Ein Teil der neuen Titel

Vergangene Woche musste meine Internetleitung ganz schön Schwitzen. 220 GiB wurden insgesamt an drei Tagen runtergeladen – und da fehlen noch die paar Dutzend GiB, die ich tatsächlich von DVD installiert habe. Hatte ich in letzter Zeit eigentlich wieder mal erwähnt, wie sehr es mir auf den Geist geht, dass Blu-ray bei PC-Games immer noch kein Standard ist (oder einfach ein USB-Stick)? Nein? Ja, es nervt. Mafia III kommt auf sechs (!) DVDs daher. Nene, da ist runterladen mitunter schneller. Dishonored 2: Das Vermächtnis der Maske kommt zwar mit nur einer DVD aus, aber da verarscht Bethesda die Käufer mal wieder. Die restlichen 27 GB werden vom Steamserver geholt. Gilt natürlich mal mehr oder weniger für alle der 10 Retail-Titel, die ich nun erstanden habe. Installieren und loslegen wie anno dazumal? Heutzutage ausgeschlossen.

Von daher habe ich tatsächlich kein großes Problem damit, wenn es heißt, dass in der Retail-Packung von Mass Effect: Andromeda nur noch ein Downloadcode ist. Hauptsache ich hab‘ was im Regal – zumal es EA zumindest bei Addons/DLCs tatsächlich schon länger so handhabt. War also nur eine Frage der Zeit, bis sie sich die Kosten für die DVD(s) auch an anderen Stellen einsparen. Will gar nicht wissen wie viele Mass Effect: Andromeda gebraucht hätte. Klar: Blu-ray oder USB-Stick wären auch ein Ansatz gewesen aber für ersteres ist der Zug eindeutig abgefahren, dafür ist der Retailmarkt dann doch mittlerweile zu klein (im PC-Bereich) und zweiteres ist anscheinend nur für Kickstarter-Projekte interessant (ja, machen mittlerweile einige).

Was gespielt!

Da ich aber sowieso eher einer Minderheit angehöre, was das ganze Thema „Retailversion“ angeht, belassen wir es auch schon wieder dabei. Kommen wir stattdessen zur viel wichtigeren Frage: Was habe ich denn nun schon alles gezockt von dem, was in der letzten Woche seinen Weg auf meinen Rechner fand? Zeit für ein paar Ultrakurzeindrücke halbwegs aktueller Titel, würde ich sagen!

Just Cause 3 (Herstellerbild)

Just Cause 3 (2015) – Theoretisch müsste mein Rechner noch ausreichen dafür (hab‘ ja aktuell immer noch „nur“ die GeForce GTX 780 im Gehäuse). Trotzdem habe ich, wenn es so richtig rundgeht, mit Lagspikes zu kämpfen (Einbruch der Framerate auf 15fps). Nach ein wenig Einlesen musste ich leider feststellen, dass das wohl ein allgemeines Problem mit diesem Titel ist und es trotz mehrerer Patches wohl nie ganz verschwunden ist. Klar hilft es noch mehr Power unter der Haube (damit quasi der Einbruch nicht unter 30fps geht) zu haben aber glücklich sind anscheinend die wenigsten mit der Performance des Titels und es liegt wohl mehr an der CPU (Physikengine) als an der Grafikkarte.

Ich bin logischerweise auch nicht wirklich glücklich mit dieser Situation. Schließlich lebt die Serie davon, dass es in jeder Sekunde hoch hergeht. Da ist FPS eigentlich die falsche Maßeinheit. Explosionen pro Sekunde wäre viel besser. Und der Anfang hat auch eindeutig wieder sehr viel Laune gemacht. Er war actionreich, der Titel nimmt sich offensichtlich selbst nicht zu ernst (was sehr gut ist) und als Kenner der Vorgänger findet man sofort rein. Außerdem sieht Medici grafisch wieder genauso genial aus wie Panau. Aber es ist – zumindest aus meiner Sicht – auf meinem aktuellen System unabhängig von den Grafikeinstellungen schlicht unspielbar. Andererseits muss ich auch ganz klar sagen: Bei Just Cause 2 war es anno 2010 auch nicht anders. Von daher warte ich einfach mal weiter ab und zocke noch ein bisschen Teil 2 (habe noch lange nicht die 100% darin erreicht).

Mad Max (Herstellerbild)

Mad Max (2015) – Warum Avalanche Studios gleich zwei Open-World-Titel mit im Prinzip der gleichen Prämisse (nur der eine bunt und humorvoll, der andere eben nicht) im gleichen Jahr veröffentlichte weiß ich nicht. Klar, man musste noch ein bisschen von der Mad Max: Fury Road-Hypewelle erwischen. Trotzdem war es aus meiner Sicht nicht die beste Entscheidung. Auch deshalb, weil man im direkten Vergleich eben sieht, dass in Mad Max weniger Ressourcen geflossen sind als in Just Cause 3. Immerhin ist dafür die Performance um Welten besser. Und natürlich ist es cool endlich mal selbst in dieser speziellen Apokalypse herum zu fahren und ums Überleben zu kämpfen. Allein der Introfilm hat durchaus schon massig Stimmung gemacht, die glücklicherweise auch ins Spiel übergeht. Die Frage, auf die ich natürlich jetzt noch keine Antwort habe, wird aber sein: Kann es wirklich die gleiche Wirkung wie Just Cause entfalten und lange bei der Stange halten? Was ich so gelesen habe wohl nicht (soll sich sehr repetitiv anfühlen). Mal schauen. Ich werde ihm auf jeden Fall aus besagten Performancegründen erst einmal den Fortritt vor Just Cause 3 geben.

The Binding of Isaac: Afterbirth+ (Herstellerbild)

The Binding of Isaac: Afterbirth+ (2017) – Jetzt gibt es schon DLCs zu DLCs (ihr benötigt sowohl The Binding of Isaac: Rebirth als auch The Binding of Isaac: Afterbirth)…wie tief ist die Welt nur gesunken? Gut, in diesem Fall passt das natürlich schon ganz gut. Das Grundspiel ist schließlich weiterhin unverändert. Es gibt eben nun wieder mehr Gegenstände, mehr Monster, mehr Bosse, mehr Räume, mehr Herausforderungen noch mehr Variationen. Damit es quasi auch beim 1.000.000 Durchgang nicht langweilig wird (ich habe glaube ich seit >50 Runden nicht mehr gewonnen). Und wenn doch, gibt es nun sogar Mod-Support. Letzteres tangiert mich nicht (bin ja noch seeehr lange mit dem normalen Spiel beschäftigt) aber der Rest motiviert mich eindeutig dazu den Titel mal wieder öfters zu starten. Wer also immer noch nicht genug vom Spiel hat, der muss bei diesem DLC-DLC einfach zuschlagen. Doch wem erzähl ich das: Das habt ihr dann schon längst :smile: .

SUPERHOT (Herstellerbild)

SUPERHOT (2016) – Der Titel, den ich bislang von allen neuen am längsten gespielt habe. Das Spiel an sich ist relativ simpel: Die Zeit läuft nur, wenn ihr euch bewegt (dazu gehört es auch mit der Maus sich umzuschauen!) und euer Ziel ist es alle Gegner im aktuellen Areal zu töten (sowohl sie als auch ihr haltet nur einen Treffer aus) und ist weniger Ego-Shooter als Ego-Puzzler. Das ist cool und vor allem später in den Challenges (bspw. bewege dich so wenig wie möglich) mal was ganz neues und herausforderndes. Ich finde allerdings tatsächlich das Drumherum tausendmal spannender. Die Frage ist nur, wie ich darauf näher eingehen kann, ohne etwas Substantielles zu verraten. Vermutlich gar nicht. Sagen wir es stattdessen so: Es ist richtig genial wie die Entwickler hier mit der Meta-Ebene spielen. Es erinnert ein wenig an Spec Ops: The Line (das ihr hoffentlich alle gespielt habt!) oder BioShock, geht aber natürlich in eine ganz andere Richtung was die Message angeht. Spielerisch und inhaltlich also ein äußerst innovativer Titel, den man aus meiner Sicht unbedingt mal erlebt haben sollte. Eine Demo gibt es zwar nicht, aber dafür könnt ihr den 7DFPS-Gamejam-Prototypen im Browser zocken.

 

Und damit sind wir schon wieder am Ende des Eintrags angekommen. Die restlichen Titel habe ich bislang nur installiert und mal testweise gestartet, um die Performance zu sehen. Dazu dann also mehr, wenn ich mehr Zeit mit ihnen verbringen konnte.

Der Paketdienstleister Hermes und ich – ob wir jemals Freunde werden? Drei Pakete, alle mit Identitätsnachweis (weil besagte „ab 18“-Spiele drin) und alle Anfang der Woche verschickt. Angekommen? Kein einziges bislang. Okay, das stimmt technisch gesehen nicht ganz. Einmal war der Hermes-Fahrer wohl mit zwei der Lieferungen da, traf aber niemanden an und konnte es aufgrund der Altersnachweisforderung nicht beim Nachbarn abgeben.

