mem-o-ry – 2. The act or an instance of remembering; recollection
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Wie? 2019 ist auch schon fast vorbei? Irgendwie kann ich das nicht so recht glauben. War gefühlt ein sehr komisches Jahr. Ich musste sogar Lysanda fragen, was wir heuer überhaupt so gemacht haben, weil mir irgendwie nur der Freizeitraum einfiel. Waren wir etwa faul? Oder was war los? Vielleicht gibt ja der heutige Beim Christoph Jahresrückblick 2019 Auskunft darauf. Er ist schließlich dafür da noch einmal auf das jeweilige Jahr zurückzublicken. Bevor wir aber zu meinem persönlichen 2019 kommen, wie immer erst der Blick zurück auf das Jahr für Beim Christoph. Die nachfolgenden Zahlen in Klammern sind wie gewohnt die Werte des Vorjahres (also 2018) und alles ist Stand 29.12.2019.

Einträge und Autoren

55 (55) Einträge haben euch 2019 größtenteils an einem Montag erwartet (die anderen waren die Oster-, Weihnachts- und Neujahrsgrüße). Es gab‘ also glücklicherweise keine Überraschungen, schließlich deuten Sondereinträge ja meist auf einen Haustier-Todesfall hin und das wollen wir ja nicht.

Doch diese Zahl alleine spricht natürlich nicht die ganze Wahrheit, denn 6 (2) dieser Einträge tragen die Kategorie Gastbeiträge. Zwei davon stammen zwar auch aus diesem Haushalt und wurden technisch gesehen trotzdem von mir in den Computer gehackt, da sie mir Lysanda mehr oder weniger diktiert hat. Aber die restlichen vier sind tatsächlich seit langem mal wieder Inhalte von anderen Menschen außerhalb der Casa Lysanda. Oder genauer gesagt: Azzkickr ist „endlich“ eingeknickt und hat nicht nur seinen 25., sondern sogar gleich Gastbeitrag 25 bis 28 verfasst. Genial und erneut vielen herzlichen Dank dafür! Ich weiß, dass es dir dann doch schwerer gefallen ist als du es dir gedacht hast. War aber nicht nur nett mal wieder was von unseren Hardwareexperten zu hören – ich hatte dadurch seit langem auch mal wieder eine nette Verschnaufpause.

Ja, natürlich mache ich mir den Druck mit „Montags immer einen Eintrag“ komplett selbst und nicht jeder Eintrag fließt deshalb einfach so aus den Fingern. Aber ich kann nur erneut wiederholen (hatten wir tatsächlich letztes Jahr an gleicher Stelle schon): Zum einen ist aus meiner Sicht Regelmäßigkeit wichtig, um die Leserschaft nicht zu verprellen. Zum anderen möchte ich ja in der Schreibübung bleiben und ich befürchte durchaus, dass ohne diesen festen Termin mein innerer Schweinhund dann doch die meiste Zeit die Oberhand gewinnt. Es gibt schließlich immer etwas anderes zu tun wie z.B. FarCry Primal weiterspielen.

Doch ich schweife schon wieder ab. Die Rangliste der Autoren sieht nun so aus:

Azzkickr könnte sich nun für 2020 vornehmen die 30 voll zu machen. Warte immer noch auf seine Meinung zum Thema „VR“ und/oder eine Abhandlung über die Spiele von David Cage. Oder irgendetwas anderes, was nicht mit Religion oder Politik zu tun hat. Beim Christoph hat sein Themenspektrum ja bekanntlich in den letzten vier Jahren stark erweitert :smile: . Rondrer könnte beispielsweise nun ohne Probleme über seine Erfahrungen zum Thema „Eigentumswohnung“ berichten. Und alle anderen sind selbstverständlich ebenfalls eingeladen mir einen Text zum Veröffentlichen anzubieten, wenn ihnen etwas unter den Fingernägeln brennt und es aus ihrer Sicht interessant für die Zielgruppe ist. Ich verlange nur eine Mindestlänge (um die 900 Wörter) :smile: . Nein, die nutzlosen Marketingdeppen, die mich dauernd per Mail anschreiben und eine Kooperation wollen sind davon explizit ausgenommen. Ich veröffentliche keine Werbetexte! Wenn der ein oder andere Eintrag von mir etwas zu enthusiastisch erscheint, dann liegt das ganz alleine an mir und nicht, weil ich dafür bezahlt wurde oder er von einer Agentur verfasst wurde.

Die Inhalte

Stellt sich als nächstes die Frage, was denn so die Inhalte dieser ganzen Einträge war. Gefühlt dominierten Berichte über irgendwelche Hardware. Gleichzeitig habe ich bewusst die Anzahl der Gesundheits-Texte heuer etwas reduziert. Nicht, weil ich nicht noch genug Themen auf meiner Liste hätte. Mehr, um euch nicht zu nerven und gleichzeitig noch etwas mehr Erfahrung zu sammeln mit dem ein oder anderen Nahrungsergänzungsmittel und so. Wird also vielleicht 2020 wieder etwas mehr werden :wink: . Aber warum im Dunkeln stochern, wenn Rondrers tolle Statistik (die er ebenfalls nach dem PHP-Versionswechsel reparieren musste) direkt die Antwort ausspuckt, welche Kategorie wie oft einem Eintrag zugewiesen wurde:

Auf dem oberen Platz hat sich im Vergleich zu 2018 nur wenig getan. 21 (23) Einträge gehörten in die Kategorie Spiele und 15 (15) Stück davon enthielten irgendeine Art von Erfahrungsbericht. Trotz aller Ablenkung bleiben wir hier bei Beim Christoph also weiterhin unserem Kernthema treu (zum Leidwesen der Katzen- und Gesundheitfans :smile: ). Gut zugelegt haben hingegen die Berichte über Bücher, Filme & Musik mit 11 (3) Zugängen sowie wie erwartet Hard- und Software mit 9 (3) Einsätzen. Katzen mit 4 (6) sowie das Thema Gesundheit mit 4 (9) standen hingegen nicht so sehr im Vordergrund. Dabei hatten wir dank gleich drei Zahn-OPs und mehrere explodierende Katzenfutterdosen durchaus etwas Action in diesem Bereich.

Bleibt noch die eine Kategorie zu erwähnen, die erstmals seit 2012 einen Zuwachs verzeichnen konnte: GamersGlobal! Ja, die Seite gibt es immer noch und hat 2019 ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert. Da durfte ich natürlich ein bisschen mitmachen. War auch ganz nett mal wieder eine etwas größere Reichweite zu haben aber der Fokus der dortigen Berichterstattung ist halt leider mittlerweile fast zu 100% Videocontent, was ich persönlich sehr schade finde und mich überhaupt nicht anmacht. Andererseits war schon zu meiner aktiven Zeit klar, dass man mit den ausführlichen Texten zwar als Redakteur seine Befriedigung findet aber sie die aller wenigsten Leute tatsächlich komplett lesen. Wenn Videos also nun die bessere Alternative sind (kosten ja auch viel Zeit), dann ist das so.

Zwischenfazit

Aber zurück zu Beim Christoph: Unterm Strich bin ich mit meinem Output absolut zufrieden. Es gibt weiterhin eine gewisse Themenvielfalt, die es mir erlaubt Tagesformabhängig zu Tippen und eine breitere Zielgruppe zu erreichen. Gleichzeitig schreibe ich im Bereich der Unterhaltungsmedien eher über alte Schinken (Spiele, Filme, Serien) oder obskurere Sachen (englischsprachige Videospielebücher). Das interessiert wahrscheinlich noch weniger Leute als es solche Erfahrungsberichte sowieso schon tun. Bei unseren Backlogs ist schließlich klar, dass ein Titel von 2014 wenig Chancen hat rausgeholt zu werden egal wie viel ich ihn über den Klee lobe. Aber am Ende des Tages muss es ja vor allem mir Spaß machen darüber zu schreiben und das tut es speziell beim Thema Videospiele einfach immer noch sehr. Da ist es mir egal wie alt das jeweilige Spiel ist. Und speziell bei den Büchern gibt es selbst im englischsprachigen Raum viel zu wenige Berichte dazu. In diesem Sinne sehe ich aktuell keine Notwendigkeit daran irgendetwas zu ändern.

Bitte? Was mit Videos, Podcasts, Garry’s Mod und Signaturen wäre? Keine Ahnung. Diese Worte sagen mir nichts. Ist das was Esoterisches? Wird das von der Krankenkasse bezahlt? Egal, damit hab‘ ich nichts am Hut. Manchmal kommt ihr auf echt komische Gedanken, liebe Besucher.

Der Umfang

Viel wichtiger als der eigentliche Inhalt, sind aber für mich natürlich die harten Zahlen, die damit am Ende verbunden sind. Nein, dieser Satz war nicht ganz ernst gemeint. Aber die oben beschriebene Mindestlänge für die Montagseinträge ist nicht nur eine Konsequenz aus den Anfangsjahren dieser Webseite, sondern soll außerdem sicherstellen, dass jeden Besucher pro Woche ein Mindestmaß an Inhalten erwartet und ich nicht einfach irgendetwas hinrotzen kann. Schließlich gibt es ja nur noch diesen einen Eintrag. Normalerweise klappt das auch, wenn einem nicht gerade eine Hand fehlt. Und – das ist der Fluch von Rondrers Statistikfunktion – es ist definitiv ein Ansporn für mich immer zumindest das Niveau des Vorjahres zu halten. Was mir heuer offensichtlich gelungen ist, denn es waren durchschnittlich 1.453,0 (1.430,8) Wörter pro Eintrag. Damit habe ich nicht nur das Niveau von 2018 gehalten, sondern sogar übertroffen und gleichzeitig erneut einen neuen Rekord aufgestellt. Wahnsinn!

