The Last of Us: Part I (Herstellerbild)

The Last of Us: Part I für PlayStation 5 und PC also… Dabei ist das Original doch erst 2013 auf der PlayStation 3 erschienen. Die “Remastered”-Version dann 2014 für die PlayStation 4. Gibt es echt schon Leute, die nach nur acht Jahren total nostalgisch sind und sehnsüchtig darauf warten, dass der Titel neu aufgelegt wird? Ist die PS4-Version so unspielbar hässlich? Zumindest lässt sie sich auf der PS5 auch starten meines Wissens. Ich verstehe es entsprechend nicht. Okay, das stimmt natürlich nicht: Da sind die “Gamer”, die immer nur das Neuste mit der besten Grafik zocken und alles andere nicht mit dem Hintern anschauen. Dann die PlayStation-Fanboys, die eh alles kaufen was für ihre Plattform kommt, um den Xbox-Fanboys den Mittelfinger zeigen zu können. Und es verschafft der IP natürlich einen weiteren Medienzyklus. Da steckt also extrem viel sichere Kohle dahinter. Dazu der vergleichsweise geringe Aufwand für diese Art von Remake (kein Vergleich zu Final Fantasy VII Remake Intergrade*) und schon ist es ein No-Brainer für Sony so einem Projekt das grüne Licht zu geben.

Aber gut: Was soll ich mich darüber aufregen. Ich kann es eh nicht ändern und es wird unter Garantie sowohl die Kritiker wieder begeistern als sich auch erneut wie geschnittenes Brot verkaufen. Insofern macht Sony es genau richtig. Ich für meinen Teil habe zwar das Original für die PS3 im Haus, aber ich hab‘ mich bis heute paradoxerweise nur mit dem Mehrspielermodus beschäftigt. Die PC-Version wird hingegen auf meine Wunschliste gepackt und dann irgendwann mal bei irgendeinem Sale oder dank eines Bundles ihren Weg in meine Bibliothek finden. Ob ich es vor 2060 tatsächlich gespielt beomme? Schauen wir mal. Das hängt heutzutage sehr stark von meiner Tagesform ab. Aktuell ist es ja mal wieder zu warm zum kacken – geschweige denn zum spielen :smile: . Vielleicht gibt es bis dahin dann auch schon eine PC-Umsetzung von The Last of Us: Part II.

Das wiederum finde ich im Gegensatz zu den besagten PlayStation-Fanboys hingegen mega-gut. Endlich hat Sony verstanden wie lukrativ der PC-Markt sein kann, wenn man gute Spiele mit einem guten Port kombiniert. Wobei der ein oder andere schlechte Port sich trotzdem extrem gut verkauft, nicht wahr From Software? Ja, die PlayStation-First-Party-AAA-Titel werden weiterhin erstmal für einige Zeit nur exklusiv auf ihrer Plattform verfügbar sein. Aber nur weil die PS4-Version von Horizon: Zero Dawn* bereits 2017 erschienen ist, war und ist auf dem PC kein wirklich schlechteres Spiel. Im Gegenteil sieht es sogar nochmal wesentlich genialer aus mit entsprechender Hardware. Insofern lasse ich gerne allen anderen den Vortritt, wenn das Ergebnis am Ende so gut ausfällt.

Und sonst?

Aliens: Dark Descent (Herstellerbild)

In den Nicht-E3-Wochen war ja grundsätzliches einiges los. So viele Showcases von den unterschiedlichsten Quellen. Keine Ahnung wie die ESA glaubt dem 2023 irgendetwas entgegen zu setzen. Das “Hauptevent”, Summer Game Fest Showcase, war da schon fast das Langweiligste. Zumal es weniger Neuankündigungen dieses Mal hatte – was mich persönlich nicht sonderlich stört. Lieber kurz vor Release erst zeigen statt Jahre lange nichts mehr davon hören. Über alle Showcases hinweg wurden mehrere hundert Spiele in diversen Entwicklungsstatus gezeigt mit überraschend wenig Doppelungen. Allein in der Wholesome Games Direct waren es mehr als 90 Stück. Das ist schon fast wieder viel zu viel, um da noch mithalten zu können.

Entsprechend praktisch finde ich es wie voll Steam mittlerweile in die Sache integriert ist – natürlich nur bei Titeln, die auch auf PC erscheinen. Für 90% der gezeigten PC-Spiele gab es bereits eine entsprechende Seite dort. Da kann man sich gleich weiter darüber informieren und ggf. den Wishlist-Button drücken. Perfekt für die interessierten Spieler, die es sonst unter Umständen gleich wieder aus den Augen verloren hätten. Manchmal gibt es sogar schon eine Demo dann während des Steam Next Fest. Übrigens ebenfalls so eine Entwicklung, die ich extrem gutheiße. Demos waren ja einige Jahre tatsächlich komplett aus der Mode gekommen – selbst auf den Konsolen. Entsprechend schön zu sehen, dass mittlerweile wieder ein Comeback feiern. Der Bedarf ist offensichtlich da und geschadet hat es vermutlich den wenigsten Titeln. Eher das Gegenteil dürfte der Fall sein.

Die Steamseiten passend zu den Streams sind auch für meine Arbeit bei Co-Optimus ist es eine unglaubliche Zeitersparnis. Man würde ja eigentlich erwarten, dass es von den Veranstaltern zumindest im Nachgang ein nettes Paket oder eine Webseite mit einer Übersicht über alles Gezeigte mit rudimentären Informationen gäbe. Aber nein, ich muss jedem Titel einzeln nachrecherchieren. Entsprechend gut, wenn ich einfach in Steam den Namen eintippen kann und dank der Tags zumindest sofort die Frage geklärt bekomme, ob es überhaupt ein Koop-Spiel ist.

