change (n.) – 3. A transformation or transition from one state, condition, or phase to another.
TheFreeDictionary

So schnell kann es gehen: 48 Stunden trennen uns nur noch vom Jahr 2014. Höchste Zeit also für den traditionell letzten Eintrag des Jahres hier beim Christoph. Nachdem wir ja bereits dank der Bagdadsoftware NOCAs 2013 auf das Spielejahr zurückgeblickt haben, müssen wir heute noch einen Strich unter die Spalten „Beim Christoph 2013“ und „Christoph Privat 2013“ setzen. Aber während das früher ein genauso großes Monster wie die NOCA-Einträge war, werde ich mich auch in diesem Jahr im Vergleich wieder „etwas“ kürzer fassen und mich auf das Wichtigste beschränken. Zumal euch am Donnerstag mit dem ersten regulären Eintrag des Jahres 2014 etwas ganz Besonderes (siehe nächster Absatz) und damit auch wieder ein etwas längerer Text erwarten wird. Doch ich greife schon wieder vor.

Wandlung

Bevor wir uns den Zahlen widmen, muss ich noch einmal die wichtigste Änderung dieses Jahres an der Seite erwähnen: Der Wechsel des Hosting Partners und damit die Umbenennung von Bagdadsoftware in Beim Christoph am 26.09.2013. Ein Schritt, der sicherlich schon lange überfällig war und ich, im Nachhinein betrachtet, eigentlich schon damals mit dem Start von GamersGlobal hätte durchführen sollen. Aber da habe ich mir vermutlich noch nicht so wirklich viele Gedanken über mein „Brand“ gemacht und fand den Begriff „Bagdadsoftware“ noch lustig. Ja, er ist es natürlich bis zu einem gewissen Grad immer noch und für die NOCAs passt er auch weiterhin. Es wurde aber definitiv mal Zeit erwachsen zu werden, auch wenn ich immerhin schon damals so Weise war und nicht 10 Jahre lang „Killer?s World“ mit mir rumschleppte :smile: .

Man kann es schließlich drehen und wenden wie man will: Es stimmt schon, dass leider der Name hier und da etwas abschreckend wirkt. Was schade ist, weil es zeigt wie stark unser Misstrauen gegenüber dem Irak immer noch ist obwohl „Bagdadsoftware“ damit eigentlich nichts zu tun hat (wenngleich ich mir die Parallelen über die Jahre freilich zu Nutze gemacht habe). Ja, ihr erfahrt nun endlich die Herkunft des Begriffs „Bagdadsoftware“! Das wohl am längsten gehütete Geheimnis der Webseite! Tatsächlich verbirgt sich hinter dem Wort der von mir völlig frei erfundene Dialekt-Satz „Bagg dad soffod, Wänner“. Auf Hochdeutsch wäre es der ziemlich sinnfreie Satz „Backe das sofort, Werner“. Und die Idee dazu kam mir, weil ich den schroffen Befehl „Bagg dad!“ aus mir heute unerklärlichen Gründen damals witzig in der Aussprache fand. Und daraus entstand dann, mit Rücksicht auf die Parallelen zur Stadt Bagdad, als ich auf die Idee kam eine Domain zu registrieren eben „Bag-dad-soft-ware“. Ich weiß, ihr habt jetzt eine Enthüllung erwartet, die eure ganze Welt auf den Kopf stellt. Stattdessen klingt es nicht nur einfach dämlich, es ist es auch. Aber ich war damals noch jung, dumm und solche Sachen haben mich halt zum Schmunzeln gebracht. Kann ich doch auch nix für :smile: . Jetzt wisst ihr auf jeden Fall den Ursprung des Wortes. Die blaue Pille erhaltet ihr am Empfang.

Sneak Peak der neuen Version von Beim ChristophDie Transformation hin zu Beim Christoph ist allerdings noch nicht abgeschlossen. Bislang steht zwar „Beim Christoph“ drauf, aber es steckt immer noch Bagdadsoftware drunter. Hier und da habe ich es entsprechend bereits angedeutet und man sieht es sicherlich auch daran, dass einige Unterseiten seit Wochen nicht mehr richtig funktionieren aber trotzdem nicht repariert wurden, von daher konntet ihr es euch sicherlich schon denken. Doch an dieser Stelle nun offiziell: Rondrer, iCe und ich arbeiten seit einiger Zeit im Hintergrund an einer komplett neuen Seite. Die bestehenden Inhalte werden natürlich übernommen. Aber abgesehen davon wurde von uns alles von Grund auf neu gemacht. Genaueres erfahrt ihr dann am Donnerstag, wenn Rondrer den Schalter umlegt und euch dann mein dazugehöriger Eintrag erwartet. Beenden wir das Thema also an dieser Stelle und kommen zum heutigen Eintrag:

Wichtig: Die Zahlen in den Klammern sind die Werte aus 2012.

Einträge und Autoren

Den Anfang machen wie immer die hauseigenen Statistiken. In diesem Jahr wurden 107 Einträge (108) veröffentlicht und damit erfolgreich das siebte Jahr hintereinander der Veröffentlichungsrhythmus von einem Eintrag jeden Montag und jeden Donnerstag eingehalten. Davon stammten satte 106 Stück von mir beziehungsweise Kessy. Nur ein einziges Mal (13) durfte 2013 mit Rondrer jemand anderes ran. Quasi eine drastische Reduktion in Sachen Gastbeiträgen. Und vermutlich hätte ich sogar Rondrers Eintrag auch noch selbst geschrieben, wenn ich an dem Wochenende nicht so faul gewesen wäre (war sonntags in Nürnberg zum Unterschreiben des Mietvertrags).

