Bagdadsoftware NOCAs 2012

Diskussion

Die Gewinner der Bagdadsoftware No-One-Cares-Awards 2012, bestimmt und verliehen durch den Webmaster, in den Kategorien:

Beste Ablenkung für Zwischendurch des Jahres 2012: Theatrhythm: Final Fantasy

Theatrhythm: Final Fantasy ist nach Guitar Hero III: Legends of Rock, meinem Spiel des Jahres 2007, das Rhythmus-Spiel mit dem ich am meisten Zeit verbracht habe und auch immer noch verbringen und es gibt zwei zentrale Gründe, warum mich der Titel so sehr begeistert: Da wäre zum einen natürlich die Musikauswahl. Ich mag Spielemusik und die der Final Fantasy-Reihe gehört mit zur besten, die es gibt. Speziell die alten Teile enthalten sehr viele ikonische Melodien, die mich bewegen. Deswegen denke ich nicht einmal drüber nach, wenn ich nach einem Update schon wieder in den Onlineshop gehe und mir die nächste Ladung Tracks kaufe. Der zweite Punkt ist die einfache Nutzung. Ich muss nicht erst die Gitarre vom Schrank holen, abstauben, einstecken und dann erst einmal wieder lernen wie es eigentlich ging. Nein, ich nehme schlicht den 3DS in die Hand und lege los -- und das selbst wenn ich faul im Bett liege. Da ist die Hemmschwelle es einfach mal für einen Song zu starten nicht sehr hoch und entsprechend oft habe ich das dieses Jahr auch getan.

Platz 2 & 3: Beat Hazard: Ultra, Nosferatu: Run from the Sun

 

Bestes Action-Adventure des Jahres 2012: Darksiders II

Im Vergleich zu Tod war Krieg ein Langweiler. Alleine schon, dass er als Partner Despair (das Pferd) an seiner Seite hat, ist eine geniale Sache. Mit dem Vierbeiner durch die stilistisch sehr gut gemachten Levels zu reiten und Gegner niedertrampeln wird einfach nie langweilig. Aber auch sonst ist er so eine richtig coole Sau, die stark an einen gewissen Dante erinnert. Die Entwickler haben sich definitiv das, für einen Nachfolger übliche Motto "Mehr und Besser" zu Herzen genommen. Ich habe mehr zu tun, aber auch mehr Möglichkeiten und Freiheiten meine Mission zu erledigen und dadurch auch mehr Spaß dabei als noch im Vorgänger. Die Hau-Drauf-Kämpfe sind zwar immer noch vornehmlich das, einfach Draufhauen, die neuen Waffen und Skills bringen aber zusätzliche Abwechslung in die Sache rein. Und dadurch, dass Tod im Gegensatz zu Krieg auch Schwimmen, an Wänden entlangrennen und generell agiler ist was das Klettern betrifft, fühlen sich die Levels an sich nicht mehr so begrenzt und linear wie im Vorgänger an. Definitiv eine gelungene Fortsetzung.

Platz 2 & 3: Silent Hill: Downpour, Assassin's Creed III

 

Bester Action-Titel des Jahres 2012: Sleeping Dogs

Ich mag die neuen GTA-Titel nicht. Ich gehe mal stark davon aus, dass das mittlerweile bekannt ist. Das bedeutet aber nicht, dass ich das Genre der Open-World-Spiele generell "verabscheue". Im Gegenteil: Sleeping Dogs zeigt sehr gut, dass es nicht unbedingt die Schrägheit eines Saints Row: The Third braucht, um mich glücklich zu machen. Es ist eben nicht einfach nur ein Grand Theft Auto in Hollywood-Asien, sondern eine ganz eigene Spielwelt mit ihren eigenen Regeln und Besonderheiten. Die Stadt im Spiel, Hong Kong, fühlt sich realistisch und "richtig" an. Wenn ihr Nachts durch die neon-beleuchteten Straßen düst und den üblichen Schabernack treibt, dann sieht das optisch nicht nur richtig gut aus, es macht auch wieder sehr viel Spaß. Klar, gibt es auch in Sleeping Dogs den einen oder anderen Stereotyp, aber im Großen und Ganzen verzeichten die Entwickler darauf und haben sich stattdessen darauf konzentriert die asiatische Kultur mit allen Details so gut wie möglich umzusetzen. Dazu zählt auch, dass vor allem mit den Fäusten oder mit Zweihandwaffen gekämpft wird und Pistolen und Gewehre keine große Rolle spielen. Da kann das bierernste und gleichzeitig angeblich so satirsche Universum von Rockstar einfach nicht mithalten.

