Sicarius

Selbst spielen ist out!

“Wo bleibt der nächste Star-Trek-Eintrag?! Ist schon wieder über einen Monat her!” Berechtigte Frage, lieber imaginärer Besucher. Star Trek: Prodigy haben wir schon länger durch und bei Star Trek: Discovery sind wir ebenfalls bereits in der Mitte der zweiten Staffel. Allerdings habe ich entschieden ab sofort nur noch Einträge über jeweils eine gesamte Serie zu verfassen. Die Staffeln werden schließlich immer kürzer und sind größtenteils jeweils eine zusammenhängende Geschichte. Da lohnt sich das aufsplitten gefühlt nicht. Insofern steht aktuell nur die Animationsserie auf dem Eintrags-Programm.

Aber nicht heute! Nein, heute reden wir stattdessen wieder über ein Videospiel. Muss doch schließlich dem Anspruch von Beim Christoph gerecht werden die Nr. 1 Videospielewebseite auf dieser IP-Adresse zu sein! Und heute berichte ich euch nicht von irgendeinem Videospiel. Nein, es geht um einen Titel, in den ich lt. Steam sage und schreibe 148,8 Stunden Spielzeit investiert habe! Es ist damit nun mein meistgespielter Titel auf der Plattform. Steam trackt das noch nicht so lange – wäre sonst vermutlich Counter-Strike (das Original) oder ein ähnlich alter Schinken. Krass, oder? In meinem Eintrag vor einem Monat zu Heretic + Hexen habe ich schließlich (mal wieder) lamentiert, dass ich keine Zeit zum Zocken habe und für rund 43 Stunden Spielzeit drei Monate gebraucht habe. Wie habe ich dann geschafft in so kurzer Zeit mehr als das dreifache zu investieren? Bin ich in Frührente gegangen? Habe ich einen Inder engagiert? Oder hat mich das Magenta T entlassen? Mitnichten. Die Erklärung steckt stattdessen im Namen:

Nomad Idle (Herstellerbild)

Nomad Idle (2025; PC) – Ja, ich habe ein Idle-Game “gespielt” und es hat eben fast 150 Stunden gedauert, bis alle 46 Achievements freigeschaltet waren. Glaub’ das eigentliche Spielende hatte ich schon nach ca. 100 Stunden erreicht. Die Zeit, die ich tatsächlich aktiv gespielt habe, dürfte hingegen bei einer Stunde liegen. Effektive Stromverschwendung quasi. Vielleicht noch als OLED-Bildschirmschoner geeignet, aber ansonsten – da erzähle ich euch nicht Neues – bei genauerer Betrachtung ziemlich dämlich. Andererseits: Idle-Games erfreuen sich warum auch immer einer gewissen Beliebtheit. Vor allem auf den Smartphones gibt es buchstäblich Hunderte davon. Irgendeiner muss diese “Gehirn-aus”-Unterhaltung also gut finden :smile: .

Das Hauptspiel

Doch zurück zu Nomad Idle. Ich habe es am 30. Oktober 2025 für 1,25€ (=~87% Rabatt) als Teil eines Bundles auf Fanatical erstanden. War also nicht die größte Investition. Und mein Gedanke war danach tatsächlich: “Wenn ich schon keine Zeit zum Zocken habe, dann kann wenigstens der Rechner alleine was machen!” Ja, meine Geistesblitze sind selten die hellsten. Aber hey: Wenigstens kann ich jetzt sagen, dass ich ein Spiel durchgespielt habe :wink: !

Nomad Idle ist ein Spin-off zu Nomad Survival aus dem Jahr 2022 – einer der frühen Vampire Survivors-Klone, die bis heute den Markt überschwemmen. Um sich vom Original abzuheben, setzten die Entwickler auf einen hohen Grad an Variation und Freiheit in der Charakterentwicklung. Es geht quasi wie in einem Rollenspiel darum die perfekte Komposition aus Fähigkeiten und Modifikation zu finden, um die ultimative Vernichtungsmaschine zu erschaffen. Hat definitiv seinen Reiz, wenn ich mir die Meinung dazu so durchlese. Ich selbst habe bislang nur ein paar Minuten im Vorfeld dieses Eintrags reingeschaut, obwohl ich es bereits seit 2022 besitze. Ja, es war damals ebenfalls Teil eines Fanatical-Bundles. Ich wisst doch, dass ich mittlerweile fast nur noch Bundles kaufe :smile: .