Parallel dazu hatte ich am gleichen Tag für alle drei Pakete eine Umleitung in den Paketshop beauftragt. „Sind am Freitag ab 16 Uhr dort“ ließ die (kostenpflichtige!) Hotline damals verlauten. Also Freitagabend hin: Fehlanzeige. Samstagvormittag stand dann plötzlich in der (völlig unbrauchbaren) Hermes-App zumindest bei zwei der Pakete: „Die Sendung liegt im Hermes Paketshop zur Abholung bereit“. Also die Einkaufsfahrt genutzt, um noch einmal vorbeizuschauen. Ergebnis? Immer noch keine Pakete im Paketshop. Meine Hoffnung auch nur eines der Pakete jemals zu erhalten? Äußerst gering. Der Paketshop kann nichts dafür und die Hotline verweist vermutlich nur darauf, dass es laut System angekommen wäre. Aber mal schauen was der Montag noch so bringt – in der App hat sich zumindest bislang noch nichts weiter getan (das dritte Paket befindet sich genauso im Nirgendwo…).

Meine Gründe

Dass ich meine Päckchen schon abgeschrieben habe, mag pessimistisch klingen aber ich halte Hermes einfach nur für einen Sauhaufen. Ich kann einfach nicht verstehen, warum dieser Dienstleister so beliebt ist. Okay, doch: Er ist ein paar Euro günstiger. Und ja, DHL hat auch schon 2-3 Päckchen, die an mich adressiert waren, verschlampt und sich hier und da nicht glorreich verhalten – aber da reden wir von den letzten 17 Jahren und einer ganzen Menge von Lieferungen (vor allem natürlich von OkaySoft :smile: ). Hermes hingegen? Nun folgende Erfahrungen habe ich mit ihnen allein in den letzten 24 Monaten sowohl beim Empfang als auch Versand gemacht:

  • Mein Sendungsverlauf

    Sie geben grundsätzlich ohne Freigabe alles beim Nachbarn ab (immerhin legen sie es nicht einfach vor die Tür wie andere Versender).

  • Ihre Hinweiszettel sind völlig unbrauchbar, weil sie oft nicht einmal mit dem Mindestmaß an Informationen ausgefüllt wurden und selbst die Hotline kann mit dem Barcode mitunter nichts anfangen (zum Glück geht auch die Suche nach Adresse).
  • Sie behaupten sie hätten Pakete ausgeliefert und am Ende können sie nicht einmal nachweisen wer unterschrieben haben soll (ich weiß bis heute nicht wo meine ursprüngliche Kopie von Mittelerde: Mordors Schatten hingekommen ist).
  • Ihre Auslieferer sind auf „Schnell, schnell“ getrimmt und pflaumen einen entsprechend gerne mal an oder hetzen einen doch zügiger zu unterschreiben. Was sagte der Zusteller als er spätabends meine Reha-Koffer brachte: „Ich hatte heute Morgen geklingelt! [Wir waren wohlgemerkt den GANZEN Tag da!]. Jetzt musste ich extra wegen ihnen in meinem Feierabend nochmal vorbeikommen, um das sperrige Ding loszuwerden!!“.
  • Sie beschädigen/zerstören gerne mal Sachen (an einem meiner beiden Reha-Koffer war der Griff abgebrochen) und es ist ihnen völlig egal.
    • Sie haben eine kostenpflichtige Hotline.
  • Sie haben eine völlig unübersichtliche App, die aus meinen drei Paketen mehrere Dutzend Einträge macht, die keine Sau mehr versteht.
  •  Lassen sich einen ganzen Lieferwagen (!) klauen und brauchen dann trotzdem mindestens vier Wochen, um den Wert der Lieferung zu ersetzen.
  • Man ist von Paketshop-Öffnungszeiten abhängig (ich mag DHL-Packstationen!).
  • usw.

Um die Inhalte der Pakete mache ich mir in dem Fall natürlich keine Sorgen. Sowohl Amazon als auch Medimops werden das sicherlich unkompliziert behandeln und zügig neu verschicken, sollte bis Mitte der Woche tatsächlich immer noch nichts da sein. Es ist trotzdem nervig und einfach nur unnötig. Zumal mich das Ganze dank dem blöden „Ab 18“-Mist auch noch 5 Euro mehr Versand kostet. Das DHL-Päckchen mit den zwei „Ab 16“-Titeln ist hingegen wie geplant und ohne jedwede Probleme eingetroffen. So erwarte ich das eigentlich von allen Paketdienstleistern – aber „eigentlich“ ist bekanntlich ein Füllwort. Kleiner Trost für Hermes: DPD und GLS sind nicht viel besser.

Themenwechsel

In Level 1 unterwegs

Nun aber genug gemeckert. Es war zwar durchaus therapeutisch, dass ich meinem Ärger mal Luft gemacht habe, aber meine Pakete zaubert es natürlich trotzdem nicht herbei. Kommen wir stattdessen mal wieder zum Thema „Spiele“ und sogar mal wieder etwas Aktuellem: Diablo. Okay, das Original hat am 31.12.2016 seinen 20. Geburtstag gefeiert und ist damit alles, nur nicht mehr aktuell. Aber natürlich lässt es sich Blizzard nicht nehmen dieses Jubiläum ein wenig zu feiern – und zwar in allen ihren derzeitig relevanten Titeln: Die Arbeiter in StarCraft II haben ein spezielles Porträt, in Heroes of the Storm gibt es u.a. eine neue Karte, Overwatch bietet ein paar Sprays basierend auf den Diablo-Klassen, in Hearthstone gibt es ein neues Setting plus neuen Helden und dazugehörigen Karten, in World of WarCraft gibt’s ein riesiges Event mit neuen Achievements und speziellen Items und in Diablo III? Nun, da gibt es das The Darkening of Tristram-Tribute-Event.

Letzteres klingt auf dem Papier extrem genial: Erlebt alle 16 Levels des Original-Diablo in HD! Die Realität sieht allerdings anders aus: Ihr findet in „Old Tristram“ am Brunnen ein Portal zu einer anderen Variante von „Old Tristram“, die mit einem ekligen, augenkrebserzeugenen Pixel-Grafikfilter (das Original sieht selbst heute definitiv nicht so extrem beschissen aus) und einer stark herangezoomten Kamera versehen ist. Außerdem ist euer Interface ein wenig an Teil 1 angelehnt. Blizzard hat sich nicht einmal die Mühe gemacht Tristram selbst korrekt zu übernehmen. Stattdessen erwartet euch ein Schlauch von und zu den wichtigsten Locations (Hexe, Kathedrale, usw.). In der Kathedrale geht es dann genauso weiter: Es erwarten euch die Dungeon-Assets von Diablo III nur mit dem Unterschied, dass sie dank des Filters bekloppt aussehen und sich die einzelnen Bauteile häufiger Wiederholen und dabei der Soundtrack aus dem Jahre 1996 aus den Boxen kommt.

Mein Inventar nach Level 5

Das Original also nicht einmal ansatzweise in HD! Mehr ein „Best of“, denn natürlich erwarten euch in den 16 ziemlich kleinen Levels alle wichtigen Mini- und Hauptbosse (Skelettkönig, Metzger bis hinunter zu Diablo selbst) sowie Gegnertypen von Teil 1. Die Gegenstände, die ihr so findet, wiederholen sich zum einen oft (Wiederholung scheint Retro zu sein), sind aber sowohl in der Namensgebung („Godly Plate of the Whale“) als auch bei der Darstellung sehr stark vom Original inspiriert – wenn nicht sogar kopiert. Bescheuert ist, dass ihr das Event anscheinend in einem Rutsch durchspielen müsst. Ich war schon in Level 5 (ca. 1 Stunde Spielzeit) angekommen bevor ich angefangen habe diesen Eintrag zu schreiben. Als ich gerade wieder rein bin, um ein paar Screenshots zu machen, war ich wieder im normalen Diablo III. Sehr doof und erklärt die stark zusammenstauchten Levels – 15 Stunden am Stück hat man früher mal auf LAN-Partys das Original gezockt aber Diablo III vermutlich nicht mehr. Ach und anders als im Original gibt es ein geheimes Kuh-Level!

Beim Christoph meint: Das Diablo III-Event ist ganz nett, weckt bei mir aber keinerlei nostalgischen Erinnerungen. Ich werde natürlich schon allein wegen den Erfolgen und dem Cow-Pet versuchen es durch zu spielen – ist also mal wieder ein Grund Diablo III zu spielen. Aber ehrlich gesagt: Ich hatte tatsächlich mehr erwartet. Klar, es sind kostenlose Inhalte, die euch ein paar Stunden Spaß bereiten. Aber sie werden dem Original und vor allem seiner Bedeutung (Schaffung eines komplett neuen Genres) aus meiner Sicht nicht wirklich gerecht.

ex-treme (adj.) – Of the greatest severity; drasic.
TheFreeDictionary

Letztes Jahr habe ich noch davon abgesehen den Jahresrückblick mit dem Wort „Extrem“ zu beginnen, obwohl ich überlegt hatte es zu verwenden. Doch für 2016 passt dieser Begriff ganz gut – sowohl im großen, weltpolitischen Sinne als auch in unserem kleinen Rahmen hier. Also lasst uns gar nicht erst viel Zeit mit der Einleitung verbringen, sondern direkt Tacheles reden und 2016 Revue passieren lassen – wie immer zuerst aus Sicht von Beim Christoph und anschließend aus meiner persönlichen.

