Sicarius

Das Crowdfunding-Jahr 2012

Eine schicke Eurobox

Letzte Woche war es mal wieder soweit: Zwei Pakete wurden von der Post geliefert und damit waren zwei weitere Crowdfunding-Projekte für mich erfolgreich abgeschlossen. Das erste Paket enthielt das Buch SNES: A Visual Compendium. Dessen Crowdfunding-Kampagne fand 2017 statt und es ist das mittlerweile fünfte über Kickstarter finanzierte Werk des Verlags Bitmap Books.

Das zweite Paket enthielt amüsanter Weise die physische Box von Grim Dawn. Ja, obwohl das Hauptspiel schon Anfang 2016 veröffentlicht wurde, fehlten die Goodies noch. Der Kickstarter dazu fand sogar schon 2012 statt (die 11. Crowdfunding-Kampagne, die ich je unterstützt habe). Und ja, ich bin weiterhin einer dieser komischen Typen, der nur sehr wenige Spielekampagnen unterstützt, wo es nicht auch eine physische Box dazu gibt.

Erfolgsgeschichte?

Grim Dawn ist aber bei weitem nicht die einzige Kampagne von 2012, bei der ich noch auf die Erfüllung warte. Unterstützt hatte ich damals, zur Hochzeit des Crowdfunding-Booms, satte 58 Projekte (das meiste waren irgendwelche Videospiele). 12 davon konnten das anpeilte Ziel nicht erreichen, bleiben 46 theoretisch erfolgreiche Projekte. Und wie viele davon sind tatsächlich 100% abgeschlossen, sprich das Spiel ist erschienen und ich habe mittlerweile alle Goodies erhalten (unabhängig davon, wie lange es gedauert hat am Ende)? 30 Stück.

Immerhin 65% könnte man es positiv formulieren. Bei fünf weiteren Kampagnen ist zumindest das eigentliche Produkt fertig gestellt worden. Es fehlen „nur noch“ die Goodies. Die Chance, dass die noch eintreffen ist bei drei dieser fünf Projekten aber praktisch null. Bei den anderen zweien besteht zumindest noch eine realistische Chance. Belieben noch 11 Projekte. Weitere fünf davon sind immerhin in irgendeiner Form (Alpha, Beta, Early Access) für mich schon spielbar (ja, darunter auch Star Citizen) und die Kommunikation von Seiten der Entwickler ist weiterhin vorhanden. Nur eines wird wohl nie fertiggestellt: Nekro. Einer der paar Dungeon Keeper-Inspirationen mit interessanten Ideen, die anfangs auf Kickstarter aufgepoppt sind.

Böse Partner

Ein Screenshot aus Nekro

Viel fehlt bis zum Release von Nekro laut dem einzigen kommunikativen Entwickler wohl nicht mehr. Und ich kann tatsächlich bestätigen, dass es bereits sehr gut und fast vollständig spielbar ist. Als das Projekt in die Early-Access-Phase eingetreten ist (und anscheinend auch gut Geld gemacht hat), meinte der zweite Gründer von darkFroge, dass er das Geld alleine verdient hat. Gleichzeitig machte er aber keine Anstalten es dazu zu benutzen, das Spiel zu Ende zu entwickeln. Und wenn sich zwei streiten, kommt am Ende kein fertiges Projekt raus. Das Ergebnis ist ein Titel, den nur Leute spielen können, die rechtzeitig vor der Entfernung aus dem Steam-Shop ihren Key eingegeben haben. Von den physischen Goodies, die niemals das Licht der Welt erblicken werden, will ich erst gar nicht anfangen…

Und damit sind wir bei den verbliebenen sechs Projekten angekommen. Das berühmteste darunter dürfte Neal Stephensons Clang sein, das eine historisch Schwertkampfsimulation werden sollte. Am Ende kam nur ein Prototyp raus und das Thema wurde immerhin offiziell eingestellt. Drei weitere Projekte zeigen zumindest ein gewisses Level an Aktivität (ironischerweise sind alle drei Point & Click-Adventure) mit zwar teilweise größeren Abständen zwischen den Updates aber immerhin sichtbare Fortschritten (oder glaubwürdigen Ausreden). Es ist halt wie es am Anfang der ganzen Crowdfunding-Blase war: Man hat die benötigten Ressourcen völlig unterschätzt. Und vor allem ein Indie-Entwickler kann sich halt nicht so einfach woanders Geld holen. Also wird nur noch in der Freizeit weitergearbeitet.

Das vorletzte Projekt, eine Dokumentation über Dungeons & Dragons, zeigt zwar keine offizielle Aktivität mehr. Man kann aber dank des amerikanischen Justizsystems mitverfolgen was gerade ansteht (alles online einsehbar – da könnte sich unser Rechtsstaat mal eine Scheibe davon abschneiden). Hier haben sich die ursprünglichen Partner nämlich auch verkracht mit dem Ergebnis, dass einer davon eine zweite Crowdfunding-Kampagne zum exakt gleichen Thema startete (mit Erfolg). Jetzt wird darum gestritten, ob das zulässig war und ob er Inhalte von der ersten Doku in seine zweite übernommen hat und so. Der Rechtsstreit dauert seit 2014 an. Die bislang letzte Aktivität war Mitte Dezember 2017. Wird sich also noch hinziehen…

Ewige Entschuldigungen

Was für ein hässliches Cover…

Und dann wäre da zu guter Letzt noch der Autor von High Score, Rusel DeMaria, der offensichtlich nicht so ganz verstanden hat wie die Zeiten heutzutage sind. Es ist nicht so, dass er keine Erfahrung im Schreiben hätte – immerhin 60 Bücher (darunter viele Lösungsbücher) hat er vor allem in den 90igern veröffentlicht. Seine Idee war es entsprechend die 3. Edition seines Lexikons über die Geschichte von Videospielen einfach über Crowdfunding zu finanzieren und dann selbst zu veröffentlichen. Das Ergebnis ist, dass das Buch immer noch nicht wirklich von angefangen wurde.

Das Kickstarter-Geld war ziemlich schnell weg, stattdessen hat er zuerst versucht seine Recherchereisen in Blogform zu hinterlegen und Eintritt zu diesem Blog zu verlangen, anschließend gab es sehr weit auseinanderliegende Updates voller Jammerei. Von wegen, wie schwer es doch ist heutzutage an die Insider-Infos zu kommen, weil er keine Kontakte mehr hat. Dann kam eine Krankheit dazwischen bevor er anfing etwas anderes zu machen. Zuerst hat er die ersten beiden Editionen von High Score etwas aktualisiert und als eBook neu veröffentlicht. Dann hat er zwei Bücher über die Entwicklung der Xbox geschrieben. Alles mit dem Ziel Geld zu verdienen, wieder Kontakte in die Branche zu bekommen und dann endlich High Score – 3rd Edition schreiben zu können.

Ich unterstelle Hr. DeMaria absolut keine böse Absicht. Aber es ist eindeutig, dass er extrem naiv an die Sache rangegangen ist und ich habe extrem wenig Hoffnung, dass sich hier noch etwas tut. Immerhin: Wir 416 Unterstützer (ja, 2012 waren auch die kleinen noch erfolgreich) haben seine drei eBooks kostenlos als Entschädigung bekommen. Mal schauen wann ich dazu komme die 800 Seiten von Game of X zu lesen. Komme ja schon nicht zu den gedruckten Büchern. Wie soll ich da noch mein digitales Zeug schaffen? :smile: .

Zusammenfassung

Fassen wir also noch einmal zusammen: 2012 habe ich 58 Projekte unterstützt, von denen 46 erfolgreich ihr Geld gesammelt haben (und meist mehr). 30 Stück sind abgeschlossen, weitere 10 sind zumindest spielbar, bei 4 Stück ist immerhin noch Kommunikation und Fortschritt vorhanden, eins wurde offiziell eingestellt und nur bei einem ist der Status tatsächlich komplett unklar. Ganz ehrlich: Bevor ich diesen Eintrag angefangen habe, dachte ich, die Rohrkrepiererquote wäre höher. Vermutlich denke ich da mehr an 2013… :smile: .

Allerdings haben wir noch nicht die eigentlich entscheidende Zahl betrachtet: Wie viele von den 35 nutzbaren (abgeschlossen oder es fehlen nur noch ein paar Goodies) Projekten aus dem Jahre 2012 waren am Ende tatsächlich ihr Geld wert? Nun, tatsächlich die meisten würde ich sagen. Richtig bereut habe ich es ausschließlich die Ouya unterstützt zu haben. Da habe ich mich einfach vom Hype mitreißen lassen. Die Pebble wollte ich zwar am Ende auch nicht mehr haben, da habe ich aber meinen kompletten Einsatz wieder erstattet bekommen insofern hege ich hier kein böses Blut.

Weitere schlechte Beispiele

Legends of Aethereus (Herstellerbild)

Vom Ergebnis her ihr Geld nicht wert waren aus meiner Sicht außerdem der Taktik-Shooter Takedown: Red Sabre, das Journalistenbuch Up Up Down Down Left Write, das Pseudo-MMO-Rollenspiel Legends of Aethereus (auch hier sind die Entwickler vom Erdboden verschwunden – immerhin erst nach der Veröffentlichung) und tatsächlich Tropes vs. Women in Video Games.