Wie es dazu kam, dass ich heuer keinen anderen rangelassen habe? Nun, das ist dem Thema Videos zu verdanken, zu dem wir später noch genauer kommen. Mit denen konnte ich locker die Durststrecken überbrücken für die ich sonst vielleicht an Jackie, Azz oder Ron hätte abgeben müssen. Somit ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Rondrer für seinen einmaligen Einsatz und ein Entschuldigung an die anderen beiden, falls ihr euch deshalb nicht der Welt mitteilen konnten.

Der längste Eintrag des Jahres 2013 und in der Geschichte von Bagdadsoftware/Beim Christoph ist mit 9.266 Wörtern übrigens Bagdadsoftware NOCAs 2013 – Die Nominierten. Auf Platz 2 mit immerhin 8.947 Wörtern folgt Bagdadsoftware NOCAs 2012 – Die Nominierten und mit weitem Abstand (5.934 Wörter) auf Platz steht Bagdadsoftware NOCAs 2011 – Die Nominierten. Ja, bei den NOCA-Einträgen gab es auch dieses Jahr einen Zuwachs obwohl es anfangs so aussah, als würde ich 2012 knapp unterschreiten. Aber ich glaube 2014 wird sich da dann doch nicht viel mehr tun. Es sei denn ich führe eine weitere Kategorie ein oder packe noch ein fünftes Spiel mit rein oder so. Denke mit den circa 9.000 Wörtern komme ich ganz gut hin.

Achtung: Alle nachfolgenden Zahlen und Tabellen sind Stand 29.12.2013

Abbau

Der Rückgang der Gastbeiträge ist allerdings nicht das einzige Minus in diesem Jahr. Im Gegenteil steht nach den Rekorden in den vergangenen Jahren nun offensichtlich der Abstieg vom Gipfel an. Den Anfang macht die folgende Übersicht:

Durchschnitt Wörter pro Eintrag

Ja, die durchschnittliche Eintragslänge ist 2013 tatsächlich zurückgegangen. Um 5,28% also 70 Wörter, um genau zu sein. Das ist natürlich angesichts der Steigerung in den Vorjahren (2012 war es ein Plus von 23,83%) noch kein allzu erschreckender Rückgang. Aber es ist natürlich bedenklich, dass der imposante Aufstieg beendet ist. Habe ich etwa alles erzählt, was ich zu erzählen habe und fasse mich deshalb nun plötzlich kürzer? Nein, das ist natürlich nicht der Grund. Es hat stattdessen erneut mit den Videos zu tun. Zwar waren auch die Podcast-Einträge nicht immer die längsten, aber davon gab es ja nur 12 Stück pro Jahr. Videos habe ich 2013 stattdessen imposante 28 Stück veröffentlicht. Da schlägt es schon stärker durch, dass die jeweiligen Einträge im Vergleich nicht ganz so lang sind. Aber wenn ich euch schon teilweise 1 1/2 Stunden lang die Ohren volllabere, warum soll ich dann auch noch zwanzig Seiten Text dazu tippen? Eben!

Die meisten Einträge hatten entsprechend auch „Spiele“ als Thema. Genauer gesagt waren es 71 Stück oder 66,36%, womit von den derzeit 1083 Einträgen nun 422 zu dieser Kategorie gehören, gefolgt von „Seitennews“ (ehemals „Bagdadsoftware“) mit 296. Denke daran wird sich auch nichts großartig ändern. Aktuell sehe ich die Seite ganz klar im Spielesektor angesiedelt und solange sich an meinem Interesse daran nichts ändert, wird es auch erst einmal weiterhin das dominierende Thema bleiben obwohl ich natürlich trotzdem versuche hin und wieder zumindest auch andere Unterhaltungsmedien wie Bücher oder Filme zu behandeln. Am Ende des Tages komme ich aber doch irgendwie immer wieder zu den Spielen zurück.

Die Kommentare

So viel also erst einmal zu meiner Seite der Medaille. Zu einer Webseite gehören aber natürlich zwei: Autoren und Kommentatoren. Und bei den letzteren gab es 2013 einen massiven Einbruch. So massiv, dass es sich sogar extrem negativ auf die Google Analytics-Werte ausgewirkt hat. Doch dazu dann gleich mehr. Durchschnittlich wurde dieses Jahr jeder Eintrag mit 4,3 (6,3) Kommentaren beglückt. Das ist weniger als der aktuelle Gesamtdurchschnitt von 5,1! Was ist denn los mit euch?! Der zweite Rückgang in Folge, wie ihr auch der Tabelle entnehmen könnt:

Anzahl der Kommentare

Der schlechteste Wert seit 2009! Krass. Und das ist leider nicht alles. Auch dieses Diagramm ist beunruhigend:

Durchschnitt der Wörter pro Kommentar

Satte 12,3 Wörter pro Kommentar weniger als 2012 und damit sogar ein schlechterer Wert als 2011. Da muss ich ganz klar sagen: Ich bin enttäuscht von euch. Natürlich hat es auch für mich nicht für neue Rekorde gereicht. Aber ich kann wenigstens behaupten, dass ich mich angestrengt habe. Eure Beteiligung ließ hingegen extrem zu wünschen übrig! Da habe ich definitiv mehr von euch erwartet!

