Der aktuelle Gartenzustand

Herzlich Willkommen, liebe Webseitenbesucherinnen und Besucher!

Wir berichten heute live und in Farbe aus dem Garten von Casa Lysanda. Es erwarten Sie (unter Umständen) schockierende Augenzeugenberichte, (möglicherweise) mitreißende Geschichten und (vielleicht) emotionale Momente. Doch was ist hier geschehen? Nun, das können Sie in diesem Eintrag nachlesen. Seit unserem ersten Bericht wurde der Garten fertigstellt, der Natur freien Lauf gelassen und erste Zusatzmaßnahmen auf Basis von Ausbruchsversuchen ergriffen. Aber was erzähle ich Ihnen das, reden wir doch stattdessen direkt mit einem der Verantwortlichen. Ich begrüße den Webmaster, einer der Dosenöffner in der Casa Lysanda:

Namenloser Interviewer: Erzählen Sie unserem Publikum: Was hat sich in den letzten Wochen getan?

Der Webmaster: Nun, nachdem Hornbach endlich die DSM-Clips wieder auf Lager hatte, konnten wir zuallerst natürlich die letzten Plexiglasscheiben am Zaun befestigen. Stellte sich als schwieriger heraus, als wir gedacht hatten, da wir uns irgendwie total vermessen hatten. Und beim Kürzen mussten sich auch natürlich Risse bilden. Naja, wir haben nun das Beste draus gemacht und dann das Katzennetz montiert. Zusätzlich bekamen wir von einem Arbeitskollegen ein paar Baumstämme und haben sie um das Beet gelegt sowie wie geplant ein Kunststoffseil um einen der Terrassenpfosten gewickelt. Fand Pichu sofort super und hat darüber erfolglos versucht auf das Terrassendach zu klettern – was ihm aber nicht gelang. Zusätzlich zum Traktorreifen gibt es zudem nun einen mit Steinen abgegrenzten Bereich mit einem Torf-Humus-Rindenmulch-Mix zum Reinkacken. Wurde bereits erfolgreich angenommen, wenn ich mir so die Kackhaufen anschaue.

Namenloser Interviewer: Klingt nach viel Arbeit für so ein paar Katzen. Aber jetzt sind sie endlich fertig?

Der Webmaster: Nein, komplett dicht scheint der Garten trotzdem noch nicht zu sein. Wir haben zwar die ersten Schlupflöcher gestopft indem wir zusätzliche Plexiglasscheiben an das Gartentor sowie besagten Terrassenpfosten montiert haben. Zumindest Pichu haben wir aber am Wochenende dabei erwischt, wie er über das Garagendach wieder in den Garten gesprungen ist. Wie er rauskam sind wir uns aber noch nicht sicher. Es bleibt also spannend. Aber besser er als z.B. die noch unerfahrene Maya.

Namenloser Interviewer: Und wie haben die Katzen auf diese Neuerung reagiert?

Der Webmaster: Das sollten Sie sie wohl besser selbst fragen.

Maya auf Erkundungstour

Namenloser Interviewer: Da haben Sie wohl recht. Wie gut, dass die fünf unserem Sender Exklusivrechte eingeräumt haben und wir sie hier und jetzt interviewen dürfen. Auf meinem Gesicht liegt Maya und versucht sich die ganze Zeit an mich zu kuscheln. Wie findest du den neuen Garten?

Maya: Neu? Keine Ahnung wovon Sie reden aber ich darf endlich raus! Nicht mehr muss ich nur dabei zuschauen wie die Jungs durch eine durchsichtige Klappe in der Wand verschwinden. Oder durch das Fenster mit ansehen wie das grüne Zeugs wächst und ab und zu einen Windhauch erschnüffeln, der mir von unbekannten Sachen erzählt. Nein, wenn jemand von den Dosenöffnern so nett ist und die Terrassentür öffnet, kann ich endlich da raus und die Welt erkunden und das macht echt viel Spaß!

Namenloser Interviewer: Warum durch die Terrassentür? Haben dich die Dosenöffner nicht in der Katzenklappe registriert?

Maya: Was ist eine Katzenklappe? Lysanda hat mir ein paar Mal diese durchsichtige Tür in der Wand geöffnet. Meinen Sie das? Kann ich da auch alleine durch? Versteh ich nicht. Erscheint mir zu gruselig. Naja, egal. Auf jeden Fall bin ich bei meiner ersten Tour auch gleich hoch hinaus. Ich bin über den Kratzbaum hoch auf das Terrassendach und dann auf das Hausdach. Ein bisschen Angst hatte ich schon und der Untergrund war etwas steil und rutschig aber da oben war es echt cool. So viele Gerüche und man konnte so weit sehen. Der große Dosi hat dann ein Dachfenster geöffnet und ich war so doof da rein zu gehen. War zwar ein Raum, den ich vorher noch nie gesehen hatte aber jetzt komme ich nicht mehr auf das Hausdach, Die haben so eine blöde Scheibe am Pfosten befestigt, an der ich nicht vorbeikomme. Das ist echt doof und frustrierend! Ich will da wieder hoch und noch mehr von der Welt erkunden. *hatschi*

Namenloser Interviewer: Iiiih…ähhh Gesundheit. Ich sehe gerade, dass ein schwarzes U-Boot um meine Beine schleicht und um Aufmerksamkeit buhlt. Was hast du zum Thema zu sagen, Jules?