Letzteres war weniger den Inhalten geschuldet – wenn mal ein Video kam, fand ich es gut -, sondern eher, dass Fr. Sarkeesian das Projekt aus meiner Sicht relativ schnell als lästig angesehen hat und nur noch „Dienst nach Vorschrift“ dafür machte. Sie hat stattdessen den Erfolg und die Aufmerksamkeit, die sie durch den Kickstarter bekommen hat, dafür verwendet ihre eigentliche Webseite Feminist Frequency aufzumotzen und zu pushen. Das fand ich sehr schade. Sie wollte sich am Ende sogar davor drücken die physischen Goodies rauszuschicken („sind die nicht total out heute?“). Nach etwas Protest kam immerhin ein USB-Stick (statt der versprochenen DVD) mit den Episoden in hoher Qualität… Ne, so interessant die Videos und so wichtig die dadurch angestoßene Debatte auch war – nochmal bekommt die Dame von mir kein Geld.

Epilog

Mittlerweile unterstützte ich nur noch wenige Crowdfunding-Projekte (2017 waren es 11 Stück) und wenn, dann nur noch Sachen, wo ich mir relativ sicher bin, dass etwas Gutes dabei rauskommt. Das betrifft vor allem Wiederholungstäter wie der oben erwähnte Publisher Bitmap Books. Da weiß ich nicht nur, was mich erwartet. Ich kann mir außerdem sicher sein, dass ich das Produkt mit allem Drum und Dran am Ende auch erhalte. Und ich muss sagen: Diese Strategie funktioniert bislang sehr gut.

In diesem Sinne: Bis Montag!

Eine aufgeweckte Katze

MAU! MAU! *brummel* MIAU!

Ich will eure Aufmerksamkeit und zwar sofort! Alle Blicke zu mir, alle Spielsachen und Leckerlis zu meinen Füßen und am besten auch gleich noch jemanden zum Bauchkraulen abstellen. Aber flott! Ja, so macht ihr das gut. Bitte? Sitz machen, Pfötchen geben und die Faust wählen mit dem Leckerli drin? Von mir aus mache ich eure anspruchslosen Spielchen mit – hauptsache es gibt am Ende was zu kauen.

Und jetzt, wo ihr voll auf mich fixiert seid, kann ich euch endlich davon erzählen wie es mir so geht. Mittlerweile bin ich schließlich schon über ein Jahr im Hause Lysanda obwohl ich zumindest im Sommer „draußen“ durchaus superduper toll finde. Ab Herbst bleibt die Heizung allerdings mein Lieblingsort (Anm. d. Red.: Vorbildlich abgesichert mit einem engmaschigen Lichtschachtgitter). Da scheint meine Herkunft (zur Erinnerung: Fuerteventura) am meisten durchzukommen.

Pichu, der Intelligenzlose

Mein Spanisches Temperament ist allerdings auch nicht ohne. Aber was soll ich denn machen? Ich bin die einzige Kätzin hier im Haus. Da muss ich mich doch irgendwie gegen die anderen drei Volltrottel durchsetzen und den Dosenöffnern sagen, wo es langgeht. Beispielsweise muss im Schlafzimmer einfach morgens das Fenster geöffnet werden, damit ich rausschauen kann. Und das muss ich selbstverständlich laut einfordern! Bitte? Ich könnte schlicht zur Katzenklappe raus? Ich kann dir auch einfach die Augen auskratzen, lieber Besucher! Und nein, als Nica noch bei uns war, war es nicht viel besser. Zwei Frauen in einem Haushalt gehen einfach nicht. Insofern finde ich es ganz gut jetzt die Chefin zu sein – auch wenn es die drei anderen Hansel nicht immer kapieren.

Vor allem der liebe Pichu…der, bei dem offensichtlich jemand im Gehirn ständig irgendwelche aktuellen Popsongs singt. Anders kann ich mir sein Verhalten einfach nicht erklären. So viele Adjektive könnte man auf diesen Typen verwenden: Hibbelig, Frech, Eingebildet, Sorglos, Dauerhungrig und trotzdem würde man nur an der Oberfläche dieses naiven und treudoofen Katers kratzen. Meine Vermutung ist ja, dass er eigentlich ein Hund werden wollte aber auf dem Weg dahin irgendwo falsch abgebogen ist.

Nach Größe sortiert

Zugegeben: Auf seine Art und Weise ist er doch süß. Und ich finde es tatsächlich sehr lustig ihm vom Kratzbaum herab auf die Nase zu hauen. Und auch, dass er mich hin und wieder (wie alle) am Kopf putzt oder mir einen Nasenstupser gibt ist völlig okay. Mäuse jagen kann er ebenso vorzüglich. Ich kann ihn ganz gut tolerieren, will ich damit sagen. Aber die meiste Zeit ist er einfach nur ein unruhiges Nervenbündel. Man könnte meinen, er wäre ein Teenager. Seine Katzenakne würde das bestätigen. Aber eigentlich wird er dieses Jahr schon zwei Jahre alt. Naja, vielleicht in der Entwicklung stehen geblieben oder so. Hoffentlich wird er in seinem jugendlichen Leichtsinn nicht doch mal überfahren…

Balu, mein Bro

Balu und ich, wir verstehen uns hingegen super. Er haut mir zwar ab und zu auf den Po, der sexistische Drecksack, um mich dazu zu bringen mit ihm zu spielen (Paaren geht ja bei uns beiden nicht mehr). Aber ich als süße und flauschige 3,8kg-Katze werde garantiert nicht mit einem riesigen 7,4kg-Schwergewicht rummachen. Ein Prankenhieb und ich lieg unter den Futterdosen! Nene, das lassen wir mal lieber. Ansonsten ist Balu tatsächlich die einzige Katze hier im Haus, die ich immer Grüße, wenn ich sie sehe. Er ist zwar groß und stark aber im Herzen doch ein ganz lieber und verletzlicher Kerl. Schade, dass ihm die anderen aus Angst immer noch aus dem Weg gehen.

Und dann wäre da noch Jules. Warum sind die Bösen immer schwarz-weiß?! Erst Nica, jetzt Jules. Es zeigt sich wieder: Getigert ist die einzig wahre Fellfarbe! Wenigstens habe ich ihn frühzeitig in die Schranken verwiesen und er geht mir großzügig aus dem Weg, ohne, dass ich ihn überhaupt anschauen muss. Ich bin aber natürlich nicht ganz herzlos. So lasse ich den armen, schüchternen Kerl beim Fressen gerne den Vortritt – also zumindest solange ich keinen massiven Kohldampf habe. Dann kann er mir selbstverständlich auch gestohlen bleiben. Aber Jules ist definitiv das absolute Gegenteil von Pichu.

Zwei Kabbelbrüder

Vielleicht kabbeln sich die zwei deshalb so gerne. Schüchtern und besonnen gegen Stürmisch und Rücksichtslos. Da kracht, bummt und trampelt es nur so im Haus, wenn die zwei mal wieder ihre fünf Minuten haben. Wer da im Weg steht, hat ein Problem, so heftig wie die zwei sich angehen. Will gar nicht wissen wie viele Gehirnzellen bei jedem Schlag mit dem Kopf gegen die Wand oder die Kommode verloren gehen bei beiden. Ein Wunder, dass es noch keine ernsten Verletzungen gab. Und sowas nennen Männer „spielen“. Nene, das ist mir definitiv zu brutal. Dann lieber von den Dosenöffnern mit dem Federwedel am Kratzbaum hochjagen lassen. Das ist echter Spaß!

Tolle Sache

Klingt fast so, als wäre ich besser eine Einzelkatze geworden, ich weiß. Aber nein: Ganz alleine will ich dann doch nicht sein. Mit Balu um die Häuser streifen, Pichu verhauen und Jules mobben möchte ich einfach nicht missen. Und auch sonst geht es mir richtig, richtig gut. Obwohl ich den anderen den Fortritt lasse gibt es genug (hochwertiges) Futter, die Dosenöffner knuddeln mich schön und viel, es gibt haufenweise Leckerlis, die Umgebung ist auch toll (und voller Mäusenester) – mir könnte es vermutlich nicht bessergehen.

In diesem Sinne: MEHR SPIELSACHEN! MEHR LECKERLIS! MEHR MÄUSE! MEHR WARME HEIZUNGEN!

Alle paar Jahre fällt der 1. Januar auf einen Montag. Bevor wir also zum heutigen Thema kommen:

Das Team von Beim Christoph wünscht euch ein frohes und erfolgreiches Jahr 2018!

Möge 2018 für euch genauso oder besser sein als 2017 (je nachdem)! Und jetzt wünsche ich viel Spaß mit dem Beim Christoph Jahresrückblick 2017:

re-duc-tion (n.) – 2. The result of reducing: a reduction in absenteeism.
TheFreeDictionary

Ich hatte kurz überlegt „downfall“ als das zusammenfassende Wort des Jahres zu wählen. Das war mir aber dann doch etwas zu extrem und vor allem viel zu negativ besetzt. Zwar war 2017 für Beim Christoph nicht unbedingt das beste Jahre. Aber zum einen gab es schon schlechtere (Pre-2006) und zum anderen sehe ich es ganz klar als „Gesundschrumpfen“ an. Lassen wir an diesem verschlafenen Neujahrstag also mal eine Runde lang das vergangene Jahr Revue passieren und schauen was so aus Sicht von Beim Christoph los war und was ich persönlich alles getrieben habe.

