Jetzt haben wir uns aber erst einmal wieder genug auf den Konsolen ausgetobt, auch wenn immer noch ein Video mit der PlayStation 3 fehlt. Aber da kommt sicherlich im Laufe des Jahres noch irgendein exklusiver Titel raus. Mir fällt zwar grad keiner ein, aber wird schon werden :smile: . Wenden wir uns also nun wieder dem PC zu und was wäre für die Rückkehr besser geeignet als ein Reboot?

Christoph spielt #24: Thief
 

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https://www.youtube.com/watch?v=a4XE73KVY8Q

Diese Folge stellt mal wieder eine Prämiere dar. Und zwar ist es das erste Video in dem ich mich nachträglich selbst zensiere. Zwar dürftet ihr auch ohne Lippenlesekenntnisse erraten können, welches Wort ich mit einer Variation des berühmten “Beep” (Courtesy of Soundjay) verdeckt habe. Aber das ist bei einem “Fuck” ja nicht viel anders. Der Grund für diese Zensur war schlicht und einfach, dass es mir rausgerutscht ist, ich mir aber erst beim Schneiden Gedanken genauer darüber gemacht habe. Nur weil jeder andere im Internet flucht, muss ich es ja nicht unbedingt nachmachen, oder seht ihr das etwa anders? Bitte? Ihr seht das anders? Was fällt euch ein, verdammt nochmal?!

Doch Scherz beiseite. Wie gesagt, obwohl es ehrlich gemeint war und ich auch weiterhin zur Grundaussage stehe (dazu gleich mehr), war es mir am Ende dann doch zu extrem für die Veröffentlichung. Deshalb habe ich mich fürs beepen entschieden. Gegen eine komplette Neuaufnahme sprach hingegen, dass das Fazit dann vermutlich nicht mehr so richtig ehrlich rüberkäme. Und dabei habe ich es nicht einmal direkt nach dem Spielen aufgenommen, sondern erst einen Tag. Das zeigt sicherlich, wie tief die Emotionen saßen.

Die Grundlage

Thief: The Dark Project (Herstellerbild)

Thief: The Dark Project (Herstellerbild)

Ja, mich hat die erste Stunde richtig aufgeregt und das kommt heutzutage bekanntlich eher weniger oft vor. Und das, obwohl ich auch schon öfters erwähnt habe, dass ich gar nicht der größte Fan der ersten beiden Teile bin. Thief: The Dark Project ist nur die erste Mission (bzw. die Demo) wirklich richtig gut, danach geht es steil bergab. Wegen den Zombies, wegen den Monstern und vor allem wegen den Lokationen. Ich will Schlösser, Herrenhäuser, Banken, Tempel ausräumen und nicht in Friedhöfen, Höhlen und fremden Dimensionen herumturnen und die Welt retten. In Thief II: The Metal Age wurde es etwas besser, aber richtig glücklich wurde ich tatsächlich erst mit Thief: Deadly Shadows speziell wegen der (relativ) weitläufigen Stadt und den Möglichkeiten sich da abseits von all dem Okkultkram auszutoben.

Alle drei hatten jedoch gemeinsam, dass sie euch in den umfangreichen Levels (in Teil 1 gab es nur 12 und trotzdem hat sich nie einer über eine zu kurze Spielzeit beschwert!) viele Freiheiten gaben. Besser noch: Sie waren stellenweise sogar zufällig gestaltet. Die Anzahl der Wachen, ihre Position und sogar ihre Routen (wenngleich ihr die nach 3-4 Neustarts doch auswendig wusstet) wurden bei jedem Levelstart mehr oder weniger stark angepasst und waren sogar vom Schwierigkeitsgrad abhängig. Das hielt euch auf Trap und forderte von euch geradezu, dass ihr aufmerksam seid, eure Umgebung in euch aufsaugt und auch mal ungewöhnliche Lösungswege findet beispielsweise indem ihr den Seilpfeil in eine Ecke schießt, wo der Designer nicht einmal dran gedacht hat, dass es dort sinnvoll ist. Und genau dieser Punkt machte die Spiele so gut, dieses neue Genre so interessant und die Serie so erinnerungswürdig. Nicht das Setting, die Hintergrundgeschichte oder gar die Technik. Die durchdachte Spielmechanik und die damit vorgegaukelte Freiheit überall und in unendlich verschiedenen Kombinationen tun und lassen zu können, was man möchte. Und nein, das hat nichts mit rosaroter Brille zu tun. Die Spielmechanik funktioniert damals wie heute sehr gut. Technisch sieht die Sache natürlich anders aus, wie ihr am Screenshot rechts erkennen könnt.

Klarer Rückschritt

Thief (Herstellerbild)

Thief (Herstellerbild)

Und diese Freiheit vermisse ich in Thief einfach. Das ließe sich vielleicht und unter Umständen noch verschmerzen. Vielleicht könnte ich mich mit der extremen Linearität anfreunden (es wird nur marginal besser im weiteren Verlauf), die mir nur wenige Alternativen lässt, bestimmt wo ich springen kann wo nicht, die mich darauf trainiert nach blauen Objekten Ausschau zu halten (=Kralleneinsatz), mir vorgibt wo ich meine Spezialpfeile einsetzen darf und wo ich im Prinzip nur damit beschäftigt bin Muster auswendig zu lernen, weil sie sich nie ändern statt tatsächlich auf die jeweilige Situation zu reagieren.

