Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #39

Ja, wir warten immer noch auf den Maler. Aber Handwerker haben aktuell halt extrem viel zu tun irgendwie trotz der gestiegenen Rohstoffpreise. Zum Glück ist es bei uns nicht so dringend. Er kommt irgendwann und bis dahin kommen wir auch so zurecht :smile: . In der Zwischenzeit bin ich seit langem mal wieder mit dem Kärcher über die Terrasse gegangen. Dort wo es bislang immer draufgeregnet hat, war es nach all der Zeit logischerweise wieder ziemlich dreckig geworden. Wird hoffentlich jetzt besser. Ist ja kein Teil der Terrasse mehr ohne Dach. Fließt also nur noch Wasser beim Blumen gießen drüber. Entsprechend haben wir es uns erneut gespart die Versiegelung zu erneuern – obwohl seit 2016 die Flasche im Keller steht. Wir sind schon irgendwie faul… :wink: .

Das neue Blech

Außerdem hatten wir noch eine potentielle Lücke in unserem Katzenzaun gefunden. Wurde zwar von Pichu noch nicht ausgenutzt aber wir wollten es auch nicht länger drauf ankommen lassen. Und zwar war zwischen Terrassenüberdachung und Zaun noch ein Spalt. Durch den kommt zwar kein Katzenkopf aber besagte Katze hätte auf den Zaunpfahl springen und von dort aus dann stiften gehen können. Die Lösung für das Problem war dieses Mal allerdings kein Plexiglas. Ja, ich weiß: Totaler Frefel. Stattdessen haben wir uns ein dünnes Stück Blech in der Farbe der Überdachung geholt – dieses Mal bei Blechprofi24 – und es mit zwei Schrauben am Pfosten der Überdachung befestigt. Wenig Aufwand, wenig Kosten und wieder ein Stück mehr Sicherheit, dass uns niemand stiften geht. Bleibt noch das Provisorium auf der anderen Seite. Aber dazu brauchen wir erst den Maler…

Fliegengitter, die Zweite

Unerwartet komplizierter war der Umbau des Spannrahmens für das Fenster. Zur Erinnerung: Vor rund einem Monat haben wir die Fliegengittertür an der Terrasse umgebaut und mit einer richtigen Katzenklappe versehen. Hab‘ das Ergebnis übrigens auch mal an Windhager geschickt. Sie wollten es an die Produktentwicklung weiterleiten. Wer weiß: Vielleicht kommt ja irgendwann was Offizielles raus. Bei uns im Haus hingegen wurde diese bauliche Veränderung von unseren Vierbeinern sehr positiv aufgenommen. Wir haben seitdem nur noch zusätzlich einen Klebepuffer zwischen Klappe und Terassentür angebracht. Speziell Lyssi klopft mit sehr viel Kraft an, um wieder reingelassen zu werden. Da hatten wir dann doch etwas Angst um das Glas.

Der fertig umgebaute Spannrahmen

Nun haben wir auch den Spannrahmen am Terrassenfenster entsprechend umgebaut. Die grundsätzliche Idee ist identisch: Zwei Bleche, welche in den Falz des Spannrahmens passen. Daran die Katzenklappe montiert und darüber ein Mittelsprossenprofil installiert, um das Fliegengitter wieder anbringen zu können. Die erste Schwierigkeit sind die Einhängefedern. Diese verhindern, dass ihr das Blech in den Falz stecken könnt. Eine Variante: In den Blechen entsprechend links und rechts so viel wegschneiden, dass die Einhängefedern nicht mehr stören. Noch einfacher: Ins Blech neue Löcher für die Schrauben der Einhängefedern bohren. Dann kann man das Blech in den Falz stecken und anschließend die Einhängefedern darauf montieren. Sieht wesentlich besser aus und hält weiterhin bombenfest – selbst, wenn ihr wie ich bei einer Schraube den Kopf abdreht.

Unbekannte Hürden

Dass wir uns mit den Einhängefedern beschäftigen müssen, war uns schon im Vorfeld klar. Als wir dann aber das Blech mit der Katzenklappe in den Falz stecken wollten kam die erste “böse” Überraschung: Die Muttern an den Schrauben der Katzenklappe verhinderten, dass sich das Blech komplett reinstecken ließ. Das Profil unten war im Weg. Das Problem hatten wir bei der Spannrahmentür interessanterweise nicht. Dort ist aber auch ein weiteres Mittelsprossenprofil verbaut. Die Katzenklappe stößt dort nicht direkt an den eigentlichen Rahmen.

Die Lösung für dieses Problem war relativ zügig gefunden – solltet ihr aber unter keinen Umständen nachmachen! Warum sage ich gleich. Wir haben einfach in den Rahmen Einkerbungen reingemacht (Seitenschneider reicht), damit die Muttern dahinter versenkt werden können. Hat auch wunderbar funktioniert bis wir auf den zweiten ungeplanten Knackpunkt gestoßen sind: Der Spannrahmen passte nicht mehr ins Fenster. Der untere Teil der Katzenklappe war zu niedrig und stieß entsprechend an den Fensterrahmen. Die Einkerbungen zu machen war also völlig überflüssig. Auf der Höhe konnte die Klappe eh nicht bleiben.

An diesem Problem haben wir dann etwas länger geknabbert. Von “neues Blech” über “noch ein Mittelsprossenprofil” bis hin zu “Fensterrahmen einschneiden” war alles Mögliche an Überlegungen dabei. Am Ende war die Lösung jedoch wesentlich einfacher und weniger destruktiv: Da nur ca. 1-2cm fehlten haben wir einfach die Katzenklappe auf dem Blech etwas höher gesetzt. Ich musste dazu nicht einmal durch das komplette Mittelsprossenprofil bohren, um die Muttern befestigen zu können. Die Schrauben halten auch so im Blech. Krise erfolgreich abgewendet. Schaden: Vier unnötige Löcher (die aber innen von der Katzenklappe verdeckt werden), ein leicht beschädigter Spannrahmen und mehr Zeitaufwand als ursprünglich gedacht. Hätte schlimmer kommen können. Dafür haben wir jetzt erfolgreich beide Windhager-Katzenklappe durch unsere DIY-Lösung ersetzt – wie gesagt sehr zur Freude unserer Vierbeiner.

Kleinvieh

Was gibt es sonst noch so zu berichten? Also außer, dass wir die Klimaanlage weiterhin super finden? Ich übrigens etwas mehr als Lysanda (sie friert früher). Nun, wir haben für die Küche einen neuen Brausekopf gebraucht. Der alte hat plötzlich einen Riss an der Seite bekommen aus dem es dann logischerweise fleißig rausspritze. Zum Glück sind die Dinger standardisiert. Es reichte ein Besuch im lokalen Baumarkt und die Abgabe von 25€ für einen brauchbaren Ersatz. Nichts worüber es sich zu berichten lohnt also.

