Der Webmaster hat letzte Woche viel über die aktuelle Mission in The Division geflucht (Anm. d. Redaktion: Die Befreiung von Grand Central Station ist halt absolut bockschwer!), die er einfach nicht schafft und hat euch entsprechend nichts Neues zu erzählen. Also muss mal wieder ich ran, eure (Anm. d. Redaktion: liebe und nette) Lysanda, und ihn einen Eintrag in meinem Namen tippen lassen. Ja, er muss selbstverständlich trotzdem Arbeiten. Wo kämen wir denn sonst hin?! Und da ich euch zwar viel über Best Fiends und Cooking Dash erzählen könnte, ihr aber schon so genug zockt, stelle ich euch mal wieder ein paar Bücher vor. Genauer gesagt die Touched-Trilogie (im Original Sense Thieves-Trilogie) von Corrine Jackson.

Touched – Der Preis der Unsterblichkeit

(Cover)

Remy ist ein besonderes Mädchen, denn sie ist eine Heilerin. Allein durch ihre Berührung kann sie selbst schwerste Wunden schließen und sogar Krebs bekämpfen. Doch die Heilung hat einen Preis: Nicht nur wird ihr abhängig von der Schwere der Verletzung bei der Heilung Energie entzogen, sie übernimmt dabei die Krankheit und muss sich anschließend selbst heilen. Das bedeutet, wenn sie z.B. einen Knochenbruch in Ordnung bringt, bekommt sie selbst einen und muss versuchen sich mit ihrer verbleibenden Energie dann ebenfalls zu heilen. Je nach Art der Verletzung also keine ganz einfache und schon gar nicht ungefährliche Sache.
Doch am Anfang des Buches sind schwere Krankheiten noch nicht das Thema. Stattdessen ist sie gefangen als 17-jährige in einer Familie, in der ihre Mutter und sie von ihrem Stiefvater misshandelt werden. Sie heilt also vor allem blaue Flecken, Verbrennungen und dergleichen bis eines Tages ihr Stiefvater wieder einmal zu weit geht und sie ins Krankenhaus kommt. Dort besucht sie ihr leiblicher Vater, der sie mit zu seiner Familie nimmt und ihr so einen Neustart ermöglicht. Dabei lernt sie Asher Blackwell kennen, der sich wundert, warum sie keine Angst vor ihm hat.

Sie erfährt, dass es nicht nur noch mehr von ihrer Sorte gibt, sondern die Heilerinnen sich im Krieg mit den Beschützern befinden. Personen, die – wie der Name schon sagt – eigentlich die Aufgabe haben die Heilerinnen vor Schaden zu bewahren. Das Verhältnis zwischen beiden Gruppen hat sich jedoch schon vor Generationen zum Schlechten gewandelt. Es kam zum Krieg und die Beschützer entdeckten, dass sie durch die beim Tod einer Heilerin freigesetzten Energie unsterblich werden – mit dem Nachteil, dass sie viele ihrer Sinne verlieren. Sie könne nicht mehr riechen, nicht mehr schmecken und werden emotionslos. Nur wenn sie einer anderen Heilerin die Energie entziehen, können sie für kurze Zeit (bis die Heilerin an Kraftverlust stirbt) zu ihrem alten „ich“ zurückkehren. Und natürlich sind Asher und seine ganze Familie Beschützer.

Touched – Die Schatten der Vergangenheit

Im zweiten Buch nimmt Remy Kontakt zu ihrem Großvater Franc auf. Während ihre Mutter nicht gut auf ihn zu sprechen ist, möchte Remy mehr über den Mann erfahren und folgt ihm in sein Dorf voller Heiler. Doch hinter der schönen Fassade umgeben von vermeintlich gleichgesinnten Heilerinnen versteckt sich – wie sollte es auch anders sein – ein düsteres Geheimnis und schon bald muss Remy nicht nur um ihr eigenes Leben fürchten.

Touched – Die Macht der ewigen Lieben

Nachdem der Großvater auf freundliche Art und Weise nicht das bekommen hat, was er möchte, entführt er kurzerhand Remys Vater und versucht so Remy zu sich zu zwingen. Dabei verletzt er ihre Stiefmutter so schwer, dass sie ins Koma fällt. Remy möchte zwar ihren Vater retten, hat ihm jedoch nichts entgegen zu setzen. Also begibt sie sich zusammen mit ihren Freunden auf die Flucht quer durch das Land – verfolgt von den Beschützern und den Schergen ihres Großvaters.