Platz 2 & 3: Asura's Wrath, Transformers: Untergang von Cybertron

 

Bestes Jump 'n' run des Jahres 2012: Giana Sisters: Twisted Dreams

Holla, die Waldfee! Was Black Forest Games da alleine in Sachen Grafik und Sound auffährt, ist beeindruckend. So einen schicken und flüssigen Plattformer habe ich noch nicht gesehen. Und schon gar keinen mit dem Twist auf Knopfdruck die Spielwelt komplett zu verändern. Da wird fließend aus der grünen Wiese eine bedrohliche Stachelwüste und umgekehrt. Wahnsinn. Aber natürlich ist das nicht einfach nur ein Gimmick, sondern wird auch spielerisch ständig ausgenutzt. Sehr schnell muss ich in einem Sprung 2-3 Mal zwischen Giana und Punk Sister wechseln, um alle Diamanten einsammeln zu können, weiter zu kommen und nicht zu sterben. Definitiv nichts für Leute, die Koordinationsprobleme oder die Reaktionsfähigkeit eines Eimer Wassers und eine echte Herausforderung. Es ist aber eine Herausforderung, die Spaß macht und gleichzeitig sehr hohes Tempo bietet.

Platz 2 & 3: Micky Epic: Macht der Fantasie, Dustforce

 

Bestes Adventure des Jahres 2012: Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten

Viele werfen Daedalic mittlerweile eine Fließbandproduktion vor unter auch die Qualität der Spiele leiden würde. Und ja, Deponia und sein Nachfolger Chaos auf Deponia haben mich auch nicht so wirklich angemacht. Mit Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten haben sie für mich aber wieder einmal eine absolute Punktlandung hingelegt. Als Fan des Pen & Paper-Rollenspiels fühle ich mich hier sofort zu Hause. Nicht nur was den Grafikstil betrifft, sondern auch die Geschichte und die darin enthaltenen Charaktere. Alles versprüht den Scharm von Aventurien und das, obwohl es eben kein Rollenspiel geworden ist. Der Unterbau mag dabei generisch sein und die Rätsel dem Daedalic-Standard entsprechend. Es hat mir dennoch sehr viel Spaß gemacht mit Geron das Geheimnis des Sehers zu lüften und seit langem Mal wieder in diese Welt einzutauchen.

Platz 2 & 3: Botanicula, Resonance

 

Bestes Koop-Spiel des Jahres 2012: Sniper Elite V2

Ich mag es als Scharfschütze unterwegs zu sein. Aber nicht wie in einem Counter-Strike als Camper irgendwo im Multiplayer herumliegen. Nein, ich möchte mich wirklich als Scharfschütze fühlen können. Schleichen, die Umgebung beobachten, den Wind und die Entfernung einschätzen und dann den perfekten Treffer landen. Ein unbeschreiblich gutes Gefühl. Sniper Elite V2 gibt mir nicht nur diese Möglichkeit, sondern stellt mir im Overwatch-Koop-Modus auch noch ein Spotter an die Seite. Einen Kameraden, auf den ich mit meinen Kugeln Acht gebe und der mir zur Belohnung weitere Ziele vorgibt, damit er unser gemeinsame Ziel (Bombe legen, Dokumente klauen, etc.) erfüllen kann. Eine richtig harmonische Beziehung, die viel Vertrauen in den Fähigkeiten des jeweils anderen verlangt und so mehr Spannung erzeugt als jedes Deathmatchgemetzel.

