Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #44

Das alte CoolerMaster-Gehäuse

Bin schon irgendwie überrascht und begeistert davon wie fix es jetzt bei uns weitergeht. Als hätte der Abschluss der Handwerkerarbeiten irgendwie einen Staudamm gelöst oder so :smile: . Nachteil: Die Papiertonne wurde gerade erst geleert und ist schon wieder fast voll aufgrund der ganzen Lieferkartons.

Wir haben aber nicht nur Sachen bestellt. Vergangenen Montag haben wir auch den Feierabend genutzt, um eine kleine Reise durch die Baumärkte in der Umgebung zu machen. Ziel war es die Bauteile für unser Regal im Waschraum zusammen zu suchen (und zu kaufen – logischerweise). Außerdem war ein kleiner Abstecher zur TU Darmstadt zum Computerwerk mit dabei. Durch Corona hatte sich im Keller irgendwie sehr viel Computerkram angesammelt (u.a. mein altes Big-Tower-Gehäuse und die HDDs) und da ich eine faule Sau bin, der keinen Bock hat sich mit eBay oder ähnlichem rumzuärgern, spende ich den Kram einfach und mache damit hoffentlich den ein oder anderen Studenten glücklich. Mein MSI GE60 2OC hatte ich übrigens ebenfalls mit im Gepäck. Der Akku war schon länger kaputt und wirklich gebraucht habe ich es ebenfalls seit einer halben Ewigkeit nicht mehr. Zu wenig unterwegs und selbst dann lässt sich das Meiste heutzutage mit dem Smartphone erledigen. Entsprechend habe ich mich ohne großes Tränenvergießen endlich davon getrennt. Mein Netbook hatte ich bereits beim letzten Mal vor ein paar Jahren in ihre Hände übergeben. Bleibt also nur tatsächlich noch mein Hauptrechner übrig.

Die Bestandteile

Doch zurück zum Regal: Eine Wand mit max. 4,2m Breite und aufgrund der Abwasser- (Mitte) und Heizungsrohre (Decke) ungefähr 1m nutzbare Höhe wollten wir füllen. Und anders als im Öltankraum ist mit auf dem Boden stellen aufgrund des Abwasserrohrs nicht möglich. Die Lösung war wie schon im Arbeitszimmer und Kabuff ein 08/15-Regalsystem mit Schienen an der Wand und entsprechenden Trägern. Gefühlt scheint es die Dinger in den Baumärkten nur von Element System zu geben. Keine Ahnung, ob die da tatsächlich ein Patent darauf haben oder unsere Baumärkte ihren Verkäufern schlicht zugänglicher sind. Ist aber auch egal: Es funktioniert und ist nicht sonderlich kompliziert. Als Bretter haben wir uns am Ende für zwei 2×0,40m lange Regalböden in weiß entschieden. Nicht nur waren die tatsächlich mit 19€ billiger als die 08/15-unbeschichteten Kiefer/Fichte-Bretter (fingen bei 22€ an). Sie haben außerdem den Vorteil, dass sie aufgrund ihrer Verkleidung besser sauber zu halten sind.

Insgesamt haben wir acht Schienen mit je 1m, 24 Träger mit 40cm, zwei Päckchen Schrauben und Dübel sowie sechs Böden in Lysandas kleinen Chevrolet Spark gepackt – 170€ *uff*. Aber wie heißt es frei nach der bekannten Kreditkartenwerbung? “Mehr Lagerplatz: Unbezahlbar”.

Aufbau

Die noch leere Kellerwand

Dienstagabend haben wir das Ding dann aufgebaut. Hat am Ende doch irgendwie drei Stunden gedauert obwohl es nicht sonderlich kompliziert ist. Ursprünglich hatten wir sogar geplant alle Schienen mit mindestens drei Schrauben an der Wand zu befestigen. Nachdem mir die erste Mittelschraube allerdings beim reinschrauben abgebrochen ist, haben wir es erstmal mit nur zwei versucht. Und siehe da: Trotzdem bombenfest. Musste ich also nur 16 Löcher bohren *yay*.

