ex-treme (adj.) – Of the greatest severity; drasic.
TheFreeDictionary

Letztes Jahr habe ich noch davon abgesehen den Jahresrückblick mit dem Wort „Extrem“ zu beginnen, obwohl ich überlegt hatte es zu verwenden. Doch für 2016 passt dieser Begriff ganz gut – sowohl im großen, weltpolitischen Sinne als auch in unserem kleinen Rahmen hier. Also lasst uns gar nicht erst viel Zeit mit der Einleitung verbringen, sondern direkt Tacheles reden und 2016 Revue passieren lassen – wie immer zuerst aus Sicht von Beim Christoph und anschließend aus meiner persönlichen.

Bitte beachten: Wenn ich von „dieses Jahr“ rede, ist 2016 gemeint und mit „nächstes Jahr“ 2017. Alles andere würde die Sache viel zu kompliziert machen. Und wie immer gilt: Die Werte in den Klammern sind die Vergleichszahlen aus 2015. Sie sowie alle dazugehörigen Tabellen sind auf dem Stand 31.12.2016. Und wenn etwas nicht stimmt, dann einfach bei Rondrer beschweren. Der hat die Statistikauswertung damals dankenswerterweise kreiert.

Einträge und Autoren

Die Anzahl der Einträge ist nun auch offiziell auf dem Weg sich quasi zu halbieren. 2016 waren es zwar noch 78 (106) weil ich die Umfrage-Einträge erst Mitte des Jahres eingestellt habe. 2017 werden es aber nach aktuellem Stand dann nur noch 55 sein (52 reguläre Montagseinträge plus die Glückwünsche zu den Feiertagen). Wie ich schon im Juni geschrieben habe ist es natürlich etwas traurig, dass diese jahrelange Tradition (2006 fing es quasi an – damals noch ohne festgelegte Wochentage) ein so unrühmliches Ende findet. Andererseits feiert Beim Christoph im März bereit seinen 16. Geburtstag und zum Erwachsen werden gehört es nun einmal dazu, dass man sich verändert. Und man kann mir alles vorwerfen aber definitiv nicht, dass ich in all den Jahren zwanghaft versucht habe den Status quo hier auf der Webseite zu erhalten. Schon allein deshalb nicht, weil mich vermutlich mittlerweile das Universal Press Syndicate verklagt hätte (wegen den Calvin & Hobbes– und Garfield-Comics).

Dass ich unter diesen Umständen 2016 keine Gasteinträge veröffentlicht habe (1), dürfte klar sein. Obwohl ich selbstverständlich immer offen dafür bin. Vor allem Azzkickr möchte ich schon irgendwann noch auf die 25 bringen :smile: . Aber hier die Übersicht:

Kessy hat dieses Jahr bekanntlich ihren letzten Eintrag geschrieben. Aber immerhin war sie dazu noch in der Lage. Und zum Trost konnten wir mit Balu, Nica und Lyssi gleich drei neue Autoren im Bunde begrüßen, die zwar Kessy niemals ersetzen (es kann nur eine Göttin der Knudeleinheiten geben) aber hoffentlich auch ihren Weg in eure Herzen finden werden.

Weitere Längenverluste

Mit der weiteren Reduzierung der Anzahl der Einträge, geht selbstverständlich auch ein erneutes Absacken in Sachen Länge einher – zumindest wollte ich das gerade schreiben, bevor ich etwas überrascht feststellen musste, dass ich es doch noch geschafft habe den Vorjahreswert zu übertreffen. Habe mich anscheinend wie so oft vor allem im Dezember noch einmal richtig reingehängt. Muss bei Gelegenheit mal Rondrer anhauen…äh…bitten, dass er die Jahresübersicht noch in Monate aufteilt :smile: . Hier die Übersicht:

Ein Anstieg von immerhin 9,48% im Vergleich zum Vorjahr (wo ich um nachvollziehbare 45,83% abgefallen bin aufgrund der Halbierung der Einträge). Damit liege ich 2016 zum einen wieder über dem Durchschnitt und bin zum anderen wieder aus dem unteren Drittel heraus. Aber erwartet nicht, dass es nun nächstes Jahr erneut diesen massiven Sprung geben wird wie zwischen 2010 und 2011. Die Geschichte wiederholt sich zwar oft aber ich glaube in diesem Fall ist es doch eher unwahrscheinlich, sollte ich nicht plötzlich in eine Schreibwut verfallen.

Doch eine Sache gibt es definitiv zu feiern: Das 1.000.000ste geschriebene Wort auf Beim Christoph konnten wir dieses Jahr verzeichnen. Genauer gesagt sind es zum Jahresende 1.042.725 Wörter (978.405) aufgeteilt auf 1.374 Einträge (1.296) gewesen. Im letzten Jahresrückblick hatte ich allerdings fälschlicherweise mit dieser Zahl behauptet, dass uns „mein“ millionstes Wort erwartet. Dabei habe ich selbstverständlich all die tollen Gastbeiträge vergessen, die auch zu der Gesamtlänge beitragen. Aber mit dem aktuellen Überschuss könnte ich es trotzdem gegen Ende des Jahres geschafft haben „mein“ millionstes Wort auf das digitale Papier zu bringen. Wenn nicht, dann auf jeden Fall 2017! Dafür braucht es wohl auch noch eine Übersicht in der Statistik, lieber Rondrer!

Die Inhalte

Neue Rekorde in Sachen Eintragslängen gab es dieses Jahr allerdings nicht. Selbst mein Kurbericht hat es mit 3.916 Wörtern nicht in die ewige Top 10 geschafft (die ging bis zu diesem Jahresrückblick bei 4.132 Wörtern los mit dem Beim Christoph Jahresrückblick 2015. Dabei dürfte das der längste Eintrag des Jahres gewesen sein (Anm. d. Red.: Auch hier Rondrer bitten die Statistik entsprechend zu erweitern!).

Die Tatsache, dass dieser Text der längste des Jahres ist, zeigt gleichzeitig die Richtung, in die sich Beim Christoph offensichtlich bewegt. Nur lausige vier (17) Einträge der Kategorie Gespielt gab es dieses Jahr. Die allgemeine Kategorie Spiele wurde auch nur auf zwölf (53) Einträge gesetzt. Eine Spielewebseite scheint Beim Christoph also definitiv nicht mehr zu sein. Was also sonst?

Nun, ein verkappter Life-Blog anscheinend, denn 20 (15) Einträge bekamen den Allgemein-Tag, den ich neben den Feiertagsgrüßen vor allem bei Einträgen mit persönlichem Charakter verwende (wird vielleicht mal eine eigene Kategorie für fällig). 16 (5) Mal kam das Thema Immobilie zur Sprache und immerhin 11 (2) Mal ging es um die Gesundheit – Tendenz steigend. Man könnte fast meinen, es hätte sich in meinem Leben irgendetwas massiv verändert und mir sind andere Dinge wichtiger geworden als Videospiele. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, dürft ihr selbst entscheiden. Auf jeden Fall musste sich dieser Veränderung auch Beim Christoph beugen obwohl ich vorgestern tatsächlich mal in einem Anfall geistiger Umnachtung (hab‘ doch eh keine Zeit zum Zocken) acht AAA-Spiele bei Amazon geordert habe. Jetzt wollt ihr natürlich wissen welche, nun gut, weil ihr es seid: Dishonored 2: Das Vermächtnis der Maske, Mad Max, Deus Ex: Mankind Divided, Mafia III, Just Cause 3, Tom Clancy’s Rainbow Six: Siege, Far Cry Primal und Assassin’s Creed Syndicate. Ihr könnt gar nicht nachvollziehen wie weh es mir getan hat keine der sündhaft teuren (bzw. mittlerweile ausverkauften) Spezialedition zu ordern, sondern nur die Normalfassung! Das ging gegen alles, was ich in den letzten Jahren getan habe! *sniff*

Nun aber zurück zum eigentlichen Thema mit der aktuellen Gesamtübersicht über die Kategorien:

Was zusätzlich auffällt: Abseits der Einträge gab es exakt gar nichts anderes. Keine Videos, keinen Podcast, keine Bilder. Ob das jetzt wirklich schlecht ist, kann ich tatsächlich nicht so ganz beurteilen (für euch natürlich schon). Aber vielleicht findet sich im neuen Themenpool (vor allem Gesundheit) ja auch wieder ein neues Sendeformat. Mal schauen :wink: .

Kein Kommentar

Und dann wären da noch die Sachen mit den Kommentaren…oder eigentlich das fast vollständige Fehlen derselben. Ein riesengroßes Dankeschön an dieser Stelle vor allem an Kirika, die mit 39 (72) immerhin etwas die Fahne hochgehalten hat dieses Jahr. Aber es half nichts. Euch mögen die neuen Themen hier zwar vielleicht grad noch so interessieren, dazu zu sagen habt ihr aber leider so gut wie gar nichts. Das Ergebnis ist ein Abfall auf den niedrigsten Wert seit der Einstellung des Forums mit 149 (443) Kommentaren. Hier die Jahresübersicht:

Das macht pro Eintrag 1,9 Kommentare (4,2) und ist damit nicht einmal in greifbarer Nähe des Durchschnitts von 4,7. Das finde ich persönlich wie immer schade, schiebe euch aber jetzt nicht den schwarzen Peter zu und finde zumindest Trost in der Hoffnung, dass ihr trotzdem alle fleißig mitlest. Ihr dürft mir aber wie immer in den Kommentaren (ich weiß, ich bin gemein :tongue: ) aber selbstverständlich gerne mitteilen, was euch davon abhält eure Meinung zu sagen.

Mit dem Rückgang der Anzahl der Kommentare ist auch die durchschnittliche Länge um fast die Hälfte auf 52,7 Wörter (101,0) eingebrochen, wie die Übersicht zeigt:

Global betrachtet liegen wir damit bei insgesamt 6.488 (6.339) Kommentaren mit einer Gesamtlänge von 490.991 Wörtern. Ja, wir haben die halbe Millionen dann doch nicht geschafft. Vielleicht schaffen wir es in 2017? *bambiblickaufsetz*

Besucherspionage – Anzahl

Die Google Analytics-Übersichtsseite

Und damit haben wir tatsächlich relativ kurz und knapp die Inhalte von Beim Christoph analysiert. Fehlt noch der fast noch spannendere Teil: Die harten Fakten, die euch Google Analytics gemäß meiner Datenschutzerklärung aus der Tasche zieht. Es steht euch selbstverständlich frei dieses Script zu blocken aber ich mag die Zahlen, vor allem um einschätzen zu können, ob die ganze Sache hier überhaupt noch jemanden interessiert. Schauen wir also mal, ob das im Zeitraum 01.01. bis 31.12.2016 der Fall war. Die Zahlen von 2015 stehen wieder in den Klammern.

Nun, die Gesamtanzahl der Besucher ist um 23,90% auf 10.067 (13.229) zurückgegangen. Also wieder auf dem Niveau von 2014. Macht sage und schreibe 27,51 (36,24) Besucher pro Tag – hoffentlich ohne die ganzen Spammer und Bots und wer mittlerweile sonst noch alles durch das Netz grast. Auch Google tut sich teilweise schwer die korrekt rauszufiltern. In Nutzer ausgedrückt sind das 6.359 (7.901) einzigartige Sitzung und 17.089 (21.167) Seitenaufrufe. Immerhin: Das macht unterm Strich mit 1,70 (1,60) Seiten pro User 6,09% mehr Seitenaufrufe als letztes Jahr (2014 waren wir bei 1,79). Dafür ist die Sitzungsdauer auf 2 Minuten und 3 Sekunden (02:30) eingebrochen – also genauso auf dem Niveau von 2014 (02:09).