Jules & Pichu kabbeln sich

Jules: Ich kann damit leben. Ja, ich wäre schon lieber draußen. Ich finde es z.B. schade, dass ich mich nicht mehr in die Einfahrt legen und sonnen kann. Oder hinter dem alten und nicht mehr vorhandenen Sichtschutz im Schatten liegen darf. Aber es gibt auch so noch viele schöne Plätze zum ausruhen und rumtoben. Solange mein Bro Pichu bei mir ist und ich mit ihm balgen kann bin ich sowieso glücklich. Blöd ist nur, dass ich dem riesigen Ding namens Balu nicht mehr entfliehen kann. Der scheucht mich durch den ganzen Garten, wenn er mal wieder seine fünf Minuten hat. Das ist echt unheimlich und furchteinflößend. Der wird mich bestimmt irgendwann doch mal fressen. Und jetzt knuddel mich endlich, mir ist langweilig!

Namenloser Interviewer: Ich kann jetzt nicht. Zum einen habe ich Maya immer noch im Gesicht und zum anderen sehe ich aus dem Augenwinkel Lyssi aus dem Spieltunnel hervorlugen. Lyssi, haben Sie sich gut von Ihrem Unfall erholt?

Lyssi: Ja, mir geht es wieder gut. Werde ich nie wieder machen so eine Dummheit.

Namenloser Interviewer: Das freut mich zu hören. Angeblich war Ihr Unfall ja ein Grund für die neue Gartengestaltung. Wie finden Sie das?

Lyssi: Wissen Sie, es ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite bin ich überglücklich, dass ich nach fünf Monaten Hausarrest endlich wieder hinaus an die frische Luft darf. War echt anstrengend jeden Tag die Dosenöffner davon zu überzeugen das Schlafzimmerfenster zumindest zu kippen, damit ich Zeitung lesen konnte. Die Stippvisiten im Garten sind da einfach was ganz anderes. Außerdem macht es Spaß mit Pichu und Jules durch das hohe Gras zu flitzen oder im Spieltunnel verstecken zu spielen. Hätte nicht gedacht, dass das Ding etwas taugt als er noch im Haus rumlag. Auf der anderen Seite belastet es mich natürlich schon etwas zu wissen, dass ich mit ein Auslöser dafür war, dass die anderen nun nicht mehr hinaus in die weite Welt…ach, das glaubt mir doch eh keiner. Es ist mir völlig egal, was die anderen für Probleme haben. Hauptsache ich kann endlich wieder raus! Freiheit für Lyssi!

Namenloser Interviewer: Na dann. Maya, jetzt doch mal von mir runter!

Lyssi glücklich im Garten

Maya: Aber Intensivknuddeln! *hatschi*

Namenloser Interviewer: Igitt! Voll in die Haare. *verscheucht Maya und putzt sich mit einem Taschentuch* Wann wird die endlich gesund?! Naja, da drüben liegt Pichu auf einem Gartenstuhl. Pichu, wie gefällt Ihnen der neue Garten?

Pichu: Ehrlich gesagt verstehe ich den ganzen Aufstand nicht. Ich finde es zwar schön zu klettern, aber warum die Dosenöffner mir unbedingt das rein- und rauskommen erschweren mussten? Keine Ahnung. Abseits davon merke ich nicht viel Unterschied. Ja, Balu der alte Streuner ist gefühlt mehr da als früher und meine Sis Lyssi darf endlich wieder raus. Aber ich gehe weiterhin nachts auf Tour und bringe Mäuse mit nach Hause. Insofern passt das für mich schon alles.

Namenloser Interviewer: Eine überraschend positive Einschätzung. Haben Sie keine Angst, dass Ihnen die Fluchtwege abgeschnitten werden?

Pichu: Fluchtwege? Abschneiden? Warum sollten die Dosenöffner sowas tun? Ich habe mich bislang weder einsperren lassen noch war ich nicht pünktlich Zuhause. Also erzählen Sie nicht so einen Schmarrn und geben mir stattdessen ein paar Leckerlis.

Namenloser Interviewer: Mmmh. Da hat wohl jemand noch nicht den Ernst der Lage begriffen. Wie schaut es bei dir aus, Balu?

Balu denkt über das Leben nach.

Balu: Was ein Scheiß! Ich bin anständig und kacke ich nicht in mein eigenes Revier. Deshalb habe ich denen auch aus Frust in den Kellerflur gemacht, da bin ich sonst ja nie. Außerdem brauche ich als alter Schrebergartenkater meine Freiheit. Ich muss hinaus, mein Revier verteidigen und meine andere Familie besuchen. Die vermissen mich wahrscheinlich schon. Gott, da kriege ich schon wieder so eine Wut, dass ich Jules am liebsten eine überbügeln möchte. Warum werde ich, die vorbildlichste Katze überhaupt so bestraft?! Die Welt ist ungerecht!

Namenloser Interviewer: Du bist also mit der Situation unzufrieden?

