Der aktuelle Gartenzustand

Herzlich Willkommen, liebe Webseitenbesucherinnen und Besucher!

Wir berichten heute live und in Farbe aus dem Garten von Casa Lysanda. Es erwarten Sie (unter Umständen) schockierende Augenzeugenberichte, (möglicherweise) mitreißende Geschichten und (vielleicht) emotionale Momente. Doch was ist hier geschehen? Nun, das können Sie in diesem Eintrag nachlesen. Seit unserem ersten Bericht wurde der Garten fertigstellt, der Natur freien Lauf gelassen und erste Zusatzmaßnahmen auf Basis von Ausbruchsversuchen ergriffen. Aber was erzähle ich Ihnen das, reden wir doch stattdessen direkt mit einem der Verantwortlichen. Ich begrüße den Webmaster, einer der Dosenöffner in der Casa Lysanda:

Namenloser Interviewer: Erzählen Sie unserem Publikum: Was hat sich in den letzten Wochen getan?

Der Webmaster: Nun, nachdem Hornbach endlich die DSM-Clips wieder auf Lager hatte, konnten wir zuallerst natürlich die letzten Plexiglasscheiben am Zaun befestigen. Stellte sich als schwieriger heraus, als wir gedacht hatten, da wir uns irgendwie total vermessen hatten. Und beim Kürzen mussten sich auch natürlich Risse bilden. Naja, wir haben nun das Beste draus gemacht und dann das Katzennetz montiert. Zusätzlich bekamen wir von einem Arbeitskollegen ein paar Baumstämme und haben sie um das Beet gelegt sowie wie geplant ein Kunststoffseil um einen der Terrassenpfosten gewickelt. Fand Pichu sofort super und hat darüber erfolglos versucht auf das Terrassendach zu klettern – was ihm aber nicht gelang. Zusätzlich zum Traktorreifen gibt es zudem nun einen mit Steinen abgegrenzten Bereich mit einem Torf-Humus-Rindenmulch-Mix zum Reinkacken. Wurde bereits erfolgreich angenommen, wenn ich mir so die Kackhaufen anschaue.

Namenloser Interviewer: Klingt nach viel Arbeit für so ein paar Katzen. Aber jetzt sind sie endlich fertig?

Der Webmaster: Nein, komplett dicht scheint der Garten trotzdem noch nicht zu sein. Wir haben zwar die ersten Schlupflöcher gestopft indem wir zusätzliche Plexiglasscheiben an das Gartentor sowie besagten Terrassenpfosten montiert haben. Zumindest Pichu haben wir aber am Wochenende dabei erwischt, wie er über das Garagendach wieder in den Garten gesprungen ist. Wie er rauskam sind wir uns aber noch nicht sicher. Es bleibt also spannend. Aber besser er als z.B. die noch unerfahrene Maya.

Namenloser Interviewer: Und wie haben die Katzen auf diese Neuerung reagiert?

Der Webmaster: Das sollten Sie sie wohl besser selbst fragen.

Maya auf Erkundungstour

Namenloser Interviewer: Da haben Sie wohl recht. Wie gut, dass die fünf unserem Sender Exklusivrechte eingeräumt haben und wir sie hier und jetzt interviewen dürfen. Auf meinem Gesicht liegt Maya und versucht sich die ganze Zeit an mich zu kuscheln. Wie findest du den neuen Garten?

Maya: Neu? Keine Ahnung wovon Sie reden aber ich darf endlich raus! Nicht mehr muss ich nur dabei zuschauen wie die Jungs durch eine durchsichtige Klappe in der Wand verschwinden. Oder durch das Fenster mit ansehen wie das grüne Zeugs wächst und ab und zu einen Windhauch erschnüffeln, der mir von unbekannten Sachen erzählt. Nein, wenn jemand von den Dosenöffnern so nett ist und die Terrassentür öffnet, kann ich endlich da raus und die Welt erkunden und das macht echt viel Spaß!

Namenloser Interviewer: Warum durch die Terrassentür? Haben dich die Dosenöffner nicht in der Katzenklappe registriert?