(Cover)

Beim Christoph meint: Von mir gibt es für die Trilogie 3 von 5 Sics und keinen Platz im Regal. Auch wenn die deutsche Hardcover-Version schön anzuschauen ist, nehmen sie für ihre jeweils nur rund 400 Seiten einfach zu viel Platz weg. Daran merkt man schon, dass es sich um Teenie-Romane handelt, die für eine jüngere Zielgruppe konzipiert sind, die noch eine etwas größere Schriftart benötigt. Und wenn wir schon bei der Aufmachung sind: Die Rückentexte sind inhaltlich teilweise nicht richtig außerdem stören mich Bücher mit Umschlägen ehrlich gesagt von Natur aus. Umschläge sind doch zum kaputt gehen konzipiert oder welcher Sinn wird mit ihnen bitte verfolgt? Ganz nett hingegen ist das integrierte Lesezeichen.
Inhaltlich hat mich tatsächlich der fehlende Sex gestört. Die Figuren hatten zwar ganz klar ihre physiologischen Gründe dafür, aber da die Autorin so viel Wert auf die Beziehung zwischen Remy und Asher legt, war es schon anstrengend zu lesen wie sie Kapitelweise gewollt aber nicht gekonnt haben. Kann man jetzt auch wieder mit „Ist halt ein Teenie-Roman“ abtun, aber für mich definitiv genauso nervig wie die vielen unnötigen Längen in der Erzählung. Die drei Bücher hätte man gut auf zwei zusammenkürzen können und trotzdem nichts Wichtiges verloren. So durchlaufen bspw. mehrere Personen hintereinander persönliche Krisen, die aber die eigentliche Geschichte nur begrenzt weiterbringen.

Mein größtes Problem mit Touched ist allerdings, dass ich mich einfach nicht mir Remy oder einem anderen Charakter wirklich identifizieren konnte. Speziell Remy ging mir mit ihren ewig vielen Schuldgefühlen sehr auf die Nerven. Dafür habe ich schon zu viel Lebenserfahrung und halte nichts von Selbstvorwürfen. Als Jugendroman ist die Serie bestimmt ganz nett aber meiner Altersgruppe kann ich es nicht mehr ans Herz legen.

Ich habe mir dieses Jahr vorgenommen mal wieder mehr zu lesen und ich muss sagen: Wir nähern uns der Halbzeit von 2019 und ich hab‘ tatsächlich schon gut ein Dutzend Bücher in diesem Jahr verschlungen. Neben ein paar Fachbüchern natürlich vor allem Werke die zu meinem Beuteschema „Frau als Protagonist“ passen. Nicht alle davon fanden anschließend einen ewigen Platz in unseren Bücherregalen aber wie bei jedem Unterhaltungsmedium gilt auch bei Büchern: Geschmack ist Subjektiv. Was mir nicht gefällt, gefällt vielleicht euch. War das jetzt schon ein Spoiler für die heutige Auswahl? Nur zum Teil :smile: .

(Cover)

Die Herrin der Träume (Sara Sef; La Señora de los Sueños; 1993) – Ich, Ana Fernández, ich Unglückliche, bin eine Frau, die sich langweilt. Das Leben ist mir eine Last, nichts interessiert mich, mein Dasein hat keinen Sinn.. So beginnt das Werk der mexikanischen Autorin. Depressiver könnte es wohl nur sein, wenn sie die Protagonistin dabei auf eine Brücke bereit zum Absprung stellen würde. Doch so extrem ist es nicht. Ana ist „nur“ gefangen in ihrem Alltag. Sie ist die typische Hausfrau und Mutter, die darüber hinaus nichts in ihrem Leben hat. Die Kinder und ihr Mann nehmen sie als so selbstverständlich wahr wie ein Möbelstück. All ihre Tage sind gleich und so verfällt sie in eine Depression.

Dort ist sie gefangen ohne Ausweg, bis sie an einer Buchhandlung vorbeikommt und das Lesen für sich entdeckt. Die Bücher erlauben es ihr in fremde Welten einzutauchen, in die Schuhe jemand anderes zu schlüpfen und allerlei Dinge zu erleben. Mit jedem Buch verändert das Gelesene Ana und auch ihre Depression. Sehr zum Unmut ihrer Familie, die für Veränderungen wenig offen ist. Doch die „Macht der Literatur“, wie es so schön auf dem Buchrücken zu lesen ist, lässt sich nicht aufhalten. Eingebettet ist die Handlung in die Therapie der Familie beim Psychologen. Ana erzählt ihm die Geschichten aus den Büchern mit ihr als Protagonistin, erläutert ihm ihr veränderndes Leben und die Familienmitglieder beschreiben ihr Unverständnis über die jeweilige Veränderung bzw. wie sie damit umgehen.

Beim Christoph meint: Von mir erhält Die Herrin der Träume 3 von 5 Sics. Das Thema „Hausfrau“ ist jetzt nicht so meins und hätte ich das Buch nicht kostenlos aus einer Bücherbox, ich hätte es vermutlich nie gelesen. Zumal es zum Glück heute nicht mehr der Standard ist, dass Frau nur Zuhause rumsitzt, den Haushalt bewältigt und ihren Mann und ihre Kinder umsorgen muss. Die Frage „Was wäre, wenn ich in diesem Buch leben würde?“ – mit Buch meine ich die Bücher der Protagonistin – finde ich jedoch spannend. Auch der grundlegende Aufbau des Werks hat mir gefallen. Im Vordergrund der Erzählungen steht vor allem die Selbstreflektion von Ana. Was hat sie durch das Lesen des jeweiligen Buches gelernt, wie hat die Tochter auf Anas Verhaltensveränderung reagiert und dergleichen.

