Drei von vier Katzen im Garten

Die Phase der Gefangenschaft ist vorüber! Seit einer Woche sind Pichu und Lyssi nun in der Katzenklappe registriert und haben freien Zugang zur Außenwelt. Klappt nach einigen Anfangsschwierigkeiten auch mittlerweile ganz gut. Am schnellsten hat es Pichu kapiert, wie das komische Ding funktioniert durch das Balu und Nica immer verschwunden sind.

Lyssi hingegen…nun, bei ihr mussten wir etwas nachhelfen. Rein ging zwar relativ schnell (Panik kann Wunder wirken) aber raus wollte sie partout nicht – zumindest durch die Klappe. Am Ende hat es geholfen sie 2-3mal gegen ihren Willen durchzuschieben. Jetzt hat sie es anscheinend kapiert. Aber während Pichu sich draußen sofort sehr wohl fühlte, ist sie weiterhin etwas unsicher. Am Samstag hat es beispielsweise etwas geregnet, das fand sie gar nicht toll und hat hilflos rumgemaunzt als sie ein etwas dickerer Tropfen traf. Ganz am Anfang hing sie sogar panisch im Fliegennetz (das jetzt entsprechend stark beschädigt ist), weil sie das mit der Katzenklappe noch nicht verstanden hatte. Aber das hat sich nun zum Glück auch gelegt. Fehlt nur noch die Umschulung von „drinnen ins Katzenklo machen“ auf „draußen auf den Acker kacken“ (reimt sich!), dann ist diese Umstellung genauso abgeschlossen. Wenn wir jetzt noch Pichu beibringen könnten nicht auf die Küchenzeile zu springen und Balu nicht immer die Krallen auszupacken, nur weil er Essen riecht…

Ist übrigens nun ganz lustig: Wenn wir abends zu Bett gehen und die Wohnzimmertür schließen (wollen ja frühmorgens nicht von Radau an der Schlafzimmertür geweckt werden), dann sind zwei Minuten später alle Katzen aus dem Wohnzimmer verschwunden. Sind wir Zuhause und wach, sind alle vier Katzen fast immer in unserer Nähe. Haben wir doch heimlich Hunde bekommen?

Menschen! Draußen!

Der Garten nach dem Hauskauf und der ersten Rasur

Aber nicht nur die Katzen halten sich vermehrt draußen auf, auch wir beschäftigen uns mittlerweile etwas ausführlicher mit unserem Garten (abseits vom Rasen mähen und Erdbeeren züchten). Letztes Jahr hatten wir uns hauptsächlich mit Aufräumen beschäftigt. Da sich faktisch drei Jahre lang kein Schwein darum gekümmert hatte, war er entsprechend verwildert. Aber das hatte ich schon einmal erwähnt. Dieses Jahr wollen wir ihn nun in Schuss bringen (und halten).

Die ersten Maßnahmen haben wir dazu mittlerweile schon ergriffen. So habe ich eine Seite des Garagenkabuffs mit weißer Silikonfarbe gestrichen, damit sie (fast) wieder wie neu aussieht. Hat auch soweit ganz gut geklappt bis auf die Tatsache, dass am Anfang wohl meine Farbrolle noch etwas zu nass und damit die Farbe nicht 100% deckend war. Aber man sieht es aus meiner Sicht nur, wenn man genau hinschaut (oder es weiß). Anschließend hieß es ein paar Löcher davor auszuheben, um die Himbeersträucher einzupflanzen. Die stehen tatsächlich schon seit einem Jahr hier rum, fristeten aber ihr Dasein bislang in einem Eimer – gab einfach zu viel Anderes zu tun. Auch der Johannisbeerstrauch, der aktuell mehr ein Johannisbeerpflänzchen ist, durfte sein Eimergefängnis mittlerweile verlassen und fand einen (hoffentlich) angenehmen Platz im Garten.

Der restliche Garten

Der Garten heute – wesentlich leerer

Das Gewächshaus, welches wir zusammen mit dem Haus erstanden hatten, hat hingegen mittlerweile einen neuen Besitzer gefunden. Zum einen wussten wir nie so recht was wir damit anfangen sollten und zum anderen war es bei einem heftigen Sturm (weil im Boden anscheinend überhaupt nicht befestigt) umgefallen und hatte sich etwas verbogen. Statt mich damit weiter rumzuschlagen, haben wir es dann einfach über Facebook verschenkt. Der neue Besitzer hat hoffentlich seine Freude dran. Das Beet darunter hat Lysanda aber dann doch wieder in Beschlag genommen und etwas Gemüse reingeplfanzt. Wird sich zeigen, ob davon irgendwas tatsächlich ausgewachsen wird (Pfefferminze und Gras finden das Beet ebenfalls absolut dufte). Aber wie heißt es so schön? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

Das gilt auch für unsere Neuanschaffung (46 Euro): Einen Mangelbaum. Ja, wir haben uns einen jungen Baum angeschafft und ihn in den Garten gepflanzt. Bislang schießt er schon fleißig nach oben (mittlerweile schon über 2 Meter hoch). Wird aber sicherlich noch so einige Zeit dauern, bis wir tatsächlich die ersten Mandeln davon ernten können – sollte er bis dahin überleben. Haben mit sowas ja auch noch überhaupt keine Erfahrung. Haupttreiber für diesen Kauf war ausschließlich unser sehr hoher Mandelverbrauch. Zwar wird der sicherlich nicht mit einem Baum gedeckt werden können. Aber selbst gezogen ist das selbstverständlich etwas ganz Besonderes.

Weitere Fortschritte

Geschmacklich top aber im Wachsen schlimmer als Unkraut

Richtig gut geht es hingegen unserem Rosmarin. Auch den haben wir vom Vorbesitzer übernommen. Obwohl er nur in einem Pflanzstein saß, hat er sich ganz schön entwickelt. So sehr, dass er seinen Pflanzstein schon lange hinter sich gelassen und in alle daruntergelegenen weiter ausgebreitet hatte – zum Nachteil der darin enthaltenen Pflanzen. Also haben wir ihn nun auch von seiner Enge erlöst und auf einen freien Platz im Garten umgesiedelt. War ein ganz schöner Kraftakt ihn von seinem alten Platz zu lösen. Erst musste ich seine Wurzeln unter dem Pflanzstein durchschneiden (ganz schöne dicke Dinger) und dann war er mit seinem Stein schon so fest verbunden, dass es einen ganz schönen Kraftakt gekostet hat ihn da raus zu bekommen. Meint man gar nicht wie stark sich ein paar poplige Wurzeln in ein paar Sandsteinporen verankern können.

