Grand Theft Auto V ist seit fast einer Woche draußen. Take 2 hat damit 800 Millionen US-Dollar am ersten Verkaufstag eingenommen und war nach nur drei Tagen das zweite Spiel, dass eine Milliarde US-Dollar eingebracht hat (Nr. 1 war Call of Duty: Black Ops II, brauchte dafür aber länger als jetzt GTA V). Und das bei nicht weniger imposanten 265 Millionen US-Dollar (mit Marketing eingerechnet).
Blabla Finanzen blabla
Der Aktienkurs von Take-Two Interactive Software hat sich dennoch etwas komisch verhalten. Zum 17.9. hin ging er nach oben, am 17. selbst ist er dann “eingebrochen” (wir sprechen hier von einem Dollar pro Aktie), erreichte am 19.9. nach Verkündung der Zahlen einen neuen Höchststand und ist am gleichen Tag aber wieder komplett abgesackt. Da waren wohl ein paar kurzfristige Spekulanten unterwegs. Oder hattet ihr etwa nicht in das Unternehmen investiert?
Spätestens nachdem klar war, dass alleine das Pre-Order-Volumen alles bisherige übersteigen würde, musste man doch unbedingt zuschlagen. Also zumindest aus Sicht eines Stammtischs. Trotz einer Steigerung von 3 Euro (Juni bis September) muss man da glaube ich schon eine gewisse Menge gehabt haben, um tatsächlich einen Gewinn rauszuholen abzüglich von Steuern, Gebühren und all dem Kram. Lassen wir das also
. Ich bin aber tatsächlich gespannt wie sich die Kurve jetzt weiterentwickelt nachdem jetzt anscheinend viele ihre Gewinne mitgenommen haben. Geht er wieder auf die 11 Euro runter? Oder normalisiert er sich doch etwas höher. Wäre GTA V scheiße geworden, bin ich mir auf jeden Fall sicher, dass Take-Two hätte dichtmachen können schon allein wegen dem massiven Werteeinbruch an der Börse. Kennen wir ja von den Börsianern, dass die einen Hang zum panischen haben.
Blabla Technik blabla
Aber GTA V hat nicht nur finanzielle Rekorde aufgestellt. Es ist auch, da sind sich im Prinzip alle einig, der letzte große Release für die alte Konsolengeneration. Da wundert es mich entsprechend nicht jetzt von diversen Problemen zu hören: Alte Xbox 360-Konsolen stürzen beim Spielen ab und selbst auf neueren gibt es öfters mal Framerateeinbrüche und aufpoppende Texturen sind wohl an der Tagesordnung. Nichtsdestotrotz ist es definitiv wieder technisch imposant, was Rockstar da abgeliefert hat. Vor allem die Liebe zum Detail wird überall gelobt.
Damit ist jedoch jetzt weniger die Auflösungen von Texturen gemeint, sondern die vorhandenen Assets und deren Verteilung in der Welt. Selbst eigentlich unbedeutende Gässchen wären liebevoll ausgestaltet. Natürlich können PC-Nutzer trotzdem wieder losmeckern von wegen, dass sähe immer noch schlechter aus als Crysis. Aber man darf nun einmal nicht vergessen, dass es sich hier um eine frei befahre und riesige Spielwelt handelt, die im Hintergrund ständig in den Speicher gestreamt wird und nicht nur um einen popeligen Level, den man einmal am Anfang lädt. Ein Vergleich zu RAGE wäre da schon passender. Aber selbst die Spielwelt ist sowohl in Sachen Größe als auch Detailfülle im Vergleich zu Rockstars Werk nicht der Rede wert.
Falls tatsächlich eine PC-Version kommen sollte, befürchte ich jedoch, dass das technisch wieder in die Hose gehen wird. Vor allem wenn sie wieder Rockstar New England (ehemals Mad Doc Software) und Rockstar Toronto da dransetzen. Nix gegen Mad Doc, die haben in der Vergangenheit durchaus einige nette Sachen produziert (Star Trek: Armada II oder Empire Earth II zum Beispiel). Aber das Vorzeigeunternehmen war sie noch nie und alle bisherigen PC-Umsetzungen von denen hatten teils mit massiven Problemen zu kämpfen. Siehe Bully: Sholarship Edition, GTA IV und L.A. Noire. Oder Rockstar Canada hat ihnen immer dazwischengefunkt. Das kann natürlich auch sein
. Aber warten wir es mal ab. Mein Standpunkt ist zwar, dass es lieber Rockstar North endlich wieder selbst machen sollte. Doch erst muss überhaupt mal eine solche Fassung angekündigt werden, bevor wir überhaupt über die Qualität diskutieren können.
Blabla Spiel blabla
Zum spielerischen Teil von GTA V kann ich freilich noch nichts sagen. Bei all den Videos, die ich mittlerweile dazu gesehen habe, ist mir aber immer nur ein Gedanke hängengeblieben: Das ist einfach viel zu viel auf einmal. Damit meine ich zum einen, das es extrem viel zu tun gibt und damit auch viel zu viel zu verpassen (eine ständige Angst, die ich auch bei einem Rollenspiel wie The Elder Scrolls V: Skyrim habe). Zwar lassen sich die Missionen wiederholen. Aber was ist mit den Zufallsaufgaben am Wegesrand, für die es wohl sogar mitunter zwei verschiedene Arten der Erledigung gibt. Von den wahrscheinlich unterschiedlichen Gesprächen je nachdem welchen Charakter ihr benutzt brauchen wir erst gar nicht anzufangen. Ich hab bis heute in GTA IV weder im Internet gesurft noch Fernsehen geschaut obwohl ich mir sicher bin, dass da richtig geiles Zeugs dabei ist! Aber irgendwo hört es doch einfach mal auf.