Zahlen gehen hoch!

Nomad Idle (Herstellerbild)

In Nomad Idle geht es wie im Hauptspiel ebenfalls darum unzählige Feinde zu töten. Das gibt Erfahrungspunkte und ihr fleißig sammelt Craftingmaterial. So werdet ihr immer stärker, um dann hoffentlich irgendwann die nächste Stufe zu meistern. Insgesamt gibt es 10 Umgebungen mit jeweils noch einer “Void”-Variante (=es ist dunkel und die Gegner sind stärker). Jede Umgebung hat 50 Stufen plus 10 Stufen im Void. Habt ihr alle 600 Stufen mit allen sieben Charakteren geschafft, erlebt ihr die Endsequenz.

Zu Beginn steht euch nur der Abenteurer (Nahkämpfer mit dem Schwert) und der Kultist (eher ein Zauberer) zur Auswahl. Die weiteren Figuren wie eine Ratte, die mit dem Bogen schießt oder einen Beschwörer, schaltet ihr nach und nach frei, indem ihr bestimmte Meilensteine erreicht. Ein Ereignis, das jeweils passend in eine nette kleine Geschichte eingewoben ist. Das gilt auch für eure tierischen Begleiter. Angefangen mit einem Fuchs, begegnet ihr auf eurer Reise beispielsweise einer Eule, einem Imp und einem Wolf. Insgesamt stehen acht Tiere am Ende zur Auswahl. Jedes mit seinen eigenen Fähigkeiten, die ebenfalls im Level aufsteigen und durch Goldeinsatz zusätzlich stärker werden. Allerdings darf nur der Beschwörer mehr als eins gleichzeitig aktiv setzen. Ihr müsst also durchaus überlegen, welches euch gerade am meisten von Nutzen ist – zumindest zu Beginn. Sobald ihr den übermächtigen Wolf freigeschaltet habt, gibt es keinen wirklichen Grund mehr zu wechseln :smile: .

Neben der Klassenwahl zu Beginn eines Runs, definiert ihr euren Charakter über die Punkteverteilung in den sieben klassischen Skills (Stärke, Geschicklichkeit, Intelligenz und so weiter) sowie die Auswahl von vier passiven Fähigkeiten. Letztere müsst ihr auch erst durch das Erledigen von Missionen (passiert größtenteils automatisch) nach und nach freischalten. Dann habt ihr z.B. Zugriff auf “Curious Wisp”, wodurch zwei Projektile erscheinen und für fünf Sekunden um euch herumschweben oder “Infernal Ray”, ein um euch rotierender Lichtstrahl. Diese passiven Fähigkeiten haben einen Cooldown, verbrauchen bei jedem Einsatz Mana und steigen ebenfalls durch Benutzung im Level auf.

Der Tod ist erst der Anfang

Nomad Idle (Herstellerbild)

Wir sind aber noch nicht am Ende der Zahlenspiele und Punkteverteilung. Sterbt ihr, beginnt ihr in der aktuellen Umgebung einfach wieder auf Stufe 1. Ihr könnt aber jederzeit zwischen denen hin und her wechseln, die ihr bereits freigeschaltet habt. Das ist zum einen wichtig, weil die Gegner jeweils anderes Craftingmaterial fallen lassen. Das braucht ihr wiederum, um eure Ausrüstung zu verbessern. Nein, ihr müsst euren Charakter nicht auch noch anziehen. Tatsächlich sind alle Boni eurer gefunden Ausrüstungsgegenstände gleichzeitig aktiv. Ihr levelt einfach alles hoch, was ihr habt.

Zum anderen müsst ihr die Feinde selbst farmen. Es gibt nämlich Tötungsziele mit entsprechenden Boni. Glücklicherweise könnt ihr eine Stufe festzurren, um diese ganze Farmerei etwas gezielter zu gestalten. Also ihr braucht beispielsweise noch 50.000 Kills von einem Feindtyp, der nur auf Stufe 32 erscheint, dann fokussiert sich das Spiel auf Wunsch genau darauf. Gleiches für das Craftingmaterial. Ihr könnt genau sehen, welche Feinde wie oft was fallen lassen und dann das entsprechende Areal und die dazugehörige Stufe festzurren.

