Die aktuelle Versionsnummer

Am Dienstagabend war es mal wieder soweit: Das (von manchen?) lang erwartete „Fall Creators Update“ (Version 1709) für Windows 10 wurde für die Allgemeinheit zum Download bereitgestellt. Dem Hauptrechner wurde es Freitagsabends auch direkt angeboten und lief ohne große Probleme in weniger als 15 Minuten durch. Er hing nur im Vorfeld der Installation beim Download und der Vorbereitung etwas länger auf 83% fest. Nach dem Upgrade musste ich ausschließlich meine Einstellungen in der Creative Konsole für die Soundkarte neu treffen. Nicht mehr funktionierende Treiber oder Programme, wie bei scheinbar vielen anderen „Upgradern“, konnte ich bei mir nicht feststellen. Und in Sachen Spiele läuft Grim Dawn ebenso immer noch einwandfrei.

Auf meinem Laptop, den ich scheinbar tatsächlich seit April nicht mehr anhatte, dauerte zwar alles ein wenig länger. Wenn man ein halbes Jahr ein Gerät nicht mehr anhatte, dann ist es halt erst einmal ein wenig mit sich selbst beschäftigt und da der Laptop mit seinen vier Jahren auch nicht mehr ganz so der neuste ist (Festplatte ist ein massiver Flaschenhals), dauert halt alles grundsätzlich etwas. Ich musste außerdem zum Windows Update Assistent (Media Creation Tool) greifen, weil das Update mir hier noch nicht unter Windows Update zur Verfügung gestellt wurde. Anschließend lief es aber auch hier einwandfrei und ohne irgendwelche Beschwerden vor, während oder danach durch. Bleibt Lysandas Laptop, der nochmal ein paar Jahre mehr auf dem Buckel hat und entsprechend NOCH mehr Zeit braucht :smile: .

Die Neuerungen

AAAAAHHH EIN UNTEXTURIERTES SPACE SHUTTLE!

Stellt sich nun die Frage, was es nach der Installation überhaupt an tollem Neuem gibt bzw. genauer, was mir aufgefallen ist und was davon im (leider nicht mehr täglichen) Anwendungsfall relevant sein könnte. Die neue Schaltfläche „Kontakte“ in der Taskleiste habe ich zum Beispiel sofort wieder deaktiviert. Wenn jemand meine Taskleiste vollstopft mit Sachen, dann ausschließlich ich *hmpf* . Im Explorer fiel mir hingegen der neue Ordner „3D-Objekte“ unter „Dieser PC“ auf. Keine Ahnung ob der grundsätzlich schon länger da war (viele der ganzen 3D-Programme wurden ja schon im letzten Creators Update eingeführt) aber er ist auf jeden Fall nun prominenter. Kein Wunder, ist doch eine zentrale Neuerung (die ich nicht nutzen kann) des Updates das ganze Thema Mixed Reality mit VR-Brillen. Ich konnte entsprechend nur das Spaceshuttle im Mixed Reality Viewer dank Webcam auf mein virtuelles Ich zufliegen lassen und nicht auf mein echtes :smile: . Damit war dieses Thema für mich aber auch schon wieder durch. Mit Cortana und OneDrive habe ich ebenso absolut gar nichts am Hut.

Interessanter sind da schon die neuen Konverter-Funktionen des integrierten Taschenrechners (unter anderem Währung, Volumen, Temperatur und sowas) oder die Möglichkeit, dass sich bei einem Neustart mit Aktualisierung Windows von alleine wieder einloggen kann. Könnte freilich auch eine Sicherheitslücke sein, aber das werden die kommenden Monate zeigen. Die neue Anzeige der GPU-Auslastung im Task-Manager ist hingegen ganz nett obwohl in meinem Fall mein Lüfter schon die ganz Zeit genau anzeigte, ob meine GPU sich gerade langweilt oder nicht :wink : .

Weitere Kleinigkeiten

Gleichfalls nett aber nicht weltbewegend ist, dass wieder ein paar Sachen aus der Systemsteuerung in die Einstellungs-App gewandert sind. Und es nun z.B. die Möglichkeit gibt Windows zu erlauben regelmäßig und völlig automatisch die temporären Dateien sowie Sachen im Papierkorb zu löschen. Oder sein Smartphone fest mit dem Rechner verbinden, um theoretisch fließend arbeiten zu können bspw. auf dem Handy eine Webseite öffnen und dann „Seamless“ diese auch auf dem Rechner bereitstellen. Können in diesem Fall die wichtigsten Browser zwar meines Wissens (Maxthon kann es schon ewig) mittlerweile sowieso. Aber Windows-Standard-Funktionalitäten sind ja immer noch einmal ein weiterer Schub für solche Sachen und es gibt ja noch mehr, was sich damit machen lässt.

