Und weiter geht es mit den Videos. Heute geht es ab in die Karibik. Ein bisschen sonnen, Segelboot fahren, über Dächer laufen und hinterhältig Leuten über den Jordan schicken:
https://youtube.com/watch?v=w2hXiulsmAc
Ich hab’ es zwar auch als Anmerkung ins Video gepackt, aber auch an dieser Stelle der wichtige Hinweis: Die Nachladehänger gegen Ende der Aufnahme lagen nicht am Spiel. Aus mir unerklärlichen Gründen hat die Dateigröße der Fraps-Datei dem System plötzlich massive Probleme bereitet, weshalb Assassin’s Creed IV: Black Flag drunter leiden musste. Ich habe im Anschluss an das Video dann noch 1-2 Stündchen gespielt und hatte keine Probleme. Ausnahmsweise ist also mal nicht das Spiel schuld
.
Verpasst habt ihr durch den etwas verfrühten Abbruch aber nicht viel. Es folgte einfach die nächste Story-Mission mit dem Tutorial für die Schießgewehre sowie dem Grundstein dafür, worum es dieses Mal geht (der Assassine, dessen Rüstung Edward trägt, wollte zu den Templar überlaufen und Edward übernimmt nun seine Rolle).
Eine Entschuldigung
Bevor mich jemand darauf anspricht (wobei sich wahrscheinlich sowieso keiner dran erinnert): Ja, ich hatte 2012 tatsächlich Assassin’s Creed III für einen Bagdadsoftware NOCA nominiert obwohl es mir zu dem Zeitpunkt schon zum Hals raushing. Ich weiß nicht, was mich dazu geritten hat. Vielleicht hatte ich kein weiteres Action-Adventure mehr gefunden. Keine Ahnung. Eine Chance auf den Gewinn hatte es zwar nie, aber es hinterlässt natürlich im Nachhinein betrachtet doch ein komisches Gefühl wenn ich nun plötzlich im Video behaupte, dass Teil 3 ziemlicher Mist war. Da laufe ich die Gefahr die komplette NOCA-Liste unglaubwürdig zu machen. Entsprechend an dieser Stelle eine (verspätete) Entschuldigung dafür. Sobald ich eine Zeitmaschine erfunden habe, werde ich zurückreisen und mein vergangenes Ich davon abhalten diesen Fehler zu begehen.
Teil 3 war aber definitiv wirklich nur mittelmäßig unterm Strich. Ja, es sah super aus. Ja, es macht anfänglich auch wieder den üblichen Spaß über die Dächer zu huschen und Leute zu meucheln. Und so wenig man Segeln konnte, so gut war es damals schon umgesetzt. Aber mit Connor Kenway konnte ich überhaupt nichts anfangen, der Spieleinstieg (ein ewig langer Prolog) und das Ende waren einfach nur grottig gemacht und auch das Setting an sich (Amerikanische Ostküste zu Zeiten der Gründerväter) ließ mich total kalt. Das Tüpfelchen auf dem “i” war dann meine allgemeine Übersättigung mit der Serie. Schon bei Assassin’s Creed: Brotherhood ging bei mir so langsam spielerisch die Luft aus, aber da konnte Ezios Geschichte mich wenigstens noch bis zum Finale von Assassin’s Creed: Revelations motivieren. Nein, Desmond Miles hat mich von Anfang an nicht interessiert. Von mir aus könnte der blöde “Gegenwart”-Handlungsstrang komplett rausfallen mittlerweile. Aber sie brauchen ihn wohl immer noch, um die ganze Sachen irgendwie zusammenzuhalten.
Das Spiel
Die Ausgangssituation war für Assassin’s Creed IV: Black Flag entsprechend schlecht. Schon wieder ein neuer Teil. Warum muss mittlerweile jede Serie einen Jahresrhythmus haben?! Und dann auch noch Piraten als Thema. Als wären Piraten, Ninjas, Zombies und Nazis nicht alle schon total ausgeluscht. Erfindet doch mal was Neues, Mensch! Ach, ich vergaß: Neue Dinge kauft die breite Spielerschaft ja nicht. Weitermachen!
Aber ich muss ganz ehrlich sagen: Die Skepsis war fehl am Platz. Ich habe mit dem neusten Teil tatsächlich wieder richtig Spaß obwohl sich an der grundlegenden Spielmechanik erneut nicht viel geändert hat. Das liegt zum einen am Karibik-Setting inklusive oder gerade wegen der erneut sehr schönen Grafik und zum anderen am Bootchen fahren. Es erinnert definitiv sehr stark an den Klassiker Sid Meier’s Pirates wie ihr frei über das Meer schippert und dabei andere Kähne angreift und entert. Im späteren Spielverlauf kommt da auch, wie im Video gehofft, etwas mehr Taktik dazu. Ihr könnt tatsächlich die Segelstellung ändern, es gibt verschiedene Arten von Geschossen und ihr dürft das Schiff im Laufe des Spiels upgraden — inklusive einer individuellen Lackierung. Es fehlt nur die Möglichkeit Handel zu treiben, aber ich glaube, das würde auch nicht so ganz zum Piratenleben passen.
