Arbeiten, Schlafen und bloß nichts lesen

Ende 2023 hatte ich euch zuletzt über den aktuellen Stand unseres Freizeitraums im Keller berichtet – der dann prompt schon wieder veraltet war. Keine Woche später haben wir uns nämlich dazu entschieden einen Arbeitsplatz dort unten einzurichten. Für die Momente, in denen einer von uns beiden mal wirklich in Ruhe was machen muss (egal ob privat oder beruflich). Ich beispielsweise produziere für meinen Arbeitgeber mittlerweile die Videos mit den Änderungen und Neuerungen bei einem neuen Software-Release. Da ist es ganz gut einen Schreibtisch zu haben, an dem ich ohne Nebengeräusche und Katzengesänge die Aufzeichnung anfertigen kann. Und ja, den Schreibtisch haben wir kostenlos bekommen. Jemand hatte ihn über Kleinanzeigen verschenkt und wir haben ihn an Neujahr abgeholt.

Ansonsten ist auf der Seite des Raumes noch ein weißes 40cm-Regal dazu kommen. Ach und die Menge an (ungelesenen) Büchern hat weiter zugenommen. Aber das zählt nicht, auch wenn uns langsam aber sicher schon wieder der Platz ausgeht. Müssen definitiv mehr lesen (und uns dann von Titeln trennen).

In der Fitnessabteilung hat der Gerätebestand ebenfalls keine Veränderung erfahren. Die Neuanschaffungen (Walking Pad und Heimtrainer) stehen beide im Wohnzimmer. Wir haben allerdings ein paar Matten rausgeworfen. Die Belüftung war anscheinend nicht so der Brüller, weshalb sich darunter schwarze Flecken auf dem Klebekork gebildet haben. Das ist logischerweise absolut nicht gut.

Reparaturmaßnahmen

Im 2023er Eintrag hatte ich allerdings erwähnt, dass wir bereits die ersten Reparaturmaßnahmen sowohl für unser Trampolin (cardiojump Fitnesstrampolin Premium) als auch unsere Taurus Vibrationsplatte VT5 ergreifen mussten. Bei letzterer hatten wir damals noch das Glück in der Garantiezeit zu sein, weshalb wir sie einfach ausgetauscht haben. Das konnten wir dieses Mal nicht mehr.

Das ist hinüber

Kommen wir aber erst zum Trampolin: Vorletzte Woche machte Lysanda wie immer ihre Übungen darauf als es plötzlich *knack* machte. Eine der Plastikhaltungen am Netz war abgebrochen. An diesen sind die Gummis befestigt. Zum Glück bislang nur eine von insgesamt 42. Aber tatsächlich lassen die sich nicht austauschen. Man muss das gesamte Netz in so einem Fall auswechseln. Immerhin ist der Service von Fitshop einwandfrei. Ein Anruf und 46,90€ später hatten wir einen Ersatz. Und da wir schon dabei waren, haben wir auch gleich noch einen Satz Ersatzgummis (30 Stück) mitbestellt. Als gute Kunden (über 4.000€ schon dort gelassen), haben wir einen Sonderpreis dafür erhalten, weshalb ich an dieser Stelle nicht erwähne, was sie uns gekostet haben :wink: . Unsere Gummis sind zwar derzeit noch alle in Ordnung. Aber wer weiß wie lange das noch so ist und wenn schon Versandkosten anfallen, dann soll sich das wenigstens lohnen.

Die Vibrationsplatte

Das Trampolin können wir also problemlos reparieren. Aber wie sah es mit der Vibrationsplatte aus? Das Problem war identisch zum letzten Mal: Der Plastikdeckel war an den Stellen, wo normalerweise die Fersen sind, eingebrochen. Wie ich schon 2023 meinte: Nicht gerade ein Qualitätsmerkmal für ein 500€ teures Gerät, dessen Hauptfunktion es ist draufzustehen. Über Kleinanzeigen hatten wir uns bereits das gleiche Modell in gutem Zustand für 100€ nochmal als Ersatz geholt. Aber da ich wegen dem Trampolin eh den Service am Apparat hatte, fragte ich auch mal, was es für das Gerät so an Ersatzteilen gibt. Die Antwort: Fast alles (siehe Seite 30). Ein weiterer Grund, warum wir so gerne bei Fitshop einkaufen. Ihre Eigenmarken (darunter Taurus und cariojump) sind kein Wegwerframsch, sondern lassen sich mit etwas Aufwand kostengünstig selbst reparieren. Für das benötigte Ersatzteil (Nr. 5 in der Explosionszeichnung) haben wir nur 17,37€ bezahlt.