Es gilt auch heuer wieder: Wenn ich von „dieses Jahr“ rede, ist 2017 gemeint und mit „nächstes Jahr“ 2018. Alles andere würde die Sache viel zu kompliziert machen. Und wie immer gilt: Die Werte in den Klammern sind die Vergleichszahlen aus 2016. Sie sowie alle dazugehörigen Tabellen sind auf dem Stand 31.12.2017. Außerdem ein Dank an Rondrer, der die Statistikauswertung anno 2012 dankenswerterweise kreiert hat.

Einträge und Autoren

2017 war das erste Jahr mit nur noch 56 (78) Einträgen (52 Montagseinträge, 3 Feiertagsgrüße und ein Sondereintrag). Dafür waren es 56 echte und (zumindest aus meiner Sicht :smile: ) hochwertige Einträge ohne irgendwelche Filler. Dass bei dieser übersichtlichen Anzahl kein einziger Gastbeitrag dabei ist, dürfte wenig verwunderlich sein. Obwohl die Einladung natürlich weiterhin an alle offen ist. Azzkickr kann mir jederzeit sein 25. Werk schicken (vielleicht über seine aktuellen Gedanken zu Virtual Reality?) und ich werde es liebend gerne veröffentlichen. Lysanda konnte immerhin 5 (6) Co-Autor-Erwähnungen für sich verbuchen. Irgendwann werde ich sie bestimmt mal dazu bringen können auch mal einen kompletten Eintrag selbst zu schreiben statt die Hauptarbeit immer mir zu überlassen :wink: .

Nica konnte heuer leider nur einen Eintrag auf das digitale Papier bringen bevor sie viel zu früh von uns gegangen ist. Immerhin zog schon bald danach das Knuddeltier Jules bei uns ein. Ganz abgesehen von Pichu, der schon seit März seine Runden im Haus dreht. Damit sind mittlerweile 4 (3) Katzen als Autoren Beim Christoph tätig. Müssen wir uns wohl doch mal in Kessys Welt umbenennen und endlich die Internetkatzendollars einsammeln?

Die Inhalte

Nein, von Kessys Welt sind wir doch noch ein bisschen entfernt trotz 7 (10) Katzen-Einträgen in diesem Jahr. Man mag es nämlich kaum glauben aber 2017 wurde Beim Christoph tatsächlich mal wieder vom Thema Spiele dominiert. Mit 19 (12) Einträgen (davon 14 [4] mit der Zusatzkategorie Gespielt) zum Thema lag diese Kategorie sogar mit etwas Abstand vor der Gesundheit mit 10 (11) Einträgen. Hier die Übersicht darüber, welche Kategorien in diesem Jahr wie oft mit einem Eintrag verknüpft wurden:

Man kann erkennen, dass Beim Christoph zwar nicht zu den Hochzeiten der Spieleberichterstattung zurückkehrt ist. Gleichzeitig wird aber deutlich, dass es stattdessen eben nicht nur um komischen Gesundheitskram und/oder Katzen geht wie es vielleicht den Anschein hat. Beim Christoph ist schlicht im (vom Webmaster verhassten) „Blog“-Stadium angekommen und es geht mehr oder weniger gleichwertig um alles, was mich im täglichen Leben so beschäftigt. Das scheint, wie wir weiter unten noch sehen werden, zwar weniger Leute zu interessieren als die reine Spielethematik. Aber wie heißt es so schön? Man sollte über das schreiben, was man kennt. Und das ist aufgrund der Reduktion des Spielekonsums nun eine etwas differenzierte Angelegenheit als früher. Insofern kann man es auch wieder positiv sehen. Erwachsen werden, Weltblick erweitern und so.

Dass es abseits der Einträge wieder keine neuen Inhalte wie Podcasts oder Videos gab erwähne ich an dieser Stelle einfach mal so nebenbei. 2018 wird es voraussichtlich nicht viel anderes werden, auch wenn Lysanda vor allem im Gesundheits- und Katzenbereich so einige Ideen hat, die ggf. über die Textform hinausgehen. Mal schauen ob sich daraus irgendetwas entwickelt.

Der Umfang

Beim Thema der Länge der einzelnen Einträge, geht die Kurve aus nachvollziehbaren Gründen wieder nach oben mit nun durchschnittlich 1155,3 (834,8) Wörter pro Eintrag. Schließlich haben die Donnerstags-Umfragen mit ihren nur 3-4 Zeilen Text den Wert ganz schön in den Keller gebracht. Rechnet man entsprechend aus 2015 und 2016 die Umfragen heraus, ist die durchschnittliche Wortanzahl je Eintrag zwar trotzdem seit dem Höhepunkt anno 2014 mit sagenhaften 1389,8 Wörtern etwas abgesunken aber immer noch über dem Niveau von 2011.

Insgesamt gibt es nun 1.429 Einträge hier auf der Seite mit einer Gesamtlänge von 1.107.381 (1.042.682) Wörtern. Wenn ihr das Archiv von Anfang bis Ende durchlest, habt ihr also den Inhalt von mindestens 15 Romanen verschlungen. Ob ihr in der Zeit nicht besser besagte Romane gelesen hättet…darauf gehen wir an dieser Stelle lieber nicht weiter ein :smile: . Lustigerweise habe ich mit 64.699 Wörtern dieses Jahr fast genauso viele wie 2016 getippt (64.277). Und liege damit aber immer noch unter dem Wert von 2008, wie die Übersicht zeigt:

Irgendwie fällt mir jedes Jahr ein neuer Wert ein, zu dem ich eine Statistik machen kann. Mal schauen was es nächstes Jahr sein wird :smile: .

Immer noch kein Kommentar

Jetzt aber genug zu meinem Geschreibsel. Schauen wir uns stattdessen mal an, was ihr so 2017 getrieben habt. Die Antwort: Mit 66 (149) Kommentaren leider nicht viel. Am häufigsten haben neben meiner einer mit 14 (31) noch Kirika mit 10 (39), v138 mit 10 (19) und Zille mit 8 (10) Kommentaren ihre Meinung unter einem Eintrag geäußert. Sehr, sehr wenig wenn man sich die Übersicht anschaut:

Umgerechnet macht das schlappe 1,2 (1,9) Kommentare pro Eintrag und ist der schlechteste Wert in der neueren Geschichte der Seite (die beginnt ab 2006). Wenn es noch weiter sinkt, muss ich wohl doch wieder ein Forum eröffnen :wink: .

Immerhin: Wenn mal ein Kommentar da war, dann hatte er einen gewissen Umfang mit durchschnittlich 103,7 Wörter pro Kommentar. Also fast einer Verdoppelung im Vergleich zu 2016 mit 52,9 Wörtern.

Damit kommen wir insgesamt auf 6.554 (6.488) Kommentare mit einer Gesamtlänge von 497.832 Wörtern. Die halbe Million wurde also leider nicht geknackt. Nächstes Jahr sollte das aber bei gleichbleibender Beteiligung klappen, oder nicht?

Persönlich finde ich es wie immer schade, dass nicht so viel kommentiert wird. Aber die Gründe hatten wir ja schon mehrfach erörtert und sind für mich auch absolut nachvollziehbar. Durch die weitere Reduktion der Einträge, die erweiterte Themenvielfalt sowie der damit verbundene stärkere Blogcharakter ist der Mitredebedarf einfach nicht mehr ganz so groß. Was will man schließlich unter einem Katzeneintrag viel mehr schreiben als „Doofes Vieh!“ oder „Haha, wie süß!“? Eben. Von daher zwar schade aber ist halt so. Solange ihr mein Geschreibsel zumindest noch lest und halbwegs interessant findet (bzw. es vielleicht sogar weiterhilft), können ich und somit Beim Christoph damit leben. Zumal ich die Hoffnung nicht aufgebe, dass ich zumindest ab und zu einen Eintrag raushaue, wo es euch dann doch mal in den Fingern juckt (wie vermutlich der heutige :smile: ).

Besucherspionage – Anzahl

Die Übersicht von Google Analytics

So viel also zu den Inhalten von Beim Christoph. Dieses Jahr gefühlt etwas kürzer aber ehrlich gesagt wüsste ich nicht worüber ich noch groß referieren könnte. Vorschläge gerne in die Kommentare :tongue: . Kommen wir stattdessen zur anderen Seite der Medaille, die direkt durch die Inhalte beeinflusst wird: Den harten Fakten. Zur Erinnerung: Gemäß meiner Datenschutzerklärung läuft im Hintergrund der Seite Google Analytics mit und erzählt mir alles von euch. Von der Größe eurer Unterhose bis zum Inhalt eures Schweizer Kontos – nichts bleibt mir verborgen! Zumindest solange ihr nicht das Script bspw. mit dem offiziellen Browser-Plugin blockt, wie es selbstverständlich euer gutes Recht ist. Verstehe zwar nicht warum ihr das tun wolltet, schließlich sind die Daten doch immer hochinteressant für mich. Aber vielleicht habt ihr ja doch was zu verbergen?! Es soll wohl niemand von eurer Teddybärensammlung erfahren…ich verstehe schon :wink: . Schauen wir doch mal, was für Daten uns diejenigen unter euch ohne Blocker im Zeitraum 01.01. bis 27.12.2017 so hinterlassen haben. Die Zahlen von 2016 stehen erneut in den Klammern.