Als nächstes stehen nun drei Sachen an: Die restlichen der bestehenden Pflanzsteine mal komplett zu säubern und neu zu setzen. Am anderen Rand des Gartens neue Pflanzsteine zu platzieren und eine weitere Garagenwand zu säubern, um darunter weitere Pflanzsteine (die großen Dinger mit 48x30x5cm, die 45kg pro Stück wiegen) zu platzieren. Da sollen vermutlich die Erdbeeren ihre neue Heimat finden. Dann wären auf der Terrasse nur noch die Kräuter und die Schokoladenminze (ja, sowas gibt es) übrig, die man unter keinen Umständen in die Freiheit entlassen darf. Die Vermehren sich alle wie Hasen, wenn man sie lässt :smile: .

Und über die kahlen Stellen, die ich durch die Umbauaktionen geschaffen habe, wächst ebenfalls langsam aber sicher schon wieder Gras drüber (mit etwas Unterstützung durch Nachsähen). Da kommt Freude auf, auch wenn ich sicherlich nie einen richtigen grünen Daumen bekommen werde. Spaß, das gebe ich offen zu, macht es mir aber tatsächlich trotzdem. Werde ich doch noch zu einem echten Mannskerl? Vermutlich nicht. Aber Hauptsache unser Garten sieht halbwegs anständig aus.

Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #16

Das Anti-Aliasing funktioniert nicht ganz

Es geht weiter voran in unserem Hause. Am Wochenende wurde (bis auf einen kleinen Flecken am Fenster) das „Kabuff“ fertig – hochdeutsch auch als Abstellkammer bezeichnet. Außerdem konnten wir endlich den Flur putzen und damit beginnen ihn fertig einzurichten (Garderobe und ein paar Poster vermutlich). Es fehlen jetzt also nur noch ein paar Detailarbeiten (Klingelkasten lackieren, Silikonfugen im Bad, Grundreinigung) bevor wir endlich und nach bald 1 ½ Jahren Arbeit sagen können: Das Erdgeschoss ist fertig renoviert und entspricht unseren (aktuellen) Vorstellungen und Wünschen!

Der Flur

Bei meinem letzten Statusbericht waren wir gerade fertig mit dem Streichen des Flurs in einem hübschen Orangerot. Haben tatsächlich fast den kompletten 5-Liter-Eimer (wie immer Südwest Euro Classic) gebraucht. Zugegeben: Auch wegen dem Malheur mit den Rissen, was zu großflächigem Doppelstreichen führte. Aber waren trotzdem ein wenig überrascht über die verbrauchte Menge. Anschließend ging es wieder daran die Styroporleisten an die Decke zu machen. Waren zwar etwas aus der Übung (ich kann das YouTube-Video sowie die dazugehörige Gehrungslade nicht genug in den Himmel loben) aber nach der zweiten Leiste ging es wieder zügig und nur mit den üblichen Problemen bei den Ecken (alles schief und krumm hier) ganz gut vonstatten.

Allerdings haben wir nur gut die Hälfte des Flurs renoviert, da nur hier Tapeten hingegen. Der Rest ist mit rauem Weiß-Putz gemacht und da müssen wir uns irgendwann mal gesondert mit beschäftigen. Er sieht grundsätzlich zwar noch gut aus aber hat halt hier und da ein paar Flecken, die vermutlich teilweise einfach mit einem Lappen weggehen, teilweise aber auch mit Weiß überstrichen werden müssen. Drängender war das Problem des Übergangs von unserer Farbe in den vorhandenen Putz. Das Ergebnis seht ihr rechts: Ein schickes Doppel-Dreieck, welches Lysanda mit Hilfe von etwas Abklebeband und – weil es scheiß Klebeband war – etwas Nacharbeit an die Wand gezaubert hat.

Apropos Übergang: Die Ausgleichsprofile für die einzelnen Räume in den Flur konnten wir nach dem Putzen logischerweise auch endlich anbringen. Aufgrund eines unterschiedlich hohen Türrahmens war es im Kabuff etwas mehr Sägearbeit als in den beiden anderen Räumen. Aber alles keine Probleme, die nicht zu lösen gewesen wären. Zum Einsatz kamen vergleichsweise billige Profile aus dem Baumarkt zum Kleben. Und ja: Das hält Bombenfest. Was auch immer die Hersteller da drauf machen übersteht eindeutig den 3. Weltkrieg.

Das Kabuff

Schick!

Fortschritte im Flur waren notwendig, damit ich endlich unseren Werkzeug- und Materiallagerplatz in der Abstellkammer auflösen konnte. Zwar fand noch nicht alles seinen in den Keller aber irgendwie habe ich es geschafft alles so im Flur zu verteilen, dass man nicht mehr drüber fällt und die Arbeiten im Kabuff beginnen konnten. Das war schon weiß gestrichen und litt nur unter ein paar Löchern (unter anderem von den Elektrikern, die eine illegale Steckdose entfernt haben) sowie so einigen tiefschwarzen Flecken. Also einmal mit Moltofill durch und anschließend den kompletten Raum nochmal weiß überstrichen. Außerdem die Lampe an der Wand ausgewechselt. Die hing sowieso nur noch mehr schlecht als recht dran.

Nächster Schritt war das Verlegen des Laminats. Unser Vorgänger hatte zwar schon versucht Laminat reinzulegen aber aus irgendeinem Grund hat er sich massiv verschätzt. Sprich es war gefühlt 20 Meter von allen Wänden entfernt. Da konnte selbst die breiteste Fußleiste nichts mehr retten. Also raus damit und Neues gekauft. 15 Euro haben wir für zwei Pack Restposten (inkl. Integrierter Trittschalldämung) bei einem lokalen Händler bezahlt. Von dem hatten wir auch das ganze Kork fürs Schlafzimmer. Das Laminat lag also jetzt schon über ein Jahr im Keller rum. Übrig blieb eine einzige Diele. Der Arbeitsaufwand war vermutlich nicht einmal eine Stunde.

