Aufgrund unvorhergesehener Ereignisse kann Christoph diesen Eintrag nicht selber verfassen und hat mich gebeten dies zu übernehmen. Da mir keine größeren Themen einfallen, werde ich hiermit die berüchtigte Tradition der Filler-Einträge wiederbeleben.

Ich würde euch ja gerne erzählen, was ich in der letzten Zeit so gezockt hab’, aber das ist leider nicht sehr viel. Tiny Tower hab’ ich mal angezockt, das hat euch aber ja Christoph schon ausführlich vorgestellt. Abgesehen davon gefällt es mir nicht wirklich. Es ist einfach wie ein Singleplayer- Browsergame, das man viel zu sehr “Babysitten” muss, aber abgesehen davon nicht sehr viele Interaktionsmöglichkeiten bereitstellt. Aber da es ja kostenlos ist, kann sich ja jeder, entsprechendes iOS Endgerät vorausgesetzt, ein eigenes Bild davon machen. Man verpasst meiner Ansicht nach aber auch nichts, wenn man es nicht macht.

Pocket AcademyPocket Academy – Ein weiteres iOS-Spiel, das mir Christoph empfohlen hat und mich momentan sehr beschäftigt ist Pocket Academy von Kairosoft. Die Herkunft wird dabei alles andere als verschwiegen, die Präsentation gleicht den früheren Titeln von Kairosoft (Game Dev Story und Hot Spring Story) bis ins Detail. Selber gespielt habe ich davon nur Game Dev Story, welches mir auch sehr gut gefallen hat, bis dann nach dem ersten Durchspielen “die Luft raus war”.

Um was geht es in Pocket Academy? Es handelt sich um eine Schul-Wirtschaftssimulation. Als Rektor versucht man seine Schule so groß und erfolgreich wie möglich zu machen, ohne dabei Pleite zu gehen. Man beginnt “auf der grünen Wiese” mit einem einzigen Klassenzimmer, einem Lehrerzimmer und ein paar Bäumen. Diese kleine Schule erweitert ihr fleißig bis ihr nach einiger Zeit dutzende Schüler (eine Klasse besteht maximal nur aus 4 Schülern) gleichzeitig unterrichten könnte. Eine erfolgreiche Schule besteht aber nicht nur aus Klassenzimmer, sondern beherbergt auch eine Reihe anderer Lehr-, Sport- und Freizeiträume.

Finanziert wird die Schule hauptsächlich aus den Schulgebühren der Schüler, weshalb auch finanziell ein Interesse daran besteht, soviele Schüler wie möglich anzulocken. Daneben gibt es aber noch eine Reihe von anderen Verdienstmöglichkeiten: Verkaufsautomaten, Snack Shops, Cafeterien etc. generieren Einkommen, wenn Schüler und Lehrer dort einkaufen. Den größten Nebenverdienst stellt allerdings die Landwirtschaft dar. Man kann Felder anlegen, auf denen die Schüler und Lehrer dann selbständig die verschiedensten Gemüsesorten anpflanzen und dann gewinnbringend verkaufen. Auch lassen sich Ställe für Hühner, Hasen, Schweine, Kühe, Pandas (!!!) etc. aufstellen. Teilweise kann dadurch eine Schule mehr nach FarmVille als nach sonstwas aussehen. Verstehen was diese Landwirtschaftlichen Aspekte in einer Schule zu suchen haben kann ich nicht wirklich, die japanischen Entwickler haben anscheinend eine andere Vorstellung davon wie eine Schule aussieht als ich.

Obwohl ich schon einige Stunden in das Spiel investiert hab’, bin ich mit dem ersten Spiel noch nicht komplett fertig (ein Spiel dauert 11 ingame-Jahre, ich bin in Jahr 8) und bis jetzt kann ich das Spiel sehr weiterempfehlen. Allerdings bin ich gerade an einem Punkt im Spiel angelangt, wo mir konkrete Ziele fehlen. Die Finanzierung der Schule ist ziemlich solide, die Schülerzahlen wachsen langsam aber stetig und ich erforsche und baue relativ planlos dauernd neue Räume und sonstige “Bauwerke”. Bin mal gespannt ob da jetzt noch was passiert, oder ob mir Motivationstechnisch schon im ersten Spiel irgendwann die Luft ausgeht.

So das wars dann auch schon von mir für heute. Wenn ich es im Adminbereich richtig gesehen habe, erwartet euch am Donnerstag ein Eintrag von Azzkickr.