Maya: Was ist eine Katzenklappe? Lysanda hat mir ein paar Mal diese durchsichtige Tür in der Wand geöffnet. Meinen Sie das? Kann ich da auch alleine durch? Versteh ich nicht. Erscheint mir zu gruselig. Naja, egal. Auf jeden Fall bin ich bei meiner ersten Tour auch gleich hoch hinaus. Ich bin über den Kratzbaum hoch auf das Terrassendach und dann auf das Hausdach. Ein bisschen Angst hatte ich schon und der Untergrund war etwas steil und rutschig aber da oben war es echt cool. So viele Gerüche und man konnte so weit sehen. Der große Dosi hat dann ein Dachfenster geöffnet und ich war so doof da rein zu gehen. War zwar ein Raum, den ich vorher noch nie gesehen hatte aber jetzt komme ich nicht mehr auf das Hausdach, Die haben so eine blöde Scheibe am Pfosten befestigt, an der ich nicht vorbeikomme. Das ist echt doof und frustrierend! Ich will da wieder hoch und noch mehr von der Welt erkunden. *hatschi*

Namenloser Interviewer: Iiiih…ähhh Gesundheit. Ich sehe gerade, dass ein schwarzes U-Boot um meine Beine schleicht und um Aufmerksamkeit buhlt. Was hast du zum Thema zu sagen, Jules?

Jules & Pichu kabbeln sich

Jules: Ich kann damit leben. Ja, ich wäre schon lieber draußen. Ich finde es z.B. schade, dass ich mich nicht mehr in die Einfahrt legen und sonnen kann. Oder hinter dem alten und nicht mehr vorhandenen Sichtschutz im Schatten liegen darf. Aber es gibt auch so noch viele schöne Plätze zum ausruhen und rumtoben. Solange mein Bro Pichu bei mir ist und ich mit ihm balgen kann bin ich sowieso glücklich. Blöd ist nur, dass ich dem riesigen Ding namens Balu nicht mehr entfliehen kann. Der scheucht mich durch den ganzen Garten, wenn er mal wieder seine fünf Minuten hat. Das ist echt unheimlich und furchteinflößend. Der wird mich bestimmt irgendwann doch mal fressen. Und jetzt knuddel mich endlich, mir ist langweilig!

Namenloser Interviewer: Ich kann jetzt nicht. Zum einen habe ich Maya immer noch im Gesicht und zum anderen sehe ich aus dem Augenwinkel Lyssi aus dem Spieltunnel hervorlugen. Lyssi, haben Sie sich gut von Ihrem Unfall erholt?

Lyssi: Ja, mir geht es wieder gut. Werde ich nie wieder machen so eine Dummheit.

Namenloser Interviewer: Das freut mich zu hören. Angeblich war Ihr Unfall ja ein Grund für die neue Gartengestaltung. Wie finden Sie das?

Lyssi: Wissen Sie, es ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite bin ich überglücklich, dass ich nach fünf Monaten Hausarrest endlich wieder hinaus an die frische Luft darf. War echt anstrengend jeden Tag die Dosenöffner davon zu überzeugen das Schlafzimmerfenster zumindest zu kippen, damit ich Zeitung lesen konnte. Die Stippvisiten im Garten sind da einfach was ganz anderes. Außerdem macht es Spaß mit Pichu und Jules durch das hohe Gras zu flitzen oder im Spieltunnel verstecken zu spielen. Hätte nicht gedacht, dass das Ding etwas taugt als er noch im Haus rumlag. Auf der anderen Seite belastet es mich natürlich schon etwas zu wissen, dass ich mit ein Auslöser dafür war, dass die anderen nun nicht mehr hinaus in die weite Welt…ach, das glaubt mir doch eh keiner. Es ist mir völlig egal, was die anderen für Probleme haben. Hauptsache ich kann endlich wieder raus! Freiheit für Lyssi!

Namenloser Interviewer: Na dann. Maya, jetzt doch mal von mir runter!

Lyssi glücklich im Garten

Maya: Aber Intensivknuddeln! *hatschi*

Namenloser Interviewer: Igitt! Voll in die Haare. *verscheucht Maya und putzt sich mit einem Taschentuch* Wann wird die endlich gesund?! Naja, da drüben liegt Pichu auf einem Gartenstuhl. Pichu, wie gefällt Ihnen der neue Garten?

