Die aktuelle Top 5

92 Stunden zeigt der Spielzeitzähler auf Steam bei Kingdom Come: Deliverance an. Damit hat es meinen bisherigen Rekordhalter Counter-Strike: Global Offensive (72 Stunden) auf Valves Plattform bereits weit hinter sich gelassen. Ich weiss: Peanuts für diejenigen unter euch die teils drei- oder vierstellige Stunden in so manchem Titel hat. Aber für mich ist das viel! Gut, außerhalb von Steam gibt es schon das ein oder andere Spiel in das ich über die Jahre sicherlich mehr Zeit investiert habe wie z.B. UFO: Enemy Uknown, Lands of Lore: The Throne of Chaos oder World of WarCraft. Aber selbst bei denen hat sich das eher über mehrere Monate/Jahre angesammelt (UFO: Enemy Unknown sitzt in der Steamversion aktuell bei genau 24 Stunden). Kingdom Come: Deliverance habe ich hingegen jetzt seit Mitte November, komme hauptsächlich nur am Wochenende zum Spielen und habe trotzdem allein in den letzten zwei Wochen über 20 Stunden versenkt. An dieser Stelle ein Küsschen an meine liebe und verständnisvolle Ehefrau Lysanda, die das durchgehen lässt und gleichzeitig das 1.000 „Hey Henry!“ aus den Boxen erträgt :smile: .

Und nein: Ich habe es immer noch nicht durch. Aktuell bei Quest 16 von 29 der Hauptstory. Immerhin dürfte es bei den Nebenaufgaben langsam aber sicher auf das Ende der Fahnenstange zugehen. Und den DLC From the Ashes habe ich auch schon komplett erledigt. Allerdings erscheint übernächste Woche bereits der 3. DLC: Band of Bastards. Da könnt ihr drauf wetten, dass ich sofort zugreifen werde.

Lob und Frust

Hatte ich schon erwähnt, dass ich das Spiel einfach nur genial finde? Hatte ich? Sehr gut. Aber es lohnt sich das noch einmal zu betonen. Gleichzeitig möchte ich aber die Gelegenheit nutzen und auf die leider weiterhin vorhandenen Unzulänglichkeiten hinweisen. Je weiter man im Spiel voranschreitet, desto mehr Probleme gibt es nämlich selbst in der aktuellen Version 1.7.2 vom 21.11.2018. Ich hoffe mit dem DLC kommt endlich mal wieder ein großer Patch voller Bugfixes. Fakt ist nämlich, dass mein Spielstand nur 64 Spielstunden anzeigt. Sprich ich habe irgendwo geschlagene 28 Stunden an Spielzeit verloren. Und nein, ich bin nicht so einer wie manch Leute (die ich komisch finde), die ein Spiel gefühlt tagelang einfach anlassen, nur weil sie keinen Bock haben es wieder neu zu starten.

Einer der Gründe für die 28 Stunden ist natürlich, dass ich mal Sachen verbocke und einen früheren Spielstand laden muss, weil ich vergessen hatte zu Speichern. Das war anfangs sicherlich einer der Hauptgründe. Mittlerweile habe ich das ein wenig besser verinnerlicht weshalb es somit leider eher die Bugs und technischen Probleme sind, die mich nicht nur dazu zwingen Spielzeit zu verlieren, sondern auch zur Vermeidung dessen eine Komplettlösung zu meinem ständigen Begleiter gemacht haben.

Wichtigster Tipp: Reitet niemals volle Kanne in Richtung von Häusern, Bäumen und Büschen oder durch Unterführungen hindurch. Die Chance, dass ihr nicht rechtzeitig bremsen könnt und stecken bleibt ist extrem hoch. Und die Wahrscheinlichkeit, dass ihr dann selbst durch Schnellreisen nicht mehr wegkommt ebenso (=Neu laden). Sowieso gehen mir die undurchdringbaren Büsche auf den Geist. Welchen spielerischen Sinn und Zweck hat es einfach irgendwo mitten in der Landschaft eine Reihe von denen hinzusetzen? Sie halten euch nur davon ab direkt auf die andere Seite zu kommen und zwingen euch einige Meter weiter Drumherum zu reiten. Sie verlängern somit nur unnötig die Spielzeit. Mehr ist es nicht.

Gehe direkt ins Gefängnis. Gehe nicht über Los. Sonst stürzt das Spiel ab.

Kingdom Come: Deliverance (Herstellerbild)

Abseits dieser grundsätzlichen, technischen Probleme ist es durchaus verständlich, dass bei einem Spiel mit über 100 Quests mal irgendwo der Wurm drin ist. Vor allem, da es erfreulicherweise sehr viele Lösungswege und Abhängigkeiten gibt, das Programm also unzählige Variablen berücksichtigen und verarbeiten muss. Und auch, dass mal ein Questziel oder eine ganze Quest scheitert ist eine normale Sache. Etwas falsch zu machen und mit dem Ergebnis leben (oder neu zu laden) gehört für mich vor allem bei so einem offenen Rollenspiel dazu.

Davon rede ich hier aber nicht. Sondern von Quests, die man nur auf eine bestimmte Art und Weise lösen DARF weil es ansonsten beispielsweise zu einem Plotstopper kommt, der teilweise bereits seit dem Release vor einem Jahr bekannt ist und immer noch nicht behoben wurde. Und wenn es nicht gleich ein Plotstopper ist, dann zumindest das Verbauen eines kompletten Lösungswegs, weil er schlichtweg derzeit nicht funktioniert. Und das ist logischerweise ein absolutes No-Go. Mitunter ist sogar die Reihenfolge entscheidet, in der ihr bestimmte Aufgaben annehmt, um das Spiel nicht in einen unauflösbaren Widerspruch zu verstricken. Ohne Komplettlösung kann man das nicht erkennen.

Die Praxis

Ein Beispiel was ich mit kaputten Aufgaben meine: In einer Quest geht es um den Überfall auf einen Geldtransport. Dazu sollt ihr haufenweise Vorbereitungen treffen, etc. pp. Ihr könnt die Quest aber auch einfach lösen bevor der Transport überhaupt startet indem ihr das Geld aus einer Truhe stehlt. Das hat zwei Konsequenzen: Zum einen interessiert das irgendwie niemanden außer eurem Auftraggeber (niemand sonst bemerkt, dass das Geld nicht mehr da ist). Zum anderen bekommt ihr danach trotzdem noch Dialogoptionen angeboten, die mit dem Überfall zu tun haben – den ihr gar nicht mehr durchführen könnt, da euer Auftraggeber ja schon das Geld hat und zufrieden ist! Ich habe nicht getestet, was passiert, wenn man diese auswählt befürchte aber schlimmstes.

Kingdom Come: Deliverance (Herstellerbild)

Anderes Beispiel: Eine Dame sagt euch, dass ihr Mann krank ist und ihr es ebenfalls nicht so gut geht, weil das Leben so anstrengend ist. Nach diesem Dialog wird zwar eine Notiz im Tagebuch hinterlegt aber es gibt keine Quest und die Notiz findet man irgendwie nicht wieder. Anschließend könnt ihr der Dame zwar einen Trank geben, damit sie sich besser fühlt aber es passiert sonst nichts (=keine Belohnung, keine abgeschlossene Quest). Und auch ihrem Mann könnt ihr finden (durch Ausschlussverfahren: Er trägt nur einen generischen Namen), ihm aber auf normalem Wege keinen Trank zur Besserung geben. Warum? Weil er 24 Stunden am Tag schläft und mit manchen Personen (ja, das Spiel ist nicht immer konsequent in seinen Regeln) kann man nicht reden, wenn sie schlafen (kommt dann nur ein „Ey, lass mich in Ruhe weiterpennen!“). Die Lösung, will man die technisch gesehen nicht vorhandene Quest lösen? Anschleichen, ihn ungesehen in Ohnmacht versetzen, damit ihr ihn aufnehmen könnt und ihn anschließend in den Weg eines anderen NPCs legen. Der weckt den Mann dann auf und ihr könnt mit ihm reden bis er wieder zurück an seinem Schlafplatz ist.