Für die Fußleisten ging es hingegen wieder in den Baumarkt. Weiß und breit sollten sie sein, da auch wir aufgrund der kurvigen Wände nicht überall 100% den minimalsten Abstand hatten. Drei Stück und einen Haufen Nägel reichten am Ende aus. Anschließend hat Lysanda noch mit Acryl hinten aufgefüllt. Wie gesagt: Kurvige Wände und bei steifen Fußleisten bleibt auch mal ein Abstand. Sieht man aber absolut nichts mehr davon dank des Acryls.

Den Abschluss bildete das Wandregal. Dafür griffen wir auf die gleichen Bauteile zurück, wie für mein Figurenregal im Arbeitszimmer. Nur die Bretter sind mit 20cm nicht ganz so breit. Wir mussten am Ende nicht einmal irgendwo Abschneiden. Die 2 Meter passen perfekt rein und dank der nur 20cm Tiefe geht sogar das Fenster noch problemlos auf. So fiel sogar das schräg Anschneiden des 4. Fichtenholzbretts weg. So muss das sein und ich finde, es ist definitiv schick geworden. Vom zusätzlich verfügbaren Platz, den wir nun haben, ganz abgesehen.

Das Bad

Zwischen Styroporleiste und Decke kommt noch Silikon

100 Styproporleisten je 2 Meter hatten wir im Dezember 2015 bestellt – und sie haben tatsächlich für alle Räume gereicht! Okay, im Kabuff haben wir keine hingemacht aber selbst dafür hätten wir noch genug übergehabt (dürften noch 5-6 Stück im Keller liegen). Dafür haben wir sie ins Bad an die Decke gemacht. Klingt im ersten Moment vielleicht etwas komisch: Styropor und Feuchtraum, geht das? Nun, offensichtlich ja. Zumindest hält der Kleber bis jetzt und sobald Lysanda das Ganze noch mit Silikonfugen abgedichtet hat, werden uns endgültig keine Sorgen mehr machen müssen. Nur in der Dusche haben wir uns für eine klassische Kunststoffleiste entschieden (auch mit dem Styroporkleber befestigt). Weniger wegen der Nässe, sondern mehr wegen dem Übergang zwischen Dusche und dem Rest des Bads. So konnten wir die 1-m-Kunststoffleisten einfach ungeschnitten an die Decke kleben und die Styroporleisten darüberstülpen.

Und damit ist erst einmal wieder alles gesagt, was es zum aktuellen Stand der Dinge zu sagen gibt. Die nächsten Projekte? Im Keller aufräumen und dafür Regale aufbauen, den Garten auf Vordermann bringen und für die Katzen ein paar Sachen bauen (Kratzbaum freistehend und Kratzbrett an der Wand).

Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #15

Wie im Jahresrückblick erwähnt, geht es aktuell wieder weiter was das Thema „Erdgeschoss renovieren“ angeht. Zwar kommen wir faktisch nur am Wochenende dazu irgendetwas zu tun aber wie heißt es so schön? Steter Tropfen höhlt den Stein. Sprich der Flur ist verputzt und auch schon Farbe drauf. Sah sehr schick und einladend aus. Leider musste ich am Sonntagmorgen beides an drei Stellen wieder mit Hammer und Spachtel runterholen, denn es hatten sich Risse gebildet.

Rigipsplatten – Nichts für n00bs!

Links eine der besagten Rigips-Wände

Der Grund für diese Situation ist relativ simpel: Der Vorbesitzer hatte sowohl Bad als auch Küche umgebaut und die neuen Wände zum Flur hin mit Rigipsplatten versiegelt. Wenn man es richtigmacht, absolut kein Problem. Im Gegenteil: Theoretisch hätten wir nicht einmal verputzen müssten, sondern direkt streichen können, weil es schon eine gerade und glatte Fläche hätte sein können. Praktisch wurde aber wieder massiv geschlampt.

Problem Nr. 1: Die Platten sind falschrum montiert was zu runden Ecken führt. Aber das konnten wir wie bei allen anderen Ecken im Haus relativ schnell mit einer Eckschiene lösen.

Problem Nr. 2: Die Platten sind nicht überall 100%ig an der Wand fest. Das führt zum einen zu unsauberen Übergängen (Platte A steht etwas weiter heraus als Platte B) und zum anderen dazu, dass sie sich bei Druck etwas bewegen können. Lösung? Leider keine, da anscheinend nicht genug Holzlatten an die Wand gemacht wurden und wir entsprechend keine weiteren Nägel/Schrauben an den relevanten Stellen platzieren konnten.

Problem Nr. 3: Die Verbindungen zwischen den einzelnen Platten waren (vermutlich auch aufgrund von Problem Nr. 2) mehr schlecht als recht mit Putz geschlossen worden. Zusammen mit der Beweglichkeit mancher Platten sind so die besagten drei Risse entstanden.

Das war uns natürlich schon vor dem Verputzen bewusst und nach etwas Recherche hatten wir die Risse vorab mit Acryl verschlossen. Die Idee dahinter: Acryl ist kein 100% festes Material und sollte sich entsprechend etwas mit den Platten mitdehnen, ohne gleich zu reißen. Leider scheint sich das Acryl nicht mit der Rigipsplatte richtig verbunden zu haben, weshalb die Risse eben nach Verputzen und Streichen wieder da waren. Unsere neue Lösung, die nun hoffentlich besser hilft? Armierungs-/Gewebe-/Fugenband (4,8cm von Knauf) über den Riss gelegt und mit Moltofill eingeputzt. Damit klappt es hoffentlich nun.