Platz 2 & 3: LEGO: Der Herr der Ringe, Borderlands 2

 

Bestes Rennspiel des Jahres 2012: SSX

SSX kommt derzeit wohl am nächsten an das Gefühl heran in der Realität oben von der Schnee bedeckten Bergspitze hinab ins Tal zu fahren. Ich kann das zwar nicht beurteilen, da ich noch nie Snowboard geschweige denn jemals im Tiefschnee Ski gefahren bin. Aber wenn ich SSX spiele, dann stelle ich mir das ungefähr genauso vor. Auch wenn in der Realität wahrscheinlich der coole Soundtrack nicht noch zusätzlich im Hintergrund läuft und nicht alle noch so abstrusen Stunts möglich sind -- geschweige denn von den tödlichen Abfahren. Wenn ich eine Abfahrt beginne, die Sonne weit über mir und im Hintergrund "Young Blood" von The Naked and Famous anläuft, dann verliere ich mich sofort in der sehr schönen Schneelandschaft. Ich alleine gegen die Natur, so lässt sich das wohl am besten beschreiben. Das ist auch deshalb möglich, weil die Steuerung funktioniert. Ich muss mir bei meinen Tricks keine großen Gedanken machen. Ich führe sie einfach aus. Wenn ich eine blutige Nase kriege, dann nur weil ich nicht hoch genug gesprungen bin oder zu viel wollte. Aber nicht, weil ich die falsche Taste gedrückt habe oder der Analogstick nicht reagiert hat. Und auch der Mehrspielermodus ist durchdacht. Es gibt sie zwar, die Rennen in denen ich gleichzeitig gegen andere Spieler antrete. Aber die meiste Zeit sind sie nur eine Highscore am Rand oder ein Ghost auf der Strecke, den es zu schlagen gilt. Kein Gewarte, keine Hindernisse -- einfach nur fahren und das Gefühl der Freiheit genießen!

Platz 2 & 3: Need for Speed: Most Wanted, DiRT: Showdown

 

Bestes Rollenspiel des Jahres 2012: Mass Effect 3

Mass Effect 3 war wohl das einzige Spiel in diesem Jahr, auf das ich tatsächlich sehnsüchtig gewartet habe. Ich wollte endlich wissen, wie die Reise meiner Shephard ausgeht, die ich vor vier Jahren mit ihr begonnen hatte. Es war mir völlig egal, was sie spielerisch oder grafisch ändern. Sie hätten es von mir aus als Textadventure rausbringen können und ich hätte es verschlungen. Und ich wurde auch nicht enttäuscht! Teil 3 ist ein mehr als würdiger Abschluss einer der besten Videospiele-Trilogien, die es jemals gab. Den eigenen Charakter per Savegame in den Nachfolger zu übertragen ist zwar nichts neues, aber es hatte so gut wie nie irgendwelche großen Auswirkungen. Eine so starke, emotionale Verbindung mit meinem Charakter konnte ich zuvor einfach nie aufbauen, weil meine Entscheidungen im Endeffekt keine wirkliche Konsequenzen für die darauffolgende Geschichte. Dieses Mal war das anders. Dieses Mal war es MEIN Charakter, der am Ende die finale Entscheidung traf. Nicht irgendein vom Entwickler erdachtes Stück Fleisch.

Platz 2 & 3: Kingdoms of Amalur - Reckoning, Risen 2: Dark Waters

 

Bester Shooter des Jahres 2012: Spec Ops: The Line

Spielerisch bewegt sich Spec Ops: The Line eher im Durchschnitt. Es macht nichts grob falsch, aber es fühlt sich jetzt auch nicht so griffig an wie mancher Konkurrent an. Warum ist der Titel also für mich der Shooter des Jahres? Natürlich wegen der Geschichte, die er erzählt. Apocalypse Now stand eindeutig Pate dafür. Doch wo euch der Film nur dabei zusehen lässt, wie Benjamin L. Willards sich auf eine Reise in den Abgrund der menschlichen Seele, geht das Spiel einen Schritt weiter und macht euch zu einem Teil der Schrecken des Krieges. Es stellt zuerst subtil, später dann offen eure Taten nicht nur in diesem, sondern in allen anderen Shootern in Frage und regt euch so zum Nachdenken über die Unterhaltungsindustrie, aber auch euch selbst an. Und da soll noch einmal jemand sagen, Shooter wäre stupide!