Geholt hatten wir uns in Bezug auf die Schrauben das Set ebenfalls von Element System. Hing (logischerweise) nebendran und es ist ja immer gut, wenn man sich wegen dem “Passt es dazu?” keine Gedanken machen muss. Ganz so glücklich sind wir damit aber nicht geworden. Die Kreuzschraubenköpfe (sind eigentlich Torx-Fans) sind gefühlt extrem empfindlich und waren sofort durch, wenn der Akkuschrauber auch nur mal kurz überdreht hat. Musste sehr behutsam und langsam arbeiten. Am Ende blieb es bei drei Ausfällen (eine abgebrochene, zwei mit kaputtem Kopf) und in der Wand halten sie trotzdem, so ist es nicht. Aber das nächste Mal holen wir uns die Schrauben dann doch lieber wieder separat.

Die letzte Herausforderung war es dann die Bretter in ihre Position auf die Träger zu bringen. Wie es sich für ein Haus älteren Baujahrs gehört, sind die Wände nämlich alles andere als gerade. Entsprechend waren die Schienen zwar theoretisch perfekt und Millimeter *wink* genau befestigt – an der ein oder anderen Stelle mussten wir aber dennoch nachhelfen. Entweder mit etwas roher Gewalt (ohne Rücksicht auf die Beschichtung) oder bei zwei Bretter mit dem Bohrer, um Platz für die Trägernase zu schaffen. Unschön aber was will man machen? Bitte? Ganz viel? Mag sein, aber wir haben es so gemacht und es ist unser Keller also Ruhe da hinten!

Inhalt

Jetzt haben wir also haufenweise Lagerplatz im Keller geschaffen. Vier Schwerlastregale im Öltankraum, die zusammen ebenfalls 3,6m Länge ergeben, und eben das riesige Regal im Waschraum. Geniale Sache, aber so in der Form dann doch noch nicht ganz Einsatzbereit. Der Zustand der Schwerlastregale im Werkraum hat uns nämlich eins gelehrt: Einfach nur das Zeug ins Regal packen führt über kurz oder lang ebenfalls nur zu Unordnung. Stattdessen ist Lysanda mittlerweile klarer Fan von Aufbewahrungsstapelboxen. Und da viel Regalfläche bereitsteht… hat sie echt viele Boxen gekauft. 45 Stück sind es derzeit (man weiß ja nie, ob es nicht noch mehr werden) in drei Größen – macht summa summarum nochmal knapp 300€. Alter Schwede. Was tut man nicht alles, nur damit die Hütte aufgeräumt ist.
Die Boxen gehören alle der SmartStore Classic-Reihe* von Orthex an. Warum? Ganz einfach: Es gibt sie in derzeit 20 verschiedenen Größen, sie sind ineinander stapelbar und haben einen (optional) festklemmbaren Deckel dabei. Optional heißt: Die Klemmdinger an den Griffen lassen sich relativ einfach ab und wieder dran machen, wenn man sie nicht braucht. Sehr cool.

Die nicht mehr leere Kellerwand

Lysanda hatte das Regal im Waschraum exakt so geplant, dass in jedes Fach im Minimum eine SmartStore Classic 15* reinpasst. Die ist 40x30x18cm groß. Und wer in Mathe aufgepasst hat, stellt nun fest das bei 4,2m theoretisch exakt 14 Stück nebeneinander ins Regal gestellt werden können. Wir haben es bei 13 belassen. Aber ja, deswegen diese auf den ersten Blick riesige Menge an Boxen. Ein paar kommen auch in die Schwerlastregale (alt wie neu), um z.B. den ganzen Kram zum Streichen/Verputzen oder sowas wie Wasser/Abwasser-Ersatzteile endlich mal ordentlich zu lagern. Können die Dinger echt nur empfehlen. Gut in der Handhabung und Platzsparend in der Lagerung bis man sie braucht.

Epilog

Im Keller heißt es nun noch die Wasserwand wieder flicken (bislang weiterhin trocken *yay*) und eben die Regale füllen mit dem dazugehörigen Aufräumen im restlichen Haus. Haben schon einiges geschafft aber es gibt trotzdem noch viel zu tun. Es sammelt sich halt doch irgendwie überall über die Zeit Kram an, den man irgendwie nicht loswerden kann/will/etc.

Und auch auf der Terrasse geht es weiter. Ich hab‘ es nämlich endlich geschafft das alte Silikon unter den Wandfliesen rauszuholen. Jetzt heißt es die Fläche zu säubern, dann die Löcher zu verschließen und die ganze Chose auf der Fläche zu versiegeln. Aber wie immer gilt: Ich werde euch selbstverständlich darüber berichten :smile: . Bleibt also gespannt! Oder auch nicht… bin ja nicht euer Chef.