Das Grundprinzip herumzuschleichen, Sachen zu klauen und zumindest im Kleinen eine gewisse Herausforderung zu haben (wie kann ich den Wachmann komplett seiner Besitztümer berauben ohne Gesehen zu werden?) macht schließlich damals wie heute immer noch massig Laune. So linear es auch war, die Sequenz am Anfang im Haus des Juweliers ließ diese alte Faszination kurz wieder aufflackern. Und selbst mit der prinzipiell einsteigerfreundlicheren Gestaltung kann ich leben, weil die Entwickler zusätzlich doch so einige Möglichkeiten eingebaut haben, um die (teils völlig überzogenen Hilfestellungen) abzuschalten.

Der heiße Brei

Doch wenn ich gleichzeitig mit maximal mittelmäßiger Grafik (der Stil ist ganz gut getroffen) begrüßt werde (ich war wirklich geschockt als ich das Wasser sah), schlechten Rendersequenzen auf dem inhaltichen Niveau des ersten Teils von 1998 (!) beiwohnen und einem Charakter lauschen muss, der rüberkommt wie Christopher Nolans grimmige Interpretation von Garrett und ich somit am Ende einer Mission nie wirklich das Gefühl habe tatsächlich irgendwas erreicht oder gar sinnvolles getan zu haben, dann wäre es fatal wenn ich mir das weiterhin alles schönrede. Erschwerend kommt hinzu, dass ich mit Dishonored in gewisser Weise vor 1 1/2 Jahren bereits einen gelungen Thief-Fix erhalten habe, der eben nicht mit all diesen Problemen zu kämpfen hatte. Selbst Deus Ex: Human Revolution aus gleichem Hause war im Vergleich in diesen Aspekten besser.

Thief (Herstellerbild)

Thief (Herstellerbild)

Somit ist Thief, selbst wenn wir das Spiel unabhängig von seinen Vorgängern betrachten, einfach nur ein mittelmässiges Produkt für das ich nicht mit gutem Gewissen eine Kaufempfehlung aussprechen kann. Weder Fans der Serie noch des Genres werden mit diesem Produkt ihre Freude haben. Und selbst Neueinsteiger sind bei der Konkurrenz meiner Meinung nach besser aufgehoben. Dishonored: Die Maske des Zorns hat in absolut allen Belangen (Geschichte, Technik, Spielmechanik, spielerische Freiheit) die Nase vorne. Bei Thief ist hingegen während der Entwicklung irgendetwas komplett aus dem Ruder gelaufen (vermutlich keine genaue Zielgruppe im Blick gehabt) und das ist im Ergebnis leider deutlich. Das wiederum hat mich massiv enttäuscht (NOCA-2014-Wink?), obwohl ich meine Erwartungen niedrig gehalten habe und führte zu besagtem Fazit im Video. Schade.

Bis Donnerstag!

Die Details zur Folge

Thema: Thief

Länge: 01:21:54

Timestamps:
Einleitung (00:00:10)
Unboxing (00:07:01)
Beginn der Spielstunde (00:10:50)
Abschließendes Fazit (01:12:43)

Aufgezeichnet mit Logitech HD WebCam 510 (720p), Fraps 3.5.99 (30fps, Full Video, Multichannel) und Adobe Audition CC
Format: H.264, 2560×1440, 30fps, 11-13 MBit/s durchschnittliche Videobitrate, AAC-Audio
Geschnitten mit Adobe Premiere Pro CC

Zusammensetzung des zur Aufzeichnung verwendeten Rechners

Auflösung: 2560×1440 bei 60hz und adaptiven V-Sync

Texture Quality: Very High
Shadow Quality: Very High
Depth-of-field Quality: High
Texture Filtering Quality: 16x Anisotropic
SSAA: High
Screenspace Reflection: On
Parallax Occlusion Mapping: On
FXAA: On
Contact Hardening Shadows: On
Tessellation: On

Die Aufzeichnung mit Fraps hatte keinen Einfluss auf meine Framerate im Spiel.

Vorschau: Am Donnerstag erscheint Folge 25 mit Castlevania: Lords of Shadow 2.

Da ich die Xbox 360 schon einmal an hatte, musste ich im Sinne der Effizienz natürlich gleich noch ein  zweites Video damit aufzeichnen. Wäre ja sonst reine Stromverschwendung, oder seht ihr das etwa anders? Eben! Jetzt ist es aber an euch ein wenig Energie zu investieren und das Video auch anzuschauen:

Christoph spielt #23: Earth Defense Force 2025
 

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https://www.youtube.com/watch?v=_xHQup2UR0w

Ich bin insofern von Earth Defense Force 2025 enttäuscht, als dass einige Magazine in ihren Tests so getan haben, als wäre der neuste Teil tatsächlich endlich ein richtiger AAA-Titel. Das ist leider definitiv weiterhin nicht der Fall. Dafür lässt es schon allein in technischer Hinsicht viel zu viele Wünsche offen. Für einen Titel aus dem Jahre 2013 – in Japan wurde es schon am 4. Juli 2013 veröffentlicht – wirkt es viel zu billig und wenig detailliert und erinnert viel zu stark an das mittlerweile sieben Jahre alte Earth Defense Force 2017. Im Vergleich finde ich tatsächlich sogar Earth Defense Force: Insect Armageddon schöner und vor allem die Insekten dort wesentlich beeindruckender. Da habe ich einfach mehr erwartet und die Screenshots auf der Schachtel sind meiner Meinung nach ganz klar irreführend.