An diesem Wert waren selbstverständlich auch die Gastbeiträge von Azzkickr beteiligt, der gefühlt ein wenig Angst hatte überhaupt eine DIN-A4-Seite voll zu bekommen – und dann werden daraus gleich vier Einträge mit durchschnittlich 1584,3 Wörtern. Superb!

Insgesamt stecken in den 55 Einträgen 79.913 Wörter (78.694). Quasi wieder ein ganzer Roman und über dem Durchschnitt von 73.643,6 (72.076,25) der letzten Jahre seit der Umstellung von zwei richtigen Einträgen auf einen pro Woche.

Bin gespannt, ob 2020 die Zahl ähnlich ausfallen wird. Gefühlt entwickelt sich das durchaus zu meinem aktuellen Output-Niveau. Und das finde ich gut so. Schließlich kann nicht jeder von sich behaupten 52 Wochen lang über 1.400 halbwegs sinnvolle Wörter aufs (digitale) Papier zu bringen :smile: . Das sind immerhin rund 1 1/2 DIN A4-Seiten in Word. Die hab‘ selbst ich nicht immer so schnell zusammen. Übrigens sind wir damit nun bei 1.290.379 Wörtern verteilt auf 1.539 Einträge. Macht 838 (815) Wörter pro Eintrag. Mal schauen wie viele Jahre es noch dauert, bis dieser Wert bei 900 liegt.

Überschaubare Beteiligung

Bleibt zu guter Letzt noch das Thema Community-Beteiligung. Die lag mit 71 (46) Kommentaren erfreulicherweise etwas höher als in den beiden vergangenen Jahre (Danke dafür!) und entspricht damit einem Durchschnitt von 1,3 (0,8) pro Eintrag. In der Realität sind aber nur unter 19 (21) der 55 Einträge tatsächlich welche zu finden. Allein 16 Stück davon unter den vier Texten von Azzkickr. Mit 7 (13) Stück die meisten Kommentare in diesem Jahr gab es hingegen unter diesem Eintrag. Die hatten jedoch – wie in guten, alten Zeiten – größtenteils nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun :smile: .

Sonderlich lang waren diese Kommentare mit 70,3 (93,3) Wörtern aber heuer nicht. Damit liegt 2019 sogar unter dem Gesamtdurschnitt über alle derzeit 6.671 Kommentare auf Beim Christoph von 76,0 Wörter. Alle Kommentare zusammen ergeben übrigens 507.153 Wörter.

Mit 27 (11) stammen wie immer die meisten davon von mir. Möchte ja die Diskussion am Laufen halten. Vielleicht würge ich sie damit auch nur ab – keine Ahnung :wink: . Insgesamt haben 9 (10) verschiedene Personen unter 11 (12) Namen (speziell Rondrer wechselt gerne zwischen „Rondrer“ und „Ron“) etwas gesagt. Neben mir am mitteilsamsten waren die üblichen Verdächtigen: Azzkickr mit 12 (9), Ronder mit 8 (5) und ein gewisser DQ mit 5 (2).

Google

Bevor wir nun Beim Christoph hinter uns lassen, möchte ich euch eine weitere Statistik natürlich nicht vorenthalten. So habe ich Google Analytics zwar rausgeworfen aber ganz aus den Fängen von Google entkommen ist die Seite trotzdem nicht. Und zwar trackt Google natürlich weiterhin alles rund um das Thema Suchanfragen. Das ist für Beim Christoph komplett DSGVO-konform, da die Seite damit nichts direkt zu tun hat. Wie heißt es so schön? „Der Suchprozess ist eine Sache zwischen dem Benutzer und Google“. Ich kriege am Ende nur ein gesammeltes und völlig anonymisiertes Ergebnis angezeigt. Dieses ist in drei Kategorien unterteilt: Web-Suche, Bild-Suche und Video-Suche. Da ich aber in letzterem nur äußerst selten gefunden werde, lassen wir das mal unter den Tisch fallen.

Google Web-Suche

Auszug aus der Google Search Console

Insgesamt wurde Beim Christoph 221.485 mal Personen in der Google-Suche angezeigt und dann 2.668 mal tatsächlich angeklickt. Macht eine sogenannte Conversion-Rate von 1,2%. Und durchschnittlich steht Beim Christoph auf Platz 31,7 der Suchergebnisse.

Am häufigsten zu sehen ist die Seite lustigerweise immer noch beim Begriff „christina stürmer nackt“ mit 2.730 Impressionen und immerhin 37 Klicks. Ja, ihr lest richtig: Das schon 2006 völlig veraltete „Meme“ (gab’s den Begriff damals überhaupt schon?) Ist immer noch hochaktuell. Weniger Impressionen aber dafür mit 69 die meisten Klicks bei nur 337 Impressionen in der Web-Suche hat der Begriff „deutsche reihenhaus blog“. Fragt mich nicht, warum Google das so hoch priorisiert. Ich habe dieses Unternehmen nur ein einziges Mal erwähnt. Aber vermutlich weil es ein Link ist und der Anwender am Ende des Tages tatsächlich dort landet, wo er hin will? Auf Platz 2 liegt hingegen der Begriff „wasserstoffperoxid nasenspray“ mit 46 Klicks bei 1.049 Impressionen. Was eine wunderbare Überleitung zu den Top-3-Einträgen aus Sicht von Google ist:

  1. Köpertuning: Wasserstoffperoxid mit 430 Klicks bei 12.416 Impressionen
  2. Vier Wochen auf der Insel mit 210 Klicks bei 13.477 Impressionen
  3. Körpertuning: Trinkwasser mit 127 Klicks bei 2.080 Impressionen

Man sieht: Wenn es um die SEO geht, dann kommt man um Gesundheitsthemen einfach herum. Einträge mit oder über Spiele sind in den Top 10 tatsächlich überhaupt nicht enthalten.

Google Bild-Suche

Beim Christoph wird in der Bild-Suche zwar mit 473.176 Impressionen mehr als doppelt so häufig angezeigt wie in der Web-Suche. Die Conversation-Rate dieser Impressionen liegt aber bei mageren 0,2% also 776 Klicks. Und auch die Position ist mit 87,8 ziemlich weit hinten in der Liste. Die Top-3-Begriffe sind zudem sehr einseitig, denn sie sind alle eine Kombination aus „garten“, „zaun“ und „katzensicher“. Gefolgt von „reha-zentrum utersum auf föhr“. Entsprechend ist die Liste der Top-3-Einträge wenig überraschend folgende:

  1. Tagebuch eines Hausherrn #23 mit 92 Klicks bei 9.444 Impressionen
  2. Vier Wochen auf der Insel mit 68 Klicks bei 9.576 Impressionen
  3. Nochmal drei Wochen auf der Insel mit 58 Klicks bei 7.538 Impressionen

Wenn ich mich intensiver mit dem Thema Search Engine Optimization beschäftigen würde, könnte ich mit den ganzen Informationen sicherlich was Tolles anfangen. Aber so ist es immerhin ganz nett zu wissen, dass zumindest ein paar Einträge aus Sicht von Google einen Mehrwert haben :smile: .

Fazit

Und damit sind wir am Ende der Statistiken angekommen. Unterm Strich gab‘ es abseits der überraschenden Gastbeiträge von Azzkickr keine wirklichen Besonderheiten aus meiner Sicht. Ihr habt wie immer pünktlich an jedem Montag in diesem Jahr um Mitternacht einen neuen Eintrag vorgefunden und die Themenvielfalt war zwar prinzipiell wie gewohnt Spielelastig aber eben nicht nur ausschließlich. Stattdessen war 2019 erneut für jeden etwas dabei (auch für die Damen vom Katzenstammtisch :wink: ). Gleichzeitig habe ich mich über jede E-Mail gefreut, die mich über einen neuen Kommentar informierte – okay, fast jede. 2-3 Spambots haben es doch durchgeschafft… Und im Hintergrund habe ich selbstständig hier und da an ein paar Schrauben gedreht, um die Seite weiterhin möglichst zeitlos aber modern zu halten ohne Rondrer zu sehr belästigen zu müssen. Was will man als Webmaster mehr? Bitte? Mehr Besucher und mehr Kommentare? Ja, natürlich aber passt schon. Ich bin grundsätzlich weiterhin zufrieden mit meiner kleinen Ecke des Internets, die tatsächlich bald ihren 20. Geburtstag feiert (2021). Und obwohl ich immer behaupte, dass ich das alles hauptsächlich für mich tue:

Danke an alle Besucher! Egal ob ihr nur ab und zu vorbeischaut oder jeden Montag pünktlich um Mitternacht die Seite aufruft: Danke, dass es euch gibt und ich euch einen Mehrwert biete, für den es sich lohnt regelmäßig vorbeizuschauen!

2020 wird es vermutlich keine Überraschungen geben aber man soll ja niemals nie sagen. Außerdem ist etwas Beständigkeit in der heutigen, doch sehr turbulenten Zeit sicherlich ganz nett.