Pichu: Ehrlich gesagt verstehe ich den ganzen Aufstand nicht. Ich finde es zwar schön zu klettern, aber warum die Dosenöffner mir unbedingt das rein- und rauskommen erschweren mussten? Keine Ahnung. Abseits davon merke ich nicht viel Unterschied. Ja, Balu der alte Streuner ist gefühlt mehr da als früher und meine Sis Lyssi darf endlich wieder raus. Aber ich gehe weiterhin nachts auf Tour und bringe Mäuse mit nach Hause. Insofern passt das für mich schon alles.

Namenloser Interviewer: Eine überraschend positive Einschätzung. Haben Sie keine Angst, dass Ihnen die Fluchtwege abgeschnitten werden?

Pichu: Fluchtwege? Abschneiden? Warum sollten die Dosenöffner sowas tun? Ich habe mich bislang weder einsperren lassen noch war ich nicht pünktlich Zuhause. Also erzählen Sie nicht so einen Schmarrn und geben mir stattdessen ein paar Leckerlis.

Namenloser Interviewer: Mmmh. Da hat wohl jemand noch nicht den Ernst der Lage begriffen. Wie schaut es bei dir aus, Balu?

Balu denkt über das Leben nach.

Balu: Was ein Scheiß! Ich bin anständig und kacke ich nicht in mein eigenes Revier. Deshalb habe ich denen auch aus Frust in den Kellerflur gemacht, da bin ich sonst ja nie. Außerdem brauche ich als alter Schrebergartenkater meine Freiheit. Ich muss hinaus, mein Revier verteidigen und meine andere Familie besuchen. Die vermissen mich wahrscheinlich schon. Gott, da kriege ich schon wieder so eine Wut, dass ich Jules am liebsten eine überbügeln möchte. Warum werde ich, die vorbildlichste Katze überhaupt so bestraft?! Die Welt ist ungerecht!

Namenloser Interviewer: Du bist also mit der Situation unzufrieden?

Balu: Haben Sie mir gerade nicht zugehört? Das ist vollkommen bekloppt! Mir ist langweilig, ich will raus hier! *haut Jules*

*Jules rast durch den Garten und Balu rennt ihm hinterher*

Namenloser Interviewer: Da haben Sie es meine Damen und Herren. Live und exklusiv nur bei uns die harten und echten Fakten aus dem Garten von Casa Lysanda. Wir danken, dass sie eingeschaltet haben und verabschieden uns bis zum nächsten Mal. Haben Sie noch ein Wort um Abschluss für uns, Herr Nachbarshund?

Buddy: Ich mag Katzen. Katzen sind cool! Endlich kann ich den ganzen Tag mehr Katzen sehen *kläff* Kommt zu mir Katzies! Ich möchte mich euch spielen! *kläff*

*Alle Katzen rennen auf die Terrasse oder ins Haus*

Jules

Batcat

Mmmh…kuscheln

*ein sanftes, sehr zurückhaltendes „Miau“ hallt durch die Weiten der Webseite“

Na ihr? Persönlich habe ich mich euch noch gar nicht vorgestellt. Ich bin der „kleine“ Jules. Anders als die anderen Katzen hier, durfte ich mich damals nicht selbst vorstellen. Aber das ist okay. Immerhin darf ich jetzt endlich mal ran und euch davon erzählen, wie es mir in den letzten zwei Monaten im Hause Lysanda so ergangen ist. Und bevor die Frage kommt: Ja, ich habe mich definitiv mittlerweile hier eingelebt und will am liebsten nicht mehr weg – zumindest tagsüber und wenn ich nicht gerade pinkeln oder kacken muss. Nachts geht es natürlich raus in die weite, weite Welt zusammen mit Balu, Lyssi und Pichu, um die Nachbarschaft unsicher zu machen und die Mäusepopulation auszurotten!

Mein Alterskumpel

Pichu ist übrigens ein gutes Stichwort: Er ist mein absoluter Bro. Wir zwei, wir verstehen uns und haben extrem viel Spaß miteinander. Zugegeben: Als er mir am ersten Tag nach meiner Ankunft direkt einen Kuss gegeben hat, war das durchaus etwas unheimlich. Aber Pichu weiß eben wie man das Eis bricht und heißt jeden in seinen Reihen sofort willkommen. Ohne ihn, wäre es hier in der Bude wahrscheinlich unendlich langweilig. Lyssi will nämlich immer noch nichts mit mir zu tun haben. Sie toleriert mich nur – sprich sie hat aufgehört mich anzuknurren. Und Balu? Naja, der ist halt groß, träge und ein alter Sack. Wir kommen zwar klar aber innige Freunde sind wir auch wieder nicht. Ich glaube, er weiß wegen seiner Größe nicht so ganz wie er mit uns umgehen soll. Er hat zwar seine Momente, in denen er mit Pichu und mir balgen möchte. Aufgrund der Unsicherheit auf beiden Seiten (will er uns jetzt buchstäblich platt machen?!) funktioniert das nicht lange. Sicherlich etwas schade für den alten Mann aber ganz ehrlich? Das ist sein Problem und nicht meins!