Wie aufgrund der reduzierten Anzahl an Einträgen und den wenigen Kommentaren erwartet sind die Besucherzahlen massiv eingebrochen. Genauer gesagt um satte 52,26% auf nur noch 4.741 (9.931). Das macht 13,13 (25,94) Besucher pro Tag. Davon sind 3.290 (6.262) sogenannte Uniques mit 8.037 (16.841) Seitenaufrufen. Also auch hier jeweils ein Einbruch um die 50%. Die Dauer der einzelnen Sitzungen ist ebenso um 18,29% auf nur noch 1 Minute und 41 Sekunden gesunken. Gleich geblieben ist ausschließlich mit 1,70 (1,70) die Anzahl an aufgerufenen Seiten pro Sitzung. Ich hoffe, dass dieser Trend 2018 nicht weiter anhält, sonst muss ich mir doch 2019 schwer überlegen ob Beim Christoph in dieser Form tatsächlich noch Sinn macht.

Ich weiß: Ich behaupte immer es wäre mir egal ob es viele oder nur einer liest. Und das stimmt natürlich. Hauptsache ich schreibe überhaupt. Aber wenn es tatsächlich keinen mehr interessiert, dann wäre bspw. eine vollständige Rückkehr zum Tagebuchmodus zu Beginn der Neuzeit denkbar (Einträge ohne Mindestlänge und ohne festen Zeitplan). Oder wirklich eine radikale Konzeptänderung mit bspw. einer neuen Fokussierung auf ein völlig anderes Themengebiet. Mal schauen. Noch ist es zu früh Beim Christoph komplett abzuschreiben. Ich wollte damit nur sagen, dass ich mir freilich wie immer meine Gedanken mache, wie ich die Seite am besten auf meine neue Lebenssituation umstellen kann ohne euch noch weiter vor den Kopf zu stoßen.

Um diesen Absatz aber auf einer positiven Note enden zu lassen: Google Analytics trackt mittlerweile auch die Tageszeit, zu der die jeweilige Seite besucht wird. Hier das dazugehörige Bild:

Die Erkenntnis ist wenig überraschend: Die meisten Besucher waren im letzten Jahr Sonntags, Montags und Dienstags nachmittags unterwegs. Der Anstieg Dienstagnachts um 23 Uhr schiebe ich auf irgendwelche Spambots, die Google nicht rausfiltern kann. Oder ist hier tatsächlich jemand, der explizit immer um diese Uhrzeit vorbeischaut :smile: ?

Besucherspionage – Herkunft

Zu wissen wie viele Leute da waren ist schön und gut. Wichtiger und interessanter sind natürlich die Daten, die sie mitbringen. Zum Beispiel, dass heuer 51,4% (35,3% direkt www.beimchristoph.de in den Browser eingetippt oder zumindest ein entsprechendes Lesezeichen angeklickt haben. 32,1% kamen über eine Google-Suche hierher, was in Sachen Anteil an den Gesamtusern tatsächlich 10,7% mehr sind als letztes Jahr. Dafür fanden nur noch 15,1% (32%) ihren Weg über irgendwelche Verweise auf anderen Webseiten hierher. Am meisten abgesackt sind aber die Zugriffe über die sogenannten Sozialen Netzwerken mit nur noch 1,4% (11,3%). Das entspricht einem Rückgang von satten 93,95% auf nur noch 68 (1.124) Zugriffe.

Von diesen 68 Zugriffen kommen exakt 100% von Facebook – vermutlich aufgrund von Verlinkungen von Lysanda. Von allen anderen Netzwerken kam dieses Jahr niemand hierher. Wenig verwunderlich, da ich auf Twitter dieses Jahr erneut keinen einzigen Link gepostet habe (sollte ich wirklich mal wieder tun) und auf deviantART scheinbar auch keiner einen Grund hatte die dortigen Links anzuklicken. Neben meinen Dauerbrennern (die beiden Kur-Einträge), die vor allem bei Google sehr weit oben zu finden sind und den Körpertuning-Artikeln, war übrigens mein Podcast mit Harald Fränkel heuer wieder ein großer Besuchermagnet. Ist ja auch ein absolut zeitloses Werk *ist stolz auf sich*.

Besucherspionage – Hardware

Mein heimischer Arbeitsplatz (Katze im Preis inbegriffen)

Was steht als nächstes auf der Liste? Ach ja: Wie kommen die lieben Besucher eigentlich auf die Webseite. Nun, damit:

  1. Desktoprechner wurden bei 2.821 (5.904) Zugriffen verwendet was 59,50% (59,45%) entspricht
  2. Smartphones wurden bei 1.587 (3.500) Zugriffen verwendet was 33,47% (35,24%) entspricht
  3. Tablets wurden bei 333 (527) Zugriffen verwendet was 7,02% (5,31%) entspricht

Es hat sich also dieses Jahr so gut wie gar nichts getan wenn man sich die Aufteilung des Kuchens anschaut. Ein paar Zugriffe haben sich vom Smartphone aufs Tablet verschoben aber insgesamt ist das Bild unverändert. Die allermeisten unter euch nutzen immer noch den klassischen Desktop (oder Laptop), um im Internet zu surfen. Vermutlich ein Großteil davon von der Arbeit aus – böse, böse. Wie gut, dass Google Analytics sowas noch nicht trackt :smile: . Hätte tatsächlich erwartet, dass der Smartphone-Anteil weiter zu Lasten des Desktops ansteigt.

Als nächstes gibt es die Antwort auf die Frage, was für Smartphones aktuell bei unseren Besuchern so „in“ sind. Das Ergebnis:

  1. Apple iPhone mit 746 (1.447) Zugriffen unverändert auf Platz 1
  2. Apple iPad mit unverändert 213 Zugriffen (alt Platz 3)
  3. Samsung SM-G920F Galaxy S6 mit 97 (588) Zugriffen (alt Platz 2)
  4. Samsung SM-G930F Galaxy S7 mit 60 (93) Zugriffen (alt Platz 5)
  5. BQ BQS-5065 Aquaris X5 Plus als Neueinsteiger mit 43 Zugriffen

Das Samsung Galaxy S5 ist aus den Top 5 komplett rausgefallen. Im Laufe des Jahres haben also zumindest einige Besucher auf ein anderes Modell gewechselt. Von dem Android-Telefon von BQ habe ich bislang noch nie etwas gehört. Andererseits bin ich im Smartphone-Markt nicht unbedingt so tief drin. Schließlich bin ich fest in Apples Hand (auch wenn ich weiterhin mein iPhone 6+ in Betrieb behalte statt auf etwas Neueres zu wechseln). Keine Ahnung ob der Unterschied bei den Android-Sachen abseits des Supports wirklich so groß ist zwischen den Herstellern. Ich würde zwar auch eher zu einem Samsung-Gerät greifen. Aber das liegt schlicht und einfach daran, dass ich die Marke kenne und weiß, dass sie mir in der Hose explodieren kann :smile: . Ungeachtet dessen finde ich es natürlich immer toll, wenn der Markt nicht nur von zwei Firmen dominiert wird, sondern offensichtlich mal jemand anderes was interessantes rausbringt.

Besucherspionage – Anbieter

So (oder besser) muss das aussehen

Die Hardware ist die eine Sache. Für mich als Mitarbeiter eines gewissen deutschen Telekommunikationsunternehmens interessiert mich aber selbstverständlich viel mehr mit welchem Anbieter ihr im Internet unterwegs seid. Ja, die allermeisten teilen es Google tatsächlich nicht mit (auf Platz 1 ist „not set“) aber wir können eben nur die Daten nehmen, die mir zur Verfügung stehen. Leider muss ich da auch wieder ausfiltern. Habe ich schon erwähnt, dass Google bis heute nicht gescheit mit Spam richtig umgehen kann? Naja, die bereinigte Liste müsste aus meiner Sicht so aussehen:

  1. Deutsche Telekom AG mit 869 (1.383) Zugriffen
  2. OVH Hosting Inc. als Neueinsteiger mit 221 Zugriffen
  3. Vodafone GmbH mit unverändert 156 Zugriffen (alt Platz 4)
  4. Arcor AG mit immer noch 135 Zugriffen (alt Platz 5)
  5. Berolina Klink GmbH & Co. KG als Neueinsteiger mit 103 Zugriffen

Gut, dass mein Arbeitgeber immer noch Platz 1 ist, ist schön. Der letztjährige 3. Platz, Telefonica O2 Germany, ist komplett aus der Top 10 verschwunden während Kabel Deutschland (alt Platz 2) überhaupt nicht mehr auftaucht in der Statistik?! Wenn stattdessen der Vodafone-Anteil gestiegen wäre, könnte ich es ja noch nachvollziehen, aber einfach so komplett weg? Komisch. Vielleicht hat ja einer in den Kommentaren eine Idee, was ich hier übersehe.

