Sicarius

Spiele spielen oder so

Das Headset

Animal Crossing: New Horizons* bestimmt weiterhin den den Hauptteil meiner Spielezeit. Nicht nur, weil ich es grundsätzlich “suchte”. Auch, weil es mir am Hauptrechner mit dem Headset auf dem Kopf weiterhin viel zu warm ist. Das Headset ist übrigens der gleichen Meinung, denn die Polster haben begonnen sich in ihre Bestandteile aufzulösen.

Vermute die Kombination aus meinem Schweiß plus Barthaare im Fall der Ohrpolster (wenn ich es mal um den Hals lege). Für die Ohrpolster gibt es zwar Ersatz, aber nicht für das auf dem Kopf. Sehr doof. Ist schließlich erst drei Jahre alt und war mit 130€ nicht ganz billig. Als Notlösung habe ich erstmal ein bisschen Coroplast* drumgewickelt. Merke aber, dass es am Kopf jetzt drückt und wird entsprechend keine Dauerlösung sein. Schade, denn ansonsten bin ich weiterhin echt zufrieden mit dem Gerät. Werde vermutlich mal bei Teufel anfragen, ob eine Reparatur möglich wäre und was sie kosten würde. Je nachdem lohnt sich das hoffentlich noch. Das neuere Modell ist aktuell für nur 99€ zu haben. Entsprechend ist die Hemmschwelle einfach Elektroschrott zu produzieren nicht ganz so hoch…

“Niederwertigere” Ablenkung

Aufgrund besagter Hitze habe ich Metro Exodus* also erstmal wieder zur Seite gelegt und beschäftige mich in Bezug auf Videospiele mit billiger Ablenkung, für die ich keinen Ton brauche/will. So versuche ich beispielsweise in Jets ‘n’ Guns Gold das “Legendray”-Achievement legal freizuschalten. Dafür muss man das Spiel 10mal durchspielen. Bei 43 Levels mit teilweise mehreren Minuten Spielzeit ist das eine Menge Holz. Ich hatte ehrlich gesagt schon nach dem zweiten Mal keine Lust mehr und bin jetzt in Runde 6. Eine Herausforderung ist nicht mehr vorhanden (war schon spätestens nach Runde 3 weg), stattdessen sterbe ich höchstens noch, wenn vor lauter Langeweile nicht aufpasse und an eine Wand fliege. Mittlerweile geht mir sogar der Soundtrack auf den Geist (deswegen ohne Headset). Ja, so ein Achievement kann einem echt den Spaß am Spiel verderben. Bitte? Ich könnte doch einfach aufhören? Ja, natürlich. Könnte ich tun. Danke für den Hinweis.

Corridor Z (Herstellerbild)

Der zweite Titel, den ich aktuell am Hauptrechner noch starte, ist Corridor Z (2015-2018; iOS, Android, PC, PS4, PSV, XONE, NSWI, MAC, LNX). Ein Endless Runner, der zuerst auf dem Smartphone als Free-to-Play-Titel das Licht der Welt erblickte. Die PC- und Konsolenumsetzungen kommen aber zum Glück gänzlich ohne Microtransaktionen aus. Die Story ist schnell erklärt: In einer namenlosen High School in Amerika ist ein Zombieausbruch. Ihr schlüpft in die Rolle von ein paar Überlebenden und rennt durch die Korridore vor den Zombies weg. Warum ihr durch die Korridore rennt ohne jemals aus der Schule zu entkommen? Stellt doch bitte nicht so tiefgründige Fragen. Ihr macht es halt. Zwar findet ihr z.B. Tagebucheinträge oder Audiologs, die ein wenig die Hintergrundgeschichte ausschmücken und erklären, wie es zum Ausbruch gekommen ist. Aber das war es auch schon. Der Rest der Zeit rennt ihr durch die immer gleichen Korridore während die Zombiehorde euch auf den Fersen ist.

Okay, eine Besonderheit gibt es dann doch: Anders als in vielen anderen Vertretern des Genres rennt der Protagonist auf die Kamera zu, statt davon weg. Ihr habt den Feind also immer im Blickfeld. Die Herausforderung besteht darin die Zombies auf Abstand zu halten indem ihr Regale umwerft, Klimaanlagenrohre von der Decke reißt oder um eine Ecke rennt. Ab und zu liegt auch mal eine Waffe rum, die einzige Form von Power-ups. Alle 800m erwartet euch zudem einer von glaube nur drei Bosszombies. Sie sind schwerer zu besiegen, geben als Belohnung mehr Rationen. Rationen hingegen braucht ihr, um zusätzliche Kleidungsstücke freizuschalten und eure Waffen zu verbessern. Außerdem könnt ihr euch die üblichen Boni (“Laufe 500m automatisch”, “starte mit einer zufälligen Waffe”, etc.) zum Spielstart damit freischalten.

Wie gesagt: Nichts wirklich Anspruchsvolles und die Charaktere unterscheiden sich ausschließlich optisch. Aber für Zwischendurch ganz nett – zumindest bis ich alle Achievements habe (noch drei Stück). Dann ist das Thema ebenfalls erledigt. Ja, ich bin durchaus Erfolgsorientiert – mit allen positiven (=Motivation etwas zu tun/auszuprobieren) und negativen (=Spiele länger als sie Spaß machen spielen) Folgen. Das hatte ich doch schon 2015 festgestellt. Also geht den Eintrag lesen, sobald ihr hier fertig seid.