Fazit

Ihr könnt euch vorstellen wie frustrierend das ist, wenn man extrem vorsichtig damit sein muss, was man tut. Das nimmt einem nicht nur die spielerische Freiheit, sondern eben aufgrund der Notwendigkeit vorher in einer Komplettlösung nach den Fallstricken zu suchen die Überraschungsmomente. Der Frust wird natürlich noch einmal verstärkt dadurch, dass Kingdom Come: Deliverance ansonsten ein wirklich großartiger Titel ist mit dem ich trotz dieser mittlerweile wirklich nicht mehr seltenen Probleme weiterhin extrem viel Spaß habe.

Das Fazit nach über 1.200 Wörtern voller Gejammere soll für euch also definitiv nicht sein, dass ihr einen weiten Bogen um den Titel machen solltet. Im Gegenteil solltet ihr endlich zugreifen und zocken! Ich will aber natürlich nach meinem Lobgesang nicht verheimlichen, dass der Titel vor allem mit Mid- bis Endgame durchaus große Probleme hat und Warhorse Studios sich dennoch aktuell ausschließlich auf die DLCs konzentriert. Die Hoffnung, dass die Fehler zeitnah behoben werden, ist also nicht ganz so groß.

Jetzt muss ich aber wieder zu Henry zurück. Bis Montag!

Müsste mal wieder das Regal sortieren…

Die Games Awards sind rum und wie erwartet wurde Rockstar alles in den Poppo geblasen – außer dem wichtigsten „Game of the Year“-Titel, der an God of War ging. Mit dieser Konkurrenz aus dem Weg, können wir nun endlich zu den wichtigen Dingen des Jahres kommen: Meine Top 5 Spiele des Jahres 2018.

Der Rückblick

Grundsätzlich habe ich 2018 aus meiner Sicht erneut einen halbwegs „gesunden“ Spielekonsum gelebt (hab‘ auch wieder einiges eingekauft) und zumindest am Wochenende immer mal wieder ein paar Stunden Zeit gehabt mich am Hauptrechner intensiv einem Titel zu widmen. Die „Durchgespielt“-Quote war zwar trotzdem nicht sonderlich hoch und, dass ich brandaktuelle Spiele zocke kommt ebenfalls so gut wie gar nicht vor. Aber unterm Strich bin ich zufrieden mit meiner Gaming-Life-Balance :smile: .

Hardwaretechnisch ist ganz klar mein iPhone 6 Plus weiterhin mein Hauptspielegerät, gefolgt vom Hauptrechner. Die PlayStation 3 war heuer hingegen überhaupt nicht an (es sei denn eine Katze ist auf den „An“-Knopf getreten) und die Xbox 360 nur mal für meine 30 Minuten mit Red Dead Redemption. Und nein, die neuste Konsolengeneration hat immer noch keinen Einzug bei mir gehalten. Wird sich unter diesen Bedingungen auch logischerweise so schnell nicht ändern. Mehr Zeit habe ich im Vergleich tatsächlich mit der PlayStation Vita (Silent Hill: Book of Memories) und dem Nintendo 3DS (Sonic Colours) verbracht. Aber obwohl ich beide Titel empfehlen kann, hat es keiner davon auf meine diesjährige Top-5-Liste geschafft.

Die Top 5

Ja, ich musste tatsächlich etwas länger überlegen welche der Titel, die ich 2018 gezockt habe (unabhängig vom Erscheinungsdatum) ich nehme. Gut, stimmt nicht ganz – die Top 3 war quasi schon in Stein gemeißelt. Aber beim Rest musste ich wirklich intensiv streichen bis ich auf das untenstehende Ergebnis gekommen bin :smile: . Für eine Rückkehr zumindest zur ursprünglichen Form (13 Kategorien und nur ein Titel) der Bagdadsoftware No-One-Cares-Awards hatte es allerdings immer noch bei weitem nicht gereicht. Irgendwann vielleicht.

Jetzt reicht es aber mit der Vorgeschichte. Wie so oft führen die meisten Links zu Amazon und hier sind sie nun, meine fünf Top-Spiele des Jahres 2018:

Kingdom Come: Deliverance (Herstellerbild)

1. Kingdom Come: Deliverance (2018; PC, XONE, PS4) – Was könnte ich dem letzten Eintrag hinzufügen? Hättet ihr mich im Oktober gefragt, hätte bei den Bagdadsofware NOCAs 2018 ganz klar Divinity: Original Sin II – Enhanced Edition als bestes Rollenspiel des Jahres abgeräumt. Mittlerweile wäre dieser Sieg weder garantiert noch eindeutig. Obwohl ich nun doch auf die eine oder andere Quest mit technischen Problemen gestoßen bin (=lassen sich nicht korrekt oder nur auf bestimmte Art und Weise abschließen), kann ich gar nicht in Worte fassen wie unglaublich viel Laune mir der Titel macht. Ich hatte schon lange kein Spiel mehr an das ich so oft denken musste und auf das ich mich wirklich freue es weiter spielen zu können (nur noch diesen Eintrag fertig schreiben, dann kann ich wieder!). Ich fühle mich wirklich in die Zeit von Gothic und Gothic II zurückversetzt. Glaub‘ ein größeres Lob kann ich einem Videospiel nicht geben :smile: .

Just Cause 3 (Herstellerbild)

2. Just Cause 3 (2015; PC, XONE, PS4) – Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass Teil 3 so viel Laune machen würde. Ja, ich hatte auch mit Teil 2 meinen Spaß aber nach 25 Spielstunden war und ist die Luft einfach raus trotz vieler unerledigter Aufgaben abseits der Kampagne. In Just Cause 3 habe ich hingegen laut Steam satte 51 Stunden versenkt und es zu 100% durch – ohne, dass ich mich nur eine einzige Sekunde gelangweilt hätte! Höchstens bei der ein oder anderen Challenge bzw. Achievement (scheiß Boot!) in die Tastatur gebissen aber das gehört dazu :wink: . Es gibt genug zu tun ohne, dass es zu viel wird. Es ständig Action und die Grafik sieht zum Anbeißen aus. Und allein über den Wingsuit könnte ich schon wieder seitenweise Lobeshymnen verfassen. So eine einfache aber geniale Idee, die das Spielerlebnis um ein Vielfaches besser macht. Und dann noch der doppelte Greifhaken.

Ja, Avalanche Studios hat aus meiner Sicht nicht nur den nächsten logischen Schritt im Vergleich zu Teil 2 getan, sondern damit auch den für mich fast perfekten Serienteil gemacht. Neben den neuen Spielsachen ist es vor allem die gute Balance aus „Spielweltgröße“ und „Inhalt“, die für mich das Zünglein an der Waage waren. Teil 4 scheint da den ersten Reaktionen nach zu urteilen nicht ganz mithalten zu können (wobei viele von Teil 3 ebensowenig begeistert waren). Mal schauen. Allzulange werde ich mich mit dem Kauf wohl nicht zurückhalten können.

