Sicarius

Tonlos in Dornheim

Klein und unscheinbar aber unglaublich mächtig.

Am 15. September 2009 hatte ich mir eine neue Soundkarte gegönnt. Und zwar nicht nur irgendeine, sondern die Creative SoundBlaser X-Fi Titanium Fatal1ty Professional Series für 120,98€. Dürfte das damalige Highend-Modell gewesen sein – wenn man von den Varianten mit Schnickschnack wie einem Frontpanel absieht. Warum ich sie damals gekauft habe, kann ich euch heute allerdings nicht mehr sagen. Aber vermutlich hatte ich irgendwelche Probleme mit meinem bis dato genutzten Soundblaster (ja, ich bin schon seit Jahrzehnten Creative Labs treu) und Windows Vista (Windows 7 kam erst einen Monat später auf den Markt). Creative Labs und ihre Treiber haben ja leider bis heute nicht den besten Ruf. An der Hardware selbst lag es vermutlich nicht. Erinnere mich vage daran, dass ich das Ding irgendwann mal auf eBay vertickt habe. Schon schlimm, dass ich hier auf der Webseite so ein weit zurückreichendes Archiv habe aber solche frühen Sachen nicht zu finden sind. Habe halt damals hauptsächlich nur über Spiele geschrieben. Da war die Anschaffung einer neuen Soundkarte noch keinen Eintrag wert – im Gegensatz zu heute :tongue: .

Abrupter Abschied

Auf jeden Fall hat mir die X-Fi Titanium 13 Jahre lang sehr gute Dienste geleistet und meinen Teufel Concept E Magnum 5.1 fleißig die richtigen Signale für satten Sound geschickt. Kann ja auch gar nicht so viel kaputt gehen an so einer Karte, wenn sie nicht gerade einen Stromschlag kriegt. Mittlerweile sind die Boxen zwar nicht mehr so häufig an aus Rücksicht auf Lysanda – sitze jetzt gerade mit dem Teufel Cage (2019) auf dem Kopf da und lausche dem Soundtrack von Q.U.B.E.*. Aber das Headset kann man ja ebenfalls (wahlweise) in die Soundkarte stecken. Insofern kam in mir höchstens für eine Sekunde der Gedanke hoch, dass ich vielleicht keine neue mehr brauche und mit der internen (irgendein Realtek-Ding) klarkomme, wenn die X-Fi mal den Geist aufgibt. Einmal Soundkarte, immer Soundkarte! Und ja, dieser Zeitpunkt war nun scheinbar erreicht.

Theoretisch kann es auch einfach nur an einem Windows 11-Update liegen, dass den völlig veralteten Treibern den letzten Rest gegeben hat und die Hardware ist noch völlig okay. Das kann ich aber leider ohne viel Aufwand nicht testen (Lysanda hat nur einen Laptop). Fakt ist allerdings, dass plötzlich aus den Boxen höchstens nur noch Rauschen kam als ich sie die Tage mal wieder nutzen wollte. Alle eingeleiteten Sofortmaßnahmen (Treiber reinstallieren, anderen PCIe-Slot und sowas) halfen ihr auch nicht mehr auf die Sprünge. Im PCIe 1x-Slot (ihre traditionelle Heimat) wurde sie zwar weiter von Windows erkannt, aber es kamen offensichtlich keine Signale an. Und nein, die Boxen/Headset funktionieren weiter einwandfrei wie ein Test an der integrierten Soundkarte zeigte. Es lag also definitiv an der X-Fi.

Die Neuanschaffung

Die neue im Gehäuse macht selbst ohne RGB schon was her.

Da 13 Jahre aber eine lange Zeit sind und ich selbstverständlich ein vorbildlicher Konsument bin, habe ich nach der erfolglosen Fehlersuche nicht lange gefackelt und mir Ersatz geordert. Es heißt zwar gerne, dass die neuen Karten (und Boxen) nicht mehr so gut sind wie die alten aber selbst, wenn es stimmt, bezweifle ich, dass ich es hören würde. So ein richtiger Audiophile bin ich einfach nicht. Insofern hat mich das jetzt nicht abgeschreckt. Und ja, die Wahl fiel erneut auf ein Bauteil von Creative. Wie gesagt: Bis auf das ein oder andere Treiberproblem über die Jahre immer nur sehr gute Erfahrungen mit den Karten gehabt.

Entsprechend läuft nun der Sound BlasterX AE-5 Plus* in meinem System. Hat mich 122,99€ gekostet, dafür kriegt man einen RGB-LED-Streifen mit der in der Schachtel – den ich nicht verbauen werde, sonst kommen die Katzen nur auf dumme Ideen :smile: . Tatsächlich ist der Unterschied zwischen der Plus und der normalen Variante für ~20€ weniger aber “nur” die Verfügbarkeit einer Dolby Digital Live / DTS-Kodierung. Gegen ein höherwertiges Modell wie die AE-7* oder gar AE-9 sprachen hingegen schlichtweg Preis (>80€ mehr) und Ausstattung (Steuerungseinheiten außerhalb des Rechners). Für Enthusiasten sicherlich super aber für meine Einsatzzwecke ist sicherlich schon die AE-5 Overkill.

Einbau und Inbetriebnahme waren technisch gesehen (siehe unten) kein Hexenwerk. Windows hat sie sofort erkannt, anschließend Creative Sound Blaster Command draufgehauen und nach einem Neustart (SBC meinte, die Karte wäre noch von etwas anderem in Benutzung) war sie einsatzbereit. Anschließend noch die Verkabelung angepasst, damit der Ton aus den richtigen Boxen kommt (warum kann das Layout zwischen den Karten nicht gleichbleiben?!), das RGB-Feature ausgeschaltet und mehr war es nicht. Der Lautsprechertest im SB Command verarscht mich zwar und lässt alle Töne aus der gleichen Box kommen aber die Kalibrierung sowie Windows zeigen deutlich an, dass alles richtig angeschlossen ist. Insofern tue ich das schlicht und einfach als Softwarefehler ab und genieße stattdessen einfach wieder meinen vollen Sound. Und bevor ihr fragt: Nein, ich höre ehrlich gesagt keinerlei Unterschied. Weder aus den Boxen noch aus dem Headset. Gut eingesetztes Geld quasi :wink: .

Die anderen Probleme

Die beiden Problemkinder. Meine beiden SATA-SSDs.

Ein neues Thema hat sich allerdings doch durch den Einbau der neuen Soundkarte aufgetan: Sie hat scheinbar die empfindliche Balance in meinem Gehäuse durcheinandergebracht. Es vibriert/brummt aktuell gerne. Muss also jetzt erstmal wieder die richtige Position auf dem Laminat finden, damit wieder alles perfekt im Lot ist. Ein sehr komisches Phänomen. Genauso wie die Länge meiner Neustarts. Herunterfahren geht zackig aber bei einem Neustart braucht das System mehrere Minuten bis zum Reset. Keine Ahnung was da im Hintergrund festhängt (in den Logs ist nichts zu sehen). Vermutlich würde eine Neuinstallation von Windows helfen (die letzte habe ich glaube ich zum Release von Windows 8.1 gemacht) aber ich bin halt einfach ein fauler Hund. Das lässt sich nicht leugnen. Da warte ich lieber bzw. mache was anderes während ich auf die Rückkehr des Systems warte statt mich mal einen Nachmittag hinzusetzen und es hinter mich zu bringen.