Bitte beachten: Wenn ich von „dieses Jahr“ rede, ist 2016 gemeint und mit „nächstes Jahr“ 2017. Alles andere würde die Sache viel zu kompliziert machen. Und wie immer gilt: Die Werte in den Klammern sind die Vergleichszahlen aus 2015. Sie sowie alle dazugehörigen Tabellen sind auf dem Stand 31.12.2016. Und wenn etwas nicht stimmt, dann einfach bei Rondrer beschweren. Der hat die Statistikauswertung damals dankenswerterweise kreiert.

Einträge und Autoren

Die Anzahl der Einträge ist nun auch offiziell auf dem Weg sich quasi zu halbieren. 2016 waren es zwar noch 78 (106) weil ich die Umfrage-Einträge erst Mitte des Jahres eingestellt habe. 2017 werden es aber nach aktuellem Stand dann nur noch 55 sein (52 reguläre Montagseinträge plus die Glückwünsche zu den Feiertagen). Wie ich schon im Juni geschrieben habe ist es natürlich etwas traurig, dass diese jahrelange Tradition (2006 fing es quasi an – damals noch ohne festgelegte Wochentage) ein so unrühmliches Ende findet. Andererseits feiert Beim Christoph im März bereit seinen 16. Geburtstag und zum Erwachsen werden gehört es nun einmal dazu, dass man sich verändert. Und man kann mir alles vorwerfen aber definitiv nicht, dass ich in all den Jahren zwanghaft versucht habe den Status quo hier auf der Webseite zu erhalten. Schon allein deshalb nicht, weil mich vermutlich mittlerweile das Universal Press Syndicate verklagt hätte (wegen den Calvin & Hobbes– und Garfield-Comics).

Dass ich unter diesen Umständen 2016 keine Gasteinträge veröffentlicht habe (1), dürfte klar sein. Obwohl ich selbstverständlich immer offen dafür bin. Vor allem Azzkickr möchte ich schon irgendwann noch auf die 25 bringen :smile: . Aber hier die Übersicht:

Kessy hat dieses Jahr bekanntlich ihren letzten Eintrag geschrieben. Aber immerhin war sie dazu noch in der Lage. Und zum Trost konnten wir mit Balu, Nica und Lyssi gleich drei neue Autoren im Bunde begrüßen, die zwar Kessy niemals ersetzen (es kann nur eine Göttin der Knudeleinheiten geben) aber hoffentlich auch ihren Weg in eure Herzen finden werden.

Weitere Längenverluste

Mit der weiteren Reduzierung der Anzahl der Einträge, geht selbstverständlich auch ein erneutes Absacken in Sachen Länge einher – zumindest wollte ich das gerade schreiben, bevor ich etwas überrascht feststellen musste, dass ich es doch noch geschafft habe den Vorjahreswert zu übertreffen. Habe mich anscheinend wie so oft vor allem im Dezember noch einmal richtig reingehängt. Muss bei Gelegenheit mal Rondrer anhauen…äh…bitten, dass er die Jahresübersicht noch in Monate aufteilt :smile: . Hier die Übersicht:

Ein Anstieg von immerhin 9,48% im Vergleich zum Vorjahr (wo ich um nachvollziehbare 45,83% abgefallen bin aufgrund der Halbierung der Einträge). Damit liege ich 2016 zum einen wieder über dem Durchschnitt und bin zum anderen wieder aus dem unteren Drittel heraus. Aber erwartet nicht, dass es nun nächstes Jahr erneut diesen massiven Sprung geben wird wie zwischen 2010 und 2011. Die Geschichte wiederholt sich zwar oft aber ich glaube in diesem Fall ist es doch eher unwahrscheinlich, sollte ich nicht plötzlich in eine Schreibwut verfallen.

Doch eine Sache gibt es definitiv zu feiern: Das 1.000.000ste geschriebene Wort auf Beim Christoph konnten wir dieses Jahr verzeichnen. Genauer gesagt sind es zum Jahresende 1.042.725 Wörter (978.405) aufgeteilt auf 1.374 Einträge (1.296) gewesen. Im letzten Jahresrückblick hatte ich allerdings fälschlicherweise mit dieser Zahl behauptet, dass uns „mein“ millionstes Wort erwartet. Dabei habe ich selbstverständlich all die tollen Gastbeiträge vergessen, die auch zu der Gesamtlänge beitragen. Aber mit dem aktuellen Überschuss könnte ich es trotzdem gegen Ende des Jahres geschafft haben „mein“ millionstes Wort auf das digitale Papier zu bringen. Wenn nicht, dann auf jeden Fall 2017! Dafür braucht es wohl auch noch eine Übersicht in der Statistik, lieber Rondrer!

Die Inhalte

Neue Rekorde in Sachen Eintragslängen gab es dieses Jahr allerdings nicht. Selbst mein Kurbericht hat es mit 3.916 Wörtern nicht in die ewige Top 10 geschafft (die ging bis zu diesem Jahresrückblick bei 4.132 Wörtern los mit dem Beim Christoph Jahresrückblick 2015. Dabei dürfte das der längste Eintrag des Jahres gewesen sein (Anm. d. Red.: Auch hier Rondrer bitten die Statistik entsprechend zu erweitern!).

Die Tatsache, dass dieser Text der längste des Jahres ist, zeigt gleichzeitig die Richtung, in die sich Beim Christoph offensichtlich bewegt. Nur lausige vier (17) Einträge der Kategorie Gespielt gab es dieses Jahr. Die allgemeine Kategorie Spiele wurde auch nur auf zwölf (53) Einträge gesetzt. Eine Spielewebseite scheint Beim Christoph also definitiv nicht mehr zu sein. Was also sonst?

Nun, ein verkappter Life-Blog anscheinend, denn 20 (15) Einträge bekamen den Allgemein-Tag, den ich neben den Feiertagsgrüßen vor allem bei Einträgen mit persönlichem Charakter verwende (wird vielleicht mal eine eigene Kategorie für fällig). 16 (5) Mal kam das Thema Immobilie zur Sprache und immerhin 11 (2) Mal ging es um die Gesundheit – Tendenz steigend. Man könnte fast meinen, es hätte sich in meinem Leben irgendetwas massiv verändert und mir sind andere Dinge wichtiger geworden als Videospiele. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, dürft ihr selbst entscheiden. Auf jeden Fall musste sich dieser Veränderung auch Beim Christoph beugen obwohl ich vorgestern tatsächlich mal in einem Anfall geistiger Umnachtung (hab‘ doch eh keine Zeit zum Zocken) acht AAA-Spiele bei Amazon geordert habe. Jetzt wollt ihr natürlich wissen welche, nun gut, weil ihr es seid: Dishonored 2: Das Vermächtnis der Maske, Mad Max, Deus Ex: Mankind Divided, Mafia III, Just Cause 3, Tom Clancy’s Rainbow Six: Siege, Far Cry Primal und Assassin’s Creed Syndicate. Ihr könnt gar nicht nachvollziehen wie weh es mir getan hat keine der sündhaft teuren (bzw. mittlerweile ausverkauften) Spezialedition zu ordern, sondern nur die Normalfassung! Das ging gegen alles, was ich in den letzten Jahren getan habe! *sniff*

Nun aber zurück zum eigentlichen Thema mit der aktuellen Gesamtübersicht über die Kategorien:

Was zusätzlich auffällt: Abseits der Einträge gab es exakt gar nichts anderes. Keine Videos, keinen Podcast, keine Bilder. Ob das jetzt wirklich schlecht ist, kann ich tatsächlich nicht so ganz beurteilen (für euch natürlich schon). Aber vielleicht findet sich im neuen Themenpool (vor allem Gesundheit) ja auch wieder ein neues Sendeformat. Mal schauen :wink: .

Kein Kommentar

Und dann wären da noch die Sachen mit den Kommentaren…oder eigentlich das fast vollständige Fehlen derselben. Ein riesengroßes Dankeschön an dieser Stelle vor allem an Kirika, die mit 39 (72) immerhin etwas die Fahne hochgehalten hat dieses Jahr. Aber es half nichts. Euch mögen die neuen Themen hier zwar vielleicht grad noch so interessieren, dazu zu sagen habt ihr aber leider so gut wie gar nichts. Das Ergebnis ist ein Abfall auf den niedrigsten Wert seit der Einstellung des Forums mit 149 (443) Kommentaren. Hier die Jahresübersicht:

Das macht pro Eintrag 1,9 Kommentare (4,2) und ist damit nicht einmal in greifbarer Nähe des Durchschnitts von 4,7. Das finde ich persönlich wie immer schade, schiebe euch aber jetzt nicht den schwarzen Peter zu und finde zumindest Trost in der Hoffnung, dass ihr trotzdem alle fleißig mitlest. Ihr dürft mir aber wie immer in den Kommentaren (ich weiß, ich bin gemein :tongue: ) aber selbstverständlich gerne mitteilen, was euch davon abhält eure Meinung zu sagen.