Heizungen – Teil 1

Die Heizung im Flur nach dem Umbau

Ein anderes Thema im Flur (und im Keller) war die Heizung. Während im Rest des Hauses alle alten Heizkörper bereits vom Vorbesitzer getauscht worden waren, hingegen sowohl im Flur als auch im Keller noch jeweils ein uralter Flachheizkörper herum. Der im Keller fast drei Meter lang! Nachteil dieser Dinger? Die heizen vor allem erst einmal sich selbst und im Falle riesigen Kellerplatte nicht einmal das (ab der Hälfte war sie praktisch kalt). Einen ganzen Raum damit aufwärmen ist aus meiner Sicht nur schwerlich möglich zumindest aber Kostenintensiv. Also wollte ich die zwei Dinger auf jeden Fall tauschen und praktischerweise wurden im Elternhaus gerade zwei Heizkörper frei (ein normaler für den Flur und ein doppelter für den Keller). Perfekt „getimed“ quasi.

Ich würde freilich nicht an dieser Stelle unter einer eigenen Überschrift berichten, wenn alles ohne Probleme verlaufen wäre. Zwar konnte dieses Mal der direkte Vorbesitzer nichts dafür (außer, dass er sie nicht schon getauscht hatte), mit Herausforderungen hatten wir dennoch zu kämpfen. So fing es schon mit dem Wasserabstellen beim Heizkörper im Flur an. Oben zudrehen, unten zudrehen, Ablaufen lassen und gut is‘ würde man denken! Nur dicht wurde es irgendwie nicht. Am Ende lief es darauf hinaus, dass wir die Heizung komplett ausgeschaltet und das Wasser abgestellt haben, um den Heizkörper abgehängt zu bekommen. War also eins der Ventile im Eimer? Nein, der Rücklauf hatte schlicht eine Doppelsicherung! Ich dachte zwar, ich hätte es zugedreht, es war aber nur die Sicherungsschraube. Das eigentliche Ventil musste danach reingeschraubt werden. Da muss man erst einmal draufkommen! Gut, das Wasser mussten wir für die Heizung im Keller trotzdem abstellen (da gab es kein Rücklaufventil). Aber für den Flur hätten wir es im Nachhinein nicht gebraucht.

Heizungen – Teil 2

Die alte Heizung im Keller vor dem Umbau

Die zweite Herausforderung für beide Heizkörper war, dass natürlich die alten Heizkörper ganz anders an der Wand hingen und damit die Verbindung zu Vor- und Rücklauf angepasst werden mussten. Sprich nicht nur neue Löcher für die Halterungen bohren, sondern von Heizkörper bis Ventil eine Konstruktion aufbauen. Im Flur haben wir es zuerst mit einer starren Verbindung versucht aber während es beim Rücklauf gut funktioniert hat, hing der Vorlauf und damit die Heizung an sich komplett schief da. Um das Problem zu lösen, haben wir am Ende einen Schlauch eingebaut. Sieht vielleicht nicht ganz so professionell aus. Aber ohne den Zulauf komplett neu zu verlegen ging es einfach nicht anders.

Im Keller kamen wir hingegen mit einer starren Konstruktion hin. Auch, weil wir dort mehr Spielraum hatten (der neue Heizkörper ist nur 1,6m lang und hängt tiefer). Im Flur mussten wir immer auf den Abstand zur Haustür noch im Kopf behalten. Glücklicherweise (wir haben die alten Heizkörper über Facebook verschenkt) war es problemlos möglich die 3m-Platte über den Flur nach draußen zu befördern ansonsten hätten wir sie wohl mit der Flex durchschneiden müssen. Einziges Problem im Keller war das Abdichten der Verbindung zwischen alt und neu aber das war zum Glück auch nichts, was ein Baumarktbesuch nicht lösen konnte (neue Heißwasserdichtung). Das Ergebnis nach zwei Samstagen Arbeit? Sowohl im Flur als auch Keller ist es plötzlich sehr viel angenehmer und das bei niedrigerer Thermostateinstellung. So muss das sein :smile:.

Rollladen

Eine der neuen Aufhängefedern

Das letzte aktuelle Thema war einer unserer Rollladen (mit drei „l“ sieht das Wort so dämlich aus…). Der Vorbesitzer hatte (praktischerweise) überall im Haus elektrische installiert. Leider stellten wir eines Tages fest: „Hey, warum ist der Rollladen unterm Dach noch unten?“ Nach dem Öffnen des Kastens mussten wir feststellen, dass die Aufhängefedern des Rollladenpanzers abgerissen waren. Da der Motor trotzdem noch regelmäßig lief (wir wussten ja bis dahin nicht, dass was kaputt ist), war zusätzlich noch die oberste Lamelle mit zerstört worden, da sie sich verkantet hatte. Also den ganzen Rollladenpanzer raus, die oberste Lamelle entfernt, neue Aufhängefedern bestellt – und festgestellt, dass die ebenso wieder aus ihren Löchern springen.

Jetzt würde der normale Mensch denken: Dann schraub sie doch einfach fest, dafür sind da die Löcher schließlich da! Hat bei zweien auch wunderbar funktioniert. Bei der dritten kam das Problem des elektrischen Rollladens zum Tragen. Durch den Motor konnte ich keine Schraube in die Rolle packen. Und wenn die Aufhängefeder nur eingehängt wurde, sprang sie schon nach einmal auf- und zumachen wieder raus. Die Lösung darf man gar nicht verraten (und wird sicherlich nicht für die Ewigkeit halten). Aber wir haben die Feder schlicht fest mit Draht an der Rollladenrolle festgemacht. Sieht total bekloppt aus, funktioniert allerdings einwandfrei. Es ist wirklich praktisch einen Vater zu haben, der sich über die Jahre seines Lebens so einiges selbstständig angeeignet/abgeschaut hat und auch prinzipiell eine bastelfreudige Natur ist :smile: .

Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #14

Hier standen mal ganz viele Umzugskartons

Gut ein Jahr ist es nun her, dass wir endlich die Schlüssel für unsere Hütte in die Hand gedrückt bekamen und mit dem Renovieren anfingen. Ja, ich weiß: Wir sind schon wieder alle ein Jahr älter geworden. Echt schlimm und so. Darum geht es mir aber heute (ausnahmsweise) nicht. Und auch der Flur ist seit dem letzten Update nicht fertig geworden (aber dafür tapetenloser!). Gab halt einfach wichtigere Sachen zu erledigen :smile: . Immerhin ist der Keller leerer und aufgeräumter (ebenfalls noch nicht komplett).