Noch nerviger ist allerdings das Verhalten meiner SATA-SSDs (eine davon die Boot-Platte), das auch beim Einbau der Soundkarte wieder aufgetreten ist. Beim Neustart hat sich irgendwie die Boot-Platte verschluckt. Soweit so okay. Kann ja mal passieren, dass bei einem Hardwaretausch die Bits sich erst wieder sortieren müssen. Aber was in so einer (Bluescreen-)Situation mittlerweile passiert ist, dass er beide SATA-SSDs dann komplett vergisst – nicht nur die Boot-Platte. Also sie werden nach dem Reset nicht einmal mehr vom UEFI erkannt. Auch ein Abklemmen des Rechners vom Strom hilft hier meist nicht weiter. Stattdessen muss ich das interne Stromkabel (hängen beide am selben) in eine andere Buchse des (modularen) Netzteils stecken. Erst dann funktionieren sie wieder ganz normal – auch über einen längeren Zeitraum. Und ja, ich kann zwischen beiden Ausgängen hin- und herwechseln. Ist also nicht so, als wäre am Netzteil was kaputt. Entsprechend habe ich absolut keine Ahnung was das soll. Ergibt für mich überhaupt keinen Sinn. Verlässlich reproduzieren konnte ich den Fehler bislang übrigens beim Einsatz des Energiesparmodus. Wenn Windows den starten will, dann geht das immer in die Hose und meine SSDs sind anschließend weg. Habe ihn deswegen entsprechend deaktiviert, zumal ich meinen Rechner eh komplett ausmache, wenn ich ihn nicht benutze.

Anfangs dachte ich, die Bootplatte hätte einen Schuss weg (deswegen liegt schon ewig Ersatz auf meinem Schreibtisch). Aber nein, laut S.M.A.R.T geht es ihr wunderbar und es sind wie geschrieben ja sogar zwei SSDs, die sich dann verabschieden. Offensichtlich, weil sie am selben Kabel hängen. Sehr komische Sache, die ich mir absolut nicht erklären kann (Netzteil ist 4 Jahre alt). Nicht wirklich lustig, aber es ist gerade während ich diese Zeilen schreibe und von Lysanda kurz abgelenkt wurde schon wieder passiert. Hilft wohl so langsam echt nichts mehr als zumindest mal Windows neu zu installieren und dann mal zu schauen ob das hilft. Aber ich hab‘ sowas von keinen Bock darauf… #FirstWorldProblems

Das Objekt

Lysandas elektrische Zahnbürste (eine Braun Oral B Pulsonic SLIM Typ 3716A) hat schon ein paar Jährchen auf dem Buckel. Sie führte bereits eine innige Beziehung mit ihr bevor wir überhaupt voneinander wussten. Entsprechend ist es wenig verwunderlich, dass der enthaltene Akku langsam aber sicher nicht mehr der Beste war. Zuletzt musste sie die Zahnbürste schon nach zweimal Putzen an den Strom hängen.

Da der Rest des Geräts noch einwandfrei funktionierte, liebäugelte sie damit sich einfach einen Ersatzakku zu kaufen und ihn selbst auszutauschen. Sind technisch gesehen auch nur zwei Lötstellen. Leider hat sie einen kleinen Schisser namens Sicarius im Haus. Der ist in Bezug auf Strom gerne übervorsichtig und hat immer Angst, dass das Haus abbrennt. Also hat besagter, liebevolle Ehemann ohne Rücksicht auf die Umwelt ihr stattdessen zum Geburtstag eine neue Zahnbürste geschenkt.

Dienstleister

Leider war Lysanda damit überhaupt nicht zufrieden. Trotz “Slim”-Version war das Handstück dicker als das alte Modell. Also das Ding wieder zurückgeschickt. Sehr ökologisch quasi die ganze Aktion von dem Herrn Sicarius, weil die Zahnbürste möglicherweise jetzt direkt vernichtet wurde. Nene, manchmal sollte der Kerl echt erst denken und dann handeln. Aber gut: Blieb uns doch nur übrig einen neuen Akku zu kaufen und selbst zu tauschen? Nein, tatsächlich nicht, denn bei der Suche nach besagtem Akku bin ich auf die Firma Akkutauschen.de gestoßen. Ja, die heißt tatsächlich so. Sehr vertrauenserweckend ich weiß. Aber ich hab’s trotzdem mal versucht und sogar den Premium Akkutausch für Oral-B-Zahnbürsten gekauft. Schließlich ist mir für meine große Liebe nichts zu teuer :wink: .

Im Nachhinein betrachtet hätte ich mir das allerdings sparen können, denn ihr bezahlt im Prinzip fünf Euro Aufpreis dafür, dass ihr Versandmaterial zugeschickt bekommt – und Kartons haben wir definitiv mehr als genug im Haus. Die Portokosten zur Firma müsst ihr trotzdem noch bezahlen (nur das Rücksendeporto ist im Preis mit drin). Aber gut: Waren “nur” fünf Euro und das nächste Mal weiß ich es besser.

Also die Zahnbürste mit Ladestation eingepackt, unter den traurigen Blicken von Lysanda nach Hamburg geschickt und dann begann das Warten. Nach Ankunft des Kartons bekam ich wider Erwarten eine E-Mail: “Aufgrund erhöhter Nachfrage und Lieferschwierigkeiten dauert es wahrscheinlich zwei Wochen bis wir ihr Gerät überhaupt anschauen” – sehr zum Leidwesen von Lysanda, die mittlerweile nach eigener Aussage mit normalen, handbetriebenen Zahnbürsten überhaupt nicht mehr zurechtkommt. Aber am Ende ging es doch schneller. Ungefähr eine Woche nach Versand klingelte schon der Postbote und hatte die Zahnbürste rundumüberprüft und wieder mit voller Akkuleistung im Gepäck. Perfekt. Kann sie das Gerät hoffentlich noch weitere zehn Jahre benutzen.

Epilog

War keine weltbewegende Angelegenheit und normalerweise hätte ich dazu höchstens einen Nebensatz geschrieben. Aber Lysanda meinte, ich soll doch mal von der Firma berichten. Wir kannten sie schließlich vorher nicht und wie viele Geräte werden jeden Tag weggeworfen, wo vermutlich nur der Akku getauscht werden müsste. Insofern: Ja, es ist definitiv super, dass es so einen Dienstleister gibt. Und nach meiner ersten Erfahrung mit denen, kann ich sie nur absolut weiterempfehlen – was ich an dieser Stelle tue :smile: .

Die kümmern sich übrigens nicht nur um Zahnbürsten, sondern auch um viele andere Geräte mit Akku. Gut finde ich zudem, dass sie das jeweilige Gerät erst einmal auf Herz und Nieren prüfen (deswegen der Mitversand der Ladestation). Schließlich kann es ja durchaus mal sein, dass nicht der Akku das Problem ist, sondern etwas anders. Bieten in solchen Fällen dann einen entsprechenden Reparaturservice an. Und wer es doch selbst machen will: Sie verkaufen sogar die Ersatzteile und haben haufenweise Anleitungen. Was will man noch? Mir fällt zumindest nichts mehr ein.

