Sicarius

Frohes Neues Jahr 2020!

Und da war es auch schon wieder rum. Also nicht nur das Jahr 2019, sondern auch das nächste Jahrzehnt. Die Menschheit hat es erneut nicht geschafft sich auszulöschen – trotz vieler intensiver Versuche. Für 2030 mache ich mir zwar nicht ganz so viel Hoffnung, wenn man sich die weltpolitische Lage so anschaut. Aber ein Problem nach dem anderen. Während ein Großteil der Welt nun also halbbetrunken mit Feuer und explosiven Stoffen hantiert sowie hunderte von Hunden und Katzen auf nimmer wiedersehen wegen diesem Scheiß verschwinden, haben wir uns alle einfach mal einen kurzen Moment so lieb wie Balu und Nica:

In Liebe vereint (anno 2016)

Ja, Lyssi musste diesen herzzerreißenden, total emotionalen Moment natürlich mit ihrem Schwanz fotobomben. Echt schlimm, die kleine Kackbratze. In diesem Sinne:

Das Team von Beim Christoph wünscht euch ein frohes und erfolgreiches Jahr 2020!

Nutzt das neue Jahrzehnt endlich dazu euch eure Wünsche zu erfüllen – oder zumindest einen Teil davon. Und da ihr dafür vermutlich Geld braucht, vergesst wie immer heute das Sauerkraut nicht! Lysanda und ich haben es letztes Jahr vergessen und schaut, was aus uns geworden ist! Bitte? Das Geld hat immer gereicht und wir sind definitiv nicht einmal ansatzweise arm? Ach egal, Sauerkraut 4ever!

PS: Niemanden hat es übrigens gestört, dass im Neujahrs-Grüß 2019 bis jetzt noch 2017 stand. Das bestätigt mein Gefühl, dass diese Grüße mittlerweile keiner mehr liest :smile: .

mem-o-ry – 2. The act or an instance of remembering; recollection
TheFreeDictionary

Wie? 2019 ist auch schon fast vorbei? Irgendwie kann ich das nicht so recht glauben. War gefühlt ein sehr komisches Jahr. Ich musste sogar Lysanda fragen, was wir heuer überhaupt so gemacht haben, weil mir irgendwie nur der Freizeitraum einfiel. Waren wir etwa faul? Oder was war los? Vielleicht gibt ja der heutige Beim Christoph Jahresrückblick 2019 Auskunft darauf. Er ist schließlich dafür da noch einmal auf das jeweilige Jahr zurückzublicken. Bevor wir aber zu meinem persönlichen 2019 kommen, wie immer erst der Blick zurück auf das Jahr für Beim Christoph. Die nachfolgenden Zahlen in Klammern sind wie gewohnt die Werte des Vorjahres (also 2018) und alles ist Stand 29.12.2019.

Einträge und Autoren

55 (55) Einträge haben euch 2019 größtenteils an einem Montag erwartet (die anderen waren die Oster-, Weihnachts- und Neujahrsgrüße). Es gab‘ also glücklicherweise keine Überraschungen, schließlich deuten Sondereinträge ja meist auf einen Haustier-Todesfall hin und das wollen wir ja nicht.

Doch diese Zahl alleine spricht natürlich nicht die ganze Wahrheit, denn 6 (2) dieser Einträge tragen die Kategorie Gastbeiträge. Zwei davon stammen zwar auch aus diesem Haushalt und wurden technisch gesehen trotzdem von mir in den Computer gehackt, da sie mir Lysanda mehr oder weniger diktiert hat. Aber die restlichen vier sind tatsächlich seit langem mal wieder Inhalte von anderen Menschen außerhalb der Casa Lysanda. Oder genauer gesagt: Azzkickr ist „endlich“ eingeknickt und hat nicht nur seinen 25., sondern sogar gleich Gastbeitrag 25 bis 28 verfasst. Genial und erneut vielen herzlichen Dank dafür! Ich weiß, dass es dir dann doch schwerer gefallen ist als du es dir gedacht hast. War aber nicht nur nett mal wieder was von unseren Hardwareexperten zu hören – ich hatte dadurch seit langem auch mal wieder eine nette Verschnaufpause.

Ja, natürlich mache ich mir den Druck mit „Montags immer einen Eintrag“ komplett selbst und nicht jeder Eintrag fließt deshalb einfach so aus den Fingern. Aber ich kann nur erneut wiederholen (hatten wir tatsächlich letztes Jahr an gleicher Stelle schon): Zum einen ist aus meiner Sicht Regelmäßigkeit wichtig, um die Leserschaft nicht zu verprellen. Zum anderen möchte ich ja in der Schreibübung bleiben und ich befürchte durchaus, dass ohne diesen festen Termin mein innerer Schweinhund dann doch die meiste Zeit die Oberhand gewinnt. Es gibt schließlich immer etwas anderes zu tun wie z.B. FarCry Primal weiterspielen.

Doch ich schweife schon wieder ab. Die Rangliste der Autoren sieht nun so aus:

Azzkickr könnte sich nun für 2020 vornehmen die 30 voll zu machen. Warte immer noch auf seine Meinung zum Thema „VR“ und/oder eine Abhandlung über die Spiele von David Cage. Oder irgendetwas anderes, was nicht mit Religion oder Politik zu tun hat. Beim Christoph hat sein Themenspektrum ja bekanntlich in den letzten vier Jahren stark erweitert :smile: . Rondrer könnte beispielsweise nun ohne Probleme über seine Erfahrungen zum Thema „Eigentumswohnung“ berichten. Und alle anderen sind selbstverständlich ebenfalls eingeladen mir einen Text zum Veröffentlichen anzubieten, wenn ihnen etwas unter den Fingernägeln brennt und es aus ihrer Sicht interessant für die Zielgruppe ist. Ich verlange nur eine Mindestlänge (um die 900 Wörter) :smile: . Nein, die nutzlosen Marketingdeppen, die mich dauernd per Mail anschreiben und eine Kooperation wollen sind davon explizit ausgenommen. Ich veröffentliche keine Werbetexte! Wenn der ein oder andere Eintrag von mir etwas zu enthusiastisch erscheint, dann liegt das ganz alleine an mir und nicht, weil ich dafür bezahlt wurde oder er von einer Agentur verfasst wurde.