Ist allerdings egal, wichtig ist ja nur, ob wir uns zum einen eingelebt haben und zum anderen selbst ein Jahr später noch nicht den Kauf bereuen und die Antwort auf beide Fragen ist: Ja, wir haben uns eingelebt und fühlen uns hier wohl und möchten das Haus definitiv nicht mehr so schnell hergeben – mal abgesehen davon, dass man es aufgrund des Geldwäschegesetztes sowieso erst nach zwei Jahren wieder verkaufen darf. Im Nachhinein betrachtet war es also ganz gut, dass wir das andere Haus im Dorf nicht bekommen hatten – das wäre im Vergleich die schlechtere Wahl gewesen.

Heute will ich nun die Gelegenheit nutzen, euch ein wenig darüber aufzuklären was uns die ganze Sache eigentlich zusätzlich zum Kaufpreis gekostet hat. Natürlich nur ganz grob. Die genauen Zahlen gehen schließlich außer dem Finanzamt niemanden was an.

Kaufnebenkosten

Über die Kaufnebenkosten hatte ich ja bereits ein wenig philosophiert. Man kann diesen dicken Batzen Geld aber nicht oft genug betonen. Wer sich von denen überraschen lässt, hat schnell nicht nur ein kleines, sondern ein ganz großes Problem. Wobei die meisten Makler vermutlich schon sehr genau darauf achten, ob ihr die Kohle dafür auch tatsächlich habt. Die Banken sowieso wenn es um den Kredit geht. Ohne Nachweis darüber, dass wir diesen mittleren fünfstelligen Betrag bereits auf dem Konto hatten, ging schlicht nichts.

Das Schöne an den Kaufnebenkosten ist allerdings, dass ihr die euch im Vorfeld ziemlich genau ausrechnen könnt. Der Gesetzgeber hat da nämlich einen relativ engen Rahmen abgesteckt, was die einzelnen Parteien euch noch abknöpfen können. Und diese drei Parteien sind der Makler (spart ihr euch natürlich, wenn ihr direkt von Privat kauft) mit 5,95% vom Kaufbetrag, das Finanzamt mit 6% (Grunderwerbssteuer) und der Notar mit normalerweise 1,5%-2% (wir lagen bei 1,7%). Im Notarwert sind bereits die Gelder inbegriffen, die ihr der Stadt zahlt für Tätigkeiten wie den Grundbucheintrag (bei uns circa 0,6% für Vormerkung, Eintragung Grundpfandrecht und den eigentlichen Grundbucheintrag am Ende). Sprich, selbst wenn ihr das Haus vollständig über einen Kredit kauft, müsst ihr immer noch mindestens einen Betrag in Höhe von 15% des Kaufbetrags auf der hohen Kante haben, um zum einen überhaupt zum Zug zu kommen und zum anderen nicht auch noch dafür einen Kredit aufnehmen zu müssen.

Handwerker

Kleiner Auszug aus der Tabelle

Mit Hauskauf und den dazugehörigen Kaufnebenkosten ist es aber logischerweise meistens nicht getan. Und das gilt sowohl für den Neubau (eine Küche ist bspw. bei den meisten Reihenhäusern nicht inklusive) als auch den Altbau. Speziell bei letzterem stehen mitunter noch so einige Arbeiten an, bevor es wirklich wohnlich ist. Jetzt hängt es zum Teil vom Geldbeutel und den eigenen Fähigkeiten ab und zum Teil von gesetzlichen Vorgaben, wie ihr mit dieser Situation dann umgeht. Wir haben zwar sehr viel selbst gemacht aber auch wir haben unsere Limits (Expertise, Zeit und natürlich Rechtlich). Also mussten Handwerker her, die zwar wie immer mehr gefunden (und damit mehr gekostet) haben als gedacht. Wir können uns aber nun (hoffentlich?) sicher sein, dass es richtig gemacht wurde und es an den Ecken keine Probleme gibt. Vor allem beim Strom ist eine Abnahme nach VDE gesetzlich vorgeschrieben. Es ist aber ein gutes Gefühl zu wissen, dass nun erst einmal alles passt und nichts anbrennen kann bzw. wenn doch, dass man fünf Jahre Gewährleistung hat.

Entsprechend hatten wir zuallerst mal die Elektriker da. Zwei Mann (Meister mit Azubi) für neun Tage, die das gesamte Haus auf den Kopf gestellt haben. Sprich jedes Kabel, jeden Schalter, jede Steckdose geprüft und den neuen Stromkasten aufgebaut (es hing bislang noch das Original von 1966 im Keller) plus die paar Sonderwünsche von uns erfüllt. Es war richtig, richtig gut, dass wir mit dem Verputzen noch nicht großartig angefangen hatten. So war es kein Problem, dass auf der Kabelsuche oder beim Wünsche erfüllen auch mal ein Schlitz notwendig war. Andersherum hätten wir wohl ein massives Problem gehabt. Kostenpunkt am Ende der 1 1/2 Wochen? Gut 8.000 Euro (inkl. Material). Da haben auch wir etwas überrascht geschaut :smile: .

Dann hatten wir das Thema der Natursteindusche, die nicht nur total versifft, sondern auch nicht abgedichtet war. Also mussten Fliesenleger und Sanitär her. Letzterer hat zusätzlich noch Unzulänglichkeiten beim Abwassersystem (Minusgefälle) und der Wasserzuleitung (verdreckter Filter, viel zu kleine Rohre, etc.) entdeckt. Das Abwasser haben wir allerdings anschließend selbst neu verlegt sowie einen Teil des Abrisses der Dusche selbstständig erledigt (kaputt machen ist schließlich einfach). Es fielen nur rund 400 Euro für einen Rohrreinigungsnotdienst an (ungefähr die Hälfte für das Lösen der Verstopfung, der Rest für die Kamerafahrt zum guggen wo das Problem lag), weil wir ein Rohrstück ausgelassen hatten beim neu machen.