Der alte und ziemlich kaputte Deckel

Natürlich kann man jetzt entgegenhalten, dass dieses große Plastikteil scheinbar einen hohen Verschleiß hat. Schließlich haben wir nach nur zwei Jahren schon wieder Ersatz gebraucht. Das ist bei so einem Gerät aus meiner Sicht auch nicht okay. Aber immerhin lässt es sich reparieren und über den Preis für das Ersatzteil kann ich nicht meckern – und habe deshalb gleich die zwei genommen, die sie gerade auf Lager hatten.

Die Reparatur

Der Kauf des Ersatzteils ist aber logischerweise nur die halbe Miete. Unser Crosstrainer klappert schließlich immer noch, obwohl wir das Ersatzteil im Haus haben. Einfach, weil wir keine Ahnung haben wie wir an die Stelle rankommen. Irgendwann werden wir uns vielleicht mal intensiver damit auseinander setzen :smile: . Aussitzen war bei der Vibrationsplatte aber keine Option mehr. Mit Löchern im Deckel lässt sich schließlich nicht so gut draufstehen. Also haben wir angefangen sie auseinander zu bauen. Hier ein kleines Protokoll, falls ihr sie ebenfalls habt und mal zerlegen müsst:

Schritt 1: Die Auflage entfernen. Die ist tatsächlich schlicht mit doppelseitigem Klebeband befestigt. Hatten eigentlich mehr erwartet, aber offensichtlich hat es funktioniert. Ersatz dafür war allerdings nicht im Paket enthalten. Wir mussten stattdessen zu unserem eigenen Vorrat greifen und auf der Ersatzplatte anbringen.

Schritt 2: Haufenweise Schrauben lösen. Der Deckel ist mit 20 Schrauben an der eigentlichen Vibrationsplatte befestigt.

Schritt 3: Den Deckel vom Motorblock trennen. Dazu einfach das Verbindungskabel von der Platine lösen.

Die ersten 20 Schrauben sind gelöst.

Schritt 4: Noch mehr Schrauben lösen. Nochmal mit zehn Schrauben am äußeren Rand, die den oberen Teil des Deckels (=das Ersatzteil) und den unteren Teil miteinander verbinden. Plus sechs Schrauben im Inneren, welche die seitlichen LED-Streifen am Deckel befestigen.

Schritt 5: Die Elektronik ausbauen. Das Gerät hat im Inneren eine Platine mit Display, die am Deckel festgeschraubt ist und in die zwei Verbindungskabel eingesteckt sind. Das eine Kabel geht (logischerweise) zum Motor, das andere verzweigt zu den LED-Streifen an den beiden Seiten des Deckels. Die seitlichen Kabel sind zum Schutz mit lockeren Schaumröhren ummantelt, die mit Heißkleber am Deckel befestigt sind. Und von außen klebt noch eine Folie über dem Display. Sie dient zum einen als Schutz vor Staub, es sind aber auch die Funktionen aufgedruckt. Theoretisch lässt sich das Gerät nämlich ohne Fernbedienung bedienen (sehr gut!).

Blöd nur, dass diese Schutzfolie aufgeklebt ist. Die müsst ihr SEHR vorsichtig ablösen, wenn ihr sie nicht auch nochmal neu kaufen wollt. Gehalten hat sie auf dem neuen Deckel dann trotzdem nicht mehr. Wir mussten sie – genauso wie die Schaumröhren – ebenfalls mit doppelseitigem Klebeband versehen, um sie wieder zu befestigen.

Schritt 6: Den Deckel austauschen und alles wieder zusammenbauen. Also Elektronik wieder rein, erster Satz Schrauben, beide Teile des Deckels wieder verbinden, Motor wieder anschließen (und kurz testen), Deckel wieder mit Motorblock verbinden, nächster Satz Schrauben, Displayschutzfolie und Auflage aufkleben. Fertig.