Diese Woche herrscht wieder ein Wetterchen, bei dem einem das Denken schwer fällt — und nicht nur das. Selbst Spielen macht bei der Hitze keinen Spaß. Wobei es da ein Spiel gibt, das mich doch die letzten Tage mehr beschäftigt hat, als ich gerne zugebe. Doch dazu später mehr. Widmen wir uns stattdessen mal wieder einem Film. Der passt auch so richtig zum derzeitigen Wetter, denn viel denken müsst ihr dabei nicht:

PiranhaPiranha – Nach dem Trailer hatte ich einen netten Spaßfilm ohne viel Hirn erwartet. Ein “Guilty Pleasure” quasi, wie man so schön sagt. Die Geschichte um den Schwarm Urzeit-Piranhas, der durch ein Erdbeben aus seinem unterirdischen Gefängnis befreit wird und dann die Spring Break Party in einem kleinen, amerikanischen Vorort durcheinanderbringt, unterstützte diese Erwartungshaltung zu Beginn. Viel nackte Haut inklusive pubertärer Dialoge und entsprechender Inszenierungen des weiblichen Körpers, nur unterbrochen von Der weiße Hai-inspirierten Kamerafahrten und Todesszenen quasi.

Doch der erste Eindruck täuscht: Piranha wird schnell zu mehr als nur einem billigen C-Movie. Die Geschichte ist zwar oberflächlich, aber gut und einigermaßen spannend erzählt, die Piranhas (die klaren Stars des Films) genial in Szene gesetzt und der Großteil der Schauspieler macht einen soliden Job. Auch ist es mit dem Spaß ziemlich schnell vorbei. Im Gegenteil ist mir das Lachen vor allem in der zentralen Szene des Films (eine minutenlange Metzelorgie) ziemlich schnell im Halse stecken geblieben. Natürlich war es im Grunde immer noch ziemlich lächerlich und hoffnungslos überzeichnet was dort zu sehen war, aber für mich war die emotionale Wirkung die gleiche wie beim Anschauen eines SAW (Stichwort “Fußszene”) oder Hostel (den habe ich mir deshalb erst gar nicht angetan), so extrem empfand ich das Gezeigte.

Ja, das klingt aus dem Munde eines begeisterten Killerspielespieler wahrscheinlich etwas komisch. Aber ab einem bestimmten Gewaltgrad beziehungsweise einer zu extremen Darstellung streiche auch ich die Segel. Und dazu gehört es beispielsweise mit anzusehen, wie einer jungen Dame von einer Motorbootschraube das Gesicht buchstäblich vom Kopf gerissen wird. Die Szene krieg ich so schnell nicht mehr aus dem Kopf…alter Schwede.

Bagdadsoftware meint: Von mir bekommt der Film solide 3 von 5 Sics. Er ist definitiv besser als erwartet, aber eben auch anders als erwartet. Entsprechend kann ich das Werk eher Horrorfans empfehlen, als Leuten, die nur seichte Unterhaltung suchen. Wobei zusammen mit ein paar Kumpels und ein bisschen Bier es sicherlich auch viel Spaß macht ihn anzuschauen. Ob das Original, ja Piranha ist ein Remake eines gleichnamigen Streifens von 1978, besser ist, kann ich übrigens nicht beurteilen. Ich habe ihn (noch) nicht gesehen.

Alles andere als brutal ist hingegen das folgende Spiel:

Tiny TowerTiny Tower – Warum ich gar nicht sagen darf, dass ich in dieses Spiel schon unzählige Stunden versenkt habe? Weil es ein Freemium-Spiel für das iPhone ähnlich Farmville ist, allerdings zum Glück ohne eine erzwungene, soziale Komponente. Das Spielprinzip ist simpel: Ähnlich wie im Klassiker SimTower ist es eure Aufgabe ein Hochhaus zu errichten. Das Hochhaus besteht aus Wohnungen und Geschäften. Ein echtes Spielziel gibt es nicht, ihr könnt prinzipiell so viele Stockwerke errichten wie ihr wollt. Doch das ist einfacher gesagt als getan, denn das Errichten eines neuen Stockwerks kostet Geld und der Preis steigt rasant an, je höher ihr baut. Wer in ein Stockwerk einzieht, entscheidet ihr nur grob. Sprich ihr gebt vor, ob es ein Apartment wird oder beispielsweise ein Essensgeschäft. Aber die exakte Art des Geschäfts, also ob eine Wellnessoase oder eine Apotheke, das wird vom Zufall bestimmt.

Tiny Tower ScreenshotUm das Bezahlen zu können, gibt es zwei Möglichkeiten. Die eine hat mit dem Begriff “Freemium” zu tun, die andere ist das eigentliche Spiel. Und zwar ziehen nach und nach Leute in eure Wohnungen ein. Jeder Bewohner hat fünf verschiedene Job-Werte. Je höher der Wert, desto besser macht er sich beispielsweise als Verkäufer in einem Restaurant oder einer Arztpraxis. Außerdem hat jeder Bewohner einen Traumberuf. Habt ihr das entsprechende Geschäft gebaut und ihm den Job gegeben, produziert er gleich die doppelte Anzahl an Waren.

