Sicarius

Der iPod-Fluch

Der Weihnachtsurlaub ist rum, der Alltag hat mich wieder. Mein erster Test im neuen Jahr ist aber leider zum Verfassungszeitpunkt doch noch nicht bei GamersGlobal online. Kam einiges dazwischen bei Jörg. Bis Donnerstag wird das aber sicherlich noch was. Außerdem wird es diese Woche die erste Vorschau von mir geben. Und am zweiten Test des Jahres bin ich auch schon dran. Es scheint gerade so, als würde es genauso weitergehen wie es Mitte Dezember geendet hat. Ob dafür dann am Ende des Jahres etwas mehr Luft ist? Bezweifle ich, aber lassen wir uns überraschen.

Trotz meines Urlaubs habe ich es nicht ganz geschafft meinen Backlog bei MobyGames abzuarbeiten. Drei Spiele von Anfang Dezember warten immer noch darauf, dass ich die Credits fertig mache und die Beschreibung hinzufüge. Aber die haben auch verdammt lange Credits…mit Schuld an dieser Verzögerung ist der iPod, für den ich seit dem letzten Eintrag drei weitere Spiele gekauft/geschenkt bekommen habe:

Paperboy – Ich habe lange überlegt, ob ich ausnahmsweise mal 3,99€ investiere. Ich hatte ja gesagt, dass mein Limit eigentlich bei 2,50€ liegt. Aber der Paperboy ist einfach ein zu guter Klassiker. Trotz des massiv hohen Schwierigkeitsgrades, der einen öfters dazu treibt ins Eingabegerät zu beißen – eben wie anno 1988 -, macht das virtuelle Austragen von Zeitungen immer noch sehr viel Spaß. Die Entwickler haben glücklicherweise nicht den Fehler begangen und am Klassik-Modus etwas verändert. Stattdessen haben sie ihre Ideen in drei zusätzliche Modi fließen lassen, die etwas Abwechslung in die Sache bringen. Und dank überarbeiteter Grafik, bekommt man auch keinen Augenkrebs mehr bei all dem. Wer also Fan des Originals war, kann ruhig auch für den hohen Preis zuschlagen. Alle anderen spätestens dann, wenn es mal in einer Aktion für unter 2€ zu haben ist.

Let’s Golf! – Kostet normalerweise 1,59€, war aber das letzte kostenlose App in der 12-Tage-Aktion im iTunes-Store. Anders als Trivial Pursuit und Labyrinth macht der Titel auch längere Zeit Laune, obwohl es natürlich nichts anderes ist als Golf. Natürlich dürft ihr keine Hardcore-Simulation wie die Tiger Woods PGA-Tour-Serie erwarten. Der Spaß steht klar im Vordergrund – da schaffe selbst ich mal einen Chip-in (Ball aus einiger Entfernung ins Loch schießen) und ein paar Birdies (einen Schlag unter Par). Das motiviert ungemein. Gekauft hätte ich mir das Spiel zwar sicherlich nicht, weil mir das Thema einfach nicht zusagt. Wer aber Golf mag und keine Simulation erwartet, kriegt einiges für das wenige Geld geboten. Wobei Gameloft sowieso für Qualität steht – nur ihre Preise sind leider auch meist entsprechend hoch. In Let’s Golf! habe ich auf jeden Fall schon wieder viel zu viel Zeit versenkt.

Cartoon Wars: GunnerCartoon Wars hat mich zwar auch angelacht, aber Tower-Defense-Spiele sind jetzt nicht so meins. Das Spin-Off für 0,79€ schon eher, geht es doch nur um das eine: Ballern – mit Strichmännchen. Und das ist für Zwischendurch immer wieder Unterhaltsam. Das Spielprinzip ist nicht unnötig kompliziert, bietet aber trotzdem einen Haufen Waffen, Upgrademöglichkeiten und ähnliches deren Freischaltung bei der Stange halten. Außerdem ballert man eben mit einem Strichmännchen auf hunderte andere Strichmännchen. Was braucht es für 79 Cent mehr? Zuschlagen!

