Deus Ex Go war jeden Cent wert!

Es ist ja nichts Neues, dass es im Mobile Gaming-Bereich den ein oder anderen fragwürdigen Trend gibt – oder zumindest Dinge, die ich als Spieleveteran überhaupt nicht verstehe. Das hängt sicherlich viel mit den Bezahlmodellen zusammen. Free-2-Play, Freemium und wie der ganze Mist alles heißt ist der defacto Standard auf den mobilen Plattformen. Da gibt es leider nichts mehr dran zu rütteln. Nur noch selten gibt es Titel für die man nur einmal einen fairen Betrag bezahlt und dann stundenlang seinen Spaß hat. Stattdessen kostenlos herunterladen und dann entweder haufenweise Lebenszeit und Datenvolument verschwenden durch Warten und Werbung guggen oder eben tief in die Tasche greifen (bevorzugt mittlerweile gleich als monatliches Abo). Dass darunter der Inhalt massiv leidet, dürfte nicht weiter verwundern. Bei der Stange halten heißt nun einmal die Devise. Mit Spaß hat das aus meiner Sicht alles nichts mehr zu tun (ich spreche aus Erfahrung…) und ich verstehe auch oft nicht, warum man damit so viel Zeit verbringt.

Wobei ich natürlich einschränkend dazu sagen muss, dass ich keinen Schimmer habe ob wirklich alle Titel so erfolgreich sind wie es auf mich wirkt. Es kann durchaus sein, dass durch diese ganzen „du kriegst was, wenn du die App installierst“-Sachen nur der Eindruck von Reichweite entsteht. Andererseits: Wenn „Spiele“ wie Mobile Strike oder Forge of Empires so extrem viel Geld in ihre aggressive Werbung stecken können, dann muss dabei am Ende auch ein großer Haufen Kohle dafür abfallen.

Fragewürdige Entwicklungen

Cooking Dash ist ein gutes Spiel, leidet aber unter F2P

Bei einem Titel wie Cooking Dash, Magic the Gathering: Puzzle Quest oder den 10.000 verschiedenen Match-3-Variationen kann ich ja zumindest anfänglich die Faszination noch nachvollziehen, auch wenn aus meiner Sicht irgendwann doch mal die Luft raus sein müsste. Wenn ich den Changelogs der Updates lese, dass es nun 1.100 Levels gibt, frage ich mich durchaus ernsthaft wer sich damit wirklich so lange aus echter Freude heraus beschäftigt. Aber mittlerweile sind Genre entstanden, wo auch ich nur noch mit einem großen Fragezeichen dastehe und die Intelligenz der Menschheit in Frage stelle.

Dabei war schon das Geschrei im Internet groß als 2012 Dear Esther auf den Markt kam und über Nacht das Genre der „Walking Simulator“ aus der Taufe hob. Ihr wisst schon: Die Art von Spiele, die wenig typische Spielinhalte haben und sich stattdessen darauf konzentrieren euch eine Welt zum Erkunden vorzusetzen, um darin eine spannende Geschichte zu erzählen. Mit „Gaming“ hätte das nichts zu tun, meinten viele (und tun es teilweise auch immer noch – Stichwort Firewatch-Refundkontroverse). Ich frage mich mittlerweile, was diese Leute zu Vertretern der neuartigen Genre „Casino/Arcade Games“, „Clicker Games“ und „Idle Games“ sagen.

Casino/Arcade Games

Coin Dozer ist pure Langeweile

Zugegeben: Bei den Casino Games im Ganzen sind natürlich auch Sachen wie Poker oder Black Jack enthalten, die tatsächlich so etwas wie Mehrwert und Langzeitspaß bieten können. Aber was auf den mobilen Plattformen zu sprießen scheint sind eher Dinge wie die einarmigen Banditen. Ihr wisst schon: Früher habt ihr an einem Hebel gezogen, heute wird nur noch auf einen Knopf gedrückt, drei Walzen fangen an sich zu drehen, ihr drückt wieder den Knopf und das Ding hält an. Werden bestenfalls drei gleiche Symbole auf allen Walzen angezeigt gewinnt ihr. Anschließend geht es wieder von vorne los.

Das ist schon in der Realität extrem bescheuert aber als App, wo man nicht einmal die geringe Chance hat Geld zu gewinnen (sondern es nur für extra Spins ausgeben kann)? Wer lädt sich so etwas herunter und investiert auch noch seine hart erarbeiteten Euros darin?! Die Vertreter der Arcade Games sind da nicht viel besser. Coin Dozer (Münzen und Preise liegen auf einer Rampe, ihr werft zusätzliches Geld rein und hofft, dass durch den zusätzliche Platzverbrauch vorne Sachen runterfallen) oder Greifer-Apps sind gefühlt der totale Renner aber wo liegt darin bitte der Sinn? Die Dinger sind doch schon in der Realität totale Zeitverschwendung. Wer will das auch noch unterwegs haben, geschweige denn dafür Geld ausgeben?!

