Sicarius

Eine aufregende Woche

Vergangenen Montag klingelte es um 11 Uhr plötzlich an der Haustür und wen sahen unsere überraschten Augen? Den Maler. Er hatte gerade Zeit und bei den anderen Baustellen war niemand Zuhause, also hat er es bei uns probiert. Sehr schön, denn pünktlich zum Feierabend war er dann endlich fertig mit allem was er bei uns tun sollte. Nach rund vier Wochen verteilt auf ca. zwei Monate ist seine Arbeit sowohl im Keller aus auch auf der Terrasse erledigt und die Fackel wieder in unserer Hand.

Die Außenarbeiten

Sieht doch echt schick aus, oder?

Über seine Tätigkeiten im Keller hatte ich euch bereits Bericht erstattet. Damals fehlte nur noch der Estrich für den Türrahmen. Den hat er dann zusammen mit dem Stück draußen gemacht. Aber ich greife schon wieder vor. Also: Der Putz auf der einen Außenwand der Terrasse war über die Jahre brüchig geworden, weil von oben ungehindert das Wasser herabtropfte (wegen der alten Überdachung). Es hatte sich dadurch Salpeter angesiedelt, der bekanntlich eher destruktiv arbeitet. Dank der neuen Überdachung ist das Thema nun zum Glück Geschichte. Es fließt kein Wasser mehr drüber und die Wand ist im Sommer letztes Jahr gut durchgetrocknet. Aufgabe Nr. 1 für den Handweker war also diese Wand neu zu verputzen und zu streichen.

Auf der Terrasse selbst war der Teil über dem sich die alte Überdachung befand in einer anderen Farbe gestrichen. Außerdem sah man ganz genau, wo die Holzbalken früher befestigt waren. Also auch hier: Löcher flicken und neue Farbe drauf. Gleichzeitig war da noch der alte, gemauerte Vogelkäfig auf der anderen Seite. Mittlerweile ohne Dach aber noch mit beschädigtem Stolpersockel und einem Stück Mauer an der Seite. Dort wo vorher das Dach an der Wand befestigt war, klaffte hingegen ein dicker Riss im Putz. Ursprünglich war unser Plan den alten, dick draufgeklatschten Putz im gesamten Vogelkäfig zu entfernen und anschließend neu zu verputzen und zu streichen.

Radikalmaßnahme

Unser Handwerker machte uns einen anderen Vorschlag für den Vogelkäfig: Ihn endlich komplett zu entfernen. Sprich Sockel und überstehende Mauer wegreißen, den Terrassenboden mit Hilfe von einer dicken Schicht Estrich angleichen (der Boden des Vogelkäfigs war niedriger als der geflieste Teil), nur die losen Anteile des alten Putzes wegnehmen und anschließend neu verputzen und streichen. Kam mir gar nicht in den Sinn diese Option aber schon als ein paar Stunden später Sockel und Mauer Geschichte waren, war ich begeistert. Endlich keine Stolperfalle mehr und gleichzeitig mehr Licht und Aussicht in unserer zukünftigen Katzenecke. Immer gut, wenn Handwerker mitdenken!

Sein Auge für Farbe muss ich an dieser Stelle ebenfalls loben. Der Rest des Hauses ist ja logischerweise schon gestrichen. Wir wussten aber nicht mit was. Mit Hilfe seines Farbkatalogs hat er sich dann für Mais 18 (was es alles gibt…) entschieden. Und was soll ich sagen: Treffer und versenkt. Man sieht absolut keinen Unterschied. Also außer, dass die alten Wände etwas dreckiger sind.

Ich bin also nicht nur unterm, sondern auch über dem Strich absolut zufrieden mit dem Ergebnis. Hat uns zwar wieder einen hohen, vierstelligen Betrag (Rechnung steht noch aus) sowie einige Liter Kaffee gekostet (was Handwerker wegsaufen können…). Aber so gut und vor allem in so kurzer Zeit hätten wir das nie im Leben hinbekommen. Perfekt! Bevor ihr uns aber ganz als faule Säcke bezeichnet: Wir haben trotzdem noch einiges an Arbeit vor uns. Aber dazu dann in einem anderen Eintrag mehr.

Fluchtkatzen

Die Arbeiten im Garten hatten allerdings zwei Nachteile: Zum einen konnten wir die Katzen nicht rauslassen und zum anderen mussten wir unser Katzenprovisorium verändern. Das mit dem Rauslassen hat zum Glück ganz gut funktioniert. Balu hat uns nur am ersten Tag mal in die Küche gekackt. Anschließend haben wir 1-2mal am Vormittag begleitetes Rausgehen veranstaltet und ein Katzenklo ins Wohnzimmer gepackt. Ab 15:30 (Feierabend für die Handwerker) konnten sie dann erstmal wieder ungehindert in den Garten.

Die Ecke am Vogelkäfig war hingegen eine echte Herausforderung. Während das alte Provisorium (ein Karton und ein Stück Plexiglas) über ein Jahr erfolgreich die Katzen im Garten gehalten hat, war Pichu quasi sofort draußen als wir aufgrund des Handwerkers anfingen etwas daran zu verändern. Als dann die Mauer weg war, ist sogar Maya mal auf eine Spritztour gegangen. Sie robbte die Wandreste hoch und sprang über das 2mm dicke Plexiglas am Zaun auf die Terrassenüberdachung. Natürlich abends gegen 21 Uhr. Mussten zwei Nachbarn wuschig machen… Am Ende ist sie aber von alleine wieder aufs Garagendach zurückgelaufen und Lysanda konnte sie todesmutig herunterholen (ich war noch beim Nachbarn).

Status: Geschlossen

Das Ende vom Lied: Wir gaben das mit dem Provisorium auf und haben, obwohl der Maler noch nicht fertig war, die finale Sperre installiert. Die musste ich dann zwar jedes Mal wieder abbauen, damit er weiterarbeiten konnte. Aber seitdem war und ist Schicht im Schacht. Und ja: Wir sind guter Dinge, dass der Garten jetzt wirklich vollständig Katzenausbruchssicher ist! Also höchstwahrscheinlich. So 99,9%. Zumindest für die aktuelle Katzenbande. Keine Ahnung. Pichu und Maya sind echt einfallsreich. Nie wieder Siam-Mixe :wink: !

“Wasser marsch!” – In zweierlei Hinsicht

Der Maler war jedoch nicht der einzige Handwerker, den wir vergangene Woche im Haus hatten. Ich musste nämlich am Dienstag feststellen, dass sich im Heizungskeller eine sehr große Pfütze gebildet hatte. Kein gutes Zeichen. Zumal die Pfütze auch noch größer wurde. Nein, es war leider nicht die Waschmaschine, die schon wieder undicht geworden ist. Das Wasser kam aus der Solarheizung. Mir fiel relativ schnell auf, dass über einer der Umlaufpumpen ein Stück Rohr extrem oxidiert war und von dort das Wasser runtertropfte. Vermutlich schon längere Zeit (wegen dem Oxidationsgrad) aber mittlerweile mit einem wesentlich höheren Tempo. Die Vorstellung, dass es irgendwann *PENG* macht und sich der gesamte Inhalt des Puffers im Keller ausbreitet gefiel mir logischerweise nicht so wirklich.