Blind durch den Wald

Agent 64: Spies Never Die (Herstellerbild)

Die gezielte Recherche hatte natürlich gleichzeitig den Nachteil, dass ich inhaltlich faktisch nicht wirklich viel mitbekommen habe abseits besagter Koop-Titel (von denen es heuer nicht so viel gab, wie 2021). Wer also gerne meine Meinung zum ein oder anderen Werk erfahren wollte, den muss ich enttäuschen. Ich hab‘ vermutlich nicht einmal den Trailer angeschaut :smile: . Ich lade euch aber selbstverständlich wie immer ein eure Meinung zum Event und eure Top-Titel in die Kommentare zu packen.

Es ist aber auch grundsätzlich so, dass ich leider nur erneut feststellen kann, dass mich das ganze Tamtam persönlich einfach absolut nicht mehr interessiert. Ja, natürlich sieht das ein oder andere Spiel cool und interessant aus und reizt mich vielleicht sogar. Aber meine Steam Wishlist umfasst mittlerweile auch schon über 1.000 Titel (DLCs nicht mitgezählt) obwohl ich mich von Early-Access-Titeln fernhalte und fast nur bereits erschienene Werke auf die Liste setze. Entsprechend ist die Realität schlicht und einfach, dass ich in diesem Leben eh nicht mehr dazu kommen werde. Entweder der jeweilige Titel landet irgendwann auf diversen Wegen in meiner Bibliothek und in einem Anfall starte ich es mal oder ich werde es wohl nie zu Gesicht bekommen. Ist halt so. Geht euch sicherlich nicht anders. Das ist halt der Nachteil der heutigen Zeit: Es ist überall alles zu viel des Guten.

In diesem Sinne: Ich muss zurück auf meine Insel in Animal Crossing: New Horizons*. Ich habe meine Routine für heute noch nicht abgeschlossen (Steine klopfen, mit den Bewohnern reden, etc.). Aber dafür bereits mehrere tausend Rüben gekauft. Hoffentlich ist der Markt mir wieder gnädig. Letzte Woche hatte ich einen starken Anstieg – bei 100 eingekauft und bei 500 verkauft. Da waren Nooks Schulden aber sowas von sofort getilgt!

Warhammer 40,000: Space Wolf (Publisher-Screenshot)

Servers shutting down is sadly nothing new in today’s “always-on”-environment. Players can basically call themselves lucky if they can at least continue playing the single-player portion of the game with hopefully only a minimal impact to the overall experience. But there are devs that actually care and don’t just press the off-switch. The current example being HeroCraft with their surprisingly fun – at least on PC where most of the Free-to-Play-elements from the mobile release were not present – turn-based strategy/card collecting game hybrid Warhammer 40,000: Space Wolf (2014-2021; iOS, Android, PC, PS4, NSWI, XONE). They actually removed all always-online-requirements prior to shutting down the server on May 16th 2022. Very nice of them.

Sadly, it’s not all good news since one big factor of the game is getting new cards for your decks. And one important way to get new cards besides grinding the missions were the free promo codes the devs handed out each Friday. In the first version of the offline patch, they just removed the online functionality so you were still able to use the “Redeem Promo Code” button to at least get a set of default stuff every time (no matter what code you entered) but with subsequent versions on the road to shutdown they deactivated the button and as such any additional way for you to get cards. Luckily with the game going offline, the door was finally open for modders to have a crack at the title.

Disclaimer

All accolades for the following information go out to Steam User dv and their guide on the topic. The reason why I’m reproducing it here is that while the guide in theory contains all information you need to make the necessary changes, it’s not that easy to understand for everyone. I had a hard time myself until I finally found out the most important tip. So, what follows is a step-by-step guide on how to change Warhammer 40,000: Space Wolf in such a way that you can get any card you want using the “Redeem Promo Code”-button.

The Basics

To make the necessary changes you need to have three things prepared:

  • A Hex-Editor (remember those?). I recommend HxD since it’s free and lightweight. That’s the one you’ll see in all the screenshots. But any basic Hex-Editor should suffice.
  • Warhammer 40,000: Space Wolf installed somewhere on your computer. Seems obvious, I know but I just want to make sure :smile: .
  • A number system converter that allows the conversion from and to decimal/hexadecimal in different byte-sizes. I’m sure a programmer can do the math in their head but I prefer to rely on an online converter like this one from Tobias Stamm. The page is technically in German but it’s clear enough to understand without any knowledge of the language.
  • The Warhammer 40,000: Space Wolf Card ID List which contains of all the cards in the game with their internal id.

Once you have everything ready, we can actually start the process:

Step 1: Make the button re-appear

In order to get the cards we want, we are going to use the “Promo code”-system and as such we need to make the button available again. For this we open the file level3 in our Hex-Editor which is located in your steam folder\steamapps\common\Warhammer 40,000 Space Wolf\SpaceWolf_Data. You can find this location also by using the “Manage/Browse local files”-option in Steam.

Once you have it open, use the “Go to”-search option to jump to Offset F02EE.

Offset for the Button Location

If the button is not visible, the value should be 00. Change it to 01 and save the file. When you start up the game again, the promo button is back again and usable.

The button location in the Level 3-file. The value has already been changed.

Don’t worry about breaking anything at this point. If the game crashes on startup because you changed the wrong value, just use “Verify integrity of game files…” in Steam (Properties of the game/Local Files) and it will overwrite your changes.