So viele Mythics!

3. Magic: The Gathering – Puzzle Quest (2015; iOS, Android) – Obwohl ich es jetzt schon fast zwei Jahre spiele, hat es erst 2018 so richtig „Klick“ gemacht. Ja, es regt mich immer noch hier und da auf, wenn ich gegen einen Gegner antreten muss, der bereits in der 1. Runde eine Mythic nach der anderen raushaut. Aber ich bin mittlerweile tatsächlich in der Position auch mal das Gleiche zu tun und mich in den Events in den Top 100 aufzuhalten. Habe ich also in den sauren Apfel gebissen und endlich Geld ausgegeben? Nein. Es hat angefangen mit der Einführung des Booster-Crafting sowie dem Ixalan-Set.

Booster-Crafting erlaubt es endlich die doppelten Karten, die man vor allem aus dem kostenlosen Boostern zwangsläufig dauernd zieht gezielt in Nützliches umzuwandeln (3000 Orbs für eine ältere Mythic-Karte; eine doppelte Common-Karte gibt 10 Orbs). Eine Garantie, dass ihr genau die bekommt, die ihr haben wollt gibt es da zwar nicht. Aber man bekommt halt zumindest eine Karte der gewünschten Stufe und nicht immer nur nutzlosen Kram. Gleichzeitig wurde erstmals ein Event (Across Ixalan, PvP) eingeführt, welches zumindest im Platinum-Tier (derzeit das höchste) gute Belohnungen bot mit denen man auch seinen Einsatz jeden Tag wieder rausholen konnte. Sowieso sind die PvP- und vor allem die PvE-Events großzügiger geworden was das Verteilen vor allem von Kristallen (die Premium-Währung) angeht. Dadurch konnte ich meinen Karten- (1654 von 2353) und Planeswalkerpool (alle 49 mit Kristallen erwerbbaren) vergrößern und im Ergebnis Decks bauen mit denen ich eine reale Chance habe zu gewinnen. Was habe mich gefreut wie Bolle als ich im PvE-Event „Rise of the God-Pharao“ erstmals Nicol Bolas besiegt habe und jetzt kann ich es fast jedes Mal.

Und wenn man endlich öfters gewinnt als verliert, dann hat man natürlich mehr Spaß an der Sache. Entsprechend wenig verwunderlich, dass ich dieses Jahr kein anderes Spiel so häufig und lange gespielt habe wie Magic: The Gathering – Puzzle Quests. 700 Spielstunden dürfte ich locker erreicht haben. Einziger Wehrmutstropfen: Gefühlt sind die technischen Probleme häufiger geworden (sehr, sehr viele Abstürze, die euch dann das jeweilige Match kosten).

Warhammer 40.000: Dawn of War II – Retribution (Herstellerbild)

4. Warhammer 40.000: Dawn of War II – Retribution (2011; PC, LNX, MAC) – Irgendwie hatte ich im Frühjahr plötzlich mal Lust ein Strategiespiel zu spielen. Und da für mich Warhammer 40.000: Dawn of War II immer noch eines der Besten auf dem Markt ist, habe ich mir endlich mal das zweite Addon Retribution vorgenommen. Anders als im Hauptspiel und in Chaos Rising gibt es dieses Mal in der Kampagne sechs Rassen zur Auswahl.

Die Grundgeschichte (alle wollen etwas in Sub-Sektor Aurelia und es geht in die Hose) und ein Großteil der 16 Levels bleiben zwar für alle gleich. Das dämpft die Motivation etwas die Geschichte aus der Sicht jeder der sechs Rassen zu erleben (ein Durchlauf dauert 6-7 Stunden). Aber spielerisch macht es immer noch extrem viel Laune (solange man scheinbar kein Dawn of War 1-Fan ist) und trifft für mich als Strategie-n00b weiterhin die passende Balance aus Anspruch und völliger Überforderung obwohl ihr dieses Mal nicht nur Squads befehligt, sondern auch als Zugeständnis an die Aufbaufans hier und da Truppen bauen müsst. Dazu natürlich das Setting, das ich sowieso grundsätzlich mega-cool finde und schon hatte mich Relic Entertainment eingefangen. Mal schauen ob ich nächstes Jahr dann Warhammer 40.000: Dawn of War III schaffe. Angefangen habe ich es schon.

Agents of Mayhem (Herstellerbild)

5. Agents of Mayhem (2017; PC, XONE, PS4) – Es hat nicht das Niveau eines echten Saints Row, viele vor allem technische Probleme und ein Koop-Modus, den ich zwar nie benutzen würde, hätte dem Spiel wirklich extrem gutgetan. Aber wie ich geschrieben hatte: Es ist bunt, amüsant und action-reich. Ja, es hat trotz vieler gelungener Charaktere nicht den ganz großen Tiefgang aber es macht mir Spaß. Die Inszenierung stimmt, die Bewegung durch die Spielwelt geht gut von der Hand und das Kampfsystem ist solide. Es könnte selbstverständlich noch viel mehr sein (Saints Row V!) aber was es macht, macht es kompetent und passt zu meinen Vorlieben und damit kommt es auf den fünften Platz. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

 

Das waren also die Spiele, die mich 2018 am meisten beschäftigt haben (bzw. teilweise immer noch tun) und mir positiv in Erinnerung geblieben sind – im Gegensatz zu Titeln wie Homefront: The Revolution oder Risen 3: Titan Lords, die eher in der Kategorie „Enttäuschung des Jahres“ ihre Heimat gefunden hätten. Nun seid ihr an der Reihe: Was habt ihr so in diesem Jahr gezockt? Genug, um eine Top 5 zu füllen? Erzählt es der Welt in den Kommentaren!

Die Nachfolgersuche ist beendet. Zumindest legt das die Tatsache nahe, dass ich zum Verfassungszeitpunkt schon 26, nein 28, äh…Webmaster, hör endlich auf das Spiel zu spielen und schreib den Eintrag! – 30 Stunden in einen anderen Titel investiert habe:

Cover

Kingdom Come: Deliverance (2018; PC, PS4, XONE) – Das war mal wieder so ein Spiel, bei dem ich länger überlegt habe ob ich es tatsächlich kaufe oder nicht. Schon damals beim Kickstarter (2014) war ich hin- und hergerissen. Auf der einen Seite fand ich die Prämisse sehr reizvoll (historisch korrektes Mittelaltersetting, realistische Kampfsimulation, lebendige Welt). Auf der anderen klang es auch extrem Hardcore (limitiertes Speichersystem, anspruchsvolles Kampfsystem, Hygiene- und Hungersimulation). Nachdem ich in den letzten Wochen aber von YouTube in meiner „Empfohlen“-Liste ein paar Videos serviert bekam, entschloss ich mich doch endlich mal zuzuschlagen.

Der Umweg

Also bestellt, geliefert und losgezockt? Leider nein: In der verschweißten Packung waren keine Product Keys enthalten und auch nicht beim Einlegen der Installations-DVD (machen einige mittlerweile). Nicht weiter wild, da ich bei Amazon bestellt hatte (die Lieferbarkeit an „älteren“ PC-Spielen ist bei OkaySoft leider nicht mehr so gut wie früher). Sie hatten aber keine Kopie mehr zum Austausch auf Lager und keine Keys irgendwo rumliegen. Also einfach Zurückschicken gegen Geld und vielleicht später nochmal kaufen. Onlinehandel kann so schön unkompliziert sein.