Ist für mich tatsächlich nicht weiter verwunderlich und absolut nachvollziehbar. Im Prinzip sind die Zahlen sogar noch überrascht hoch, wenn man bedenkt, dass mittlerweile faktisch nur noch montags neue Inhalte auf die Seite kommen und der Rest der Woche tote Hose ist. Wenn wir 2017 dieses Niveau halten und nicht noch weiter absacken, dann ist aus meiner Sicht alles okay für eine Seite wie Beim Christoph. Mehr kann natürlich immer aber dazu muss ich vielleicht doch mal Kosmetik-Videos oder so einen Kram machen. Das scheint ja toooootal „in“ zu sein und die Jugend von heute anzuziehen.

Besucherspionage – Herkunft

Das waren jetzt die einfachen Daten. Die hat jede 08/15-Billigstatistik. Steigen wir also nun mal ein wenig tiefer ein und schauen zuallererst mal, wie die Seite überhaupt aufgerufen wird. Die einfache Antwort: 35,15% (45,99%) kommen direkt über http://www.beimchristoph.de hierher. Bei den Referral-Links ist mit 31,78% (33,04%) der Anteil relativ stabil und die Besuche über Suchmaschinen könnten sogar leicht auf 21,51% (20,43%) ansteigen. Richtig zugelegt haben aber die Klicks über Social Networks mit 11,56% (0,54%). Das ist ein Zuwachs von 1.539,44% im Vergleich zum Vorjahr (ja, ich weiß: Totaler Blödsinn so eine Prozentzahl)! So einen hohen Throughput hatte ich glaube ich nicht einmal, als ich noch wirklich aktiv auf Twitter war (poste schon lange keinen Link mehr zu meinen Einträgen – sollte ich vielleicht mal wieder tun).

Zu verdanken ist das Lysanda, die unsere Körpertuning-Texte fleißig auf Facebook postet, wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt. Warum schließlich immer alles neutippen, wenn es schon irgendwo zusammengefasst steht? War übrigens auch der Hauptgrund, warum wir überhaupt diese Eintragsserie begonnen haben. Am beliebtesten ist bislang übrigens der Eintrag über Eisen. Eine Social Network-Top-5 macht aber erneut keinen Sinn, denn außer Facebook und weit abgeschlagen dahinter Twitter steht da nichts weiter drauf.

Besucherspionage – Hardware

Schauen wir uns stattdessen mal wieder genauer an, wie sich so die Hardware entwickelt hat, mit der Beim Christoph aufgerufen wird. Die letzten Jahre haben ja vor allem gezeigt, dass „Mobile“ immer weiter auf dem Vormarsch ist. Auch ich dürfte die Seite hauptsächlich mit dem Smartphone öffnen und ansonsten nur zu Schreiben des Eintrags den Desktoprechner verwenden. Das spiegelt sich entsprechend in der Geräteübersicht wieder, bei der ausschließlich der Desktop einen massiven Einbruch aufzeigt:

  1. Desktoprechner wurden bei 5.976 (9.116) Zugriffen verwendet
  2. Smartphones wurden bei 3.557 (3.537) Zugriffen verwendet
  3. Tablets wurden bei 534 (576) Zugriffen verwendet

Mobile Seitenansicht

Interessant ist natürlich, dass gleichzeitig die mobilen Geräte stabil geblieben sind. Aber ich denke, die Tendenz hin zum Mobilen geht trotzdem weiter nach oben. Der eigene Desktop verliert und verliert und verliert einfach an Relevanz. Wie gesagt: Selbst ich habe Worst-Case den Hauptrechner mittlerweile nur noch mal sonntags an, um den Eintrag zu schreiben. Ansonsten verbringe ich eindeutig die meiste Zeit vor dem iPhone-Bildschirm – womit wir bei der nächsten Übersicht wären:

  1. Apple iPhone mit einer Steigerung (unverändert Platz 1) von 43,38% auf 1.451 Zugriffe
  2. Samsung SM-G920F Galaxy S6 mit einer Steigerung (alt Platz 3) von 40,38% auf 591 Zugriffe
  3. Apple iPad mit einem leichten Verlust (alt Platz 4) von 12,70% auf 213 Zugriffe
  4. Samsung SM-G900F Galaxy S5 mit einer leichten Steigerung (alt Platz 5) von 4,40% auf 166 Zugriffe
  5. Samsung SM-G930F Galaxy S7 als Neueinsteiger mit 97 Zugriffen

Technisch gesehen ist auf Platz 5 eigentlich „not set“ aber wie der Name schon sagt, weiß Google Analytics hier nicht worum es sich handelt. Zwei Dinge sind auf jeden Fall interessant an der Übersicht: Zum einen ist das Google Nexus 4 sogar komplett aus der Top 10 rausgefallen (letztes Jahr noch 919 Zugriffe). Und zum anderen sind quasi nur noch Apple und Samsung-Fans auf der Seite unterwegs. Auf Platz 8 kommt zwar noch das LG D802T G2 mit 36 Zugriffen aber das musste auch schon Verluste von 7,69% hinnehmen weil unser Azzkickr entweder ein neues Handy hat oder nicht mehr oft vorbeischaut. Wird wohl mal Zeit, dass ein neuer Anbieter ein Killersmartphone auf den Markt bringt!

Besucherspionage – Anbieter und Browser

Da ich aus rechtlichen Gründen (ist in Deutschland nicht so einfach erlaubt) die demografischen Merkmale nicht auswerten darf, kommen wir nun noch zu den restlichen technischen Informationen, die ich von euch habe. Angefangen selbstverständlich bei meinem Lieblingsthema, eurem Internetprovider:

  1. Deutsche Telekom AG mit einem massiven Verlust (unverändert Platz 1 nach „not set“) von 40,56% auf 1.401 Zugriffe
  2. Kabel Deutschland mit einem Verlust (alt Platz 3) von 20,51% auf 655 Zugriffe
  3. Telefonica O2 Germany mit einer massiven Steigerung (alt Platz 5) um 98,08% auf 515 Zugriffe
  4. Vodafone mit einem starken Verlust (alt Platz 2) von 66,29% auf 415 Zugriffe
  5. Arcor AG mit einem kleinen Verlust (alt Platz 4) von 14,93% auf 342 Zugriffe

Okay…tief durchatmen, Sicarius. Was zuerst auffällt: Der letztjährige Neueinsteiger Telefonica konnte sich eindeutig bei euch durchsetzen während alle anderen dadurch Einbußen hinnehmen mussten. Während mich das vor allem bei Vodafone freut, finde ich das aus naheliegenden Gründen bei meinem Arbeitgeber überhaupt nicht gut. Warum geht ihr denn alle woanders hin, liebe Besucher?! Nur weil es drüben fünf Euro pro Monat weniger kostet, bekommt ihr doch nicht automatisch die gleiche Leistung und Qualität :( . Aber gut, weder obliegt es an mir euch zu überzeugen noch ist dies der richtige Ort dafür. Gehen wir also lieber weiter und beschäftigen uns mit der Browsernutzung:

  1. Chrome mit einem Verlust (unverändert Platz 1) von 25,20% auf 4.837 Zugriffe
  2. Firefox mit einem Verlust (unverändert Platz 2) von 21,88% auf 2.249 Zugriffe
  3. Safari mit einer soliden Steigerung (unverändert Platz 3) um 30,18% auf 1.760 Zugriffe
  4. Opera mit einem starken Verlust (unverändert Platz 4) von 50,87% auf 340 Zugriffe
  5. Internet Explorer mit einem Verlust (unverändert Platz 5) von 30,88% auf 329 Zugriffe

Die Top 5 ist dieses Jahr inhaltlich komplett unverändert. Die einzige Auffälligkeit, die aber zur obigen Erkenntnis in Sachen Reduzierung des Desktop-Anteils passt, ist der Aufstieg von Safari, der auch auf Platz 6 mit 181 Zugriffen (30,18% mehr) nochmal kommt (die In-App-Variante). Android hat hingegen klar weiter verloren (Platz 7 mit nur noch 132 Zugriffen – 61,40% weniger) während sich Microsoft Edge langsam aber stetig nach vorne arbeitet (Platz 8 mit 97 Zugriffen – Steigerung um 246,43%). Es wechseln also zum einen immer mehr auf Windows 10 und verwenden zum anderen trotzdem weiterhin den Standardbrowser. Ersteres ist gut, letzteres muss logischerweise jeder für sich selbst wissen. Wobei ich mich ehrlich gesagt nie großartig damit beschäftigt habe ob Edge endlich ein gescheiter Internet Explorer-Ersatz ist oder weiterhin nur marginal was taugt.

Besucherspionage – Betriebssystem und Auflösung

Auch wenn es mich sehr interessieren würde, wie viele von euch schon Windows 10 benutzen, kann ich auf die einzelnen Windowsversionen leider nicht auswerten. Aber die grundsätzliche Top 5 sieht folgendermaßen aus und passt ebenso in das ermittelte Gesamtbild der mobilen (Apple?)-Dominanz:

  1. Windows mit einem Verlust (unverändert Platz 1) von 34,73% auf 4.918 Zugriffe
  2. Andorid mit einem Verlust (unverändert Platz 2) von 21,36% auf 2.202 Zugriffe
  3. iOS mit einer starken Steigerung (unverändert Platz 3) um 45,49% auf 1.839 Zugriffe
  4. Macintosh mit einer leichten Steigerung (unverändert Platz 4) um 16,05% auf 817 Zugriffe
  5. Linux mit einer starken Steigerung (unverändert Platz 5) um 52,89% auf 185 Zugriffe

Ganze vier Leute (2) haben übrigens in diesem Jahr mit der Nintendo Wii auf Beim Christoph zugegriffen. Und nein, ich war es nicht. Ich besitze weiterhin keine und die anderen Nintendo-Systeme werden (genauso wie alle anderen Konsolen) separat aufgelistet. Es sind also tatsächlich reine Wii-Aufrufe. Die Webseite sollte aber auch darauf gut aussehen. Die Bedienung dürfte jedoch ziemlich fragwürdig sein. Wenn es also tatsächlich zum Lesen und nicht nur zum Testen war: Respekt!

Mein Desktop hat eine etwas größere Auflösung…
(Vorsicht beim Anklicken!)

Bleibt zu guter Letzt noch die Frage nach eurer Bildschirmauflösung. Schließlich muss ich ja wissen, ob das Layout jetzt überhaupt noch so passt oder ich Rondrer doch noch zwingen muss irgendetwas anzupassen. Hier die Top 5:

  1. 1366×768 verwenden 16,46% (1.657) aller Besucher und damit 5,54% mehr als 2015
  2. 360×640 verwenden 15,39% (1.549) aller Besucher und damit 48,80% mehr als 2015
  3. 1920×1080 verwenden 13,06% (1.315) aller Besucher und damit 35,16% weniger als 2015
  4. 1680×1050 verwenden 7,15% (720) aller Besucher und damit 2,56% mehr als 2015
  5. 1920×1200 verwenden 6,13% (617) aller Besucher und damit 40,04% mehr als 2015

Also ja: Ging lange Zeit der Trend zu immer größeren Bildschirmen und einer immer höheren Auflösung geht es nun wieder in die andere Richtung. Kein Wunder, dass es den PC-Herstellern so schlecht geht, wenn ihr keine entsprechende Hardware mehr kauft. Und ja, natürlich nehme ich mich davon nicht aus obwohl ich weiterhin massiv mit einer Palit GeForce GTX 1070 Super Jetstream liebäugele. Vielleicht wenn dann im Frühjahr die Nachfolger kommen…

Gesamtfazit

Und damit wurde mal wieder auf sechs DINA4-Seiten alles gesagt, was es auf Basis der zur Verfügung stehenden Fakten zu sagen gibt. Schrieb ich 2015 noch von einer Tendenz weg von Videospielen hin zu anderen Themen, war es heuer keine Tendenz mehr, sondern Fakt. Ja, Videospiele kommen ab und an noch vor aber im Großen und Ganzen ist zumindest derzeit Schluss damit und die anderen Unterhaltungsmedien (Bücher, Filme und Musik) können diese Lücke nur im Ansatz schließen. Schon allein weil ich da nicht so tief drin bin. Bei Spielen lese ich immerhin regelmäßig auf Kotaku mit und halte mich so etwas auf dem Laufenden. Ich traue mir entsprechend weiterhin nicht zu irgendetwas zu tippsen abseits von ein paar Eindrücken von gesehenen Filmen und dergleichen hier und da. Dafür sind die Lebensthemen Katzen, Gesundheit und Wohnen/Handwerkern in den Vordergrund gerückt – wo man freilich behaupteten könnte, dass ich da technisch gesehen auch noch keine richtige Ahnung von habe. Vergesst also mein Argument aus dem vorherigen Satz gleich wieder :wink: .