Es ist nicht wonach es aussieht!

Mit Pichu ist das definitiv ganz anders. Der war zwar anfangs auch ne total faule Socke, aber ihn habe ich ganz klar aus der Reserve gelockt bekommen. So viel gebalgt haben wahrscheinlich weder er noch ich bislang in unserem Leben. Dabei ist das so toll und lustig. Ab und zu liegen wir außerdem gemeinsam im Karton (wie Ying und Yang), wenn wir vom ganzen Rumspringen mal ausgepowert sind. Komischerweise habe ich meine Nase dann meist in seinem Hintern statt, dass wir Kopf an Kopf liegen. Keine Ahnung warum aber das können wir alles machen, mein Bro und ich. Nur ins Schlafzimmer gehe ich mit ihm nicht. Verstehe auch nicht, warum er da morgens immer gleich hineinstürmt, wenn die Türen geöffnet werden und laut Maunzend aufs Bett springt. Leckerlis scheint es auf jeden Fall keine zu geben, sondern höchstes ausgiebige Streicheleinheiten. Aber die hole ich mir woanders. Also bleibe ich lieber im Wohnzimmer und liege weiter im Karton bis es Futter gibt.

Kuschelkurs

Die Chefin vergleicht mich hingegen ständig mit Nica. Nicht nur wegen der Fellfarbe, sondern auch wegen meiner Liebe zu Kartons (stehen grad viele im Wohnzimmer *yay*!) und weil ich so tooooootal verschmust bin. Hände müssen geknuddelt werden – egal ob sie gerade ein Leckerli halten oder nicht! Kann ich doch nichts für. Ich will halt immer und zu jeder Zeit auf einen Schoß und geknuddelt werden. Und dabei am liebsten meinen Streichler vor Freude auf den Mund küssen und wie ein Baby auf der Brust liegen. Scheint zumindest der Chefin allerdings nicht ganz so zu gefallen. Ich wäre aufdringlich sagt sie. Ich würde es als liebevoll und dankbar bezeichnen. Mir doch egal, dass sie gerade Chips isst oder mit dem Handy spielen will. Wenn ich komme, dann muss nun einmal die volle Aufmerksamkeit auf mich gerichtet werden. Ist das so schwer zu verstehen?

Eine Box ist groß genug für zwei!

Gut, ab und zu stinke ich etwas eklig. Gefällt mir genauso wenig wie den Dosenöffnern. Aber ihr könnt das doch sicherlich nachvollziehen: Wenn man pupsen muss, dann muss man eben pupsen. Da hilft alles nichts. Ich weiß zwar nicht, warum ich an manchen Tagen so viel pupsen muss (und kleinere Probleme beim Kacken habe), aber wenn es so ist, ist es halt so (Anm. d. Red.: Scheint mit einer Futtersorte zusammen zu hängen – machen grad eine Ausschlussdiät.).

Perfektes Gespann

Ich kann also, wie schon anfangs gesagt, mit gutem Gewissen behaupten: Mir geht es richtig gut hier. Ich habe einen gleichaltrigen Freund mit dem ich rummachen kann, das Futter ist fantastisch, die Gegend super, duper toll und die Dosenöffner habe ich auch total gerne. Zwar ist der Chef ähnlich wie Balu viel zu groß und man muss ständig Angst haben, dass man nicht von ihm plattgewalzt wird (springe deshalb weiterhin früh genug aus dem Weg). Aber ich weiß ja, dass er mich gerne hat. Ich freue mich wirklich darüber hier gelandet zu sein und bin gespannt, was mein Leben hier noch so bringen wird.