Balu: Haben Sie mir gerade nicht zugehört? Das ist vollkommen bekloppt! Mir ist langweilig, ich will raus hier! *haut Jules*

*Jules rast durch den Garten und Balu rennt ihm hinterher*

Namenloser Interviewer: Da haben Sie es meine Damen und Herren. Live und exklusiv nur bei uns die harten und echten Fakten aus dem Garten von Casa Lysanda. Wir danken, dass sie eingeschaltet haben und verabschieden uns bis zum nächsten Mal. Haben Sie noch ein Wort um Abschluss für uns, Herr Nachbarshund?

Buddy: Ich mag Katzen. Katzen sind cool! Endlich kann ich den ganzen Tag mehr Katzen sehen *kläff* Kommt zu mir Katzies! Ich möchte mich euch spielen! *kläff*

*Alle Katzen rennen auf die Terrasse oder ins Haus*

Bevor wir uns mit anderen Sachen beschäftigen, noch ein wenig „Housekeeping“ vorweg: Zum einen habe ich mich nach reiflicher Überlegung dazu entschieden Google Analytics doch schon jetzt von der Seite zu verbannen. Ich hatte mir den Auftragsverarbeitungsvertrag mit Google durchgelesen, den ich hätte unterzeichnen sollen und ehrlich gesagt war mir das definitiv zu doof für alles und jeden Grade stehen zu müssen. Da ich faktisch die Informationen sowieso nur für den Jahressrückblick und meine persönliche Neugier verwendet habe hält sich der Verlust in Grenzen (der Jahresrückblick wird halt nun kürzer :wink: ). Dafür werden beim Aufruf der Seite nun gar keine Cookies mehr angelegt (der Hinweis bleibt aber sicherheitshalber erst einmal da) und die Third-Party-Requests beschränken sich auf Twitter wegen der Anzeige meiner Tweets. Damit ist auch der Seitenaufruf wieder um ein paar Millisekunden schneller geworden. Ganz ohne Zugriffsstatistiken bin ich dadurch übrigens nicht, denn der Server loggt zumindest diese Information in absoluter Reinform (keine Zusatzinfos jedweder Art) mit.

Krankheitsstatus

Lyssi umgeben von ihren Gefägniswärtern

Zum anderen wollt ihr sicherlich wissen, wie es Lyssi nach ihrem Klinikaufenthalt geht. Nun, sie ist seit Dienstagabend wieder bei uns. Sie musste eine Nacht länger bleiben (was die Kosten auf zwischen 1.100 und 1.300 Euro [Rechnung haben wir noch nicht] erhöht hat) für weitere Diagnosen aber am Ende haben sie quasi nichts gefunden, was in irgendeiner Art und Weise einer weiteren Behandlung bedurfte. Stattdessen muss sich die Katze nun selbst zu Ende heilen.

Sie hat dann noch drei Tage lang jeweils fünfmal ein wenig Katzen-Morphium von uns bekommen und muss noch mindestens eine weitere Woche Schmerzmittel einmal am Tag nehmen. Was aber schlimmer ist: Sie muss mindestens zwei Wochen (eher drei) ohne Freigang auskommen und darf weder spielen noch toben. Sprich wir waren am Dienstagabend mal kurz einkaufen, haben uns ein riesiges Hundezelt gekauft (siehe Bild) und da wohnt sie nun für die nächste Zeit drin. Passt ihr logischerweise so überhaupt nicht. Also wirklich überhaupt nicht. Es hilft aber nichts: Bei den wenigen Versuchen, die sie jetzt schon unternommen hat irgendwo hochzuspringen, ist sie schmerzlich gescheitert. Entsprechend muss sie da jetzt einfach durch. Genauso wie durch das Ziehen ihres kaputten Zahns, was dann Anfang Juni ansteht. Der Rest ist nämlich offen, weshalb Bakterien ins Zahnfleisch eindringen können und das ist nicht gut. Deshalb muss er komplett raus.

Das Hauptmenü

Kommen wir nun zu dem, über was ich eigentlich schon letzte Woche reden wollte: Uralte Spiele, die (zu Recht?) keine Sau mehr interessieren:

Cover

Conflict: Denied Ops (2008; PC, X360, PS3) – Der fünfte und bislang letzte Teil der durchgehend mittelmäßigen Conflict-Reihe von Pivotal Games (wurden ein halbes Jahr nach Release geschlossen). Die ursprünglichen Titel waren 3rd-Person-Taktikshooter in denen ihr ein Squad aus vier Mann befehligt habt bzw. im Mehrspielermodus dann jeder die Hälfte. Der fünfte Ableger hingegen beschränkt sich auf zwei Personen und die Ego-Shooter-Perspektive und war ursprünglich gar nicht als Teil der Conflict-Reihe geplant. Der Grundansatz ist aber gleich: Ihr sollt als Eliteteam 10 Spezialeinsätze überall auf der Welt durchführen und den Bösewicht fangen. Dazu könnt ihr im Solomodus entweder per Knopfdruck zwischen den Protagonisten Graves (Scharfschütze) und Lang (schweres Geschütz) wechseln bzw. im Coop-Modus übernimmt euer Freund jeweils den anderen. Wenn ihr nicht wechseln wollt, könnt ihr per Knopfdruck auf simple Befehle erteilen, welche mehr oder weniger gut befolgt werden.