Das bedeutet logischerweise weiterhin nicht, dass ich den Videospielen komplett den Rücken kehre. Ich möchte auf jeden Fall zum einen wieder etwas mehr spielen und zum anderen wieder mehr darüber schreiben (ggf. sogar für GamersGlobal). Die höchste Priorität räume ich dem aber nicht ein, wie ihr sicherlich nachvollziehen könnt. Schließlich fiel schon aus diesem Grund die Entscheidung die Last des Donnerstagseintrags von meinen Schultern zu nehmen. Und wenn sich am Beim Christoph doch noch in einen 08/15-Lifestyle-Blog verwandelt, dann ist das halt so. Dass ihr als Besucher das ungewohnt findet (tue ich ja auch) und da mitunter nicht mitgeht ist okay. Deswegen wie immer an dieser Stelle:

Ein dickes Dankeschön an alle Besucher, egal ob ihr nur unregelmäßig vorbeischaut und kommentiert oder Beim Christoph als Startseite eingerichtet habt. Ohne euch, würde das alles hier schon lange überhaupt keinen Spaß mehr machen!
Es würde mich freuen, wenn ihr auch 2017 wieder regelmäßig vorbeischaut, hier und da einen Kommentar hinterlasst und mir darin vielleicht sogar sagt, welche Themen euch eigentlich so beschäftigen und worüber ihr entsprechend gerne mehr oder überhaupt etwas von mir lesen wolltet. Nein, Politik und Religion sind weiterhin tabu. Das macht ihr schön unter euch aus. Ich rede von alltäglicheren, ungefährlicheren Diskussionsstoffen.

Aus dem Leben des Webmasters

Und damit kommen wir zu den finalen Abschnitten des traditionellen Jahresrückblicks: Dem Rück- und Ausblick auf mein eigenes Leben. Wie ist es mir persönlich so im Jahr 2016 ergangen und wie geht es 2017 weiter?

Nun, in Sachen Arbeit hat sich die Situation 2016 aus meiner Sicht nicht großartig verändert. Grundsätzlich macht sie weiterhin Spaß und ich fühle mich wohl dort. Die Bezahlung ist gut und der Arbeit entsprechend (klingt etwas formell, meine ich aber ernst), die Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung zahlreich und die Balance aus neuen und mitunter stressigen Herausforderungen und gelangweilter Routine ausgeglichen. Auch die berühmte Work-Life-Balance ist aus meiner Sicht gegeben. Klar gibt es die üblichen Probleme wie sie jeder Konzern hat und die mich wie alle hin und wieder etwas frustrieren (bspw. nicht gelebte Prozesse, unnötige Telefonkonferenzen, planlose Mitarbeiter). Aber zum einen lebe ich damit nun schon fast 16 Jahre und zum anderen muss man sich am Ende des Tages einfach eingestehen, dass man nur eins von vielen Rädchen im Getriebe ist und in diesem Rahmen einfach das Beste aus seinen Fähigkeiten herausholen.

Privat – Leben

Es geht weiter: Alle Tapeten sind runter!

Auf der Arbeit also nichts Neues, dafür ging es privat massiv rund. Anfang des Jahres natürlich erst einmal die Sache mit dem Haus. Ein Monat tägliches Renovieren bis zum Umzug Anfang Februar, dann nach einer kurzen Erholungsphase bis in den August hinein noch mehr oder weniger fleißig gearbeitet und in der letzten Woche des Jahres auch wieder voll losgelegt (nächster Schritt: Verputzen im Flur). War eine harte und anstrengende Zeit mit dem ein oder anderen Konflikt. Gehört schließlich dazu. Aber am Ende des Tages bin ich dann doch stolz darauf, was wir hier vollbringen, fühle mich hier Zuhause und möchte es nicht mehr Missen mein eigener Herr zu sein (kenne es vom Elternhaus sowieso nicht anders).

Dazwischen dann die nächsten großen Meilensteine eines klassischen Erwachsenenlebens mit der Verlobung, der Heirat und den Flitterwochen. Ich glaube ich hatte es schon einmal irgendwo geschrieben aber ich kann es nur noch einmal betonen: Hättet ihr mich noch 2014 gefragt, wie meine Zukunft aussieht, wäre die Antwort ganz klar „Einsam“ gewesen. Ich war der festen Überzeugung, dass ich zum einen niemals jemanden finden werde (bin ja nie aus dem Haus gegangen) und wenn doch, dass das dann nicht dauerhaft gut geht, weil ich mich für nicht beziehungsfähig hielt. Wie schnell sich solche Ansichten ändern können ist durchaus überraschend (zumindest für mich). Wie immer gibt es auch in einer Beziehung gute und schlechte Tage aber allein schon wie gut ich im Vergleich zu früher einschlafe (zum Leidwesen von Lysanda – Stichwort „Schnarchen“) nur weil ein lieber Mensch daneben liegt – wahnsinn :smile: .

Privat – Ein Leben weniger

Wobei mir Lysanda nur bedingt helfen konnte, war Kessys Tod zu Verarbeiten. Das hat mich massiv in die Tiefe gerissen. Zum einen, weil es im Prinzip wieder der gleiche Ablauf wie damals bei Felix war (mit der Katze zum Tierarzt, ohne Katze heim) und zum anderen weil ich mir dafür verständlicherweise so einige Vorwürfe gemacht habe. Seit meinem Umzug nach Nürnberg hatte ich sie quasi allein bei meinen Eltern gelassen. Ich kam gefühlt nur noch, um sie zum Frisör zu fahren. Das fände ich als Katze auch doof. Dass wir mit Balu, Nica und Lyssi nun gleich drei liebevollen Katzen ein neues Zuhause geben konnten, ist für mich zwar ein Trost und selbstverständlich mag ich die drei und will sie unter keinen Umständen mehr hergeben. Aber Kessy war für mich wirklich etwas ganz Besonderes und neun Jahre ein unvergleichlicher und wichtiger Begleiter…

Unsere Kessy

Es gibt zu diesem Thema einen schönen Gedanken. Er besagt, dass ein Haustier niemals stirbt und schon gar nicht vorzeitig. Stattdessen verlässt es seinen Halter und geht es zurück zur Zentrale, um neue Aufgaben zu erhalten bzw. einem neuen Menschen zugeteilt zu werden. Aus seiner Sicht hat es quasi seine Aufgabe an diesem Ort und bei diesem Menschen erfüllt und lässt ihn hinaus in die Freiheit oder übergibt ihm jemandem, der nun das nächste Stück des Weges mit ihm geht. Wie sich das auf Kessy bezieht, dürft ihr euch selbst zusammenreimen.

Privat – Gesundheit

Und dann gab es da noch das ganze Thema mit meiner Gesundheit sowohl psychisch als auch physisch. Ich weiß schon gar nicht mehr bei wie vielen Ärzten (Neurologe, HNO, Proktologe, Orthopäde, Privatarzt, etc.) ich dieses Jahr überhaupt war plus die Reha und die vielen Stunden im Fitnessstudio sowie die ganze Ernährungsthematik. Bin leider auch immer noch nicht auf meinem Zielgewicht, da ich nicht ganz so konsequent bin was das Essen angeht (Schokolade muss halt in meinen Bauch und nicht in den Schrank…). Aber ich gehe immerhin nicht wieder auseinander.

Im Gegenteil: Während ich hier sitze und diese Zeilen schreibe habe ich einen Wollpulli Größe S mit Slimfit an. Hätte nie gedacht, dass das mal passieren würde. Habe fast ohne Übertreibung meinen gesamten Kleiderschrank dieses Jahr ausgetauscht von XL runter auf M – logischerweise mit weiterer Tendenz nach unten. Lysanda hat da freilich sehr viel mitgeholfen. Ohne sie hätte ich weder meine Ernährung umgestellt, noch würde ich regelmäßig ins Fitnessstudio gehen und hätte schon gar nicht meinen Schrank ausgeräumt (ich sehe ja nicht, ob ich im XL-T-Shirt wie ein Landstreicher rumlaufe oder nicht). Eine Motivationsquelle zu haben ist anscheinend irgendwie wichtig :smile: .

Ein Sicarius von 2005

Aber wie gesagt, bin ich noch mit meiner Gesundheit nicht durch. Ich habe mich einfach viel zu lange nicht wirklich drum gekümmert. Mein Rücken wird 2017 ein großes Thema sein und schon diese Woche stehen zwei Nächte im Schlaflabor an wegen leichten Schlafapnoe. Von meiner Psyche brauchen wir erst gar nicht zu reden. Die psychologische Behandlung hatte ich schon Anfang des Jahres abgebrochen, weil ich auch mit meiner zweiten Psychologin nicht zurechtkam (wenn ich mir mehr Gedanken über die nächste Sitzung mache als über alles andere, dann läuft etwas falsch). Seitdem habe ich daran gearbeitet erst einmal die körperliche Seite in den Griff zu bekommen (Stichwort Vitamin- und Mineralstoffmangel). Aber obwohl es einige positive Effekte gab (werde ich mal in einem gesonderten Eintrag genauer drauf eingehen): Komplett verschwunden sind meine depressiven Episoden und vor allem die dazugehörigen Verhaltensstörungen immer noch nicht vollständig. Deswegen ganz klar der Vorsatz 2017 wieder voll einzusteigen und mich auf Basis der Tipps aus der Reha zurück in Therapie zu begeben. Über diese ganze Thematik werde ich sicherlich auch irgendwann noch einmal einen sehr ausführlichen Eintrag schreiben. Da es allerdings dann doch eine eher heikle Sache ist, deren genauen Details euch dann doch nichts angehen, warte ich noch ab bis ich halbwegs durch bin mit den Maßnahmen.

Privat – Ausblick

Ich sage sehr oft, dass ich Lysanda vieles zu verdanken habe. Ich bin mir durchaus bewusst, dass es etwas komisch, ja vielleicht sogar fragwürdig klingt alles Gute nur auf sie abzuschieben. Man könnte meinen, ich würde sie auf ein Podest stellen und anbeten. „Endlich eine weibliche Person, die mich gerne hat und an die ich mich dranhängen kann – lass sie auf keinen Fall mehr weglaufen!!!!!“ – typisches „Verliebt sein“-Gelabber halt. Es lässt sich aber einfach nicht leugnen, dass sie mein Leben vollständig und komplett über den Haufen geworfen hat – oder mich zumindest dabei unterstützt hat endlich diese Transformation durchzuführen. Wie gesagt: Eine Motivationsquelle ist wichtig und ich habe zwar meine Probleme gesehen aber hatte wohl doch nicht den großen Druck etwas daran zu ändern. Den habe ich nun und die Veränderungen sind aus meiner Sicht auch eindeutig zum Positiven. So kann das Leben weitergehen!