Das kleine Ding ist echt ein Fluch, sag ich euch. Schafft euch sowas bloß nie an! Jetzt entschuldigt mich – ich muss weiter im AppStore stöbern.

Der erste Donnerstagseintrag im neuen Jahr, gehört mir. Mir allein! Daher heiße ich euch direkt persönlich Willkommen im neuen Jahr. *tröt* Da der Webmaster zurzeit wieder in Sachen GamersGlobal an vorderster Front steht, übernehme ich also erneut. Dort wird in den nächsten Tagen ein neuer Test zu einem, in doppelter Hinsicht, außergewöhnlichen Spieletitel zu lesen sein. Einerseits besonders, weil allein die Plattform, auf der Sicarius testet für ihn ungewöhnlich ist und zum Anderen, weil das Spiel mich positiv überrascht hat (soweit ich das bis jetzt beurteilen kann, natürlich). Seid also gespannt, aber dazu gibt es dann am Montag wahrscheinlich mehr.

Der folgende Füller – ich meine *räusper* streichen wir das – der folgende vollwertige Eintrag, besteht aus lediglich zwei Filmeinschätzungen meinerseits zu den aktuellen Kinofilmen Avatar und soul kitchen , sowie eine Vorschau auf die 2010 erscheinende Filmumsetzung von Prince of Persia – Sands of Time . Bitte schaut euch – sofern ihr die Filme nicht kennt, die Trailer an, indem ihr auf die entsprechenden Links der Titel weiter unten klickt.

soul kitchen – ist sehr unterhaltsam mit einer großen Priese intelligenten Humor, aber auch schlichten erwarteten Gags, wenn auch sonst relativ „platt“. Natürlich meine ich damit nicht etwa Essen oder Soul Musik, sondern die Hintergrundgeschichte. Denn storytechnisch gesehen wirkt der Film größtenteils aufgesetzt. Eher umständlich wird eine Geschichte um das soul kitchen, einer romanischen Kneipe in einem Hamburger Vorort, herumgebaut. Der Besitzer und Koch Zinos hält sich finanziell gerade so über Wasser, als seine aus wohlhabenden Hause stammende Freundin beschließt, zugunsten für eine Stelle in Shanghai für ein halbes Jahr nach China zu ziehen. Er bleibt allein zurück in Hamburg, zieht sich ein Rückenleiden zu, weshalb er arbeitsunfähig wird und sich einen neuen Koch suchen muss. Dieses Problem und unzählige weitere Probleme, wie das Finanzamt, das Gesundheitsamt und die miesen Versuche eines Immobilienhais sich das soul kitchen unter den Nagel zu reißen, formen die grobe Geschichte. Was hier der Trailer noch nicht zeigt, sind die – Meines Erachtens – tiefen Wesenszüge der ganzen soul kitchen Angestellten. Neben Zinos sind das: die abstrakte Kunstlerin, die als Kellnerin bei ihm arbeitet, Lucia, der Koch Shayn (Birol Ünel), der verkannte Musiker Lutz, der Bruder Illias (Moritz Bleibtreu)und der launische Kapitän Sokrates, die den Film alle mehr als sehenswert machen. Vor allem den exzentrischen Koch, ehemaliger Messerwerfer von Beruf, hab ich persönlich sehr schätzen gelernt. Wer die Hamburger Ecke kennt, wird einige Schauplätze für sich wieder entdecken. Toll erzählt und daher mindestens zwei Mal sehenswert. soul kitchen. „Ja, Mann!“

Nebeninformation
Bei den Dreharbeiten ist Monica Bleibtreu verstorben, welche als ‚Oma‘ von Zinos‘ Freundin ihre letzte Rolle spielte. Ironisch fast schon, dass in der Buchvorlage zum Film und im Drehbuch – lange also vor dem Schicksalsschlag – die Großmutter in der Geschichte ebenfalls verstirbt.
Moritz Bleibtreu spielt Zinos‘ Bruder und hat für die Dreharbeiten an soul kitchen auf eine Rolle in Quantin Tarantinos Werk Inglorious Basterds verzichtet. Jan Delay war an der Post-Produktion maßgeblich beteiligt.