Aus dem Leben des Webmasters

Nach dem eher von Fakten dominierten Rückblick auf die Webseite, kommen wir wie immer noch zum persönlichen Teil des Jahresrückblicks. Ich halte euch zwar sowieso schon über das Jahr hinweg zumindest über die großen Sachen auf dem Laufenden. Es ist aber auch für mich praktisch die wichtigsten Highlights an einer Stelle nachlesen zu können. Außerdem muss ich noch ein bisschen was schreiben, um einen neuen Rekord bei der Anzahl der durchschnittlichen Wörter pro Eintrag aufzustellen. Wenn ich das nicht tue, muss ich oben den kompletten Abschnitt umschreiben und das wollen wir doch nicht, oder? :smile:

Die liebe Arbeit

Motivation (Symbolbild)

Wie oben geschrieben hat das Jahr irgendwie für mich nicht so recht stattgefunden. Dabei ist es nicht so, dass wir heuer nur auf der faulen Haut gelegen und die meiste Zeit nur Katzen gestreichelt haben. Das fing schon mit der Arbeit an, wo es echt drunter und drüber ging (und immer noch geht). Erst war da vor Ostern der Zwangsumzug (ja, ich bezeichne es bewusst so) in ein lautes Großraumbüro mit Desksharing. Desksharing bedeutet, dass nicht jeder einen festen Arbeitsplatz hat und sich theoretisch jeden Tag einen neuen suchen muss. Obwohl wir gar nicht so weit pendeln (13km pro Strecke) müssen und unsere Arbeitsplätze zu Hause auch dank der Katzen nicht ganz optimal sind, machen wir deshalb jetzt mehr Home Office. Der Unterschied zu einem echten Heimatsarbeitsplatz ist, dass der Arbeitgeber dafür nicht bezahlen muss – quasi eine Win-Win-Situation für ihn. Er muss weniger Arbeitsplätze im Büro bereitstellen und trotzdem keine in der Wohnung des Mitarbeiters bezahlen. Aber wenn mehrere Leute gleichzeitig telefonieren und schlimmstenfalls zusätzlich Leute laut quatschend über den Gang laufen ist das einfach kein gutes Arbeitsklima. Versteh‘ echt nicht, warum sowas in Unternehmen immer noch gemacht wird. Wem gesunder Menschenverstand nicht reicht, der hat mittlerweile Zugriff auf haufenweise Studien, die zeigen, dass Großraumbüro für die Produktivität und die Mitarbeitermoral total beschissen sind…

Und dann kam die angekündigte Umstrukturierung. Die hatte zur Folge, dass wir erst einige Monate faktisch gar keinen Vorgesetzten hatten und jetzt seit Mitte des Jahres Teil eines anderen Teams mit anderen Regeln und anderen Erwartungen/Herausforderungen sind. Immerhin kannten wir die Truppe vorher schon und haben mit ihnen zusammengearbeitet. Und wir haben unsere alten Themen mitgenommen im Gegensatz zu manch‘ anderem Kollegen. Im Zuge dessen haben wir vor kurzem auch unseren ersten Onlinevortrag live vor 90 Teilnehmern gehalten. Wie bei jeder Umstrukturierung ist das größere Problem, dass alte Kommunikationswege nicht mehr vorhanden sind (gefühlt ist das ihr einziger Zweck!) und die Neuen erst noch gefunden werden müssen. Echt blöd, wenn man seine Arbeit nicht anständig erledigen kann nur, weil sich keiner mehr zuständig fühlt. Da sinkt selbst bei mir etwas die Motivation. Aber wie heißt es so schön? Auch dafür werden wir Mitte des Monats bezahlt und aus meiner Sicht bin ich weiterhin an der für mich (und die Firma) richtigen Stelle im Unternehmen. Insofern: Bei allem Gemecker geht es mir immer noch gut auf der Arbeit.

Die liebe Freizeit

Die fertige Chill- und Leseecke

Und Zuhause? Da waren wir irgendwie fast ausschließlich mit dem Freizeitraum beschäftigt, der jetzt über Weihnachten tatsächlich endgültig fertig geworden ist (die Regale sind schon mit Büchern gefüllt). Hat sich etwas hingezogen, da wir halt nicht jedes Wochenende dran gearbeitet haben. Und die letzten Regale sind uns auch erst vor kurzem zugeflogen (fünf Regale auf einen Schlag kostenlos bekommen!). Aber unser Haus, unser Tempo :smile: . Priorität hatte sowieso nur die Hälfte mit den Fitnessgeräten, weil unser Vertrag mit dem Fitnessstudio ausgelaufen ist und die hatten wir rechtzeitig fertig. Nutzen das Angebot selbstverständlich fleißig, obwohl die Kilos trotzdem irgendwie nicht schwinden wollen. Irgendwas läuft da aktuell verkehrt. Egal. Thema für 2020. Fakt ist: Der Raum ist fertig, sieht schick aus und erfüllt unsere Anforderungen. Die offizielle Einweihung ist dann morgen Abend, wenn wir uns dort mit den Katzen die Zeit vertreiben, um dem Feuerwerk zu entgehen (Balu kriegt da echt massiv Panik!).

Parallel habe ich die ganzen Vorbereitungen für den Tiefbau für Zuwasser, Abwasser und Gas getroffen. Wir hatten uns zwar gewünscht, dass das dieses Jahr noch klappt. Aber Handwerker sind bekanntlich komplett ausgebucht derzeit. Derzeit hoffen wir, dass es im Februar im Außenbereich soweit sein wird und wir dann von März bis Mai die Innenarbeiten (Austausch der Heizung, Umbau der Abwasserverteilung, Rückbau des Öltanks) durchführen können. Die zweite Jahreshälfte wird dann vermutlich durch die Renovierung des Kellerflurs dominiert. Das machte dieses Jahr noch keinen Sinn aufgrund der geplanten Arbeiten. Mal abgesehen davon, dass diese doofen Raufasertapeten einfach nicht von der Wand runterwollen. Aber jetzt bin ich schon in die Vorschau abgedriftet. Es soll doch ein Rückblick sein und ihr werdet zu dem Thema noch mehr als genug von mir Lesen. :smile: .

Die lieben Viecher

Im Dezember hatten wir dann nochmal mit dem katzensicheren Garten zu tun. Unsere Nachbarn haben nämlich gepetzt, dass der Drecksack Pichu doch wieder eine Lücke gefunden hat. Und angeblich wäre sogar Maya mal im Sommer draußen gewesen. Der ist aktuell aber zu kalt draußen, entsprechend werden wir das Loch wohl erst flicken, wenn es wieder wärmer ist. Pichus Ausgang mussten wir hingegen direkt beheben. Wir wussten auch ungefähr, wo er rausgeht und haben als erste Maßnahme das dortige Katzennetz durch eine Plexiglasplatte ersetzt. Das reichte aber nicht, wie wir dank unserer Katzenkameras (mehr dazu in einem der kommenden Einträge) feststellen mussten. Er sprang tatsächlich nicht direkt auf das Dach des kleinen Außenschuppens, sondern nutzte die Wand als Sprungbrett. Also haben wir dort ebenfalls noch eine Plexiglas-Platte hingemacht. Ja, wir sind das Plexiglas-Haus. Egal ob drinnen oder draußen, irgendwie haben wir überall einen Einsatzfall dafür, um die lieben Katzen vor sich selbst zu schützen.

Drei zufriedene Katzen

Die haben uns 2019 sowieso wieder viel Geld gekostet. Und damit meine ich nicht das Katzenfutter, sondern die besagten drei Zahn-OPs von Balu und Maya. Aber man muss ganz klar sagen: Bei Maya hätten wir das schon viel früher machen sollen. Seit die Zähne raus sind, geht es ihr so viel besser, dass ist der Wahnsinn. Sie hat deutlich zugenommen, muss nur noch hin und wieder mal nießen und ist noch munterer als sie es sowieso schon war. Entsprechend nerviger ist der kleine Wirbelwind geworden. Wir nennen sie jetzt liebevoll Tacker, weil sie ja nur noch vier Zähne hat und fleißig beim Spielen versucht irgendwo reinzubeißen. Wie gesagt: Nervig aber echt schön zu sehen, wie gut sie aufgeblüht ist. Zum Glück geht sie nicht nur uns, sondern auch ihren Mitbewohner auf den Geist. Da werden entsprechend hoffentlich 2020 ein paar neue Freundschaften entstehen. Und den anderen vier? Denen geht es auch prächtig.

Epilog

Damit wäre tatsächlich schon alles gesagt. Das Jahr ging wahnsinnig schnell rum und wir haben einiges erledigt, auch wenn nicht alles berichtenswert oder so einschneidend :wink: war wie meine Handverletzung. Wir können uns also definitiv nichts vorwerfen, höchstens, dass wir Sailor Moon immer noch nicht fertig haben (sind bei Folge 173 von 200 – 35 Folgen in 2019 geschafft quasi). Die Serie ist echt anstrengend. Im Kern leben wir aber einfach weiterhin unser Leben, haben uns immer noch lieb, arbeiten am Haus, kümmern uns um unsere Gesundheit, pflegen unsere Vierbeiner, gehen fleißig Geld verdienen und ich zocke am Wochenende ein paar Stunden. Quasi genau der gleiche Epilog, wie ich ihn im letzten Jahr verfasst habe :smile: . Aber zumindest ich persönlich finde das wirklich nicht schlimm, wie ich nochmal betonen möchte. Ich weiß, dass es Leute gibt die müssen immer auf Jück sein. Die müssen jedes Wochenende irgendwo hinfahren, freitags immer Party machen und jedes Jahr mindestens zwei Wochen irgendwo ihren Urlaub verbringen. Für Lysanda und mich wäre das nur anstrengend. Wir sind lieber in unserem schönen Zuhause bei den Katzen und machen unser Ding. Das ist für uns Entspannung.