Was das für 2017 bedeutet? Hoffentlich, dass es ein paar Extreme weniger haben wird als 2016 :smile: . Würde mich tatsächlich mit etwas durchschnittlichem Familienleben zufriedengeben. In Ruhe ein wenig am Haus werkeln, vielleicht endlich wieder in meine Hobbies zumindest ein bisschen zurückzufinden und sowas. Mal schauen was daraus wird oder ob das Leben etwas Anderes plant (nein, keine Kinder – höchstens Katze Nr. 4).

Epilog

Und damit dürfte sich diese Textwand nicht nur knapp auf Platz 7 der längsten Einträge einsortieren, sondern nun auch zu seinem Ende kommen. Wie immer wisst ihr wieder etwas mehr über mich als ihr vermutlich wissen wolltet. Zeit also den Spieß umzudrehen und euch die Frage zu stellen: Wie war euer Jahr 2016?

Sicarius

Überwachung

Bevor wir zum heutigen Thema kommen, eine Ankündigung in eigener Sache: Die Donnerstagsumfragen werden mit sofortiger Wirkung eingestellt. So sehr ich auch Kirikas Engagement schätze und ihr dafür dankbar bin (sie setzt fast immer einen Kommentar darunter) – es macht doch recht wenig Sinn mir jede Woche irgendeine komische Frage aus den Fingern zu saugen, die zum einen am Ende keinen wirklichen Mehrwert für die Seite bringt und zum anderen selbst dort die Anzahl der Kommentare im Vergleich zum letzten Jahr massiv gesunken sind. Deshalb werdet ihr auf dieser Seite nun hauptsächlich nur noch montags neue Inhalte in Form eines Eintrags finden.

Ist natürlich schade, dass auf diese doch eher unrühmliche Weise eine fast ein Jahrzehnt alte Tradition ihr Ende findet. Aber manchmal muss man der Realität einfach ins Auge sehen und einsehen, dass sich die Zeiten und vor allem das eigene Leben verändert haben. Die Diskussion/Umfrage-Einträge waren ja im Prinzip schon von Anfang an nur eine Art „lebensverlängernde Maßnahme“. Von daher: Passt scho! Das bedeutet schließlich noch nicht, dass Beim Christoph plötzlich ganz tot wäre. Solange das Bedürfnis zumindest einmal in der Woche ein paar Zeilen auf das (digitale) Papier zu bringen vorhanden ist, wird es auch nicht soweit kommen.

Themenwechsel

Overwatch (Herstellerbild)

Overwatch (Herstellerbild)

Es ist schon ein wenig komisch. Selbst wenn man meinen massiv eingeschränkten Spielekonsum mit einbezieht (seit Monaten praktisch nur Hero Siege und Talisman: Digital Edition gespielt). Da veröffentlicht mittlerweile der wohl in Sachen Qualität und Spielspaß verlässlichste Spieleentwickler aller Zeiten völlig ungewöhnlicher Weise drei Spiele in ebenso vielen Jahren und alle lassen mich dermaßen kalt, dass es schon erschreckend ist. Die Rede ist von Blizzard Entertainment, die neben den Add-ons für World of WarCraft, Diablo III und StarCraft II mit Heartstone: Heroes of WarCraft, Heroes of the Storm und jetzt Overwatch viel Aufmerksamkeit auf sich gelenkt haben bzw. immer noch auf sich lenken (Overwatch ist noch im „Hype des Monats“-Modus).

Vor allem letzteres verwundert mich noch am meisten. Dass mich in Sachen Sammelkartenspiele ausschließlich Magic: The Gathering interessiert und sonst eher wenig, ist nichts Neues. Und mit MOBAs wie Heroes of the Storm wurde ich sowieso abseits von ein paar League of Legends-eSport-Streams noch nie so richtig warm. Aber Overwatch? Ein Ego-Shooter im Geiste eines immer noch durchaus spaßigen Team Fortress 2 aus dem Hause des wohl perfektionistischsten Entwicklerstudios aller Zeiten? Da müsste doch zumindest marginales Interesse vorhanden sein, würde ich erwarten. Aber nein: Selbst die kleinen Animationsfilme habe ich bis heute nicht gesehen obwohl Blizzards CGI-Zwischensequenzen der wichtigste Grund für mich ihre Titel zu spielen.

Was ist da los?

DOOM (2016) (Herstellerbild)

DOOM (2016) (Herstellerbild)

Bei DOOM fiel die Entscheidung gegen einen Kauf der Collector’s Edition immerhin nur aus rein ökonomischen Gesichtspunkten (Geld wird für andere Sachen gebraucht, hab‘ eh keine Zeit zum Spielen und Rechner steht immer noch im Keller). Aber da tut es mir schon im Herzen extrem weh. Nicht nur wegen der coolen Revenent-Statue, sondern auch wegen dem Spiel selbst – zumindest was die Einzelspielerkampagne angeht. Der Multiplayermodus ist alles nur kein DOOM oder gar Quake. Das war mir aber schon nach der Alpha klar. Doch ich schweife ab: So weh sogar, dass ich mir auf YouTube den Ultra-Nightmare World First Playthrough (fast 5 Stunden!) angeschaut habe (bin ja bekanntlich nicht so pienzig was Spoiler angeht). Ich will dieses Spiel endlich selbst erleben verdammt!

Overwatch hingegen? Es macht mich nicht an. Schon visuell nicht. Ja, Team Fortress 2 ist auch quietsch-bunt und die Charaktere sind völlig überzeichnet. Aber für mich passt es hier irgendwie nicht so ganz zusammen. Es wirkt zu bunt, zu grell und zu überdreht für meinen Geschmack. Da können sich noch so viele Cosplayer jetzt in enge Leggins zwängen, ich finde es nur komisch und irgendwie zu „Warcraftig“. Spielerisch sehe ich auch nichts, was mich wirklich reizt. Ja, die Charaktere sind alle extrem unterschiedlich, die Balance wohl Blizzard-typisch sehr gut und es hat wieder einem guten Mix aus Einsteigerfreundlichkeit und langanhaltendem Spielspaß (trotz derzeit nur wenigen Karten). Dennoch: Overwatch? Gibt’s interessanteres…

Epilog

Ja, natürlich werde auch ich sicherlich irgendwann mal reinschauen. Aktuell schalte ich aber nur ab bzw. überlese Nachrichten, in denen es um Blizzards neustes Werk geht. Das finde ich tatsächlich etwas schade. Klar, nicht jedes Spiel muss mir gefallen. Aber schon bevor ich überhaupt mal Hand angelegt habe so wenig Interesse daran? Das kommt sonst eigentlich nur bei Sportspielen wie FIFA oder dem diesjährigen Call of Duty vor. Bei einem so renommierten Studio, das mir bislang buchstäblich jahrelangen Spielspaß gebracht hat, erwarte ich schon mehr von mir.

Wie seht ihr das? Schon fleißig am Overwatch spielen? Seid ihr zumindest daran interessiert? Oder hält es euch auch kalt? Wenn ja: Warum?

Sicarius

Eine Konversation

Besucher A: Können wir nun endlich wieder zurück zur Normalität kommen? Erst schreibt der doofe Webmaster mehrere Wochen lang über völlig uninteressanten Renovierungsmist – wahrscheinlich weil er mit seinem „tollen“ Haus angeben will – und dann stirbt auch noch das geliebte Maskottchen der Webseite. Depressiver geht es doch gar nicht mehr.

Besucher B: Wenn dir es nicht gefällt, dann komm doch einfach nicht mehr hierher. Ich fand es wahnsinnig spannend zu erfahren, was so ein Hauskauf alles mit sich bringt. Im Gegenteil ist mir der Webmaster viel zu wenig ins Detail gegangen. Hätte ruhig noch genauer schreiben können wie sie welche Probleme gelöst haben. Vor allem die Sachen, die man nicht unbedingt auf YouTube findet. Zum Beispiel was sie mit den offen liegenden Rohren in der Ecke vom Schlafzimmer gemacht haben. Oder eine genauere Beschreibung wo das Problem mit dem Abwasser war und wie es gelöst wurde. Da könnte man noch so viele Einträge draus machen.

Evangelion 1.0: You Are (Not) Alone (Promobild)

Evangelion 1.0: You Are (Not) Alone (Promobild)

Besucher A: LANGWEILIG! Wenn ich wissen will man ein IKEA-Regal zusammenbaut, dann geh‘ ich in den Baumarkt und nicht zum Christoph, dem Linkshänder. Ich will über Unterhaltungsmedien lesen. War der Webmaster mal wieder mit seiner Meetup-Gruppe im Kino und hat zum Beispiel Deadpool gesehen? (Anm. d. Red.: Nein, er war leider nicht mit.) Und was ist aus der ganzen Mange/Anime-Sache geworden? Taugen die drei Rebuild of Evangelion-Filme was? Und seine Meinung zu den krass brutalen Wonderland-Comics will ich auch wissen, die er von Lysanda zu Weihnachten bekommen hat.

Besucher C: Lysanda ist ein gutes Stichwort. Gestern war doch Valentinstag. Was hat der Webmaster denn total romantisches mit seiner Liebsten gemacht? Und außerdem: So langsam glaube ich, dass der Kerl uns nur anlügt und es Lysanda gar nicht gibt. Pics or it didn’t happen! Müssen ja nicht gleich Nacktfotos sein. Ich geb‘ mich auch mit oben ohne zufrieden. Ehrlich!

Besucher B: Kein Wunder, dass der Frauenanteil unter den Besuchern so niedrig ist. Machst du wieder toll, lieber C. Kann dir doch egal sein wer diese „Lysanda“ ist und vor allem wie sie aussieht.

Besucher A: Aber sie ist doch schuld daran, dass der Webmaster nur noch über so komisches Zeugs schreibt statt uns weiter über die heißesten Spiele zu informieren! Da will ich wenigstens wissen, wer dem Typ so den Kopf verdreht, wenn ich dadurch schon weniger interessanten Content erhalte. Ist doch nur fair!

Besucher D: Jetzt mach‘ aber mal halblang A. Lysanda hat es vielleicht verstärkt, aber der Webmaster hat bekanntlich schon vorher nachgelassen in Sachen Spielen. Er ist halt plötzlich doch erwachsen geworden der kleine Mann und hat erkannt, dass vor dem Computer sitzen und in fremde Welten entfliehen doch nicht alles im Leben ist. Das muss man doch unterstützen und nicht nur immer schimpfen.

Besucher A: Erzähl doch keinen Blödsinn! Ich werde mein Leben lang Videospiele genial finden und jede freie Minute damit verbringen. Und wenn ich das kann, dann hat das der Webmaster gefälligst auch zu meiner Unterhaltung zu tun! Ich will wieder Videos, Podcasts, ellenlange Einträge über die neusten Blockbuster und das gefälligst zweimal die Woche! Mir doch egal ob der Typ dabei arm wird nur weil er immer die dickste Collectors, Special oder was auch immer Edition kauft. Außerdem hat er doch jetzt einen riesengroßen Keller. Da kann er noch mehr Spieleverpackungen aufheben. Passt also doch perfekt.

Besucher E: Also ich bin ja eigentlich nur wegen dem Kur-Eintrag hier…kommt da irgendwann wieder was?

Besucher A: Samma, welcher Depp hat DEN hier reingelassen?! Hau ab du Google-Suche-Fuzzi! Dich will hier keiner. Wenn es nach dir ginge, würde die ganze Seite nur aus Downloadlinks zu Treibern und Fotos aus Rehabilitationseinrichtungen bestehen. Und das will vermutlich nicht einmal B!