Clicker Games

Die nächste Stufe auf meiner persönlichen Beklopptheitsskala sind die Clicker Games. Meines Wissens war es der Cookie Clicker, der damit erstmals so richtig Erfolg hatte. Was aber am PC (gefühlt) mehr aus Ironie gespielt wurde, hat sich auf den mobilen Plattformen mittlerweile zu einem richtigen Markt entwickelt. Clicker Heroes, AdVenture Capitalist, Sakura Clicker und Tabs to Riches sind nur vier Beispiele eines schier unerschöpflichen Vorrats an stupiden „Tipp“-Titeln, die euch versuchen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

AdVenture Capitalist
heißt Tippen bis der Arzt kommt

Anders kann man es nicht beschreiben. Schließlich geht es um buchstäblich nichts. Ihr tippt auf den Bildschirm, bekommt dadurch irgendeine Währung oder Erfahrungspunkte oder sonst was und schaltet damit neue Sachen frei, um wieder Motivation zum Tippen zu bekommen. Mehr ist es nicht. Wem macht so etwas Spaß?! Da kann ich plötzlich die Leute verstehen, die Spiele als stupide Zeitverschwendung ansehen. Leider geht es ja immer noch schlimmer.

Idle Games

Das allerneuste auf dem mobilen Markt sind die „Idle Games“. Wie er Name schon sagt, spielen sie sich quasi von selbst und sind die nächste Evolutionsstufe der Clicker Games. Ihr habt zwar, oftmals ähnlich wie bei den Clicker Games, durch stupides Tippen die Möglichkeit minimal einzugreifen. Aber in der Hauptsache habt ihr einfach das Smartphone irgendwo rumliegen, das Spiel offen und es spielt sich von selbst. Natürlich behaupten sie auf Reddit & Co., dass ein Titel wie Endless Frontier selbstverständlich noch irgendwelche taktische Tiefe hat und man es mitnichten einfach nur offen lassen kann, um seine Armeen sich automatisch hochleveln zu lassen. Und bis zu einem gewissen Grad haben sie wahrscheinlich auch recht.

Das ändert aber nichts daran, dass es total dämlich ist. Entweder ich möchte ein Spiel spielen, oder eben nicht. Ich brauche doch meinen Akku nicht von etwas leersaugen zu lassen, wovon ich überhaupt nichts habe. Außer ein paar bunte Bildchen mit großen Zahlen für die ich keinerlei Herausforderung meistern musste gibt es hier doch überhaupt nichts. Bei den Clicker Games muss ich wenigstens noch aktiv auf den Bildschirm tippen und habe somit zumindest eine minimale Aktivität. Aber bei den Idle Games (bislang übrigens hauptsächlich Rollenspiele)? Da ist nicht einmal das notwendig.

Fazit

Ich weiß nicht, ob ich ein alter Sack geworden bin, der die heutige Jugend nicht mehr versteht. Aber ich finde die aktuellen Entwicklungen mehr als traurig. Ja, mobiles Spielen auf einem Smartphone muss andere Bedingungen erfüllen als ein Konsolen/PC- oder gar ein Handheldtitel. Aber ein wenig Anspruch möchte ich als Spieler doch trotzdem haben, oder nicht? Es kann doch nicht nur darum gehen irgendwelche Zahlen unendlich hoch nach oben zu treiben (ein Ende hat schließlich so gut wie kein Free-2-Play-Titel) und dadurch Sachen freizuschalten?

Ja, technisch gesehen ist ein Diablo III auch nichts Anderes. Aber da gibt es dann doch noch mehr Drumherum und vor allem mehr für mich als Spieler zu tun als einfach nur das Spiel laufen zu lassen. Ist unsere Gesellschaft mittlerweile so schnelllebig und der Durst nach dem schnellen Fix so groß geworden, dass wir nicht einmal mehr Zeit haben das absolute Minimum in einen Titel zu investieren? Bitte sagt mir, dass ich mich irre!

Sicarius

Spielegelubber

Lacuna Passage (Herstellerbild)

Ich würde euch ja soooo gerne ein paar Worte zu Quake Champions sagen (aktuell läuft der Closed Beta Test) aber während für die Presse das NDA letzte Woche gelüftet wurde, dürfen die „normalen“ Teilnehmer noch nicht weiter darüber reden. Der Kickstarter-Titel Lacuna Passage (ihr seid ein Astronaut, der auf dem Mars gestrandet ist und nun halbwegs realistisch überleben muss) hat auch noch ein NDA (bzw. mehr eine Bitte bis zum Start der Early-Access-Phase nichts zu sagen) und Introversions neustes Werk Scanner Sombre konnte ich erst gut 15 Minuten spielen.

War übrigens total überrascht, als die Mail dazu kam. Hätte nicht gedacht, dass das so vergleichsweise fix und ohne großes Tamtam veröffentlicht wird (ungefähr ein Jahr haben sie dran gebastelt entwickelt). Nach den monatlichen Prison Architect-Updatesvideos war ich wohl etwas verwöhnt :smile: . Optisch aber auf jeden Fall mal wieder was absolut ganz Anderes (wie man es von Introversion halt gewohnt ist). Inhaltlich aber – zumindest was ich so gelesen habe – ist die Luft leider schnell raus und die Spielzeit mit 2-3 Stunden ziemlich begrenzt und linear. Wäre jetzt auch tatsächlich nicht überraschend, denn Introversion ist definitiv ein „Systemdriven“-Team. Die Spielmechanik kommt zuerst, dann wird Drumherum eine Geschichte gebaut. Aber mal schauen. Auf Steam ist die Wertung tatsächlich bei „Very Positive“. Es gibt also durchaus Leute, denen es zu gefallen scheint – vermutlich auch mir am Ende.