Nachmittags kam dann zum Glück der Heizungsbauer vorbei nachdem ich nochmal flehend auf den Anrufbeantworter gesprochen hatte (er wollte mich erst donnerstags einplanen). Als Fehlerquelle stellte sich die Dichtung eines Verschlusses heraus, die offensichtlich ihren Geist aufgegeben hatte. Dabei dürfte sie noch keine 10 Jahre alt gewesen sein. Also fix den Übeltäter ausgetauscht und seitdem ist alles wieder dicht und trocken. Panikmodus (vorerst) wieder beendet! Einer der Nachteile Eigentum zu besitzen. Es kann immer irgendwo was sein, was man mitunter nicht rechtzeitig genug mitbekommt. Beispielsweise eine Maya, die leider wieder auf die Couch gepieselt hatte.

Der Moment des Unglücks festgehalten für die Ewigkeit.

Als ich am nächsten Tag abends auf der Couch saß und eine Runde New Pokémon Snap spielte, kam mir plötzlich beim Verschieben eines Kissens der eklige Geruch entgegen. Ein Blick in die Kamera (ja, wir überwachen mittlerweile sogar unser Wohnzimmer) offenbarte, dass sie Tags zuvor aus Verzweiflung ihr Geschäft dort verrichtet hatte. Und zwar standen die Heizungsbauer einfach vor der Tür und wir mussten entsprechend zügig die Katzen wegräumen. Leider hatte uns Maya nicht deutlich genug mitgeteilt, dass sie eigentlich dringend auf die Toilette müsste. Wir dachten, sie wollte einfach nur in den Keller zum Gaffen. Also haben wir sie ins Wohnzimmer gepackt. Da kreiselte sie dann mehrere Minuten und überlegte stark, was sie tun könnte und ob wir wieder kommen würden, um die Tür zu öffnen. Sie war sich also der misslichen Lage durchaus bewusst und empfand die Idee auf die Couch machen zu müssen als nicht wirklich prickelnd. Aber am Ende dauerte es zu lange und sie pinkelte notgedrungen zwischen zwei Kissen. Natürlich könnte man sich fragen, warum sie nicht auf das Katzenklo auf der Terrasse gegangen ist. Das war ihr schließlich durch die Katzenklappe zugänglich. Aber der Teil des Gehirns ist scheinbar immer noch von der Angst vor Jules und seinen Popo-Hauern überdeckt.

Glücklicherweise haben die Kissen den Großteil der Flüssigkeit aufgesagt. Die Couch hat entsprechend vergleichsweise wenig abbekommen. Eine gute Schippe Biodor* drauf, zwei Tage einwirken gelassen und dann mit dem Waschsauger drüber. Alles wieder gut. Die Kissen hingegen ebenfalls in Biodor eingelegt und dann in die Waschmaschine. Mein Handy stank übrigens ebenfalls nach Katzenurin, da ich es längere Zeit auf eins der Kissen gelegt hatte. Zum Glück nutze ich eine Hülle. Entsprechend auch hier: Einige Stunden in Biodor versenkt, abgewaschen und wieder gut.

Aktion: Aufräumen

Zu guter Letzt konnten wir auch das Thema “Aufräumen” vergangene Woche wieder ein Stück vorantreiben. Lysanda hatte im Globus Baumarkt eine Lösung für unsere Küchenablage entdeckt. Und zwar die Systemmix-Schubladen-Boxen von Rotho*. Mit knapp 135€ nicht gerade die günstigste Ausgabe für sieben Boxen (1x Mono L, 3x Duo M, 1x Mono M, 2x Mono und 1x Tower). Aber wie heißt es so schön in der Werbung? Nach so vielen Jahren endlich mal diese hässliche Ecke anständig aufgeräumt = unbezahlbar. Und aufgeräumt ist sie jetzt offensichtlich. Bitte? Nein, ich dulde keine Widerworte! Also Ruhe da hinten!

Als nächstes müssen wir aber nun erstmal unseren Teil der Arbeit im Keller erledigen (= Boden versiegeln, Regale aufbauen, etc.), bevor es weiter geht mit dem Sauber machen. Dadurch entsteht dann hoffentlich wieder einiges an Stauraum, in dem wir ordentlich (und vermutlich erneut mit Hilfe von verschiedensten Boxenarten) unsere Sachen unterbringen können. Denn ja: Der Keller sieht mittlerweile ebenfalls aus wie Sau, weil ich nichts anständig wegräumen konnte bzw. aufgrund des Handwerkers alles in zwei Räume packen musste. Es bleibt also weiter spannend das Jahr 2022 :smile: .

Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #40

Krass. Es ist tatsächlich schon ein dreiviertel Jahr seit dem letzten “Tagebuch-Eintrag” vergangen. Gab aber tatsächlich nichts zu berichten. Wir haben am Haus in der Zeit schließlich nichts gemacht und Handwerker kamen bislang nur der Schornsteinfeger zur jährlichen Prüfung sowie der Heizungsinstallateur zur regelmäßigen Wartung vorbei.

Das “Vorher”-Bild erspare ich euch…

Stattdessen steht bei uns 2022 ganz im Zeichen von “Aufräumen”. Sprich wir widmen uns endlich mal den “Chaos”-Ecken, die sich in den letzten sechs Jahren irgendwie angesammelt haben. Häufchen von Krimskrams, die irgendwie keinen rechten Platz gefunden haben bislang. Beispielsweise eine Kommode im Schlafzimmer auf der sich Klamotten stapelten. Der Garderobenschrank in dem man nichts mehr fand. Oder Lysandas Bastelzimmer/Katzennachtschlafplatz in dem faktisch die ganze Zeit einfach nur alles Kreuz und Quer herumlag. Sowas halt. Sind freilich noch lange nicht fertig damit aber es geht spürbar voran.

Aber auch beim Thema “Renovierungsarbeiten” passiert seit zwei Wochen wieder einiges, denn wir haben tatsächlich einen Handwerker im Haus. Ja, wir wohnen seit mittlerweile sechs Jahren in der Hütte und sind trotzdem noch nicht fertig, ich weiß. Aber Hausbesitzer werden mir zustimmen, dass das ganz normal ist. Faktisch wird man nie fertig :smile: .

Die zwei Schwerpunkte

Es ist tatsächlich schon wieder zwei Jahre her, seit wir unsere große Tiefbaumaßnahme hatten, die Gasheizung installiert und anschließend der alte Öltank abgebaut wurde. Seitdem wartete der alte Öltankraum auf seine Renovierung, um ihn zukünftig als kleines Bad sowie Lagerfläche zu nutzen. Und auch der Kellerflur war immer noch im alten Zustand mit den großen Löchern in den Wänden von den alten Abwasserrohren und der zerstörten Eingangstür zum Öltankraum – abseits von ein paar Stellen, wo ich die Raufasertapeten runtergemacht habe. Entsprechend chaotisch war (und ist noch) die Lagersituation in den anderen Kellerräumen. Konnte ja schließlich nicht so richtig auf seinen finalen Platz, da wir noch nicht wussten wo er sein wird.

Etwas mehr ein Jahr her ist hingegen die Erneuerung unserer Terrassenüberdachung. Doch auch hier gibt es noch Arbeiten zu erledigen, bevor wir die Terrasse als “fertig” bezeichnen können. Schließlich haben wir nicht umsonst das Pichu-Provisorium installiert, statt die Stelle gleich richtig zu schließen. Ein Teil der Wände muss gestrichen und der alte Vogelkäfig mal komplett überarbeitet werden.

Und genau das alles macht nun ein Handwerker für uns, weil wir ehrlich gesagt keinen Bock dazu hatten. Der hat für die restlichen Raufasertapete drei Stunden gebraucht. Für den Quadratmeter vorher habe ich mehrere Tage gekämpft (und die Wand dabei beschädigt). Da gebe ich gerne ein paar Euro für aus.

