Sicarius

Subbi und Heddi

Der dritte Monitor

Das älteste, noch in Betrieb befindliche Stück PC-Hardware an meinem Rechner dürfte mein Iiyama ProLite H540S-B sein, den ich 2004 erstanden habe. Und obwohl er letztes Jahr mal ein paar Wochen Auszeit brauchte, um sich von einer Überlast zu erholen, tut er weiterhin seine sehr guten Dienste als dritter Monitor. Gibt also keinen Grund für mich ihn auszutauschen. Anders sieht es mit meinem zweiältesten Stück Hardware aus, das lt. Rechnung am 24.11.2005 in meinem Haushalt ankam: Das Teufel Concept E Magnum 5.1. Der Subwoofer hat in der Vergangenheit zwar bereits zweimal Probleme gemacht (jeweils 2013 und 2014 nach meinen Umzügen) aber sich jetzt doch wieder einige Jahre gefangen. Selbst den letzten Umzug überlebte er ohne Murren. Leider hatte er vor zwei Wochen wieder das Furzen angefangen und ging nur nach einer Ruhephase überhaupt wieder an. Sprich aus meiner Sicht wieder der gleiche Fehler wie vor fünf Jahres. Damals wurde ein Transistor getauscht, was auf 80 Euro Reparaturkosten hinauslief.

Nun hat das Soundsystem für seine damals 200 Euro (inkl. zwei Ständern) definitiv seinen hervorragenden Dienst geleistet und nach 14 Jahren könnte man sicherlich mal wieder was Neues gönnen. Aber zum einen habe ich immer noch Azzkickr im Ohr, der vor Jahren mal meinte, dass das Concept E Magnum immer noch das beste System auf dem Markt ist. Wobei ich davon ausgehe, dass das mittlerweile nicht mehr stimmt? Zum anderen kostet ein anständiges, neues 5.1-System auch gleich wieder 300 Euro oder mehr. Und das investieren nur, weil die Elektronik einen Knacks hat und sonst alles noch einwandfrei in Ordnung ist? Ja, ne. Da gugge ich dann doch lieber, ob ich nochmal mit unter 100 Euro davonkomme und ein paar weitere Jahre einen gelungenen Sound genießen kann. Entsprechend ging es für Subbi mal wieder ab in die Kiste und Richtung Berlin, wo ihn seit Anfang der Woche die Techniker begutachten. Mal schauen was dabei rauskommt.

Der Ersatz

Das Corsair Vengeance 1500 v2

Das heißt aber nicht, dass ich hier jetzt ohne Ton sitze. Nein, schon beim ersten Ausfall meines geliebten Subbis Ende 2013 hatte ich mir ein gescheites Headset gegönnt: Das Corsair Vengeance 1500 v2. Ein Dolby 7.1 USB Gaming Headset, also mit integrierter Soundkarte und simuliertem Raumklang. Aber irgendwie habe ich euch nie wirklich darüber berichtet obwohl es ab dann auch bei der Videoaufnahme zum Einsatz kam. Keine Ahnung warum. Doch spät ist bekanntlich besser als nie. Also: Was taugt das mittlerweile sechs Jahre alte und neu nicht mehr erhältliche Ding in der Praxis?

Die negativen Seiten

Nun, fangen wir mit dem größten Negativpunkt an: Der Treiber und die dazugehörige Software sind absoluter Scheißdreck. Man muss es wirklich so deutlich sagen. Der Grund ist einfach und simpel: Im Standard ist das Headset viel, viel zu laut. Auf mehr als 2% Lautstärke werden euch schon die Ohren ausgeblasen und alle umstehenden können mithören. Ein Problem, das Corsair NIE auch nur verstanden, geschweige denn behoben hat, wenn man so in den alten Foren liest. Die einzige Lösung bietet eine Drittsoftware namens Equalizer APO. Mit ihr habe ich die Ausgabe des Wiedergabegeräts „Corsair Vengeance 1500 Gaming Headset“ um 25dB reduziert. Jetzt kann ich den Lautstärkeregler tatsächlich benutzen und bis auf 30-50% hochgehen, ohne dass ich taub werde. Diese Information wird übrigens vom Programm direkt in die Registry geschrieben. Es läuft also nicht ständig im Hintergrund. Man muss es nur einmal ausführen und solange kein Treiberupdate passiert, bleibt die Einstellung erhalten.