Die Inhalte

Stellt sich als nächstes die Frage, was denn so die Inhalte dieser ganzen Einträge war. Gefühlt dominierten Berichte über irgendwelche Hardware. Gleichzeitig habe ich bewusst die Anzahl der Gesundheits-Texte heuer etwas reduziert. Nicht, weil ich nicht noch genug Themen auf meiner Liste hätte. Mehr, um euch nicht zu nerven und gleichzeitig noch etwas mehr Erfahrung zu sammeln mit dem ein oder anderen Nahrungsergänzungsmittel und so. Wird also vielleicht 2020 wieder etwas mehr werden :wink: . Aber warum im Dunkeln stochern, wenn Rondrers tolle Statistik (die er ebenfalls nach dem PHP-Versionswechsel reparieren musste) direkt die Antwort ausspuckt, welche Kategorie wie oft einem Eintrag zugewiesen wurde:

Auf dem oberen Platz hat sich im Vergleich zu 2018 nur wenig getan. 21 (23) Einträge gehörten in die Kategorie Spiele und 15 (15) Stück davon enthielten irgendeine Art von Erfahrungsbericht. Trotz aller Ablenkung bleiben wir hier bei Beim Christoph also weiterhin unserem Kernthema treu (zum Leidwesen der Katzen- und Gesundheitfans :smile: ). Gut zugelegt haben hingegen die Berichte über Bücher, Filme & Musik mit 11 (3) Zugängen sowie wie erwartet Hard- und Software mit 9 (3) Einsätzen. Katzen mit 4 (6) sowie das Thema Gesundheit mit 4 (9) standen hingegen nicht so sehr im Vordergrund. Dabei hatten wir dank gleich drei Zahn-OPs und mehrere explodierende Katzenfutterdosen durchaus etwas Action in diesem Bereich.

Bleibt noch die eine Kategorie zu erwähnen, die erstmals seit 2012 einen Zuwachs verzeichnen konnte: GamersGlobal! Ja, die Seite gibt es immer noch und hat 2019 ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert. Da durfte ich natürlich ein bisschen mitmachen. War auch ganz nett mal wieder eine etwas größere Reichweite zu haben aber der Fokus der dortigen Berichterstattung ist halt leider mittlerweile fast zu 100% Videocontent, was ich persönlich sehr schade finde und mich überhaupt nicht anmacht. Andererseits war schon zu meiner aktiven Zeit klar, dass man mit den ausführlichen Texten zwar als Redakteur seine Befriedigung findet aber sie die aller wenigsten Leute tatsächlich komplett lesen. Wenn Videos also nun die bessere Alternative sind (kosten ja auch viel Zeit), dann ist das so.

Zwischenfazit

Aber zurück zu Beim Christoph: Unterm Strich bin ich mit meinem Output absolut zufrieden. Es gibt weiterhin eine gewisse Themenvielfalt, die es mir erlaubt Tagesformabhängig zu Tippen und eine breitere Zielgruppe zu erreichen. Gleichzeitig schreibe ich im Bereich der Unterhaltungsmedien eher über alte Schinken (Spiele, Filme, Serien) oder obskurere Sachen (englischsprachige Videospielebücher). Das interessiert wahrscheinlich noch weniger Leute als es solche Erfahrungsberichte sowieso schon tun. Bei unseren Backlogs ist schließlich klar, dass ein Titel von 2014 wenig Chancen hat rausgeholt zu werden egal wie viel ich ihn über den Klee lobe. Aber am Ende des Tages muss es ja vor allem mir Spaß machen darüber zu schreiben und das tut es speziell beim Thema Videospiele einfach immer noch sehr. Da ist es mir egal wie alt das jeweilige Spiel ist. Und speziell bei den Büchern gibt es selbst im englischsprachigen Raum viel zu wenige Berichte dazu. In diesem Sinne sehe ich aktuell keine Notwendigkeit daran irgendetwas zu ändern.

Bitte? Was mit Videos, Podcasts, Garry’s Mod und Signaturen wäre? Keine Ahnung. Diese Worte sagen mir nichts. Ist das was Esoterisches? Wird das von der Krankenkasse bezahlt? Egal, damit hab‘ ich nichts am Hut. Manchmal kommt ihr auf echt komische Gedanken, liebe Besucher.

Der Umfang

Viel wichtiger als der eigentliche Inhalt, sind aber für mich natürlich die harten Zahlen, die damit am Ende verbunden sind. Nein, dieser Satz war nicht ganz ernst gemeint. Aber die oben beschriebene Mindestlänge für die Montagseinträge ist nicht nur eine Konsequenz aus den Anfangsjahren dieser Webseite, sondern soll außerdem sicherstellen, dass jeden Besucher pro Woche ein Mindestmaß an Inhalten erwartet und ich nicht einfach irgendetwas hinrotzen kann. Schließlich gibt es ja nur noch diesen einen Eintrag. Normalerweise klappt das auch, wenn einem nicht gerade eine Hand fehlt. Und – das ist der Fluch von Rondrers Statistikfunktion – es ist definitiv ein Ansporn für mich immer zumindest das Niveau des Vorjahres zu halten. Was mir heuer offensichtlich gelungen ist, denn es waren durchschnittlich 1.453,0 (1.430,8) Wörter pro Eintrag. Damit habe ich nicht nur das Niveau von 2018 gehalten, sondern sogar übertroffen und gleichzeitig erneut einen neuen Rekord aufgestellt. Wahnsinn!

An diesem Wert waren selbstverständlich auch die Gastbeiträge von Azzkickr beteiligt, der gefühlt ein wenig Angst hatte überhaupt eine DIN-A4-Seite voll zu bekommen – und dann werden daraus gleich vier Einträge mit durchschnittlich 1584,3 Wörtern. Superb!

Insgesamt stecken in den 55 Einträgen 79.913 Wörter (78.694). Quasi wieder ein ganzer Roman und über dem Durchschnitt von 73.643,6 (72.076,25) der letzten Jahre seit der Umstellung von zwei richtigen Einträgen auf einen pro Woche.

Bin gespannt, ob 2020 die Zahl ähnlich ausfallen wird. Gefühlt entwickelt sich das durchaus zu meinem aktuellen Output-Niveau. Und das finde ich gut so. Schließlich kann nicht jeder von sich behaupten 52 Wochen lang über 1.400 halbwegs sinnvolle Wörter aufs (digitale) Papier zu bringen :smile: . Das sind immerhin rund 1 1/2 DIN A4-Seiten in Word. Die hab‘ selbst ich nicht immer so schnell zusammen. Übrigens sind wir damit nun bei 1.290.379 Wörtern verteilt auf 1.539 Einträge. Macht 838 (815) Wörter pro Eintrag. Mal schauen wie viele Jahre es noch dauert, bis dieser Wert bei 900 liegt.

Überschaubare Beteiligung

Bleibt zu guter Letzt noch das Thema Community-Beteiligung. Die lag mit 71 (46) Kommentaren erfreulicherweise etwas höher als in den beiden vergangenen Jahre (Danke dafür!) und entspricht damit einem Durchschnitt von 1,3 (0,8) pro Eintrag. In der Realität sind aber nur unter 19 (21) der 55 Einträge tatsächlich welche zu finden. Allein 16 Stück davon unter den vier Texten von Azzkickr. Mit 7 (13) Stück die meisten Kommentare in diesem Jahr gab es hingegen unter diesem Eintrag. Die hatten jedoch – wie in guten, alten Zeiten – größtenteils nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun :smile: .

Sonderlich lang waren diese Kommentare mit 70,3 (93,3) Wörtern aber heuer nicht. Damit liegt 2019 sogar unter dem Gesamtdurschnitt über alle derzeit 6.671 Kommentare auf Beim Christoph von 76,0 Wörter. Alle Kommentare zusammen ergeben übrigens 507.153 Wörter.