Besucher B: Nicht unbedingt. Gegen mehr Katzencontent hätte ich allerdings nichts einzuwenden. Hoffentlich sind sie bald mit dem Umbau fertig, damit sie wie angekündigt zwei Tierheimkatzen ein schönes Zuhause und uns wieder ganz viele Katzenbilder schenken können.

Besucher A: Na wenigstens sind wir uns einmal einig. Mehr Inhalte von und für Katzen! Die Idee hinter „Kessys Welt“ fand ich schon damals richtig gut. Verstehe nicht, warum der Webmaster das nie umgesetzt hat.

Besucher D: Apropos: Habt ihr schon diese Sammlung von Maine Coon-Katzenvideos gesehen? Solltet ihr euch unbedingt anschauen. Diese Biester sind so genial!

Besucher A, B, C und D haben die Seite verlassen.

Der Webmaster: Hey, wo sind denn alle hin?! Will denn keiner meinen wieder etwas normaleren Eintrag lesen, den ich für heute getippt habe? Nein? Schade. Dann hebe ich ihn mir halt bis nächsten Montag auf.

make-o-ver (n.) – An overall treatment to improve something or make something more attractive or appealing.
TheFreeDictionary

Ich weiß nicht, warum ich angefangen habe den Beim Christoph Jahresrückblick mit einem Zitat aus dem TheFreeDictionary zu beginnen. Aber es steckt der Versuch dahinter das jeweilige Jahr quasi in einem Wort zusammenfassen. Heuer war das gar nicht so einfach. Mein erster Instinkt war zu „extreme“ zu greifen aber das spiegelte dann doch irgendwie nicht so ganz den Grad an Veränderungen in meinem Leben wider. Doch dazu dann am Ende des Jahresrückblicks mehr. Erst einmal widmen wir uns wie gewohnt der Webseite, wenngleich die Änderungen im normalen Leben auch massive Auswirkungen auf Beim Christoph hatten. Lasst uns also am besten ohne Umschweife loslegen.

Wie immer gilt: Die Werte in den Klammern sind die Vergleichszahlen aus 2014. Sie sowie alle dazugehörigen Tabellen sind auf dem Stand 31.12.2015. Und natürlich wieder einmal einen großen Dank an Rondrer, der die Statistikfunktion gebaut hat dank der ich den ganzen Krimskrams zusammenkratzen kann.

Einträge und Autoren

Technisch gesehen hätte es auch 2015 genauso wie 2014 exakt 107 Einträge geben müssen aber es sind nur 106 geworden. Ja, ein Donnerstagseintrag fehlt tatsächlich komplett und zwar der vom 08.01.2015.  Unfassbar, ich weiß. Seit der Umstellung auf zwei Einträge pro Woche hatte ich tatsächlich keinen einzigen Eintrag verpasst. Dieses Jahr habe ich mir nun völlig überraschend eine Pause gegönnt und diesen einen Donnerstag einfach mal geschwänzt. Doch auch die „106“ sind nicht ganz korrekt, denn dieser Eintrag hier ist quasi der einzige „richtige“ Donnerstagseintrag in diesem Jahr. Bei allen anderen Donnerstagsbeiträgen handelt es sich um das neu eingeführte „Diskussion“ bzw. ab Mitte des Jahres dann „Umfrage“-Format. Von den 106 Einträgen müsst ihr also technisch gesehen 49 abziehen, die in diese Kategorie fallen (habe mittlerweile auch eine entsprechende eingeführt) – mit den dazugehörigen Auswirkungen auf die absoluten Zahlen. Aber schauen wir uns erst einmal an, wie der aktuelle Stand bei den Autoren ist:

Eintragsautoren

Es hat sich, wie man sehen kann, quasi nichts getan. Nur 1 (3) neuen Gastbeitrag gab es und dann auch noch einer mit dem ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Aber dank dem Quasi-Wegfall der Donnerstagseinträge brauche ich diese Unterstützung auch gar nicht mehr. Freue mich aber natürlich weiterhin, wenn jemand etwas hier veröffentlichen möchte. Rondrer hat dadurch seine 15 einfach so vollgemacht im Gegensatz zu Azzkickr, den ich schon im letzten Jahresrückblick darauf aufmerksam gemacht hatte, dass er doch die 25 dieses Jahr vollmachen könnte. Vielleicht 2016, Azz? :smile:

Keine Rekordlängen

Dass es dieses Jahr einen massiven Abfall geben wird in Sachen Eintragslänge ist nicht weiter überraschend. Die Umfrage-Einträge sind nun einmal nur ein paar Zeilen lang (sonst würde ich meinen Kommentar vorwegnehmen). Entsprechend konnte ich keine erneute Steigerung hinlegen und bin stattdessen nicht nur unter dem Gesamtdurchschnitt geblieben, sondern auch weit unter die Hochzeiten zurückgefallen:

Das ist ein Abfall um 45,83% im Vergleich zum Vorjahr (wo es eine Steigerung um 13% gab) oder in Zahlen ausgedrückt: Ganze 637 Wörter weniger zu 2014. Wäre der Jahresrückblick 2014 nicht nach 2015 gerutscht, sähe es vermutlich noch düsterer aus. Die Gründe habe ich ja schon erwähnt. Zum einen der Wegfall des Donnerstagseintrags und zum anderen definitiv auch ein Zeit- und Themenmangel aufgrund der einschneidenden Veränderungen in meinem Leben (siehe weiter unten). 2016 wird es hier garantiert keine Besserung geben. Aber ich gehe mal davon aus, dass ihr das auch soweit okay findet.

Rekordeinträge

Mangels großem Output hat sich auch die ewige Top 10 nur geringfügig verändert:

  1. Bagdadsoftware NOCAs 2013 – Die Nominierten (2013, 9367 Worte)
  2. Bagdadsoftware NOCAs 2012 – Die Nominierten (2012, 9016 Worte)
  3. Bagdadsoftware NOCAs 2014 – Die Nominierten (2014, 8892 Worte)
  4. Beim Christoph Jahresrückblick 2014 & Neujahrsgruß (2015, 5297 Worte)
  5. Bagdadsoftware NOCAs 2010 – Die Nominierten (2010, 4719 Worte)
  6. Bagdadsoftware Jahresrückblick 2011 (2011, 4646 Worte)
  7. Vier Wochen auf der Insel (2012, 4444 Worte)
  8. Bagdadsoftware NOCAs 2011 – Die Nominierten (2011, 4338 Worte)
  9. Beim Christoph Jahresrückblick 2013 (2013, 4206 Worte)
  10. Beim Christoph Jahresrückblick 2015 (2015, 4132 Worte)

Platz 4 und 10 sind neu hinzugekommen und dadurch logischerweise die bisherigen Plätze 9 und 10 rausgefallen. Wenn die Tendenz so weitergeht, dann besteht die Liste wohl bald nur noch aus Bagdadsoftware NOCAs und Jahresrückblick-Einträgen. Ist aber auch okay. 4000 Wörter sind nicht einfach mal so in ein paar Stunden auf das virtuelle Papier gepackt (auch dieser Eintrag hier entsteht in Etappen). Der erfolgreichste Eintrag aller Zeiten, was die Aufrufzahlen angeht, ist aber weiterhin mein Kur-Bericht. Er hat den zweiten Platz in der Übersicht nie verlassen und konnte 1.452 (894) Aufrufe für sich verzeichnen. Das sind immerhin 6,86% (5,11%) aller Seitenaufrufe! Auf Platz 1 ist, wie immer, die Startseite.

Nächstes Jahr feiern wir aber immerhin einen anderen Rekord: Mein Millionstes Wort in einem Eintrag. Aktuell umfassen die 1.296 Einträge seit 2001 993.198 Wörter. Angesichts der durchschnittlichen Eintragslänge würde ich sagen, dass es spätestens Ende Februar soweit sein sollte. Mitbekommen werde ich es aber vermutlich erst im Jahresrückblick 2016. Vorher ziehe ich die Auswertung vermutlich nicht neu.

Die Kategorien

Bei den Kategorien gab es dieses Jahr tatsächlich einiges an Zuwachs. So sind Geschaut, Gehört, Gelesen, Immobilien, Anime & Manga sowie Umfrage neu dazugekommen. Gleichzeitig ist bereits jetzt eine leichte Verschiebung des Themenschwerpunkts von Beim Christoph zu spüren, denn es gab dieses Jahr „nur“ 53 (65) Einträge aus der Kategorie Spiele. Gleichzeitig wurden mehr der Kateogrie  Bücher, Filme & Musik zugewiesen, die dadurch heuer auf 32 (11) Einträge kam. Allerdings müsst ihr auch hier beachten: Die Umfrage-Einträge sind natürlich auch jeweils einer Kategorie zugewiesen!

Beim Christoph ist also technisch gesehen immer noch stark ein Spielemagazin (das Wort „Blog“ mag ich weiterhin nicht). Aber es findet langsam aber sicher ein Paradigmenwechsel statt. Was ich allein zum Hausthema noch alles zu erzählen habe wird noch so einige Einträge füllen. Die Gesamtübersicht sieht aktuell jedoch noch so aus:

Anzahl Einträge pro Kategorie 2015

Die Kommentare

Der Hauptgrund den Donnerstagseintrag wegfallen zu lassen war ganz klar, dass ich die Zeit gut gebrauchen kann, die ich ansonsten in einen oftmals eher mittelmäßigen Eintrag stecken würde. Gleichzeitig hatte ich aber auch die Hoffnung euch damit wieder etwas mehr zum Kommentieren zu bewegen. Und ich denke, das hat auch ganz gut geklappt. Zwar haben sich keine großartigen Diskussionen entwickelt aber ihr hattet dennoch endlich mal wieder einen Grund etwas öfters vorbeizuschauen. Das Ergebnis ist ein Anstieg auf 443 (325) Kommentare und damit wieder ein halbwegs guter Wert nach dem massiven Abfall im letzten Jahr. Danke dafür! Hier die Übersicht:

Pro Eintrag sind das 4,2 (3,0) Kommentare. Damit liegen wir zwar immer noch unter dem Gesamtwert von 4,9, aber eben nicht mehr so extrem tief wie 2014. Ist also völlig okay. Gleichzeitig ist zwar die Durchschnittslänge pro Kommentar auf 101,0 (137,0) eingebrochen. Aber man kann ja schließlich nicht alles haben. Mir persönlich ist es definitiv wichtiger, dass ihr öfters mal kurz kommentiert statt nur hin und wieder eine meterlange Textwand hinzuklatschen. Danke entsprechend dafür und natürlich bitte im neuen Jahr genauso weitermachen!

Insgesamt sind wir nun bei 6.339 (5.896) Kommentaren mit einer Gesamtlänge von 483.072 (438.311) Wörtern. Ihr schwafelt also nur rund halb so viel wie ich :smile: . Die Top 3 der Kommentierer im Jahr 2015 sieht übrigens so aus:

  1. Kirika mit 72 (16) Kommentaren
  2. v138 mit 55 (1) Kommentaren
  3. Azzkickr mit 46 (15) Kommentaren

Gut, technisch gesehen bin ich auf Platz 1 mit 118 Kommentaren. Aber das lassen wir mal dezent unter den Tisch fallen. Ich habe schließlich eine ganz andere Motivation einen Kommentar zu hinterlassen.