Was sonst noch?

Aufgrund meines begrenzen Zeitbudgets am Hauptrechner, versuche ich mittlerweile natürlich sehr fokussiert zu spielen und mich nur kurzzeitig von „ui, was Neues“ ablenken zu lassen. Zuletzt war das „Neue“ (abseits der obene erwähnten Titeln) Yooka-Laylee. Ihr wisst schon, der geistige Nachfolger zum hochgelobten Plattformer Banjo-Kazooie (1998, N64), der über Kickstarter finanziert wurde. Übrigens gefühlt mittlerweile meine einzige Quelle für neue Spiele. Wenn ich was Neues reinkriege, dann höchstwahrscheinlich, weil ich die Crowdfunding-Kampagne unterstützt habe.

Yooka-Laylee (Herstellerbild)

Das große Vorbild kenne ich tatsächlich nur indirekt. Ihr wisst schon: Mangels entsprechender Nintendo-Hardware in den damaligen Jahren. Wirklich gespielt (wie so oft aber noch nicht durch) habe ich aus der Reihe nur den verpöhnten Xbox-360-Titel Banjoo-Kazooie: Nuts & Bolts (der dritte und bislang letzte Teil der Hauptserie) von 2008. Aber ich bin ja bekanntlich immer offen für neues und für gute Plattformer sowieso. Die erste Stunde hat bislang auch durchaus Laune gemacht. Es ist optisch sehr hübsch und hat eine fröhliche Soundkulisse (der Soundtrack ist von Rare-Urgestein David Wise) und die Steuerung geht gut und griffig von der Hand (die Kamera ist ein anderes Thema). Allerdings sehe ich auch schon die ersten Negativpunkte: Die piepsigen Kauderwelsch-Stimmen in den Dialogen und die klaren Andeutungen auf umfangreiches Backtracking („hier kommst du nur mit Fähigkeit XY ran“). Ersteres wurde wohl mit einem aktuellen Patch verbessert (bzw. die Möglichkeit eingebaut es auszuschalten), Letzteres ist dem Genre geschuldet (Metroidvania) und einfach nicht mein persönliches Ding. Vorallem wenn man so viel zeitlichen Abstand zwischen den Sessions hat, vergisst man andauernd wo jetzt eigentlich noch was offen war. Ich weiß: Luxusprobleme :smile: . Aber trotzdem dürfte es für Plattformer-Fans im Allgemeinen und Fans des großen Vorbilds im Speziellen eine gute Investition sein.

Die großen Zeitfresser

Auf dem Smartphone zocke ich weiterhin hauptsächlich Magic the Gathering: Puzzle Quest (es gab kürzlich ein richtig großes Update, das vieles verändert und vor allem verbessert hat – allerdings auch ein paar Bugs mitbringt), High Sea Saga (langsam aber sicher habe ich genug gegrindet, um endlich das offizielle Ende zu erreichen) und das jeweils neuste Kairosoft-Spiel (derzeit Shiny Ski Resort – endlich mal wieder ein richtiger, Vollpreistitel von ihnen!). Bleibt also noch das Spiel, auf das ich zumindest auf dem Hauptrechner hauptsächlich meine Zeit investiere: Mad Max.

Mad Max (Herstellerbild)

Ich hatte ja erwähnt, dass ich es aufgrund von Performanceproblemen (ich beobachte den Preis der Palit GeForce GTX 1070 Super Jetstream auf eBay derzeit SEHR genau) Just Cause 3 vorgezogen hatte. Während Just Cause 3 mehr Wert auf Spektakel legt, geht es bei Mad Max mehr um die Story. Ansonsten unterscheiden sich die beiden Titel nur bedingt würde ich sagen. Mal abgesehen davon, dass man sowieso alles schon einmal in anderen Open-World-Titeln gesehen hat und es gleichzeitig unter den gleichen Problemen leidet. Im Prinzip fahre ich ja nur von Punkt zu Punkt auf der Karte, erledige was ich dort zu tun habe und fahre weiter.

Die Punkte

Schade (oder gut?) ist, dass bestimmte Gameplay-Elemente gar nicht so sehr zum Tragen kommen. Benzin für euer Fahrzeug und Wasser für Max (zum Heilen) ist mir nie wirklich ausgegangen. Man findet nicht nur gefühlt ausreichend von allem, was natürlich dem „es ist die Apokalypse“-Gedanken ein wenig widerspricht. Wer gründlich ist und damit auch seine Fähigkeiten ziemlich zügig steigern kann, verbraucht auch nicht mehr so viel bzw. bekommt beim Sammeln mehr. Dazu kommt noch, dass alles automatisch in den Hauptlagern aufgefüllt wird, sobald ihr die entsprechenden Projekte aufgebaut hat. Das am Ende nicht einmal Sterben eine echte Konsequenz hat (ihr wacht am nächstgelegenen Lager wieder auf), erhöht nicht gerade den Anspruch und die Herausforderung des Titels.

