Der aktuelle Gartenzustand

Herzlich Willkommen, liebe Webseitenbesucherinnen und Besucher!

Wir berichten heute live und in Farbe aus dem Garten von Casa Lysanda. Es erwarten Sie (unter Umständen) schockierende Augenzeugenberichte, (möglicherweise) mitreißende Geschichten und (vielleicht) emotionale Momente. Doch was ist hier geschehen? Nun, das können Sie in diesem Eintrag nachlesen. Seit unserem ersten Bericht wurde der Garten fertigstellt, der Natur freien Lauf gelassen und erste Zusatzmaßnahmen auf Basis von Ausbruchsversuchen ergriffen. Aber was erzähle ich Ihnen das, reden wir doch stattdessen direkt mit einem der Verantwortlichen. Ich begrüße den Webmaster, einer der Dosenöffner in der Casa Lysanda:

Namenloser Interviewer: Erzählen Sie unserem Publikum: Was hat sich in den letzten Wochen getan?

Der Webmaster: Nun, nachdem Hornbach endlich die DSM-Clips wieder auf Lager hatte, konnten wir zuallerst natürlich die letzten Plexiglasscheiben am Zaun befestigen. Stellte sich als schwieriger heraus, als wir gedacht hatten, da wir uns irgendwie total vermessen hatten. Und beim Kürzen mussten sich auch natürlich Risse bilden. Naja, wir haben nun das Beste draus gemacht und dann das Katzennetz montiert. Zusätzlich bekamen wir von einem Arbeitskollegen ein paar Baumstämme und haben sie um das Beet gelegt sowie wie geplant ein Kunststoffseil um einen der Terrassenpfosten gewickelt. Fand Pichu sofort super und hat darüber erfolglos versucht auf das Terrassendach zu klettern – was ihm aber nicht gelang. Zusätzlich zum Traktorreifen gibt es zudem nun einen mit Steinen abgegrenzten Bereich mit einem Torf-Humus-Rindenmulch-Mix zum Reinkacken. Wurde bereits erfolgreich angenommen, wenn ich mir so die Kackhaufen anschaue.

Namenloser Interviewer: Klingt nach viel Arbeit für so ein paar Katzen. Aber jetzt sind sie endlich fertig?

Der Webmaster: Nein, komplett dicht scheint der Garten trotzdem noch nicht zu sein. Wir haben zwar die ersten Schlupflöcher gestopft indem wir zusätzliche Plexiglasscheiben an das Gartentor sowie besagten Terrassenpfosten montiert haben. Zumindest Pichu haben wir aber am Wochenende dabei erwischt, wie er über das Garagendach wieder in den Garten gesprungen ist. Wie er rauskam sind wir uns aber noch nicht sicher. Es bleibt also spannend. Aber besser er als z.B. die noch unerfahrene Maya.

Namenloser Interviewer: Und wie haben die Katzen auf diese Neuerung reagiert?

Der Webmaster: Das sollten Sie sie wohl besser selbst fragen.

Maya auf Erkundungstour

Namenloser Interviewer: Da haben Sie wohl recht. Wie gut, dass die fünf unserem Sender Exklusivrechte eingeräumt haben und wir sie hier und jetzt interviewen dürfen. Auf meinem Gesicht liegt Maya und versucht sich die ganze Zeit an mich zu kuscheln. Wie findest du den neuen Garten?

Maya: Neu? Keine Ahnung wovon Sie reden aber ich darf endlich raus! Nicht mehr muss ich nur dabei zuschauen wie die Jungs durch eine durchsichtige Klappe in der Wand verschwinden. Oder durch das Fenster mit ansehen wie das grüne Zeugs wächst und ab und zu einen Windhauch erschnüffeln, der mir von unbekannten Sachen erzählt. Nein, wenn jemand von den Dosenöffnern so nett ist und die Terrassentür öffnet, kann ich endlich da raus und die Welt erkunden und das macht echt viel Spaß!

Namenloser Interviewer: Warum durch die Terrassentür? Haben dich die Dosenöffner nicht in der Katzenklappe registriert?

Maya: Was ist eine Katzenklappe? Lysanda hat mir ein paar Mal diese durchsichtige Tür in der Wand geöffnet. Meinen Sie das? Kann ich da auch alleine durch? Versteh ich nicht. Erscheint mir zu gruselig. Naja, egal. Auf jeden Fall bin ich bei meiner ersten Tour auch gleich hoch hinaus. Ich bin über den Kratzbaum hoch auf das Terrassendach und dann auf das Hausdach. Ein bisschen Angst hatte ich schon und der Untergrund war etwas steil und rutschig aber da oben war es echt cool. So viele Gerüche und man konnte so weit sehen. Der große Dosi hat dann ein Dachfenster geöffnet und ich war so doof da rein zu gehen. War zwar ein Raum, den ich vorher noch nie gesehen hatte aber jetzt komme ich nicht mehr auf das Hausdach, Die haben so eine blöde Scheibe am Pfosten befestigt, an der ich nicht vorbeikomme. Das ist echt doof und frustrierend! Ich will da wieder hoch und noch mehr von der Welt erkunden. *hatschi*

Namenloser Interviewer: Iiiih…ähhh Gesundheit. Ich sehe gerade, dass ein schwarzes U-Boot um meine Beine schleicht und um Aufmerksamkeit buhlt. Was hast du zum Thema zu sagen, Jules?

