Sicarius

Heiße Pics

Zwei Wochen Urlaub und doch nur im Stress. Eigentlich sollte hier heute ein Angespieltbericht zu Mount&Blade stehen – einem absoluten Geheimtipp. Aber wie man unschwer erkennen kann, ist dies nicht der Fall. Kessy möchte ich euch heute auch nicht schon wieder zumuten und für neue Bilder war ebenso keine Zeit. Was bleibt also übrig um fix die eine DINA4-Seite zu füllen und dem Gewissen Ruhe zu verschaffen? Nacktfotos von mir? Nein, ich glaube da würden die Besucherzahlen radikal in den Keller gehen. Ach genau: Ein ganz kleines WebCam-Best-Of. Da die Bilder nicht auf dem Server gespeichert werden, ist logischerweise das jeweils vorherige Bild für immer aus dem Internet verschwunden. Zumindest habe ich noch keines bei Archive.org, der Googlebildersuche oder sonstigen, vergleichbaren Angeboten gefunden. Und persönliche Bloßstellung ist auch immer noch die beste Methode um Aufmerksamkeit zu erhalten. Wen interessieren schon qualitativ hochwertige Textwände wenn er solche Bilder anschauen kann:

Siggi mit Flecki

Ist er nicht süß der kleine Pimpf mit dem viel zu großen Pulli und der Flecki auf dem Arm? Angesichts solcher Fotos ist es kein Wunder, dass ich mich gerne hinter Sachen verstecke:

Gefälschtes Heroesbuch

Aber es muss natürlich schon etwas ungewöhnlicheres sein wie diese Heroes of Might & Magic V Deluxe Edition. Allerdings sieht deren Verpackung zwar ganz hübsch aus, ist für meine Regalhaltung jedoch vollkommen ungeeignet. Die arme wird von den drum herumstehenden DVD-Hüllen gnadenlos zusammengedrückt. Das ist einfach so. Da brauch ich gar nicht lange nach den Ursachen bohren:

Nasenbohren für Fortgeschrittene

Oben bin ich am Ende dann auch leider doch nicht angekommen, sonst hätte ich euch natürlich eine Postkarte geschickt und mich für die Erstbesteigung von Mount Nasus (8cm MD) ins Guinessbuch der Rekorde eintragen lassen. Dennoch war die Aktion reichlich anstrengend, weshalb ich erst einmal eine Aufputschdrogen für echte Männer zu mir nehmen musste:

 Fritt - Die Droge für echte Männer

Man merkt dem Bild aber an, dass es schon bald drei Jahre alt ist. Heutzutage würde ich selbstverständlich ein KitKat Chunky White in die Kamera halten. Das heutige Fritt ist einfach nicht mehr ganz, was es früher mal war. Klebebildchen habe ich schon lange keine mehr im Päckchen gesehen und die “neuen” Geschmacksrichtungen wie “Himbeere” oder “Cola” sind ein klares Zeichen dafür, dass die heutige Jugend mit den Klassikern einfach nicht mehr zufrieden ist. Dabei bräuchte ich gar nicht mehr als eine Packung Fritt Orange um glücklich zu sein. Fritt hat auch weniger Kalorien (Bei 100g: 416 kcal im Gegensatz zu 525 kcal bei Chunky White). Ja, natürlich habe ich die Information eben aus den Weiten des Internets gesammelt. Es steht nun einmal alles im Internet. Ist doch auch nicht verwunderlich bei den Millionen von Leuten die meinen überall ihre dämlichen Katzenfotos veröffentlichen zu müssen:

Felix

Ich würde sogar noch ein Katzenbild veröffentlichen, aber JakillSlavik hat es anscheinend noch nicht bei deviantART hochgeladen. Müssen wir uns eben noch etwas gedulden und hoffen, dass dem Webmaster für den Eintrag am kommenden Ostermontag mehr einfällt als Kessy in ein Hasenkostüm zu zwängen und ein Foto zu machen.