Katzenklo mit nicht artgerechtem Eingang

Lyssi und Maya vertragen sich super und sind die allerbesten Freunde – würde ich gerne schreiben, doch die Realität sieht schlicht und ergreifend so aus, dass Maya Angst vor Lyssi hat und Lyssi unsere Maya weiterhin sowas von überhaupt nicht leiden kann. Andererseits: Lyssi kann gefühlt grundsätzlich keine anderen Vierbeiner leiden außer Pichu. Insofern ist das jetzt nichts Maya-spezielles. Allerdings müssen beide seit einiger Zeit die Nacht gemeinsam in einem Raum verbringen und das geht ja ÜBERHAUPT nicht! – also aus Lyssis Sicht.

Aber machen wir einen Schritt zurück: Im Juli hatte ich erwähnt, dass unsere geliebte Maya leider wieder angefangen hatte auf das Sofa zu pieseln. Unsere damalige Akutmaßnahme war das Katzenklo auf besagtes Sofa zu stellen, um zügig die weitere Kontaminierung der Couch zu unterbinden. Diese Maßnahme war grundsätzlich erfolgreich, es konnte aber logischerweise kein Dauerzustand sein. Vom Dreck mal ganz abgesehen, ist Fernsehen nicht ganz so angenehm, während neben einem ein miefender Sandtopf steht :smile: . Also musste eine andere Lösung gefunden werden. Zumal ich das Katzenklo auch endlich mal wieder komplett aus dem Wohnzimmer raushaben wollte. Viel zu viel Dreck trotz nicht artgerechtem Deckel mit Einstiegsloch.

Der Stein des Anstoßes

Das Grundproblem ist, dass die Mädels nicht gerne rausgehen. Maya einfach grundsätzlich (draußen ist es zu hell/dunkel/kalt/warm/etc.) – da soll mir nochmal irgendeiner kommen mit von wegen „alle Katzen sind Freigänger!” -, Lyssi hingegen wegen ihrem Stalker namens Jules. Der Kerl ist echt schlimm. Geht Lyssi raus, ist er sofort mit dabei. Dann starrt er ihr die ganze Zeit hinterher während sie im Garten ihre Arbeit erledigt (Gras essen, Patrouille und der ganze Kram). Und, wenn es an der Zeit ist für Lyssi wieder reinzugehen steht er sofort parat, um ihr auf den Hintern zu hauen sobald sie auch nur den Kopf in der Katzenklappe hat. Ich kann entsprechend verstehen, warum sie keinerlei Begeisterung hat besagte Katzenklappe zu benutzen – selbst, wenn sie schon gerne raus wollen würde. Tagsüber gibt uns Lyssi deshalb mittlerweile Bescheid, wenn sie raus möchte. Dann lassen wir sie zur Terrassentür in den Garten. Und wenn sie wieder rein möchte, dann klopft sie mit Hilfe der Katzenklappe an der Tür an. Ab und zu nutzt sie auch den Schutz durch Pichu aus. Sprich geht raus, wenn er gerade ebenfalls das Haus verlassen hat.

Nachts können wir das logischerweise nicht leisten. Und einen Nachtwächter, der das übernimmt, ebenfalls nicht. Und Maya will ja ebenfalls noch irgendwie ihr Geschäft verrichten. Die Lösung? Wir haben Lysandas Bastelzimmer unterm Dach zum Katzenzimmer mit Bastelecke umdeklariert. Sprich zwei Katzenklos stehen jetzt dort oben (24/7 zugänglich) und nachts werden Maya und Lyssi dort oben einquartiert während die Jungs im Wohnzimmer verbleiben. Weder Maya noch Lyssi sind darüber vollauf begeistert. Maya, weil sie wie gesagt einen Haufen Respekt vor Lyssi hat und Lyssi würde eigentlich viel lieber im Bett der Dosenöffner schlafen. Aber am Ende des Tages kommen sie damit doch ganz gut klar. Ist also jetzt nicht so, dass da oben die ganze Nacht ein Hennenkampf abgeht und Maya morgens blutig in der Ecke liegt. Stattdessen haben wir sogar das Gefühl, dass Lyssi langsam Maya gegenüber toleranter wird.

Die positiven Seiten

Die verstellbare Heizungsliege

Zumal nicht alles schlimm ist an diesem Arrangement: Lyssi findet es beispielsweise echt dufte, dass sie dort oben extra Futter bekommt und „alleine” (Maya lässt ihr den Vortritt) fressen kann. Ihr müsstest sie sehen, wie sie jeden Abend die Treppe hochstürmt, wenn wir sie mit dem Futterteller in der Hand ins Bett bringen. Also den Teller hat Lysanda in der Hand. Ich muss Maya tragen. Die geht freiwillig nicht mit :smile: . Dann wird noch ein bisschen herumgetollt (inkl. ggf. kurz Maya anfauchen) und beide gehen in ihre eigene Ecke zum Schlafen. Lyssi liegt in einem Haufen Kartons obwohl wir extra für sie eine teure und multifunktionale (kann auch hingestellt werden) Heizungsliege angeschafft hatten. Für Maya hingegen gab es eine neue Kratzhöhle*, die sie auch sofort und begeistert als Schlafplatz adoptiert und vollgerotzt hat.

Wir Menschen hingegen haben jetzt zwar abends den Aufwand die Mädels ins Bett zu bringen aber immerhin kein Streu mehr im Wohnzimmer und – noch viel wichtiger – bislang keine vollgepinkelte Couch mehr. Die haben wir mittlerweile mit Hilfe unseres Waschsaugers, einer halben Tonne effektive Mikroorganismen und einer guten Schippe Biodor wieder geruchsfrei und sauber gemacht.

Also Ende gut, alles gut? Das sage ich erst, wenn 2022 rum ist und wir nicht wieder einen Urinvorfall hatten…

Sonstige Themen

Ansonsten gibt es in Bezug auf die Katzen nichts Neues zu berichten. Balu wird 2022 10 Jahre alt, hat immer noch etwas zu viel Gewicht und haut aus Verzweiflung Jules, wenn der Futternapf zu lange leer ist (=Stressesser). Jules stalkt hingegen wie gesagt die Mädels und bepieselt sich, wenn Balu ihn zu hart angeht. Pichu hingegen… ist halt Pichu. Schnüffelt gerne an Katzendrogen und rast durchs Haus. Alles im gewohnten Rahmen quasi.

In Bezug auf unser Haus gibt es ebenfalls keine weiteren Fortschritte. So hatten wir immer noch keinen Maler da. Im Gegenteil: Ich war es mittlerweile leid ihm immer hinter her zu rennen ohne auch nur einen ungefähren Termin aus ihm herauszukitzeln. Also habe ich den Auftrag in der Zwischenzeit storniert. Mehr als genug Zeit hatte ich ihm gegeben. Jetzt heißt es einen anderen suchen, der hoffentlich zuverlässiger ist.

Wir haben allerdings unsere alte Siemens-Einbaumikrowelle ausgemustert. Ich hätte schon wieder einen neuen Drehtellermotor einbauen müssen, weil der alte es nicht mehr schaffte den Teller zu drehen. Außerdem hat die Blende an der Tür nicht mehr gehalten. Also haben wir uns entschieden sie weiter zu verschenken und uns stattdessen eine neue geholt – dieses Mal ohne Drehteller, damit wir den Ärger nicht wieder kriegen. Soweit ich bei meiner Recherche gesehen habe, kommen viele der neueren Modelle sowieso nur noch ohne, weil es mehr Vor- als Nachteile hat und auch die Reinigung des Innenraums erleichtert.