Jules & Pichu kabbeln sich

Jules: Ich kann damit leben. Ja, ich wäre schon lieber draußen. Ich finde es z.B. schade, dass ich mich nicht mehr in die Einfahrt legen und sonnen kann. Oder hinter dem alten und nicht mehr vorhandenen Sichtschutz im Schatten liegen darf. Aber es gibt auch so noch viele schöne Plätze zum ausruhen und rumtoben. Solange mein Bro Pichu bei mir ist und ich mit ihm balgen kann bin ich sowieso glücklich. Blöd ist nur, dass ich dem riesigen Ding namens Balu nicht mehr entfliehen kann. Der scheucht mich durch den ganzen Garten, wenn er mal wieder seine fünf Minuten hat. Das ist echt unheimlich und furchteinflößend. Der wird mich bestimmt irgendwann doch mal fressen. Und jetzt knuddel mich endlich, mir ist langweilig!

Namenloser Interviewer: Ich kann jetzt nicht. Zum einen habe ich Maya immer noch im Gesicht und zum anderen sehe ich aus dem Augenwinkel Lyssi aus dem Spieltunnel hervorlugen. Lyssi, haben Sie sich gut von Ihrem Unfall erholt?

Lyssi: Ja, mir geht es wieder gut. Werde ich nie wieder machen so eine Dummheit.

Namenloser Interviewer: Das freut mich zu hören. Angeblich war Ihr Unfall ja ein Grund für die neue Gartengestaltung. Wie finden Sie das?

Lyssi: Wissen Sie, es ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite bin ich überglücklich, dass ich nach fünf Monaten Hausarrest endlich wieder hinaus an die frische Luft darf. War echt anstrengend jeden Tag die Dosenöffner davon zu überzeugen das Schlafzimmerfenster zumindest zu kippen, damit ich Zeitung lesen konnte. Die Stippvisiten im Garten sind da einfach was ganz anderes. Außerdem macht es Spaß mit Pichu und Jules durch das hohe Gras zu flitzen oder im Spieltunnel verstecken zu spielen. Hätte nicht gedacht, dass das Ding etwas taugt als er noch im Haus rumlag. Auf der anderen Seite belastet es mich natürlich schon etwas zu wissen, dass ich mit ein Auslöser dafür war, dass die anderen nun nicht mehr hinaus in die weite Welt…ach, das glaubt mir doch eh keiner. Es ist mir völlig egal, was die anderen für Probleme haben. Hauptsache ich kann endlich wieder raus! Freiheit für Lyssi!

Namenloser Interviewer: Na dann. Maya, jetzt doch mal von mir runter!

Lyssi glücklich im Garten

Maya: Aber Intensivknuddeln! *hatschi*

Namenloser Interviewer: Igitt! Voll in die Haare. *verscheucht Maya und putzt sich mit einem Taschentuch* Wann wird die endlich gesund?! Naja, da drüben liegt Pichu auf einem Gartenstuhl. Pichu, wie gefällt Ihnen der neue Garten?

Pichu: Ehrlich gesagt verstehe ich den ganzen Aufstand nicht. Ich finde es zwar schön zu klettern, aber warum die Dosenöffner mir unbedingt das rein- und rauskommen erschweren mussten? Keine Ahnung. Abseits davon merke ich nicht viel Unterschied. Ja, Balu der alte Streuner ist gefühlt mehr da als früher und meine Sis Lyssi darf endlich wieder raus. Aber ich gehe weiterhin nachts auf Tour und bringe Mäuse mit nach Hause. Insofern passt das für mich schon alles.

Namenloser Interviewer: Eine überraschend positive Einschätzung. Haben Sie keine Angst, dass Ihnen die Fluchtwege abgeschnitten werden?

Pichu: Fluchtwege? Abschneiden? Warum sollten die Dosenöffner sowas tun? Ich habe mich bislang weder einsperren lassen noch war ich nicht pünktlich Zuhause. Also erzählen Sie nicht so einen Schmarrn und geben mir stattdessen ein paar Leckerlis.

Namenloser Interviewer: Mmmh. Da hat wohl jemand noch nicht den Ernst der Lage begriffen. Wie schaut es bei dir aus, Balu?

Balu denkt über das Leben nach.

Balu: Was ein Scheiß! Ich bin anständig und kacke ich nicht in mein eigenes Revier. Deshalb habe ich denen auch aus Frust in den Kellerflur gemacht, da bin ich sonst ja nie. Außerdem brauche ich als alter Schrebergartenkater meine Freiheit. Ich muss hinaus, mein Revier verteidigen und meine andere Familie besuchen. Die vermissen mich wahrscheinlich schon. Gott, da kriege ich schon wieder so eine Wut, dass ich Jules am liebsten eine überbügeln möchte. Warum werde ich, die vorbildlichste Katze überhaupt so bestraft?! Die Welt ist ungerecht!

Namenloser Interviewer: Du bist also mit der Situation unzufrieden?

Balu: Haben Sie mir gerade nicht zugehört? Das ist vollkommen bekloppt! Mir ist langweilig, ich will raus hier! *haut Jules*

*Jules rast durch den Garten und Balu rennt ihm hinterher*

Namenloser Interviewer: Da haben Sie es meine Damen und Herren. Live und exklusiv nur bei uns die harten und echten Fakten aus dem Garten von Casa Lysanda. Wir danken, dass sie eingeschaltet haben und verabschieden uns bis zum nächsten Mal. Haben Sie noch ein Wort um Abschluss für uns, Herr Nachbarshund?

Buddy: Ich mag Katzen. Katzen sind cool! Endlich kann ich den ganzen Tag mehr Katzen sehen *kläff* Kommt zu mir Katzies! Ich möchte mich euch spielen! *kläff*

*Alle Katzen rennen auf die Terrasse oder ins Haus*

Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #23

Maya ist noch eine Hauskatze

Ich bin ja durchaus dafür, dass (kastrierte) Katzen ihr natürliches Bedürfnis auf Freiheit ausleben können. Klar, an einer Hauptverkehrsader würde ich sie ebenfalls zu ihrer Sicherheit zu Wohnungskatzen deklarieren. Aber in ruhigeren/ländlicheren Bereichen spricht normalerweise nichts dagegen. Selbst ein Nachbar darf sich rechtlich gesehen erst ab drei freilaufenden Katzen pro Haushalt beschweren. Es ist auch jahrelang nichts passiert, egal wie langsam Kessy über die Hauptstraße stolzierte: Sie kam immer wieder heim.