Kommunikationsprobleme

Ursprünglich hatten wir gehofft bereits letztes Jahr einen Maler/Verputzer zu bekommen. Schon als im Mai der Dachdecker die Mauer geflickt hatte, habe ich mir Angebote eingeholt und sogar eine Zusage erteilt. Leider habe ich den wohl unzuverlässigsten Handwerker im gesamten Handwerk erwischt. Das Angebot kam noch ziemlich schnell rein aber ab dann war völlige Funkstille. Auf meine E-Mails kamen überhaupt keine Reaktionen, bei Anrufen wurde man nur mit diversen Begründungen und zukünftigen Rückrufen vertröstet. Im Dezember – zugegeben schon viel zu spät, aber wir hatten es ja nicht ganz so eilig – habe ich dann die Reißleine gezogen und ihm Formal abgesagt (hat er ebenfalls nie drauf geantwortet). Stattdessen nochmal eine Runde Angebote eingeholt, einem anderen zugesagt und siehe da: Teureres Angebot aber immerhin wesentlich kommunikativer und seit mittlerweile acht Tagen tatsächlich im Haus.

In der Zeit hat er sich ausschließlich mit dem Keller beschäftigt, wird damit aber heute fertig (der Putz war an der ein oder anderen Stelle letzte Woche noch nicht trocken) und wechselt dann nach draußen. Die ToDos im Keller waren:

  • Die restliche Tapete entfernen.
  • Die alten Füllrohre für den Öltank entfernen.
  • Alle Löcher im Öltankraum und Flur verschließen.
  • Die herausgeschlagene Öffnung zum Öltankraum zu einem anständigen Türrahmen formen.
  • Den alten Wasserschaden unten an den Wänden im Treppenflur verputzen.
  • Im Treppenflur die Wände mit körnigem Putz streichen (wie im restlichen Treppenhaus).
  • Öltankraum und Kellerflur Wände und Decke weiß streichen.

Plus natürlich alles, was für diese Ziele dazu gehört. Im Öltankraum musste er beispielsweise vorher noch die flüssigkeitsabweisende Spezialfarbe mit Haftgrund überstreichen. Keller- und Treppenflur hingegen eine dünne Schicht Putz drüberziehen, um alle Unebenheiten auszugleichen. Außerdem den ein oder anderen Riss mit Gewebeband entlasten. Hört sich auf dem Papier alles nach nicht viel an aber gefaulenzt hat er definitiv nicht. War von 07:30 bis 15:30 (abzüglich Mittagspause) durchgängig beschäftigt und es gab jeden Tag Fortschritte zu sehen.

Ein schöner Keller

Mit dem Ergebnis bin ich auch absolut zufrieden. Im Prinzip hatte er aus meiner Sicht schon sein Geld verdient, als am ersten Tag mittags die Tapeten runter waren :smile: . Was er jetzt in acht Tagen hinbekommen hat, hätte uns Monate gekostet und würde nicht so gut aussehen. Das bedeutet allerdings nicht, dass wir gar nichts mehr zu tun hätten. Aufmerksame Leser werden nämlich festgestellt haben, dass ich eine Fläche der Räume noch nicht erwähnt habe: Den Boden.

Wände sind super, Boden noch nicht

Den machen wir selbst, da wir ihn wie im Werk- und Waschraum einfach nur mit Metaacryl-Fußbodenfarbe streichen möchten und das kriegen wir tatsächlich ganz gut selbst hin :smile: . Wir sehen einfach keinen Sinn darin Fliesen oder irgendeinen anderen Boden da unten zu verlegen. Es ist schließlich am Ende des Tages nur ein Keller. Entsprechend soll es einfach nur halbwegs gut aussehen und widerstandsfähig sein. Und mit der Farbe haben wir in den vier Jahren (ja, solange ist es schon her) bislang keine negativen Erfahrungen gemacht. Hält und lässt sich halbwegs gut saubermachen.

Ausblick

Den Rest der Woche wird der Handwerker dann draußen verbringen. Zumindest ist meine Hoffnung, dass er dafür nicht viel länger braucht. Ist schließlich eine logistische Herausforderung mit unseren Katzen im Allgemeinen und mit unserem Ausbrecherkönig im speziellen. Im Keller war das ja noch relativ simpel. Einfach alle im Wohnzimmer eingesperrt bzw. begleitete Überführung ins Arbeitszimmer und alles super. Aber Balu benutzt Katzenklos nicht gerne und kackt stattdessen in die Dusche und Pichu darf logischerweise keine Chance haben zur Flucht. Da er allerdings mit Katzenklos kein Problem hat, werden wir ihn vermutlich schlicht für die nächsten Tage zur Hauskatze deklarieren. Mit Balu machen wir hingegen begleitetes “aufs Klo gehen”.

Und sobald der Handwerker fertig ist, wird sofort das Pichu-Provisorium durch die finale Lösung (selbstverständlich aus Plexiglas) ersetzt. Aber dazu dann in einem kommenden Eintrag mehr.

 

Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #39

Ja, wir warten immer noch auf den Maler. Aber Handwerker haben aktuell halt extrem viel zu tun irgendwie trotz der gestiegenen Rohstoffpreise. Zum Glück ist es bei uns nicht so dringend. Er kommt irgendwann und bis dahin kommen wir auch so zurecht :smile: . In der Zwischenzeit bin ich seit langem mal wieder mit dem Kärcher über die Terrasse gegangen. Dort wo es bislang immer draufgeregnet hat, war es nach all der Zeit logischerweise wieder ziemlich dreckig geworden. Wird hoffentlich jetzt besser. Ist ja kein Teil der Terrasse mehr ohne Dach. Fließt also nur noch Wasser beim Blumen gießen drüber. Entsprechend haben wir es uns erneut gespart die Versiegelung zu erneuern – obwohl seit 2016 die Flasche im Keller steht. Wir sind schon irgendwie faul… :wink: .

Das neue Blech

Außerdem hatten wir noch eine potentielle Lücke in unserem Katzenzaun gefunden. Wurde zwar von Pichu noch nicht ausgenutzt aber wir wollten es auch nicht länger drauf ankommen lassen. Und zwar war zwischen Terrassenüberdachung und Zaun noch ein Spalt. Durch den kommt zwar kein Katzenkopf aber besagte Katze hätte auf den Zaunpfahl springen und von dort aus dann stiften gehen können. Die Lösung für das Problem war dieses Mal allerdings kein Plexiglas. Ja, ich weiß: Totaler Frefel. Stattdessen haben wir uns ein dünnes Stück Blech in der Farbe der Überdachung geholt – dieses Mal bei Blechprofi24 – und es mit zwei Schrauben am Pfosten der Überdachung befestigt. Wenig Aufwand, wenig Kosten und wieder ein Stück mehr Sicherheit, dass uns niemand stiften geht. Bleibt noch das Provisorium auf der anderen Seite. Aber dazu brauchen wir erst den Maler…

Fliegengitter, die Zweite

Unerwartet komplizierter war der Umbau des Spannrahmens für das Fenster. Zur Erinnerung: Vor rund einem Monat haben wir die Fliegengittertür an der Terrasse umgebaut und mit einer richtigen Katzenklappe versehen. Hab‘ das Ergebnis übrigens auch mal an Windhager geschickt. Sie wollten es an die Produktentwicklung weiterleiten. Wer weiß: Vielleicht kommt ja irgendwann was Offizielles raus. Bei uns im Haus hingegen wurde diese bauliche Veränderung von unseren Vierbeinern sehr positiv aufgenommen. Wir haben seitdem nur noch zusätzlich einen Klebepuffer zwischen Klappe und Terassentür angebracht. Speziell Lyssi klopft mit sehr viel Kraft an, um wieder reingelassen zu werden. Da hatten wir dann doch etwas Angst um das Glas.

