Der Whirlpool ist formschön in der Ecke.

Gefühlt ploppen gerade sehr viele private Spas auf. Selbst in unserem lokalen Einkaufszentrum, dem LOOP5, gibt es mittlerweile eine. Aber warum auch nicht? Klingt schließlich durchaus verlockend seinen eigenen Wellnessbereich mit Whirlpool, Sauna & Co. nur für sich und seine Begleitung(en) zu haben statt ihn mit anderen teilen zu müssen. Allerdings kostet einen dieses Privileg im Gegenzug so einiges.

Happiger Preis

Wir gehen bekanntlich mittlerweile fast jeden Monat ins Jugendstilbad Darmstadt und bezahlen dafür gerade mal 35,80€ dank des Einsatzes von Schlemmerblöcken. Für den Preis können wir nicht nur parken, sondern auch fast das komplette Angebot (mehrere Saunen, Spa-Bereich, Schwimmbad) von 10 bis 22 Uhr nutzen.

Im Vergleich: Beim Anbieter wellext bezahlt ihr für drei Stunden am frühen Nachmittag mit zwei Personen und ohne weiteren Schnickschnack schon 174€. Das Privileg der Privatsphäre entspricht also fast fünf Ganztagsbesuchen im Jugendstilbad. Aber wie heißt es so schön? Man gönnt sich ja sonst nix :wink: , denn ja: Wir waren letzte Woche mal bei wellext in Frankfurt am Main und haben das mal ausprobiert. Allerdings hat es uns dank eines Gutscheins von vspots nur 120€ gekostet. Außerdem haben wir noch einen 10€ Verzehrgutschein direkt von wellext geschenkt bekommen.

Dieser Gutschein war richtig praktisch, da ihr weder eigenes Essen noch Trinken mit in die “wellbase” mitnehmen dürft – so heißen bei denen die Parzellen. Mit den 10€ haben wir uns entsprechend zwei 1L-Flaschen Wasser gegönnt (Stückpreis: 5€). Also durchaus vergleichbar mit einem normalen Restaurantbesuch. Wobei wir uns die anderen Preise nicht angeschaut haben.

Der Einstieg

Unser Slot ging dienstags von 14:15 bis 17:15 Uhr. Aber es wird vor allem für Erstlinge empfohlen, schon 15 Minuten vorher aufzuschlagen. Dank eigenem Parkhaus, war die Anfahrt mit dem Auto absolut kein Problem. Am Empfang erwartete uns dann eine junge Dame, die zwar nur englisch sprach, aber das war jetzt kein großes Hindernis. Nach dem Einchecken mit den Personalausweisen, bekamen wir einen Wäschekorb und gingen zu den gegenüberliegenden Spinden. Ihr dürft nämlich keine großen Taschen mit in die wellbase nehmen. Stattdessen alles was ihr braucht in den Wäschekorb umpacken. Da wir keine Textilen gemietet hatten, hieß das unter anderem die großen Saunatücher und sowas umzulagern. Mit dem QR-Code aus der Mail haben wir den Spind dann verschlossen und konnten – ebenfalls mit den QR-Codes – in die eigentliche Anlage hinein.

Die Bedienungsapp

Die Dame vom Empfang erklärte uns dann noch fix den Bedienungsbildschirm. Neben dem Einstellen der Saunatemperatur, könnt ihr darüber auch das Ambiente verändern. Also Art und Stärke der Beleuchtung. Da Lysanda es nicht so mit dem dunkeln hat, haben wir die volle Stärke angelassen. Außerdem könnt ihr über das Tablet Essen und Getränke bestellen. Abgerechnet wird ganz am Schluss, vor der Tür. Und geliefert wird alles über ein Fach inkl. automatischer Ansage “Sicarius, ihre Bestellung steht bereit”. Ihr habt also selbst in diesem Fall keinen Kontakt mit einem anderen menschlichen Wesen :smile: .

Wenn ihr wollt, könnt ihr euer Handy sogar über das Tablet mit dem hauseigenen WLAN verbinden. Das erlaubt es euch dann z.B. via Airplay eure Musik über die Boxen laufen lassen oder eure eigenen Inhalte auf dem Fernseher abzuspielen. Die Musikfunktion haben wir gerne in Anspruch genommen (wir ließen Beyond the Black laufen). Und damit ihr nicht jedes Mal aufstehen müsst, könnt ihr euch die Bedienung von allem auch einfach aufs Handy holen. Im Prinzip einfach eine Webseite, die ihr über einen QR-Code öffnet. Sehr praktisch.

Was allerdings nicht über das Tablet geht: Die Temperatur des Raums verändern. Das kann nur der Empfang. Für uns war die von der Dame gewählte Einstellung aber angenehm.

Die Ausstattung

Doch was erwartet euch überhaupt in einer wellbase? Na folgendes:

  • Eine integrierte Toilette – Was ich so gelesen habe, tatsächlich nicht in jeder privaten Spa ein Standardfeature. Stelle ich mir ziemlich nervig vor jedes Mal übern Flur laufen zu müssen. Entsprechend sehr gut, dass das in der wellbase nicht notwendig ist!
  • Massagestuhl und links die Sauna (schwarze Tür)

    Ein viereckiger Whirlpool – Seine Wassertemperatur könnt ihr selbst verändern und auf Knopfdruck Blubber und/oder Düsen aktivieren. Gefühlt war er schon für zwei Personen fast zu klein. Das lag zum einen daran, dass zwei der Sitzplätze in den Ecken aufgrund der Einstiegstreppe in den Whirlpool faktisch nicht bequem nutzbar waren. Zum anderen, weil er irgendwie sehr viele unebene Flächen am Boden hatte. Da war in der Mitte wenig Platz, irgendwo seine Beine anständig unterzubringen. Unterm Strich war er für uns aber angenehm und wir haben einen Großteil der Zeit darin verbracht.

