Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #25

Sieht doch schick aus!

Irgendwie sind wir aktuell ziemlich fleißig was die weitere Arbeit am Haus betrifft. Ob es am Frühling liegt? Vielleicht am Mondstand? An Katzen, die nach 19 Uhr nur noch wie bekloppt durch das Zimmer rasen? Möglich. Ist auch egal. Es ist auf jeden Fall mal wieder Zeit für einen Bericht.

Keller

Im Freizeitraum geht es gut und stetig voran. Ja man könnte sogar sagen, dass die eine Hälfte schon so gut wie fertig ist – aber dann würde man glaube ich ein wenig zu weit vorausgreifen :smile: . Die DIY-Fensterbank im Keller funktioniert auf jeden Fall einwandfrei und dank des Acryls sieht sie auch super aus. Als nächstes stand „Flicken“ auf der ToDo-Liste, denn die beiden Wände (die dritte ist mit einer Holzvertäfelung versehen) hatten mehr oder weniger stark unter dem Wasserschaden der Vorbesitzer gelitten. Aber wir sind ja mittlerweile absolute Profis im Umgang mit unserem Freund Knauf Rotband. Entsprechend war das mehr eine Fleißarbeit als eine Herausforderung.

Das galt ebenfalls für das Streichen wo ich weiterhin voll des Lobes für die Farben von Südwest bin. Ein Anstrich mit Euro Classic genügte auf der weißen Wand, um sie dicht mit Lachsfarbe (ja, die gleiche wie im Schlafzimmer – Resteverwertung ftw.!) einzupinseln. Und auf der zweiten Wand, die vermutlich vor Jahrzehnten mal rot gestrichen worden war, musste ich nach dem ersten Anstrich mit Weiß auch nur stellenweise eine zweite Schicht draufpacken. Ja, die Farben von Südwest sind nicht die billigsten aber dafür stimmt die Qualität.

Geiz ist okay

Die Anfänge des Korkbodens

Während wir bei der Farbe dick auftragen :tongue: sparen wir am Bodenbelag. Anders als im Schlafzimmer wo wir wirklich hochwertigen Klebekork von Wicanders an die Decke gepackt haben, haben wir uns für den Kellerboden für das Billigste vom Billigen entschieden. Und das sind unbehandelte, 4mm dicke und 30x30cm große Korkplatten aus dem Hornbach für 11,05€ pro m². Davon brauchen wir rein rechnerisch für den gesamten Raum um die 40 Päckchen, was eine Ausgabe von stolzen 400 Euro bedeutet. Hätten wir uns für den gleichen wie im Schlafzimmer entschieden, wäre der Preis locker 2-3mal so hoch. Und am Ende des Tages ist es halt doch nur ein Kellerraum in dem wir hauptsächlich Sport treiben ohne kalte Füße zu haben, ggf. mal ne Runde ausruhen und vielleicht einen Gast schlafen lassen wollen. Da reicht auch Baumarkt-Kork. Immerhin wird er zumindest aktuell noch mit Wicanders-Kleber festgemacht. Wir hatten noch einen halben Eimer vom Schlafzimmer übrig. Vielleicht reicht er ja für den gesamten Raum – aber vermutlich nicht.

Und das ist der Arbeitsstand im Keller. Boden einkleistern, Platten einkleistern, 2-3 Stunden warten und dann verlegen – Repeat until done. Die Hälfte haben wir schon. Danach müssen wir noch Leisten befestigen, weil die Wände mal wieder schief sind und wir den Kork entsprechend nicht bündig drankriegen. Aber DANN ist die Hälfte des Raumes fertig, wir können alles rüber räumen und in der anderen Hälfte des Raums die ganze Sache wiederholen. Ich halte euch auf dem Laufenden :wink: .

Erdgschoss

Doch nicht nur im Keller haben wir bauliche Aktivitäten unternommen. Auch im Erdgeschoss gab es ein bisschen was zu tun. Im Krankenhausbericht hatte ich es ja angedeutet, dass Maya eine wilde Hummel ist. Und da haben wir so langsam massive Angst um unseren Fernseher bekommen. Der stand nämlich bislang einfach auf einem Brett im Regal. Und während alle anderen Katzen vorbildlich den Weg über die Couch auf das Regal nehmen, ist unsere Maya der Meinung gewesen lieber ihre Sprungkraft zur Schau zu stellen. Sprich sie ist vom Regalbrett mit dem Fernseher drauf hoch auf das Regal gesprungen. Das hat logischerweise einiges an Kraft gekostet, die auf das Brett übertragen wurde. Außerdem war sie immer der Meinung hinter dem Fernseher wäre ein toller Spielplatz wo man hin- und herdüsen könnte.