Epilog

Konzentriertes Arbeiten

Wir haben insgesamt eine gute Stunde für die Aktion gebraucht. Lag aber auch daran, dass es das erste Mal war. Wir waren entsprechend vorsichtig unterwegs und haben fleißig von jedem Schritt Fotos gemacht. An sich war es kein Hexenwerk und ging gut von der Hand. Nur schade, dass einige Sachen in der Taurus Vibrationsplatte VT5 geklebt sind. Ich hab‘ zwar auf Anhieb auch keine bessere Idee, weil das ganze Ding halt vibriert. Es trübt aber trotzdem den guten Gesamteindruck vom Aufbau des Geräts ein wenig. Vor allem die Sache mit der Displayschutzfolie ist echt dämlich gelöst. Wenn wenigstens Ersatz mit im Paket gewesen wäre und man sie nicht separat bestellen müsste.

Nichtsdestotrotz: So muss das sein! Für fast alles gibt es Ersatzteile. Das was wir brauchten war günstig. Und für die Reparatur brauchte man keinen Handwerksmeister gemacht zu haben. Da vermisst man die guten alten Zeiten umso mehr, wo sowas noch gang und gäbe für die meisten Geräte im Haushalt war.

Insofern ist es zwar definitiv doof, dass wir nach vergleichsweise kurzer Zeit schon wieder Probleme hatten. Aber immerhin war die Lösung simpel und nicht sonderlich teuer oder Zeitintensiv. Und vom Gerät selbst sind wir auch weiterhin begeistert.

Sicarius

Balu – Eine Abrechnung

Schaffen wir heute mal wieder einen „normalen” Eintrag? Oder kommt gleich die nächste Hiobsbotschaft während ich diese Zeilen schreibe? Bitte? Gerd Knebel, die eine Hälfte des hessischen Kult-Comedy-Duos Badesalz, ist verstorben? … Könnten vielleicht mal ein paar zeitverschlingende Aasfresser (Star Trek: Prodigy) vorbeikommen und diese Zeitlinie ein für alle Mal beenden? Das ist doch echt nicht mehr feierlich…

Tief durchatmen, Sicarius. Einfach nur tief durchatmen. Es wird schon wieder… hoffentlich. Möglicherweise? Irgendwann?! *hier Captain-Picard-Facepalm-Meme einfügen*

Eine der Tierarztrechnungen

Wo waren wir? Ach ja: Der heutige Eintrag. Ich möchte mich noch ein Mal mit der ganzen Balu-Geschichte beschäftigen. Und zwar mit dem Fokus auf das Thema „Kosten”. Emotional würde man selbstverständlich alles für sein Tier tun. Aber die Realität ist freilich auch, dass sowas ganz schön ins Geld gehen kann. Vor allem, wenn man wie wir, keine Tierarztversicherung dafür hat. Wobei da zusätzlich die Frage ist, wie viel die am Ende tatsächlich bezahlt hätte. Wir haben stattdessen zwar fleißig gespart, aber auch da ist logischerweise ein Limit drauf. Entsprechend hilfreich finden wir es Erfahrungswerte zu haben, an denen man sich grob orientieren kann. Ja, jeder Fall ist am Ende des Tages anders. Aber ein Gefühl gibt es einem trotzdem, was einen erwarten könnte. Und es hilft vor allem bei der Überlegung ob eine Tierarztversicherung beim nächsten Vierbeiner nicht doch sinnvoller wäre.

Die Tierarzt-Kosten

Ich konzentriere mich bei der Betrachtung auf Balus letzten Monat. Startpunkt ist entsprechend unser erster Besuch beim Notdienst, wo am Ende die Bauchspeicheldrüsenentzündung festgestellt wurde. Alles was er uns schon zuvor in seinem Leben gekostet hat (z.B. seine Zähne), ignorieren wir in der Rechnung. Los geht’s:

  • Tierärztlicher Notdienst #1: Balu hatte Sonntagmorgens Schmerzen und wollte sich nicht hinlegen. Also ab zum Notdienst. Hier fällt grundsätzlich eine Pauschale von 50€ an, ungeachtet aller anderen Kosten. Und es darf ein erhöhter Abrechnungssatz verwendet werden. In diesem Fall hatte sie ein Schmerzmittel (Onsior) gespritzt und Balus Analdrüsen ausgedrückt. Die Rechnung lag am Ende bei vergleichsweise humanen 150€.
  • Tierarztbesuch #1: Neben einer normalen Untersuchung, wurde auch ein Blutbild angefertigt. Allerdings kein kleines/großes, sondern nur die Werte für Leber, Pankreas und Schilddrüse. Anschließend gab es Injektionen von Medikamenten. Und zwar Vetemex (Anti-Brechmittel), Predniscolonacetat (Entzündungshemmer) und Vetalgin (ein spezielles Schmerzmittel). Außerdem wegen den Leberwerten einen Vitamin-B-Komplex. Zusammen mit dem Kram, den wir für Zuhause mitbekommen haben, lag der Besuch am Ende bei 401,73€.
  • Tierärztlicher Notdienst #2: Balus Vorderbeine waren Sonntagabends weggeklappt und er verlor rapide seine Beweglichkeit. Die Tierärztin hat ihn ausgiebig untersucht, konnte uns aber nur in die Tierklinik verweisen. Sie hat uns tatsächlich für diesen Besuch nichts berechnet und sogar noch einen größeren Katzenkorb aus ihrem Bestand überlassen. Das darf man vermutlich niemandem sagen, war aber eine wirklich nette Geste.
  • Tierklinik #1: Er hatte ca. 14 Stunden Aufenthalt in der AniCura Frankfurt. Wir kamen im Notdienst an und sind nach einem Arztgespräch zur Mittagszeit tags darauf weiter nach Gießen gefahren. In der Nacht wurde geröntgt, ein großes Blutbild angefertigt und er bekam in der Rechnung nicht näher definierte Medikamente. Am Morgen gabs noch ein Ultraschall und eine gastroenterologische Untersuchung. Insgesamt durften wir 1.598,09€ an die Klinik überweisen.
  • Balu bei der Physiotherapie

    Tierklinik #2: In der Neurochirurgie der Klinik für Kleintiere an der Justus-Liebig-Universität Gießen sind wir gerade noch so zu den normalen Öffnungszeiten eingetroffen. Entsprechend fiel hier kein Notdienstzuschlag an. Wir haben ihn dann zwei Tage später – auch wieder kurz vor Feierabend – abgeholt. Insgesamt also ziemlich genau 48 Stunden, die er netto vor Ort war. In der Zeit wurde logischerweise einiges an ihm gemacht. Darunter wieder eine Blutprobe sowie ein Ultraschall. Aber auch eine Blutgasanalyse, eine Feinnadelaspirationsbiopsie und das alles entscheidende MRT inklusive Narkose. Außerdem gab es zahlreiche Infusionen. Die Kosten lagen am Ende bei stolzen 2.985,21€.

  • Tierarztbesuch #2: Den nächsten Tierarztbesuch haben wir gemacht, weil Balu flüssigen Kot hatte und Dehydriert wirkte. Am 1. Tag war er knapp eine Stunde zur Beobachtung da und bekam in der Zeit nochmal Predniscolonacetat und den Vitamin-B-Komplex. Tags darauf ließen wir ihn von morgens bis abends da. In der Zeit bekam er Sterofundin ISO zur Hydration, Vetemex und Synulox (ein Antibiotika). Die Rechnung lag bei 305,36€
  • Physiotherapie: Insgesamt drei Mal waren wir mit Balu am Ende bei der Physiotherapie. Die erste Sitzung dauert wegen der Anamnese länger und ist mit 75€ etwas teurer als die Folgesitzungen. Diese schlugen mit je 58€ zu Buche. Insgesamt also 191€, die wir für etwas mehr als drei Stunden Therapie bezahlt haben. Völlig okay aus unserer Sicht und die Therapeutin war wirklich sehr freundlich und nett – sowohl zu uns als auch zu Balu. Wer also in Groß-Gerau und Umgebung jemanden für sein Tier sucht: Schaut ruhig mal bei der Tierphysiotherapie Petra Huth vorbei. Klare Empfehlung von uns! Übrigens ein kleiner Tipp am Rande: Bei den meisten Tierphysiotherapeuten werdet ihr in der Werbung keine Katzen sehen. Das heißt nicht zwingend, dass sie diese nicht behandeln. In der Regel ist das schon der Fall. Daher einfach mal nachfragen. Ich vermute, dass die Nachfrage nach Katzen einfach zu gering ist, um dafür zu werben.
  • Tierärztlicher Notdienst #3: Balu ist zwar vor 19 Uhr zusammengeklappt, aber bis wir beim Tierarzt waren, befanden wir uns erneut in der Notdienstzeit. Die Konsultation dauerte an sich nicht sonderlich lange, bis wir die Entscheidung trafen ihn per Injektion einschläfern zu lassen. Am Ende musste ich entsprechend ganz schön schlucken, als sie an der Theke 656,72€ von mir haben wollte. Alter Schwede. Es wurde für jede Position der vierfache Satz der Gebührenordnung für Tierärzte berechnet. Das ist selbstverständlich legitim während des Notdienstes. Macht es aber nicht weniger heftig – nicht nur, aber vor allem in so einer sowieso schon emotionalen Situation.

