Na, schon den Geldbeutel ausgepackt? Nein? Dann wird’s aber Zeit. Ich weiß nicht warum, aber THQ hat sich einen Monat nach der ersten Versteigerung dazu entschieden auch noch die restlichen Assets des Unternehmens abzustoßen. Vielleicht hoffen sie, dass sie so mehr Geld kriegen als im Paket mit dem Rest. Da wäre natürlich zum einen Darksiders, das aus unerfindlichen Gründen Ende Januar keiner haben wollte. Dass Vigil Games an sich keinen Käufer gefunden hat, das konnte ich durchaus noch nachvollziehen. Mehr als Darksiders hatten die in ihrer achtjährigen Firmengeschichte ja nicht vorzuzeigen. Entsprechend war (und ist) die IP an sich das wertvollste was THQ in der Hinsicht hatte. Natürlich schade für die Angestellten des Studios, aber da muss man auch einfach mal realistisch sein. Vielleicht war es entsprechend auch das Gesamtpaket (Vigil plus Darksiders) welches die Käufer abgeschreckt hat. Jetzt wo nur die IP an sich zum Verkauf steht, findet sich vielleicht endlich jemand, der sich dann auch an die Entwicklung eines dritten Teils traut.
Nein, Sony wird sich die nicht holen. Darksiders ist immer noch ein direkter Konkurrent zu God of War, egal wie stark es jetzt mit Teil 2 noch mehr in die Zelda-Eckegerutscht ist. Aber ein Square Enix oder Ubisoft könnte ich mir durchaus als passende Käufer vorstellen (Koch Media sicherlich auch, aber die fühlen sich nicht richtig an). Square Enix hat in der Richtung ja derzeit quasi gar nichts vorzuweisen und von der Mentalität her würde ein Japano-Touch dem Darksiders-Franchise gar nicht mal so wehtun finde ich. Ubisofts Vorzeigeserie Assassin’s Creed passt hingegen zwar schon eher in die selbe Ecke wie Darksiders, ist im Endeffekt aber auch wieder was komplett anderes. Das eine ist stark auf die realistische Darstellung von Zeitgeschichte ausgelegt, das andere gehört definitiv mehr in Richtung Fantasy. Wobei die Geschichte der apokalyptischen Reiter aus der Bibel stammt. Entsprechend könnte hier tatsächlich eine Beziehung zwischen beiden Spielereihen ohne große Probleme hergestellt werden. Könnte durchaus auch in kompetenten Händen eine coole Idee sein Darksiders quasi zu einem Spin-Off von Assassin’s Creed zu machen. Aber das ist jetzt wirklich sehr utopisch was ich mir da vorstelle.
Die anderen Zwei
Als nächstes auf der Liste steht Red Faction. Mein Lieblingsszenario wäre es, wenn Volition sich die Lizenz zurückkaufen würde. Zweibeste Variante wäre, wenn Koch Media noch einmal zugreift. Die Serie gehört schlicht und einfach in die Hände von Volition und in keine anderen. Sicherlich käme ein grafisch beeindruckender Titel raus wenn beispielsweise Crytek sich die Serie zu Eigen machen und das Thema “alles zerstören” wieder in den Vordergrund rücken würde (wird nicht passieren). Aber Red Faction hat auch durchaus eine interessante Geschichte und ich traue einfach derzeit keinem anderen zu — schon allein weil das Material garantiert bei Volition rumliegt und nicht Teil des Deals ist — diese halbwegs anständig weiterzuführen. Zumal abseits von DICE (Frostbite 2-Engine) sich derzeit kein Entwickler in irgendeiner Form mit der Zerstörung von Umgebungen beschäftigt. Warum auch immer.