Die Neueinsteiger kapiere ich allerdings genauso wenig. OVH Hosting ist, wie der Name schon sagt, eigentlich erst einmal ein Hosting-Anbieter und kein Provider. Und die Berolina Klink ist eine Reha-Klinik irgendwo bei Hannover. Ich kann mir es nur erklären, dass es sich bei beiden um ein firmeninternes Netzwerk handelt, dass sich im Netz so meldet. Ähnlich wie wir es vor ein paar Jahren schon mit dem „Network of Ariva“ hatten. Aber egal was am Ende dahintersteckt: Solange ihr keine Spambots seid, finde ich es toll, dass ihr vorbeischaut!

Besucherspionage – Browser

Ich benutze weiterhin Maxthon (der als Chrome erkannt wird)

Kommen wir als nächstes zur verwendeten Software, auch wenn es da in diesem Jahr zumindest in Sachen Browser absolut keine Veränderungen in der Rangliste gab:

  1. Chrome mit 2.075 (4.767) Zugriffen
  2. Firefox mit 1.086 (2.231) Zugriffen
  3. Safari mit 1.051 (1.753) Zugriffen
  4. Opera mit 166 (332) Zugriffen
  5. Internet Explorer mit 155 (326) Zugriffen

Erst auf Platz 6 kommt mit 54 (97) Zugriffen Microsofts Edge-Browser. Warum auch immer ist der Internet Explorer quasi weiterhin häufiger im Einsatz. Liegt vielleicht wieder an diversen Arbeitsrechnern, die ja meist ältere Software nutzen und man keine Dritt-Browser installieren darf. Wobei letzteres vermutlich gar nicht mehr so ganz stimmen dürfte. Ich gehe stark davon aus, dass viele Firmen mittlerweile erkannt haben, dass es selbst im Intranet nicht so gut ist mit einer riesigen Sicherheitslücke unterwegs zu sein und es zumindest dem Arbeitnehmer freistellen welchen Browser er nutzt. Natürlich sind dann trotzdem viele interne Seiten weiterhin nur auf den IE ausgelegt – aber ein Schritt nach dem anderen. Bitte? Ich klinge, als würde ich aus Erfahrung sprechen? Wer kommt denn auf sowas…

Wechseln wir lieber zur nächsten Übersicht: Auf welchem Betriebssystem der jeweilige Browser installiert ist. Hier gab es immerhin eine kleine Veränderung:

  1. Windows mit 2.628 (4.878) Zugriffen (unverändert Platz 1)
  2. Android mit 990 (1.822) Zugriffen (alt Platz 3)
  3. iOS mit 903 (2.155) Zugriffen (alt Platz 2)
  4. Macintosh mit 121 (789) Zugriffen (unverändert Platz 4)
  5. Linux mit 79 (181) Zugriffen (unverändert Platz 5)

iOS und Mac waren quasi die großen Verlierer durch den massiven Einbruch der Besucherzahlen. Deckt sich zwar irgendwie nicht ganz mit der Gerätestatistik, da dort Android einen stärkeren Verlust hinlegen musste. Aber hey: Bei sich so stark veränderten Grundzahlen ist eine korrekte Einschätzung durchaus schwierig (weshalb ich auch auf die Prozentangaben in diesem Jahr verzichten habe). Immerhin: Windows Phone, BlackBerry und sogar die Nintendo Wii tauchen 2017 erneut in der Top 10 auf.

Besucherspionage – Der Rest

Ich bin immer aktuell!

Google wertet auch eure Adobe Flash Player-Version aus. Aber da allein in diesem Jahr vier Versionssprünge stattgefunden haben, ist die Übersicht aus meiner Sicht nicht wirklich brauchbar ohne sie zeitlich weiter einzugrenzen. Schließlich liegt Version 24 schon allein deswegen auf Platz 1, weil sie seit November 2016 verfügbar ist und Version 28 erst seit Dezember. Immerhin: Von Version 21 (April 2016) haben die meisten auf etwas Aktuelleres gewechselt. Schließlich gehört der Flash Player heutzutage zu einer der größten Sicherheitsrisiken im World Wide Web.

Dann gibt Google noch Auskunft darüber, ob ihr Java aktiviert habt: Bei 3.965 (7.024) Zugriffen war die Java-Unterstützung nicht aktiv und nur bei 776 (2.907) war sie an. Keine Ahnung ob das tatsächlich großartige Auswirkungen auf die Nutzung von Beim Christoph hat. Das müsste uns Rondrer verraten.

Interessanter ist da schon die Statistik über die Bildschirmfarben, die mich jedes Jahr wieder mit einem Fragezeichen zurücklässt:

  1. 24-bit nutzten 2.991 (6.294) Zugriffe
  2. 32-bit nutzten 1.698 (2.988) Zugriffe
  3. 16-bit nutzten 15 (24) Zugriffe

Hier bin ich erneut auf die Analyse unserer Computerexperten angewiesen. Ich hätte eigentlich erwartet, dass mittlerweile alle Geräte (sowohl Desktops als auch Smartphones) mit 32-bit Farbtiefe unterwegs sind. Dem scheint aber nicht so zu sein. Sind es immer noch die Smartphones – ggf., weil sie komisches Zeugs melden (siehe Thema Auflösung)? Oder woher könnte dieser Wert stammen? Bitte um Unterstützung in den Kommentaren! Ich finde unter Windows 10 nicht einmal mehr die Möglichkeit die Farbtiefe anzupassen…

Bei den Auflösungen hat sich allerdings tatsächlich was getan. Letztes Jahr hatte Rondrer ja festgestellt, dass sich sein Android-Handy mit „360×640“ meldet. Das scheint heuer weniger oft vorgekommen zu sein, wie die Top 5 zeigt:

  1. 1920×1080 verwenden 728 (1.300) Besucher (alt Platz 3)
  2. 1366×768 verwenden 593 (1.654) Besucher (alt Platz 1)
  3. 2560×1440 verwenden 592 (322) Besucher (Neueinsteiger)
  4. 360×640 verwenden 567 (1.519) Besucher (alt Platz 2)
  5. 1024×768 verwenden 302 (118) Besucher (Neueinsteiger)

Die Auflösungen 1680×1050 und 1920×1200 sind komplett aus der Top 10 rausgefallen. Es haben also zum einen einige unter euch tatsächlich den Monitor gewechselt. Und zum anderen scheinen einige Handys nun eine andere Auflösung zu melden (oder Google sie richtig zu interpretieren). Immer gut. Und nein, auch in diesem Jahr ist die Palit GeForce GTX 1070 Super Jetstream nicht in meinen Rechner gewandert. Ich glaube mittlerweile wäre wahrscheinlich einfach mal wieder ein Gesamtupgrade (Mainboard, RAM, CPU, SSDs, etc.) sinnvoller statt nur ein GPU-Update. Aber nächstes Jahr steht erst einmal ein Network Attached Storage (NAS) auf meiner Einkaufsliste (vermutlich von Synology mit zwei Bays, jeweils mindestens 4 TB und die dann im RAID). Aber ich halte euch natürlich wie immer auf dem Laufenden was meine Hardwarekäufe angeht :smile: .

Gesamtfazit

Und damit ist mal wieder auf einem großen Haufen DINA4-Seiten alles gesagt, was es auf Basis der zur Verfügung stehenden Statistiken zu sagen gibt. Die herausstechenden Punkte sind natürlich die endgültige Halbierung der Einträge sowie der eindeutig damit verbundene massive Rückgang der Besucher- und Kommentarzahlen. Zwar gab es heuer wieder mehr Einträge, in denen es zumindest zum Teil um Videospiele ging. Aber einen Grund darüber großartig zu diskutieren gab es trotzdem nicht. Ich kann entsprechend nur noch einmal hoffen, dass ihr mein Geschreibsel trotzdem halbwegs gerne lest und hier und da euren Nutzen daraus zieht. Auf jeden Fall gilt:

Ein dickes Dankeschön an alle Besucher, egal ob ihr nur unregelmäßig vorbeischaut und kommentiert oder Beim Christoph als Startseite eingerichtet habt. Ohne euch, würde das alles hier schon lange überhaupt keinen Spaß mehr machen!

Was 2018 bringen wird, ist wie oben angedeutet noch nicht ganz klar. Einen Eintrag jeden Montag wird es aber auf absehbare Zeit weiterhin geben inklusive der Themenvielfalt aus Katzen, Unterhaltungsmedien, Haushalt und Gesundheit. Wie ich aber auch im letzten Jahresrückblick schon geschrieben habe: Ich bin immer offen für Themenvorschläge. Wenn es etwas gibt, was euch interessiert und wo ihr denkt, dass ich was zu sagen hätte, dann immer her damit. Und nein: Religion und Politik gehören definitiv weiterhin nicht dazu.