  • Eine finnische Sauna – Stelle ich mir ebenfalls sehr schnuggelig vor, dort mit vier Personen reinzugehen. Ich konnte nicht einmal die Beine ausstrecken beim Hinlegen. Aber sie hat grundsätzlich ihren Zweck erfüllt. Die Temperatur könnt ihr über ein Tablett an der Wand direkt einstellen. Wir haben mit 95°C angefangen, sie dann aber gegen Ende auf 85°C reduziert. Am Empfang konnten wir außerdem zwischen drei Düften für unseren Aufguss wählen. Der erwartet euch dann in Form eines Eimers Wasser und einer Schöpfkelle in der Sauna selbst. Es kommt also keiner rein, sondern ihr macht das – mit allen dazugehörigen Gefahren sich dabei die Griffel zu verbrennen. Nein, ich spreche nicht aus eigener Erfahrung. Wie kommt ihr denn auf sowas?!
  • Eine Erlebnisdusche – Keine Ahnung, warum diese Duschen immer so einen hochtrabenden Namen haben. Es ist einfach ein großer Duschkopf an der Decke, der je nach gedrücktem Knopf ein wenig anders auf euch herabregnet, sowie eine Handbrause. Erfüllt seinen Zweck. Ach und kostenloses Duschgel hängt ebenfalls an der Wand.
  • Eine “Lounge & Entertainment-Area” – Noch so ein hochtrabender Begriff. Gemeint ist ein ziemlich großer Fernseher an der Wand mit einem kleinen wasserfesten Couchbereich inkl. noch kleinerem Tischchen davor. Wie die Dusche einfach und zweckmäßig. Euer Essen müsst ihr aber definitiv in die Hand nehmen. Der Tisch ist sowohl zu klein als auch viel zu niedrig, um sich da wirklich dran zu setzen.
  • Ein VAHA-Workout – An der Wand gegenüber der Sauna hängt ein mannshoher Spiegel, der in Wahrheit ein Bildschirm ist. Dabei handelt es sich um einen VAHA Fitness-Spiegel, mit dem ihr trainieren könnt. Er beobachtet euch wohl und kann euch live Feedback geben. Da wir nicht da waren, um unsere wertvolle Zeit mit Sport zu verschwenden, haben wir ihn auch nicht genutzt.
  • Gegen Aufpreis könnt ihr euch außerdem noch den Massagesessel aktivieren lassen, der mitten im Raum steht sowie eine Xbox Series X. Beides haben wir uns gespart. Wieso soll ich schließlich für teuer Geld außer Haus zocken, wenn ich schon daheim nicht dazu komme?

Alles in allem hätte ich gesagt, ist bei wellext drin und dran, was man in einer privaten Spa erwarten würde. Wenn ich mir andere Angebote so anschaue, hat das ein oder andere noch eine Hydrojetmassageliege oder ein Dampfbad mit dabei. Aber das ist dann auch häufig mit höheren Kosten verbunden.

Das Erlebnis

Nach der Einweisung und ein bisschen Rumgespiele am Display inkl. der ersten Wasserbestellung, konnte es endlich losgehen mit der Erholung. Eine Garderobe gibt es nicht. Also haben wir unsere Klamotten einfach auf die Couch gelegt und uns direkt erstmal eine Runde in den Whirlpool gesetzt, während die Sauna hochfuhr. Die Treppe hoch zum Whirlpool halte ich übrigens für gemeingefährlich. Fliesen, nass und kein Geländer. Holla, die Waldfee. Das flößt mir selbst mit Badeschlappen Respekt ein.

Die Sauna ist ein wenig klein zum hinlegen.

Wir sind aber heil rein- und rausgekommen und konnten entsprechend anständig relaxen. Ein bisschen die Düsen angemacht, den Kopf angelehnt und das warme Wasser genossen. Anschließend sind wir zum ersten Mal in die Sauna. Todesmutig, wie der Sicarius ist, hat er gleich mal 2-3 Schöpfkellen voll Wasser über den Ofen ausgekippt. Kein Wunder, dass er es dann nicht einmal zehn Minuten ausgehalten hat.

Und ja, so haben wir die drei Stunden verbracht. Eine Runde im Whirlpool relaxt, dann in die Sauna, dann zurück in den Whirlpool, und so weiter und so fort. Unspektakulär, ich weiß. Aber es soll ja entspannend sein. Und im Jugendstilbad machen wir es auch nicht viel anders. Hier mussten wir nur keine Rücksicht auf andere nehmen.

Circa zehn Minuten vor Schluss verabschiedet sich dann das Wasser aus dem Whirlpool, wenn ihr nicht verlängert. Das ist dann das Signal, sich so langsam alltagstauglich herzurichten und die wellbase zu verlassen. Vor dem Eingang ist dann das Terminal zum Bezahlen und danach geht’s wieder zum Spind am Empfang, um alles aus dem Wäschekorb in eure Tasche zurückzupacken.

Die große Frage

Lysanda und ich hatten also prinzipiell drei angenehme Stunden in der wellbase von wellext. Bleibt zum Abschluss freilich die Frage: Würden wir wieder in eine private Spa und konkret zu wellext gehen? Und die Antwort ist ein grundsätzliches “ja, aber”. Es war wirklich sehr nett und angenehm entspannend so allein und unter uns. Im Vergleich zum Jugendstilbad – vor allem an Tagen, wo dort mehr los ist -, definitiv was ganz anderes. Und die wellbase hat uns auch soweit alles geboten, was wir für die drei Stunden gebraucht haben. Die Technik funktionierte und das Ambiente war völlig okay. Ja, das mit der Tasche am Empfang umräumen ist ein wenig komisch. Aber man weiß es ja vorher und kann sich entsprechend darauf vorbereiten.

Doch wie eingangs geschrieben: Der Preis ist selbst mit Rabatt noch ganz schon happig. Es ist also definitiv nichts, was wir häufiger tun werden. Da bleibt unser Stammplatz weiterhin das Jugendstilbad. Wenn uns allerdings mal wieder ein Gutschein zuflattert, oder für einen besonderen Tag der Zweisamkeit? Da werden wir eine private Spa durchaus in Betracht ziehen.

Ich habe keinen Schimmer, warum ihr überhaupt Beim Christoph besucht und Einträge wie diesen zumindest anfangt zu lesen (Danke!). Doch ich vermute, dass das Thema “Kochen mit Sicarius” nicht sonderlich weit oben auf euerer Liste der Interessen steht. Ich weiß: Ich soll mich nicht schlechter machen, als ich bin. Aber ich habe bereits das ein oder andere Mal erwähnt, dass ich definitiv nicht der größte Koch vor dem Herrn bin oder gar behaupte einer zu sein. Wir kochen zwar weiterhin fast täglich selbst, aber das ist weit entfernt von irgendwelchen Fünf-Sterne-Menüs. Wobei die, die man so im Fernsehen sieht, würden mich eh nicht satt machen.