Spielerische Macken

Earth Defense Force 2025 (Herstellerbild)

Earth Defense Force 2025 (Herstellerbild)

Und auch spielerisch bin ich nicht ganz glücklich. Es ist eine Sache, wenn eine Klasse ihr volles Potential nur im Koop entfalten kann. Aber der Air Raider ist faktisch im Solo-Modus überhaupt nicht zu gebrauchen. Seine Rolle als Unterstützer funktioniert mit der KI nicht, die einfach nur blind zum nächsten Missionsziel rennt und dort dann alles abschießt. Da bleibt zu viel Arbeit für euch übrig, die ihr aber mit dem Granatwerfer und dem Artillerieschlag einfach nicht leisten könnt. Das war in den Vorgängern besser gelöst. Ja, es machte die Klassen sicherlich ein Stück weit austauschbarer als es jetzt in Earth Defense Force 2025 der Fall ist, wo wirklich alle vier unterschiedlicher nicht sein könnten. Aber irgendwo muss man denke ich doch auch Abstriche in Kauf nehmen, wenn es dem Spielspaß zu Gute kommt.

Die Sache mit den Häusern, die nicht zerstörbar sind, wenn Spinnennetze dran hängen, ist ebenso absoluter Blödsinn. Da kann im restlichen Spiel wirklich alles zerstört werden und dann kommt plötzlich sowas daher. Das kann es doch nicht sein. Ich könnte ja noch damit leben, wenn die Häuser mit Netzen (wesentlich) mehr Treffer bräuchten bis sie zusammenbrechen. Das ließe sich zum Beispiel durch die stabilisierende Wirkung der Netze erklären. Aber plötzlich komplett immun, auch nachdem das Netz weg ist? Ein absoluter Faux Pax! Einen Vergleich zu den Vorgängern kann ich hier allerdings nicht ziehen, denn Spinnennetze gibt es tatsächlich zum ersten Mal. Früher hingen die Spinnen einfach nur ganz normal an den Häusern oder liefen über die Straße und schossen ihre Spinnfäden auf euch.

Fazit

Earth Defense Force 2025 (Herstellerbild)

Earth Defense Force 2025 (Herstellerbild)

Unter diesen Gesichtspunkten bin ich entsprechend tatsächlich geneigt eher den Kauf (10 Euro bei Steam mit allen DLC!) von Earth Defense Force: Insect Armageddon zu empfehlen, auch wenn es von vielen als der schwächste Teil der Serie angesehen wird (die Geschichte passte auch definitiv überhaupt nicht zum Feeling der restlichen Serie).Deswegen auch meine Aussage im Video, dass ich Earth Defense Force 2025 eher Koop-Spielern ans Herz lege.

Ein “aber” schwingt in dieser Aussage dennoch mit weil der Kampf gegen riesengroße Insekten und eine zumindest großteils zerstörbare Spielwelt mir auch dieses Mal wieder sehr viel Spaß macht und zwar sowohl zu Fuß als auch wenn ich (was im Video noch nicht vorkam) in einen dicken Mech steige. Es mag eine äußerst simple Formel sein, aber sie funktioniert – was mich jedes Mal wieder überrascht — wirklich gut. Und im Koop ist das Spiel garantiert wieder eine echte Gaudi. Von daher kann ich zwar keine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen. Es bleibt aber dennoch definitiv ein Geheimtipp für alle, die unkompliziertes Geballere mögen – eben wie die Vorgänger.

Ich wünsche ein angenehmes Wochenende!

Die Details zur Folge

Thema: Earth Defense Force 2025

Länge: 01:09:15

Timestamps:

Einleitung (00:00:10)
Unboxing (00:04:54)
Beginn der Spielstunde (00:07:14)
Abschließendes Fazit (01:06:53)

Aufgezeichnet mit Logitech HD WebCam 510 (720p), Elgato Game Capture HD und Adobe Audition CC
Format: H.264, 2560×1440, 30fps, 11-13 MBit/s durchschnittliche Videobitrate, AAC-Audio
Geschnitten mit Adobe Premiere Pro CC

Gespielt wurde auf einer nicht modifizierten Xbox 360 Slim ohne Installation des Titels auf der Festplatte.

Vorschau: Am Montag folgt Folge 24 mit Thief und danach zeige ich euch Castlevania: Lords of Shadow 2.

Was mich diese Aufnahme an Zeit gekostet hat, geht auf keine Kuhhaut. Aber hier ist sie nun, wenngleich mit einer Woche Verspätung:

Christoph spielt #22: Lightning Returns: Final Fantasy XIII
 

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https://www.youtube.com/watch?v=M_81JL3yQJI

Wie letzten Montag erwähnt, wollte der Hauppauge PVR2 einfach nicht. Da ich dachte, dass es vielleicht an ihm liegt, habe ich mir mal testweise den Elgato Game Capture HD geholt. Der hatte aber dasselbe Problem (nach fünf Minuten friert die Aufnahme ein). Entsprechend war ich nicht viel weiter als vorher. Am Ende fand ich aber, wie ihr sehen könnt, doch noch eine Möglichkeit das Gameplay aufzuzeichnen: Meinen Laptop. Mit ihm geht die Aufzeichnung über den Elgato komischerweise, obwohl er natürlich wesentlich weniger Power unter der Haube hat.

Das soll einer verstehen, ist aber nicht das erste Mal, dass ein Laptop weitergeholfen hat. Mit dem vorherigen Rechner und dem Hauppauge PVR1 unter Windows 7 64bit hatte ich auch schon massive Probleme und musste auch damals auf den alten Laptop ausweichen. Wissen die Dinger nicht, was sie mit so viel Power anfangen sollen? Vertragen sie keine zwei Bildschirme? Ich weiß es nicht. Es nervt einfach nur weil ich es zum einen nicht kapiere und zum anderen weil der Support sowohl von Hauppauge als auch Elgato unter aller Sau ist.