Mikrowellen

Die neue Mikrowelle oder doch ein Spiegel?

Die Wahl fiel erneut auf ein Siemens-Gerät und zwar eine IQ700 (BE634LGS1). Nicht, weil ich sonderlich Markentreu bin. Sie war nach meiner Recherche halt einfach das aus meiner Sicht beste Gerät in Bezug auf das Preis-/Leitungsverhältnis. Haben ja durchaus ein paar Ansprüche an so ein Ding und die nächsten 10 Jahre soll es ebenfalls mindestens durchhalten. Der Innenraum ist mit 21 Liter zwar auf dem Papier etwas kleiner als der der alten Mikrowelle und sie hat auch „nur” 900W (alte ging bis 1.000) aber es passt trotzdem deutlich mehr rein dadurch, dass eben keine Rücksicht mehr auf einen Drehteller genommen werden muss und man entsprechend den vollen Raum ausnutzen kann. Beispielsweise können wir endlich Lysandas riesige und 2,2kg schwere Dinkelkissen darin aufwärmen für die wir vorher immer den Backofen anschmeißen mussten (und sie entsprechend selten genutzt haben). Dank eines im Paket enthaltenen Gitters können nun sogar zwei Teller gleichzeitig erwärmt werden indem wir sie übereinanderstellen. Technisch gesehen ist das Gitter für die Grillfunktion. Der einzige mir bekannte Nachteil keinen Drehteller zu haben: Man muss ab und zu mal selbstständig während der Laufzeit umrühren. Aber das ist definitiv im Vergleich zu den anderen Vorteilen etwas, was ich gerne in Kauf nehme.

Einen weiteren Nachteil, der gefühlt für alle modernen Gerät gilt, möchte ich aber ebenfalls nicht unerwähnt lassen: Die Bedienung. Die Mikrowelle hat zum Glück zwar noch ein paar physische Knöpfe und man kann sie sogar mit der Hand aufmachen und nicht nur über einen elektronischen Knopf. Aber das meiste läuft über ein Display ab. Das an sich ist schon ein wenig doof aber speziell beim Siemensgerät wird das Display über zwei Touch-Knöpfe sowie ein fragwürdiges Drehrad bedient. „Fragwürdig” deshalb, weil es riesig und irgendwie äußerst schwergängig ist bzw. viel Widerstand hat. Macht nur bedingt Spaß da z.B. drei Minuten für sein Essen einzustellen. Ja, man gewöhnt sich dran und wir haben sie deswegen jetzt nicht zurückgeschickt. Aber definitiv etwas unschön – vor allem bei dem Preis.

Ob das Ding jetzt die übermega-tolle Mikrowelle ist, weiß ich nicht. Dafür kaufe ich zu wenig Mikrowellen. Tatsächlich war es sogar die allererste, die ich in meinem ganzen Leben überhaupt gekauft habe. Vorher hatten wir die vom Vorbesitzer des Hauses und davor hatte ich ein „Familienerbstück” (in Bezug auf das Alter des Geräts) im Einsatz. Hält schon durchaus lange durch so ein Haushaltsgerät bei guter Pflege. Für uns passt sie auf jeden Fall und das ist am Ende des Tages ja das Wichtigste :smile: .

Und damit beenden wir den heutigen Eintrag. Am Montag gibt es wie angekündigt dann meine Top 5 der Spiele des Jahres 2021! Macht euch also schon einmal Gedanken über eure Auswahl.

Sicarius

Einfach nur Windows

Windows 11 – offensichtlich

Ich hatte es indirekt ja schon angedeutet und natürlich habe ich den imaginären “Upgrade auf Windows 11”-Button sofort gedrückt. Schon am Dienstagmorgen habe ich die Installation aus Windows 10 heraus gestartet. Microsoft hatte früher als geplant die entsprechenden Dateien zur Verfügung gestellt. Ursprünglich hatte ich sogar geplant seit langem mal wieder eine komplett frische Installation vorzunehmen.

Die letzte Neuinstallation dürfte ich Ende 2013 anlässlich Windows 8.1 und dem damaligen Rechnerupgrade durchgeführt haben. Seitdem habe ich mir die zeitaufwendige Neuinstallation gespart und zumindest offensichtlich noch keine Nachteile dadurch bemerkt. Aber mit Windows 11 hab‘ ich mir gedacht, könnte ich vielleicht mal wieder eine machen. Es liegt sogar eine Samsung SSD 870 EVO mit 500 GB (SATA) extra dafür hier auf meinem Schreibtisch.

Hardwaresorgen

Okay, nein. Natürlich habe ich mir nicht nur für ein Windows-Update ein neues Speichermedium gekauft. Der Grund ist ein anderer: Meine aktuelle Systemplatte, eine Samsung SSD 840 EVO mit 250GB, schien vor kurzem anzufangen rumzuspinnen. Ich hatte plötzlich zu unnachvollziehbaren Zeiten Bluescreens und nach dem Neustart wurde sie erstmal im BIOS nicht mehr erkannt. Dabei sind die S.M.A.R.T-Werte lt. Samsung Magician alle im grünen Bereich. Entsprechend habe ich sicherheitshalber schon einmal Ersatz besorgt, falls sie tatsächlich die Grätsche machen sollte.

Tatsächlich scheint der Schuldige aber ein Windows-10-Update gewesen zu sein. Der Bluescreen kam nämlich immer dann, wenn er versuchte in den Energiesparmodus/Ruhezustand zu wechseln was lange super funktioniert hat. Seit ich den ausgeschaltet habe, gab es keinen Bluescreen mehr. Warum die SSD dann auch im BIOS nach dem Bluescreen nicht mehr angezeigt wird… das habe ich bis heute nicht verstanden. Ich werde natürlich trotzdem in nächster Zeit mal eine Neuinstallation auf der neuen SSD vornehmen, schließlich bringt sie mir nichts, wenn sie einfach nur hier herumliegt. Aber der Druck es sofort zu tun ist erstmal raus und entsprechend obsiegt gerade die Faulheit :wink: .

Die Umstellung

Der erste Versuch des Upgrades schlug schon beim im Schritt “Download” fehl. Irgendwo bei 83% hat der Installationsassistent scheinbar die Verbindung zum Microsoft-Server verloren. Möglicherweise zu viele andere, die plötzlich ebenfalls Windows 11 installieren wollten. Hat dann noch ein paar Versuche gedauert bis die Verbindung wieder da war. Zum Glück musste er nicht wieder bei null anfangen, sondern hat dann recht zügig den Rest heruntergeladen. Anschließend die Überprüfung ob auch alle Dateien richtig auf meinem Rechner gelandet sind und schon stand der erste Reboot an.

Der Rest verlief so unspektakulär wie (dankenswerterweise) heutzutage Windows-Updates grundsätzlich ablaufen. Während ich einer Telefonkonferenz lauschte wurde Windows 11 schlicht und einfach installiert. 2-3 Reboots, ab und zu die USB-Verbindung zurückgesetzt – merke ich daran, dass mein Scanner seinen Testlauf durchführt –, einmal die Bildschirmauflösung korrigiert und schon war die Anmeldemaske mit meinem vertrauten Hintergrundbild zu sehen. Der einzige Unterschied: Standen in Windows 10 Uhrzeit und Datum noch unten links, sind sie jetzt oben in der Mitte.