Craftingmaterial hat jedoch noch einen weiteren Einsatzzweck: Den Baum des Aufstiegs. Wie erwähnt, bedeutet der Tod nicht das Ende. Stattdessen steht euer Charakter ohne irgendwelche Einbußen direkt wieder auf – halt nur auf Stufe 1 des aktuellen Areals. Wollt ihr hingegen den Charakter wechseln, müsst ihr aufsteigen. Das könnt ihr jederzeit tun, verliert dann aber z.B. euer aktuelles Charakterlevel. Das ist quasi die Abwägung – mach‘ ich mit dem aktuellen Charakter noch weiter, weil ich schon so viel Zeit investiert habe? Oder starte ich neu, um im verbesserten Zustand/mit einem anderen Charakter weiterzukommen? Entscheidet ihr euch für den Weg des Aufstiegs, wird euer gesammeltes Craftingmaterial (egal ob ihr es verbraucht habt oder nicht) in Punkte für den Baum des Aufstiegs umgewandelt. Der enthält auch nochmal unzählige kleine Verbesserungen, die ihr so nach und nach freischaltet.

Der Gameplay-Loop

Nomad Idle (Herstellerbild)

Ihr startet also euren Run, wählt euren Charakter aus. Anschließend bestimmt ihr seine passiven Fähigkeiten und welches Tier ihn begleitet. Dann definiert ihr, wo das System aktuell die Punkte aus dem Levelaufstieg investieren soll und in welcher Umgebung ihr auf Monsterjagd geht. Und ja… der Rest passiert automatisch. Euer Charakter läuft von alleine über den Bildschirm zum nächsten Gegner und nutzt sein Repertoire, um ihn zu töten. Theoretisch könnt ihr auch selbst ein wenig auf den Bildschirm klicken und die Fähigkeiten einsetzen. In der Realität gibt es absolut keinen Grund dazu und macht nur langfristig eure Maus kaputt :smile: .

Stattdessen schaut ihr eben zu (oder lasst das Spiel im Hintergrund laufen), wie die Zahlen nach oben gehen, klickt hin und wieder, um z.B. einen Ausrüstungsgegenstand zu verbessern oder andere Skills zu fokussieren, die nette kleine Geschichte einer erfolgreich abgeschlossenen Mission durchzuklicken, die Umgebung zu wechseln oder einen Aufstieg durchzuführen. Ja, es ist durchaus ein wenig Strategie dabei, um das optimale Ergebnis zu bekommen und zügiger die nächste Stufe zu erreichen. Aber alles in allem ist eben das, was auf der Packung steht: Ein Idle-Game. Ein ganz nett anzuschauendes Idle-Game, in das ich mehr Zeit investiert habe, als ich zugeben sollte. Aber am Ende des Tages ist es eben objektiv betrachtet ein fast noch sinnfreier Zeitvertreib als ein Walking Simulator. Macht entsprechend daraus, was ihr wollt. Ich für meinen Teil hatte meine 1,25€ Spielspaß. Zu sehen wie es auf dem Bildschirm wuselt und Zahlen nach oben gehen, die wiederrum dafür sorgen, dass ich neue Bereiche freischalte gibt halt auch irgendwie einen Dopaminschub. 10€ würde ich jedoch für sowas auf keinen Fall ausgeben :smile: .

Ein (sehr kleiner) Blick auf die Messe

Lysanda und ich haben letzte Woche mal die Formnext in Frankfurt am Main besucht. Thema dieser Messe? Additive Manufacturing, also auf Deutsch “additive Fertigung” und umgangssprachlich einfach nur “3D-Druck”. Die zwei Hallen (4 Stockwerke) umfassende Messe richtet sich aber ganz klar an Gewerbetreibende – und zwar eher im industriellen Bereich. Nur Halle 12.1 war wirklich stärker bestückt mit Kram, den man sich mitunter auch privat anschaffen würde bzw. leisten kann. Sprich normalgroße 3D-Drucker und Filamente sowie Ersatzteile dafür. Passenderweise fanden sich dort unter anderem die Stände von Prusa und Bambu Lab, den in “normalen Kreisen” wohl bekanntesten 3D-Drucker-Herstellern. Wenig verwunderlich, dass die beiden Stände und die Halle im Allgemeinen die gefühlt vollste war.

