Animal Crossing; New Horizons (Herstellerbild)

Ungefähr vier Monate hat es dieses Mal nur gedauert bis meine Animal Crossing-Sucht tatsächlich schon wieder vorbei war. Technisch gesehen ging es sogar noch etwas schneller, weil ich bereits gegen Ende nur noch aus Pflichtbewusstsein die täglichen Aufgaben erledigt habe und nicht viel mehr auf meiner Insel machte.

Hauptgrund dürfte mein Erfolg auf dem Rübenmarkt gewesen sein – quasi dem ins Spiel integrierten Cheatcode. Als ich ein paar Mal so richtig abgesahnt hatte (“Großer Spike”), mit den gesammelten Millionen alle Kredite bei Tom Nook abbezahlen konnte und trotzdem noch genug Sternis im Bankkonto habe, um mir alles leisten zu können, war die Luft definitiv raus. Ja, ich könnte noch die Museums-Sammlung fertig stellen (bislang nur die Fossilien abgeschlossen) und meine Insel auf fünf Sterne (aktuell bei vier) aufmotzen. Aber als ich aufgrund unserer Dienstreise Mitte August zwei Tage nicht ins Spiel schauen konnte, entschied sich mein Gehirn anschließend, dass es nun genug mit dieser Arbeitsbeschäftigungsmaßnahme ist – und ich stimme ihm natürlich voll zu :smile: .

Gleichzeitig hatte ich damit sogar mal für ein paar Wochen komplett mit dem Spielen aufgehört. Die Luft war schon die Wochen davor aus diversen Gründen irgendwie ziemlich raus. Nach dem Wegfall von Animal Crossing: New Horizons* blieb entsprechend nichts mehr übrig. Diese vollständige Abstinenz wurde tatsächlich erst vergangenen Montag durch 2-3 Level Super Mario 3D World + Bowser’s Fury* und am Samstag mit 1-2 Stunden Metro Exodus* (endlich Gebiet #1 erledigt) durchbrochen.

Mal schauen ob ich so langsam wieder zurück in den “Groove” finde. Wäre zwar grundsätzlich nicht schlimm, wenn nicht – gibt ja sonst noch genug zu tun (Lesen, Filme/Serien, am/im Haus arbeiten, etc.). Aber mit dem Kaufen von Spielen habe ich in der Zeit nicht aufgehört. Landete weiterhin (fast) jedes Bundle von Fanatical und Humble Bundle in meinem Warenkorb plus dem ein oder anderen zu verlockendem Angebot auf Steam (~60 neue Einträge seit 15.08.). Und damit muss ich doch mehr machen als nur einen Eintrag in einer ewig langen Excel-Tabelle vornehmen, oder? *verzweifelt* ODER?! :sad: Bin wohl doch nur noch ein Hobby-Buchhalter…

Radikaler Themenwechsel

Apropos Filme/Serien: Nach dem (wahnsinnig traurigen) Finale von The Big C musste natürlich was Neues her für das (unregelmäßige) abendliche “auf der Couch herumlümmeln”. Und statt zum Ausgleich nach etwas Fröhlichem wie einem Anime oder einer Komödie zu greifen, habe ich Chernobyl* eingelegt – die fünfteilige Miniserie von 2019.

Das Unglück von 1986 fasziniert mich schon seit… ja, mittlerweile Jahrzehnten. Meine Vermutung ist, dass es mit der Lektüre von Gudrun Pausewangs Jugendroman-Klassiker Die Wolke* von 1987 begonnen hat. Sie hatte das Werk direkt als Reaktion auf das Desaster in Tschernobyl verfasst und ihn sogar in der Nähe meiner alten Heimat angesiedelt (ein Super-GAU im AKW Grafenrheinfeld). Auch wenn ich viele der darin enthaltenen Anti-AKW-Ansichten heute nicht mehr ganz so unterschreiben würde: Die Geschichte an sich ist immer noch krass. Aber nichts ist bekanntlicher krasser als die Realität und diese wird in Craig Mazins Serie so unverblümt dargestellt wie selten.