Dürfte alles in allem keine 30 Minuten gedauert haben. Nach dem Anmelden rödelt er dann zwar nochmal 2-3 Minuten bis man tatsächlich wieder auf dem Desktop ist aber das kennen wir ja von jedem Halbjahresupdate. Insofern unterscheidet sich das grundsätzliche Erlebnis wirklich überhaupt nicht von dem, welches wir seit 2015 regelmäßig mitmachen. Ja, die erste Version von Windows 10 ist tatsächlich schon so alt. Unser allseits geliebtes Windows XP feiert am 25. Oktober sogar schon seinen 20. Geburtstag!

Der erste Schock

Mein Windows-10-Desktop von 2015

Als erstes fiel mir selbstverständlich die neue Taskleiste ins Auge. Aber bevor wir dazu kommen die erfreuliche Nachricht: Es hat fast alles sofort wieder funktioniert. Selbst meiner sonst so störrischen Creative Soundblaster X-Fi Titanium entfleuchten ohne weiteres Zutun Töne. Zum Glück, denn die letzte Treiber-Version ist von 2019. Hatte ich definitiv anders erwartet aber daran merkt man wohl, dass der Sprung von Windows 10 auf Windows 11 zumindest unter der Haube nicht wirklich groß ist. Das einzige Stück Hardware, das rumzickte, war mein Oki C332dn Laserdrucker. Der wurde von Windows zwar erkannt aber beim Versuch zu drucken lief er immer wieder in einen Fehler (den mir das System nicht nannte…). Das einfache Entfernen des Geräts sowie eine Installation des aktuellen Treibers von der offiziellen Homepage behob das Problem aber zügig. Ach und ein USB-Gerät mit Ausrufezeichen war im Gerät-Manager ebenfalls zu sehen. Kann aber absolut nicht ausschließen, dass das schon immer da war. Zumindest habe ich keine Ahnung was sich dahinter verbirgt (funktioniert ja alles). Wird sich vielleicht irgendwann mal zeigen…

Nun aber zurück zur Taskleiste. Nur noch rudimentär veränderbar, Symbole in der Mitte (mit Option sie wieder nach links zu packen) und alles standardmäßig gruppiert. Joa… das ist mal ne Ansage. Das viel größere Problem aber für mich: Keine Möglichkeit sie mehrzeilig zu machen und eigene Symbole hinzuzufügen. Ja, man kann nur noch mit der Funktion “Anheften” Programme dort unten anbinden. Mehr geht nicht. Für mich theoretisch der ultimative Supergau. Wie die Veteranen unter den Lesern wissen, hatte ich nämlich die Angewohnheit alles dorthin zu packen. Startmenü? Nutze ich nicht. Desktop? So sauber wie ein frisch geputzter Babypopo. Die Taskleiste? Fast 100 Symbole in vier Kategorien und auf zwei Zeilen einsortiert. Hatte den Vorteil, dass ich immer genau gesehen habe, was ich gerade auf meinem Rechner installiert habe und es nur einen Klick entfernt lag. Das in der Windows 11-Taskleiste irgendwie nachbilden? Absolut und vollkommen unmöglich.

Ja, es gibt natürlich schon den ein oder anderen Mod, der es einem auch unter Windows 11 wieder etwas zurückzukehren zu alten Gewohnheiten. Aber sowas benutze ich nicht. Wenn Microsoft sagt, dass das die optimale Art und Weise ist wie eine Taskleiste auszusehen hat, warum sollte ich dem widersprechen :wink: . Nein, die Realität ist schlicht und einfach: 90% der Symbole habe ich sehr selten gebraucht. Was habe ich also gemacht? Alles in einen neuen Ordner auf den Desktop gepackt – den ich tatsächlich seit Dienstag kein einziges Mal offen hatte. Stattdessen mache ich es wie auf dem Arbeitsrechner: Windows-Taste, Programmname eintippen und starten. Sicherlich etwas umständlicher und garantiert gibt es auch ohne Mods effizientere Methoden aber so muss ich nicht einmal die Hand von der Tastatur nehmen und schnell tippen ist für mich eh kein Problem.

Look & Feel

Mein neuer Desktop Stand 2021

Die Taskleiste war also eine kleine Hürde, die ich aber zügig überwunden habe. Was ist mir sonst noch so aufgefallen? Nun, die Rückkehr der Widgets war für mich nur von kurzer Dauer. Sofort genauso deaktiviert wie den Chat. Das neue Startmenü interessiert mich ebenfalls weiterhin nicht die Bohne. Dafür hat jetzt alles runde Ecken und der Explorer wurde überarbeitet. Der Ribbon ist weg, stattdessen herrscht Minimalismus – auch im Rechtsklick-Menü. Reduziert auf die aus Microsofts Sicht wichtigsten Funktionen. Macht es wesentlich übersichtlicher aber natürlich gewöhnungsbedürftiger. Erst mit einem Klick auf “Weitere Optionen” kommt das bekannte (und sich überhaupt nicht ins Design einfügende) Menü hervor. Was nicht so gut ist: Er stürzt aktuell sehr gerne nicht nur aber vor allem beim Benutzen des Rechtsklickmenüs ab. Keine Ahnung warum und ein wenig nervig.

Das Einstellungsmenü hat ebenfalls ein Facelift bekommen. Ja, die alte Systemsteuerung existiert immer noch. Soweit ich das sehe wurden nicht einmal weiteren Funktionen übertragen. Aber das überarbeitete Einstellungsmenü gefällt mir definitiv besser. Mehr Informationen auf einem Blick und die Sortierung gefühlt logischer als noch zu Windows 10-Zeiten. Auch der Microsoft Store hat eine Überarbeitung erfahren. Ob er dadurch besser geworden ist? Fragt mich nicht. Vermeide es soweit möglich ihn zu benutzen :smile: .

Die Performance

Stellt sich abschließend noch die große Frage nach der Performance. Da geht ja aktuell einiges durch die Presse speziell in Bezug auf Gaming und VBS (Virtualisierungsbasierte Sicherheit). Angeblich bis zu 28% Leistungsverlust. Gibt aber erhebliche Zweifel, ob das tatsächlich stimmt. Ich für meinen Teil dachte zuerst, dass Psychonauts 2 wesentlich schlechter laufen würde. Von stabilen 144fps auf nur noch 90-100fps. Die Realität ist aber, dass ich mir nicht sicher bin. Hab‘ den Framecounter ja nicht durchgehend beobachtet. Insofern gehe ich derzeit davon aus, dass ich auch unter Windows 10 kekne besseren Werte hatte. Außerdem ist VBS bei mir deaktiviert.

Keine Sicherheit für den Webmaster :sad:

Ich kann die Kernisolierung nicht einmal anschalten, selbst wenn ich es wollte. Grund sind inkompatible Treiber. Ja, darunter der für meine Soundkarte. Aber auch die Treiber meiner älteren Logitech-Gerätschaften (WebCam, Joystick, Lenkrad) mag er nicht (23 Dateien insgesamt). Von irgendwelchen Treiberresten alter Geräte und schon lange nicht mehr vorhandenen Geräten ganz zu schweigen. Bei letzterem zeigt sich dann doch mal der Nachteil einer fehlenden Neuinstallation. Insofern: Die Performance von Windows 11 kann ich zum aktuellen Zeitpunkt nicht beurteilen. Bei den synthetischen Benchmarks wie z.B. Cinebench R23 gibt es auf jeden Fall keinen erwähnenswerten Unterschied.

