Sicarius

Feliz Navidad!

Und auch in diesem Jahr feiert ein nicht unwesentlicher Teil der Bevölkerung die Tatsache, dass irgendwann vermutlich einmal ein Kind in irgendeinem Stall in irgendeinem Dorf auf die Welt gekommen ist. Unbestätigten Gerüchten zufolge sah dieses „Baby“ so aus:

Ein Christkind?!

Irgendwie ganz schön haarig für so ein kleines Menschenkind. Kenne mich da zwar nicht aus, aber vor allem der finstere Blick passt nicht unbedingt zu etwas, was gemeinhin als „Gottes Sohn“ bezeichnet wird. Andere Quellen sprechen davon, dass auf dem Bild eine gewisse „Jungfrau Maria“ zu sehen ist. Aber auch da vermute ich, dass es sich um eine von diesen ominösen „Fake News“ handelt, vor denen aktuell alle so viel Angst haben. Man kann sich halt echt auf nichts mehr verlassen – außer auf uns, denn wie es die Tradition verlangt:

Beim Christoph wünscht allen Besuchern und Lesern angenehme Feiertage!

Lasst wie immer die Feiertage nicht in Stress ausarten, sondern geht es in Ruhe an. Feiert mit den Menschen und Haustieren, die ihr gerne habt und mögen euch ganz tolle Geschenke erwarten.

Wir lesen uns am Montag wieder!

PS: Wie immer bedeutet der Titel dieses Eintrags „Frohe Weihnachten!“. Dieses Mal habe ich mich – zu Ehren von Lyssi – für Spanisch entschieden.

Sicarius

Reisebericht: Italien

Wie schnell das doch immer geht. Also nicht das mit dem Heiraten. Darüber hatte ich mich ja schon ausführlich ausgelassen. Ich meine die Sache mit dem Urlaub. Ja, unsere Flitterwochen (zwei an der Zahl) sind vorbei und morgen geht es wieder zurück in den Arbeitsalltag. Bleibt also nur noch eine Sache zu tun: Euch mit einem Reisebericht zu beglücken! Aber keine Angst: Er ist dieses Mal übersichtlicher. Wir haben zwar nicht die ganze Zeit im Bett gelegen und total unanständige Sachen wie Lesen gemacht (dürfen wir ja nun offiziell!) aber mit Sightseeing haben wir uns auch nicht lange aufgehalten. Doch fangen wir ganz von vorne an:

Zwischenziel: Mondsee (Österreich)

Besagter Brunnen in Mondsee

Brunnen in Mondsee

Unsere Hochzeitsfeier haben wir samstags schon ab 18 Uhr ausklingen lassen. Zum einen, weil Lysanda und ich sowieso nicht so die Partyhuren sind. Zum anderen, weil es Sonntagsvormittags gleich ab ging in die Flitterwochen und wir von der Mosel zurück nach Hause fahren mussten. Da uns die Fahrt direkt an die Adria jedoch am Stück zu lang war (ca. 11 Stunden), haben wir uns sowohl für die Hinfahrt als auch für die Rückfahrt für Zwischenhalte entschieden und die dazugehörigen Hotels über Booking.com vorab gebucht. Auf der Hinfahrt traf die Wahl auf das Dörfchen Mondsee am Mondsee in Österreich (in der Nähe von Salzburg). In der Kirche des Ortes wurde die angeblich berühmte Hochzeit aus The Sound of Music gedreht. Das war aber nicht der Grund, warum unsere Wahl auf diesen Ort fiel. Ich kenne den Film nicht und wüsste auch nicht mal eine Szene davon gesehen zu haben.

Nein, wir haben nach Orten Ausschau gehalten, die auf circa der Hälfte der Fahrtstrecke und an einem See lagen. Und Mondsee traf nicht nur auf diese Angaben zu – es lag zudem in unserem preislichen Rahmen (haben 145 Euro für zwei Übernachtungen mit Frühstück bezahlt). Leider war unser Aufenthalt von durchgängigem Regen bestimmt. Aus der geplanten Fahrradtour wurde also nichts. Stattdessen sind wir einfach so ein wenig am See entlang gelaufen und haben uns in Ruhe ein bisschen das Dorf angeschaut – ja, auch die Kirche. Aber mit Kirchen ist es überall gleich: Ein paar beeindruckende Fresken und (Lysanda: Angst einflößende) Bilder und mehr nicht. Da war die Entengang am Wasser schon interessanter, die uns in der Hoffnung auf Futter (und weil wir so taten, als hätten wir welches) gespannt verfolgten. Nett wäre sicherlich noch die Benutzung des Kneipp-Wegs gewesen (Kneippbecken für Füße und Arme, Heilkräutergarten und ein Barfußpfad) aber bei 16°C war das jetzt nichts worauf wir wirklich Lust hatten. Wobei Lysanda tatsächlich etwas mehr nass wurde:

Auf dem Marktplatz (vor der Kirche) ist ein Springbrunnen, der zum einen beleuchtet ist und zum anderen nach einem Muster spritzt. Da habe ich (gemeinerweise) meine Ehegattin reingeschickt, um ein paar Fotos zu machen. Leider spritzten die Düsen dann plötzlich mal in die Höhe und Frau Licht ward puddelnass. Sie hat es mit Humor genommen, auch wenn ihre Schuhe anschließend drei Tage gebraucht haben, um wieder trocken zu werden :smile:. Ansonsten gibt es nichts weiter Relevantes zu berichten. Im Sommer und mit Sonne sicherlich ein gutes Urlaubsziel (vor allem mit Kindern). Aber bei Regen nur bedingt zu empfehlen. Entsprechend sind wir Dienstagsmorgen nicht unbedingt mit einem weinenden Auge weiter Richtung Süden aufgebrochen. Als möglicher Haupturlaubsort werden wir Mondsee aber dennoch im Auge behalten.

Hauptziel: Bibione Pineda (Italien)

Ein Typ im Pool

Da der Christoph – also ich – mal so „richtig“ ans Meer wollte (die Nordsee war ja bekanntlich während der Kur zugefroren) und Italien noch in Autofahrweite liegt, fiel unsere Wahl auf die Adria. Auch, weil der Christoph (immer noch ich) nach seinen Erfahrungen mit Assassin’s Creed II unbedingt mal Venedig sehen wollte. Gelandet sind wir am Ende circa 100km von Venedig entfernt in der Ferienstadt Bibione Pineda, genauer gesagt in der Ferienanlage Villaggio Mare Blu.

Eine Ferienanlage aus mehreren Gründen:

  • Selbstversorgung in einer Ferienwohnung ist wesentlich billiger als jeden Tag ggf. mehrfach Essen zu gehen.
  • Wir waren nicht an Essenszeiten gebunden (unser Frühstück war mehr als einmal eigentlich das Mittagessen).
  • Eine Ferienwohnung ist größer und angenehmer als ein Hotelzimmer.
  • Es kommt nicht jeden Tag eine Reinigungskraft durch, die ggf. in den Sachen schnüffelt.

Und warum genau das Mare Blu? Nun, zum einen weil es so gut wie die einzige Ferienanlage war, die auch noch nach Saisonende geöffnet hatte (vergangenen Samstag wurden auch dort die Tore geschlossen). Und zum anderen, für Lysanda GANZ GANZ wichtig: Sie hatten einen beheizten Pool. Kostenpunkt für die ganze Sache: ca. 550 Euro (mit Endreinigung und WLAN für neun Übernachtungen sowie reserviertem Strandplatz) – kann man sich definitiv nicht beschweren, würde ich sagen (und tue es hiermit)! Wobei es allerdings zu beachten gilt, dass wir technisch gesehen eine Wohnung vom Typ A bezahlt haben (im Prinzip ein Zimmer mit Nischenküche und Bett im Wohnzimmer) aber (vermutlich aufgrund des Saisonendes und der dazugehörigen Unterbelegung) ein kostenloses Upgrade auf Typ C bekommen haben. Dabei handelt es sich um eine 2-Zimmer-Wohnung. Definitiv zu empfehlen sich mindestens dafür zu entscheiden trotz der 50 Euro mehr pro Woche, die sie kostet. Schon allein wegen der Küche und dem großen Kühl-Gefrierkombigerät.