Designtechnisch fällt erst auf den zweiten Blick auf, dass manche Fenster nun eine leichte Transparenz haben (z.B. das Startmenü). Aber da muss man schon teilweise sehr genau hinschauen. Dass sich nun das Startmenü wie jedes andere Fenster diagonal vergrößern und verkleinern lässt, ist da schon wesentlich auffälliger und nützlicher (für mich).

Wad?! Ich bin nur ein mittler NAT-Typ?! Sauerei!

In Sachen Spiele ist in den Einstellungen jetzt eine Testfunktion wie man es von der Xbox kennt, um die Verbindung zum Xbox-Netzwerk zu prüfen. Also man kann direkt sehen, was für meinen Ping man hat, wie hoch der Paketverlust ist und ob der Router richtig konfiguriert ist (wir es bei mir bis gerade nicht der Fall war). Außerdem macht in den Medien aktuell der neue Eintrag „TruePlay“ die Runde. Quasi eine Windows-weite Anti-Cheat-Funktion, die von den Spieleentwicklern verwendet werden kann. Standardmäßig ist die Funktion nach dem Update übrigens ausgeschaltet. Sollten also Spiele darauf zurückgreifen wollen, dann werden sie vermutlich darauf hinweisen und nicht mehr starten oder sowas. Aber aktuell gibt es noch keine damit.

Fazit

Und mehr fällt mir tatsächlich nicht an Neuerungen ein/auf. Sicherlich gibt es im Hintergrund auch noch so einige Stabilitätsverbesserungen und vor allem beim Spielemodus einige veränderte Stellschrauben. Aber als Otto-Normalverbraucher würde ich sagen, merkt man vom Fall Creators Update so gut wie gar nichts. Das ist jetzt nicht zwingend schlecht und stört mich persönlich überhaupt nicht. Ich habe tatsächlich lieber alle halben Jahre ein kleineres Upgrade mit Kleinigkeiten, die mir ein bisschen das Leben erleichtern bzw. das System verbessern anstatt alle 2-3 Jahre den Rechner wegen einer komplett neuen Windows-Version neu aufsetzen zu „müssen“ mit dem Risiko größerer Probleme/Umgewöhnungsphasen. Insofern unterstütze ich hier (nicht nur) Microsofts Ansatz eines lebenden Betriebssystems.

Ansonsten gibt es an dieser Stelle aus meiner Sicht zum Windows 10 Fall Creators Update nicht viel mehr zu sagen. Wenn ihr schon Windows 10 draufhabt, müsst ihr über kurz oder lang sowieso auf die neuste Version umsteigen. Und in dem Fall kann ich nur sagen, dass es aus meiner Sicht keinen Grund gibt zu Warten. Wer hingegen immer noch auf Windows 7 rumhängt (Windows 8-Systeme haben hoffentlich alle schon das Upgrade gemacht)…nun den wird auch die Version 1709 von Windows 10 nicht überzeugen. Das ist einfach so.

In diesem Sinne: Was sind eure bisherigen Erfahrungen mit 1709? Das Update schon installiert? Wenn ja, alles soweit gut gelaufen? Wenn nicht, was war/ist das Problem?

Nintendo Switch (Herstellerbild)

Über 100 Millionen Einheiten möchte Nintendo von seiner Switch verkaufen – zumindest erzählen sie das ihren Anlegern. Verständlich: Nach dem eher mäßigen Erfolg der WiiU (ich gebe dem Namen ungefähr 76,43% der Schuld daran) soll die Nintendo Switch endlich wieder an den unvergleichlichen Erfolg der Wii anknüpfen. Ja, technisch gesehen haben sowohl die PlayStation als auch die PlayStation 2 mehr Einheiten verkauft (vom Nintendo DS und den Gameboys ganz zu schweigen). Aber die Wii war definitiv ein anderes Kaliber was das Phänomen an sich anging und entsprechend der Misserfolg der WiiU (14 Millionen verkaufte Einheiten) ein massiver Dorn im Auge des Managements.