Das Warensystem

An Waren gibt es pro Geschäft drei Stück. Der Unterschied: Die Produktion dauert immer länger, kostet immer mehr und ihr benötigt mehr Personal im Laden, um sie zu starten, dafür erhaltet ihr auch mehr Coins wenn ihr sie verkauft. Ist die Produktion abgeschlossen, was von einer Minute bis mehreren Stunden Echtzeit dauern kann, kommen NPCs und kaufen die Vorräte nach und nach auf. Sind diese leer, heißt es wieder Nachproduzieren. Natürlich sind die Waren in jedem Geschäft komplett unterschiedlich in allen Bereichen. Während die Sushi Bar schnell neue Ware produziert, dafür aber immer nur ein paar Einheiten auf Lager hat, dauert es in der Paintball Arena mehrere Stunden, dafür geht dort auch der Vorrat nicht so schnell zu Neige. So hält euch das Spiel ständig auf Trab, weil immer gerade irgendwo Ware fehlt oder fertig produziert wurde.

Doch die Ware kommt nicht von alleine ins Geschäft, womit wir wieder beim Farmville-Vergleich sind: Bestätigt ihr nicht manuell das Aufstocken des Lagers am Ende der Produktion, geht im Laden einfach das Licht aus solange bis ihr es tut. Ihr werdet also auch hier gezwungen regelmäßig vorbeizuschauen. Allerdings, und das ist auch ein weiterer Vorteil des Spiels, verfällt die Ware nicht. Ihr müsst also nicht wie im Konkurrenten zwingend rechtzeitig zur Stelle sein. Die Waren bleiben immer vorhanden. Ziel des Ganzen Kreislaufs ist es seine Bewohner zufrieden zu stellen, eine optimalen Wirtschaftskreislauf aufzubauen und dadurch dann genug Coins zu verdienen, um damit dann das nächste Stockwerk zu bauen.

Reales Geld

Die zweite Möglichkeit an die Coins zu kommen ist es Tower Bux mit realem Geld zu kaufen. Im normalen Spiel verdient ihr euch diese indem ihr beispielweise mit dem Aufzug NPCs ins gewünschte Stockwerk fahrt, oder ein kleines “Wo ist Waldo”-Minispielchen erledigt. Dazu müsst ihr aber natürlich das Spiel auch spielen. Einfach nur ab und zu reinzuschauen und die Läden aufzufüllen reicht da nicht aus. Da dauert es dann noch viel länger, bis ihr genug Bux für den nächsten Einkauf eines schnelleren Aufzugs oder den Umtausch gegen massig Coins habt. Zusätzlich könnt ihr mit den Bux auch die Produktion beziehungsweise den Verkauf beschleunigen. Bux sind neben den Coins entsprechend eure wichtigste Währung und beeinflussen massiv den Faktor Zeit. Wer keine Lust hat 12 Stunden auf die Fertigstellung des neuen Stockwerks zu warten, aber nicht die Bux hat um den Bau zu beschleunigen, der investiert bis zu 24 Euro (für 1.000 Bux). Bei den Preisen spare ich lieber und fahr immer mal wieder 5-10 Minuten lang Leute durch die Gegend und warte generell die Produktionszeit ab.

Bagdadsoftware meint: Keine Frage, Tiny Tower ist repetitives Gameplay hoch drei und der Anspruch hält sich relativ in Grenzen. Kein Vergleich zur relativ komplexen Wirtschaftssimulation SimTower. Und doch lässt es mich einfach nicht los. Immer wieder schaue ich vorbei, stocke meine Läden auf, versuche die bestmögliche Verteilung meiner Bewohner zu finden, warte geduldig, bis ich genug Coins für ein neues Stockwerk habe und freue mich wenn der Bau abgeschlossen ist und ich das nächste angehen kann. Weil ich kein echtes Geld dafür ausgebe, dauert zwar alles wesentlich länger, aber umso schöner ist auch am Ende das Gefühl etwas erreicht zu haben. Wer empfänglich ist für diese Art von Spielen, wird garantiert seinen Spaß haben, aber gleichzeitig nicht ganz so viel Stress wie in vergleichbaren Titeln. Einen Fehlkauf könnt ihr aber so und so nicht machen, da das Herunterladen kostenlos ist. Aber sagt am Ende nicht, ich hätte euch nicht gewarnt!