“Höherwertige” Ablenkung

The Stanley Parable: Ultra Deluxe (Herstellerbild)

Mir fällt gerade ein, dass es doch noch zwei Titel gibt, über die ich kurz berichten könnte. Der eine ist The Stanley Parable: Ultra Deluxe. Ja, Ende April war es endlich soweit – nach vier Jahren kam das langerwartete Remake für NSWI, PC, PS5 und XS auf den Markt. Grafisch komplett überarbeitet und um zahlreiche Inhalte ergänzt. Nach nicht einmal zwei Stunden muss ich allerdings ehrlich zugeben: Der Reiz ist irgendwie weg. Das Original lebte vermutlich einfach viel zu viel davon, dass es was Neues und Innovatives war. Jetzt wo ich den zentralen Gag schon kenne, egal wie gut gemacht und abwechslungsreich die Neuerung sind – meine Lachmuskeln scheint es nicht mehr wirklich zu animieren. Da hat mich The Corridor letztes Jahr irgendwie besser unterhalten. Vielleicht bin ich auch einfach nur zu verbittert mittlerweile (geh‘ ja schon auf die 40 zu). Wer The Stanley Parable jedoch bis heute nicht gespielt hat: Unbedingt zuschlagen. Für Neulinge garantiert immer noch ein geniales Spielerlebnis.

Der zweite Titel wurde damals über Fig finanziert und ist ohne wirklich großes TamTam Mitte Mai erschienen: Soundfall. Ja, die Backer-Kommunikation ließ definitiv zu wünschen übrig. Ich hatte einfach Ende April plötzlich eine Mail mit dem Key im Postfach und konnte direkt loslegen. Komisch aber okay. Spielerisch handelt es sich um ein Top-Down-Looter-Shooter mit Rhythmus-Twist. Sprich ihr müsst zum Takt der Musik angreifen und eure Fähigkeiten einsetzen. Klingt einfacher als es ist. Tempi können plötzlich wechseln, manche Waffen haben “Halteangriffe” bei denen ihr die linke Maustaste dann vielleicht nur 1/4-Takt oder sogar zwei Takte lang drücken müsst und haufenweise Gegner wollen euch zu Leibe rücken. Im Laufe des Spiels schaltet ihr verschiedene Charaktere mit unterschiedlicher Bewaffnung und Fähigkeiten frei zwischen denen ihr zwischen den Levels frei wechseln könnt. Mit den verdienten Erfahrungspunkten leveln alle gleichzeitig hoch, was definitiv schick ist.

Soundfall (Herstellerbild)

Für mich ist der direkte Vergleich zu Soundfall tatsächlich Darkspore. Kleine, übersichtliche Levels, ein Koop-Modus für bis zu vier Spieler, der bunte Grafikstil – erinnert mich alles sehr stark an das Werk von Maxis aus dem Jahre 2011. Nach fünf Stunden Spielzeit (ca. 1/3 der Kampagne) muss ich allerdings sagen, dass die Luft schon irgendwie raus ist. Die Geschichte ist nett (ihr werdet in ein Land gebracht, in dem die Bösen die Musik klauen) aber absolut unterirdisch schlecht erzählt. Die Levels werden zufällig auf Basis des Lieds generiert (sehr cool) aber es stehen zu wenig Bausteine zur Verfügung. Ihr seht ziemlich schnell immer und immer wieder die gleichen Module. Auch bei den Gegnern ist schon recht schnell das Ende der Fahnenstange erreicht. Und beim Loot? Lasst uns davon gar nicht erst anfangen. Es gibt buchstäblich eine Handvoll von Sachen, die sich nur durch ihr Item-Level und ihre Attribute unterscheiden. Da macht das Sammeln nur bedingt Spaß.

Das größte Problem ist aber vermutlich der Schwierigkeitsgrad. Das Spiel ist knallhart und lässt gefühlt keinen Fehler zu. Drückt ihr die Taste eine Millisekunde zu spät, seid ihr aus dem Takt und eure Waffe ist nicht mehr zu gebrauchen oder ihr könnt kurzzeitig keine Ausweichrolle mehr ausführen. Das ist extrem irritierend und ich komm in so einer Situation dann auch nicht ganz so zügig wieder in den Takt rein, selbst wenn ich mit Metronom spiele. Sehr schade. Fand die Idee echt cool (deswegen habe ich es ja unterstützt) und die ersten Levels waren spaßig aber unterm Strich ist es viel zu repetitive und die Motivatoren zum Weiterspielen nur bedingt vorhanden.

Epilog

Und damit hat sich der heutige Eintrag irgendwie doch mit Spielen beschäftigt. Dabei wollte ich eigentlich über ein anderes Thema reden. Aber so ist das manchmal bei mir. Da fange ich mit einer Einleitung an und dann wird die plötzlich zum ganzen Eintrag. Echt schlimm :smile: . Aber weder Beim Christoph noch das andere Thema rennen weg. Insofern: Bis zum nächsten Eintrag!

The Last of Us: Part I (Herstellerbild)

The Last of Us: Part I für PlayStation 5 und PC also… Dabei ist das Original doch erst 2013 auf der PlayStation 3 erschienen. Die “Remastered”-Version dann 2014 für die PlayStation 4. Gibt es echt schon Leute, die nach nur acht Jahren total nostalgisch sind und sehnsüchtig darauf warten, dass der Titel neu aufgelegt wird? Ist die PS4-Version so unspielbar hässlich? Zumindest lässt sie sich auf der PS5 auch starten meines Wissens. Ich verstehe es entsprechend nicht. Okay, das stimmt natürlich nicht: Da sind die “Gamer”, die immer nur das Neuste mit der besten Grafik zocken und alles andere nicht mit dem Hintern anschauen. Dann die PlayStation-Fanboys, die eh alles kaufen was für ihre Plattform kommt, um den Xbox-Fanboys den Mittelfinger zeigen zu können. Und es verschafft der IP natürlich einen weiteren Medienzyklus. Da steckt also extrem viel sichere Kohle dahinter. Dazu der vergleichsweise geringe Aufwand für diese Art von Remake (kein Vergleich zu Final Fantasy VII Remake Intergrade*) und schon ist es ein No-Brainer für Sony so einem Projekt das grüne Licht zu geben.