Alles in allem lagen die Tierarztkosten für diesen einen Monat bei 6.288,11€. Es hätte weniger sein können, wenn wir nicht mehrfach in den Notdienst gerutscht wären. Aber so ist es ja immer: Wenn was passiert, dann am Wochenende oder nachts. Und den Umweg über Frankfurt hätten wir uns ebenfalls sparen und direkt nach Gießen fahren können. Es macht entsprechend Sinn die Tierkliniken in seiner Umgebung zu kennen. Dazu gehört auch eine Art Notfallplan. Also wen zu welchen Uhrzeiten und in welcher Reihenfolge anrufen. Was alles einpacken sowohl für Mensch als auch Tier, bevor man losdüst. Und vielleicht sogar schon irgendwo den Großteil griffbereit haben.

Die zusätzlichen Anschaffungen

Die besagte Faltbox von AniOne

Die Arztkosten sind aber freilich nur ein Teil unserer Ausgaben gewesen. Der größte Teil, keine Frage. Aber wir mussten auch noch die ein oder andere Anschaffung tätigen. So stand nach der Diagnose einer Bauchspeichelentzündung als erstes das Thema „Futter” auf dem Programm. Fettarm (<5%) sollte es lt. unserem Tierarzt sein und gleichzeitig vielleicht preislich nicht völlig aus dem Rahmen schlagen. Außerdem haben wir noch anderes Katzenstreu gekauft, da er bei mir im Keller schlafen sollte und somit nicht sein Geschäft wie gewohnt im Garten verrichten konnte. Bei Fressnapf und zooplus haben wir am Ende 191,04€ gelassen. Und technisch gesehen müssen wir auch noch die Spezialkapseln mit Hähnchengeschmack sowie den Kapselfüller dazu rechnen. Da haben wir nämlich u.a. sein Schmerzmittel reingefüllt, damit er es frisst. Das waren weitere 68,01€.

Beides – also sowohl das Spezialfutter als auch die Kapseln – wurde am Ende nur angebrochen. Es ist also noch ein Großteil davon da. Aber das auseinander zu diffundieren… lasst mal gut sein :smile: . Kommen wir stattdessen zu den nächsten Ausgaben:

34,90€ für Vitamin-B-Tabletten. Das Pulver, das er von unserer Tierärztin bekommen hatte, wollte er überhaupt nicht fressen. Entsprechend hatten wir uns nach Alternativen umgeschaut. Und da wir es uns dank des Pulvers ein wenig mit ihm verscherzt hatten, mussten wir auch nochmal eine kleine Einkaufstour für hochwertiges Futter und Toppings machen. Sonst hätten wir vermutlich gar nichts mehr in ihn hineinbekommen. Waren also nochmal 68,79€, die ich beim Fressnapf über die Theke gegeben habe.

Völlige Bewegungslosigkeit

So viel zu den Anschaffungen für die Entzündung. Dann kam die Sache mit der Bewegungslosigkeit. Wir benötigten entsprechend Unterlagen und haben erstmal zur Einwegvariante gegriffen. Auf waschbares Material sind wir erst gewechselt als klar wurde, dass wir ihn nicht zeitnah einschläfern müssen. Außerdem haben wir eine zusätzliche (waschbare) Faltbox gekauft. Wir hatten jetzt zwar den großen Tragekorb von der Tierärztin, aber Balu darin mehrere Stunden liegen zu lassen, fanden wir jetzt nicht so pralle. Dazu war er dann doch zu klein. Gleichzeitig war die große Hundefaltbox, die wir schon im Haus hatten, schlicht zu groß für Ortswechsel. Also haben wir uns die kleinste Variante geholt. Und weil man Futter nie genug haben kann, landeten auch davon noch ein paar Dosen im Einkaufswagen. Machte alles in allem einen Einkauf in Höhe von 77,27€.