Eine beklemmendes Werk

(Cover)

Wie der Name Chernobyl schon andeutet, geht es um die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Die Serie erzählt relativ realitätsgetreu “Highlights” des Unglücks und seinen Folgen hauptsächlich aus der Perspektive von Walerie Legassow (Wissenschaftler und Mitglied der Tschernobyl-Kommission) und Boris Schtscherbina (Leiter der Tschernobyl-Kommission). Ein besonderer Fokus liegt logischerweise auf den Momenten direkt vor und nach der Reaktorexplosion. Die ganze letzte Folge ist beispielsweise nichts anderes als eine genaue Rekonstruktion der Ereignisse umrahmt von einer Gerichtsverhandlung (an der Legassow in der Realität nicht teilnahm). Aber auch andere wichtige Momente werden zumindest kurz gezeigt: Das Säubern der Zone durch die Liquidatoren (mit Fokus auf das Kraftwerkdach und der Tierwelt), der Einsatz der drei Taucher (retteten damals Eurasien vor der ultimativen Katastrophe), der Bau eines Schachts unter dem Kraftwerk durch Minenarbeiter und noch einiges mehr. Dazwischen haufenweise Lug und Betrug durch alle Beteiligten, nur um zu gefallen, nicht schlecht da zu stehen und/oder nicht erschossen zu werden. Mit der entsprechenden Konsequenz, dass am Ende alles nur schlimmer wurde. Wenn ich mir die Welt so anschaue, haben wir uns in der Hinsicht bis heute nicht geändert – im Kleinen wie im Großen…

Beim Christoph meint: Die Serie bekommt von mir uneingeschränkte 5 von 5 Sics. Mein einziger echter Kritikpunkt ist, dass sie viel zu kurz ist. So viele interessante Ereignisse, die trotz fünf Stunden Zeit, wenn überhaupt nur gestreift werden. Ansonsten haben Drehbuchautor Craig Mazin und Regisseur Johan Renck wirklich fantastische Arbeit geleistet und das Unglück für den Zuschauer greifbar und verständlich auf den Bildschirm gebracht. Das führt zwar zu der ein oder anderen historisch nicht ganz so korrekten Situation (wie besagter Monolog von Legassow im Gericht), aber im Sinne der besseren Erzählung ist das absolut verschmerzbar. Im Ergebnis erwartet den Zuschauer ein bedrückendes aber bildgewaltiges Werk über ein einschneidendes Ereignis, das das Leben vieler Millionen Menschen dauerhaft verändert hat. Nicht nur eine klare Empfehlung, sondern aus meiner Sicht sogar ein absolutes Pflichtprogramm.

Weiterführende Lektüre

Wer sich nach dem Genuss der Serie noch tiefer in die Materie einarbeiten will, dem lege ich Chernobyl 01:23:40* von Andrew Leatherbarrow ans Herz. Es ist die – zumindest soweit mir bekannt – detaillierteste, akkurateste und selbst für “Normalos” verständliche Erklärung des Desasters und seinen Folgen. Und wenn ihr dann noch nicht genug habt, dann lest Voices of Chernobyl*. Wie der Name schon andeutet, kommen darin haufenweise Zeitzeugen zu Wort und erzählen ihre Sicht der Ereignisse. Beide Werke stehen soweit ich weiß nur auf Englisch zur Verfügung.

Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #46

Ein (fast) aufgeräumter Werkraum

Erinnert ihr euch noch an das Foto im Eintrag vor vier Wochen? Da sah’ es im Werkraum noch etwas wild aus, obwohl ich steif und fest behauptete, es wäre bereits aufgeräumter. Mittlerweile ist das Chaos tatsächlich komplett verschwunden. Alles was wir behalten wollen hat im Keller seinen Platz gefunden – also zumindest theoretisch. Praktisch ist noch nicht alles dort, wo es später hinsoll. Das liegt daran, dass unter dem ganzen Chaos ein paar kleinere Baustellen aufgetaucht sind.

Problemstellen

Da wäre beispielsweise die eine Stelle am Boden, an der sich ein Fußabstreifer mit dem Metaacryl verbunden hatte. Keine Ahnung warum. Vielleicht hat das “Bremsmaterial” unter dem Fußabstreifer mit dem Boden reagiert. Oder es war das Fett, dass sich aus dem Kontaktgrill herausgearbeitet hat, den ich darauf abgestellt hatte.