Nun zu euch: Wie war euer Jahr 2019?

Sicarius

Wiederkehrende Grüße!

Was soll das eigentlich mit diesen Oster-, Weihnachts- und Neujahrsgrüßen? Die Versauen meine Schreibstatistik, weil sie so kurz sind. Und liest das hier überhaupt jemand und fühlt sich dadurch wirklich beachtet und gerngehabt von mir? Oder ist es nur eine Tradition, die irgendwann irgendeine Webseite mal angefangen hat und seitdem machen es halt alle? Andererseits ist es eine gute Gelegenheit Katzenbilder auszupacken. Schlimmer noch: Heute ist es sogar ein Video, das jedoch aus dem letzten Jahr stammt. Heuer hatten wir noch keinen Schnee hier.

Balus Hüpfer (als Sprung kann man es nicht bezeichnen) ist schon eine einmalige Sache. Im Angesicht dieser Leichtigkeit bleibt mir nur zu sagen:

Beim Christoph wünscht euch allen schöne und erholsame Feiertage!

Nutzt wie immer die Zeit – wir machen es ja meist sonst nicht -, um ein wenig in Ruhe über euer Leben zu reflektieren. Und ja, vielleicht lohnt es sich tatsächlich dabei mal ernsthaft die Frage zu beantworten, ob man bestimmte Dinge nur tut, weil man es halt so macht und es nicht für das seelische Wohl besser wäre es nicht mehr tun? Ein gutes Beispiel ist der jährliche Stress, den man sich an diesen Tage antut, nur damit sie „perfekt“ ablaufen (was sie nie tun). Lohnt sich das wirklich dafür so viel Energie zu verbraten oder ließe sich das zugrundeliegende Bedürfnis nicht auch einfacher befriedigen?

Mit diesem Gedanken entlasse ich euch bis Montag – dann wie angekündigt mit dem Jahresrückblick 2019.

Ein Teil der 2019er Ausbeute

Und damit kommen wir nach dieser kurzen Unterbrechung wieder zurück zum regulären Programm: Das Jahr neigt sich dem Ende zu und, weil die Magazine aus ihrer Sicht sonst nichts zu tun haben (bzw. nur wenig besetzt sind), werden die Jahreslisten rausgehauen. Dieses Jahr können sie sogar zusätzlich noch auf das ganze Jahrzehnt zurückblicken! Doppelter Content für noch weniger Geld! Und da wir hier bei Beim Christoph mindestens genauso gut im faul sein sind, wie die ganz Großen in der Branche, beginnen auch wir mit dem Blick zurück. Heute auf mein Spielejahr und kommenden Montag dann der „große“ (er ist noch nicht geschrieben) Beim Christoph Jahresrückblick 2019.

Die eingesetzte Hardware

Im Gegensatz zu den Magazinen – ja, ich bin heute etwas gehässig, weil ich zu viele Jahresendlisten gelesen habe -, kann ich nicht einfach im Archiv kramen und die Spiele mit den besten Wertungen des Jahres rausholen. Nein, ich muss mir tatsächlich Gedanken darüber machen, was ich eigentlich so gezockt habe. Das liegt vor allem daran, dass praktisch kein einziger Launcher eine gescheite Historie für die Nutzer bietet. Dabei haben sie diese Information garantiert. Echt blöd. Aber egal: Fakt ist sowieso, dass 2019 bei mir nicht das Jahr der Masse, sondern des 100%-fokussierten Spielens war. Ich habe meine Zeit absolut effizient und über Wochen(enden) hinweg nur mit einem Titel verbracht – und dann meistens einen Eintrag dazu geschrieben :smile: . Ich hab‘ zwar trotzdem fleißig Geld ausgegeben (Crowdfunding, Steam Sales aber auch das ein oder andere physikalische – soweit ich eins mit funktionierenden Key finden konnte). Aber das dazugehörige Spielehopping blieb aus. Mehr für den Backlog quasi :wink: .

Aber kommen wir zuerst zur eingesetzten Hardware: Die Xbox 360 und die PlayStation 3 waren dieses Jahr überhaupt nicht an (gab‘ glaube ich nicht einmal mehr Updates). Im Nintendo 3DS lief hin und wieder Sonic Colours, obwohl ich weiterhin zu blöd dafür bin (habe noch keine einzige Bonus-Mission geschafft). Und mit der PlayStation Vita arbeite ich mich langsam aber sicher durch Silent Hill: Book of Memories. Ja, exakt die gleichen Titel, die ich bereits im letztjährigen Rückblick erwähnt hatte. Aber irgendwann werde ich sie durchhaben :smile: ! Konsolen der nun bald vorherigen Generation kommen aus diesem Grund weiterhin absolut nicht für einen Kauf in Frage. Hab‘ eh keine Zeit. Bleiben als meine digitalen Spielgefährten „nur“ noch mein Smartphone und mein PC.

Mein Spielejahr 2019

Auf dem Smartphone dominierte trotz meiner technisch bedingten Auszeit ganz klar Magic: The Gathering – Puzzle Quest. Ich verstehe nicht warum, aber es zieht mich einfach magisch an. Da das aber bereits 2018 in meiner Top-Liste stand, wird es da dort nie wieder auftauchen. Kairosoft-Spiele habe ich zwar ebenfalls wie gewohnt alle gekauft aber tatsächlich war heuer irgendwie keiner dabei, der mich so richtig in den Flow gebracht hat. Am längsten habe ich vermutlich den Free-2-Play-Titel Kingdom Adventurers gezockt, aber selbst da ist aktuell die Luft raus. Auf dem PC dominierte hingegen zu Beginn des Jahres noch Kingdom Come: Deliverance, das auch schon in der 2018er Top-Liste stand und mittlerweile übrigens offiziell fertig ist. Die versprochenen Modding-Tools wurden noch veröffentlicht und damit das Spiel bis auf Version 1.9.2 gehoben. Jetzt widmen sich die Entwickler ganz dem zweiten Teil der Serie. Release? Irgendwann :smile: .

Was dann noch übrig bleibt für mein Spielejahr 2019? Nun, unter anderem diese fünf hier:

HuniePop (Herstellerbild)

1. HuniePop (2015; PC, LNX, MAC) – Würde ich euch das Spiel als „Match-3-Dating-Simulation mit Klischee-Charakteren“ beschreiben, wäre eure Bereitschaft es euch anzuschauen vermutlich sofort verflogen. Aber der Titel aus dem Hause HuniePot hat wider Erwarten wesentlich mehr Tiefgang zu bieten als man von den meisten Wix-Vorlagen dieser Art auf Steam erwarten würde. Seine hohe Platzierung auf dieser Liste hat er aber – wie schon im dazugehörigen Eintrag geschrieben – einer anderen Tatsache zu verdanken: Er ist der erste Titel, den Lysanda und ich tatsächlich gemeinsam durchgespielt haben. Ungewöhnlich aber die Kombination aus Sex, Match 3-Gameplay (Lysanda) und ein bisschen (strategische) Management (ich) war scheinbar genau die richtige, um uns endlich als Team auf einer Ebene agieren zu lassen. Bisher waren die Erfahrungen ja leider mehr „Ich bin der erfahrene Spieler und schiebe meinen Partner vor mir her“. Quasi sowohl ein Titel für „einsame“ Stunden als auch zur Stärkung einer Beziehung :smile: .

The Room (Herstellerbild)

2. The Room Trilogy (2014-2018; PC, iOS, Android) – Ein Raum voller Rätsel titelte ich im Juli und ja: Im Kern besteht die Trilogie aus nichts anderem. Es werden zwar mit jeder Fortsetzung ein paar mehr Räume aber am Ende des Tages ist eure Aufgabe immer die Gleiche: Wahnsinnig haptische und auf mechanischer Logik basierende Rätsel lösen. Dass das selbst mit der Maus so befriedigend sein kann, ist genial und liegt einzig und allein daran, dass die Entwickler von Fireproof Games so viel Zeit in die kleinen Details gesteckt haben. Man kann gar nicht beschreiben wie befriedigend es ist, einfach nur einen Schalter durch Schieben mit der Maus umzulegen und anschließend dabei zuzusehen wie das ganze Objekt anfängt zu brummen und zu wackeln und plötzlich geht irgendwo eine Klappe mit dem nächsten Rätsel auf. Die Optik und das Sounddesign sind hier einfach perfekt. Da kann kein noch so riesiger Dark Souls-Boss mithalten. Bitte? Es gibt auch eine Hintergrundgeschichte, die alle drei Titel miteinander verbindet? Geschenkt! Ich will einfach weiter komische und schick animierte Mystery-Boxen aufmachen!

FarCry Primal (Herstellerbild)

3. FarCry Primal (2016; PC, PS4, XONE) – „Wad? Kein FarCry 4?“ Ja, bei FarCry 4 hat mich zwar die Hintergrundgeschichte nachdenklich zurückgelassen aber der Rest war 08/15-Ubisoft-Open-World-Gedöhns. Das ist natürlich auch Kern des Spin-Offs. Aber dort ist es verpackt in eine äußerst interessante, prä-historische Welt (die topographisch auf der Spielwelt von FarCry 4 basiert, aber optisch nicht wiederzuerkennen ist) inkl. „Original“ Proto-Indo-Europäischer Sprachausgabe (soweit die Wissenschaft das beurteilen kann) mit einem viel stärkeren Survival- und Crafting-Aspekt. So müsst ihr euch eure Waffen mit Hilfe von Ressourcen aus der Spielwelt selbst bauen (Pfeile gibt es z.B. nur, wenn ihr Äste sammelt) und viele Dinge schaltet ihr nur frei, nachdem ihr Wenja (so heißen die Einwohner) rettet, in eurer Dorf bringt und ihnen Häuser baut.