Mit dem Rückgang der Anzahl der Kommentare ist auch die durchschnittliche Länge um fast die Hälfte auf 52,7 Wörter (101,0) eingebrochen, wie die Übersicht zeigt:

Global betrachtet liegen wir damit bei insgesamt 6.488 (6.339) Kommentaren mit einer Gesamtlänge von 490.991 Wörtern. Ja, wir haben die halbe Millionen dann doch nicht geschafft. Vielleicht schaffen wir es in 2017? *bambiblickaufsetz*

Besucherspionage – Anzahl

Die Google Analytics-Übersichtsseite

Und damit haben wir tatsächlich relativ kurz und knapp die Inhalte von Beim Christoph analysiert. Fehlt noch der fast noch spannendere Teil: Die harten Fakten, die euch Google Analytics gemäß meiner Datenschutzerklärung aus der Tasche zieht. Es steht euch selbstverständlich frei dieses Script zu blocken aber ich mag die Zahlen, vor allem um einschätzen zu können, ob die ganze Sache hier überhaupt noch jemanden interessiert. Schauen wir also mal, ob das im Zeitraum 01.01. bis 31.12.2016 der Fall war. Die Zahlen von 2015 stehen wieder in den Klammern.

Nun, die Gesamtanzahl der Besucher ist um 23,90% auf 10.067 (13.229) zurückgegangen. Also wieder auf dem Niveau von 2014. Macht sage und schreibe 27,51 (36,24) Besucher pro Tag – hoffentlich ohne die ganzen Spammer und Bots und wer mittlerweile sonst noch alles durch das Netz grast. Auch Google tut sich teilweise schwer die korrekt rauszufiltern. In Nutzer ausgedrückt sind das 6.359 (7.901) einzigartige Sitzung und 17.089 (21.167) Seitenaufrufe. Immerhin: Das macht unterm Strich mit 1,70 (1,60) Seiten pro User 6,09% mehr Seitenaufrufe als letztes Jahr (2014 waren wir bei 1,79). Dafür ist die Sitzungsdauer auf 2 Minuten und 3 Sekunden (02:30) eingebrochen – also genauso auf dem Niveau von 2014 (02:09).

Ist für mich tatsächlich nicht weiter verwunderlich und absolut nachvollziehbar. Im Prinzip sind die Zahlen sogar noch überrascht hoch, wenn man bedenkt, dass mittlerweile faktisch nur noch montags neue Inhalte auf die Seite kommen und der Rest der Woche tote Hose ist. Wenn wir 2017 dieses Niveau halten und nicht noch weiter absacken, dann ist aus meiner Sicht alles okay für eine Seite wie Beim Christoph. Mehr kann natürlich immer aber dazu muss ich vielleicht doch mal Kosmetik-Videos oder so einen Kram machen. Das scheint ja toooootal „in“ zu sein und die Jugend von heute anzuziehen.

Besucherspionage – Herkunft

Das waren jetzt die einfachen Daten. Die hat jede 08/15-Billigstatistik. Steigen wir also nun mal ein wenig tiefer ein und schauen zuallererst mal, wie die Seite überhaupt aufgerufen wird. Die einfache Antwort: 35,15% (45,99%) kommen direkt über http://www.beimchristoph.de hierher. Bei den Referral-Links ist mit 31,78% (33,04%) der Anteil relativ stabil und die Besuche über Suchmaschinen könnten sogar leicht auf 21,51% (20,43%) ansteigen. Richtig zugelegt haben aber die Klicks über Social Networks mit 11,56% (0,54%). Das ist ein Zuwachs von 1.539,44% im Vergleich zum Vorjahr (ja, ich weiß: Totaler Blödsinn so eine Prozentzahl)! So einen hohen Throughput hatte ich glaube ich nicht einmal, als ich noch wirklich aktiv auf Twitter war (poste schon lange keinen Link mehr zu meinen Einträgen – sollte ich vielleicht mal wieder tun).

Zu verdanken ist das Lysanda, die unsere Körpertuning-Texte fleißig auf Facebook postet, wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt. Warum schließlich immer alles neutippen, wenn es schon irgendwo zusammengefasst steht? War übrigens auch der Hauptgrund, warum wir überhaupt diese Eintragsserie begonnen haben. Am beliebtesten ist bislang übrigens der Eintrag über Eisen. Eine Social Network-Top-5 macht aber erneut keinen Sinn, denn außer Facebook und weit abgeschlagen dahinter Twitter steht da nichts weiter drauf.

Besucherspionage – Hardware

Schauen wir uns stattdessen mal wieder genauer an, wie sich so die Hardware entwickelt hat, mit der Beim Christoph aufgerufen wird. Die letzten Jahre haben ja vor allem gezeigt, dass „Mobile“ immer weiter auf dem Vormarsch ist. Auch ich dürfte die Seite hauptsächlich mit dem Smartphone öffnen und ansonsten nur zu Schreiben des Eintrags den Desktoprechner verwenden. Das spiegelt sich entsprechend in der Geräteübersicht wieder, bei der ausschließlich der Desktop einen massiven Einbruch aufzeigt:

  1. Desktoprechner wurden bei 5.976 (9.116) Zugriffen verwendet
  2. Smartphones wurden bei 3.557 (3.537) Zugriffen verwendet
  3. Tablets wurden bei 534 (576) Zugriffen verwendet

Mobile Seitenansicht

Interessant ist natürlich, dass gleichzeitig die mobilen Geräte stabil geblieben sind. Aber ich denke, die Tendenz hin zum Mobilen geht trotzdem weiter nach oben. Der eigene Desktop verliert und verliert und verliert einfach an Relevanz. Wie gesagt: Selbst ich habe Worst-Case den Hauptrechner mittlerweile nur noch mal sonntags an, um den Eintrag zu schreiben. Ansonsten verbringe ich eindeutig die meiste Zeit vor dem iPhone-Bildschirm – womit wir bei der nächsten Übersicht wären:

  1. Apple iPhone mit einer Steigerung (unverändert Platz 1) von 43,38% auf 1.451 Zugriffe
  2. Samsung SM-G920F Galaxy S6 mit einer Steigerung (alt Platz 3) von 40,38% auf 591 Zugriffe
  3. Apple iPad mit einem leichten Verlust (alt Platz 4) von 12,70% auf 213 Zugriffe
  4. Samsung SM-G900F Galaxy S5 mit einer leichten Steigerung (alt Platz 5) von 4,40% auf 166 Zugriffe
  5. Samsung SM-G930F Galaxy S7 als Neueinsteiger mit 97 Zugriffen

Technisch gesehen ist auf Platz 5 eigentlich „not set“ aber wie der Name schon sagt, weiß Google Analytics hier nicht worum es sich handelt. Zwei Dinge sind auf jeden Fall interessant an der Übersicht: Zum einen ist das Google Nexus 4 sogar komplett aus der Top 10 rausgefallen (letztes Jahr noch 919 Zugriffe). Und zum anderen sind quasi nur noch Apple und Samsung-Fans auf der Seite unterwegs. Auf Platz 8 kommt zwar noch das LG D802T G2 mit 36 Zugriffen aber das musste auch schon Verluste von 7,69% hinnehmen weil unser Azzkickr entweder ein neues Handy hat oder nicht mehr oft vorbeischaut. Wird wohl mal Zeit, dass ein neuer Anbieter ein Killersmartphone auf den Markt bringt!

Besucherspionage – Anbieter und Browser

Da ich aus rechtlichen Gründen (ist in Deutschland nicht so einfach erlaubt) die demografischen Merkmale nicht auswerten darf, kommen wir nun noch zu den restlichen technischen Informationen, die ich von euch habe. Angefangen selbstverständlich bei meinem Lieblingsthema, eurem Internetprovider:

  1. Deutsche Telekom AG mit einem massiven Verlust (unverändert Platz 1 nach „not set“) von 40,56% auf 1.401 Zugriffe
  2. Kabel Deutschland mit einem Verlust (alt Platz 3) von 20,51% auf 655 Zugriffe
  3. Telefonica O2 Germany mit einer massiven Steigerung (alt Platz 5) um 98,08% auf 515 Zugriffe
  4. Vodafone mit einem starken Verlust (alt Platz 2) von 66,29% auf 415 Zugriffe
  5. Arcor AG mit einem kleinen Verlust (alt Platz 4) von 14,93% auf 342 Zugriffe

Okay…tief durchatmen, Sicarius. Was zuerst auffällt: Der letztjährige Neueinsteiger Telefonica konnte sich eindeutig bei euch durchsetzen während alle anderen dadurch Einbußen hinnehmen mussten. Während mich das vor allem bei Vodafone freut, finde ich das aus naheliegenden Gründen bei meinem Arbeitgeber überhaupt nicht gut. Warum geht ihr denn alle woanders hin, liebe Besucher?! Nur weil es drüben fünf Euro pro Monat weniger kostet, bekommt ihr doch nicht automatisch die gleiche Leistung und Qualität :( . Aber gut, weder obliegt es an mir euch zu überzeugen noch ist dies der richtige Ort dafür. Gehen wir also lieber weiter und beschäftigen uns mit der Browsernutzung:

  1. Chrome mit einem Verlust (unverändert Platz 1) von 25,20% auf 4.837 Zugriffe
  2. Firefox mit einem Verlust (unverändert Platz 2) von 21,88% auf 2.249 Zugriffe
  3. Safari mit einer soliden Steigerung (unverändert Platz 3) um 30,18% auf 1.760 Zugriffe
  4. Opera mit einem starken Verlust (unverändert Platz 4) von 50,87% auf 340 Zugriffe
  5. Internet Explorer mit einem Verlust (unverändert Platz 5) von 30,88% auf 329 Zugriffe

Die Top 5 ist dieses Jahr inhaltlich komplett unverändert. Die einzige Auffälligkeit, die aber zur obigen Erkenntnis in Sachen Reduzierung des Desktop-Anteils passt, ist der Aufstieg von Safari, der auch auf Platz 6 mit 181 Zugriffen (30,18% mehr) nochmal kommt (die In-App-Variante). Android hat hingegen klar weiter verloren (Platz 7 mit nur noch 132 Zugriffen – 61,40% weniger) während sich Microsoft Edge langsam aber stetig nach vorne arbeitet (Platz 8 mit 97 Zugriffen – Steigerung um 246,43%). Es wechseln also zum einen immer mehr auf Windows 10 und verwenden zum anderen trotzdem weiterhin den Standardbrowser. Ersteres ist gut, letzteres muss logischerweise jeder für sich selbst wissen. Wobei ich mich ehrlich gesagt nie großartig damit beschäftigt habe ob Edge endlich ein gescheiter Internet Explorer-Ersatz ist oder weiterhin nur marginal was taugt.

Besucherspionage – Betriebssystem und Auflösung

Auch wenn es mich sehr interessieren würde, wie viele von euch schon Windows 10 benutzen, kann ich auf die einzelnen Windowsversionen leider nicht auswerten. Aber die grundsätzliche Top 5 sieht folgendermaßen aus und passt ebenso in das ermittelte Gesamtbild der mobilen (Apple?)-Dominanz:

  1. Windows mit einem Verlust (unverändert Platz 1) von 34,73% auf 4.918 Zugriffe
  2. Andorid mit einem Verlust (unverändert Platz 2) von 21,36% auf 2.202 Zugriffe
  3. iOS mit einer starken Steigerung (unverändert Platz 3) um 45,49% auf 1.839 Zugriffe
  4. Macintosh mit einer leichten Steigerung (unverändert Platz 4) um 16,05% auf 817 Zugriffe
  5. Linux mit einer starken Steigerung (unverändert Platz 5) um 52,89% auf 185 Zugriffe

Ganze vier Leute (2) haben übrigens in diesem Jahr mit der Nintendo Wii auf Beim Christoph zugegriffen. Und nein, ich war es nicht. Ich besitze weiterhin keine und die anderen Nintendo-Systeme werden (genauso wie alle anderen Konsolen) separat aufgelistet. Es sind also tatsächlich reine Wii-Aufrufe. Die Webseite sollte aber auch darauf gut aussehen. Die Bedienung dürfte jedoch ziemlich fragwürdig sein. Wenn es also tatsächlich zum Lesen und nicht nur zum Testen war: Respekt!

Mein Desktop hat eine etwas größere Auflösung…
(Vorsicht beim Anklicken!)

Bleibt zu guter Letzt noch die Frage nach eurer Bildschirmauflösung. Schließlich muss ich ja wissen, ob das Layout jetzt überhaupt noch so passt oder ich Rondrer doch noch zwingen muss irgendetwas anzupassen. Hier die Top 5:

  1. 1366×768 verwenden 16,46% (1.657) aller Besucher und damit 5,54% mehr als 2015
  2. 360×640 verwenden 15,39% (1.549) aller Besucher und damit 48,80% mehr als 2015
  3. 1920×1080 verwenden 13,06% (1.315) aller Besucher und damit 35,16% weniger als 2015
  4. 1680×1050 verwenden 7,15% (720) aller Besucher und damit 2,56% mehr als 2015
  5. 1920×1200 verwenden 6,13% (617) aller Besucher und damit 40,04% mehr als 2015

Also ja: Ging lange Zeit der Trend zu immer größeren Bildschirmen und einer immer höheren Auflösung geht es nun wieder in die andere Richtung. Kein Wunder, dass es den PC-Herstellern so schlecht geht, wenn ihr keine entsprechende Hardware mehr kauft. Und ja, natürlich nehme ich mich davon nicht aus obwohl ich weiterhin massiv mit einer Palit GeForce GTX 1070 Super Jetstream liebäugele. Vielleicht wenn dann im Frühjahr die Nachfolger kommen…

Gesamtfazit

Und damit wurde mal wieder auf sechs DINA4-Seiten alles gesagt, was es auf Basis der zur Verfügung stehenden Fakten zu sagen gibt. Schrieb ich 2015 noch von einer Tendenz weg von Videospielen hin zu anderen Themen, war es heuer keine Tendenz mehr, sondern Fakt. Ja, Videospiele kommen ab und an noch vor aber im Großen und Ganzen ist zumindest derzeit Schluss damit und die anderen Unterhaltungsmedien (Bücher, Filme und Musik) können diese Lücke nur im Ansatz schließen. Schon allein weil ich da nicht so tief drin bin. Bei Spielen lese ich immerhin regelmäßig auf Kotaku mit und halte mich so etwas auf dem Laufenden. Ich traue mir entsprechend weiterhin nicht zu irgendetwas zu tippsen abseits von ein paar Eindrücken von gesehenen Filmen und dergleichen hier und da. Dafür sind die Lebensthemen Katzen, Gesundheit und Wohnen/Handwerkern in den Vordergrund gerückt – wo man freilich behaupteten könnte, dass ich da technisch gesehen auch noch keine richtige Ahnung von habe. Vergesst also mein Argument aus dem vorherigen Satz gleich wieder :wink: .

Das bedeutet logischerweise weiterhin nicht, dass ich den Videospielen komplett den Rücken kehre. Ich möchte auf jeden Fall zum einen wieder etwas mehr spielen und zum anderen wieder mehr darüber schreiben (ggf. sogar für GamersGlobal). Die höchste Priorität räume ich dem aber nicht ein, wie ihr sicherlich nachvollziehen könnt. Schließlich fiel schon aus diesem Grund die Entscheidung die Last des Donnerstagseintrags von meinen Schultern zu nehmen. Und wenn sich am Beim Christoph doch noch in einen 08/15-Lifestyle-Blog verwandelt, dann ist das halt so. Dass ihr als Besucher das ungewohnt findet (tue ich ja auch) und da mitunter nicht mitgeht ist okay. Deswegen wie immer an dieser Stelle:

Ein dickes Dankeschön an alle Besucher, egal ob ihr nur unregelmäßig vorbeischaut und kommentiert oder Beim Christoph als Startseite eingerichtet habt. Ohne euch, würde das alles hier schon lange überhaupt keinen Spaß mehr machen!
Es würde mich freuen, wenn ihr auch 2017 wieder regelmäßig vorbeischaut, hier und da einen Kommentar hinterlasst und mir darin vielleicht sogar sagt, welche Themen euch eigentlich so beschäftigen und worüber ihr entsprechend gerne mehr oder überhaupt etwas von mir lesen wolltet. Nein, Politik und Religion sind weiterhin tabu. Das macht ihr schön unter euch aus. Ich rede von alltäglicheren, ungefährlicheren Diskussionsstoffen.

Aus dem Leben des Webmasters

Und damit kommen wir zu den finalen Abschnitten des traditionellen Jahresrückblicks: Dem Rück- und Ausblick auf mein eigenes Leben. Wie ist es mir persönlich so im Jahr 2016 ergangen und wie geht es 2017 weiter?

Nun, in Sachen Arbeit hat sich die Situation 2016 aus meiner Sicht nicht großartig verändert. Grundsätzlich macht sie weiterhin Spaß und ich fühle mich wohl dort. Die Bezahlung ist gut und der Arbeit entsprechend (klingt etwas formell, meine ich aber ernst), die Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung zahlreich und die Balance aus neuen und mitunter stressigen Herausforderungen und gelangweilter Routine ausgeglichen. Auch die berühmte Work-Life-Balance ist aus meiner Sicht gegeben. Klar gibt es die üblichen Probleme wie sie jeder Konzern hat und die mich wie alle hin und wieder etwas frustrieren (bspw. nicht gelebte Prozesse, unnötige Telefonkonferenzen, planlose Mitarbeiter). Aber zum einen lebe ich damit nun schon fast 16 Jahre und zum anderen muss man sich am Ende des Tages einfach eingestehen, dass man nur eins von vielen Rädchen im Getriebe ist und in diesem Rahmen einfach das Beste aus seinen Fähigkeiten herausholen.

