Der Klappmodus

Nach den guten Erfahrungen mit dem Laufband von Toputure*, haben wir nicht lange überlegt und uns auch den klappbaren Heimtrainer* geholt, den sie gerade frisch auf den Markt gebracht haben. Okay, das Laufband ist mittlerweile nicht mehr im Haus. Es hatte ein paar Monate später den Geist aufgegeben. Aber der Support war super und wir haben eine volle Rückerstattung bekommen. Insofern sind wir Toputure nicht feindlich gesinnt :wink: . Anschließend haben wir es durch eins von unserem “Stammunternehmen” Fitshop (der neue Name von Sport Tiedje) ersetzt. Nach einer Analyse zusammen mit meinem Schwiegervater stellte sich übrigens heraus, dass der Motor warum auch immer einen an der Klatsche hatte – entsprechend nichts, was wir ohne hohe Kosten selbst reparieren konnten.

Das Gerät

Zurück zum Heimtrainer: Das “Klappbar” war dabei ein wichtiges Entscheidungskriterium. Wir nutzen ihn nämlich wie das Laufband vor allem beim Fernsehen. Da ist es ganz praktisch, dass sich das Fahrrad zusammenklappen lässt und dann nur noch eine Grundfläche von ca. 55x55cm einnimmt. So lässt es sich gut neben einem Regal bis zum nächsten Gebrauch lagern. Die in der vorderen Querstange integrierten Räder erleichtern zudem den Transport. Apropos Fernsehen: Hier erwartete uns die nächste Überraschung, denn das Gerät ist im Betrieb echt flüsterleise. Ich dachte zuerst Sicarius wäre faul und würde nicht in die Pedale treten, weil ich gar nichts hinter mir gehört habe. Zudem kann man es gut hinter der Couch positionieren, da es so hoch ist, dass man locker bei der Benutzung selbst über eine hohe Lehne drüber schauen kann. Mittelfristig wollen wir allerdings tatsächlich unser “riesige Couch”-Konzept überdenken. Eben genau, um solche geänderten Lebensbedingungen wie mehr Fitnessgeräte im Wohnzimmer unterzubringen. Wir werden beizeiten berichten :smile: .

Das Fahrrad kommt gut verpackt in einem großen Karton und muss noch zusammengebaut werden. Das ging grundsätzlich gut von der Hand, hat aber am Ende doch knapp eine Stunde gebraucht. Auch, weil die Anleitung an der ein oder anderen Stelle etwas deutlicher sein könnte bzw. auf den Bildern nicht alles so gut zu erkennen ist. Beispielsweise welche Querstange jetzt eigentlich für vorne (die mit den Aufklebern und Rädern) und welche für hinten ist. Auch der fehlende Hinweis, dass die Rückenlehne vor dem Anbau an den Sattelträger aufgeklappt werden musste, führte zu doppelter Arbeit. Aber: Es ist alles an Werkzeug dabei, was man für den Aufbau braucht und die Schrauben sind größtenteils bereits an Ort und Stelle. Also kein lästiges Zusammensuchen, sondern abschrauben und später wieder mit dem jeweiligen Bauteil befestigen. Fertig.

Der Hometrainer hat drei Winkeleinstellungen um mittels eines Dreh-/Ziehknopfs zwischen aufrechtem/Wettkampf- und Liegemodus sowie Verstauen zu wechseln. Der relativ große Sattel kann hingegen nach dem Entfernen einer Schraube in sieben Höhenstufen eingestellt werden. Für mich (1,54m) konnte ich zügig eine bequeme Stellung finden. Sicarius (1,86m) jedoch hat den Eindruck, dass er selbst in der weitesten und höchsten Position seine Beine nicht ganz so weit beim Treten ausstrecken kann, wie er es von einem normalen Fahrrad gewohnt ist. Das hält ihn aber nicht vom Trainieren ab und kann auch einfach daran liegen, dass es ein Hometrainer ist. Laut Anleitung sollen die Beine auch nicht ganz durchgestreckt werden, sondern leicht angewinkelt sein.

Der kleine am Lenkrad befestigte Computer bietet die wichtigsten Anzeigen wie Geschwindigkeit, Entfernung und Puls. Leider sind keine Batterien im Lieferumfang enthalten. Also unbedingt zwei AAA zur Hand haben! Die Verbindung mit der FitShow-App über Bluetooth klappte ebenfalls ohne Probleme. Ein Handyhalter ist praktischerweise integriert, er ist aber nur für Handys ohne dicke Hülle geeignet. Außerdem gibt es Bänder für Arm- und Beintraining, die haben wir aber ehrlich gesagt bislang nur mal getestet.

Alles in allem für den Preis von 300 € ein super Gerät, das wir definitiv empfehlen können. Hat während so einigen Folgen Star Trek (sind bei Lower Decks angekommen) bereits Sicarius in Bewegung gehalten während ich auf dem Laufband… laufe.

Sicarius

Wieder ein Filler-Eintrag?!

Es geht echt bergab mit Beim Christoph. So lange keine Filler-Einträge mehr und jetzt schon der zweite in weniger als einem Jahr?! Definitiv ein klares Zeichen dafür, dass uns die Apokalypse bevorsteht! Aber was will ich machen? Man nimmt, was man bekommt.