Aber gut: Was soll ich mich darüber aufregen. Ich kann es eh nicht ändern und es wird unter Garantie sowohl die Kritiker wieder begeistern als sich auch erneut wie geschnittenes Brot verkaufen. Insofern macht Sony es genau richtig. Ich für meinen Teil habe zwar das Original für die PS3 im Haus, aber ich hab‘ mich bis heute paradoxerweise nur mit dem Mehrspielermodus beschäftigt. Die PC-Version wird hingegen auf meine Wunschliste gepackt und dann irgendwann mal bei irgendeinem Sale oder dank eines Bundles ihren Weg in meine Bibliothek finden. Ob ich es vor 2060 tatsächlich gespielt beomme? Schauen wir mal. Das hängt heutzutage sehr stark von meiner Tagesform ab. Aktuell ist es ja mal wieder zu warm zum kacken – geschweige denn zum spielen :smile: . Vielleicht gibt es bis dahin dann auch schon eine PC-Umsetzung von The Last of Us: Part II.

Das wiederum finde ich im Gegensatz zu den besagten PlayStation-Fanboys hingegen mega-gut. Endlich hat Sony verstanden wie lukrativ der PC-Markt sein kann, wenn man gute Spiele mit einem guten Port kombiniert. Wobei der ein oder andere schlechte Port sich trotzdem extrem gut verkauft, nicht wahr From Software? Ja, die PlayStation-First-Party-AAA-Titel werden weiterhin erstmal für einige Zeit nur exklusiv auf ihrer Plattform verfügbar sein. Aber nur weil die PS4-Version von Horizon: Zero Dawn* bereits 2017 erschienen ist, war und ist auf dem PC kein wirklich schlechteres Spiel. Im Gegenteil sieht es sogar nochmal wesentlich genialer aus mit entsprechender Hardware. Insofern lasse ich gerne allen anderen den Vortritt, wenn das Ergebnis am Ende so gut ausfällt.

Und sonst?

Aliens: Dark Descent (Herstellerbild)

In den Nicht-E3-Wochen war ja grundsätzliches einiges los. So viele Showcases von den unterschiedlichsten Quellen. Keine Ahnung wie die ESA glaubt dem 2023 irgendetwas entgegen zu setzen. Das “Hauptevent”, Summer Game Fest Showcase, war da schon fast das Langweiligste. Zumal es weniger Neuankündigungen dieses Mal hatte – was mich persönlich nicht sonderlich stört. Lieber kurz vor Release erst zeigen statt Jahre lange nichts mehr davon hören. Über alle Showcases hinweg wurden mehrere hundert Spiele in diversen Entwicklungsstatus gezeigt mit überraschend wenig Doppelungen. Allein in der Wholesome Games Direct waren es mehr als 90 Stück. Das ist schon fast wieder viel zu viel, um da noch mithalten zu können.

Entsprechend praktisch finde ich es wie voll Steam mittlerweile in die Sache integriert ist – natürlich nur bei Titeln, die auch auf PC erscheinen. Für 90% der gezeigten PC-Spiele gab es bereits eine entsprechende Seite dort. Da kann man sich gleich weiter darüber informieren und ggf. den Wishlist-Button drücken. Perfekt für die interessierten Spieler, die es sonst unter Umständen gleich wieder aus den Augen verloren hätten. Manchmal gibt es sogar schon eine Demo dann während des Steam Next Fest. Übrigens ebenfalls so eine Entwicklung, die ich extrem gutheiße. Demos waren ja einige Jahre tatsächlich komplett aus der Mode gekommen – selbst auf den Konsolen. Entsprechend schön zu sehen, dass mittlerweile wieder ein Comeback feiern. Der Bedarf ist offensichtlich da und geschadet hat es vermutlich den wenigsten Titeln. Eher das Gegenteil dürfte der Fall sein.

Die Steamseiten passend zu den Streams sind auch für meine Arbeit bei Co-Optimus ist es eine unglaubliche Zeitersparnis. Man würde ja eigentlich erwarten, dass es von den Veranstaltern zumindest im Nachgang ein nettes Paket oder eine Webseite mit einer Übersicht über alles Gezeigte mit rudimentären Informationen gäbe. Aber nein, ich muss jedem Titel einzeln nachrecherchieren. Entsprechend gut, wenn ich einfach in Steam den Namen eintippen kann und dank der Tags zumindest sofort die Frage geklärt bekomme, ob es überhaupt ein Koop-Spiel ist.

Blind durch den Wald

Agent 64: Spies Never Die (Herstellerbild)

Die gezielte Recherche hatte natürlich gleichzeitig den Nachteil, dass ich inhaltlich faktisch nicht wirklich viel mitbekommen habe abseits besagter Koop-Titel (von denen es heuer nicht so viel gab wie 2021). Wer also gerne meine Meinung zum ein oder anderen Werk erfahren wollte, den muss ich enttäuschen. Ich hab‘ vermutlich nicht einmal den Trailer angeschaut :smile: . Ich lade euch aber selbstverständlich wie immer ein eure Meinung zum Event und eure Top-Titel in die Kommentare zu packen.