Privat – Leben

Es geht weiter: Alle Tapeten sind runter!

Auf der Arbeit also nichts Neues, dafür ging es privat massiv rund. Anfang des Jahres natürlich erst einmal die Sache mit dem Haus. Ein Monat tägliches Renovieren bis zum Umzug Anfang Februar, dann nach einer kurzen Erholungsphase bis in den August hinein noch mehr oder weniger fleißig gearbeitet und in der letzten Woche des Jahres auch wieder voll losgelegt (nächster Schritt: Verputzen im Flur). War eine harte und anstrengende Zeit mit dem ein oder anderen Konflikt. Gehört schließlich dazu. Aber am Ende des Tages bin ich dann doch stolz darauf, was wir hier vollbringen, fühle mich hier Zuhause und möchte es nicht mehr Missen mein eigener Herr zu sein (kenne es vom Elternhaus sowieso nicht anders).

Dazwischen dann die nächsten großen Meilensteine eines klassischen Erwachsenenlebens mit der Verlobung, der Heirat und den Flitterwochen. Ich glaube ich hatte es schon einmal irgendwo geschrieben aber ich kann es nur noch einmal betonen: Hättet ihr mich noch 2014 gefragt, wie meine Zukunft aussieht, wäre die Antwort ganz klar „Einsam“ gewesen. Ich war der festen Überzeugung, dass ich zum einen niemals jemanden finden werde (bin ja nie aus dem Haus gegangen) und wenn doch, dass das dann nicht dauerhaft gut geht, weil ich mich für nicht beziehungsfähig hielt. Wie schnell sich solche Ansichten ändern können ist durchaus überraschend (zumindest für mich). Wie immer gibt es auch in einer Beziehung gute und schlechte Tage aber allein schon wie gut ich im Vergleich zu früher einschlafe (zum Leidwesen von Lysanda – Stichwort „Schnarchen“) nur weil ein lieber Mensch daneben liegt – wahnsinn :smile: .

Privat – Ein Leben weniger

Wobei mir Lysanda nur bedingt helfen konnte, war Kessys Tod zu Verarbeiten. Das hat mich massiv in die Tiefe gerissen. Zum einen, weil es im Prinzip wieder der gleiche Ablauf wie damals bei Felix war (mit der Katze zum Tierarzt, ohne Katze heim) und zum anderen weil ich mir dafür verständlicherweise so einige Vorwürfe gemacht habe. Seit meinem Umzug nach Nürnberg hatte ich sie quasi allein bei meinen Eltern gelassen. Ich kam gefühlt nur noch, um sie zum Frisör zu fahren. Das fände ich als Katze auch doof. Dass wir mit Balu, Nica und Lyssi nun gleich drei liebevollen Katzen ein neues Zuhause geben konnten, ist für mich zwar ein Trost und selbstverständlich mag ich die drei und will sie unter keinen Umständen mehr hergeben. Aber Kessy war für mich wirklich etwas ganz Besonderes und neun Jahre ein unvergleichlicher und wichtiger Begleiter…

Unsere Kessy

Es gibt zu diesem Thema einen schönen Gedanken. Er besagt, dass ein Haustier niemals stirbt und schon gar nicht vorzeitig. Stattdessen verlässt es seinen Halter und geht es zurück zur Zentrale, um neue Aufgaben zu erhalten bzw. einem neuen Menschen zugeteilt zu werden. Aus seiner Sicht hat es quasi seine Aufgabe an diesem Ort und bei diesem Menschen erfüllt und lässt ihn hinaus in die Freiheit oder übergibt ihm jemandem, der nun das nächste Stück des Weges mit ihm geht. Wie sich das auf Kessy bezieht, dürft ihr euch selbst zusammenreimen.

Privat – Gesundheit

Und dann gab es da noch das ganze Thema mit meiner Gesundheit sowohl psychisch als auch physisch. Ich weiß schon gar nicht mehr bei wie vielen Ärzten (Neurologe, HNO, Proktologe, Orthopäde, Privatarzt, etc.) ich dieses Jahr überhaupt war plus die Reha und die vielen Stunden im Fitnessstudio sowie die ganze Ernährungsthematik. Bin leider auch immer noch nicht auf meinem Zielgewicht, da ich nicht ganz so konsequent bin was das Essen angeht (Schokolade muss halt in meinen Bauch und nicht in den Schrank…). Aber ich gehe immerhin nicht wieder auseinander.

Im Gegenteil: Während ich hier sitze und diese Zeilen schreibe habe ich einen Wollpulli Größe S mit Slimfit an. Hätte nie gedacht, dass das mal passieren würde. Habe fast ohne Übertreibung meinen gesamten Kleiderschrank dieses Jahr ausgetauscht von XL runter auf M – logischerweise mit weiterer Tendenz nach unten. Lysanda hat da freilich sehr viel mitgeholfen. Ohne sie hätte ich weder meine Ernährung umgestellt, noch würde ich regelmäßig ins Fitnessstudio gehen und hätte schon gar nicht meinen Schrank ausgeräumt (ich sehe ja nicht, ob ich im XL-T-Shirt wie ein Landstreicher rumlaufe oder nicht). Eine Motivationsquelle zu haben ist anscheinend irgendwie wichtig :smile: .

Ein Sicarius von 2005

Aber wie gesagt, bin ich noch mit meiner Gesundheit nicht durch. Ich habe mich einfach viel zu lange nicht wirklich drum gekümmert. Mein Rücken wird 2017 ein großes Thema sein und schon diese Woche stehen zwei Nächte im Schlaflabor an wegen leichten Schlafapnoe. Von meiner Psyche brauchen wir erst gar nicht zu reden. Die psychologische Behandlung hatte ich schon Anfang des Jahres abgebrochen, weil ich auch mit meiner zweiten Psychologin nicht zurechtkam (wenn ich mir mehr Gedanken über die nächste Sitzung mache als über alles andere, dann läuft etwas falsch). Seitdem habe ich daran gearbeitet erst einmal die körperliche Seite in den Griff zu bekommen (Stichwort Vitamin- und Mineralstoffmangel). Aber obwohl es einige positive Effekte gab (werde ich mal in einem gesonderten Eintrag genauer drauf eingehen): Komplett verschwunden sind meine depressiven Episoden und vor allem die dazugehörigen Verhaltensstörungen immer noch nicht vollständig. Deswegen ganz klar der Vorsatz 2017 wieder voll einzusteigen und mich auf Basis der Tipps aus der Reha zurück in Therapie zu begeben. Über diese ganze Thematik werde ich sicherlich auch irgendwann noch einmal einen sehr ausführlichen Eintrag schreiben. Da es allerdings dann doch eine eher heikle Sache ist, deren genauen Details euch dann doch nichts angehen, warte ich noch ab bis ich halbwegs durch bin mit den Maßnahmen.

Privat – Ausblick

Ich sage sehr oft, dass ich Lysanda vieles zu verdanken habe. Ich bin mir durchaus bewusst, dass es etwas komisch, ja vielleicht sogar fragwürdig klingt alles Gute nur auf sie abzuschieben. Man könnte meinen, ich würde sie auf ein Podest stellen und anbeten. „Endlich eine weibliche Person, die mich gerne hat und an die ich mich dranhängen kann – lass sie auf keinen Fall mehr weglaufen!!!!!“ – typisches „Verliebt sein“-Gelabber halt. Es lässt sich aber einfach nicht leugnen, dass sie mein Leben vollständig und komplett über den Haufen geworfen hat – oder mich zumindest dabei unterstützt hat endlich diese Transformation durchzuführen. Wie gesagt: Eine Motivationsquelle ist wichtig und ich habe zwar meine Probleme gesehen aber hatte wohl doch nicht den großen Druck etwas daran zu ändern. Den habe ich nun und die Veränderungen sind aus meiner Sicht auch eindeutig zum Positiven. So kann das Leben weitergehen!

Was das für 2017 bedeutet? Hoffentlich, dass es ein paar Extreme weniger haben wird als 2016 :smile: . Würde mich tatsächlich mit etwas durchschnittlichem Familienleben zufriedengeben. In Ruhe ein wenig am Haus werkeln, vielleicht endlich wieder in meine Hobbies zumindest ein bisschen zurückzufinden und sowas. Mal schauen was daraus wird oder ob das Leben etwas Anderes plant (nein, keine Kinder – höchstens Katze Nr. 4).

Epilog

Und damit dürfte sich diese Textwand nicht nur knapp auf Platz 7 der längsten Einträge einsortieren, sondern nun auch zu seinem Ende kommen. Wie immer wisst ihr wieder etwas mehr über mich als ihr vermutlich wissen wolltet. Zeit also den Spieß umzudrehen und euch die Frage zu stellen: Wie war euer Jahr 2016?

Sicarius

Frohes Neues Jahr 2017!