Gut, ich kann euch natürlich nicht zwingen obwohl ich tatsächlich etwas enttäuscht darüber bin, dass dieses Jahr wieder so wenig kommentiert wurde beziehungsweise, dass ich es erneut nicht geschafft habe neue Gesichter anzulocken. Aber mir sind natürlich auch die Gründe bekannt. Durch die Videos und meine Twitter-Aktivitäten verteilen sich die Inhalte wesentlich stärker und viele unter euch sind mittlerweile berufstätig oder haben einfach anderweitige Belastungen. Hier und da wird zwar der ein oder andere dann zwar fix ihre Meinung direkt über Steam, Twitter oder Trillian an mich los, aber für mehr bleibt nach dem Lesen meiner Textwüsten schlicht keine Zeit mehr. Das ist wie gesagt sehr schade und es wäre schön, wenn wir 2014 wieder das Ruder rumreißen könnten. Aber so ist das eben. Muss vielleicht mal drüber nachdenken euch pro Kommentar 1ct zu bezahlen oder so :smile: .

Der Rückgang der Kommentare bringt aber wie gesagt leider noch einen weiteren Negativpunkt mit sich, denn wo keine Kommentare sind, fehlt der Anreiz öfters auf die Seite zu schauen. Womit wir beim nächsten Thema wären:

Besucherspionage, Teil 1

Screenshot von Google AnalyticsWie hoffentlich jedem bekannt ist, werdet ihr im Hintergrund von Google Analytics überwacht sofern ihr nicht von euch aus die Sache blockt oder deaktiviert habt. Dabei werden selbstverständlich alle Regeln eingehalten, die unsere Datenschützer aufgestellt haben (anonymisierte IP, Option zur Deaktivierung, etc.). Ihr müsst also keine Angst haben, dass euch nun wegen dem Besuch von Beim Christoph eine Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzung ins Haus flattert. Also zumindest noch nicht. Wäre sicherlich eine nette Nebeneinnahmequelle :tongue: . Doch Spaß beiseite. Werfen wir nun wie immer einen Blick auf die gesammelten Daten im Zeitraum 01.01. bis 31.12. im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres:

In Sachen Besucherzahlen ging es erneut stark bergab. Nur 8.875 Stück (10.989) wurden erfasst. Das sind 19,24% weniger als 2012 und schon damals hatten wir im Vergleich zu 2011 einen Einbruch von 23,08%. Dadurch ergeben sich für dieses Jahr 24,38 Besucher pro Tag (30,11). Hauptgrund dürfte wie erwähnt der Mangel an Kommentaren sein, da es deshalb keinen wirklichen Anreiz gab abseits von Montag und Donnerstag auf die Seite zu schauen. Nehmen wir dann noch die Splittung der Inhalte dazu, glaube ich nicht, dass sich dieser Trend 2014 großartig ändern wird wenn ich es nicht irgendwie schaffe mehr und konstant neue Gesichter auf die Seite zu bringen.

Die Seitenaufrufe sind entsprechend um 22,90% auf 16.646 (21.589) zurückgegangen was 1,87 Seiten pro Besuch macht (1,96 = -4,43%). Auch die durchschnittliche Besuchsdauer hat sich um fast eine ganze Minute auf 2 Minuten und 42 Sekunden verringert (3 Minuten und 37 Sekunden). Muss ich wohl meine Standardeintragslänge von eine DINA4-Seite auf zwei erhöhen, um so künstlich die Besuchsdauer wieder nach oben zu schaffen.

Die Zahlen sind in diesem Jahr also durchweg rot und werden gefährlich niedrig selbst für eine Seite wie diese (fast keine Werbung, vornehmlich mein Geblubber, im Prinzip nur die Startseite). Mal schauen ob ich 2014 endlich mal Mittel und Wege finde, um meinen sicherlich brauchbaren Content noch besser an den Mann und die Frau zu bringen.

Besucherspionage, Teil 2

4.359 also 49,11% der Besucher rufen die Seite direkt auf. Das ist ein massiver Anstieg im Vergleich zu den 38,47% im Vorjahr. Der Anteil von Google ist entsprechend von 39,78% auf 34,91% gesunken. Gestiegen ist hingegen die Anzahl der Besuche über Links in sozialen Netzwerken. Waren es 2012 noch 284, sind es heuer satte 60,21% mehr und damit 455 Stück. Der größte Anteil davon stammt mit 337 (259) von Twitter, wo ich ja bekanntlich jeden Montag und Donnerstag den Link zum Eintrag poste. Es klickt also quasi zumindest immer eine drauf :smile: . Auf Platz 2 kommt dieses Jahr Neuzugang YouTube mit 88 (0) und mit 23 Hits (15) dann Facebook. Das sind vermutlich Links von JakillSlavik (danke dafür!), weil ich sonst niemanden wüsste, der mein Zeugs dort verlinkt.

Am meisten wird die Seite immer noch von Desktop-Rechnern aufgerufen. Aber auch hier ist ein Rückgang sichtbar. Waren es 2012 noch 89,19%, waren es in diesem Jahr nur 7.652 Besucher und damit 86,22%. Wo die fehlenden Prozent hin sind? Nun, zum Teil auf Smartphones. Dort gab es eine Steigerung von 10,13% auf 11,48%. Den deutlichsten Zuwachs gibt es jedoch im Bereich der Tablets. Waren es letztes Jahr noch 75 Hits (0,68%) sind es dieses Jahr schon 204 (2,30%) und ich glaube nicht, dass diese alle nur von dod stammen :smile: .