Es ist aber auch grundsätzlich so, dass ich leider nur erneut feststellen kann, dass mich das ganze Tamtam persönlich einfach absolut nicht mehr interessiert. Ja, natürlich sieht das ein oder andere Spiel cool und interessant aus und reizt mich vielleicht sogar. Aber meine Steam Wishlist umfasst mittlerweile auch schon über 1.000 Titel (DLCs nicht mitgezählt) obwohl ich mich von Early-Access-Titeln fernhalte und fast nur bereits erschienene Werke auf die Liste setze. Entsprechend ist die Realität schlicht und einfach, dass ich in diesem Leben eh nicht mehr dazu kommen werde. Entweder der jeweilige Titel landet irgendwann auf diversen Wegen in meiner Bibliothek und in einem Anfall starte ich es mal oder ich werde es wohl nie zu Gesicht bekommen. Ist halt so. Geht euch sicherlich nicht anders. Das ist halt der Nachteil der heutigen Zeit: Es ist überall alles zu viel des Guten.

In diesem Sinne: Ich muss zurück auf meine Insel in Animal Crossing: New Horizons*. Ich habe meine Routine für heute noch nicht abgeschlossen (Steine klopfen, mit den Bewohnern reden, etc.). Aber dafür bereits mehrere tausend Rüben gekauft. Hoffentlich ist der Markt mir wieder gnädig. Letzte Woche hatte ich einen starken Anstieg – bei 100 eingekauft und bei 500 verkauft. Da waren Nooks Schulden aber sowas von sofort getilgt!

Warhammer 40,000: Space Wolf (Publisher-Screenshot)

Servers shutting down is sadly nothing new in today’s “always-on”-environment. Players can basically call themselves lucky if they can at least continue playing the single-player portion of the game with hopefully only a minimal impact to the overall experience. But there are devs that actually care and don’t just press the off-switch. The current example being HeroCraft with their surprisingly fun – at least on PC where most of the Free-to-Play-elements from the mobile release were not present – turn-based strategy/card collecting game hybrid Warhammer 40,000: Space Wolf (2014-2021; iOS, Android, PC, PS4, NSWI, XONE). They actually removed all always-online-requirements prior to shutting down the server on May 16th 2022. Very nice of them.

Sadly, it’s not all good news since one big factor of the game is getting new cards for your decks. And one important way to get new cards besides grinding the missions were the free promo codes the devs handed out each Friday. In the first version of the offline patch, they just removed the online functionality so you were still able to use the “Redeem Promo Code” button to at least get a set of default stuff every time (no matter what code you entered) but with subsequent versions on the road to shutdown they deactivated the button and as such any additional way for you to get cards. Luckily with the game going offline, the door was finally open for modders to have a crack at the title.

Disclaimer

All accolades for the following information go out to Steam User dv and their guide on the topic. The reason why I’m reproducing it here is that while the guide in theory contains all information you need to make the necessary changes, it’s not that easy to understand for everyone. I had a hard time myself until I finally found out the most important tip. So, what follows is a step-by-step guide on how to change Warhammer 40,000: Space Wolf in such a way that you can get any card you want using the “Redeem Promo Code”-button.

The Basics

To make the necessary changes you need to have three things prepared:

  • A Hex-Editor (remember those?). I recommend HxD since it’s free and lightweight. That’s the one you’ll see in all the screenshots. But any basic Hex-Editor should suffice.
  • Warhammer 40,000: Space Wolf installed somewhere on your computer. Seems obvious, I know but I just want to make sure :smile: .
  • A number system converter that allows the conversion from and to decimal/hexadecimal in different byte-sizes. I’m sure a programmer can do the math in their head but I prefer to rely on an online converter like this one from Tobias Stamm. The page is technically in German but it’s clear enough to understand without any knowledge of the language.
  • The Warhammer 40,000: Space Wolf Card ID List which contains of all the cards in the game with their internal id.

Once you have everything ready, we can actually start the process:

Step 1: Make the button re-appear

In order to get the cards we want, we are going to use the “Promo code”-system and as such we need to make the button available again. For this we open the file level3 in our Hex-Editor which is located in your steam folder\steamapps\common\Warhammer 40,000 Space Wolf\SpaceWolf_Data. You can find this location also by using the “Manage/Browse local files”-option in Steam.

Once you have it open, use the “Go to”-search option to jump to Offset F02EE.

Offset for the Button Location

If the button is not visible, the value should be 00. Change it to 01 and save the file. When you start up the game again, the promo button is back again and usable.

The button location in the Level 3-file. The value has already been changed.

Don’t worry about breaking anything at this point. If the game crashes on startup because you changed the wrong value, just use “Verify integrity of game files…” in Steam (Properties of the game/Local Files) and it will overwrite your changes.

Step 2: Find the location of the cards

Now that we have once again access to the button, we want to change the cards you receive when entering a code. It doesn’t matter which code you enter because the game only checks if it has at least 8 characters. As long as you enter something long enough, you’ll receive the items.

The content of the promo code packages is stored in the file Assembly-CSharp.dll. You can find this file in the folder your steam folder\steamapps\common\Warhammer 40,000 Space Wolf\SpaceWolf_Data\Managed.

Open the file up in your Hex-Editor and jump to Offset 1C3508.

Offset for the Location of the 1st card

This is where the information for the first card begins. It is four bytes long (=8 characters in the editor). So the 2nd cards then follows at 1C350C and the 3rd at 1C3510. The last byte of the 3rd card is 1C3513.

The location of the three cards

If you have a fresh installation the offset should read E0 15 00 00 EA 15 00 00 F4 15 00 00 which is the default card content of the promo pack.

Step 3: Convert the card id

Now we need to convert the card ids to something we can actually write into the file. That’s where that online converter comes in. You also need to remember that most of the cards come in different flavors. STUN for example can be upgraded to level 4. Young King’s Blade even to level 6. That’s why in the card id-list you’ll find several entries for the same card. In my experience: The highest id of a card is the version with the highest level. To use Young King’s Blade as an example: Level 1 has the id 107400 while level 6 has the id 107405.