Ja, ihr macht trotzdem die Ubisoft-Open-World-Standards: Stützpunkte befreien, alles sammeln was ihr findet, euch durch die zahlreichen Haupt-, Neben- und Eventmissionen arbeiten und nach jedem Level ein paar Punkte im Skillbaum verteilen. Aber die Entwickler haben spürbar versucht diese bekannten Mechaniken zum einen besser in das Setting zu integrieren und zum anderen dabei einen neuen Spin zu geben. Das ist nicht zu 100% gelungen (Stichwort Greifhaken), es ist aber definitiv mal was anderes. Ach und die Möglichkeit viele Tiere nicht nur zu töten, sondern auch zu zähmen (kämpfen dann an eurer Seite) und die größeren Vertreter (Säbelzahntiger, Bären, Mammuts) sogar in den Kampf zu reiten erhöht den Coolness-Faktor des Titels immens.

The Division (Herstellerbild)

4. The Division (2016; PC, PS4, XONE) – Der Titel, in den ich am Ende genauso viele Stunden investiert habe wie in Kingdom Come: Deliverance. Anders als bei der Mittelaltersimulation habe ich ihn jedoch im genervt hinter mir gelassen, weshalb er auch nicht weiter oben auf dieser Liste steht. Es ist eben doch „nur“ ein Mehrspieler-Looter. Da kann die wirklich sehr gut gestaltete Spielwelt und die sehr interessante Story mit den größtenteils gelungenen Missionen nicht ewig darüber hinwegtäuschen. Aber bis zu diesem Zeitpunkt, wo der Grind dann doch die Oberhand gewann, hatte ich überraschend viel Spaß mit dem Titel. Und zwar wesentlich mehr als ich erwartet hatte. Ich vermutete, dass schon nach 30 Stunden die Luft raus sein würde (zum Beginn des Endgame). Aber angezogen von der Geschichte und der Spielwelt, hat mich die gut funktionierende Spielmechanik inkl. der ewigen Lootspirale sowie den immer noch gut besetzten Servern weit darüber hinaus bei der Stange gehalten.

Rise of the Tomb Raider (Herstellerbild)

5. Rise of the Tomb Raider (2015; PC, PS4, X360, XONE, LNX, MAC) – War Tomb Raider (2013) noch ein (gelungener) Uncharted-Klon, erwartet euch im zweiten Teil etwas mehr vom namengebenden Grabräubern und herumkraxeln in einer wesentlich offeneren Spielwelt vollgestopft bis oben hin mit Inhalten als noch im Reboot – vielleicht sogar etwas zu viel. Gegen Ende hin hatte ich doch so langsam die Nase voll von den zahlreichen Collectibles aber 100% erledigen zu wollen ist natürlich mein persönliches Problem – dafür kann das Spiel nichts :smile: . Spielerisch haben die Entwickler dabei aus meiner Sicht aus vielen Fehlern (nicht allen) des Vorgängers gelernt. Wie gesagt etwas weg von der Action hin mehr zum Rätsel lösen und herumturnen dabei ein guter Spagat aus großen, offenen Arealen und eher linearen Sets. Außerdem wurde die ganze Survival-Thematik etwas sinnvoller ausgebaut und gleichzeitig einige weitere Negativpunkte ausgebügelt (u.a. stirbt Lara nicht mehr ganz so brutal). Und die Geschichte hat mich vor allem dank der beeindruckenden Levels durch die sie euch führt absolut bei der Stange gehalten. Ja, sie war natürlich etwas Überladen mit Klischees und ein paar Twists zu viel enthalten. Aber dieser Abenteuer-Mix aus mystischen Artefakten, unbestreitbaren Bösewichtern, die sie haben wollen und einem Helden mit einem guten Herz wird halt nie alt – egal ob nun Lara Croft oder Indiana Jones draufsteht.

 

Und damit sind wir am Ende der Liste angekommen. Sind ja „nur“ fünf Spiele. Zu FarCry Primal (zur Hälfte durch) und Rise of the Tomb Raider (vermutlich dann zusammen mit Shadow of the Tomb Raider) wird es sicherlich nochmal separate Einträge geben. Hab‘ dazu noch viel zu erzählen. Aber damit wisst ihr nun meine Top 5 Spiele des Jahres 2019. Die haben mich am meisten beschäftigt, sind mir am besten in Erinnerung geblieben und kann ich grundsätzlich auch alle empfehlen. Ach und keiner der Titel ist im Jahr 2019 veröffentlicht worden! Vielleicht nächstes Jahr. Da kommt ja bekanntlich DOOM Eternal. Vielleicht schaffe ich zumindest das im Veröffentlichungsjahr zu zocken. Aber ich denke wir haben mittlerweile sowieso alle erkannt, dass es sich nicht lohnt dem Hype (egal wo) hinter her zu rennen. Dafür ist unser Backlog einfach zu groß und zu wenig Zeit vorhanden alles zu erleben. Entsprechend einfach das konsumieren, auf das wir Lust haben – oder aufgrund der großen Auswahl den Backlog einfach links liegen lassen und stattdessen planlos im Internet surfen. Geht auch.

Kommen wir aber nun zu euch: Was habt ihr 2019 so gezockt? Nur dieses langweilige Spiel des Lebens? Oder war auch mal Zeit für etwas Digitales? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

Gothic (Herstellerbild)

Sehr geehrte Damen und Herren, wir müssen den geplanten Eintrag (Christophs Top Fünf Spiele des Jahres 2019) für eine wichtige Sondermeldung auf kommenden Montag verschieben: Ein Gothic – Playable Teaser ist gelandet. Alle diejenigen, die auf Steam irgendeinen Piranha Bytes-Titel ihr eigenen nennen, finden seit Freitag einen neuen Eintrag in ihrer (sowieso schon langen) Liste. Hinter diesem Eintrag verbirgt sich ein spielbarer Prototyp für ein Gothic-Remake. Ja, gemeint ist das Original-Gothic aus dem Jahre 2001. Zwar trotz In-Extremo-Konzert nicht das beste Spiel der Serie (Gothic II war das perfekte Sequel) aber trotzdem bis heute ein geniales und gelungenes Euro-Rollenspiel, das einfach jeder erlebt haben muss. Dank der weiterhin sehr treuen Fangemeinde gibt es mittlerweile auch einige Mods, die für die Jüngeren von uns die kantige Grafik sowie die – zugegebenermaßen – gewöhnungsbedürftige Steuerung erträglicher machen.

Doch heute geht es uns logischerweise nicht um das Original, sondern eben diesen Prototypen aus dem Hause THQ Barcelona. Nein, Piranha Bytes ist nicht plötzlich umgezogen. Es steckt tatsächlich ein anderes Studio dahinter. Angeblich, da gibt es aber noch keine eindeutigen Berichte dazu, arbeiteten die bislang an einem eigenen Rollenspiel. Dann kaufte THQ Nordic Mitte des Jahres Piranha Bytes und damit die Rechte an der Gothic-Serie und die Idee kam auf das RPG in diese Welt zu versetzen. Und warum einen echten vierten Teil entwickeln (ja, ich ignoriere weiterhin ArcaniA: Gothic 4 – schon allein wegen der doofen Schreibweise), da muss man ja auf eine bestehende Spielwelt und ihre Geschichte aufsetzen, wenn man stattdessen auch einfach eine Reinterpretation des Originals machen kann? Klingt gehässig? Mag sein, aber mir geht dieser Reboot-Wahnsinn in allen Unterhaltungsmedien derzeit auf den Geist. Mit dem Prototypen wollen die Entwickler jetzt Feedback sammeln und auf Basis dessen entscheiden, ob sie tatsächlich das komplette Spiel mit der Unreal Engine 4 „neuinterpretieren“.

Der Einstieg

Gothic – Playable Teaser (Herstellerbild)

Nun aber endlich genug des Vorgeplänkels. Der Playable Teaser bietet 1-3 Stunden Spielzeit und spielt in der Neuinterpretation der Handelszone des Originals. Zur Erinnerung: In Gothic bekommt ihr nach der Introsequenz eure Verbrechen vorgelesen, ein Feuermagier händigt euch eine Schriftrolle aus und ihr werdet unzeremoniell ins buchstäblich kalte Wasser geworfen an dessen Ufer Diego auf euch wartet. Ihr redet ein bisschen mit ihm und könnt dann entweder mit ihm zusammen oder alleine in Richtung des alten Lagers aufbrechen. Hätte gesagt, dass das selbst wenn man sich Zeit lässt es maximal 30 Minuten dauert bis ihr auf dem Weg hinab zum Lager seid.