Die Anfahrt ging absolut problemlos vonstatten insofern, dass wir nur in Deutschland Probleme mit Stau & Co. hatten. Ab Österreich floss der Verkehr einwandfrei über die Tauernautobahn bis runter ans Meer. Das gilt genauso für die Rückfahrt. An der Grenze Österreich-Italien war zwar Polizeikontrolle und damit etwas stockender Verkehr, angehalten wurden wir aber nicht. Österreich-Deutschland konnten wir einfach durchfahren ohne jedwede Verzögerung. Abseits davon hieß es nur auf der A10 mal ca. 10-20 Minuten warten weil genau an dem Tag eine Felsräumung stattfand und der Verkehr dafür gestoppt wurde. Wenn es ums Tanken geht ist die Empfehlung ganz klar nach Möglichkeit ausschließlich in Österreich aufzufüllen. Nach der deutschen Grenze in Anif zum Beispiel und kurz vor Italien in Villach. Ist im Vergleich zu Deutschland (und auch Italien) 30ct billiger. Ich empfehle einen Blick auf die Seite des österreichischen ADAC namens ÖAMTC, die haben eine Tankstellensuche mit Preisvergleich.

Der Alltag in der Ferienanlage

Meer? Wo?

Meer? Wo?

Wir hatten definitiv nicht vor im Urlaub großartig Sightseeing zu betreiben, entsprechend verbrachten wir tatsächlich den größten Teil unserer Zeit in der Ferienanlage entweder in der Wohnung oder am bzw. im beheizten Pool. Wird sich zwar der ein oder andere Fragen, warum wir dann unbedingt nach Italien dafür fahren, aber ich mag solche Unterstellungen nicht. Jeder macht in seinem Urlaub was er will und wir wollten halt vor allem gar nix tun. Wir haben zwar ein paar umfangreiche (>3 Stunden) Spaziergänge am Strand entlang (zwei Minuten Fußweg von der Ferienanlage) und nach Bibione selbst (Pineda ist sowas wie ein Ortsteil) gemacht und natürlich ein wenig im Meer geschwommen (kalt, salzig und wenn man zu weit rausschwimmt leichte Panikattacken…). Es waren aber ganz klar sehr relaxte und mehr auf andere Aktivitäten (vor allem viel Lesen) ausgerichtete Flitterwochen.

Zugegeben: So viel mehr konnte man so langsam sowieso nicht mehr tun. Wie gesagt waren wir in der Nachsaison unterwegs und das machte sich nicht nur dadurch bemerkbar, dass rund um uns herum alle anderen Ferienanlagen und Hotels dicht waren. Über Nacht waren auch plötzlich immer mehr Teile vom Strand verschwunden. Also nicht vom Sand. Den karrt keiner weg. Gemeint sind die Liegen und Sonnenschirme. Selbst das Mare Blu hat gegen Ende seinen Bestand auf die reduziert, die noch gebraucht wurden. Wir wollten aber wie gesagt sowieso mehr Zeit am Pool verbringen als am Meer. Da konnte sich Lysanda schließlich die Zeit damit vertreiben Szenen aus Der weiße Hai nachzuspielen. Nicht nur wir wussten schließlich den Pool zu schätzen, auch die Tauben und Spatzen kamen vorbei, tranken fleißig und badeten am Rand. Lysanda also untergetaucht, an den Rand geschwommen, hochgeschossen und schwupps waren alle Vöglein weg!

Um aber noch einmal kurz auf das leibliche Wohl zurückzukommen: Abseits von ein paar Mal Eis essen waren wir in Bibione gar nicht auswärts essen. Hatten es zwar mal geplant aber der Muskelkater vom Laufen war an dem Tag zu stark. Stattdessen haben wir am Tag der Ankunft einen Abstecher in den nahegelegenen LIDL gemacht und dort für die zwei Wochen eingedeckt (ca. 100 Euro – allerdings 22% MWSt!). Hat auch fast perfekt gereicht, also wir mussten nicht noch einmal einkaufen gehen. Über Bibione selbst gibt es nicht viel zu sagen. Es ist halt ein reines Feriendorf. Es gibt einen Wasserpark, eine Therme und haufenweise Geschäfte mit nutzlosem Krimskrams sowie Restaurants soweit das Auge reicht.

