Sicarius

Ohrenschmerzen

Meinungen ändern sich. Das ist einfach so. Vor der Wahl war der Politiker noch für Steuersenkungen, nach der Wahl kann er sich an so etwas nicht mehr erinnern. Aber besonders dank der Unvergesslichkeit des Internets, kann man es ihm dann schön vorwerfen – auch wenn es sowieso nichts bringt. Auch ich ändere ab und zu meine Meinung über etwas und sehe mich dann mit Jackies Vorwürfen alla „Aber da und da haste gemeint der Film wär‘ scheiße!“ konfrontiert :). Aus aktuellem Anlass verweise ich deshalb auf einen Eintrag vom 30.01.2007. Dort hatte ich mich ein wenig über Podcasts ausgelassen und an ihrem Sinn gezweifelt. Seitdem hat sich meine Meinung darüber massiv geändert.

Okay, den GameStar Podcast finde ich immer noch unterirdisch schlecht, aber dafür gibt es haufenweise andere die ich regelmäßig höre und gar nicht mehr missen möchte. Ja, man könnte fast sagen, dass mir irgendwas fehlt wenn ich bei bestimmten Tätigkeiten (welche das sind muss ich aus diversen Gründen für mich behalten) nicht einen Podcast im Ohr habe. Selbstverständlich wird in den meisten davon über ein oder mehrere Spiele geredet (einfach mal bei VirginWorlds vorbeischauen), aber es gehören auch Sachen wie das Chaosradio oder das Küchenradio dazu. Beide kann ich nur wärmestens empfehlen und sie sind auch äußerst gegensätzlich was Aufmachung und Inhalte angeht.

Zusammengefasst habe ich also eine Kehrtwende gemacht und empfinde Podcasts als durchaus sehr informativ und nützlich. Aber was wollte ich mit diesen zwei Absätzen voller uninteressantem Gelaber überhaupt? Na überleiten zu unserem heutigen Hauptthema: der UCF Podcast! Und ja, dass bedeutet die geballte, gedankliche Sinnlosigkeit von Sicarius gibt es jetzt nicht nur mehr für die Augen, sondern auch für die Ohren! Bislang gibt es zwei Testfolgen namens Folge 0 und Folge 0.5.

Folge 0 wurde zusammen mit Rondrer und JakillSlavik vergangenen Mittwoch in einer Skype-Konferenz aufgezeichnet und zeigt klar, dass wir sowas noch nie im Leben gemacht haben :). Die Sendung ist unstrukturiert, der Ton lässt stellenweise etwas zu wünschen übrig. Zusätzlich gibt es viel Stille, es wird viel durcheinander geredet und insgesamt ist die Sache einfach chaotisch. Aber es war ja auch nicht umsonst ein Test namens Folge 0, oder wie ich gerne sage: „Ein Proof of Concept.“. Jeder fängt schließlich mal klein an und solang es besser wird, ist dagegen ja auch nichts zu sagen. Um die ersten Erfahrungen und vor allem das erste Feedback zu sammeln, reichten die 15 Minuten auf jeden Fall aus und besonders Azzkickr hat mich nach dem anhören mal wieder vollkommen zur Sau gemacht ;).

Deswegen habe ich dann vergangenen Samstag noch eine zweite Testfolge, mit dem wahnsinnig einfallsreichen Titel Folge 0.5, produziert.

Die Folge ist eine Ein-Mann-Show zum Thema LEGO Indiana Jones: Die legendären Abenteuer und schon dadurch wesentlich strukturierter. Aber auch in allen anderen Belangen sind die 10 Minuten dank der Open Source-Audiosoftware Audacity besser als die erste Testfolge. Leider ist im Hintergrund ein leicht unangenehmes Brummen, dessen Ursprung ich mir nicht ganz erklären kann aber dennoch ist zum einen die Aufnahme lauter und damit besser verständlich, zum anderen konnte ich mit Audacity aber auch die Stille-Phasen entfernen, was sich in ungefähr zwei Minuten weniger Laufzeit bemerkbar machte :). Und ich weiß jetzt auch, dass ich so eine Folge durchziehen kann. Zwar habe ich einige Anläufe gebraucht bis ich endlich in einem Rutsch etwas halbwegs zufriedenstellendes produziert hatte, aber ich denke das wird mit der Zeit und entsprechend Übung besser.

Selbstverständlich versuche ich jedoch zumindest die Folgen mit jemand anderes zu produzieren, da ein Dialog schon interessanter ist als ein Monolog (mir schweben auch bereits Interviews mit interessanten Personen der Spieleindustrie vor). Aber mehr als eine Person werde ich mir erst einmal nicht mehr dazu holen. Ich blicke bei der Koordinierung einfach noch nicht durch.