Wenn damit die Geschichte zu Ende gewesen wäre, könnte ich euch aber natürlich heute nicht über das Spiel berichten, denn ich musste die Rücksendung doch nicht durchführen. Ab und zu hilft es eben doch auf Twitter zu jammern :smile: . Warhorse Studios wurde auf meinen Tweet aufmerksam (scheinbar werden alle Tweets nach „Kingdom Come“ gescannt), empfahl mir Deep Silver zu kontaktieren und eine Mail mit Rechnungsnachweis später hatte ich Ersatzkeys. Perfekt. Endlich konnte es losgehen.

Aller Anfang…

Kingdom Come: Deliverance (Herstellerbild)

Im Jahre 1403 geht es rund in Böhmen. Der alte König Karl IV ist tot und sein erster Sohn Wenzel ist wie so häufig ein absoluter Taugenichts, der lieber mit Weibern rummacht als das Land zu regieren. Also nimmt sein Bruder Sigismund mit Billigung eines Teils des Hochadels die Sache selbst in die Hand und zieht raubend und mordend durch das Land (freie Interpretation seines Tuns). Dabei trifft er auch auf das kleine Bergwerksdorf Skalitz. Dort lebt Heinrich, Sohn des Schmiedes, sein typisches Mittelalterleben. Im Prolog erlebt ihr wie das Dorf zerstört, eure Eltern ermordet und euer Leben vollkommen aus den Bahnen geworfen wird. Also die typische „Jemand will Rache und rettet nebenbei die Welt“-Story?

Tatsächlich ist Heinrich alles andere als ein Held und wird auch von niemanden so gesehen. Im Prinzip ist es nur dem Ruf seines Vaters zu verdanken, dass er überhaupt mehr darf als nur in den Straßen von Rattay zu betteln. Und es geht nicht um die Rettung der Welt, sondern ihr seid einfach Teil dieser unruhigen Zeit und erlebt ein paar Highlights mit. Technisch gesehen würde das alles so oder so passieren (bzw. ist es damals tatsächlich mit der ein oder anderen erzählerischen Freiheit).

Das ist buchstäblich gemeint, denn das Spiel arbeitet nicht durchgängig aber doch oft mit zeitlich getriebenen Quests. Wenn jemand sagt, dass er zu Sonnenaufgang da und dort auf euch wartet, solltet ihr nicht erst 10 Tage lang in der Wildnis und Hasen jagen (=Wildern). Und wenn ein Charakter im Sterben liegt und ihr ihn heilen sollt, ist es nicht zu empfehlen vorher noch eine Runde im Badehaus mit den Mädels abzuhängen. Was nicht heißt, dass ihr das ganze Spiel hindurch getrieben werdet. Aber die Entwickler von Warhorse Studios werfen euch hin und wieder einen Stock zwischen die Beine, um euch daran zu erinnern, dass Kingdom Come: Deliverance versucht realistischer zu sein.

Taktische Kämpfe

Kingdom Come: Deliverance (Herstellerbild)

Wie es sich für einen Schmiedesohn im Mittelalter gehört, kann Heinrich weder ein Schwert schwingen noch Lesen und seine Kenntnis der Außenwelt beschränkt sich auf zwei Meter vor dem Dorf. Insofern ist der Questtitel „Renn!“ beim Dorfangriff durchaus ernstgemeint. So habt ihr zwar ein Schwert dabei aber gegen die Kumanen nicht den Hauch einer Chance. Gut, technisch gesehen könnt ihr sie tatsächlich besiegen – sie sind nicht unverwundbar. Aber es ist extrem schwer, weil ihr nichts aushaltet und so gut wie keinen Schaden verursacht (ich habe 10 Spielstunden im Prolog verbracht – unter anderem, weil ich sie töten wollte). Eure Fähigkeiten verbessert ihr dadurch, dass ihr sie benutzt (ähnlich The Elder Scrolls) sowie bei Trainern ein paar Groschen (die damalige Währung) investiert. Was bei Bethesdas Rollenspielserie irgendwie doof ist, passt hier perfekt, weil ihr so mit Heinrich besser werdet. Das Kampfsystem ist nämlich nicht ohne und dürfte die außerhalb von VR-Titeln aktuell realistischste Schwertkampfsimulation auf dem Markt bieten.

Egal ob Axt, Streitkolben, Hellebarde oder die diversen Arten von Schwertern: Stupide auf den Mausbutton hämmern bringt nichts. Damit verbraucht ihr nur eure Ausdauer und gebt eurem Gegner die Chance zum Gegenangriff. Stattdessen gilt es den Feind genau zu beobachten, Schwachstellen zu erkennen, Lücken auszunutzen oder auch einfach mal wegzurennen. Aus fünf Richtungen könnt ihr angreifen sowie Zustechen. Da sich euer Charakter realistisch in die Angriffe hineinlegt, könnt ihr beispielsweise nicht zweimal direkt hinter einander von links unten angreifen. Nein, ein Angriff von links unten heißt, dass euer Schwert rechts oben herauskommt. Euer nächster Hieb sollte entsprechend aus der Richtung kommen, sobald ihr in der Bewegung dort angekommen seid (ähnlich wie in der The Witcher-Reihe). Außerdem lernt ihr im Lauf des Spiels Komboangriffe sowie Schläge abzublocken, Auszuweichen und Anzutäuschen. Das alles macht euch selbst mit besserer Ausrüstung nicht unbesiegbar und jeder einzelne Feind kann euch bis zum Schluss schwer zusetzen (von Gruppen ganz zu schweigen). Aber seid ihr anfangs noch vor jedem Banditen in seinem Stoffhemdchen weggerannt, könnt ihr es später durchaus mit voll ausgestatteten Rittern aufnehmen. Hat quasi etwas von Dark Souls das Ganze. Nur, dass ihr eben nicht die Angriffsmuster eures Gegners einfach auswendig lernt, sondern den Umgang mit eurer Ausrüstung.

Das Speichersystem

„Ach, dann speichere ich halt vor jedem Kampf und probiere solange bis ich es schaffe“ – Ja, ne so einfach macht es euch Kingdom Come: Deliverance nicht. Das Thema „Speichern“ wurde zwar durch einige Patches entschärft – so gibt es bspw. nun ein Speichern beim Beenden und es wird häufiger bei Quests ein Spielstand angelegt – aber ganz ohne bleibt es immer noch nicht. Wenn ihr speichern wollt, müsst ihr entweder einen bestimmten, relativ raren und teuren Schnaps trinken (der euch allerdings zu einem Alkoholiker werden lassen kann, wenn ihr zu oft hintereinander speichert) oder in bestimmten Betten schlafen (nicht in allen!). Ansonsten gibt es abseits der automatischen Speicherpunkte keine Möglichkeit. Das bedeutet, dass ihr bei einem tödlichen Fehler durchaus mal ein paar Spielstunden verlieren könnt.