Der fertig umgebaute Spannrahmen

Nun haben wir auch den Spannrahmen am Terrassenfenster entsprechend umgebaut. Die grundsätzliche Idee ist identisch: Zwei Bleche, welche in den Falz des Spannrahmens passen. Daran die Katzenklappe montiert und darüber ein Mittelsprossenprofil installiert, um das Fliegengitter wieder anbringen zu können. Die erste Schwierigkeit sind die Einhängefedern. Diese verhindern, dass ihr das Blech in den Falz stecken könnt. Eine Variante: In den Blechen entsprechend links und rechts so viel wegschneiden, dass die Einhängefedern nicht mehr stören. Noch einfacher: Ins Blech neue Löcher für die Schrauben der Einhängefedern bohren. Dann kann man das Blech in den Falz stecken und anschließend die Einhängefedern darauf montieren. Sieht wesentlich besser aus und hält weiterhin bombenfest – selbst, wenn ihr wie ich bei einer Schraube den Kopf abdreht.

Unbekannte Hürden

Dass wir uns mit den Einhängefedern beschäftigen müssen, war uns schon im Vorfeld klar. Als wir dann aber das Blech mit der Katzenklappe in den Falz stecken wollten kam die erste “böse” Überraschung: Die Muttern an den Schrauben der Katzenklappe verhinderten, dass sich das Blech komplett reinstecken ließ. Das Profil unten war im Weg. Das Problem hatten wir bei der Spannrahmentür interessanterweise nicht. Dort ist aber auch ein weiteres Mittelsprossenprofil verbaut. Die Katzenklappe stößt dort nicht direkt an den eigentlichen Rahmen.

Die Lösung für dieses Problem war relativ zügig gefunden – solltet ihr aber unter keinen Umständen nachmachen! Warum sage ich gleich. Wir haben einfach in den Rahmen Einkerbungen reingemacht (Seitenschneider reicht), damit die Muttern dahinter versenkt werden können. Hat auch wunderbar funktioniert bis wir auf den zweiten ungeplanten Knackpunkt gestoßen sind: Der Spannrahmen passte nicht mehr ins Fenster. Der untere Teil der Katzenklappe war zu niedrig und stieß entsprechend an den Fensterrahmen. Die Einkerbungen zu machen war also völlig überflüssig. Auf der Höhe konnte die Klappe eh nicht bleiben.

An diesem Problem haben wir dann etwas länger geknabbert. Von “neues Blech” über “noch ein Mittelsprossenprofil” bis hin zu “Fensterrahmen einschneiden” war alles Mögliche an Überlegungen dabei. Am Ende war die Lösung jedoch wesentlich einfacher und weniger destruktiv: Da nur ca. 1-2cm fehlten haben wir einfach die Katzenklappe auf dem Blech etwas höher gesetzt. Ich musste dazu nicht einmal durch das komplette Mittelsprossenprofil bohren, um die Muttern befestigen zu können. Die Schrauben halten auch so im Blech. Krise erfolgreich abgewendet. Schaden: Vier unnötige Löcher (die aber innen von der Katzenklappe verdeckt werden), ein leicht beschädigter Spannrahmen und mehr Zeitaufwand als ursprünglich gedacht. Hätte schlimmer kommen können. Dafür haben wir jetzt erfolgreich beide Windhager-Katzenklappe durch unsere DIY-Lösung ersetzt – wie gesagt sehr zur Freude unserer Vierbeiner.

Kleinvieh

Was gibt es sonst noch so zu berichten? Also außer, dass wir die Klimaanlage weiterhin super finden? Ich übrigens etwas mehr als Lysanda (sie friert früher). Nun, wir haben für die Küche einen neuen Brausekopf gebraucht. Der alte hat plötzlich einen Riss an der Seite bekommen aus dem es dann logischerweise fleißig rausspritze. Zum Glück sind die Dinger standardisiert. Es reichte ein Besuch im lokalen Baumarkt und die Abgabe von 25€ für einen brauchbaren Ersatz. Nichts worüber es sich zu berichten lohnt also.

Die aussortierten Filme

Das beträfe unter Umständen auch die zweite Kleinigkeit. Aber wir reden hier ja schließlich von mir, dem Sammler vor dem Herrn. Es war mal wieder dringend an der Zeit mein Filme-Regal aufzuräumen. Die Neuanschaffungen stapelten sich schon in allen Zwischenräumen. Aber anders als früher habe ich diese nicht einfach nur eingeräumt, nein ich habe tatsächlich erstmals in der zwanzigjährigen Geschichte meiner umfangreichen Sammlung gleichzeitig auch aussortiert. Der Webmaster trennt sich von Teilen seiner Medienbibliothek. Unfassbar, ich weiß. Aber selbst ich muss langsam aber sicher einsehen: Selbst, wenn ich die Zeit dazu hätte, würde ich bestimmte Filme nie wieder anschauen. Beispielsweise SAW oder Der Club der toten Dichter, den ich schon viel zu oft sehen musste (Schule und so). Über 80 Filme habe ich am Ende aussortiert. Darunter einige meiner ältesten Anschaffungen. Klingt bei einer Sammlung von über 1.000 Stück erstmal nach nicht viel aber hey: Es ist schon mehr als ich bislang bereit war abzugeben :smile: . Und es war genug, um am Ende eine Nullsumme zu bekommen. Sprich ich hab‘ für die Sachen, die ich eingeräumt habe, nicht mehr Regalplatz gebraucht! Zukünftig werde ich direkt nach dem Anschauen entscheiden ob ich den Film/Serie tatsächlich gut genug fürs Regal finde oder gleich aussortiere.

Die betroffenen DVDs und Blu-rays landen übrigens (erstmal) nicht bei reBuy oder momox. Stattdessen werden wir sie erstmal für einen guten Zweck in einer der Tierschutzauktionen-Gruppen wie diese auf Facebook anbieten. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass ihr vielleicht was davon haben wollt könnt ihr mich aber auch mal direkt anschreiben und ich gebe euch die Liste.

Autosorgen

Eine Sache, die uns schon etwas länger beschäftigt ist hingegen die Klimaanlage in Lysandas Chevrolet Spark. Gut, dass “länger” liegt schlicht daran, dass wir es aktuell weiterhin nicht so oft bewegen und Probleme entsprechend nicht bemerken. Die Kühlflüssigkeit geht nämlich flöten. Zuerst war ich vor gut einem Jahr mal bei einem Klimaanlagencheck. Den hatte das Auto in seiner 10jährigen Geschichte noch nie entsprechend konnte es ja mal sein, dass die tatsächlich von sich aus stark abgenommen hat. Aber Anfang dieses Jahrs mussten wir feststellen, dass sie schon wieder nicht geht. Also dieses Mal in eine Opel-Werkstatt (gibt es in Groß-Gerau ja einige) und siehe da: Der Klimakondensator hatte ein Leck. Keine ganz so billige Sache (~500€) aber da wir die Karre doch noch ein paar Jahre fahren wollen (kam wieder problemlos durch den TÜV) haben wir die Investition getätigt.