Aus dem Leben des Webmasters

Das war also 2017 aus Sicht von Beim Christoph. Was fehlt jetzt noch? Mal überlegen…mmmh…ist immer so kompliziert sich den Aufbau von diesen „Traditions“-Einträgen zu merken. Bitte? Die Überschrift sagt es doch schon? Ach Mist, erwischt. Natürlich fehlt jetzt noch ein Blick auf mein eigenes Leben. Wie ist es mir heuer ergangen und wie denke ich geht es 2018 weiter?

In Hinsicht auf meine Arbeit könnte ich im Prinzip grad den Text von letztem Jahr wieder hier reinkopieren. Ich mache weiterhin die Tätigkeit, die ich seit dem Wechsel nach Darmstadt mache (mittlerweile schon wieder drei Jahr her) und ich fühle mich auch prinzipiell weiter wohl dort. Gegen Ende des Jahres ist es etwas stressig geworden (wird sich im neuen Jahr sicherlich fortsetzen) weil es plötzlich in unserer IT-Landschaft eine große Bewegung gibt. Aber ich werde immer noch gut genug für die Tätigkeit bezahlt (nächste Gehaltserhöhung ist ab heute gültig) und in Sachen Work-Life-Balance kann ich mich ebenfalls absolut nicht beschweren (Gleitzeit und Home-Office-Möglichkeiten sei Dank). 2018 erwarte ich auf der Arbeit auch keine großen Überraschungen oder einschneidende Veränderungen und ganz ehrlich: Das ist völlig okay. Mir reichten die Abwechslung und die Herausforderungen, die ich jetzt schon habe. Meine Freizeit ist mir einfach mittlerweile wichtiger geworden. So mache ich zwar mit dem Japanisch nächstes Jahr nicht direkt weiter, bin aber froh es endlich zumindest mal tatsächlich angefangen zu haben es zu lernen. Darüber reden tue ich ja schon länger. Der erste Brief mit vielen japanischen Wörtern ist schon vor Weihnachten Richtung Japan ausgelaufen. Mal schauen was sie darüber denkt :smile: .

Privat – Leben

Sieht doch nett aus!

Zuhause haben wir es mittlerweile geschafft die 1. Etage komplett zu renovieren wie wir sie aktuell haben wollen. Natürlich haben gewisse Katzen schon wieder hier und da ein paar Kratzer in die Wand reingemacht, weshalb ich schon wieder zur Farbe greifen müsste. Aber die Reste von 2016 (Flur, Bad, Kabuff) wurden heuer alle von uns erfolgreich abgearbeitet. Auch im Garten sind wir einen großen Schritt weiter. Lysanda hat im Beet die ersten Eigenanbauversuche hinter sich gebracht und ansonsten haben wir überall Pflanzenkübel, Bäume, Sträucher und so weiter nach unseren Vorstellungen verteilt. Hier und da fehlt noch ein bisschen Erde (vor allem in der Einfahrt durch die Notfallgrabung) und an der Terrasse müsste ein bisschen was gemacht werden. Doch wie heißt es so schön? Eins nach dem anderen! Aktuell ist weiterhin erst einmal der Keller dran.

Erwähnenswerte Höhepunkte gab es heuer ansonsten aus meiner Sicht nicht so wirklich. Finde ich allerdings gut (und hatte ich mir letztes Jahr genau so gewünscht). Lysanda und ich leben unser neues Leben als Familie, uns geht es gut, das Geld ging auch nicht aus, ich konnte mal wieder ein bisschen zocken und wir haben uns immer noch gern und so weiter und so fort. Wie gesagt: 2017 war für mich vergleichsweise langweilig aber im positiven Sinne. Ja, wie oben schon erwähnt ist Nica viel zu früh von uns gegangen. Immerhin haben wir nicht wochenlang vergeblich auf sie gewartet. Sie war einfach morgens nicht da und nachmittags hat Tasso angerufen. Hätte den Umständen entsprechend echt nicht besser passieren sollen. Deswegen auch an dieser Stelle noch einmal mein Appell: Wenn ihr eine Katze auf der Straße liegen seht und ungefährlich anhalten könnt, dann legt sie zumindest an den Straßenrand (damit sie nicht völlig zu matsch gefahren wird). Bestenfalls nehmt ihr sie mit und bringt sie zum nächsten Tierarzt. Der Besitzer wird es euch unendlich danken!

Immerhin war 2017 in Sachen Katzen nicht nur traurig, denn Pichu und Jules sind eingezogen. Außerdem haben sich Balu und Lyssi weiter eingelebt und wollen – zumindest sieht es so aus – definitiv nicht mehr weg.

Privat – Gesundheit

In Sachen Gesundheit war 2017 etwas gemischt aber mit Tendenz zum Positiven. Wieder so einige Ärzte besucht und die Waage zeigt leider aktuell wieder etwas mehr an (die Kleidergröße halte ich aber zum Glück grade noch so). Dafür würde ich sagen, dass ich meine Psyche sehr gut in den Griff bekommen habe durch diverse Maßnahmen (Hypnose, NEMs, EFT, Reiki). Nein, eine neue „klassische“ Psychotherapie habe ich nicht gemacht. Das sehe ich mittlerweile aus diversen Gründen als reichlich sinnlos an (das gilt nur in Bezug auf mich! Das ist keine Verallgemeinerung!). Freilich habe ich wie jeder Mensch auch mal meine schlechten Tage. Aber die sind bei weitem nicht mehr so schlimm und vor allem häufig wie noch 2016. Insgesamt fühle ich mich mittlerweile also tatsächlich halbwegs wohl in meiner Haut, obwohl es weiterhin Luft nach oben gibt vor allem was so die Standardsachen betrifft (bspw. das Liebe Selbstwertgefühl). Vielleicht ist 2018 dann mal die Zeit gekommen einen entsprechenden Eintrag zu tippsen – mal schauen.

Eine zufriedene Katze (Jules-Symbolfoto)

Außerdem habe ich 2017 bekanntlich meine Nase richten lassen. Lysanda schläft zwar immer noch mit Ohrstöpseln, weil mein Schnarchen nicht zu 100% aufgehört hat. Aber es ist definitiv um einiges besser (und leiser) geworden und, was noch wichtiger ist, ich kann spürbar besser atmen. Hatte gleichzeitig überraschend wenig mit meinen Allergien zu kämpfen in diesem Jahr und mein Asthma habe ich weiterhin sehr gut im Griff (meine Lungenwerte sind so gut wie vor zwei Jahren – bei weniger Medikamenten!) mit klarer Tendenz nach oben. Ungeplant war ich nur mal zu Ostern krank, weil ich es mit dem Entgiften ein wenig übertrieben habe. Ansonsten keinen großartigen Schnupfen oder sonst irgendwelche Volks-Wehwehchen gehabt. Da sag‘ noch einer NEMs und Alternativmedizin würden nicht helfen!

Ansonsten habe ich weiter fleißig das Fitnessstudio und meine Kurse besucht (Rückenfitness, Reha-Kurs und Aqua Fitness). Dass mein Bauch sich immer noch nach vorne wölbt ist also ganz eindeutig ein Ernährungsthema. Warum müssen Süßigkeiten und Kohlenhydrate auch so gut schmecken?!

Privat – Zähne

Ein großes Thema waren auch meine Rückschmerzen wo uns erst gegen Ende des Jahres ein richtiger Durchbruch gelang mit dem großen Thema „CMD“. Das ist zwar noch nicht abgeschlossen, aber meine Rückenschmerzen sind definitiv schon wesentlich weniger geworden durch die dazugehörige Physiotherapie und den Spezialübungen, die ich machen soll. Ich wache dadurch nicht mehr jeden morgen damit auf, sondern nur noch ab und zu. Ich hoffe, die Schiene hält was sie verspricht und ist nicht einfach nur ein verdammt teurer Spaß (~2.000 Euro).

Wegen meiner Zahnzusatzversicherung kann ich die erst im Januar einbauen lassen (hatte Anfang 2017 gerade gewechselt…). Dieses Jahr musste die erst einmal meine Ersatzfüllungen und Implantantkrone bezahlen. Die waren nicht gut gemacht, weshalb sie mein CMD-Zahnarzt ausgetauscht hat. Wenn der Biss nicht in Ordnung ist, hilft nämlich auch die Schiene nichts. Aus meiner Sicht war es aber das Geld wert. Vor allem die Implantatkrone ist eine riesige Erleichterung. War bislang immer ein totaler Entzündungsherd aber keiner meiner bisherigen Zahnärzte hat da außer ein bisschen Salbe drauf schmieren etwas gemacht. Dabei war schlicht das Problem, dass die Krone nicht richtig an den Zwischenraum angepasst war und auf das Zahnfleisch drückte. Das sollte doch eigentlich jedem Zahnarzt auffallen…

Privat – Ausblick

Meine Japanisch-Mappe

Auch heuer muss ich für vieles aus den vorherigen Absätzen ein großes Dankeschön an Lysanda richten. Sie ist weiterhin eine unschätzbare Motivationsquelle und Unterstützung nicht nur aber vor allem was meine Gesundheit angeht. Wenn sie sich nicht in die Themen einlesen und mich anstupsen würde, würde ich immer noch in meinem Kellerloch vor mich hin weinen. Klingt hart aber was meinen Körper angeht bin ich einfach eine total faule Sau, die lieber in Selbstmitleid versinkt statt den ersten Schritt zu gehen. Doofe Angewohnheit. Solltet ihr absolut nicht nachmachen!