Abstecher: Venedig

Die Ausnahme von der „wir liegen nur faul im Bett und bums…äh lesen“-Regel war der Tagesausflug nach Venedig. Wir waren montags dort und haben vorher online einen Parkplatz sowie einen Platz auf einer Fähre nach Venedig gebucht und zwar am Terminal Fusina. Das kostete 31 Euro (5 Euro für den Parkplatz, Rest für Hin- und Rückfahrt), das war es aber aus meiner Sicht wert. Zum einen weil gesicherter Stellplatz und zum anderen sind die zwanzig Minuten Schifffahrt auch ganz nett. Wichtig: Unbedingt online buchen! Vor Ort kostet es das Doppelte. Das scheint für viele Parkplätze rund um Venedig zu gelten soweit ich es bei meinen Recherchen gesehen habe.

Nur echt mit Baugerüsten!

Nur echt mit Baugerüsten!

Über Venedig selbst kann ich hingegen nur sagen: Es war mal nett dagewesen zu sein, aber noch einmal brauche ich es aus meiner Sicht nicht. Da habe ich mir im Vorfeld doch irgendwie mehr erwartet. Aber das war wohl eine stark romantisierte Darstellung der Dinge (hatte vor allem mehr Kanäle zwischen den Häusern erwartet). Die Realität ist: Man geht durch enge Gassen voller Geschäfte, kommt ab und zu mal auf einen größeren Platz voller Geschäfte und geht weiter durch enge Gassen. Dauernd geht es an einer Kirche vorbei oder ihr müsst über eine kleine Brücke laufen aber die meiste Zeit sind es semi-alte Gebäude, die schon beim Anschauen auseinander zu fallen schienen. Der einzige „Wow“-Moment war der Markusplatz (Piazza San Marco). Zum einen, weil ich den tatsächlich aus dem Spiel wieder erkannt habe und zum anderen, weil er wirklich beeindruckend ist. Der extrem hohe Turm (begehbar), die riesige Sonnenuhr, die Gebäude mit den ewig vielen Säulen. Das war definitiv extrem cool.

Nicht so cool waren die vielen, fast schon handzahmen Tauben sowie die Menschenmassen. Bei ersteren musste man massiv aufpassen, dass sie einem nicht das Eis direkt aus den Händen geklaut haben. Letztere schoben sich trotz Nachsaison noch so massiv durch die Gassen, dass ich nicht wissen möchte wie es im Hochsommer in der Stadt zugeht. Wahrscheinlich muss man dann eine Nummer ziehen und am Eingang warten.

Wie gesagt: Ich bin froh es mal selbst gesehen zu haben, auch wenn mir mein Wissen aus Assassin’s Creed bei der Wegfindung so überhaupt nicht weitergeholfen hat. Den Hype um diese Stadt verstehe ich nach meinem Besuch aber tatsächlich nicht mehr. Also zumindest wenn ihr nicht totaler Kirchenfetischist seid. Für die ist Venedig ein absolutes Mekka.

Und ja, wir haben natürlich das wichtigste Venedig-Souvenir gekauft: eine Karnevalsmaske. Aber keine von den große hässlichen, sondern nur was kleines für Lysanda. Außerdem in einem Nudelgeschäft ein paar etwas ungewöhnlichere Bandnudeln (Curry und Lachs) sowie komische bunte Dinger (als Geschenk) und ein besonderes Nudelholz zum zerteilen des Nudelteigs. Sowie in einem Kinkerlitzchen-Geschäft einen als Katze getarnten Topfschwammhalter. Letzteres gibt es sicherlich auch bei Amazon für weniger Geld aber ich habe mir in den zwei Wochen so gut wie nichts anderes gegönnt, also habe ich den halt gekauft weil er mir so gut gefiel.

Zwischenziel: Eggstätt (Deutschland)

Die Katzengang von Eggstätt

Die Katzengang von Eggstätt

Auf der Heimreise haben wir dann nochmal kurz Halt in der Nähe des Chiemsees gemacht. Nicht direkt am Chiemsee, weil da die Preise total überzogen sind, sondern in Eggstätt beim Hartsee. Ist ein kleines, typisch bayrisches Dörfchen mit mindestens einen See – und damit ist zu diesem Ort schon wieder alles dazu gesagt. Fahrrad fahren, Wandern, ein bisschen schwimmen – mehr lässt sich hier nicht wirklich tun. Wollten wir ja auch nicht. Ging ja nur darum den Urlaub locker ausklingen zu lassen. Das Hotel war okay (160 Euro für zwei Nächte mit Frühstück) nur mit der Einschränkung, dass aktuell vor der Tür eine Großbaustelle ist (und eine Kirche, doch das bin ich ja gewohnt). Dafür kann das Hotel aber logischerweise nichts.