Sicarius

Battlefield vs. Call of Duty

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Ein weiterer Monat neigt sich dem Ende zu und das bedeutet seit mittlerweile drei Jahren (Folge 0 erschien am 9.6.2008) was? Genau! Podcasttime:

Dieses Mal habe ich mir ein ganz heißes Thema ausgesucht — zumindest wenn man nach den Kommentaren unter den News zu Battlefield 3 und Call of Duty: Modern Warfare 3 bei GamersGlobal geht. Und auch Activision und Electronic Arts sind derzeit voll auf Konfrontationskurs. Eigentlich völliger Blödsinn, wie wir auch im Podcast feststellen, denn beide Spiele sprechen jeweils ihre ganz eigene Zielgruppe an. Welche das ist? Nun, um das zu erfahren, müsst ihr natürlich den Podcast anhören.

Zwei Gäste

Als Gäste im Studio hatte ich mir Tr1inity und Malyce geladen. Beides alte Bekannte im Podcast und absolute Experten auf ihrem Gebiet. Während Tr1inity zum Verfassungszeitpunkt alleine in Battlefield: Bad Company 2 rund 391 Stunden investiert hat, sind es bei Malyce und Call of Duty: Modern Warfare 2 sogar satte 886 Spielstunden! Ich glaube, da erübrigt sich die Frage nach der Kompetenz der beiden.

Gut 38 Minuten lang habe ich mich mit den beiden über die Mehrspielershooter unterhalten. Zuerst ging es allgemein darum festzustellen, was denn beide Serien zu bieten haben mit all’ ihren Vor- und Nachteilen, dann sind wir so langsam auf die jeweiligen Communities zu sprechen gekommen und haben zum Abschluss einen Blick in die Zukunft, sprich auf die Ende des Jahres erscheinenden Ableger geworfen und sprechen natürlich auch eine klare Empfehlung aus, für wen welche Serie am besten geeignet ist.

Tolle Mitmachaktion

Und damit ist mal wieder alles zur aktuellen Folge gesagt. Wie immer interessiert uns natürlich auch, was ihr so denkt. Spielt ihr lieber Call of Duty oder gehört ihr eher der Battlefield-Fraktion an und warum? Teilt es uns in den Kommentaren mit!

In diesem Sinne viel Spaß mit der aktuellen Folge und eine angenehme Woche. Wir lesen uns dann am Donnerstag wieder!

Podcast Nr. 35 im Detail

Zu Wort kommen: Christoph “Sicarius” Hofmann, Conny “Tr1nity” B., Sebastian “Malyce” Conrad

Technische Daten: 37:13min lang; 96kbit Qualität (Mono); 25,57 MB groß; Aufnahme mit Skype und Pamela for Skype; Editierung mit Adobe Soundbooth CS5

Musikcredits (Reihenfolge wie im Podcast):
Brian Conrad, Sue Kasper, Justin McCormick – SimCity 2000 – Track 47 (Komplett)
Frank Klepacki – The Legend of Kyrandia – Pool Of Sorrow (Komplett)

Weiterführende Links:
Tr1nity – Connys Userprofil bei GamersGlobal
Sebastian Conrad – Sebastians Userprofil bei GamersGlobal
Modern Warfare 2 und die Cheater – Sebastians Artikel über die Cheater-Situation in Call of Duty: Modern Warfare 2 bei GamersGlobal
Battlefield series – Mehr Infos zur Battlefield-Serie bei MobyGames
Call of Duty series – Mehr Infos zur Call of Duty-Serie bei MobyGames
Battlefield 3 – Alle Infos zum neuen Battlefield-Titel bei GamersGlobal
Call of Duty – Modern Warfare 3 – Alle Infos zum kommenden Call of Duty bei GamersGlobal
Quake Live – Mehr Infos zum Mehrspielershooter bei MobyGames

Folge 36 erscheint Ende Juli. Thema und Gast stehen dieses Mal bereits fest. Nur ein Termin für die Aufzeichnung muss noch gefunden werden :smile: .

Sicarius

Alice: Half-Life Returns

Wenn man zu viel schreibt, dann tun einem bald die Finger weg. Damit mir das nicht passiert, habe ich mich mal wieder hingesetzt und meiner kreativen Ader auf visuellem Wege einen Auslass verschafft. Da wäre zum Beispiel das neue Garry’s Mod-Bild:

Half-Life Chess

Half-Life Chess

Die Idee zu diesem Bild ist schon etwas älter, genauer gesagt schwirrt sie seit Anfang März in meinem Kopf herum. Damals, mit Update 113, wurden endlich die NPCs aus Half-Life nach Garry’s Mod übertragen. Das habe ich mir natürlich gleich angeschaut und nachdem ich im Spawnmenü ein Schachbrett gefunden hatte, kam die Idee auf, die NPCs aus Teil 1 und 2 darauf aufzureihen.