Die Produktion

Abseits der Einträge ist in diesem Jahr quasi gar nichts passiert. Magere 3 (19) Folgen von Christoph spielt habe ich geschafft in den ersten Monaten zu veröffentlichen. Danach kam die faktische Einstellung meines Spielekonsums (in beiderlei Hinsicht) sowie eine gewisse Lysanda. War also ein extrem kurzes Vergnügen die Sache mit den Videos, denn auch 2016 sehe ich absolut nicht, dass sich an dieser Situation etwas ändern wird. Ist ein Stück weit natürlich schade. Aber am Ende des Tages müssen Prioritäten gesetzt werden. Dass die bei mir nun woanders liegen, kann sicherlich jeder ohne Probleme nachvollziehen. Und so richtig geschaut wurden die Videos sowieso nicht. Von daher auch in dieser Hinsicht kein großer Verlust. Vielleicht mache ich irgendwann mal wieder was oder zumindest wenn sich gerade was ergibt. Aber aktuell kann man ganz klar sagen, dass das Thema schon nach zwei Jahren wieder eingestellt wurde. Wie immer etwas schade. Andererseits vertrete ich ja bekanntlich die Ansicht, dass man entweder etwas richtig macht oder gar nicht. Entsprechend ist es nur konsequent.

In Sachen Garry’s Mod und Signaturen gibt es hingegen absolut nichts Neues zu berichten. In beiden Kategorien gab es dieses Jahr keinerlei Zuwachs. Ich habe zwar bei deviantART tatsächlich ein paar Bilder hochgeladen. Aber das war zum größten Teil altes Zeug und nichts aus den beiden Kategorien. Auch diese Zeit ist wohl bei mir einfach mittlerweile vorbei. Vielleicht wenn Garry’s Mod 2 kommt wieder.

Besucherspionage – Anzahl

Google Analytics (Screenshot der Hauptseite)

Google Analytics (Screenshot der Hauptseite)

So viel zu den Inhalten hier Beim Christoph. Aber es ist natürlich auch interessant wer die ganzen Sachen überhaupt sieht. Dafür habe ich im Hintergrund, wie in der Datenschutzerklärung vermerkt, Google Analytics am laufen. Der eine oder andere von euch blockt zwar das dazugehörige Script. Aber wir können natürlich trotzdem den traditionellen Blick auf die dort enthaltenen Daten werfen. Schauen wir uns also mal die Zahlen für den Zeitraum 01.01. bis 31.12.2015 im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr an.

Die erste und wichtigste Erkenntnis: Die Besucherzahlen sind erneut angestiegen und zwar auf 13.229 (9.766). Das sind satte 35,46% mehr und entspricht umgerechnet 36,24 (26,76) Besuchern pro Tag. Eine immer noch ganz gute Zahl für so eine kleine Seite wie ich finde. Zugegeben: In diesem Jahr dürften auch ein paar Spambots mit enthalten sein, die Google nicht erfolgreich rausrechnet. Aber wir tun einfach mal so als wäre das nicht so :smile: . Mit einer gestiegenen Besucherzahl einher geht natürlich auch ein Anstieg der Seitenaufrufe um 20,90% auf 21.167 (17.508). Allerdings ruft jeder Besucher immer weniger Seiten bei seinem Besuch auf. Und zwar sind es nur noch durchschnittlich 1,60 (1,79) Seiten pro Sitzung. Ein Abfall um 10,75%. Aufgrund einer höheren Anzahl an Kommentaren hatte ich eigentlich erwartet, dass der Wert wieder näher an die „2“ geht (Startseite aufrufen – Kommentare aufrufen). Vielleicht versaut mir das coole Abo-Feature (ihr kriegt automatisch eine Mail mit den neuen Kommentaren) aber auch die Statistik. Sollte der Wert mal unter „1“ fallen, dann sollte ich allerdings die Auswertung in Frage stellen. Immerhin: 2 Minuten und 30 Sekunden (2:09) hat es jeder Besucher durchschnittlich auf der Seite ausgehalten. Eine Steigerung um immerhin 16,71%! Ist ja auch mal was nachdem wir in den letzten Jahren mit eher sinkenden Zahlen zu tun hatten.

Besucherspionage – Herkunft und Hardware

Jetzt wissen wir also, wie viele Leute sich auf die Webseite verirrt…äh…sie zielstrebig angesteuert haben. Aber woher kommen eigentlich die ganzen Leute? Ganz einfach: 45,99% (48,13%) rufen die Seite direkt auf. Das sind, wer nicht nachrechnen möchte, 6.084 (4.700) einzigartige Besucher. Prozentual gesehen also ein paar weniger als 2014. Der zweite große Batzen macht weiterhin Google aus mit zusammengerechnet 4.674 (4.017) also 35,33% (41,13%) an Weiterleitungen. Abseits von diesen zwei Quellen sind noch die 87 Besucher nennenswert, die über einen Link im GameStar-Forum hier gelandet sind. Fragt mich aber nicht in welchem Thread ich erwähnt wurde. Ich konnte es nie herausfinden da Google nicht den gesamten Link ausspuckt und die Suchfunktion im GS-Forum unter aller Sau ist. Auf jeden Fall hat jemand wohl Folge 33 des Bagdadsoftware Podcasts für empfehlenswert gehalten. Thema? Weibliche Gamer.

Die Zugriffe aus den sozialen Netzwerken sind hingegen massiv eingebrochen. Auch wenig verwunderlich: Ich bin nicht mehr auf YouTube aktiv und auf Twitter habe ich quasi auch komplett aufgehört den Montagseintrag zu bewerben. Entsprechend waren es im gesamten Jahr nur 71 (176) Besuche. Ein Einbruch von satten 59,66%. Ist halt so muss sagen. Sparen wir uns entsprechend den Blick auf die Top 5 und wenden wir uns lieber anderen, interessanteren Fragen zu. Wie zum Beispiel die mit welchem Gerät die Leute hier so landen:

  1. Desktoprechner mit 9.116 (7.813) Zugriffen
  2. Smartphones mit 3.537 (1.415) Zugriffen
  3. Tablets mit 576 (538) Zugriffen

Ja, der klassische Desktoprechner dominiert immer noch. Aber seine Vorherrschaft nimmt ab und ist dieses Jahr auf 68,91% (80,00%) gesunken. Wohin die Prozente verschwunden sind, ist klar: 26,74% (14,49%) von euch nutzen ein Smartphone um die Seite zu betrachten. Ich hoffe, dass ihr damit auch keine nennenswerten Probleme habt. Tablets können sich hingegen bei den Nutzern von Beim Christoph weiterhin nicht so richtig durchsetzen. Dabei habe ich letztes Jahr noch den Anstieg gelobt. War wohl etwas voreilig :smile: . Aber schauen wir uns doch mal die Top 5 der Geräte an, die sich hinter den mobilen Zugriffen verstecken:

  1. Apple iPhone mit einer soliden Steigerung (unverändert Platz 1) von 146,83% auf 1012 Zugriffe
  2. Google Nexus 4 mit einer massiven Steigerung (unverändert Platz 2) von 343,96% auf 919 Zugriffe
  3. Samsung SM-G920F Galaxy S6 als Neueinsteiger in die Top 5 mit 421 Zugriffen
  4. Apple iPad mit einem leichten Verlust (alt Platz 3) von 27,38% auf 244 Zugriffe
  5. Samsung SM-G900F Galaxy S5 als Neueinsteiger in die Top 5 mit einer saftigen Steigerung von 1.123,08% auf 159 Zugriffe

Es ist weiterhin schade, dass Google nicht in der Lage ist die iPhones auseinander zu halten. Aber immerhin scheinen die Nutzer des Nexus 4 weiterhin begeistert von ihrem Gerät zu sein während Samsung-Jünger gefühlt jeden Tag ihr Handy wechseln. Scheint wohl nicht so toll zu sein, so ein Android-Gerät :wink: .

Besucherspionage – Anbieter und Software

Und wenn wir schon bei Marken sind: Als weiterhin überzeugter (und gut bezahlter) Mitarbeiter beim Magenta T interessiert mich natürlich auch in diesem Jahr wieder brennend wer euch die Möglichkeit gibt ins World Wide Web einzusteigen. Die Antwort gibt diese Top 5:

  1. Deutsche Telekom AG mit einem leichten Verlust (unverändert Platz 1) von 17,34% auf 2.607 Zugriffe
  2. Vodafone mit einer starken Steigerung (alt Platz 4) um 274,16% auf 1.231 Zugriffe
  3. Kabel Deutschland mit einer starken Steigerung (alt Platz 3) von 1.454,72% auf 824 Zugriffe
  4. Arcor AG mit einem kleinen Verlust (alt Platz 2) um 16,08% auf 402 Zugriffe
  5. Telefonica O2 Germany als kompletter Neueinsteiger in die Top 5 einer Steigerung um 179,57% auf 260 Zugriffe

Gut, technisch gesehen ist es nicht ganz die Top 5. Aber da sind ein paar Sachen dazwischen, die wir einfach mal ausblenden (Spambot-Locations und Kabel Deutschland tauchen mehrfach auf). Konzentrieren wir uns lieber auf die Tatsache, dass das „Network of Ariva“ nicht mehr auftaucht. Ich hoffe doch mal nicht, dass der dortige Mitarbeiter entlassen wurde – oder schlimmer noch: Ein Internetverbot bekommen hat! Wäre schade. Es handelt sich jedoch um eine Frage, die nur eine Person beantworten kann. Entsprechend schauen wir lieber, welchen Browser ihr so verwendet:

  1. Chrome mit einer guten Steigerung (unverändert Platz 1) um 67,50% auf 6.467 Zugriffe
  2. Firefox mit einem vernachlässigbaren Verlust (unverändert Platz 2) um 2,17% auf 2.879 Zugriffe
  3. Safari mit einer soliden Steigerung (alt Platz 3) um 65,08% auf 1.352 Zugriffe
  4. Opera mit einem Verlust (alt Platz 3) um 19,06%% auf 692 Zugriffe
  5. Internet Explorer als Neueinsteiger in der Top 5 mit einer Steigerung von 23,00% auf 476 Zugriffe
Maxthon während ich diesen Eintrag schreibe

Maxthon während ich diesen Eintrag schreibe

Und was sagt uns die Statistik? Nun zum einen, dass unser Azzkickr wohl Opera wieder hinter sich gelassen hat nach dem überraschenden Anstieg im letzten Jahr. Er dürfte ziemlich der Einzige gewesen sein, der den noch benutzt :smile: . Dass es hingegen der Internet Explorer in die Top 5 geschafft hat (verdrängte den Android Browser) sehe ich durchaus kritisch. Ja, die Zeiten von Version 6 sind zumindest in Europa vorbei. Aber als gut und sicher würde ich das Ding trotzdem immer noch nicht bezeichnen. Aber ich glaube meine Meinung zählt sowieso nicht. Ich benutze ja schließlich mit Maxthon (Chrome-Core) den absoluten Exoten. Der auch noch aus China kommt. Dem Land, in dem das Internet so total frei ist.

Die Frage nach dem Betriebssystem ist hingegen nicht ganz so aussagekräftig und ergibt sich quasi aus den Zugriffsquellen. So führt Windows mit 56,96% (76,11%) weiter klar, musste aber einen Teil an Andorid abgeben. Das konnte sich mit 141,17% auf 2.800 und damit einem Anteil von 21,17% (11,89%) verbessern. Platz 3 hat iOS mit 1.264 (756) Zugriffen inne während auf Platz 4 der Macintosh mit 704 (229) und Platz 5 Linux mit 121 (135) Zugriffen zu finden sind. Da finde ich folgende Auswertung schon interessanter:

  1. 1920×1080 benutzen 15,33% (22,18%) aller Besucher
  2. 1366×768 benutzen 11,87% (8,84%) aller Besucher
  3. 360×640 benutzen 7,87% (2,58%) aller Besucher
  4. 1920×1200 benutzen 7,78% (2,46%) aller Besucher
  5. 384×640 benutzen 6,93% (1,17%) aller Besucher

Es geht um die Bildschirmauflösung, falls ihr es tatsächlich nicht entschlüsselt haben solltet. Wenn ich die Entwicklung richtig deute, dann wechseln immer mehr Leute zu einem 16:10-Bildschirm (gute Entscheidung!) und gleichzeitig greifen wohl viele mit dem Laptop auf die Seite zu. Gut zu wissen.