Ja, Nica war tatsächlich meine allererste überfahrene Katze. Kurz darauf sammelte Lysanda dann eine fremde tote Katze von der Straße ein. Der Besitzer konnte über Facebook schnell gefunden werden. Und so traurig das auch war (und ist): Die Freiheit der Katzen war mir weiterhin wichtiger als meine eigenen Gefühle („warum ist Balu noch nicht da?!“). Bei Lysanda sah‘ das schon anders aus und als uns dann Lyssi einige Tage große Sorgen bereitet hat (und rund 1.350 Euro kostete), kam bei ihr der Wunsch auf unseren Garten katzensicher zu gestalten. Weitere Gründe waren bei uns, dass zumindest Balu sich gefühlt eine zweite Heimat (=Fremdfressen) bei jemand anderes aufbaut (wie zu seinen Schrebergartenzeiten) sowie seine Allergie gegen irgendeine Pflanze oder Pestizid auf einem der umliegenden Äcker. Wir wollen ihn ja nicht jedes Jahr mit Kortison vollpumpen. Außerdem haben sowohl Nica als auch Lyssi schon mehrere Tage unfreiwillig eingeschlossen in anderen Häusern/Kellern verbracht. Immer wieder liest man außerdem von Katzenhassern (oder Hundehassern), die Gift auslegen oder von erschossenen Katzen. Keine rosigen Aussichten quasi.

Die Grundlage

Der fertige Zaun

Anfangs war ich trotzdem noch dagegen, eben weil aus meiner Sicht ein Freigänger seinen großen Auslauf haben sollte. Aber natürlich mache ich mir wie geschrieben ebenfalls Sorgen, wenn z.B. Balu morgens nicht da ist. Mein Widerstand hat entsprechend nicht lange gehalten und wir haben einen Gartenbauer damit beauftragt einen 1,8m hohen Doppelstabmattenzaun (Maschenweite 50x200mm, damit keine Katze durchkommt) zu errichten. Ja, theoretisch hätten wir das bestimmt selbst irgendwie hinbekommen aber in dem Fall war es uns die rund 1.500 Euro (Netto-Arbeitslohn) wert. Zum einen haben wir noch nie einen Zaun gebaut und zum anderen hätte es vermutlich einige Monate gedauert statt nur einen Tag ohne irgendeine Garantie, dass das Ergebnis tatsächlich gerade wäre und anständig aussehen würde. Vom zusätzlichen Werkzeug, dass wir uns erst noch hätten kaufen müssen, mal ganz abgesehen. Außerdem ist man nicht verpflichtet alles selbst zu machen. Schon ein wenig bekloppt, dass man sich heutzutage je nach Umfeld dafür entschuldigen muss einen Handwerker zu rufen.

Beauftragt hatten wir den Zaun schon Ende Mai aber gebaut wurde er erst Anfang September, denn Handwerker sind bekanntlich aktuell extrem gut ausgelastet. Mit Material (insgesamt 8 Matten, 8 Pfosten, ein Tor sowie eine Reihe Rasenkantenstein, damit sie nicht zum Nachbarn buddeln können) hat der Zaun gut 4.000 Euro (brutto) gekostet. Durchaus eine stattliche Summe, nur um Katzen einzusperren. Aber damit war es freilich noch nicht getan, denn so ein Doppelstabmattenzaun hält keine Katze auf – die klettert da einfach drüber, wie uns Jules direkt am ersten Abend gezeigt hat. Nein, der Zaun bildete nur die Grundlage unseres Vorhabens.

Der Eigenanteil

Die ersten beiden Plexiglasscheiben am Zaun

Den zweiten Teil des Projekts „katzensicherer Garten“ haben wir dann selbst in die Hand genommen. Wir sind aufgrund von Materialmangel auch zum Verfassungszeitpunkt noch nicht ganz fertig. Aber erzählen kann ich es euch trotzdem schon. Und zwar gibt es verschiedene Möglichkeiten seine Vierbeiner daran zu hindern über den Zaun zu kraxeln. Einige Leute setzen z.B. auf Strom – ähnlich eines Schaf- oder Pferdezauns. Das wollte ich aber nicht, weil ich es zum einen nicht gut finde Tieren Stromschläge zu versetzen (egal wie klein sie ausfallen) und zum anderen, hatte ich bedenken, dass dann eine unserer Katzen vielleicht vor Schreck vom Zaun fällt und sich weh tut. Deshalb haben wir uns für die Variante mit Plexiglasscheiben entschieden. Auch wieder nicht ganz billig mit gut 500 Euro für 10 Plexiglas XT Transparent-Scheiben (gekauft bei Plattenzuschnitt24) aber es soll ja halbwegs gut aussehen und vor allem lange halten.

Die Platten sind 3mm dick, 50cm hoch und jeweils so breit wie ein Zaunfeld (gut ausmessen!). Die Idee ist, dass sie 20cm über den Zaun hinausragen sowie 30cm den Zaun überlappen. So kommt die Katze nicht hoch genug, um aus dieser Position drüber zu springen. Testen konnten wir es logischerweise noch nicht, da uns aktuell die Befestigungen für drei Platten fehlen, aber Pichu hat schon sehr misstrauisch hochgeschaut und es zumindest nicht versucht hoch zu springen. Ein Thema für lange Diskussion war die Befestigungsart. Andere Katzenfreunde haben es z.B. mit dutzenden Kabelbindern gemacht. Aber die sind natürlich nur bedingt außen geeignet und müssen regelmäßig ersetzt werden. Außerdem sieht es aus meiner Sicht schon recht doof aus. Mein Vater hatte die Idee U-Schienen am Zaun zu befestigen und dann die Scheiben quasi rein zu schieben. Aber das klang noch nicht so ganz durchdacht.