Fazit

Unterm Strich waren es zwei sehr schöne Flitterwochen und ein angenehmer, erholsamer Urlaub. Bis auf den verregneten Aufenthalt in Mondsee hat das Wetter wunderbar gepasst, wir konnten tun und lassen war wir wollten und abseits von etwas Kindergeschrei um 7 Uhr morgens war der Aufenthalt in der Ferienanlage perfekt. Bin auch ganz schön braun geworden muss ich sagen. Zwar einmal einen Sonnenbrand geholt (am Bauch) aber dank meiner regelmäßigen Einnahme von Vitamin D und Astaxanthin sowie etwas After-Sun-Lotion tat es nur einmal beim Duschen weh und hat sich auch nicht geschält bzw. war nach drei Tagen wieder verschwunden. Und ja: Lysanda und ich lieben uns auch nach den Flitterwochen noch innig. Soll ja viele geben, bei denen das etwas anders ist.

Sicarius

Ein Meilenstein

Der heutige Eintrag wird ein ganz kurzer, denn am Wochenende ist etwas passiert, was sich am besten mit einem Bild ausdrücken lässt:

Da haben sich zwei gefunden!

Da haben sich zwei gefunden!

Ja, der „feierliche“ Akt wurde vollzogen, die Eheringe aufgesteckt und damit aus dem Christoph „Sicarius“ Hofmann ein Christoph „Sicarius“ Licht. Klingt im ersten Moment komisch, ich weiß.

Und damit gebe ich ab bis Montag!

Coole Rennstreifen

Coole Rennstreifen

Der Flur (und Abstellkammer) wartet immer noch auf seine Renovierung (Tapeten runter, Putz und schicke Farbe drauf). Stattdessen beschäftigen wir uns derzeit hauptsächlich mit dem Auspacken der restlichen Kisten, die noch im Keller warten und so langsam auch mal damit die Deko in den einzelnen Räumen verteilen. Aber ganz ehrlich: Wir lassen es jetzt mal wieder etwas lockerer angehen. Der Flur rennt schließlich nicht weg (hoffe ich zumindest?) und es stehen schlicht wichtigere Dinge an :wink: .

Zumal vergangene Woche endlich unsere eigens angefertigten Gardienen (und ein Vorhang) eingetroffen sind. Damit sieht es hier endlich so richtig aus – sowohl von außen als auch von Innen (ein Bauarbeiter von gegenüber hatte mal überrascht gefragt „Ach, hier wohnt jemand?“ als wir morgens aus dem Haus sind). Zwar mussten wir uns ein wenig dran gewöhnen, dass die Zimmer nun einen Tick dunkler sind. Aber zum Ausgleich sind die Gardinen sehr hübsch geworden, wie ich finde. Hatte natürlich seinen mittleren, dreistelligen Preis sie passend schneidern zu lassen statt einfach im Baumarkt ein paar 08/15-Dinger mitzunehmen. Aber wenn ich jetzt schon seit fast zwei Jahren so gut wie keine Spiele mehr kaufe (Kairosoft springt mittlerweile immer mehr auf den Free-2-Play-Zug auf), dann kann ich mir auch anständige Fensterverdeckung leisten!

Aber ja, jetzt kann ich tatsächlich so langsam mit gutem Gewissen mit einem „Ja“ auf die Frage „Na, habt ihr euch schon eingelebt?“ antworten. Wenn man das Haus betritt, sieht es zwar immer noch aus wie Baustelle. Doch in den eigentlichen „Lebensräumen“ ist der „temporäre“ Anstrich, wie ich ihn im April genannt hatte, verschwunden. Dass ich endlich wieder im gemeinsamen Bett schlafen darf, hilft natürlich ebenso ein wenig mich wohler zu fühlen. Nein, ganz weg ist das Schnarchen wie erwähnt nicht. Aber dank den extra für 104 Euro bei KIND angefertigten Silikon-Ohrstöpseln KINDsilence kann Lysanda auch mit mir neben dran wieder ruhig schlafen.