Conflict: Denied Ops (Herstellerbild)

Wie es das Klischee so will, mögen sich Graves und Lang nicht so wirklich was zu – aus Entwicklersicht – amüsanten Dialogen während den Missionen führt. Die Realität sieht hingegen genauso trist und langweilig aus wie die Grafik und das Leveldesign an sich. Zwar mag das Spiel von 2008 gewesen sein, aber schon damals waren wir selbst auf den Konsolen schon wesentlich weiter (siehe Gears of War von 2006). Das Gameplay kann es leider auch nicht herausreißen. Die Partner-KI ist strunzdumm, die Gegnerverteilung ist gefühlt unfair (und sie treffen euch aus den größten Entfernungen haargenau), die Waffen ohne jedweden Rums und die Geschichte um irgendeinen Bösewicht, der mit Nuklearwaffen hantiert ist so 08/15, dass sie selbst chinesische Entwickler nicht mehr kopieren würden.

Beim Christoph meint: Die Metacritic-Wertungen liegen bei 51-58% und auch von mir bekommt der Schrott gnadenlose 1 von 5 Sics. Ich bezweifle, dass das Spiel selbst im Coop-Modus einen Funken mehr Spaß gemacht hat, selbst wenn man all die viel besseren Alternativen zu der Zeit nicht mitberücksichtigt. Ja, ich frage mich wirklich warum ich das Ding damals (zum Release versteht sich!) gekauft habe. Auch wenn ihr vermutlich nicht mehr auf die Idee kommen würdet: Finger weg von dem Ding. Dann lieber zu Clive Barker’s Jericho (2007) greifen. Das bietet auch die „frei zwischen den Charakteren wechseln“-Mechanik im Solomodus und ist in allen Belangen so viel besser. *macht in Winamp Cris Velsaco – Clive Barker’s Jericho – 12 – Final Confrontation an*

Cover

Serious Sam II (2005; PC, Xbox) – Grafisch auch heute noch absolut sehenswert. Zwar im Vergleich zu den Vorgängern extrem bunt und überdreht aber man kann definitiv nicht meckern. Leider sind die Zwischensequenzen vorgerendert und haben sich entsprechend weniger gut gehalten – was auch für die Witze gilt. Aber Humor ist ja bekanntlich subjektiv und sowas kann ich einem 13 Jahre alten Titel jetzt auch nicht unbedingt vorhalten. Ansonsten ist es Serious Sam nicht nur auf 180, sondern mindestens 1800 aufgedreht. Mehr Levels, mehr Umgebungen, mehr spielerische Abwechslung (z.B. durch Fahrzeuge), mehr Gegner, mehr Waffen, mehr Secrets und so weiter und so fort.

Serious Sam II (Herstellerbild)

Das ist aber auch das Problem von Serious Sam II: Man kann es eigentlich nicht am Stück spielen. Es ist einfach viel zu viel. Da denkt man, man ist durch die aktuelle Gegnerwelle durch, schon kommt die nächste. Das macht die eigentlich nett und abwechslungsreich gestalteten Levels vor allem zum Ende hin elendig lang, erschöpfend und damit auch nervtötend. Es ist ja schön, wenn beim großen Finale noch einmal alles ausgepackt wird, was einem in den letzten Spielstunden so vorgesetzt wurde. Aber müssen es jedes Mal gefühlt 100 Wellen sein? Hätten 2 oder 3 nicht ausgereicht? Keine Ahnung – ich war auf jeden Fall froh, als Mental endlich im Dreck lag und ich das Spiel deinstallieren konnte.

Beim Christoph meint: Von mir gibt es 3 von 5 Sics. Serious Sam II ist besser als Serious Sam III aber an die beiden Vorgänger kommt es für mich nicht dran. Das liegt zum einen daran, dass ich die Duke-Witze lustiger fand und zum anderen eben daran, dass der Titel seine Willkommenszeit weit überschreitet. Ja, man kriegt viel Spiel für sein Geld (scheint ja heute wie damals ein wichtiger Faktor für so manche zu sein) aber zumindest ich kann nur eine gewisse Menge an sinnlosem Geballere ertragen – so viel Spaß es auch grundsätzlich macht. Vermutlich auch der Grund, warum ich 13 Jahre gebraucht habe bis ich es endlich durchgespielt hatte. Ach und weil es auf meinem damaligen Rechner häufig abgestürzt ist :smile: . Insofern: Wenn ihr es irgendwo auf dem Grabbeltisch seht (auf Steam kostet es zum Verfassungszeitpunkt ganze 2 Euro), ihr Serious Sam mögt und grade nichts Besseres zu tun habt könnt ihr aber definitiv zugreifen. Es hat sich sehr gut gehalten (was sicherlich auch an der hervorragenden Engine liegt) und macht in kleinen Dosen immer noch Spaß.

 

Und damit haben wir genug über uraltes Zeug geblubbert. Bis Montag!

P.S.: Backer Build One von Phoenix Point (der inoffizielle X-COM-Nachfolger vom Schöpfer von X-COM: Ufo Defense) steht für die Backer zum Testen bereiten. Mein erster Eindruck: Es orientiert sich bei den Grundlagen sehr stark an XCOM: Enemy Unkown (2012) – was erst einmal nicht schlecht ist -, versucht aber taktisch anspruchsvoller zu sein (bspw. Rückkehr zu Aktionspunkten). Wenn ich mehr Zeit hatte mit der Build zu verbringen, werde ich vielleicht mal einen Eintrag dazu machen (oder sogar ein Video?). Sollte man auf jeden Fall im Auge behalten den Titel.