Leider gelang die Umsetzung nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte — auch in der neuen Version nicht. Das Problem: Objekte lassen sich nicht verkleinern und vergrößern, nur Charaktere. Allerdings bleibt deren Hitbox beim Verkleinern unverändert. Das Ergebnis war also, dass die Big Momma 10 Meter über der Erde schwebte und ich sie nicht auf den Boden der Tatsachen zurückbekam. Und das Schachbrett konnte ich nicht größer machen. In der nun veröffentlichten Fassung habe ich das Problem gekonnt umgangen indem ich einfach das Bodenraster als Schachbrett missbraucht habe.

Detailfehler

Ihr braucht mich übrigens nicht darauf hinweisen, dass König und Königin auf beiden Seiten falsch herumstehen. Das habe ich schon während dem Bauen gemerkt. Doch ein weiterer Nachteil der Half-Life-1-NPCs ist, dass sich manche von ihnen nicht mehr bewegen lassen, wurden sie einmal platziert (es gibt keinen Angriffspunkt mehr). Deshalb habe ich den Fehler in Kauf genommen, um nicht nochmal anfangen zu müssen. Der Rest der Spielszene entspricht jedoch einer realen Schachsituation und ist nicht einfach nur ein zusammengewürfelter Haufen.

Was mir übrigens beim Erstellen aufgefallen ist: Es gibt nur wenige unterschiedliche Half-Life-2-Monster und alle sind klein und langweilig. Deswegen musste ich Dog und Alyx einbauen, um nicht alles mit Zombies vollmachen zu müssen. Da zeigt sich wieder einmal, dass Half-Life 2 einfach ein schlechtes Spiel ist…

Kunst als Spiel

Wo ein Garry’s Mod-Bild ist, ist natürlich auch eine neue Signatur nicht weit:

Alice: Madness Returns

Richtig erkannt: Alice: Madness Returns stand für das Bild Pate. Wenig überraschend, denn auch wenn das Gameplay nicht ganz an American McGee’s Alice heranreicht und auch der Soundtrack von Komponist Jason Tai nicht dem damaligen Meisterwerk von Chris Vrenna das Wasser reichen kann, ist auch der zweite Teil ein durch und durch fantastisches Spielerlebnis. Von der Hintergrundgeschichte und wie sie erzählt über das einzigartige Level- und Gegnerdesign bis hin zum allgemein ungewöhnlichen Grafikstil versprüht Alice: Madness Return seinen ganz eigenen Charme und wagt sich über die Norm hinaus, ohne Aussehen über Funktion zu stellen. Einfach der helle Wahnsinn! Als ich im Tal der Tränen ankam (das erste Wunderland-Level) und die Grinsekatze mich mit ihrer tiefen, aber doch irgendwie melodischen Stimme (zumindest im englischen Original) willkommen hieß, lief es mir kalt den Rücken herunter und ich fühlte mich sofort wieder wie Zuhause.

Oder um ganz deutlich auszudrücken: Bitte, bitte kauft euch dieses Spiel! Belohnt EA dafür, dass sie American McGee die Chance gegeben haben wieder ins Wunderland zurückzukehren! Es gibt dort noch so viele Geschichten zu erzählen und ich möchte nicht schon wieder 10 Jahre auf einen Nachfolger warten müssen. Wer Action-Adventure mag, wird den Kauf nicht bereuen!

Und wenn euch die Welt von Alice gefällt, dann holt euch gleich noch das Buch The Art of Alice: Madness Returns. Auf 184 Seiten in einem Hardcover-Großformat (irgendwo zwischen A4 und A3 — ich glaube, der Fachbegriff ist B4), gibt es hier nicht nur sehr viele große Bilder aus der Entwicklungszeit des Spiels, sondern auch viele Erläuterungen der Künstler dazu. Leider scheint es bei Amazon noch nicht lieferbar zu sein. Meine Ausgabe habe ich direkt im offiziellen Store bestellt — zusammen mit einem genialen Grinsekatze-T-Shirt.

Und damit sind wir auch schon wieder am Ende des heutigen Eintrags angekommen. Wenn alles gut läuft, kommt am Montag Folge 35 des Podcasts. Thema und Gäste — ja, mal wieder Mehrzahl — stehen endlich fest und die Technik müsste auch wieder funktionieren. Jetzt muss er nur noch aufgenommen und geschnitten werden.

Sicarius

Eine englische Xbox-Krise

Wenn mein Mikrofon richtig funktioniert hätte, gäbe es heute bereits die neue Folge des Podcasts. Aber offensichtlich hat es das nicht, sonst würde ich nicht so eine Einleitung schreiben. Jetzt hoffe ich, dass ich zeitnah das Problem finde und rechtzeitig einen neuen Versuch wagen kann. Ein paar Tage hat der Monat zum Glück ja noch. Kommen wir also stattdessen heute Mal zu ein paar alten Spiele-Schinken — natürlich aus aktuellem Anlass.