Die aussortierten Filme

Das beträfe unter Umständen auch die zweite Kleinigkeit. Aber wir reden hier ja schließlich von mir, dem Sammler vor dem Herrn. Es war mal wieder dringend an der Zeit mein Filme-Regal aufzuräumen. Die Neuanschaffungen stapelten sich schon in allen Zwischenräumen. Aber anders als früher habe ich diese nicht einfach nur eingeräumt, nein ich habe tatsächlich erstmals in der zwanzigjährigen Geschichte meiner umfangreichen Sammlung gleichzeitig auch aussortiert. Der Webmaster trennt sich von Teilen seiner Medienbibliothek. Unfassbar, ich weiß. Aber selbst ich muss langsam aber sicher einsehen: Selbst, wenn ich die Zeit dazu hätte, würde ich bestimmte Filme nie wieder anschauen. Beispielsweise SAW oder Der Club der toten Dichter, den ich schon viel zu oft sehen musste (Schule und so). Über 80 Filme habe ich am Ende aussortiert. Darunter einige meiner ältesten Anschaffungen. Klingt bei einer Sammlung von über 1.000 Stück erstmal nach nicht viel aber hey: Es ist schon mehr als ich bislang bereit war abzugeben :smile: . Und es war genug, um am Ende eine Nullsumme zu bekommen. Sprich ich hab‘ für die Sachen, die ich eingeräumt habe, nicht mehr Regalplatz gebraucht! Zukünftig werde ich direkt nach dem Anschauen entscheiden ob ich den Film/Serie tatsächlich gut genug fürs Regal finde oder gleich aussortiere.

Die betroffenen DVDs und Blu-rays landen übrigens (erstmal) nicht bei reBuy oder momox. Stattdessen werden wir sie erstmal für einen guten Zweck in einer der Tierschutzauktionen-Gruppen wie diese auf Facebook anbieten. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass ihr vielleicht was davon haben wollt könnt ihr mich aber auch mal direkt anschreiben und ich gebe euch die Liste.

Autosorgen

Eine Sache, die uns schon etwas länger beschäftigt ist hingegen die Klimaanlage in Lysandas Chevrolet Spark. Gut, dass “länger” liegt schlicht daran, dass wir es aktuell weiterhin nicht so oft bewegen und Probleme entsprechend nicht bemerken. Die Kühlflüssigkeit geht nämlich flöten. Zuerst war ich vor gut einem Jahr mal bei einem Klimaanlagencheck. Den hatte das Auto in seiner 10jährigen Geschichte noch nie entsprechend konnte es ja mal sein, dass die tatsächlich von sich aus stark abgenommen hat. Aber Anfang dieses Jahrs mussten wir feststellen, dass sie schon wieder nicht geht. Also dieses Mal in eine Opel-Werkstatt (gibt es in Groß-Gerau ja einige) und siehe da: Der Klimakondensator hatte ein Leck. Keine ganz so billige Sache (~500€) aber da wir die Karre doch noch ein paar Jahre fahren wollen (kam wieder problemlos durch den TÜV) haben wir die Investition getätigt.

300€ für ein Stück Rohr…

Leider hielt die Freude über die nun wieder kühle Luft nicht lange an. Ich musste vor kurzem nämlich erneut feststellen, dass nichts Kaltes mehr aus der Lüftung kommt. Also wieder zurück in besagte Opel-Werkstatt und siehe da: Noch ein Leck gefunden. Dieses Mal am Kühlmittelrohr. Super. Warum haben sie das nicht beim ersten Besuch schon entdeckt? Egal. Werkstatt hat sich entschuldigt aber das größere Problem war, dass sie nicht alle Ersatzteile beschaffen konnten. Chevrolet hat sich bekanntlich schon vor längerer Zeit vom deutschen Markt entfernt, Opel (als deutscher Vertreter von Chevrolet) hat das Geschäft ebenfalls eingestellt und hergestellt wird er in Südkorea auch nicht mehr. Der Monteur hat mich dann mit den Teilekennzeichen losgeschickt in der Hoffnung, dass ich z.B. auf eBay oder so noch was finde. Geklappt hat es am Ende bei der genuine parts GmbH, die sowohl das Rohr als auch die dazugehörigen Dichtungsringe noch liefern konnte. Kostenpunkt? Nochmal fast 300€ allein für das Rohr *puh*. Aber gut: Im Auto schwitzen ist extrem doof und die kühle Luft entsprechend (fast) jeden Cent wert. Ich hoffe jedoch inständig, dass damit nun wirklich das Thema erledigt ist und nicht in vier Wochen dann das nächste Leck auftaucht…

Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #38

Eine der Wandeinheiten ohne Deckel

Die Installation der Klimaanlage hätte zeitlich nicht besser passen können. Kaum fertig, schon gingen die Temperaturen hoch. Was in der Vergangenheit beim Arbeiten im Arbeitszimmer nervig aber im Schlafzimmer buchstäblich schlafraubend war, ist jetzt endlich kein Problem mehr *yay*. Ja, diese teure Anschaffung war schon jetzt jeden Cent wert und wir wollen darauf absolut nicht mehr verzichten. Bitte? Denkt ihr nicht an die Umwelt? Doch natürlich. Aber wie geschrieben: Nicht, wenn sie mich nicht schlafen lässt :tongue: .

Lustigerweise haben so einige Arbeitskollegen ebenfalls in letzter Zeit eine Klimaanlage bekommen. Sehr verdächtig. Hat das warme Wetter vielleicht doch nichts mit dem Sommer zu tun? Ist das alles nur eine Verschwörung der Klimaanlagenproduzenten, die uns ihre Klimaanlagen andrehen wollen und deshalb die Erd-Temperaturen höher drehen?! Zieht im Hintergrund etwa Bill Gates die Fäden damit dank der vielen Klimaanlagen der globale Stromverbrauch am 33. Juli 2027 die kritische Schwelle überschreitet und das Netz zusammenbricht?! Nur damit er den totalen Blackout dazu nutzen kann, um heimlich die Chips scharf zu schalten, die er uns eingeimpft hat?! Und uns anschließend vergessen lässt, dass es seine Schattenweltregierung war, die mehr Tage pro Monate eingeführt hat, damit wir bei gleicher Bezahlung länger für unsere Arbeitgeber schuften?! Oder ist einfach nur die Pandemie und das damit verbundene Home Office Schuld? Die Wahrheit ist irgendwo da draußen. *Die Akte X-Titelmusik ertönt aus der Einstichstelle der Impfnadel*

Themenwechsel

So sieht die Tür jetzt aus.

Irgendwie überkommt mich gerade das Gefühl das Thema wechseln zu müssen. Naja, egal. Ich wollte heute sowieso nicht erneut mit unserer umweltschädlichen Klimaanlage angeben. Reden wir stattdessen lieber mal wieder ein bisschen über Fliegengitter. Bald ein Jahr ist es her, da haben wir einen Großteil unserer Tür- und Fensteröffnungen mit Spannrahmen von Windhager versehen. Unsere Begeisterung für deren Produkte war und ist weiterhin groß aber schon damals hatte sich ein Problem aufgetan: Die Katzenklappe.

Eine einfache und eigentlich total geniale Idee aber die Umsetzung lässt etwas zu wünschen übrig – zumindest aus Sicht unseres Haushalts. Wir kennen andere Katzenfreunde da scheint es keine großen Probleme zu geben damit bzw. es reichte die beiden mittleren Halterungen abzuschneiden, damit sie nicht mehr so schwergängig ist. Zwar waren alle unsere Vierbeiner grundsätzlich davon begeistert auch zur Terrassentür rein zu dürfen statt durch den Katzentunnel gehen zu müssen. Aber mit dieser Katzenklappe konnten sie sich irgendwie absolut nicht anfreunden. Und da schon am selben Tag des Einbaus wie im Eintrag erwähnt Lyssi sich fast die Kralle abgerissen hat, reifte bei uns sehr schnell der Plan sie durch eine bessere Lösung zu ersetzen. Spoiler: Es hat etwas gedauert, aber am Wochenende haben wir zumindest endlich die Terrassentür umgebaut.