Doch obwohl Die Herrin der Träume mit etwas mehr als 300 Seiten nicht das dickste Buch ist, schwaffelt die Autorin mir zu sehr. Ich muss nicht wissen, dass das blaue Kleid auch noch sechs Schleifen und zwanzig gelbe Bommel hat. Oder wie viele ausschweifende Feste in Russland gefeiert werden. Da bin ich eher jemand, der es kurz und direkt mag. Insofern hat sich das Lesen etwas unnötig hingezogen. Unterm Strich bin ich zwar ganz froh das Buch entdeckt und gelesen zu haben aber irgendwann noch einmal in die Hand nehmen werde ich es definitiv nicht. Anders sieht es beim folgenden Buch aus:

(Cover)

Neva (Sara Grant; Dark Parties; 2011) – Protektionismus erlebt nicht erst seit Trump eine Art Renaissance. Entsprechend aktuell ist der Jugendroman der amerikanischen Autorin. Das Heimatland ist eingeschlossen von einer mächtigen Energiekuppel. Kontakt mit der Außenwelt findet schon lange nicht mehr statt und in der Kuppel wird alles und jeder überwacht (1984 lässt grüßen). Freiheit und Individualität sind über die Jahrhunderte hinweg immer weiter zurückgedrängt worden – das geht sogar so weit, dass sich die Menschen in der Kuppel äußerlich immer ähnlicher geworden sind. Als Ursache wird ein Ereignis namens „Terror“ von der Regierung genannt (da ist er wieder, der Echtweltbezug). Das wäre angeblich damals nur passiert, weil alle zu Individuell gewesen wären. Nur die Kuppel konnte die Gemeinschaft und damit die Menschheit vor dem Aussterben retten. Außerhalb der Kugel gäbe es auch nichts mehr.

Also alles Friede, Freude, Eierkuchen? Natürlich nicht. Ein Teil Jugend hat es wie immer nicht so sehr mit Kontrolle, Gleichheit und solchem Firlefanz. Um sich von den anderen abzugrenzen, lassen sie sich tätowieren oder malen sich Zeichen auf ihren Körper. Stiller Protest quasi. Mittendrin ist die 16jährige Neva. Sie kommt zwar als Tochter eines Ministers aus einem guten Hause, fühlt sich aber wie viele Jugendliche etwas verloren und ist auf der Suche nach sich selbst. Gleichzeitig vermisst sie ihre Großmutter, die eines Tages einfach verschwunden ist. Sie beginnt daraufhin zu beobachten, dass immer mehr Menschen verloren gehen. Da sie aber keine Fragen stellen darf und schon erst recht keine Antworten bekommt, beschließt sie gemeinsam mit ihrer besten Freundin gegen die Regierung zu rebellieren. Ab diesem Zeitpunkt wird sie zur Gejagten und muss nicht nur um ihr eigenes Leben fürchten.

Beim Christoph meint: Mir hat Neva gefallen und es gibt entsprechend 4 von 5 Sics. Negativ in Erinnerung bleibt mir die Liebesgeschichte. Sie bringt weder die Protagonistin weiter noch wird sie zu einem befriedigenden Ende geführt. Stattdessen ist sie einfach nur da, um bestimmte Punkte der Haupthandlung weiter voran zu treiben. Dies hätte man aus meiner Sicht aber auch anders lösen können. Gleichzeitig bleiben andere, interessantere Handlungsstränge auf der Strecke denen ich gerne weiter gefolgt wäre. Zudem hätte Neva noch ein paar weitere Details über Heimatland in Erfahrung bringen können. Und obwohl das Motiv der Gejagten natürlich einen gewissen Druck erzeugt, ist Neva Geschichte weniger von schweren Entscheidungen und mehr durch reaktionäres Handeln geprägt.

Dennoch ist die Geschichte spannend erzählt und wie erwähnt leider ein brandaktuelles Thema. Die Protagonistin ist für mich glaubwürdig und jemand, in den ich mich hineinversetzen kann. Dank der Ich-Perspektive bin ich als Leser auch jederzeit mittendrin, weiß teilweise sogar weniger als Neva und bin stattdessen bei jeder mehr oder weniger überraschenden Wendung live dabei.

Eine Fortsetzung ist zwar seit langem angekündigt aber aus meiner Sicht ist die Geschichte abgeschlossen. Zusätzliches Material gibt es aktuell nur in Form des eBooks Neva: Tag der Befreiung. In den beiden Kurzgeschichten spielt unter anderem Nevas Großmutter eine Hauptrolle.

So, da mein Mann aktuell wieder mehr spielt komme ich im Gegenzug dazu wieder mehr zu lesen neben dem Anschauen von Onlinekongressen zu diversen Themen. Heute möchte ich euch einen Manga vorstellen, den ich zufällig schon vor längerem bei meiner jüngeren Schwester entdeckt habe. Er sprach mich tatsächlich so sehr an das ich ihn mir auf meine Wunschliste für Geschenke setzte und dann auch von meinem Mann bekommen habe (Yay, guter Sicarius).