Bewegung gab es entsprechend auch im Bereich der Geräte, die zum mobilen Ansurfen genutzt wurden. Hier wie immer die Top 5:

    1. Apple iPhone mit einer Verringerung (unverändert Platz 1) von 10,46% auf 411
    2. Google Nexus S mit einer Steigerung (alt Platz 3) um 252,73% auf 194
    3. Apple iPad mit einer Steigerung (alt Platz 2) um 156,45% auf 159
    4. Google Nexus 4 ist erstmals vertreten und verdrängt den Apple iPod Touch von Platz 4 mit 102 Hits
    5. Samsung GT-I9100 Galaxy S II mit einer Steigerung von 66,67% auf 25

Insgesamt waren es 1.223 Treffer (1.188) also 2,95% mehr über mobile Geräte als noch 2012. Jetzt würde mich natürlich so langsam mal interessieren, WO ihr die Seite am meisten lest. Bett? Toilette? An der Bushaltestelle? Das erfasst Google Analytics aber leider (noch) nicht. Dafür weiß ich immerhin mit welchem Anbieter ihr auf die Seite gelangt:

    1. Deutsche Telekom AG mit einer Verringerung um 27,63% auf 2.946
    2. Kabel Deutschland mit einer Steigerung von 10,99% auf 828
    3. Unset mit einer Steigerung um 1.274,14/% auf 797 — warum versteckt denn jeder plötzlich seinen Anbieter?
    4. Arcor AG mit einer Verringerung um 22,59% auf 473
    5. Vodafone D2 GmbH mit einer Steigerung um 121,77% auf 326

Ich sehe schon: Ihr kehrt meinem Arbeitgeber immer mehr den Rücken zu. 2011 waren es noch 45,84%! Das kann ja so nicht weitergehen. Muss ich euch mal ein paar Drückerkolonnen vorbeischicken, die euch von den Vorteilen „überzeugen“ :smile: .

Und wie schauts bei den Browsern aus? Nun, der Internet Explorer ist in diesem Jahr nicht mehr in der Top 5 vertreten. Aber auch sonst blieb kein Stein auf dem anderen:

    1. Chrome mit einer Verringerung (alt Platz 2) um 2,57% auf 3.872
    2. Firefox mit einer Verringerung (alt Platz 1) um 36,39% auf 2.788
    3. Maxthon als Neuzugang mit 526 Hits
    4. Safari mit einer Verringerung (unverändert Platz 4) um 15,99% auf 473
    5. Opera mit einer Verringerung (alt Platz 3) um 69,86% auf 387

Man merkt, dass Azzkickr seinen Browser gewechselt hat. Schlagartig sinkt der Opera-Anteil. Schick ist hingegen, dass Maxthon nun endlich separat von Google Anlaytics erfasst wurde. Das Ding hat ja mittlerweile keinen zu verachtenden Marktanteil und ist in Asien vermutlich sogar den großen drei ein Stück voraus. Aber da habe ich leider keine Zahlen zu. Ich gehe aber dennoch mal stark davon aus, dass 100% dieser Hits von mir sind, oder verwendet ihn einer von euch? Empfohlen hatte ich ihn ja dem ein oder anderen da es wirklich ein sehr guter Browser ist.

Fazit zur Statistik

Wie lassen sich die Zahlen zusammenfassen? Nun, wie erwähnt ist es mit Bagdadsoftware/Beim Christoph in diesem Jahr ziemlich steil bergab gegangen. Hat mich das 2012 noch relativ kalt gelassen, schrillen jetzt doch so langsam die Alarmsirenen. Damals schrieb ich „Sowohl ich als auch ihr schreibt mehr denn je egal ob es in den Einträgen oder in den Kommentaren ist und gleichzeitig nimmt die Qualität des Materials zumindest nicht ab“, was heuer aber nicht mehr ganz so wirklich zutrifft. Ich schreibe zwar immer noch viel und ich behaupte auch, dass die Qualität des Materials zumindest gleich geblieben ist. Aber die externe Beteiligung lässt wie jetzt schon mehrfach erwähnt zu Wünschen übrig.

Es wird wohl wirklich mal Zeit, dass ich noch mehr und aggressiver Werbung mache und Links zu den Einträgen/Videos überall hinklatsche obwohl ich das eigentlich nicht gerne tue. Zwar ist mein Motto auch weiterhin „Egal ob es 1 oder 1.000 lesen: Ich ziehe mein Ding durch“, aber je weiter die Zahlen nach unten gehen desto größer werden natürlich auch wieder meine Selbstzweifel und das wiederrum verringert die Motivation zum Schreiben. Und das ist eine Spirale, in die ich am liebsten erst gar nicht wieder hineingeraten möchte. Aber gut: Bevor ich hier jetzt den Teufel zu groß an die Wand male, lasst uns erst einmal schauen was 2014 bringt. Vorschläge eurerseits sind natürlich wie immer herzlich Willkommen!

Die Produktion

Wie 2012 lag der Fokus der Seite wie erwähnt wieder ganz klar auf Spielen. Läppische zwei Garry?s Mod-Bilder (1) gab es in diesem Jahr und nur eine neue Signatur fand ihren Weg auf die Seite. Allerdings hatte ich ja schon letztes Jahr gesagt: Mittlerweile sehe ich die Einträge mit diesen Bildern eher als Filler-Material an und davon brauchte ich eben 2013 nur sehr wenig. Stattdessen konnte ich mich voll auf den aktuellen Kern der Seite konzentrieren. Auch deshalb, weil ich eine große Neuerung eingeführt habe: die Videos.

Thumbnail von Folge 16 von Christoph spieltEs war von Anfang an klar, dass ich mit der Schaltung von VDSL50 mich stark darauf fokussieren würde. Schon als ich letztes Jahr den Bagdadsoftware Podcast zu Grabe getragen habe, wusste ich in welcher Form es Ersatz geben würde. Und mit wie erwähnt bereits 28 Videos in 10 Monaten und aufgeteilt auf drei Formate dürfte offensichtlich sein, dass ich da auch tatsächlich hintendran bin.