Gute Erfahrungen

Nein, nicht schon wieder abschweifen, Sicarius! Wir haben doch noch nicht einmal die Einleitung hinter uns. Ich wollte eigentlich nur darauf hinaus, dass ich zwar kein Experte bin, hilfreichen Kochutensilien gegenüber bin ich jedoch – wie sicherlich alle von uns – nicht abgeneigt. Unsere COSORI Heißluftfritteuse ist beispielsweise mittlerweile fast zu jeder Mahlzeit im Einsatz. Man könnte also durchaus behaupten, dass wir mit ihr vollumfänglich zufrieden sind. Das stimmt jedoch tatsächlich nicht ganz. Es gibt nämlich Tage, da bereuen wir es doch ein bisschen damals nicht zur größeren Ninja Foodi FlexDrawer 10,4 L Heißluftfritteuse* (oder zum COSORI Turbo Tower*) gegriffen zu haben. Nämlich dann, wenn wir sie eigentlich beide gebrauchen könnten. Entsprechend müssen wir vorab planen, wer zu welcher Mahlzeit die COSORI in Beschlag nehmen darf. Aber das Gerät an sich? Weiterhin top!

Das gilt auch für die kleine Feuerpfanne, die ich für meine Steaks und Schnitzel jedes Mal wieder gerne hervorhole. Eine der besten Kücheneinkäufe! Die große ist zwar etwas weniger Einsatz. Das liegt aber nicht an der Qualität, sondern einfach nur an der fehlenden Quantität. Wir müssen aktuell (zum Glück) gar nicht so viel vorkochen.

Ende der Einleitung?!

Und damit kommen wir endlich zum eigentlichen Thema des heutigen Eintrags: Den zwei Neuanschaffungen, die seit Oktober 2025 ihren Dienst in unserer Küche tun.

Sieht aus wie eine klassische Knoblauchpresse

Knoblauchpresse (Gourmet Easy)* – Ich hatte tatsächlich bislang keine Knoblauchpresse. In unseren Haushalt zog entsprechend Lysandas Knoblauchtwister* ein. Wirklich glücklich war ich damit ehrlich gesagt von Anfang an nicht. Man muss den Knoblauch schon ein wenig kleinschneiden, braucht dann trotzdem noch viel Kraft und ihn dann aus dem Ding wieder raus zu kratzen ist ebenfalls mühselig gewesen. Insofern war ich nicht wirklich traurig, als dann mal ein paar der “Zähne” ihren Geist aufgegeben haben und ich nach Ersatz suchen durfte.

Die Wahl fiel dabei auf die verlinkte Gourmet Easy Knoblauchpresse aus drei Gründen:

  • Bekannte Marke – Gourmet Easy sind in Küchenkreisen keine Unbekannten und bieten angeblich gute und langlebige Qualität-
  • Klassische Form aus Edelstahl – Keine komische Twistfunktion, keine fragwürdigen Handdrehpressen und vor allem kein Plastikkram. Ich wollte einfach nur was haltbares, das gut in der Hand liegt und keinen vorherigen Besuch im Fitnessstudio braucht.
  • Kein Schälen notwendig – Das war die eigentliche Funktion, die mich zu dieser Knoblauchpresse hingezogen hat. Endlich kein Schälen mehr? Konnte ich mir gar nicht so wirklich vorstellen, dass das funktioniert. Aber ja: Es funktioniert einwandfrei. Kriege ich dabei vermutlich nur 98% des Knoblauchs aus der Zehe und habe möglicherweise ein paar Mikroreste Schale im Essen? Sicherlich. Sehen/merken tue ich davon nichts und ich verzichte gerne auf eine kleine Menge Knoblauch, wenn ich mir dafür die fünf Minuten Schälen spare.

Von mir eine klare Empfehlung diese Presse. Seit wir sie haben, ist der Knoblauchverbrauch in unserem Haus nachweisbar gestiegen. Ja, der Drücker hat mittlerweile schon ein paar Kratzer. Aber es ist halt ein Gebrauchsgegenstand. Dafür macht sie was sie soll und das Reinigen geht ebenfalls gut von der Hand. Der Großteil der Zehenreste holt man aus der Presse raus, indem man den Stempel rumdreht und als Schaber benutzt. Der Rest geht einfach unter fließendem Wasser.

Bereit zum Stempeln

Fleischzartmacher (Gourmet Easy)* – Ich war noch nie so der Fleischklopfer. Ich verstehe den Sinn und Zweck dahinter, keine Frage. Das Fleisch zart machen, die Muskelfasern auflockern, Sehnen durchtrennen und gleichmäßigeres braten ermöglichen. Mir war das aber irgendwie immer zu blöd so einen Hammer im Haus zu haben und ihn rauszuholen. Als ich auf der Suche nach der Knoblauchpresse dann auf diesen Fleischstecher gestoßen bin, habe ich mir gedacht: Probier’s doch mal aus. Zurückschicken geht ja immer.

Gleich vorweg: Das Teil ist nicht für kleine Hände geeignet. Es ist relativ klobig und mit seinen 384g nicht gerade leicht. Dafür geht das “Fleischzartmachen” echt gut von der Hand. Man setzt ihn einfach auf das Fleisch und drückt zu – quasi so, als würde man ein Formular abstempeln. Den Rest erledigen die ultrascharfen Klingen aus rostfreiem Stahl. Völlig unkompliziert und man muss es auch nur eine Handvoll Mal pro Fleischstück machen. Das ist sowieso zu empfehlen: Zu oft und ihr habt nur noch Hackfleisch übrig :wink: . Und nein, es besteht keine Gefahr, dass ihr euch verletzt. Die Klingen sind zurückgesetzt und fahren nur aus, wenn ihr auf eine Oberfläche drückt. Solange ihr also eure Hand nicht drunter legt, passiert nichts.

Man muss allerdings sagen, dass die Reinigung per Hand nicht ganz so gut funktioniert. An die mittlere Klingenreihe kommt ihr nur mit einer dünnen Bürste rein. Und der Griff ist nicht dicht. D.h. das Wasser sammelt sich dort oben drin, wenn ihr ihn umdreht. Insofern wäre hier ein klassischer Fleischklopfer sicherlich im Vorteil. Aber in Bezug auf die Lautstärke und den Stärkeansatz hat der Fleischzartmacher eindeutig die Nase vorn.