All the ids for the card “Young King’s Blade”

Once you’ve identified the cards you want, we need to convert the id from decimal to 4-byte hexadecimal. In case of the linked converter, you input the id e.g. 107405 in the field Dec. Then you press Enter and you’ll see tons of results. The one we’re interested in, is in the row 32 of the column Hex of the table Unsigned. Which in our example is 00 01 a3 8d.

Converting the id to 4-byte-hexadecimal

Step 4: Input the card id

We now have converted the card id to something useful, time to write it into the file. And here’s where the stumbling block I was talking about in the intro comes in: You need to reverse the result (!) from the converter. In our case the value for the file is actually 8D A3 01 00 and NOT 00 01 A3 8D. So the last byte from the converter is the first byte in the file.

Replace the information starting from 1C2F08 with these numbers. If you have another card you want or if you want multiples of the same card: Do the same for the next two cards in the promo pack: Convert the id, input them at one of the offsets (1C3508 / 1C350C / 1C3510) and then save the file.

Changing the value for the first card.

Sadly, there is currently no way to get more than three cards from a promo pack at the same time. If you want several different cards, you need to change the file, get them in the game and then change the file again.

Step 5: Profit!

Once you’ve saved your changes to Assembly-CSharp.dll, you can boot up the game. Enter a promo code and if you did everything correctly, you should receive your desired cards. Yes, it’s that easy!

The result of our change: We received a level 6-version of Young King’s Blade as the first card.

If you entered the wrong values however (=card ids that don’t exist), the promo pack will show up empty and your card library will be broken. Verifying your game files will not fix it! Thankfully you can repair it using a modified Assembly-CSharp.dll-file by dv. It basically forces the game to recheck your library and clear out all illegal cards. You can find it at the bottom of their guide. Just overwrite your file with it, start up the game, press the promo button and all is fine once again.

Changing the other values

You can also change the amount of stuff (booster packs, parts, skill points, and so on) you receive from a promo pack but I see no point in doing that. Forging cards and opening booster packs isn’t really that much fun for me. So I’ll just modify the pack to give me the cards I actually want. That’s why I won’t go into further details about how to change these values.

I hope this guide was helpful to the few people still playing the game. And no, I don’t consider it cheating. Like I said: Getting those cards the “correct” way is teadious and boring and having the best cards doesn’t make you automatically win each mission. You still need to make a cohesive deck with them and make the right tactical decisions. So yes, you can and will still fail many times depending on the challenge even with the best cards in the game :smile: . And PVP has been disabled, so now online advantage as well.

Sicarius

Rückfall

Betreuer: […]und danke dir für deine Geschichte, Heinz. Wir sind alle Stolz auf dich, dass du den Mut dazu hattest sie uns zu erzählen. Jeder von uns hat mal einen schwachen Moment. Und nächste Woche sind die Rübenpreise bestimmt wieder besser. Also Kopf hoch.

Heinz (sichtlich gerührt): Danke.

Betreuer: Lasst uns nun ein neues Mitglied in unserer Gruppe begrüßen. Stell dich doch mal kurz vor.

Sicarius: *schüchtern* Ja… äh, hallo. Ich bin der Sicarius!

Gruppe: Hallo, Sicarius!

Betreuer: Was führt dich heute zu uns, Sicarius?

Sicarius: *zurückhaltend* Naja, also. Eigentlich gehör‘ ich ja nicht hierher. Ich… ich könnte jederzeit aufhören… und so. Und es ist ja auch gar nicht so schlimm. Ähm… ihr seid ja schon viel weiter als ich und…

Betreuer: Alles gut, Sicarius. Du bist hier unter Gleichgesinnten. Du kannst hier offen und ehrlich deine Seele ausschütten. Es wird dich niemand verurteilen.

Heinz: Ja, trau dich! Wir waren alle mal wie du!

Animal Crossing: New Leaf (Herstellerbild)

Sicarius: Ooo…kay. *nimmt allen Mut zusammen*. Also… es lässt sich nicht anders ausdrücken… aber ich bin wieder rückfällig geworden. Dabei war ich über sieben Jahre lang trocken. Und nun bin ich wieder mitten drin. Nur ab und zu hatte ich mal an mein Dorf gedacht nachdem ich es irgendwann 2014 endlich komplett hinter mir gelassen hatte. Auszug von daheim, neue Stadt, neue Arbeit und so halfen mir dabei mich loszulösen. Seitdem habe ich nur 1-2mal kurz reingeschaut. Aber nie lang. Nur mal geschaut, wie es meinen Nachbarn geht und so. Die meisten sind wie erwartet weggezogen. Aber ich war wirklich weitestgehend frei von Isabelle, Tom und den anderen. Keine Gedanken an Fische, Insekten, Kredite, Früchte und dergleichen. Ich lebte endlich wieder ein normales Leben.

Betreuer: Wahnsinn, dass du das geschafft hast. Wir sind echt stolz auf dich!

Sicarius: Äh… danke. Natürlich habe ich es mitbekommen, als vor zwei Jahren der langerwartete Nachfolger auf den Markt kam. Schon allein wegen den ganzen Memes mit Isabelle und dem Doomguy. Aber damals hatte ich noch keine Nintendo Switch. Insofern konnte ich weiter stark bleiben. Doch als es dann soweit war und eine in unseren Haushalt einzog… da wurden die Rufe in meinem Hinterkopf wieder lauter. Toms Rufe zu ihm auf die Insel zu kommen erstarkten. Anfangs habe ich sie noch ausgehalten. Habe mir eingeredet, dass ich mit dem Ersteinkauf schon mehr als genug Titel angeschafft hatte, die ich niemals alle durchgespielt bekomme. Außerdem war das Werk gefühlt überall ausverkauft. Insofern war es anfangs ziemlich einfach der Versuchung zu widerstehen. Konnte es mir eh nicht anschaffen.