The Last of Us: Part I (Herstellerbild)

The Last of Us: Part I für PlayStation 5 und PC also… Dabei ist das Original doch erst 2013 auf der PlayStation 3 erschienen. Die “Remastered”-Version dann 2014 für die PlayStation 4. Gibt es echt schon Leute, die nach nur acht Jahren total nostalgisch sind und sehnsüchtig darauf warten, dass der Titel neu aufgelegt wird? Ist die PS4-Version so unspielbar hässlich? Zumindest lässt sie sich auf der PS5 auch starten meines Wissens. Ich verstehe es entsprechend nicht. Okay, das stimmt natürlich nicht: Da sind die “Gamer”, die immer nur das Neuste mit der besten Grafik zocken und alles andere nicht mit dem Hintern anschauen. Dann die PlayStation-Fanboys, die eh alles kaufen was für ihre Plattform kommt, um den Xbox-Fanboys den Mittelfinger zeigen zu können. Und es verschafft der IP natürlich einen weiteren Medienzyklus. Da steckt also extrem viel sichere Kohle dahinter. Dazu der vergleichsweise geringe Aufwand für diese Art von Remake (kein Vergleich zu Final Fantasy VII Remake Intergrade*) und schon ist es ein No-Brainer für Sony so einem Projekt das grüne Licht zu geben.

Aber gut: Was soll ich mich darüber aufregen. Ich kann es eh nicht ändern und es wird unter Garantie sowohl die Kritiker wieder begeistern als sich auch erneut wie geschnittenes Brot verkaufen. Insofern macht Sony es genau richtig. Ich für meinen Teil habe zwar das Original für die PS3 im Haus, aber ich hab‘ mich bis heute paradoxerweise nur mit dem Mehrspielermodus beschäftigt. Die PC-Version wird hingegen auf meine Wunschliste gepackt und dann irgendwann mal bei irgendeinem Sale oder dank eines Bundles ihren Weg in meine Bibliothek finden. Ob ich es vor 2060 tatsächlich gespielt beomme? Schauen wir mal. Das hängt heutzutage sehr stark von meiner Tagesform ab. Aktuell ist es ja mal wieder zu warm zum kacken – geschweige denn zum spielen :smile: . Vielleicht gibt es bis dahin dann auch schon eine PC-Umsetzung von The Last of Us: Part II.

Das wiederum finde ich im Gegensatz zu den besagten PlayStation-Fanboys hingegen mega-gut. Endlich hat Sony verstanden wie lukrativ der PC-Markt sein kann, wenn man gute Spiele mit einem guten Port kombiniert. Wobei der ein oder andere schlechte Port sich trotzdem extrem gut verkauft, nicht wahr From Software? Ja, die PlayStation-First-Party-AAA-Titel werden weiterhin erstmal für einige Zeit nur exklusiv auf ihrer Plattform verfügbar sein. Aber nur weil die PS4-Version von Horizon: Zero Dawn* bereits 2017 erschienen ist, war und ist auf dem PC kein wirklich schlechteres Spiel. Im Gegenteil sieht es sogar nochmal wesentlich genialer aus mit entsprechender Hardware. Insofern lasse ich gerne allen anderen den Vortritt, wenn das Ergebnis am Ende so gut ausfällt.

Und sonst?

Aliens: Dark Descent (Herstellerbild)

In den Nicht-E3-Wochen war ja grundsätzliches einiges los. So viele Showcases von den unterschiedlichsten Quellen. Keine Ahnung wie die ESA glaubt dem 2023 irgendetwas entgegen zu setzen. Das “Hauptevent”, Summer Game Fest Showcase, war da schon fast das Langweiligste. Zumal es weniger Neuankündigungen dieses Mal hatte – was mich persönlich nicht sonderlich stört. Lieber kurz vor Release erst zeigen statt Jahre lange nichts mehr davon hören. Über alle Showcases hinweg wurden mehrere hundert Spiele in diversen Entwicklungsstatus gezeigt mit überraschend wenig Doppelungen. Allein in der Wholesome Games Direct waren es mehr als 90 Stück. Das ist schon fast wieder viel zu viel, um da noch mithalten zu können.