Crysis

CrysisDa wäre zum Beispiel Crysis, das ich letzte Woche endlich durchgespielt habe. Meine Meinung hat sich seit 2007 aber nicht verändert, obwohl ich es nun in seiner ganzen Pracht erleben konnte: Es bleibt Grafisch hui und Spielerisch solide. Ich habe sogar extra auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad, Delta, gespielt, um auch das komplette Erlebnis zu haben. Spätestens sobald die Aliens kommen, geht es, wie schon bei FarCry, gänzlich bergab (nicht nur mit der Framerate :wink: ). Mit dem Nanosuit anzuschleichen und einen Stützpunkt der Koreaner auseinander zu nehmen ist im ersten Level noch lustig, später nur noch lästig und die Kämpfe gegen die Aliens sind einfach nur langweilig.

Gleichzeitig hat das Spiel (wie auch Crysis Warhead) einen ekelhaften Memory Leak und frisst buchstäblich den Arbeitsspeicher auf. Ich musste tatsächlich die Texturqualität eine Stufe herunterstellen (um es etwas hinauszuzögern) und mir auf dem zweiten Bildschirm immer den Task-Manager anzeigen lassen, um rechtzeitig zu speichern und das Spiel neu zu starten. Ganz extrem war es auf dem Flugzeugträger am Ende, wo ja grafisch noch einmal alles aufgefahren wird, was die Engine hergibt. Selbst den finalen Bosskampf musste ich zweimal unterbrechen. Die Engine ist einfach schlecht programmiert, mehr braucht man dazu nicht zu sagen. Wer es bis heute noch nicht gespielt hat, der hat meiner Meinung nach nichts verpasst und kann direkt zu Teil 2 übergeben. Oder anders ausgedrückt: 3 von 5 Sics.

Englische Sprache
Azzkickr kann diesen Absatz überspringen.

Apropos Crysis 2: Auf den ersten Blick scheint die deutsche Version auch wieder keine englische Sprachausgabe mit dabei zu haben. Beim Installieren erhaltet ihr nur wieder Deutsch, Türkisch und ich glaube Französisch zur Auswahl. Doch anders als beim ersten Teil, wo ihr euch erst noch einige zusätzliche Dateien aus der englischen Fassung besorgen musstet, wird die englische Sprachausgabe im Hintergrund mitinstalliert. Ihr müsst also nur noch in das Crysis 2-Verzeichnis gehen, die Datei “system.cfg” öffnen und bei g_language das “German” durch “English” ersetzen und schon tönt ein wolliges “Maximum Strength” durch die Boxen.

Und wenn wir schon bei Sprachtipps sind, muss ich gleich noch einen weiteren für die Zukunft (und Google) hinterlegen: Alice – Madness Returns lässt euch bei der Installation überhaupt nicht die Sprache wählen. Hier habt ihr drei Möglichkeiten die Sprache umzustellen:

  • Ihr stellt vor der Installation in der Systemsteuerung unter “Region und Sprache” um auf “Englisch (USA)”, was unter Windows 7 sogar ohne Neustart geht.
  • Ihr startet die Installation über die Kommandozeile mit “EASetup.exe -locale en_US” (ohne Anführungszeichen).
  • In eure Registry gehen und zu “HKEY_LOCAL_MACHINESOFTWAREWow6432NodeEA GamesAlice Madness Returns” navigieren. Hier dann den Schlüssel “Language” auf “English (US)” und den Schlüssel Locale” auf “en_US” stellen. Im Unterordner “1.0” dann noch “Language” auf 1 und “LanguageName” auf “English (US)” und schon seid ihr fertig.

Die Varianten funktionieren übrigens auch bei allen anderen aktuellen Spielen von EA Games, wie ich aus Spaß mal ausprobiert habe. Man hat ja sonst nichts zu tun… :smile:

Xbox-Mania

Ich kann mich über Langeweile auf jeden Fall nicht beschweren. Im Gegenteil ist ja allseits bekannt, dass ich zwar gefühlt Milliarden Spiele besitze, aber nur einen Bruchteil davon wirklich durchgespielt habe. Und die Menge an Spielen ist seit letzten Wochen noch einmal angestiegen. Nein, nicht nur dank Free App A Day auf dem iPhone. Das rechne ich schon gar nicht mehr mit. Gemeint ist meine Xbox 360, die bislang ja außerhalb von Tests (zuletzt Duke Nukem Forever) nur wenig beschäftigt war.