Mad Max (Herstellerbild)

Spaß macht es trotzdem durch das karge Land zu fahren und besagte Missionen (aktuell hauptsächlich optionale) zu erledigen. Die Vorlage ist einfach perfekt umgesetzt (inkl. zumindest auf Englisch einem australischen Akzent der meisten Bewohner). Am liebsten gefallen mir aber tatsächlich die Lagerbefreiungen dank des mittlerweile etablierten Batman: Arkham Asylum-Nahkampfsystems. Es ist einfach cool auch mit einem Dutzend Gegnern ohne große Probleme fertig zu werden. Außerdem mag ich den übersichtlichen Rahmen in dieser Situation. Suche alle optionalen Sachen, erledige das Missionsziel und schlage dazwischen ein paar Leuten die Fresse ein. Linear aber fokussiert und übersichtlich (auch was den Zeitansatz angeht). Im Auto ist hingegen eindeutig die Harpune mein Liebingswerkzeug. Warum mühselig gegnerische Fahrzeuge zerstören, wenn man einfach den Fahrer herausziehen kann? Eben! In solchen Situationen kommen dann die Just Cause-Wurzeln am deutlichsten heraus. Zwar könntet ihr theoretisch auch die Reifen platt schießen und derlei Kram aber das kommt nur selten zum Einsatz.

Beim Christoph meint: Mad Max ist für Fans der Vorlage und für alle, die tatsächlich Nachschub aus dem Genre der Open-World-Action-Titel brauchen (was ich mir nicht vorstellen kann) ein empfehlenswerter Titel. Er ist nicht schlecht und er ist auch kein 08/15-Durchschnitt. Er ist aber auch nicht imposant sowohl was die Grafik als auch das Spielerische angeht. Es sind Ansätze von guten Ideen vorhanden, die aber zumindest für mich als Komplettist keinerlei echte Auswirkungen haben. Was Mad Max bietet ist solide aber eben mehr auch nicht. Entsprechend gilt: Was man hier macht, hat man schon 1.000mal woanders gemacht. Just Cause 2 oder natürlich, wenn es die Hardware hergibt, Just Cause 3 sind für die meisten unter euch ganz klar die bessere Wahl.

Mein Hefte-Pile-of-Shame

Es ist soweit: Mein letztes Zeitschriftenabo läuft im September aus. Von den sechs Magazinen, die ich euch anno 2013 vorgestellt hatte, wird dann kein einziges mehr übrig sein. Am längsten hat noch die EDGE (UK) überlebt. Die ist es auch, von der ich noch ein paar Monate eine Ausgabe bekomme. Zwischendurch hatte ich zwar sogar noch ein Abo der Total Film (UK) abgeschlossen, als ich damals in Eckental feststellte, dass mir beim Mittag-/Abendessen der Lesestoff ausgeht. Aber die Zeiten haben sich schon wieder geändert, denn angesichts eines Backlogs (siehe Foto), der nun schon mehrere Jahre umfasst, lohnt sich die Investition von über 100 Euro einfach nicht mehr.

Es ist vorbei!

Damit endet auch für mich endgültig die Ära der Papierhefte. Am Ende hatte ich fast 20 Jahre lang mindestens ein Spielemagazin im Abo. Ursprünglich wollte ich eigentlich die PC Action, bekam aber aufgrund eines Fehlers bei Computec 1997 dann erst einmal ein PC Games-Abo. Meine Aboprämie? Stonekeep, Descent II und Conquest of the New World in der Blackmarket Edition. Ja, ich dachte damals „3 Spiele sind besser als 1“ :smile: . Davor wurde regelmäßig in der Schulbibliothek die PowerPlay und die PC Games gelesen (und fleißig darüber diskutiert, welches Heft besser ist – Antwort: Keines). Eine Zeit voller schöner Erinnerungen. Azzkickr war beispielsweise neidisch, dass ich fast immer die GameStar schon samstags im Briefkasten hatte und er erst montags (dafür besaß oder besitzt er vielleicht sogar immer noch von Ausgabe 1 an alle Hefte). Musste ihm dann über ICQ die wichtigsten Wertungen mitteilen.

Oder die „weiße“ Phase (das Grunddesign war weiß) der PC Action, wo das Cover von leicht bekleideten Damen geziert wurde. Aus meiner Sicht (unabhängig von den Damen) immer noch die beste Zeit für dieses Magazin. Da stimmte einfach alles (Redaktion, Inhalte und Aufmachung). Lange Jahre hatte übrigens auch meine Hefte aufgehoben. Ein schnell wachsender Stapel angesichts von bis zu Spitzenzeiten sechs verschiedenen Magazinen, die jeden Monat eintrafen.

