Sicarius

IT-Newsletter: Aktuelle Informationen zu Ihrem Katzenzubehör

Ein Pichu auf Lückensuche

Ein Pichu auf Lückensuche

Sehr geehrte Nutzerinnen und Nutzer,

Einen Monat ist es nun her, dass wir in den Wirkbetrieb unserer Hardware „Sicherer Katzengarten“ gestartet sind. Seitdem lief der Grundbetrieb auch ganz gut. Ein paar Sicherheitslücken wurden zwar von den probierfreudigen Anwendern unter ihnen gefunden. Diese haben wir jedoch durch zeitnahe Zwischenreleases hoffentlich nun erfolgreich gepatcht. Ein Problem sind noch die gemeldeten Buffer-Overflows, deren Ursache wir noch nicht mit Sicherheit identifizieren konnten wodurch eine Fehlerbehebung nur schleppend vorangeht. Und wie immer haben wir die Bereitschaft unserer Nutzer unterschätzt etwas Neues zu probieren. Anbei erhalten Sie detaillierte Informationen über den Hardwarestand, denn Transparenz ist uns ein hohes Gut!

Sicherheitslücken

An dieser Stelle einen besonderen Dank an unsere fleißigen Bug-Melder Maya und Pichu, die uns in den vergangenen Wochen mehrere hoch-kritische Sicherheitslücken gemeldet haben. Vor allem Pichu wird nicht müde auf Unzulänglichkeiten im Design hinzuweisen.

Maya war am ersten Tag direkt in der Lage über einen Terrassenpfosten auf das Hauptdach des Hauses zu gelangen. Nur über gutes Zureden und die Aussicht einen bislang unbekannten Teil des Hauses kennen zu lernen (Dachboden), ließ sie sich dazu überreden durch das Dachfenster wieder hinein in sichere Gefilde zu begeben. Die Lücke wurde anschließend mit einer Plexiglas-Platte oberhalb des Pfostens verschlossen. Weitere Tests von User Maya bestätigen uns, dass unser Code an dieser Stelle nun ausbruchssicher ist.

Während uns Userin Maya direkt zeigte, wo die Lücke war, ist User Pichu nicht so kommunikativ. Wir mussten stattdessen langwierige Überwachungsmaßnahmen einleiten und ihn in flagranti erwischen, bevor wir das Problem analysieren konnten. Die erste Lücke erkannten wir an der Garagenwand. Pichu schaffte es tatsächlich sich am Zaun festzuhalten und von dort direkt auf das Garagendach zu springen. Ein erster Hotfix mit einer zusätzlichen, kleinen Plexiglas-Platte brachte nicht die erwünschte Lösung, weshalb wir uns entschieden im relevanten Feld die vorhandene Platte gegen eine komplett neue auszutauschen mit einer Höhe von über einem Meter statt nur 50cm. Dieser Bugfix brachte auch die erhoffte Wirkung.

Eine Platte am Pfosten

User Pichu fand jedoch zügig eine weitere Lücke im System. So war es ihm möglich vom Terrassenabschluss direkt auf das Garagendach zu springen. Er nutzt dazu die Plexiglas-Platten über dem Gartentor als Sprunghilfe. Ein Hotfix ihn vom Springen abzuhalten, indem wir einen Joghurtdeckel als Hindernis auf der Platte befestigten, war nicht erfolgreich. Der erste Bugfix, das Installieren einer Plexiglas-Platte direkt in der Flugbahn, brachte nicht das gewünschte Ergebnis – im Gegenteil wurde diese durch die Sprungkraft des Anwenders völlig zerstört. Der zweite Bugfix – eine größere und dickere Platte an der gleichen Stelle – scheint nun aber Wirkung zu zeigen, denn der Anwender entschied sich nach einer weiteren Lücke Ausschau zu halten. Gefunden hat er sie tatsächlich wieder an der Garagenwand. Anstatt sich am Zaun festzuhalten, nutzte er nun die hervorstehenden Schraubenköpfe plus Krallen im Putz der Garagenwand, um weiterhin zu flüchten. Diese Lücke funktioniert allerdings nur bei trockenem Wetter. Wir haben dafür am Wochenende einen Hotfix eingespielt (eine Plexiglas-Platte quer oben am Garagendach) und müssen nun beobachten, ob dies das Problem behebt.

Wir halten Sie auf dem Laufenden und bitten Sie uns eventuell weitere Sicherheitslücken umgehend zu melden, denn Ihre Sicherheit ist unser höchstes Gut!