Der Prototyp baut diesen Bereich nun kräftig aus. Das fängt schon mit dem Intro an, das mehr an einen schlechten Uncharted-Abklatsch erinnert als ein Rollenspiel. Zum Glück haben sie die Quick-Time-Events weggelassen. Ihr befindet euch im Aufzug hinunter in die Kolonie bis er plötzlich in Flammen aufgeht. Gefühlte Minuten redet der Held jetzt mit sich selbst während alles zusammenstürzt, er runterfällt, auf ein Brett knallt, nochmal runterfällt, etc. Ist man endlich unten, darf man die Kontrolle übernehmen und völlig linear durch das Feuer in ein Amphitheater laufen (das sich später als Tempel entpuppt?!) – unterbrochen von einer vollkommen sinnlosen Zwischensequenz in der der Held (wieder fleißig Selbstgespräche führend!) seine Fackel weglegt und ein Schwert aus einem Leichnam zieht. Im Theater angekommen, keine 20 Meter von der letzten Zwischensequenz entfernt, wird euch erneut die Kontrolle entrissen. Der Held findet eine ausgeweidete Leiche und wird anschließend von drei Snappern angegriffen. Da er bekanntlich noch ein totaler n00b ist, steht er kurz vor seinem Ableben bevor ihn ein irgendwie komisch aussehender Diego rettet.

Nein, ich bin von diesem Intro absolut nicht begeistert. Und zwar unabhängig davon, ob da nun Gothic draufsteht oder nicht. Es ist ein extrem schlechter Einstieg aus meiner Sicht. Er ist dieses 08/15-Action-Klischee mit dem Sprüche-klopfenden Helden. Blöd nur, dass die Sprüche des Helden völlig Banane sind. Und dann auch noch 10 Minuten lang dem Spieler nur rudimentäre Kontrolle über das Geschehen geben? Und am Ende noch ein verdammtes Achievement dafür? Das ist echter Blödsinn.

Endlich geht’s los

Gothic – Playable Teaser (Herstellerbild)

Am nächsten Morgen am Lagerfeuer geht dann endlich das eigentliche Spiel los. Ein irgendwie unmenschlich dünner Diego (wobei er in Gothic 3 ebenfalls nicht sonderlich gesund aussah) erzählt euch wie im Original grob was Sache ist, spricht die Schriftrolle an und steht für ein paar Fragen bereit. Meinen ersten (unfreiwilligen) Lacher hatte ich, als nach der Entscheidung ihm alles zu sagen am linken Bildschirmrand ein „Diego wird sich daran erinnern“ aufpoppte. Auf der einen Seite ist es super, dass Entscheidungen Konsequenzen haben werden (Diego redet gefühlt den halben Dialog nur davon) aber sind wir hier in einem Telltale-Spiel?! Nene. Apropos: Der Teaser unterstützt nur deutsche Texte. Die Sprachausgabe ist ausschließlich auf Englisch. Die Qualität dieser halte ich aktuell für nicht sonderlich gelungen.

Statt ganzen Sätzen wie im Original, gibt es ein Dialograd mit Stichworten zur Auswahl. Aber zumindest mit aktivierten Untertiteln sind die Sätze dahinter sichtbar. Man hat also zwar weniger Auswahl als früher aber man wird nicht komplett im Dunkeln darüber gelassen, was sich hinter einer Auswahl verbirgt. Hier fällt jedoch das Interface negativ auf, da ihr es erstmals zu sehen bekommt. Ja, es ist ein Prototyp und ich gehe davon aus bis zum finalen Spiel würde sich da (hoffentlich) noch viel ändern. In der jetzigen Form ist es jedoch Konsolen-Krebs in Reinform. Riesige Schrift, keine anständige Mausbedienung, hässliche und futuristisch anmutende Lebensenergieanzeigen, riesige „Fadenkreuze“, riesige Hinweispfeile (zeigen benutzbare Gegenstände an, da man sie sonst nicht erkennen könnte) und ein Inventar/Questlog des Grauens (Bildschirmbedeckend). Zum Glück ist das alles nicht dauerhaft sichtbar, sondern nur im Kontext/auf Aufforderung. Die Kamera ist hingegen an einer komischen Position hinter der Spielfigur. Ich hab‘ mich allerdings zügig dran gewöhnt.

Aber gut: Wir wollen ja endlich loslegen und Wildschweine verprügeln. Bitte? Im Teaser gibt es keine? Dann halt fast unsichtbare Wölfe (gehen irgendwie farblich in der Umgebung unter, was zu einigen Schreckmomenten führt), Scavenger (die jetzt mehr wie ausgewachsene Dinosaurier aussehen als komische Vögel), einen Snapper (Scavenger mit mehr Zähnen) und den ein oder anderen NPC. Grundsätzlich hat die Spielwelt den bekannten Unreal-Engine-Look. Alles viel zu grell und bunt und die Charaktere hängen irgendwo zwischen Karikatur und Realismus fest. Es empfiehlt sich definitiv das Post-Processing von „Hoch“ auf „Mittel“ zu reduzieren, wenn man nicht erblinden will. Aber ich will ja nicht nur meckern: Grundsätzlich ist das Level solide gestaltet. Der See, die bergige Landschaft und die grüne Wiese in der Mitte sind hübsch und wenn die Shader nicht gerade mal wieder zu viel glänzen angenehm anzuschauen. Und an der Performance gibt es überhaupt nichts auszusetzen. Butterweich selbst auf den höchsten Details und überschaubare Ladezeiten.

Kämpfen!

Gothic – Playable Teaser (Herstellerbild)

Eure erste Quest bekommt ihr von Diego, der euch losschickt am Handelsplatz ein Schwert zu suchen. Schließlich können wir mit dem zerbrochenen Ding aus dem Leichnam nur 5 Schadenspunkte austeilen. Da kommt übrigens das erste Mal das alte Gothic-Feeling raus. Sind mit dem rostigen Schwert schon die Scavenger ein großes Problem, geht es nach dem Quest-Upgrade (ein Schwert mit 10 Schadenspunkte) plötzlich sofort viel besser. Am Handelsplatz findet ihr Cayden, der euch das Langschwert seines im Angriff auf den Aufzug verstorbenen Kollegen anbietet im Austausch für einen Anhänger. Ohne viel zu spoilern: Es kommt zu eurem ersten Kampf Mann gegen Mann und ihr könnt das erste Mal tatsächlich die Konsequenzen eures Handels zu spüren bekommen, je nachdem wie ihr euch entscheidet. Definitiv eine coole Sache und ehrlich gesagt habe ich an diesem Queststrang grundsätzlich nichts auszusetzen. Höchstens, dass man bei einer Konsequenz vom Spiel verboten bekommt einzugreifen. So habt ihr zwar Zugriff auf euren Charakter, der NPC ist aber plötzlich nicht mehr Teil der Spielwelt, also immun gegen eure Angriffe.

Kämpfen ist natürlich ein sehr gutes Stichwort, denn das Kampfsystem im Original war eigenwillig. Ich persönlich fand es zwar nach etwas Eingewöhnung super, weil es einem viele Freiheiten erlaubte und man selbst sehr starke Gegner theoretisch von Anfang an platt bekommen hat. Aber ich verstehe natürlich, dass das mit der Tastatur etwas unbefriedigend sein konnte. Die neue Variante entfernt sich komplett davon und geht eher in die Richtung eines For Honor.

Grundsätzlich gibt es schwache und starke Schläge. Letztere brauchen mehr Zeit zum Ausführen und verbrauchen mehr Ausdauer, machen aber mehr Schaden. Gleichzeitig könnt ihr über die Maus eure Haltung verändern, um Angriffe aus der jeweiligen Richtung zu parieren. Greift der Feind von vorne an, schiebt ihr die Maus nach vorne und so. Ein Druck auf die Leertaste lässt euch hingegen zur Seite springen. Wie im Original gilt: Hat man es mal verstanden, klappt das schon und man wird auch mit einem Rudel Wölfe fertig. Nervig ist nur erneut das Interface. Dieser Kreis mit der Parier-Anzeige bedeckt gefühlt den halben Bildschirm und dann kommt noch die rote Warnung dazu aus welcher Richtung der Gegner plant anzugreifen. Die Gegner verhalten sich hingegen schon erfreulich intelligent. Vor allem die Wölfe (kommen nur in Dreiergruppen vor) haben mich damit beeindruckt, dass sie mich umzingeln und dann von allen Seiten aus angreifen. Drecksviecher :smile: . Übrigens gibt bei den Tieren eine der wenigen echten, spielerischen Neuerungen zu sehen: Ihr könnt verdorbenes Fleisch auslegen, um sie in eine für euch bessere Position zu locken. Habe ich in der Demo ehrlich gesagt nicht gebraucht aber könnte mir durchaus vorstellen, dass das eine ganz coole Mechanik ist, um früher gefahrlos in bestimmte Bereiche zu kommen oder z.B. einen Snapper ins neue Lager zu locken :wink: . Ach und man kann damit Monster-Infights provozieren (Wölfe mit Fleisch zum Snapper locken = Mord und Totschlag und trotzdem alle Erfahrungspunkte für euch).

Was gibt’s noch?

Gothic – Playable Teaser (Herstellerbild)

Ihr sammelt zwar Erfahrungspunkte im Laufe des Prototyps aber einen Levelaufstieg bekommt ihr nicht zu sehen. Man schafft es zwar die geforderten 2.000 Punkte zusammenzubekommen aber es passiert nichts. Die Charakterübersicht gibt aber schon einmal einen rudimentären Hinweis darauf, dass zumindest aktuell keine großen Überraschungen geplant sind. Es gibt verschiedene Fähigkeiten, ein Resistenzensystem und scheinbar verdient ihr euch Fähigkeitenpunkte beim Levelaufstieg. Immerhin gibt es bereits die Möglichkeit verschlossene Truhen mit einem Dietrich zu öffnen (ohne Minigame) sowie zu kochen. Das geht jedoch leider nur mit Rezept. Einfach nur ans Feuer setzen und ein bisschen Scavengerfleisch braten ist derzeit nicht möglich.