Step 2: Find the location of the cards

Now that we have once again access to the button, we want to change the cards you receive when entering a code. It doesn’t matter which code you enter because the game only checks if it has at least 8 characters. As long as you enter something long enough, you’ll receive the items.

The content of the promo code packages is stored in the file Assembly-CSharp.dll. You can find this file in the folder your steam folder\steamapps\common\Warhammer 40,000 Space Wolf\SpaceWolf_Data\Managed.

Open the file up in your Hex-Editor and jump to Offset 1C3508.

Offset for the Location of the 1st card

This is where the information for the first card begins. It is four bytes long (=8 characters in the editor). So the 2nd cards then follows at 1C350C and the 3rd at 1C3510. The last byte of the 3rd card is 1C3513.

The location of the three cards

If you have a fresh installation the offset should read E0 15 00 00 EA 15 00 00 F4 15 00 00 which is the default card content of the promo pack.

Step 3: Convert the card id

Now we need to convert the card ids to something we can actually write into the file. That’s where that online converter comes in. You also need to remember that most of the cards come in different flavors. STUN for example can be upgraded to level 4. Young King’s Blade even to level 6. That’s why in the card id-list you’ll find several entries for the same card. In my experience: The highest id of a card is the version with the highest level. To use Young King’s Blade as an example: Level 1 has the id 107400 while level 6 has the id 107405.

All the ids for the card “Young King’s Blade”

Once you’ve identified the cards you want, we need to convert the id from decimal to 4-byte hexadecimal. In case of the linked converter, you input the id e.g. 107405 in the field Eingabe under Dezimal. Then you hit the button above the field and you’ll see tons of results. The one we’re interested in, is in the row 4 Byte of the column Hexadezimal. Which in our example is 00 01 a3 8d.

Converting the id to 4-byte-hexadecimal

Step 4: Input the card id

We now have converted the card id to something useful, time to write it into the file. And here’s where the stumbling block I was talking about in the intro comes in: You need to reverse the result (!) from the converter. In our case the value for the file is actually 8D A3 01 00 and NOT 00 01 A3 8D. So the last byte from the converter is the first byte in the file.

Replace the information starting from 1C2F08 with these numbers. If you have another card you want or if you want multiples of the same card: Do the same for the next two cards in the promo pack: Convert the id, input them at one of the offsets (1C3508 / 1C350C / 1C3510) and then save the file.

Changing the value for the first card.

Sadly, there is currently no way to get more than three cards from a promo pack at the same time. If you want several different cards, you need to change the file, get them in the game and then change the file again.

Step 5: Profit!

Once you’ve saved your changes to Assembly-CSharp.dll, you can boot up the game. Enter a promo code and if you did everything correctly, you should receive your desired cards. Yes, it’s that easy!

The result of our change: We received a level 6-version of Young King’s Blade as the first card.

If you entered the wrong values however (=card ids that don’t exist), the promo pack will show up empty and your card library will be broken. Verifying your game files will not fix it! Thankfully you can repair it using a modified Assembly-CSharp.dll-file by dv. It basically forces the game to recheck your library and clear out all illegal cards. You can find it at the bottom of his guide. Just overwrite your file with it, start up the game, press the promo button and all is fine once again.

Changing the other values

You can also change the amount of stuff (booster packs, parts, skill points, and so on) you receive from a promo pack but I see no point in doing that. Forging cards and opening booster packs isn’t really that much fun for me. So I’ll just modify the pack to give me the cards I actually want. That’s why I won’t go into further details about how to change these values.

I hope this guide was helpful to the few people still playing the game. And no, I don’t consider it cheating. Like I said: Getting those cards the “correct” way is teadious and boring and having the best cards doesn’t make you automatically win each mission. You still need to make a cohesive deck with them and make the right tactical decisions. So yes, you can and will still fail many times depending on the challenge even with the best cards in the game :smile: .

Sicarius

Rückfall

Betreuer: […]und danke dir für deine Geschichte, Heinz. Wir sind alle Stolz auf dich, dass du den Mut dazu hattest sie uns zu erzählen. Jeder von uns hat mal einen schwachen Moment. Und nächste Woche sind die Rübenpreise bestimmt wieder besser. Also Kopf hoch.

Heinz (sichtlich gerührt): Danke.

Betreuer: Lasst uns nun ein neues Mitglied in unserer Gruppe begrüßen. Stell dich doch mal kurz vor.

Sicarius: *schüchtern* Ja… äh, hallo. Ich bin der Sicarius!

Gruppe: Hallo, Sicarius!

Betreuer: Was führt dich heute zu uns, Sicarius?

Sicarius: *zurückhaltend* Naja, also. Eigentlich gehör‘ ich ja nicht hierher. Ich… ich könnte jederzeit aufhören… und so. Und es ist ja auch gar nicht so schlimm. Ähm… ihr seid ja schon viel weiter als ich und…

Betreuer: Alles gut, Sicarius. Du bist hier unter Gleichgesinnten. Du kannst hier offen und ehrlich deine Seele ausschütten. Es wird dich niemand verurteilen.

Heinz: Ja, trau dich! Wir waren alle mal wie du!