Cover von Band 1

Momo – Little Devil von Mayu Sakai ist in Deutschland von 2010-2012 als Mangareihe mit 7 Bänden im Verlag Tokyopop erschienen. In Japan kamen die Bände bereits von 2009-2011 auf den Markt. Kosten pro Band waren mal 6,50€ – mittlerweile schwanken diese aber stark. Die Bände sind neu auch kaum zu bekommen. Dafür gibt es nun eine Neuauflage in drei Sammelbänden (2-3 Bände in einem), die euch pro Stück 9,95€ zurücksetzen. Ich bin allerdings kein Fan dieses Formats (anders als mein Mann…). Diese sind einfach zu dick und damit recht schwer um gut in der Hand zu liegen. Zudem hat man so nicht mal die Hälfte der farbigen Cover der Originalbände. Die Preise sind übrigens heutzutage relativ typisch für Mangas in Deutschland. Die Zeiten des früheren Einheitspreises von 9,95 DM pro Band sind vorbei. Und damit meine ich nicht nur die Umrechnung, sondern insgesamt werden die Preise mittlerweile durchaus unterschiedlich festgelegt.

Die Altersempfehlung für diese Serie liegt bei 13-16 Jahren aber auch mir als 30-Jährige hat das Lesen nach wie vor Spaß gemacht. Jeder Band hat knappe 200 Seiten und bietet neben der Hauptstory insgesamt zwei weitere Kurzgeschichten der Autorin, die überhaupt nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun haben sowie auf den letzten Seiten Fanarts und diverse Randbemerkungen. Typischerweise werden die Bände in japanischer Art von hinten nach vorne gelesen. Ich persönlich habe damit überhaupt keine Probleme und merke den Unterschied gar nicht mehr. Frei nach dem Motto: Wo ist das Cover und da wird losgelesen. Bei den ersten Mangas in Deutschland war das tatsächlich noch nicht so, die wurden beim Import rumgedreht. Mittlerweile macht sich aber kein Publisher mehr diese Arbeit.

Cover von Band 4

Der Inhalt

In Momo – Little Devil wird die Geschichte von der Highschool-Schülerin Yume Odagiri erzählt. Sie selbst hält sich für nichts Besonderes. Zudem ist ihre familiäre Situation eher schwierig, da ihre Mutter bereits vor Jahren abgehauen ist und ihr Vater sie nun ebenfalls (mal wieder) allein zurückgelassen hat, um den Schuldeneintreibern zu entgehen. Yume begegnet nun an ihrem 16. Geburtstag dem kleinen Mädchen Momo. Das verändert – wie sollte es auch anders sein – ihr Leben von Grund auf. Momo erwählt Yume nämlich zur Repräsentantin der Erde, die ihr sieben Gründe nenne soll, warum die Erde es wert ist nicht zerstört zu werden. Momo selbst bezeichnet sich nämlich als Teufel, der nur deshalb hier ist, weil er genau das vor hat. Einfach nur sieben Gründe runter zu rasseln ist aber nicht die Lösung. Yume soll Momo sieben Mal eine Freude bereiten. Und um die Sache noch ein wenig schwieriger zu gestalten, gibt es auch noch ein Zeitlimit von 2 Jahren – also bis zu Yumes 18. Geburtstags.

Die beiden Hauptcharaktere sind an erster Stelle Yume und dann natürlich Momo. Yume selbst ist ein einfaches Mädchen das sich in der Geschichte immer weiterentwickelt und durchaus zu neuen Erkenntnissen gelangt. Aber auch Momo entwickelt sich stetig weiter und wir erfahren immer mehr über ihre Vergangenheit als Satan. Zudem gibt es durchaus einige weitere Charaktere wie Kanaka (der Sandkastenfreund von Yume) sowie Nanagi und Sanari (Momos Begleiter) – um nur ein paar zu nennen. Auch sie erhalten ausreichend Raum und spielen durchaus entscheidende Rollen nicht nur aber besonders im Finale.

Der Stil

Ein Manga lebt aber nicht nur wie ein gutes Buch von seinen Charakteren, sondern vor allem auch von seinen Bildern, ausgeschriebenen Geräuschen und einer guten Übersetzung. Im Falle von Momo – Little Devil finde ich den Zeichenstil von Mayu Sakai insgesamt sehr gelungen. Ihre Bilder sind sehr fein, detailliert und, anders als bei manchen anderen Autoren, verändert sich der Stil auch bis zum letzten Band nicht. Ihre Werke erinnern an die Manga-Zeichnerin Arina Tanemura (u.a. Kamikaze Kaito Jeanne) was aber durchaus nicht schlecht ist und Vorbilder haben wir schließlich alle. Während ich mir aber bei Fr. Tanemura echt schwer tue noch zu wissen wer nun wer ist, ist bei Sakai die Wiedererkennung der Charaktere kein Problem.

Cover von Band 7

Insgesamt liest sich der Manga flüssig und auch an der Übersetzung gibt es nichts auszusetzen. Zudem wurden bestimmte Ausdrücke berücksichtigt wie das typische „Jawollja“ von Momo. Dafür gibt’s ein Lob an die Übersetzerin Rosa Vollmer.