Mit 27 (11) stammen wie immer die meisten davon von mir. Möchte ja die Diskussion am Laufen halten. Vielleicht würge ich sie damit auch nur ab – keine Ahnung :wink: . Insgesamt haben 9 (10) verschiedene Personen unter 11 (12) Namen (speziell Rondrer wechselt gerne zwischen „Rondrer“ und „Ron“) etwas gesagt. Neben mir am mitteilsamsten waren die üblichen Verdächtigen: Azzkickr mit 12 (9), Ronder mit 8 (5) und ein gewisser DQ mit 5 (2).

Google

Bevor wir nun Beim Christoph hinter uns lassen, möchte ich euch eine weitere Statistik natürlich nicht vorenthalten. So habe ich Google Analytics zwar rausgeworfen aber ganz aus den Fängen von Google entkommen ist die Seite trotzdem nicht. Und zwar trackt Google natürlich weiterhin alles rund um das Thema Suchanfragen. Das ist für Beim Christoph komplett DSGVO-konform, da die Seite damit nichts direkt zu tun hat. Wie heißt es so schön? „Der Suchprozess ist eine Sache zwischen dem Benutzer und Google“. Ich kriege am Ende nur ein gesammeltes und völlig anonymisiertes Ergebnis angezeigt. Dieses ist in drei Kategorien unterteilt: Web-Suche, Bild-Suche und Video-Suche. Da ich aber in letzterem nur äußerst selten gefunden werde, lassen wir das mal unter den Tisch fallen.

Google Web-Suche

Auszug aus der Google Search Console

Insgesamt wurde Beim Christoph 221.485 mal Personen in der Google-Suche angezeigt und dann 2.668 mal tatsächlich angeklickt. Macht eine sogenannte Conversion-Rate von 1,2%. Und durchschnittlich steht Beim Christoph auf Platz 31,7 der Suchergebnisse.

Am häufigsten zu sehen ist die Seite lustigerweise immer noch beim Begriff „christina stürmer nackt“ mit 2.730 Impressionen und immerhin 37 Klicks. Ja, ihr lest richtig: Das schon 2006 völlig veraltete „Meme“ (gab’s den Begriff damals überhaupt schon?) Ist immer noch hochaktuell. Weniger Impressionen aber dafür mit 69 die meisten Klicks bei nur 337 Impressionen in der Web-Suche hat der Begriff „deutsche reihenhaus blog“. Fragt mich nicht, warum Google das so hoch priorisiert. Ich habe dieses Unternehmen nur ein einziges Mal erwähnt. Aber vermutlich weil es ein Link ist und der Anwender am Ende des Tages tatsächlich dort landet, wo er hin will? Auf Platz 2 liegt hingegen der Begriff „wasserstoffperoxid nasenspray“ mit 46 Klicks bei 1.049 Impressionen. Was eine wunderbare Überleitung zu den Top-3-Einträgen aus Sicht von Google ist:

  1. Köpertuning: Wasserstoffperoxid mit 430 Klicks bei 12.416 Impressionen
  2. Vier Wochen auf der Insel mit 210 Klicks bei 13.477 Impressionen
  3. Körpertuning: Trinkwasser mit 127 Klicks bei 2.080 Impressionen

Man sieht: Wenn es um die SEO geht, dann kommt man um Gesundheitsthemen einfach herum. Einträge mit oder über Spiele sind in den Top 10 tatsächlich überhaupt nicht enthalten.

Google Bild-Suche

Beim Christoph wird in der Bild-Suche zwar mit 473.176 Impressionen mehr als doppelt so häufig angezeigt wie in der Web-Suche. Die Conversation-Rate dieser Impressionen liegt aber bei mageren 0,2% also 776 Klicks. Und auch die Position ist mit 87,8 ziemlich weit hinten in der Liste. Die Top-3-Begriffe sind zudem sehr einseitig, denn sie sind alle eine Kombination aus „garten“, „zaun“ und „katzensicher“. Gefolgt von „reha-zentrum utersum auf föhr“. Entsprechend ist die Liste der Top-3-Einträge wenig überraschend folgende:

  1. Tagebuch eines Hausherrn #23 mit 92 Klicks bei 9.444 Impressionen
  2. Vier Wochen auf der Insel mit 68 Klicks bei 9.576 Impressionen
  3. Nochmal drei Wochen auf der Insel mit 58 Klicks bei 7.538 Impressionen

Wenn ich mich intensiver mit dem Thema Search Engine Optimization beschäftigen würde, könnte ich mit den ganzen Informationen sicherlich was Tolles anfangen. Aber so ist es immerhin ganz nett zu wissen, dass zumindest ein paar Einträge aus Sicht von Google einen Mehrwert haben :smile: .

Fazit

Und damit sind wir am Ende der Statistiken angekommen. Unterm Strich gab‘ es abseits der überraschenden Gastbeiträge von Azzkickr keine wirklichen Besonderheiten aus meiner Sicht. Ihr habt wie immer pünktlich an jedem Montag in diesem Jahr um Mitternacht einen neuen Eintrag vorgefunden und die Themenvielfalt war zwar prinzipiell wie gewohnt Spielelastig aber eben nicht nur ausschließlich. Stattdessen war 2019 erneut für jeden etwas dabei (auch für die Damen vom Katzenstammtisch :wink: ). Gleichzeitig habe ich mich über jede E-Mail gefreut, die mich über einen neuen Kommentar informierte – okay, fast jede. 2-3 Spambots haben es doch durchgeschafft… Und im Hintergrund habe ich selbstständig hier und da an ein paar Schrauben gedreht, um die Seite weiterhin möglichst zeitlos aber modern zu halten ohne Rondrer zu sehr belästigen zu müssen. Was will man als Webmaster mehr? Bitte? Mehr Besucher und mehr Kommentare? Ja, natürlich aber passt schon. Ich bin grundsätzlich weiterhin zufrieden mit meiner kleinen Ecke des Internets, die tatsächlich bald ihren 20. Geburtstag feiert (2021). Und obwohl ich immer behaupte, dass ich das alles hauptsächlich für mich tue:

Danke an alle Besucher! Egal ob ihr nur ab und zu vorbeischaut oder jeden Montag pünktlich um Mitternacht die Seite aufruft: Danke, dass es euch gibt und ich euch einen Mehrwert biete, für den es sich lohnt regelmäßig vorbeizuschauen!

2020 wird es vermutlich keine Überraschungen geben aber man soll ja niemals nie sagen. Außerdem ist etwas Beständigkeit in der heutigen, doch sehr turbulenten Zeit sicherlich ganz nett.