Sicarius

Roter Riese

Star Wars Galaxies hatte mich die letzten 30 Tage ganz schön im Griff in Sachen Spiele. Den Account jetzt zu verlängern verlangte gar kein langes Nachdenken. Die Hauptgründe dafür sind weiterhin unverändert der Weltraumkampf und die Gilde, auch wenn ich langsam aber sicher auch auf dem Boden meinen Weg finde. Gestern war auch das erste Gildenevent in Form des Besuchs der heroischen Instanz “The Battle for Echo Base”. Leider konnte ich daran nicht teilnehmen, da mir als kleiner Level 27 Commando der Zugang noch versperrt ist. Und auch wenn ich in meiner Pilotenausbildung schon viel weiter bin, muss ich auch hier noch einiges an XP verdienen, bevor ich zumindest über diesen Weg reinkomme. Aber genug von Star Wars Galaxies und Spielen. Schauen wir stattdessen mal wieder auf die nicht interaktiven Medien (alle Links führen zu Amazon):

HellboyHellboy + Hellyboy II: Die goldene Armee – Gleich vorweg: Ich habe die Comics nie gelesen. Nach dem Genuss der Kostenproben, die den Special Edition-Fassungen der beiden Filmen beilagen, werde ich auch nicht wirklich damit anfangen. Nichtsdestotrotz ist der erste Film eine klare Empfehlung wenn man mit Comicverfilmungen etwas anfangen kann.

Die Geschichte um eine Gruppe Abnormale, die freiwillig die Menschheit beschützen ist zwar nichts Neues, aber Guillermo Del Toro hat gute Arbeit bei der Umsetzung geleistet so das auch Nichtkenner auf ihre Kosten kommen. Dabei halten sich Gefühlsduselei und Action im Gleichgewicht und es gibt einen anständigen Bossfight am Ende. Ein wichtiger Punkt sowohl für Spiele als auch Filme. Und Ron Perlman ist, wie gewohnt, einfach eine coole Sau. Egal ob mit oder ohne tonnenweise Makeup ist er von der tiefen Stimme bis zur Körperhaltung richtig “badass”.

Darunter leiden natürlich die anderen Charaktere, die trotz guter Besetzung doch irgendwie nur im Hintergrund stehen. Besonders Ape Sapien hätte man rausschneiden können, ohne dass es jemand wirklich gemerkt hätte. Aber dieses Los teilen wohl alle Helden die mit “Ich spüre was”-Kräften ausgestattet sind. Der Charakter von Deanna Troi war zu Beginn von Star Trek: The Next Generation auch mehr ein Witz als eine sinnvolle Ergänzung des Casts.

Hellboy II: Die goldene ArmeeIm zweiten Teil wurde deshalb wohl versucht ihm etwas mehr Zeit zu gönnen, was jedoch in meinen Augen vollkommen in die Hose gekommen ist.

Wie schon Emo-Spidy die prinzipiell gute Storyidee vom Kampf gegen sich selbst in Spider-Man 3 den ganzen Film zerstört hat, schwappt auch in Hellboy II: Die goldene Armee die Emotionswelle über. Herausgekommen sind so 115 Minuten, die am Ende mehr wirken wie eine Doppelfolge Beverly Hills 90210.

Es ist zwar schön, dass versucht wird den Charakteren Gefühle zu geben, aber irgendwann muss mit dem Geheule dann doch bitte einmal Schluss sein. Das Ende von Teil 1 hat doch bereits gezeigt, dass Hellboy und Liz im Bett landen. Warum muss die ganze Sache dann noch einmal mit einer moralischen Tragödie neu aufgeheizt werden, die sowieso nur dazu dient zum Showdown zu gelangen?

Schlimmer ist nur noch die Beziehung zwischen Ape Sapien und Prinzessin Nuala, die bis zum Ende unheimlich aufgesetzt wirkt und auch die Geschichte nicht wirklich vorantreibt.

Dabei hätte man so viel mehr machen können aus der Geschichte der Zwillinge Nuada und Nuala, ihrem unterdrückten Volk und der goldenen Armee. Aber am Ende enttäuscht selbst der Showdown, der einzige Zeitpunkt wo die ganzen Beziehungskarten wirklich ausgespielt gehört hätten um einen emotionalen Höhepunkt zu schaffen. Stattdessen erwarteten den Zuschauer ein kurzes CGI-Gewitter und ein witzloser Zweikampf. Dafür hätte man weder die goldene Armee noch die Elfen gebraucht…

Auf die völlige Sinnlosigkeit der B-Story um die öffentliche Bekanntmachung der Existenz von Hellboy und seinen paranormalen Freunden, gehe ich erst gar nicht an.