300€ für ein Stück Rohr…

Leider hielt die Freude über die nun wieder kühle Luft nicht lange an. Ich musste vor kurzem nämlich erneut feststellen, dass nichts Kaltes mehr aus der Lüftung kommt. Also wieder zurück in besagte Opel-Werkstatt und siehe da: Noch ein Leck gefunden. Dieses Mal am Kühlmittelrohr. Super. Warum haben sie das nicht beim ersten Besuch schon entdeckt? Egal. Werkstatt hat sich entschuldigt aber das größere Problem war, dass sie nicht alle Ersatzteile beschaffen konnten. Chevrolet hat sich bekanntlich schon vor längerer Zeit vom deutschen Markt entfernt, Opel (als deutscher Vertreter von Chevrolet) hat das Geschäft ebenfalls eingestellt und hergestellt wird er in Südkorea auch nicht mehr. Der Monteur hat mich dann mit den Teilekennzeichen losgeschickt in der Hoffnung, dass ich z.B. auf eBay oder so noch was finde. Geklappt hat es am Ende bei der genuine parts GmbH, die sowohl das Rohr als auch die dazugehörigen Dichtungsringe noch liefern konnte. Kostenpunkt? Nochmal fast 300€ allein für das Rohr *puh*. Aber gut: Im Auto schwitzen ist extrem doof und die kühle Luft entsprechend (fast) jeden Cent wert. Ich hoffe jedoch inständig, dass damit nun wirklich das Thema erledigt ist und nicht in vier Wochen dann das nächste Leck auftaucht…

Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #38

Eine der Wandeinheiten ohne Deckel

Die Installation der Klimaanlage hätte zeitlich nicht besser passen können. Kaum fertig, schon gingen die Temperaturen hoch. Was in der Vergangenheit beim Arbeiten im Arbeitszimmer nervig aber im Schlafzimmer buchstäblich schlafraubend war, ist jetzt endlich kein Problem mehr *yay*. Ja, diese teure Anschaffung war schon jetzt jeden Cent wert und wir wollen darauf absolut nicht mehr verzichten. Bitte? Denkt ihr nicht an die Umwelt? Doch natürlich. Aber wie geschrieben: Nicht, wenn sie mich nicht schlafen lässt :tongue: .

Lustigerweise haben so einige Arbeitskollegen ebenfalls in letzter Zeit eine Klimaanlage bekommen. Sehr verdächtig. Hat das warme Wetter vielleicht doch nichts mit dem Sommer zu tun? Ist das alles nur eine Verschwörung der Klimaanlagenproduzenten, die uns ihre Klimaanlagen andrehen wollen und deshalb die Erd-Temperaturen höher drehen?! Zieht im Hintergrund etwa Bill Gates die Fäden damit dank der vielen Klimaanlagen der globale Stromverbrauch am 33. Juli 2027 die kritische Schwelle überschreitet und das Netz zusammenbricht?! Nur damit er den totalen Blackout dazu nutzen kann, um heimlich die Chips scharf zu schalten, die er uns eingeimpft hat?! Und uns anschließend vergessen lässt, dass es seine Schattenweltregierung war, die mehr Tage pro Monate eingeführt hat, damit wir bei gleicher Bezahlung länger für unsere Arbeitgeber schuften?! Oder ist einfach nur die Pandemie und das damit verbundene Home Office Schuld? Die Wahrheit ist irgendwo da draußen. *Die Akte X-Titelmusik ertönt aus der Einstichstelle der Impfnadel*

Themenwechsel

So sieht die Tür jetzt aus.

Irgendwie überkommt mich gerade das Gefühl das Thema wechseln zu müssen. Naja, egal. Ich wollte heute sowieso nicht erneut mit unserer umweltschädlichen Klimaanlage angeben. Reden wir stattdessen lieber mal wieder ein bisschen über Fliegengitter. Bald ein Jahr ist es her, da haben wir einen Großteil unserer Tür- und Fensteröffnungen mit Spannrahmen von Windhager versehen. Unsere Begeisterung für deren Produkte war und ist weiterhin groß aber schon damals hatte sich ein Problem aufgetan: Die Katzenklappe.

Eine einfache und eigentlich total geniale Idee aber die Umsetzung lässt etwas zu wünschen übrig – zumindest aus Sicht unseres Haushalts. Wir kennen andere Katzenfreunde da scheint es keine großen Probleme zu geben damit bzw. es reichte die beiden mittleren Halterungen abzuschneiden, damit sie nicht mehr so schwergängig ist. Zwar waren alle unsere Vierbeiner grundsätzlich davon begeistert auch zur Terrassentür rein zu dürfen statt durch den Katzentunnel gehen zu müssen. Aber mit dieser Katzenklappe konnten sie sich irgendwie absolut nicht anfreunden. Und da schon am selben Tag des Einbaus wie im Eintrag erwähnt Lyssi sich fast die Kralle abgerissen hat, reifte bei uns sehr schnell der Plan sie durch eine bessere Lösung zu ersetzen. Spoiler: Es hat etwas gedauert, aber am Wochenende haben wir zumindest endlich die Terrassentür umgebaut.

Die Katzenklappe war jedoch nicht das einzige Problem, das wir mit besagter Tür hatten. Ebenfalls bereits erwähnt hatte ich den Magnetschließer, der im Lieferzustand nur ein Stück oben und unten vorhanden ist. Das reichte in vielen Situationen nicht aus, um die Tür wieder komplett zu schließen. Man musste sie stattdessen selbst komplett ran ziehen. Davon abgesehen hat Balu herausgefunden wie er die Tür einfach aufziehen kann. Auch die erneut auf dem Papier super praktischen Klemmadapter haben nur einige Monate ihre Dienste geleistet. In letzter Zeit hat sich jedoch dann speziell der oberste so gut wie verabschiedet. Egal wie fest ich die Schraube angezogen habe, das Gewicht der Tür hat ausgereicht ihn wieder zu lösen bis er am Ende faktisch überhaupt nicht mehr wirklich hielt – trotz dem Klebestreifen zwischen Türstock und Klemmadapter. Und eine Tür, die dauernd nur schief hängt mit der Gefahr irgendwann mal ganz umzukippen kann man logischerweise nicht gebrauchen. Also musste hier ebenfalls eine Lösung her. Und zu guter Letzt: Da die Tür eh nicht mehr hielt, hatten wir sie erstmal zur Seite gestellt. Prompt löste sich über die nächsten Tage der Kleber der Dichtungsbürste am Türstock und sie fiel von alleine runter. Ungeschützte Hitze eben.

Die Lösungen

Könnte mal wieder abnehmen…

Wir haben also einige Schwachstellen an der Spannrahmentür festgestellt. Aber zum Glück alles nichts, was sich nicht irgendwie lösen ließe. Vor allem, da Windhager glücklicherweise ein gut bestücktes Portfolio an Ersatzteilen bietet. Ob man diese Ersatzteile irgendwo kaufen kann steht allerdings auf einem anderen Blatt. Als wir beispielsweise zu Hornbach gingen hieß es, die Sachen würden nicht mehr produziert werden. Eine Rückfrage bei Windhager später stellte diese Aussage als Blödsinn heraus aber zumindest bei Hornbach bekamen wir das entsprechende Material nicht mehr. Windhager hat uns dann netterweise direkt weitergeholfen. Aber ich bin schon wieder einen Schritt zu weit.

Fangen wir stattdessen mit den einfachen Sachen an: Die Klemmadapter hatten wir gekauft, weil ich vermeiden wollte in den Türstock zu bohren. Da das nicht (mehr) funktionierte, haben wir nun genau das getan. Kein Zubehör notwendig, da die Halterungen zum Bohren bereits in der Originalpackung enthalten sind. Jetzt sollte die Tür bombenfest sitzen und nicht mehr umkippen. Das Problem mit dem Magnetschließer haben wir hingegen mit zwei zusätzlichen Packungen an Magnetschließern gelöst. Die reichten fast genau (~2-3 fehlen), um die schließende Seite komplett damit auszustatten. Den Rest haben wir wieder mit der Dichtungsbürste versehen – allerdings nur in der Tür. Am Türstock haben wir es uns gespart. Dank der zusätzlichen Magnete auf mehr Fläche schließt sie sich jetzt definitiv besser von selbst. Kommt quasi ein Teil nah genug dran, flutscht es zackig auf ganzer Fläche.