Bitte? Ja, unser Kontaktgrill ist tatsächlich schon seit – nun, mittlerweile Jahren im Keller. Dabei hatte ich ihn 2015 noch so überschwänglich gelobt. Grundsätzlich bin ich auch immer noch ein Fan von dem Ding. Aber der Reinigungsaufwand ist halt höher als bei einer Pfanne. Das war kein Problem als wir noch sonntags die komplette Bürowoche vorbereitet haben. Aufgrund der Pandemie, dem stärkeren Fokus auf Home Office und der damit verbundenen Möglichkeit fast jeden Tag frisch zu kochen, wurde der Griff zur Pfanne irgendwie effizienter. Deswegen wohnt er aktuell hauptsächlich im Keller.

Außerdem hatten sich an zwei Stellen des Bodens Blasen im Metaacryl gebildet. Keine Ahnung warum das passiert ist. Vielleicht hatten wir an den Stellen nicht den Dreck komplett weggemacht, weshalb sich die Farbe nicht verbinden konnte. Oder es war irgendwie Wasser oder so drunter gelaufen. Auf jeden Fall ließ sich der Belag mit einem Spachtel ziemlich einfach wieder entfernen. Somit muss ich zumindest einen Teil des Bodens nochmal überstreichen.

Hindernisse

Wand kaputt, Boden kaputt

Genau das wollte ich am Samstag eigentlich tun. Dann habe ich aber festgestellt, dass an der Fensterwand nicht nur etwas Farbe lose war, sondern am Sockel auch der Putz. Ergab zwei größere Löcher als ich den dort entfernt habe. Auch hier: Keinen Schimmer, warum das passiert ist. Die Wand sieht ansonsten nicht feucht aus (nur sehr sandig). Aber die Konsequenz war: Tiefengrund auftragen und dann am Sonntag eine Runde Knauff Rotband* draufklatschen. Jetzt heißt es abwarten bis er trocken ist, nochmal Tiefengrund drauf, anschließend die Wand streichen und DANN kann ich endlich den Boden reparieren.

Erst wenn der Boden fertig ist, wandern die paar verbliebenen Sachen an ihre Plätze im Raum. Außerdem gilt es noch einiges zu verschenken/zu verkaufen. Aber ich lehne mich mal aus dem Fenster und erkläre das Aufräumen des Kellers hiermit für beendet. Sieht so viel ordentlicher da unten aus als vor einem halben Jahr. Kann ich nur empfehlen :wink: . Haben technisch gesehen gar nicht so lange dafür gebraucht. Angefangen haben wir im Keller ja erst so richtig im Juni mit dem Aufbau der Schwerlastregale und dem Riesenwandregal. Haben halt nicht jeden Tag was gemacht und dann mussten wir auch noch auf eine weitere Kistenlieferung warten – deren Inhalt größtenteils in einem kaputten Zustand ankam.

Die Kunst des Verpackens

Wir hatten zwei Sorten Stapelboxen bestellt, insgesamt 25 Stück, die Hälfte davon war mehr oder weniger stark beschädigt. Warum? Weil sie schlecht verpackt waren und quasi frei im Karton hin- und hergeflogen sind. Und dann wollte der Versender für die Reklamation auch noch, dass wir trotz Fotos die kaputten Sachen zurückschicken. Was für eine absolute Ressourcenverschwendung. Aber wenn sie meinen. Dann musste ich sie wenigstens nicht entsorgen und solange wir am Ende unser Geld wiederkriegen (was passiert ist)…

Trotzdem verstehe ich nicht, warum viele Firmen scheinbar nicht in der Lage/gewillt sind ihr Zeug richtig zu verpacken. Unsere letzte Katzenfutter-Lieferung von ZooRoyal war auch größtenteils stark beschädigt (=massiv eingedellte Dosen). Das ist nicht nur für uns ärgerlich, weil wir die eigentlich einlagern wollten und sie stattdessen wg. ansonsten langfristiger Explosionsgefahr bevorzugt verfüttern müssen. Es sind ja auch Aufwand und Ausgaben für den Versandhändler. Das dürfte sicherlich weit mehr sein als die paar Euro, die es kosten würde schon im Vorfeld für eine anständige Verpackung zu sorgen. Zumal es in den meisten Fällen durchaus offensichtlich ist, warum die Sache in die Hose gegangen ist. Die letzte Lieferung mit Katzenstreu von Fressnapf beispielsweise, bei der die mitbestellte Stiege Katzenfutter zuerst in den Karton gepackt wurde statt umgekehrt. Kein Wunder, dass der Sack dann beim Transport ein großes Leck bekam. Vielleicht war er sogar schon im Lager hinüber, als er reingepackt wurde. Nene, das müsste definitiv nicht sein.