Aber was hatten wir auf der Messe überhaupt verloren? Vor allem, wenn die Zielgruppe eher große Unternehmen sind, normal0s nicht einfach so reinkommen und unser Arbeitgeber damit faktisch überhaupt nichts zu tun hat? Nun, schlicht und einfach Neugierde. Seit Lysanda Anfang des Jahres einen entsprechenden VHS-Kurs besucht hatte, ist das Interesse an diesem Thema bei ihr nur größer geworden. Wir haben zwar aktuell weder den Platz, noch das Geld (in zwei Wochen ist das Haus abbezahlt!) oder gar eine tatsächliche Verwendung für einen 3D-Drucker. Aber spannend ist das Thema selbstverständlich trotzdem. Als wir an Karten kommen konnten, haben wir deshalb nicht lange gezögert und am Eröffnungstag die (kurze) Reise aufs Messgelände angetreten.

Riesige Las0rs

Wir haben uns nummerisch vorgearbeitet, also in Halle 11.0 begonnen. Dort fanden wir vor allem eins vor: Industrielle Großproduktion hauptsächlich mit Metall. Und ich war wirklich beeindruckt, was da mittlerweile alles möglich ist. Das kriegt man sonst ja nicht wirklich mit. Man sieht normalerweise ja nur die “08/15”-Drucker in ihren verhältnismäßig kleinen, rechteckigen Kästen, die in der Garage stehen und mit geschmolzenem Filament oder vielleicht noch Holzfasern drucken. Hier hingegen gigantische Roboterarme versteckt in teils mehrere Meter hohen und breiten Kästen, die beispielsweise spezielles Metallpulver mit Hilfe von Lasern ultrahoch erhitzen und damit die krassesten Sachen in teils wahnsinniger Geschwindigkeit drucken. Oder freistehende, die halbe Halle hohe, die klassisch mit großen Spritzdüsen ihre Arbeit verrichten und ganze Boote drucken. Eine 350kg schwere Schiffsschraube aus Kupferaluminiumbronze, die in 94 Stunden produziert wurde (inkl. Nachbearbeitung) war da fast schon das Langweiligste, was wir gesehen haben. Oder der Bohrkopf für eine Ölbohrvorrichtung mit einer Masse von über 200kg, der mit einer Produktionsrate von 2kg pro Stunde gedruckt wurde.

Und der Druck ist logischerweise nur ein kleiner Teil der Produktionskette. Angefangen vorne bei der Designsoftware und den Scannersystemen, mit deren Hilfe die Modelle zum Druck entstehen. In der Produktionshalle dann der Zerstäuber, der die Metall(legierungen) in das notwendige feine Pulver umwandelt. Gefolgt von mehrstufigen Transport- und Befüllungssystemen, welche das Pulver zum (Riesen)drucker bringen. Dessen komplexe Software, die die mitunter faustgroßen und mit mehreren Zugangskanälen ausgestatteten Düsen mit höchster Präzision steuert. Von dort dann weiter zu einer Vielzahl an Post-Processing-Maschinen, die beispielsweise automatisiert die Supportstrukturen entfernen oder das Produkt reinigen inkl. dazugehörigen Recyclinganlagen, um möglichst nichts zu verschwenden. Und da reden wir noch gar nicht von den ganzen Zusatzsystemen wie Sensor- und Messtechnik. Von allem war vor Ort etwas dabei.

Überall Zähne!

Wie ich sagte: Es ist echt krass das mal zu sehen. Und noch krasser zu wissen, dass das faktisch nur ein kleiner Ausschnitt ist. Von den wirklich großen, industriehallenfüllenden Gerätschaften waren (logischerweise) nur Modelle vor Ort. Für jeden erdenklichen Einsatzbereich scheint es mittlerweile eine Industrielösung zu geben. Selbst Juweliere werden arbeitslos dank Goldringen aus dem Drucker! Wobei Medizintechnik im Allgemeinen und speziell Zahntechnik eindeutig der lukrativste Sektor zu sein scheint. Einige Bereiche der Hallen glichen eher einem Horrorkabinett aus Zahnprothesen, Zahnspangen und vergleichbarem Kram.

Und selbstverständlich war Metall nur ein Material, das auf der Messe vertreten war – übrigens nicht nur in Pulver, sondern auch klassisch als Meterware auf der Trommel. Wir haben außerdem Beispiele aus Holz, Keramik, Beton, Styropor, Karbon, aushärtenden Spritzschaum, Silikon (nein, keine Dildos) und ja, auch den normalen Filamenten gesehen. Der Materialmarkt scheint mittlerweile echt groß geworden zu sein. Passend dazu unzählige Lieferanten. Ich war ernsthaft erstaunt darüber wie viele im Rohstoffsektor unterwegs sind. Wirkte auf mich fast so, als wäre es lukrativer da mitzumischen als bei der eigentlichen Warenproduktion.