Die Katzenklappe war jedoch nicht das einzige Problem, das wir mit besagter Tür hatten. Ebenfalls bereits erwähnt hatte ich den Magnetschließer, der im Lieferzustand nur ein Stück oben und unten vorhanden ist. Das reichte in vielen Situationen nicht aus, um die Tür wieder komplett zu schließen. Man musste sie stattdessen selbst komplett ran ziehen. Davon abgesehen hat Balu herausgefunden wie er die Tür einfach aufziehen kann. Auch die erneut auf dem Papier super praktischen Klemmadapter haben nur einige Monate ihre Dienste geleistet. In letzter Zeit hat sich jedoch dann speziell der oberste so gut wie verabschiedet. Egal wie fest ich die Schraube angezogen habe, das Gewicht der Tür hat ausgereicht ihn wieder zu lösen bis er am Ende faktisch überhaupt nicht mehr wirklich hielt – trotz dem Klebestreifen zwischen Türstock und Klemmadapter. Und eine Tür, die dauernd nur schief hängt mit der Gefahr irgendwann mal ganz umzukippen kann man logischerweise nicht gebrauchen. Also musste hier ebenfalls eine Lösung her. Und zu guter Letzt: Da die Tür eh nicht mehr hielt, hatten wir sie erstmal zur Seite gestellt. Prompt löste sich über die nächsten Tage der Kleber der Dichtungsbürste am Türstock und sie fiel von alleine runter. Ungeschützte Hitze eben.

Die Lösungen

Könnte mal wieder abnehmen…

Wir haben also einige Schwachstellen an der Spannrahmentür festgestellt. Aber zum Glück alles nichts, was sich nicht irgendwie lösen ließe. Vor allem, da Windhager glücklicherweise ein gut bestücktes Portfolio an Ersatzteilen bietet. Ob man diese Ersatzteile irgendwo kaufen kann steht allerdings auf einem anderen Blatt. Als wir beispielsweise zu Hornbach gingen hieß es, die Sachen würden nicht mehr produziert werden. Eine Rückfrage bei Windhager später stellte diese Aussage als Blödsinn heraus aber zumindest bei Hornbach bekamen wir das entsprechende Material nicht mehr. Windhager hat uns dann netterweise direkt weitergeholfen. Aber ich bin schon wieder einen Schritt zu weit.

Fangen wir stattdessen mit den einfachen Sachen an: Die Klemmadapter hatten wir gekauft, weil ich vermeiden wollte in den Türstock zu bohren. Da das nicht (mehr) funktionierte, haben wir nun genau das getan. Kein Zubehör notwendig, da die Halterungen zum Bohren bereits in der Originalpackung enthalten sind. Jetzt sollte die Tür bombenfest sitzen und nicht mehr umkippen. Das Problem mit dem Magnetschließer haben wir hingegen mit zwei zusätzlichen Packungen an Magnetschließern gelöst. Die reichten fast genau (~2-3 fehlen), um die schließende Seite komplett damit auszustatten. Den Rest haben wir wieder mit der Dichtungsbürste versehen – allerdings nur in der Tür. Am Türstock haben wir es uns gespart. Dank der zusätzlichen Magnete auf mehr Fläche schließt sie sich jetzt definitiv besser von selbst. Kommt quasi ein Teil nah genug dran, flutscht es zackig auf ganzer Fläche.

Die größere Maßnahme

Bleibt noch die Katzenklappe. Das Geniale an den Windhager-Spannrahmen ist, dass sie für alles entsprechende Führungsschienen haben. Alles hat seinen vorgesehenen Platz und nichts kommt sich in die Quere. Unsere Idee war nun die Windhager-Katzenklappe einfach durch eine 08/15-Klappe zu ersetzen. Um die jedoch einzubauen, braucht es eine Halterung dafür. Und da kommen besagte Führungsschienen ins Spiel. In eine dieser Schienen kommt von Haus aus das Trittblechprofil, welches sich logischerweise ganz unten an der Tür befindet. Leider ist das nicht hoch genug, um daran eine Katzenklappe zu befestigen. Man könnte also theoretisch mehrere davon einbauen und irgendwie miteinander verbinden. Das war uns zu kompliziert.

Die Innenansicht

Aber, wenn ein Stück Aluminium da reinpasst, kann man sicherlich noch ein anderes reinstecken, oder? Richtig! Wir haben also die Breite von Führungsschiene zu Führungsschiene ausgemessen (nicht vergessen, dass das Blech reingesteckt wird!) und die Größe der Katzenklappe abgezogen. Achtung: Ihr wollt die Katzenklappe logischerweise auf dem Blech festschrauben. Also die Innenmaße nehmen und nicht die Außenmaße! Die Höhe ist hingegen die Größe der Katzenklappe plus oben und unten ca. 1-2mm, um es in die Führungsschiene zu stecken. Zudem benötigt ihr logischerweise zwei Bleche. Eins auf jeder Seite der Klappe. Wir hatten zwar kurz überlegt, ob wir vielleicht für die Nut im Spannrahmen passende Schrauben finden, um die eine Seite der Klappe direkt dort zu befestigen. Aber das war uns zu unsicher. Außerdem wäre die Klappe dann komplett am Rand.

Mit den Maßen in der Hand haben wir dann im Internet ein Stück Aluminium Blech mit 1mm (dickeres passt nicht in die Führungsschiene) in Weiß (“Verkehrsweiß”) bestellt. Leider haben wir nur einseitig farbige Bleche gefunden aber uns stört es nicht, dass es auf der Innenseite silberfarben ist.

Weiteres Zubehör

Mit dem Blech allein ist es aber noch nicht ganz getan. Ihr könnt dann zwar darauf die Katzenklappe festschrauben und das Konstrukt in den Spannrahmen einsetzen, aber es fehlt oben eine Befestigungsmöglichkeit. Dadurch wird das ganze Konstrukt zum einen etwas wackelig und zum anderen könnt ihr das Fliegengitter nicht mehr fest machen. Die Lösung sind die Zubehörteile Mittelsprossenprofil für Türen und das Eckverbinder-Set. Die beiden Teile, die wir irgendwie nirgends zu kaufen bekamen (zumindest das Zubehörset habe ich in der Zwischenzeit auch bei Amazon gefunden) und dann glücklicherweise direkt von Windhager uns zuschicken lassen konnten.

Die Detailansicht von Außen

Das Mittelsprossenprofil wird nun über der Katzenklappe verbaut. Dazu in der richtigen Länge zurechtsägen und mit Hilfe der Führungsschiene ins Blech stecken. Leider immer noch sehr instabil. Deswegen das Eckverbinder-Set. Anders als der Name vermuten lässt, sind dort nämlich auch die Zubehörteile (Schrauben und Blende) für das Mittelsprossenprofil mit drin. Leider könnt ihr die tollen Bohrhilfen von Windhager nicht benutzen, da ihr euch mitten im Rahmen auf einer technisch gesehen nicht dafür vorgesehenen Stelle befindet. Frei Hand anzeichnen ist entsprechend angesagt. Und ja: Wir haben es auf der einen Seite auch erst versemmelt. Beim zweiten Versuch passt es aber und die Schiene und damit das komplette Konstrukt sitzt nun bombenfest.