Wie die Zukunft aussieht, weiß ich aber derzeit nicht. Eigentlich soll der UCF Podcast, wie der Name schon sagt, eine Gemeinschaftsproduktion mit zwei Segmenten werden. Das eine Segment ist die PC-Sparte deren Federführung logischerweise Bagdadsoftware innehat und das zweite soll dann eine Konsolenecke werden um am Ende einen insgesamt rund 30 Minuten langen Podcast auf die Beine zu stellen. Mal abwarten wie sich das weiter entwickelt. Besonders die Frage wie oft dieser erscheint ist noch nicht wirklich geklärt. Sehr oft wird es aber nicht sein, da wir ja auch alle noch viele andere Sachen zu tun haben. Ich habe auf jeden Fall Blut geleckt und will mehr!

Ihr könnt deshalb sicher sein, dass die erste echte Folge 1 des UCF Podcasts nicht mehr lange auf sich warten lassen wird. Ob diese jedoch dann nur aus dem Bagdadsoftware Segment besteht oder ob auch die Konsolenecke dabei ist, steht noch in den Sternen. Produziert werden beide Segmente sowieso unabhängig voneinander, vielleicht sparen wir uns dann einfach das zusammen schneiden und veröffentlichen unsere Sachen auch jeweils getrennt nur unter dem gemeinsamen Label „UCF Podcast“. Wer weiß…

Bis dahin hört euch bitte die zwei Testfolgen an und sagt eure Meinung dazu entweder hier oder drüben im entsprechenden Thread im UCF, damit die nächste Folge noch einmal ein Stück besser wird! Und keine Angst, zu LEGO Indiana Jones wird bestimmt auch noch was Schriftliches kommen.

3 Kommentare

wohin hast du denn das Blut gelegt? :P
Und ich fand Folge 0 besser als 0.5… Und nicht NUR, weil ich drin vorkomm ;)
Allein technisch klingt sie einfach 1000mal besser. Auch wenn das hauptsächlich am Brummen liegt, aber das ist nunmal da, auch wenn du nicht weißt woher. Und mit der Stille find ich das nicht soo ein großes Problem. klar sollte da nicht 2min lang komplett still sein aber kurze bedenk-Momente halt ich durchaus für legitim. Schafft vorallem zwischen verschiedenen Themen eine gewisse Trennung und würd ich nicht rigoros komplett rausschneiden.

Und außerdem fand ich den monolog SEHR fade. Also zwischendrin bin ich die ganze Zeit raus und reingedriftet (also gedanklich ;) ) und hab vom Inhalt somit sehr wenig mitgenommen. Ich finde auch, dass in nem Podcast nicht so viel angesprochen werden sollte, wie in nem geschriebenen (p)review. Wenn man das nur so hört, kann man das halt schlecht alles verarbeiten/ sich merken und deshalb würd ich mich auf die zentralen Punkte konzentrieren.

In den Kühlschrank natürlich.

Ich vermute, dass irgendwo noch ne Blockade zwischen Mikronfon und Aufnahmesoftware ist. Also irgendwo noch ein Schalter wo das Mikrofon auf aus ist. Weil der Ausschlag wenn ich irgendwelche Mikrofoneinstellungen teste ist einfach nur minimal. Bei Teamspeak funktioniert die Stimmaktivierung nicht einmal wenn der Regler auf ganz leise ist. Ich habe aber leider noch nichts gefunden. Da könnte dann vielleicht auch das Brummen weg sein. Aber ich bin zuversichtlich, dass das noch was wird.

Das mit der Stille entfernen ist auch wieder Einstellungssache denke ich. Es stimmt schon, dass ab und zu der Bruch schon fehlt (besonders zwischen dem ende der Einleitung und dem Beginn des Hauptthemas wäre er wichtig). Aber ich hab einfach mal die default- Einstellung drüber laufen lassen und da kam das dabei raus :). Insgesamt die Stille drinlassen fand ich jetzt zumindest bei Folge 0.5 nicht so toll. Mal abgesehen, dass es viel zu viel war, war es auch durchaus größtenteils unpassend und dem Hörfluß hinderlich. Vermutlich, wenn mehr Folgen gemacht wurden, wird es auch von sich aus dank der Übung weniger Stille geben. Außerdem hab ich bei Audacity auch noch nicht rausgefunden wie man zwei Dateien zusammenschneiden kann, bzw. generell einfach en bisschen manuell editieren. Das ist nämlich auch ein Grund warum ich die 0.5 so oft neu anfangen musste obwohl zumindest die Einleitung eigentlich schon beim 2 oder 3. mal gut genug war.

Zum Inhalt bitte ich um Vorschläge wie ich so einen Monolog aufpeppen könnte (weil ich befürchte, dass es wohl meistens doch darauf hinauslaufen wird). Was meinste mit auf zentrale Punkte konzentrieren (am besten am Beispiel von Indy)? Ich hatte mir das einfach so als „Angespielt“-Bericht vorgestellt (logischerweise) und wollte dementsprechend auch alle Informationen reinbringen. Aber vielleicht ist das wirklich der falsche Weg.

Meinungen, vernichtende Kritik – her damit!

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