Das Ergebnis

Und ja, das Ergebnis schmeckt man auch. Vor allem in Kombination mit der COSORI. Da die ja fettfrei arbeitet, wird vor allem Hühnchen tendenziell trockener. Nach dem Einsatz des Fleischzartmachers ist zwar immer noch ein Unterschied zur Pfanne da, aber es ist trotzdem deutlich saftiger als ohne. Insofern ist das Teil mit rund 40€ zwar nicht ganz billig, trotzdem gibt es hier ebenfalls eine klare Empfehlung von mir – auch, wenn ich immer noch gerne vergesse ihn zu benutzen :smile: .

Epilog

Ich find es immer wieder lustig selbst zu erfahren, wie ich jahrelang ganz gut ohne ein Ding auskommen bin und kaum habe ich es mal benutzt, will ich es nicht mehr vermissen. Es bleibt entsprechend spannend, was in Zukunft noch so unseren Haushalt erweitern wird.

Sicarius

Ein Rant

Hinweis: Die ursprüngliche Version des nachfolgenden Texts hatte ich bereits vor einigen Jahren verfasst, aber am Ende dann doch nicht veröffentlicht. Einfach, weil es Meckern ohne echten Mehrwert war. Im Vergleich zu damals ist der Frust zwar geblieben, aber die Formulierungen sind jetzt etwas besser gewählt. :smile:

Maya war auch ein Fan von Fakten

Ich bin nicht grundsätzlich Anti-Wissenschaft oder Anti-Ärzte oder sowas. Im Gegenteil: Ich mag meine Zahlen, Daten, Fakten und es geht mir durchaus auf den Keks, dass es bei den “Alternativen” gefühlt immer nur um Anekdoten von (meist nicht nachprüfbaren) Einzelerfolgen und den eigenen Standpunkt unterstützende Zitatfetzen irgendwelcher Studien geht, die gerne entweder (mitunter bewusst) falsch interpretiert werden, einen völlig falschen Ansatz verfolgten oder einfach nur schlecht durchgeführt wurden. Genauso wenig wie aus meiner Sicht eine Umfrage unter 5.000 Leuten “repräsentativ” für 84 Millionen Einwohner ist, ist halt eine einzige “Studie” mit nur sechs Teilnehmern wirklich aussagekräftig über die Wirkung von irgendetwas. Sie ist höchstens ein Indiz.

Aber da kommen wir genau auf den Punkt: Es ist einfach über “die da drüben” zu schimpfen. Fakt ist: Die Scheiße liegt überall rum und statt sie mal im Sinne des Patienten gemeinsam wegzukehren, wird nur gegenseitig gepoltert. Mein Vertrauen in Wissenschaft und Ärzte ist nämlich nicht verloren gegangen, weil mir irgendein Scharlatan mit Hilfe seiner völlig unübersichtlichen und mit teils absurd paranoidem Wahnsinn vollgestopften PowerPoint-Präsentation ein überteuertes Wundermittel angedreht hat. Es ist verloren gegangen, weil Ärzte, Medizin, Krankenkassen, Pharmaindustrie & Co. scheinbar nur in der Lage sind den ganzen Tag zu jammern und zu schimpfen und uns allen Geld und Zeit aus der Tasche zu ziehen statt sich auf ihr ursprüngliches Kerngeschäft zu konzentrieren: Dem Patienten tatsächlich zu helfen und ihn gesund zu machen/halten. Stattdessen Abfertigung im 15min Takt, Therapie maximal auf Symptomebene, keine Veränderungsbereitschaft bei neuen Erkenntnissen und eine Medikamentenabgabe am Fließband nach dem Motto “machen wir seit 50 Jahren so!”. Mein Vater schluckt beispielsweise pro Tag so viele Tabletten, dass ich mich durchaus frage, ob er jetzt wirklich noch an seinen ursprünglichen Problemen leidet oder nur unter den ganzen Nebenwirkungen?! Die Antwort des Apothekers war darauf übrigens sinngemäß: “Passt scho!” Muss ich ihm notgedrungen glauben, wenn ich mich da nicht selbst einarbeiten will und dafür sind sie ja auch eigentlich da! Aber dieses Urvertrauen in die Engel in Weiß ist halt selbst bei mir mittlerweile stark beschädigt.

Die Forscher

Dieser Vertrauensverlust ist nicht über Nacht passiert. Je mehr Zeit ich jedoch auf dieser Erde verbringe und je mehr Dinge ich auch selbst am eigenen Leib erfahre, desto mehr Punkte fallen mir im täglichen Leben auf. Angefangen bei der ganzen Sache mit den Studien. Ohne Studie geht gar nichts. Schließlich ist das einer der größten Vorwürfe, die die Medizin immer gegen alle anderen ins Feld führt. Das ist auch schön und gut. Nur: Warum wird immer gefordert, dass etwas wissenschaftlich untersucht werden muss, aber gleichzeitig habe ich oft den Eindruck, dass genau diese Untersuchungen dann gar nicht stattfinden? Wenn ich mir meinen Newsfeed so anschaue, gibt es gefühlt für jeden Mist irgendeine Studie (sehr beliebt: Alles was mit Sex und Beziehungen zu tun hat). Gleichzeitig merke ich dabei oft, dass die wirklich für den Alltag relevanten Sachen wenig Beachtung finden. Beispielsweise alles, was mit der Nährstoffzufuhr für unseren Körper zu tun hat. Und mit diesem “Ignorieren” meine ich sowohl die Forscher, die sich das mutmaßlich nicht anschauen, als auch ihre Ergebnisse, wenn es doch mal was zu berichten gibt. Vielleicht versandet auch einfach alles in irgendwelchen Fachmagazinen, die wir nicht lesen oder wegen Bezahlschranken nicht lesen können?

Maya hatte einen Ghostwriter

Aber warum ist das so? Die ehrliche Antwort? Keine Ahnung. Ein paar Faktoren kann ich mir allerdings denken, die einen negativen Einfluss auf das wissenschaftliche Arbeiten haben könnten. Veröffentlichungszwang beispielsweise. Wenn ich jedes Jahr irgendein Papier veröffentlichen muss, um in der akademischen Welt überleben zu können, dann suche ich mir natürlich einfaches Zeugs raus. Ein viel größeres Thema ist die Finanzierung. Schließlich ist Wissenschaft nicht (mehr) kostenlos zu haben. Also wird entweder erforscht, was gerade “hip” ist (Krebs ist da der All-Time-Favorit) oder wofür mir jemand explizit Geld gibt. Und derjenige, der mir die Studie bezahlt, macht das ja nicht zum Spaß, sondern um am Ende damit Kohle zu scheffeln (=Patente). Und ja, das gilt aus meiner Sicht auch für staatliche Institutionen.