Gesamtfazit

Was lässt sich also aus dem ganzen Zahlenwirrwarr der letzten DINA4-Seiten herauslesen? Nun ich würde sagen, dass es der Seite trotz der durchaus gravierenden Veränderungen am Jahresanfang ganz gut geht. Zwar tue ich mir logischerweise immer schwerer neue Fragen für die Umfragen zu finden (werden vermutlich in Zukunft deswegen noch allgemeiner werden). Aber ihr scheint diese Art des Donnerstagseintrags zumindest gut aufgenommen zu haben und als willkommene Möglichkeit zu sehen eure Meinung wiederzugeben. Gleichzeitig ist über das Jahr deutlich geworden, dass der Wegfall des traditionellen Donnerstagseintrags nicht die einzige Veränderung ist. Es gibt nicht nur eindeutig die Tendenz weg von Videospielen hin zu anderen Unterhaltungsmedien, sondern auch eine allgemeine Verbreiterung des Themenspektrums. Ob das langfristig gut oder schlecht ist, muss die Zeit zeigen. Aber Beim Christoph ist auch immer ein Spiegel meiner selbst und 2015 habe ich mich definitiv sehr stark verändert. Da ist es nur konsequent, dass ihr auch hier entsprechende Auswirkungen spürt. Ein Zurück zur guten alten Zeit wird es auf jeden Fall vorerst nicht geben. Deswegen an dieser Stelle:

Ein dickes Dankeschön an alle Besucher und Zuschauer, egal ob ihr nur unregelmäßig vorbeischaut und kommentiert oder Beim Christoph als Startseite eingerichtet habt. Ohne euch, würde das alles hier schon lange überhaupt keinen Spaß mehr machen!

Ich hoffe, ihr haltet der Seite auch 2016 die Treue, wenn es noch mehr um lebensnahe aber total langweilige Themen geht und die Videospiele noch weiter in den Hintergrund rücken. Andererseits: Ihr werdet ja auch nicht jünger. Vielleicht treffe ich also jetzt wieder mehr eure Interessen :smile: .

Das soll es aber nun wirklich gewesen sein mit unserem Blick zurück auf das Jahr 2015 aus Sicht von Beim Christoph. Stellt sich wie immer noch die Frage: Wie sah 2015 mein persönliches Leben so aus? Ja, natürlich habe ich euch dank der offiziellen Eintragsserie Aus dem Leben des Webmasters immer halbwegs auf dem Laufenden gehalten. Aber so ein zusammenfassender Rückblick ist doch immer ganz gut. Also, was ist mir 2015 so widerfahren? Nun, eine ganze Menge würde ich sagen!

Arbeit

Nein, dieses Jahr habe ich nicht schon wieder den Arbeitsplatz gewechselt. Ich habe es tatsächlich ein volles Jahr hier in Darmstadt ausgehalten. Und ich bin auch definitiv weiterhin glücklich und zufrieden mit der Stelle. Wie ich im letzten Jahressrückblick schon geschrieben hatte, war es in gewisser Hinsicht mein Traum mal hier zu landen. Jetzt wo ich hier bin und mich denke ich auch ganz gut eingelebt habe, kann ich mit gutem Gewissen sagen: Ja, hier bin ich richtig und fühle ich mich wohl. Hier kann ich meine Fähigkeiten sinnvoll einsetzen und zumindest gefühlt „Gutes tun“, wie es so schön heißt. Natürlich lässt sich noch nicht sagen, ob ich wirklich die nächsten 35 Jahre bis zur Rente hier verbringe (vermutlich nicht) oder ich mich nicht doch noch weiterentwickele. Aber aktuelle bin ich motiviert bei der Sache und gehe jeden Tag wieder gerne hin.

Gleichzeitig glaube ich auch eine gewisse Balance aus „Freizeit“ und „Arbeitswut“ gefunden zu haben. Zwar bin ich noch immer nicht ganz so weit, dass ich wirklich an allen Tagen voll abschalten kann nach Feierabend oder im Urlaub. Dazu liegt mir dann doch noch zu viel daran, dass auch in meiner Abwesenheit alles funktioniert. Natürlich würde es das trotzdem, schließlich reden wir hier von einem großen Konzern. Aber entsprechend kümmere ich mich dann doch wieder etwas mehr als ich müsste. Wobei ich Diensthandy und -Laptop definitiv nur in absoluten Ausnahmefällen mit nach Hause nehme und dort anmache. Vor allem im Urlaub versuche ich es absolut zu vermeiden (bislang mit Erfolg bis auf eine Ausnahme). Sowas darf man gar nicht erst anfangen. Das weckt nur Begehrlichkeiten.

Privat

Dass es mir auf der Arbeit wieder sehr gut geht, ist zumindest seit Nürnberg keine großartige Neuigkeit mehr. Viel interessanter ist selbstverständlich was sich in der Freizeit so getan hat. Zumal das Jahr doch relativ harmlos angefangen hat. Zwar begann die Lust am Spielen bereits zu schwinden und die Erkenntnis, dass ich unter diesen Umständen vielleicht endlich auch mal den Spielekonsum nach unten schrauben sollte, fruchtete endlich. Aber stattdessen habe ich halt Streams, Videopodcasts oder Filme geschaut. Also faktisch doch immer noch viel Zeit vor dem Rechner gehockt. „Same ol‘, same ol‘“ wie man so schön sagt. Vielleicht wäre unter diesen Umständen die Spielelust auch irgendwann wieder aufgeflammt, wer weiß. Aber dabei ist es bekanntlich nicht geblieben. Stattdessen meinte eine gewisse Lysanda in mein Leben treten zu müssen und dieses mal ganz gewaltig über den Haufen zu schmeißen (umgekehrt natürlich auch).

Manchmal (oder meistens?) passiert so etwas halt doch ganz schön überraschend und unverhofft. In Gedanken hatte ich eindeutig schon mit dem Thema abgeschlossen und zumindest oberflächlich Friede mit der Erkenntnis geschlossen, dass ich noch lange alleine durchs Leben gehen werde. Unterschwellig hat mich diese Einsicht aber durchaus fertiggemacht (das bekannte Problem bei mir), das sage ich ganz ehrlich. Zumindest die Erfahrung – egal ob am Ende positiv oder negativ – wollte ich schließlich mal machen. Und jetzt sitzt da tatsächlich eine weibliche Person (ja, habe es mehrfach überprüft!) keine 5 Meter von mir entfernt an ihrem Rechner während ich diese Zeilen schreibe. Immer noch ein Stück weit unfassbar obwohl wir nun schon so einige Monate zusammen sind und sehr viel gemeinsam erlebt haben.

Extreme

Mich hat diese Zeit ganz klar verändert – und dass meine ich eindeutig positiv! Klar, Videospiele sind dafür jetzt fast komplett ins Hintertreffen geraten. Aber nur mit der rosaroten Nostalgiebrille halte ich das aktuell für etwas Schlechtes bis ich mich wieder daran erinnere, dass ich mehr als mein halbes Leben vor dem PC verbracht habe. Hatte zwar auch ein paar positive Seiten (GamersGlobal zum Beispiel) aber ein Stück weit hatte und habe ich dennoch das Gefühl deswegen etwas verpasst zu haben. Entsprechend groß ist selbstverständlich auch meine Bereitschaft mich zu verändern. Lysanda war da ein sehr willkommener Anlass endlich „alles“ in die Tat umzusetzen und es mir nicht nur vorzustellen wie es sein würde. Von der immensen Horizonterweiterung ganz abgesehen.

Meine Weihnachtsarbeit

Meine Weihnachtsarbeit im zukünftigen Schlafzimmer

Nun sitze ich hier mit 25kg weniger auf den Rippen (seit Dezember 2014), einer neu entdeckten Freude an Gemüse (warum hat mir keiner gesagt, dass Spinat auch richtig genial schmecken kann?!), einem extrem praktischen Kontaktgrill (ernsthaft: Wer braucht da noch Pfannen?!), viel weniger nutzlosem Zeugs im Schrank dank eBay, einem brennenden Interesse an Animes und Mangas sowie den schönen Erinnerungen an den ersten richtigen Urlaub im Kopf, plane schon wieder den nächsten Umzug und renoviere tagsüber meine eigene Immobilie, in der ich zusammen mit Lysanda und mindestens zwei Katzen (nein, Kessy bleibt weiterhin in Gunzenbach) zumindest einen signifikanten Teil meines weiteren Daseins verbringen möchte. Ach und natürlich mit der neuen Erfahrung wie es ist jemanden an seiner Seite zu haben, den dazugehörigen neuen Gefühlen und – ganz wichtig – dem Bewusstsein, dass das Leben doch nicht nur aus Arbeit (egal ob beim Magenta T oder Zuhause am PC) besteht.

Weiterentwicklung

Vor allem aber helfen mir diese Veränderungen dabei meine Gedanken ein wenig zu sortieren und endlich mein „wahres Ich“ zu entdecken. Stellt sich heraus, dass ich doch nicht so ein unbrauchbares Kellerkind bin wie ich dachte. Ich habe zwar aus meiner Sicht immer noch einen weiten Weg vor mir was meine psychischen Probleme (vor allem viel Angst) angeht. Aber seit da jemand anderes mit in meinem Bett liegt, schlafe ich tatsächlich besser. Und für den Rest habe ich mich, dank der Mithilfe von Lysanda, endlich dazu durchringen können den letzten Schritt zu gehen und tatsächlich bei einer Psychologin eine analytische (Gesprächs-)Therapie zu beginnen.

Die ersten paar äußerst anstrengenden Stunden habe ich auch schon hinter mir (jede Woche einmal). Es ist eindeutig nicht leicht für mich die Schutzmauer durchbrechen, die ich in 30 Jahren um mein Inneres herum aufgebaut habe. Das wird ein langer und schwieriger Prozess. Die Angst vor dem, was mich am Ende erwartet, hilft da logischerweise nicht gerade weiter. Doch ich fühle mich in guten Händen und bin der Überzeugung, dass es langfristig das Richtige ist. Ja, es mag jetzt weh tun. Es ist aber endlich wieder Bewegung in der Sache nach dem Stillstand all die Jahre.

Ausblick

2015 war ein Wahnsinnsjahr für mich. So viele (positive) Veränderungen wie dieses Jahr hatte ich vermutlich in meinem restlichen Leben zusammengenommen nicht. Und das fühlt sich gut an, wenn ich das mal so ganz egoistisch sagen darf. Daran dürfte sich auch 2016 erst einmal nichts ändern. Das Haus muss bis Ende Januar fertig renoviert werden (ich wohne schon fast im Baumarkt), dann kommt der Einzug, dann das Einleben in der neuen Umgebung, daneben vermutlich eine kleine Nasen-Operation (Nasengewebe weglasern wegen Schnarchen), später die zusätzliche Gesellschaft durch Katzen, Mitte des Jahres hoffentlich die nächste Kur (ja, die vier Jahre sind im März schon wieder um) und wer weiß noch alles. Oder in kurz: Es tut sich weiterhin viel in meinem Leben. Viele neue Herausforderungen inklusive den dazugehörigen gute wie schlechte Erfahrungen wollen gemeistert werden und ich fühle mich tatsächlich bereit dafür. Ja, man könnte mich vielleicht sogar aktuell als ganz glücklich und zufrieden bezeichnen. Ich weiß, total ekelhaft. Aber so ist das halt hin und wieder.