Die nächsten Tage ging es fast schon Schlag auf Schlag. Ein Dutzend waschbare Nässeschutzauflagen, zwei Wolldecken, vier waschbare Windeln (hat leider nicht funktioniert), noch eine zweite Faltbox (wenn die eine in der Wäsche ist), Katzenshampoo, einen neuen 10L-Kanister Biodor (83,20€) und flüssiges Katzenfutter (=Vitaldrinks) wurden angeschafft. Praktischerweise waren die Nässeschutzauflagen im JYSK gerade im Ausverkauf. Entsprechend billig waren sie zu haben (5-10€ je nach Größe). Trotzdem: 395,08€ zeigen meine Notizen für diese insgesamt sieben Einkaufsfahrten.

Zusammengefasst kamen wir auf zusätzlich 835,09€, die wir zusätzlich zu den Tierarztkosten hatten. Fairerweise muss ich aber nochmal betonen, dass Balu am Ende nicht alles verbraucht hat und zudem das meiste auch noch bei anderen Katzen zum Einsatz kommen kann. Insofern waren es zwar teure vier Wochen. Dafür sind wir aber jetzt wirklich gut ausgestattet. Und das Futter wird von den anderen sogar mit Kusshand auch gefressen. Da wird also nichts mehr übrig bleiben von.

Epilog

Die Nassunterlagen – weggeräumt für den nächsten Vorfall.

7.123,20€ haben wir also für Balu von Ende Dezember bis zu seiner Einschläferung ausgegeben. Zeit, Fahrtkosten, Wasserkosten (für die unzähligen Waschmaschinen voll) und so nicht mitgerechnet. Ein ganz schön happiger Betrag, den sich sicherlich nicht jeder Tierhalter einfach so aus dem Ärmel schütteln könnte. Unsere Reserven hat es auch gut belastet. Zumal diese sowieso schon dank des Hauskredits ziemlich zusammengeschmolzen waren. Aber genau deswegen sparen wir jeden Monat einen Betrag für unsere Vierbeiner. Und nein, es ging mir nicht darum euch damit zu erschrecken. Ein Haustier zu haben ist was wunderschönes. Man muss sich aber vor der Anschaffung im Klaren sein, was das bedeutet. Nicht nur, aber auch in Hinsicht auf die möglichen Kosten.

Um zum Abschluss nochmal zum Thema Tierkrankenversicherung zu kommen: Wenn wir Balus Lebenszeit (14 Jahre) mit dem aktuell teuersten Tarif (39,32€/Monat ohne Selbstbeteiligung) beim angeblichen Mercedes der Tierkrankenversicherungen (HanseMerkur) multiplizieren, kämen wir auf 6.605,76€. Also tatsächlich nur 317,65€ mehr, als wir beim Tierarzt bezahlen mussten. Mit Blick auf die gesamten Kosten, die Balu uns in seinem Leben verursacht hat, hätte sich eine Versicherung also im Nachhinein betrachtet vermutlich gelohnt. Insofern werden wir es uns bei der nächsten Generation an Katzen in unserem Haushalt nochmal genauer anschauen und uns ein Angebot machen lassen. Kommt ja auch noch auf die Randbedingungen an.

Der Klappmodus

Nach den guten Erfahrungen mit dem Laufband von Toputure*, haben wir nicht lange überlegt und uns auch den klappbaren Heimtrainer* geholt, den sie gerade frisch auf den Markt gebracht haben. Okay, das Laufband ist mittlerweile nicht mehr im Haus. Es hatte ein paar Monate später den Geist aufgegeben. Aber der Support war super und wir haben eine volle Rückerstattung bekommen. Insofern sind wir Toputure nicht feindlich gesinnt :wink: . Anschließend haben wir es durch eins von unserem “Stammunternehmen” Fitshop (der neue Name von Sport Tiedje) ersetzt. Nach einer Analyse zusammen mit meinem Schwiegervater stellte sich übrigens heraus, dass der Motor warum auch immer einen an der Klatsche hatte – entsprechend nichts, was wir ohne hohe Kosten selbst reparieren konnten.