Kingdom Come: Deliverance (Herstellerbild)

Die Auswirkungen sind eindeutig: Nicht nur will wohl überlegt sein, ob ihr euch in den nächsten Kampf begebt. Auch „alltägliche“ Sachen, die wir aus anderen Rollenspielen gewohnt sind, macht man nicht einfach mal so. Das komplette Haus vor den Augen des Besitzers ausrauben? Leute auf offener Straße bestehlen? Nachts durch die Gegend schleichen und fremde Truhen öffnen? Wehrlose NPCs umbringen, um ihre Sachen zu klauen? Das Spiel erlaubt euch prinzipiell alles. Aber werdet ihr erwischt, hat das massive Konsequenzen. Das fängt damit an, dass die Leute euch gegenüber misstrauisch werden (es gibt ein Reputationssystem) und bspw. die Händler die Preise erhöhen und geht über empfindliche Geldstrafen bis hin zu Gefängnisaufenthalte oder einer Runde am Galgen abhängen. Wenn man nicht einfach „F5“ drücken kann und man stattdessen durch ein Neuladen aufgrund einer unvorsichtigen Handlung viel Spielzeit verliert, denkt man entsprechend lange und gut darüber nach. Und man achtet vor allem genauer darauf, welche Routine das jeweilige Ziel hat, denn ja: Kingdom Come: Deliverance hat einen echten Tag- und Nachtwechsel mit entsprechenden Auswirkungen auf alle NPCs im Spiel. Euer Questgeber steht nicht an seinem bekannten Ort? Nun, es ist schon 19 Uhr – wahrscheinlich sitzt er jetzt in der Taverne. Ihr wollt eine Truhe knacken? Dann vielleicht nachts um 24 Uhr, wenn alle schlafen und nicht so aufmerksam sind. Und auch eure Ausrüstung spielt eine große Rolle. Schleichen in der rasselnden Kettenhemdrüstung ist keine wirklich leise Angelegenheit. Und wenn ihr euch wie ein Dieb anzieht, dürft ihr euch nicht wundern, wenn die Wachen einen in euch sehen.

Zumal die erwähnten Tätigkeiten zu Beginn ebenfalls nicht so einfach sind. Lesen könnt ihr wie gesagt überhaupt nicht und müsst es nicht nur erst lernen, sondern auch noch trainieren. Entsprechend könnt ihr euch zwar in Alchemie probieren aber wenn man keine Rezepte lesen kann, sollte man das Ergebnis aus dem dazugehörigen (sehr detaillierten) Minispiel vielleicht nicht trinken. Die Schlösserknacken- und Taschendiebstahl-Minispiele muss man ebenfalls erst meistern (wobei es auch hier durch Patches bereits Entschärfungen gab). Und wenn etwas schief geht, ist nicht einfach nur ein Dietrich weg – mitunter werdet ihr gleich von einer Wache verfolgt. Am Schwierigsten ist der Umgang mit Pfeil und Bogen. Hier schlägt der Realismus Vollendens zu: Keine Zielhilfe (nicht einmal ein Punkt in der Mitte des Bildschirms) und die ersten paar Level trifft Heinrich nicht einmal ein Scheunentor, weil er keine Kraft in den Armen hat. Und vergisst man seinen Armschutz anzuziehen, verletzt man sich (wie in der Realität!) gerne mal seinen Unterarm. Erst ab Level 5 im Umgang mit dem Bogen wird es etwas einfacher – mit der Betonung auf „etwas“.

Selbst ist der Schmiedesohn?

Kingdom Come: Deliverance (Herstellerbild)

Abseits von Alchemie gibt es übrigens kein Crafting-System. Eure gesamte Ausrüstung müsst ihr entweder kaufen oder finden. Dafür gibt es ein detailliertes Verschleißsystem – inkl. grafischer Darstellung. Eurem Helm sieht man durchaus an, dass ihr öfters mal einen auf den Deckel bekommen habt und er schützt euch entsprechend nicht mehr ganz so gut. Und noch besser: Die NPCs reagieren sogar darauf. Ward ihr ein paar Tage in der Wildnis, eure Kleidung ist verdreckt und verbeult, bekommt ihr mitunter einen entsprechenden Spruch zu hören. Gleichzeitig werden eure Charakterwerte wie Charisma niedriger, weil ihr stinkt wie ein Wildschwein und ihr habt mitunter Nachteile in den Gesprächen mit Charakteren und Verhandlungen (noch ein Minispiel) mit den Händlern. Regelmäßig Waschen von Haut und Kleidung sowie eben das Reparieren eurer Sachen (könnt ihr erlenen oder gegen Bezahlung machen lassen) ist wie das Schlafen und Essen ein wichtiger Bestandteil eurer Spieleroutine. Ja, ihr müsst schlafen und essen. Tut ihr das nicht, müsst ihr mit Sichteinschränkungen (eure Augen fallen zu, wenn euer Magen knurrt verschwimmt die Sicht) und/oder reduzierten Charakterwerten leben. Das geht sogar soweit, dass ihr an einem Tag nicht unendlich viele Bücher lesen könnt. Stattdessen sagt Heinrich irgendwann „Ich kann mich nicht mehr konzentrieren“. Ach und hatte ich schon erwähnt, dass das Essen in eurem Rucksack mit der Zeit schlecht wird? Nein? Dann wisst ihr es jetzt.

Hört sich jetzt alles ziemlich nervig an. In der Praxis ist es aber (mittlerweile) nicht so schlimm. Zum schnellen Waschen findet man immer mal wieder einen Wassertrog rumstehen, Essen gibt es selbst in der Wildnis häufig zu finden (in Camps über offenem Feuer) und Heinrich kommt vergleichsweise lange ohne ein Bett aus bzw. ein Spieltag ist angenehm lang. Es ist aber natürlich eine Umgewöhnung, wenn man ansonsten nur die typische Rollenspiel-Kost gewohnt ist. Auch das Reisen durch die 16km² große Spielwelt ist nicht so einfach, wie man es gewohnt ist. Zwar bietet Kingdom Come: Deliverance eine Art Schnellreisefunktion für bereits entdeckte Hauptstädte (also nicht zu jedem Ort). Aber es ist kein „wir teleportieren dich einfach da hin“, sondern euer Charakter reist auf der wunderschön gestalteten Altertums-Weltkarte in beschleunigter Zeit dort hin – mit entsprechenden Einflüssen auf eure Gesundheit sowie der Gefahr von Zufallsbegegnungen mit bspw. einem Banditenhinterhalt (vor allem wenn ihr nachts unterwegs seid).

Die Technik

Kingdom Come: Deliverance (Herstellerbild)

Grafisch und soundtechnisch ist Kingdom Come: Deliverance eine Augen- und Hörweide. Regen lässt Pfützen auf den Straßen entstehen, so wunderschöne und realistische Sonnenaufgänge habe ich noch in keinem Spiel gesehen und einfach nur mal im Wald stehen und den Geräuschen lauschen ersetzt fast den echten Spaziergang – auch, weil die Entwickler sehr viel Liebe zum Detail eingebracht haben inkl. dem exakten Nachbau echter Sehenswürdigkeiten. Die Power der CryEngine wird wirklich voll ausgenutzt. Nur die Charakteranimationen lassen zu wünschen übrig und leiden unter dem Üblichen „Was soll ich nur im Dialog mit meinen Händen machen?!“-Problem, das man z.B. aus Risen kennt. Allerdings braucht man für dieses Spielerlebnis eine entsprechende Power unter dem Schreibtisch. Selbst nach meinem Upgrade muss ich viele Details (vor allem Weitsicht) stark reduzieren, um durchschnittlich bei spielbaren 30 und 45fps zu landen (je nachdem ob es regnet oder nicht). Gleichzeitig hat der Titel trotz zahlreicher Patches immer noch mit vielen technischen Problemen zu kämpfen.