Sicarius

Sonntäglicher Notfall

Lyssi im Katzenkorb

Eigentlich hatte ich geplant heute mal wieder über Spiele zu schreiben. Trotz des vielen Werkelns an zwei Webseiten (die zweite kennt ihr noch nicht), habe ich es schließlich geschafft ganze drei uralte Schinken endlich mal fertig durch zu spielen (Conflict: Denied Ops, Serious Sam 2 und einen indizierten Titel aus dem Jahre 2008 über den ich euch nichts erzählen darf). Stattdessen haben Lysanda und ich gestern rund sieben Stunden in der Tierklinik Hofheim verbracht. Somit fehlte mir die Zeit für den besagten Eintrag. Stattdessen erzähle ich euch kurz, was passiert war und mülle euch mit Katzenfotos zu :smile: .

Arme Lyssi

Lyssi kam heute Morgen laut jammernd ins Schlafzimmer. Das an sich ist erst einmal nur bedingt ungewöhnlich (sie ist allgemein sehr mitteilsam). Aber sie konnte nicht so richtig aufs Bett springen und zog sich mehr oder weniger elegant hoch. So richtig hinlegen konnte sie sich jedoch nicht. Egal auf welcher Seite sie lag, ihr schien etwas weh zu tun. Von uns anfassen war genauso wenig gewünscht. Sie suchte eindeutig einen Platz, um in Ruhe vor sich hinzuvegetieren – immer ein sehr schlechtes Zeichen. Geschnurrt hat sie ebenso wenig. Äußerlich haben wir zwar nichts gesehen aber lieber einmal zu viel zum Tierarzt als einmal zu wenig auch wenn der Sonntagsdienst immer gleich heftig auf den Geldbeutel schlägt. Aber für unsere Katzen tun wie selbstverständlich alles.

Lyssi draußen in der Sonne

Dort angekommen hat sie Lyssi nur sehr kurz untersucht, denn vorne der linke Zahn war abgebrochen und aus der Scheide kam Blut sprich sofort ab in die Tierklinik. Nach circa drei Stunden Warten kamen wir dann auch zum ersten Mal dran. Am Ende wurde ihr Blut abgenommen, ein Röntgenbild der hinteren Katze gemacht und eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Blut war (abseits von verständlich erhöhten Stressmarkern) soweit okay und auf dem Röntgenbild war auch kein Bruch oder sowas zu sehen. Beim Ultraschall hat man dann aber Flüssigkeit um die Blase und den Nieren entdeckt. Damit stand quasi der Verdacht im Raum, dass entweder die Blase irgendetwas abbekommen hat oder – schlimmer noch – die Harnleiter irgendwo gerissen sind. Außerdem soll ihr der kaputte Zahn noch komplett gezogen werden und der Zahnarzt ist erst heute wieder im Dienst. Also wurde sie stationär aufgenommen und musste die Nacht für weitere Untersuchungen dort bleiben.

Guter Ausgang?

Der aktuelle Stand zum Verfassungszeitpunkt ist, dass sie im Brustbereich auch keine Verletzungen hat (wurde nochmal geröntgt) und die Blase soweit in Ordnung ist. Um das festzustellen, wurde sie leicht betäubt und dann ein Katheter eingeführt. Durch den wurde ein Kontrastmittel in die Blase „gespritzt“, die beim Ultraschall auffällt, um zu sehen, ob etwas aus der Blase ausdringt. Da das nicht der Fall ist, wird jetzt die Nacht abgewartet und morgen nochmal geschaut, ob die Flüssigkeit zugenommen hat. Wenn ja, ist das schlecht. Dann gibt es nochmal Kontrastmittel und anschließend eine Runde im Computertomographen (700 Euro). Worst Case läuft es auf eine Operation hinaus (1400 Euro). Aber wir hoffen mal das Beste und das wäre, dass wir sie heute Nachmittag schon wieder abholen können und alles von selbst verheilt.

Faule Katzen: Jules und Balu

Was sie angestellt hat, werden wir sicherlich nie erfahren. Eine Vermutung ist, dass sie unglücklich irgendwo hinuntergefallen ist oder erschreckt wurde und sich nicht besonnen in Sicherheit bringen konnte. Ehrlich gesagt ist sie die Letzte, von der ich erwartet hätte, dass wir mit ihr mal was Größeres haben werden (eher von Pichu, dem Knallkopf). Sie macht schließlich sonst einen sehr intelligenten und besonnen Eindruck. Aber das wie und warum ist auch egal: Hauptsache sie wird wieder gesund! Schließlich habe ich mit allen unseren Katzen einen Vertrag gemacht, der besagt, dass sie mindestens 15 Jahre alt werden müssen. Und sie ist jetzt erst zwei! Also hat sie gar kein Recht jetzt anzufangen irgendwelche Wehwehchen zu kriegen! *hmpf*

Und damit gebe ich auch schon ab bis Montag – dann hoffentlich mit guten Neuigkeiten und einem normalen Eintrag.