Alte Leiden

Irgendwann wurde ich dann doch von meiner Frau Mama davon überzeugt, dass ich in die alten Ausgaben eh nie wieder reinschauen werde und brachte mich dazu den mittlerweile auf mehrere Kartons (alle doppelt so groß wie ein normaler Umzugskarton) angewachsenen Bestand aus dem Speicher zu entsorgen – inklusive der Heft-CDs/DVDs. Vermutlich hätte ich auf eBay dafür noch 2-3 Euro bekommen. Aber das war mir der Aufwand einfach nicht wert. Zumal der Zustand so mancher Ausgaben nicht mehr der Beste war. Zum einen wegen der Lagerbedingungen, zum anderen wegen den blöden Heft-CD/DVD-Halterungen.

EDGE-Cover

Die Spielemagazine haben alle Jahre gebraucht, um ein halbwegs vernünftige Lösung dafür zu finden (z.B. separate, heraustrennbare Seite am Anfang des Hefts). Was habe ich mir haufenweise Cover zerstört bei dem Versuch die Medien herauszulösen. Die Halterungen ließen sich selten so öffnen, dass kein mehr oder weniger langer Riss entstand. Von den CD-Hüllen-Inlays brauchen wir erst gar nicht reden. Was es da an Stilblüten gab: Aus dem Heft rausschneiden und damit auf der Rückseite einen Artikel zerstören, sie heraustrennbar machen aber so, dass sie dabei einreißen und so weiter. Keine Ahnung warum das so ein schwieriges Unterfangen war für die Verlage. Oder ging es wieder darum Geld zu sparen? Keine Ahnung. War auf jeden Fall total nervig.

Wie geht’s weiter?

Ganz ausschließen will ich natürlich nicht, dass ich nicht doch irgendwann wieder ein Printmagazin lesen werde. Aber ob es dann wieder ein Spieleheft sein wird? Das ist aus derzeitiger Sicht tatsächlich eher unwahrscheinlich. Es hatte ja schon seinen Grund, warum am Ende nur noch die EDGE (UK) übrigblieb und ich selbst dort nur die Kommentarspalten und die Reports gelesen habe. Doch darüber, dass mich die klassische Spieleberichterstattung (Previews und Reviews) überhaupt nicht mehr Anmacht, hatte ich ja schon 2013 geschrieben. Daran hat sich nicht geändert. Im Gegenteil ist es eher noch schlechter geworden insofern, dass ich selbst online mittlerweile nur noch regelmäßig bei Kotaku lese und selbst auf YouTube mittlerweile eher weniger Spielevideos schaue (Kochshows ftw.!).

Von daher ist es zwar schade, dass auch dieses Thema zu einem Ende kommt. Aber werde ich die monatliche Lieferung vermissen? Offensichtlich nicht, wenn man sich meinen Stapel anschaut in den ich höchstens flüchtig reingeschaut habe bisher. Ich vermute aber mal, dass es bei euch nicht viel anders aussehen wird oder liest tatsächlich noch jemand ein analoges Spielemagazin? Oder grundsätzlich noch ein Printheft?

Nintendo Switch (Herstellerbild)

Über 100 Millionen Einheiten möchte Nintendo von seiner Switch verkaufen – zumindest erzählen sie das ihren Anlegern. Verständlich: Nach dem eher mäßigen Erfolg der WiiU (ich gebe dem Namen ungefähr 76,43% der Schuld daran) soll die Nintendo Switch endlich wieder an den unvergleichlichen Erfolg der Wii anknüpfen. Ja, technisch gesehen haben sowohl die PlayStation als auch die PlayStation 2 mehr Einheiten verkauft (vom Nintendo DS und den Gameboys ganz zu schweigen). Aber die Wii war definitiv ein anderes Kaliber was das Phänomen an sich anging und entsprechend der Misserfolg der WiiU (14 Millionen verkaufte Einheiten) ein massiver Dorn im Auge des Managements.

Ein einmaliges Ereignis

Doch gerade aufgrund des immensen Erfolgs der Wii bezweifle ich ein wenig, dass da die Switch mithalten kann. Nicht etwa, weil ich die Switch doof finden würde (abseits vom Namen). Nein, die Wii war schlicht und einfach das perfekte Gerät zur perfekten Zeit. Es traf 2006 massiv den Zeitgeist (Bewegungssteuerung, die Out-of-the-Box auch tatsächlich ganz gut funktionierte) und konnte damit Zielgruppen für sich erschließen, die sonst abseits des PCs (und heute Smartphones) nicht erreichte. Vor allem, weil auf der Packung „Nintendo“ stand. Eine Firma, die selbst der Älteste unter den Ältesten kennt. Das darf man definitiv nicht unterschätzen. Gleiche Konsole nur mit „Microsoft“ oder „Sony“ drauf? Ich glaube nicht, dass sie diese Reichweite gehabt hätte.