Animal Crossing: New Leaf (Herstellerbild)

Sicarius: Ooo…kay. *nimmt allen Mut zusammen*. Also… es lässt sich nicht anders ausdrücken… aber ich bin wieder rückfällig geworden. Dabei war ich über sieben Jahre lang trocken. Und nun bin ich wieder mitten drin. Nur ab und zu hatte ich mal an mein Dorf gedacht nachdem ich es irgendwann 2014 endlich komplett hinter mir gelassen hatte. Auszug von daheim, neue Stadt, neue Arbeit und so halfen mir dabei mich loszulösen. Seitdem habe ich nur 1-2mal kurz reingeschaut. Aber nie lang. Nur mal geschaut, wie es meinen Nachbarn geht und so. Die meisten sind wie erwartet weggezogen. Aber ich war wirklich weitestgehend frei von Isabelle, Tom und den anderen. Keine Gedanken an Fische, Insekten, Kredite, Früchte und dergleichen. Ich lebte endlich wieder ein normales Leben.

Betreuer: Wahnsinn, dass du das geschafft hast. Wir sind echt stolz auf dich!

Sicarius: Äh… danke. Natürlich habe ich es mitbekommen, als vor zwei Jahren der langerwartete Nachfolger auf den Markt kam. Schon allein wegen den ganzen Memes mit Isabelle und dem Doomguy. Aber damals hatte ich noch keine Nintendo Switch. Insofern konnte ich weiter stark bleiben. Doch als es dann soweit war und eine in unseren Haushalt einzog… da wurden die Rufe in meinem Hinterkopf wieder lauter. Toms Rufe zu ihm auf die Insel zu kommen erstarkten. Anfangs habe ich sie noch ausgehalten. Habe mir eingeredet, dass ich mit dem Ersteinkauf schon mehr als genug Titel angeschafft hatte, die ich niemals alle durchgespielt bekomme. Außerdem war das Werk gefühlt überall ausverkauft. Insofern war es anfangs ziemlich einfach der Versuchung zu widerstehen. Konnte es mir eh nicht anschaffen.

Aber immer, wenn es irgendwo Rabatte gab, habe ich trotzdem mal nachgeschaut ob es auf Lager ist. Es war also leider irgendwie abzusehen, dass ich früher oder später einknicken würde. Ich wollte so stark sein. Doch in meinem Inneren… war die Saat der Sehnsucht bereits vorhanden. Ja… und als medimops dann halt anlässlich des Muttertags mal wieder eine Rabattaktion hatte… kam es, wie es kommen musste: Eine gebrauchte Kopie war auf Lager…

Betreuer *erschrocken* Oh nein…

Sicarius: Sie landete sofort in meinem Warenkorb. Ich überlegte gar nicht lange. Und ein paar Tage später brachte sie DHL an die Haustür der Casa Lysanda. Sollte man verbieten, solche Unternehmen… Fördern nur die Sucht mit ihren Lieferungen! Naja, ich hatte noch die kleine Hoffnung, dass vielleicht wieder die Karte fehlen würde und ich es zurückschicken müsste. So, wie damals bei Xenoblade Chronicles 2. Aber nein, es war vollständig und einsatzbereit. Keine 30 Minuten später lag entsprechend schon der DLC, Happy Home Paradise, in meinem virtuellen Warenkorb und die Konsole lud fleißig die Updates runter.

New Pokémon Snap (Herstellerbild)

Ich habe natürlich trotzdem versucht mich der Versuchung weiter zu widersetzen. Ich hatte mit der gleichen Bestellung nämlich auch noch New Pokémon Snap* und Metroid Dread* eingekauft. So als Ablenkungsmanöver. „Ein Spiel unter vielen”, dann vergesse ich es bestimmt. Also legte ich die Pokémon-Fotosafari ein und spielte ein paar Tage lang erstmal das. Aber wie ihr euch sicherlich denken könnt: Toms Rufe überhört man nicht so einfach.

Zustimmendes Raunen aus der Gruppe

Margarete: Der Kerl weiß einfach, wie er die Leute rumkriegt.

Sicarius: Das Ende vom Lied könnt ihr euch denken. Sonst würde ich heute ja nicht hier sitzen. Vor ein paar Tagen habe ich Animal Crossing: New Horizons* eingelegt… und es ist genau so schlimm, wie ich es erwartet hatte. Ich bin direkt wieder abgerutscht. Der gleiche Mist wie damals… und ich kann ihr trotzdem nicht widerstehen… dieser scheiß Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. *bricht in Tränen aus* VERFLUCHT SEIST DU TOM! DU UND DEIN VERDAMMTES REIF-FÜR-DIE-INSEL-PAKET! Jetzt bin ich definitiv reif für die Insel. Und zwar wegen dir! *schluchz*

Betreuer: *legt tröstend seinen Arm um Sicarius* Alles gut, Sicarius. Danke für deine Offenheit. Der erste Schritt zur Besserung ist sich einzugestehen, dass es ein Problem gibt. Ab jetzt kann es nur aufwärts gehen. Du wirst schon sehen. Wir begleiten dich selbstverständlich auf deinem Weg. Eine Sache noch: Welche Früchte hast du auf deiner Insel? Äpfel? Birnen? Kirschen? Gibst du uns deinen Freundescode, damit wir vorbeischauen können? Ich geb‘ dir auch gerne ein paar meiner Orangen ab. Aber ich will unbedingt ein paar Äpfel für meine Insel.

Heinz: ICH BRAUCH DRINGEND ORANGEN!

Margarte: *springt auf und schüttelt Sicarius* GIB‘ MIR SOFORT DEINE KOKOSNÜSSE!!!