Platz 2 & 3: Dishonored - Die Maske des Zorns, Far Cry 3

 

Bestes Strategiespiel des Jahres 2012: XCOM: Enemy Unknown

Ich bin ein absoluter Fan des Originals und seiner Nachfolger. Entsprechend war ich auch einer der großen Skeptiker im Vorfeld der Veröffentlichung. Und ja, es gibt auch definitiv einiges zu bemängeln am Werk von Firaxis. Aber das täuscht nur schlecht darüber hinweg, dass sie mit XCOM: Enemy Unkown unterm Strich ein sehr gutes Rundentaktikspiel erschaffen haben ohne die Ideen des Originals komplett zu ignorieren. Besser noch: Ein Rundentaktikspiel, das auch den "Mainstream" der Spieler interessiert und gefällt statt nur wieder in irgendeine Nische zu fallen. Auch mir hat es definitiv Spaß gemacht die Kampagne durchzuspielen, wenngleich die Herausforderung ruhig noch etwas höher hätte sein können. Ich konnte irgendwie doch zu viel meiner alten Taktiken aus dem Original erneut anwenden. Was aber erneut zeigt, dass die Entwickler sich die Vorgänger ganz genau angeschaut haben. Eindeutig das beste Strategiespiel, das ich 2012 gespielt habe.

Platz 2 & 3: Endless Space, Jagged Alliance: Back in Action

 

Bester Spielesoundtrack (Original) des Jahres 2012: Giana Sisters: Twisted Dreams

Das Spiel ist ein Action-Plattformer, entsprechend hart und schnell ist auch der dazugehörige Soundtrack. Zwar hört man schon das Chris Hülsbeck typisch elektronische heraus, aber es ist jetzt nicht vergleichbar mit einem reinen Synth-Soundtrack von ihm wie Turrican. Am besten gefällt mir aber natürlich der Machinae Supremacy-Teil des Soundtracks. Die Musik der Jungs aus Schweden, die zwar auch 8-Bit-ähnliche Töne in ihre Songs einbauen, aber doch vor allem eine Metalband sind, ist generell super und auch bei Giana Sisters: Twisted Dreams zeigen sie hervorragend, warum sie in Spielerkreisen so beliebt sind. Richtig cool wird das Album aber erst durch die Tatsache, dass es eben zweimal die gleichen Lieder sind, nur in einem jeweils anderen Stil. Gefällt mir sehr, sehr gut.

Platz 2 & 3: The Second Guest, Botanicula

 

Visuell ungewöhnlichstes Spiel des Jahres 2012: Botanicula

Eigentlich bleibt Amanita Design mit Botanicula nur konsequent. Auch ihre vorherigen Titel wie Machinarium oder Samorost waren spielerisch wie optisch sehr ungewöhnliche Titel. Aber ihr neustes Werk hat mich optisch doch noch ein Stück weit mehr gefesselt. Der minimalistische Grafikstil inklusive der nicht weniger einfachen Animationen ist schlicht einzigartig und erzeugt eine angenehme Atmosphäre auf dem Bildschirm. Wie die Baumkreaturen (die meisten haben keine Beine) über den 2D-Hintergrund huschen, sich über die Lösung eines Rätsels freuen, derweil Spinnen vorbeikrabbeln, Bienen durch die Luft summen -- das ist so schön und trotz aller Gefahren so friedlich anzusehen. Da bräuchte es schon gar nicht mehr die riesige Zahl an Formen und Farben, die mich auf der Reise durch den Baum erwartet, um mich zu begeistern.

Platz 2 & 3: Dishonored - Die Maske des Zorns, Catherine

 