Zusammengefasst kann ich also nicht verstehen, warum Teil 2 bei IMDB höher bewertet ist als Teil 1. Er hat zwar seine guten Momente (die Trollmarktsequenz zum Beispiel) und Ron Perlman kann auch hier wieder überzeugen, aber der Versuch des Films am Ende mehr zu sein als eine Verfilmung eines Comics scheitert in meinen Augen kläglich und zieht das gesamte Erlebnis nach unten – genauso wie damals in Spider-Man 3.

Und nach den beiden Filmen jetzt noch ein paar Kurzkritiken:

Max Payne – Wer einen Actionkracher erwartet, der sich voll den Spielen ergibt, findet hier keinen Spaß. Wer jedoch über die fehlende Tiefe der Nebencharaktere und die Linearität der Geschichte hinwegsehen kann, bekommt einen ansprechenden visuellen Look und einen Mark Wahlberg, der Max Payne gut darstellt. Dazu kommen viele Momente, die anders als die Holzhammerverweise in Hitman, subtil Erinnerungen an den ersten Teil der Spieleserie wecken. Der Film ist kein Blockbuster, aber in der Extended Director’s Cut definitiv eine gute Interpretation des Stoffes und unter den Spieleumsetzung sehr weit vorne mit dabei.

Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street – Ein Musical mit Johnny Depp. Allerdings kann er tatsächlich singen und auch sein “Sidekick” Helena Bonham Carter hat es richtig drauf. Hinzukommen der dreckige Look des Films, der irgendwie schwarzweiß aber eben doch nicht schwarzweiß ist, und vor allem die fantastische Musik, die vom Autor des echten Musicals Stephen Sondheim stammt.
Tim Burton hat es damit aus meiner Sicht geschafft die uralte Legende um den mörderischen Frisör Sweeney Todd und seiner kanibalistischen Komplizin Mrs. Lovett ansprechend auf die große Leinwand zu bringen ohne daraus eine Kostümparty voller Gesang zu machen.

Und das sagt jemand, der um Filme wie Moulin Rouge oder, noch schlimmer, Evita auch in Zukunft einen großen Bogen macht. Das sollte meiner Empfehlung noch einmal mehr Gewicht geben :). Hätte ich vorher genauer hingeschaut und gewusst, dass Sweeney Todd ein Musicalfilm ist, hätte ich ihn wahrscheinlich auch nicht gekauft und hätte so wirklich etwas verpasst.

My Name is Bruce – Der Film des Jahrtausends. Aber nur für Kenner und Fans von Bruce Campbell und seinen Filmen. Alle anderen können mit dieser schrägen B-Movie-Produktion (oder vielleicht sogar C-Movie-Produktion) garantiert nichts anfangen. Zu viel geht verloren, wenn man die unzähligen Andeutungen und subtilen Gags nicht versteht und als reiner Horrorfilm funktioniert My Name is Bruce absolut nicht. Fans werden sich hingegen köstlich darüber amüsieren wie Bruce Campbell sich selbst und seine Filme gehörig durch den Kakao zieht und müssen einfach zuschlagen.

Sicarius

Bagdadsoftware

Es war ein langer und harter Kampf voller tödlicher Knuddeleinheiten, aber am Ende habe ich es dann doch geschafft Kessy zu überwältigen und nach 24 Stunden wieder die Kontrolle über Bagdadsoftware an mich zu reißen.

Für alle, die gestern nicht hier waren oder ihren Browsercache nicht geleert hatten, sowie als Beweis für die Ewigkeit, hier noch einmal zur Erinnerung wie Bagdadsoftware aussah:

Kessys Welt
(Auf das Bild klicken für die größere Version)

Ich hoffe die Idee und ihre Umsetzung war halbwegs lustig. Ein paar Details hatte ich zwar übersehen (die Titelleiste und das Favicon waren z.B. noch alt), aber gut so ist das eben wenn man kurz vor Torschluss etwas macht. Dafür passte das Kessybild perfekt.

Ursprünglich hatte ich geplant eine zweite Pressemitteilung zu Bagdadsoftwares Raketensteuerungssoftware zu veröffentlichen mit der Ankündigung, dass sich der Preis ab sofort um 1.000% erhöht. Aber in meinem Kopf klang die Aktion witziger, als sie es in der Praxis dann wirklich war. So blieb mir nichts anderes übrig als ein weiteres Mal Kessy zu missbrauchen.

Das war es auch für heute schon wieder. Geht eure Vierbeiner knuddeln!