Avatar – Aufbruch nach Pandora hat mich teilweise sehr überrascht, obwohl man wirklich die komplette Story im Trailer gezeigt bekommt und sich denken kann, wie alles funktioniert oder wie der Film endet. Denn es sind gerade die packende Atmosphäre und die Landschaftsaufnahmen, die Avatar nicht nur interessant, sondern auch für das Auge einfach nur schwärmerisch schön machen. Zuerst war ich sehr, sehr skeptisch und bin wirklich in den Film nicht geschliffen, sondern hinein getreten worden, und hinterher mehr als überrascht, welche Begeisterung ich während des Films hatte. Es ist definitiv fast ausschließlich ‚Augenschmaus‘- Kino und die letzten zwanzig bis dreißig Minuten sind nur Gemetzel ohne Sinn und Verstand, aber die Emotionen in manchen Szenen sind einfach überwältigend! Diese Momente trösten nicht nur hinweg, sondern die gleichen alles aus. Neytiri, die Na’vi Frau, die den Protagonisten Jack Sully, rettet, ausbildet und später als Partner annimmt, ist mit soviel Detail gemacht, wenn sie Gefühle zeigt, dass man schlichtweg sich auf Avatar einlassen sollte. Eine wunderschöne, aber auch Hollywood-typische Geschichte. Wer auf Adrenalin-Kino steht, zieht aus dem Film natürlich noch mehr für sich raus. Es empfiehlt sich außerdem auch unbedingt die 3D Version im Kino anzuschauen.

Nebeninformation
Avatar – wird laut Angaben von James Cameron als Trilogie irgendwann im Laden stehen, obgleich dieser Entschluss erst kürzlich kam und weder Planung, noch Drehbuch feststehen. Der Film hatte bereits nach 17 Tagen 1,02 Milliarden US-Dollar eingespielt. Titanic hat zum Vergleich als erfolgreichster Film bis dato: 1,85 Milliarden US-Dollar eingebracht.

Prince of Persia – Produziert wird der Streifen mit dem Anhang The Sands of Time von Jerry Bruckheimer und Walt Disney. Näher auf den Inhalt oder sonstige Dinge gehe ich nicht ein, weil es mir hier darum geht Kund zu tun, was ich befürchte was mit dieser Filmumsetzung passieren wird. Aber Eins nach dem Anderen:
Was ich schon mal nicht glücklich gewählt finde, ist die Besetzung des eigentlich namenlosen Prinzen mit Jake Gyllenhaal ( bekannt aus Donnie Darko oder Jarhead). Ihr seht im Trailer ja selbst, dass lobenswert zu bemerken ist, wie gut er teils optisch in die Rolle passt. Allerdings versucht der Film selbst, was man bis jetzt aus den Ausschnitten schließen kann zumindest, mit flotten Sprüchen gezwungen unterhaltsam zu sein. Meines Erachtens zu Lasten der Atmosphäre. Witzige Wortgefechte mögen definitiv einer Umsetzung mehr Würze geben, denn nur weil Dinge als Spiel nüchtern und stilvoll daher kommen können und damit erfolgreich sind, muss das nicht bei einem Kinostreifen der Fall sein. Im Gegenteil, ich bezweifle sogar, dass irgendjemand so eine Vorstellung besuchen würde, aber bei Prince of Persia handelt es sich um einen Abenteuer-Streifen, der auf dem 2003 erschienenen, gleichnamigen Spiel basiert „Prince of Persia – The Sands of Time“. Der erste Teil einer guten Spiele-Trilogie. Hier sollte es also auch ähnlich düster zugehen, wie in den Spielen, in welchen sogar der Spagat mit weniger nervigen Sprüchen zur Unterhaltung geschafft wird. Was ich in etwa von einer PoP Verfilmung erwarten würde, wäre wohl in der Nähe des GameTrailers zu WarriorWithin anzusiedeln. Nichtsdestotrotz werde ich mir den Film so oder so ansehen, nur um eventuell zu erleben, wie eine weitere gute Spiele-Lizenz wieder verschandelt wird. Außerdem werde ich auf die Stelle warten, an der Prinz Jake Gyllenhaal zu der Prinzessin (Bond-Girl: Gemma Arterton) im Playboybunny-Verschnitt sagen wird:
„Warum hast du ein Hasenkostüm an?“
und die einzige logische Antwort darauf:
„Warum hast du ein Prinzenkostüm an, Donnie?“

Nebeninformation
Läuft in den Kinos voraussichtlich am 20.05.2010 an. Als Regisseur ist Mike Newell (Harry Potter) verantwortlich und Drehort ist Marokko. Hier noch ein kurzes Behind-the-Scenes-Video.