Aus dem Leben des Webmasters

Nach dem eher von Fakten dominierten Rückblick auf die Webseite, kommen wir wie immer noch zum persönlichen Teil des Jahresrückblicks. Ich halte euch zwar sowieso schon über das Jahr hinweg zumindest über die großen Sachen auf dem Laufenden. Es ist aber auch für mich praktisch die wichtigsten Highlights an einer Stelle nachlesen zu können. Außerdem muss ich noch ein bisschen was schreiben, um einen neuen Rekord bei der Anzahl der durchschnittlichen Wörter pro Eintrag aufzustellen. Wenn ich das nicht tue, muss ich oben den kompletten Abschnitt umschreiben und das wollen wir doch nicht, oder? :smile:

Die liebe Arbeit

Motivation (Symbolbild)

Wie oben geschrieben hat das Jahr irgendwie für mich nicht so recht stattgefunden. Dabei ist es nicht so, dass wir heuer nur auf der faulen Haut gelegen und die meiste Zeit nur Katzen gestreichelt haben. Das fing schon mit der Arbeit an, wo es echt drunter und drüber ging (und immer noch geht). Erst war da vor Ostern der Zwangsumzug (ja, ich bezeichne es bewusst so) in ein lautes Großraumbüro mit Desksharing. Desksharing bedeutet, dass nicht jeder einen festen Arbeitsplatz hat und sich theoretisch jeden Tag einen neuen suchen muss. Obwohl wir gar nicht so weit pendeln (13km pro Strecke) müssen und unsere Arbeitsplätze zu Hause auch dank der Katzen nicht ganz optimal sind, machen wir deshalb jetzt mehr Home Office. Der Unterschied zu einem echten Heimatsarbeitsplatz ist, dass der Arbeitgeber dafür nicht bezahlen muss – quasi eine Win-Win-Situation für ihn. Er muss weniger Arbeitsplätze im Büro bereitstellen und trotzdem keine in der Wohnung des Mitarbeiters bezahlen. Aber wenn mehrere Leute gleichzeitig telefonieren und schlimmstenfalls zusätzlich Leute laut quatschend über den Gang laufen ist das einfach kein gutes Arbeitsklima. Versteh‘ echt nicht, warum sowas in Unternehmen immer noch gemacht wird. Wem gesunder Menschenverstand nicht reicht, der hat mittlerweile Zugriff auf haufenweise Studien, die zeigen, dass Großraumbüro für die Produktivität und die Mitarbeitermoral total beschissen sind…

Und dann kam die angekündigte Umstrukturierung. Die hatte zur Folge, dass wir erst einige Monate faktisch gar keinen Vorgesetzten hatten und jetzt seit Mitte des Jahres Teil eines anderen Teams mit anderen Regeln und anderen Erwartungen/Herausforderungen sind. Immerhin kannten wir die Truppe vorher schon und haben mit ihnen zusammengearbeitet. Und wir haben unsere alten Themen mitgenommen im Gegensatz zu manch‘ anderem Kollegen. Im Zuge dessen haben wir vor kurzem auch unseren ersten Onlinevortrag live vor 90 Teilnehmern gehalten. Wie bei jeder Umstrukturierung ist das größere Problem, dass alte Kommunikationswege nicht mehr vorhanden sind (gefühlt ist das ihr einziger Zweck!) und die Neuen erst noch gefunden werden müssen. Echt blöd, wenn man seine Arbeit nicht anständig erledigen kann nur, weil sich keiner mehr zuständig fühlt. Da sinkt selbst bei mir etwas die Motivation. Aber wie heißt es so schön? Auch dafür werden wir Mitte des Monats bezahlt und aus meiner Sicht bin ich weiterhin an der für mich (und die Firma) richtigen Stelle im Unternehmen. Insofern: Bei allem Gemecker geht es mir immer noch gut auf der Arbeit.

Die liebe Freizeit

Die fertige Chill- und Leseecke

Und Zuhause? Da waren wir irgendwie fast ausschließlich mit dem Freizeitraum beschäftigt, der jetzt über Weihnachten tatsächlich endgültig fertig geworden ist (die Regale sind schon mit Büchern gefüllt). Hat sich etwas hingezogen, da wir halt nicht jedes Wochenende dran gearbeitet haben. Und die letzten Regale sind uns auch erst vor kurzem zugeflogen (fünf Regale auf einen Schlag kostenlos bekommen!). Aber unser Haus, unser Tempo :smile: . Priorität hatte sowieso nur die Hälfte mit den Fitnessgeräten, weil unser Vertrag mit dem Fitnessstudio ausgelaufen ist und die hatten wir rechtzeitig fertig. Nutzen das Angebot selbstverständlich fleißig, obwohl die Kilos trotzdem irgendwie nicht schwinden wollen. Irgendwas läuft da aktuell verkehrt. Egal. Thema für 2020. Fakt ist: Der Raum ist fertig, sieht schick aus und erfüllt unsere Anforderungen. Die offizielle Einweihung ist dann morgen Abend, wenn wir uns dort mit den Katzen die Zeit vertreiben, um dem Feuerwerk zu entgehen (Balu kriegt da echt massiv Panik!).

Parallel habe ich die ganzen Vorbereitungen für den Tiefbau für Zuwasser, Abwasser und Gas getroffen. Wir hatten uns zwar gewünscht, dass das dieses Jahr noch klappt. Aber Handwerker sind bekanntlich komplett ausgebucht derzeit. Derzeit hoffen wir, dass es im Februar im Außenbereich soweit sein wird und wir dann von März bis Mai die Innenarbeiten (Austausch der Heizung, Umbau der Abwasserverteilung, Rückbau des Öltanks) durchführen können. Die zweite Jahreshälfte wird dann vermutlich durch die Renovierung des Kellerflurs dominiert. Das machte dieses Jahr noch keinen Sinn aufgrund der geplanten Arbeiten. Mal abgesehen davon, dass diese doofen Raufasertapeten einfach nicht von der Wand runterwollen. Aber jetzt bin ich schon in die Vorschau abgedriftet. Es soll doch ein Rückblick sein und ihr werdet zu dem Thema noch mehr als genug von mir Lesen. :smile: .

Die lieben Viecher

Im Dezember hatten wir dann nochmal mit dem katzensicheren Garten zu tun. Unsere Nachbarn haben nämlich gepetzt, dass der Drecksack Pichu doch wieder eine Lücke gefunden hat. Und angeblich wäre sogar Maya mal im Sommer draußen gewesen. Der ist aktuell aber zu kalt draußen, entsprechend werden wir das Loch wohl erst flicken, wenn es wieder wärmer ist. Pichus Ausgang mussten wir hingegen direkt beheben. Wir wussten auch ungefähr, wo er rausgeht und haben als erste Maßnahme das dortige Katzennetz durch eine Plexiglasplatte ersetzt. Das reichte aber nicht, wie wir dank unserer Katzenkameras (mehr dazu in einem der kommenden Einträge) feststellen mussten. Er sprang tatsächlich nicht direkt auf das Dach des kleinen Außenschuppens, sondern nutzte die Wand als Sprungbrett. Also haben wir dort ebenfalls noch eine Plexiglas-Platte hingemacht. Ja, wir sind das Plexiglas-Haus. Egal ob drinnen oder draußen, irgendwie haben wir überall einen Einsatzfall dafür, um die lieben Katzen vor sich selbst zu schützen.