Nun gut, jetzt habe ich ja zumindest fürs Aufzeichnen eine Zwischenlösung. Streaming geht so zwar nicht, aber das ist jetzt auch nicht akut. Immerhin ist Lightning Returns: Final Fantasy XIII nun meine erste Konsolenaufnahme in 1080p. Mit der alten Hardware ging aufgrund des Component-Kabels bekanntlich nur 720p. Macht denke ich schon einen Unterschied in der Bildqualität. Um das auszugleichen, gibt es dafür Probleme beim Audiokommentar. Der ist trotz Boost sehr leise geworden. Ich vermute, dass es an der Rauschminderung lag. Leider hatte ich die Originaldatei aber schon überspeichert, bevor ich es testen konnte. Die kommenden Folgen müssten wieder besser sein.

Das Spiel

Lightning Returns: Final Fantasy XIII (Herstellerbild)

Lightning Returns: Final Fantasy XIII (Herstellerbild)

So viel also zur Produktion der Folge. Nun stellt sich wie immer noch die Frage, wie es denn mit dem Spiel aussieht. Ich habe im Vorfeld auf jeden Fall etwas länger darüber gegrübelt, ob ich überhaupt ein Video dazu mache. Die Zielgruppe ist doch ziemlich eingeschränkt, wie ich auch im Fazit feststelle. So richtet es sich nicht einmal an alle Final Fantasy-Fans, sondern nur an diejenigen, die Final Fantasy XIII gut fanden. Selbst Final Fantasy XIII-2 ist schon ein anderes Thema. Und dieser Spielertyp ist nicht gerade häufig vorhanden, wenn man sich so die Foren durchliest.

Andererseits gehöre ich zu denjenigen, die zwar zur Hochzeit von Final Fantasy aufgewachsen sind, aber sie nie gespielt haben. Ja, selbst Final Fantasy VII, eine der wenigen PC-Umsetzungen, habe ich bis heute nur angespielt. Mich faszinierte die Serie schon immer mehr wegen der Technik und dem großen Universum. Das Bedürfnis sie wirklich selbst zu erleben ist hingegen bis heute nicht sehr groß. Wobei die Sache mit dem Universum im Nachhinein betrachtet sowieso fehl am Platz war. Bei den ersten paar Titeln gab es sicherlich noch einen gewissen Konsens aber seitdem geht es nur noch bergab. Ich glaube nicht einmal, dass die Entwickler selbst noch durchblicken.

Für Fans

Entsprechend ist die Final Fantasy XIII-Reihe perfekt für mich. Sie ist linearer (selbst Final Fantasy XIII-2 im Vergleich), dank des interessanten Kampfsystems wesentlich action-betonter und hat nur rudimentär mit dem großen Ganzen namens “Final Fantasy” zu tun beziehungsweise bildet für sich einen komplett eigenen Zyklus (Fabula Nova Crystallis: Final Fantasy – Die neue Geschichte des Kristalls) für den man eben nicht unbedingt erst alles Vorherige kennen muss. Unter diesen Bedingungen gefällt mir natürlich auch Lightning Returns: Final Fantasy XIII erst einmal. Speziell die Änderungen am Kampfsystem finde ich gelungen, auch wenn sie dem Titel die abfällige Bezeichnung “Bekleidungssimulator” eingebracht hat (und Lightning noch weiter zur leblosen Schaufensterpuppe degradiert). Was mich nun stört ist somit mehr die Spielmechanik der tickenden Uhr.

Lightning Returns: Final Fantasy XIII (Herstellerbild)

Lightning Returns: Final Fantasy XIII (Herstellerbild)

Wie im Video erwähnt, bin ich jedoch absolut kein Fan von Zeitdruck. Egal ob es in Strategiespielen wie StarCraft II, Actiontiteln wie Dead Rising 2 oder eben Rollenspielen ist. Als Perfektionist kann ich das einfach nicht mit mir vereinbaren irgendetwas liegen zu lassen oder, schlimmer noch, einen gescheiterten Quest im Logbuch zu haben. Deswegen war ich ganz froh von diesem Trick zu erfahren, mit dem man ohne viel zusätzlichen Aufwand Zeit schinden kann. Nichtsdestotrotz bleibt aber ein schlechtes Gefühl im Mund und das wird mich über die weitere Spielzeit definitiv belasten und mir den Spielspaß rauben.

Fazit

Abschließend bleibt noch einmal festzuhalten, dass Lightning Returns: Final Fantasy XIII wohl am meisten Fans der Trilogie an sich anspricht und sonst niemanden. Als Einstieg in das Final Fantasy-Universum halte ich es hingegen komplett ungeeignet (weil jetzt doch einiges vorausgesetzt wird) und wer die Vorgänger nicht mochte, den erwartet hier nichts anderes. Von daher gibt es für denjenigen auch wieder keinen Grund zuzugreifen. Somit bleibt beiden Gruppen nur die Hoffnung auf Final Fantasy XV, das zwar auch zur Fabula Nova Crystallis: Final Fantasy-Reihe gehört aber mit der Final Fantasy XIII-Trilogie an sich wohl überhaupt nichts zu tun haben wird.

Bis Donnerstag!

 

Die Details zur Folge

Thema: Lightning Returns: Final Fantasy XIII

Länge: 01:17:19

Timestamps:

Einleitung (00:00:10)
Unboxing (00:08:38)
Beginn der Spielstunde (00:11:10)
Abschließendes Fazit (01:14:02)

Aufgezeichnet mit Logitech HD WebCam 510 (720p), Elgato Game Capture HD und Adobe Audition CC
Format: H.264, 2560×1440, 30fps, 11-13 MBit/s durchschnittliche Videobitrate, AAC-Audio
Geschnitten mit Adobe Premiere Pro CC

Gespielt wurde auf einer nicht modifizierten Xbox 360 Slim mit Installation des Titels auf der Festplatte.

Vorschau: Am Donnerstag gibt es Folge 23 mit Earth Defense Force 2025, im Anschluss folgen Thief und Castlevania: Lords of Shadow 2.