Allerdings war dieser Erfolg ohne langfristige Wirkung aus meiner Sicht. Ja, anfangs war die Konsole monatelang überall ausverkauft und Wii Sports ist in den Top 3 der meistverkauften Videospiele aller Zeiten (nach Tetris und Minecraft und vor GTA V). Aber im Rückblick hat sich gezeigt, dass das Softwareangebot der Wii nicht nur eher übersichtlich blieb, sondern auch von dieser neuen Zielgruppe mit massivem Dessinteresse begleitet wurde. Sie hatten ihr Wii Sports und vielleicht noch WiiFit – mehr brauchten sie nicht. Und alle anderen scherzten stattdessen darüber, dass sie mal wieder ihre Nintendo-Konsole abstauben müssten, weil sie darauf schon ewig nichts mehr gespielt haben.

Gleicher Ansatz, neuer Look

Nintendo Switch (Herstellerbild)

Grundsätzlich erscheint mir die NSC (keine Ahnung, was die offizielle Abkürzung ist) einfach nur eine Weiterentwicklung der WiiU zu sein. Das ist auch erst einmal nicht schlecht. Warum eine Konsole und einen Handheld kaufen, wenn ich beides in einem habe? Der WiiU-Controller war nur einfach nicht wirklich handlich. Da gefallt mir die NSC mit den Joy-Con-Controller wesentlich besser (und sieht etwas handlicher aus). Und Zuhause dann sogar noch optionales Controllerfeeling durch die Joy-Con-Halterung (wieder so ein blöder Name) oder den Pro Controller, so muss das sein!

Ich finde diese vollkommen modulare Idee also nicht nur in Bezug auf die Konsole, sondern auch die Controller durchaus cool. Es steigt zwar die Gefahr, dass man eines der drei Teile verliert aber so ist das ja immer. Dass die Abwärtskompatibilität nur digital ist, weil das System wieder Cartridges benutzt und man vermutlich wieder alles neu kaufen muss (Nintendo halt) ist natürlich doof. Andererseits kann ich mir durchaus vorstellen sowohl eine WiiU im Hause zu haben als auch eine NSC – schon allein weil wahrscheinlich so einige jetzt ihre WiiU samt kompletter Spielesammlung billig bei eBay raushauen werden :smile: . Außerdem ist es völlig legitim mal wieder einen Cut zu machen, denn seien wir mal ehrlich: Wer will schon Wii Sports mit der NSC spielen?

Die ganze Thematik mit dem kostenpflichtigen Onlineservice sehe ich hingegen kritisch. Nicht, weil ich nicht bereit wäre dafür zu bezahlen (ich habe seit Jahren ein Xbox Live Abo). Mein Problem liegt in der Kombination aus „Nintendo“ und „Onlineservice“. Wenn ich wieder (gefühlt) 200-stellige Friendscodes für jedes Spiel einzeln eintippen muss, dann geht mir so langsam die Hutschnur hoch. Kindersicherung schön und gut – das muss einfach bessergehen. Und natürlich bitte endlich nur ein Account auf dem dann für alle Ewigkeit meine gekauften Spiele jederzeit wieder herunterladbar sind.

Die Spiele

Zelda: Breath of the Wild (Herstellerbild)

Am 3. März 2017 soll die kleine schwarze dann im Regal stehen. Das Launch-Lineup von Nintendo für die Switch ist mit zwei Titeln durchaus übersichtlich. Wobei sie mit The Legend of Zelda: Breath of the Wild natürlich ein massives Schwergewicht mit dabeihaben, welches bei der WiiU eindeutig gefehlt hat. New Super Mario Bros. U ist da einfach kein Vergleich wie ich finde. 1-2 SwitchWii Sports. Der Rest der insgesamt 10 Launchtitel? Nun, hauptsächlich Ports von schon lange auf anderen Plattformen veröffentlichten Titeln. Einzig Super Bomberman R würde mich persönlich noch reizen.

Andererseits behauptet Nintendo, dass das dieses Mal tatsächlich so geplant war. Der Gedanke: Lieber einen regelmäßigen Schub an Neuveröffentlichungen haben und damit ständig im Gespräch sein statt nur hin und wieder. Diesen Ansatz kann ich auch durchaus nachvollziehen, wenngleich er sicherlich dem ein oder anderen Hardcoregamer nicht passen wird, der The Legend of Zelda: Breath of the Wind schon fünf Minunten nach Release 100% durchgespielt hat. Und Nintendo hat durchaus noch ein paar Asse im Ärmel dieses Jahr mit Splatoon 2, Xenoblades Chronicles 2 und Super Mario Odyssey (wobei ich das ästhetisch sehr komisch finde). Die Aussage, dass derzeit 100 Spiele bei 70 Publishern in Entwicklung sind, kommentiere ich hingegen mit einem „Ja, und?“. Das war damals bei der WiiU exakt gleich aber am Ende wurden die meisten davon wieder eingestellt. Wenn Nintendo in dem Punkt wieder auf die Nase fällt, dann müssen sie ihr Konzept mal grundsätzlich überdenken.

Fazit

Ich werde mir keine Nintendo Switch zum Releasetag holen, das dürfte aber niemanden verwundern. Gespannt bin ich aber dennoch, ob Nintendo wirklich aus den Fehlern der WiiU gelernt hat und nun zurück zu alten Stärken findet. Und zumindest was ich bislang gesehen habe, macht mich definitiv mehr an als die WiiU. Außerdem interessieren mich die Entwicklung des Onlineservice und die Third-Party-Spieleversorgung brennend.
Und wie seht ihr das? Steht ihr direkt an Tag 1 im Laden oder findet ihr das neue Gerät total doof?

