Jetzt haben wir uns aber erst einmal wieder genug auf den Konsolen ausgetobt, auch wenn immer noch ein Video mit der PlayStation 3 fehlt. Aber da kommt sicherlich im Laufe des Jahres noch irgendein exklusiver Titel raus. Mir fällt zwar grad keiner ein, aber wird schon werden
. Wenden wir uns also nun wieder dem PC zu und was wäre für die Rückkehr besser geeignet als ein Reboot?
https://www.youtube.com/watch?v=a4XE73KVY8Q
Diese Folge stellt mal wieder eine Prämiere dar. Und zwar ist es das erste Video in dem ich mich nachträglich selbst zensiere. Zwar dürftet ihr auch ohne Lippenlesekenntnisse erraten können, welches Wort ich mit einer Variation des berühmten “Beep” (Courtesy of Soundjay) verdeckt habe. Aber das ist bei einem “Fuck” ja nicht viel anders. Der Grund für diese Zensur war schlicht und einfach, dass es mir rausgerutscht ist, ich mir aber erst beim Schneiden Gedanken genauer darüber gemacht habe. Nur weil jeder andere im Internet flucht, muss ich es ja nicht unbedingt nachmachen, oder seht ihr das etwa anders? Bitte? Ihr seht das anders? Was fällt euch ein, verdammt nochmal?!
Doch Scherz beiseite. Wie gesagt, obwohl es ehrlich gemeint war und ich auch weiterhin zur Grundaussage stehe (dazu gleich mehr), war es mir am Ende dann doch zu extrem für die Veröffentlichung. Deshalb habe ich mich fürs beepen entschieden. Gegen eine komplette Neuaufnahme sprach hingegen, dass das Fazit dann vermutlich nicht mehr so richtig ehrlich rüberkäme. Und dabei habe ich es nicht einmal direkt nach dem Spielen aufgenommen, sondern erst einen Tag. Das zeigt sicherlich, wie tief die Emotionen saßen.
Die Grundlage
Ja, mich hat die erste Stunde richtig aufgeregt und das kommt heutzutage bekanntlich eher weniger oft vor. Und das, obwohl ich auch schon öfters erwähnt habe, dass ich gar nicht der größte Fan der ersten beiden Teile bin. Thief: The Dark Project ist nur die erste Mission (bzw. die Demo) wirklich richtig gut, danach geht es steil bergab. Wegen den Zombies, wegen den Monstern und vor allem wegen den Lokationen. Ich will Schlösser, Herrenhäuser, Banken, Tempel ausräumen und nicht in Friedhöfen, Höhlen und fremden Dimensionen herumturnen und die Welt retten. In Thief II: The Metal Age wurde es etwas besser, aber richtig glücklich wurde ich tatsächlich erst mit Thief: Deadly Shadows speziell wegen der (relativ) weitläufigen Stadt und den Möglichkeiten sich da abseits von all dem Okkultkram auszutoben.
Alle drei hatten jedoch gemeinsam, dass sie euch in den umfangreichen Levels (in Teil 1 gab es nur 12 und trotzdem hat sich nie einer über eine zu kurze Spielzeit beschwert!) viele Freiheiten gaben. Besser noch: Sie waren stellenweise sogar zufällig gestaltet. Die Anzahl der Wachen, ihre Position und sogar ihre Routen (wenngleich ihr die nach 3-4 Neustarts doch auswendig wusstet) wurden bei jedem Levelstart mehr oder weniger stark angepasst und waren sogar vom Schwierigkeitsgrad abhängig. Das hielt euch auf Trap und forderte von euch geradezu, dass ihr aufmerksam seid, eure Umgebung in euch aufsaugt und auch mal ungewöhnliche Lösungswege findet beispielsweise indem ihr den Seilpfeil in eine Ecke schießt, wo der Designer nicht einmal dran gedacht hat, dass es dort sinnvoll ist. Und genau dieser Punkt machte die Spiele so gut, dieses neue Genre so interessant und die Serie so erinnerungswürdig. Nicht das Setting, die Hintergrundgeschichte oder gar die Technik. Die durchdachte Spielmechanik und die damit vorgegaukelte Freiheit überall und in unendlich verschiedenen Kombinationen tun und lassen zu können, was man möchte. Und nein, das hat nichts mit rosaroter Brille zu tun. Die Spielmechanik funktioniert damals wie heute sehr gut. Technisch sieht die Sache natürlich anders aus, wie ihr am Screenshot rechts erkennen könnt.
Klarer Rückschritt
Und diese Freiheit vermisse ich in Thief einfach. Das ließe sich vielleicht und unter Umständen noch verschmerzen. Vielleicht könnte ich mich mit der extremen Linearität anfreunden (es wird nur marginal besser im weiteren Verlauf), die mir nur wenige Alternativen lässt, bestimmt wo ich springen kann wo nicht, die mich darauf trainiert nach blauen Objekten Ausschau zu halten (=Kralleneinsatz), mir vorgibt wo ich meine Spezialpfeile einsetzen darf und wo ich im Prinzip nur damit beschäftigt bin Muster auswendig zu lernen, weil sie sich nie ändern statt tatsächlich auf die jeweilige Situation zu reagieren.