Wie gut, dass ich ein Smartphone besitze, sonst könntet ihr diese Zeilen jetzt nicht lesen. Gestern gegen 13:30 Uhr hat mein Router nämlich sein Empfangssignal verloren und seitdem geht weder Telefon noch Internet. Sowas passiert natürlich immer abends, wenn nur noch der Spätdienst unterwegs ist. Je nach Größe der Kabelstörung wird das also frühestens heute Mittag behoben sein. Aber wie gesagt: Smartphone und damit ein mobiler Hotspot ist ja vorhanden. Ist ja nicht wie vor vielen Jahren, als über T-Online die komplette DNS-Range nicht mehr erreichbar war. Da hätte auch ein Handy nichts gebracht.

Aber nun genug davon. Lasst uns heute lieber mal wieder über etwas reden, worüber wir uns schon lange nicht mehr unterhalten haben: Filme, die jeder schon lange gesehen hat! Genauer gesagt über diese:

Wolverine - Wege des Kriegers

Wolverine – Weg des Kriegers

Wolverine – Weg des Kriegers (Extended Cut) (The Wolverine, 2013): Fans der Comics fragen sich immer wieder, warum gerade Wolverine der beliebteste Charakter der Filmumsetzungen des Comics ist. Aus meiner Sicht ist die Antwort die Gleiche wie bei Iron Man: Die perfekte Besetzung des Charakters. Während Robert Downey Jr. perfekt in der Rolle des Eisenmanns aufgeht, ist es hier Hugh Jackmann, der sichtlich Spaß daran hat die Sau rauszulassen. Sein Solo-Debüt mit X-Men Origins: Wolverine konnte zwar absolut nicht überzeugen und war, sagen wir es deutlich, der letzte Scheiß (zockt lieber das Spiel dazu, 1000mal besser!). Aber das war mehr dem Script und dem Regisseur geschuldet und weniger Jackman anzulasten.

Wolverine - Weg des Kriegers (Promobild)

Wolverine – Weg des Kriegers (Promobild)

Das wird auch bei Wolverine – Weg des Kriegers deutlich. Ja, die Geschichte ist wieder nicht besonders tiefgreifend und schon gar nicht großartig überraschend. Wolverine fliegt nach Japan, metzelt ein wenig, verliert seine Kräfte, metzelt weiter und am Ende ist wieder alles gut. Es reicht aber am Ende des Tages für diese Art von Film aus. Es ist quasi ein typischer Action-Flick inklusive der gleichen schnulzigen Romanze nur mit Ninjas und Mutanten. Aber anders als X-Men Origins: Wolverine, das einem vor allem wegen den extrem schlechten CGI-Effekten in Erinnerung bleibt, merkt man Regisseur James Mangold (Walk the Line, Knight and Day) doch an, dass er wesentlich mehr Erfahrung hat als Gavon Hood, der im B- und C-Movie-Sumpf rumstapft. Dank der größtenteils echten Stunts, ist das Ergebnis entsprechend trotz oder gerade der überschaubaren Anzahl an Mutanten ein unterhaltsamer Action-Film geworden. Und Jackman ist, wie mittlerweile gewohnt, einfach Wolverine. Ich kann mir derzeit einfach keinen anderen Schauspieler in dieser Rolle vorstellen.

Mein einziger Negativpunkt am Film ist (unter der Prämisse eines seichten Actionflicks), dass er ab 12 Jahren freigegeben ist. Wir sind uns sicher einig, dass Wolverine eigentlich kein jugendfreier Held ist. Natürlich kann ich auf das schlechte CGI-Blut des Vorgängers verzichten. Aber so ein paar abgetrennte Gliedmaßen oder blutbefleckte Krallen würden Jackman doch gut stehen. Ungeachtet dessen kriegt der Film von mir 4 von 5 Sics, wegen Hugh Jackman und weil die zwei Stunden fast wie im Fluge vergangen sind. Was man vom folgenden Machwerk nicht behaupten kann…

 

Der Hobbit - Eine unerwartete Reise

Der Hobbit – Eine unerwartete Reise

Der Hobbit – Eine unerwartete Reise (Extended Edition) (The Hobbit – An Unexpected Journey, 2012): Ja, ich gehöre zu den ignoranten Langweilern, denen Der Herr der Ringe – Die Gefährten von allen drei Filmen am wenigsten gefallen hat. Aber im Vergleich zum ersten von drei Hobbit-Filmen war der geradezu ein Meisterwerk. Selbst im schlechtesten Arthouse-Film passiert übertrieben gesagt mehr als hier. Stattdessen bekomme ich (wünderschöne) Landschaftsaufnahmen von Neuseeland, die ich aber auch in der ersten Trilogie zu genüge hatte, viel zu viele nervige Gesangseinladen (von denen nur ein Bruchteil im Buch vorkommt!), einen bekifften Slapstick-Zauberer und eine unnötige lange Sequenz in der ich Zwergen beim Essen zuschaue. Da wird es mir wohl keiner übel nehmen, wenn ich etwas unruhig auf der Couch hin und her rutsche während des 3 Stunden andauernden Films. Und nein, dass die Vorlage sich an Kinder richtet ist keine zulässige Ausrede.