Das gilt leider ebenfalls für “HDR”. Ich hatte ja gehofft, dass mein Erlebnis mit Windows 11 besser wird. Aber ich habe immer noch das Phänomen, dass nach der Aktivierung mein Bildschirm viel zu dunkel und gleichzeitig überbelichtet wirkt trotz HDR10-Unterstützung. Allerdings kenne ich mich bei dem Thema immer noch zu wenig aus, um das Fehlerbild beurteilen zu können. Also von wegen ob es technisch gesehen richtig funktioniert oder es eine falsche Monitoreinstellung ist. Fakt ist: Derzeit lasse ich es auch unter Windows 11 ausgeschaltet. Die Nutzung der neuen SDR zu HDR-Emulation fällt damit ebenfalls erstmal unter den Tisch.

Fazit

Nach drei Seiten Text bleibt für mich also nur eine Sache festzuhalten: Windows 11 ist unspektakulär. Nach einer Woche damit habe ich noch keine wirklich einschneidenden Unterschiede zum Vorgänger 10 festgestellt, die mein Arbeiten in irgendeiner Art und Weise signifikant positiv oder negativ beeinflussen. Ja, das mit den Symbolen in der war im ersten Moment blöd und der abstürzende Explorer sowieso. Aber offensichtlich waren die Symbole in der Taskleiste sowieso nur noch aus Gewohnheit da. Im Gegenzug ist z.B. das überarbeitete Einstellungsmenü eine echt schicke Sache. Das bedeutet aber eben auch: Wer mit seinem Windows 10 zufrieden ist, der hat wie erwartet derzeit noch keinen Killer-Grund zum Upgraden. Andersherum hat es mir aber nicht geschadet. Keine großen Bugs, keine großen Probleme. Einfach nur Windows.

Stichwort zurückgesendete Sachen: Um zu schauen wer so auf die Couch pieselt und ins Katzenklo macht, haben wir uns eine dritte Kamera angeschafft. Da wir mit der HiKam S6 absolut zufrieden sind, fiel zuerst die Wahl auf das neue Modell, die HiKam S6 3. Generation. Eine höhere Auflösung (1080p statt 720p) ist schließlich immer super. Leider mussten wir sie am Ende wieder zurückschicken und erneut zum Vorgängermodell greifen. Der Grund: Unser Synology NAS.

1. Stolperstein

Drei aktive Kameras

Die Einrichtung der Kamera in der HiKam-App und die Integration in unser WLAN ging gewohnt einfach vonstatten. Also “einfach” im Sinne von: Mit Lysandas Android-Smartphone gings, mein iPhone wollte die Ersteinrichtung mal wieder weder im Airlink noch im AP Modus durchführen. Keine Ahnung warum. Aber am Ende zum Glück egal. Im nächsten Schritt die Synology Surveillance Station geöffnet und erfolgreich nach der Kamera gesucht (ONVIF-Gerät). Astrein und so einfach – zumindest bis auf den “Weiter”-Knopf drücken wollte und die Fehlermeldung “Nicht genug Lizenzen” zu sehen bekam. War logischerweise erstmal verwirrt aber lange Rede kurzer Sinn: Um eine Kamera mit der Synology Surveillance Station zu nutzen benötigt man eine Lizenz und im Standard sind nur zwei Lizenzen kostenfrei enthalten. Fragt mich nicht warum, weshalb und wieso. Ist einfach so. Es bedurfte entsprechend einer dritten Lizenz.

Als naiver Nutzer würde ich nun erwarten, dass Synology ein geschäftstüchtiges Unternehmen ist und einfach einen Button anbietet mit “jetzt Lizenz für X kaufen”. Aber nein, die Lizenzen gibt es nur bei Vertragshändlern und die meisten davon verschicken sie nicht einmal per E-Mail, sondern ganz klassisch per Post. Ja, das moderne Internetzeitalter. Aber gut: Nach etwas Recherche bei Geizhals fiel der Hammer für rund 47€ bei Expert Security für eine weitere Lizenz. Schlicht, weil sie zum Kaufzeitpunkt das günstigste Angebot inkl. Versandkosten hatten.

Ein paar Tage später kam der Brief an, ich hab‘ den Lizenzcode in der Synology Suveillance Station hinterlegt und konnte anschließend endlich die Katzenklo-Kamera hinzufügen. Ende gut, alles gut?

2. Stolperstein

Ich konnte zwar die Kamera in der Station hinzufügen und angeblich funktionierte sie auch (sie war verbunden, es wurden Aufnahmen angefertigt und im Livestream eine Bitrate angezeigt). Leider war der Livestream einfach nur grau und die Aufnahmen ließen sich in der Station nicht abspielen (“Falsches Format”). Nur lokal mit dem VLC ging es. Nachdem ich alle möglichen Einstellungen probiert habe (so viele sind es ja nicht) und alles kein Erfolg brachte, hab‘ ich mich an den HiKam-Support gewandt. Von dort kam auch relativ zügig eine erste Mail zurück mit der Aussage “die Kamera haben wir noch nicht mit der Synology Surveillance Station getestet. Wir könnten das aber tun. Haben Sie schonmal folgende Einstellung probiert?”

Ja, die Einstellung hatte ich schon probiert und ja, es wäre super, wenn sie es mal selbst testen würden?! Warum brauchen die meine Erlaubnis dazu?! Keine Ahnung. Naja, auf jeden Fall entsprechend zurückgeschrieben und bis heute nichts mehr gehört. Also kurz bevor die Widerrufsfrist auslief zurückgeschickt und wie erwähnt das (günstigere) Vorgängermodell geholt. Das funktionierte wieder sofort. Muss man nicht verstehen aber am Ende des Tages wollen wir unsere Kameras und die dazugehörigen Aufnahmen alle an einem Fleck nutzen. Insofern benötige ich die Integration in die Station. Da kann die sonstige Technik so toll sein. Insofern: Vorsicht beim Kauf dieses Modells, wenn ihr ebenfalls einen Synology NAS nutzt/nutzen wollte.

Themenwechsel

Docker auf dem Synology NAS

Kommen wir nun zurück zur Reihe “Der Webmaster spielt Werke von Ubisoft”. Ja, mein Steam-Profil behauptet zwar, dass ich zum Verfassungszeitpunkt 400 Stunden in den letzten Wochen auf Steam gespielt hätte. Aber das liegt an meiner ArchiSteamFarm, die ich mittlerweile auf dem NAS laufen lasse.

An dieser Stelle ein Typ für Synology NAS-Nutzer: Docker installieren, das Image “justarchi/archisteamfarm” runterladen und die Konfigurationsdatei für den Roboter irgendwo auf dem NAS ablegen. Diesen Ordner dann im Container als Volume zuordnen und den Mount-Pfad “/app/config” eintragen. Danach den Container starten und alles sollte soweit passen.