Die Zweifel

Wissenschaft zu betreiben ist also in meiner Wahrnehmung heutzutage nicht mehr wirklich neutral möglich. Vor allem, aber nicht nur, weil niemand gerne die Hand beißt, die ihn füttert. Das muss dann nicht einmal gleich böse Absicht sein. Das passiert unterbewusst. Ich muss schließlich jedes Jahr wieder um meine Finanzierung kämpfen. Und wenn das Ergebnis dem Finanzier nicht passt? Dann wird es auch gerne mal geschönt oder unter den Tisch gekehrt.

Auf solche Kritik reagieren viele Menschen allerdings sehr empfindlich. Es wird auf Peer Reviews, Kontrollmechanismen und Reproduzierbarkeit verwiesen, die solche Probleme aufdecken und eliminieren sollen. Die Realität ist jedoch, dass diese Mechanismen nicht immer so funktionieren, wie sie sollten. Ich empfehle dahingehend die neue ARTE-Dokumentation Betrug in der Wissenschaft. Oder vielleicht auch nicht – macht nur depressiv. Auch interessant ist das Projekt Unstatistiken des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung.

Die Realität ist, dass Wissenschaftler auch nur Menschen sind mit allen ihren Stärken und Schwächen und damit das System anfällig ist. Und selbst, wenn die Studie sauber ist: Es können trotzdem die Ergebnisse zurückgehalten oder bewusst falsch interpretiert werden. Das hat die Vergangenheit immer wieder gezeigt. Gerne auch mit Verweis auf irgendwelche Geschäftsgeheimnisse. Ist natürlich verständlich: Ich versuche ebenfalls zu vermeiden Dinge zu veröffentlichen, die mich schlecht aussehen lassen. Deswegen lag der Eintrag ja so lange in der Schublade! :smile:

Die Produzenten

Und wenn wir schon bei Verschwörungen sind: Die eine Seite spricht immer gerne von der “Pharmaverschwörung”, während die andere behauptet, dass das alles Schwachsinn wäre. Es würde schließlich auffallen, wenn da Schmu läuft. Solche Firmen würden doch niemals mit der Gesundheit von Menschen spielen, nur um den eigenen Profit zu steigern. Bei so einer Diskussion fühle ich mich als Gamer gleich wie Zuhause. “Sony ist immer für die Spieler da! Microsoft geht es nur ums Geld!”.

Fakt ist: Es geht allen ums Geld. Biontech & Co. haben den Corona-Impfstoff sicherlich zum Teil entwickelt, weil die einzelnen Mitarbeiter was Gutes für die Menschheit tun wollten. Es wurde vermutlich aber auch viel Energie vom Unternehmen reingesteckt, weil der Markt den Impfstoff dringend haben wollte und sie damit verdammt viel Kohle scheffeln konnten. Das bedeutet nicht, dass am Ende nichts Gutes bei so einer Arbeitsweise rauskommt. Aber ob wirklich die Interessen beider Seiten immer übereinstimmen? Ich weiß es nicht. Als Außenstehender sieht es nämlich gerne so aus, als würde viel Geld in die Behandlung oder das Management von Krankheiten investiert. Und viel weniger in die Vorbeugung. Bestes Beispiel ist da für mich wieder das Thema “Krebs”. Ständig liest man von tollen neuen Heilmitteln/-methoden, die vielleicht irgendwann mal auf den Markt kommen. Doch über Maßnahmen, wie er sich verhindern lässt? Scheint nicht sonderlich interessant zu sein – zumindest für die Medien, die über Studien berichten.

Maya war wenigstens ehrlich egoistisch

Und selbst, wenn mal ein gutes Medikament rauskommt: Läuft der Patentschutz ab, ist plötzlich kein Interesse mehr da, es weiter zu produzieren. Schließlich wird der Markt jetzt mit Generika überschwemmt und die Marge ist dahin. Blöd ist es dann, wenn deswegen am Ende niemand mehr die Produktion übernimmt und das Medikament Betroffenen dann nicht mehr zur Verfügung steht. 2024 ging beispielsweise das Thema durch die Medien, dass wegen einer verminderten Wirtschaftlichkeit bestimmte Medizinprodukte nicht mehr für Frühchen und Säuglinge verfügbar sind.

Dieser Kreislauf führt zusätzlich dazu, dass der Eindruck entsteht ein Produkt so schnell wie möglich auf den Markt bringen zu müssen. Und anschließend versucht man es möglichst vielen Leuten zu empfehlen. Von außen betrachtet sieht das für mich so aus, als würde fleißig Lobbyismus betrieben, scheinbar nur das absolute Minimum an Studien durchgeführt, der heilige Gral versprochen, Nebenwirkungen bestenfalls ins Kleingedruckte verbannt oder soweit wie rechtlich erlaubt weggelassen, Ärzte explizit für dieses Medikament durch Pharmareisende geschult und dergleichen. Nochmal: Neutral und im Sinne des Patienten sieht für mich anders aus. Wie soll ich da dann noch das Vertrauen in die Objektivität meines Arztes aufrechterhalten? Das kommt halt raus, wenn wirtschaftsorientierte Unternehmen am Machen sind, die alles tun, um ihren Gewinn zu erhöhen.

Geld aus dem Fenster werfen

Theoretisch hat unser Gesundheitssystem ja eine Kontrollinstanz: Die Krankenkassen. Die sollten eigentlich nur bezahlen, was wirklich hilft. Medikamente und Behandlungsmethoden werden erst nach zig Verhandlungen und Prüfungen überhaupt zugelassen. Leider arbeiten die gefühlt ebenfalls eher im Modus “unter allen Umständen am Leben halten” statt “vorbeugend Gesund halten”. Ja, natürlich kann ich einen Präventionskurs buchen und so zweimal im Jahr immer wieder die gleichen, leichten Gymnastikübungen machen. Aber wirklich sinnvolle Vorbeugemaßnahmen, die einen langfristig und nachhaltig helfen? Gibt es nur sehr wenige. Das meiste muss ich selbst bezahlen und dann trotzdem noch meinen Hausarzt beknien, dass er es macht. Gleichzeitig wird in den Medien immer wieder über sehr teure Eingriffe in den Krankenhäusern berichtet, die einfach übernommen werden. Alltägliche Hilfsmittel wie die Brille von Lysanda hingegen? Die werden selten bezahlt.