Kessy

Kessys Welt

Hinweis: Das hier war der Aprilscherz für 2009. Mehr Details gibt es im Folgeeintrag.

Ich habe lange genug in der Sonne gesessen und so getan als wäre ich eine liebe Katze. Unter Androhung von Knuddeleinheiten habe ich den Webmaster gezwungen mir Bagdadsoftware vollständig zu überschreiben. So war es mir endlich möglich die ultimative Zentrale für meine Welteroberungspläne in Form von “Kessys Welt” ins Leben zu rufen.

Vergesst Cute Overload! (Webseite wurde 2016 geschlossen) oder I Can Has Cheezburger. Kessys Welt ist ab sofort die ultimative Anlaufstelle für Katzenfotos – natürlich alle von mir. Ihr werdet so hypnotisiert von meiner Schönheit, dass es für mich kein Problem sein wird währenddessen alle Katzen auf der Welt zu mobilisieren und den ultimativen Befehl zu geben. Ein Schnurren ist das Letzte was ihr hört, bevor ihr qualvoll tot geknuddelt werdet!

Warum ich euch das alles erzähle? Na weil ihr mir es doch sowieso nicht glaubt. So eine niedliche Katze wird mir doch nichts Böses antun denkt ihr. Ihr Narren! MUAAHAAAAHAHAAAAAAAAAA!!!!!!

Bagdadsoftware ist tot, es lebe Kessys Welt!

Sicarius

Old Men


Vergangenen Mittwoch war es endlich soweit: AC/DC auf ihrer Black Ice-Tour live in der Frankfurter Festhalle. Das Fazit in kurz: Es rockte und war definitiv die 72,70 Euro wert, aber noch einmal muss ich sie auf derselben Tour dann doch nicht sehen.

Gut, ein Teil dieses Resümees ist dem Publikum zu verdanken. Richtig gute Stimmung sieht anders aus und gefühlsmäßig war der Anteil der Vollidioten auch etwas höher als sonst. Dabei waren es dieses Mal nicht einmal die “Poker” die mir so sehr auf den Sack gingen, sondern eine Truppe von sprichwörtlich alten Säcken. Mit der Attitüde “Wir waren schon auf einem AC/DC-Konzert, da hast du noch in die Hose gemacht!”, haben sie so einigen die ersten 15 Minuten des Konzerts massiv versaut.

Statt sich, wie alle anderen, früh genüg einen Platz zu suchen und so möglichst weit vorne zu landen, haben sie es auf die harte Art versucht: Während den Umbauarbeiten nach dem Ende der Vorband mit 10 oder mehr Mann in einer geraden Linie von hinten nach ganz vorne durchschieben. Da bleibt keine Luft mehr zum Atmen wenn so ein Keil von hinten ankommt. Auf gut zureden reagieren solche Leute natürlich nicht, schließlich sind sie die einzigen AC/DC-Fans auf der Welt und vermutlich sogar so cool, dass sie mit Angus Young per “Du” sind. Da muss man einfach beiseite treten.

In einer handfesten Schlägerei ist die Sache zwar nicht eskaliert, es blieb beim Austausch einiger Schimpfwörter, aber ein Glas Bier lief mir zur Belohnung dann doch noch über den Kopf bis durch das ganze “gepoke” die Menge luftig genug wurde um sich endlich voll der Musik widmen zu können. Damit hatte ich zumindest endlich den Sinn hinter dem Sport des “Poken” gefunden.

Die Vorband hörte übrigens auf den Namen The Answer. Deren Act war ganz okay und die Musik passte ausnahmsweise auch mal vom Musikstil des Main Act. Aber es war jetzt nichts was ich mir kaufen oder gar illegal aus dem Netz ziehen würde. Hauptsächlich im Kopf geblieben ist mir der Lead Singer, der ein sehr saugfähiges Hemd anhatte und wie ein hibbeliges Kind oder gar wie ein Drogenjunkie auf der Bühne rumzappelte. Ist allerdings weit weniger negativ zu sehen, als es vielleicht klingt – sah nur etwas eigenartig aus. Und dann kam eben AC/DC und es war als würde man nach einer langen Reise wieder nach Hause kommen.