Noch mehr Staunen

Unter dem Stichwort “Höchste Präzision” fällt übrigens nicht nur, dass die Sachen mit einer sehr geringen Abweichung vom Modell gedruckt werden können. Es bedeutet auch, dass sehr filigrane Objekte möglich sind. Also sowohl extrem kleine Sachen – ein Stand war voll damit – als auch mit vielen Details. Und dann die neuen Möglichkeiten im Farbdruck. Ein Hersteller warb damit quasi eine Art “Inkjet-Printsystem” aber für 3D-Druck zu haben. Und ja, die Modelle, die er an seinem Stand zeigte, waren schon cool. Angeblich alle in einem Arbeitsgang, mit vielen Details und eben mit unzähligen Farben gestaltet.

Ein anderer Stand warb damit Menschen und Objekte einzuscannen und dann lebensecht in Miniaturform auszudrucken. Ebenfalls inkl. allen noch so kleinen Details und mehrfarbig. Dabei hat Lysanda mir vom VHS-Kurs noch erzählt, dass das mit dem Farbwechsel beim Drucken nicht so einfach und vor allem materialintensiv wäre, weil man dabei immer Verluste hat. Bei den Druckern auf der Messe werden jedoch munter mehrere Schläuche/Filamente mit verschiedenen Quellen an eine Düse angeschlossen und drauflosgedruckt. Freilich habe ich keine Ahnung, welche Mechanismen da ggf. noch intern mitspielen und wie viel Materialverluste da tatsächlich dabei entsteht. Beeindruckend ist das Ergebnis trotzdem.

Beim 3D-Druck mit Stoff haben wir auf der Messe drei Varianten gesehen. Die erste hat mir nicht so gefallen. Es war faktisch nur ein normales Stück Stoff das mit einem Netz aus dem 3D-Drucker verbunden war. Das fühlte sich beim Anfassen ziemlich kratzig und unangenehm an, obwohl das Material irgendeine Art Gummi war. Bei Variante 2 handelte es sich um sogenannte “Cellular Textiles”. Das ist im Grunde das, was der Titel sagt: Kleine, ineinander verhakte Teilchen, die der Drucker genau so ausspuckt. Sieht aus wie Bienenwaben. Das dürfte vor allem für Cosplayer und LARPer eine coole Sache sein, um sich Rüstungen und so zu basteln. Beim dritten wurde der Stoff als Trägermaterial verwendet. Also es werden Motive aus dem 3D-Drucker direkt auf Textilen gedruckt. Wie Bügelbilder quasi. Ach und Schuhe haben wir ebenfalls so einige gesehen – sogar einen Jungen, der welche getragen hat.

Bin echt gespannt, was da in Zukunft noch kommt. Vielleicht lässt sich irgendwann auch mal mit Seide drucken? Am besten noch direkt bei den Spinnen im Urwald dank 3D-Drucker in einem geschützten Kettenfahrzeug. Als ich das grüne Ding dastehen sah, war ich ersten Moment zwar überrascht. Aber beim genaueren Nachdenken habe ich nur noch mit den Schultern gezuckt. Bei der Geschwindigkeit, die heutige 3D-Drucker draufhaben, kann man sicherlich draußen auf der schwer zugänglichen Baustelle einen gut einsetzen, um schneller Reparaturen durchzuführen?

Fazit

Ich glaub‘ ihr habt es beim Lesen schon gemerkt, aber ich war von unserem Besuch auf der Formnext 2025 definitiv begeistert. Ja, mir taten nach gut sechs Stunden Aufenthalt Füße und Rücken weh. Als vorbildlicher Ehemann habe schließlich ich den Rucksack getragen. Aber das war es wert den ganzen coolen Kram zu sehen und mehr über diesen immer noch jungen Industriezweig zu erfahren. Wir widerstehen also weiterhin der Versuchung, eine additive Fertigungsstätte in der Casa Lysanda aufzubauen. Aber im nächsten Jahr werden wir wieder die Augen offen halten nach Karten, damit wir dann hoffentlich die Reise zur Formnext (17.11.-20.11.26) erneut antreten können.

Abschließend hier noch weitere Impressionen von der Messe:

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https://youtube.com/shorts/UJzOx_Kd960

 

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