Beim Christoph meint: Von mir erhält Momo – Little Devil 4 von 5 Sics. Die Zeichnungen und Charaktere sind insgesamt sehr stimmig und die Geschichte durchgehend spannend und es kommt auch zu unerwarteten Wendungen. Yume hat mal mehr mal weniger Mühe Momo eine Freude zu bereiten. Ebenfalls kommt Yumes Leben selbst nicht zu kurz. Besonders der Aspekt mit den Freuden als Gründe, dass die Erde weiter bestehen darf ist sehr interessant und gibt dem Leser viele nachdenklich machende Fragen für sein eigenes Leben mit. Wer von uns achtet z.B. überhaupt noch darauf was einem selbst wirklich Freude bereitet? Nehmen wir das noch wahr oder beschäftigen wir uns nur mit Problemen und den Dingen, die wir nicht haben? Wo liegen überhaupt unserer Prioritäten? Würden wir alles stehen und liegen lassen um die Welt zu retten? Könnten wir das überhaupt? Und dann noch die wohl schwierigste Frage: Wie macht man jemandem überhaupt eine Freude? Muss es immer ein Geschenk sein oder gibt es nicht auch viele andere Möglichkeiten?

Allerdings ist auch hier – wie so häufig in allen Medien – das Finale viel zu kurz. Ich habe die letzten paar Seiten mehrfach durchgesehen und finde das Ende nach wie vor zu sehr angedeutet. Da fiebert man sieben Bände lang mit den Charakteren mit und könnte durchaus einen weiteren Band lesen und dann ein so kurzes Ende. Die zwei Bonusstorys waren ebenfalls eher Mittelmaß. Da hätte mir eine Sidestory oder richtiger Epilog zur Hauptstory oder etwas in der Art doch besser gefallen als zwei aus der Luft gegriffene Kurzgeschichten.

Da mein Mann mich immer mal wieder nötigt auch mal einen Eintrag für euch zu verfassen, mache ich das heute mal – obwohl er technisch gesehen unter meiner Anleitung diese Zeilen tippt. Er kann das einfach viel schneller als ich und ich würde euch sowieso nur die ganze Geschichte verraten :smile: . Aber wer bin ich eigentlich? Nun, ich bin Lysanda L’eau und mit dem Webmaster verheiratet. Ich liebe Katzen, Anime und Mangas sowie Bücher mit starken Frauen als Hauptcharaktere – und genau darum geht es heute. Während euch der Webmaster immer mit Explosionen, Blut und Gedärmen langweilt, stelle ich euch heute mal eine Buch-Trilogie vor, in der es eben nicht nur darum geht (Kämpfe und Tote gibt es da aber auch):

Cover

Das Meer der Seelen (Jodi Meadows; Incarnate-Trilogy; 2012-2014) – Aus religiöser Sicht gibt es verschiedene Ansichten wie es nach dem Tod weitergeht. Während die Christen entweder bis in alle Ewigkeit im Himmel oder in der Hölle schmoren wollen, streben Hindus und Buddhisten der Erleuchtung dank Wiedergeburt entgegen. Aber wie wäre es eigentlich, wenn an der Sache tatsächlich etwas dran wäre und man ständig wiedergeboren werden würde? Und nicht nur einfach wiedergeboren, sondern auch noch mit dem Wissen, was im vorherigen Leben passiert ist? Mit diesen Gedanken spielt Jodi Meadows in ihrer Trilogie Das Meer der Seelen für junge Erwachsene.

Aufgeteilt auf die drei Bücher Nur ein Leben (Incarnate), Nur eine Liebe (Asunder) und Nur eine Nacht (Infinite) mit jeweils knapp 400 Seiten, erlebt ihr die Geschichte von Ana. Sie ist die erste neue Seele in der Welt von Range seit 5.000 Jahren und dürfte eigentlich nicht existieren. In Range gibt es nämlich exakt eine Millionen Menschenseelen, die immer und immer wieder geboren werden. Mal als Mann, mal als Frau und immer mit dem Wissen, was vorher passiert ist. Entsprechend ist Ana nicht nur eine abnormale Erscheinung, für ihre Existenz musste auch eine andere Seele für immer sterben. Das macht sie nicht gerade zu einem Freund der Bewohner und fängt ihr die Bezeichnung als Seelenlose ein.

Der Inhalt

Cover

In Nur ein Leben lernen wir die achtzehnjährige Ana kennen. Sie lebt außerhalb der Hauptstadt bei ihrer Mutter und wird von dieser nicht nur sehr schlecht behandelt, sie macht sich auch nicht die Mühe ihr irgendetwas beizubringen. In einer Welt, wo Menschen mit 5.000 Jahre altem Wissen herumlaufen, definitiv ein eher ungünstiger Ausgangspunkt. Also bringt sich Ana selbst das Lesen und einiges anderes bei und macht sich anschließend auf zur Stadt Heart. Sie möchte mehr darüber erfahren, warum sie existiert, ob sie ebenfalls wiedergeboren wird und warum für sie die Seele Ciana für immer verschwand. Wie so oft, ist dieser Weg nicht ganz so geradeaus, wie es sich anhört. Stattdessen kommt sie uralten Geheimnissen auf die Spur und gerät – wie könnte es anders sein – in Gefahr.