Die größere Maßnahme

Bleibt noch die Katzenklappe. Das Geniale an den Windhager-Spannrahmen ist, dass sie für alles entsprechende Führungsschienen haben. Alles hat seinen vorgesehenen Platz und nichts kommt sich in die Quere. Unsere Idee war nun die Windhager-Katzenklappe einfach durch eine 08/15-Klappe zu ersetzen. Um die jedoch einzubauen, braucht es eine Halterung dafür. Und da kommen besagte Führungsschienen ins Spiel. In eine dieser Schienen kommt von Haus aus das Trittblechprofil, welches sich logischerweise ganz unten an der Tür befindet. Leider ist das nicht hoch genug, um daran eine Katzenklappe zu befestigen. Man könnte also theoretisch mehrere davon einbauen und irgendwie miteinander verbinden. Das war uns zu kompliziert.

Die Innenansicht

Aber, wenn ein Stück Aluminium da reinpasst, kann man sicherlich noch ein anderes reinstecken, oder? Richtig! Wir haben also die Breite von Führungsschiene zu Führungsschiene ausgemessen (nicht vergessen, dass das Blech reingesteckt wird!) und die Größe der Katzenklappe abgezogen. Achtung: Ihr wollt die Katzenklappe logischerweise auf dem Blech festschrauben. Also die Innenmaße nehmen und nicht die Außenmaße! Die Höhe ist hingegen die Größe der Katzenklappe plus oben und unten ca. 1-2mm, um es in die Führungsschiene zu stecken. Zudem benötigt ihr logischerweise zwei Bleche. Eins auf jeder Seite der Klappe. Wir hatten zwar kurz überlegt, ob wir vielleicht für die Nut im Spannrahmen passende Schrauben finden, um die eine Seite der Klappe direkt dort zu befestigen. Aber das war uns zu unsicher. Außerdem wäre die Klappe dann komplett am Rand.

Mit den Maßen in der Hand haben wir dann im Internet ein Stück Aluminium Blech mit 1mm (dickeres passt nicht in die Führungsschiene) in Weiß (“Verkehrsweiß”) bestellt. Leider haben wir nur einseitig farbige Bleche gefunden aber uns stört es nicht, dass es auf der Innenseite silberfarben ist.

Weiteres Zubehör

Mit dem Blech allein ist es aber noch nicht ganz getan. Ihr könnt dann zwar darauf die Katzenklappe festschrauben und das Konstrukt in den Spannrahmen einsetzen, aber es fehlt oben eine Befestigungsmöglichkeit. Dadurch wird das ganze Konstrukt zum einen etwas wackelig und zum anderen könnt ihr das Fliegengitter nicht mehr fest machen. Die Lösung sind die Zubehörteile Mittelsprossenprofil für Türen und das Eckverbinder-Set. Die beiden Teile, die wir irgendwie nirgends zu kaufen bekamen (zumindest das Zubehörset habe ich in der Zwischenzeit auch bei Amazon gefunden) und dann glücklicherweise direkt von Windhager uns zuschicken lassen konnten.

Die Detailansicht von Außen

Das Mittelsprossenprofil wird nun über der Katzenklappe verbaut. Dazu in der richtigen Länge zurechtsägen und mit Hilfe der Führungsschiene ins Blech stecken. Leider immer noch sehr instabil. Deswegen das Eckverbinder-Set. Anders als der Name vermuten lässt, sind dort nämlich auch die Zubehörteile (Schrauben und Blende) für das Mittelsprossenprofil mit drin. Leider könnt ihr die tollen Bohrhilfen von Windhager nicht benutzen, da ihr euch mitten im Rahmen auf einer technisch gesehen nicht dafür vorgesehenen Stelle befindet. Frei Hand anzeichnen ist entsprechend angesagt. Und ja: Wir haben es auf der einen Seite auch erst versemmelt. Beim zweiten Versuch passt es aber und die Schiene und damit das komplette Konstrukt sitzt nun bombenfest.

Perfekt – oder? Fast. Je nachdem gibt es noch einen Fallstrick zu beachten: Der Rollladen. Unsere alte Nemesis, die uns schon beim Ersteinbau zusätzliche Arbeit beschert hatte. Aber dieses Mal waren wir vorbereitet! Die Katzenklappe komplett einzubauen (mit Vorder- und Rückseite) geht nicht, weil die Konstruktion dann zu dick wäre. Und selbst, wenn ihr wie wir nur das Hauptteil verwendet, kann es trotzdem zu breit sein, um den Eingang auf die “richtige” Seite zu packen. Zwischen Spannrahmen und Rollladen ist schlicht nicht genug Platz. Ihr müsst also daran denken und entsprechend die Katzenklappe so rum einbauen, dass die dicke Seite nach Innen zur Tür ist und sie auf der anderen Seite nicht hervorsteht (abseits ggf. der Schrauben). Sonst geht euer Rollladen nicht mehr komplett runter. Sieht von außen sicherlich nicht ganz so schick aus. Aber am Ende des Tages geht es bei dieser Konstruktion erst einmal um Praktikabilität und nicht um Kosmetik.

Fazit

Das Ergebnis der ganzen Kosten und Mühen ist eine Spannrahmentür, die am Boden merklich mehr Gewicht hat (deswegen Aluminium, ein Stahlblech wäre noch schwerer) und etwas weniger Licht reinlässt. Wir hätten ja gerne wieder etwas mit Plexiglas gemacht aber das gibt es nicht in nur 1mm dick. Aber dafür ist es nun eine wirklich stabile Katzenklappe, die unsere Katzen kennen, bei der kein besonderes Verletzungsrisiko besteht und mit der sie keine Probleme haben. Perfekt. Sowas würden wir uns tatsächlich auch offiziell von Windhager wünschen. Dürfte ja kein großer Akt sein ein solches Zubehörset zu machen. Selbst, wenn es am Ende 50-75€ kostet: Uns wäre es das wert gewesen. Werden ihnen auf jeden Fall dann mal eine Mail mit dem Ergebnis unserer Arbeiten schicken. Jetzt fehlt noch die Katzenklappe am Fenster. Gleiches Bauprinzip. Man muss nur zusätzlich noch Einkerbungen ins Blech machen für die Einhängefedern.

Kratzfestes Katzenrad

Wie angekündigt hatten wir in den letzten Wochen mal wieder Handwerker im Haus. Genauer gesagt Elektriker und Klimaanlagenmonteure. Maler/Verputzer waren zwar auch für ein Angebot da aber irgendwie sind die völlig überlastet derzeit. Haben selbst von dem, dem wir zusagen wollen, seit der Besichtigung und der Zusendung des Angebots keine Rückmeldung bekommen. Aber ist bei uns ja nicht ganz so dringend. Solange es noch dieses Jahr klappt ist alles okay :smile: . Bevor wir aber zu dem kommen, was andere für uns gemacht haben: Wir waren ebenfalls nicht (ganz) faul.