Zum anderen erscheint mir die Spielwelt an sich auch einfach viel zu groß. Ein Grund (neben dem Setting), warum ich GTA: San Andreas bis heute nicht durchgespielt habe, war die riesige Karte mit ihren extrem vielen freien Flächen zwischen den Stadtgebieten. Ja, GTA IV war vermutlich nicht kleiner oder sogar noch größer. Aber wenn ihr in einer Stadt unterwegs seid, dann fällt das einfach nicht so stark auf. Und wenn ich nun bei GTA V vor allem die nördliche Karte sehe, in der wieder haufenweise freie Fläche ist ohne genaue Anhaltspunkte (aber vermutlich extrem viele Easter Eggs und versteckte ToDos), dann vergeht mir schon beim Anschauen wieder die Lust. GUN (2005) kann Red Dead Redemption nicht das Wasser reichen. Aber weil es kompakter war, habe ich es doch lieber gespielt als Rockstars Werk (das ich bis heute auch nicht beendet habe im Gegensatz zum Konkurrenzprodukt!). Und ja, es ist auch ein weiterer Pluspunkt für die Saints Row-Serie. Vor allem jetzt in Teil 4, wo ich dank der Superkräfte im Nuh von einer Seite der Stadt zur anderen gelange.
Epilog
Im Endeffekt laufen beide Punkte schlicht auf das Gefühl hinaus, dass das Ganze kein Spaß, sondern schlicht Arbeit ist. Und ich gehöre einfach nicht (mehr?) zu der Sorte von Spielern, die so viel Zeit in einen einzigen Titel stecken (schon gar nicht am Stück). Aber gut, das Thema hatten wir ja schon öfters. Fakt ist, dass ich mir natürlich bei einem eventuellen PC-Release GTA V holen und es auch ein paar Stündchen spielen werde. Zumindest bis dann Saints Row V erscheint. Wenn ich alleine an das Satire-Potential bei der Namensgebung denke, wird es mir schon ganz warm ums Herz
.
Blizzard wird zum 18. März 2014 das Auktionshaus (Ingame- als auch Echt-Geld-Währung) von Diablo III
Das erinnert mich stark an World of WarCraft. Ihr glaubt gar nicht wie schockiert ich war, als ich vor kurzem erfuhr, dass die Skillbäume faktisch komplett gestrichen wurden mit der Veröffentlichung von World of WarCraft: Mists of Pandaria. Stattdessen auch hier mittlerweile nur noch eine lineare Charakterentwicklung mit wenigen Freiheiten, die weiter dazu beiträgt, dass sich die sowieso über die Jahre eingeschlichene Austauschbarkeit der Klassen weiter verstärkt hat. Ja, das Balancen ist ein Haufen Arbeit und man wird es zum einen niemals perfekt hinbekommen und zum anderen niemals allen Recht machen. Aber deswegen einfach die Segel streichen und unter dem Vorwand der besseren Zugänglichkeit eines der wichtigsten Features eines solchen Titels entfernen? Holla, die Waldfee. Da vergeht mir jede Lust wieder reinzuschauen und meine Waldelfen-Druidin aus ihrem Schlaf zu erwecken.
Vergangenen Freitag, den 13. September 2013 war es soweit: Das am meisten gehasste und verabscheute DRM-System aller Zeiten wurde 10 Jahre alt. Bitte? Die Leute mögen mittlerweile Steam und haben ihren Hass zu Origin verlagert?! Ja, wie ist denn das passiert? Ich erinnere mich noch ganz genau, dass das Geschrei zu Anfang groß war (ich bin seit 19. November 2003 dabei, vermutlich dank Counter-Strike 1.6) und jeder nur über diesen Scheißdreck schimpfte, den Valve da verzapft hat (oder wie ein gewisser Bender amüsante Comics darüber machte).
Alle haben gestern über Apple und die
Das bedeutet, während ihr in den Computersystemen der Mugunghwa herumschnüffelt (ihr betretet das Schiff nie selbst), müsst ihr sehr viel lesen. Und zwar lest ihr die Logfiles des vor Jahrhunderten verschollen gegangenen Kolonieschiffs in dem es um die Geschichte der Pale Bride (eine vor Jahrtausenden in Stasis eingefrorene Frau) und den beiden rivalisierenden Familien Smith und Kim geht. Eure anfangs einzige Gesellschaft dabei ist eine KI namens Hyuan-ae, später kommt noch eine zweite dazu. Mit ihr könnt ihr euch über jeden Logeintrag unterhalten, bekommt so zusätzliche Hintergrundinformationen und, ganz wichtig, Zugriff auf weitere Dateien. Die Dialoge enthalten oft binäre “ja oder nein”-Fragen (der Textparser ist ausgefallen, so die Erklärung der KI) und eure Antwort beeinflusst nicht nur euer Verhältnis zur jeweiligen KI, sondern auch den Ausgang der Geschichte (es gibt mindestens fünf Enden). Hin und wieder müsst ihr auch mal in einem Computerterminal ein paar Befehle eingeben. Aber Lesen und Dialoge mit der KI führen sind in den rund 2 Stunden Spielzeit eure Haupttätigkeiten.