Je nach Sonnenstand ist das Plexiglas nicht zu sehen

Am Ende stieß Lysanda zufällig auf ein relativ neues Produkt auf dem Markt: Doppelstabmatten-Clips. Die Dinger sind so einfach wie genial. Zwischen den Doppelstab einklemmen und sie sitzen bombenfest. Dann einfach an den notwendigen Stellen Löcher in die Scheibe bohren und festschrauben (6er Schrauben mit Unterlegscheiben und selbstsichernden Muttern). Theoretisch könnte man mit nur zwei davon eine Plexiglasscheibe 2,5×0,5m am Zaun befestigen. Aber wir haben festgestellt, dass dann noch sehr viel Bewegung möglich ist. Bei Wind hätte sie nicht nur relativ laut geklappert, es bestand auch die Gefahr, dass sie dann doch mal nachgibt und zerbricht. Deswegen haben wir uns jetzt dazu entschieden für die ganz großen 8 Clips auf zwei Stabreihen verteilt (also 20cm auseinander) zu verwenden und dann je nach Größe zu reduzieren. Erhöht natürlich die Kosten (wir werden insgesamt 56 DSM-Clips brauchen) aber immer noch günstiger als nach jedem Sturm alle Scheiben erneuern zu müssen. Für die Felder, die direkt an einer Wand enden, haben wir zusätzlich Glasklemmhalter für 3mm-Platten montiert.

„Hab‘ ich noch nie gesehen!“

Die DSM-Clips zu bekommen war keine einfache Sache. Online haben wir zuerst nur einen Shop gefunden aber da wir nicht wussten, ob sie wirklich unseren Zwecken genügen, wollten wir sie lieber aus einem Baumarkt in der Umgebung holen (einfacher zurück zu geben). Laut Hersteller sollte Hornbach sie als einziger haben, aber online waren sie auf der deutschen Seite (nur Schweiz und Österreich) nicht zu finden – selbst mit der Hornbach-internen Artikelnummer, die ich dann vom Hersteller bekommen habe. Auch im Markt selbst waren wir am Anfang nicht erfolgreich, woran ich aber unmotivierten Mitarbeitern definitiv eine Mitschuld gebe (wie wäre es mal im System zu schauen statt nur „Kenn‘ ich ned! Lass mich in Ruh'“ zu signalisieren?). Aber selbst mit Artikelnummer bekamen wir nur die Info, dass theoretisch 12 Päckchen mit je 4 Stück in der Gartenabteilung sein müssten. Gefunden haben sie weder wir, noch die Mitarbeiter. Am Ende haben wir uns welche bestellen lassen. Als wir die dann abgeholt haben, sind wir spaßeshalber nochmal in die Gartenabteilung und siehe da: Plötzlich gab es bei den Doppelstabmattenzäune ein neues Fach mit den DSM-Clips.

Online kann man sie zwar immer noch nicht kaufen aber immerhin war es ein Fortschritt. Leider hatten sie nicht genug (wir brauchen immer noch 3 Päckchen), weshalb wir erneut bestellen mussten und nun auf die Lieferung warten. Aber die Chancen stehen extrem gut, dass wir kommendes Wochenende die letzten drei Platten montiert bekommen. Einen Vorteil hatte die Odyssey übrigens: In der Zwischenzeit hatte Lysanda festgestellt, dass es online gleiche Clips für die Hälfte des Preises gibt und Hornbach wirbt bekanntlich mit einer Tiefpreisgarantie. Entsprechend haben wir so einen ganz schönen Batzen Geld gespart.

Weiteres ToDo

Jules ist schon ganz verzweifelt

Für das größte Loch an der Terrassenseite haben wir uns gegen Plexiglas entschieden. Die Platte wäre sehr groß (teuer) oder zweigeteilt und schwierig zu befestigen gewesen. Außerdem hätten die Katzen dann ggf. nicht mehr auf der Fensterbank „chillen“ können. Deswegen werden wir neben den letzten drei Scheiben auch noch ein drahtverstärktes Katzennetz (da können sich die Katzen nicht durchbeißen) befestigen. Dieses ist zudem sehr flexibel bei der Montage. Damit wären dann alle uns derzeit bekannten Fluchtmöglichkeiten geschlossen. Anschließend werden wir sehen wie Balu, Pichu und Jules reagieren. Bevor wir die Mädels rauslassen, wollen wir schließlich sicherstellen, dass nicht doch noch irgendwo ein Schlupfloch ist. Wir sind gespannt ob sie was finden und vor allem wie sich dann die Gruppendynamik verändern wird, wenn sie den ganzen Tag aufeinander hocken müssen.

Gleichzeitig sind wir dabei den Garten katzenfreundlich herzurichten. Ein Katzenklo haben wir bereits mit Hilfe eines alten Traktorreifens gebaut (will die „Scheiße“ endlich aus dem Haus haben) und auch ein Rascheltunnel ist windfest montiert und von den Katzen als „nutzbar“ identifiziert worden. Jetzt fehlen nur noch ein Baumstamm sowie etwas Kunststoffseil um einen Pfosten herum, damit sie ordentlich kratzen können. Sie werden euch vermutlich beizeiten berichten, wie ihre Sicht auf diese Veränderung ist.

Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #22

Der Waschraum vor der Behandlung

Andere fahren im Urlaub möglichst weit weg von Zuhause, wir sind eher die, die lieber daheim bleiben. Für was kauf‘ ich mir schließlich ein Haus, wenn ich darin nur Esse und Schlafe (zu mehr ist in der normalen Arbeitswoche ja normalerweise nicht Zeit). Bitte? Um daran zu werkeln? Ja, da hast du recht, Stimme aus dem Off. Vielleicht fahren deswegen immer alle im Urlaub weg, um nicht die Arbeit Zuhause zu sehen? Naja, egal. Was andere machen ist mir wurscht. Wir waren auf jeden Fall fleißig und haben nicht nur arbeiten lassen (Details dazu dann im Tagebuch-Eintrag Nr. 23), sondern auch selbst gearbeitet:

Der Keller

Als der erste Stock im Februar 2017 soweit fertig geworden ist, hat die Sache mit dem „Weiter renovieren“ zugegebenermaßen plötzlich eine extrem niedrige Priorität bekommen. Ja, wir haben den Keller absolut vernachlässigt im letzten Jahr. Ich hatte mich zwar zwischen durch mal daran versucht die Raufasertapeten im Flur zu entfernen aber einer der Vorbesitzer hat diese scheinbar mit Wandkleber an die Wand geklebt (was sonst?). Die sitzen bombenfest und kommen selbst nach minutenlangem Einweichen nur mit viel Anstrengung herunter. Entsprechend hoch war meine Motivation mich damit zu beschäftigen (dürfte ~1-2m² bislang geschafft haben). Gleichzeitig hatten wir aber nicht den großen Druck. Wir brauchten die Räume nicht dringend und das Werkzeug aus einem Haufen herauszusuchen war zwar etwas nervig aber kam nicht so häufig vor. Nur, dass die Wäsche wieder dreckig wurde, wenn man sie beim auf- oder abhängen vom Ständer herunterfiel, das war echt blöd.

Aber der tatsächliche Grund, warum wir im Urlaub plötzlich in hektische Betriebsamkeit verfallen sind, ist ein anderer: Wir bezahlen ja bekanntlich aktuell jede Woche gutes Geld für’s Fitnessstudio (und gehen normalerweise auch 2-3x pro Woche hin) und das geht logischerweise ganz schön ins Geld. Deswegen haben wir uns entschieden den Vertrag zu kündigen (geht noch ein Jahr) und stattdessen endlich unseren Freizeitraum in Angriff zu nehmen indem wir einen Crosstrainer bestellt haben (ein Fahrrad-Home-Trainer aus einer Betreibsaufgabe und so eine Art „zugelaufener“ Stepper stehen schon unten). Aber bevor wir den Freizeitraum herrichten können wo die starken Jungs von der Spedition ihn hinstellen sollen, mussten die anderen beiden Räume (von uns als Werk- und Wäscheraum tituliert) auf Vordermann gebracht und dafür die derzeitigen Inhalte im zukünftigen Freizeitraum zwischengelagert werden (lag sowieso schon sehr viel dort kreuz und quer da rum).

Der Ablauf

Der Waschraum nach dem Streichen

Natürlich könnte man sich fragen, warum wir es in den nun schon bald drei Jahren nicht geschafft haben da unten ein wenig aufzuräumen. Ganz einfach: Die Überbleibsel des Wasserschadens (unten an der Leiste mindestens 20cm fehlender Putz und damit sichtbares Mauerwerk) unseres Vorgängers wollten wir nicht einfach nur hinter einem (sehr großen) Regal verstecken, sondern vorher flicken. Also blieb erst einmal alles einfach verstreut liegen, weil wir keinen Bock hatten es endlich fertig zu machen. Nun hieß es nach dem Ausräumen den losen Putz von der Wand klopfen, die Löcher mit Tiefengrund streichen und dann mit unserem Liebling Knauf Rotband eine neue Schicht drüberziehen. Anschließend konnten wir mit weißer Farbe (wie gewohnt Südwest Euro Classic) eine Runde drüber streichen. Auf dem größten Teil der Fläche reichte auch ein Anstrich. Nur hier und da mussten wir nochmal mit dem Pinsel drüber, um das Durchscheinen des Putzes zu unterbinden.

Die Decke habe ich hingegen einfach nur gründlich abgekehrt. Die ist schon weiß gestrichen und noch soweit in Ordnung. Und der Boden…, nun der war (und ist im Flur) noch ein anderes Thema. Entweder wurde die Betonbodenplatte des Hauses nie versiegelt oder die Versiegelung hat sich im Laufe der Jahre in Luft aufgelöst. Auf jeden Fall ist alles sehr rau und damit quasi nicht wirklich zum reinigen geeignet (der Putzlappen geht dabei nur kaputt). Also haben wir überlegt, was wir tun können. Fliesen oder eine andere Art von Bodenbelag wollten wir nicht rein machen, da es uns als „Overkill“ erschien. Im Freizeitraum ist das was anderes (da kommt vermutlich Klebekork auf den Boden) aber wie der Name Wäscheraum schon sagt, machen wir da nicht viel und im Werkraum ist die Gefahr, dass beim Werkeln mal was Schweres/Spitzes runterfällt sowieso recht groß. Da geht Laminat oder ähnliches nur kaputt. Mal ganz abgesehen davon, dass weder Boden noch Wände wirklich gerade sind was eine Materialverlegung erschwert hätte.

Eine Runde Versiegeln

Der Waschraum mit fertiger Bodenversiegelung

Am Ende fiel unsere Entscheidung darauf einfach den Beton nochmal richtig zu versiegeln (oder eben erstmals…). Nach einer Runde googeln kamen wir dabei auf Epoxidharz mit dazugehörigem Härter (sprich ein Zwei-Komponenten-System) aber als wir das bei PROSOL kaufen wollten, kam die Empfehlung doch stattdessen Metaacryl-Fußbodenfarbe (natürlich genauso von Südwest) zu nehmen. Damit muss man ebenso zwei Anstriche machen (Nr. 1, um die Poren zu verschließen und Nr. 2 dann der richtige) aber es ist nur eine Komponente, wesentlich günstiger und reicht für unseren Anwendungsfall. Epoxidharz ist mehr für stark beanspruchte Böden wie z.B. in der Garage oder einer richtigen Werkstatt, wie wir gelernt haben.