Natürlich war der Bagdadsoftware Podcast ein anderes und vielleicht sogar informativeres Format weil hauptsächlich jemand anderes plauderte. Aber die Videos haben im Vergleich einfach viel mehr Vorteile für mich. Ich bin nicht abhängig von anderen, ich kann relativ schnell mehrere auf Halde produzieren und so Strecken überbrücken, wo ich zeitlich vielleicht sonst keinen Eintrag hinbekommen hätte und speziell Christoph spielt füllt mit seiner Dreiteilung aus Unboxing, Gameplay und Fazit ganz klar eine Nische im deutschsprachigen Internet.

Freilich sind die Videos noch weit davon entfernt perfekt zu sein. Mein Anspruch beim eigentlichen Spielen ist nämlich immer noch, dass ich euch tiefergehende Informationen beziehungsweise mehr Vergleiche zu anderen Titeln liefere. Und auch insgesamt bin ich mit dem Sprechen noch nicht ganz da, wo ich sein will. Aber zwischen Tomb Raider und Assassin?s Creed: Black Flag liegen bereits Welten und 2014 wird in dieser Hinsicht definitiv nicht von Stillstand geprägt sein.

Und das war auch schon wieder alles, was mir zur Seite an sich einfällt. Bevor wir jedoch nun zu mir selbst übergehen, muss ich wie immer noch etwas loswerden:

Ein dickes Dankeschön an alle Besucher und Zuschauer, egal ob ihr nur unregelmäßig vorbeischaut und kommentiert oder Beim Christoph als Startseite eingerichtet habt. Ohne euch, würde das alles hier schon lange überhaupt keinen Spaß mehr machen!

Persönliches

Wie hat sich also das Leben des Webmasters im Jahr 2013 entwickelt? Nun, es hat sich definitiv einiges getan, so viel ist klar, auch wenn das Jahr so anfing wie es aufhörte: Mit immer noch viel Stress auf der Arbeit dank des Glasfaserbaus in Aschaffenburg. Der einzige Lichtblick war da die schon erwähnte Aktivierung von VDSL50 Ende Februar und die damit verbundene Möglichkeit mein Wissen in Sachen „Videos“ endlich mal wieder zu erweitern. Ich denke wir alle erinnern uns noch mit Grauen an Werke wie The Room, Das Kaff oder The Naked Parade 2, die ich heute höchstwahrscheinlich nicht mehr so machen würde. Hatte ich schon erwähnt, dass ich mal jung und dumm war? Jetzt bin ich immerhin alt und noch dümmer :smile: .

Meine aktuelle Verbindung in EckentalPrivat tat sich also in der ersten Jahreshälfte nicht wirklich viel. Das Leben plätscherte einfach so wie gewohnt vor sich hin. Der Alltag wurde ganz klar von der Arbeit und damit vor allem vom Glasfaserausbau dominiert. Abwechslung kam dann nach Ostern rein, als mein Projekt in Bonn startete. Ich hatte ja im Jahresrückblick 2012 erwähnt, dass ich das Glück hatte im Oktober 2011 ins internationale Talentförderungsprogramm unseres Unternehmens namens Talent Space aufgenommen zu werden. Und Teil dieses Talent Space ist es nicht nur diverse Events zu besuchen, sondern eben auch ein Projekt durchzuführen. Und meine Reise führte mich in ein auf Mobiltechnik spezialisiertes Team nach Bonn, dem ich einen neuen Prozess designen sollte (und habe).

Work work work

Bis Ende September ging das Projekt, also sechs Monate, von denen ich zwei komplett vor Ort in Bonn verbrachte. Und ich muss ganz klar sagen: Das ist im Hauptquartier eine ganz andere Welt als in der Außenstelle in Aschaffenburg. Es herrscht eine komplett andere Kultur und man merkt auch einfach, dass man dort näher am Geschehen dran ist und entsprechend ganz andere Möglichkeiten hat. Es war somit eine Erfahrung, die ich zum einen nicht missen möchte und mich in allen Belangen weiter gebracht hat und zum anderen mich auf den Geschmack gebracht hat. Eigentlich sah ich Bonn nie so wirklich als ein mögliches Ziel an. Aber jetzt nachdem ich mal selbst da war, hat sich meine berufliche Planung tatsächlich etwas verändert. Zumal ich ja nun auch einen Fuß in der Tür habe. Insofern hat die Talentförderung schon was genutzt.

Ich gebe aber auch offen zu, dass mich diese Erfahrung wieder etwas rastloser machte. 2008 war mein letzter Jobwechsel und in Aschaffenburg war ich am Ende sogar satte 11 Jahre lang. Ich wollte also so langsam aber sicher den nächsten Schritt gehen. Als dann Mitte des Jahres mein Projektleiter befördert wurde (ein Jahr jünger als ich…), verstärkte sich das Gefühl noch einmal und ich begann tatsächlich so langsam genervt zu werden. Ich wollte plötzlich raus aus dieser Stadt. Immer ein schlechtes Zeichen :smile: . Doch das Glück war mir hold, auch wenn es anfangs anders aussah.