Wie ich in den vergangenen Wochen schon festgestellt habe, hat das Universum nämlich gerade gehörig einen an der Waffel. Der neuste Punkte auf der Liste war vergangenen Freitag meine Frau Mama, die mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren wurde. Sie hatte sich vorletzte Woche als Folge ihres (geheilten) Brustkrebs die Gebärmutter plus Anhängsel entfernen lassen. Leider hatten sich dort Entzündungsherde (Abszesse) gebildet, die massive Schmerzen verursachen. Die waren am Freitag so schlimm, dass es wieder ab ins Krankenhaus ging. Samstagabend wurde sie dann nochmal in Narkose gelegt und alles ausgespült. Jetzt ist die Lage soweit stabil, aber da bleibt verständlicherweise kein Kopf dafür, euch einen tollen Eintrag zu servieren.

Hier stattdessen ein aktuelles Foto meines Figurenregals. Nutzt die gesparte Lesezeit und versucht so viele Spiele zu identifizieren wie ihr könnt! Der Gewinner bekommt von mir 7.324 Internetgummipunkte :smile: .

Könnte ich vermutlich mal ein bisschen ordentlicher gestalten…

Sicarius

Balu (2012 – 20.01.2026)

Wer erklärt Katzen eigentlich, dass sie tot sind?

Es hat nicht sollen sein. Gestern Abend haben wir Balu gegen 20 Uhr bei seinem letzten Atemzug begleitet. Nach fast 14 Jahren auf dieser Erde und zehn Jahren in der Casa Lysanda. Vielleicht holt ihn ja seine alte Freundin Nica ab? Oder er spukt noch eine Weile im Haus und Garten rum. Wer weiß?

Wir werden Balu auf jeden Fall vermissen. Seine ruhige, charmante Art, mit der er immer alle um seinen Finger gewickelt hat. Sein nachmittägliches Liegen auf Sicarius’ Schreibtisch. Seine abendlichen Besuche auf seinem Schoß. Sein Schnuffeln unter den Achseln. Es war eine wirklich wunderbare Zeit mit ihm.

Die Erinnerungen an die vielen schönen Momente mit ihm werden für immer in unseren Herzen weiterleben. Für uns war es definitiv ein Glücksfall, dass er Lysanda damals bei Tiere in Not Odenwald e.V. (TINO) angesprochen hatte, auch wenn er sich dann mehr an Sicarius orientiert hat. Aber ja, er hat sich uns ausgesucht und wir haben ihn so gut wie möglich begleitet.

Aber jede Reise endet einmal und mit dem Abschied kommt auch die Trauer. Insbesondere, wenn es so eine schöne Reise war.

Lysanda & Sicarius

Balu und seine geliebte Eckenbürste

Was war passiert?

Es sah wirklich alles so gut aus. Balu machte täglich Fortschritte beim Wiedererlangen seiner Bewegungsfähigkeit. Selbst seine Physiotherapeutin war am Montag überrascht darüber, wie schnell es doch geht. Dienstags hob er auch den Kopf noch weiter höher, fraß gut und beteiligte sich, so weit es eben ging, am Geschehen. Leckerlis innerhalb seinen Radius einsammeln inklusive.

Auch gestern Abend schien noch alles ok zu sein. Er fraß noch mit Lysandas Hilfe einiges an Futter, als der Kopf plötzlich nach unten ging. Wir dachten erst, er wäre in seine “Ich-will-jetzt-kein-Futter-mehr”-Haltung gegangen. Aber dann bemerkten wir, dass nichts mehr weiter passierte. Er atmete und schnuffelte mit der Nase. Es waren aber keinerlei Reaktionen mehr vorhanden. Weder auf die Käsewurst noch auf das Leuchten mit der Taschenlampe in die Augen bekamen wir ein richtiges Signal.

Das Ende

Balu wie er leibt und lebte

Wir haben entsprechend den Notdienst kontaktiert und sind zur diensthabenden Tierärztin gefahren. Die Untersuchung dauerte nicht lange. Er zeigte zwar körperliche Reaktionen, aber mehr auch nicht. Wir hatten also die Wahl mit ihm nochmal eine Stunde in die neurologische Abteilung der Kleintierklinik in Gießen zu fahren – mit ungewissem Ausgang. Wobei sich der Notdienst nicht sicher war, ob er es körperlich bis in die Klinik schaffen würde. Oder ihn jetzt gehen zu lassen.

Wir entschieden uns für letzteres.

Was auch immer jetzt passiert war, es war schlimmer als beim letzten Mal und beeinträchtigte offensichtlich nun das Gehirn selbst. Und selbst wenn es sich wieder gebessert hätte, wäre doch die ständige Angst geblieben, dass es wieder passiert.

Wir sind wirklich froh, dass wir ihm nach seinem Klinikaufenthalt nochmal fast zwei schöne Wochen Zuhause schenken konnten. Zwei Wochen in denen er (den Umständen entsprechend) nochmal Balu sein konnte. Inklusive Schnurren und Leckerlis. Aber nachdem er langsam aber stetig Gewicht verloren hatte und Arthrose bekam, dann die Bauchspeicheldrüsenentzündung, die Verengung am 2. Halswirbel und jetzt ein kompletter Zusammenbruch, zeigte sein Körper eindeutig, dass er nicht mehr konnte. Und auch wenn wir nicht viel über seine ersten vier Lebensjahre im Schrebergarten wissen, so waren wir jetzt bis zum Schluss bei ihm. Er war zumindest satt und das Schlimmste am Einschläfern dürfte der Picks ins Bein gewesen sein. Insgesamt ist das Ganze sehr friedlich abgelaufen.

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