Und das war es auch schon. Ihr könnt ein paar Gegenstände finden (Bücher, Notizzettel, magischer Trank) und vieles Aufsammeln (Erz, leere Flaschen, etc.) sie größtenteils jedoch für nichts verwenden. Stattdessen arbeitet ihr euch anhand der handvoll Quests durch die paar kleinen Areale und kurz bevor ihr endlich den Weg zum alten Lager beschreiten dürftet, endet der Prototyp. Er lädt aber definitiv dazu ein ihn noch 1-2mal mehr zu spielen, um die kleinen Unterschiede zu erleben, die durch eure Entscheidungen entstehen. Außerdem gibt es überraschend viel zu entdecken (u.a. drei Pisspötte :wink: ).

Beim Christoph meint: Was halte ich nun vom Gothic – Playable Teaser? Nun, für mich stellen sich drei Fragen, die es zu beantworten gilt:

1. Möchte ich überhaupt ein Gothic-Remake?

Die Antwort ist ein ganz klares „Nein“. So gut auch Sachen wie die Resident Evil-Remakes sind und welch großer Mehrwert es für ein Franchise sein kann einen Klassiker einer neuen Generation zugänglich zu machen: Am Ende des Tages will ich neue Abenteuer erleben. Gerne neue Abenteuer in bestehenden Spielewelten aber eben was Neues und nicht das alte Zeug – schon gar nicht „neu interpretiert“. Das Original ist selbst ohne Mods für mich immer noch spielbar und ein herausragendes Rollenspiel. Ein Remaster wäre zwar okay. Ein bisschen Farbe drauf und ein paar Bugs gefixt und so. Aber ich wünsche mir lieber, dass das Geld in ein weitere Piranha Bytes-RPG fließt – und wenn es ELEX 2 ist.

2. Ist Gothic – Playable Teaser ein gutes Gothic?

Gothic – Playable Teaser (Herstellerbild)

Erneut ein ganz klares „Nein“. Da steht zwar Gothic drauf und das Setting sowie die grundlegende Geschichte sind gleich und die Charaktere haben ein bekanntes Aussehen und einen bekannten Namen. Aber der Teaser macht damit nichts. Er hat für mich keine Seele. Der namenlose Held ist ein nerviger Typ, der dauernd versucht einen auf harten Kerl zu machen ohne aber den Witz und Charm wie im Original zu versprühen. Die anderen Charaktere haben zwar teils bekannte Dialoge aber sie geben mir trotzdem nicht das Gefühl, dass ich hier in einer Welt gefangen bin, in der sich alles gegen mich stellt. Das wird noch verstärkt durch das Leveldesign, welches mehr den Eindruck einer 08/15-Fantasywelt erweckt als die in einem bedrückenden Gefängnis zu sein in dem eben nicht alles Sonnenschein ist. Ja, im Original war der raue Look auch zu einem großen Teil durch die technischen Limitierungen bedingt. Aber trotzdem wirkt er immer noch bedrückender und gibt mir von Anfang an das Gefühl „Ich bin hier in einer absolut unfreundlichen Welt gefangen“ als das hier. Insofern scheitert für mich der Teaser auf allen Ebenen damit ein Titel in der Welt von Myrtana zu sein.

3. Ist Gothic – Playable Teaser ein gutes RPG?

Es ist okay. Der Prototyp hatte jetzt nichts, was man nicht schon in anderen (besser) Titeln gesehen hat. Ich habe mich in den drei Stunden aber auch nicht gelangweilt. Sprich das grundlegende Gameplay funktioniert und es ist hier und da der Funke von Spielspaß sichtbar. Die oben beschriebenen Probleme mit den Charakteren bleiben natürlich aber unter einer anderen Prämisse wäre das sicherlich vertretbarer. Somit könnte ich mir durchaus vorstellen den Titel noch ein bisschen weiter zu spielen.

Epilog

Gothic – Playable Teaser (Herstellerbild)

Bei aller Kritik möchte ich aber zum Abschluss festhalten: Es ist und bleibt ein Prototyp und ich finde es genial, dass sich THQ Nordic sowas getraut hat. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Viele Spieler kapieren nicht, dass das kein in Stein gemeißeltes Werk ist und jammern entsprechend grad wieder extrem viel rum (passiert auf Kickstarter auch ständig). Ich bin zwar kein Fan von „Design by Commitee“, was mitunter passiert, wenn die Community zu eng eingebunden wird. Aber die Wasser so öffentlich zu testen bevor man schlimmstenfalls Millionen von Euro das Klo runterspült ist nie verkehrt. Insofern: Ja, es ist nicht das was ich will. Aber trotzdem Kudos an THQ Barcelona mir diese Möglichkeit zu geben ihnen das konstruktiv mitzuteilen, bevor es zu spät ist.

Und damit ist von meiner Seite aus erst einmal alles gesagt, was ich zum Gothic – Playable Teaser zu sagen hätte. Jetzt seid ihr an der Reihe, denn ich gehe stark davon aus, dass fast jeder von euch irgendeinen Piranha-Bytes-Titel in seiner Steambibliothek hat. Also nehmt euch die Zeit, schaut rein und lasst uns in den Kommentaren an eurer Sicht der Dinge teilhaben.

Jetzt ist es aber endlich mal genug mit der neuen Hardware! Man stellt sich ja schließlich keinen Saug- und Wischroboter unter den Tisch, nur damit er schön aussieht. Er soll auch was tun für sein Geld! Also was tut er? Na saugen und wischen. Mensch, so kompliziert ist das doch nicht. Aber mein Desktop-PC war seitdem ich unter The Division einen Schlussstrich gezogen habe ebenfalls nicht untätig. Nein, ich meine damit nicht meine ganzen Steam-Einkäufe beim Herbst-Sale (33 Stück laut Steam aber es zählt jeden DLC einzeln). Da habe ich – wie es sich gehört – noch kein einziges davon installiert. Stattdessen habe ich weiterhin vor allem den Ubisoft Launcher gestartet. Das Ergebnis ist, dass ich zwei Titel seit Ende September durchgezogen habe. Also widmen wir uns doch heute mal einem dieser Werke:

(Cover)

FarCry 4 (2014; PC, PS3, PS4, X360, XONE) – Das Spiel zu dem ich eins meiner letzten Videos produziert habe. Und ja, ich hatte es trotz der Aussage „Ich starte es aktuell mehr als Dragon Age: Inquisition“ damals nicht signifikant mehr und schon gar nicht durchgespielt. Die Aussage stimmte aber natürlich trotzdem: Dragon Age: Inquisition habe ich seit dem dazugehörigen Video überhaupt nicht mehr angefasst und irgendwann auch mal deinstalliert im Gegensatz zu FarCry 4 :smile: . Aber genug der Anekdoten.

Zur Erinnerung: In FarCry 4 schlüpft ihr in die Rolle des Amerikaners Ajay Ghale. Seine Mutter ist gestorben und sie wünscht sich, dass ihre Asche in ihrem Heimatland Kyrat verstreut wird. Das ist ein fiktiver Staat im Himalaya, der von Pagan Min (im Englischen gesprochen vom wie immer fantastischen Troy Baker) mit harter Hand regiert wird. Also zumindest behaupten das die Rebellentruppe namens „Der Goldene Pfad“ und wenn ihr das Spiel tatsächlich erleben wollt, bleibt euch nichts anderes als sich ihnen anzuschließen und gegen Pagan Min in den Krieg zu ziehen. Ja, der erste Clou der Entwickler war es direkt am Anfang ein verstecktes Ende für geduldige Spieler einzubauen. Nicht nur eine absolut geniale Idee, sondern auch – Spoiler – die einzig richtige Art das Spiel zu spielen, um mal einen berühmten Film zu zitieren. Das bezieht sich allerdings nicht auf die spielerische Qualität von FarCry 4 – es ist ein gelungener AAA-Titel -, sondern nur auf das Ende.

Der Zwang zu Spielen

FarCry 4 (Herstellerbild)

Aber gehen wir mal davon aus, dass ihr das tut, was wir trotz unserer Erfahrungen zwei Jahre zuvor mit Spec Ops: The Line (ein Teil von euch hat es immer noch nicht gespielt, gebt es ruhig zu!) immer noch tun: Das Gelabbere eines Charakters ignorieren und uns stattdessen entscheiden rund 30 bis 50 Stunden in der Welt von Kyrat zu verbringen – wir haben ja schließlich dafür bezahlt! Als Belohnung für diese Entscheidung landet ihr in einem Ubisoft-Open-World-Titel. Das war schon damals wie bei den Kairosoft-Spielen: Thematisch immer etwas anders aber faktisch im Kern doch jedes Mal das Gleiche.

Sprich: In bester Ego-Shooter-Manier mit einem riesigen Waffenarsenal (aber max. vier Stück gleichzeitig) durch die auch heute noch sehr hübsche und lebendige Gegend laufen, alles abschießen was sich bewegt, Stützpunkte mehr oder weniger leise befreien und Regionen per Besteigen eines Turms offenlegen. Dazu einen Skillbaum nach und nach Freischalten (ihr bekommt genug Erfahrungspunkte, um am Ende alles zu haben) und etwas Crafting dazu gewürzt (Felle von Tieren sammeln, um z.B. mehr Munition tragen zu können). Zusammengehalten wird die Geschichte von zahlreichen, durchaus abwechslungsreichen und interessanten Missionen. Eine Drogenfabrik stürmen ist da noch das Normalste. Euch erwarten außerdem zahlreiche (unfreiwillige) Trips verursacht durch besagte Drogen, ihr reist zurück in die Vergangenheit und erlebt die Mythologie von Kyrat hautnah und besucht selbstverständlich die Gipfel des Himalaya-Gebirges – Gefahr von Sauerstoffmangel inklusive.