Ärzte en mass

InBody 770 (Herstellerbild)

InBody 770 (Herstellerbild)

Die Arztbesuche sind hingegen zwar weniger geworden aber noch nicht komplett vorbei. Zum einen steht noch der Schlafapnoe-Test (Atemstillstand während dem Schlafen) aus. Dazu kriege ich Ende des Monats ein Gerät mit nach Hause, dass das entsprechend misst. Bei negativem Ergebnis geht es dann ins Schlaflabor. Zum anderen wurde jetzt der Orthopädie sowie eine Neurologin aktiviert. Unter anderem weil mein linker Fuß kürzer ist als mein rechter (circa 0,7cm – deshalb jetzt eine 5mm hohe Einlage im Schuh) und ich mehrere taube Stellen am Körper habe (linkes Knie, rechter Daumen, rechter großer Zeh – wenn ihr das Bedürfnis habt mich zu schlagen dann also bitte da!). Sind natürlich alles keine neuen Sachen aber ich habe mich in der Vergangenheit (wie bei so vielem) einfach nicht drum gekümmert. Und wer weiß wie viel Schlimmer das alles noch werden kann, wenn ich es nicht zumindest jetzt mal so langsam behandeln lasse.

Man könnte echt meinen, ich wäre schon 60 Jahre alt, so kaputt wie ich anscheinend bin. Wobei: Von meiner InBody-Messung war ich tatsächlich positiv überrascht, denn ich habe an allen Stellen (Arme, Rumpf und Beine) im Körper Muskeln im Normalbereich. Ich bin „nur“ rund 12kg zu fett. Genug Muskeln sind schon da (mehr geht freilich immer). Ach und mein linker Arm ist eine Lusche im Vergleich zum rechten. Aber das trainiere ich jetzt logischerweise explizit weg. Nein, nicht durch Masturbieren (daher könnte eher das Problem herrühren :wink: ). Was ihr immer denkt…echt schlimm. Für irgendwas muss doch schließlich so eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio gut sein.

Die lieben Vierbeiner

Ein Balu auf der Couch

Ein Balu auf der Couch

Nica und Balu geht es auch immer noch blendend obwohl sich herausgestellt hat, dass wir sie anfangs komplett falsch eingeschätzt hatten. So sollte eigentlich Balu der scheue Einzel- und Freigänger sein, den wir den ganzen Tag nicht sehen würden, weil er dauernd draußen auf der Jagd ist. Tatsächlich ist er jedoch der anhänglichste von Beiden. Sind wir da, ist Balu da – und zwar immer direkt an unserer Seite. Da wagt man sich gar nicht vom Stuhl aufzustehen, weil er sofort draufstitzt. Nica hingegen? Die hat ihre Plätzchen (auf der Couch, im Karton, etc.) wo sie friedlich schläft und sie sagt nicht nein, wenn man sie knuddelt. Doch sie tendiert sehr stark zum Rausgehen. Pünktlich 21 Uhr abends geht es raus. Essen dauert zu lange? Sie geht raus. Essen passt ihr nicht? Sie geht raus. Wir knuddeln sie zu viel? Sie geht raus. Zwar kommt sie irgendwann immer wieder, war also bislang nicht noch einmal in irgendeinem Keller gefangen. Aber sie ist definitiv nicht die verschmuste Wohnzimmerkatze, die wir erwartet hatten. Im Gegenteil dürfte sie es sein, die uns gefühlt jeden Tag 1-3 Mäuse ins Wohnzimmer legt (immerhin nicht auf den Teppich, sondern nur auf die Fliesen!).

Was nicht heißt, dass Balu 24 Stunden nur im Haus verbringt. Sind wir nicht da, ist er nicht da. So geht er abends sobald wir ins Bett gehen durchaus sofort raus und verteidigt anschließend sein Territorium (=unser Haus) gegen die fiese Katze von der wir nicht wissen, zu welchem Nachbarn sie gehört. Scheinen sich auch absolut nicht zu vertragen die Zwei. Hat ganz schöne Kratzspuren an der Nase, der Arme. Und vor kurzem war über seinem Auge eine dicke Beule (ging zum Glück von alleine weg). Was er da wohl getrieben hat, um sich die zu holen? Wir wissen es nicht. Aber sorgen machen wir uns noch keine. Er ist ein großer, starker Kater und er hat ja als Schrebergarten-Streuner durchaus seine Erfahrungen mit der ganzen Sache.