Und wie geht es 2018 weiter? Nun, prinzipiell hoffentlich erst einmal einfach wie dieses Jahr. Weiterhin fleißig Sport machen, Lysanda und die Katzen gernhaben, ein bisschen am Haus weitermachen und derlei völlig langweiliger, alltäglicher Kram. Ansonsten eindeutig wieder mehr für die Waage tun und schauen wie die Schiene mir weiterhilft. Auf der Arbeit erwarte ich zwar keine großen Überraschungen, bin aber natürlich trotzdem gespannt wie es weitergeht und was ggf. Neues dazu kommt. Vermutlich auch privat das eine oder andere Neue versuchen (ggf. mit Auswirkungen auf Beim Christoph – bspw. wird mein Bildungsurlaub 2018 eine Schreibwerkstatt sein) aber insgesamt trotzdem nichts überstürzen und vor allem Leben.

Epilog

Ich würde sagen, dass ist eine gute Stelle, um aufzuhören. Nach fast einer Woche Schreibarbeit und vermutlich dem 6. Platz auf der Rangliste der längsten Einträge auf der Webseite, ist es aber auch definitiv genug von mir für heute. Ich hoffe, ihr hattet Spaß am Lesen und wie es die Tradition verlangt, übergebe ich den Stab nun an euch: Wie war euer Jahr 2017?

Ein Teil unseres Salzvorrats

„Ist doch egal was du isst – schmeckt doch eh alles gleich!“, „Nimm nicht so viel, das ist ungesund!“, „Willst du noch etwas Fleisch zu deinem Salz?!“ – ja, in meiner Kindheit und Jugend musste ich mir vor allem von der lieben Verwandtschaft extrem viel anhören was meinen Speisesalzkonsum anging. Am Ende war ich sogar soweit, dass ich vor allem bei Restaurantbesuchen das Essen einfach so wie es kam konsumiert habe obwohl es mir ohne das zusätzliche Salz gar nicht wirklich schmeckte, nur damit die anwesenden Personen keinen Grund hatten schon wieder ihr Maul aufzureißen. Will gar nicht wissen was für Neurosen ich alleine dadurch so bekommen habe.

Symptom ist nicht gleich Ursache

Heute ist es zum Glück anders mit der Salzgängelei. Gut, die liebe Verwandtschaft denkt sich vermutlich immer noch ihren Teil. Aber Lysanda hat mir ausschließlich die Fertiggewürzmischungen (wegen dem Geschmacksverstärker Glutamat) abgewöhnt und lässt mich ansonsten so viel Salz, Pfeffer, eigene Gewürzmischung draufkippen wie ich will. Zumal sie ebenso einen höheren Salzkonsum hat, als die Gesellschaft vermutlich als „Normal“ ansieht. Und dann trinken wir neben dem „vielen“ Salz auf dem Essen auch noch etwas Salzwasser. Eigentlich müssten wir schon tot sein, wenn es nach unseren Eltern ginge.

Aber woher kommt diese Ansicht eigentlich, dass Salz das ultimative Böse wäre und man bloß so wenig wie möglich zu sich nehmen sollte? Nun, weil man irgendwann in den 70igern festgestellt hat, dass Salz den Blutdruck erhöht. Das ist auch soweit richtig, denn Salz bindet (wie wir alle wissen) Wasser und macht dadurch natürlich das Blut dickflüssiger. Was dabei aber vergessen wird: Salz unterstützt zwar Bluthochdruck, ist aber nicht die Ursache davon. Denn zu wenig Salz führt tatsächlich im Gegenzug zu einem zu niedrigen Blutdruck (Kreislaufprobleme). Würde man die verstopften Arterien reinigen, hätte das Salz (bis zu einer gewissen Menge – zur Überdosis kommen wir noch) wesentlich weniger Auswirkungen. Bestes Beispiel: Ich nehme wie gesagt aus der Sicht anderer viel zu viel sichtbares Salz zu mir (zum unsichtbaren kommen wir auch noch) habe aber trotzdem einen etwas zu niedrigen Blutdruck (110/70).

Die Logik

Unsere Gewürzmischung

Betrachten wir die Sache aber doch mal genauer, um es vielleicht besser zu verstehen, was das Problem sein könnte: Grundsätzlich braucht unser Körper Salz zum Überleben. Die Menge ist je nach Individuum und auch Gesundheitszustand (wenn ihr viel Schwitzt, verliert ihr viel Salz) anders. Außerdem reguliert euer Körper jederzeit die Menge an Salz über bestimmte Hormone, um nur genau so viel in sich zu tragen wie er wirklich haben möchte. Man redet von 150 bis 300g, die durchschnittlich in uns drin sind.

Wenn wir mehr haben, möchte es der Körper loswerden. Und was haben wir in den vielen Körpertuning-Einträgen gelernt? Dass überflüssiges Zeugs größtenteils über Schweiß oder Urin nach draußen geht – sprich durch einen Wasserverlust. Das ist der Grund, warum ihr bei einem zu hohen Salzkonsum plötzlich Durst bekommt. Der Körper möchte den Wasserverlust durch die Salzabstoßung ausgleichen. Das geht allerdings tatsächlich genauso anders herum: Wenn ihr zu wenig Salz intus habt, dann versucht der Körper unbedingt das bisschen Salz was er hat in sich zu halten. Ihr bekommt entsprechend keinen Durst und könntet schlimmstenfalls Austrocknen.

Eigentlich völlig paradox, wenn man darüber nachdenkt. Aber es zeigt, dass es mit „Lass das Salz weg!“ eben nicht getan ist. Stattdessen erfüllt das Salz wichtige Funktionen wie zum Beispiel Entgiftung (es bindet neben Wasser auch Giftstoffe an sich).

Das Mengenthema

Wir haben festgestellt, dass wir Salz brauchen und unser Körper seinen Salzgehalt selbstständig regulieren kann. Nun stellt sich die Frage wie viel wir jeden Tag reinstopfen müssen, damit er arbeiten kann. Ein Otto-Normal-Mensch verliert täglich einfach so nebenbei 1-3g Salz über den Schweiß – die Menge im Urin ist da noch gar nicht mitberücksichtigt. Menschen, die beispielsweise an HPU leiden (eine Stoffwechselstörung auf die ich in einem anderen Eintrag eingehen werde) brauchen deshalb sogar grundsätzlich mehr Salz, weil durch diese Störung mehr vom Körper ausgeschieden wird als er eigentlich rausschmeißen will – und ja, dieses Problem habe ich laut einem Labortest. Es gibt wohl Untersuchungen, da haben die Leute bis zu 20g pro Tag durch starkes Schwitzen und diverse Krankheiten verloren. Und bei der Menge, die ich teilweise schon bei vergleichsweise einfachen Aktivitäten schwitze, bin ich da vermutlich auch ganz gut dabei.

Das bedeutet aber jetzt nicht, dass ihr einfach ungehemmt Salz in euch reinschaufeln solltet. Ich wollte euch erst einmal nur aufzeigen, dass es nicht zielführend ist einfach nur darauf rumzuhacken und es erst gar nicht im Haushalt vorrätig zu haben (40kg wie bei uns müssen es aber auch nicht sein :smile: ). Man sollte schon auf seinen Salzkonsum achten aber es eben nicht übertreiben und stattdessen – wie immer – auf seinen Körper hören. Schlimm ist es nur, wenn ihr eben das nicht tut oder eine exorbitante Menge auf einmal zu euch nehmt. Zum Beispiel sind 32g pures Salz auf einen Zug tödlich. Ich weiß aber nicht wie man das schafft so viel pur runterzubringen.

Die Normwerte

Das sind 5g Salz

Es heißt, der Mensch braucht mindestens 3-6g und höchstens 16 bis 20g Salz am Tag. Daraus hat die WHO dann eine Empfehlung von 5g pro Tag gemacht. Studien zufolge liegt der Durchschnittsverbrauch in Deutschland derzeit bei 12g pro Tag (und trotzdem leben noch alle…). Früher lag er mal bei 22 bis 25g weil es bekanntlich auch als Konservierungsmittel benutzt wird (bspw. für Fleisch). Und da sind wir schon beim eigentlich kritischen Thema: Das Problem ist normalerweise nicht das Salz welches ihr manuell auf euer Essen streut. Damit auf 5g zu kommen schaffe nicht einmal ich. Anders als behauptet wurde, sind meine Geschmacknerven ja nicht außer Betrieb und auch ich finde zu viel Salz auf dem Essen unangenehm und ungenießbar.