Entsprechend praktisch finde ich es wie voll Steam mittlerweile in die Sache integriert ist – natürlich nur bei Titeln, die auch auf PC erscheinen. Für 90% der gezeigten PC-Spiele gab es bereits eine entsprechende Seite dort. Da kann man sich gleich weiter darüber informieren und ggf. den Wishlist-Button drücken. Perfekt für die interessierten Spieler, die es sonst unter Umständen gleich wieder aus den Augen verloren hätten. Manchmal gibt es sogar schon eine Demo dann während des Steam Next Fest. Übrigens ebenfalls so eine Entwicklung, die ich extrem gutheiße. Demos waren ja einige Jahre tatsächlich komplett aus der Mode gekommen – selbst auf den Konsolen. Entsprechend schön zu sehen, dass mittlerweile wieder ein Comeback feiern. Der Bedarf ist offensichtlich da und geschadet hat es vermutlich den wenigsten Titeln. Eher das Gegenteil dürfte der Fall sein.

Die Steamseiten passend zu den Streams sind auch für meine Arbeit bei Co-Optimus ist es eine unglaubliche Zeitersparnis. Man würde ja eigentlich erwarten, dass es von den Veranstaltern zumindest im Nachgang ein nettes Paket oder eine Webseite mit einer Übersicht über alles Gezeigte mit rudimentären Informationen gäbe. Aber nein, ich muss jedem Titel einzeln nachrecherchieren. Entsprechend gut, wenn ich einfach in Steam den Namen eintippen kann und dank der Tags zumindest sofort die Frage geklärt bekomme, ob es überhaupt ein Koop-Spiel ist.

Blind durch den Wald

Agent 64: Spies Never Die (Herstellerbild)

Die gezielte Recherche hatte natürlich gleichzeitig den Nachteil, dass ich inhaltlich faktisch nicht wirklich viel mitbekommen habe abseits besagter Koop-Titel (von denen es heuer nicht so viel gab, wie 2021). Wer also gerne meine Meinung zum ein oder anderen Werk erfahren wollte, den muss ich enttäuschen. Ich hab‘ vermutlich nicht einmal den Trailer angeschaut :smile: . Ich lade euch aber selbstverständlich wie immer ein eure Meinung zum Event und eure Top-Titel in die Kommentare zu packen.

Es ist aber auch grundsätzlich so, dass ich leider nur erneut feststellen kann, dass mich das ganze Tamtam persönlich einfach absolut nicht mehr interessiert. Ja, natürlich sieht das ein oder andere Spiel cool und interessant aus und reizt mich vielleicht sogar. Aber meine Steam Wishlist umfasst mittlerweile auch schon über 1.000 Titel (DLCs nicht mitgezählt) obwohl ich mich von Early-Access-Titeln fernhalte und fast nur bereits erschienene Werke auf die Liste setze. Entsprechend ist die Realität schlicht und einfach, dass ich in diesem Leben eh nicht mehr dazu kommen werde. Entweder der jeweilige Titel landet irgendwann auf diversen Wegen in meiner Bibliothek und in einem Anfall starte ich es mal oder ich werde es wohl nie zu Gesicht bekommen. Ist halt so. Geht euch sicherlich nicht anders. Das ist halt der Nachteil der heutigen Zeit: Es ist überall alles zu viel des Guten.

In diesem Sinne: Ich muss zurück auf meine Insel in Animal Crossing: New Horizons*. Ich habe meine Routine für heute noch nicht abgeschlossen (Steine klopfen, mit den Bewohnern reden, etc.). Aber dafür bereits mehrere tausend Rüben gekauft. Hoffentlich ist der Markt mir wieder gnädig. Letzte Woche hatte ich einen starken Anstieg – bei 100 eingekauft und bei 500 verkauft. Da waren Nooks Schulden aber sowas von sofort getilgt!

Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #43

Die nasse Wand

Dinge, auf die man verzichten kann – vor allem an einem Sonntag, Ausgabe #323: Wasser, das durch die Wand in den Keller läuft. Aber fangen wir von vorne an: Als der Maler endlich fertig war und wir Ende Mai mit unseren Arbeiten anfingen, fiel Lysanda plötzlich etwas auf: Im Waschraum hatte sich auf einer relativ großen Fläche die Farbe an der Außenwand gelöst. Bei genauerem Hinsehen war dann auch der Salpeter sichtbar. Oder auf Hochdeutsch: Scheiße, die Wand ist nass! Und zwar an der Stelle, an der das neue Abwasserrohr seit Frühling 2020 das Haus verlässt. Ebenfalls gut erkennbar: Unter dem Abwasserrohr feucht, darüber nichts.