Noch mehr Kratzstellen

Fast zwei Jahre ist es schon wieder her, dass wir für unsere lieben Vierbeiner ein nicht gerade billiges Katzenrad angeschafft hatten. Der Nutzungsgrad der Hauptfunktion des Rads (darin Laufen) ist leider weiterhin eher übersichtlich. Maya hat ab und zu mal einen Anfall wo sie dann für ein paar Sekunden wie eine bekloppte darin rumrennt. Und Jules läuft ein paar Meter, um uns dazu zu bringen ihn zu streicheln. Aber der Rest? Lyssi setzt sich rein und schaukelt ein bisschen, Balu braucht starke Motivationshilfen (=Leckerli/Spielzeug) bevor er auch nur einen Schritt tut und Pichu schaut es nicht mit der Schwanzspitze an. Wir würden es trotzdem nicht als Reinfall bezeichnen aber ja, wir hatten uns das doch etwas anders vorgestellt. Fazit: Wir haben wohl faule Katzen erwischt.

Das bedeutet aber nicht, dass die Katzen das Rad nicht grundsätzlich toll finden. Oben auf der Ablage rumliegen – mittlerweile mit einer extra angefertigten Decke versehen, um das Holz zu schützen – finden speziell Maya und Jules super. Hinter dem Rad auf dem Befestigungsbalken ist ebenfalls ein beliebter Rückzugsort. Die ganze Rückseite des Rads ist entsprechend voll mit Katzenhaaren. Und auch das Kratzen an den (unbehandelten) Holzbalken ist eine Lieblingsbeschäftigung vor allem von Pichu. Der hat da bereits tiefe Kerben reingearbeitet – was logischerweise nicht ganz so toll aussieht aber er würde wohl doch länger brauchen um sich durch einen 10cm Balken durchzuarbeiten. Gelöst haben wir das optische Problem relativ einfach: Sisal. Um die beiden Balken der Ablage haben wir Seil gewickelt. Für alle, die ähnliches planen bei einem Katzenrad von Kessler: Es sind ca. 28 Meter dafür notwendig bei einem Sisal mit einer dicke von 10mm. Unten an den Seiten haben wir zusätzlich Sisal-Teppich befestigt. So geschnitten, dass er auf beiden Seiten etwas übersteht, um ihn um die Ecke zu schlagen und anschließend mit reichlich Nägeln dran befestigt. Sieht schick aus und erfreut die Katzen, erfüllt also seinen Zweck. Im Nachhinein betrachtet hätten wir das zwar schon direkt von Anfang an machen sollen, bevor Pichu das Holz darunter bereits zu einem Zahnstocher reduziert hat. Aber das fällt jetzt nicht mehr auf :wink: .

Oh yeah, Plexiglas!

Unsichtbares Plexiglas

Apropos Ausbrecherkönig Pichu: Wir haben uns außerdem wie geplant mal wieder mit Plexiglas beschäftigt. Die ganze Zeit hing noch das alte Katzennetz an der Seite der Terrasse als Provisorium rum. Mittlerweile haben wir es endlich geschafft dort die “alte”, riesige Plexiglasplatte zu ersetzen. Zum einen war sie beim Abbau der alten Terrasse beschädigt worden (wurde uns ohne Probleme bezahlt), zum anderen stellte sie aufgrund der mit der neuen Terrassenüberdachung geänderten Situation keinen wirksamen Pichu-Ausbruchsschutz mehr dar. Neu sind es nun zwei Platten. Eine rechteckige über das Zauntor und eine fast quadratische, um ihn daran zu hindern von der Terrassenmauer einfach über den Zaun in die Garageneinfahrt zu springen. Plus wie vorher die Sperre, die ihm es nicht erlaubt direkt auf das Garagendach zu springen. Hatte ich schon erwähnt, dass der Kerl verdammt viel Kraft in den Beinen hat?!

Da wir mittlerweile den Umgang mit Plexiglas gewohnt sind und auch die Verarbeitungstemperatur gut war (Plexiglas bohren ist an warmen Tagen einfacher und ungefährlicher, was das Brechen angeht), war die ganze Sache an sich kein Hexenwerk. Stattdessen waren wir selbst schuld daran, dass es dann doch etwas länger dauerte als geplant und wir die quadratische Platte mehrfach ab- und anmontieren mussten. Die Quersperre hat sich nämlich auch für uns als sperrig erwiesen. Zuerst hatten wie die Löcher an die falsche Stelle gepackt (sie saß zu niedrig) und der Lochabstand war auch noch falsch (die Winkel lassen nämlich keinerlei Spielraum zu). Aber gut: Am Ende des Nachmittags haben wir es geschafft, Pichu ist uns bislang nicht wieder entwischt und wir konnten das Katzennetz und die dazugehörigen Halterungen abbauen. Fehlt nur noch das Plexiglas für die andere Seite der Terrasse mit dem Kartonprovisorium. Dazu brauchen wir aber erst den Maler/Verputzer.

Fremde Arbeiter

Sieht ordentlich aus.

Und was haben die anderen für uns gemacht? Nun, der Elektriker kam hauptsächlich, um das Kabel für die Klimaanlage vom Dachboden in den Keller zu verlegen und anzuschließen. Ging dank unseres Kamins ziemlich einfach. Die eine Hälfte ist ungenutzt – da laufen sogar schon die Verbindungen zur Solaranlage durch. Entsprechend war nur die Frage wie einfach er da durchkommen würde. Klappte aber super, was sich zudem positiv auf unsere Rechnung auswirkte. Insgesamt hatte er im Angebot nämlich zwei Tage eingeplant. Entsprechend waren sie technisch gesehen in einem Tag fertig und die Rechnung entsprechend 600€ billiger. So muss das sein. “Technisch gesehen” deshalb, weil zwar ein Tag Arbeitszeit abgerechnet wurde, es fehlte jedoch ein Bauteil und er musste deshalb am nächsten Tag nochmal kurz vorbeikommen. War also nicht an einem Tag komplett fertig.

Aber natürlich haben sie zu zweit (Meister und eine Azubine) nicht einen Tag gebraucht, nur um diese zwei Kabel (Klimaanlage und Licht) in den Keller zu ziehen. Wir haben im Spitzboden auch ein paar Lampen installieren lassen, der Öltankraum wurde voll verkabelt und mit Beleuchtung ausgestattet und das alte Zeug im Kellerflur entfernt sowie draußen ein paar Steckdosen und Schalter ausgetauscht und eine neue Verteilung für unsere Kamera und die Beleuchtung der Terrassenüberdachung aufgebaut. Unterm Strich alles Kleinigkeiten aber auch die muss irgendeiner machen. Und dafür, dass es nun schnell erledigt war und gleichzeitig anständig gemacht ist, habe ich gern‘ die 16 Stunden Arbeitszeit (plus Material) bezahlt.

Die Klimaanlage(n)

Ein grauer Kasten auf dem Dach

Die größere Aktion der letzten Wochen war hingegen die dreitägige Installation besagter Klimaanlage bzw. technisch gesehen sogar zwei. Unser Ziel war die Möglichkeit zu haben drei Räume runter zu kühlen: Schlafzimmer (ca. 14m²), Arbeitszimmer (ca. 18m²) und Wohnzimmer (ca. 38m²). Ursprünglich sollten es nur Schlaf- und Wohnzimmer werden aber aufgrund der ganzen Home-Office-Situation haben wir festgestellt, dass das Arbeitszimmer sicherlich ebenfalls Sinn macht. Somit brauchten wir drei Innengeräte. Grundsätzlich wieder kein Problem. Es gibt schließlich Multi-Split-Anlagen, die bis zu fünf Geräte bedienen können (vermutlich sogar noch mehr). Wir haben uns am Ende aber dagegen entschieden und für das Arbeitszimmer stattdessen eine eigene Mono-Split installieren lassen während für die anderen beiden nun eine Duo-Split auf dem Dach montiert ist. Dadurch mussten an der Hausfront nicht viele Meter Kabel und Rohr verlegt werden, was die ganze Maßnahme spürbar billiger werden ließ aufgrund der reduzierten Material- und Montagekosten.