Tschüss 2016! Wir brauchen dich nicht mehr. Gehe ein in die Geschichte, wo du hingehörst und lass uns endlich in Ruh‘. 366 Tage mit dir waren eindeutig mehr als genug. Da lobe ich mir 2017 mit seinen 365 Tagen. Dieses Jahr hat sogar noch einen Feiertag mehr für alle (der Reformationstag am 31.10.2017 ist zum 500. Jahrestag von Martin Luthers Zettelwirtschaft ausnahmsweise ein bundesweiter Feiertag). Da kann 2016 einfach nicht mithalten im Vergleich.

Und wie begrüßt man das neue Jahr am besten? Natürlich mit einer großen Portion Liebe:

Balu & Nica wissen wie man Sylvester feiert!

Das Team von Beim Christoph wünscht euch ein frohes und erfolgreiches Jahr 2017!

Und damit gebe ich ab bis morgen. Dann erwartet euch wie gewohnt der Beim Christoph Jahresrückblick – dieses Mal in der 2016er Ausgabe versteht sich.

P.S.: Nicht das Sauerkraut und das Schweinefleisch vergessen! Und lasst die Finger vom Geflügel!

Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #14

Hier standen mal ganz viele Umzugskartons

Gut ein Jahr ist es nun her, dass wir endlich die Schlüssel für unsere Hütte in die Hand gedrückt bekamen und mit dem Renovieren anfingen. Ja, ich weiß: Wir sind schon wieder alle ein Jahr älter geworden. Echt schlimm und so. Darum geht es mir aber heute (ausnahmsweise) nicht. Und auch der Flur ist seit dem letzten Update nicht fertig geworden (aber dafür tapetenloser!). Gab halt einfach wichtigere Sachen zu erledigen :smile: . Immerhin ist der Keller leerer und aufgeräumter (ebenfalls noch nicht komplett).

Ist allerdings egal, wichtig ist ja nur, ob wir uns zum einen eingelebt haben und zum anderen selbst ein Jahr später noch nicht den Kauf bereuen und die Antwort auf beide Fragen ist: Ja, wir haben uns eingelebt und fühlen uns hier wohl und möchten das Haus definitiv nicht mehr so schnell hergeben – mal abgesehen davon, dass man es aufgrund des Geldwäschegesetztes sowieso erst nach zwei Jahren wieder verkaufen darf. Im Nachhinein betrachtet war es also ganz gut, dass wir das andere Haus im Dorf nicht bekommen hatten – das wäre im Vergleich die schlechtere Wahl gewesen.

Heute will ich nun die Gelegenheit nutzen, euch ein wenig darüber aufzuklären was uns die ganze Sache eigentlich zusätzlich zum Kaufpreis gekostet hat. Natürlich nur ganz grob. Die genauen Zahlen gehen schließlich außer dem Finanzamt niemanden was an.

Kaufnebenkosten

Über die Kaufnebenkosten hatte ich ja bereits ein wenig philosophiert. Man kann diesen dicken Batzen Geld aber nicht oft genug betonen. Wer sich von denen überraschen lässt, hat schnell nicht nur ein kleines, sondern ein ganz großes Problem. Wobei die meisten Makler vermutlich schon sehr genau darauf achten, ob ihr die Kohle dafür auch tatsächlich habt. Die Banken sowieso wenn es um den Kredit geht. Ohne Nachweis darüber, dass wir diesen mittleren fünfstelligen Betrag bereits auf dem Konto hatten, ging schlicht nichts.

Das Schöne an den Kaufnebenkosten ist allerdings, dass ihr die euch im Vorfeld ziemlich genau ausrechnen könnt. Der Gesetzgeber hat da nämlich einen relativ engen Rahmen abgesteckt, was die einzelnen Parteien euch noch abknöpfen können. Und diese drei Parteien sind der Makler (spart ihr euch natürlich, wenn ihr direkt von Privat kauft) mit 5,95% vom Kaufbetrag, das Finanzamt mit 6% (Grunderwerbssteuer) und der Notar mit normalerweise 1,5%-2% (wir lagen bei 1,7%). Im Notarwert sind bereits die Gelder inbegriffen, die ihr der Stadt zahlt für Tätigkeiten wie den Grundbucheintrag (bei uns circa 0,6% für Vormerkung, Eintragung Grundpfandrecht und den eigentlichen Grundbucheintrag am Ende). Sprich, selbst wenn ihr das Haus vollständig über einen Kredit kauft, müsst ihr immer noch mindestens einen Betrag in Höhe von 15% des Kaufbetrags auf der hohen Kante haben, um zum einen überhaupt zum Zug zu kommen und zum anderen nicht auch noch dafür einen Kredit aufnehmen zu müssen.

Handwerker

Kleiner Auszug aus der Tabelle

Mit Hauskauf und den dazugehörigen Kaufnebenkosten ist es aber logischerweise meistens nicht getan. Und das gilt sowohl für den Neubau (eine Küche ist bspw. bei den meisten Reihenhäusern nicht inklusive) als auch den Altbau. Speziell bei letzterem stehen mitunter noch so einige Arbeiten an, bevor es wirklich wohnlich ist. Jetzt hängt es zum Teil vom Geldbeutel und den eigenen Fähigkeiten ab und zum Teil von gesetzlichen Vorgaben, wie ihr mit dieser Situation dann umgeht. Wir haben zwar sehr viel selbst gemacht aber auch wir haben unsere Limits (Expertise, Zeit und natürlich Rechtlich). Also mussten Handwerker her, die zwar wie immer mehr gefunden (und damit mehr gekostet) haben als gedacht. Wir können uns aber nun (hoffentlich?) sicher sein, dass es richtig gemacht wurde und es an den Ecken keine Probleme gibt. Vor allem beim Strom ist eine Abnahme nach VDE gesetzlich vorgeschrieben. Es ist aber ein gutes Gefühl zu wissen, dass nun erst einmal alles passt und nichts anbrennen kann bzw. wenn doch, dass man fünf Jahre Gewährleistung hat.

Entsprechend hatten wir zuallerst mal die Elektriker da. Zwei Mann (Meister mit Azubi) für neun Tage, die das gesamte Haus auf den Kopf gestellt haben. Sprich jedes Kabel, jeden Schalter, jede Steckdose geprüft und den neuen Stromkasten aufgebaut (es hing bislang noch das Original von 1966 im Keller) plus die paar Sonderwünsche von uns erfüllt. Es war richtig, richtig gut, dass wir mit dem Verputzen noch nicht großartig angefangen hatten. So war es kein Problem, dass auf der Kabelsuche oder beim Wünsche erfüllen auch mal ein Schlitz notwendig war. Andersherum hätten wir wohl ein massives Problem gehabt. Kostenpunkt am Ende der 1 1/2 Wochen? Gut 8.000 Euro (inkl. Material). Da haben auch wir etwas überrascht geschaut :smile: .

Dann hatten wir das Thema der Natursteindusche, die nicht nur total versifft, sondern auch nicht abgedichtet war. Also mussten Fliesenleger und Sanitär her. Letzterer hat zusätzlich noch Unzulänglichkeiten beim Abwassersystem (Minusgefälle) und der Wasserzuleitung (verdreckter Filter, viel zu kleine Rohre, etc.) entdeckt. Das Abwasser haben wir allerdings anschließend selbst neu verlegt sowie einen Teil des Abrisses der Dusche selbstständig erledigt (kaputt machen ist schließlich einfach). Es fielen nur rund 400 Euro für einen Rohrreinigungsnotdienst an (ungefähr die Hälfte für das Lösen der Verstopfung, der Rest für die Kamerafahrt zum guggen wo das Problem lag), weil wir ein Rohrstück ausgelassen hatten beim neu machen.

An der Dusche haben Fliesenleger und Sanitär im Tandem gearbeitet (wegen der Anschlüsse und Armaturen) und allein das Verlegen der Bruchsteinfliesen dauerte gut 11 Stunden. Am Ende kamen wir so auf gut 4.400 Euro für den Fliesenleger und 3.800 Euro für den Sanitär (beides wieder inkl. Material). Also alles in allem stattliche 17.000 Euro, die trotz Eigenanteil alleine für die Handwerker noch einmal oben draufkamen.

Material

Unser (temporärer) Lagerplatz

„Eigenanteil“ ist natürlich ein gutes Stichwort, denn wie gesagt haben wir sehr viel selbst gemacht (und machen immer noch). Vom Tapete runtermachen über Verputzen, Laminat verlegen bis hin zum Streichen und ein paar Fliesen verlegen. War selbstverständlich eine massive Lernerfahrung (da weiß man erst YouTube und die ganzen DIY-Seiten im Netz zu schätzen!) und mag hier und da nicht so perfekt sein, wie es ein Handwerker gemacht hat. Aber es spart selbstverständlich gut Geld – zumindest wenn man nicht seine eigene Zeit in die Waage legt :smile: . Kostenlos ist es aber selbstverständlich nicht. Wir waren von Dezember bis Juni jeden Monat mehrfach in diversen Baumärkten (4x Bauhaus, 10x Hornbach, 29x Toom [liegt um die Ecke] – um genau zu sein) unterwegs (plus ein wenig Amazon, eBay und andere Onlineshops), um all die Sachen beizuschaffen, die man so braucht. Damit sind sowohl die Werkzeuge (Pinsel, Mörteleimer, etc,) als auch die Verbrauchsmittel (Farbe, Putz, etc.) und Bauteile (Korklaminat, Armaturen, etc.) gemeint. Plus noch hier und da Unterstützung von daheim.