Die Vermutung war entsprechend recht schnell, dass die Tiefbaufirma auf irgendeine Art und Weise beim Abdichten der Mauer Mist gebaut hatte. Spoiler: Die Vermutung sollte sich bestätigen. Ich hab’ dann entsprechend direkt dort angerufen und für den 20.6. einen Termin ausgemacht. Erst so spät, weil die wegen Urlaubszeit kein Personal hatten und bislang war ja „nur” die Wand am feucht werden.

Beschleunigte Maßnahmen

Am Ende sollte es dann doch nicht so lange dauern, denn am 5.6. kam bei uns eine kurzer aber heftiger Regenschauer runter. Lysanda schlug mir vor doch mal runter in den Keller zu gehen und nach dem Rechten zu sehen. Eine gute Empfehlung, denn aus zwei Löchern rechts vom Abwasserrohr floss nun das Wasser raus. Haben es zum Glück relativ früh gemerkt (war erst dabei sich im Raum zu verteilen) und der Wolkenbruch war auch schnell wieder vorbei. Aber es war schon genug, um am Ende den Waschsauger zweimal zu füllen. Habe ich das Ding eigentlich schon oft genug gelobt? Erst zwei Jahre im Haus und bereits mehrfach (auslaufende Waschmaschine, auslaufende Heizung, auslaufende Außenwand) extrem hilfreich gewesen. Wenn ich das alles immer nur mit Handtüchern und Kram hätte wegmachen müssen…

Hier läuft Wasser

Wir haben dann zwar fix ein kleines Provisorium mit leeren Plastikkisten und Handtüchern installiert (=Handtücher nehmen das ankommende Wasser auf und geben es dann dank der Schwerkraft in die Kisten ab). Es war aber klar, dass wir nicht noch drei Wochen warten wollen bis sich die Situation überhaupt mal jemand anschaut – vom Beheben war da noch gar keine Rede. Nach dem Feiertag also direkt nochmal angerufen und klar gemacht, dass da früher was passieren sollte. Gesagt getan: Tags darauf kam der Chef vorbei, Donnerstagabend dann der Anruf zur Terminvereinbarung und Freitag um 10 Uhr standen zwei Arbeiter vor der Haustür. Sehr gut.

Der Übeltäter

Ich habe den beiden kurz die Fotos vom offenen Graben von damals gezeigt. Anschließend haben sie die Stelle wieder aufgemacht. Auf den ersten Blick war nichts zu sehen. Die Dichtungsringe waren überall drin und anders als von ihnen vermutet (schlechtes Zeichen!), wurde anscheinend auch der Zement nicht vergessen. Entsprechend war trotz halboffenem Graben irgendwie unklar, wo das Problem liegt. Während ich den Schlauch in den Keller schaffte für einen Spültest, grub der Arbeiter aber tiefer, um quasi das gesamte Rohr freizulegen. Und prompt war das Problem gefunden: Die Kollegen von damals hatten zwar pflichtschuldig den (wasserundurchlässigen) Zement ausgepackt, aber damit warum auch immer nur die Oberseite des Rohrs bedeckt. Untendrunter war abseits der Noppenfolie keinerlei Schutz vorhanden. So hat sich über die letzten zwei Jahre bei jedem Regen langsam aber sicher das Wasser von dort in die Außenwand und nun eben durchgeschafft. *stöhn*

Oben hui, unten pfui

Joa… muss man nicht haben. Aber immerhin wurde das Problem zügig gefunden und die Behebung war ebenfalls kein großer Akt. Ungefähr eine Stunde, dann war die Sache erledigt und die Wand sollte wieder dicht sein. Einer der Arbeiter hat zumindest vollmundig versprochen, dass das jetzt 100 Jahre hält. Mal schauen :smile: . Gleichzeitig hoffe ich, dass sie an der anderen Hauswand (2. Abwasserrohr, Einführung von Wasser und Gas) sorgfältiger gearbeitet wurde und da nicht demnächst noch weißer Flaum an der Innenwand auftaucht. Jetzt heißt es erstmal warten bis die Wand durchgetrocknet ist und dann den Putz/Farbe erneuern. Aufgrund der aktuellen Außentemperaturen aber sicherlich nichts, was mehrere Monate dauern wird.