Aber immer, wenn es irgendwo Rabatte gab, habe ich trotzdem mal nachgeschaut ob es auf Lager ist. Es war also leider irgendwie abzusehen, dass ich früher oder später einknicken würde. Ich wollte so stark sein. Doch in meinem Inneren… war die Saat der Sehnsucht bereits vorhanden. Ja… und als medimops dann halt anlässlich des Muttertags mal wieder eine Rabattaktion hatte… kam es, wie es kommen musste: Eine gebrauchte Kopie war auf Lager…

Betreuer *erschrocken* Oh nein…

Sicarius: Sie landete sofort in meinem Warenkorb. Ich überlegte gar nicht lange. Und ein paar Tage später brachte sie DHL an die Haustür der Casa Lysanda. Sollte man verbieten, solche Unternehmen… Fördern nur die Sucht mit ihren Lieferungen! Naja, ich hatte noch die kleine Hoffnung, dass vielleicht wieder die Karte fehlen würde und ich es zurückschicken müsste. So, wie damals bei Xenoblade Chronicles 2. Aber nein, es war vollständig und einsatzbereit. Keine 30 Minuten später lag entsprechend schon der DLC, Happy Home Paradise, in meinem virtuellen Warenkorb und die Konsole lud fleißig die Updates runter.

New Pokémon Snap (Herstellerbild)

Ich habe natürlich trotzdem versucht mich der Versuchung weiter zu widersetzen. Ich hatte mit der gleichen Bestellung nämlich auch noch New Pokémon Snap* und Metroid Dread* eingekauft. So als Ablenkungsmanöver. „Ein Spiel unter vielen”, dann vergesse ich es bestimmt. Also legte ich die Pokémon-Fotosafari ein und spielte ein paar Tage lang erstmal das. Aber wie ihr euch sicherlich denken könnt: Toms Rufe überhört man nicht so einfach.

Zustimmendes Raunen aus der Gruppe

Margarete: Der Kerl weiß einfach, wie er die Leute rumkriegt.

Sicarius: Das Ende vom Lied könnt ihr euch denken. Sonst würde ich heute ja nicht hier sitzen. Vor ein paar Tagen habe ich Animal Crossing: New Horizons* eingelegt… und es ist genau so schlimm, wie ich es erwartet hatte. Ich bin direkt wieder abgerutscht. Der gleiche Mist wie damals… und ich kann ihr trotzdem nicht widerstehen… dieser scheiß Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. *bricht in Tränen aus* VERFLUCHT SEIST DU TOM! DU UND DEIN VERDAMMTES REIF-FÜR-DIE-INSEL-PAKET! Jetzt bin ich definitiv reif für die Insel. Und zwar wegen dir! *schluchz*

Betreuer: *legt tröstend seinen Arm um Sicarius* Alles gut, Sicarius. Danke für deine Offenheit. Der erste Schritt zur Besserung ist sich einzugestehen, dass es ein Problem gibt. Ab jetzt kann es nur aufwärts gehen. Du wirst schon sehen. Wir begleiten dich selbstverständlich auf deinem Weg. Eine Sache noch: Welche Früchte hast du auf deiner Insel? Äpfel? Birnen? Kirschen? Gibst du uns deinen Freundescode, damit wir vorbeischauen können? Ich geb‘ dir auch gerne ein paar meiner Orangen ab. Aber ich will unbedingt ein paar Äpfel für meine Insel.

Heinz: ICH BRAUCH DRINGEND ORANGEN!

Margarte: *springt auf und schüttelt Sicarius* GIB‘ MIR SOFORT DEINE KOKOSNÜSSE!!!

Epilog

Animal Crossing: New Horizons (Herstellerbild)

Ja, Animal Crossing: New Horzions ist grundsätzlich 1:1 der gleiche „Mist” wie Animal Crossing: New Leaf*. Nein, das stimmt nicht. Es ist sogar schlimmer dank der wesentlich besseren Grafik, vielen sinnvollen Quality-of-Life-Verbesserungen und vor allem: Noch viel mehr zu tun! So wahnsinnig viel zu tun. Sogar Crafting gibt es jetzt. Die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen nehmen kein Ende! Dabei habe ich doch eh schon nur noch vergleichsweise wenig Zeit zum Zocken. Und dann tue ich mir doch wieder so ein Spiel an. Ich hab‘ dafür sogar erstmals die Konsole im mobilen Modus benutzt abseits vom Fernseher *heul* Wie ich schon 2013 geschrieben hatte: […]widersteht unter allen Umständen der Versuchung! Das Spiel ist es nicht wert sein Leben dafür zu opfern egal wie gut es sich anfühlt! Und jetzt entschuldigt mich: Ich muss ein paar Bäume schütteln gehen…

Der Handwerker ist leider letzte Woche nicht fertig geworden. Er war sogar nur drei Tage da. Das lag jedoch nicht daran, dass ihm unser Kaffee plötzlich zu schlecht war. Nein, die Baustoffe sind schuld: Die Putzschicht war zum Weiterarbeiten schlicht nicht trocken genug aufgrund des Wetters. Entsprechend konnte er nicht weiter machen. Wann er wieder kommt? Keine Ahnung. Wir hoffen, dass es nicht zu lange dauert. Auch, weil unsere lieben Vierbeiner ihn schon beschädigt haben. Also nicht den Handwerker – den Putz. Als letzte Woche so starker Wind war, ist der Karton des Provisoriums nämlich weggeflogen. Maya hat das natürlich sofort mitbekommen und ist die Wand durch den frischen Putz hochgekraxelt – dabei sind echt tiefe Löcher entstanden…