Drei zufriedene Katzen

Die haben uns 2019 sowieso wieder viel Geld gekostet. Und damit meine ich nicht das Katzenfutter, sondern die besagten drei Zahn-OPs von Balu und Maya. Aber man muss ganz klar sagen: Bei Maya hätten wir das schon viel früher machen sollen. Seit die Zähne raus sind, geht es ihr so viel besser, dass ist der Wahnsinn. Sie hat deutlich zugenommen, muss nur noch hin und wieder mal nießen und ist noch munterer als sie es sowieso schon war. Entsprechend nerviger ist der kleine Wirbelwind geworden. Wir nennen sie jetzt liebevoll Tacker, weil sie ja nur noch vier Zähne hat und fleißig beim Spielen versucht irgendwo reinzubeißen. Wie gesagt: Nervig aber echt schön zu sehen, wie gut sie aufgeblüht ist. Zum Glück geht sie nicht nur uns, sondern auch ihren Mitbewohner auf den Geist. Da werden entsprechend hoffentlich 2020 ein paar neue Freundschaften entstehen. Und den anderen vier? Denen geht es auch prächtig.

Epilog

Damit wäre tatsächlich schon alles gesagt. Das Jahr ging wahnsinnig schnell rum und wir haben einiges erledigt, auch wenn nicht alles berichtenswert oder so einschneidend :wink: war wie meine Handverletzung. Wir können uns also definitiv nichts vorwerfen, höchstens, dass wir Sailor Moon immer noch nicht fertig haben (sind bei Folge 173 von 200 – 35 Folgen in 2019 geschafft quasi). Die Serie ist echt anstrengend. Im Kern leben wir aber einfach weiterhin unser Leben, haben uns immer noch lieb, arbeiten am Haus, kümmern uns um unsere Gesundheit, pflegen unsere Vierbeiner, gehen fleißig Geld verdienen und ich zocke am Wochenende ein paar Stunden. Quasi genau der gleiche Epilog, wie ich ihn im letzten Jahr verfasst habe :smile: . Aber zumindest ich persönlich finde das wirklich nicht schlimm, wie ich nochmal betonen möchte. Ich weiß, dass es Leute gibt die müssen immer auf Jück sein. Die müssen jedes Wochenende irgendwo hinfahren, freitags immer Party machen und jedes Jahr mindestens zwei Wochen irgendwo ihren Urlaub verbringen. Für Lysanda und mich wäre das nur anstrengend. Wir sind lieber in unserem schönen Zuhause bei den Katzen und machen unser Ding. Das ist für uns Entspannung.

Nun zu euch: Wie war euer Jahr 2019?

Sicarius

Wiederkehrende Grüße!

Was soll das eigentlich mit diesen Oster-, Weihnachts- und Neujahrsgrüßen? Die Versauen meine Schreibstatistik, weil sie so kurz sind. Und liest das hier überhaupt jemand und fühlt sich dadurch wirklich beachtet und gerngehabt von mir? Oder ist es nur eine Tradition, die irgendwann irgendeine Webseite mal angefangen hat und seitdem machen es halt alle? Andererseits ist es eine gute Gelegenheit Katzenbilder auszupacken. Schlimmer noch: Heute ist es sogar ein Video, das jedoch aus dem letzten Jahr stammt. Heuer hatten wir noch keinen Schnee hier.

Balus Hüpfer (als Sprung kann man es nicht bezeichnen) ist schon eine einmalige Sache. Im Angesicht dieser Leichtigkeit bleibt mir nur zu sagen:

Beim Christoph wünscht euch allen schöne und erholsame Feiertage!

Nutzt wie immer die Zeit – wir machen es ja meist sonst nicht -, um ein wenig in Ruhe über euer Leben zu reflektieren. Und ja, vielleicht lohnt es sich tatsächlich dabei mal ernsthaft die Frage zu beantworten, ob man bestimmte Dinge nur tut, weil man es halt so macht und es nicht für das seelische Wohl besser wäre es nicht mehr tun? Ein gutes Beispiel ist der jährliche Stress, den man sich an diesen Tage antut, nur damit sie „perfekt“ ablaufen (was sie nie tun). Lohnt sich das wirklich dafür so viel Energie zu verbraten oder ließe sich das zugrundeliegende Bedürfnis nicht auch einfacher befriedigen?

Mit diesem Gedanken entlasse ich euch bis Montag – dann wie angekündigt mit dem Jahresrückblick 2019.

Gewaltfreie Kommunikation (Cover)

Vorletzte Woche war es wieder soweit: Bildungsurlaub! Heuer verschlug es mich nicht nur erneut an die Volkshochschule Darmstadt, es war sogar die gleiche Dozentin und im Kern das gleiche Thema wie 2018 (sowie der gleiche Schulungsraum :smile: ). Ich hatte mich direkt angemeldet nachdem sie letztes Jahr dafür Werbung gemacht hatte. Damals hieß der Kurs Erfolgreich und gelassen in Beruf und Alltag – Stressbewältigung und Kommunikation und hatte – wie der Name schon andeutet – einen zusätzlichen Fokus auf das Thema Stress. Dieses Jahr fand er hingegen unter dem Begriff Kraft durch Klarheit statt. Selbstanalyse war hier das zusätzliche Stichwort zum Hauptthema. Die Links führen übrigens zu den Angeboten im kommenden Jahr bei der VHS.

Das Hauptthema beider Bildungsurlaube ist jedoch die Vermittlung des Konzepts der gewaltfreien Kommunikation (GFK) nach Dr. Marshall B. Rosenberg (ein 2015 verstorbener, amerikanischer Psychologe). Ich muss an dieser Stelle allerdings darauf hinweisen, dass dieser Name ein wenig in der Kritik steht, da man mit dem Begriff „Gewalt“ quasi dem anderen unterstellt einen anzugreifen. Ich persönlich finde das tatsächlich gar nicht so von der Wahrheit entfernt in vielen Situationen (Stichwort Mobbing). Die Dozentin beispielsweise spricht aber lieber von wertschätzender Kommunikation. Es gibt aber auch den Begriff der „durchsetzungsstarken Kommunikation“ dafür.

Doch egal wie man es nennt: Die Methodik dahinter bleibt natürlich immer gleich. Und da ich die durchaus spannend und interessant finde – sonst hätte ich nicht gleich zwei Bildungsurlaube zum Thema gemacht -, möchte ich versuchen sie euch heute ein wenig vorzustellen. Die Betonung liegt dabei eindeutig auf „wenig“, denn nur weil ich zwei Kurse besucht habe bin ich noch weit davon entfernt ein Experte zu sein. Schlimmer noch: Im Alltag kann ich sie noch gar nicht anwenden, dazu fehlt mir noch viel Übung. Seht den heutigen Eintrag also mehr als Einstieg in die Materie.

Die Grundlagen

Iss den Teller auf, sonst darfst du nicht zum Spielen! oder Wenn du das machst, wird Mama traurig. – Diese oder ähnliche Sätzen kennen viele unter uns aus ihrer Kindheit. Kein Wunder, dass wir im Erwachsenenleben in der Kommunikation ebenfalls sehr konfrontativ unterwegs sind. Wir haben es ja nicht anders gelernt. Stattdessen dominieren Mach‘ was ich will und zwar sofort! und Du bist schuld daran, dass es mir schlecht geht! unseren Sprachgebrauch. Problem dabei ist – und das weiß jeder -, dass uns das selten wirklich weiterbringt. Ja, einer der Dialogpartner fühlt sich als Gewinner, weil er dem anderen seinen Willen aufgezwungen hat. Aber tatsächlich sind beide nur Verlierer.