Die weiteren Negativpunkte sind hingegen vermutlich individuell aber ich möchte sie natürlich nicht verschweigen. So fängt es an mit dem (abnehmbaren) Memory-Foam-Ohrpolster. Ja, das ist super weich, wirklich bequem und die Umgebung wird auch gut (allerdings zum Glück nicht komplett) ausgeklammert. Leider werden mir darunter die Ohren sehr schnell, sehr warm. Entsprechend suboptimal für langes Spielen, besonders im Sommer. Zumal ich sowieso schon sehr stark schwitze – womit wir schon beim nächsten Negativpunkt sind: Vermutlich aufgrund meiner Schwitzerei löst sich mittlerweile die Stoffummantelung der Kopfhalterung in ihre Bestandteile auf. Lysanda wundert sich öfters, warum ich schwarze Flecken auf der Stirn habe. Das sind die Reste vom Headset :smile: . Mein größtes Problem ist aber tatsächlich der Tragekomfort. Das Ding liegt extrem schwer auf dem Kopf und tut schon nach vergleichsweise kurzer Zeit tatsächlich weh.

Die positiven Seiten

Es ist jedoch nicht alles schlecht am Corsair Vengeance 1500 v2 (nein, ich weiß nicht was der Unterschied zwischen v1 und v2 ist). Das Kabel ist angenehm lang und im Gegensatz zu scheinbar jedem anderen, finde ich es ganz gut, dass an besagtem Kabel eine gut bedienbare Lautstärkeregelung (und Mikrofonstummschaltung) ist. Ich finde es an der Ohrmuschel tatsächlich ziemlich doof (sowas habe ich auf der Arbeit), da ich da bei der Bedienung logischerweise nichts sehe. Dass sie leuchtet hätte ich zwar nicht gebraucht, aber so kann man immerhin direkt sehen ob das Mikrofon an oder aus ist. Über das Mikrofon kann ich mich auch nicht beschweren, obwohl es gefühlt ziemlich weit vom Mund weg ist. Aber da ich über 30 Videos damit vertont habe und sich über besagten Ton keiner von euch beschwert hat, scheint alles zu passen.

Die Lautstärkeregelung

Und der Klang ist zumindest für meine Ohren über jeden Zweifel erhaben. Der simulierte 5.1- oder 7.1.-Raumklang ist erstklassig und kommt sowohl bei Musik, Filmen als auch Spielen sehr gut rüber. Ich hatte bislang nicht das Gefühl, dass ich irgendetwas verpasst habe nur weil ich das Headset statt meiner Boxen benutzt habe. Natürlich kann man sich fragen, warum ich zu einem Headset mit integrierter Soundkarte gegriffen habe. Schließlich ist in meinem Rechner eine Creative Soundblaster X-Fi Titanium Fatal1ty Professional Series verbaut. Aber die Antwort ist ganz einfach: Faulheit. Ich hatte keinen Bock jedes Mal unter meinen Tisch zu kriechen und die Kabel umzustecken. Also habe ich zur USB-Variante gegriffen.

Beim Christoph meint: Ich würde das Corsair Vengeance 1500 v2 nicht mehr kaufen und es auch niemandem empfehlen (einige Quake Live-Streamer hatten es damals benutzt – so kam ich drauf). Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum ich es nicht schon 2013 gleich wieder zurückgeschickt habe. Bis auf das Auflösen der Ummantelung waren alle Negativpunkte sofort erkenn- und spürbar und speziell der Tragekomfort ein absolutes NoGo. Und für 90 Euro sollte man dahingehend definitiv etwas Besseres erwarten.

Vermutlich habe ich damit argumentiert, dass es ja hauptsächlich für die Videoaufzeichnung und ein paar Notfälle war. Entsprechend hielt sich die Notwendigkeit es zu benutzen in Grenzen. Dank Lysanda, die nicht ständig das „PENG PENG“ aus dem Computer ertragen möchte, nutze ich es mittlerweile allerdings häufiger. Insofern werde ich es über kurz oder lang definitiv in Rente schicken und mir was Besseres holen. Vielleicht von Sennheiser oder so.

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