Gut 5.000 Euro kamen da noch einmal zusammen obwohl es erst einmal nach gar nicht so viel aussieht. Selten lag an der Baumarktkasse ein Betrag über 100 Euro (5x bei den 43 Baumarktbesuchen). Aber wie heißt es so schön? Auch Kleinvieh macht Mist. Die Gefahr dabei, wenn man keine so detaillierte Buchführung macht wie wir (ich liebe Tabellen!): Man kann ganz schön schnell aus den Augen verlieren was man so ausgibt und wundert sich dann vielleicht, warum nichts mehr am Ende des Monats übrig ist. Und: Es mögen „nur“ 5.000 Euro gewesen sein. Aber dann sind wir mit den Handwerkern und den Kaufnebenkosten schon bei einem hohen fünfstelligen Eurobetrag, der zusätzlich zum Hauspreis anfällt und den man erst einmal haben muss. Wer zusätzlich zum Hauskredit also auch noch einen Renovierungskredit braucht, der sollte sich vermutlich die Sache noch einmal sehr, sehr genau überlegen (machen die Banken auch entsprechend ungern).

Laufende Kosten

Makler & Co. sind bezahlt, die Handwerker aus dem Haus und die Renovierung abgeschlossen – endlich hat das Geldausgeben ein Ende! Nie wieder irgendwelchen Fremden regelmäßig Kohle für nichts und wieder nichts in den Rachen werfen – also außer der Bank bis der Kredit abbezahlt ist! Tja, schön wär’s. Auch beim Haus habt ihr ein paar laufende Kosten:

  • Strom – Braucht jeder und bezahlt ihr auch als Mieter meistens selbst. Wir liegen mit unserer Hütte dieses Jahr mit circa 2.400kWh genau auf dem Wert, den die meisten Stromanbieter für einen Zwei-Personen-Haushalt annehmen. Macht um die 60-70 Euro pro Monat je nach Anbieter.
  • Internet – Ohne Festnetztelefon geht es vielleicht noch (hat ja jeder ein Smartphone) aber Internet (VVDSL 100 versteht sich) muss schon sein. Unseren Preis erwähne ich als Mitarbeiter selbstverständlich nicht :smile: .
  • Rundfunkbeitrag – Das einzige was ich zu diesem Thema sage ist, dass ich nicht grundsätzlich gegen diesen Beitrag bin. Ich bin nur nicht damit einverstanden was damit teilweise alles finanziert wird. 17,50 Euro pro Monat werden hier fällig.
  • Schornsteinfeger – Kann jetzt nur als Besitzer einer Ölheizung sprechen aber die muss zwingend regelmäßig überprüft werden (wie stark verschmutzt sie die Umwelt) und auch der Schornstein selbst benötigt ab und an mal eine Reinigung, damit was durchgeht. Kosten sind logischerweise abhängig vom Umfang der Arbeiten.
  • Heizungswartung – Ich kenne mich mit Öl- und Solarheizungen nur bedingt aus, also muss ab und zu ein Fachmann her. Auch hier sind die Kosten nicht fest.
  • Öltanküberprüfung/-reinigung – Ersteres ist Pflicht und wird vom TÜV gemacht (quasi um zu verhindern, dass ihr einen maroden Tank habt und damit eine Umweltgefährdung seid) und zweiteres macht alle paar Jahre durchaus Sinn (tut der Umwelt und der Heizung gut). Preislich wieder je nach Anbieter unterschiedlich.
  • So muss das aussehen!

    Heizöl – Wer mit Öl heizt, braucht Öl, um damit zu heizen. Entsprechend genau habe ich dieses Jahr die Nachrichten verfolgt, um so einige Euro zu sparen – auch wenn ich trotzdem den Tiefpunkt im August verpasst habe. Meine Informationsquelle heißt Tecson.

  • Wasser-/Abwassergebühr – Wasser ist ganz schön billig im Vergleich zum Strom (um die 20 Euro pro Monat). Da versteht man eigentlich gar nicht, warum immer so viel zum Sparen aufgefordert wird (zumal das sehr schlecht für die öffentlichen Rohrnetzte ist).
  • Niederschlagswassergebühr – Da euer Haus auf seiner Fläche dem Regen den freien Zugang zur Erde verweigert, muss das Regenwasser über die Abwasserkanäle abgeführt werden. Das steckt hinter dieser Abgabe, die entsprechend von der Größe der befestigten und wasserundurchlässigen Fläche eures Grundstücks abhängig ist.
  • Müllgebühren – Wir müssen tatsächlich nur die Restmülltonne bezahlen (und die auch nur pauschal und nicht nach Gewicht). Aber ich bezahle gerne dafür, dass ich meinen Dreck nur vor die Haustür bringen muss und er dann regelmäßig von netten Männern in bunter Kleidung abgeholt wird. Über die Höhe entscheidet vermutlich die Stadt selbst.
  • Grundsteuer – Ihr dachtet, es wäre mit der Grunderwerbssteuer getan? Pah! Das Finanzamt möchte schon regelmäßig an euch verdienen. Wie die sie sich errechnet erklärt zum Beispiel Wikipedia.
  • Wohngebäudeversicherung – Ist technisch gesehen in Deutschland nicht mehr Pflicht aber eine Feuerversicherung ist verpflichtend und die ist da schon enthalten. Außerdem sind noch weitere Risiken wie Sturm oder Leitungswasserschäden abgedeckt und das ist aus meiner Sicht nie verkehrt. Der Keller ist schnell mal vollgelaufen und dann kostet es richtig Geld. Die Kosten hängen natürlich von den Leistungen ab.
  • Hausratversicherung – Keine Pflicht aber die Wohngebäudeversicherung deckt nur das Haus ab und nicht, was sich darin befindet. Und wenn man wie ich allein fünf Regale mit Spielen und Filmen voll hat, dann möchte man da schon etwas Kohle sehen, wenn es jemand klaut oder es irgendwie kaputt geht :smile: . Auch hier hängen die Kosten von der Leistung ab. Am sinnvollsten ist es aber wohl – zumindest wenn ihr nicht die extrem teuren Einzelstücke habt – auf die Quadratmeter Wohnfläche zu gehen statt auf den tatsächlichen Wert im Haus.
  • Privathaftplichtversicherung/Haus- und Grundstückshaftpflichtversicherung – Auch wieder kein Muss aber mit einem eigenen Grundstück kommen noch zusätzliche Pflichten wie zum Beispiel die Räumpflicht dazu. Fällt doch mal einer vor eurem Haus auf die Nase, ist es entsprechend ganz nützlich versichert zu sein. Oder wenn ein Ziegel sich im Sturm löst und den Nachbarshund erschlägt. Kann man sonst kaum bezahlen so hoch wie die Kosten für einen Personenschaden sind. Preis hängt logischerweise auch hier von der Versicherung und der Leistung ab.

Das alles zusammen ist noch einmal ein ordentlicher, vierstelliger Betrag pro Jahr selbst ohne die Heizkosten zu berücksichtigen (5000l Heizöl sind nicht billig). Da noch die monatlichen Tilgungszahlungen für den Kredit oben drauf und man kommt mitunter auch an seine Grenzen, wenn man sich verkalkuliert hat oder unvorhergesehenes Eintritt (Scheidung, Arbeitslosigkeit, Auto und dergleichen). Und man muss sich auch noch um den ganzen Mist selbst kümmern anstatt einfach nur dem Vermieter ein paar Kröten zu überweisen und zu sagen „Hier mach‘ du!“. Hab‘ ich schon erwähnt, dass man nicht einfach mit „Ach, ich kauf‘ mir jetzt einfach mal ein Haus!“ an die Thematik rangehen sollte? :smile:

Fazit

Und damit seid ihr jetzt wieder ein gutes Stück schlauer und besser vorbereitet, solltet ihr mit einem Eigenheim liebäugeln. Kann natürlich am Ende des Tages nur von uns sprechen – vor allem bei einem Neubau sieht die Situation sicherlich noch einmal ganz anders aus. Aber als erste Orientierung hilft es garantiert schon einmal weiter. Uns hat die ganze Sache zwar etwas an die Grenzen gebracht hier und da, denn vor allem Handwerkerkosten lassen sich doch irgendwie schwer einschätzen, entsprechend wäre ein Schicksalsschlag sehr ungünstig gewesen Anfang des Jahres. Aber am Ende des Tages wurden alle Rechnungen  pünktlich bezahlt, kein Konto war im Minus und die Vorräte werden seitdem wieder stetig aufgebaut. Und so muss es sein.

Solltet ihr noch zusätzliche Fragen haben, dann einfach in die Kommentare packen. Ansonsten wünsche ich einen angenehmen Feiertag und wir lesen uns am Montag wieder.

« Vorherige Seite - Nächste Seite »