Das zweite Geräte sollte hingegen zuerst auf den Spitzboden gestellt werden. Der Monteur meinte aber nach dem ersten Tag, dass es auf unserem Spitzboden doch irgendwie sehr warm wird und er das Gerät deshalb lieber draußen haben möchte. War für uns kein Problem und hat auch keine Mehrkosten verursacht. Die Wahl fiel hingegen auf Geräte aus dem Hause Daikin. Die sind wohl die Weltmarktführer was Klimaanlagen angeht. Mitsubishi oder Midea kamen zwar ebenfalls in Frage aber da wir keine Ahnung haben, Daikin gleichzeitig überall gelobt wird und auch die Klimaanlagenfirma uns diese empfahl, haben wir eben die genommen. Sind zwar preislich etwas teurer aber wenn es dafür länger was taugt…

Mehr Details

Eins der Wandgeräte

Im Arbeitszimmer wurde es eine Daikin Perfera Mono-Split (FTXM/RXM 25M9), die ganz normal an eine Steckdose angeschlossen ist. Auf dem Dach steht hingegen eine Daikin 2MXM-M an der zwei Wandgeräte ebenfalls aus der Perfera-Reihe angeschlossen sind. Dieser Kreis hängt an einem eigenen Stromkreis mit einer 16A-Absicherung. Innen quasi alle drei Geräte identisch, nur außen leichte Unterschiede – die allerdings für mich als leihen nur bedingt sichtbar sind. Das Gerät auf dem Dach hat irgendwie nur mehr Anschlussmöglichkeiten und ist ein paar Zentimeter größer. Aber ansonsten sieht es halt aus wie so ein Klimaanlagenaußengerät halt aussieht :smile: . Alle Geräte haben eine Energieeffizienzbewertung von A+++ im Kühlbetrieb, was ja bei solchen Stromfresser nicht ganz unwichtig ist und als Kältemittel kommt R32 zum Einsatz.

Die Installation ging ohne größere Probleme von statten. Wie gesagt hat sich der Standort der einen Außeneinheit etwas verändert und auch der Weg vom Dach ins Schlafzimmer wurde aufgrund von Platzgründen leicht anders gebaut als geplant. Unterm Strich aber wirklich nichts Besonderes. Am Ende von Tag 1 konnten wir bereits im wohl-temperierten Arbeitszimmer sitzen und mittlerweile einen Großteil des Erdgeschosses runterkühlen. Bedient werden können die Wandgeräte übrigens entweder klassisch per Fernbedienung (aber mit digitalem Display) oder neumodisch als IoT-Gerät im WLAN per App oder sogar Alexa/Google Assistant. Wir haben uns (derzeit) noch gegen letzteres entschieden. Es mag zwar theoretisch super komfortabel sein von überall aus seine Klimaanlage steuern zu können. Aber wer weiß wie sicher die Dinger sind und sowieso braucht man nicht noch mehr Elektronik im Haushalt die sinnlos rumstrahlt. Stattdessen drücken wir lieber ganz klassisch auf Knöpfe und nutzen eine Infrarot-Sichtverbindung. Am Gerät selbst gibt es nur einen An/Aus-Schalter (immerhin!) und ein paar (deaktivierbare) LED-Lampen.

Komfort auf Knopfdruck

Stellt sich jetzt noch abschließend die Frage, was das Gerät denn so kann und ob es sich lohnt. Nun, es kann vor allem erst einmal nicht nur Kühlen, sondern auch Heizen. Letzteres werden wir vermutlich höchstens sporadisch nutzen. Außerdem lassen sich für die Außeneinheiten und die Wandgeräte jeweils separate Einstellungen (über dieselbe Fernbedienung) treffen. Beispielsweise unterstützen die Außengeräte einen “Economy”-Modus sowie einen Flüsterbetrieb. Beides führt logischerweise dazu, dass es nicht so schnell kalt/heiß wird im Raum aber ihr spart dafür dann auch Strom bzw. stört eure Nachbarn nicht so stark. Die genauen Werte konnte ich nicht finden aber zumindest was die Lautstärke angeht ist definitiv ein massiver Unterschied zwischen “Volle Pulle” und “Flüsterbetrieb” zu hören.

Die Fernbedienung

Bei den Innengeräten gibt es ebenfalls die Möglichkeit einen leisen Modus zu aktivieren. Der hätte dann einen Schalldruckpegel von 19 dB(A) lt. Anleitung im Vergleich zu 41 dB(A) bei voller Power z.B., wenn man schnell einen Raum kühlen/heizen will. Außerdem besitzen die Geräte steuerbare Lamellen. So könnt ihr beeinflussen wohin der Luftstrom bläst, damit er euch nicht stört. Das geht sowohl manuell als auch in zwei Stufen automatisch. Bei der ersten Stufe hebt er die Abdeckung des Lüftungsschachts etwas an, damit es quasi über eure Köpfe bläst. Im zweiten, zusätzlich aktivierbaren Modus, springt dann noch eine Art Bewegungsmelder mit rein. Der erkennt wo im Raum sich Wärmequellen befinden und stellt die Lamellen dann so ein, dass sie in genau die andere Richtung pusten. Echt praktisch genauso wie die Tatsache, dass sich jedes Wandgerät eure Einstellungen merkt. Ihr müsst also nicht bei jedem Anschalten erneut eingeben, dass sie im Flüstermodus laufen soll. Zeitschaltung und den ganzen Kram gibt es selbstverständlich auch, nutzen wir aber aktuell noch nicht. Stattdessen schalten wir sie bei Bedarf ein, stellen die gewünschte Temperatur (in 0,5er-Schritten) ein und lassen es uns nach einem Moment Anlaufzeit gut gehen. Ist die gewünschte Temperatur erreicht schaltet es automatisch ab bzw. fährt die Leistung soweit runter wie es noch notwendig ist, um die Temperatur zu halten. Total einfach und super angenehm in jeder Hinsicht.

Fazit

Unterm Strich sind wir nach den ersten Tagen mit dieser teuren Investition (hoher, vierstelliger Betrag) absolut zufrieden. Es wird wie gewünscht angenehm kühl und, dass selbst im Flüsterbetrieb gefühlt ziemlich schnell. Die spannende Frage wird nun noch sein wie es sich am Ende in der Stromrechnung niederschlägt und eine regelmäßige Wartung ist ebenfalls notwendig (abseits der integrierten Reinigungsfunktion). Aber ganz ehrlich: Nicht vor dem Rechner zu zerfließen oder im Sommer nachts schlafen zu können (Lysanda mag keine offenen Fenster – und selbst das hilft ja mitunter nicht) ist uns die Mehrkosten von lt. Internet ca. 17ct pro Betriebsstunde mehr als wert.

Ich bin mir natürlich bewusst, dass ich das Thema “Umwelt” dabei komplett ausgeklammert habe. Und ja, eine Klimaanlage ist alles nur nicht umweltfreundlich. Da gibt es nichts schön zu reden. Ich kann nur als leicht abschwächende Argumente anführen, dass sie schon R32-Kältemittel verwendet und wir die Anlage nicht jeden Tag und ständig laufen lassen werden. Aber am Ende des Tages ist und bleibt es eine rein egoistische Anschaffung. Und wenn Mutter Natur uns um unseren erholsamen Schlaf bringt, dann darf sie sich nicht wundern, wenn wir Zurückschlagen!!!!!1111 :wink:

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