Medal of Honor: Allied Assault – Spearhead

 

Review

Screenshots

 

Medal Of Honor: Allied Assault hatte seine Schwächen (Grafik, Multiplayer) und seine Stärken (Gameplay, Missionen) verkaufte sich dennoch recht ordentlich. Durch den schlechten Multiplayer-Modus geriet es aber schnell wieder in Vergessenheit. Um es den Spielern nun wieder ins Gedächtnis zu rufen erschien diese Woche das offizielle Add-On: Spearhead.

Kleinvieh macht auch Mist...

Schon die reinen Daten zu Spearhead lassen sich gut lesen wenngleich man merkt das das Hauptaugenmerk auf dem Multplayermodus lag. Der SinglePlayermodus bietet mit 3 neuen Szenarien (Normandie, Belgien, Berlin unterteilt in jeweils 3 Level) nicht gerade viele Stunden Spielspaß. Weiter ist da die Rede von neuen Waffen (Russische und Britische, Rauchgranaten, Schwere Artillerie), 5 neuen Skins (u.a. Britische Fallschirmjäger), 12 neuen Multiplayer-Maps und 1 neuer Multiplayer-Modi. Soweit die Sache im Überblick.

Nach dem gut gemachten Intro aus Original-Filmausschnitten mit einer Stimme aus dem Off, die einen Teil aus einem Tagebuch der Spielerfigur 'Brian' vorliest, findet man sich als amerikanischer Fallschirmspringer in einem Flugzeug über der Normandie wieder...am 5. Juni 1944 wenige Stunden vor dem D-Day. Der Captain muntert noch einmal die Soldaten um einen herum auf bis das Licht auf rot umschaltet. Ein letzter Check der Ausrüstung und schon hört man wie das Flugzeug von den deutschen Flaks angegriffen wird. Also schnell rausspringen bevor das Flugzeug abgeschossen wird. Während man nun selig mit dem Fallschirm nach unten gleitet, sieht man wie der Himmel durch die Flak-Geschoße hell erleuchtet wird, Flugzeuge stürzen ab und Kameraden fallen mit zerstörten Fallschirmen vom Himmel. 5 Sekunden später kracht man selbst in in das Dach einer Scheune und schneidet sich vom Fallschirm los während die Deutschen Infanteristen hereinstürmen. Ab hier übernimmt der Spieler.

Alles beim alten...

Schon in den ersten Minuten fällt auf das sich nicht viel verändert hat seit MOHAA. Die Grafik ist im Grunde gleich, die Gegner reagieren zumeist intelligent, viele geskritptete Ereignisse, gute Hintergrundmusik. Also alles beim alten, was nicht negativ sein muss.

Hat man sich den weg aus der Hölle gebahnt und die Flaks ausgeschaltet, trifft man an einer Windmühle ein paar Kollegen samt Captain die auch überlebt haben. Der Captain gibt dem Spieler nun Missionsziele und muss unbedingt überleben. Er und der Rest des Teams helfen natürlich kräftig mit bei den kämpfen und agieren auch sehr schlau. Auch in den späteren Leveln ist man eigentlich bis auf das Szenario in Berlin nie wirklich lange allein unterwegs aber dafür muss man auch tierisch auf seine Kollegen aufpassen. Sie verhalten sich zwar klug und laufen auch einem nie in die Schussbahn aber dennoch beißen sie wenn man nicht aufpasst oft ins Gras.

Abwechslung ruled...

Während nun der Captain die Lage observiert taucht plötzlich ein deutscher Panzer auf...und schon hat man sein erstes Zwischenmissionsziel: Mach ihn platt!

Praktischerweise steht gerade eine Flak in der Nähe die wir uns natürlich gleich schnappen und mit dem Panzer benutzen -> peng...tot :). Die Aufträge ergeben sich immer während der Mission und sind sehr abwechslungsreich ausgefallen. Einmal gilt es Flak-Stellungen oder Artillerie zu zerstören, dann muss man einen Medic holen oder feindliche Linien verteidigen und und und.

Das man diese Ziele natürlich nicht mit der bloßen Faust erledigen kann ist ja wohl klar, deshalb stehen einem wieder die altbekannten Maschinengewehre, Grantaten und Pistolen zur Verfügung. Daneben gesellen sich die neuen Waffen wie die britische Sten Mark 2 oder PPSh41 SMG dazu, genauso wie das russische 7.62mm DTM und andere. Zusätzlich darf man wieder massig schwere Sachen wie Artilleriestellungen und MG-Geschütze benutzen. Und um das ganze noch perfekt zu machen darf man in Berlin auch in einen schicken Panzer einsteigen.

Nette Bilder

Nach jeder 3. Mission wird der Spieler mit netten Original-Bildern von Soldaten oder Gebäuden und Landschaften und einem weiteren Text aus dem Tagebuch beglückt. Und zu Beginn jedes Szenarios und als Outro bekommt man wieder Originalfilmaufnahmen zu sehen - auch mit einem Text aus dem Tagebuch erzählt. Das bringt Atmosphäre auf und reizt an zum weiterspielen. Allerdings ist die ganze Sache für geübte Spieler nach gut 5-6h schon wieder vorbei und man muss sich weiter mit dem Multiplayermodus vergnügen.

Neben dem bekannten Deathmatch, Team-Deathmatch und einer Art 'Team Last Man Standing' aus dem Original gibt es, wie erwähnt, einen neuen Mulitplayer-Modi, der auf den Namen 'Tug Of War' hört. In diesem Modi haben beide Teams 5 Ziele die sie abarbeiten müssen. Das Team das seine Ziele zu erst erledigt hat, gewinnt die Runde. Klingt simpel ist aber durchaus spaßig.

Zusätzlich gibt es natürlich für die anderen Modi neue Karten und Ziele. Somit hat man genug neue Gründe um sich MOHAA mal wieder zu installieren.

Fazit

MOHAA: Spearhead ist ein kurzes aber gelungenes Add-On das, dank netten Neuerungen und besserem Multiplayer-Modus einige Tage SpielspaĂź garantiert aber ob es sich damit bei den Fan's alleine halten kann wird die Zeit zeigen. Aber nun entschuldigt mich bitte...einige Amis wollen gefraggt werden. [CH]

4/5 Punkte

(Veröffentlicht am 23.11.2002 bei mthN.de)