Man könnte also durchaus sagen, dass die zwei die ureigene Katzen-Aufgabenverteilung haben. Die Frauen holen das Essen, die Männer verteidigen es. Wir wissen allerdings nicht, wer von beiden dann immer die Schlachtfelder im Wohnzimmer hinterlässt (oftmals sind die Mäuse fast vollständig aufgefressen). Ist auch egal. Wichtig ist, dass sie sich bei uns wohl fühlen und auch miteinander klarkommen. Und vor allem letzteres tun sie definitiv. So viel wie die beiden schmusen können die sich nicht hassen.

Und mit diesem Status gebe ich ab bis Montag!

Och wie süüüüüüüüßß!

Och wie süüüüüüüüßß!

Gespräch beim Lungenarzt: „Sie hatten das letzte Mal gesagt, dass Sie sich Katzen holen wollen. Sind Sie sich da sicher?“ „Ja, bin ich!“ sagte der Patient, ging nach Hause und ein paar Tage später ging dieser Eintrag online. Anschließend ging es dem Webmaster (=mir) irgendwie immer schlechter. Die Nase lief ständig, das Auge juckte, die Lunge zog sich zu – Katzenallergie. Ja, das längst vergessene Übel war plötzlich wieder da. Dabei glaubte ich sie schon vor Jahren überwunden zu haben. Schließlich habe ich fast mein ganzes Leben mit einer Katze im Haus verbracht (Flecki, Felix, Kessy). Aber irgendwas war an Balu und Nica, was meinem Körper so ganz und gar nicht gefallen hat.

Also was tun? Die Katzen wieder weggeben war keine Lösung für mich. Hypersensibilisierung ist für mich als Asthmatiker auch nur in absoluten Extremfällen empfehlenswert, da es dadurch wieder schlechter werden kann. Und mein Leben lang irgendwelche Nasensprays nutzen und Pillen schlucken? Hatte ich auch irgendwie keine Lust drauf. Erste Maßnahmen waren auf jeden Fall mich Zuhause im Wohnzimmer nur mit Atemschutzmaske aufzuhalten und einen Luftwäscher (von Venta) aufzustellen sowie rigoroses Händewaschen sofort nach dem Streicheln (meine Allergien schlagen fast ausschließlich auf meine Atemwege und nicht irgendwelche Pusteln auf der Haut). Aber das konnte selbstverständlich keine Dauerlösung sein.

Die Erlösung

Wie habe ich das Problem also in den Griff bekommen? Nun, wir hatten zufällig zu dieser Zeit ein paar Termine bei einem Privatarzt wegen Gesundheitscheck (dazu in einem anderen Eintrag mehr). Als wir gerade mal wieder am Gehen waren musste ich nießen und der Doktor fragte etwas keck „Na, Heuschnupfen? Wenn Sie was dagegen machen wollen, dann sagen Sie einfach Bescheid“. Darauf meinte ich erst einmal „Auch aber aktuell mehr Katzenallergie aber Hypersensibilisierung ist nicht so gut bei mir wegen Asthma“. „Sowas machen wir hier auch nicht. Bioresonanz ist das Sichtwort. Können wir auch bei Ihnen machen“ meinte der Doktor dann. Wir haben diese Information erst einmal nur mitgenommen und eine Runde gegoogelt.

Katzenhaare - vermutlich von Balu?

Katzenhaare – vermutlich von Balu?

Ich hatte es zwar dann immer noch nicht ganz verstanden aber am nächsten Morgen gleich einen Termin dafür ausgemacht. Dann ein paar Katzenhaare eingesammelt und siehe da: Schon nach der ersten von insgesamt drei Sitzungen war die Allergie so gut wie weg. Das nächste Mal kam noch ein bisschen Speichel von Nica und Balu dazu und seitdem bin ich vollkommen Beschwerdefrei. Besser noch: Wir hatten zufälligerweise einen Allergietest beim HNO angesetzt vor kurzem und da gab es für Katze nicht auch nur einen kleinen Ausschlag. Genial!