Ein einmaliges Ereignis

Doch gerade aufgrund des immensen Erfolgs der Wii bezweifle ich ein wenig, dass da die Switch mithalten kann. Nicht etwa, weil ich die Switch doof finden würde (abseits vom Namen). Nein, die Wii war schlicht und einfach das perfekte Gerät zur perfekten Zeit. Es traf 2006 massiv den Zeitgeist (Bewegungssteuerung, die Out-of-the-Box auch tatsächlich ganz gut funktionierte) und konnte damit Zielgruppen für sich erschließen, die sonst abseits des PCs (und heute Smartphones) nicht erreichte. Vor allem, weil auf der Packung „Nintendo“ stand. Eine Firma, die selbst der Älteste unter den Ältesten kennt. Das darf man definitiv nicht unterschätzen. Gleiche Konsole nur mit „Microsoft“ oder „Sony“ drauf? Ich glaube nicht, dass sie diese Reichweite gehabt hätte.

Allerdings war dieser Erfolg ohne langfristige Wirkung aus meiner Sicht. Ja, anfangs war die Konsole monatelang überall ausverkauft und Wii Sports ist in den Top 3 der meistverkauften Videospiele aller Zeiten (nach Tetris und Minecraft und vor GTA V). Aber im Rückblick hat sich gezeigt, dass das Softwareangebot der Wii nicht nur eher übersichtlich blieb, sondern auch von dieser neuen Zielgruppe mit massivem Dessinteresse begleitet wurde. Sie hatten ihr Wii Sports und vielleicht noch WiiFit – mehr brauchten sie nicht. Und alle anderen scherzten stattdessen darüber, dass sie mal wieder ihre Nintendo-Konsole abstauben müssten, weil sie darauf schon ewig nichts mehr gespielt haben.

Gleicher Ansatz, neuer Look

Nintendo Switch (Herstellerbild)

Grundsätzlich erscheint mir die NSC (keine Ahnung, was die offizielle Abkürzung ist) einfach nur eine Weiterentwicklung der WiiU zu sein. Das ist auch erst einmal nicht schlecht. Warum eine Konsole und einen Handheld kaufen, wenn ich beides in einem habe? Der WiiU-Controller war nur einfach nicht wirklich handlich. Da gefallt mir die NSC mit den Joy-Con-Controller wesentlich besser (und sieht etwas handlicher aus). Und Zuhause dann sogar noch optionales Controllerfeeling durch die Joy-Con-Halterung (wieder so ein blöder Name) oder den Pro Controller, so muss das sein!

Ich finde diese vollkommen modulare Idee also nicht nur in Bezug auf die Konsole, sondern auch die Controller durchaus cool. Es steigt zwar die Gefahr, dass man eines der drei Teile verliert aber so ist das ja immer. Dass die Abwärtskompatibilität nur digital ist, weil das System wieder Cartridges benutzt und man vermutlich wieder alles neu kaufen muss (Nintendo halt) ist natürlich doof. Andererseits kann ich mir durchaus vorstellen sowohl eine WiiU im Hause zu haben als auch eine NSC – schon allein weil wahrscheinlich so einige jetzt ihre WiiU samt kompletter Spielesammlung billig bei eBay raushauen werden :smile: . Außerdem ist es völlig legitim mal wieder einen Cut zu machen, denn seien wir mal ehrlich: Wer will schon Wii Sports mit der NSC spielen?

Die ganze Thematik mit dem kostenpflichtigen Onlineservice sehe ich hingegen kritisch. Nicht, weil ich nicht bereit wäre dafür zu bezahlen (ich habe seit Jahren ein Xbox Live Abo). Mein Problem liegt in der Kombination aus „Nintendo“ und „Onlineservice“. Wenn ich wieder (gefühlt) 200-stellige Friendscodes für jedes Spiel einzeln eintippen muss, dann geht mir so langsam die Hutschnur hoch. Kindersicherung schön und gut – das muss einfach bessergehen. Und natürlich bitte endlich nur ein Account auf dem dann für alle Ewigkeit meine gekauften Spiele jederzeit wieder herunterladbar sind.