Reden wir stattdessen auch heute mal wieder über Videospiele. Ich weiß, dass kommt in den letzten Wochen irgendwie häufig vor. Aber ich wollte 2022 ja wieder mehr über die Themen schreiben, auf die ich tatsächlich gerade Lust habe. Also lebt damit, dass Beim Christoph dadurch scheinbar wieder etwas spielelastiger wird :tongue: . Und in den letzten Wochen habe ich mich zufälligerweise mit zwei Titeln beschäftigt, deren Release-Version ich schon vor einigen Jahren durchgespielt hatte, dann aber noch eine “Enhanced Edition” bekommen haben:

Metro 2033: Redux (Herstellerbild)

Metro 2033 Redux* (2014; PC, LNX, MAC, PS4, XONE, NSWI) – Manchmal sind Achievements echt praktisch. Ich wusste tatsächlich nicht mehr, dass ich das Original durchgespielt hatte. Aber dank Steam kann ich eindeutig sehen, dass am 11. Mai 2013 abends um 21:27 die Endsequenz über meinen Bildschirm lief. Gestartet hatte ich meinen Durchgang hingegen am 1. Mai 2010. Ja, ich fange gerne Spiele an und beende sie erst Jahre später. Spricht allerdings irgendwie nicht gerade für das Erstlingswerk von 4A Games, wenn ich mich echt überhaupt nicht mehr daran erinnern kann. Möglicherweise ist aber auch einfach mein Gedächtnis nicht mehr so gut. Werde schließlich dieses Jahr schon 38! Total alter Sack, ich weiß.

Aber zurück zum Spiel. Zur Erinnerung: Der Titel basiert auf dem gleichnamigen Buch, das ich zwar im Regal stehen habe, aber immer noch nicht gelesen. Ihr schlüpft in die Rolle von Artyom, ungefähr 20 Jahre nach einem im Spiel nicht weiter definiertem globalen nuklearem Desaster, welches die Erdoberfläche unbewohnbar gemacht hat. Stattdessen haust zumindest in Russland der Rest der Menschheit in den U-Bahnschächten. Die große Neuerung der Redux-Version war die Umstellung auf die neue Version der 4A Engine, wie sie ein Jahr zuvor in Metro: Last Light zum Einsatz kam. Bessere Beleuchtung, schickere Animationen und sogar dynamisches Wetter waren unter anderem die Folge – inkl. einem gestiegenen Hardwarehunger. Das Original machte schon Crysis Konkurrenz was die Hardwareanforderungen anging, obwohl der größte Teil des Spiels unter der Erde stattfindet. Die Redux-Version kann ich selbst mit meiner heutigen Hardware immer noch nicht mit vollen Details spielen (SSAA nur auf 0,5X, um durchgängig stabile 60fps zu bekommen). Die Umgebungen sehen immerhin noch extrem gut aus, was den Hardwarehunger etwas rechtfertigt. Die Charaktermodelle… nicht so ganz.

Doch auch spielerisch wurde Hand angelegt und einige Features des Nachfolgers übernommen. Die Kampf- und Schleichmechaniken wurden überarbeitet, die KI verbessert und neue Features wie Töten aus dem Hinterhalt oder Waffenanbauten eingeführt. Außerdem gibt es neue Schwierigkeitsgrade. Während “Survival” dem Original entspricht, ist “Spartan” eher auf den “schießwütigen” Spieler ausgerichtet. Außerdem gibt es noch die Ranger-Modi mit reduziertem HUD und stärkerem Fokus auf Ressourcenmamangement. Selbst die Achievements sind größtenteils anders als im Original. Ich habe es dieses Mal im Survival-Modus auf “Normal” durchgespielt, was zugegebenermaßen im Rückblick etwas zu einfach war. Wäre vermutlich auch auf “Ranger” ganz gut durchgekommen.

Beim Christoph meint: Von mir gibt es 4 von 5 Sics. Die Geschichte rund um Artyom, dem Schutz seiner Heimatstation “Exhibition” und seinem Kampf gegen die “Dunklen” hat mich nicht so recht vom Hocker gerissen. Dazu bleiben diese zu sehr im… nun ja, im Dunklen und sind gefühlt keine echte Bedrohung. Ja, [Spoiler] das ist Sinn und Zweck. Aber ihr wisst was ich meine: Ich hatte kein Gefühl der Dringlichkeit. Stattdessen befolgte ich einfach nur irgendwelche Befehle von anderen und arbeite mich linear von Level zu Level und von nettem Setpiece zu nettem Setpiece.

Immerhin ist auf diesem Weg für reichlich spielerische Abwechslung gesorgt und die Atmosphäre in den Levels ist selbst heute noch angenehm bedrückend und genial. Insofern habe ich mich grundsätzlich nicht gelangweilt und bin gerne die rund 10 Stunden durch die U-Bahn geschlichen (geschossen habe ich eher wenig). Auch, weil ich die Welt grundsätzlich interessant finde. Irgendwas scheint mich an nuklearen Unglücken zu reizen :wink: . Gleichzeitig hat mich der Durchgang jedoch erneut darin bestätigt, dass S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Chernobyl unterm Strich doch irgendwie das bessere Spiel ist. Zur Erinnerung: 4A Games wurde von ehemaligen GSC Gam eWorld-Entwicklern gegründet. Mal schauen ob Metro: Last Light Redux meine Meinung ändern wird.