Und das sage ich völlig unabhängig vom Buch! Diesen Vergleich mache ich erst gar nicht. Zumal ich auf dem Papier durchaus begeistert war von Jacksons “Idee” auch Bestandteile der Anhänge einfließen zu lassen. Da stehen einige interessante Sachen drin, die ich gerne auf der großen Leinwand in geiler Optik genießen würde (speziell natürlich die Schlachten). Aber das Ergebnis ist ein völlig unnötig in die Länge gezogenes und 90% der Zeit absolut irrelevantes und langweiliges Geblubber. Es sind nur drei Szenen, die mir wirklich gefallen haben und in Erinnerung geblieben sind: Das Storyexposé am Anfang (wie immer genial in Szene gesetzt), die Besprechung zwischen Gandalf, Saruman und Galadriel in Rivendell und natürlich Bilbos Schlagabtausch mit Gollum. Das sind vielleicht 20 Minuten aus 182! Hoffentlich wird das im zweiten Teil besser. Der Hobbit – Eine unerwartete Reise bekommt von mir auf jeden Fall nur jämmerliche 2 von 5 Sics. Ein Crysis kann mich mit seiner beeindruckenden Technik trotz seichtem Gameplay noch bei Laune halten. Aber von einem Fantasy-Film erwarte ich dann doch etwas mehr Unterhaltung neben schönen Bildern, wie man hieran sehen kann:

 

Pacific Rim

Pacific Rim

Pacific Rim (2013): Kriegt von mir ohne lange Nachdenken zu müssen volle 5 von 5 Sics. Ganz klar. Was anderes kann ich diesem Meisterwerk der denkfreien Unterhaltung nicht geben. Selbstverständlich darf man sich nicht allzu stark über die Geschichte um den finalen Kampf gegen die Kaijus den Kopf zerbrechen, sonst verliert man sich in den unzähligen Logiklücken. Aber sie reißt mich nicht raus und bildet einen guten Rahmen für das Wesentliche: Gigantische Roboter die sich in einem saumässig beeindruckenden CGI-Sturm auf offenem Meer einen Schlagabtausch mit reptilienartigen Monstern (Dinosaurier waren gerade ausverkauft) liefern! Sowas hat man auf der großen Leinwand in dieser Qualität einfach noch nicht gesehen! Außerdem: Ron Perlman. Mit Perlman macht man nie was verkehrt (auch wenn ich kein Fan von Hellboy II: Die goldene Armee bin)!

Pacific Rim (Promobild)

Pacific Rim (Promobild)

Wie kann man also diesen Film zumindest als männlicher Vertreter der menschlichen Rasse bitte nicht mögen? Wenn ich etwas zu bemängeln habe dann höchstens, dass die 131 Minuten viel zu schnell vorbei waren! Die Schlacht am Anfang mit den anderen Robotern (Russen und Asiaten) hätte beispielsweise noch ausgedehnt gehört. Die kamen viel zu wenig zur Geltung.

Und bevor jetzt einer anfängt zu meckern, nochmal: Es ist völlig seichte Unterhaltung auf geringstem Niveau. Aber verdammt noch Mal: Es sieht unendlich geil aus, bietet fast Non-Stop-Action (plus eine gute Dosis Perlman) und hat, anders als die Transformers-Trilogie keinen doofen Bumblebee, keinen nervigen Shia LeBeouf und mit Rinko Kikuchi die wesentlich ansprechendere Dame an der Seite des Helden! Da ist es mir am Ende des Tages völlig egal wie anspruchslos der Film eigentlich ist. Stattdessen stelle ich mir die Frage: Wer braucht da noch Godzilla?!

 

So viel also zu diesen uralten Schinken. Nachdem es diese Woche ja nicht mit Videos geklappt hat (Lösung ist in Planung), hoffe ich euch zumindest nächste Woche welche präsentieren zu können. Und zwar stehen Thief (was taugt der Reboot?) und Castlevania: Lords of Shadow 2 (dicke Collector’s Edition!) bereit – beide auf PC. Es sollte also nicht schon wieder zu Problemen bei der Aufnahme kommen.

Sicarius

Boxende Helden

Earth Defense Force 2025 (Herstellerbild)

Earth Defense Force 2025 (Herstellerbild)

“Ja, wo ist es denn, lieber Webmaster? Wolltest du uns heute nicht den Lightning-Bekleidungssimulator im Video vorstellen?”. Das ist korrekt, lieber Besucher. Die Unboxing-Videos zu Lightning Returns: Final Fantasy XIII und Earth Defense Force 2025 liegen auch auf meiner Festplatte. Leider war der Hauppauge PVR2 der Meinung, dass er keinen Bock darauf hat mich Videos aufzeichnen zu lassen. Stattdessen fror er während der ersten Aufnahmeversuche ständig nach kurzer Zeit ein, was wohl ein Hitzeproblem ist (die Lüfter sind aus unerfindlichen Gründen UNTER dem Gerät). Danach sah es so aus, als würde es gehen, aber Pustekuchen: Jetzt hatte ich in unregelmäßigen Abständen Aussetzer in Form von schwarzen Bildern. Fantastisch. Im Anschluss (=2 Stunden waren seit dem ersten Versuch vergangen) hatte ich erst einmal schlicht keinen Bock mehr mich noch weiter damit zu beschäftigen.

Somit gibt es vorerst also leider keine Videos von Spielen, die für PlayStation 3 oder Xbox 360 erschienen sind. Ich werde aber natürlich dranbleiben und weiter versuchen das Problem zu finden und zu beheben. Hab’ ja schließlich en Haufen Geld für dieses Drecksding bezahlt. Jetzt hatte ich gehofft, mit dem PVR2 wären die Sorgen, die ich mit dem PVR1 hatte verschwunden. Aber nein, die Probleme sind nur einfach andere.

Reden wir heute also einfach mal wieder so über zwei Spiele. Beides sind Indie-Titel, die ich über das Indie Gala Bundle bekommen habe, von deren Existenz ich vorher überhaupt nichts wusste und die, für ihre Preisklasse, überraschend viel Spaß machen. Das finde ich übrigens generell super im Vergleich zum Humble Bundle. Während Humble Bundle mittlerweile eher “Mainstream” ist (deswegen heißt es auch nicht mehr Humble Indie Bundle!) und ich entsprechend das meiste oft schon habe, bestehen die Indie Gala Bundle tatsächlich zu 99% aus Sachen, die ich absolut nicht kenne.