Im zweiten Buch, Nur eine Liebe, nimmt die Angst der Menschen vor ihrem endgültigen Tod aufgrund der Ereignisse weiter zu, was auch Ana als Außenseiterin noch stärker zu spüren bekommt. Dennoch setzt sie ihre Suche nach der Wahrheit fort und entdeckt immer mehr darüber, was eigentlich vor sich geht. Sie erfährt, warum überhaupt immer und immer wieder dieselben Seelen geboren werden und welchen Preis die Wiedergeburt hat. Im dritten Band, Nur eine Nacht, lüftet sie die letzten Geheimnisse mit weitreichenden Folgen für Range.

Der Stil

Jodi Meadows Fantasy-Werk liest sich erfreulich flüssig und kommt ohne die ausschweifenden Landschaftsbeschreibungen eines Wolfgang Hohlbeins daher. Ihr folgt Ana aus der Sicht eines neutralen Beobachters durch die Welt von Heart und erfahrt sehr viel über sie, lernt aber auch die zahlreichen Charaktere kennen, die ihr auf ihrem Weg begegnen. Vor allem ihre Beziehung zu Sam nimmt einiges an Raum ein und könnte teilweise etwas flotter vorankommen. Dafür überschlägt sich die Geschichte in anderen Bereichen mitunter und ein Ereignis jagt das nächste. Zusammen mit den zahlreichen Geheimnissen rund um die Stadt Heart, macht es das schwer die Bücher aus der Hand zu legen.

Die Trilogie fühlt sich mehr wie ein großes Buch an als drei einzelne, was auch daran liegt, dass Fr. Meadows euch nicht für Vergesslich hält. Während andere Autoren die Ereignisse aus dem jeweils vorherigen Band gerne noch einmal äußerst detailliert ausbreiten, beschränkt sie sich auf kurze Erwähnungen in Dialogen zwischen den Charakteren.

Cover

Beim Christoph meint: Von mir erhält Das Meer der Seelen 4 von 5 Sics und die Bücher dürfen ihren Platz im Regal behalten. Ich habe die drei Bücher in drei Wochen buchstäblich verschlungen und dafür auch mal andere Dinge hintenangestellt. Wiedergeburt ist für mich ein spannendes Thema und das war es auch, was mich überhaupt erst zu den Büchern hingezogen hat. Entsprechend interessiert war ich daran zu erfahren wie die Welt von Range funktioniert und wie deren Bewohner damit umgehen. Wird es beispielsweise nicht irgendwann langweilig? Und wie ist es jeden inklusive vermutlich aller seiner intimsten Geheimnisse seit einer Ewigkeit zu kennen?

Aber auch die anderen von der Autorin angesprochenen Aspekte wie Ausgrenzung, falsches Selbstbild und einfach mal Dinge in Frage stellen haben mich zum Nachdenken angeregt. Anas Werdegang von der Ausgestoßenen hin zur alles entscheidenden Figur ist für mich außerdem nachvollziehbar und ich konnte gut mit ihr mitfühlen.

Der fünfte Sic bleibt der Trilogie verwehrt, weil die Beziehung von Ana und Sam trotz des Raums, den sie einnimmt, nicht richtig in die Gänge kommt. Und weil das Ende (wie so oft) für mich nicht vollständig befriedigend war. Die Geschichte ist zwar grundsätzlich abgeschlossen, ich hätte aber dennoch gerne erfahren, wie es nach den tiefgreifenden Veränderungen für Ana weitergeht. Trotz dieser beiden Makel kann ich die Bücher uneingeschränkt empfehlen.

Ich hatte in den Kommentaren zum Eintrag Umfrage: AMD oder nVidia? schon mal kurz erwähnt, dass es bei mir in Sachen Grafikkarte zu einer Neuanschaffung kam. Hier will ich darlegen was dazu geführt hat und was am Ende dabei herausgekommen ist. Ein bisschen Frust von der Seele schreiben ist sicher auch dabei  :wink: .

Disclaimer: Ich will hier niemanden Diskreditieren, daher werde ich Händlernamen usw. nicht nennen.

Voraussetzungen

Im November 2013 habe ich mir einen neuen Rechner zusammengestellt. Grobe Specs: Intel Xeon E3-1230 v3, Gigabyte GA-H87-D3H, Crucial Ballistix Sport 16GB DDR3 Kit, Samsung SSD 840 EVO Series 250GB und, darauf kommt es heute besonders an, eine MSI GTX 760 Twin Frozr 2GB. Ich habe alles, zusammen mit einem anderen Modell der GTX760, bei Händler A gekauft. Da die Karte (mit dem Referenzdesign) dann aber viel zu laut war, habe ich sie zurückgeschickt und dafür bei Händler B die MSI bestellt (weil sie bei A nicht lieferbar war, oder so).

MSI GTX760 (Herstellerbild)

MSI GTX760 (Herstellerbild)

Bis zu diesem Sommer lief der Rechner auch perfekt und dabei wunderbar leise. Hab‘ zwischenzeitlich dann auch noch mein magnetisches Datengrab gegen eine Samsung 850 Evo ausgetauscht. Im August hat dann der Lüfter der Grafikkarte das Rattern angefangen. Im Idle deutlich hörbar und störend und unter Last wurde es richtig schlimm. Klare Sache: Die Karte muss ausgetauscht oder repariert werden. Glück im Unglück: Die 2 Jahre Gewährleistungsfrist ging noch bis Anfang November. Also erst einmal den MSI Support kontaktiert. Die haben freundlich geantwortet, dass die Karte oder zumindest der Lüfter ausgetauscht werden muss und sie das nicht direkt machen, sondern es über den Händler laufen muss.