Was macht dieser Bot? Nun in meiner Konfiguration einfach die Trading Cards in den Spielen aus meiner Steam-Bibliothek farmen. Dauert noch ~4 Monate bis er damit komplett durch ist (ich hab‘ verdammt viele ungespielte Titel). Versaut zwar meine Statistik (er simuliert, dass ich den jeweiligen Titel spiele ohne ihn tatsächlich auf meinem Rechner starten zu müssen) aber auf normalem Wege würde ich an die sonst niemals im Leben alle rankommen. Und warum will ich an diese Steam Trading Cards rankommen? Einfach nur, weil es den Bot gibt und es damit ohne Zutun geht. Sonst nichts. Viele wandle ich in Badges um, wenn’s was Teures ist (speziell die Foil) verticke ich sie. Und die ganzen Coupons, die es für das Erzeugen der Badges gibt, verschenke ich größtenteils an die Gruppe Coupon Dumpster. Dort kann sich dann jeder die Coupons raussuchen, die er tatsächlich nutzen möchte. Gab‘ zwar mal jemand, der einem dafür tatsächlich auch ein paar Gems gegeben hat. Aber denen wurde der Aufwand zu groß und das Angebot entsprechend eingestellt.

Eine völlig sinnlose Angelegenheit, die ihr absolut nicht nachmachen müsst. Aber bin definitiv weit davon entfernt der einzige zu sein, der das tut.

Macht & Magie

Ich tummele mich also weiterhin sehr viel in Uplay…pardon, Ubisoft Connect. Splinter Cell: Blacklist habe ich in der Zwischenzeit erfolgreich auf “Perfektionist” beendet (war nicht wirklich schwer), schon einige Stunden in Ghost Recon: Wildlands investiert und zuletzt endlich das Ende von Might & Magic X: Legacy erlebt. Das war vor kurzem in den Medien, weil es ebenfalls von Ubisofts 2021er Abschaltewelle betroffen war und diese – zumindest auf Steam – die Nebenwirkung hatte, dass man das Spiel nur noch bis zum Ende von Akt 1 erleben konnte. Danach kommt scheinbar irgendeine Art von DRM-Check und da der gegenüberliegende Server fehlt, schlägt dieser logischerweise fehl. Total bescheuerte Sache.

Ich mit meiner Uplay-Version war von der ganzen Thematik zum Glück nicht betroffen. Akt 1 hatte ich vermutlich vor der Abschaltung schon hinter mir gelassen und selbst die beiden DLCs (der Moew Dungeon und The Falcon and the Unicorn) konnte ich weiterhin erleben. Möglicherweise, weil ich bereits einen entsprechenden Spielstand hatte oder so. Keine Ahnung aber so konnte ich das rundenbasierte Rollenspiel tatsächlich noch voll und ganz “genießen” und meine in einer Folge Christoph spielt anno 2014 begonnene Reise erfolgreich beenden.

Might & Magic X: Legacy (Herstellerbild)

Ich hatte zwar über die Jahre immer mal wieder ein wenig gespielt aber lange Zeit nur sehr kleine Fortschritte gemacht. Zu viele Kämpfe an denen ich mir die Zähne ausgebissen hatte und so bis dann doch endlich mal ein Groschen gefallen ist und es zumindest bis zum Ende etwas zügiger voranging. Ja, der Titel bietet definitiv eine Herausforderung vor allem, wenn die eigene Vier-Mann-Truppe vielleicht nicht so optimal ausgestattet/die Skillpunkte verteilt sind. Aber am Ende des Tages ist es schaffbar. Mit teils häufigem Nachladen aber es ist schaffbar. Vor allem entwickelt man dadurch bis zum Schluss neue Taktiken. Zaubersprüche, die man bislang überhaupt nicht benutzt hat werden plötzlich überlebenswichtig und so. Hat natürlich gleichzeitig den Nachteil, dass beispielsweise eine Truppe nur mit Kriegern besetzt es sicherlich noch viel schwerer hat.

Fazit

Eine Kaufempfehlung gibt es logischerweise aufgrund der Serverabschaltung keine mehr. Unterm Strich war das Hauptspiel für mich jedoch ein unterhaltsames Erlebnis. Solide 3 von 5 Sics quasi. Technisch selbst für 2014 nicht der Brüller (bloß nicht HDR aktivieren und es fehlen gefühlt viele Soundeffekte) aber trotzdem ein gut umgesetztes Old-School-Rollenspiel in einem interessanten Universum, welches Ubisoft ja leider ins Archiv verbannt hat. Gleichzeitig gibt es aber mittlerweile haufenweise Konkurrenz in diesem Genre. Speziell Legend of Grimrock 2 aus dem gleichen Jahr wischt mit der Ubisoft-Konkurrenz den Boden auf. Doch wie gesagt: Ich habe meinen Ausflug trotzdem nicht bereut. Es war mal wieder was anderes und im Gegensatz zu vielen anderen finde ich Ubisofts MIght & Magic-Universum ganz nett.

“Ganz nett” gilt übrigens auch für den äußerst übersichtlichen Meow-Dungeon, den man damals noch mit Uplay-Punkten freischalten musste. Ein paar Rätsel, ein neues Setting (Wüste und Pyramide), viele vierarmige Katzen und ein anspruchsvoller Bossgegner. Unterhält für 30-60 Minuten. Gibt’s von meiner Seite aus nicht viel zu meckern. Der echte DLC, The Falcon and the Unicorn hingegen…darüber muss ich ein paar Zeilen mehr verlieren.

Der DLC

Zu The Falcon and the Unicorn, der am 27.3.2014 veröffentlicht wurde, gibt es echt wenig im Internet zu lesen/anzuschauen. Nicht einmal eine Komplettlösung oder ein Guide obwohl er auf dem Papier gar nicht so viel Inhalt hat. Stattdessen ist der Story-DLC anscheinend völlig untergegangen und die wenigen, die ihn tatsächlich spielen wollten, sind schon im ersten Level gescheitert. Deshalb möchte ich für die Nachwelt etwas genauer berichten:

Der DLC startet direkt nach dem finalen Bosskampf des Hauptspiels. Ihr werdet beim nächsten Besuch der Stadt Karthal im Auftrag von Herzog Oswin Unicorn festgenommen und für eure angeblichen Taten gegen das Imperium angeklagt. Eine Gerichtsverhandlung wird zwar versprochen aber nie stattfinden. Stattdessen werdet ihr einfach auf die Gefängnisinsel “Fort Laegaire” verfrachtet mit dem Ziel euch dort bis ans Ende eures Lebens versauern zu lassen. Sie ist eine der zwei neuen Lokationen, die ihr im DLC besucht. Zum Glück gibt es eine Wache, die auf eurer Seite ist und euch den Schlüssel zu eurer Zelle gibt. Der Ausbruch kann beginnen! Anschließend geht es zum Sommerpalast der Imperatorin Gwendolyn Falcon, um Oswin davon abzuhalten seinen hinterhältigen Plan umzusetzen: Die Chefin heiraten, sie mit seinem Kind zu schwängern, sie nach der Geburt umzubringen und so seine Familie auf den Thron zu bringen. Spoiler: Unsere vier Helden schaffen das logischerweise rechtzeitig zu verhindern.

Schwierigkeitsgrad “Unmöglich”

The Falcon & The Unicorn (Herstellerbild)

Wie es sich gehört, wenn man Personen ins Gefängnis steckt, wird euch eure komplette Ausrüstung abgenommen – also bis auf eure Taschen voller Gold. Keine Ahnung, warum die Entwickler das übersehen haben aber es hilft euch im einzigen Hub des DLC etwas einzukaufen. Und das ist auch bitter notwendig, denn wie gesagt ist alles weg. Ihr bekommt es erst kurz vor der Flucht vom Felsen wieder. Aber bis ihr zum Hub gelangt, gilt es erst einmal an den Wachen vorbei zu schleichen. Werdet ihr gesehen, macht eine Gefängnistür auf oder legt einen Hebel um heißt es sofort “Game Over”. Echt nervig. Die Lösung ist aber recht simpel: An bestimmten Wänden (erkennbar an Gittern oben) könnt ihr anklopfen. Dann locken die jeweiligen Gefangenen den Wächter zu sich und der Weg ist frei. Kleine Rätsel quasi, die ziemlich einfach zu lösen sind, wenn man es mal verstanden hat.