Beast Boxing Turbo

Beast Boxing Turbo

Beast Boxing Turbo – Bereits 2012 für PC und Mac veröffentlicht, wurde es seitdem stetig verbessert und erweitert und schaffte Ende 2013 seinen Weg auf Steam. Allerdings handelt es sich bei diesem Titel um eine Portierung des Ende 2010 erschienen Beast Boxing 3D für iOS aus gleichem Hause. Es ist außerdem das erste PC-Spiel von Goodhustle Studios, einem kalifornischen Entwickler mit zwei Angestellten.

Wie der Name schon andeutet, handelt es sich bei Beast Boxing Turbo um ein Box-Spiel. Davon gab es ja in den letzten Jahren nicht mehr wirklich viele. Mir fällt sogar kein einziges ein seit der Veröffentlichung von EAs Fight Night Champion im März 2011. Entsprechend hatte der Titel alleine schon aus Mangel an Konkurrenz mein Interesse geweckt.

Die Geschichte

Beast Boxing Turbo (Herstellerbild)

Beast Boxing Turbo (Herstellerbild)

In Beast Boxing Turbo übernehmt ihr die Rolle von Char, einer ganz normalen Frau, die aus unerfindlichen Gründen in den Beast Boxing Leagues mitkämpfen möchte. Wie der Name schon sagt, treten darin allerlei schräge Kreaturen gegeneinander an und entsprechend rau geht es dort auch zu. Ein Mensch muss schon extrem Selbstmordgefährdet sein, wenn er da mitmischen will. Dazu kommt noch, dass die Liga gar keine Menschen zulässt. Also bastelt sich Char ein äußerst fragwürdiges Monsterkostüm zusammen und schafft es damit tatsächlich die anderen zu täuschen. Nun gilt es das nächste Ziel zu erreichen: Die Ultra League zu gewinnen.

In Ego-Perspektive steigt ihr in den Ring und bewegt euch auf einer 2D-Ebene von links nach rechts bis ihr ans jeweilige Ringende kommt. Auch die Steuerung ist äußerst minimalistisch. Mehr als die Pfeiltasten plus zwei Buchstaben benötigt ihr nicht, um euch durch den Ring zu bewegen, eure Arme zur Deckung zu heben und mit jedem Arm einzeln zuzuschlagen (Maus und Gamepad gehen allerdings auch). Das bedeutet aber nicht, dass das Spiel deswegen äußerst einfach ist. Die Gegner sind definitiv nicht ohne, teilen ordentlich aus haben unblockbare Spezialangriffe (die aber selbst auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad angekündigt werden) und besitzen jeweils eigene Verhaltensmuster. Der eine ist sehr defensiv, drückt euch aber dafür einen richtig harten Schlag ins Gesicht, wenn ihr eure Deckung fallen lasst. Andere hauen mit sanften, aber dafür sehr schnellen Kombinationen zu. Außerdem sind sie lernfähig. Ihr setzt immer nur einen rechten Hacken? Schlagt immer nur mit links zu? Konzentriert ihr euch sehr auf links-rechts-Kombinationen? Dann werdet ihr spätestens in der zweiten Runde ein Problem haben, wenn euer Gegner dann seine Deckung speziell auf diese Angriffe abstimmt.

Für Buttonmasher (wie mich) kommt erschwerend dazu, dass sich mit jedem Schlag und jedem Block eure Ausdauerleiste verringert. Ist sie aufgebraucht, bewegt ihr euch nur noch langsam und eure Schläge verursachen praktisch keinen Schaden mehr. Stattdessen müsst ihr hoffen, dass ihr solange ausweichen könnt, bis sie sich wieder auffüllt. Das alles macht die Kämpfe durchaus taktisch und vor allem bei den Champions jeder einzelnen Liga äußerst herausfordernd.

Nettes Upgradesystem

Beast Boxing Turbo (Herstellerbild)

Beast Boxing Turbo (Herstellerbild)

Ihr könnt allerdings noch so gut im Ring herumspazieren, spätestens ab der zweiten Liga sind eure Schläge schlicht zu schwach, um einem potthässlichen Reptil die Nase einzudrücken. Deswegen dürft ihr zwischen den Kämpfen mit eurem gewonnen Geld Char trainieren und so ihre Schlagkraft verbessern, ihre Ausdauer erhöhen oder ihre Schnelligkeit. Außerdem steht eine Vielzahl an Ausrüstung zur Verfügung wie Handschuhe, die eure Geschwindigkeit verbessern oder Schulterpanzer, die euch besser blocken lassen – alles mit spürbaren Auswirkungen im Ring, wenngleich am Ende des Tages dann doch eure Finesse (und das Kennenlernen eures Gegners) über Sieg oder Niederlage entscheidet.

Dank eines NewGame+-Modus inklusive noch höherem Schwierigkeitsgrad, fällt auch nicht ganz so extrem ins Gewicht, dass das Spiel relativ kurz ist. 12 Kämpfe müsst ihr “nur” überstehen, bevor ihr zum Champion der Ultra League gekürt werdet. Das klingt jedoch wesentlich einfacher, als es tatsächlich ist. Alleine am Greifvogel, dem Chef der Pro League, hatte ich schon sehr lange zu knabbern. Erwartet also nicht nach zwei Stunden schon durch zu sein.