Ja, ihr vermutet richtig: Euer Webmaster hat endlich seine monogamische Beziehung zum PC restlos aufgegeben. Zwar habe ich mir als Limit derzeit noch Bugdet-Titel gesetzt, die garantiert nicht mehr ihren Weg auf PC finden werden. Doch der Markt ist (leider) selbst damit schon groß genug. Deshalb nun in der Übersicht die Spiele und meine Kaufgründe in der Übersicht. Wenn ich plötzlich einen Konsolentitel kaufe, dann ist das schließlich schon fast ein Qualitätsmerkmal :smile: (die Links führen zu MobyGames):

Halo 3

    • Halo 3 – Damit hat die ganze Sache angefangen. Ich wollte endlich wissen, wie die Story weitergeht und habe mir gleich die ganze Palette geholt, sprich auch Halo 3: ODST, Halo: Reach und Halo Wars. Teil 3 habe ich sofort und fast an einem Stück durchgespielt und gebe ihm 4von 5 Sics. Klar, es ist ein Konsolenshooter und entsprechend etwas langsamer und das Zielen mit dem Gamepad ist schlicht und einfach ein Krampf. Außerdem sind wie schon in den ersten beiden Teilen die Flood-Levels der letzte Scheiß. Aber man merkt schon, warum das Spiel so immens erfolgreich ist. Am meisten beeindruckt hat mich die KI, die ich als eine der besten im Genre einschätze und mich (zumindest auf den höheren Schwierigkeitsgraden) nicht nur wegen ihrer Feuerkraft ins Schwitzen bringt.

 

    • Halo 3: ODST – Irgendwie das genaue Gegenteil von Halo 3. Die Geschichte ist langweilig, die Levels dunkel wie Hölle und die Kämpfe sind nur noch nervig. Es macht eben doch einen Unterschied, ob man einen vollgepanzerten Master Chief spielt, oder nur einen billigen Soldaten der schon umfällt, wenn ihn nur ein Covenant anschaut. Dazu kommt der angeblich offenere, aber mehr verwirrende Levelaufbau. Ich quäle mich momentan mehr durch, als das ich wirklich Spaß habe.

 

    • Halo: Reach – Gespielt habe ich es noch nicht (ich gehe chronologisch vor), aber ich habe eine tatsächlich noch eine Limited Edition abbekommen. Da ist als Bonus eine Art Tagebuch einer Forscherin auf dem Planeten Reach mit dabei, so richtig handschriftlich geschrieben, auf alt getrimmt und mit vielen kleinen Zettel drin, um die Illusion noch weiter zu verstärken. Definitiv einer der genialsten Bonusinhalte, die ich bislang in einer Special Edition vorgefunden habe.

 

    • Halo Wars – Das habe ich mir vornehmlich gekauft, um die Saga komplett zu haben. Das Übermegasuper-Spiel ist es wohl nicht. Mich interessiert aber auch, wie sie die Steuerung gelöst haben, es ist schließlich ein Strategiespiel auf Konsole, und ob das auch tatsächlich halbwegs funktioniert.

 

    • Soul Calibur IV – Ich bin eigentlich viel zu blöd für solche Arena-Beat’em-Up-Spiele. Mehr als Button-Mashing kriege ich nicht hin. Aber für die KI reicht es meistens und ein Soul Calibur gehört neben Street Fighter und BlazBlue in jeden Haushalt. Tekken konnte mich hingegen noch nicht überzeugen…

 

    • Alan Wake – Ganz ehrlich: Ich habe noch keine wirkliche Meinung zu diesem Spiel. Ich denke, wenn ich den Hauptcharakter sehe, immer nur an den misslungen Alone in the Dark-Reboot. Mal schauen wie es sich noch entwickelt. Aber auch hier liegen der Collector’s Edition coole Gimmicks bei. Neben einem Buch, das man wohl erst nach dem Durchspielen lesen sollte, gibt es auch einen Developer’s Commentary für das Spiel. Davon kann es nie genug geben.

 

    • Gears of War 2 – Über das Spiel selbst kann ich euch nichts sagen, da indiziert und nie in Deutschland erschienen. Aber eine Warnung kann ich aussprechen: Ich habe mir wegen den DLCs extra die Complete Edition importiert. Doch die DLCs liegen nicht mit auf der DVD drauf, ihr seid stattdessen gezwungen sie herunterzuladen. Das ist in jedem anderen Land der Erde kein Problem, nur in Deutschland gibt es nicht nur eine IP-Sperre, sondern auch eine Kontensperre. Sprich aus Deutschland mit einem deutschen Xbox-Konto schaut ihr selbst mit Proxy in die Röhre. Super Microsoft! Soweit ist Steam zum Glück noch nicht…

 

    • Fight Night Round 4 – Das hatte ich schon einmal bei Azzkickr auf der PS3 gespielt, deswegen wusste ich, dass es ein richtig gutes Spiel ist. Ich kann zwar immer noch nicht dieses “Hart Zuschlagen nach dem Blocken”, aber es ist definitiv ein super Boxspiel mit einem hohen Simulationsgrad und sieht auch weiterhin fantastisch aus. Mehr als einen solchen Titel braucht es aber glaube ich nicht in der eigenen Sammlung.