Enttäuschung des Jahres 2012: Ghost Recon: Future Soldier

Obwohl die KI der Serie nie wirklich gut war, bin ich ein Fan der Reihe. Die Titel gehören mit den <b>Rainbow Six</b>- und <b>SWAT</b>-Serien zu den besten und anspruchsvollsten Taktik-Shootern auf dem Markt. Und auch wenn ich meine Befürchtungen hatte, hörte ich nicht auf zu hoffen, dass es mit Ghost Recon: Future Soldier genauso weiter gehen würde. Dem war aber leider absolut nicht so und zwar so überhaupt nicht. Das Spiel hat mit Taktik überhaupt nichts mehr am Hut. Für was auch? Die völlig linearen Levels sind zugepflastert mit Deckungsmöglichkeiten. Ihr braucht die paar Gadgets, die ihr immer noch zur Verfügung habt genauso wenig wie eure Teamkollegen. Stattdessen rennt ihr von einer Deckung zur nächsten, schießt zwischendurch die Gegner ab und geht weiter. Das ist an sich nicht schlecht, Gears of War verkauft sich mit diesem System seit Jahren äußerst erfolgreich und für sich betrachtet macht auch das neuste Ghost Recon Spaß. Doch mit den Vorgängern hat das Spiel abseits der Hintergrundgeschichte schlicht nichts mehr zu tun. Und das finde ich schade und hat mich massiv enttäuscht.

Platz 2 & 3: Max Payne 3, Catherine

 

Überraschung des Jahres 2012: Spec Ops: The Line

Im April habe ich das erste Mal von diesem Spiel erfahren. Damals klang es technisch interessant und spielerisch mehr wie ein Taktik-Shooter. Letzteres war auch der Grund, warum es überhaupt meine Aufmerksamkeit erregt hat. Am Ende stellte sich heraus, dass es mit Taktik in etwa so viel am Hut hat wie Call of Duty mit Innovationen. So hat es mich zuerst überrascht, als es sich als Third-Person-Shooter mit Deckungssystem herausstellte -- und dann auch noch als einer, der spielerisch nur durchschnittlich ist. Aber mit jeder Spielminute wird der Griff der Entwickler um mich stärker und bevor ich es überhaupt merke, bin ich gefangen in der Geschichte und habe Blut an meinen Händen. Ähnlich wie in BioShock manipuliert mich das Spiel zuerst auf äußerst subtile Art und Weise, bevor es mir nach und nach anfängt deutlicher den Spiegel vor mein Gesicht zu halten. Zuerst realisiere ich gar nicht, was mit mir geschieht. Es fühlt sich nur plötzlich komisch an und dann fange ich an Nachzudenken. Was ist passiert? Was habe ich getan? Wie konnte ich das so einfach zulassen? Und dann erschrecke ich mich vor mir selbst. Wen das nicht überraschend ist, dann weiß ich auch nicht.

Platz 2 & 3: Theatrhythm: Final Fantasy, XCOM: Enemy Unknown

 

Spiel des Jahres 2012: Theatrhythm: Final Fantasy

Das Spiel des Jahres muss eine einzige Bedingung erfüllen: Es muss mir im Laufe des Jahres mehr Spaß bereitet haben als alle anderen Titel. Und Theatrhythm: Final Fantasy erfüllt diese Vorgabe mehr als eindeutig. In kein anderes Spiel habe ich dieses Jahr so viel Zeit (und zusätzliches Geld!) gesteckt, wie in diesen Rythmus-Titel. Square Enix hat damit bei mir eindeutig einen Nerv getroffen. Sie haben ein Spiel erschaffen, das nicht nur meinem Faible für Spielemusik gerecht wird, sondern auch gleichzeitig meiner Faulheit. Seit dem Release ist der 3DS praktisch nicht mehr von meinem Nachttisch gewichen -- fast durchgängig geladen mit diesem Titel. Abends vor dem zu Bett gehen noch schnell einen Song, morgens vor dem Aufstehen noch einen und Zwischendurch auch noch ein paar Mal -- die übliche Motivationskurve bei diesem Genre greift sofort. Mit jedem Lied werde ich besser und traue mich an die höheren Schwierigkeitsgrade mit den noch höheren Geschwindigkeiten ran und schalte gleichzeitig neue Sachen frei. Der Rollenspielaspekt interessiert mich dabei nicht die Bohne. Meine Party ist seit Spielbeginn unverändert. Nein, es wirklich das anspruchsvolle Herumgetippe auf dem Bildschirm, das mich seit einem halben Jahr durchgängig bei Laune hält. Und das zeichnet einen erstklassigen Titel aus.

Platz 2 & 3: SSX, Mass Effect 3[CH]

(Veröffentlicht am 24.12.2012)