Fazit

Für 4,99 Euro bekommt ihr ein nettes und solide aussehendes Boxspiel, das zwar keinem Fight Night das Wasser reichen kann. Aber eine spaßige Konkurrenz zu Punch-Out!! ist es auf jeden Fall, zumal es den Klassiker ja derzeit leider nur für Nintendo-Konsolen gibt. Definitiv eine Empfehlung für alle, die mal wieder so richtig zuschlagen wollen.

 

Hero Siege

Hero Siege

Hero Siege – Die Jungs (und Mädels) bei Panic Art Studios haben sich bei diesem Titel definitiv sehr viele Inspirationen von The Binding of Isaac geholt. Schon im Ladebildschirm begrüßt euch das Bild eines Bossgegners, der euch irgendwie sehr stark an die Konkurrenz erinnert. Aber auch im Spiel gibt es immer wieder klar sichtbare Hommagen. Wie beispielsweise die Kugelgeschosse der Fallen aussehen oder die Fliegen, welche die Mumie umkreisen. Auch das grundlegende Spielprinzip erinnert im ersten Moment an das verstörende Werk von Edward McMillen. Isometrische Ansicht, ein Charakter den ihr mit WASD steuert und mit den Pfeiltasten Projektile abfeuern lasst, zufallsgenerierte Levels und Gegenstände. Wie gesagt: Die Inspiration ist deutlich.

Doch das tatsächliche Spiel könnte unterschiedlicher nicht sein. Während ihr im einen Titel durch unheimliche Kellerverliese auf der Flucht vor eurer Mutter seid, übernehmt ihr in Hero Siege die Rolle eines ausgewachsenen Helden, der die Welt retten muss.

Das Spiel

Hero Siege (Herstellerbild)

Hero Siege (Herstellerbild)

Eure Aufgabe ist einfach und simpel: Überleben. Und zwar solange, bis ihr am Ende von Akt 4 den dicken Bossgegner schafft. Nachdem ihr eure Klasse gewählt habt (Feuerzauberer, Krieger und solcherlei Fantasy-typischer Kram), werdet ihr in ein quadratisches Arsenal geworfen dessen Grundaufbau immer gleich ist. Was sich darin jedoch befindet, wird nicht nur beim Spielstart angepasst. Nein, auch zwischen den Gegnerwellen wird aktualisiert. Dann ist plötzlich eine Falle dort, wo vorher keine war, ein (optionaler) Dungeon erscheint oder eine Statue steht bereit, euch mit einem Buff zu versehen.

Da heißt es immer die Augen offen zu halten. Auch deshalb schon, weil die zahlreichen Fallen nicht nur euch gefährlich werden, sondern auch eure Feinde schädigen. Diese werden pro Welle nicht nur zahlreicher, sondern natürlich auch stärker und abwechslungsreicher inklusive Elitevarianten. Dazwischen immer mal wieder ein besonders starker Bossgegner. Überlebt ihr lange genug, wird der nächste Akt freigeschaltet. Dadurch ändert sich nicht nur die Szenerie, sondern auch die Bösartigkeit der Fallen.

Verbessere dich!

Durch das Töten von Gegner sowie das Zerstören von Objekten im Level oder das Öffnen von Truhen bekommt ihr Geld mit dem ihr euch temporäre Buffs, Heiltränke und spezielle Truhenschlüssel kaufen könnt. Außerdem gibt es hin und wieder ein besonderes Relikt, eben wie in The Binding of Isaac, dass eure Werte besonders stark verbessert oder welches euch zusätzliche Fähigkeiten gibt. Zum Beispiel folgt euch dann ein Zeppelin, der zielsuchende Raketen verschießt. Was ihr bekommt ist, wie erwähnt, völlig zufallsbedingt und setzt sich nach eurem Ableben auch wieder zurück.

Hero Siege (Herstellerbild)

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Was bleibt sind eure Erfahrungspunkte, die ihr allein durch das Töten von Gegnern erhaltet und durch die ihr im Level aufsteigt. Dann könnt ihr ein paar Punkte in eure Attribute (mehr Schaden, mehr Lebensenergie, etc.) und Skills investieren. Der Pyromancer beispielsweise hat dann eine Chance einen Meteoriten zu zaubern oder darf ab Level 24 gar einen ganzen Meteoritensturm herabregnen lassen. Dadurch werdet ihr stetig besser, schafft es noch mehr Wellen zu überleben und dann endlich den nächsten Akt zu erreichen (jeden freigeschalteten Akt dürft ihr direkt beginnen und müsst nicht wieder bei null anfangen). Und,wie aus Diablo gewohnt, wenn ihr das Spiel einmal durch habt, wird der nächste Schwierigkeitsgrad freigeschaltet und ihr dürft mit eurem Charakter wieder von vorne beginnen.

Wie lange und ob ihr mit Hero Siege tatsächlich Spaß haben werdet, hängt entsprechend mal wieder davon ab, wie sehr ihr diese Art von Spielen mögt. Also Titel, die von Anfang an darauf ausgelegt sind, dass ihr scheitert, ständig von neuem anfangt und dabei stetig besser werdet und weiter kommt (wenn euch der Zufall nicht einen Strich durch die Rechnung macht). Jemand wie ich, der allein in The Binding of Isaac schon 25 Stunden und in FTL: Faster Than Light immerhin 10 Stunden gesteckt hat, macht auch Hero Siege an. Nüchtern betrachtet, wiederholt sich am Ende des Tages alles. Eine Gegnerwelle jagdt die nächste, dazwischen Geld und Gegenstände eingesammelt und dann geht der Kampf um das Überleben wieder von vorne los. Die einzige Unterbrechung sind die kleineren Dungeons mit ihrem übersichtlichen Layout. Aber auch hier gilt: Alles töten bis es tot ist. Wer diese Art von Spiele jedoch mag, der wird die Investition von 6,99 Euro sicherlich nicht bereuen.

Bis Donnerstag!

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