Enslaved: Odyssey to the West

    • Enslaved: Odyssey to the West – Es ist bedauerlich, dass ich auch hier noch die Collector’s Edition bekommen habe. Aber es ist wohl das ewige Schicksal von Spielen, die etwas anders sind, immer nur ein Geheimtipp zu bleiben. Ich kann es jeden Falls nur empfehlen. Es ist ein wenig innovatives, aber dennoch originelles Action-Adventure mit einer wirklich sehr gut gelungenen und liebevollen Inszenierung. Ich würde es fast schon auf eine Stufe mit Beyond Good & Evil stellen. Ganz klar eine Kaufempfehlung.

 

    • Resonance of Fate – Ich versuche wirklich mein Bestes, um ins Genre der Japano-Rollenspiel hineinzukommen. Hauptgrund ist, dass ich die Inszenierung toll finde mit den ausschweifenden, hochauflösenden Zwischensequenzen wie man sie aus einem Final Fantasy kennt. Deswegen habe ich mir auch diesen Geheimtipp geholt. Mehr kann ich dazu aber momentan noch nicht sagen. Es ist nicht ganz so einfach in solche Spiel hineinzukommen und die Spielzeit liegt meist weit über den 20 Stunden.

 

    • Fable II – Reiner Komplettismus-Zwang. Müsst ihr euch also nicht kaufen, wenn ihr Fable und/oder Fable III bereits besitzt. Wobei es Fans gibt, die behaupten Teil 2 wäre besser als Teil 3. Ob es stimmt, kann ich euch aber noch nicht sagen.

 

    • VanquishHaralds Test auf GamersGlobal hat mich auf den Geschmack des Spiels gebracht. Ein visuell beeindruckendes Actionspektakel ohne viel Schnickschnack? Da bin ich doch sofort dabei. Das auf dem PC mit anständiger DirectX-11-Unterstützung wäre der ultimative Knaller geworden. Aber auch auf der Box macht es mächtig viel Laune!

 

  • Viva Piñata: Chaos im Paradies – Ja, es ist bunt. Ja, es ist richtig bunt. Ja, es ist knuddelig bunt. Aber mir hat schon Teil 1 auf dem PC Spaß gemacht, auch wenn dort die Kamera viel zu nah am Geschehen war. Das ungewöhnliche Spielprinzip, bei dem ihr quasi Manager eines kleinen Gartens spielt, zieht einen sofort in den Bann und lässt euch nicht mehr los. Teil 2 ist prinzipiell mehr vom gleichen, aber mit etwas mehr Komfort und natürlich noch mehr Inhalt. Wer seiner Freundin etwas Gutes tun möchte, der schenkt ihr dieses Spiel — und wird hinter ihrem Rücken heimlich selbst süchtig dank der komplexen und herausfordernden Lebenssimulation im Hintergrund.

Und dann waren da noch zwei weitere Titel — eine Serie, um genau zu sein, die auch auf Koop ausgelegt ist –, die wie Gears of War bei uns indiziert sind. Entsprechend kann ich euch dazu nichts weiter sagen.

Übernächste Woche wird noch einmal eine kleine Ladung Spiele für die Box eintreffen, dann ist aber erst einmal wieder Ruh’. Man muss es ja vor lauter Euphorie einen komplett neuen Markt erschlossen zu haben nicht gleich übertreiben. Einige von euch haben zwar sicherlich schon während dem Lesen fleißig mit dem Kopf geschüttelt, aber so bin ich halt. Wenn, dann mache ich es auch gleich richtig! Außerdem ist es vor allem für einen Journalisten immer gut seinen Horizont zu erweitern, nicht nur was die Hardware betrifft, sondern die dazugehörigen Spiele. Ich fake mich zwar auch ganz gut so durch etwaige Gespräche durch, aber einen Titel dann doch einmal gespielt zu haben ist ganz klar die bevorzugte Variante. Also schüttelt weniger mit dem Kopf und seid lieber froh, dass endlich auch auf Bagdadsoftware die Moderne — zumindest zeitverzögert — Einzug hält :smile: .

PS: Kauft euch unbedingt Alice – Madness Returns! Ich will nicht wieder 10 Jahre auf einen Nachfolger warten müssen…

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