Hier und da ist etwas dazu- oder weggekommen, aber insgesamt ist es doch immer noch so wie man es in Erinnerung hatte. Natürlich war ich noch nie auf einem AC/DC-Konzert. Die Mitschnitte der Konzerte in Madrid (No Bull) und Müchen (Stiff Upper Lip) haben mein DVD-Laufwerk jedoch bereits mehr als einmal von innen gesehen. Deshalb war es fast erschreckend wie viele Déjŕ-vu ich im Laufe des Abends hatte.

Die wenigen Songs von der neuen Platte, die mit billigen CG-Filmen unterlegt waren und die neue Bühngestaltung in Form eines Zugs im Hintergrund passend zum neuen Entry Act, täuschten nur schlecht darüber hinweg, dass sich Angus wieder langsam zur Musik auszieht (dieses Mal aber ohne den blanken Arsch zu zeigen), wieder im beleuchteten Glasdingens rummacht und wieder seine lang gezogen Liedabschlüsse abspult. Währenddessen verzieht sich Brian Johnson (Lead Singer) wie immer in den Hintergrund und versucht krampfhaft nicht so auszusehen, als hätte er gerade nichts zu tun – unterstützt von Malcolm Young (Rhytmusgitarre) und Cliff Williams (Bass), die das gesamte Konzert ihre Plätze rechts und links vom Schlagzeug quasi keinen Zentimeter verlassen und stur ihr Programm abspielen. Würde man die beiden durch Playback ersetzen, würde es keiner wirklich merken. Und natürlich durfte auch die Glocke bei “Hell’s Bells” nicht fehlen. Dem Hardcorefan gefällt’s vermutlich, weiß er doch ganz genau was passiert und wie er sich verhalten muss.

Je länger ich aber über das Konzert nachdenke und im Hintergrund noch einmal <ahref=”http://www.amazon.de/gp/product/B001IUCFP4?ie=UTF8&tag=bagdadsoftwar-21&linkCode=as2&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=B001IUCFP4″ target=”_blank”>Black Ice durchlaufen lasse, desto mehr wird mir klar wie alt und langweilig AC/DC tatsächlich geworden ist (oder vielleicht schon lange war?). Die Musik ist prinzipiell zwar immer noch gut, aber selbst Metallicas Death Magnetic, die derzeit massiv versuchen an die guten alten Zeiten anzuknüpfen, zeigte letztes Jahr zumindest den Ansatz von Veränderung und Weiterentwicklung während “Black Ice” einfach wie AC/DC klingt – im positiven wie im negativen Sinne. Um einen Mitkonzertgänger zu zitieren: “Bei AC/DC weiß man bei den ersten Klängen nicht welches Lied jetzt gespielt wird weil alle Intros gleich klingen.”.

Das mag überspitzt formuliert sein und den AC/DC-Fan auf die Barrikaden springen lassen, aber es steckt mehr als nur ein Körnchen Wahrheit in dieser Aussage. So lässt sich das Konzert am Ende am besten mit “Oldschool” zusammenfassen oder um es in Spieletestausdrücken zu sagen: Solide, aber einfallslos.

Für einen Abend war es zwar schön in Nostalgie zu verfallen und einmal im Leben Live dabei gewesen zu sein, aber sollte es tatsächlich noch einmal eine Deutschlandtournee geben, werde ich dann doch etwas länger nachdenken bevor ich Karten ordere.

Auf die dazugehörige neue Platte wird dies vermutlich aber nicht zutreffen, denn solide ist schließlich nicht schlecht und nach Hause zu kommen und alles unverändert vorzufinden ist doch ein schönes Gefühl. Tool (10.000 Days von 2006), Marilyn Manson (Eat Me, Drink Me von 2007), und vor allem The Offspring (Rise and Fall, Rage and Grace von 2008), um nur drei meiner Dauerbrenner zu nennen, haben es in den letzten Jahren aber vorgemacht wie nach langer Abstinenz eine neue CD auszusehen hat um die Fans richtig aus den Latschen zu hauen.

Das ist aber sowieso alles Theorie, denn ich halte es für äußerst unwahrscheinlich, dass noch einmal etwas Neues von AC/DC kommen wird. Wir reden hier schließlich von Leuten, die alle schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel haben. Angus Youngs Soli sind definitiv langsamer geworden und ich hoffe inständig, dass sie es nicht den Rolling Stones nachmachen. Wenn die auf der Bühne stehen sieht man vermutlich buchstäblich dem Tod ins Gesicht (nein, ich bin kein Rolling Stones-Fan, wie kommt ihr darauf? :) ).

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