Und nein, ein Händler vor Ort wie Fressnapf ist leider keine Lösung. Mal abgesehen vom begrenzten Angebot (nicht alle unsere Marken und häufig keine 800g-Dosen), können die Preise halt meist überhaupt nicht mit den Rabatten im Netz mithalten. Bei einem Einkauf für fünf Katzen machen selbst 5ct pro Dose einen sehr großen Unterschied (im August 400€ bei ZooPlus* gelassen) – und als Bonus muss ich weniger durch die Gegend schleppen :smile: .

Sagen wir wie es ist: Ich war in meiner Kindheit eine absolute Heulsuse. „Zu nah am Wasser gebaut”? Eher an einem ganzen Wasserplaneten. Ich hab‘ sogar in der Grundschule mal geweint, weil mein Banknachbar (!) eine schlechte Note bekommen hat… Leider muss man sagen, dass unsere Gesellschaft damit überhaupt nicht umgehen kann – vor allem bei männlichen Vertretern. Es wird einem sofort als Zeichen der Schwäche ausgelegt. Zum Weinen entsprechend in den Schrank einsperren. Bloß niemanden sehen oder wissen lassen, dass man traurig ist.

Ich werde mich dahingehend bis ans Ende meines Lebens an meinen Grundschullehrer erinnern, der Sprüche abließ wie „Heul dich ruhig aus, dann musst du wenigstens weniger aufs Klo”. Was für ein Arschloch. Wie förderlich es ist für seine eigene Seele Gefühle einfach zu unterdrücken, brauchen wir denke ich nicht weiter zu erörtern. Mir persönlich haben speziell meine „lieben” Klassenkameraden das Weinen ausgetrieben. Was ich von denen alles ertragen musste deswegen geht auf keine Kuhhaut. Spätestens ab der 7. Klasse war es entsprechend damit vorbei. Keine Träne mehr in der Öffentlichkeit. Stattdessen versuchte ich nach außen hin zu einer gefühllosen Mauer zu werden während im Inneren weiterhin alles in sich zusammenbrach.

25 Jahre später sind zumindest in der Casa Lysanda meine Tränen kein Problem mehr. Das ist auch gut so, denn es fehlt immer noch mitunter nicht viel, um meine Kanäle zu fluten :smile: . Lasst ein paar Geigen traurig vor sich hin weinen, packt noch ein paar emotionale Bilder dazu und schon wird’s feucht. Aber so heftig wie am Samstagabend hatte mich bislang noch kein Unterhaltungsmedium erwischt. Ich war echt fix und alle am Ende der letzten Folge.

(Cover)

The Big C* (2010-2013, 38 Episoden [4 Staffeln], DV) – Cathy Jamison, verkörpert von Laura Linney, hat Krebs. Und zwar die Art von Krebs, die nur schwer bis gar nicht zu heilen ist und an der man relativ zügig wegstirbt. Statt sich davon jedoch großartig beeindrucken zu lassen oder gar eine Chemo-Therapie zu beginnen, fängt Cathy stattdessen an ihr Leben umzukrempeln. Quasi ihre letzten Wochen und Monate richtig auszuleben und alles das zu tun, was sie bislang als typische, langweilige amerikanische Mutter bislang nicht gemacht hat. Blöd nur, dass sie ihre Familie nicht über den Grund aufklärt, der zu ihrer starken charakterlichen Veränderung und dem dadurch entstehenden Chaos führt. Wenig verwunderlich, dass das zu einer Verschlechterung im Verhältnis zu ihrem Sohn Adam und ihrem Mann Paul führt.