 

Deus Ex: Human Revolution – Director’s Cut (Herstellerbild)

Deus Ex: Human Revolution – Director’s Cut* (2013; PC, PS3, X360, WiiU) – An meinen ersten Durchgang zum Release anno 2011 (am 28.8. angefangen, am 10.09. durchgespielt) kann ich mich in diesem Fall noch sehr gut erinnern und im Vergleich zu Metro 2033: Redux sind die Änderungen zum Original sehr übersichtlich. Ja, auch hier gab es ein paar technische Updates wie verbesserte Lichteffekte und die KI hat etwas mehr Gehirnschmalz bekommen. Aber die Verbesserungen machen sich unterm Strich nicht so stark bemerkbar wie bei der Konkurrenz. Vor allem bei der Technik: Während Metro 2033: Redux die meiste Zeit nicht wie ein Titel von 2013 wirkt, merkt man Deus Ex: Human Revolution – Director’s Cut definitiv sein Alter an.

Spielerisch wurde hingegen nur der DLC The Missing Link integriert und in den Bosskämpfen eine Lösung für Schleicher eingebaut. Beides ist ganz nett, aber sowohl der DLC als auch die Bosskämpfe fühlen sich weiterhin wie die Fremdkörper an, die sie faktisch sind. Ansonsten gibt es nicht all zu viel zu sagen. Es ist immer noch Deus Ex: Human Revolution und das ist selbst heute noch eine richtig gut gelungene Immersive Simulation, die innerhalb der Serie nur von Deus Ex übertroffen wird.

Beim Christoph meint: Volle 5 von 5 Sics gibt es von mir. Das Original war bereits herausragend und verdienter Gewinner eines NOCA. Der Director’s Cut ändert grundsätzlich nichts zum Schlechteren, insofern habe ich meine Zeit in den Schuhen von Adam Jensen auch trotz nicht mehr ganz so frischer Grafik erneut sehr genossen. Wer es bis heute nicht gespielt hat: Nachholen! Mir hat mein erneuter Durchgang sogar so viel Spaß gemacht, dass ich dieses Mal 100% der Achievements eingesammelt habe. Okay, zugegebenermaßen habe ich für “Doctorate” (sammle alle XP-Bücher) gecheatet. Ich war in Hengsha zu eifrig den Club “The Hive” zu erkunden und war schon zu weit fortgeschritten, bevor ich gemerkt habe, dass ich mir den Weg zu einem der Bücher verbaut hatte. Aber das war das einzige! Alle anderen habe ich legitim selbst gefunden! Ehrlich!

Da war noch was

Bevor ich mich aber als nächstes mit Deus Ex: Mankind Divded beschäftigen kann, musste ich natürlich noch den anderen Deus Ex-Titel spielen. Den unrühmlichen Stiefsohn, wenn man so will. Nein, nicht Deus Ex: Invisible War. Das habe ich schon vor vielen Jahren durchgespielt. Ich rede stattdessen von:

Deus Ex: The Fall (Herstellerbild)

Deus Ex: The Fall* (2013; iOS, Android, PC) – Es ist ein Deus Ex-Erlebnis für Smartphones mit einem PC-Port, der in keinerlei Hinsicht daran etwas ändert. Nicht mehr und nicht weniger. Übersichtlich, mit starken technischen Limitationen (die zu spielerischen Vorteilen führen, da sich Gegner nach wenigen Sekunden auflösen) und eingebettet in Square Enixs‘ aggressive Cross-Media-Strategie. Sprich: Wenn ihr nur Deus Ex: The Fall spielt, versteht ihr faktisch nur Bahnhof. Es ist angesetzt während der Zeit nach dem Angriff auf Sarif Industries in der Adam Jensen zum Maschinenmenschen wird und ihr schlüpft in die Rolle von Ben Saxon. Er ist ein ehemaliges Mitglied der Tyrannen. Die Typen, die den Angriff zu verantworten haben. In Ungnade gefallen, versteckt er sich in Costa Rica zusammen mit einer ehemaligen Geheimagentin namens Anna Kelso und versucht an die lebensrettende Droge Neuropozyne zu kommen. Die brauchen augmentierte Menschen, damit ihr Körper die Implantate nicht abstößt. Die meiste Zeit verbringt ihr jedoch in Panama City und kommt im Laufe des Spiels einer Verschwörung (was sonst) auf die Schliche. Der Titel endet allerdings – wie Deus Ex: Mankind Divided – mit einem Cliffhanger. Weitere Episoden sind und werden höchstwahrscheinlich nie erschienen. Und wer die Vorgeschichte von Ben und Anna erfahren möchte, der muss Deus Ex: Icarus Effect* lesen. Alles sehr unbefriedigend.

Immerhin ist es spielerisch überraschend nett. Ja, die Umgebungen sind klein, die Grafik mittelmäßig bis schlecht und die KI äußerst begrenzt – buchstäblich. Selbst im Alarmzustand kann sie den jeweiligen Raum nicht verlassen, in dem sie sich befindet. Aber die Entwickler haben es trotz der technischen Limitationen der damaligen Smartphones erfolgreich geschafft die wesentlichen Elemente von Deus Ex: Human Revolution umzusetzen und die machen immer noch Laune.

Beim Christoph meint: 3 von 5 gibt es von mir. Es ist faktisch nur für Hardcore-Deus Ex-Fans interessant. Aber als kleiner Snack nach rund 35 Stunden Deus Ex: Human Revolution fand ich es durchaus gelungen. Es ist spielerisch nicht sonderlich anspruchsvoll, und technisch auf niedrigem Niveau, gibt aber einen (winzigen) Einblick in die Welt außerhalb von Adam Jensen und enthält die wichtigsten Elemente (interessante Geschichte, Entscheidungsfreiheit, etc.) des Hauptspiels, um noch als Deus Ex-Titel durchzugehen. Ich werde es sicherlich kein zweites Mal spielen aber es war nett und hat mir Lust darauf gemacht das Buch mal zu lesen.

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