An der Dusche haben Fliesenleger und Sanitär im Tandem gearbeitet (wegen der Anschlüsse und Armaturen) und allein das Verlegen der Bruchsteinfliesen dauerte gut 11 Stunden. Am Ende kamen wir so auf gut 4.400 Euro für den Fliesenleger und 3.800 Euro für den Sanitär (beides wieder inkl. Material). Also alles in allem stattliche 17.000 Euro, die trotz Eigenanteil alleine für die Handwerker noch einmal oben draufkamen.

Material

Unser (temporärer) Lagerplatz

„Eigenanteil“ ist natürlich ein gutes Stichwort, denn wie gesagt haben wir sehr viel selbst gemacht (und machen immer noch). Vom Tapete runtermachen über Verputzen, Laminat verlegen bis hin zum Streichen und ein paar Fliesen verlegen. War selbstverständlich eine massive Lernerfahrung (da weiß man erst YouTube und die ganzen DIY-Seiten im Netz zu schätzen!) und mag hier und da nicht so perfekt sein, wie es ein Handwerker gemacht hat. Aber es spart selbstverständlich gut Geld – zumindest wenn man nicht seine eigene Zeit in die Waage legt :smile: . Kostenlos ist es aber selbstverständlich nicht. Wir waren von Dezember bis Juni jeden Monat mehrfach in diversen Baumärkten (4x Bauhaus, 10x Hornbach, 29x Toom [liegt um die Ecke] – um genau zu sein) unterwegs (plus ein wenig Amazon, eBay und andere Onlineshops), um all die Sachen beizuschaffen, die man so braucht. Damit sind sowohl die Werkzeuge (Pinsel, Mörteleimer, etc,) als auch die Verbrauchsmittel (Farbe, Putz, etc.) und Bauteile (Korklaminat, Armaturen, etc.) gemeint. Plus noch hier und da Unterstützung von daheim.

Gut 5.000 Euro kamen da noch einmal zusammen obwohl es erst einmal nach gar nicht so viel aussieht. Selten lag an der Baumarktkasse ein Betrag über 100 Euro (5x bei den 43 Baumarktbesuchen). Aber wie heißt es so schön? Auch Kleinvieh macht Mist. Die Gefahr dabei, wenn man keine so detaillierte Buchführung macht wie wir (ich liebe Tabellen!): Man kann ganz schön schnell aus den Augen verlieren was man so ausgibt und wundert sich dann vielleicht, warum nichts mehr am Ende des Monats übrig ist. Und: Es mögen „nur“ 5.000 Euro gewesen sein. Aber dann sind wir mit den Handwerkern und den Kaufnebenkosten schon bei einem hohen fünfstelligen Eurobetrag, der zusätzlich zum Hauspreis anfällt und den man erst einmal haben muss. Wer zusätzlich zum Hauskredit also auch noch einen Renovierungskredit braucht, der sollte sich vermutlich die Sache noch einmal sehr, sehr genau überlegen (machen die Banken auch entsprechend ungern).

Laufende Kosten

Makler & Co. sind bezahlt, die Handwerker aus dem Haus und die Renovierung abgeschlossen – endlich hat das Geldausgeben ein Ende! Nie wieder irgendwelchen Fremden regelmäßig Kohle für nichts und wieder nichts in den Rachen werfen – also außer der Bank bis der Kredit abbezahlt ist! Tja, schön wär’s. Auch beim Haus habt ihr ein paar laufende Kosten:

  • Strom – Braucht jeder und bezahlt ihr auch als Mieter meistens selbst. Wir liegen mit unserer Hütte dieses Jahr mit circa 2.400kWh genau auf dem Wert, den die meisten Stromanbieter für einen Zwei-Personen-Haushalt annehmen. Macht um die 60-70 Euro pro Monat je nach Anbieter.
  • Internet – Ohne Festnetztelefon geht es vielleicht noch (hat ja jeder ein Smartphone) aber Internet (VVDSL 100 versteht sich) muss schon sein. Unseren Preis erwähne ich als Mitarbeiter selbstverständlich nicht :smile: .
  • Rundfunkbeitrag – Das einzige was ich zu diesem Thema sage ist, dass ich nicht grundsätzlich gegen diesen Beitrag bin. Ich bin nur nicht damit einverstanden was damit teilweise alles finanziert wird. 17,50 Euro pro Monat werden hier fällig.
  • Schornsteinfeger – Kann jetzt nur als Besitzer einer Ölheizung sprechen aber die muss zwingend regelmäßig überprüft werden (wie stark verschmutzt sie die Umwelt) und auch der Schornstein selbst benötigt ab und an mal eine Reinigung, damit was durchgeht. Kosten sind logischerweise abhängig vom Umfang der Arbeiten.
  • Heizungswartung – Ich kenne mich mit Öl- und Solarheizungen nur bedingt aus, also muss ab und zu ein Fachmann her. Auch hier sind die Kosten nicht fest.
  • Öltanküberprüfung/-reinigung – Ersteres ist Pflicht und wird vom TÜV gemacht (quasi um zu verhindern, dass ihr einen maroden Tank habt und damit eine Umweltgefährdung seid) und zweiteres macht alle paar Jahre durchaus Sinn (tut der Umwelt und der Heizung gut). Preislich wieder je nach Anbieter unterschiedlich.
  • So muss das aussehen!

    Heizöl – Wer mit Öl heizt, braucht Öl, um damit zu heizen. Entsprechend genau habe ich dieses Jahr die Nachrichten verfolgt, um so einige Euro zu sparen – auch wenn ich trotzdem den Tiefpunkt im August verpasst habe. Meine Informationsquelle heißt Tecson.