Funktionsweise

Wie gesagt: So ganz verstanden habe ich es auch noch nicht. Es hat ein wenig was von „New Age“-Medizin. Im Prinzip geht es darum die Schwingungen der Allergie aus dem Körper zu löschen. Ähnlich wie ein Störgeräusch in der Telefonleitung. In der ersten Sitzung wurde zu allererst meine eigene Frequenz analysiert und „korrigiert“. Sprich meine negativen Schwingungen wurden von der Maschine auf Basis von etwas Spucke in positive umgewandelt und wieder an mich zurückgeschickt. Dazu musste ich mich hinlegen und zwei Messingkugeln in die Hand nehmen, die mit dem komischen medizinischen Gerät verbunden waren und dann 10 Minuten einfach warten. Anschließend (und auch bei den beiden anderen Sitzungen) wurden die Katzenhaare bzw. später auch noch die Katzenspucke dazugetan und wieder 20 Minuten die Messingkugeln in den Händen gehalten. Sonst nix.

Das Ganze ist (bislang) kein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren (ist ja klar, es geht schließlich um „Schwingungen“). Aber mit hat es eindeutig und nachweisbar geholfen. Könnte ich auch mit meinem Heuschnupfen versuchen. Müsste dazu einfach nur ein Tuch mitbringen mit dem ich über die Fensterbank gewischt habe (da setzen sich ja auch viele der Polen ab). Aber die hält sich aktuell tatsächlich in Grenzen. Wird halt leider nicht von der Krankenkasse bezahlt weil keine offizielle Behandlungsmethode. Doch die 40 Euro pro Sitzung habe ich gerne in die Hoffnung investiert, dass sich das Problem damit lösen lässt. Glücklicherweise ist auch genau das passiert. Entsprechend von mir der Tipp: Wenn ihr unter einer bestimmten Allergie leidet, sucht doch mal einen Arzt, der Bioresonanztherapie anbietet. Vielleicht hilft es.

Allgemein finanzierte Behandlung

Tolles Symbolbild einer Nase

Tolles Symbolbild einer Nase

Doch nicht nur meinen Geldbeutel habe ich in den vergangenen Wochen mit Arztbesuchen belastet: Auch die gesetzliche Krankenkasse musste etwas tiefer in die Tasche greifen, um mich von meinen Leiden zu erlösen. Darunter, ich hatte es schon erwähnt, das Thema Schnarchen (und generell Luft durch die Nase kriegen). Im Gegensatz zum vorherigen HNO ist die neue auch voll hinterher und hat mich vollständig durchleuchtet. Sogar ein CRT von den Nasennebenhöhlen ließ sie anfertigen. Außerdem mal die Ohren durchgepustet (höre noch einwandfrei) und besagter Allergietest (weiterhin Gräser und Haselbäume).

Am Ende blieben zwei Erkenntnisse: Oben in der Nase ist die Scheidewand etwas schief. Das lässt sich aber nur durch eine richtige Operation beheben. Außerdem waren vor allem im rechten Nasenflügel die Schleimhäute massiv angeschwollen. Dafür gab es dann die Laserbehandlung. Ging extrem fix, roch etwas unangenehm (Nase wird natürlich vorher durch in Betäubungsmittel getränkte Tupfer betäubt) und die Pflege danach (buchstäblich regelmäßig Ölen) ist wichtig. Aber auch hier ist das Ergebnis eindeutig positiv: Das Schnarchen ist weniger und vor allem leiser geworden. Vollständig weg ist es zwar nicht, aber das liegt vermutlich an besagter Nasenscheidewand. Natürlich wachsen die Schleimhäute über die Jahre wieder nach (je besser man die Nase pflegt, desto langsamer). Doch die Behandlung kann man dann wiederholen. Perfekt. Und das wie gesagt auch noch von der Krankenkasse bezahlt (weil medizinisch notwendig), wenn der HNO kein Arschloch ist – um es mal deutlich auszudrücken. Wenn ihr in der Hinsicht also Probleme habt: Es hilft.

Und nun mache ich mal mit dem Einsortieren der Filme weiter (# und A stehen schon im Regal). Die Bücher haben schon ihren Platz gefunden und nach den Filmen sind endlich auch die Videospiele dran.

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