Auch bei Homeworld finde ich, dass die IP entweder wieder zurück zum Erfinder Relic Entertainment wandern sollte oder zumindest an den neuen Besitzer des Studios, SEGA. Es gibt zwar einige Entwickler, die sich mit dieser Art von Weltraumspielen beschäftigen und denen ich durchaus auch zutraue ein halbwegs gutes Homeworld 3 zu produzieren. Aber die haben eben schon ihre eigene IP (Stardock und Sins of a Solar Empire zum Beispiel) und brauchen nicht noch eine weitere. Relic hingegen hat sicherlich über die Jahre bereits Ideen zusammengetragen (und vielleicht sogar heimlich den einen oder anderen Prototypen gebaut, wer weiß) und ist definitiv auch kompetent genug einen würdigen Nachfolger zu produzieren.
Der Rest
Was bleibt noch übrig? Nun, die letzte IP die allein für sich verkauft wird ist MX, die gelungene Motocross-Spieleserie. Das dazugehörige Studio, Rainbow Studios später THQ Digital Studios Phoenix, gibt es schon seit Mitte 2011 leider nicht mehr. Auch der perfekte Ersatzkandidat, Black Rock Studio, wurde bereits geschlossen. Somit bleibt im Prinzip nur noch Codemasters übrig, die aber mit FUEL bekanntlich spektakulär damit gescheitert sind eine eigene Motocross-Serie auf die Beine zu stellen sowie Koch Media bzw. Techland. Das 2010 veröffentlichte nail’d hätte zwar besser sein können und kam nicht an MX vs. ATV Unleashed heran. Aber das lag vor allem daran, dass der Titel ganz klar als Budgetprojekt angelegt war. Mit etwas mehr Geld und Zeit dahinter, hätte daraus locker noch mehr werden können. Da bin ich mir sicher. Mal schauen wer sie sich am Ende tatsächlich holen wird. Im Gegensatz zu Homeworld, Darksiders und Red Faction dürfte sich das Interesse auf jeden Fall sehr in Grenzen halten.
Alles andere was THQ noch zu bieten hat, ist hingegen in ein “Internes Bundle” (Big Beach Sports, Destroy All Humans!, Summoner, etc.) sowie ein “Lizenzpaket” (Supreme Commander, Marvel Super Hero, etc.) verpackt. Einzeln würde die Sachen vermutlich auch keiner nehmen. Für Supreme Commander hätte sich zwar sicherlich auch Gas Powered Games interessiert, aber die haben genug eigene Probleme derzeit und haben definitiv nicht die Möglichkeiten ihre Marke zurückzukaufen. Wobei: Zu ihrem neuen Besitzer, Wargaming.net, würde Supreme Commander vielleicht sogar ganz gut passen. Aber als Teil des Pakets wird Wargaming bestimmt nicht zuschlagen. Ich befürchte tatsächlich, dass das Lizenzpaket sowie das Bundle an irgendeine Casual-Games-/Browser-Games-Schmiede wie Big Point geht und die dann ein Facebook oder Smartphone-Spiel daraus machen. Noch wahrscheinlicher ist sogar, dass derjenige, der sich die Sachen unter den Nagel reißt, gar nichts Neues damit machen wird. Stattdessen kommt das alles einfach noch einmal für einen fünfer in die Green Pepper-Ecke oder so was in der Art und gut ist. Sehr teuer sind die Pakete garantiert nicht und dieser Billigmarkt ist tatsächlich auch heute noch äußerst lukrativ. Mag man gar nicht glauben, aber diese Mitnahmeverkäufe laufen bei Media Markt und Co. weiterhin gar nicht schlecht.
Doch das ist selbstverständlich alles wieder nur Spekulation meinerseits. Genaueres werden wir erst am 15. April wenn die Auktion abgeschlossen wird. Ich bin definitiv sehr gespannt wie es ausgeht und welche Firmen sich hinter den “über 100 Interessenanfragen” verbergen, die laut THQ bereits vorliegen.
Ich wünsche eine angenehmes Wochenende!