Irgendwann kommt dann natürlich doch raus, was los ist und die Geschichte konzentriert sich anschließend darauf, wie die Familie und vor allem Cathy damit umgeht mit den dazugehörigen Höhen und Tiefen. Nebenbei gibt es noch ein paar Nebengeschichten um ihren Bruder Sean, ihrer Schülerin Andrea (die bald bei ihnen einzieht) sowie das normale Teenager-dasein ihres Sohnes. Ach und auch Paul macht einiges durch, was ich an dieser Stelle aber natürlich nicht verraten werde. Zusammengefasst ist speziell in den ersten drei Staffeln extrem viel los. Gefühlt in jeder Folge geht irgendwas in die Hose, passiert irgendetwas überraschendes oder Cathy hat ein neues Gehirngespinst mit dem sich alle rumschlagen müssen. Da jede Folge nur ~25 Minuten hat, ist das Tempo sehr hoch – fast schon zu hoch, weshalb die Glaubwürdigkeit etwas leidet. Nur die letzte Staffel (vier Folgen) mit dem Untertitel „Hereafter” gönnt sich jeweils 60 Minuten, um die Geschichte zu einem würdigen Abschluss zu bringen.

38 Folgen Kummer?

Trotz des heftigen Themas, schafft die Serie es eine sehr gute Balance aus Humor und Dramatik zu halten. Keine Frage, es passiert viel Schlimmes – sehr viel sogar, was die Familie und ihre Freunde durchmachen müssen. Es wird nichts beschönigt und die harte Realität dargestellt. Nicht nur in Bezug was eine Krebsdiagnose für einen Menschen, seine Familie und seine Freunde bedeuten kann, sondern auch andere Krankheiten oder sich plötzlich ändernde Lebensumstände. Das halte ich der Serie extrem zugute. Viel zu oft wird in den Medien beispielsweise ein Krebskranker bloß zu einem armen, traurigen Opfer degradiert und ihm damit seine Menschlichkeit genommen. Das passiert hier explizit nicht. Auch deshalb, weil die Autoren eben nicht alles nur als schwarz darstellen. Es gibt wie im realen Leben neben den schlechten ebenso einige heitere Momente, die sogar mal für einen Lacher sorgen – selbst in der letzten Staffel.

Drehen sich die ersten drei Staffeln vor allem um den Umgang mit der Krankheit, geht es in Staffel 4 faktisch nur noch um das Vorbereiten auf den Tod. Cathy ist am Ende ihrer Reise und es gibt kein Zurück mehr. Stattdessen heißt es die letzten Momente in Würde genießen, noch zu erledigen, was es vielleicht zu erledigen gibt und dann dem Leben seinen Lauf zu lassen. Das ist extrem heftig mit anzusehen, aber immerhin bekommt Cathys Weg einen gebührenden Abschluss. Da hätte so viel in die Hose gehen können. Aber nein, die Autoren haben alles richtig gemacht und einem großartigen Charakter einen würdigen Abschied gegeben.

Beim Christoph meint: Von mir gibt es 5 von 5 Sics. Die Serie ist eine Wucht – in positivem Sinne und das Finale (und die komplette letzte Staffel) wird mir noch lange nicht aus dem Kopf gehen. Mir kommen jetzt schon wieder die Tränen, wenn ich nur dran denke. Da haben die Macher wohl einen extrem wunden Punkt bei mir getroffen. Vermutlich auch deshalb, weil ich mit meiner Oma diese Reise – allerdings mit wesentlich weniger Chaos – vor vielen Jahren bereits selbst miterlebt habe (Krebsdiagnose, viele Monate Therapie, Hospiz, Tod).

Aber selbst ohne meine persönliche Erfahrung: Cathys Geschichte ist wirklich sehr gut und extrem mitreißend erzählt. Auch dank der vielen Charaktere, denen sie begegnet und mit denen man ebenfalls mitfühlen kann. Natürlich ist das ein oder andere völlig überzogen dargestellt. Wie gesagt tritt die Familie irgendwie ständig in jedes Fettnäpfchen, das sich bietet und vergrößert so das Chaos und den Tumult. Unterm Strich tut es der Serie aber keinen Abbruch. Sie bleibt durchweg glaubwürdig und realistisch und zeigt einen Haufen Menschen, die schlicht und einfach überfordert sind – wie wir vermutlich alle in so einer Situation. Unbedingt anschauen!

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