Nein, es ist bekanntlich das versteckte Salz, was uns zu Grunde bringt. Zwar nicht so schnell wie gerne behauptet wird aber ja, es ist nicht ohne. Es ist das Salz, welches wie erwähnt als Konservierungsmittel benutzt oder beim Kochen hinzugepackt wird. Zum einen schmeckt ihr hier die erhöhte Salzmenge nicht unbedingt (anders als beim Nachsalzen) und zum anderen wisst ihr überhaupt nicht wie viel tatsächlich drin ist. Selbst wenn ihr euer eigenes Essen zubereitet werdet ihr wohl kaum nachwiegen wie viel Salz ihr gerade in den Nudeltopf gepackt habt. Und bei den ganzen Fertigprodukten steht zwar Salz als Inhaltsstoff drauf aber wer achtet da schon drauf – dabei ist die (wieder Stichwort Konservierungsmittel) teilweise echt extrem hoch (100g Salamipizza von Dr. Oetker enthalten 1,8g Salz) und es handelt sich auch noch um das Schlechteste aller Salze: Industriesalz.

Die Salzarten

Grundsätzlich können wir zwischen groben und feinem Salz unterscheiden. Der Inhalt ist zwar der gleiche aber grobes Salz schmeckt manchmal intensiver, weil es sich bspw. im Brotteig nicht vollständig auflöst und so früher auf der Zunge ankommt. Das gilt genauso für das Nachsalzen mit feinem Salz. Netter Nebeneffekt: Dadurch müsst ihr weniger verstecktes Salz verwenden, weil durch das offene Salz es dem Körper vom Geschmack her schon ausreicht. Interessanter ist aber selbstverständlich aus was das grobe bzw. feine Salz eigentlich besteht:

Ab und zu sollte man die Packungsangaben auch lesen

Industriesalz ist, wie der Name schon verrät, raffiniertes und damit komplett gereinigtes Salz. Das heißt im Normalfall wirklich 100% Natriumchlorid ohne irgendeinen Rest an Spurenelementen oder Mineralien. Natürlich kann man argumentieren, dass selbst bei Himalayasalz (technisch gesehen aus den Khewra-Bergen in Pakistan) mit seinen 2-3% nur eine verschwindend geringe Menge an zusätzlichen Mineralien drin ist. Auch wenn ich die Meinung vertrete, dass wenig immer noch besser ist als gar nicht: An sich ist das reine Industriesalz genauso wie das reine Kochsalz also erst einmal nicht schädlich. Aber ich finde es schmeckt dadurch extrem langweilig.

Problematischer sind hingegen die versetzten Salze. Quasi die Regel sind beispielsweise die Rieselhilfen. Sie verhindern, dass das Salz klumpt. Das kann man zwar genauso mit ein paar Reiskörnern im Steuer verhindern, es ist aber verständlicherweise praktischer, wenn es schon von Haus aus nicht passiert. Mit der Rieselhilfe ist es aber leider wie mit allen Zusatzstoffen: Will ich die wirklich alle drin haben? Vor allem wenn es sich um so lustige Dinge wie Aluminiumoxid handelt.

Nette Zusatzstoffe?

Dann gibt es noch das Jodsalz. Wie der Name schon sagt, ist es mit 15 bis 25mg Jod pro kg versetzt. Das klingt erst einmal natürlich nicht schlecht. Ich muss wegen der HPU beispielsweise auch Jod noch zusätzlich nehmen. Aber leider enthält Salz nur Jodat und kein Jodid. Der Körper braucht beide Formen. Bekommt er nur eine, braucht er immer noch die andere. Außerdem kann man die Menge nur als prophylaktisch bezeichnen (0,125mg bei 5g Salz). Wenn man wirklich etwas bewirken wollen würde damit, dann müsste man da wesentlich mehr reinpacken. Es ist also nicht schädlich aber eben auch nicht sonderlich nützlich. Seit der sogenannten „Zwangsjodierung“ gibt es nur noch selten eine Kropfbildung wie früher aber es gibt immer noch sehr viele Schilddrüsenunterfunktionen, für die Jod sehr wichtig wäre.

Problematisch ist hingegen Fluorid. Ich weiß, was ihr jetzt denkt: Das ist doch gut für die Zähne. Und ja, es schützt diese tatsächlich. Wir haben es aber trotzdem aus unserer Zahnpasta verbannt, denn gleichzeitig sind die Fluoride auch giftige Substanzen. Sie sind zwar nicht ganz so toxisch wie pures Fluor aber trotzdem werden sie mit so einigen netten Krankheiten wie Arthritis, Diabetes, Schilddrüsenprobleme und Nierenleiden in Verbindung gebracht. Schlimmer noch: Man kann es als Rattengift verwenden. Und wenn ich mir mit Rattengift schon nicht die Zähne putzen will, dann will ich es erst recht nicht runterschlucken. Mit 250mg pro kg ist davon zudem noch zehnmal mehr drin im Salz als Jod. Natürlich ist die Menge auf 5g mit 1,25mg technisch gesehen trotzdem immer noch nicht ganz so hoch. Aber wir nehmen es ja dann nicht nur einmal, sondern täglich zu uns und erzeugen so eine dauerhafte, völlig unnötige Belastung in unserem Körper.

Natürliches Salz

Salzstein + Wasser = Salzsole

Aber Meersalz, das ist doch super duper toll und so natürlich und alles. Nur bedingt. Zwar schmeckt es tatsächlich ganz gut. Aber es enthält wieder nur relativ wenig Mineralien und dafür bis zu 5% Restfeuchte. Außerdem wird es bekanntlich durch Vertrocknung gewonnen. Sprich der ganze Dreck, der mittlerweile im Meerwasser ist, hängt auch am Salz dran – darunter nachgewiesenermaßen Mikroplastikpartikel. Die wurden zwar aufgrund der geringen Menge als unschädlich deklariert aber da sind wir wieder beim Thema: Muss ich das wirklich freiwillig zu mir nehmen? Aus meiner Sicht nicht. Deswegen greifen wir ausschließlich zu Steinsalzen. Davon gibt es zig verschiedene Variationen je nachdem in welchem Gestein es sich gebildet hat. Aber außer Details im Geschmack gibt es keinen großen Unterschied zwischen beispielsweise schwarzem, rotem oder rosa Salz.

Wir sind beim Himalaya-Salz (rosa Salz) hängen geblieben, weil es im Großhandel vergleichsweise wenig kostet, es hübsch aussieht, es sehr gut schmeckt und als kleiner Bonus noch 2-3% Spurenelemente drin sind (Eisen, Magnesium, Schwefel, Calcium, Phosphor).

Fazit

Wenn ihr also das nächste Mal jemanden aus eurer Sicht zu viel Speisesalz auf sein Essen packen seht, dann lasst ihn einfach machen. Der eigene Salzbedarf ist nicht nur sehr individuell, die Panik vor dem Salz ist auch absolut nicht sinnvoll. Salz komplett zu verbannen ist die absolut falsche Herangehensweise. Ja, man muss vor allem auf die versteckten Salze achten (deswegen lieber selbst kochen), weil man sie mitunter nicht schmeckt und in vielen Produkten tatsächlich sehr viel davon drin ist. Aber selbst dann einfach auf den Körper hören (Stichwort trinken) und alles ist wieder gut.

Gleichzeitig lieber auf Stein-/Halitsalzarten setzen statt auf das industrielle Zeug mit seinen fragwürdigen Zusatzstoffen. Das mag global-galaktisch (abseits vom Fluorid) zwar nicht die spürbarsten Auswirkungen haben. Aber glaubt mir: Man schmeckt wirklich den Unterschied zwischen 08/15-Kochsalz und einem Steinsalz.

Sicarius

メリークリスマス

Weihnachten ist die Zeit des Jahres, in der jeder versucht etwas zu kompensieren bzw. zu kaschieren und sich stattdessen eine heile Welt zusammenlügt. Durch den zwang Weihnachten miteinander zu verbringen wird die fehlende Zusammengehörigkeit in der Familie vertuscht. Durch große Geschenke wird das fehlende Geld im Geldbeutel ignoriert. Der pflichtbewusste Kirchenbesuch gaukelt den anderen Dorfbewohnern vor, dass ihr noch existiert. Und welche anatomischen Fehler dieser Typ verheimlichen möchte dürfte ja wohl klar sein:

Ein Typ mit großem Hut

Echt schlimm solche Leute. Aber man soll ja nicht über andere meckern und schimpfen und sich stattdessen liebhaben. In diesem Sinne:

Beim Christoph wünscht allen Besuchern und Lesern angenehme Feiertage!

Erholt euch ein wenig vom alltäglichen Stress aber erzwingt nicht Dinge, die das restliche Jahr auch nicht da sind. Weder Weihnachten noch Silvester (Neujahrsvorsätze) sind dazu geeignet die zahlreichen Unzulänglichkeiten in unseren Leben auszubügeln. Ist total doof, ich weiß :smile: .

Und da Heiligabend heuer auf einen Sonntag fällt, kommt der nächste Eintrag schon in vier Stunden. Bis dahin!

PS: Wie immer bedeutet der Titel dieses Eintrags „Frohe Weihnachten!“. Dieses Mal – aus naheliegenden Gründen – auf Japanisch und mit Katakana geschrieben. Gelesen wird es „merī kurisumasu“ und ist wie so oft im Japanischen einfach eine „verunstaltete“ Version des englischen Begriffs „Merry Christmas“.

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