik für kurze Zeit durchaus Laune und ist definitiv anspruchsvoller als Titel wie Moorhuhnjagd. Bleibt nur zu hoffen, dass Rockstar das Spielprinzip in „Table Tennis 2“ aufgreift und ausbaut.[CH]

3/5 Punkte

(Veröffentlicht am 17.04.2008)