Übrigens ein häufig geäußerter Kritikpunkt in den Tests damals: Die meiste Zeit des Spiels seid ihr am Fuße der Bergkette unterwegs wo es schön grün und kuschelig ist. Nur an vordefinierten Punkten geht es in die luftigen, schneebedeckten Höhen. Hat mich persönlich nicht so wirklich gestört, auch weil die dortigen Inhalte über das normale „Geh dahin, hol‘ was und geh‘ wieder zurück“ nicht großartig hinausgingen. Aber ja, das Setting wird weniger des Schnees wegen genutzt, sondern viel mehr, um Vertikalität in die Spielwelt reinzubringen. Euer Greifhaken und ein Mini-Helikopter werden schnell zu euren besten Freunden. Erst im (empfehlenswerten) DLC Das Tal der Yeti verbringt ihr tatsächlich signifikant Zeit in der (eigens für den DLC erstellten) Schneehölle.

Noch mehr zu tun!

FarCry 4 (Herstellerbild)

Neben den Haupt- und Nebenmissionen gibt es aber noch eine feste Anzahl an optionalen Aktivitäten wie das Eskortieren eines Transporters – begleitet vom geilsten Track im ganzen Spiel sowie wirklich lustigen Dialogen -, das Befreien von Gefangenen oder für eine Filmfirma „spektakuläre“ Rennen zu fahren. Und wem das immer noch nicht genug ist, den erwartet nicht nur eine Kampfarena (mehrere Runden gegen Feinde bestehen), sondern ebenfalls noch ein dynamisches Eventsystem.

Die Welt von Kyrat lebt nämlich. Das gilt sowohl für die Tierwelt als auch die Menschen. Sprich es kommt immer mal wieder vor, dass sich nicht nur Tiere gegenseitig vermöbeln, sondern eine feindliche Patrouille auf eine Truppe Rebellen trifft oder ein Nashorn der Meinung ist ein paar Rebellen anzugreifen. Seid ihr zufällig gerade in der Nähe, startet ein sogenanntes Karma-Event und ihr habt die Möglichkeit die Rebellen zu retten. Klappt nicht immer aber wenn ihr es schafft (vor allem die wilden Tiere machen zügig kurzen Prozess), gibt es Karmapunkte (ja, ein weiterer Erfahrungspunktebalken) und ihr steigt in der Gunst der Rebellen auf – was logischerweise zusätzliche Sachen freischaltet. Tötet ihr hingegen „aus Versehen“ Zivilisten oder Rebellen, gibt es auch außerhalb dieser Events Abzüge.

Klingt nach vielen Inhalten und ist es auch. Und das meiste ist tatsächlich ganz nett gemacht. Und dabei haben wir noch gar nicht über die wie immer extrem zahlreichen Collectibles gesprochen, die in der riesigen Welt von Kyrat zu finden sind und zusätzliche Geschichte erzählen. So seid ihr z.B. einem Serienmörder auf der Spur. „Riesig“ mag zwar im Vergleich zu heutigen Ubisoft-Brechern wie Assassin’s Creed Odyssey (100+ Stunden Spielzeit) der falsche Begriff sein. Aber ihr seid schon ein, zwei Dutzend Stunden beschäftigt bevor die Entwickler die Bombe platzen lassen und unverhofft noch einmal eine Karte einer nur begrenzt kleineren Größe als die erste zugänglich machen. Da bin ich echt froh, dass ihr fast von Anfang an Zugriff auf den kleinen Helikopter habt. Das alles mit dem Auto zu fahren (trotz Autopilot) ist definitiv anstrengend. Und nein, ich bin immer noch kein Fan dieser Größe. So gut das spielerische Grundkorsett auch funktioniert: Man hat wie immer zu schnell alles gesehen und getan (allein schon in Bezug auf die Stützpunkte und die Türme). Entsprechend habe ich weder alle Collectibles gesammelt noch alle Aktivitäten abgeschlossen, weil es mir irgendwann einfach genug war und zudem noch die zwei DLCs auf mich warteten, die sich nicht ins Hauptspiel integrieren.

Massives Spoiler-Territorium

FarCry 4 (Herstellerbild)

Die Geschichte wollte ich aber selbstverständlich bis zum Ende durchziehen. Und damit begeben wir uns jetzt tief ins Land der Spoiler. Im Zweifel jetzt zum Fazit springen. Also: Wie oben angedeutet ist nicht alles so, wie es scheint. Im Laufe des Spiels müsst ihr entscheiden, welcher Rebellenanführer am Ende auf den Thron steigen wird. Auf der einen Seite steht Amita, die mit den Traditionen ihres Volkes brechen und es in die Neuzeit führen möchte. Und auf der anderen Sabal, der Konservative. In sogenannten „Entscheidungsmissionen“ müsst ihr beispielsweise die erwähnte Drogenfabrik entweder von den Feinden befreien (Amita) oder sie zerstören (Sabal). Für wen ihr euch entscheidet hat nur kleinere Auswirkungen auf den weiteren Spielverlauf aber natürlich größere auf das Ende.

Zuerst geht es aber im Finale darum, ob ihr Pagan Min über den Jordan schickt oder fliehen lasst. Schon hier habt ihr drei Entscheidungsvarianten (direkt töten, erst seinen Monolog anhören und dann töten, gar nicht töten). Wobei die Auswirkungen eurer Wahl sich erneut in Grenzen halten. Am Ende ist Pagan Min weg, alle freuen sich und ihr werdet sang- und klanglos zurück in die Spielwelt entlassen. Nichts Besonderes und relativ normal würde ich sagen. Aber das „wie“ ist natürlich entscheidend. Pagans finaler Monolog ist nicht ansatzweise so tiefgreifend wie Walkers Begegnung mit Konrad in Spec Ops: The Line. Aber es geht eindeutig in die gleiche Richtung. Er weist nochmal darauf hin, dass das ganze Morden nicht hätte sein können, wenn ihr als Spieler etwas Geduld gehabt und mit ihm geredet hättet (Hinweis auf das versteckte Ende), der goldene Pfad auch nicht immer die Wahrheit gesagt hat und er den Stuhl eigentlich nur für euch warmgehalten hat. Das könnte man nun als dummes Gelabbere des Bösewichts abtun. Das größte „Fuck You!“ der Entwickler kommt aber noch. Wenn man es nicht weiß, stößt man vermutlich nur zufällig darauf. Aber je nachdem wen man unterstützt hat bekommt man beim Besuch eines speziellen Ortes eine zusätzliche Endsequenz zu sehen und die ist in beiden Fällen…heftig. So treibt Amita unter Gewaltandrohung Kinder und Jugendliche zusammen, damit sie für den Goldenen Pfad kämpfen und auf den Drogenfeldern arbeiten. Sabal hingegen richtet die ehemaligen Anhänger von Amita hin.

FarCry 4 (Herstellerbild)

Wie man es macht, ist es quasi verkehrt. Es gibt kein weiß oder schwarz – nur weiter Unterdrückung einer ganzen Bevölkerung. Schade nur, dass es das Spiel nicht noch erlaubt den finalen Schritt zu gehen. Sowohl Amita als auch Sabal könnt ihr nach der Sequenz nämlich erschießen aber zu dem Zeitpunkt sind es nur noch 08/15-NPCs. Entsprechend hat es keinerlei Auswirkung. Man sieht aber was ich Eingangs meinte: Der richtige Weg wäre gewesen nicht zu spielen. Und das fand‘ ich cool. Ja, es führt meine gesamte Spielzeit ad absurdum. Aber ich finde es super, wenn Entwickler mal den Mut haben mich als Spieler zu fragen, ob ich wirklich der Held dieser Geschichte war. Das regt angenehm zum Nachdenken an.

Beim Christoph meint: Von mir gibt es für FarCry 4 4 von 5 Sics. Grundsätzlich ist es ein Ubisoft-Open-World-Titel mit allen Vor- und Nachteilen, die sich dadurch ergeben. Es ist spielerisch absolut solide aber ohne Überraschungen. Die Missionen sind größtenteils gut und abwechslungsreich gestaltet aber die interessanten Charaktere rar (z.B. einen Modedesigner für den ihr Felle sammelt). Und selbst die Geschichte ist in der Mitte nichts, was einem vom Hocker haut. Man hat also grundsätzlich seinen Spaß aber die Luft ist auch relativ zügig wieder raus – vor allem wenn man andere Ubisoft-Titel kennt. Mich persönlich hat jedoch das Finale definitiv umgehauen. Diese letzte Viertelstunde inkl. dem Wissen, dass es am Anfang des Spiels ein verstecktes Ende gab, war einfach nur genial. Und um dieses Gefühl zu kriegen, musste ich tatsächlich nicht nur das Spiel spielen, sondern vermutlich auch ein Stück weit schon von der Monotonie gelangweilt sein. Einfach nur die Sequenzen auf YouTube anzuschauen hätte nicht die gleiche Wirkung. Insofern: Ich habe es nicht bereut FarCry 4 gespielt zu haben.

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