Perfekt – oder? Fast. Je nachdem gibt es noch einen Fallstrick zu beachten: Der Rollladen. Unsere alte Nemesis, die uns schon beim Ersteinbau zusätzliche Arbeit beschert hatte. Aber dieses Mal waren wir vorbereitet! Die Katzenklappe komplett einzubauen (mit Vorder- und Rückseite) geht nicht, weil die Konstruktion dann zu dick wäre. Und selbst, wenn ihr wie wir nur das Hauptteil verwendet, kann es trotzdem zu breit sein, um den Eingang auf die “richtige” Seite zu packen. Zwischen Spannrahmen und Rollladen ist schlicht nicht genug Platz. Ihr müsst also daran denken und entsprechend die Katzenklappe so rum einbauen, dass die dicke Seite nach Innen zur Tür ist und sie auf der anderen Seite nicht hervorsteht (abseits ggf. der Schrauben). Sonst geht euer Rollladen nicht mehr komplett runter. Sieht von außen sicherlich nicht ganz so schick aus. Aber am Ende des Tages geht es bei dieser Konstruktion erst einmal um Praktikabilität und nicht um Kosmetik.

Fazit

Das Ergebnis der ganzen Kosten und Mühen ist eine Spannrahmentür, die am Boden merklich mehr Gewicht hat (deswegen Aluminium, ein Stahlblech wäre noch schwerer) und etwas weniger Licht reinlässt. Wir hätten ja gerne wieder etwas mit Plexiglas gemacht aber das gibt es nicht in nur 1mm dick. Aber dafür ist es nun eine wirklich stabile Katzenklappe, die unsere Katzen kennen, bei der kein besonderes Verletzungsrisiko besteht und mit der sie keine Probleme haben. Perfekt. Sowas würden wir uns tatsächlich auch offiziell von Windhager wünschen. Dürfte ja kein großer Akt sein ein solches Zubehörset zu machen. Selbst, wenn es am Ende 50-75€ kostet: Uns wäre es das wert gewesen. Werden ihnen auf jeden Fall dann mal eine Mail mit dem Ergebnis unserer Arbeiten schicken. Jetzt fehlt noch die Katzenklappe am Fenster. Gleiches Bauprinzip. Man muss nur zusätzlich noch Einkerbungen ins Blech machen für die Einhängefedern.

Kratzfestes Katzenrad

Wie angekündigt hatten wir in den letzten Wochen mal wieder Handwerker im Haus. Genauer gesagt Elektriker und Klimaanlagenmonteure. Maler/Verputzer waren zwar auch für ein Angebot da aber irgendwie sind die völlig überlastet derzeit. Haben selbst von dem, dem wir zusagen wollen, seit der Besichtigung und der Zusendung des Angebots keine Rückmeldung bekommen. Aber ist bei uns ja nicht ganz so dringend. Solange es noch dieses Jahr klappt ist alles okay :smile: . Bevor wir aber zu dem kommen, was andere für uns gemacht haben: Wir waren ebenfalls nicht (ganz) faul.

Noch mehr Kratzstellen

Fast zwei Jahre ist es schon wieder her, dass wir für unsere lieben Vierbeiner ein nicht gerade billiges Katzenrad angeschafft hatten. Der Nutzungsgrad der Hauptfunktion des Rads (darin Laufen) ist leider weiterhin eher übersichtlich. Maya hat ab und zu mal einen Anfall wo sie dann für ein paar Sekunden wie eine bekloppte darin rumrennt. Und Jules läuft ein paar Meter, um uns dazu zu bringen ihn zu streicheln. Aber der Rest? Lyssi setzt sich rein und schaukelt ein bisschen, Balu braucht starke Motivationshilfen (=Leckerli/Spielzeug) bevor er auch nur einen Schritt tut und Pichu schaut es nicht mit der Schwanzspitze an. Wir würden es trotzdem nicht als Reinfall bezeichnen aber ja, wir hatten uns das doch etwas anders vorgestellt. Fazit: Wir haben wohl faule Katzen erwischt.

Das bedeutet aber nicht, dass die Katzen das Rad nicht grundsätzlich toll finden. Oben auf der Ablage rumliegen – mittlerweile mit einer extra angefertigten Decke versehen, um das Holz zu schützen – finden speziell Maya und Jules super. Hinter dem Rad auf dem Befestigungsbalken ist ebenfalls ein beliebter Rückzugsort. Die ganze Rückseite des Rads ist entsprechend voll mit Katzenhaaren. Und auch das Kratzen an den (unbehandelten) Holzbalken ist eine Lieblingsbeschäftigung vor allem von Pichu. Der hat da bereits tiefe Kerben reingearbeitet – was logischerweise nicht ganz so toll aussieht aber er würde wohl doch länger brauchen um sich durch einen 10cm Balken durchzuarbeiten. Gelöst haben wir das optische Problem relativ einfach: Sisal. Um die beiden Balken der Ablage haben wir Seil gewickelt. Für alle, die ähnliches planen bei einem Katzenrad von Kessler: Es sind ca. 28 Meter dafür notwendig bei einem Sisal mit einer dicke von 10mm. Unten an den Seiten haben wir zusätzlich Sisal-Teppich befestigt. So geschnitten, dass er auf beiden Seiten etwas übersteht, um ihn um die Ecke zu schlagen und anschließend mit reichlich Nägeln dran befestigt. Sieht schick aus und erfreut die Katzen, erfüllt also seinen Zweck. Im Nachhinein betrachtet hätten wir das zwar schon direkt von Anfang an machen sollen, bevor Pichu das Holz darunter bereits zu einem Zahnstocher reduziert hat. Aber das fällt jetzt nicht mehr auf :wink: .

Oh yeah, Plexiglas!

Unsichtbares Plexiglas

Apropos Ausbrecherkönig Pichu: Wir haben uns außerdem wie geplant mal wieder mit Plexiglas beschäftigt. Die ganze Zeit hing noch das alte Katzennetz an der Seite der Terrasse als Provisorium rum. Mittlerweile haben wir es endlich geschafft dort die “alte”, riesige Plexiglasplatte zu ersetzen. Zum einen war sie beim Abbau der alten Terrasse beschädigt worden (wurde uns ohne Probleme bezahlt), zum anderen stellte sie aufgrund der mit der neuen Terrassenüberdachung geänderten Situation keinen wirksamen Pichu-Ausbruchsschutz mehr dar. Neu sind es nun zwei Platten. Eine rechteckige über das Zauntor und eine fast quadratische, um ihn daran zu hindern von der Terrassenmauer einfach über den Zaun in die Garageneinfahrt zu springen. Plus wie vorher die Sperre, die ihm es nicht erlaubt direkt auf das Garagendach zu springen. Hatte ich schon erwähnt, dass der Kerl verdammt viel Kraft in den Beinen hat?!

Da wir mittlerweile den Umgang mit Plexiglas gewohnt sind und auch die Verarbeitungstemperatur gut war (Plexiglas bohren ist an warmen Tagen einfacher und ungefährlicher, was das Brechen angeht), war die ganze Sache an sich kein Hexenwerk. Stattdessen waren wir selbst schuld daran, dass es dann doch etwas länger dauerte als geplant und wir die quadratische Platte mehrfach ab- und anmontieren mussten. Die Quersperre hat sich nämlich auch für uns als sperrig erwiesen. Zuerst hatten wie die Löcher an die falsche Stelle gepackt (sie saß zu niedrig) und der Lochabstand war auch noch falsch (die Winkel lassen nämlich keinerlei Spielraum zu). Aber gut: Am Ende des Nachmittags haben wir es geschafft, Pichu ist uns bislang nicht wieder entwischt und wir konnten das Katzennetz und die dazugehörigen Halterungen abbauen. Fehlt nur noch das Plexiglas für die andere Seite der Terrasse mit dem Kartonprovisorium. Dazu brauchen wir aber erst den Maler/Verputzer.