Es gab dank Umstrukturierungsmaßnahmen in unserem Bereich plötzlich wieder interessante Jobangebote und auch in Bonn hatte man mir bereits signalisiert, dass unter Umständen was möglich wäre. So ergab sich endlich auch für mich mal wieder die Möglichkeit im Bereich der Fachkarriere (ich bin als Teamleiter definitiv nicht geeignet) ein paar Bewerbungen rauszuschicken — eine davon nach Nürnberg. Ein Bewerbungsgespräch später hatte ich zwar erst einmal eine Absage, aber gleichzeitig auch eine Zusage für einen anderen Posten. Anfang August war somit klar: Ich verschwinde im Herbst aus meiner Heimat. Was wiederum nicht nur eine berufliche (neue Aufgaben, neue Kollegen, neue Umgebung), sondern — und das ist vermutlich sogar wichtiger — auch eine private Veränderung (endlich raus aus dem Elternhaus!) mit sich brachte. Somit waren die Weichen für das restliche Jahr gestellt.

Freizeit

Bild aus meiner WohnungUnd auch bei der Wohnungssuche war das Glück wieder auf meiner Seite. Während ich diese Zeilen schreibe sitze ich selbstverständlich in einer schicken neuen Wohnung, die ich aber nur erhalten habe, weil zum richtigen Zeitpunkt ein Arbeitskollege aus ihr ausgezogen ist. Mittlerweile sind es zwei Monate seit ich im schönen Eckental angekommen bin. Und natürlich stellt mir jeder die Frage: „Und? Hast du dich schon eingelebt?“ worauf mir aber eine ehrliche Antwort schwer fällt. Auf der einen, häuslichen Seite war der Übergang völlig schmerzfrei und fiel mir vielleicht sogar ZU leicht. Weder bin ich bislang verhungert noch stinke ich oder die Wohnung aus dem letzten Loch. Stattdessen genieße ich es trotz der zusätzlichen Aufgaben mein eigener Herr zu sein. Nur Kessy, meine Knuddelgöttin, die vermisse ich natürlich schon. Beruflich war das Ankommen sowieso kein Problem. Ich weiß was ich kann und bin ansonsten lernfähig wenngleich ich mich natürlich noch nicht ins Team eingelebt habe und ich auch erst noch die hiesigen Arbeitsweisen lernen muss. Das ergibt sich aber fast automatisch mit der Zeit.

Die andere, soziale Seite, sieht da leider düsterer aus. Mir fällt es ja bekanntlich nicht so einfach neue Freundschaften zu knüpfen wegen der extrem stark ausgeprägten Introvertiertheit, meiner dazugehörigen Soziophobie und was ich sonst noch so an irrationalen Ängsten und asozialen Verhalten mit mir rumschleppe. Zwar habe ich zugesehen gleich in den örtlichen Sportverein reinzukommen und so weiter Badminton zu spielen und auch das Thema Aqua Jogging steht ab Ende Januar wieder auf dem Programm (die Kurse liefen im November leider alle schon). Aber dennoch bin ich aktuell quasi noch (abseits von Maverick) völlig alleine und anonym in einer fremden Stadt unterwegs. Das ist entsprechend derzeit der große Punkt, an den ich 2014 zwingend ansetzen muss. Und ja ich weiß, dass ich dafür vor die Tür muss. Alter Schwede, denkt euch mal einen neuen dummen Kommentar aus. Danke.

Fazit & Vorschau

Das klang jetzt selbstverständlich wieder ziemlich traurig. Aber die Stammleser wissen ja, dass ich das Thema schon lange mit mir herumtrage. Von daher nehmt es nicht so schwer, ich tue es ja auch nicht soweit es meine irrationalen Gedankengänge zulassen. Es ist eben nichts, was sich von heute auf morgen ändert. Ich arbeite auf jeden Fall weiter an mir und ich bin auch der festen Überzeugung, dass der Umzug ein weiterer Schritt in die richtige Richtung war und ich jetzt nicht plötzlich in der Vereinsamung enden werde. Bestimmte Dinge dauern bei mir halt einfach ein bisschen länger. Das frustriert natürlich auch mich. Aber erzwingen lässt sich selbstverständlich sowas genausowenig. Deswegen ist am Ende von 2013 mein Fazit ganz klar, dass es unterm Strich ein sehr gutes Jahr für mich war in dem ich in allen Lebensbereichen vorangekommen bin. Jetzt heißt es das Momentum weiter nutzen und die nächsten Schritte zu gehen.

Das gilt freilich wie erwähnt auch für die Webseite, die am 2. Januar 2014 endlich ihre schon lange überfällige Überarbeitung bekommt. Gleichzeitig werde ich weiter nicht nur regelmäßig Videos veröffentlichen, sondern auch dran arbeiten diese noch weiter zu verbessern. Zusätzlich steht das Thema „Mehr neue Gesichter“ ganz weit oben auf der Tagesordnung. Mal schauen was ich da tun kann (nein, eine Facebook-Seite ist keine Lösung!). Abgesehen davon sieht es aber derzeit so aus, als würden euch auch weiterhin jeweils zwei Einträge pro Woche erwarten in denen es hauptsächlich um Spiele und die Spielebranche geht. Größtenteils verfasst von mir, vielleicht aber 2014 dann auch mal wieder etwas mehr von Ron, Azz und Jakill.

Abschluss

Jetzt ist es aber wirklich genug von mir! Wir lesen uns in 48 Stunden wieder, wenn ich euch im neuen Jahr begrüße. Bis dahin bleibt mir nur noch zu sagen:

Das Team von Beim Christoph wünscht allen Besuchern einen guten Rutsch ins neue Jahre!

Jetzt seid ihr dran: Wie war euer Jahr 2013?
Sicarius

Late To The PS3-Party #1 – HAZE

Fast habt ihr es geschafft. Noch einen Tag, dann ist Weihnachten schon wieder rum und wir alle unsere nervigen Verwandten wieder los. Es hat schon seine Vorteile, dass man bestimmte Familienteile nur einmal im Jahr sieht, gell? Deswegen will ich euch heute auch gar nicht groß überfordern. Stattdessen erwartet euch der erste Eintrag aus der neuen Serie „Late To The PS3-Party“ in der ich euch mit Berichten zu PlayStation-3-Spielen langweile, die mittlerweile total veraltetet sind und entsprechend keine Sau mehr interessieren :smile: .