Und zu wissen, dass meine beiden Findelkinder, um die ich mich bis zu meiner Gefangenschaft gekümmert hatte auch ein liebevolles Zuhause gefunden haben, macht mich gleich noch viel glücklicher. Da muss ich jetzt unbedingt erst einmal eine Runde mit irgendjemanden schmusen, um das zu kompensieren.

*setzt seinen völlig unschuldigen Blick auf und zieht von dannen*

Sicarius

Da waren es wieder vier!

Auch Jules mag wie Nica Kisten

Es ist immer traurig, wenn ein Vierbeiner den eigenen Haushalt verlässt. Aber man sollte natürlich auch die positive Seite sehen: Es ist wieder ein Platz für eine andere hilfsbedürftige Seele frei, den es zu füllen gilt. Und das haben wir mittlerweile getan. Ging wieder alles schneller als geplant aber als Lysanda eines Tages unseren Jules in ihrer Facebook-Timeline vorfand (in einem Beitrag aus der Gruppe Katzenvermittlung), war sofort klar: Der passt perfekt in unsere Familie. Jung, schwarz-weiß und äußerst knuddelbedürftig.

Gestatten? Jules!

Laut Impfpass ist der kleine Jules am 23.05.2016 geboren aber wie bei allen unseren Findelkindern, handelt es sich eher um eine Schätzung als die Realität, denn auch er wurde erst mit einigen Monaten auf dem Buckel von der Straße aufgegabelt. Die Finder dachten zuerst, dass es sich um eine Katze handeln würde, da sich das Tier liebevoll um zwei Kätzchen kümmerte. Aber nach dem Einfangen stellte man fest: Jules ist ein Kater aus der Ukraine (wir sind eben ein echter Multikulti-Haushalt). Ein total verschmuster und munterer Kater. Perfekt also für unsere kleinere Truppe, in der er sich in den letzten zwei Wochen bereits ganz gut eingewöhnt hat. Sogar das Fressen aus dem großen Napf mit Balu und Pichu geht bereits. Lyssi frisst allerdings weiterhin nur selten mit den anderen zusammen – vermutlich hat sie zu viel Respekt vor Balu. Sie wartet entweder auf dem Sofa oder dem Kratzbaum darauf, dass die anderen fertig sind. Andererseits: Vielleicht ist sie einfach intelligent genug zu wissen, dass das Futter nicht wegrennt und es bei uns im Haus immer genug gibt.

Einschub Anfang

DIY-Kratzbaum

Den Kratzbaum haben wir übrigens komplett selbst zusammengebastelt. Das „Haus“ besteht einfach nur aus vier Fichtenholzbrettern (ich glaube 50 auf 30cm), die wir mit Winkeln zusammengeschraubt haben. Zusätzlich kamen mit einem speziellen Bohraufsatz noch unterschiedlich große Löcher in die Front, damit sie spielen können (eine Katze im Haus, eine Katze davor – ihr wisst schon). Die Röhre an sich ist kostenlos aus dem Baumarkt. Da sind normalerweise Teppiche oder sowas aufgewickelt. In das oberste Brett haben wir mit der Stichsäge ein Loch gemacht, die Röhre durchgesteckt und auch sie mit Winkeln an den Brettern befestigt. Um die Rohre haben wir anschließend einfach das Sisal (ca. 50m) drumgewickelt und oben und unten einen Nagel reingeschlagen. Die Lücke oben ist entstanden, weil wir wohl das Sisal nicht fest genug runtergedruckt haben. Durch das Gewicht der Katzen, hat es sich in der Zwischenzeit noch etwas gesetzt. Schon in diesem Zustand (Haus mit Röhre und Sisal) waren die Katzen von dem Ding übrigens begeistert. Letzter Schritt war oben noch ein Brett an Wand und Röhre zu befestigten und fertig war das äußerst kostengünstige DIY-Ding (das teuerste dürfte 100m-Rolle Sisal gewesen sein).

Einschub Ende

Freilich vertragen sich noch nicht alle mit Jules – vor allem Lyssi knurrt noch ein wenig rum – und vor allem mir gegenüber (groß = komisch) ist er noch zurückhaltend. Aber speziell mit Pichu scheint er langsam aber sicher warm zu werden. Einziges Problem: Pichu hat sich zu sehr an Balus Art gewöhnt (gemächlich und faul). Er muss erst wieder lernen, dass man auf eine andere Katze draufspringt, wenn die einen herausfordernd anschaut und nicht einfach nur weiter vor sich hindöst. Insgesamt sind wir uns aber sicher, dass wir mit Jules wieder einen guten Fang gemacht haben. Ich habe ihn definitiv schon in mein Herz geschlossen und werde ihn NIE WIEDER HERGEBEN!!!!!1111 äh…sorry…ich meinte, ihn bis an sein Lebensende (bitte frühestens in 15 Jahren) liebhaben und ihm zusammen mit Lysanda ein schönes Zuhause geben.