Epilog

Animal Crossing: New Horizons (Herstellerbild)

Ja, Animal Crossing: New Horzions ist grundsätzlich 1:1 der gleiche „Mist” wie Animal Crossing: New Leaf*. Nein, das stimmt nicht. Es ist sogar schlimmer dank der wesentlich besseren Grafik, vielen sinnvollen Quality-of-Life-Verbesserungen und vor allem: Noch viel mehr zu tun! So wahnsinnig viel zu tun. Sogar Crafting gibt es jetzt. Die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen nehmen kein Ende! Dabei habe ich doch eh schon nur noch vergleichsweise wenig Zeit zum Zocken. Und dann tue ich mir doch wieder so ein Spiel an. Ich hab‘ dafür sogar erstmals die Konsole im mobilen Modus benutzt abseits vom Fernseher *heul* Wie ich schon 2013 geschrieben hatte: […]widersteht unter allen Umständen der Versuchung! Das Spiel ist es nicht wert sein Leben dafür zu opfern egal wie gut es sich anfühlt! Und jetzt entschuldigt mich: Ich muss ein paar Bäume schütteln gehen…

Der Handwerker ist leider letzte Woche nicht fertig geworden. Er war sogar nur drei Tage da. Das lag jedoch nicht daran, dass ihm unser Kaffee plötzlich zu schlecht war. Nein, die Baustoffe sind schuld: Die Putzschicht war zum Weiterarbeiten schlicht nicht trocken genug aufgrund des Wetters. Entsprechend konnte er nicht weiter machen. Wann er wieder kommt? Keine Ahnung. Wir hoffen, dass es nicht zu lange dauert. Auch, weil unsere lieben Vierbeiner ihn schon beschädigt haben. Also nicht den Handwerker – den Putz. Als letzte Woche so starker Wind war, ist der Karton des Provisoriums nämlich weggeflogen. Maya hat das natürlich sofort mitbekommen und ist die Wand durch den frischen Putz hochgekraxelt – dabei sind echt tiefe Löcher entstanden…

Reden wir stattdessen auch heute mal wieder über Videospiele. Ich weiß, dass kommt in den letzten Wochen irgendwie häufig vor. Aber ich wollte 2022 ja wieder mehr über die Themen schreiben, auf die ich tatsächlich gerade Lust habe. Also lebt damit, dass Beim Christoph dadurch scheinbar wieder etwas spielelastiger wird :tongue: . Und in den letzten Wochen habe ich mich zufälligerweise mit zwei Titeln beschäftigt, deren Release-Version ich schon vor einigen Jahren durchgespielt hatte, dann aber noch eine “Enhanced Edition” bekommen haben:

Metro 2033: Redux (Herstellerbild)

Metro 2033 Redux* (2014; PC, LNX, MAC, PS4, XONE, NSWI) – Manchmal sind Achievements echt praktisch. Ich wusste tatsächlich nicht mehr, dass ich das Original durchgespielt hatte. Aber dank Steam kann ich eindeutig sehen, dass am 11. Mai 2013 abends um 21:27 die Endsequenz über meinen Bildschirm lief. Gestartet hatte ich meinen Durchgang hingegen am 1. Mai 2010. Ja, ich fange gerne Spiele an und beende sie erst Jahre später. Spricht allerdings irgendwie nicht gerade für das Erstlingswerk von 4A Games, wenn ich mich echt überhaupt nicht mehr daran erinnern kann. Möglicherweise ist aber auch einfach mein Gedächtnis nicht mehr so gut. Werde schließlich dieses Jahr schon 38! Total alter Sack, ich weiß.

Aber zurück zum Spiel. Zur Erinnerung: Der Titel basiert auf dem gleichnamigen Buch, das ich zwar im Regal stehen habe, aber immer noch nicht gelesen. Ihr schlüpft in die Rolle von Artyom, ungefähr 20 Jahre nach einem im Spiel nicht weiter definiertem globalen nuklearem Desaster, welches die Erdoberfläche unbewohnbar gemacht hat. Stattdessen haust zumindest in Russland der Rest der Menschheit in den U-Bahnschächten. Die große Neuerung der Redux-Version war die Umstellung auf die neue Version der 4A Engine, wie sie ein Jahr zuvor in Metro: Last Light zum Einsatz kam. Bessere Beleuchtung, schickere Animationen und sogar dynamisches Wetter waren unter anderem die Folge – inkl. einem gestiegenen Hardwarehunger. Das Original machte schon Crysis Konkurrenz was die Hardwareanforderungen anging, obwohl der größte Teil des Spiels unter der Erde stattfindet. Die Redux-Version kann ich selbst mit meiner heutigen Hardware immer noch nicht mit vollen Details spielen (SSAA nur auf 0,5X, um durchgängig stabile 60fps zu bekommen). Die Umgebungen sehen immerhin noch extrem gut aus, was den Hardwarehunger etwas rechtfertigt. Die Charaktermodelle… nicht so ganz.

Doch auch spielerisch wurde Hand angelegt und einige Features des Nachfolgers übernommen. Die Kampf- und Schleichmechaniken wurden überarbeitet, die KI verbessert und neue Features wie Töten aus dem Hinterhalt oder Waffenanbauten eingeführt. Außerdem gibt es neue Schwierigkeitsgrade. Während “Survival” dem Original entspricht, ist “Spartan” eher auf den “schießwütigen” Spieler ausgerichtet. Außerdem gibt es noch die Ranger-Modi mit reduziertem HUD und stärkerem Fokus auf Ressourcenmamangement. Selbst die Achievements sind größtenteils anders als im Original. Ich habe es dieses Mal im Survival-Modus auf “Normal” durchgespielt, was zugegebenermaßen im Rückblick etwas zu einfach war. Wäre vermutlich auch auf “Ranger” ganz gut durchgekommen.