Sicarius

Rennende Sphärenläufer

Selbst wenn man, wie ich, derzeit hauptsächlich auf dem Smartphone zockt: Etwas Abwechslung muss sein. Nein, ich rede nicht davon, dass am Donnerstag seit langem mal wieder ein neuer Kairosoft-Titel erschienen ist, der nicht im Free-2-Play-Format daherkommt (March to a Million). Zwar habe ich mir auch den selbstverständlich sofort gekauft und spiele fleißig aber da bin ich noch nicht tief genug drin, um eine Einschätzung treffen zu können. Anders sieht es bei den folgenden zwei Titeln aus:

Die Ruhe vor dem Sturm

Magic the Gathering: Puzzle Quest (2015; iOS & Android) – Ich bin bekanntlich einer der wenigen, der sich tatsächlich bis zum Finale von Puzzle Quest: Challenge of the Warlords durchgekämpft hat. Sprich, der nicht auf dem Weg der endlosen Langeweile dieses Match-3-Titels erlegen ist. Mittlerweile gibt es nicht nur ein paar Nachfolger zum Original, sondern auch ein paar (hauptsächlich Mobile) Spin-offs. Darunter einen mit der Lizenz des Kartenspiels Magic the Gathering. Und da ich sowohl Fan von Puzzle Quest als auch Magic the Gathering bin und die App darüber hinaus Free-2-Play ist, habe ich mich mittlerweile in den ewigen Kampf der Planeswalker gestürzt.

Das Spielprinzip ist bekannt: 7×7 Steine in sechs Varianten (fünf Farben, ein Spezialstein) liegen zufällig verteilt herum und ihr müsst mindestens drei zusammenbringen, um sie vom Spielfeld zu löschen. Getreu der Lizenz, sammelt ihr dadurch Mana in den verschiedenen Farben bzw. (durch die Spezialsteine), Planeswalker-Loyalitätspunkte (für spezielle Zaubersprüche eures Charakters). Habt ihr genug Mana gesammelt (die Farbe ist egal – eure Planeswalkeraffinität entscheidet nur, wie viel Mana ihr für die Kombi erhaltet), wird die oberste Karte in eurer virtuellen Hand ausgespielt. Das kann ein Zauber, eine Kreatur oder ein Support sein. Letzteres werden zu Steinen auf dem Spielfeld, die euch besondere Boni geben aber auch vom Gegner einfach gelöscht werden können, wenn er sie als Teil seiner Dreier-Kombi verwendet. An Kreaturen könnt ihr bis zu drei gleichzeitig auf dem Spielfeld haben, die auf euren Gegner (bestenfalls) jede Runde solange einschlagen bis er keine Lebensenergie mehr hat.

Grenzenlose Freiheit

Eine der unzähligen Karten

Soweit, so einfach. Das coole an Magic the Gathering: Puzzle Quest ist jedoch, dass ihr euer Karten-Deck wie im Original frei zusammenstellen könnt. Hier kommt dann natürlich auch der Free-2-Play-Aspekt ins Spiel. Zwar erhaltet ihr einen gewissen Grundstock und könnt regelmäßig kostenlos neue Karten erhalten (alle acht Stunden sowie bei täglichem Login ein paar Mal im Monat). Aber natürlich wollen die Entwickler, dass ihr die Kartenpacks kauft. Das gilt genauso für zusätzliche Planeswalker. Schließlich wollt ihr ja nicht einfach nur Chandra haben, sondern unbedingt Chandra, Torch of Defiance. Um die zu bekommen, braucht ihr jedoch Kristalle und die gibt es am einfachsten für echtes Geld. Genauso wie die Planeswalkerpunkte, die ihr benötigt, um eure Charaktere aufzuleveln.

Steht euer Deck, könnt ihr damit die Einzelspielerkampagne meistern, gegen Decks anderer Spieler antreten (allerdings KI-gesteuert) oder in Events kämpfen und dadurch jeweils Belohnungen (Kartenbooster, Kristalle, Planeswalkerpunkte) erhalten, um den Zyklus zu wiederholen.

Beim Christoph meint: Der Titel leidet leider ab einem gewissen Punkt stark unter dem Free-2-Play-Gedanken. Zwar gewinne ich mit den Standarddecks immer noch halbwegs regelmäßig aber meine Freiheit eigene, erfolgreiche Decks zu bauen ist massiv dadurch eingeschränkt, dass die dicken Karten (Mythics, Rares) nur äußerst selten im kostenlosen Booster drin sind. Auch das Aufleveln meiner Charaktere geschieht nur langsam und dadurch komme ich in den diversen Events sowie der Einzelspielerkampagne aktuell nicht weiter. Sprich es heißt für mich aktuell vor allem: Grinden, grinden und grinden. Das ist schade, da das eigentliche Spielprinzip richtig viel Laune macht. Die Kombination aus dem Zufallselement (welche Karten habe ich gerade gezogen und welches Mana kann ich mir holen) plus Taktik (für welche Karte aus meiner Hand sammele ich jetzt Mana, wie funktioniert mein Deck) funktioniert einwandfrei. Deshalb: Wer beide Originale mag (und neben seiner physischen und digitalen Kartensammlung auch noch eine Mobile anfangen will), sollte sich den Titel unbedingt mal anschauen.