Schnittstelle

Wir möchten Sie noch einmal darauf hinweisen, dass wir bereits seit Jahren eine Schnittstelle zwischen Esszimmer und Terrasse anbieten. Um unbefugte Zugriffe zu unterbinden, ist diese mit einem Chipleser ausgestattet. Sie müssen also nur den Chip davorhalten und anschließend das Tor aufmachen. Dem IT-Department ist bewusst, dass es sich aufgrund des zweiten Tors um einen etwas dunklen Gang handelt und der Chipleser beim Erkennen eines gültigen Chips ein lautes „Klack“-Geräusch von sich gibt. Wir können Ihnen jedoch versichern, dass Ihnen beim Betreten und Verlassen nichts passieren wird und Sie stattdessen nach Freigabe in unserer Firewall auf diese Art und Weise jederzeit von draußen nach drinnen wechseln können. Eine Funktion, die bereits viele unserer Anwender zu schätzen wissen. Entsprechend würden wir Sie, Userin Maya, darum bitten endlich das Tutorial durchzuarbeiten und in Zukunft eine selbstständige Arbeitsweise an den Tag zu legen. Uns ist es aufgrund von Budgetbegrenzungen leider nicht möglich einen Terrassentüröffner-Posten auszuschreiben. Danke!

Katzenklos im Wohnzimmer

Im Zusammenhang mit der Schnittstelle ist uns außerdem zu Ohren gekommen, dass einige Anwender eine illegale Beschleunigungsfunktion einsetzen, um andere User zügiger durch die Katzenklappe zu schicken. Das IT-Department bittet darum davon abzusehen, den Anwendern auf den Hintern zu hauen, wenn sie gerade durch die Klappe nach draußen gehen wollen. Und das Schnuffeln an besagtem Hintern während sich ein Anwender in dieser hilflosen Position befindet wird von HR ebenso wenig gerne gesehen. Wir bitten um Beachtung, denn kollegiale Zusammenarbeit ist ein flüchtiges Gut!

Buffer-Overflow

Uns ist bewusst, dass vor allem den älteren Nutzern unter Ihnen es nicht gefällt Ihre bestehende Arbeitsweise zu ändern. Es wäre dennoch wünschenswert, wenn Sie davon absehen würden außerhalb der ausgewiesenen „Kackzonen“ Ihr Geschäft zu verrichten. Aufgrund von Wildpieslern mussten wir bereits ein paar Schuhe des Webmasters, eine Einkaufstasche und ein halbes Dutzend Kartons entsorgen sowie eine Jeanshose, eine weitere Einkaufstasche und eine Sporttasche waschen. Von den Kackhaufen und Pissflecken im Keller gar nicht erst zu reden.

Riesengroße Rohre

Als Zugeständnis des Unwillens speziell von User Balu sein Geschäft im Garten zu verrichten, haben wir mittlerweile vier Katzenklos aufgestellt (zwei im Kellerflur, zwei im Esszimmer). Wir weisen jedoch darauf hin, dass es sich hierbei nur um eine rein temporäre Lösung handelt. Unser Ziel ist es weiterhin die Katzenklos im Haus ganz abzuschaffen. Sie sollen Ihr Geschäft in den bereitgestellten Toiletten im Garten oder zumindest im Gras verrichten. Wir hoffen hier zeitnah eine gemeinschaftlich tragbare Lösung zu finden, denn ein geruchsneutrales Haus ist ein erstrebenswertes Gut!

Versionsvorschau

Zum Abschluss unseres heutigen Newsletters möchten wir Ihnen noch kurz einen Ausblick auf die kommenden Neuerungen in der Hardware „Sicherer Katzengarten“ geben: Vermutlich im Frühjahr werden die restlichen Abwasserrohre (DN250) am Zaun befestigt. Die Rohre liegen zwar bereits herum und ein Teilstück wurde testweise montiert. Zur Eingewöhnung unserer Nutzer wollen wir mit der endgültigen Befestigung aber noch ein wenig warten. Ziel dieser Maßnahme ist es Ihnen einen spielerischen Ausgleich zu bieten. So werden Sie sich gegenseitig durch die Rohre jagen, einfach nur so durch sie hindurchflitzen oder sich darin zur Ruhe legen können. Sie erhalten von uns selbstverständlich einen Hinweis, sobald der WBA-Termin feststeht, denn ein guter Informationsfluss ist ein nützliches Gut!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr IT-Department

Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

:smile: :sad: :wink: :tongue: :-x :roll: mehr »