Hoffentlich schlachtet ihr mich nicht zu sehr aus, ich selbst halte mich mittlerweile für viel zu kritisch, was Filme angeht. Ohne Kopf ins Kino gehen kann ich mittlerweile gar nicht mehr, wobei ich zugleich auch schon mit „Alternativ“-Kinos auf Kriegsfuß stehe, weil die mir nicht konsequent genug sind. Aber das ist eine andere Geschichte. In diesem Sinne ~
–jakillslavik

Sicarius

iPodderi

Wenn ihr das hier Lesen könnt, seid ihr entweder erfolgreich in der Zeit zurückgereist oder habt zumindest den Jahreswechsel ohne Dauerschäden überstanden. Herzlichen Glückwunsch! Leider seid ihr faktisch in der Vergangenheit angekommen, denn unser heutiges Thema beschäftigt mich schon seit gut einer Woche vor Weihnachten täglich. Nein, Call of Duty: Modern Warfare 2 ist es nicht. Es ist viel mehr noch eine der Überraschungen aus 2009, die es jedoch aus Strukturgründen nicht in den Jahresrückblick geschafft haben. Ich bin nämlich jetzt nicht nur im Besitz einer Xbox 360. Ich habe nun auch als quasi letzte Person auf Erden einen iPod Touch 8GB, wie ihr auf dem rechten Foto unschwer erkennen könnt. Wer es nicht weiß: der iPod Touch ist ein iPhone nur ohne Telefon.

Foto vom iPod TouchSelbst gekauft hätte ich mir so ein Ding für derzeit 189 € natürlich nicht. Aber jetzt wo ich es habe, möchte ich es nicht mehr missen. Es ist schon alleine unvorstellbar praktisch um vom Bett aus ein wenig zu surfen, ohne gleich den Laptop anwerfen zu müssen. Klar man bekommt Augenkrebs und die Zoomfunktion ist sub-optimal. Und tippen mit einem Finger – mehr als nur gewöhnungsbedürftig. Das nehme ich (und viele andere vermutlich auch) aber in Kauf nur um mein kuscheliges Bett nicht verlassen zu müssen. Umso mehr ärgert mich allerdings, dass Apple mal wieder sehr egoistisch ist und kein FlashPlayer zulässt. Da fällt natürlich ein großer Teil des Komforts weg, wenn ich nicht einmal Zero Punctuation schauen kann. Vielleicht kommt da ja irgendwann noch einmal was.

Abseits des Ein-Finger-Tippsystems und der gewöhnungsbedürftigen Zoomfunktion klappt die Steuerung mit dem Touchscreen sehr gut. Es ist auch relativ intuitiv muss ich sagen. Bin eigentlich sofort und ohne Einweisung durch die Menüs geflitzt. Nur eine Sache musste ich googeln: Wie entriegele ich meinen iPod Touch? Man muss schließlich erst einmal darauf kommen, dass man den Pfeil nach rechts schieben muss…

Ich empfehle allerdings jedem sich unbedingt eine Schutzfolie und am besten auch gleich eine Schutzhülle zu kaufen. Das gesamte Gerät ist bestens dazu geeignet um jeden Mord aufzuklären, so viele Fingerabdrücke sind da nach kurzer Zeit auf der glänzenden Hülle und dem Display drauf. Schutzfolie ist auch absolut keine Behinderung bei der Benutzung. Die Schutzhülle ist beim Spielen hingegen schon ab und zu mal im Weg. Da muss man dann doch in den sauren Apfel beißen und das Gerät so nutzen.