  • Wasser-/Abwassergebühr – Wasser ist ganz schön billig im Vergleich zum Strom (um die 20 Euro pro Monat). Da versteht man eigentlich gar nicht, warum immer so viel zum Sparen aufgefordert wird (zumal das sehr schlecht für die öffentlichen Rohrnetzte ist).
  • Niederschlagswassergebühr – Da euer Haus auf seiner Fläche dem Regen den freien Zugang zur Erde verweigert, muss das Regenwasser über die Abwasserkanäle abgeführt werden. Das steckt hinter dieser Abgabe, die entsprechend von der Größe der befestigten und wasserundurchlässigen Fläche eures Grundstücks abhängig ist.
  • Müllgebühren – Wir müssen tatsächlich nur die Restmülltonne bezahlen (und die auch nur pauschal und nicht nach Gewicht). Aber ich bezahle gerne dafür, dass ich meinen Dreck nur vor die Haustür bringen muss und er dann regelmäßig von netten Männern in bunter Kleidung abgeholt wird. Über die Höhe entscheidet vermutlich die Stadt selbst.
  • Grundsteuer – Ihr dachtet, es wäre mit der Grunderwerbssteuer getan? Pah! Das Finanzamt möchte schon regelmäßig an euch verdienen. Wie die sie sich errechnet erklärt zum Beispiel Wikipedia.
  • Wohngebäudeversicherung – Ist technisch gesehen in Deutschland nicht mehr Pflicht aber eine Feuerversicherung ist verpflichtend und die ist da schon enthalten. Außerdem sind noch weitere Risiken wie Sturm oder Leitungswasserschäden abgedeckt und das ist aus meiner Sicht nie verkehrt. Der Keller ist schnell mal vollgelaufen und dann kostet es richtig Geld. Die Kosten hängen natürlich von den Leistungen ab.
  • Hausratversicherung – Keine Pflicht aber die Wohngebäudeversicherung deckt nur das Haus ab und nicht, was sich darin befindet. Und wenn man wie ich allein fünf Regale mit Spielen und Filmen voll hat, dann möchte man da schon etwas Kohle sehen, wenn es jemand klaut oder es irgendwie kaputt geht :smile: . Auch hier hängen die Kosten von der Leistung ab. Am sinnvollsten ist es aber wohl – zumindest wenn ihr nicht die extrem teuren Einzelstücke habt – auf die Quadratmeter Wohnfläche zu gehen statt auf den tatsächlichen Wert im Haus.
  • Privathaftplichtversicherung/Haus- und Grundstückshaftpflichtversicherung – Auch wieder kein Muss aber mit einem eigenen Grundstück kommen noch zusätzliche Pflichten wie zum Beispiel die Räumpflicht dazu. Fällt doch mal einer vor eurem Haus auf die Nase, ist es entsprechend ganz nützlich versichert zu sein. Oder wenn ein Ziegel sich im Sturm löst und den Nachbarshund erschlägt. Kann man sonst kaum bezahlen so hoch wie die Kosten für einen Personenschaden sind. Preis hängt logischerweise auch hier von der Versicherung und der Leistung ab.

Das alles zusammen ist noch einmal ein ordentlicher, vierstelliger Betrag pro Jahr selbst ohne die Heizkosten zu berücksichtigen (5000l Heizöl sind nicht billig). Da noch die monatlichen Tilgungszahlungen für den Kredit oben drauf und man kommt mitunter auch an seine Grenzen, wenn man sich verkalkuliert hat oder unvorhergesehenes Eintritt (Scheidung, Arbeitslosigkeit, Auto und dergleichen). Und man muss sich auch noch um den ganzen Mist selbst kümmern anstatt einfach nur dem Vermieter ein paar Kröten zu überweisen und zu sagen „Hier mach‘ du!“. Hab‘ ich schon erwähnt, dass man nicht einfach mit „Ach, ich kauf‘ mir jetzt einfach mal ein Haus!“ an die Thematik rangehen sollte? :smile:

Fazit

Und damit seid ihr jetzt wieder ein gutes Stück schlauer und besser vorbereitet, solltet ihr mit einem Eigenheim liebäugeln. Kann natürlich am Ende des Tages nur von uns sprechen – vor allem bei einem Neubau sieht die Situation sicherlich noch einmal ganz anders aus. Aber als erste Orientierung hilft es garantiert schon einmal weiter. Uns hat die ganze Sache zwar etwas an die Grenzen gebracht hier und da, denn vor allem Handwerkerkosten lassen sich doch irgendwie schwer einschätzen, entsprechend wäre ein Schicksalsschlag sehr ungünstig gewesen Anfang des Jahres. Aber am Ende des Tages wurden alle Rechnungen  pünktlich bezahlt, kein Konto war im Minus und die Vorräte werden seitdem wieder stetig aufgebaut. Und so muss es sein.

Solltet ihr noch zusätzliche Fragen haben, dann einfach in die Kommentare packen. Ansonsten wünsche ich einen angenehmen Feiertag und wir lesen uns am Montag wieder.

Coole Rennstreifen

Coole Rennstreifen

Der Flur (und Abstellkammer) wartet immer noch auf seine Renovierung (Tapeten runter, Putz und schicke Farbe drauf). Stattdessen beschäftigen wir uns derzeit hauptsächlich mit dem Auspacken der restlichen Kisten, die noch im Keller warten und so langsam auch mal damit die Deko in den einzelnen Räumen verteilen. Aber ganz ehrlich: Wir lassen es jetzt mal wieder etwas lockerer angehen. Der Flur rennt schließlich nicht weg (hoffe ich zumindest?) und es stehen schlicht wichtigere Dinge an :wink: .

Zumal vergangene Woche endlich unsere eigens angefertigten Gardienen (und ein Vorhang) eingetroffen sind. Damit sieht es hier endlich so richtig aus – sowohl von außen als auch von Innen (ein Bauarbeiter von gegenüber hatte mal überrascht gefragt „Ach, hier wohnt jemand?“ als wir morgens aus dem Haus sind). Zwar mussten wir uns ein wenig dran gewöhnen, dass die Zimmer nun einen Tick dunkler sind. Aber zum Ausgleich sind die Gardinen sehr hübsch geworden, wie ich finde. Hatte natürlich seinen mittleren, dreistelligen Preis sie passend schneidern zu lassen statt einfach im Baumarkt ein paar 08/15-Dinger mitzunehmen. Aber wenn ich jetzt schon seit fast zwei Jahren so gut wie keine Spiele mehr kaufe (Kairosoft springt mittlerweile immer mehr auf den Free-2-Play-Zug auf), dann kann ich mir auch anständige Fensterverdeckung leisten!