. Bruce Willis macht was Bruce Willis immer macht und Joseph Gordon-Levitt nimmt man es auch durchaus ab eine jüngere Version des Actionhelden zu sein. Die Geschichte ist trotz des veränderten Fokus ganz nett, funktioniert abseits der großen Zeitreiseparadoxen (lassen sich nicht vermeiden) gut und ist halbwegs spannend erzählt. Kann man also durchaus anschauen das Filmchen. Ein Werk, das sich ausschließlich um die Looper dreht, hätte ich aber schon noch gerne. Das ist schließlich das Interessanteste an der ganzen Prämisse.
Aber genug zu meinen gesundheitlichen Problemen, die mir mal wieder meinen Urlaub versaut haben. Heute steht schließlich etwas viel wichtigeres im Mittelpunkt: Die offizielle Ankündigung der PlayStation 4! Ja, auch ich bin natürlich gespannt darauf zu erfahren wo Sony die Latte für Microsoft hinlegt. Allerdings: Egal was kommt, meine Kaufpriorität wird auf jeden Fall mehr bei Microsofts liegen, was vor allem mit dem ganzen Xbox Live-Gedöns zusammenhängt (ja, damit sind auch die Achievements gemeint). Da bin ich wie bei den Smartphones (Apple) einfach schon zu tief in allen Bereichen verankert.
Vor ein paar Wochen habe ich nun auf YouTube — allen Versuchen eines gewissen hinterwäldlerischen Arschlochvereins mit vier Buchstaben als Abkürzung das zu verhindern zum Trotz — eine Firma entdeckt, die nicht nur auf Trailermusik spezialisiert ist, sondern ihre Werke auch noch auf CD presst beziehungsweise zum Download bereitstellt:
Tatsächlich? Oooh. Ähhm… ja… Was wollte ich sagen? Ach genau: Headup Games Publishing hat sich mal wieder einen erfolgreichen Indie-Titel geschnappt und bringt ihn nächste Woche (21.02.2012) in den
Durch das Erfüllen der Missionen erhaltet ihr Geld und Erfahrungspunkte. Letzteres lässt euch im Rang aufsteigen und ermöglicht euch den Zugang zu besseren Upgrades, beispielsweise ein effizienteres Triebwerk, die ihr dann mit eurer hart verdienten Kohle einkauft — solltet ihr nicht vorher alles für Treibstoff und Reparaturen ausgegeben haben. Ja: Es gibt auch ein realistisches Schadensmodell und glaubt ja nicht, dass die Füße an eurer Fähre nur zur Show da sind. Die scheiß Dinger bleiben überall hängen, wenn ihr nicht hoch genug fliegt. Dann fallt ihr bestenfalls um, verliert aufgrund von Beschädigungen tonnenweise Treibstoff, euer Antrieb setzt ständig aus und die ganze Angelegenheit wird plötzlich noch anspruchsvoller. Oder ihr setzt eure Fähre zurück und bezahlt dafür 1.500 Dollar. Wie gesagt: Nicht ganz einfach das Ganze und da habe ich euch noch gar nicht erzählt, wie ihr eigentlich die ganze Welt seht.
Aliens: Colonial Marines ist nach 12 Jahren Entwicklungszeit endlich erschienen. Ach ne, Moment. Das war ja ein anderes Spiel mit diesem Namen. Das sollte damals für PlayStation 2 erschienen und von EA kommen, wurde dann aber eingestellt. Wobei es viele Parallelen zwischen dem gab, was jetzt im Handel steht und dem Titel von 2001 — allen voran die Hintergrundgeschichte. Aber auch wenn das Jahrzehnt Entwicklungszeit nicht erreicht wurde: Aliens: Colonial Marines war trotzdem gut sechs Jahre in der Entwicklung (Dezember 2006) und immerhin seit 5 Jahren offiziell angekündigt (Februar 2008). Und es werkelte ein Haufen Studios an dem Ding rum. Gearbox Software (Borderlands), TimeGate Studios (Section 8), Nerve Software (DOOM 3: Resurrection of Evil) und Demiurge Studios (Shoot many Robots) werden in den Intro-Credits erwähnt, auch wenn letztere wohl nur für den WiiU-Port zuständig waren. Wie war das mit “Viele Köche verderben den Brei”?