Das schlimmste und auffälligste ist das Nachladen der Texturen (das RAGE-Problem). Das Spiel kommt schlicht nicht damit hinterher. Kommt ihr beispielsweise in eine Stadt galoppiert, dauert es durchaus 1-2 Minuten bis tatsächlich alle Texturen voll geladen wurden. Vorher müsst ihr mit dem bekannten Matsch leben. Abstürze hatte ich hingegen zwar noch keine, werden aber in den Foren immer noch bemängelt. Dafür viele Glitches wie ein Heinrich, der beim Reiten über seinem Pferd schwebt oder Charaktere, deren Arme durch sie selbst gehen und solche Kleinigkeiten. Außerdem kann es passieren, dass ihr an Objekten hängen bleibt z.B. wenn ihr volle Lotte mit dem Pferd gegen einen niedrigen Balken reitet. Normalerweise solltet ihr dann entweder abgeworfen werden oder einfach hindurchreiten. Manchmal bleibt ihr aber auch einfach nur drinstecken und könnt nichts mehr machen als den letzten Spielstand wieder laden. Verbuggte Quests und Plotstopper werden ebenso in den Foren erwähnt. In der Hinsicht hatte ich bislang aber Glück.

Beim Christoph meint: Trotz mittlerweile schon vier DINA4-Seiten Text habe ich wirklich nur an der Oberfläche gekratzt. Ich habe wie erwähnt bereits 30 reale Stunden investiert und trotzdem erst ein Bruchteil des Spiels gesehen und erlebt. Warhorse Studios haben es sich für ihr Erstlingswerk nicht einfach gemacht und quasi bereits ein Lebenswerk geschaffen. Und zumindest in der aktuellen Version 1.7.2 muss ich ganz klar sagen: Das Ergebnis ist einfach nur ein herausragender Open-World-Titel. Ja, es hat seine Fehler und Problemchen. Das darf man nicht verheimlichen und ist vor allem aufgrund des Speichersystems besonders ärgerlich (eine Quest wiederhole ich gleich zum vierten Mal).

Kingdom Come: Deliverance (Herstellerbild)

Aber die hat The Elder Scrolls V: Skyrim trotz gefühlt 2.000 Re-Re-Re-Releases auch immer noch und anders als bei der Konkurrenz stimmt einfach das Gesamtpaket. Wenn ich meine Faszination mit einem Wort zusammenfassen müsste, dann wäre es Gothic 2018. Es fehlen zwar die fantastischen Elemente wie Drachen oder Magie. Aber im Kern fühlt es sich genauso wie damals an: Eine wirklich lebendige, offene Welt voller glaubwürdiger und nicht glattgeschliffener Charaktere, die einen echten Tagesablauf abseits von „ich laufe von A nach B und zurück“ haben und ein Hauptcharakter, der als Taugenichts startet und selbst von einem Scavenger getötet wird und nach und nach mit dem Spieler spürbar besser wird. Und Kingdom Come: Deliverance setzt eben wie es sich für einen modernen Titel gehört noch sehr viele Schippen sowohl in technischer als auch spielerischer Hinsicht obendrauf.

Ja, es ist definitiv ungewohnt und eine echte Herausforderung an vielen Stellen schon allein, weil es kein richtiges Tutorial für viele Aspekte des Titels gibt. Aber es macht zumindest mir richtig viel Spaß. Trotz der mehrfachen Wiederholungen vor allem am Anfang (am Ende habe ich alle Kumanen besiegt!) vergingen die 30 Stunden wie im Fluge und ich bin absolut heiß darauf wieder weiterspielen zu können sobald ich diese Zeilen fertig getippst habe. Insofern kann es nur allen ans Herz legen, die auf der Suche nach einem anspruchsvolleren Rollenspiel mit vielen Möglichkeiten sind und nichts gegen das realistische Mittelaltersetting haben. Lasst euch auf jeden Fall nicht von den „Hardcore“-Elementen abschrecken. Es liest sich schlimmer als es tatsächlich ist.

Und nun entschuldigt mich: Henry (so heißt er auf Englisch) wartet.

„Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch“ besagt ein altes Sprichwort. Nein, heute geht es nicht schon wieder um unsere geliebten Haustiere (Pichu schafft es immer noch auszubrechen…), sondern um Videospiele. Lysanda hat am Wochenende nämlich ein Seminar besucht und ich war entsprechend allein Zuhause (mit den Katzen). Und ihr wisst, was das heißt: Zocken bis zum Umfallen! Okay, so viel war’s jetzt doch wieder nicht aber ich habe mir auf jeden Fall seit langem mal wieder ein richtig faules Wochenende vor dem Computer gegönnt. Und was habe ich gezockt? Nun, diese drei mehr oder weniger alten Schinken:

Destiny 2 (Herstellerbild)

Destiny 2 (2017; PC, XONE, PS4) – „Einem geschenkten Gaul, schaut man nicht ins Maul“ aber was soll ich denn sonst tun? Ich schreibe halt nun einmal ab und zu und hin und wieder über Spiele… Teil 1 ging zwar nicht an mir vorbei, aber ich wollte es nie für die „alten“ Konsolen kaufen, deswegen steht es nicht im Regal. Und da ich Teil 1 nicht habe, wollte ich bislang auch Teil 2 nicht kaufen. Hatte ich schon erwähnt, dass mein Videospielekaufverhalten auf andere mitunter etwas seltsam wirkt? Ja? Okay. Nun hat es Activision wegen schlechter Verkaufszahlen der DLCs verschenkt und ich konnte mal reinschauen.

Das Ergebnis? Die erste Stunde hat mich nicht vom Hocker gehauen. Ja, es war theoretisch ein bombastischer Einstieg: Die Rendersequenzen sehen richtig genial aus (aber nicht ganz auf Blizzard-Niveau), Nathan Fillion als Sprecher von Cayde-6 (neben vieler weiterer Prominenz) geht sowieso immer und ihr werdet sofort ins Geschehen geworfen, wodurch die Engine sogleich ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen kann. Und ja: Theoretisch sieht das Spiel wirklich hübsch aus. Praktisch muss ich aber sagen, dass mir alles viel zu steril wirkt obwohl ihr am Anfang in einer zerstörten Stadt unterwegs seid. Nein, das liegt nicht am SciFi-Setting, sondern ist das (zumindest mir) bekannte The Elder Scrolls-Problem. Spielerisch fühlte ich mich hingegen an Hellgate: London (was übrigens nächste Woche sein Comeback als reiner Solo-Titel feiert) erinnert – was nur bedingt positiv gemeint ist.

Die Schießereien gehen zwar gut von der Hand (wird ja überall über den Klee gelobt) aber die Einstiegswaffen hören und fühlen sich mal wieder nach nichts an und allein schon deshalb kommt bei mir kein richtiger Spaß auf die Masse an gleichförmigen Gegnern niederzumähen. Als ich dann auch noch einem Plotstopper begegnete (in der ersten Mission! Der Flieger, der mich abholen sollte war zwar da, nahm mich aber nicht mit.) – ja, ich hatte gerade ein Déjà Vu (Stichwort Red Dead Redemption) -, war das bisschen übriggebliebene Luft sofort raus. Zwar half ein Neustart am letzten Checkpoint und ich habe die Mission dann selbstverständlich beendet bevor ich das Spiel schloss. Aber ein echter Reiz zum Weiterspielen ist derzeit nicht vorhanden. Und das sage ich – um es noch einmal zu Betonen – nach nur einer Stunde Spielzeit mit der Tutorialmission!