Aber ja, jetzt kann ich tatsächlich so langsam mit gutem Gewissen mit einem „Ja“ auf die Frage „Na, habt ihr euch schon eingelebt?“ antworten. Wenn man das Haus betritt, sieht es zwar immer noch aus wie Baustelle. Doch in den eigentlichen „Lebensräumen“ ist der „temporäre“ Anstrich, wie ich ihn im April genannt hatte, verschwunden. Dass ich endlich wieder im gemeinsamen Bett schlafen darf, hilft natürlich ebenso ein wenig mich wohler zu fühlen. Nein, ganz weg ist das Schnarchen wie erwähnt nicht. Aber dank den extra für 104 Euro bei KIND angefertigten Silikon-Ohrstöpseln KINDsilence kann Lysanda auch mit mir neben dran wieder ruhig schlafen.

Ärzte en mass

InBody 770 (Herstellerbild)

InBody 770 (Herstellerbild)

Die Arztbesuche sind hingegen zwar weniger geworden aber noch nicht komplett vorbei. Zum einen steht noch der Schlafapnoe-Test (Atemstillstand während dem Schlafen) aus. Dazu kriege ich Ende des Monats ein Gerät mit nach Hause, dass das entsprechend misst. Bei negativem Ergebnis geht es dann ins Schlaflabor. Zum anderen wurde jetzt der Orthopädie sowie eine Neurologin aktiviert. Unter anderem weil mein linker Fuß kürzer ist als mein rechter (circa 0,7cm – deshalb jetzt eine 5mm hohe Einlage im Schuh) und ich mehrere taube Stellen am Körper habe (linkes Knie, rechter Daumen, rechter großer Zeh – wenn ihr das Bedürfnis habt mich zu schlagen dann also bitte da!). Sind natürlich alles keine neuen Sachen aber ich habe mich in der Vergangenheit (wie bei so vielem) einfach nicht drum gekümmert. Und wer weiß wie viel Schlimmer das alles noch werden kann, wenn ich es nicht zumindest jetzt mal so langsam behandeln lasse.

Man könnte echt meinen, ich wäre schon 60 Jahre alt, so kaputt wie ich anscheinend bin. Wobei: Von meiner InBody-Messung war ich tatsächlich positiv überrascht, denn ich habe an allen Stellen (Arme, Rumpf und Beine) im Körper Muskeln im Normalbereich. Ich bin „nur“ rund 12kg zu fett. Genug Muskeln sind schon da (mehr geht freilich immer). Ach und mein linker Arm ist eine Lusche im Vergleich zum rechten. Aber das trainiere ich jetzt logischerweise explizit weg. Nein, nicht durch Masturbieren (daher könnte eher das Problem herrühren :wink: ). Was ihr immer denkt…echt schlimm. Für irgendwas muss doch schließlich so eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio gut sein.

Die lieben Vierbeiner

Ein Balu auf der Couch

Ein Balu auf der Couch

Nica und Balu geht es auch immer noch blendend obwohl sich herausgestellt hat, dass wir sie anfangs komplett falsch eingeschätzt hatten. So sollte eigentlich Balu der scheue Einzel- und Freigänger sein, den wir den ganzen Tag nicht sehen würden, weil er dauernd draußen auf der Jagd ist. Tatsächlich ist er jedoch der anhänglichste von Beiden. Sind wir da, ist Balu da – und zwar immer direkt an unserer Seite. Da wagt man sich gar nicht vom Stuhl aufzustehen, weil er sofort draufstitzt. Nica hingegen? Die hat ihre Plätzchen (auf der Couch, im Karton, etc.) wo sie friedlich schläft und sie sagt nicht nein, wenn man sie knuddelt. Doch sie tendiert sehr stark zum Rausgehen. Pünktlich 21 Uhr abends geht es raus. Essen dauert zu lange? Sie geht raus. Essen passt ihr nicht? Sie geht raus. Wir knuddeln sie zu viel? Sie geht raus. Zwar kommt sie irgendwann immer wieder, war also bislang nicht noch einmal in irgendeinem Keller gefangen. Aber sie ist definitiv nicht die verschmuste Wohnzimmerkatze, die wir erwartet hatten. Im Gegenteil dürfte sie es sein, die uns gefühlt jeden Tag 1-3 Mäuse ins Wohnzimmer legt (immerhin nicht auf den Teppich, sondern nur auf die Fliesen!).

Was nicht heißt, dass Balu 24 Stunden nur im Haus verbringt. Sind wir nicht da, ist er nicht da. So geht er abends sobald wir ins Bett gehen durchaus sofort raus und verteidigt anschließend sein Territorium (=unser Haus) gegen die fiese Katze von der wir nicht wissen, zu welchem Nachbarn sie gehört. Scheinen sich auch absolut nicht zu vertragen die Zwei. Hat ganz schöne Kratzspuren an der Nase, der Arme. Und vor kurzem war über seinem Auge eine dicke Beule (ging zum Glück von alleine weg). Was er da wohl getrieben hat, um sich die zu holen? Wir wissen es nicht. Aber sorgen machen wir uns noch keine. Er ist ein großer, starker Kater und er hat ja als Schrebergarten-Streuner durchaus seine Erfahrungen mit der ganzen Sache.

Man könnte also durchaus sagen, dass die zwei die ureigene Katzen-Aufgabenverteilung haben. Die Frauen holen das Essen, die Männer verteidigen es. Wir wissen allerdings nicht, wer von beiden dann immer die Schlachtfelder im Wohnzimmer hinterlässt (oftmals sind die Mäuse fast vollständig aufgefressen). Ist auch egal. Wichtig ist, dass sie sich bei uns wohl fühlen und auch miteinander klarkommen. Und vor allem letzteres tun sie definitiv. So viel wie die beiden schmusen können die sich nicht hassen.

Und mit diesem Status gebe ich ab bis Montag!

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