Wie angekündigt, wurde meine Spielesammlung in den letzten Wochen mit PlayStation-3-Titeln erweitert (ein paar fehlen aber noch) und ich bin auch schon fleißig dabei den Backlog abzuarbeiten. Ganz vorne auf der „Will ich unbedingt endlich mal spielen“-Liste stand dabei dieser Titel:

HAZEHAZE (PS3) – 55% hat das Spiel derzeit bei Metacritic. Ein absoluter Blockbuster quasi. Auch mein Ersteindruck damals von der Games Convention 2007 war jetzt nicht großartig imposant. Speziell die Grafik hat mich damals absolut nicht umgehauen und tut es auch jetzt, sechs Jahre später, immer noch nicht. Da spielt der Titel schon größtenteils im Dschungel beziehungsweise in tropischen Umgebungen und muss sich entsprechend ganz klar mit Crysis (2007) messen und dann sieht er nur äußerst mittelmäßig aus. Immerhin: Das Entwicklerstudio Free Radical (TimeSplitters) heißt seit 2009 Crytek UK und arbeitet derzeit an Homefront 2. Irgendjemand hat also anscheinend doch das Potential gesehen.

Die erste Hälfte

Mich hat HAZE dennoch brennend interessiert. Das liegt zum einen daran das der (leider mit 15 Minuten sehr kurze) Soundtrack seit dem Release im Jahr 2008 immer mal wieder aus meinen Boxen ertönt (auch jetzt im Moment) egal ob daheim, im Auto oder auf der Arbeit. Sascha Dikicyian besser bekannt als Sonic Mayhem hat da mal wieder saubere Arbeit abgeliefert. Zum anderen klang die Geschichte sehr interessant. Und zwar befinden wir uns in der Zukunft. In der Rolle von Sergeant Shane Carpenter sind wir Teil der Privatarmee von Mantel welche nach Südamerika geschickt wird, um das Land von Rebellen zu säubern. Das Besondere an den Manteltruppen ist, dass sie Nektar einsetzen. Das ist eine Droge, welche Schmerzen lindert, die Wahrnehmung verstärkt und auch sonst so einige Vorteile im Kampf bietet.

Herstellerbild zu HAZEAls Mantel-Soldat seid ihr entsprechend gut unterwegs. Dicke Rüstung, starke Waffen und dank Nektar quasi mit übermenschlichen Kräften ausgestattet braucht ihr an so Dinge wie in Deckung gehen oder vorsichtig vorgehen gar nicht zu denken. Eine Gefahr werden die Rebellen nur, wenn sie in der Überzahl sind oder einer mit dem Flammenwerfer rumrennt. Brennt ihr, müsst ihr den SixAxis schütteln, um die Flammen zu löschen. Irgendwie eine doofe Spielmechanik in einem chaotischen Shooter. Aber gut: Die PlayStation 3 war noch jung und Sony brauchte Spiele, die ihre tollen Technologien benutzen.

Die zweite Hälfte

Der wichtigste Vorteil des Nektars ist aber wohl, und das ist jetzt natürlich ein Spoiler, dass es die Schrecken des Krieges ausblendet und die Soldaten empfänglicher für Befehle macht. Ziemlich schnell wechselt ihr nämlich die Seiten und seht fortan die Welt, wie sie wirklich ist. Dreckig, blutig und voller Leichen. Zudem erfahrt ihr, dass Mantel das Land nicht von der Unterdrückung durch die Rebellen befreien will, sondern dort die Pflanzen wachsen, die zur Herstellung des Nektars benötigt werden. Also dreht ihr den Spieß rum und macht fortan Jagd auf eure alten Vorgesetzten.

Anders als die gut ausgerüsteten Mantel-Truppen, seid ihr als Rebell auf dem Papier eher hinterhältig unterwegs. So könnt ihr die Soldaten mit einem Fußtritt betäuben und ihnen den Waffen abnehmen, dürft Granaten vergraben und, ganz wichtig, euch tot stellen. Der Nektar blendet tote Feinde nämlich einfach aus und somit werdet ihr unsichtbar für die Truppen. Sehen euch die Soldaten beim Aufstehen, geben sie entsprechend auch ein „Der ist ja gar nicht tot?!“ von sich.

Fazit

Das alles klingt auf dem Papier äußerst interessant, abwechslungsreich und taktisch anspruchsvoll. Allein aus der Geschichte hätte man so viel machen können. Auch der Twist ist, obwohl absolut vorhersehbar, eine nette Idee, da sich die Rebellen ganz anders spielen als Mantel. Und dann gibt es auch noch einen Koop-Modus für bis zu vier Spieler (alle Fahrzeuge im Spiel sind entsprechend auf vier Leute ausgelegt). Wenn das nicht Pflichtkauf ruft, was dann?

Nun, in der Praxis bleibt HAZE dann doch weit hinter den Erwartungen zurück. Insofern sind die schlechten Wertungen absolut gerechtfertigt. Egal ob ihr auf Seiten von Mantel oder den Rebellen unterwegs seid: Ihr ballert euch ohne viel taktischen Anspruch durch absolut lineare und, wie erwähnt, grafisch nicht wirklich überzeugende Levels, um zum nächsten Checkpoint zu gelangen. Auch die Geschichte motiviert nicht, da höchstens die Ansätze der interessanten Thematik vorhanden sind und auch alles viel zu schnell geht. Das Spiel hat noch gar nicht richtig angefangen, schon fängt euer Nektareinspritzer das Spinnen an.