Im Hub angekommen bekommt ihr ein bisschen ultraschlechte Ausrüstung geschenkt und könnt ein wenig einkaufen. Weniger schlecht als recht bewaffnet geht es dann zurück ins Gefängnis. Euer Ziel ist es an die frische Luft gelangen, um magisch nach Hilfe zu rufen und zudem die Ballistas auf den Mauern zerstören, damit besagte Hilfe nicht im Anflug getötet wird. Und jetzt das Problem: Ihr seid zwar Helden irgendwo auf Stufe >30 aber mit einer Ausrüstung, die höchstens für einen Helden der Stufe 1 ausreichend wäre. Gleichzeitig sind die Gegner noch einmal stärker als am Ende des Hauptspiels. Nur eure Zauberer haben noch halbwegs ihre alte Stärke, da die nur ihre Ausrüstung aber eben nicht ihre Fähigkeiten eingebüßt haben. Im Ergebnis ist trotzdem jeder Kampf eine mühselige Herausforderung. Ein falscher Klick, ein unglücklicher Würfelwurf und schon liegt eure ganze Truppe im Dreck. Und spätestens beim ersten Bossgegner, Perren, haben vermutlich 98% der Spieler einfach aufgehört. Der Typ kann mit einem einzigen Feuerball die gesamte Truppe töten und da Bossgegner immun gegen Statuseffekte wie “darf nicht zaubern” sind, könnt ihr das absolut nicht verhindern.

Renn gegen die Wand!

Starker Boss hin oder her: Ich bin ja bekanntlich der “jetzt erst recht”-Typ, der nicht so einfach aufgibt. Und ich habe am Ende tatsächlich die Lösung gefunden. In diesem Fall war der “Trick” sich zuerst voll und ganz auf den Bossgegner zu konzentrieren statt auf seine Handlanger. Mein Zauberer hat gebufft, geheilt und Stürme herbeigezaubert was das Zeug hält während meine Nahkämpfer auf ihn einschlugen. Im ersten Versuch mit der neuen Taktik hat es gerade so geklappt aber mein Zauberer war tot. Im zweiten Versuch hatte ich den Dreh raus und kam schon fast “locker” durch. Das war definitiv ein befreiender Dark Souls-Moment.

Ich war also bereit Level 2 von Fort Laegaire zu betreten und einen weiteren nützlichen (Erd-)Zauberspruch zu entdecken, dem ich bislang überhaupt keine Beachtung schenkte: Harmonie. Euch erwarten an der frischen Luft nämlich buchstäbliche Gegnerhorden, die zudem Inquisitoren dabeihaben. Die Typen heilen nicht nur fleißig, sie schläfern eure Mannen auch noch ein. Müssen also schnellstmöglich das Zeitliche segnen. Zwei davon gleichzeitig? Vergiss es. Der Zauberspruch “Harmonie” sorgt dafür, dass fünf Runden lang euch alle Gegner außerhalb eines bestimmten Bereichs nicht angreifen. So könnt ihr kleinere Gruppen anlocken, erledigen, anschließend heilen und speichern und die nächste kiten. Dauert seine Zeit und brauchte ebenfalls einige Neustarts. Hat aber am Ende wunderbar funktioniert bzw. an der letzten Gruppe bin ich dank des Zaubers sogar einfach zum Bossgegner vorbeigeschlichen, habe den besiegt und anschließend meine Ausrüstung geholt (er hat den Schlüssel). Wieder voll ausgestattet waren die letzten auf Fort Laegaire verbliebenen Feinde kein großes Problem mehr.

Der 2. Teil des DLC

The Falcon & The Unicorn (Herstellerbild)

Nach dem Ausflug ins Gefängnis geht es erst einmal zurück in die normale Spielwelt. Die letzte Gelegenheit unerledigtes zu beenden, aufzurüsten und so weiter. Anschließend geht es zum Sommerpalast. Hier werfen euch die Entwickler eine riesige Gruppe von Gegnern nach der nächsten vor. Ein buchstäbliches Setpiece ist beispielsweise ein großer Platz am Hafen, der auffällig aussieht wie ein Schachbrett. Und wie soll es anders sein: Kaum betretet ihr in, wird eine komplette Armee zusammengesetzt wie Schachfiguren herbeigezaubert. “Harmonie” war erneut mein bester Freund hier.

Kleiner Tipp am Rande: Die Lösung für die “Mysteriöse Krypta” ist das Buch “Dynastien des Lichts”. Ihr müsst die Statuen in der Reihenfolge der Namen aus dem Buch aktivieren, um den Schatz zu bekommen.

Der Palast hat noch zwei Flügel (ein Quartier und eine Art Festhalle) in der euch erneut haufenweise Gegner erwarten. Diese sind aber komplett optional. Ja, ihr findet dort noch haufenweise Gegenstände und schafft vielleicht noch ein “Level up” aber meine Ausrüstung hat sich im Laufe des DLCs nicht wirklich verändert. Gibt einfach nichts besseres mehr als das, was ihr im Hauptspiel schon gefunden habt. Das Finale erwartet euch dann im Palast. Erst zwei weitere Gegnertrupps (erneut ist “Harmonie” mein Schlüssel zum Erfolg) und dann der Bosskampf gegen eine mächtige Justiziarin, die zwei Aktionen pro Runde durchführen kann. Hier haben Nahkämpfer dann vermutlich endgültig verloren. Die Dame hat einen Zauberspruch, der sie faktisch jeden Nicht-magischen Angriff ausweichen lässt. Das ist echt harter Tobak. Zum Glück müsst ihr sie “nur” auf ca. 50% ihrer Lebensenergie runterbringen bevor die Imperatorin den Kampf stoppt und das Spiel endgültig vorbei ist.

Fazit zum DLC

Ich war echt froh als ich Adria besiegt hatte. Diese Gegnermassen, die euch die Entwickler im DLC vor die Füße werfen, waren einfach viel zu viel des Guten. Ja, ich habe es am Ende geschafft und reihe mich damit in einen sehr exklusiven Kreis ein. Ich war aber zu dem Zeitpunkt auch selbst sowas von fertig mit dem Spiel (eigentlich schon nach dem Bossgegner der Hauptgeschichte), dass es mir keine wirkliche Befriedigung mehr bereitete den endgültigen Abspann zu bewundern. Technisch gesehen hat der DLC vermutlich nicht mehr als 30-60 Minuten Inhalt aufgebläht auf mehrere Stunden dank der beinharten Kämpfe und der vielen Neustarts. Insofern: Es war ein taktisch extrem anspruchsvolles Erlebnis, das mich neue Seiten des Spiels kennenlernen hat lassen und dadurch definitiv einen gewissen Reiz hatte. Aber verpasst habt ihr trotzdem nichts, wenn ihr diesen DLC niemals in eurem Leben selbst erfahrt. Dann doch lieber Legend of Grimrock (Fantasy) oder Vaporum (Steampunk).

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