Beim Christoph meint: Von mir gibt es 4 von 5 Sics. Die Geschichte rund um Artyom, dem Schutz seiner Heimatstation “Exhibition” und seinem Kampf gegen die “Dunklen” hat mich nicht so recht vom Hocker gerissen. Dazu bleiben diese zu sehr im… nun ja, im Dunklen und sind gefühlt keine echte Bedrohung. Ja, [Spoiler] das ist Sinn und Zweck. Aber ihr wisst was ich meine: Ich hatte kein Gefühl der Dringlichkeit. Stattdessen befolgte ich einfach nur irgendwelche Befehle von anderen und arbeite mich linear von Level zu Level und von nettem Setpiece zu nettem Setpiece.

Immerhin ist auf diesem Weg für reichlich spielerische Abwechslung gesorgt und die Atmosphäre in den Levels ist selbst heute noch angenehm bedrückend und genial. Insofern habe ich mich grundsätzlich nicht gelangweilt und bin gerne die rund 10 Stunden durch die U-Bahn geschlichen (geschossen habe ich eher wenig). Auch, weil ich die Welt grundsätzlich interessant finde. Irgendwas scheint mich an nuklearen Unglücken zu reizen :wink: . Gleichzeitig hat mich der Durchgang jedoch erneut darin bestätigt, dass S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Chernobyl unterm Strich doch irgendwie das bessere Spiel ist. Zur Erinnerung: 4A Games wurde von ehemaligen GSC Gam eWorld-Entwicklern gegründet. Mal schauen ob Metro: Last Light Redux meine Meinung ändern wird.

 

Deus Ex: Human Revolution – Director’s Cut (Herstellerbild)

Deus Ex: Human Revolution – Director’s Cut* (2013; PC, PS3, X360, WiiU) – An meinen ersten Durchgang zum Release anno 2011 (am 28.8. angefangen, am 10.09. durchgespielt) kann ich mich in diesem Fall noch sehr gut erinnern und im Vergleich zu Metro 2033: Redux sind die Änderungen zum Original sehr übersichtlich. Ja, auch hier gab es ein paar technische Updates wie verbesserte Lichteffekte und die KI hat etwas mehr Gehirnschmalz bekommen. Aber die Verbesserungen machen sich unterm Strich nicht so stark bemerkbar wie bei der Konkurrenz. Vor allem bei der Technik: Während Metro 2033: Redux die meiste Zeit nicht wie ein Titel von 2013 wirkt, merkt man Deus Ex: Human Revolution – Director’s Cut definitiv sein Alter an.

Spielerisch wurde hingegen nur der DLC The Missing Link integriert und in den Bosskämpfen eine Lösung für Schleicher eingebaut. Beides ist ganz nett, aber sowohl der DLC als auch die Bosskämpfe fühlen sich weiterhin wie die Fremdkörper an, die sie faktisch sind. Ansonsten gibt es nicht all zu viel zu sagen. Es ist immer noch Deus Ex: Human Revolution und das ist selbst heute noch eine richtig gut gelungene Immersive Simulation, die innerhalb der Serie nur von Deus Ex übertroffen wird.

Beim Christoph meint: Volle 5 von 5 Sics gibt es von mir. Das Original war bereits herausragend und verdienter Gewinner eines NOCA. Der Director’s Cut ändert grundsätzlich nichts zum Schlechteren, insofern habe ich meine Zeit in den Schuhen von Adam Jensen auch trotz nicht mehr ganz so frischer Grafik erneut sehr genossen. Wer es bis heute nicht gespielt hat: Nachholen! Mir hat mein erneuter Durchgang sogar so viel Spaß gemacht, dass ich dieses Mal 100% der Achievements eingesammelt habe. Okay, zugegebenermaßen habe ich für “Doctorate” (sammle alle XP-Bücher) gecheatet. Ich war in Hengsha zu eifrig den Club “The Hive” zu erkunden und war schon zu weit fortgeschritten, bevor ich gemerkt habe, dass ich mir den Weg zu einem der Bücher verbaut hatte. Aber das war das einzige! Alle anderen habe ich legitim selbst gefunden! Ehrlich!

Da war noch was

Bevor ich mich aber als nächstes mit Deus Ex: Mankind Divded beschäftigen kann, musste ich natürlich noch den anderen Deus Ex-Titel spielen. Den unrühmlichen Stiefsohn, wenn man so will. Nein, nicht Deus Ex: Invisible War. Das habe ich schon vor vielen Jahren durchgespielt. Ich rede stattdessen von:

Deus Ex: The Fall (Herstellerbild)

Deus Ex: The Fall* (2013; iOS, Android, PC) – Es ist ein Deus Ex-Erlebnis für Smartphones mit einem PC-Port, der in keinerlei Hinsicht daran etwas ändert. Nicht mehr und nicht weniger. Übersichtlich, mit starken technischen Limitationen (die zu spielerischen Vorteilen führen, da sich Gegner nach wenigen Sekunden auflösen) und eingebettet in Square Enixs‘ aggressive Cross-Media-Strategie. Sprich: Wenn ihr nur Deus Ex: The Fall spielt, versteht ihr faktisch nur Bahnhof. Es ist angesetzt während der Zeit nach dem Angriff auf Sarif Industries in der Adam Jensen zum Maschinenmenschen wird und ihr schlüpft in die Rolle von Ben Saxon. Er ist ein ehemaliges Mitglied der Tyrannen. Die Typen, die den Angriff zu verantworten haben. In Ungnade gefallen, versteckt er sich in Costa Rica zusammen mit einer ehemaligen Geheimagentin namens Anna Kelso und versucht an die lebensrettende Droge Neuropozyne zu kommen. Die brauchen augmentierte Menschen, damit ihr Körper die Implantate nicht abstößt. Die meiste Zeit verbringt ihr jedoch in Panama City und kommt im Laufe des Spiels einer Verschwörung (was sonst) auf die Schliche. Der Titel endet allerdings – wie Deus Ex: Mankind Divided – mit einem Cliffhanger. Weitere Episoden sind und werden höchstwahrscheinlich nie erschienen. Und wer die Vorgeschichte von Ben und Anna erfahren möchte, der muss Deus Ex: Icarus Effect* lesen. Alles sehr unbefriedigend.