Jetzt habe ich aber eindeutig genug gelabert. Ihr wisst nun wieder mehr über mich als ihr vermutlich wissen wolltet. Pech gehabt. Deswegen überlasse ich euch nun das Ruder. Nur weil ich jetzt einen Partner habe und zum Psychologen gehe, bin ich schließlich nicht plötzlich Extrovertiert. Also raus mit der Sprache: Wie war euer Jahr 2015?

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Bald steht auch schon wieder der Jahresrückblick an – und technisch gesehen die Bagdadsoftware No-One-Cares-Awards. Aber ich habe keinen Schimmer was ich mit denen 2015 mache, sage ich euch ganz ehrlich. Ich glaube, ich habe nicht einmal 15 neue Spiele dieses Jahr wirklich gespielt geschweige denn aus so vielen unterschiedlichen Kategorien. Das wird sich bis zum Jahresende auch definitiv nicht großartig ändern. Meine Kaufquote liegt praktisch bei null mittlerweile. Und nein, ich hätte nie gedacht so einen Satz mal zu schreiben. So ist wohl das Leben. Voller Veränderungen.

Eine Idee wäre es zu sagen: „Okay, betrachten wir alles was über das Jahr erschienen ist egal ob ich es gespielt habe oder nicht“. Aber das ist aus meiner Sicht nicht Sinn der Sache. Dafür gibt es schon genug andere Magazine, die das so machen (aber es natürlich nie öffentlich zugeben würden). Mal abgesehen davon, dass ich vermutlich sowieso nicht die Zeit haben werde einen Mo-Mo-Mo-Monstereintrag zu verfassen. Was bleibt also übrig? Nun, ich glaube ich lasse die Bagdadsoftware NOCAs 2015 tatsächlich komplett unter den Tisch fallen, um die „Historie“ zu beschützen. Aber als Ausgleich mache ich vielleicht eine Art Top-Liste von Titeln, die mich dieses Jahr beschäftigt haben. Unabhängig von Genre-Einteilungen, Erscheinungsjahr und so. Aber was ist eure Meinung dazu?

Updates

Warum will keiner ALF-Bücher?!

Warum will keiner ALF-Bücher?!

So viel also erst einmal dazu. Was gibt es sonst so Neues seit Juli? Nun, dass wir nun ein Haus gekauft haben, ist bereits bekannt. Da warten wir aktuell nur darauf, dass nach und nach die Formalitäten erledigt werden und die teilweise dazugehörigen Rechnungen eintreffen. Wir hoffen ab Mitte Dezember mit unserer Arbeit anfangen zu können (ein bisschen Renovieren und dann natürlich der Umzug) allerspätestens aber ab Januar. Wird sicherlich etwas hektisch und stressig werden. Sechs Wochen mit Feiertagen oder vier Wochen mag auf den ersten Blick nach viel Zeit aussehen, ist es aber logischerweise nicht. Schon gar nicht, wenn man unter Umständen (müssen wir noch sehen) auch noch auf Handwerker angewiesen ist. Aber zum Glück ist das meiste nicht ganz so kritisch für den Einzug und muss nicht zwingend am Einzugstag fertig sein. Von daher: Der Druck ist groß aber im Zweifel können wir tatsächlich das eine oder andere auf Morgen verschieben.

Die ganze eBay-Sache nähert sich hingegen langsam aber sicher dem Ende. Dank der 200 Auktionen-Aktion (die mittendrin nochmal neu gestartet wurde, also effektiv 400) von September bis November haben wir extrem viel weggeschafft bekommen (ich habe aktuell noch 18 Auktionen laufen). Ich habe jetzt im Prinzip nur noch ein paar Langläufer drin, die anscheinend niemand haben will (kann ich verstehen – Bodo-Bach-CDs will ich auch nicht haben) und halt noch daheim im Kinderzimmer noch ein paar Sachen, die ich noch losbringen muss. Aber die stören logischerweise aktuell nicht.

Zugegeben: Ich hatte dann doch noch ein Paket an reBuy geschickt mit rund 70 Artikeln weil ich eine faule Sau bin und wurde gleich dafür bestraft (das Paket ist bis heute nicht aufgetaucht – Hermes hat aktuell bis Ende November Zeit es beizuschaffen oder Kohle zu überweisen). Aber insgesamt ging die Angelegenheit nachdem wir dann Übung hatten sowohl beim Einstellen als auch Verpacken relativ einfach und auch konfliktfrei über die Bühne. Abseits von ein paar Ungeduldigen „Wo ist die Ware?! Das kann doch nicht so lange dauern!“, die am Ende aber dann doch ihre Ware bekamen und einer Rückgabeanfrage (angeblich falsche Artikelbeschreibung – aber der Käufer hat sich seit drei Wochen nicht mehr gemeldet trotz mehrfacher Rückfragen), verlief alles soweit okay bei 108 Auktionen und über 700 Euro Einnahmen. Vor allem meine Computerhardware ging überraschend gut und zu erstaunlich (sind ja teilweise echt uralte Sachen gewesen) hohen Preisen über den Ladentisch. Was hätte ich dafür nur bekommen, wenn ich sie schon beim Ausbau vertickt hätte… Und bislang hat anscheinend davon auch alles noch funktioniert. Davor hatte ich tatsächlich die meisten Bammel. Habe ich quasi gut aufgehoben gehabt im Schrank :smile: .

Neues Thema

Infoseite von BIGdirekt

Infoseite von BIGdirekt

Abseits davon gehe ich tatsächlich seit mittlerweile vier Wochen zusammen mit Lysanda regelmäßig ins Fitnessstudio und zwar im Rahmen eines von der Krankenkassen mitfinanzierten Präventionsprogramms gemäß §20 Sozialgesetzbuch. Wer die nicht kennt: Jede gesetzliche Krankenkasse zahlt euch im Jahr zwei von ihnen zugelassene Präventionskurse. Okay, „zahlt“ ist je nach Krankenkasse nicht ganz richtig. Meine, die BIGdirekt , zahlt bis zu 120 Euro pro Kurs. Die KKH hingegen nur bis zu 80 Euro. Wer das nicht kennt, sollte sich unbedingt mal drüber bei seiner Krankenkasse informieren. Echt praktisch!

Als Präventionskurs zählt unter anderem mein Aquajogging und eben das, was wir im Fitnessstudio jetzt machen: Eine Gewichtsreduktionsmaßnahme namens Abnehmen ohne zu hungern über acht Wochen für schlappe 99 Euro. So billig kriegt ihr keine zwei Monate Fitnesstudio, denn ihr dürft in der Zeit so oft kommen wie ihr wollt, alles Vorhandene benutzen – inklusive Trainer und regelmäßig aktualisiertem Trainingsplan – und auch an allen Kursen teilnehmen, die sie anbieten (z.B. ZUMBA). Mindestens müsst ihr zweimal die Woche trainieren gehen. Parallel gibt es dazu einen Essensplan (einen für Woche 1 und 2, einen für die Wochen 3-6 und dann noch einen für Woche 7-8) wo es vor allem darum geht Kohlenhydrate zu reduzieren und euren Eiweißkonsum hochzuschrauben (= Mehr Benzin für die Verbrennung = mehr Fettabbau = mehr Muskelaufbau). Und zum Essensplan gehört natürlich auch noch eine Runde Wiegen und Messen alle zwei Wochen (auf so einer hypermodernen Waage, die auch den Fettgehalt ausgibt).

Erfahrungen

Die erste Woche war definitiv die Schlimmste weil da die Kohlenhydratzufuhr quasi auf null runtergefahren wird und dem Körper das überhaupt nicht passt. Dazu kommt natürlich die Essensumstellung an sich. Keine eingetunkten Brötchen in Kaba mehr morgens. Nein, Eier und eine Tasse Milch mit Eiweißpulver sowie fettarmer Joghurt stehen auf dem Programm. Und selbst am Kohlenhydrat-Tag wird das nur ersetzt durch ungezuckerte Cornflakes in warmer Milch (und Eiweißpulver). Mittags (dabei habe ich früher mittags auf der Arbeit fast nie was gegessen!) und abends dann fettarmes und eiweißreiches Fleisch (Hähnchen, Pute und Fisch) mit viel Gemüse (ich musste schon allein aus Zwang mittlerweile meine Palette erweitern) aber sonst keinen Beilagen. Nudeln sind schließlich Kohlenhydrate und kommt auch nicht auf die Idee eine Soße machen zu wollen! Aber dafür dürft ihr von dem Fleisch und dem Gemüse so viel Essen wie ihr wollt. Bis es euch zu den Ohren rauskommt! Glaubt mir, dass passiert schneller als ihr denkt :smile: .

Da weiß man erst, was man die ganze Zeit so gegessen hat (ich vermisse meine Nudeln und meine Süßigkeiten!), wenn man sich plötzlich darüber Gedanken machen muss. Wir setzen uns entsprechend am Wochenende hin und planen die komplette Woche durch und kaufen dann auch nur dafür ein. Werden wir danach auch so beibehalten. Ausgehen ist aktuell auch absolut nicht drin logischerweise.

Der Christoph vorher und nachher (Grafik: Lysanda)

Der Christoph vorher und nachher (Grafik: Lysanda)

Aber zum einen sind es nur acht Wochen und zum anderen muss man auch ganz klar sagen: Es funktioniert und hat wohl auch eine dauerhaftere Wirkung als eine Diät, die euch vier Wochen quält und dann kommen die Kilos doch zurück. Ich bin tatsächlich mittlerweile an der unteren Grenze meines Normalgewichts (88kg bei 186cm – Ende letzten Jahres war ich bei knapp 110kg – angefangen habe ich die Maßnahme bei 94kg) und auch mein Fettanteil nähert sich den Normalwerten (am Anfang 25%, jetzt 24%, untere Grenze von „Normal“ sind bei mir 23%). Lysanda geht es natürlich ähnlich. Und die Chancen stehen echt gut, dass wir das auch nach den acht Wochen stabil halten können, wenn wir zumindest ein paar Lehren aus der Sache ziehen und danach leben (zum Beispiel einmal in der Woche keine Kohlenhydrate).

Gleichzeitig gibt es natürlich auch Muckis an allen möglichen Stellen sowie erhöhte Ausdauer durch das ganze Training, der Hüftumfang schrumpft (glaub bei mir waren es bislang 8cm) und auch der Bauch wird kleiner (derzeit noch unverändert – dauert laut Trainer auch länger). Entsprechend kann ich nur noch einmal sagen: Ich bin begeistert. Alleine hätte ich den Kurs allerdings nie belegt. Hilft wie so oft es jemanden zusammen zu machen. Wenn dieser jemand dann auch noch mit im gleichen Haus wohnt und man entsprechend gegenseitig aufpasst was der andere isst: Noch besser!

Was lange währt

Und dann habe ich in den letzten Wochen endlich etwas geschafft, was ich mir schon seit 2011 vorgenommen hatte: Dank der Unterstützung durch Lysanda bin mittlerweile tatsächlich bei einer über die Krankenkasse finanzierte Psychologin in Therapie. Ob es was bringt weiß ich noch nicht, da wir noch in der Probesitzungsphase (fünf Stück) sind und ich parallel auch noch in zwei Wochen bei einer anderen einen Termin habe (war auf einer Warteliste). Aber ich bin definitiv schon sehr viel weiter als vor vier Jahren in der Hinsicht. Der entscheidende Schritt ist quasi endlich getan. Jetzt heißt es nur noch schauen welche die „Richtige“ ist und dann hoffen, dass es mir hilft und nicht nur ein emotionales Kaffeekränzchen ist.

Habe ich schon erwähnt, dass 2015 ein Wahnsinnsjahr für mich war und ist? Nein? Dann werde ich das im Jahresrückblick am 31. Dezember garantiert tun.

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