Die Spiele

Zelda: Breath of the Wild (Herstellerbild)

Am 3. März 2017 soll die kleine schwarze dann im Regal stehen. Das Launch-Lineup von Nintendo für die Switch ist mit zwei Titeln durchaus übersichtlich. Wobei sie mit The Legend of Zelda: Breath of the Wild natürlich ein massives Schwergewicht mit dabeihaben, welches bei der WiiU eindeutig gefehlt hat. New Super Mario Bros. U ist da einfach kein Vergleich wie ich finde. 1-2 SwitchWii Sports. Der Rest der insgesamt 10 Launchtitel? Nun, hauptsächlich Ports von schon lange auf anderen Plattformen veröffentlichten Titeln. Einzig Super Bomberman R würde mich persönlich noch reizen.

Andererseits behauptet Nintendo, dass das dieses Mal tatsächlich so geplant war. Der Gedanke: Lieber einen regelmäßigen Schub an Neuveröffentlichungen haben und damit ständig im Gespräch sein statt nur hin und wieder. Diesen Ansatz kann ich auch durchaus nachvollziehen, wenngleich er sicherlich dem ein oder anderen Hardcoregamer nicht passen wird, der The Legend of Zelda: Breath of the Wind schon fünf Minunten nach Release 100% durchgespielt hat. Und Nintendo hat durchaus noch ein paar Asse im Ärmel dieses Jahr mit Splatoon 2, Xenoblades Chronicles 2 und Super Mario Odyssey (wobei ich das ästhetisch sehr komisch finde). Die Aussage, dass derzeit 100 Spiele bei 70 Publishern in Entwicklung sind, kommentiere ich hingegen mit einem „Ja, und?“. Das war damals bei der WiiU exakt gleich aber am Ende wurden die meisten davon wieder eingestellt. Wenn Nintendo in dem Punkt wieder auf die Nase fällt, dann müssen sie ihr Konzept mal grundsätzlich überdenken.

Fazit

Ich werde mir keine Nintendo Switch zum Releasetag holen, das dürfte aber niemanden verwundern. Gespannt bin ich aber dennoch, ob Nintendo wirklich aus den Fehlern der WiiU gelernt hat und nun zurück zu alten Stärken findet. Und zumindest was ich bislang gesehen habe, macht mich definitiv mehr an als die WiiU. Außerdem interessieren mich die Entwicklung des Onlineservice und die Third-Party-Spieleversorgung brennend.
Und wie seht ihr das? Steht ihr direkt an Tag 1 im Laden oder findet ihr das neue Gerät total doof?

Nica mag Regale

Nica mag Regale

Ja, das Wohnzimmer ist tatsächlich nun zu 99% fertig (noch einmal um die Fenster herum streichen) und die Möbel soweit eingeräumt (die neue Couch wird erst im Juli geliefert). Das war ja auch eine Vorbedingung für die Ankunft unserer zwei neuen Begleiter. Auch das Arbeitszimmer nähert sich seiner Fertigstellung und damit das Ende des Aufenthalts meines Hauptrechners unten im Keller. Aber das ist heute (noch) nicht unser Thema, denn mit der Fertigstellung des Wohnzimmers wurde (fast vollautomatisch) eine Amazon-Bestellung ausgelöst, die (unter anderem) einen neuen Fernseher und einen Blu-ray-Player beinhaltete. Und wie der Zufall so will, konnte ich beide am Wochenende erstmals in Betrieb nehmen.

Hintergrund

Ich selbst hatte nie einen eigenen Fernseher. Wenn ich das erwähnt habe, haben mich zwar immer die Leute etwas schief angeschaut, aber ich brauchte einfach keinen. Meine umfangreiche Sammlung an Filmen und Serien spricht zwar im ersten Moment dagegen. Mir reichte es aber schon immer aus auf meinem Computermonitor mir das Zeug anzuschauen, auch wenn mir natürlich der Unterschied zwischen (anfangs) 19″ und 40″ durchaus bewusst war und ist. Dafür hatte/habe ich am Rechner die besseren Boxen. Ja, Azz: Es kommt keine Heimkinoanlage ins Wohnzimmer. Die Lautsprecher am Fernseher reichen erst einmal aus. Und das normale Fernsehprogramm hat mich sowieso in den allermeisten Fällen nicht interessiert (für alles andere gibt es die Mediatheken). Dafür habe ich also auch kein TV-Gerät gebraucht.