Spiele sind selbstverständlich ein gutes Stichwort. Outlook synchronisieren, Termine pflegen – das nutze ich alles (noch) nicht. Aber zocken – das mache ich bereits ausgiebig. Ich habe dafür auch schon bereitwillig öfters ins Portemonnaie gegriffen. Wieder so eine Überraschung: Der Webmaster kauft Download-only-Spiele. Ich sehe das aber realistisch: keines der Spiele wird je für den PC oder gar in einer Verpackung erscheinen. Da kann ich warten bis ich schwarz werde. Und die Preise tun ihr übriges. Klar, man wird auch hier sein Geld los, wenn man unbedingt eine abgespeckte Version von Need for Speed SHIFT für 5,49 € kaufen möchte. Deswegen habe ich mein persönliches Limit bei 2,50 € gesetzt. Man weiß ja schließlich wie das mit den Kleinbeträgen ist: auf der Kreditkartenabrechnung am Ende des Monats kommt da schon ganz schön was zusammen unter Umständen. Das ist aber kein großer Verlust, denn die Auswahl ist auch hier immer noch riesig. Bevor ich darauf aber eingehe jedoch ein Wort zu iTunes:

Ob iPhone oder iPod – an iTunes kommt man nicht vorbei. Man kann den AppStore zwar auch vom Gerät aus aufrufen und nutzen. Aber wer da nicht gezielt etwas sucht, wird schnell an der Bedienung verzweifeln. Außerdem ist es eben die Steuerzentrale – hier lässt sich fast alles am Gerät angenehm komfortabel einstellen, Dateien übertragen und was weiß ich noch alles. Und es ist natürlich äußerst praktisch um Backups vom Gerät zu machen. Bis auf ein paar Abstürze, läuft das Programm auch einwandfrei und ist sehr komfortabel gestaltet. Dank Drag & Drop konnte ich selbst die 800 MB an Musik ohne viel Aufwand rüberschaufeln. Kommen wir jedoch nun zum Wichtigsten: den Apps.

Apps im Sinne des Wortes habe ich derzeit nur fünf Stück drauf, alle kostenlos:

DB Navigator – Bin doch ab und zu mal mit dem Zug unterwegs.
dict.ccLEO fürs iPhone/iPod. Habe mir aber nur die englische Datenbank kopiert.
ICQ – Kann man immer gebrauchen, auch wenn ich es noch nicht an hatte bislang.
Google Earth – Solange ein Hotspot in der Nähe ist, kann ich mich jetzt nicht mehr verlaufen.
n-tv mobil – Nicht unbedingt die beste Quelle für Nachrichten aber besser als nichts.

Wie ihr seht nichts weltbewegendes, aber wie gesagt kostenlos kann man sich das schon einmal draufhauen. Zwei Folgen von zwei Serien habe ich auch im Rahmen der 12-Tage-Kostenlos-Aktion erhalten, aber egal ob Serie oder Film: Auf einem großen Monitor kommt das doch viel, viel besser. Bei den Spielen sieht es hingegen schon anders aus. Der Großteil ist gekauft und bis auf wenige Ausnahmen durch die Bank zu empfehlen. Die Links gehen wie immer zu MobyGames, falls es dort schon einen Eintrag gibt. Die meisten habe ich aber schon eingepflegt.

Doodle Jump – Kostet derzeit 0,79 € und ist trotz sehr simplen Spielprinzip sehr suchterregend. Ziel des Spiels ist es so hoch wie möglich zu kommen. Dazu springt der Charakter auf dem Bildschirm kontinuierlich und ihr müsst ihm durch das Schwenken des Geräts den Weg weisen. Mein Highscore liegt übrigens derzeit bei mageren 19.217. Zum Vergleich: 561.888 ist der Allzeitrekord momentan.