Natürlich ist es äußerst angenehm und praktisch sich von aller Schuld freisprechen zu können. Mit diesem Konzept hausiert schließlich speziell die katholische Kirche bereits seit Jahrtausenden und verdient immer noch verdammt viel Geld damit. Warum soll ich auch etwas an meinem Leben ändern, wenn ich einfach jemand anderen die Verantwortungen für meine Problemen geben kann? Die Bedürfnisse des anderen? Will ich unbedingt befriedigen, damit er mich gern hat. Wie es mir dabei geht ist doch egal.

Rosenberg fand das nicht gut und „erfand“ deshalb Anfang der 70iger die GFK. Sein Ziel: Die Verbesserung des zwischenmenschlichen Miteinanders durch echten empathischen Kontakt. Statt uns durch Sprache zu trennen (auch als Wolfssprache bezeichnet), sollten wir lieber wieder verbindend (Giraffensprache) reden. Das bedeutet natürlich nicht, dass wir uns am Ende alle in den Armen liegen und uns lieb‘ haben sollen. Mit Rosenbergs Methodik seid ihr immer noch ergebnisorientiert unterwegs aber – und das ist das Wichtige – gleichzeitig lösungsoffen. Oder besser ausgedrückt: Ich will mit Dir eine Lösung finden, mit der es uns beiden gut geht. Man soll sie quasi nicht strategisch verwenden, um den gegenüber zu manipulieren, sondern auf Augenhöhe einen produktiven Dialog miteinander führen.

Übrigens ein weiterer Punkt aus Sicht der Kritiker gegen diese Methode, da eben genau das (GFK als Machtinstrument) vor allem in der Wirtschaft sehr häufig zu passieren scheint. Das ist natürlich unschön aber eine Gabel kann ich auch entweder zum Essen oder als Waffe missbrauchen. Insofern ist das für mich ein eher schwaches Gegenargument.

Die Funktionsweise

Der Giraffentanz

Auf dem ersten Blick ist die Umsetzung der Methode relativ simpel. Rosenberg spricht von einem Giraffentanz, der sich auf zwei Seiten mit jeweils vier Schritten aufteilt. Die eine Seite ist das „Ich“ (Aufrichtigkeit) und die andere das „Du“ (Empathie). Die vier Schritte sind hingegen die Wahrnehmung/Beobachtung, das Gefühl, das Bedürfnis und abschließend die Bitte/der Dank.

Ihr macht also zuerst eine objektive (!) Beobachtung, drückt aus wie ihr euch deshalb fühlt, warum ihr so fühlt und macht zum Schluss einen Vorschlag wie die Lösung aussehen könnte. Erhaltet ihr Widerspruch, gebt ihr das so als erneut komplett objektive Beobachtung wieder, versucht zu verstehen wie sich der andere fühlt und warum und versucht seinen Wunsch auszuformulieren.

Die Umsetzung ist allerdings extrem schwierig. Das fängt schon mit der objektiven Beobachtung an. Die Dozentin sprach hier immer von der Kamera. Eine Beobachtung ist nur, was sie sehen kann. Sie kann z.B. sehen, dass Hr. Maus um 09:10 ins Büro gekommen ist. Sie kann nicht sehen, dass er zu spät gekommen ist.

  • Wolfssprache: Hr. Maus, sie sind zu spät!
  • Giraffensprache: Hr. Maus, es ist 09:10. Unser Meeting war für 09:00 Uhr angesetzt.

Durch die Objektivität schafft ihr zum einen unbestreitbare Fakten von denen der gegenüber sich erst einmal nicht angegriffen fühlen kann – es sind ja Tatsachen. Ist tatsächlich gar nicht so einfach eine neutrale Sicht einzunehmen. Wir sind da sehr schnell darin direkt in die Beobachtung irgendwelche Vorwürfe unterzubringen. Anschließend vermittelt ihr wie es euch damit geht und warum.

  • Wolfssprache: Sie haben mich im Stich gelassen. Ich musste die Präsentation alleine machen!
  • Giraffensprache: Ich bin ärgerlich, weil mir Zuverlässigkeit wichtig ist.

Das ist der wohl schwierigste Teil der GFK. Ich habe in 90% der Fälle keine Ahnung wie ich mich tatsächlich fühle und schon gar nicht welches tiefere Bedürfnis sich dahinter verbirgt. Stattdessen verfallen wir hier dann irgendwie automatisch in den Schuldzuweisungsmodus. Rosenberg spricht hier von Pseudogefühlen wie z.B. „niedergemacht“, „ignoriert“, „enttäuscht“ oder „fallengelassen“ statt echten Gefühlen („aufgeregt, wütend, ärgerlich, optimistisch, sauer, etc.). Der Unterschied ist, dass Gefühle von innen also von uns kommen. Bei Pseudogefühlen ist immer der andere Schuld an unserem Gefühl: „Ich fühle mich ignoriert von dir!“ oder „Ich bin enttäuscht von dir!“ im Gegensatz zu „Ich bin aufgewühlt.“ oder „Ich bin sauer.“.

Das Gleiche gilt im Prinzip für die Bedürfnisse. Sie sind unabhängig von einer anderen Person, einer Zeit oder einem Ort und können auf verschiedene Art erfüllt werden. Also statt „Ich kann nur mit dir glücklich sein“ einfach „Ich möchte glücklich sein“. Und nur damit kein falscher Eindruck entsteht: Die GFK ist nicht nur für negative Situationen gedacht. Auch in positiven Situationen möchte Rosenberg, dass wir wertschätzend miteinander kommunizieren. Lob ist für ihn z.B. eine Form der trennenden Sprache, weil es aus seiner Sicht nur von einer erhöhten Position nach unten gegeben werden kann. Die Teilnehmer beider Kurse waren darüber geteilter Meinung :smile: . Außerdem ist noch wichtig zu beachten, dass nicht die Beobachtung ein Gefühl auslöst, sondern euer Bedürfnis. Also nicht „Weil du das gemacht hast, bin ich jetzt…“, sondern „Du hast das gemacht. Ich fühle mich doof, weil es mir um was anderes geht.“.

Pseudogefühle

Der letzte Schritt ist dann die Bitte oder der Dank. Im Fall der Bitte ist wichtig, dass diese möglichst konkret sein muss und nur mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden kann. Und es soll natürlich nicht wie eine Forderung klingen.

  • Wolfssprache: Hr. Maus, sehen Sie gefälligst zu, dass Sie das nächste Mal pünktlich sind oder Sie sind gefeuert.
  • Giraffensprache: Ich bitte Sie, Hr. Maus, bei unserem nächsten Meeting am kommenden Montag pünktlich um 9 Uhr da zu sein. Können Sie das sicherstellen?