Aber zu zweit vor dem Monitor sitzen ist da schon ein anderes Thema. Vor allem wenn dieser dann vergleichsweise klein ist. Das macht dann keinen so richtigen Spaß mehr 3-4m entfernt auf der Couch zu sitzen. Zwar besaß Lysanda ein 32″-Gerät (sechs Jahre alt), aber das konnte (oder wollte) mit keinem Blu-ray-Playern (auch nicht vom Laptop aus) umgehen. Und mit sowas kann isch einfach ned aweide! Es wurde also notgedrungen vor dem Umzug verscherbelt mit der Aussicht auf etwas Neues.

Fernseher

Jetzt haben schon Fernseher Day-1-Patches!

Jetzt haben schon Fernseher Day-1-Patches!

Nach Rücksprache mit unserem webseiteneigenen Hardwarexperten Azzkickr, fiel die Wahl auf ein Samsung-Gerät. Genauer gesagt auf den UE40J6250, also eine gute Mittelklasse mit allem was der normale User so braucht (und vielem mehr). Ja, als Konsole wird höchstens eine WiiU dazu gestellt. Alle anderen betreibe ich weiterhin am Computer. Und mit 40 Zoll ist er dominant genug, um den Platz zwischen den Regalen auszufüllen aber eben auch nicht den kompletten Raum für sich einzuvernehmen. Mal ganz abgesehen davon, dass er mit 429 Euro auch preislich noch auf der vertretbaren Seite liegt.

Technisch gesehen hat das Gerät wie erwähnt so einiges zu bieten: LED-Blacklight-Display in FullHD (1920×1080) auf 101cm Diagonale mit 4xHDMI, 3xUSB, Optical Audio, CI+-Slot, LAN (und WLAN), Composite und was weiß ich noch alles für Anschlüssen. Außerdem einen integrierten Trible Tuner, der auch schon DVB-T2 unterstützt. DVB-T1 funktioniert in der Praxis aber leider nicht so ganz, wie wir uns das gedacht haben. Das liegt aber nur bedingt am Gerät: Es bekommt schlicht und ergreifend an der Stelle keinen Empfang. Es muss also aktuell trotzdem noch eine DVB-T-Antenne mit dran und diese an komische Stellen gepackt werden. Vermutlich werden wir deshalb langfristig auf Telekom Entertain umsteigen. Hilft ja auch unserem Arbeitgeber. Eine Netzwerkdose habe ich in weiser Voraussicht ins Wohnzimmer gesetzt. Wobei ich eine Drahtverbindung für den Fernseher selbst nicht brauche. Der läuft auch über WLAN soweit einwandfrei und überträgt auch so einige Internetsender bzw. Sachen wie YouTube ohne Probleme.

Die Einrichtung ging auch überraschend schmerzfrei vonstatten. Das, was am längsten gedauert hat, war das Softwareupdate auf die aktuelle Firmware (mindestens 30 Minuten). Das bin ich sonst nur von der PlayStation 3 gewohnt. Aber ich gehe auch mal davon aus, dass das bei einem Fernseher jetzt nicht so häufig vorkommt. Oder doch? Egal.

Fernseher – Erste Erfahrungen

Stellt sich nun die Frage, ob er auch was taugt. Optisch sieht er auf jeden Fall schick aus, auch wenn ich den Amazon-Rezensionen zustimme, dass der Standfuß etwas sehr dünn zu sein scheint für so ein großes, schweres und verdammt teures Gerät. Aber solange keine Katzen oder Kinder sich daran hochziehen dürfte es passen. Aufbau und Einrichtung ging wie erwähnt absolut ohne Probleme vonstatten und auch das Anschließen der Zusatzgeräte (Antenne und Blu-ray-Player) war dank entsprechendem Diagramm kein Hexenwerk.

Softwaretechnisch ist mir erst einmal der vergleichsweise geringe Speicherplatz (nur 1 GB intern, davon auch nur 460 MB frei nach der Ersteinrichtung) aufgefallen. Das ist nicht gerade viel, vor allem da das Gerät SmartTV-fähig ist und man entsprechend viele Apps und sogar Spiele installieren kann. Da muss vielleicht langfristig eine Erweiterungskarte rein. Ein weiterer Negativpunkt ist eine leichte Verzögerung bei Eingaben. Damit sind nicht Standardsachen wie „Lautstärke“ gemeint, sondern die Bewegung in den Menüs oder im SmartHub. Das ist definitiv spürbar und könnte, sollte ich es wirklich viel nutzen, langfristig ein wenig Nerven. Immerhin findet man sich ziemlich schnell ganz gut zu Recht.