Das war insofern doof, als dass Händler B seit meinem Kauf Insolvenz angemeldet hatte. Der Insolvenzverwalter hat aber dafür gesorgt, dass der Betrieb aufrechterhalten werden kann. Ein bisschen schlechtes Gefühl hatte ich dabei zwar schon, habe das Paket aber trotzdem abgeschickt, da ich ja kein Geld oder so vom Händler wollte, sondern er einfach nur gegenüber dem Hersteller die Herstellergarantie einfordern musste. Als ich dann nach mehr als 2 Wochen noch nichts gehört hatte (noch nicht mal ne Eingangsbestätigung oder so) und auch auf meine Anfrage nicht geantwortet wurde, verließ mich dann ziemlich der Mut. Habe dann auch noch in Foren und auf Bewertungsportalen diverse Horror-Stories gelesen (z.B., dass in einem ähnlichen Fall der Hersteller einen Wertgutschein für die reklamierte Ware ausgestellt hätte, Händler B den aber wiederum nicht an den Kunden rausgeben hätte dürfen und stattdessen in die Insolvenzmasse eingegangen wäre oder so). Dabei auch noch bisschen was übers Insolvenzrecht gelernt z.B., dass man als Kunde der vor dem Stellen des Insolvenzantrages gekauft hat, quasi gar keine Rechte gegenüber dem Unternehmen mehr hat, sondern nur noch Forderungen über den Insolvenzverwalter stellen kann. Und ob (und vor allem wie viel) man da dann bekommt ist erstens fraglich und zweitens dauert es auch Monate wenn nicht gar Jahre.

Zu dem Zeitpunkt habe ich dann nicht mehr damit gerechnet, dass das gut für mich ausgeht. Ich habe mit 2 Möglichkeiten gerechnet: Ich bekomme  entweder meine Grafikkarte irgendwann im kaputten Zustand zurück und dann will ich sie auch nicht wieder in den Rechner bauen, weil sie mir zu laut ist oder ich bekomme gar nichts mehr zurück und kann selber sehen wie ich an die Karte oder Geld oder sonst was komme. Da ich auch keine Lust hatte weiter ohne vernünftige Grafikkarte da zu sitzen, habe ich mich dazu Entschlossen für Ersatz zu sorgen. Wenn ich dann doch noch die reparierte Karte zurückbekommen hätte, hätte ich sie auf eBay verkauft, die erzielen sogar noch ganz gute Preise.

Also ging die Suche nach einer neuen Karte los. Ich hatte eine GTX760, daher wäre die aktuelle Alternative eine GTX960 gewesen. Da war mir aber gleich klar, dass mir der Leistungssprung einfach nicht groß genug ist, wenn ich schon 200€ investiere. Der nächste logische Schritt und auch meine präferierte Karte wäre die GTX970 gewesen, aber diese „Schummelkarte“ mit ihren 3,5 + 0,5GB VRAM wollte ich dann doch nicht kaufen. Auch wenn ich davon ausgehe, dass ich nie etwas davon gemerkt hätte, wollte ich das Vorgehen seitens nVidia einfach nicht unterstützen. Das heißt nicht, dass ich nVidia insgesamt meiden will, aber die spezielle Karte muss einfach nicht sein. Daher bin ich dann bei der Radeon R9 390 gelandet, da sie u.a. auch bei Computerbase was Preis/Leistung angeht knapp vor der GTX970 angesiedelt war. Als Modell hab ich mich für die PowerColor Radeon R9 390 PCS+ entschieden, da sie laut des CB Tests das beste Kühlsystem hat. Der hohe Leistungsverbrauch war mir zwar durchaus bewusst und ein Dorn im Auge, habe mir aber nicht viel dabei gedacht, da die Karte zum einen im Idle den Lüfter komplett abstellt (machen glaube ich mittlerweile fast alle aktuellen Karten), also ist das Lautstärketechnisch kein Thema und zum anderen läuft der Rechner nicht soooo viel, von den Stromkosten her war es mir also schlicht egal.

Also bei Händler A bestellt, schnell eingebaut (ok, so schnell gings nicht, da sie zu lang war und ich erst die Seitenwand des einen Festplattenkäfigs entfernen musste) und der erste Eindruck war durchaus positiv: Leistung satt, keinerlei Probleme mit den Treibern und bei ausgeschalteten Lüfter logischerweise tatsächlich lautlos. Spulenfiepen, was einige bemängeln, kann ich auch nicht ausmachen. Habe mit der Karte Middle Earth: Shadow of Mordor auf Ultra mit den offiziellen HD-Texturen (muss man separat herunterladen) fast komplett durchgezockt und war was das angeht begeistert. Schaut genial aus und lief absolut Butterweich.