Fremde Arbeiter

Sieht ordentlich aus.

Und was haben die anderen für uns gemacht? Nun, der Elektriker kam hauptsächlich, um das Kabel für die Klimaanlage vom Dachboden in den Keller zu verlegen und anzuschließen. Ging dank unseres Kamins ziemlich einfach. Die eine Hälfte ist ungenutzt – da laufen sogar schon die Verbindungen zur Solaranlage durch. Entsprechend war nur die Frage wie einfach er da durchkommen würde. Klappte aber super, was sich zudem positiv auf unsere Rechnung auswirkte. Insgesamt hatte er im Angebot nämlich zwei Tage eingeplant. Entsprechend waren sie technisch gesehen in einem Tag fertig und die Rechnung entsprechend 600€ billiger. So muss das sein. “Technisch gesehen” deshalb, weil zwar ein Tag Arbeitszeit abgerechnet wurde, es fehlte jedoch ein Bauteil und er musste deshalb am nächsten Tag nochmal kurz vorbeikommen. War also nicht an einem Tag komplett fertig.

Aber natürlich haben sie zu zweit (Meister und eine Azubine) nicht einen Tag gebraucht, nur um diese zwei Kabel (Klimaanlage und Licht) in den Keller zu ziehen. Wir haben im Spitzboden auch ein paar Lampen installieren lassen, der Öltankraum wurde voll verkabelt und mit Beleuchtung ausgestattet und das alte Zeug im Kellerflur entfernt sowie draußen ein paar Steckdosen und Schalter ausgetauscht und eine neue Verteilung für unsere Kamera und die Beleuchtung der Terrassenüberdachung aufgebaut. Unterm Strich alles Kleinigkeiten aber auch die muss irgendeiner machen. Und dafür, dass es nun schnell erledigt war und gleichzeitig anständig gemacht ist, habe ich gern‘ die 16 Stunden Arbeitszeit (plus Material) bezahlt.

Die Klimaanlage(n)

Ein grauer Kasten auf dem Dach

Die größere Aktion der letzten Wochen war hingegen die dreitägige Installation besagter Klimaanlage bzw. technisch gesehen sogar zwei. Unser Ziel war die Möglichkeit zu haben drei Räume runter zu kühlen: Schlafzimmer (ca. 14m²), Arbeitszimmer (ca. 18m²) und Wohnzimmer (ca. 38m²). Ursprünglich sollten es nur Schlaf- und Wohnzimmer werden aber aufgrund der ganzen Home-Office-Situation haben wir festgestellt, dass das Arbeitszimmer sicherlich ebenfalls Sinn macht. Somit brauchten wir drei Innengeräte. Grundsätzlich wieder kein Problem. Es gibt schließlich Multi-Split-Anlagen, die bis zu fünf Geräte bedienen können (vermutlich sogar noch mehr). Wir haben uns am Ende aber dagegen entschieden und für das Arbeitszimmer stattdessen eine eigene Mono-Split installieren lassen während für die anderen beiden nun eine Duo-Split auf dem Dach montiert ist. Dadurch mussten an der Hausfront nicht viele Meter Kabel und Rohr verlegt werden, was die ganze Maßnahme spürbar billiger werden ließ aufgrund der reduzierten Material- und Montagekosten.

Das zweite Geräte sollte hingegen zuerst auf den Spitzboden gestellt werden. Der Monteur meinte aber nach dem ersten Tag, dass es auf unserem Spitzboden doch irgendwie sehr warm wird und er das Gerät deshalb lieber draußen haben möchte. War für uns kein Problem und hat auch keine Mehrkosten verursacht. Die Wahl fiel hingegen auf Geräte aus dem Hause Daikin. Die sind wohl die Weltmarktführer was Klimaanlagen angeht. Mitsubishi oder Midea kamen zwar ebenfalls in Frage aber da wir keine Ahnung haben, Daikin gleichzeitig überall gelobt wird und auch die Klimaanlagenfirma uns diese empfahl, haben wir eben die genommen. Sind zwar preislich etwas teurer aber wenn es dafür länger was taugt…

Mehr Details

Eins der Wandgeräte

Im Arbeitszimmer wurde es eine Daikin Perfera Mono-Split (FTXM/RXM 25M9), die ganz normal an eine Steckdose angeschlossen ist. Auf dem Dach steht hingegen eine Daikin 2MXM-M an der zwei Wandgeräte ebenfalls aus der Perfera-Reihe angeschlossen sind. Dieser Kreis hängt an einem eigenen Stromkreis mit einer 16A-Absicherung. Innen quasi alle drei Geräte identisch, nur außen leichte Unterschiede – die allerdings für mich als leihen nur bedingt sichtbar sind. Das Gerät auf dem Dach hat irgendwie nur mehr Anschlussmöglichkeiten und ist ein paar Zentimeter größer. Aber ansonsten sieht es halt aus wie so ein Klimaanlagenaußengerät halt aussieht :smile: . Alle Geräte haben eine Energieeffizienzbewertung von A+++ im Kühlbetrieb, was ja bei solchen Stromfresser nicht ganz unwichtig ist und als Kältemittel kommt R32 zum Einsatz.

Die Installation ging ohne größere Probleme von statten. Wie gesagt hat sich der Standort der einen Außeneinheit etwas verändert und auch der Weg vom Dach ins Schlafzimmer wurde aufgrund von Platzgründen leicht anders gebaut als geplant. Unterm Strich aber wirklich nichts Besonderes. Am Ende von Tag 1 konnten wir bereits im wohl-temperierten Arbeitszimmer sitzen und mittlerweile einen Großteil des Erdgeschosses runterkühlen. Bedient werden können die Wandgeräte übrigens entweder klassisch per Fernbedienung (aber mit digitalem Display) oder neumodisch als IoT-Gerät im WLAN per App oder sogar Alexa/Google Assistant. Wir haben uns (derzeit) noch gegen letzteres entschieden. Es mag zwar theoretisch super komfortabel sein von überall aus seine Klimaanlage steuern zu können. Aber wer weiß wie sicher die Dinger sind und sowieso braucht man nicht noch mehr Elektronik im Haushalt die sinnlos rumstrahlt. Stattdessen drücken wir lieber ganz klassisch auf Knöpfe und nutzen eine Infrarot-Sichtverbindung. Am Gerät selbst gibt es nur einen An/Aus-Schalter (immerhin!) und ein paar (deaktivierbare) LED-Lampen.

Komfort auf Knopfdruck

Stellt sich jetzt noch abschließend die Frage, was das Gerät denn so kann und ob es sich lohnt. Nun, es kann vor allem erst einmal nicht nur Kühlen, sondern auch Heizen. Letzteres werden wir vermutlich höchstens sporadisch nutzen. Außerdem lassen sich für die Außeneinheiten und die Wandgeräte jeweils separate Einstellungen (über dieselbe Fernbedienung) treffen. Beispielsweise unterstützen die Außengeräte einen “Economy”-Modus sowie einen Flüsterbetrieb. Beides führt logischerweise dazu, dass es nicht so schnell kalt/heiß wird im Raum aber ihr spart dafür dann auch Strom bzw. stört eure Nachbarn nicht so stark. Die genauen Werte konnte ich nicht finden aber zumindest was die Lautstärke angeht ist definitiv ein massiver Unterschied zwischen “Volle Pulle” und “Flüsterbetrieb” zu hören.