Kein Negativpunkt ist für mich hingegen das Bild. Da wird bei Amazon viel gejammert und Beweisfotos vom Fernseher mit weißem Standbild gezeigt. Und ja, da sieht man natürlich dann an den Rändern das Backlight ins Bild fließen. Bei normaler Nutzung merke ich davon aber überhaupt nichts. Stattdessen erlebe ich bei HD-Bildern eine gestochen scharfe und farblich aus meiner Sicht korrekte Wiedergabe. Bei SD-Sendern kann man die Pixel natürlich einzeln zählen, aber das ist bei Upscaling ja normal.

Als Lysanda mich also nach dem ersten Test fragte, ob wir den Samsung UE40J6250 behalten wollte, konnte ich ohne groß zu zögern „Ja“ sagen. Und ich denke, ich kann ihn auch mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

Blu-ray-Player

Eine magische schwarze Kiste

Eine magische schwarze Kiste

Auch beim Blu-ray-Player bin ich der Firma Samsung treu geblieben. Mit denen habe ich ja schon im Computer sehr gute Erfahrungen was Laufwerke angeht (sowohl optisch als auch Festplatten). Es fiel die Wahl auf den BD-H6500, der genauso wie der Fernseher keine Wünsche offen lässt: 3D-fähig (wenn auch für uns nicht relevant). UltraHD-Upscaling, SmartTV (wenn auch bei uns doppelt gemoppelt) und auch wieder WLAN-fähig. Außerdem – und das finde ich sowas von extrem praktisch – eine Fernbedienung, die auch Tasten für den Samsung TV integriert hat. Ist natürlich für Besitzer von anderen Fernsehern doof, aber ich finde es ist wahnsinnig genial nicht auf zwei Dingern rumhantieren zu müssen, sondern ganz bequem nur mit einer z.B. die Lautstärke verändern zu können.

Ansonsten lässt sich zu dem Gerät gar nicht viel sagen. Es spielt halt DVDs, Blu-rays und Blu-ray 3D ab, hat einen USB-Eingang und auch hier gingen Anschluss und Einrichtung ohne Probleme von der Hand (Softwareupdate mit 15 Minuten Dauer). Nur eines habe ich sowohl hier als auch beim Fernseher vermisst: Keiner hat ein HDMI-Kabel dabei. Finde ich schon ein wenig lachhaft. Zumal die Dinger heutzutage auch nicht mehr wirklich was kosten. Aber ist ja nichts Neues, dass die Hersteller bei Kabeln sparen (immer diese blöden 1m-Längen!). Auf jeden Fall macht der Blu-ray-Player für seine 90 Euro was er soll und das auch noch schön leise. So muss das sein. Auch hier eine klare Kaufempfehlung.

PS: Diese Webseite ist auch auf im Webbrowser des Fernsehers und Blu-ray-Players einwandfrei nutzbar. Aber das ist ja kein Wunder: Sie läuft ja sogar auf Lynx!

In einem Punkt ist die Konsolengeneration klar im Vorteil: Hat sie sich einmal für einen Hersteller entschieden, bleibt nicht mehr viel zu tun als auf die nächste Generation zu warten. Ja, nach einiger Zeit kommt ein leicht überarbeitetes Modell und ersetzt das Alte komplett aber die Unterschiede sind selten mehr als Optimierungen im Detail. Bei PC-Spielen sieht die Sache schon etwas komplizierter aus. Fängt es an nicht mehr ganz so flüssig zu laufen bleibt eine Vielzahl an Optionen: Mit dem unspielbaren Geruckel leben, die Details runterregeln, einzelne Hardware auswechseln (die Maus bringt min. 0,32fps!), eine Jungfrau an Cthulhu opfern oder den alten Rechner komplett in Rente schicken und was Neues zusammenschrauben. Deshalb heute die simple Frage an euch: Was ist für euch der Ausschlag mal wieder in neue Hardware zu investieren? Und bevorzugt ihr einen kompletten Tausch oder lieber nur immer einzelne Teile?

Die Xbox One steht vermutlich schon in mindestens 18 Millionen Haushalten, die PlayStation 4 sogar in mindestens 36 Millionen. Stellt sich die ganz einfache Frage: Seid ihr schon Teil dieser Statistik? Oder nutzt ihr weiterhin nur Xbox 360 bzw. PlayStation 3? Wenn ja: Ist ein Umstieg in 2016 geplant oder nicht?

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