Der Rest, also das Meucheln und über die Dächer laufen, ist da wirklich nebensächlich für mich wenngleich auf dem üblichen, hohen Niveau. Gibt da in Sachen Steuerung auch auf dem PC erneut nichts zu meckern und wer die Vorgänger gespielt hat, findet sich sofort zurecht. Auch Edwards Geschichte gefällt mir wieder besser als Connrads. Den Multiplayer-Modus habe ich hingegen bis heute nicht gespielt (auch in den Vorgängern nicht). Bei den Jungs von Achievement Hunter sieht es aber immer lustig aus. Von daher kann ich nur mein Fazit aus dem Video wiederholen: Assassin’s Creed IV: Black Flag schafft es tatsächlich frischen Wind in die Serie zu bringen. Sollte es dieses Jahr bei den NOCA-Nominierungen auftauchen, dann ist das definitiv gerechtfertig. Wer ausgesetzt hat oder dank Teil 3 die Lust verloren hat, der sollte jetzt wieder reinschnubbern.
Bis Donnerstag!
Die Details zur Folge
Thema: Assassin’s Creed IV: Black Flag
Länge: 01:11:52
Timestamps:
Einleitung (00:00:10)
Unboxing (00:04:30)
Beginn der Spielstunde (00:18:55)
Abschließendes Fazit (01:08:15)
Aufgezeichnet mit Logitech HD WebCam 510 (720p), Fraps 3.5.99 (30fps, Full Video, Multichannel) und Adobe Audition CC
Format: H.264, 2560×1440, 30fps, 11-13 MBit/s durchschnittliche Videobitrate, AAC-Audio
Geschnitten mit Adobe Premiere Pro CC
Zusammensetzung des zur Aufzeichnung verwendeten Rechners
Auflösung: 2560×1440 bei 60hz und adaptiven V-Sync
Environment Quality: High
Texture Quality: High
Anti-Aliasing Quality: TXAA 4x
Shadow Quality: Soft Shadows (High)
Reflection Quality: High
Motion Blur: On
Ambient Occlusion: HBAO+ (High)
God Rays: Low
Volumetric Fog: On
Die Aufzeichnung mit Fraps hatte anfangs keinen, gegen Ende dann massiven Einfluss auf meine Framerate im Spiel.
Vorschau: Am Donnerstag gibt es Folge 3 von Christoph stellt vor mit der Alpha-Version von Distance und am darauffolgenden Montag Folge 6 von Christoph zeigt mit Castle of Illusion starring Mickey Mouse.
Die letzte große Neuerung ist der Einsatz einer neuen Aufnahmesoftware, die ich aber auch gleich wieder abschaffe werde und in Zukunft (ab Folge 18 beziehungsweise den nächsten Folgen der anderen Serien) wieder auf Fraps setze: nVidia Shadowplay. Wer es nicht mitbekommen hat: Ende Oktober hat nVidia mit einem Treiberupdate eine Beta-Version ihrer hauseigenen Aufnahmesoftware veröffentlicht — zumindest für GeForce-Karten ab der GTX 650. Die Idee war (und ist) eine einfache und unkomplizierte Möglichkeit für alle zu schaffen Videos aufzuzeichnen ohne sich großartig Gedanken über irgendwelche Einstellungen oder so machen zu müssen. Ihr drückt stattdessen in der GeForce Expierience einen Knopf, um Shadowplay zu aktivieren, startet dann das jeweilige Spiel (mit der Option die Aufnahme dann explizit manuell zu starten oder automatisch), zockt und habt am Ende eine fertige Datei, die ihr auf YouTube hochladen könnt. Was will man mehr?
So viel also zur Produktion. Kommen wir jetzt noch ein wenig zum Spiel, auch wenn ich im Prinzip nur das Fazit aus dem Video wiederholen kann: In der aktuellen Fassung muss man das Spiel konsequenterweise im Laden stehen lassen. Es zwar seit der Aufzeichnung bereits der nächste Patch erschienen (1.14), aber es ist noch ein weiter Weg bis Egosoft den Titel da hat, wo er von Anfang an hingehörte. Zugegeben: Es ist bei weitem nicht so schlimm wie das Desaster namens X3: Reunion, dass in der Releaseversion völlig unbrauchbar war. Aber wie ich auch mehrfach betone: Es hat sich im Vergleich der Vorgänger einfach nichts geändert. Egosoft hat aus der Vergangenheit nichts gelernt und wieder die gleichen Fehler gemacht nur in etwas anderer Form.
Geplant ist die schon lange überfällige Folge 16 von Christoph spielt mit X Rebirth sowie gleich hinterher Nr. 17 mit dem interessanten Adventure/Plattformer Contrast. Außerdem die bereits ewig in Planung befindliche Folge 3 von Christoph stellt vor mit der Alpha-Version des ungewöhnlichen Rennspiels Distance (der Nachfolger zum Studentenprojekt Nitronic Rush) und Folge 6 von Christoph zeigt mit dem schon länger erhältlichen Castle of Illusion starring Mickey Mouse, das nicht nur in Bezug auf die NOCAs eine direkte und durchaus starke Konkurrenz zu DuckTales Remastered darstellt. Praktischerweise habe ich diese Woche Urlaub wegen Desert Bus for Hope und entsprechend ausreichend Zeit dieses Vorhaben auch tatsächlich in die Tat umzusetzen. Meinen Logitech Force 3D Pro habe ich schon abgestaubt, um im Laufe des Tages in die unendlichen Weiten des X-Universums abzutauchen. Wer fliegt schließlich schon mit Tastatur oder gar Gamepad durch die Gegend? Genau: Nur N00bs, Freelancer-Fans, Leute, die zu Jung sind, um Tie Fighter, Wing Commander & Co. zu kennen (mein Beileid) und alle, die ihren Microsoft Sidewinder ForceFeedback Pro aus unerfindlichen Gründen irgendwann mal verkauft haben (meiner steht noch im Schrank!)! Freut euch also auf bewegte Bilder am Donnerstag.