DOOM Resurrection – 1,59 € müsst ihr dafür auf den Tisch legen. Aber das Spiel ist jeden Cent wert und war auch das erste, das ich gekauft habe. Es spielt parallel zu DOOM 3 und ist ein Rail-Shooter d.h. eure Figur läuft komplett automatisch. Ihr müsst nur Zielen, Abdrücken, Ausweichen und Items aufsammeln. Klingt vielleicht jetzt nicht so berauschend, aber ein verdammt gutes Spiel – auch technisch. Die Steuerung klappt einwandfrei, die Grafik steckt viele andere iPhone/iPod-Titel immer noch in den Schatten und es wird ein relativ großer Umfang geboten. Und Fans freuen sich eben, einen anderen Blickwinkel der Geschichte zu erleben. Hier hatte definitiv John Carmack seine Finger mit drin. Schade, dass es weder DOOM RPG noch DOOM Classic in Deutschland zu kaufen gibt…

Finger Physics – Der Name sagt eigentlich schon was euch für 0,79 € erwartet – ein physikbasierendes Puzzlespiel, dass ihr ausschließlich mit den Fingern steuert. Rondrer wird jetzt sicher gleich in den Kommentaren sagen, dass ich zu blöd dafür bin. Aber das tut meinem Spielspaß keinen Abbruch. Dauert halt nur ein wenig länger bis ich ein Level geschafft habe. Mit über 100 Levels, sind aber auch intelligentere Leute einige Zeit beschäftigt und dank mehrerer Spielmodi werden diese auch nicht zu schnell langweilig.

Mahjong Solitaire – Die Vollversion kostet 7,99 € – da ist auch jemand Größenwahnsinnig. Ich habe mir deshalb nur die Demo-Version geladen. Sie reicht auch vollkommen aus, denn was anderes als das Standardbrett habe ich sowieso im Leben noch nicht gespielt. Abgesehen davon ist es halt Mahjong. Die einen können was damit anfangen, die anderen nicht. Ich persönlich finde es immer wieder einen guten Zeitvertreib. Wobei es damals zu DOS-Zeiten noch cooler war, als man noch die Koordinaten der Steine per Hand eintippen musste. Da kam man sich gleich wie ein Hacker vor :).

Tap Tap Revenge: Metallica – 3,99 € für nur 10 Songs – es ist schon fast Abzocke. Aber das Guitar Hero-Prinzip macht eben auch auf dem iPhone/iPod mächtig Laune. Statt Gitarre, müsst ihr hier mit den Fingern die Noten zur rechten Zeit treffen. Geht tierisch in die Hand, macht aber viel Spaß. Es gibt auch eine kostenlose Vollversion namens Tap Tap Revenge 3. Die dazugehörigen Lieder sind aber größtenteils nicht mein Fall. Und bevor ich viele Euro in den Ingamestore versenke, habe ich mir eben gleich die Metallica-Version geholt. Das reicht völlig.

Seed 1 – Rise of Darkness – Ein kostenloses Action-Rollenspiel mit Japano-Touch. Die Entwickler verdienen ihr Geld damit, dass sie Items im internen Shop verkaufen – darunter ein Wiederbelebungsstein. Viel gespielt habe ich es noch nicht, macht aber bislang einen guten Eindruck obwohl die Steuerung doch sehr gewöhnungsbedürftig ist.

Speed Forge Extreme – Ein Wipeout-Klon mit Waffen für 2,39 €. Wirklich erkennen werdet ihr auf dem kleinen Bildschirm zwar nicht viel und dementsprechend öfters gegen die Wand fahren. Aber mit bis an die Zähne bewaffneten Gefährten über Hochgeschwindigkeitsstrecken zu rasen macht trotzdem mächtig viel Spaß.

SimCity – Kostet 2,39 € und basiert auf SimCity 3000, nicht auf SimCity 4. Vom Funktionsumfang her ist auch alles vorhanden, was es im Hauptspiel gab. Kann man sich also prinzipiell nicht darüber beschweren. Nur bringt eine 1:1 Kopie zwangsläufig ein Problem mit sich: die Steuerung. Allein das Zoomen ist ein Krampf und wie es richtig funktioniert, habe ich immer noch nicht rausgefunden. Der größte Nervfaktor tritt jedoch beim Bauen auf. Mit meinen riesigen Fingern zu sehen, wo ich überhaupt hintippe – ist schon eine Kunst. Zum Glück wird hier nicht sofort alles platziert, sondern man muss explizit bestätigen und darf vorher noch sein Werk verschieben und im Falle von Straßen, Storm und anderer Infrastruktur auch noch über Pfeiltasten in der Länge korrigieren. Sicher richtig super, wenn man es mal drin hat, besonders weil es auch richtig gut aussieht und immer noch sehr viel wuselt. Am PC aber immer noch das bessere Spiel.