Drei von vier Katzen im Garten

Die Phase der Gefangenschaft ist vorüber! Seit einer Woche sind Pichu und Lyssi nun in der Katzenklappe registriert und haben freien Zugang zur Außenwelt. Klappt nach einigen Anfangsschwierigkeiten auch mittlerweile ganz gut. Am schnellsten hat es Pichu kapiert, wie das komische Ding funktioniert durch das Balu und Nica immer verschwunden sind.

Lyssi hingegen…nun, bei ihr mussten wir etwas nachhelfen. Rein ging zwar relativ schnell (Panik kann Wunder wirken) aber raus wollte sie partout nicht – zumindest durch die Klappe. Am Ende hat es geholfen sie 2-3mal gegen ihren Willen durchzuschieben. Jetzt hat sie es anscheinend kapiert. Aber während Pichu sich draußen sofort sehr wohl fühlte, ist sie weiterhin etwas unsicher. Am Samstag hat es beispielsweise etwas geregnet, das fand sie gar nicht toll und hat hilflos rumgemaunzt als sie ein etwas dickerer Tropfen traf. Ganz am Anfang hing sie sogar panisch im Fliegennetz (das jetzt entsprechend stark beschädigt ist), weil sie das mit der Katzenklappe noch nicht verstanden hatte. Aber das hat sich nun zum Glück auch gelegt. Fehlt nur noch die Umschulung von „drinnen ins Katzenklo machen“ auf „draußen auf den Acker kacken“ (reimt sich!), dann ist diese Umstellung genauso abgeschlossen. Wenn wir jetzt noch Pichu beibringen könnten nicht auf die Küchenzeile zu springen und Balu nicht immer die Krallen auszupacken, nur weil er Essen riecht…

Ist übrigens nun ganz lustig: Wenn wir abends zu Bett gehen und die Wohnzimmertür schließen (wollen ja frühmorgens nicht von Radau an der Schlafzimmertür geweckt werden), dann sind zwei Minuten später alle Katzen aus dem Wohnzimmer verschwunden. Sind wir Zuhause und wach, sind alle vier Katzen fast immer in unserer Nähe. Haben wir doch heimlich Hunde bekommen?

Menschen! Draußen!

Der Garten nach dem Hauskauf und der ersten Rasur

Aber nicht nur die Katzen halten sich vermehrt draußen auf, auch wir beschäftigen uns mittlerweile etwas ausführlicher mit unserem Garten (abseits vom Rasen mähen und Erdbeeren züchten). Letztes Jahr hatten wir uns hauptsächlich mit Aufräumen beschäftigt. Da sich faktisch drei Jahre lang kein Schwein darum gekümmert hatte, war er entsprechend verwildert. Aber das hatte ich schon einmal erwähnt. Dieses Jahr wollen wir ihn nun in Schuss bringen (und halten).

Die ersten Maßnahmen haben wir dazu mittlerweile schon ergriffen. So habe ich eine Seite des Garagenkabuffs mit weißer Silikonfarbe gestrichen, damit sie (fast) wieder wie neu aussieht. Hat auch soweit ganz gut geklappt bis auf die Tatsache, dass am Anfang wohl meine Farbrolle noch etwas zu nass und damit die Farbe nicht 100% deckend war. Aber man sieht es aus meiner Sicht nur, wenn man genau hinschaut (oder es weiß). Anschließend hieß es ein paar Löcher davor auszuheben, um die Himbeersträucher einzupflanzen. Die stehen tatsächlich schon seit einem Jahr hier rum, fristeten aber ihr Dasein bislang in einem Eimer – gab einfach zu viel Anderes zu tun. Auch der Johannisbeerstrauch, der aktuell mehr ein Johannisbeerpflänzchen ist, durfte sein Eimergefängnis mittlerweile verlassen und fand einen (hoffentlich) angenehmen Platz im Garten.

Der restliche Garten

Der Garten heute – wesentlich leerer

Das Gewächshaus, welches wir zusammen mit dem Haus erstanden hatten, hat hingegen mittlerweile einen neuen Besitzer gefunden. Zum einen wussten wir nie so recht was wir damit anfangen sollten und zum anderen war es bei einem heftigen Sturm (weil im Boden anscheinend überhaupt nicht befestigt) umgefallen und hatte sich etwas verbogen. Statt mich damit weiter rumzuschlagen, haben wir es dann einfach über Facebook verschenkt. Der neue Besitzer hat hoffentlich seine Freude dran. Das Beet darunter hat Lysanda aber dann doch wieder in Beschlag genommen und etwas Gemüse reingeplfanzt. Wird sich zeigen, ob davon irgendwas tatsächlich ausgewachsen wird (Pfefferminze und Gras finden das Beet ebenfalls absolut dufte). Aber wie heißt es so schön? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

Das gilt auch für unsere Neuanschaffung (46 Euro): Einen Mandelbaum. Ja, wir haben uns einen jungen Baum angeschafft und ihn in den Garten gepflanzt. Bislang schießt er schon fleißig nach oben (mittlerweile schon über 2 Meter hoch). Wird aber sicherlich noch so einige Zeit dauern, bis wir tatsächlich die ersten Mandeln davon ernten können – sollte er bis dahin überleben. Haben mit sowas ja auch noch überhaupt keine Erfahrung. Haupttreiber für diesen Kauf war ausschließlich unser sehr hoher Mandelverbrauch. Zwar wird der sicherlich nicht mit einem Baum gedeckt werden können. Aber selbst gezogen ist das selbstverständlich etwas ganz Besonderes.