Warhammer: End Times – Vermintide (Herstellerbild)

Warhammer: End Times – Vermintide (2015; PC, XONE, PS4) – Left 4 Dead im Warhammer-Universum. Statt gegen Zombies in Städten, wird gegen Ratten (= Skaven) in einer Mittelalterumgebung gekämpft. Mehr bräuchte ich tatsächlich gar nicht dazu zu sagen. Wem das Genre zusagt, kann zugreifen. Es gibt allerdings die Einschränkung, dass seit dem Release von Teil 2 sich die Server von Teil 1 etwas gelichtet haben (obwohl ich tatsächlich ein volles Team menschlicher Spieler auf Anhieb gefunden habe). Aber das wäre ja langweilig, wenn ich euch nur damit stehen lasse, denn es gibt durchaus ein paar Sachen, die für Warhammer: End Times – Vermintide sprechen im Vergleich zu Left 4 Dead & Co.:

Für mich ist es zu allererst natürlich das Setting und die Geschichte, die wie der Name schon sagt während der „Endzeit“ im Warhammer-Universum angesiedelt und nach meinem Verständnis Kanon ist. Das Level- und Charakterdesign versprüht dabei von vorne bis hinten nicht nur das dunkle „Warhammer“-Setting, sondern auch das wirklich bedrückende Gefühl in einer Stadt unterwegs zu sein, die dem Untergang nah ist. Was natürlich durch die sehr schicke Grafik unterstützt wird. So intensiv hat man die Skaven noch nie erlebt und es ist absolut kein Vergleich zum…ja, zur aus meiner Sicht einfach mehr Gameplay-fokussierten Konkurrenz. Was nicht heißt, dass es hier Abstriche gibt: Fünf völlig unterschiedliche Charaktere und ein extrem umfangreiches Loot- und Craftingsystem inkl. einem rudimentären Questsystem (jede Mission hat Nebenaufgaben) erwarten euch. Da geht selbst in der Grundversion mit ihren 13 Levels so schnell nicht die Abwechslung verloren. Sieben weitere gibt es als DLC, die euch außerhalb von Ubersreik unterwegs sein lassen. Im Gegensatz zu Destiny 2 hat mir hier die erste Stunde (zwei Levels auf „Easy“) gute Laune bereitet.

 

So viel also zu den Ultrakurzeindrücken zu diesen beiden Titeln. Die Nummer 3 habe ich hingegen am Wochenende angefangen und sogleich durchgespielt:

Evoland (Herstellerbild)

Evoland (2013; PC, OSX, Linux, iOS, Android) – Die ursprüngliche Idee für diesen Titel entstand beim 24. Ludum Dare (und war der Gewinner) und ist unter dem Titel Evoland Classic auf der Homepage des Entwicklers immer noch spielbar. Also einfach mal reinschauen!

Das Prinzip ist recht simpel: Das Spiel entführt euch auf eine kurze Zeitreise (ungefähr 6 Stunden inkl. allen Achievements) durch die Welt der frühen Action-Rollenspiele wie Final Fantasy, The Legend of Zelda oder auch Diablo. Angefangen mit Gameboy-Grafik ohne Sound, sammelt ihr nach und nach neue Gameplay-Features bis ihr euch in 3D mit HD-Sound in Echtzeit durch die Gegnerhorden metzelt. Alles natürlich mit einem großen Augenzwinkern versehen. Vor allem Final Fantasy VII war eine große Inspirationsquelle für die Entwickler. Hatte ich schon erwähnt, dass euer Held im Standard Clink und seine Gefährtin Kaeris heißt? Nein? Dann lasse ich das mal so stehen :smile: . Mich hat aber vor allem die Diablo-Passage zum Schmunzeln angeregt.

Abseits dieser interessanten Prämisse und der amüsanten Umsetzung, erwartet euch aber nicht viel substantieller Inhalt. Die meiste Zeit verbringt ihr mit Laufen und Kämpfen. Gekämpft wird auf zwei Arten: Es gibt eine Weltkarte, auf der ihr Final Fantasy-typische Rundenkämpfe absolviert und die einzelnen Gebiete, in denen ihr dann in The Legend of Zelda-Manier in Echtzeit zuschlagen dürft. Gestorben bin ich nur ein paar Mal bei den Bosskämpfen, ansonsten waren die Zufallskämpfe ausschließlich durch ihre Masse nervig. Da es kein echtes Level-Up-System gibt, hatten sie auch keinen Mehrwert und haben nur die Spielzeit unnötig verlängert.

Einstreut sind hier und da einfache Rätsel, die am interessantesten sind, wenn sie mit der Perspektive spielen. In der 2D-Ansicht stoßt ihr beispielsweise auf einen Block, der unüberwindbar scheint. Nachdem ihr in die 3D-Ansicht wechselt, könnt ihr einfach drübersteigen. Das Umschalten geschieht durch Kristalle, die in der Spielwelt verteilt sind. Neben diesen kleinen Highlights ist der Rest des Spiels aber eine rein lineare Angelegenheit ohne viel Tiefgang sowohl was das Gameplay als auch die Geschichte angeht. Habt ihr es einmal durch, gibt es keinen wirklich Grund es noch einmal zu spielen.

Evoland (Herstellerbild)

Beim Christoph meint: Objektiv betrachtet kann ich dem Titel nur 3 von 5 Sics geben. Es ist eine wirklich nette Idee aber unterm Strich fehlt die Herausforderung. Am meisten schadet dem Titel aber seine Länge. Obwohl es an sich ziemlich kurz ist, dauert es doch irgendwie zu lange an aufgrund der zahlreichen Zufallskämpfen. Natürlich könnte man argumentieren, dass das in den großen Vorbildern genauso ist. Aber eine gute Parodie zeichnet sich selten dadurch aus, dass sie einfach die Fehler des parodierten wiederholt. Aber ich habe es trotzdem gerne durchgespielt. Ja, die Gags sind eher oberflächlicher Natur aber man kann darüber trotzdem schmunzeln und man möchte entsprechend wissen, was die Entwickler noch so zu bieten haben. Und für kleines Geld – mehr kostet Evoland nicht – ist das aus meiner Sicht auch okay. Ich kann ich es entsprechend jedem ans Herz legen, der zumindest rudimentäre Kenntnisse der wichtigsten Rollenspielserien der 90iger hat. Vor allem hat es wesentlich mehr Substanz als beispielsweise DLC Quest. Ich bin nun gespannt darauf, was Evoland 2 da noch draufpacken kann. Es ist auf jeden Fall eine umfangreichere Angelegenheit (drei- bis vierfache Spielzeit laut HowLongToBeat.com).

 

Und damit wisst ihr, womit ich mir am Wochenende hauptsächlich die Zeit vertrieben habe. Bis Montag!

Red Dead Redemption (Herstellerbild)

Und? Auch schon alle fleißig Red Dead Redemption 2 am Zocken? Scheint ja aus Kritikersicht (wie erwartet?) das Übermegahammerspiel zu sein. Mal schauen ob und wann eine PC-Version auf den Markt kommt. Wobei ich meine Kopie von GTA V auf dem PC bislang hauptsächlich für Benchmarks gestartet habe (und eine Runde n00bs im Team-Deathmatch rul0rn). Da bin ich auf der Xbox 360 wesentlich weitergekommen. Ja, ich hatte es damals gekauft und sogar vergleichsweise lange gespielt.