Zenonia – Wieder ein Rollenspiel, dieses Mal aber ein durch und durch japanisches. Gespielt habe ich es noch nicht. Aber ich musste damals den Test für GamersGlobal redigieren und da klang das alles schon richtig super. Deswegen gleich zugeschlagen ;).

Trivial Pursuit – Nein, diesen Titel habe ich nicht gekauft. Den gab es kurzzeitig für Umme. Ist halt die Umsetzung eines Brettspiels – mehr nicht. Es funktioniert und EA scheffelt zusätzliches Geld durch den Verkauf von Fragenpaketen, aber erstens bin ich wieder zu blöd für die meisten Fragen und zweitens spiele ich dann doch lieber die reale Fassung.

Labyrinth – Noch ein Titel, dessen Vollversion es kurzzeitig kostenlos gab. Wieder eine Umsetzung eines Brettspiels. Wer es nicht kennt: Ihr habt eine Kugel, ein Spielfeld voller Löcher und müsst die Kugel in ein bestimmtes Loch bringen. Dazu verändert ihr den Winkel des Spielfelds wodurch die Kugel dann logischerweise in die jeweilige Richtung rollt. Macht real natürlich auch mehr Spaß, aber in der iPhone/iPod-Fassung gibt es natürlich hunderte verschiedener Level. Und ob ich nun alleine an einem Holzkasten sitze und an Kurbeln drehe, oder eben das Gerät hin und her neige – beides macht kurzzeitig Spaß.

Mass Effect Galaxy – Musste ich schon alleine deshalb haben, weil es quasi ein Stück Prequel-Geschichte zum kommenden Mass Effect 2 ist. Aber auch sonst ist der Top-Down-Shooter gut gelungen und lässt vor allem in den Dialogen durchblicken, wo es eigentlich herkommt. Einen Negativpunkt gibt es jedoch: es ist verdammt kurz. Für derzeit 0,79 € kann man, so wie ich, einmal zuschlagen.

Spore Origins – Noch ein heruntergesetzter EA-Titel, der derzeit nur 0,79 € kostet. Für mehr hätte ich ihn auch nicht gekauft, denn es ist im Prinzip nur die erste Kreaturenphase von Spore. Es wurde zwar um einige Levels erweitert, aber es jetzt nichts was einen stundenlang an den Bildschirm fesselt. Für Zwischendurch aber spaßig und technisch sehr nah am Original.

Und damit wisst ihr nun alles, was ich derzeit zum iPod und seinen Spielen zu sagen habe. Da ich erst am Anfang meiner Entdeckungsreise durch den riesigen AppStore bin, wird es sicherlich in Zukunft noch öfters entsprechende Angespielt-Berichte geben. Und wer weiß – vielleicht auch mal einen Test für GamersGlobal. Auf jeden Fall ein schönes Ding der iPod Touch. Jetzt hoffe ich nur nicht, dass ich nächstes Jahr noch eine Wii ins Haus gestellt bekomme. Irgendwo reicht es dann doch…

Im Laufe der Woche wird übrigens nach der Weihnachtspause auch bei GamersGlobal mal wieder etwas von mir online gehen und zwar mein allererster Test eines DS-Spiels. Dazu vermutlich dann am Donnerstag mehr.

Sicarius

Frohes Neues Jahr!

Habt ihr etwa gedacht, ich würde euch nicht pünktlich um Mitternacht mit einem Neujahrsgruß beglücken? Nene, das muss schon sein. Statt euch jedoch mit einem animierten Feuerwerk zu langweilen, gibt es gleich zum Jahresanfang ein neues Garry’s-Mod-Bild:

Happy New Year

Happy New Year

Ich wünsche einen guten Start und wie immer nicht das Sauerkraut vergessen!

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