Ging auch wunderbar von der Hand die Sache. So einfach (wenn nicht sogar einfacher) wie die Wand streichen nur statt einer flauschigen Rolle mit einer etwas Glatteren. Während des 1. Anstrichs hatten wir zwar noch ein paar Bedenken, weil es nicht 100% deckte und ich hier und da die Farbe wieder herunterzog. Aber nach dem 2. Anstrich 24 Stunden später kann ich mich absolut nicht mehr beschweren. Alle Flecken sind weg und wir haben eine saubere, durchgehende und vor allem glatte Oberfläche.

Das Einräumen

Leere Räume sind natürlich schön und gut, aber zum ordentlichen Einräumen nicht geeignet. Entsprechend habe ich als nächstes für den Werkraum drei 08/15-Schwerlastregale aus Metall zum Zusammenstecken von toom aufgebaut. Die lagen tatsächlich schon seit Dezember 2015 da unten im Keller. Ja, wir waren am Anfang sehr idealistisch und voller Tatendrang :wink: . Das erste ging nicht wirklich gut von der Hand (musste jede Verbindung mit dem Gummihammer richtig reinhämmern). Die nächsten zwei am darauffolgenden Tag flutschten hingegen wie Schmitz‘ Katze und verdienten den Namen „Steckregal“. Lysanda vermutetet, dass es am Wetter lag (Metall + Hitze = Ausdehnung). Als Arbeitstisch nutzen wir nun meinen Schreibtisch aus Eckental. Danach konnten wir damit beginnen alles was in den Werkraum gehört aus dem Freizeitraum zumindest wieder umzuräumen. Eingeräumt ist es noch nicht ganz, weil dazu natürlich auch viel sortieren und wegschmeißen gehört, aber das ist jetzt nur noch eine Frage der Zeit.

Der fertige (aber noch leere) Werkraum

Und im Wäscheraum zum trockenen Lagern von Lebensmitteln (plus Gefrierschrank und -truhe) und den vielen anderen Dingen, die sich so ansammeln, haben wir zwei Schränke und eine Truhe reingestellt. Die sind uns tatsächlich zugeflogen und zeigen wieder einmal, wie wichtig es ist sich mit den Nachbarn gut zu stellen. Die haben nämlich ausgemistet und uns gefragt, ob wir den Kram haben wollen bevor sie ihn auf den Sperrmüll stellen. Da haben wir selbstverständlich nicht nein gesagt (soweit es noch in Ordnung war und wir es gebrauchen konnten). Darunter eben zwei Schränke und eine Truhe sowie ein Vollholz-Esstisch und zwei seit längerem nicht mehr genutzte Fahrräder. Allein für den Tisch bezahlt man im Möbelhaus vermutlich 600 Euro oder mehr. Das ist aus meiner Sicht übrigens einer der wenigen Vorteile von Facebook. Dort gibt es quasi für jeden Ort „Free Your Stuff“-Gruppen, in denen Leute ihren Kram verschenken. Haben wir schon vieles nicht nur losbekommen, sondern auch bekommen – darunter unseren vorherigen Esstisch, den wir jetzt natürlich wieder darüber ein neues Zuhause geben werden.

Das weitere ToDo

Am Freitag kommt nun der Crosstrainer und nein, der Freizeitraum ist leider nicht fertig geworden in unserem Urlaub. Und jetzt müssen wir uns erst einmal mit dem Garten beschäftigen (dazu am Montag mehr). Aber das ist quasi das nächste ToDo: Werk- und Wäscheraum fertig einräumen und dann im Freizeitraum loslegen. Auch dort sind wieder die Löcher zu stopfen, eine zusätzliche Lampe wollen wir montieren, ein bisschen „normale“ Tapete entfernen, anschließend die Wände streichen und wie oben erwähnt tatsächlich einen Korkboden reinlegen. Aufgrund unserer guten Erfahrungen mit dem Klebekork an der Schlafzimmerdecke ist derzeit geplant eine günstige Variante davon zu nutzen. Und ganz am Schluss steht noch der Flur an…naja, ich werde euch selbstverständlich von unseren Erfahrungen berichten, wenn wir das soweit erledigt haben.

Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #21

Ist es ein Löwe? Nein, es ist Balu!

Der Frühling ist da. Die Blumen sprießen, das Gras wächst und die Katzen liegen trotzdem den ganzen Tag im Haus, weil es ihnen draußen schon zu warm ist. Und während die Nachbarn fleißig ihre Gärten mit der Pinzette pflegen (leichte Übertreibung), sind wir die „Komischen“, die bislang noch nicht einmal den Rasen zum ersten Mal für dieses Jahr gemäht haben. Warum auch? Den Katzen gefällt das hohe Gras und die vielen Blumen sind gut für die Umwelt (und die dazugehörigen Insekten). Außerdem kriege ich eh nie einen perfekten englischen Rasen hin (so viel Zeit und Lust habe ich nicht).