Weitere Fortschritte

Geschmacklich top aber im Wachsen schlimmer als Unkraut

Richtig gut geht es hingegen unserem Rosmarin. Auch den haben wir vom Vorbesitzer übernommen. Obwohl er nur in einem Pflanzstein saß, hat er sich ganz schön entwickelt. So sehr, dass er seinen Pflanzstein schon lange hinter sich gelassen und in alle daruntergelegenen weiter ausgebreitet hatte – zum Nachteil der darin enthaltenen Pflanzen. Also haben wir ihn nun auch von seiner Enge erlöst und auf einen freien Platz im Garten umgesiedelt. War ein ganz schöner Kraftakt ihn von seinem alten Platz zu lösen. Erst musste ich seine Wurzeln unter dem Pflanzstein durchschneiden (ganz schöne dicke Dinger) und dann war er mit seinem Stein schon so fest verbunden, dass es einen ganz schönen Kraftakt gekostet hat ihn da raus zu bekommen. Meint man gar nicht wie stark sich ein paar poplige Wurzeln in ein paar Sandsteinporen verankern können.

Als nächstes stehen nun drei Sachen an: Die restlichen der bestehenden Pflanzsteine mal komplett zu säubern und neu zu setzen. Am anderen Rand des Gartens neue Pflanzsteine zu platzieren und eine weitere Garagenwand zu säubern, um darunter weitere Pflanzsteine (die großen Dinger mit 48x30x5cm, die 45kg pro Stück wiegen) zu platzieren. Da sollen vermutlich die Erdbeeren ihre neue Heimat finden. Dann wären auf der Terrasse nur noch die Kräuter und die Schokoladenminze (ja, sowas gibt es) übrig, die man unter keinen Umständen in die Freiheit entlassen darf. Die Vermehren sich alle wie Hasen, wenn man sie lässt :smile: .

Und über die kahlen Stellen, die ich durch die Umbauaktionen geschaffen habe, wächst ebenfalls langsam aber sicher schon wieder Gras drüber (mit etwas Unterstützung durch Nachsähen). Da kommt Freude auf, auch wenn ich sicherlich nie einen richtigen grünen Daumen bekommen werde. Spaß, das gebe ich offen zu, macht es mir aber tatsächlich trotzdem. Werde ich doch noch zu einem echten Mannskerl? Vermutlich nicht. Aber Hauptsache unser Garten sieht halbwegs anständig aus.

Nica

Beobachtungsbericht

Möwe in der Mittagspause

Ministerrat der rumänischen Katzendiktatur
Ministerium für Katzensicherheit

Hauptabteilung: Internationale Spionage
Unterabteilung: Langzeitobservation
Telefon: Schnurr-Knatsch-Quietsch

Betrifft: Balu und Lyssi
Wohnhaft: Casa Lysanda
Decknamen: Taube und Papagei

Für die Zeit vom 28.11.2016 bis 05.03.2017

Status: Gegen Ende des Jahres 2016 habe ich, Agent Möwe, erfolgreich meinen Beobachtungsposten „Viel zu kleine Kiste auf der Kommode“ eingenommen. Ich habe ihn bis Februar immer nur kurzzeitig für meine Pausen (Toilette, Futter, Erholung im Arbeitszimmer) sowie diverse Haus- und Umgebungserkundungen verlassen, um einen möglichst detaillierten Bericht über das Werken der beiden potentiellen Rebellenführer Taube und Papagei abliefern zu können. Meine Tarnung als Geliebte von Observationsobjekt Taube ist weiterhin voll intakt. Er ist unverändert gerne in meiner Nähe, putzt mich fleißig und informiert mich über wichtige Vorkommnisse sowohl in der Casa Lysanda als auch in der näheren Gegend. Ab und zu versucht er zwar mit mir zu spielen, diese Avancen muss ich jedoch aus professionellen Gründen immer ablehnen und weiße ihn entsprechend mit einem deutlichen Fauchen zurecht.

Taube in meiner Kiste

Meine Beziehung zu den Dosenöffnern, Deckname Knuddelriese und Futterlady, ist ebenso in einem hervorragenden Zustand. Zwar nehmen sie mich ab und zu hart ran und tropfen mir Drogen in die Augen – ich vermute, um mich gefügiger zu machen – bislang zeigen diese jedoch glücklicherweise keine Wirkung. Der Catnip-Ball ist da ein ganz anderes Thema aber ich benutze ihn selbstverständlich nur während meiner offiziellen Pausen! Ich erhalte außerdem regelmäßig ausreichend Nahrung (zweimal am Tag), bekomme ab und zu ein paar Leckerlis direkt an meinen Observationspunkt geliefert (aufstehen dafür liegt nicht in meiner Befugnis) und werde vor allem vom Knuddelriesen oft gut durchgeknuddelt. Meine Tarnung ist also auch hier vollkommen in Takt.