Klingt im ersten Moment relativ umständlich und gestelzt. Deshalb muss man das wirklich erst einmal intensiv üben, bevor man damit in die Realität kann. Dann lernt man auch je nach Situation bestimmte Schritte zu überspringen (inkl. z.B. vom Ich-Gefühl direkt in die Du-Beobachtung zu wechseln). Aber es funktioniert prinzipiell. Selbst im Übungssetting fühlt man sich gleich ganz anders, wenn man auf diese Art und Weise angesprochen wird. Der Grund ist klar: Dadurch, dass man dem Gegenüber Verständnis entgegenbringt und ihn quasi abholt, kommt man aus der Eskalationsspirale heraus. Rosenberg sagte dazu, dass bei der trennenden Sprache nicht die Erwachsenen miteinander reden, sondern die Kinder innendrin. Und durch seine Methode kommt man wieder dahin zurück als Erwachsene zu kommunizieren.

Ein weiteres Beispiel

Situation: Ihr steht beim Bäcker in der Schlange und jemand drängelt sich vor.

  • Wolfssprache: Ey, Sie eingebildetes Arschloch. Stellen Sie sich gefälligst wie alle anderen hinten an!
  • Giraffensprache: Ich sehe, dass sie sich vor mich stellen [Beobachtung]. Ich bin irritiert [Gefühl], weil es mir um Fairness [Bedürfnis] geht. Ich habe es auch eilig und warte schon einige Zeit. Ich bitte Sie sich wie alle anderen hinten anzustellen [Bitte].

Darauf würde dann natürlich der Gegenüber antworten. Er sagt z.B. „Ich habe es eilig!“. Darauf könnte man dann antworten:

  • Wolfssprache: Ich hab’s auch eilig, du Vollhonk. Seh‘ zu, dass du nach hinten kommst!

Oder ihm nach Rosenberg ein bisschen Empathie geben:

  • Giraffensprache: Sie sagen, dass sie es eilig haben [Beobachtung]. Sind Sie unter Druck [Gefühl], weil Sie pünktlich [Bedürfnis] auf der Arbeit sein wollen? Möchten Sie, dass ich Sie vorlasse [Bitte]?

Natürlich würde er jetzt sagen „Ja!“ und dann kann man das entweder akzeptieren oder wieder in die Ich-Schleife gehen und z.B. ausdrücken, dass wir in der Schlange es hier alle eilig haben oder als Kompromiss anbieten ihn hinter sich zu lassen.

Die Erkenntnisse

Das war jetzt logischerweise ein extrem oberflächlicher Abriss über die GFK. Selbst nach zwei mal fünf Tagen Bildungsurlaub weiß noch nicht alles, was dazugehört. Vom aktiven Umsetzen ganz zu schweigen. Aber selbst, wenn man es am Ende nicht nutzt, gibt es doch ein paar grundlegende Erkenntnisse daraus, die ich gar nicht so verkehrt finde. Darunter folgende:

  • Unser Gefühl zeigt an, ob ein Bedürfnis erfüllt ist oder nicht.
  • Wir sind selbst für unsere Gefühle verantwortlich (Eigenverantwortung). Dass du dich angegriffen „fühlst“ (=Pseudogefühl) liegt nicht an deinem Gegenüber, sondern an dir selbst (Spiegel/Resonanz). Er bringt es nur hervor.
  • Meine eigenen Bedürfnisse sind genauso wichtig wie die anderer Menschen (Selbstwert/Selbstakzeptanz).
  • Ich habe immer die Wahl. Ich kann und darf wählen.
  • Empathie bedeutet sich auf Augenhöhe zu begegnen.
  • Bei Empathie geht es nicht darum etwas zu tun (z.B. Ratschläge geben, trösten, analysieren, etc.), sondern um das da sein (Mitgefühl, Verständnis, aktiv zuhören, etc.).

Übung zum Thema Beobachtung

Ich glaube, dass wir Menschen nicht wirklich gut darin sind zu verstehen was in uns innen drin passiert. Damit umgehen können wir erst recht nicht. Vielleicht haben wir sogar Angst davor und verschließen uns deshalb davor. Wie gesagt: Es ist einfacher die Schuld bei jemanden anderen zu suchen als sich mit uns selbst zu beschäftigen. Aber am Ende des Tages – und das ist keine Erkenntnis nur aus der GFK – müssen wir uns selbst um unser Wohl kümmern. Das nimmt uns niemand ab. Unser Glück hängt nicht von jemand anderem ab. Wir „produzieren“ unsere Gefühle schließlich selbst. Entsprechend fand ich nicht nur die beiden Bildungsurlaube sehr interessant, sondern möchte auch weiter versuchen die Methode in die Praxis umzusetzen. Und dazu gehört zuerst meine eigenen Gefühle und Bedürfnisse kennen zu lernen und zu akzeptieren, dass sie da sind. Im „Mich selbst niedermachen“ bin ich schließlich immer noch sehr gut :smile: .

Und wenn ihr euch jetzt tiefer in die Thematik einlesen wollt: Ihr müsst nicht gleich einen Kurs dafür besuchen (obwohl es hilft mit echten Personen üben zu können), es gibt auch ein ins deutsche übersetztes Buch von Hr. Rosenberg dazu.

Die Heilung schreitet gut voran

Bevor wir zum heutigen Thema kommen, wollt ihr sicherlich erst einmal den aktuellen Status zu meiner Hand wissen. Bitte? Das interessiert euch nicht die Bohne? Ihr könnt manchmal echt herzlos sein, liebe Besucher… *sniff* Aber davon lass ich mich selbstverständlich nicht beirren. Wie angekündigt wurden vergangenen Montag die restlichen Fäden gezogen. Am Zeigefinger war das soweit okay. Am Daumen hingegen…holla die Waldfee das waren vielleicht Schmerzen als die Dame am Faden auch nur gezogen hat. Nicht so schlimm wie die Betäubungsspritze im Krankenhaus aber dafür mit wesentlich längeren Nachwehen. Ganz schön empfindlich so ein Daumen. Am Dienstag kamen dann die Pflaster endgültig runter und die vermutlich langwierige, letzte Phase der Heilung konnte beginnen.

Seitdem hat sich die obere Hautschicht teilweise abgeschält und der Daumen ist trotz der Schmerzen beim Ziehen der Fäden tatsächlich in Ordnung, was das Gefühl und die Beweglichkeit angehen. Der Zeigefinder – der ja bei der ganzen Sache den Großteil des Schadens genommen hat – bereitet mir aber noch Sorgen. Die Wunde ist immer noch stark geschwollen (hat aber abgenommen), er fühlt sich weiterhin halbseitig taub an und verursacht bei bestimmten Bewegungen weiterhin starke Schmerzen. Ja, auch beim Tippen bzw. sogar, wenn ich einfach nur längere Zeit die Hand auf der Tastatur liegen habe. Wird also erneut nicht der längste Eintrag heute. Mal schauen wie sich das weiterentwickelt. Vor allem, weil ich diese Woche wieder ganz normal auf die Arbeit gehe (war zwei Wochen krankgeschrieben).