Es ist mal wieder wie in vielen Bereichen: Wie viel besser würden wir wohl als Menschheit dastehen, wenn alle Beteiligten weniger auf ihren eigenen Interessen achten würden und stattdessen gemeinsam zum Wohle aller arbeiten würden? Im Minimum würde es mein Vertrauen in das System wiederherstellen, wenn ich nicht ständig überlegen müsste, ob mein Gegenüber mir jetzt tatsächlich helfen möchte oder doch andere Interessen dahinterstecken.

Sicarius

Bergbau im Gebiss

38.783,37€. Das ist der Betrag, der unter der Kostenzusammenstellung meines Zahnarztes steht. Wieviel davon meine gesetzliche Krankenkasse übernimmt? 3.981,62€ – 10% also. Bleibt eine Selbstzahlerlücke von 34.801,75€. Wird wohl Zeit für eine Spendenaktion auf GoFundMe

Bei den Zahlen war ich etwas geschockt…

Was’n los?

Okay, machen wir erstmal einen Schritt zurück. Eins meiner gesundheitlichen Probleme heißt Craniomandibulare Dysfunktion. Das wurde 2017 diagnostiziert. Dafür bin ich extra nach Frankfurt am Main zur Zahnarztpraxis eines Professors getingelt und habe gut Geld dagelassen (knapp 4.800€ Eigenanteil in drei Jahren). Anfangs ging es da auch gut vorwärts. Mein Gebiss wurde auf Vordermann gebracht und ich bekam auf Basis eines 3D-Scans eine 24-Stunden-Schiene. Daraus entstand dann ein guter Status Quo. Die Probleme wie Schulter-/Nackenschmerzen sind zwar nicht völlig aus der Welt – auch, weil ich eine faule Sau bin und meine Übungen nicht mache -, aber mir geht es definitiv seitdem besser als vorher ohne Schiene.

Aber der Herr Professor ließ sich relativ zügig nicht mehr in meinen Terminen blicken und die Praxis wurde irgendwann an ein Konsortium verkauft. Damit ging es bergab. Ein unhöflicher Zahnarzt, Termine wo gar kein Zahnarzt da war und sogar ein Termin, wo NIEMAND da war, ohne mir vorher Bescheid zu sagen. Dabei brauchte ich letztes Jahr mal wieder eine neue Schiene und hatte anschließend immer mehr Probleme im Bereich meines unteren Zahnimplantats. Also traf ich die leichte Entscheidung, dass ich ab sofort nicht mehr nach Frankfurt zu dieser unprofessionellen Bude fahre.

Eine Runde Raubbau

Ich war dann mit meinen ganzen akuten Problemen (=Zahnschmerzen beim Essen) bei meiner regulären Zahnärztin. Doch die war ebenfalls ein wenig ratlos. Mein Gebiss ist halt leider durch die vielen Jahre Pflegelosigkeit ziemlich marode. Zähne putzen? Das machen doch nur Babys! Lysanda hat mir anschließend ein paar auf CMD-spezialisierte Praxen in der Umgebung rausgesucht. Und bei einer davon bin ich nun in Behandlung gegangen.

Zuerst mit dem stark entzündenden Zahnfleisch und einer Zahnlücke, in der ständig mein Essen hängen blieb und ich es nicht mehr herausbekam. Anschließend sprach ich das Thema CMD an und war begeistert von der Reaktion. Gut, bei der Aussicht mehrere zehntausend Euro an einem Patienten zu verdienen, wäre ich das vermutlich auch :wink: .

Scherz beiseite: Ich fand und finde gut, dass er mir einen neuen und vor allem potenziell dauerhaften Ansatz auf den Tisch gelegt hat. Fakt ist nämlich, dass mein Gebiss und mein Kiefer durch jahrelanges Knirschen ziemlich hinüber sind. Die Spitzen auf meinen Eckzähnen fehlen schon lange und die rechten Backenzähne habe ich über die Jahre so stark abgearbeitet, dass ich mich demnächst durch den Zahnschmelz gewetzt haben werde. Das wird dann so richtig schmerzhaft.

Die Lösung

Die neue Schiene ist sogar farbig.

Meine alte Schiene half zwar ein Stück weit den weiteren Raubbau an meinen Zähnen zu verhindern und diesen absoluten Tiefpunkt etwas weiter in die Zukunft zu verlagern. Aber obwohl ich sie technisch gesehen 24 Stunden am Tag trage, zog ich sie immer beim Essen aus. Dafür war sie einfach nicht ausgelegt. Und damit, erklärte mir mein neuer Zahnarzt, habe ich im Prinzip die Arbeit des restlichen Tages sofort wieder zerstört.

Der Witz meiner Schiene ist nämlich, dass sie meinen Kiefer in die richtige Position bringen soll. Ohne die Schiene passen die Zahnreihen nicht zusammen und der Körper versucht es ständig zu korrigieren. Das ist ein Grund für das Knirschen (Stress ein anderer), aber auch für die vielen Verspannungen. Wenn ich die Schiene allerdings beim Essen ausziehe – wo ja die meiste Kieferaktivität ist –, kann da nichts Nachhaltiges passieren. Klingt logisch, hat mir aber vorher noch nie jemand erzählt.
Eine Möglichkeit wäre also gewesen eine Schiene herzustellen, die ich tatsächlich den ganzen Tag tragen kann. Allerdings hatte der Zahnarzt noch einen nachhaltigeren Vorschlag, auf den ich mich freudig gestürzt habe. Ja, ich kannte zu diesem Zeitpunkt die Kosten noch nicht. Und zwar will er mein Gebiss wiederaufbauen. Also meine Zähne so gestalten, dass sie zueinander passen und damit den Zweck erfüllen, den gerade die Schiene versucht zu erfüllen.

Die Hauptarbeit werden dabei sogenannte „Veneers“ erledigen. Das sind dünne Keramikschienen, die man auf die Zähne setzt. Man kann sie ein wenig mit Fingernägelverlängerungen vergleichen. Da sie als kosmetische Leistung angesehen werden – man kann sich damit z.B. weißere Zähne machen lassen -, bezahlt sie die gesetzliche Krankenkasse nicht. Und da ich davon 25 Stück brauche, sind wir schon allein damit bei 13.000€ Arbeitseinsatz. Da wundert es nicht, dass auf der Kostenzusammenstellung unterm Strich fast 40.000€ rausfallen. Heftig, aber wenn es mir nachhaltig hilft? Frei nach einer gewissen Kreditkartenwerbung: Unbezahlbar!