Herstellerbild zu HAZESomit geht es am Ende ausschließlich um den Rachefeldzug Shanes gegen seinen ehemaligen Truppenleiter Duvall, weil der ein paar böse Dinge getan hat (typischer Klischee-Charakter). Die Auswirkungen des Nektars, die Gräueltaten von Mantel und die Sache mit der Propaganda werden eher nebenbei behandelt. Faktisch gab es bislang (bin im Kapitel 11 von 15) nur eine Szene, die sich tatsächlich so richtig damit beschäftigte. Es handelte sich dabei aber dann doch nicht um mehr als einen billigen Plotdumb, der euch als Spieler innerhalb von fünf Minuten auf die Seite der Rebellen ziehen soll. Schade.

Dadurch verpufft das gesamte Potential des Spiels in einer Wolke aus durchschnittlicher Konsolen-Shooterkost, die zu Recht schon damals niemanden interessant hat und heutzutage noch weniger. Wenn ihr das Spiel nicht gespielt habt, habt ihr somit nichts verpasst. Nur den Soundtrack, den kann ich euch wirklich nur empfehlen.

Eine Hoffnung

Ich hoffe allerdings, dass sich vielleicht doch noch einmal jemand die Idee schnappt und sie richtig umsetzt. Spec Ops: The Line hat ja bekanntlich eindrucksvoll gezeigt, wie man die Erwartungen des Spielers gekonnt ausnutzt. Für sowas wäre auch der Nektar richtig gut geeignet. Die erwähnten Szenen am Anfang, in denen euer Nektarzufluss anfängt Probleme zu haben, waren ein guter Ansatz. Aber damit das seine Wirkung richtig entfaltet, muss zum einen das Spiel so vermarktet werden, dass der Twist nicht schon im Trailer verraten wird. Und zum anderen muss ich als Spieler auch erst einmal die Gelegenheit haben mich wirklich in die Rolle des treudoofen Soldaten einzufinden. Wenn ich schon nach den ersten fünf Minuten weiß, dass Duvall ein Bösewicht ist und nach zehn Minuten klar wird, dass ich demnächst zu den Rebellen überwechsele, dann funktioniert das einfach nicht.

Es wird entsprechend spannend zu sehen, was am Ende aus Homefront 2 wird. Der erste Teil war ja bekanntlich auch etwas anderes und tiefgründigeres als nur der nächste patriotische Call of Duty-Klon. Das Potential für ein kritisches und interessantes Spiel ist also auch hier auf dem Papier vorhanden. Mein Vertrauen in Crytek im Allgemeinen und Herrn Cevat Yerli im Speziellen ist jedoch nicht sehr groß. Meine Befürchtung ist tatsächlich, dass der zweite Teil tatsächlich ein richtiger Battlefield– und Call of Duty-Klon wird. Aber warten wir es mal ab.

Bis Montag!

Was würde die Menschheit nur tun, wenn sie keine Rituale hätte? Vermutlich im friedlichen Chaos zusammenleben oder sowas statt wochenlang darüber zu diskutieren ob es politisch korrekt ist „Frohe Weihnachten“ zu sagen oder ob man damit nicht alle möglichen, vor allem religiös veranlagten, Bevölkerungsgruppen vor den Kopf stößt und damit den nächsten Krieg anzettelt. Als hätten wir nichts Besseres zu tun. Doch das sind Themen mit denen beschäftigen wir uns hier beim Christoph nicht, um den Frieden zu wahren. Kommen wir stattdessen zum eigentlichen Punkt des heutigen Eintrags:

Das gesamte Team von Beim Christoph wünscht allen Lesern, Zuschauern und Zuhörern ein angenehmes Weihnachtsfest!

Kessy mit Weihnachtsmütze


Ich wünsche euch allen angenehme und möglichst stressfreie Feiertage. Denkt wie immer auch an eure tierischen Begleiter egal ob Hund, Katze oder Maus. Nehmt sie nicht als selbstverständlich hin, sondern gebt ihnen (wie das ganze Jahr) die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Sie begleiten euch ihr ganzes Leben lang, geben euch in jeder Situation ihre Liebe und Wärme und verlangen im Gegenzug nicht viel.

Wir lesen uns am Donnerstag wieder!

PS: Der Titel des Eintrags lautet „Frohe Weihnachten!“ auf Russisch — hoffe ich zumindest. Vielleicht bedeutet der kyrillische Satz auch sowas wie „Wer das liest ist doof“ oder so. Man kann sich ja heutzutage nicht mehr auf das Internet verlassen.

Weihnachten steht bekanntlich vor der Tür. Viele strömen gerade verzweifelt in die Einkaufszentren und versuchen noch das letzte fehlende Geschenk zu finden. Das gilt allerdings nicht für Spieleentwickler. Nein, die sitzen stattdessen gerade gespannt vor dem Monitor und warten auf das hier:

Bagdadsoftware NOCAs 2013
(Danke an JakillSlavik für das Banner)

Ja, heute ist es endlich soweit und ihr erfahrt die 15 Gewinner der Bagdadsoftware No-One-Cares-Awards 2013. Dieses Jahr machen wir das allerdings etwas anders. Normalerweise schreibe ich ja immer noch einmal einen längeren Text mit den Begründungen zu den jeweiligen Spielen. Heuer habe ich mir gedacht: Warum eine Textwüste verfassen, wenn ich auch einfach 24 Bilder pro Sekunde hernehmen kann?