Für Mittwoch hat sich hingegen ein Carepaket des Herstellers angekündigt. Mal schauen was da drin ist. Waren sehr umgänglich und man muss ja nicht immer gleich bei allem mit dem Anwalt anrücken (der mich vermutlich eh schief angeschaut hätte :smile: ). Die Fernanalyse hat ergeben, dass es sich höchstwahrscheinlich um einen Transportschaden handelte, der dann zu einem schleichenden Gärprozess führte. Dosen, bei denen schon bei der Herstellung irgendetwas schiefläuft, würden hingegen bereits nach 1-2 Wochen den Geist aufgeben. Das deckt sich mit unserer allerersten Erfahrung mit einer Bombage, die uns wie erwähnt eines morgens in der Küche einfach so explodiert ist.

Themawechsel

Es sieht schon wohnlich aus

Aber nun genug von Katzenfutterdosen und meiner Hand. Es ist mal wieder Zeit ein bisschen über die Fortschritte im Haus zu reden, wie ich finde. Wir waren schließlich seit April nicht untätig. Seit diesem Bericht haben wir es nicht nur geschafft die eine Hälfte des Raumes fertig zu machen. Es sind auch alle Wände gestrichen und der Kork ist im ganzen Raum verlegt. Der Kontaktkleber von Wicanders hat zwar nicht mehr gereicht aber trotz aller Bedenken hat es ebenfalls wunderbar mit dem aus dem Baumarkt so funktioniert wie wir es gewohnt warten. Außerdem sind die neuen Lampen an der Decke und ein Doppel-Schalter mit Steckdose neben der (aktuell ausgehängten Tür) montiert.

Was jetzt noch fehlt ist die Tür zu kürzen und die Steckdosen an der Wand. Das Kabel dafür wollten wir ursprünglich Unterputz verlegen aber der war nicht dick genug und in die Steine habe ich ohne großen Aufwand keinen Schlitz reinbekommen. Entsprechend haben wir uns am Ende für einen Kabelkanal am Boden entlang entschieden. Vorteil ist, dass wir hier dann auch keine Bodenleisten brauchen. Unterm Strich also nicht mehr viel Arbeit bevor das wirklich Interessante beginnt: Das Einrichten. Haben ja aktuell im Keller dank der alten Nachbarn so einiges rumstehen. Da wird es sicherlich schwer fallen zu entscheiden was bleiben darf und was wir weiterreichen. Und dann müssen wir noch für alles einen Platz finden, was vorher einfach nur in besagtem Raum gelagert wurde. Soll ja dann nicht mehr alles vollgestellt sein. Ich weiß: „First World Problems“ :wink: .

Das nächste Großprojekt

Wir nähern uns also dem Ende eines weiteren Hausprojekts. Dann sind alle drei Kellerräume soweit renoviert wie wir sie haben wollen. Was fehlt ist dann „nur“ noch der Flur mit seinen Drecks Raufasertapeten, die nicht runtergehen wollen… Aber gut: Das Thema ist mittlerweile auch etwas weiter nach hinten gerutscht. Stattdessen haben wir uns das nächste Großprojekt vorgenommen, da der Zeitpunkt gerade passt. Und zwar wollen wir unseren Ölofen und damit unseren Öltank in Rente schicken. Da der Tankinhalt nur noch einen Winter reicht und nächstes Jahr ebenfalls Reinigung und TÜV fällig wären, macht es Sinn das bis dahin über die Bühne gebracht zu haben. Und zwar soll stattdessen eine Gasheizung rein. Dafür brauchen wir logischerweise einen Gasanschluss. Die Gasleitung liegt zwar in der Straße aber damals wurde unser Haus scheinbar nicht daran angeschlossen. Also holen wir das jetzt nach. Und wenn wir sowieso den Graben aufhaben, wollen wir gleich noch ein bisschen mehr machen.

Zur Erinnerung: Heute geht sowohl unsere Zu- als auch Abwasserleitung durch Nachbars Garten. Das wollen wir dann ändern und die Anschlüsse in Zukunft von unserer Straße aus haben. Gleichzeitig möchte ich unsere Abwasserinnenverteilung verändern. Zum einen, damit endlich das Rohr aus dem Kellerflur verschwindet. Dauernd haue ich mir den Kopf an. Zum anderen, damit wir etwas mehr Gefälle kriegen (aktuell 0-1%). Also war ich in den letzten Wochen und Monaten damit beschäftigt mich über das Thema schlau zu machen und Angebote einzuholen.

Wasser abgeben? Ja ne…

Ein Abschnitt aus dem Entwässerungsgesuch

Interessanterweise ist die Problemstelle das Abwasser. Die Stadtwerke müssen euch nämlich erlauben, dass ihr euer Abwasser bei ihnen reinkippen dürft. Jetzt könnte man sagen: Das machen wir doch jetzt schon. Das zählt aber nicht, da wir nun technisch gesehen einen neuen Anschluss herstellen. Entsprechend müssen wir erneut ein sogenanntes Entwässerungsgesuch stellen. Das ist nicht nur ein anspruchsvoller Fragebogen – man braucht auch noch allerhand Pläne (z.B. Gebäuderiss) dazu und es muss ein Architekt mit seiner Unterschrift bestätigen, dass alles DIN-Norm XY und so entspricht.

Die Dame von den Stadtwerken meinte am Telefon so schön: „Nehmen Sie doch einfach die Sachen vom alten Entwässerungsgesuch – dürfte sich ja nicht viel geändert haben“ und prinzipiell hat sie auch recht. Blöd nur, dass unser Haus schon etwas älter ist (1966) und wir so gut wie keine Unterlagen haben. Schlimmer noch: Selbst bei den Stadtwerken und der Kommune gibt es nichts mehr zu unserer Hütte (gab‘ wohl mal einen Brand). Somit ist nichts mit abschreiben, sondern alles neu machen. Kostenpunkt? Mindestens 1.500 Euro (netto). Na danke… Und dann sind die Stadtwerke sich nicht einmal sicher, ob der Strich in der Planauskunft auf unser Grundstück tatsächlich in der Realität existiert oder nur falsch dokumentiert ist. Nene, da sollte man sich eigentlich drauf verlassen können. Aber gut: Sobald ich das Gesuch einreiche, werden sie eine (für uns kostenfreie) Befahrung machen und nachschauen. Doch ich möchte ja nicht nur meckern: Die Dame war grundsätzlich geduldig und hilfreich.

Teuer aber sinnvoll

Am Ende wird uns die ganze Maßnahme mit allem Drum und Dran nach aktuellem Stand einen mittleren fünfstelligen Betrag kosten. Nicht gerade wenig aber ich denke trotzdem, dass es eine gute Investition in die Zukunft ist. Zwar ist Gas ebenfalls ein fossiler Brennstoff (Geothermie oder Fernwärme gibt es hier leider nicht) aber doch noch weit billiger als Öl und wir gewinnen durch den Abbau des Öltanks einen kompletten Raum im Keller. Zu- und Abwasser wäre jetzt zwar keine großartige Notwendigkeit aber es macht langfristig Sinn und wie gesagt: Wenn der Graben sowieso offen ist, dann kann man ihn auch noch etwas tiefer machen (Zuwasser liegt ganz unten) und gleich alles reinwerfen. Ich werde euch wie immer auf dem Laufenden halten und am Ende selbstverständlich etwas genauer erklären was wie gemacht wurde und gekostet hat.

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