Die Fernbedienung

Bei den Innengeräten gibt es ebenfalls die Möglichkeit einen leisen Modus zu aktivieren. Der hätte dann einen Schalldruckpegel von 19 dB(A) lt. Anleitung im Vergleich zu 41 dB(A) bei voller Power z.B., wenn man schnell einen Raum kühlen/heizen will. Außerdem besitzen die Geräte steuerbare Lamellen. So könnt ihr beeinflussen wohin der Luftstrom bläst, damit er euch nicht stört. Das geht sowohl manuell als auch in zwei Stufen automatisch. Bei der ersten Stufe hebt er die Abdeckung des Lüftungsschachts etwas an, damit es quasi über eure Köpfe bläst. Im zweiten, zusätzlich aktivierbaren Modus, springt dann noch eine Art Bewegungsmelder mit rein. Der erkennt wo im Raum sich Wärmequellen befinden und stellt die Lamellen dann so ein, dass sie in genau die andere Richtung pusten. Echt praktisch genauso wie die Tatsache, dass sich jedes Wandgerät eure Einstellungen merkt. Ihr müsst also nicht bei jedem Anschalten erneut eingeben, dass sie im Flüstermodus laufen soll. Zeitschaltung und den ganzen Kram gibt es selbstverständlich auch, nutzen wir aber aktuell noch nicht. Stattdessen schalten wir sie bei Bedarf ein, stellen die gewünschte Temperatur (in 0,5er-Schritten) ein und lassen es uns nach einem Moment Anlaufzeit gut gehen. Ist die gewünschte Temperatur erreicht schaltet es automatisch ab bzw. fährt die Leistung soweit runter wie es noch notwendig ist, um die Temperatur zu halten. Total einfach und super angenehm in jeder Hinsicht.

Fazit

Unterm Strich sind wir nach den ersten Tagen mit dieser teuren Investition (hoher, vierstelliger Betrag) absolut zufrieden. Es wird wie gewünscht angenehm kühl und, dass selbst im Flüsterbetrieb gefühlt ziemlich schnell. Die spannende Frage wird nun noch sein wie es sich am Ende in der Stromrechnung niederschlägt und eine regelmäßige Wartung ist ebenfalls notwendig (abseits der integrierten Reinigungsfunktion). Aber ganz ehrlich: Nicht vor dem Rechner zu zerfließen oder im Sommer nachts schlafen zu können (Lysanda mag keine offenen Fenster – und selbst das hilft ja mitunter nicht) ist uns die Mehrkosten von lt. Internet ca. 17ct pro Betriebsstunde mehr als wert.

Ich bin mir natürlich bewusst, dass ich das Thema “Umwelt” dabei komplett ausgeklammert habe. Und ja, eine Klimaanlage ist alles nur nicht umweltfreundlich. Da gibt es nichts schön zu reden. Ich kann nur als leicht abschwächende Argumente anführen, dass sie schon R32-Kältemittel verwendet und wir die Anlage nicht jeden Tag und ständig laufen lassen werden. Aber am Ende des Tages ist und bleibt es eine rein egoistische Anschaffung. Und wenn Mutter Natur uns um unseren erholsamen Schlaf bringt, dann darf sie sich nicht wundern, wenn wir Zurückschlagen!!!!!1111 :wink:

Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #36

Sommerzeit, Handwerkerzeit – zumindest 2021 in der Casa Lysanda. Vergangene Woche war der Dachdecker da, Ende Mai kommt der Elektriker, Anfang Juni die Klimaanlage und dann vermutlich im Juli der Maler/Verputzer. Und ja, wir sind damit dann vermutlich schon wieder etwas über den in der Einkommenssteuer absetzbaren Handwerkerkosten drüber. Muss da irgendwie besser aufpassen. Die Grenze von 6.000€ hat man irgendwie schneller voll als man denkt. Entsprechend werden wir unser Kellerklo dann wohl doch erst 2022 angehen. Wir werden es aber überleben so lange noch die Treppe hoch gehen zu müssen :wink: .

Resignation

So viel Raufasertapete…

Während der Termin der Klimaanlage schon seit Ende 2020 feststeht – so einen vorausschauenden Handwerker habe ich bislang noch nicht erlebt -, sind die restlichen Themen eher ungeplant in den letzten Wochen zusätzlich dazu gekommen. Warum? Nun, einige würden sagen, weil wir faule Säcke sind. Solche Leute haben wir allerdings nicht gern und halten uns von ihnen fern. Wir haben hingegen mittlerweile einfach eingesehen, dass wir es uns leisten können unsere Zeit lieber mit anderen Dingen zu verbringen, die uns mehr Freude bereiten. Speziell das Thema “Raufasertapete entfernen” steht weiterhin sehr weit unten auf meiner ToDo-Liste mit einem Spaß-Faktor von -100. Und selbst, wenn wir es selbst machen würden: Es würde einige Wochenenden dauern, wir wären dabei gestresst und frustriert und am Ende ist wäre es trotzdem nicht perfekt. Letzteres kann selbstverständlich auch mit einem Handwerker passieren. Aber dafür gibt es ja die Gewährleistung. Also haben wir uns entschieden den Kellerflur und den Öltankraum nun einfach machen zu lassen.

Den finalen Stein des Anstoßes für diese Entscheidung gab’ zum einen der mangelnde Fortschritt im Keller seit bald einem Jahr inkl. dem dazugehörigen Chaos, weil nichts richtig weggeräumt werden kann sowie die Erneuerung der Terrassenüberdachung. Da dort speziell für den Maler/Verputzer noch einmal ein bisschen was an Arbeit dazu gekommen ist, haben wir uns gedacht: Jetzt lohnt es sich wenigstens einen kommen zu lassen. Für den Elektriker haben sich seit 2016 ebenfalls ein paar Kleinigkeiten angesammelt (darunter das Stromkabel für besagte Klimaanlage). Ja, alles nichts was wir wie gesagt nicht irgendwie hinbekommen würden (abseits des Anschließens an den zentralen Stromverteiler). Aber am Ende des Tages haben wir mittlerweile mehr davon, wenn der Großteil schlicht und einfach mal erledigt ist statt es nur vor uns her zu schieben und sich ständig darüber zu ärgern. Das bedeutet ja auch nicht, dass wir gar nichts machen. Am Boden von Flur und Öltankraum muss schließlich ebenfalls was getan werden (z.B. Linoleumplatten auslegen). Das machen wir dann wieder selbst.

Ich muss allerdings erneut feststellen, wie paradox es eigentlich ist, dass ich die Notwendigkeit sehe unsere Entscheidung Handwerker anzustellen statt es selbst zu machen verteidigen zu müssen. Ich scheine in der Hinsicht echt total versaut worden zu sein von meinem Umfeld. Keine Ahnung ob das eine reine Neiddebatte ist (“Wie? Ihr könnt euch Handwerker leisten?! Unverantwortlich! Ihr habt gefälligst arm zu sein!”), eine fragwürdige “Früher haben wir das alles selbst hinbekommen!”-Einstellung oder ob die Marketing-Kampagnen der Baumärkte hier ganze Arbeit geleistet haben. Zumal in den “guten alten Zeiten” der Beruf des Handwerkers ja wesentlich angesehener war als heute. Wer hat die denn bezahlt, wenn angeblich keiner einen gebraucht hat?! Aber gut: Am Ende des Tages alles nur Gerede von anderen. Lasst euch entsprechend nichts von Freunden, Verwandten und Baumärkten einreden: Es ist weder verwerflich sich einen Handwerker/andere Art von haushaltsnaher Dienstleitung leisten zu können noch eine Firma ins Haus zu holen, wenn man am selbst Werkeln/der jeweiligen Arbeit einfach keinen Spaß hat.