Immerhin ist es spielerisch überraschend nett. Ja, die Umgebungen sind klein, die Grafik mittelmäßig bis schlecht und die KI äußerst begrenzt – buchstäblich. Selbst im Alarmzustand kann sie den jeweiligen Raum nicht verlassen, in dem sie sich befindet. Aber die Entwickler haben es trotz der technischen Limitationen der damaligen Smartphones erfolgreich geschafft die wesentlichen Elemente von Deus Ex: Human Revolution umzusetzen und die machen immer noch Laune.

Beim Christoph meint: 3 von 5 gibt es von mir. Es ist faktisch nur für Hardcore-Deus Ex-Fans interessant. Aber als kleiner Snack nach rund 35 Stunden Deus Ex: Human Revolution fand ich es durchaus gelungen. Es ist spielerisch nicht sonderlich anspruchsvoll, und technisch auf niedrigem Niveau, gibt aber einen (winzigen) Einblick in die Welt außerhalb von Adam Jensen und enthält die wichtigsten Elemente (interessante Geschichte, Entscheidungsfreiheit, etc.) des Hauptspiels, um noch als Deus Ex-Titel durchzugehen. Ich werde es sicherlich kein zweites Mal spielen aber es war nett und hat mir Lust darauf gemacht das Buch mal zu lesen.

Schon drei Tage hatten wir letzte Woche einen Handwerker im Haus *yay*. Und der Fortschritt im Keller sieht schon jetzt sehr gut aus. Heute geht es dann weiter. Wird vermutlich auch noch die ganze Woche brauchen für alles (Innen und Außen). Entsprechend berichte ich dann detaillierter, wenn er komplett fertig ist. Wollte nur schonmal meine Freude darüber ausdrücken, dass es nach bald einem Jahr Wartezeit endlich wieder vorangeht :smile: . Bitte? Ich hätte es ja selbst machen können? Ruhe da hinten!!!!111

/me atmet tief ein

Reden wir stattdessen heute erneut zum Thema “Videospiele”, denn ich hab’ endlich das erste Spiel auf unserer Nintendo Switch “durchgespielt”:

(Cover)

Super Mario Odyssey* (2017; NSWI) – Das “Durchgespielt” steht in Anführungszeichen, weil ich zwar Bowser besiegt habe und die Credits gelaufen sind. Aber spätestens seit Super Mario 3D Land versteckt Nintendo gerne einen großen Anteil des Spiels danach. Im konkreten Fall werden alle Welten nochmal mit Monden befühlt und ihr braucht mindestens 500 Stück, um das letzte Königreich – ein super harter Bossrush – freizuschalten. Zur Einordnung: Ich hab’ Bowser mit knapp über 200 Monden im Gepäck besiegt und habe auf meiner Reise bewusst die Levels abgesucht, bin also nicht einfach nur durchgerauscht. Es gibt entsprechend theoretisch noch so einiges zu tun. Ich werde mir das aber vermutlich ersparen, denn meine Begeisterung über das Spiel hält sich leider in Grenzen obwohl der Titel extrem gefeiert wurde (97 Punkte bei Metacritic).

Die Prämisse ist so alt wie Mario selbst: Bowser entführt Prinzessin Peach und will sie heiraten. Wie immer obliegt es Mario sie zu retten. Der Twist: Peach wurde zusammen mit Tiara entführt – einem Hutgeist. Das kann Cappy, ihr großer Bruder, natürlich nicht auf sich sitzen lassen und begleitet Mario auf seiner Verfolgung von Bowser über den Planeten und durch 14 große Königreiche hindurch (drei weitere warten nach Spielende). Mario kann Cappy werfen und so z.B. weiter entfernte Münzen einsammeln oder ihn als Waffe einsetzen statt klassisch auf den Feind draufzuspringen. Seine wichtigste Eigenschaft ist jedoch die Möglichkeit dank des Huts in die Haut von anderen zu schlüpfen. Wer also schon immer mal wissen wollte, wie es sich anfühlt ein Gumba zu sein, der ist hier vollkommen richtig.

So viel Kreativität auf einem Haufen!

Super Mario Odyssey (Herstellerbild)

Die Möglichkeit von Sachen Besitz zu ergreifen, ist DAS zentrale Element des Spiels und wird von den Entwicklern äußerst kreativ genutzt. In jedem der Königreiche erwarten euch neue Herausforderungen, die ihr nur dank den einzigartigen Fähigkeiten der dortigen Bewohnern meistern könnt. Im “Seaside Kingdom” gibt es beispielsweise wasserspritzende Tintenfische mit denen ihr in ungeahnte Höhen vorstoßen könnt. Während ihr im “Luncheon Kingdom” Feuerelementare übernehmt, um durch die heiße Suppe zu waten. Das macht das Spiel extrem abwechslungsreich sowohl spielerisch als auch optisch. Und die umgesetzten Ideen sind nicht nur zahlreich, sondern teils echt genial. Sogar 2D-Mario-Einlagen (inkl. 8-Bit-Grafik und -Musik) müsst ihr meistern und Minispiele gibt es ebenfalls.