Ein Mehrspielerrennen

Super Mario Run (2016; iOS & Android) – Was waren alle gespannt auf diesen Titel. Das erste „richtige“ Mobilegame von Nintendo (vorher kamen Miitomo und Pokémon Go) und der „erste“ Auftritt des Klempners namens Mario auf einer anderen Plattform als dem Nintendo (es gab in den 90igern mal ein paar PC-Lernspiele). Das Spielprinzip ist schnell erklärt: Mario (könnt im Laufe des Spiels noch fünf weitere Charaktere freischalten) läuft automatisch von links nach rechts durch die sehr übersichtlichen Levels. Länger als 60 Sekunden dauert denke ich keines von den 24 Levels, die im Einzelspielermodus zur Verfügung stehen – zumindest nach der Zahlung von 9,99 Euro. Ohne dürft ihr nur die ersten vier Levels immer und immer und immer und immer…ihr wisst schon :smile: .

Es gilt das Ende des Levels zu erreichen, dabei möglichst viele Coins einzusammeln (sowie die 15 Special Coins, um drei Bonuslevel freizuschalten) und allen Gefahren auszuweichen. Kompliziert ist anders. Der einzige Unterschied zu all den Endlosrunnern dort draußen auf dem Markt ist schlicht, dass es ein definiertes Ende für jedes Level gibt. Mit den Coins könnt ihr euch anschließend Objekte für Peachs Königreich kaufen, von denen ihr aber auch erst einen Großteil freischalten müsst. Zum einen durch das Bewältigen des Einzelspielermodus, vor allem aber durch den Mehrspielermodus.

Zu zweit allein

Nach Zahlung des Eintritts (ein „Rally-Ticket“ pro Rennen) tretet ihr in speziellen, ein Stück weit zufallsgenerierten Varianten der Einzelspielerlevels gegen menschliche Spieler an – könnte man zumindest denken. In der Realität steht zwar der Name eines anderen Nutzers drauf, gesteuert wird die Figur aber von der KI. Ob dabei einfach nur ein altes Replay abläuft, sich die KI die Verhaltensmuster des eigentlichen Spielers gemerkt hat oder wirklich einfach nur die KI zockt – ich weiß es nicht. Am Ende des Tages ist es auch völlig egal, da ihr keinerlei Interaktionsmöglichkeiten habt mit dem Gegenüber (nur die übliche, völlig umständliche Friendslist).

Mein Königreich

Das Spielprinzip bleibt im Mehrspielermodus bis auf drei Details unverändert. So läuft das Level in einer Endlosschleife und endet, wenn die Zeit abgelaufen ist. Außerdem steigert ihr durch das Sammeln von Coins steigert euer Coin-Meter. Ist es voll, sind im Level plötzlich noch mehr Coins solange bis es wieder leer ist. Und zu guter letzt erhaltet ihr durch das Vollführen von„Tricks“ (knapp Gegnern entkommen, Special Coins sammeln, und sowas) Toad-Zuschauer.

Letzteres ist der ganze Sinn und Zweck des Mehrspielermodus, denn nur, wenn ihr genug von den Toads (gibt sechs Farben) habt, werden weitere Gebäude, Spezialsachen und Dekoobjekte für das Königreich freigeschaltet. Die gesammelten Toads werden quasi auf eure Coins aufgerechnet und wenn ihr mehr habt als euer Gegner, gewinnt ihr das Rennen und erhaltet als Belohnung die Coins sowie alle Toads. Das Ziel des Spiels? 9999 Toads sammeln und alle Objekte für das Königreich freischalten. Danach? Nix mehr.

Beim Christoph meint: Das Spielprinzip an sich macht freilich kurze Zeit Spaß. Da ist es egal ob jetzt Mario draufsteht, Rayman oder sonst was. Und es kommt absolut durchpoliert daher, wie man es eben von einem Nintendo-Titel erwarten würde. Ich finde es außerdem gut, dass es im Gegensatz zu den typischen Endlosrunnern ein definiertes Ende gibt. Das ist allerdings auch sein größtes Problem: Äußerst lange hält der Titel absolut nicht bei der Stange. Nach spätestens einer Stunde habt ihr alle Levels der Einzelspielerkampagne durch und schon ein paar Runden im Mehrspielermodus gedreht. Danach hält höchstens noch die Sammelwut bei Laune (sowie die Herausforderung die Special Coins zu finden und einzusammeln) – wenn überhaupt. Dass dieses übersichtliche Vergnügen 10 Euro kostet finde ich durchaus eine Frechheit. Da gibt es im Vergleich einfach viel Besseres. Zum Beispiel Rayman Jungle Run bzw. Rayman Fiesta Run .

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