Viel zu warm

Sieht jetzt aus wie gewollt mit dem Blech :).

Nun aber zurück zu unseren Handwerkern. Letzte Woche war also der Dachdecker da und hat die Seitenmauer schön gemacht und abgedichtet. Total unspektakuläre Sache. Er hat auf die Mauer ein Brett mit Dachpappe montiert, darauf ein Blech befestigt und am Ende die Ränder an Hausmauer und Terrassenüberdachung mit Silikon abgedichtet. Kein Hexenwerk und sie waren vermutlich länger mit dem Aufstellen des kleinen Gerüsts beschäftigt als mit der eigentlichen Arbeit. Aber es sieht super aus und – viel wichtiger – ist einwandfrei dicht. Jetzt regnet es nicht mehr in den ehemaligen Vogelkäfig rein. Gab’ passenderweise am gleichen Tag abends einen Wolkenbruch :smile: . Wenn der Verputzer dann alles auch noch innen schick gemacht hat, können wir endlich unser kleines Katzenparadies weiter updaten – wie ihr ja wisst gehört der Garten den Katzen, auch wenn Stubenhockerin Maya das nicht zu schätzen weiß. Als nächstes steht aber erstmal die Klimaanlage an.

Warum eine Klimaanlage? Weil es uns im Sommer zu warm ist. Speziell nachts im Schlafzimmer. Was für eine doofe Frage :smile: . Das grundlegende Problem ist aber natürlich ein anderes: Die Casa Lysanda ist so gut wie überhaupt nicht gedämmt. Entsprechend kalt ist es im Winter (bzw. die Heizung muss mehr arbeiten) und extrem warm im Sommer. Wir hatten 2016 zwar darüber nachgedacht zumindest eine Innensparrendämmung einzubauen. Aber als wir uns ein paar Angebote einholten waren tatsächlich alle Dachdecker unabhängig voneinander der ehrlichen Meinung, dass sich das nicht lohnen würde. Wir sollten lieber warten bis das ganze Dach fällig ist, was aber trotz seines Alters (fast 60 Jahre) noch einige Zeit dauern wird (Balken sind noch tiptop und es ist staubtrocken dort oben). Selbst von einer simplen Bodendämmung riet man uns ab.

Und eine Dämmung an der Außenfassade? Die Investitionssumme ist ebenfalls vergleichsweise hoch (ungeachtet irgendwelcher staatlicher Förderung) und soweit ich das ausrechnen konnte dauert es ebenfalls sehr lange bis sie sich amortisieren würde. Wir werden das zwar vielleicht mal angehen. Aber aktuell erschien es uns günstiger und sicherer (wie warm wird es trotz Dämmung im Sommer?) eine Klimaanlage anzuschaffen. Es ist zwar vermutlich nicht wirklich Klimafreundlich aber wenn mich das Klima nachts nicht schlafen lässt, dann hat es halt Pech gehabt :tongue: . Ziel ist es drei Räume runter zu kühlen (Wohn-, Arbeits- und Schlafzimmer). Entsprechend viele Wandgeräte werden montiert. Bin gespannt auf das Ergebnis und werde euch natürlich dann im Juni mit genaueren Details was und wie wir es verbauen haben lassen berichten.

Die (unbezahlbare) Konkurrenz

Im Sommer übersteigt der Kollektor locker länger die 150°C.

Die ultimative Lösung gegen die Sommerhitze (zusätzlich zur Dämmung) wäre übrigens eine Absorptionskältemaschine für unsere Solar-Thermieanlage. Diese Maschine nutzt die Energie aus der überschüssigen Wärme, die sich im Sommer in den Solarzellen auf dem Dach staut (und langfristig nicht gut für sie ist), um das Wasser im Kreislauf abzukühlen statt es aufzuheizen. Der Vorteil liegt klar auf der: Eure Heizkörper heizen dann nicht mehr, sondern kühlen und zwar das ganze Haus. Leider sind die Dinger scheinbar immer noch hauptsächlich nur für Industrie und Gewerbe ausgelegt. Entsprechend teuer (und vermutlich überdimensioniert) sind sie für Privatleute. Als ich vor ein paar Jahren mal bei einer Firma nachgefragt hatte antwortete der sichtlich überraschte Verkäufer (“Wie ein Einfamilienhaus?!) “die fangen bei 45.000€ an”. Mit der Zeit (und dem Klimawandel) wird sich das aber bestimmt auch mal ändern. Begeistert bin ich von dem System auf jeden Fall.

Es passiert also in den nächsten Wochen mal wieder einiges im Haus. Bin entsprechend gespannt wie das Ergebnis am Ende aussehen wird und vor allem, ob wir aus unseren letzten Fehlern gelernt haben. Wir haben zumindest bei den aktuellen Angebotserstellungen deutlicher hingehört, mehr Nachfragen gestellt und genauer auf das Niedergeschriebene geschaut. Aber egal wie es ausgeht: Ich werde euch selbstverständlich ausführlich berichten.

P.S: Die Käferplage hatte sich nach dem Aufräumen tatsächlich erledigt. Fand zwar danach noch ein paar Tage lang 2-3 Stück mittlerweile aber tote Hose. Entsprechend hatten die sich vermutlich nur irgendwo verkrochen während dem Säubern.

Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #35

So können die Katzen besser gaffen.

Sagen wir’s wie es ist: Auch wir machen Fehler. Nehmt ihr uns nicht ab, ich weiß. Aber es ist so :wink: . Obwohl wir ursprünglich gut verhandelt und den Preis ziemlich gedrückt bekommen haben, ist die neue Terrassenüberdachung doch teurer geworden als geplant. So hat der Austausch der Polycarbonat-Seitenteile gegen Verbundsicherheitsglas mit krassen 2.500€ zu Buche geschlagen. Fast die Hälfte was uns die gesamte Terrassenüberdachung gekostet hat. Ja, der größte Kostenpunkt davon ist das Material. Sicherheitsglas ist nicht billig. Aber die Demontage des Polycarbonats hat natürlich auch was gekostet und unser Rabatt, den wir für die gesamte Überdachung erhalten haben, wurde uns für die Aktion nicht erneut gewährt. Doch ungeachtet der Kosten: Der Tausch war definitiv eine gute Entscheidung. Wir wären anders nicht glücklich geworden. Es ist jetzt ein ganz anderes Gefühl dort draußen. Nicht mehr “Wir sitzen eingepfercht in einem Bunker”, sondern schön hell und die Katzen können wieder den Nachbarn zuschauen. Besagte Nachbarn finden zudem, dass es besonders edel aussieht.

Und jetzt kommen nochmal rund 1.000€ oben drauf zum fachgerechten Verschließen des Spalts zwischen Überdachung und Seitenmauer durch einen Dachdecker. Ich hab’s im letzten Eintrag zwar anders geschrieben aber nachdem ich mir ein paar Angebote eingeholt habe (u.a. ein doppelt so teures) hat sich meine Meinung geändert. Selbst, wenn die Überdachung am Ende aufgrund der Länge eine Sonderanfertigung geworden wäre: Ich kann mir nicht vorstellen, dass es uns viel teurer gekommen wäre. Schöner wäre es auf jeden Fall geworden. Also ich bin mir sicher, dass es am Ende auch so gut aussehen wird. Aber es wäre selbstverständlich schon cooler gewesen, wenn die Überdachung bündig mit der Außenmauer enden würde. Immerhin musste ich kein DN70 kaufen, um den Regenrinnenabfluss zu verlängern. Die Monteure haben mir netterweise einfach ein Stück kostenfrei draufgesteckt.