Bros for Life!

Lyssi + Decke = Glück

Den anderen drei Katzen geht es selbstverständlich auch soweit richtig gut bei uns. Lyssi jammert zwar ständig, die kleine Bratze, aber sie will halt einfach nur Aufmerksamkeit haben. Bei drei Kerlen völlig verständlich. Sie zieht immerhin – zumindest vermuten wir es – trotzdem mit Balu nachts um die Häuser. Warum wir es vermuten? Als wir vor kurzem ein Paket zur Post bringen wollten, liefen uns sowohl Balu als auch Lyssi laut maunzend nach. Lysanda musste dann zurück bleiben, damit die Viecher nicht doch aus Versehen irgendwo überfahren werden. Am liebsten liegt Lyssi aber auf einer Flauschedecke herum – sogar lieber als bei Lysanda auf dem Schoss (da war sie anfangs ja nicht wegzukriegen von)! Lysanda will ihr deswegen am liebsten alle Decken wegnehmen. So gemein :smile: !

Pichu und Balu hingegen sind mittlerweile wie Geschwister. Wir können sie tatsächlich in manchen Situationen beim ersten Hinschauen nicht unterscheiden von hinten (das Fellmuster ist sehr ähnlich). Wie sie daliegen oder sitzen, wie sie sich putzen (auch gegenseitig) – es sieht teilweise exakt gleich aus (und findet mitunter sogar synchron statt). Liegt Balu draußen auf einem der Gartenstühle, liegt Pichu auf einem anderen mit dabei und sowas. Da haben sich definitiv zwei gefunden. Und das, obwohl Pichu dem großen Balu anfangs nicht über den Weg getraut hat und sich auch Balu eher zurückhielt.

Balu an sich hat aktuell mit einer Allergie zu kämpfen. Sein Gesicht sieht extrem verboten aus (Pusteln und Krusten, weil er sich die Pusteln aufgekratzt hat). Unsere Tierärztin meinte, dass sie zu dieser Jahreszeit einige Katzen in der Umgebung mit dem Problem hätte. Scheint also irgendetwas auf den Feldern zu sein. Leider können wir ihm nicht großartig helfen außer ihn mit Cortison vollzupumpen bis die Phase vorbei ist. Wirklich unschöne Sache, wird uns aber vermutlich ab sofort jedes Jahr begleiten. Ist nur noch die Frage, von wann bis wann.

Eine Frage

Balu und Pichu – Zwei Brüder?

Warum wir wieder auf vier Katzen erhöht haben? „Warum nicht?“ ist die einfache Antwort. Wir haben den Platz, die Mittel sowie soziale Katzen mit denen es tatsächlich problemlos geht neue Kameraden unterzubringen. Und es gibt genug da draußen, die ein liebevolles Zuhause suchen (Kastriert verdammt nochmal eure Stubentiger und alle, die vor eurer Haustür rumlugern!). Ja, ich wollte ursprünglich nur zwei Katzen haben. Aber Balu hat sich nun einmal gelangweilt und wurde zum Frustesser. Also musste eine dritte her. Dass wir damals zu Lyssi gegriffen haben, war technisch gesehen ein Fehler von uns (wir haben sie natürlich trotzdem lieb) und hat dadurch das Problem nicht gelöst. Also haben wir noch Pichu dazu geholt.

Und jetzt wo Nica nicht mehr da ist, bestand die Gefahr, dass die Dynamik bei uns Zuhause wieder aus den Fugen kippt. Es klingt etwas gemein zu sagen, dass Nica nicht die größten Auswirkungen im Haushalt hatte (sie war eher für sich und mochte nur Balu) und ihr Verlust für die anderen drei nicht so schwer wiegte wie beispielsweise Pichu es würde. Ein Loch hatte sie trotzdem gerissen und mit Jules hoffen wir, dass wir es erfolgreich wieder geschlossen haben.