Ziel in jedem Königreich ist es eine bestimmte Anzahl an Monden zu sammeln, um damit Marios Flugschiff – die namensgebende Odyssey – wahlweise zu betanken oder zu reparieren. Diese Monde erhält man durch das Lösen von Rätseln, das Erfüllen von Aufgaben von NPCs und logischerweise ganz klassisch durch das Meistern der vielen Platforming-Herausforderungen. Bei allem “Hut werfen” ist Super Mario Odyssey schließlich immer noch ein Jump ‘n’ Run. Und wie es sich speziell für einen Mario-Titel gehört, erwartet euch am Ende jedes Königreichs ein Bossgegner, den ihr mit drei Sprüngen auf den Kopf besiegen müsst. Warum sollte man auch eine funktionierende und prinzipiell immer noch spaßige Formel ändern?

Der Knackpunkt

Gesteuert wird Mario entweder mit einem Gamepad oder den JoyCons inkl. begrenzter Bewegungserkennung. So könnt ihr bspw. den rechten JoyCon “werfen”, um Cappy zu schleudern. Oder schütteln, um ihn im Kreis um euch herumfliegen zu lassen. Ich war und bin weiterhin kein Fan von diesem Kram. Ich hab’ gefühlt keinerlei echte Kontrolle über das was passiert. Jetzt könnte man natürlich sagen, dass mir schlicht das motorische Feingefühl fehlt und vielleicht stimmt das auch. Mein Spielerlebnis verbessert diese Erkenntnis aber nicht.

Doch selbst, wenn ich die Bewegungssteuerung ignoriere, habe ich oft das Gefühl keine präzise Kontrolle über Mario zu haben – egal ob mit Gamepad oder mit JoyCon. Einfaches Geradeauslaufen funktioniert beispielsweise überhaupt nicht. Und ja: Natürlich habe ich die Controller richtig kalibriert. Trotzdem war es jedes Mal ein Krampf über eine enge Stelle zu laufen, weil die Figur nach links oder rechts abgedriftet ist. Dazu kommt, dass die Steuerung schon an sich irgendwie völlig ungenau arbeitet. Sanfte Bewegungen des Sticks werden mit extremen Richtungswechseln belohnt, über die ich keinerlei Kontrolle habe. Sowas macht schon grundsätzlich keinen Spaß – in einem Plattformer ist es einfach nur absoluter Scheißdreck.

Super Mario Odyssey (Herstellerbild)

Dazu kommt dann noch die Kamera. Warum auch immer hatte ich extreme Probleme damit Entfernungen/Höhen abzuschätzen. Etwas, was auf dem 3DS und Super Mario 3D Land überhaupt nicht der Fall war. Wie oft ich daneben gesprungen bin, weil ich mit Mario keine Punktlandung hinbekommen habe – vor allem unter Zeitdruck – geht auf keine Kuhhaut. Das Spiel zeigt einem zwar einen Schatten an, wenn man in der Luft ist aber zusammen mit der erwähnten Empfindlichkeit der Sticks war eine punktgenaue Landung immer reine Glückssache. Zwar gibt es zahlreiche Checkpoints in den Levels. Nervig ist es trotzdem, wenn man am Ende einer schwierigen Sektion wegen so einem Scheiß neu anfangen muss. Zur Lösung des Problems habe ich die Kamera dann meist manuell parallel zu Mario eingestellt – mir quasi eine 2.5D-Ansicht erzeugt, um weiterzukommen. Nicht unbedingt Sinn der Sache, hat aber wenigstens funktioniert.

Beim Christoph meint: Von mir bekommt Super Mario Odyssey nur 3 von 5 Sics. Es hat spielerisch extrem viel zu bieten, sprüht nur so vor originellen Ideen und ist abseits des Metro Kingdom (eine hässliche, menschliche Stadt) ein richtig geniales Abenteuer, das jeder erlebt haben sollte. Aber ein Jump ‘n’ Run steht und fällt am Ende des Tages mit der Qualität der Steuerung und die fand ich buchstäblich zum Controller-gegen-die-Wand-werfen in viel zu vielen Situationen. Ja, vielleicht liegt es an mir. Möglicherweise bin ich einfach zu alt/blöd/unfähig. Fakt ist dennoch: Es hat mir meinen Spielspaß massiv kaputt gemacht und das kann ich einfach nicht schön reden. Deswegen keine fünf, sondern nur drei Sics.

Ich habe aber ja unter anderem noch Super Mario 3D World + Bowser’s Fury* und Super Mario 3D All-Stars* im Regal stehen. Mal schauen wie ich mit denen klarkomme. Dann kann ich vermutlich eindeutiger sagen, ob es einfach nur an meiner Unfähigkeit oder tatsächlich an Super Mario Odyssey lag. Ich werde euch natürlich entsprechend berichten.

PS: Lysanda möchte, dass ich unbedingt noch etwas erwähne. Und zwar haben wir vor Kurzem durch die Sendung 42 – Die Antwort auf fast alles: Sollten wir mehr träumen? bei ARTE gelernt, dass Oktopusse im Schlaf träumen und dabei unkontrolliert ihre Farbe/Muster ändern. Macht sie natürlich in dem Zustand besonders anfällig für Angreifer aber trotzdem irgendwie eine coole Sache :smile: .

Nächste Seite »