Der aktuelle Status

Ich habe selbstverständlich eine Zahnzusatzversicherung. Ganz blöd bin ich dann doch nicht. Allerdings übernimmt mein aktueller Tarif nur 75% der Kosten – wären also immer noch über 8.000€ Eigenanteil. Und zum anderen muss die Versicherung die Rechnung auch bezahlen wollen.

Die echte 24-Stunden-Schiene habe ich mir nämlich direkt anfertigen lassen. Zum einen, damit es nicht noch schlechter wird. Zum anderen aber auch als Simulation, ob die Lösung mit dem Gebissaufbau wirklich helfen würde. Die Antwort nach jetzt einigen Monaten Tragezeit: Ja, das könnte tatsächlich funktionieren. Aber schon hier stellt sich gerade die Versicherung quer, Geld an mich zu überweisen. Die Schiene hat mich nämlich rund 1.400€ gekostet. Die Begründung? Das hast du nur der Schönheit wegen gemacht und es hat keinen medizinischen Zweck!

Zugegeben: Sie hatten für diese Entscheidung nur die Rechnung. Ich hoffe entsprechend, dass die zusätzlichen Unterlagen vom Zahnarzt sie noch vom Gegenteil überzeugen werden. Anschließend schlage ich dann mit der Kostenzusammenstellung für die restliche Behandlung bei ihnen auf. Drückt mir die Daumen, dass am Ende eine positive Rückmeldung kommt. Ihr könnt alternativ aber auch schonmal den Geldbeutel bereithalten :wink: .

Eine Statistik – aaaaaahhh!

…und da waren es 25 Jahre. Jep, am 9. März 2001 gab es das erste Lebenszeichen hier auf dieser Seite. Ein Vierteljahrhundert hat sie schon überlebt. Trotz ein paar Namens- und Designänderungen (zuletzt 2014), hat sie allen kleinen und großen Krisen getrotzt, die es in der Welt bislang so gab. Während um sie herum unzählige, teils wesentlich erfolgreichere Blogs kamen und gingen, blieb sie standhaft und wird bis heute mit Inhalten gefüllt. Und das sogar regelmäßig!

Um an dieser Stelle ausnahmsweise mal wieder Zahlen hervorzuholen: Es gibt (diesen hier nicht inkludiert) mittlerweile 2.251 Einträge mit einem Gesamtumfang von 1.962.590 Wörtern. Die 171 separaten Seiten mit 240.726 Wörtern (z.B. der „berühmte” Westwood-Artikel mit allein schon 12.758 Wörtern) noch dazugezählt und die 2-Millionen-Grenze ist tatsächlich bereits geknackt. Wow. Keine Ahnung, wie viele Fußballfelder oder Katzendecken das sind. Aber es sind fast 25 moderne Romane an Text! Und ein durchschnittlicher Leser bräuchte ca. 147 Stunden, um das alles zu konsumieren. Und jetzt deinstalliere ich das Statistik-Plugin auch schon wieder.

Kein Rückblick

Beim Christoph hat in den 25 Jahren alle Höhen und Tiefen in meinem Leben mitgemacht und zu einem großen Teil für jeden festgehalten. Und ja, man glaubt gar nicht wie überraschend häufig es echt praktisch ist einfach mal irgendwas nachschlagen zu können, was vor 5, 10, 15 Jahren passiert ist. Hätte ich nicht gedacht. Da ist es fast schon schade, dass ich mich (und meine freundlichen Mitautoren) bis ~2015 hauptsächlich auf Spiele konzentriert habe. Andererseits: So viel mehr gab es bis dahin eigentlich auch nicht wirklich zu erzählen. Als Kellerkind, das die meiste Zeit in seinem Kinderzimmer mit Balkon im 1. Stock des Elternhauses vor seinem Rechner saß. Insofern fehlt dann vermutlich doch nicht so viel berichtenswertes aus meinem damaligen Leben.

Und damit ist das Thema „Geburtstag” tatsächlich für mich schon durch. Lysanda meinte zwar, dass ich doch wie beim 20. Geburtstag einen kleinen Rückblick auf die letzten Jahre machen könnte. Aber für „nur” fünf Jahre fühlt sich das irgendwie falsch an :smile: . Und an meiner grundsätzlichen Einstellung zur Seite hat sich sowieso nichts geändert. Deshalb spare ich es mir heute etwas Umfangreicheres zu machen. Das hebe ich mir stattdessen für den 30. Geburtstag im Jahr 2031 auf. In der Hoffnung, dass wir uns als Menschheit bis dahin nicht wieder zurück in die Steinzeit gebombt haben und ich euch weiter fleißig mit Inhalten beglücke. Ja, mein Optimismus liegt aktuell sehr weit hinten im Schrank…

Eine Sache muss selbstverständlich noch sein: Mein üblicher Dank an dich, liebe Leserin und lieber Leser! Ob es dein erster Eintrag ist, den du hier auf meiner Seite konsumierst oder dein zweitausendster: Vielen herzlichen Dank, dass du deine wertvolle Zeit darauf verwendest meine Worte zu lesen!

Themawechsel

Die neue Uhr

Kommen wir nun wieder zurück zum Alltag. Zumindest ist mir der Eintrag dann doch noch etwas zu kurz. Lasst mich euch also noch von einer ganz besonderen Neuanschaffung in der Casa Lysanda berichten: die CASIO SAN-100H-7BJR.

Das ist eine spezielle Uhr für Saunagänger, die seit Oktober 2025 in Japan für ¥16.500 (ca. 95€) und seit letzter Woche in den USA verfügbar ist. Wir haben sie für rund 200€ (160€ für die Uhr, Rest Zollgebühren) aus Japan importiert. Ganz schön viel Geld für eine funktionale Uhr – zumindest aus meiner Perspektive. Aber sie ist bislang die einzige ihrer Art auf dem Markt und ob und wann sie in Europa erscheint ist offen. Die Entscheidung war entsprechend nur zwischen „weiter ohne saunieren” oder „international kaufen”.

Der Hintergrund

Zur Erinnerung: Wir haben im September 2024 das Schwitzen für uns entdeckt. Seitdem gehen wir im Durchschnitt einmal im Monat ins Jugendstilbad Darmstadt und entspannen dort ein paar Stunden. Dazu nutzen wir übrigens jedes Mal den Schlemmerblock, um es möglichst günstig zu halten (aktuell 35,80€ für den ganzen Tag inkl. Parken). Lysanda hat sich da (wie so oft) tief eingelesen und für uns die optimale Variante herausgefunden. Vielleicht berichten wir irgendwann mal darüber. Wobei – wenn es dann alle so machen, wie wir, ist es für uns möglicherweise nicht mehr so vergleichsweise billig. Weiß nicht, ob ich unter diesen Umständen so sozial eingestellt bin :wink: .