Abseits des notwendigen Zeitinvestments ist einfach nicht mehr so der Reiz da. Habe ich jetzt auch wieder gemerkt, als ich mal spaßeshalber Red Dead Redemption (ja, ich besitze die GOTY) in meine total verstaubte Xbox 360 eingeschoben habe. Als ich schon in der zweiten Storymission auf den ersten Plotstopper gestoßen bin (wenn ihr mit Bonnie MacFarlane Patrouille reiten sollt, dürft ihr euch nicht ihr in den Weg stellen, sonst glitcht sie aus…) ging die Motivation bereits stark in den Keller. Aufgehört habe ich dann nach Mission 4 als mir mal wieder klar wurde, wie viel es in Open-World-Titeln zu tun gibt und wie wenig mich das vor allem bei Rockstar-Titeln noch reizt… Ja, es gibt zahlteiche Details, ihr könnt haufenweise Sachen tun und alles sieht mega-hübsch aus – aber den Spielspaß finde ich trotzdem irgendwie nicht so richtig. Ich werde einfach alt :smile: .

Ein Schneesturm in Kalifornien

Diablo III Immortal (Herstellerbild)

Aber wie heißt es so schön? Jedem das seine. Wenn ihr Spaß mit Red Dead Redemption & Co. habt/hattet, dann ist das richtig so. Das gilt selbstverständlich für alle Spiele auf dem Markt – ja, auch Diablo Immortal, das am Wochenende auf der Blizzcon angekündigt wurde. Und nein, ich verstehe nicht warum die Entwickler den dazugehörigen Shitstorm nicht vorhergesehen haben. Eine Hardcore-PC-Crowd (Konsolen sind auch was relativ Neues im Blizzard-Universum) mit einem Handyspiel aus den Socken zu hauen ist vermutlich unmöglich – egal wie gut vielleicht und unter Umständen das Endergebnis ist. Hätten sie vielleicht vorher mal mit EA reden sollen. Da es sich bei dem Titel allerdings um eine Co-Produktion mit dem chinesischen Entwickler NetEase handelt, sind meine Erwartungen in dieser Hinsicht genauso gedämpft wie bei vielen Fans. Ich vermute ein simples, mit Zeitlimits und Microtransaktionen verseuchtes Hack ‚n‘ Slash mit einer Steuerung, die zumindest für meine Finger keine fünf Minuten nutzbar ist. Trotzdem werde ich natürlich wie damals bei Dungeon Keeper mal reinschauen. Schon allein, weil ich auf dem Smartphone mittlerweile gefühlt mehr zocke als am Hauptrechner – laut dieser neuen iPhone-Statistikfunktion ungefähr zwölf Stunden pro Woche.

Mangels eines echten Diablo IV und meinem weiterhin völligem Desinteresse in Bezug auf Overwatch, war für mich die Ankündigung von WarCraft III: Reforged die wichtigste Neuigkeit. WarCraft III: Reign of Chaos und WarCraft III: The Frozen Throne sind einige der wenigen Echtzeitstrategiespiele in meinem Gamerleben, die ich tatsächlich durchgespielt habe. Und ich finde es echt cool, dass sie nicht einfach nur eine Remastered-Version wie bei StarCraft machen, sondern das Spiel quasi vollständig neu zusammenbauen. Ja, da könnte theoretisch auch das ein oder andere dabei schiefgehen. Ich erwarte hier jedoch absolut keine Experimente und was bislang zu sehen war, macht auch keinen Eindruck in diese Richtung. Es sieht einfach aus wie WarCraft III.

WarCraft III: Reforged (Herstellerbild)

Wobei mich freilich weniger das (gelungene und zeitlose) Gameplay am Remake reizt, sondern vor allem die überarbeiteten Rendersequenzen. Schon das altbekannte Intro in dieser neuen Qualität zu sehen ist einfach nur genial. Das hat mir übrigens mal wieder gezeigt wie gut die rosarote Brille funktioniert, denn zuerst dachte ich, es wäre einfach nur das Originalintro aber das sieht im Vergleich nicht einmal ansatzweise so gut aus. Da will ich gar nicht wissen wie fantastisch Arthas Verrat in aufgemotzter Form daherkommt. Mir läufts schon wieder kalt den Rücken runter, wenn ich auch nur die Musik dieser Sequenz höre. Echt schade (aber natürlich verständlich in Bezug auf Zeit und Kosten), dass Blizzard immer weniger Rendersequenzen raushaut und stattdessen vermehrt auf Ingame-Zeugs schwenkt.

Und sonst?

So viel also zur Blizzcon 2018. Abseits davon habe ich endlich F.E.A.R. 2: Reborn durchgespielt. Das einzige Addon für F.E.A.R. 2: Project Origin. Das Hauptspiel war ja schon nicht mehr so der ganz große Burner im Vergleich zu F.E.A.R. aber der DLC schießt echt den Vogel ab. Fünf Intervalle (vier Levels), die ihr je nach Schwierigkeitsgrad in maximal zwei Stunden (und das ist schon großzügig) durchhabt. Und dann gibt es nicht einmal irgendeinen Mehrwert was die Story angeht (der DLC findet parallel zum Hauptspiel statt). Ihr schlüpft zwar in die Rolle des Soldaten, der Fettel (unfreiwillig) befreit aber sein Weg dorthin ist einfach nur langweilig.

F.E.A.R. 2: Reborn (Herstellerbild)

Der Associate Producer Lucas Myers für den DLC bei Monolith Productions hat damals gesagt: „Wir wollten für den DLC neue und interessante Umgebungen schaffen, die auf dem Hauptspiel aufbauen“. Mag sein, dass sie das auch gemacht haben (ist schon länger her mein Playthrough des Hauptspiels) aber das Ergebnis war für mich weder neu noch interessant. Im Gegenteil war ich auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad eher genervt, weil man selten die Möglichkeit hat alternative Wege zu gehen und stattdessen dauernd überrannt oder aus großer Entfernung von Scharfschützen erschossen wird. In der finalen Arena (einen echten Bosskampf gibt es nicht) habe ich mich hinter einem Pfeiler verstecken müssen, weil ich anders dauernd nur erschossen wurde. Von mir gibt’s entsprechend nur 2 von 5 Sics. Obwohl das grundlegende Spielprinzip auch heute noch Spaß macht, kommt es im DLC absolut nicht zur Geltung. Ihr habt also nichts verpasst, wenn ihr ihn nicht gespielt habt.

Epilog

Ich weiß: Es ist schon paradox, dass ich keine Zeit in einen hochwertigen Open-World-Titel stecken will aber dann weniger als mittelmäßige DLCs durchspiele. Aber ihr wisst ja, dass ich in der Hinsicht vielleicht etwas komisch bin. Ich möchte aber einfach am Ende des Tages, wenn möglich alles von einem Spiel gesehen haben. Erst dann kann ich schließlich vollumfänglich mitreden und euch mit tiefgründigen Einträgen beglücken :smile: .

In diesem Sinne: Bis Montag!

PS: Nicht vergessen euch bis zum 18. November Destiny 2 (PC) für Umme zu sichern!

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