Observationen über Taube: Objekt Taube (so bezeichnet wegen den gurrenden Geräuschen, die er von sich gibt) ist weiterhin sehr auf Dosenöffner Knuddelriese bezogen. Als Knuddelriese im November für drei Wochen nicht im Haus war, konnte man ihm die Trauer sehr stark ansehen. Selbst bei einer eintägigen Abwesenheit vermisst er den warmen und vor allem großen Schoß des männlichen Dosenöffners. Für mich total unverständlich, da Knuddelriese es gar nicht so angenehm zu finden scheint, dass Taube auf ihm draufliegt. Zumindest hält er es auf der Couch nicht allzu lange aus und verscheucht Taube dann wieder. Taube entscheidet sich danach auf dem Ottomanen sitzen zu bleiben und sich Schlafen zu legen. Im Bett legt er sich hingegen immer außer Reichweite der Dosenöffner ans Fußende.

Abseits zu seiner innigen, wenngleich nicht wirklich in gleichem Maße erwiderten Beziehung zu Knuddelriese, ist er ein begeisterter Esser. Es ist zwar dank des hochwertigen Futters, das wir nun bekommen, nicht mehr ganz so schlimm und er geht nicht mehr so massiv in die Breite. Aber wenn auch nur die Chance besteht, dass es etwas zu futtern gibt, dann ist er gleich zur Stelle. Dabei geht er durchaus intelligent vor. So macht Dosenöffner Futterlady aktuell Experimente namens „Clickertraining“ mit ihm, bei denen er sich äußerst schlau anstellt und ziemlich schnell weiß, welches Verhalten Futterlady von ihm erwartet. Und er war schon immer absoluter Meister in der Katzenkönigsdisziplin „Süß und Knuddelig-Aussehen“.

Taubes Verhältnis zu Papagei lässt sich hingegen als „Vorsichtig“ zusammenfassen. Man merkt ihm an, dass er gerne mehr mit ihr machen möchte (vor allem balgen). Der große Gentleman ist aber sehr schüchtern und traut sich nicht so richtig an sie ran. Es ist zwar schon besser geworden über die letzten Monate und es gibt entsprechend mittlerweile hin und wieder Momente, in denen sie sich durch das Haus jagen. Aber so richtig viel Zeit möchte Taube weiterhin nicht mit Papagei verbringen. Verlassen die Dosenöffner das Haus, lässt auch er Papagei ganz alleine zurück.

Papagei mag Schuhe

Observationen über Papagei: Objekt Papagei (so bezeichnet wegen ihrer Vorliebe bei Dosenöffner Katzenlady im Bett auf der Schulter zu sitzen und ihrem hohen Mitteilungsbedarf) möchte endlich nach draußen. Nicht nur langweilt sie sich die meiste Zeit, da Objekt Taube nur selten mit ihr spielt. Sie hat natürlich auch mitbekommen, dass es da draußen vor den Türen und Fenstern etwas Interessantes gibt. Wenn Taube die Casa Lysanda durch die Katzenklappe betritt, wartet sie schon ganz hibbelig davor und springt Taube an. Warum die Dosenöffner sie immer noch nicht rauslassen, ist mir derzeit nicht bekannt. Ich habe sie nur von einer vierten Katze namens Pichu reden hören. Ich vermute hier einen direkten Zusammenhang, der sich aber noch erhärten muss. Weitere Berichte folgen.

Um meine Tarnung als fürsorgliche Mutter aufrecht zu erhalten, bringe ich ihr hin und wieder sowohl lebende als auch tote Mäuse mit. Sie hat das Konzept des Tötens zwar offensichtlich noch nicht verstanden aber immerhin ist sie dann einige Stunden beschäftigt und die Maus an einem Herzinfarkt gestorben. Sowie mag sie alle Arten von Tieren und sitzt immer sehr gespannt vor dem Fernseher, wenn gerade eine Tiersendung läuft.

Ansonsten ist sie sehr massiv auf Dosenöffner Futterlady bezogen und traut Knuddelriese nicht wirklich über den Weg. Morgens, wenn die Türen geöffnet werden, sprintet sie sofort zu ihr ins Bett. Und kaum sitzt Futterlady irgendwo, ist Objekt Papagei sofort wieder auf ihrem Schoss. Weiter ist festzuhalten, dass die kleine Scheißbratze (ich toleriere sie zwar aber mag sie überhaupt nicht – und lasse sie das auch immer wissen!) vor Wasser keinen Respekt hat, ähnlich wie Kessy mit Schuhen spielt und von der Toilette sehr fasziniert ist. Wenn einer der Dosenöffner sein Geschäft verrichtet, ist sie immer zur Stelle und schaut genau hin. Ich vermute eine massive Verhaltensstörung, die ebenso dafür verantwortlich ist, dass sie sich eher springend („Parkour“) und mit einem rasend hohen Tempo durch das Haus bewegt. Von geruhsamen Gehen hat sie wohl bislang noch nichts gehört.

Fazit: Die aktuellen Beobachtungen legen nahe, dass derzeit von Taube und Papagei keine Gefahr für unsere glorreiche Katzendiktatur ausgeht. Sie sind beide zu sehr mit sich selbst beschäftigt und alles andere als verbrüderte Rebellen. Ich empfehle dennoch die Fortsetzung der Langzeitbeobachtungen. Vor allem die bereits erwähnten, äußerst mysteriösen Entwicklungen rund um diesen ominösen „Pichu“ sollten weiter im Auge behalten werden. Dadurch könnte sich die gesamte Situation noch einmal verändern.

Gezeichnet

Agent Möwe

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