Der Hauptgrund ist aber, dass vorher erst noch ein paar Unebenheiten (vor allem in der Einfahrt zur Garage) mit zusätzlicher Erde ausgleichen möchte und die fängt erst so langsam an bei eBay Kleinanzeigen verschenkt zu werden. Warum schließlich für teuer Geld Erde kaufen, wenn andere ihren Garten umgraben und sie loswerden wollen? Eben. Also sieht unser Garten halt noch ein paar Tage etwas natürlicher aus. Andererseits: Lysanda hat gesagt, dass Naturgärten heutzutage total „in“ wären. Also könnte ich ihn theoretisch einfach so lassen. Blöd nur, dass es mich schon auch ein wenig selbst stört, dass er etwas wild aussieht. Eigene Ansprüche sind echt total doof… :wink:

Verstopfung

Jaja, die lieben Nachbarn. Eigentlich sollte es einem ziemlich egal sein, was sie denken. Leben und leben lassen quasi. Zumindest wüsste ich nicht, dass unser Garten jemandem physischen oder psychologischen Schaden bereitet nur weil die Grashalme etwas länger sind. Aber man will ja den mitunter nur oberflächlichen Frieden nicht unnötig belasten. Man weiß ja nie, welche Kaliber gleich ausgepackt werden, nur weil man sie falsch angeschaut hat (oder noch schlimmer: vergessen hat zu grüßen!). Und wenn besagte Nachbarn dann auch noch zu einer etwas älteren Generation gehören, wird die Sache nicht gerade einfacher. Insofern bin ich ganz froh, dass es mit unseren derzeit (zumindest soweit ich das beurteilen kann) halbwegs klappt – unabhängig davon, was sie vielleicht hinter geschlossenen Türen denken. Sprich bislang hat sich tatsächlich noch keiner über den Zustand unseres Gartens tatsächlich beschwert – ich stelle mir das Getuschel darüber nur vor (ja, ich hab‘ einen Knall). Pichu sollte dieses Jahr aber vielleicht trotzdem nicht ganz so viel ins frisch gemachte Nachbarbeet kacken :smile: .

Ja, da ist etwas Dreck drin.

Mehr als der Garten beschäftigen uns aktuell sowieso unsere Dachrinnen. Die sind schon so einige Jahre nicht mehr sauber gemacht worden und entsprechend etwas zugesetzt mit Kram. Da wir aber in einem Haushalt voller Leute mit Höhenangst leben, haben wir uns am Wochenende mal einen Arbeitskollegen mit seiner Kameradrohne kommen lassen. Nein, leider konnte diese die Dachrinnen nicht sauber machen. Das wäre natürlich absolut genial gewesen. Stattdessen ging es darum mal zu schauen, wie es da oben überhaupt aussieht und ob tatsächlich Reinigungsbedarf besteht. Antwort: Grundsätzlich ja, aber tatsächlich sind sie nicht so dicht, wie ich erwartet hatte. Vermutlich werden wir jetzt mal ein bisschen Geld in die Hand nehmen (Internet sagt zwischen 200-300 Euro) und einen Handwerker beauftragen. Ja, selbst machen wäre freilich billiger aber ich komm halt keine Leiter hoch und ihr kommt auch nicht vorbei und macht es. Dann eben lokale Unternehmen unterstützen!

Sonstiges

Im Keller hat sich hingegen immer noch nicht ganz so viel getan. Ein paar Tapeten sind mehr oder weniger im Flur runter (scheiß Raufaserdrecksmistzeugs) aber es geht wirklich nur sehr langsam voran – was vor allem an meiner eigenen Faulheit liegt. Gibt halt aktuell keine Notwendigkeit sich zu beeilen und auch wenn man nur ab und zu ein paar Quadratmeter Tapete runterreißt, ist sie irgendwann weg. Bis dahin büßt der Keller ja keine Funktionalität ein – sieht halt einfach nur nicht ganz so schick aus. Aber was habt ihr auch verdammt nochmal in unserem Keller verloren?! Also kann es euch herzlich egal sein, wie er aussieht!

Der Bestand vor der Ölfüllung

Viel wichtiger war sowieso mal wieder das Heizöl aufzufüllen. Die letzte Lieferung war Ende 2016 und die Füllstandsanzeige näherte sich doch so langsam dem Ende. Die Preise haben zwar seitdem doch ganz schön angezogen, aber mit 60 Euro/100 Liter (damals um die 45 Euro) war ich offensichtlich doch ganz gut dabei. Passte glücklicherweise sogar weniger rein als ich gedacht hatte ( *yay* 500 Euro gespart). Habe ihn dieses Mal nämlich komplett volllaufen lassen, um einen besseren Überblick über unseren Verbrauch zu bekommen (und wie viel tatsächlich in den Tank passt). Es muss ja schließlich immer rechtzeitig genug Kohle da sein für die nächste Füllung. Hatte ich schon einmal erwähnt, dass monatliches Ansparen (Dauerauftrag ftw.!) für einen Hausbesitzer immens wichtig ist? Egal – es lohnt sich das nochmal zu betonen. So lassen sich nicht nur vorhersehbare Ausgaben sicherstellen, sondern im Zweifel genauso mal Notfallsituationen überbrücken.

Aber zurück zum Heizöl: Langfristig werden wir sicherlich auf Erdgas umsteigen werden (liegt hier in der Straße). Ist natürlich erst einmal wieder eine größere Investition (Anschlusskosten, neue Heizung, etc.) aber der Ölbrenner ist mittlerweile auch schon 18 Jahre alt. Da kann man durchaus damit rechnen, dass er in den nächsten 10 Jahren mal fällig wird und nach Alternativen und die dazugehörigen Preise Ausschau zu halten. Mal abgesehen davon, dass Erdgas auf lange Sicht nicht nur ökonomischer und umweltfreundlicher – wir könnten dadurch logischerweise den Öltank rausbauen und einen weiteren Raum im Keller gewinnen. Und Platz kann man bekanntlich nie genug haben. Gleichzeitig wäre das ebenso die Chance Wasser und Abwasser neu verlegen zu lassen. Ich hatte ja erwähnt, dass beides zum Nachbarn läuft statt direkt bei uns in die Straße. Und das Teuerste am Umbau ist der Tiefbau, entsprechend macht es eben Sinn das dann mal alles auf einmal zu machen – sollte bis dahin nicht irgendwas anderes passieren, was den Tiefbau notwendig macht.

Und damit gebe ich bei diesem schönen Wetter ab bis nächsten Montag!

Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #20

Hier stand mal ein Geschirrspüler

Zwei Jahre sind wir nun schon im Besitz unseres Hauses. Damit sind wir endlich aus der Spekulationsfrist heraus und können die Hütte mit Gewinn verkaufen, ohne diesen versteuern zu müssen (weil wir es selbst bewohnt haben – nicht selbst genutzt Häuser müssen 10 Jahre gehalten werden)! Was wir allerdings auf absehbare Zeit nicht tun werden. Das liegt selbstverständlich hauptsächlich daran, dass es uns und unseren vier Katzen sehr gut hier gefällt und wir uns hier wohlfühlen (sowohl im Haus im Speziellen als auch in der Umgebung an sich). Aber auch schlicht daran, dass wir nicht schon wieder renovieren und umziehen möchten. Schließlich sind wir immer noch nicht komplett fertig mit besagtem Renovieren des aktuellen Hauses.

Die erste Etage ist zwar mittlerweile tatsächlich soweit durch und komplett so wie wir sie haben wollen. Aber aktuell muss das Loch, das die Spülmaschine hinterlassen hat wieder geschlossen werden. Wir hatten noch einen Küchenschrank im Keller aber der ist nicht breit genug. Am Samstag habe ich die Stelle gestrichen und jetzt bauen wir noch ein paar Bretter dazwischen, um am Ende zwar mehr mit der Hand zu spülen aber dafür auch mehr Ablagefläche in der Küche zu haben.

Schon wieder alles voll!

Einschub

Früher habe ich durchaus viel gemeckert über meine Eltern, weil irgendwie alles vollsteht und selbst wenn man mal irgendwo Platz geschaffen hat, dann ist er gefühlt am nächsten Tag auch schon wieder mit Sachen vollgestellt. Heute muss ich feststellen: Die können nichts dafür! Das passiert irgendwie vollautomatisch und ohne, dass man es wirklich plant. Ich habe beispielsweise vorletzte Woche das Kabuff aufgeräumt. Schön alles thematisch zusammengestellt und so. Am Ende war wieder ein halbes Regal mehr Platz. War ein tolles Gefühl (ja, ich weiß: ich bin komisch :smile: ). Wenn ich allerdings heute reinschaue, ist schon wieder alles vollgestellt. Immer noch thematisch sortiert aber kein zusätzlicher Platz mehr, um noch irgendetwas reinzupacken.

Meine Vermutung ist, dass der Hausrat nachts unanständige Partys feiert und er sich dadurch hemmungslos vermehrt. Bitte? Das liegt eher daran, dass wir haufenweise Gewürz eingekauft haben nur weil kein Paprika Edelsüß mehr im Haus war (Curry brauchen wir ja auch viel…und dann könnten wir auch mal Kurkuma mitbestellen…und wie schmeckt eigentlich xyz…)? Und in Idar-Oberstein (die Edelsteinstadt) zusätzlich noch spottbillig 40kg Himalaya-Salz (feines und grobes) gekauft haben nur weil der Händler meinte, dass er vermutlich in Zukunft keines mehr anbietet aufgrund von saftigen Preiserhöhungen bei den Herstellern? Ne, das ist absoluter Quark. Unkontrollierter Sex ist das Problem! Fragt die Kirche!

Einschub Ende

Und aufgrund unserer lieben Vierbeiner müsste ich eigentlich für das Wohnzimmer auch schon wieder die Farbeimer aus dem Keller holen. Deswegen haben wir keine Tapeten an die Wand gemacht, liebe Verwandtschaft! So ist zwar ein Kratzer im Putz und die Farbe etwas ab aber mit dem Pinsel einmal drüber und schon sieht man es nicht mehr. Will gar nicht wissen, wie das Wohnzimmer mit Tapeten mittlerweile aussehen würde. Vermutlich wie ein Schlachtfeld auf dem tausende Papierschnipsel gestorben sind.

Und sonst?

Da hat schon länger keiner mehr was dran gemacht…

Im Garten gab es dieses Jahr auch viele Fortschritte. Klar, da ist jedes Jahr wieder was zu tun, weil viele Pflanzen die komische Angewohnheit haben im Winter einfach zu sterben. Blöde Pflanzen! Aber grundsätzlich müsste er jetzt soweit sein wie wir ihn haben wollen was den Grundaufbau angeht. Am Haus gibt es aber auch noch ein paar Baustellen. Mal von der fehlenden Dämmung abgesehen Sachen wie eine Trennmauer zum Nachbarn, die auf unserer Seite dringend mal neu verputzt werden müsste. Eine Gartentreppe, die sich gesetzt hat und entsprechende Risse hat (inkl. kaputten Fliesen) und eine Rückwand voller Löcher (keine Ahnung was die Vorbesitzer da montiert hatten), die mal geschlossen und anschließend gestrichen gehört.

Aber das sind alles nicht so die großen Prioritäten derzeit. Also zum einen, weil jetzt natürlich Winter ist (aktuell liegt auch tatsächlich Schnee) und ich nicht mehr Zeit draußen verbringen möchte als notwendig (Schnee schippen reicht). Zum anderen aber auch, weil wir uns nun mehr dem Keller zuwenden und ihn herrichten. Da arbeiten wir uns jetzt auch von Raum zu Raum vor: Ein paar Tapeten entfernen, die Reste vom Wasserschaden des Vorgängers reparieren, Lampen montieren (bitte ab sofort ohne die Sicherungen rauszuwerfen), Laminat verlegen (vermutlich wieder Kork), eine Runde streichen und so weiter. Am Ende soll dabei ein schönerer Flur, ein netter Arbeitsraum (Werkbank, Regale für Werkzeug, etc.) sowie eine Art Sport- und Chillraum rauskommen. Mal schauen wie weit wir da im Weihnachtsurlaub kommen, denn einen Trend konnte ich auf jeden Fall in den letzten Jahren schon beobachten: Um den Jahreswechsel herum sind wir irgendwie am fleißigsten :smile: .

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