Jetzt stellt sich natürlich die berechtigte Frage: Wofür braucht man in einer Sauna eine Uhr? Man soll sich ja schließlich entspannen. Für das eigentliche Schwitzen hängen in den Saunen zudem entsprechende Sanduhren. Und ja, das stimmt grundsätzlich. Es gibt allerdings zwei Faktoren zu beachten:

  • Nicht überall hängen im Sichtfeld Uhren. Wollen wir beispielsweise den nächsten Aufguss erwischen, müssen wir logischerweise die Zeit im Blick behalten. Aber auch, wenn wir einfach nur im Wärmebecken chillen, ist es ganz praktisch zu wissen wie lange man schon vor sich hinvegetiert.
  • Je nachdem wie voll die Sauna ist, reichen die zur Verfügung stehenden Sanduhren nicht für alle aus. Oder es ist so dunkel, dass man sie nur mit großer Anstrengung lesen kann. Ja, ich werde alt und Lysanda sieht ohne ihre Brille nur auf kurzer Distanz scharf.

Deswegen haben wir überlegt, wie wir die Problematik lösen können. In diversen Internetforen (ja, ein paar gibt es davon noch) sagen die Leute zwar, dass sie auch mit ihren normalen Uhren saunieren gehen. Aber das ist mir ehrlich gesagt zu viel „Hörensagen” für etwas, was gefährlich werden kann. Zum einen können Metallteile an der Uhr sehr heiß werden, zum anderen sich die Batterie erhitzen und platzen. Entsprechend froh war ich, als ich bei meiner letzten Recherche auf die neue Uhr von CASIO gestoßen bin, die explizit auf das Saunieren ausgelegt ist. Trotz des Preises haben wir entsprechend gar nicht lange überlegt und sie bei einem vertrauenswürdigen eBay-Verkäufer erstanden. Man will ja am Ende keine Fälschung in der Hand haben. Wobei die Uhr dafür vermutlich eh noch zu neu ist.

Die ersten Erfahrungen

Das Paket war innerhalb von einer Woche bei uns und enthielt eine hübsche, kleinen Schachtel. Die Uhr selbst ist nur 40,2×35,4×12,9mm groß und wiegt gerade mal 25g. Ich merk sie so gut wie gar nicht am Handgelenk. Optisch soll sie an einen klassischen Saunaschlüsselanhänger erinnern. Wir haben uns für die orangene Variante mit weißem Ziffernblatt und orangenem Armband entschieden. Die schwarze Version wirkt auf den Bildern irgendwie ZU dunkel. Die äußeren Teile sind alle aus einem speziellen Harz und das Armband aus einer Art Silikon. Das verhindert, dass sie warm wird und euch verbrennt. An Metallteilen gibt es nur vier kleine Schrauben an der Unterseite, die aber so geformt sind, dass sie theoretisch die Haut nicht berühren sollten.

Nur vier kleine Schrauben.

Laut Hersteller ist die Uhr für Temperaturen bis 100°C bei einer Dauer von 15 Minuten geeignet. Sie hat eine wärmeresistente Batterie, die fünf Jahre halten soll und ist lt. Norm 50m wasserdicht. Damit zu duschen oder im Wärmebecken abhängen ist also kein Problem. Allerdings empfiehlt CASIO sie nicht ständig zum Baden oder in Whirlpools/Badefässer zu benutzen. Das kann wohl auf Dauer die Wasserdichtigkeit verringern und/oder die Uhr vernebeln. Letzteres kann zwar auch beim Saunieren passieren. Das ist hier jedoch normal und geht nach einigen Minuten von alleine wieder weg. Ein weiteres, nettes Feature ist, dass die Zeiger lumineszierend sind. Zusammen mit den vergleichsweise großen Zahlen ist die Uhr entsprechend selbst im Halbdunkel gut zu lesen.

In Sachen Bedienung ist sie trotz japanischer Anleitung ebenfalls völlig unkompliziert. Es gibt nämlich nur zwei Tasten sowie einen winzigen, eingelassenen (Metallknopf), um die Uhr erstmalig einzustellen. Mit dem Knopf auf der linken Seite wechselt ihr zwischen dem Uhr- und dem Saunamodus. Letzteres ist ein 12-minütiger Timer an dessen Ende aber kein nerviger Piepston ertönt. Er zählt einfach nur hoch und ihr müsst selbst schauen, ob die Zeit bereits erreicht ist. Mit dem rechten Knopf setzt ihr diesen Timer dann wieder auf Null zurück. Ich selbst habe die Uhr bislang hauptsächlich im normalen Uhrmodus betrieben. So entspannt, dass ich vergessen habe wann wir rein sind, war ich noch nicht :wink: .

Beim Christoph meint: Nach dem ersten Testlauf bin ich definitiv von der CASIO SAN-100H-7BJR begeistert. Sie sieht simpel aber elegant und hochwertig aus und ich spür sie so gut wie nicht am Handgelenk. Sie ist gut zu lesen und erfüllt voll und ganz ihren Zweck ohne, dass ich Angst haben muss, dass mein Handgelenk abfackelt. Je nach Luftfeuchtigkeit der Sauna musste ich ab und zu mal über das Glas streichen, aber eine innere Verneblung konnte ich nicht beobachten. Dank der Wasserdichtigkeit habe ich sie den ganzen Tag über nicht ausgezogen und auch im Warmbecken einfach angelassen.

Freilich wird erst der Langzeittest zeigen, ob sie auf Dauer hält, was sie verspricht. Da wir auch im Solebecken waren, ist vor allem die spannende Frage, ob das Salz zu irgendwelchen Korrosionen führen wird. Für uns haben sich die 200€ trotzdem schon jetzt gelohnt. Wir sind zu allen Aufgüssen, die wir mitmachen wollten, pünktlich gekommen. Und im Warmbecken war es paradoxerweise entspannter, weil ich einfach kurz zur Orientierung auf die Uhr schauen konnte. Wer also ebenfalls eine Saunauhr sucht: Mit der CASIO gibt es endlich eine anständige und sichere Lösung.

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