Unsere Fernsehwand 2.0

Ja, mit 429 Euro war der Fernseher jetzt nicht der teuerste auf dem Markt. Aber man muss die Wegwerfgesellschaft ja nicht unnötig unterstützen. Also haben wir mehrere Maßnahmen ergriffen, um das Leben des Fernsehers und des Regals etwas zu verlängern: Nummer 1 war der Einbau einer Stütze für die unteren drei Bretter. Diese hingen bislang in der Mitte frei in der Luft (nur hinten an der Wand waren zwei Winkel. Jetzt haben sie vorne etwas mehr Stabilität durch den Kauf und Einbau eines Stück Vierkantholzes – in drei Teile zersägt und dann mit Winkeln an den Brettern befestigt.

An die Wand!

Nummer 2 war die Investition von 20 Euro in eine TV-Wandhalterung. Da beim Fernseher keine dabei war, hatten wir uns damals dafür entschieden ihn einfach hinzustellen. Die Anleitung für besagte Mounty TV-Wandhalterung ist zwar absolut nicht zu gebrauchen (vermutlich wieder von chinesischen Google-Übersetzern verfasst). Aber es ist alles an Zubehör dabei was benötigt wird (u.a. Schrauben für verschiedene Fernseher-Modelle) und so kompliziert ist es nun auch wieder nicht drei Schrauben in der Wand zu versenken und vier Schrauben im Fernseher. Ging also wunderbar von der Hand und ich kann mich nicht großartig über das Ding beschweren. Trotz des vergleichsweisen günstigen Preises fühlt sich alles gut verarbeitet an und es hälft Fernseher plus Katze aus. Mehr brauchen wir nicht.

Gut, ne Pivotfunktion wäre im Nachhinein betrachtet vielleicht noch etwas praktisch gewesen. Ja, mir ist bewusst, dass der Fernseher um ca. 1° nach rechts schief ist. Aber so ist das halt mit Löchern, Dübeln und Schrauben. Das ist trotz Wasserwaage keine exakte Wissenschaft. Hätte ich es nicht gesagt, wäre es euch aber vermutlich gar nicht aufgefallen :tongue: .

Zu guter Letzt haben wir über dem Fernseher noch ein weiteres Brett befestigt. Damit habe ich nun nicht nur zusätzliche Lagerfläche für Unterhaltungsmedien, die Katzen können auch nicht von oben auf den Fernseher springen. Bitte? Unser Kabelmanagement ist scheiße? Du bist scheiße!

Fallobst im Treppenhaus

So einfach und doch so praktisch.

Und dann war da noch das Treppenhaus. Ihr kennt das ja sicherlich: Wir Menschen sind faule Säcke. Ja, theoretisch ist es nur eine Treppe nach unten in den Keller zum Werkzeug. Aber auf der Treppe ist so viel Platz, da kann man das wichtigste Werkzeug wie den Akkuschrauber oder ein paar Zangen doch auch lagern. Und genau das haben wir jetzt im Prinzip drei Jahre lang getan. Und ja, es war nicht nur eine massive Unfallgefahr, dem Werkzeug tat es ebenfalls nur bedingt gut von den Katzen in den Keller geschmissen zu werden. Aber in den Werkraum in besagten Keller räumen wollten wir es oben genanntem Grund halt auch nicht alles. Es musste eine Lösung her und die Lösung heißt in unserem Haushalt scheinbar „Ein Brett montieren“. Gilt das mittlerweile schon als Fetish?!

Naja, egal: Über der Treppe ins Obergeschoss war noch ein Plätzchen frei, wo ich mir nicht den Kopf anstoßen würde. Also ein Brett aus den Restbeständen im Keller gefischt, vier Winkel montiert und einen Rand aus einem Vierkantholz als Fallschutz draufgeleimt – fertig ist der DIY-Werkzeuglagerplatz an den nur noch ich dran komme, weil Lysanda zu klein ist. Manche Dinge sind so einfach aber genial :smile: .

Nun muss ich aber wieder runter in den Keller. Die nächste Charge Kork ist bereit zum Kleben. Genießt den Feiertag und wir lesen uns am Montag wieder!

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