Allerdings hat das mit der Lüfterabschaltung im Idle mal so gar nicht funktioniert, wie ich mir das vorgestellt hatte. Man muss wissen, dass die R9 390 im Leerlauf mit zwei angeschlossenen Monitoren mal eben 60-70W (laut CB Test) mehr verbraucht als mit nur einem Monitor. Das habe ich im Vorfeld zwar gelesen und wahrgenommen, die Auswirkungen habe ich mir aber einfach nicht bewusst gemacht. Der immense Leistungsverbrauch führt logischerweise dazu, dass man die Karte eben nicht Lüfterlos betreiben kann. Bei mir war es so, dass die Karte dann im Idle in festen Intervallen (vielleicht jede Minute oder so) doch den Lüfter anmachen musste. Und auch auf der geringsten Lüfterstufe ist die Karte dann doch relativ laut. Und das ständige an- und ausgehen macht es nicht weniger nervig. Anfangs hab ich noch gedacht, dass das schon ok ist, aber mit der Zeit hatte ich da definitiv keine Lust mehr. Und der Stromverbrauch ist dann doch nicht mehr zu vernachlässigen.

Irgendwann erhielt ich dann tatsächlich die Mail, dass meine GTX760 fertig repariert wäre (da waren seit dem Einschicken sechs Wochen vergangen). Musste allerdings nochmal 5€ für den Versand überweisen (wieder Insolvenzrecht, dürfen sie nicht übernehmen usw.), nachdem ich das Porto für das hinsenden auch schon gezahlt hatte. Aber gut, was will man machen. Bis sie dann letztendlich versendet wurde und ich sie in Empfang nehmen konnte (wurde dummerweise an die Adresse meiner Eltern versendet, da hab ich nicht aufgepasst) vergingen dann nochmal 2 1/2 Wochen.

Bild das urpsrünglich für die eBay Auktion gedacht war. Jetzt verwende ich es halt hier

Bild das urpsrünglich für die eBay Auktion gedacht war.

Jetzt hatte ich natürlich die Situation, dass ich zwei prinzipiell funktionierende und gute Karten da hatte. Nachdem ich mit der Leistung der GTX760 nie unzufrieden war und sie im reparierten Zustand auch wieder flüsterleise ist, hab ich mich entschiedene sie in den Rechner zu bauen und die R9 390 irgendwie wieder los zu werden. Das ist auch wieder nicht so einfach: Die Wiederrufsfrist war längst abgelaufen (waren 4-5 Wochen seit Kauf) und einen Mangel hat sich ja an sich nicht, dass sie imho unbrauchbar wäre. Ist ja nur eine Produkteigenschaft. Habe natürlich trotzdem mal bei Händler A angefragt, ob er sie noch zurück nimmt. Die Antwort war zwar „ja, nehmen wir auf Kulanz zurück“, es gab allerdings ein paar dicke „Aber“: 30€ werden vom Wert abgezogen (finde ich noch ok, ist ja schließlich jetzt gebraucht und alles), bei „schlechtem“ Zustand entsprechend noch mehr, Versand muss ich selber zahlen UND ich bekomme das Geld nicht bar sondern nur als Guthaben beim Shop. Daher wollte ich sie dann doch lieber bei eBay verscherbeln. Bis ich gesehen habe, dass die mittlerweile fest 10% vom Verkaufspreis als Gebühr verlangen. Hätte ich also noch 300€ für die Karte bekommen (was schon ein sehr optimistischer Wert ist, ich persönlich würde für ne gebrauchte Karte niemals so viel zahlen, realistischer sind vielleicht 250€?), hätte ich 30€ Gebühren plus evtl. PayPal Gebühren zahlen dürfen. Dazu die Unsicherheit welcher Preis am Ende herauskommt und es dann evtl. Probleme mit dem Käufer geben könnte. Da hab ich mich doch ganz schnell wieder umentschieden und das Paket an den Händler fertig gemacht. Mal sehen was ich mit dem Guthaben dann kaufe. Ewig lang rumliegen lassen (bis evtl. tatsächlich ne neue Grafikkarte fällig wird und dazu ein netter 4k Monitor) will ich es nicht, am Ende gehen die auch Pleite oder sonst was unvorhergesehenes passiert… Bin für Vorschläge offen :)

Fazit

Nach drei Monaten seit den ersten Problemen mit der GTX760 habe ich es „geschafft“ den Status Quo wieder herzustellen. Und es hat mich „nur“ ~50€, eine Menge Nerven und die Verpflichtung in nicht allzufernen Zukunft Hardware im Wert von mindestens knapp 300€ zu kaufen. Toll.

Mir bleibt dann nur zu sagen, dass AMD dringenst das Problem der hohen Leistungsaufnahme gerade im Idle mit mehreren Monitoren in den Griff bekommen muss. Das kann einfach nicht ihr ernst sein, ein imho untragbarer Zustand. Ach AMD, warum machst du es einem denn so schwer? Niemand kann ernsthaft ein Monopol von Intel und nVidia wollen, aber wenn willigen Kunden solche Steine in den Weg geworfen werden, wie soll sich an der jetztigen Situation etwas ändern?

In den Kommentaren dürft ihr jetzt gerne ausdiskutieren, an welcher Stelle ich den größten Fehler gemacht habe :smile: .

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