Was lernen wir also daraus? Nun, beim Beratungs-/Angebotsgespräch lieber zu zweit 10mal nachfragen und sicherstellen, dass das Produkt/die Dienstleistung die eigenen Wünsche erfüllt und der Berater richtig gemessen hat – und das alles schriftlich auf dem Angebot festhalten. Und wenn die Monteure kommen und ebenfalls noch einmal vor Beginn der Arbeiten darauf hinweisen, dass das aus ihrer Sicht vielleicht nicht so passt wie geplant, dann Rücksprache mit dem Chef halten. Aber gut: Etwas ärgerlich die ganze Sache aber es gibt Schlimmeres. Immerhin haben wir wie geplant das Sisal am Aluminium-Balken befestigt bekommen (am Anfang und Ende eine Schraube rein und auf jeder Seite des Balkens doppelseitiges Klebeband) und die Katzen können wieder kratzen und klettern. Maya findet es allerdings durchaus doof, dass sie jetzt nicht mehr ganz so hoch hinaus kommt.

Im Haus

Besagte Vorratskammer

Draußen warten wir also jetzt auf den Dachdecker, bevor es mit der Terrasse weitergeht. Drinnen haben wir uns hingegen ungeplant mit unserer Vorratskammer beschäftigt. Gut, der Frühjahrsputz hat ihr grundsätzlich nicht geschadet. Sie wurde vermutlich seit ihrer Inbetriebnahme nicht mehr ausgemistet und aufgeräumt. Entsprechend haben wir jetzt auch ein bisschen mehr Platz da drinnen. Das ausschlaggebende Ereignis ist allerdings eher unerfreulich: Ungeziefer. Und wenn ich etwas in meinem Haus nicht haben will, dann das. Natürlich lässt es sich nicht ganz vermeiden. Vermutlich beobachtet mich während ich hier sitze mindestens eine Spinne aus irgendeiner versteckten Ecke des Arbeitszimmers. Aber man muss ja nicht alles dulden. Deswegen haben wir von Anfang an überall Fliegengitter und diese letztes Jahr mit relativ viel Aufwand optimiert.

Vor allem, wenn es um Lebensmittel geht sehe ich rot. Ist vermutlich wieder so ein Kindheitstrauma. Erinnere mich an so einige Male in denen sich im Elternhaus im Vorratsschrank Lebensmittelmotten eingenistet hatten. Keine tolle Sache. Entsprechend erschrocken war ich, als ich letzte Woche unsere Kammer aufmachte und gefühlt überall an den weißen Wänden kleine, braune Käfer saßen. Ich hatte zwar bereits letztes Jahr vereinzelt ein paar Leichen gefunden, dachte mir aber noch nichts dabei. Eben, weil es nur Leichen waren und nur wenige. Heuer scheinen sie sich hingegen ausgebreitet zu haben. Nicht gut. Welche Art von Käfer es genau ist, wissen wir nicht. Es gibt da so viele Varianten, die es theoretisch sein könnten. Speckkäfer, Brotkäfer, Laminatkäfer, Nagekäfer – gefühlt gibt es für jedes Lebensmittel und jedes verbaute Material eine Käferart. Immerhin scheinen alle gemeinsam zu haben, dass sie grundsätzlich nicht schädlich sind (selbst die Lebensmittel könnte man theoretisch nach dem Erhitzen weiterverwenden, wenn man über sein Ekelgefühl hinwegkommt) und nur im Kindheitsstatus überhaupt fressen. Sobald sie erwachsen sind, paaren sie sich nur noch und sterben dann relativ schnell weg.

Also Staubsauger geholt und zusammen mit Lysanda die Kammer auf Links gedreht. Lebensmittel in Plastikverpackungen umgefüllt in geschlossene Joghurtbecher, die Käfer aufgesaugt (am Ende den Staubsaugerbeutel in der Mülltonne entsorgt) und alles abgewischt. Am Ende haben wir nur einen angefangenen Beutel mit Löwenzahntee gefunden, der den Anschein hatte mit Leben gefüllt zu sein. Den haben wir logischerweise entsorgt. Bei anderen Verpackungen hatten die Tiere zwar versucht reinzukommen, sind aber am Verschluss gescheitert. Ob das Thema damit nun tatsächlich erledigt ist, wissen wir allerdings noch nicht. Denn es tauchen immer noch vereinzelt ein paar lebende Exemplare an den Wänden auf. Entweder die hatten sich gut versteckt und sind wirklich nur die letzten Überlebenden oder es gibt doch noch eine Quelle. Eine Vermutung ist beispielsweise, dass sie durch das Fenster kommen. Aber ich hätte erwartet, dass ich da dann auch an der Wand oder im Fensterrahmen welche sehe. Müssen wir weiter beobachten und haben dafür sogar extra die Kamera vom Futterplatz in die Kammer gepackt, um eine mögliche Quelle ausfindig zu machen. Mal schauen und das Beste hoffen. Wie gesagt: Ungeziefer und Lebensmittel sind zwei Sachen, die ich absolut nicht ab kann :smile: .

Das Innere der Heizung

Ein Jahr Gas

Immerhin eine erfreuliche Nachricht gab es in den letzten Wochen: Die Gasheizung ist mittlerweile ein Jahr in Betrieb und es kam die erste Abrechnung (sowie der erste Anbieterwechsel – wer nicht jährlich wechselt wird von den Versorgern echt nur verarscht). Und siehe da: Wir haben tatsächlich eine gute Schippe weniger Erdgas verbraucht als ich dachte. Nur knapp 25.000kWh (2.700m³) im Vergleich zu den von mir ursprünglich angesetzten 32.000kWh, die Google für ein Einfamilienhaus mit unserem Baujahr ausgespuckt hatte. Die Webseite hat sich sogar beschwert von wegen “unplausibler Zählerstand”. Aber da merkt man dann doch, dass die Solaranlage auf dem Dach was bringt. Bis Oktober hatten wir nur 450m³ verbraucht. Erst im Winter, als die Sonne weg war, ging der Verbrauch nach oben.

Natürlich ist da noch wesentlich mehr rauszuholen. Man merkt gerade dadurch, dass wir trotz großer Solaranlage in den Wintermonaten so viel verbrennen, dass unsere Hütte nicht anständig gedämmt ist. Für einen Neubau rechnet man beispielsweise heutzutage mit gerade mal mit einem Verbrauch von 16.000kWh. Aber ein Schritt nach dem anderen :smile: . Immerhin sind unsere Heizkosten wie erhofft niedriger als mit Heizöl – inkl. einer geringeren Umweltbelastung. Ach und es ist definitiv leiser im Keller. Den Ölbrenner hat mehr Krach gemacht als der neue Gasbrenner. Woher ich das so genau weiß? Weil meine Nasenschleimhaut seit der Operation wieder nachgewachsen ist und ich entsprechend von Lysanda aufgrund meiner extrem zugenommenen Schnarchlautstärke ins Freizeitzimmer ausquartiert wurde. Keine Angst: Ich wurde wirklich nur wegen dem Schnarchen aus dem Schlafzimmer verbannt. Wir haben uns trotzdem immer noch lieb…glaube ich zumindest!? *verfällt in leichte Panik* Ich glaub‘ ich geh‘ mal schnell ein paar Blumen und Pralinen kaufen.

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