Und falls ihr euch fragt, wer diesen Sondereinsatz bezahlt: Der Tiefbauer. Wir sind noch voll in der Gewährleistung (für diese Art von Arbeit min. 4 Jahre) und es ist mehr als offensichtlich, dass seine Mitarbeiter das verbockt haben. Da gibt es (hoffentlich) keine Diskussion. Und in diesem Fall würde ich selbst bei abgelaufener Gewährleistung mit ihm in die Bütt gehen… kann ja nicht angehen sowas.

Stinkige Teile

Das fertige Regal

Aber auch wir waren weiter fleißig – mit dem Ergebnis, dass es aktuell im Keller irgendwie stark mieft. Keine Ahnung was für ein Holz das ist oder mit was es bearbeitet wurde, aber holla die Waldfee das ist echt heftig. Und zwar haben wir im Öltankraum die ersten Regale aufgebaut. Nichts Besonderes. Einfach nur vier Schwerlastregale aus dem Baumarkt für insgesamt um die 100€. Im Prinzip dieses* Modell. Allerdings fiel dieses Mal anders als im Werkraum nicht die Wahl auf die Regale von toom. Kein besonderer Grund außer, dass toom anscheinend in der Zwischenzeit die Preise um 10€ erhöht hat.

Allerdings muss ich sagen, dass das andere Modell (gibt es von diversen Firmen) auch wesentlich angenehmer in Bezug auf das Zusammenbauen war – nachdem wir es verstanden hatten. Netterweise hat uns der Verkäufer nämlich per E-Mail eine Anleitung geschickt, die wir statt der in der Verpackung nehmen sollten. Pflichtbewusst habe ich das natürlich getan und mir nur Probleme damit eingehandelt. Ich hatte nämlich Teile, die irgendwie in der Anleitung nicht vorkamen. Also haben wir uns dann doch mal die in der Verpackung angeschaut und siehe da: Die passte irgendwie wesentlich besser zu unserem Produkt :smile: .

Besagte Laschen

Die zwei Hauptunterschiede zwischen den neuen und den toom-Regalen (die es ebenfalls in gleicher Form auch woanders gibt) sind wie die Bretter im Regal liegen und – viel wichtiger – wie die Bauteile zusammengesteckt werden. Während im aktuellen Modell die Bretter einfach nur auf dem Rahmen aufliegen, sind sie im toom-Modell eingelassen. Das macht sie gefühlt etwas stabiler und vertrauenserweckender obwohl beide Regale auf 175kg pro Fach ausgelegt sind. Beim Zusammenstecken setzt das toom-Regal hingegen auf komische Nasen, die ihr in die Öffnungen in den Stangen reinschlagen müsst. Das ist zwar gefühlt stabiler aber – wie ich damals schon geschrieben hatte – extrem anstrengend und wetterabhängig beim Zusammenbau. Das neue hat hingegen einfach Laschen und Ösen, die ihr ineinandersteckt und 2-3mal mit dem Gummihammer draufhaut, um sie fest zu machen. Anschließend noch mit der Zange an ein paar Stellen umknicken und schon passts. Wirkt im ersten Moment ziemlich wackelig aber sobald alles drin und dran ist, stehen sie trotzdem genauso gut wie die toom-Regale und erscheinen stabil.

Nur der Gestank… der war bei den toom-Regalen definitiv nicht in dieser Form vorhanden. Das lässt sich gar nicht beschreiben und ich hoffe, dass gibt sich bald wieder. Fast nicht zum Aushalten und ein derber Minuspunkt für dieses Modell. Hab’ für das letzte Regal übrigens ~30min gebraucht. Das erste hat noch 1 1/2 Stunden verschlungen. Bei Regal Nr. 2 habe ich hingegen am Finger auf ca. 1cm Länge die oberste Hautschicht abgeschabt. Merke: Wenn in der Anleitung steht, dass man Handschuhe anziehen sollte, dann zieht gefälligst Handschuhe an!

Epilog

Unser nächster Schritt im Keller ist nun meine alte Garderobe wieder aufzuhängen (für Sommer/Winter-Wechsel) und die Bauteile für das Regal im Waschraum zu kaufen. Da dort ja das Abwasserrohr quer über die Wand verläuft, können wir keine normalen Stehregale hinstellen. Stattdessen werden wir uns hier ein Wandregal zusammenbauen wie im Kabuff. Und dann geht’s endlich ans Aufräumen! Aber wie immer: Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden :tongue: .

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