Das Gerät

Zurück zum Heimtrainer: Das “Klappbar” war dabei ein wichtiges Entscheidungskriterium. Wir nutzen ihn nämlich wie das Laufband vor allem beim Fernsehen. Da ist es ganz praktisch, dass sich das Fahrrad zusammenklappen lässt und dann nur noch eine Grundfläche von ca. 55x55cm einnimmt. So lässt es sich gut neben einem Regal bis zum nächsten Gebrauch lagern. Die in der vorderen Querstange integrierten Räder erleichtern zudem den Transport. Apropos Fernsehen: Hier erwartete uns die nächste Überraschung, denn das Gerät ist im Betrieb echt flüsterleise. Ich dachte zuerst Sicarius wäre faul und würde nicht in die Pedale treten, weil ich gar nichts hinter mir gehört habe. Zudem kann man es gut hinter der Couch positionieren, da es so hoch ist, dass man locker bei der Benutzung selbst über eine hohe Lehne drüber schauen kann. Mittelfristig wollen wir allerdings tatsächlich unser “riesige Couch”-Konzept überdenken. Eben genau, um solche geänderten Lebensbedingungen wie mehr Fitnessgeräte im Wohnzimmer unterzubringen. Wir werden beizeiten berichten :smile: .

Das Fahrrad kommt gut verpackt in einem großen Karton und muss noch zusammengebaut werden. Das ging grundsätzlich gut von der Hand, hat aber am Ende doch knapp eine Stunde gebraucht. Auch, weil die Anleitung an der ein oder anderen Stelle etwas deutlicher sein könnte bzw. auf den Bildern nicht alles so gut zu erkennen ist. Beispielsweise welche Querstange jetzt eigentlich für vorne (die mit den Aufklebern und Rädern) und welche für hinten ist. Auch der fehlende Hinweis, dass die Rückenlehne vor dem Anbau an den Sattelträger aufgeklappt werden musste, führte zu doppelter Arbeit. Aber: Es ist alles an Werkzeug dabei, was man für den Aufbau braucht und die Schrauben sind größtenteils bereits an Ort und Stelle. Also kein lästiges Zusammensuchen, sondern abschrauben und später wieder mit dem jeweiligen Bauteil befestigen. Fertig.

Der Hometrainer hat drei Winkeleinstellungen um mittels eines Dreh-/Ziehknopfs zwischen aufrechtem/Wettkampf- und Liegemodus sowie Verstauen zu wechseln. Der relativ große Sattel kann hingegen nach dem Entfernen einer Schraube in sieben Höhenstufen eingestellt werden. Für mich (1,54m) konnte ich zügig eine bequeme Stellung finden. Sicarius (1,86m) jedoch hat den Eindruck, dass er selbst in der weitesten und höchsten Position seine Beine nicht ganz so weit beim Treten ausstrecken kann, wie er es von einem normalen Fahrrad gewohnt ist. Das hält ihn aber nicht vom Trainieren ab und kann auch einfach daran liegen, dass es ein Hometrainer ist. Laut Anleitung sollen die Beine auch nicht ganz durchgestreckt werden, sondern leicht angewinkelt sein.

Der kleine am Lenkrad befestigte Computer bietet die wichtigsten Anzeigen wie Geschwindigkeit, Entfernung und Puls. Leider sind keine Batterien im Lieferumfang enthalten. Also unbedingt zwei AAA zur Hand haben! Die Verbindung mit der FitShow-App über Bluetooth klappte ebenfalls ohne Probleme. Ein Handyhalter ist praktischerweise integriert, er ist aber nur für Handys ohne dicke Hülle geeignet. Außerdem gibt es Bänder für Arm- und Beintraining, die haben wir aber ehrlich gesagt bislang nur mal getestet.

Alles in allem für den Preis von 300 € ein super Gerät, das wir definitiv empfehlen können. Hat während so einigen Folgen Star Trek (sind bei Lower Decks angekommen) bereits Sicarius in Bewegung gehalten während ich auf dem Laufband… laufe.

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