Das Grundprinzip herumzuschleichen, Sachen zu klauen und zumindest im Kleinen eine gewisse Herausforderung zu haben (wie kann ich den Wachmann komplett seiner Besitztümer berauben ohne Gesehen zu werden?) macht schließlich damals wie heute immer noch massig Laune. So linear es auch war, die Sequenz am Anfang im Haus des Juweliers ließ diese alte Faszination kurz wieder aufflackern. Und selbst mit der prinzipiell einsteigerfreundlicheren Gestaltung kann ich leben, weil die Entwickler zusätzlich doch so einige Möglichkeiten eingebaut haben, um die (teils völlig überzogenen Hilfestellungen) abzuschalten.
Der heiße Brei
Doch wenn ich gleichzeitig mit maximal mittelmäßiger Grafik (der Stil ist ganz gut getroffen) begrüßt werde (ich war wirklich geschockt als ich das Wasser sah), schlechten Rendersequenzen auf dem inhaltichen Niveau des ersten Teils von 1998 (!) beiwohnen und einem Charakter lauschen muss, der rüberkommt wie Christopher Nolans grimmige Interpretation von Garrett und ich somit am Ende einer Mission nie wirklich das Gefühl habe tatsächlich irgendwas erreicht oder gar sinnvolles getan zu haben, dann wäre es fatal wenn ich mir das weiterhin alles schönrede. Erschwerend kommt hinzu, dass ich mit Dishonored in gewisser Weise vor 1 1/2 Jahren bereits einen gelungen Thief-Fix erhalten habe, der eben nicht mit all diesen Problemen zu kämpfen hatte. Selbst Deus Ex: Human Revolution aus gleichem Hause war im Vergleich in diesen Aspekten besser.
Somit ist Thief, selbst wenn wir das Spiel unabhängig von seinen Vorgängern betrachten, einfach nur ein mittelmässiges Produkt für das ich nicht mit gutem Gewissen eine Kaufempfehlung aussprechen kann. Weder Fans der Serie noch des Genres werden mit diesem Produkt ihre Freude haben. Und selbst Neueinsteiger sind bei der Konkurrenz meiner Meinung nach besser aufgehoben. Dishonored: Die Maske des Zorns hat in absolut allen Belangen (Geschichte, Technik, Spielmechanik, spielerische Freiheit) die Nase vorne. Bei Thief ist hingegen während der Entwicklung irgendetwas komplett aus dem Ruder gelaufen (vermutlich keine genaue Zielgruppe im Blick gehabt) und das ist im Ergebnis leider deutlich. Das wiederum hat mich massiv enttäuscht (NOCA-2014-Wink?), obwohl ich meine Erwartungen niedrig gehalten habe und führte zu besagtem Fazit im Video. Schade.
Bis Donnerstag!
Die Details zur Folge
Thema: Thief
Länge: 01:21:54
Timestamps:
Einleitung (00:00:10)
Unboxing (00:07:01)
Beginn der Spielstunde (00:10:50)
Abschließendes Fazit (01:12:43)
Aufgezeichnet mit Logitech HD WebCam 510 (720p), Fraps 3.5.99 (30fps, Full Video, Multichannel) und Adobe Audition CC
Format: H.264, 2560×1440, 30fps, 11-13 MBit/s durchschnittliche Videobitrate, AAC-Audio
Geschnitten mit Adobe Premiere Pro CC
Zusammensetzung des zur Aufzeichnung verwendeten Rechners
Auflösung: 2560×1440 bei 60hz und adaptiven V-Sync
Texture Quality: Very High
Shadow Quality: Very High
Depth-of-field Quality: High
Texture Filtering Quality: 16x Anisotropic
SSAA: High
Screenspace Reflection: On
Parallax Occlusion Mapping: On
FXAA: On
Contact Hardening Shadows: On
Tessellation: On
Die Aufzeichnung mit Fraps hatte keinen Einfluss auf meine Framerate im Spiel.
Vorschau: Am Donnerstag erscheint Folge 25 mit Castlevania: Lords of Shadow 2.









, wegen Hugh Jackman und weil die zwei Stunden fast wie im Fluge vergangen sind. Was man vom folgenden Machwerk nicht behaupten kann…
. Ein Crysis kann mich mit seiner beeindruckenden Technik trotz seichtem Gameplay noch bei Laune halten. Aber von einem Fantasy-Film erwarte ich dann doch etwas mehr Unterhaltung neben schönen Bildern, wie man hieran sehen kann:
. Ganz klar. Was anderes kann ich diesem Meisterwerk der denkfreien Unterhaltung nicht geben. Selbstverständlich darf man sich nicht allzu stark über die Geschichte um den finalen Kampf gegen die Kaijus den Kopf zerbrechen, sonst verliert man sich in den unzähligen Logiklücken. Aber sie reißt mich nicht raus und bildet einen guten Rahmen für das Wesentliche: Gigantische Roboter die sich in einem saumässig beeindruckenden CGI-Sturm auf offenem Meer einen Schlagabtausch mit reptilienartigen Monstern (Dinosaurier waren gerade ausverkauft) liefern! Sowas hat man auf der großen Leinwand in dieser Qualität einfach noch nicht gesehen! Außerdem: Ron Perlman. Mit Perlman macht man nie was verkehrt (auch wenn ich kein Fan von Hellboy II: Die goldene Armee bin)!






